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Familiensprechstunde mit Katia Saalfrank· Folge 39

Folge 38: „Ich will lieber die Windel“ - Wenn Kinder beim Stuhlgang die Toilette verweigern

Montag, 12. Oktober 2026 · 51 min

MP3

Shownotes

Manche Kinder gehen längst sicher zur Toilette, wenn sie Pipi müssen — und verlangen für den Stuhlgang trotzdem weiter nach der Windel.

Für Eltern kann das verunsichernd sein und manchmal entsteht Druck und auch der Wunsch, unsere Kinder motivieren zu wollen.
In dieser Folge geht es um körperliche Bedürfnisse und das intime Thema: Trockenwerden, Stuhlgang, Windel, Toilette. Ich spreche unter anderem darüber, warum es wichtig und sinnvoll ist, dass wir Kinder von Anfang an in ihren Signalen und Rückmeldungen ernst nehmen und was daraus folgen kann.

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Sprecher 1 Herzlich willkommen bei der Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. In diesem Podcast geht es um Bindung und Beziehung. Um das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern und um das, was hinter dem Verhalten von Kindern wirkt. Ich bin Katja Saalfrank. Ich bin Diplompädagogin, Familientherapeutin und körperorientierte Eltern und Familienberaterin in eigener Praxis in Berlin. Ich bin Autorin, Podcasterin und Mutter von vier Söhnen.

Sprecher 1 Ich arbeite bindungs und beziehungsorientiert und begleite Menschen dabei, Kinder besser zu verstehen und sich selbst gleich mit. Ich freue mich sehr, dass du eingeschaltet hast. Schön, dass du da bist. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. Ich freue mich sehr, dass ihr mit dabei seid. Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr seid wohlauf in dieser Herbstes.

Sprecher 1 Zeit. Und heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen und eigentlich auch gleich ein, weil es doch ein bisschen komplexer ist, als es vielleicht wirkt. Es betrifft eigentlich alle Familien, die Kinder begleiten. Es geht um das Thema Trockenwerden. Und wenn ich von Trockenwerden spreche, dann meine ich den Prozess der kontrollierten Entleerung der Blase und auch das Lösen über den Darm.

Sprecher 1 Und ich hoffe, ihr schaltet jetzt nicht gleich wieder ab, weil diese Frage, die ich gleich vorlese bzw die Mail von Dana zwar bestimmte, also einen bestimmten Prozess anspricht, aber doch auch sehr viel mehr betrifft als ausschließlich die Frage wie kriege ich eigentlich mein Kind von der Windel weg und wie kann ich mich dazu verhalten? Also ich lade euch ein, mit dabei zu bleiben und ich möchte heute darüber sprechen, weil ich eine Zuschrift, also eine Mail dazu erhalten habe.

Sprecher 1 Ich habe es eben schon gesagt von Dana und sie hat mir geschrieben an Podcast, Familiensprechstunde, Katja Saalfrank und Dana schreibt. Sprecher 1 Liebe Katja, ich möchte mich ganz herzlich bei Dir für den informationsreichen, optimistischen und inspirierenden Podcast bedanken, den ich seit Beginn mit Matcha Filter höre. Wie schön, So lange kennen wir uns schon. Heute wende ich mich an dich, weil mein Mann und ich nicht mehr wissen, wie wir unsere Tochter ohne Druck dazu motivieren können, ihren Stuhlgang in die Toilette oder in das Töpfchen zu erledigen.

Sprecher 1 Unsere Tochter Mia ist aktuell vier Jahre und fünf Monate alt und erledigt ihren Stuhlgang ausschließlich in die Windel, obwohl sie seit dem dritten Geburtstag tagsüber keine Windel mehr trägt und schon lange sicher zur Toilette geht, wenn sie Pipi muss. Stuhlgang Druck kann sie ebenso gut erkennen, verlangt aber dann immer eine Windel, um ihr großes Geschäft stehen zu erledigen.

Sprecher 1 Körperlich ist alles vom Kinderarzt abgecheckt Und bei meinen Recherchen habe ich bereits herausgefunden, dass das Toilettenverweigerungssyndrom häufiger vorkommt. Dennoch stehen wir jetzt vor dem Rätsel, wie wir unsere Tochter sanft und ohne Druck dazu motivieren können, sich auch mal auf die Toilette zu trauen. Wir haben ihr lange etwa ein Jahr lang einfach die Windel angezogen und uns mit Kommentaren und Bewertungen zurückgehalten.

Sprecher 1 Danach haben wir mit ihr besprochen, dass sie es doch mal mit der Toilette oder dem Töpfchen versuchen könnte, es mit Büchern und Geschichten versucht und dann auch große Belohnungen angeboten. Es gab auch einzelne Momente, in denen mein Mann oder ich viel auf sie eingeredet haben und nachher tat uns das leid, weil wir sie definitiv unter Druck gesetzt haben.

Sprecher 1 Oft sagt sie Beim nächsten Mal mache ich Kaffee ins Töpfchen. Aber wenn sie dann muss, reagiert sie körperlich sehr angespannt, möchte unbedingt eine Windel. Mir tut das leid, weil ich mich frage, ob sie dann auch von sich enttäuscht ist, weil sie das, was sie immer wieder ankündigt und mir verspricht, nicht umsetzen kann. Oder denke ich hier zu weit für eine viereinhalb Jahre?

Sprecher 1 Mir missfällt es ihr, bei ihrem eigenen Körper so reinzureden. Gleichzeitig spüre ich meine eigene Ungeduld, weil nicht erkennbar ist, dass sie die Windel loswerden möchte. Ich möchte definitiv nicht Druck im Zusammenhang mit diesem Thema aufbauen, denn so etwas führt ja bekanntlich eher zur Verstopfung als zu Erfolg. Ich kann mir vorstellen, dass das Thema Stuhlgang nicht so attraktiv für einen Podcast ist.

Sprecher 1 Gleichzeitig glaube ich, dass er einige Familien beschäftigt. Und für deine bindungs und beziehungsorientierte Perspektive auf dieses Thema wäre ich sehr, sehr dankbar. Vielen Dank, liebe Katja, für deine wertvolle Arbeit. Freundliche Grüße, Dana. Sprecher 1 Als allererstes möchte ich erstmal Danke an dich sagen, Dana. Für den ja für den Mut, auch dieses Thema so offen zu schildern. Es ist ja auch sehr intim und sehr körpernah und für viele Eltern mit Unsicherheit, Scham, Ungeduld oder auch Sorge und auch mit Druck verbunden. Und ich finde, dass du schon ganz wichtige Sachen gesagt hast. Unabhängig davon, dass wir natürlich auch gleich drüber fliegen, möchte ich einmal ganz kurz zu einigen.

Sprecher 1 Ja, Gedanken, die ich jetzt gerade habe, beim ersten Lesen doch schon etwas hier mit reinbringen. Also du schreibst wie können wir unsere Tochter ohne Druck dazu motivieren? Und das ist eigentlich schon gegenläufig. Ja, weil das ich eigentlich ausschließt, solange wir motivieren wollen. Von außen wird es ganz schwierig, dass der Mensch, um den es geht, ob klein oder auch groß, könnt ihr mal gucken.

Sprecher 1 Eine intrinsische Motivation verspürt und entwickeln kann. Ja, das heißt, wir gucken uns gleich noch mal genauer an, was das dann heißt. Aber ich glaube, der erste Impuls, den du mitnehmen kannst, ist, dass du sie nicht mehr motivieren musst. Was du stattdessen machen kannst oder was, was wir Eltern stattdessen tun können, können wir uns gleich noch mal angucken. Das Zweite ist, was mir noch mal wichtig ist.

Sprecher 1 Du schreibst. Sie ist seit dem dritten Geburtstag sozusagen. Geht sie? Ist sie windelfrei. Wenn es um um Pipi geht? Ja, und das ist erstmal ganz, ganz, ganz, ganz viel. Also ich weiß es nicht, aber vielleicht schreibt es mal in die Kommentare bei Spotify. Gerade diejenigen, die nach dem dritten Geburtstag eben noch beschäftigt sind mit Pipi machen in die Windel und mit diesem Prozess.

Sprecher 1 Ich habe in meiner Beratung ganz viele Eltern, die sich große Sorgen machen. Wo ich auch immer wieder erst noch mal Druck rausnehmen und noch mal sage Ab dem dritten Geburtstag kann man beginnen damit. Also ich sage euch auch gleich noch, warum mir das so wichtig ist. Also warum Druck keinen Sinn macht. Das ist ja auch etwas, was Dana du auch schon gesagt hast, dass wir das eben wissen und trotzdem Druck entsteht.

Sprecher 1 Und da können wir auch mal gucken, wo der herkommt. Aber wichtig ist glaube ich, auch noch mal nicht so sehr auf die auf das Alter zu gucken. Also in der Regel, wenn Kinder dann mal 910111213 sind, ja dann kann man noch mal dahin gucken. Und man kann natürlich auch vorher schon mal gucken, was könnte dazu führen, dass das Kind nicht entspannt loslassen kann, aber mit drei sozusagen schon die Windel los zu sein, wenn es um Pipi geht, ist erst mal ein total guter Prozess und da erstmal hinzugucken.

Sprecher 1 Und jetzt sagst du, sie wird. Also sie ist jetzt viereinhalb Jahre, also auch da noch mal zu verstehen. Da gucken wir auch gleich noch mal drauf, dass es ein Unterschied ist, ob man über Urin spricht und über die Blase oder ob man über den Darm spricht und was das für Unterschiede sind. Mir ist nur erst mal wichtig, dass es wirklich total altersgerecht ist.

Sprecher 1 Auch weil du ja fragst Wie können wir motivieren? Und vielleicht macht es das leichter, auch so von diesem Gedanken der Motivation. Wir wollen motivieren wegzukommen, wenn, ja wenn. Wenn du noch mal hörst und das auch ins Verhältnis setzt, dass das schon ganz, ganz viel ist, wo deine Tochter steht. Auch wenn es für euch vielleicht ja sich wie eine Verweigerung anfühlt, ist es ja vielleicht auch erst mal einfach ein Weg, der ein bisschen Zeit braucht.

Sprecher 1 Ja, also sanft und ohne Druck motivieren ist gegenläufig, funktioniert nicht. Und dann gibt es noch einen weiteren Punkt, den du sagst. Ja. Wie können wir sie denn entlasten, wenn sie sehr angespannt ist und eine Windel möchte? Bzw. Wenn sie eben an der Stelle ja eigentlich mir was versprochen hat? Also du sagst, sie sagt man nicht mal mache ich ins Töpfchen und wenn sie dann muss, reagiert sie körperlich sehr angespannt.

Sprecher 1 Und das ist auf jeden Fall ein Zeichen dafür, dass das für sie ein Schritt zu groß ist. Und du spürst das ja auch, dass du damit fühlst und sagst Mir tut das leid. Ob sie dann auch von sich enttäuscht ist, weil sie das immer wieder ankündigt, dir was verspricht und es nicht umsetzen kann. Ich denke nicht, dass du da zu weit fühlst für eine viereinhalb Jahre, sondern dass sie da vor allen Dingen deinen Wünschen nachkommen möchte.

Sprecher 1 Also du merkst wie kooperiert eben auch mit Wünschen, die du vielleicht nicht so bewusst aussprichst die du aber hast, nämlich dass du möchtest, dass es klappt, dass du sie motivieren möchtest. Und das ist genau der der Punkt Je mehr du motivieren möchtest, desto mehr möchte sie eigentlich dir auch gefallen. An einer bestimmten Stelle hier zum Beispiel. Ja, und ist dann unter Umständen von sich enttäuscht bzw hat Sorge, dass sie dich enttäuscht.

Sprecher 1 Also deswegen ist dein nächster Punkt, den du geschrieben hast, dass du deine eigene Ungeduld spürst. Da kommen wir auch nachher noch mal zu. Und auch dein Impuls, dass es dir missfällt, dass du jemand anderem in den eigenen Körper rein redest, ja rein redest und da vielleicht auch in den Prozess rein greifst. Ja, mit mit deiner Motivation, die ja, die ich total nachvollziehen kann.

Sprecher 1 Also versteh mich nicht verkehrt. Ich verstehe das schon. Und gleichzeitig finde ich auch noch mal so gut, dass du wahrnehmen kannst, dass du eine eigene Ungeduld hast. Du schreibst ja auch schon, dass die eigene Ungeduld daher kommt, weil nicht erkennbar ist, dass sie die Windel loswerden möchte. Und da bin ich wieder bei dem allerersten Punkt, dass ich sage, sie ist ganz weit, sie ist auf dem Weg dorthin und sie braucht Zeit.

Sprecher 1 Und sie braucht weniger Druck, Weniger Druck ist etwas, was du schon weißt und ein bisschen Zeit ihr zu geben. Und was dann auch in der Zeit passiert, das gucken wir uns jetzt mal an! Also das war jetzt erstmal so der Einstieg zu den direkten Gedanken, die ich hatte zu deiner schönen Mail und ich hoffe, ihr seid jetzt alle noch mit dabei, weil es wird nämlich jetzt spannend und wir gehen erstmal gar nicht so groß strittig vor.

Sprecher 1 Also es geht jetzt gar nicht darum, mir oder auch die Kinder, die in diesen Prozessen sind, endlich dazu zu bringen, die Windel wegzulassen oder auf die Toilette zu gehen oder so, sondern erst mal darum zu verstehen, was eigentlich Kinder brauchen, um bei diesen sehr körperlichen, intimen Prozess und auch einen Prozess der Autonomie ein bisschen Sicherheit zu entwickeln. Also da merkt ihr, wir sind wieder beim Eisberg, bei den Basisk Grundbedürfnissen.

Sprecher 1 Es geht um Sicherheit und man könnte denken, ja, es ist jetzt nur ein Entwicklungsschritt und es ist vielleicht nur noch ein kleiner Schubs notwendig von außen irgendeinen Tipp, irgendeinen Trick, ja, damit es endlich klappt. Und es ist viel komplexer im Sinne von welches Wissen wir heute über das Trockenwerden haben, dass es eben ein Prozess ist und dass es viele wichtige Aspekte und Erfahrungen und Entwicklungen gibt, die in einander greifen.

Sprecher 1 Und dass es eben auch wirklich ein hoch komplexer und auch hochsensibler Prozess ist. Und Dana, du hast es schon selbst gesagt Druck ist bei diesem Thema eher ungünstig. Warum? Weil es eben genau um Loslassen, Festhalten, Kontrolle, Körperwahrnehmung, Vertrauen und Sicherheit geht. Und wir schauen uns das genauer an, fliegen wieder drüber. Und ich würde es so machen, dass ich vielleicht doch mal versuche, die wesentlichen Erkenntnisse aus den unterschiedlichen wissenschaftlichen Richtungen erst mal so hier auszubreiten.

Sprecher 1 Und wir verbinden das Miteinander und setzen das ins Verhältnis in Verbindung und gucken dann im nächsten Schritt, was eigentlich diese Erkenntnisse dann auf der Beziehungsebene für Handlungs und auch Haltungsalternativen bedeuten. Oft braucht es erst mal noch mal so was wie eine neue oder andere innere Ausrichtung, bevor sich etwas im Außen und im Verhalten, in dem, was wir tun, wirklich nachhaltig verändern kann.

Sprecher 1 Also im Grunde Haltung vor Handlung. Vor allem deshalb, damit Handlungen nicht einfach nur eine isolierte Handlung ist. Einen Satz, nicht nur einen Satz, sondern damit das auch durchzogen sein kann von Emotionalität, von Authentizität, von einer wirklichen inneren Haltung. Sonst wird oder kann es sehr mechanisch werden. Also vielleicht fangen wir mal an Warum existiert eigentlich in dieser Form dieser Prozess des Trockenwerdens?

Sprecher 1 Also ich weiß nicht, ob ihr Windelfrei kennt, aber man kann sich noch mal klarmachen, dass 70 bis 80 % der Weltbevölkerung ohne Windeln aufwachsen. Ja, und das hat damit zu tun, dass wir in der westlichen Welt einfach eine andere Vorstellung davon hatten. Wir haben gedacht, das oder die westliche Verhaltensforschung ging lange Zeit davon aus, dass Kinder vor dem 18. bis 24. Lebensmonat, also vor zwei Jahren, physiologisch gar nicht in der Lage sein, überhaupt zu spüren, also Druck in ihrer Blase oder im Darm überhaupt wahrnehmen, spüren zu können.

Sprecher 1 Und deswegen ist daraus dann dieses späte Töpfchentraining entstanden. Also wir wissen jetzt heute durch die Entwicklungspsychologie, durch die fortschreitende Hirnforschung und auch durch die Erforschung von Naturvölkern, dass das alles so nicht stimmt. Und dann wurde die Annahme auch korrigiert. Und dann hat sich Windelfrei entwickelt aus modernen neurologischen Studien. Und so ergibt die Forschung ein ganz anderes Bild zur Wahrnehmung von Signalen aus dem eigenen Körper und zeigt heute, dass Babys sehr wohl mit der Fähigkeit auf die Welt kommen, das Ausscheidungsbedürfnis also oder auch das Ausscheidungssignal, was dann auch das Bedürfnis mit sich bringt zu spüren, zum Beispiel über Druck im Unterbauch.

Sprecher 1 Ja, und das durch dieses unruhige Verhalten, Jammern, Blickkontakt usw, das eben auch kommuniziert wird. Ja, das heißt, der Irrtum lag auf der Seite, dass wir dachten in der westlichen Welt, Babys können diese Signale gar nicht spüren und die können das auch nicht bewusst verarbeiten, können das nicht kommunizieren. Das heißt aber, wenn wir das alles wissen, dann ist es letztlich gar nicht so, dass die Kinder nicht in die Windel machen wollen, sondern es ist so, dass wir in der westlichen Welt Kinder zunächst mal auf die Windel konditionieren.

Sprecher 1 Ja, also die kommen auf die Welt. Und was wir irgendwie machen, ist, dass wir untenrum alles mit Windeln zumachen und dann sagen Bitte schön, dass es für die nächsten Jahre deine Toilette. Theoretisch könnte jedes Kind Windelfrei aufwachsen. Also Windelfrei ist mir noch mal wichtig. Heißt nicht ohne Windel jederzeit. Es heißt nur, dass die Kinder nicht auf die Windel konditioniert werden, sondern dass wir im Kontakt mit den Kindern sehr feinfühlig die Zeichen, die Signale, die Kinder geben, lesen bzw lesen lernen und uns darauf einstellen.

Sprecher 1 Ja, und das ist ein Prozess, den viele Eltern auch als sehr nährend wahrnehmen, weil sie natürlich viel mehr im Kontakt nicht kontrollierend, sondern auf der Beziehungsebene viel mehr im Kontakt sind mit ihren Kindern, viel mehr oder viel feinfühliger auf einer ganz anderen Ebene noch mal die Signale der Kinder wahrnehmen bzw sich öffnen für das, was die Kinder rückmelden, weil sie sie darin begleiten.

Sprecher 1 Eine Antwort auf die Signale, die Kinder körperlich erfahren und das, was sie dann auch kommunizieren zu geben. Und das ja das kann ein sehr intensiver, ein sehr emotionaler Prozess sein und kann natürlich auch die Verbindung ganz doll stärken. Also würde mich auch mal interessieren, wie das bei euch ist, also wie ihr diese Prozesse mit euren Kindern beschritten habt.

Sprecher 1 Ich als Mutter habe das also damals noch gar nicht gewusst, sozusagen. Ich hätte mir das sehr auch gewünscht. Ich bin mit jedem Kind sozusagen entspannter geworden. Aber Dana, ich kenne diesen Zustand von ich will und mein Kind sollte usw ja auch. Auch weil natürlich von außen immer wieder Druck entsteht. Ich will noch einen Punkt sagen, weshalb mir das so wichtig ist, ist ja, dass die Kinder im Grunde 111, ja einen Umweg machen.

Sprecher 1 Ja, es ist ja so, wenn wir die Kinder erst mal darauf konditionieren, dass es jetzt eine Toilette und dann die Windel drum machen, dann müssen sie ja jetzt wieder umlernen. Und wir sagen ja den Kindern im Grunde auch Dein Körper gibt gar keine Signale. Oder Wenn du Signale spürst, dann brauchst du darauf nicht zu achten, weil es gibt keine entsprechende Antwort von mir.

Sprecher 1 Also ich sag es mal überspitzt Und das ist natürlich erst mal etwas, was dann Kinder unter Umständen auch verfüllen, also dass sie erst mal wahrnehmen, okay, das ist dieses Signal, dieser Hinweis von meinem Körper, der hat gar keine Relevanz für mich, muss mich da nicht drum kümmern und dann verkümmert das unter Umständen ein Stück und zumindest geht das Bewusstsein davon weg und es wird nicht mehr so, ja, es wird nicht kommuniziert mehr.

Sprecher 1 Wir kriegen das ja trotzdem mit, dass Kinder auch das bemerken, aber sie kommunizieren es mit uns nicht mehr in dieser Weise, weil sie das Gefühl haben oder weil das Gefühl entstanden sein könnte. Es ist eben gar nicht willkommen. Es ist jetzt noch nicht die Zeit, das denken wir ja, ja, und dann gehen diese Impulse auch ein Stück in das Unbewusste wieder zurück und werden eben nicht mehr bewusst wahrgenommen.

Sprecher 1 Und dann auf einmal kommen wir um die Ecke und sagen Jetzt möchte ich aber, dass du noch mal verstehst, dass die Windel gar nicht die Toilette ist, April, April, sondern jetzt geht es darum Guck mal, jetzt gibt es die Toilette und dann arbeiten wir oft mit Verhaltenstraining. Ja, oder auch mit Belohnungen, wie Dana das schreibt. Ja, und wenn wir das aber jetzt alles wissen, dann ist es ja viel komplexer.

Sprecher 1 Ja und? Und es ist auch nährend Und vertieft auch die Beziehung, wenn wir unter Umständen von Anfang an die Signale der Kinder ernst nehmen würden. So, und ich will noch mal eine Sache sagen Es ist hier jetzt kein Appell an alle, die sich für was anderes entscheiden, Also nicht windelfrei Weil es natürlich auch aufwendig ist. Es muss passend zur Familie, es muss passen zwischen Eltern und Kindern.

Sprecher 1 Also das ist mir nur noch mal wichtig. Es geht hier nicht darum, dass alle Windelfrei leben sollen, sondern dass wir die Prozesse kennen und auch anerkennen. Weil ich finde es fast so ein bisschen viel verlangt von Kindern, dass wir erst sagen Guck mal da, das ist jetzt übrigens eine Toilette, hier ist die Windel und dann nach zwei, drei Jahren irgendwie auf einmal ein Riesendruck entsteht und wir von hinten schieben und sagen Du, war alles doch ein Irrtum.

Sprecher 1 Und jetzt geh mal bitte auf Toilette und dann die Erwartung haben, dass das relativ zügig klappt, Wenn wir das den Kindern doch nur sagen würden. Ja, deswegen ist mir diese Entwicklung und dieses worauf Windelfrei basiert, so ein Anliegen. Ja, was gibt es noch für Entwicklung? Das ist so das eine. Das zweite ist nämlich, dass da natürlich auch von Anfang an letztlich gute Botschaften drin liegen, die aber eben auch wenn das Kind dann 23456 ist.

Sprecher 1 Mit dazu gehören nämlich die Autonomie Entwicklung. Ja, und das heißt, Trockenwerden bedeutet eben nicht nur das Kind lernt etwas und trainiert etwas, sondern das bedeutet, ein Kind macht wichtige Erfahrungen auf emotionaler Ebene, auch auf emotionaler Ebene und auch auf der Bedürfnis Ebene, auf der körperlichen Ebene. Es übernimmt Kontrolle über den eigenen Körper und experimentiert das, dass es ein entscheidendes Wort experimentieren.

Sprecher 1 Ja, weil in dem Experimentieren liegt ja auch die Kontrolle und die Entscheidung. Also liegen ganz wichtige Autonomie Botschaften drin. Mein Körper gehört mir. Das ist das dann, was du auch gespürt hast, du gesagt hast ich greif da so ein irgendwie. Und diese Erfahrung kann dann eben mir nicht vollumfänglich machen. Das ist völlig richtig. Kannst du ja alles noch sozusagen korrigieren und wieder Abstand herstellen oder ein Raum für mir herstellen.

Sprecher 1 Aber wichtig ist dein Gefühl. Stimmt, denn der Körper gehört den Kindern und das ist ein wichtiger, eine wichtige Erfahrung. Mein Körper gehört mir. Ich spüre meinen Körper. Ich kann wahrnehmen, was mein Körper mir erzählt. Ich kann darüber bestimmen, indem ich festhalte und loslasse. Und ich kann selbst entscheiden. Und ich kann auch etwas bewirken. Ja, und das sind jetzt keine linearen Prozesse, die man sozusagen einfach dahinter abhaken kann, sondern das sind viele kleine und große Momente, die Kinder in ihrem Erleben, in ihrer Erfahrung reinnehmen können.

Sprecher 1 Ja, und dann finde ich noch mal wichtig Auch wir reden ja über die Darmentleerung. Und gerade das ist besonders sensibel, weil es eben nicht nur wie bei der Blase um körperliches Loslassen geht. Ja, also ich, ich lasse etwas los, sondern bei Bei dem Darm geht es ja fast um aktives Loslassen und vielleicht sogar wie etwas, ja etwas zu mir gehörig, löst sich aus dem Körper und verschwindet.

Sprecher 1 Ja, deswegen ist natürlich Druck noch mal schwieriger, wenn von außen geschoben wird, weil desto mehr unter Umständen das Kind innerlich festhalten muss. Ja, weil loslassen heißt ja, ich tue das und nicht jemand von außen öffnet sozusagen mein Schließmuskel oder meine Hand. Wenn wir sozusagen mal, wenn ihr mal die Hand nehmt, mit dem Handrücken nach oben und mal eine Faust macht und dann mal sagt Festhalten, loslassen, festhalten, Loslassen.

Sprecher 1 Ja, und dann merkt ihr, dass das ein ein Prozess ist, den die Hand selbst tun muss. Das kann können wir von außen nicht so sehr. Wir können da drauf tippen und können jetzt sagen Lass mal los! Und gleichzeitig wäre das gut, wenn wir wissen, hilft das drauf tippen oder erschreckt sich sozusagen dann der Muskel, das System und hält dann noch länger fest?

Sprecher 1 Ja, also ich hoffe, das kleine Bild ist für euch irgendwie nachvollziehbar. Also du hast auch schon Dana gesprochen über dieses Syndrom. Also die Toilette verweigert, Toiletten, Verweigerungssyndrom. Und ich will trotzdem noch mal sagen, es gibt gerade bei der Darmentleerung einfach auch noch mal andere Dinge als bei der Blasenentleerung, wo wir sozusagen ganz dringend müssen und dann vor allen Dingen loslassen und gar nicht so viel festhalten müssen.

Sprecher 1 Es gibt zum Beispiel Vielleicht hast du schon recherchiert, ich sag's trotzdem noch mal Es kann sein, dass es weh tut. Ja, auch wenn körperlich alles abgeklärt ist, kann es mal, das kennt ihr vielleicht auch. Jetzt reden wir wirklich über schmerzhaften Stuhlgang. Ja, und dann kann das in so einen Kreislauf kommen. Das kennt vielleicht der eine oder andere auch von dem Prozess des Trockenwerdens.

Sprecher 1 Also einhalten, härterer Stuhl, erneuter Schmerz, noch mehr Angst. Ja, Druck erhöht, Spannung, Spannung erschwert. Loslassen und Druck ist kontraproduktiv. Ja. Also nur weil wir mehr Druck machen, wird es nicht leichter. Dann noch auch die Frage Warum nicht auf die Toilette gehen. Auch das hat mit Sicherheit und mit Gewöhnung unter Umständen zu tun. Ja, wobei es nicht einfach nur ein Prozess der Umgewöhnung ist.

Sprecher 1 Aber zu verstehen, dass die Windel warm ist, dass die vertraut ist, dass die sicher ist und dass man da eben auch sozusagen ja stehend sich lösen kann. Das hattest du ja auch geschrieben. Und dass das sozusagen noch mal mehr Sicherheit gibt, weil die Kontrolle gerade bei mir bleibt. Ich möchte eine Windel, ich möchte das im Stehen machen. Ja, da kann ich ja auch meine Kontrolle ausüben.

Sprecher 1 Toilette ist ganz anders. Das heißt, ich muss sitzen, ich muss loslassen. Da kommt ein Geräusch, da ist Wasser, da verschwindet etwas. Das kann sich für Kinder unheimlich anfühlen. Das heißt, die Windel gibt nicht nur Sicherheit, sondern es könnte auch sein, dass die Windel ein vertrauter Ort ist für einen körperlich intimen und möglicherweise verunsichernden Vorgang, um sich da noch mal Sicherheit zu holen.

Sprecher 1 Und was könnte unsicher machen? Ich habe es schon eben noch mal gesagt, dass sozusagen die Entleerung des Darms ja auch eine aktive Körperarbeit braucht. Ja, also drücken, entspannen, loslassen, manchmal aber auch aushalten, bis sich was bewegt. Ich werde jetzt mal ganz plastisch, sozusagen. Ja, das ist körperlich viel intensiver und bewusster und für die Kinder viel stärker, auch mit Kontrolle und auch mit Loslassen verbunden.

Sprecher 1 Ja, und das heißt, es löst sich etwas aus dem Körper, es verschwindet in einem Loch, es wird weggespült. Für uns ist das selbstverständlich und für kleine Kinder kann das eben irritierend und beunruhigend sein. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, dieses Phänomen vom Friseur, Dass manchmal Kinder auch weinen, wenn Haare abgeschnitten werden und dann sagen Ich habe Angst, dass es weh.

Sprecher 1 Ja, weil sie eben Haare, ihre Haare nicht einfach als etwas an ihrem Körper erleben, sondern als etwas, das zu Ihnen gehört. So wie eine Hand. Ja, so wie ein Finger. Das schneiden wir ja auch nicht ab. Warum sind Haare sozusagen schneidbar? Ja, und so kann eben auch der Stuhlgang für Kinder sehr körpernah erlebt werden. Ja, etwas kommt aus mir, was eigentlich zu mir gehört und verschwindet dann.

Sprecher 1 Also das erst mal so ein bisschen als Grundlagen, weil als ich das alles sozusagen für mich zusammengetragen habe, was jetzt nicht in einer Recherchearbeit war, sondern wirklich sozusagen auf vielen Ebenen die Autonomie zusammengebracht, noch mal zu gucken, was heißt das eigentlich, trocken zu werden, zu verstehen, wie Kinder kommunizieren, wie Kinder beschaffen sind usw. Als ich das verstanden habe, ging es mir erst mal besser, weil ich mehr Orientierung hatte.

Sprecher 1 Und das ist eigentlich mein Ziel, dass jetzt erstmal so vielleicht ein bisschen mehr Orientierung da ist, dass ein bisschen mehr Klarheit kommen kann und wir dann auch noch mal auf uns selbst gucken können. Und da würde ich jetzt gerne mal ein bisschen auf unsere Ungeduld schauen, vielleicht auch stellvertretend auf deine Dana, wenn du sagst, du bist ungeduldig. Du sagst ja, weil sie gar keine Anstalten macht, irgendwie auf Toilette zu gehen.

Sprecher 1 Und auch da könnte man ja mal fragen Warum macht dich das denn so ungeduldig? Vielleicht ist es ja jetzt auch schon ein bisschen anders, dass wenn du jetzt auch noch mal mehr hörst, dass es altersgerecht ist, dass sozusagen es auch ein komplexer Prozess ist, auch das große Geschäft sozusagen zu lösen? Ja, dass sie dafür noch Zeit sich nehmen darf, dass es Ihr Prozess ist und nicht deiner, sondern ihrer, dass du da ihr mehr Raum geben darfst.

Sprecher 1 Das dann vielleicht auch deine Ungeduld nicht mehr so stark ist. Ich weiß es nicht. Du kannst ja mal reinspüren und wir können ja trotzdem mal gucken, Was macht uns denn daran unruhig? Also das wäre vielleicht eine Frage, die du die, die ihr euch selbst stellen könnt. Ja, was macht mich eigentlich so unruhig? Und wann entsteht diese Unruhe? Habe ich eine Sorge?

Sprecher 1 Habe ich eine Befürchtung? Also kommt diese, diese Ungeduld als Ergebnis sozusagen auf der Eisbergspitze über eine Angst, die mir Unsicherheit gibt, also Sicherheit nimmt, das zum Beispiel es nicht normal ist, dass ich mich von außen bewertet fühle. Ja, oder habe ich vielleicht persönlich das Gefühl, dass ich etwas machen müsste, Dass ich etwas erreichen müsste? Ja, und vielleicht auch mal ganz konkret Was passiert in dir, Dana, wenn mir wieder eine Windel möchte?

Sprecher 1 Da kannst du dem Ganzen noch mal so auf die Spur kommen. Welche Gedanken hast du, welche Körperempfindungen empfindest du dann selbst? Eine Anspannung und das Ziel wäre so ein bisschen kannst du. Können wir innerlich loslassen, wenn du. Wir möchten, dass das Kind loslässt? Also wie kann ich mehr ins Loslassen kommen? Ja, denn wenn ich als Erwachsener nicht so gut loslassen kann, wird es für mein Kind schwerer, in der Resonanz selbst loszulassen.

Sprecher 1 Impulse zum Mitnehmen. Kinder sind gleichwertige, kompetente, kleine Menschen. Sie sind es wert, ernst genommen zu werden und sind von Anfang an in der Lage, uns wertvolle Rückmeldungen zu geben. Diese Grundannahme aus der Entwicklungspsychologie habe ich so formuliert und findest du in meinem Coaching Kartenset. Vielleicht kennt der eine oder andere das Set und auch diesen wichtigen Satz schon, denn ich finde es so wesentlich und wertvoll, dass wir uns immer wieder klarmachen, dass das so ist.

Sprecher 1 Denn lange herrschte eine ganz andere Meinung. In der westlichen Medizin und Entwicklungspsychologie ging man bis in die späten 1900 80er Jahre davon aus, dass Säuglinge und Kleinkinder noch nicht fähig sind, feine Signale ihres eigenen Körpers bewusst wahrzunehmen. Die Folgen daraus waren fatal, denn so dachten wir, dass Säuglinge und Kleinkinder körperlichen Schmerz noch gar nicht richtig wahrnehmen. Und so ging man tatsächlich bis Ende der 80er Jahre davon aus, dass Neugeborene und Babys Schmerzen noch nicht so wahrnehmen und kein echtes Schmerzempfinden besäßen, so wie ältere Kinder oder Erwachsene.

Sprecher 1 Begründet wurde das unter anderem damit, dass er Nervensystem noch unreif sei und ihre Reaktionen als Reflexe verstanden wurden. Diese Annahme hatte jedoch ganz dramatische Folgen, denn Säuglinge und Babys wurden bei medizinischen Eingriffen ohne bzw ohne ausreichende Schmerzbehandlung operiert. Das heißt sie wurden ohne Narkose operiert. Teilweise bekamen sie vor allem Medizin, also ein Mittel dagegen, dass sie sich bewegen.

Sprecher 1 Sogenannte Muskelrelaxation, aber keine angemessene Schmerztherapie. Das muss man sich mal vorstellen. Heute undenkbar. Eine Wende kam tatsächlich erst nach Ende der 80er Jahre. Denn in einer wichtigen Studie an frühgeborenen Babys, die operiert wurden, zeigte sich Die Kinder hatten deutliche körperliche Stressreaktionen. Wenn sie zusätzlich ein starkes Schmerzmittel erhielten, sanken diese Stressreaktionen deutlich. Gott sei Dank hat man das getestet, hat man diese Studien durchgeführt.

Sprecher 1 Denn das war ein entscheidender Hinweis. Diese Babys reagierten nicht einfach nur mechanisch, Ihr Körper erlebte tatsächlich nachweisbare Belastung und auch Schmerzen. Was eine wichtige Erkenntnis. Denn unsere Kinder sind Menschen von Anfang an mit allem, was Menschen auszeichnet, auch mit körperlichen Signalen, die sie wahrnehmen. Und so zeigt sich die Grundannahme Aus der Entwicklungspsychologie dürfen wir in unserem Alltag ankommen lassen.

Sprecher 1 Kinder sind gleichwertige, kompetente, kleine Menschen. Sie sind es wert, ernst genommen zu werden und sind von Anfang an in der Lage, uns wertvolle Rückmeldungen zu geben in körperlichem Bereich, im emotionalen Bereich, im sozialen Bereich, auf der Bindung sebene, auf allen Ebenen. Die Beziehung für uns bereithält.

Sprecher 1 Heute wissen wir also schon ganz kleine Kinder. Auch Säuglinge nehmen eigene körperliche Signale wahr. Sie können sie nur noch nicht so einordnen, versprachlichen, regulieren wie Erwachsene. Das gilt für Gefühle, für die Schmerzempfindung und auch für andere körperliche Wahrnehmungen, wie eben zum Beispiel hier bei unserem Trockenwerden. Ich wollte das noch mal sozusagen ins Gedächtnis holen, weil genau deshalb brauchen Kinder, feinfühlige Erwachsene, die Signale ernst nehmen und Kinder bei der Wahrnehmung dieser Signale und bei den Prozessen, die daraus folgen, begleiten.

Sprecher 1 Das heißt, ein Kind kann sehr wohl spüren, da ist Druck in meinem Bauch. Und gleichzeitig heißt das nicht automatisch, dass das Kind mit der Wahrnehmung schon sicher umgehen kann. Und ich glaube danach. Genau das scheint jetzt bei mir der Punkt zu sein. Sie spürt ihren Körper, sie erkennt, dass der Stuhlgang kommen will. Aber der Übergang zur Toilette ist für sie offenbar noch nicht sicher genug.

Sprecher 1 Und das ist erst mal wichtig, glaube ich, dass zu sehen, dass das, dass da ganz viel da ist und dass da trotzdem noch Sicherheit auch fehlt und fehlen darf. Und es geht jetzt nicht darum, ihr etwas beizubringen, sie zu trainieren oder sie einfach umzugewöhnen. Warum nicht? Weil auch in diesem Training sprozess unter Umständen dann eben körperliche Prozesse übergangen werden.

Sprecher 1 Ja, und wichtig ist ja, dass sie wieder in Klammern beginnen dürfen, also Kinder wieder beginnen dürfen, ihren Körper zu spüren und auch jetzt Mia spüren darf, dass da ein Signal kommt. Und es geht jetzt eher darum, nicht so sehr das Ziel im Blick zu haben. Sie soll jetzt von der Windel zur Toilette wechseln, sondern ihr zu helfen, dieser Wahrnehmung zu vertrauen.

Sprecher 1 Also ohne Druck, ohne Überreden, ohne Ziel, Tempo ohne Belohnung, sondern wirklich diesen Zwischenschritt zu machen auf die Impulse und auf die Signale, die der Körper gibt, letztlich zu fokussieren und darüber eher in eine Begleitung zu kommen, als immer im Kopf zu haben. Jetzt muss aber die Toilette herhalten. Und wenn wir jetzt eher auf diesen Zwischenschritt uns fokussieren, also auf das Prozesshafte und nicht so auf das, was am Ende als Lösung da sein soll, dann können wir unter Umständen so was wie eine Haltungs oder eine Haltungsveränderung auch machen.

Sprecher 1 Eine andere Positionierung im Innen finden. Und statt dass wir hinter dem Kind stehen, uns eher an die Seite des Kindes zu stellen, also nicht hinter dem Kind stehen und schieben, nicht vor dem Kind stehen und ziehen, sondern an der Seite des Kindes sein. Ja, also nicht Wie kriegen wir endlich hier die Toilette rein? Sondern eher die Fragen Wie geht es mir eigentlich mit diesem Thema?

Sprecher 1 Was möchte sie? Was sind ihre nächsten Schritte? Was braucht sie, damit Ihr Körper sich sicher fühlt? Ja, und noch mal Der Prozess gehört dem Kind. Und das ist kein Verdienst von uns Eltern, wenn Kinder an der Stelle Schritte machen. Es ist allein der Verdienst sozusagen der Kinder. Ja, das heißt, wir dürfen das. Oder diesen Prozess. Zurückhaltend, vertrauensvoll, klar, aber ohne eigenes Ziel Tempo begleiten.

Sprecher 1 Was könnten wir jetzt konkreter machen? Also mein Impuls wäre zu überlegen. Das könnt ihr ja für euch mal überlegen. Dana, du und dein Mann, ob es so was wie ein innerlichen Neustart bei euch gibt oder auch so was wie ein gemeinsamen Neustart mit mir. Und ihr könntet überlegen. Neustart könnte heißen zum Beispiel einer von euch beiden übernimmt das Thema hauptsächlich.

Sprecher 1 Es wird nicht mehr ständig darüber gesprochen. Keine Kommentare, keine Belohnungen, kein Überreden. Ja, also mehr noch mal einen Schritt zurückzugehen, den Prozess wieder an mir zurückzugeben. Das Thema auch wieder in die Intimität zurückbringen. Ja, also das sind ja höchstpersönliche körperliche Prozesse. Und ich finde es immer wieder ganz interessant, dass wir eigentlich am Anfang des Lebens damit konfrontiert sind, dass Menschen über unsere Ausscheidungsprozesse sprechen.

Sprecher 1 Ja, also wenn wir Kleinkinder sind, Babys und Kleinkinder und dann, wenn wir wieder ganz alt sind, ja, also diejenigen, die in der Altenpflege arbeiten, kennen das bestimmt, dass das eben auch 111 Schritt ist, wenn wir im Alter das nicht mehr kontrollieren können und dann Unterstützung dabei brauchen. Wie wichtig das ist, dass wir da an der Stelle etwas Wertschätzendes haben.

Sprecher 1 Diese Prozesse zu begleiten und eben auch so viel Autonomie wie möglich auch an dieser Stelle geben. Und in der Zwischenzeit, also zwischen dem Alter und zwischen dem ganz Jungen, gehören diese Prozesse uns. Da spricht kaum jemand drüber. Ja, und das ist auch richtig so! Also ich finde auch am Anfang und am Ende könnte man noch mal überlegen, wie kann man es machen.

Sprecher 1 Grundsätzlich, das will ich damit sagen, es ist ein wirklich intimes Thema und bei Kindern erlebe ich das oft so, dass es ständig diskutiert wird und dass davon alles auf einmal abhängt. Und Onkels reden mit und Tanten und Tanten reden mit und und. Das macht es natürlich sehr transparent und auch ein bisschen schambehaftet. Ja, also die Beschämung ist dann nicht weit, wenn ich darüber rede.

Sprecher 1 Hast du wieder in die Hose gemacht? Überspitzte Ja, also was könnte noch dazu zählen, dass die Windeln sozusagen erst mal unter Umständen gar nicht als Scheitern behandelt wird, sondern als eine konstruktive Strategie, die jetzt gerade hilfreich ist, um die Ausscheidung, um das Lösen über den Darm hinzubekommen. Und mir bekommt diese Führung zurück. Ja, also das könntet ihr für euch untereinander noch mal so ein bisschen besprechen, ein bisschen sacken lassen, dann könntet ihr auch überlegen, mit mir zu sprechen.

Sprecher 1 Also derjenige, der diejenige, die das dann macht, der oder diejenige und mögliche Sätze könnten sein. Wir haben gemerkt, dass wir dich bedrängen. Dein Körper gehört dir. Wir wollen es noch mal anders machen. Ja, Du bist die Chefin über deinen Körper. Du entscheidest. Und wenn du eine Windel brauchst, sagst du Bescheid. Du entscheidest und darfst erzählen, was du brauchst.

Sprecher 1 Wir helfen dir, aber wir drängen dich nicht. Vielleicht muss man auch noch mal sagen Das haben wir gemacht in der Vergangenheit. Das tut mir total leid. Wir machen das jetzt noch mal anders. Ja. Du wirst deinen Weg finden. Ich bin mit dabei. Ich vertraue dir. Und dann könnte man überlegen. Auch immer wieder in dem Prozess noch mal, vielleicht auch an dieser Stelle in so was wie ein Dialog zu kommen.

Sprecher 1 Ja, der eben mehr diesen Fokus auf den Zwischenschritt legt, mehr auf diesen Prozess legt und nicht so sehr auf das Ende. Also Frage könnte sein Was willst du denn erreichen? Sozusagen erst mal als Raum. Erzähl mal! Und dann auch die Frage Gibt es etwas, was du denkst mir, was ich anders machen könnte? Ja. Und? Darf ich dich was fragen?

Sprecher 1 Wie ist das für dich mit der Toilette? Also, darf ich dich was fragen? Pause. Wenn dann mir sagt. Nein, dann müssen wir auch damit leben. Aber dann eben auch zu sagen Ja, wie ist das denn mit der Toilette für dich? Was ist an der Windel gut für dich? Was wäre leichter für dich, wenn du das schaffen möchtest? Was möchtest du überhaupt schaffen?

Sprecher 1 Ja, und was brauchst du von mir? Oder gibt es etwas, was du von mir brauchst? Wenn du merkst, dass du musst, kann ich etwas tun. Und dann immer wieder auch die körperlichen Signale ernst zu nehmen. Woran? In deinem Körper zum Beispiel merkst du, dass du musst? Wie fühlt sich das an? Wichtig ist nicht investigativ ausfragen. Keine Erwartungen an eine Antwort.

Sprecher 1 Ja, es ist jetzt nicht ein sie gibt die Antwort, sondern auch hier wieder jede Reaktion ernst nehmen und aufgreifen. Eher ja. Kleine Dialoge offen Raum gebend. Also wenn sie zum Beispiel sagt ich weiß nicht, aber okay, ja, verstehe ich, es ist ja auch viel und verwirrend. Ja, oder wenn sie sagt Ich will, dass du mich in Ruhe lässt.

Sprecher 1 Okay. Das heißt, du willst es jetzt mehr für dich machen. Wenn du es brauchst, melde dich. Darf ich noch mal nachfragen? Demnächst. Ja, So was. Oder wenn sie wieder sagt. Ich will das nächste Mal auf Toilette gehen. Okay. Du willst das probieren? Was könnte dir helfen? Gibt es etwas? Woran merkst du, dass es so weit ist? Erzähl mal!

Sprecher 1 Vielleicht auch. Hm? Willst du es alleine machen? Oder willst du mich ansprechen? Wie willst du es ausprobieren? Experimentieren. Du. Und wenn es nicht klappt? Wir überlegen weiter, wenn du magst. Ja. Mir ist wichtig, dass du es in deinem Tempo machst. Weil. Es geht nicht um mich. Es geht um dich. Und wenn Kinder von sich enttäuscht sind. Dana, das ist mir noch mal wichtig, dir das zu sagen.

Sprecher 1 Dann kannst du an der Stelle viel leichter mit ihr sozusagen ein bisschen in die Trauer reingehen und sie also trösten. Nicht im Sinne von, dass du es weg machst und sagst So schlimm ist es doch nicht. Ja, wenn es nicht klappt, dann können wir weiter überlegen. Das soll so nicht gedacht sein, sondern dass wir dann sagen Du hast es dir anders vorgestellt.

Sprecher 1 Ja, das kann ich verstehen. Was du jetzt enttäuscht bist darüber, weil das ist ja nicht unser Prozess. Wir müssen es nicht wegmachen. Wir müssen es nicht beschönigen, sondern wir können da ganz bei unserem Kind sein. Und nur weil es für uns jetzt gerade vielleicht nicht so druckvoll sich mehr anfühlt, heißt es nicht, dass das Kind nicht traurig sein darf, wenn es etwas nicht geschafft hat, wie es sich vorgestellt hat.

Sprecher 1 Ja, mir ist noch eine Sache wichtig, und zwar Es geht ja um Kontrolle und es geht um Sicherheit. Und es geht um Autonomie, also Kontrolle von bestimmten Räumen, von Entscheidungen, von Körperfunktionen. Und manchmal macht es Sinn, auch noch mal zu schauen, wenn da dieser Prozess so stockt im Sinne von Ich habe das Gefühl, es geht nicht weiter, ich müsste mit meinem Kind sprechen.

Sprecher 1 Also das könnte ja nur ihr jetzt entscheiden, Dana, wo ihr da steht. Und vielleicht habt ihr auch schon ganz viel von dem gemacht, was was wir jetzt hier gesammelt haben. Aber manchmal ist es eben so, dass ja dieser Kontrolle über den Schließmuskel eine der letzten Kontrollen ist, die Kinder ja auch haben. Ja, das heißt, wenn das sozusagen vielleicht etwas ist, wo die Kontrolle darin besteht, ich lasse nicht los, weil das ist meine Autonomie, dann lohnt sich der Blick auf den Alltag noch mal, Also wo im Leben darf mein Kind autonom sein?

Sprecher 1 Wie stark jetzt Perspektivwechsel von euch zu eurem Kind. Wie stark fühlt sich das Leben aus der Sicht meines Kindes von außen unter Umständen kontrolliert an? Durch Kita, durch Schule, durch das, was wir wollen, wie unser Tagesablauf getaktet ist, durch Tempo, durch Kommunikation. Ja, also dass ihr da noch mal mehr hinguckt und einfach mal schaut, wie ist da die Atmosphäre, wie fühlt sich das für das Kind an?

Sprecher 1 Und ein zweiter Punkt Wo könnte das Kind mehr drin vorkommen mit dem, was ihm wichtig ist? Also zum Beispiel Essen auf den Teller nehmen, selbstständig Kleidung wählen, kleine Entscheidungen zwischen zwei Möglichkeiten immer wieder zur Verfügung stellen. Gemeinsame Planungen Ja, also wo darf mir mitbestimmen, wo wird sie viel gesteuert, Wo darf sie entscheiden, ohne dass Erwachsene sofort korrigieren? Kommt sie mit ihren Anliegen vor?

Sprecher 1 Wo fühlt sie sich? Gesehen, gehört wichtig und wertvoll? Wo kann sie sich selbst wirksam spüren? Das sind schon noch mal Sachen, die ihr auch grundsätzlich mal gucken könnt bei euren Kindern. Und dann ist mir natürlich noch wichtig Diese ganzen Entwicklungen sind nicht linear. Ja, das heißt, wenn das jetzt einmal klappt, dann kann es beim nächsten Mal wieder nicht klappen.

Sprecher 1 Und jetzt kommt ein wichtiger Satz, weil das ist kein Rückschritt, sondern Teil des Prozesses. Ja, ganz wichtig Es ist kein Rückschritt. Es ist vielleicht ein Vorfall, aber es ist eben nichts, was wo wir jetzt sagen so, jetzt bis wir wieder von vorne anfangen, sondern das gehört mit zum Prozess dazu, auch noch nach Monaten, manchmal sogar auch wenn irgendwelche Ereignisse noch mal vorkommen, wenn Geschwisterkind kommt, wenn Schulwechsel ansteht, wenn irgendetwas Kinder beunruhigt und sie sozusagen ein bisschen auch aus dieser Wahrnehmung das ist mein Körper rausfallen, auf einmal Signale nicht mehr so wahrnehmen können, weil sie abgelenkt sind mit einer eigenen Entwicklung.

Sprecher 1 Also das könnte auch noch mal etwas sein, was dann dazu führt, dass eben so was wie ein Vorfall passiert. Und mir ist wichtig, dass wir da präzise sind. Es ist kein Rückschritt, sondern es ist Teil des Prozesses. Und Wellenbewegungen gehören mit dazu. Entwicklung gerade bei Körperthemen, bei Themen, die nah am Körper sind, sind oft wellenförmig. Ja, also jetzt können wir noch mal zusammenfassen Also Mia kann ihren Körper offenbar gut wahrnehmen.

Sprecher 1 Sie merkt, dass es geht weniger um Motivation, weil es eben Sicherheit nehmen kann und aus diesem Druck heraus dann die Sicherheit eben weggeht. Es geht eher um inneres Loslassen, um mehr Vertrauen, um Sicherheit, um Dialog und noch mal zu schauen, wie könnt ihr Druck rausnehmen, die eigene Ungeduld zu sortieren und nicht schieben, nicht überreden, nicht belohnen, sondern an der Seite stehen.

Sprecher 1 Vertrauen ausstrahlen, Vertrauen geben, Vertrauen schenken und im Alltag noch mal zu schauen, wo kann sich mir auch selbst Wirksamkeit ermöglichen und muss nicht so sehr kooperieren mit euren Wünschen, die vielleicht gar nicht so ausgesprochen sind. Trockenwerden ist kein Ziel, das will ich noch mal sagen. Was wir Eltern erreichen müssen, auch wenn von außen wahnsinnig viel Druck oft da ist, sondern ein körperlicher und emotionaler sozialer Autonomieprozess, den das Kind führen darf, begleitet im besten Falle von uns Erwachsenen.

Sprecher 1 Feinfühlig, im Vertrauen, ohne ein Tempo und ohne zu drängen, sondern wirklich Raum gebend. Und du schaffst das, Wir schaffen das. Wenn ich dich unterstützen darf, sag mir was kann ich tun? So, es war ein bisschen länger heute. So ist das, wenn ich hier alleine für mich vor mich hin spreche und mir Dana imaginäre und euch alle. Ihr Lieben, ich mache jetzt schnell Schluss.

Sprecher 1 Das war für heute die Familiensprechstunde. Natürlich mache ich nicht Ende. Ohne noch mal zu sagen Schreibt mir mal bitte eure Gedanken bei Spotify rein, Ich bin sehr gespannt. Und dann kommen wir ins Gespräch. Und natürlich könnt ihr eure Fragen auch an Podcast, Familiensprechstunde etc. Katja saalfrank de weiterhin an mich senden. Und für heute sage ich Auf Wiedersehen. Ich danke euch sehr für euer Zuhören, Gerade bei diesem Thema, für euer offenes Herz, für euer offenes Ohr.

Sprecher 1 Bleibt weich und liebevoll, weil ich es auch ein wichtiger Punkt Wenn wir hart werden, dann geht nichts nach vorne, dann kommt nichts ins Schwingen. Bleibt weich und liebevoll mit euch selbst und mit euren Kindern und ihr Lieben. Bis nächste Woche, Katja. Sprecher 1 Das war die Familiensprechstunde mit Katja Saalfrank. Eine neue Folge gibt es jeden Montag überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wenn du magst, nimm dir jetzt noch einen Moment Zeit für dich. Zeit, das Gehörte nachwirken zu lassen, in Kopf, Herz und in deinem Körper. Vielleicht hat sich etwas gezeigt. Eine neue Perspektive oder eine leise Bewegung nach innen. Spüre gerne nach und entschleunigen noch mal!

Sprecher 1 Wenn du selbst eine Frage hast, die du hier in der Familiensprechstunde teilen möchtest, schreib mir gerne an. Podcast Familiensprechstunde Katja saalfrank de. Alle Zuschriften werden natürlich anonymisiert. Hinweise zur aktuellen Folge sowie Informationen zu meinen Kursen und Ausbildungen und allen Angeboten findest du in den Shownotes. Schau dich dort gerne um. Ich danke dir von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast und ich wünsche dir viele gute Beziehungs, Erfahrungen und Verbindungsmomente.

Sprecher 1 Und nicht vergessen es gibt keine schwierigen Kinder, sondern nur schwierige Situationen. Bleibt nicht damit alleine. Schon ein Gespräch kann Veränderung bringen, Ein Austausch entlasten, um Fragen zu stellen, kann neue Wege öffnen. Deine Katja.

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