
Food Crimes - Was schmeckt dahinter?
Der chinesische Babypulver-Skandal
Dienstag, 24. Februar 2026 · 54 min
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Shownotes
Am 8. August 2008 eröffnetet der chinesische Präsident Hu Jintao die olympischen Spiele von Peking. Endlich kann er sein Land so präsentieren, wie es viele noch nie gesehen haben: Modern, effizient, weltoffen. Nichts, aber auch gar nichts durfte dieses perfekte Bild trüben. Nicht ohne Grund unterdrückte die chinesische Regierung daher seit Monaten Berichte, die es in sich haben: Millionen Babys sollen vergiftetes Babymilchpulver zu sich genommen haben. Bald stellt sich heraus: Die olympischen Spiele von Peking waren nur eine Verschnaufpause für die kommunistische Partei. Denn wenige Wochen nach dem Ende der großen Sport-Show kann sie mehreren 10.000 Erkrankungen und ersten Todesfälle nicht mehr unter Verschluss halten.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Am 8. August 2008 macht sich der chinesische Präsident Hu Jintao bereit für den wahrscheinlich größten Moment seiner politischen Karriere. Um 23.45 Uhr Ortszeit übergibt dem IOC-Präsident Jacques Rogge das Wort. Hu Jintao darf die Olympischen Spiele von Peking eröffnen und der Welt endlich sein Land so präsentieren, wie es viele noch nie gesehen haben.
Modern, effizient, weltoffen. Nichts, aber auch gar nichts darf dieses perfekte Bild trüben. Nicht ohne Grund unterdrückte die chinesische Regierung daher seit Monaten noch strenger als zuvor jegliche Berichte, die auch nur ansatzweise am perfekten Bild Chinas rütteln konnten. Denn die Regierung weiß, die gibt es.
Schon seit Monaten tauschen sich besorgte Eltern in Online-Foren darüber aus, dass das beliebteste Babypulver Chinas angeblich ihre Kinder erkrankt macht. Niemand weiß, was genau die Kinder krank macht, aber Ärzte im ganzen Land sehen Kinder mit hohem Fieber und Nierensteinen. Bald stellt sich heraus, die Olympischen Spiele von Peking waren nur eine Verschnaufpause für die Kommunistische Partei.
Denn wenige Wochen nach dem Ende der großen Sportshow kann sie die mehreren zehntausenden Erkrankungen und ersten Todesfälle nicht mehr unter Verschluss halten. Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temmel und Florian Reza. Könnte es ein passenderes Thema geben? Ich glaube nicht. Ja, das habe ich mir tatsächlich auch gedacht, als ich die Folge vorbereitet habe.
Und ich habe sie auch deswegen vorbereitet, weil die liegt schon ein bisschen länger in meiner Sammlung von Fällen, die ich mir gerne mal anschauen würde. Und ich dachte mir, hey, die Olympischen Spiele sind jetzt vor ein paar Tagen zu Ende gegangen. Es gibt aktuell wieder einen Skandal rund um Babymilchpulver.
Und da dachte ich mir, werfen wir nochmal einen Blick zurück und schauen uns an, was damals in China los war. Weil ich weiß, einige von euch haben, zumindest mir schon geschrieben, zu dem aktuellen Bibelmilchpulverskandal und wir haben das auf dem Schirm. Also ich habe das auf jeden Fall auf dem Schirm.
Es ist aber so, da ist noch so viel in Bewegung und so viel unklar, dass es einfach jetzt noch ein bisschen zu früh kommt, diesen Fall komplett durchzusprechen. Das machen wir nicht, solange da nicht wirklich alles so hundertprozentig klar ist. Und jetzt Olympia, Lilly, was hat dich da besonders mitgebracht?
Ich liebe die Olympischen Spiele, weil ich nicht nur die Sportarten, die man sowieso auch im Weltcup verfolgt, anschauen kann, sondern auch einfach mal so Sportarten sehen kann und bei Sportarten mitfübern kann, die man halt nicht so auf dem Schirm hat. Also Curling natürlich, ich liebe Curling genauso wie viele andere Menschen auch. Ich finde, das macht wahnsinnig viel Spaß im Zuschauen.
Eiskunstlauf war ich auch voll drin dieses Jahr. Skeleton, Hammer. Dann Biathlon ist ja meine All-Time-Favorite-Wintersportart. Das wissen viele nicht. Ich wollte auch mal Biathletin werden. Das ist eine schwere Knieverletzung, die ich ganz weit zurückgewochen habe. Und auch, ich habe nicht die mentale Stärke für den Sport. Das sage ich auch, wie es ist. Und du hast einen ganz schwachen Finger.
Der Zeigefinger ist ganz schwach bei mir. Kann ich nicht so gut mit abdrücken. Also eigentlich liebe ich jede Sportart und habe so viel es ging mitverfolgt und mitgefiebert und bin traurig, dass sie vorbei ist, die Olympiade. Was ich auch richtig geil fand, war Skibergsteigen. Was jetzt zum ersten Mal olympisch war, hast du das gesehen?
Das war so lustig. Das habe ich nur in der Zusammenfassung gesehen und oh mein Gott, was ist das für eine krasse Sportart. Also ich weiß, dass Skibergsteigen anstrengend ist, aber die mussten das ja dreimal an einem Tag machen. Ja und das Beste war ja, Es gab ja dann immer so eine Treppe, wo die die Ski abschnallen mussten und dann einfach hochrennen mussten.
Das habe ich einfach permanent auf die Schnauze gelegt, weil die so rutschig waren. Ja, da sieht man es, sie haben es zum ersten Mal ausgerichtet. Die wurde ja dann für das Finale nochmal abgeschrubbt oder abgefegt oder was auch immer. Da ist es nicht mehr passiert. Ja, da fand ich es aber interessant, wie viele Fallstricke es gab, weil nur weil du vielleicht die schnellste Person warst, die mit den Skiern oben war, hieß das ja nicht, dass du die schnellste warst, die auch wieder unten war, weil es gab ja verschiedene Stationen zum Ab- und Anschnallen und dann hier die Felle ab und vorne in deinen Beutel rein und so.
Und du musstest auch einfach schnell im Wechsel sein. Also da waren verschiedene Skills gefragt, aber die sind 70 Höhenmeter, teilweise mit 20 kmh hochgesprintet. Also das ist irre. Das ist komplett gaga. Aber man muss sagen, das IOC, das kocht, wie wir Kids sagen, die letzten Jahre, weil auch in Paris so dieses 3x3-Basketball und Breakdance und Skateboard, was es nicht alles gibt.
Also ich finde das ganz geil, dass es da immer wieder neue Sportarten gibt. Und da muss ich den Zeigefinger heben. Es gibt neue Sportarten, es gibt aber auch Sportarten wie die nordische Kombination für Frauen, die einfach keine olympische Disziplin darstellt, was ich nicht verstehen kann. Das ist komplett fraglich.
Und ich glaube, die Männer wären jetzt auch abgeschafft in vier Jahren. Ist das? Also das munkelte man aber. Achso, ich habe das bloß so nebenbei mitbekommen. Ich weiß noch nicht, ob das fix ist. Aber ich dachte, meine nordische Kombination ist so beliebt. Das dachte ich ehrlich gesagt auch. Ich glaube, wir haben jetzt die Hälfte unseres Publikums schon verloren, weil die sich dachten, was mache ich in einem Sportpodcast. Aber wir sind flexibel.
Deswegen zu so einer Olympia-Reporterrolle würdest du auch nicht Nein sagen. Da würde ich auf jeden Fall gar nicht Nein zu sagen, nee. Weil es hat ja mit der Biathlon-Karriere hat es nicht geklappt, deswegen sehe ich mich schon am Schiedsstand, am Rand. Die Erik Klesser von was schmeckt dahinter. Richtig.
Das war mal mein Lieblingsläufer der letzten Jahre. Entschuldigung. Toller Mann. Der könnte ja auch mal vorbeikommen. Egal. Wir kriegen wieder den Bogen zurück zu 2008 und zwar mit der Frage, weißt du noch, wer der Fahnträger in Peking war bei den Olympischen Spielen? Also der jetzt vor Hu Jintao eingelaufen ist, bevor er die Spiele eröffnet hat.
Kannst du mir eine Sportart sagen? Nein, Dirk Nowitzki. Ich hau es direkt raus. Doch, klar. Das war Dirk. Ja, ja. Ein großer. Ich wusste, dass es ein großer Mann war. Ich würde sagen, damit haben wir jetzt den Olympia-Blog abgearbeitet und wir kommen zum heutigen Fall. Jetzt gibt es wieder so Kommentare, so Folge geht ab Minute 7 bis 32 los.
Ja, 25, 32 los. Ich frage mich immer, ob die Leute das gut finden, wenn das so drunter kommentiert würde. Schreibt mal drunter, ob ihr das wollt, dass wir euch den Anfang der echten Folge, also des Falls, gibt, weil ihr wollt doch auch ein bisschen was von uns lernen, oder? Anyways, so ich würde sagen, wir fangen an, weil der Skandal hat es in sich und ist auch ein bisschen länger.
Es gibt Fotos, die gibt es bei Instagram zu sehen. Es gibt viele chinesische Namen von Personen, von Städten, von Unternehmen. Wie so oft werde ich mich bemühen, diese richtig auszusprechen. Wenn was falsch ist, bitte meldet euch, sagt es mir, ich gebe mein Bestes. Und wie so oft hat ein großer Skandal seine Anfänge viel, viel früher, viele Jahre früher.
Unsere Geschichte beginnt in Xizhejiang, die Stadt mit dem für mich unaussprechlichen Namen, liegt gut dreieinhalb Stunden südöstlich von Peking, in der nordöstlichen Provinz Hebei. Zur Orientierung herbei ist die Region, die Chinas Hauptstadt Peking wie ein Ring umgibt. Hier, wo Mitte des 20. Jahrhunderts gerade einmal 350.000 Menschen leben, beginnt am 16.
Februar 1956 die Geschichte eines Unternehmens, das in einen der größten Lebensmittelskandale der Menschheitsgeschichte verwickelt sein wird. Und ja, kleiner hatte ich es nicht. An diesem Februartag wird die Xingjou Milchproduktionskooperative gegründet. Sie hat ja natürlich einen chinesischen Namen, ich habe den aber auf Deutsch übersetzt.
Milch ist damals in China eher eine Seltenheit. Kühe gibt es wenige und Milch ist kein Produkt, das viele Chinesen und Chinesinnen regelmäßig trinken. Wie alle Staatsbetriebe bekommt auch Xingjou Produktionsziele vorgegeben. Für ihre erfolgreiche Arbeit bekommen die ArbeiterInnen Lebensmittelmarken, die sie wiederum für andere Lebensmittel eintauschen können.
Viele Jahre läuft dieses System so. Bis Mao Zedongs großer Sprung nach vorne und die Kulturrevolution in den 60er und 70er Jahren das Land grundlegend verändert und große Bevölkerungsteile in schwere Hungersnöte bringt. Wir wollen jetzt an dieser Stelle nicht allzu tief in die chinesische Geschichte eintauchen, aber ein paar Hintergründe sind für unsere Geschichte unvermeidbar.
Dazu zählt das Hukusystem. Das Hukusystem ist zentral für China. Es bestimmt, wo du geboren wirst, wirst du registriert. Nur dort kannst du gemeldet sein und unter anderem staatliche Leistungen beziehen oder Bildungseinrichtungen besuchen. Bis heute besteht dieses System in Teilen, auch wenn es in den letzten zehn Jahren stark gelockert wurde.
In den 60er Jahren ist dieses System aber integraler Bestandteil der Gesellschaft. Unter anderem wird über dieses System auch das Getreide für die Bevölkerung verteilt. Als in den 60er Jahren eine große Hungersnot über China rollt, fließt das Getreide zuerst in die Städte, während auf dem Land die Menschen verhungern.
In Zuge dessen fangen viele Menschen an, Arbeitsbrigaden zu bilden, in denen heimlich Löhne gezahlt werden und mehr produziert wird, als vorgegeben ist. Es ist Kapitalismus im Verborgenen. Als Deng Xiaoping 1984 dieses System offiziell freigibt und nun Profite sowie Überschüsse erlaubt sind, ist der Weg frei für unseren heutigen Hauptdarsteller.
Aus der Jingzhou-Milchproduktionskooperative wird Sanlu, auf Deutsch Drei Hirsche. Ein Name, der bald in ganz China bekannt sein wird. Denn ab Mitte der 1980er Jahre beginnt Sanlu als erste Firma in China unter der Führung von Tianwenhua Babymilchpulver herzustellen. Dabei ist es höchst ungewöhnlich, dass chinesische Babys überhaupt Kuhmilch trinken.
Traditionell mochten die Chinesen das nicht. Doch ab den 80er Jahren beginnt China, sich zu modernisieren. Und Modernisierung bedeutet für viele, das zu tun, was der Rest der Welt auch tut. Tianwenhua hat für diese Zukunft nicht nur die Vision des Babymilchpulvers, nein, sie will das neue System maximal ausreizen.
Ab 1986 beginnt Sanlu daher, den gesamten Produktionsprozess auszulagern. Die Kühe werden an einzelne Bauern verliehen, die dann wiederum für Sanlu Milch produzieren. Da die meisten Mauern nur ein bis zwei Tiere besitzen, sind sie damit komplett von Sanlu abhängig. Ich habe die ersten beiden Bilder für dich. Ich habe einmal ein Bild des Headquarters von Sanlu dabei und dann ein Produkt aus dem Jahr 2008 von dem Babymilchpulver, wie das dann im Regal stand, viele Jahre später.
Aber von damals habe ich keine Bilder gefunden, wie das damals aussah. Was siehst du denn? Was sehe ich? Ja, ich sehe ein recht unscheinbares Bürogebäude mit einem riesigen Schriftzug, einmal auf Chinesisch, einmal auf Englisch auf dem Dach. Dann sieht man noch das Logo, also man sieht einen Hirsch. Du meintest, es heißt drei Hirsche, vielleicht sind es auch drei Hirsche nebeneinander.
Das Bürogebäude steht an einer viel befahrenen Straße, denn man sieht sowohl Autos als auch Fahrräder und Mopeds. Und die Dosen, die du mir da geschickt hast, die sehen aus wie die Dosen von…. B-Bar? Ja. So, ja, von der Optik erinnern die mich irgendwie daran. Ich finde auch so, Babymilchpulver-Produkten steht immer viel zu viel drauf.
Ja, musst du wahrscheinlich. Das ist noch drin und das ist noch drin und das ist sicher und das ist sicher und das kriegt dein Baby und hier wächst dein Baby. Und das schon ab drei Monaten, das ab sechs, das ab neun und hier mit Vitali und C und bla bla bla, ja. Ich meine generell, Babymilchpulver, das ist ja auch im aktuellen Fall so, bei den Produkten von Nestlé und Danone und ganz für in anderen Firmen, dass diese Grenzen, ab wann so ein Produkt nicht mehr sicher ist oder nicht mehr sicher scheint, so gering sind.
Also es ist ein hoch untersuchtes Produkt und ein hoch gesichertes Produkt, natürlich, weil es eben so sensibel ist. Das ist wünschenswert. Gut, dass das so ist. Es gibt ja viele Produktbereiche, die nicht so streng kontrolliert werden, aber bei Babymilchpulver ist es gut, dass es so ist. Ich entschuldige mich übrigens an dieser Stelle. Ich bin krank.
Ich weiß nicht, ob man das noch an meiner Stimme hört. und geistig nicht auf 100 Prozent. Also, falls ihr euch heute an einer oder anderen Stelle fragen solltet, was ist mit der Frau los? Es ist eine Krankheit. Mich hat die fiese Karnevalsgrippe heimgesucht. Ja. Das Krippchen. Wenn das Krippchen geht.
Ja. Also, ich finde, inhaltlich ist es bis jetzt wie immer, stimmlich ist es halt deutlich anders. Ja, gut. Das lassen wir mal so stehen. Okay, aber Aber damit du dich jetzt wieder zurücklehnen kannst und meiner wohligen Stimme lauschen kannst, würde ich sagen, machen wir weiter, weil dieses System von Sanlu, was dort in den 80er Jahren entwickelt wird, das wird jetzt komplett auf die Spitze getrieben.
Wie gesagt, ich habe das ja jetzt nur ein bisschen angerissen, so chinesische Geschichte in den 60er, 70er, 80er Jahren. Ähm. Mir war das alles nicht bewusst, was da alles passiert ist und was vielleicht auch dafür gesorgt hat, dass China sich in so eine interessante kapitalistische Gesellschaft entwickelt hat.
Weil China ist ja ultrakapitalistisch und gleichzeitig steht über diesem Land der Kommunismus, was es ja auch nicht ist. Also es hat sich ja in so einem ganz eigenen Hybrid entwickelt und ein Grund war eben auch, dass es auf dem Land diese Hungersnöte gab und die Menschen einfach angefangen haben, neben dem realen System noch ein zweites System aufzubauen.
Und ab den 80ern wird das eben verheiratet, weil Deng Xiaoping eben sieht, das passiert real und das funktioniert irgendwie auch. Deswegen, let the rip, los geht's. Kapitalismus vorwärts. Und Sandlo treibt das, wie gesagt, innerhalb kürzester Zeit auf die Spitze. Alle Stufen werden ausgelagert, also nicht nur die Milchproduktion, auch der Verkauf und die Pulverherstellung.
Für Sandlo ist es das perfekte System, denn zum einen hat keiner der Subunternehmer große Verhandlungsmacht, weil es eben so viele sind. Und wenn etwas schief geht, fällt es nicht auf die Firma zurück. Man kann sagen, in den 80er Jahren war das neu. Ich würde sagen, heutzutage ist es fast die Regel. Die Strategie funktioniert. Ab den 90er Jahren ist Sanlu Chinas größtes Molkerei-Unternehmen.
Durch ihren großen politischen Einfluss und die hohen Steuerzahlungen wird 2005 sogar der Einstieg des neuseeländischen Konzerns Fonterra bewilligt. Das damals zweitgrößte Molkerei-Unternehmen der Welt, was ca. Dreimal so groß wie Müller ist, hält ab diesem Zeitpunkt 43% der Anteile von Sanlu. Die drei Hirsche galoppieren unaufhaltsam nach vorne.
Sanlu ist Mitte der 2000er Jahre der absolute Marktführer für Babymilchpulver. Anfang 2008 kosten 400 Gramm umgerechnet nur 3,50 Euro. Das sind 8,75 Euro pro Kilo. Heute liegt der Preis zum Vergleich bei 25 Euro pro Kilo. Dass das Pulver so günstig ist, liegt auch an der chinesischen Regierung. Denn Anfang 2008 steigen weltweit die Preise für Getreide und Milch so stark an, dass die chinesische Regierung einen Preisdeckel einführt, um die Bevölkerung zu schützen. Also finanziell zu schützen.
Denn bald wird sich herausstellen, dass der Preisdeckel eine Bombe platzen lässt, deren Lunte seit Jahren immer kürzer wurde. Meine Frage ist ... Du hast ja gesagt, dass sie international marktfähig sein wollten und deshalb überhaupt mit der Milchproduktion, Babymilchproduktion angefangen haben. War der Gedanke, die Bevölkerung Chinas zu versorgen oder war der Hauptgedanke zu exportieren?
Also zu dem Zeitpunkt war das Ziel schon erstmal China zu versorgen und in China zu wachsen. Ich glaube, dass Fonterra dort eingestiegen ist und das ist auch ein riesiges Molkerei-Unternehmen, ist einfach, dass sie da eine Investitionsmöglichkeit gesehen haben und in den 2000er Jahren ja diese Joint Ventures, also du kannst als ausländisches Unternehmen ja in China keine Firma gründen oder keine Tochter gründen, sondern du kannst nur sozusagen als Joint Venture mit chinesischen Firmen zusammen etwas aufbauen und etwas gründen.
Und ich glaube, für Fonterra war einfach da der Einstieg spannend. Und für Sunlu selber gab es dann wahrscheinlich auch die Möglichkeiten, stärker zu exportieren. Der Fokus lag aber auf dem chinesischen Markt. Aber wir werden sehen, dass Sunlu oder das generell chinesische Firmen auch damals schon exportiert haben. Ja.
Okay, einen anderen Gedanken habe ich noch, aber vielleicht führt der schon zu weit oder nimmt was vorweg. Ich behalte den mal im Hinterkopf und frage den vielleicht an anderer Stelle nochmal. Nee, sag mal. Ich habe so eine Geschichte im Hinterkopf. Ja. In der es darum geht, dass in Deutschland ganz viel Babymilchpulver gestohlen wurde.
Und ich glaube, nach China gebracht wurde, um da verkauft zu werden. Und ich frage mich gerade, ob das im Zusammenhang mit deiner Geschichte steht. Weil wenn das Babymilchpulver von Sanlu so schädlich war, war der Ruf natürlich ruiniert. Und ich frage mich gerade, ob das der Grund dafür war, warum in unter anderem Deutschland so viel geklaut wurde und dann in China verkauft wurde, weil man Sanlu nicht mehr vertraut hat.
Ich sage meinen Lieblingssatz in diesem Podcast, schauen wir mal. Ja, alles klar. Für viele Menschen in China gilt, wenn dich etwas krank macht, musst du davon ausgehen, dass es gefälscht ist. Als Wang Wangping im Februar 2008 auffällt, dass es seiner Tochter immer schlechter geht, ist das also auch sein erster Gedanke.
Denn der Urin seiner kleinen Tochter verändert sich immer dann, wenn sie Sanlu Milchpulver getrunken hatte. Er wurde dickflüssig und hellgelb wie Reiswasser mit kleinen Ablagerungen drin. Dazu hat seine Tochter Durchfall. Doch sobald sie das Pulver nicht mehr trinkt, ist alles gut. Wang Yuanping schreibt an Sanlu. Das Unternehmen bittet ihn, die geöffneten Packungen zum Testen einzusenden.
Die Testergebnisse können sie ihm aber nicht mitteilen. Das sind Geschäftsgeheimnisse. Wenig später meldet sich der regionale Vertriebspartner bei Wang Yuanping. Also wir sehen auch wieder hier diese Aufteilung der Verantwortung. Er bietet ihm einen Umtausch der Produkte an. Aber Wang Yuanping lehnt ab.
Er will wissen, was hier los ist. Der lokale Verbraucherschutzverband schaltet sich ein und versucht zu vermitteln. Aber es hilft alles nichts. Sanlu will keine Information und keine Entschädigung rausrücken. Also schreibt Wang Yuanping seine Erkenntnisse in ein Forum. Und dann lebt am 12. Mai 2008 die Erde.
Das Erdbeben von Sichuan macht 5,8 Millionen Menschen obdachlos. 70.000 Menschen sterben. Als die Katastrophenhilfe anläuft, beteiligt sich auch Sunlu und schickt riesige Mengen Milchpulver in das Krisengebiet. Wang Yongping ist außer sich. Er schreibt in das Forum, kann dieses Milchpulver für Katastrophenhilfe verwendet werden?
Hatte dieses Erdbeben überhaupt nicht mehr auf dem Schirm. Also ich habe dann, es kam dann irgendwie zurück, dass da mal was war, aber 5,8 Millionen obdachlose Menschen, 70.000, es ist krass. Ja, ich habe, als du das gerade erzählt hast, auch gedacht, wow, daran kann ich mich jetzt so auch nicht mehr richtig erinnern, was ein bisschen schockierend ist.
Aber das sind Zahlen, die sind ja unvorstellbar. Ja, im Zuge der Recherche dachte ich mir aber auch irgendwann, 2008, Lilly, ist 18 Jahre her und 18 Jahre vor 2008 war 1990 und die ganze Geschichte von Sanlu beginnt Mitte der 80er Jahre. Das heißt, der Beginn von Sanlu ist von 2008 so lange her, fast genauso lange her, wie 2008 von heute.
Das war jetzt ein bisschen sperrig formuliert, aber ja. Ja, es ist halt einfach schon lange her 2008. Ja, aber dafür bin ich diesem Podcast sehr dankbar. Unter anderem, weil er einem bei diesen historischen Ereignissen oder Katastrophen nochmal so ein bisschen auf die Sprünge hilft. Schon gut, das nochmal aufzufrischen. Also danke an der Stelle.
Das geht jetzt an mich, oder? Mhm. Ja. Ich nehme mir den einfach mal. Nach diesem Erdbeben schreibt Wang Yongping in das Forum. Und daraufhin wird der Ende Mai wieder vom Sanlu-Vertrieb kontaktiert. Diesmal bietet man ihm kostenloses Milchpulver im Wert von 170 Euro an. Unter einer Bedingung. Er soll seinen Internetbeitrag löschen.
Wang Yongping weiß, dass er keine Tests aus eigener Tasche bezahlen kann. Er ist müde und gibt auf. Den Beitrag löscht er wie versprochen. Das kostenlose Milchpulver verschenkt er an seine Freunde. Später wird er sich genau das zum Vorwurf machen. Ja. Denn Wang Yongpings Fall war kein Einzelfall. Also da muss ich auch ganz kurz einhaken. Wenn das Unternehmen, dem du nicht ganz vertraust und bei dem du dich fragst, ob mit dem Milchpurver alles in Ordnung ist.
Wenn das Unternehmen dir sagt, du sollst bitte den Beitrag aus dem Internet löschen, dann musst du doch stutzig werden. Und die denken, Moment mal, anscheinend habe ich da irgendwie ins Wespennest gestochen. Also ich verstehe, dass man keine Kapazitäten und vielleicht auch keine finanziellen Möglichkeiten hat, da jetzt als Einzelperson irgendwas zu unternehmen.
Aber das Milchpurver dann zu verschenken an Freunde finde ich ein bisschen... Ja, ich habe es ehrlich gesagt auch nicht so ganz verstanden, wie dieser ganze Fall aufgelöst wurde. Ich bin da bei dir, wenn man diese Tests nicht bezahlen kann, slash möchte oder auch aus sozialen Gründen, gesellschaftlichen Gründen sich nicht wehren kann, slash möchte, das verstehe ich alles, aber das dann zu verschenken, das ja, wie gesagt, wir stecken nicht drin, Aber er wird sich das Ganze auf jeden Fall auch zum Vorwurf machen.
Also er weiß auch, das war keine gute Idee. Denn überall in China bemerken Eltern zu dieser Zeit, dass ihre Kinder nicht mehr richtig auf die Toilette gehen können. Manche halten es zunächst für eine harmlose Blasenentzündung, andere für eine vorübergehende Verdauungsstörung. Die wenigsten ahnen, was wirklich in den Kleinkörpern ihrer Babys vor sich geht.
Zu diesem Zeitpunkt, im Mai 2008, sind grob geschätzt bereits 50.000 Babys und Kleinkinder betroffen. Wang Yangping hatte den richtigen Riecher. Das Milchpulver von Sanlu war stark verunreinigt. Und das Unternehmen wusste das. Meine Frage ist natürlich, was heißt verunreinigt? Mit was verunreinigt? Und das Unternehmen wusste das? Lili, du wirst die Antwort jetzt bekommen.
Ja, die Antworten kommen im nächsten Absatz. Angeblich hatte das Unternehmen die ersten Berichte über Verunreinigung und Erkrankungen bereits im Dezember 2007 erhalten. Also ein halbes Jahr bevor Wang Yangping seine Warnung aus dem Internet löschte. Später wird die Polizei feststellen, dass die Verunreinigungen schon irgendwann Anfang 2007 beginnen.
Ganz genau wird sich das nicht zurückverfolgen lassen. Nur eins ist klar. Sowohl Milchproduzenten, aber auch Händler beginnen eine weiße, kristalline Substanz zuzumischen. Melamin. Die meisten kennen das wahrscheinlich vom Campinggeschirr. Verarbeitet ist es leicht, bruchsicher und praktisch. Unverarbeitet ist es eine stickstoffreiche, organische Verbindung, die vor allem in der Düngemittelherstellung zum Einsatz kommt.
Aber warum wurde der Stoff jetzt in das Milchpulver gemischt? Milchpulver ist in erster Linie Protein. Das Problem ist nur, nicht jeder Liter Milch hat die gleiche Menge Protein. Je nach Ernährung der Kühe wird die Milch proteinreicher oder ärmer. Viele der Sandlu-Bauern hielten ihre Kühe auf Ackerflächen, die nahezu nutzlos, weil nährstoffarm waren.
Das Ergebnis war eine Milch, die immer dünner wurde. Vor dem Hintergrund, dass der Preis für Milch immer weiter anstieg, war das Melamin ein einfacher und günstiger Weg, das Proteinlevel der Milch oder des Milchpulvers zu erhöhen. Und das, obwohl Melamin kein Protein enthält. Denn die Betrüger wussten, dass es in dem System ein Schlupfloch gab.
Wird das Milchpulver im Labor geprüft, werden nicht die einzelnen Proteinmoleküle untersucht. Das wäre viel zu aufwendig und zu teuer. Stattdessen wird eine Abkürzung genutzt. Man misst den Stickstoffgehalt einer Probe. Denn Proteine bestehen aus Aminosäuren und jede Aminosäure enthält Stickstoff. Da der Stickstoffanteil in den meisten Nahrungsproteinen recht konstant bei etwa 16% liegt, lässt sich aus dem Stickstoffgehalt auf dem Proteingehalt schließen.
Der Stickstoffgehalt bei Melamin liegt hingegen bei 66%. Da Melamin also pro Gramm ungefähr viermal so viel Stickstoff enthält wie echtes Protein, täuscht es die Messgeräte extrem effektiv. Man kann die Milch mit Wasser strecken, eine Prise Melamin hinzufügen und die Tests zeigen an, alles in Ordnung.
Proteingehalt normal, Qualität einwandfrei. Es war die perfekte Fälschung. Denn unabhängige Proben gab es nicht. Zu diesem Zeitpunkt dürfen Unternehmen wie Sanlu die Proben selbst durchführen. Im Frühjahr 2008 rühmt sich eine Werbekampagne von Sanlu damit, dass das Milchpulver mehr als 1100 Proben durchläuft, bevor es die Fabrik verlässt.
Aber es sind eben 1100 Proben von Sanlu selber. Und keine der Proben sucht gezielt nach Melamin. In kleinen Mengen ist Melamin auch nicht hochgiftig. In größeren Mengen hingegen bilden sich unlösliche Kristalle, die sich in den Nieren anreichern, Nierensteine bilden und Kanierchen verstopfen. Die Nieren können dann nicht mehr filtern. Bei Erwachsenen ist das schon schlimm genug, bei Babys ist es tödlich.
Im März 2008 sind so viele Beschwerden und Berichte bei Sanlu eingetroffen, dass das Unternehmen interne Ermittlungen durchführt. Doch bis die Behörden in Xiexiazhuang oder Hot Take die Öffentlichkeit von den Ergebnissen erfährt, wird es noch eine ganze Zeit dauern. Es muss in diesen Geschichten ja immer so eine Person geben, zumindest in meiner Vorstellung, die initial den Gedanken hatte, hey, wir strecken jetzt Babymilchpulver, ne?
Und das finde ich immer so unvorstellbar, dass es so Menschen, also nicht unvorstellbar, das ist das falsche Wort, aber so eher irgendwie unfassbar und grauenhaft, dass es einfach Menschen waren, die sich dazu entschieden haben. Wohlwissend, was passieren kann. Die auch wussten, wie das System funktioniert.
Dass du genau das machen kannst und es nicht auffallen wird wahrscheinlich. Aber du, zu den Verantwortlichkeiten werden wir natürlich später noch kommen. Wer das war, wer dahinter steckte, wer verurteilt wurde, dazu kommen wir noch. Aber du hast schon recht, das ist, ja, das bewusst so durchzuführen, ist schrecklich.
Und die Menge an betroffenen Kindern, also ich habe ja gerade gesagt, da schon 50.000, also die Zahl wird noch weiter wachsen. Das ist auch unvorstellbar. Aber ich meine, das war das beliebteste Bibelmilchpulver in China. Ja, der Rubel rollte. Warum dann aufhören? Und dann kommen die Zahlen schnell zustande.
Ja, ist unglaublich. Und klar, du hast dich irgendwie im rechtlichen Rahmen bewegt, weil du die Proben selber durchführen durftest, was auch crazy ist. Das ist komplett wild, ja. Aber nochmal, das ist eins der größten Unternehmen in China. Das hat eine Macht und es gab bis zu diesem Zeitpunkt keinen großen Vorfall.
Dann haben die das doch irgendwie so durchlaufen lassen. Sie mit Studien, die für irgendwelche Dinge herangezogen werden, um Sachen zu belegen, die dann gefördert wurden von Unternehmen, die ein gewisses Interesse am Ausgang der Studie haben. So ein bisschen geht es in so eine Richtung. Ja, liebe Grüße an die rauchfreie Tabakindustrie Ach, da fallen mir auch noch andere Industrien ein Wir haben letztens wieder eine Werbung bekommen von Philip Morris, Wir sind auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft, das ist so geil Nee, Vapen ist nicht Rauchen Vapen ist nicht Rauchen, Vapen ist Vapen Vapen ist ein ganz anderer Lifestyle, sorry aber es ist halt Vapen und es ist super gesund Anyways, es ist ein anderes Thema Vielleicht werden wir da in einigen Jahren auch mal
was dazu machen, wenn dann die ersten Studien rauskommen, dass Vapen vielleicht doch gar nicht so gesund ist, wie man immer dachte. Ich habe noch zwei Fragen, um das nochmal ein bisschen einzuordnen. Also die ersten Beschwerden gab es 2008 und wir befinden uns gerade in welchem Jahr? 2026. Danke, vielleicht ein bisschen konkreter gefragt. In welchem Zeitpunkt befinden wir uns gerade in deiner Geschichte? Nee, wir sind immer noch im Frühjahr 2008.
Also Sanlu, wird man später herausfinden, wusste ungefähr ab Dezember 2007 davon, dass da etwas nicht stimmt. Die ersten Berichte, die ersten Online-Fonds, die sich darüber austauschen, Eltern, die sich darüber austauschen, ist so Frühjahr 2008. Und jetzt sind wir so April, Mai 2008, beziehungsweise ja, wir bewegen uns in den Sommer und mit großen Schritten auf die Olympischen Spiele zu.
Am 1. August 2008 erhält Sanlu die Ergebnisse einer internen Untersuchung. Es ist klar, dass sich im Milchpulver der Firma eine relevante Menge Melamin befindet. Am folgenden Tag informiert das Unternehmen die Behörden in Zhezhe Zhuang. Kurz zuvor, Ende Juli, wurde die Olympische Fackel durch die Stadt getragen.
Das sportliche Großereignis hat also auch die Heimat von Sanlu fest im Griff. Schlechte Nachrichten sind zu dieser Zeit absolut verboten. Nichts darf die Spiele stören. In einem modernen und erfolgreichen China ist kein Platz für vergiftete Babys. Für die nächsten vier Wochen liegt das Thema also brach. Und Millionen von Eltern kaufen weiter das vergiftete Pulver.
Auch beim neuseeländischen Mutterkonzern Fontera hält man sich zurück. Hier weiß man ebenfalls, die Spiele sollen nichts stören, ob in China oder in Neuseeland. So kommt es, dass Fontera die neuseeländische Regierung erst am 5. September 2008 von den Entwicklungen in China unterrichtet. Drei Tage später nimmt die neuseeländische Regierung dann Kontakt zur chinesischen Regierung auf und berichtet von den Bedenken rund um Sanlu.
Erst am 11. September, da laufen noch die Paralympischen Spiele, gibt es den ersten öffentlichen Bericht über den Zusammenhang zwischen Sanlus Bibimilch und Nierenstein. Auf Nachfrage bestätigt das chinesische Gesundheitsministerium den Bericht. Erst jetzt wird auch die WHO benachrichtigt. und zum ersten Mal öffentlich vor dem Verzehr des Bibimilchpulvers gewarnt.
Für einen kommt diese Warnung zu spät. Zhao Xizhu, ein einjähriger Junge, der mit geschwollenen Nieren in einem Krankenhaus in Chongqing behandelt wurde, liegt am 3. September 2008 seiner Erkrankung. Acht Tage bevor die Welt erfährt, was ihn getötet hat. Er ist nicht das einzige Opfer, aber eines der ersten, dessen Name bekannt wird.
Und apropos Namen, der Name Sanlu wird auch nicht der einzige in der Berichterstattung bleiben. Nach und nach kommt heraus, dass auch die Molkereikonzerne Yili, ein olympischer Sponsor, und Meng Niu, ein Joint Venture mit dem dänischen Konzern Arla, gestrecktes Milchpulver verkauft haben. Aus dem chinesischen Fall wird so ein weltweiter Fall.
Insgesamt sind 23 chinesische Molkereifirmen involviert. Bei diesem Ausmaß stellt sich nun die Frage, wer trägt die Schuld an all den Verunreinigungen? Die Bauern, die Zwischenhändler, die Unternehmen oder der Staat? Pfff. Was für ein Ausmaß das genommen hat. Da werden sich wahrscheinlich jetzt die Verantwortungen wieder zugeschoben. Keiner will es gewesen sein.
Davon gehe ich mal aus. Naja, versuch dich mal in die chinesische Welt und vielleicht in den Kopf der chinesischen Partei, der kommunistischen Partei zu versetzen. Nimm mal einfach mal an, du wärst die Vorsitzende der kommunistischen Partei. Für solche Gedanken-Explosimente, Flore, reicht, glaube ich, mein Hirn heute nicht.
Aber ich würde es auf die kleinen Bauern schieben. Das geht doch schon mal gut los. Die haben schlechte Produkte geliefert. Und die sollen zusehen, dass ihre Kühe bessere Milch abgeben. Und wir haben einfach nur versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Ich würde sagen, du hast dich hiermit auf eine gehobene Position im chinesischen Staatsdienst beworben.
Das geht gar nicht mal so schlecht los. Aber ich würde sagen, wir tauchen ein in die Verantwortlichkeit. Am 13. September 2008 stellt Sanlu die Produktion von Milchpulver ein. Am gleichen Tag werden insgesamt 19 Personen verhaftet, denen eine Beteiligung an dem Skandal vorgeworfen wird. Ab diesem Zeitpunkt werden Melamin-belastete Produkte auch in Chile, Taiwan, den Niederlanden, Südkorea oder der Slowakei gefunden.
Der Skandal hat Ende September 2008 globale Ausmaße erreicht. Am 21. September 2008 tritt der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao vor die Kameras. Seine Worte sind ungewöhnlich deutlich für einen hochrangigen Vertreter der kommunistischen Partei. Der Fall habe die mangelhaften Überwachungs- und Kontrollpraktiken der Regierung offenbart, sagt er.
Aber, auch, und hier wird sein Ton schärfer, die mangelnde Berufs- und Sozialethik einiger Unternehmen. Wen Jiabao erklärt, dass Peking nicht nur die Verantwortung der Behörden untersuchen werde, sondern auch die der beteiligten Unternehmen. Niemand soll hier ungeschoren davon kommen. Nicht ganz das, was ich gesagt habe.
Nicht ganz das, was du gesagt hast, aber ein bisschen nach innen gerichtet, aber ich würde sagen, wir nehmen mal die Worte jetzt so hin und schauen mal, wo das Ganze noch hingeht. Ja, okay. Vielleicht war es auch so offensichtlich, dass die Unternehmen schuld sind und die Kontrollmechanismen versagt haben, dass man das auch sagen musste, dass man keine andere Wahl hatte.
Ja, und seine Worte waren bei dieser Rede nicht nur nach innen gerichtet, sondern auch nach außen. Denn die Welt sollte wissen, China nimmt den Fall ernst. Das hatte einen Hintergrund, denn schon am 25. September verbietet die Europäische Union jegliche Importe von Milchprodukten aus China. Auch viele andere Länder weltweit gehen so vor.
Das Vertrauen ist zerstört. Mit in China bedeutet jetzt plötzlich Gefahr. Denn die Produkte sind nach wie vor im Umlauf. Insgesamt geht man davon aus, dass 300.000 Kinder betroffen waren. 54.000 von ihnen sollen aufgrund des Bio-Milchpulvers im Krankenhaus gelandet sein. Sechs Todesfälle lassen sich offiziell direkt auf das kontaminierte Milchpulver zurückführen.
Ich habe noch ein Bild für dich dabei, wo du mal siehst, was dieser ganze Fall auch ganz praktisch ausgelöst hat. Weil die Bauern ihre Milch nicht mehr verkaufen konnten, wurde die Milch einfach in großem Ausmaß weggekippt. Also nicht nur, weil viele nicht mehr wussten, was eigentlich wirklich wahr ist und echt ist und gesund ist und was man noch trinken kann, sondern auch, weil das Vertrauen komplett weg war.
Ja, die waren verzweifelt. Und die Kühe müssen ja gemolken werden. Also du kannst ja nicht einfach aufhören, deine Kuh zu melken. Ja. Was ist das für Ausmaße an? Und wie viele Menschen davon betroffen waren, die nicht nur die Endnutzer, die Babys, sondern auch eben die Bauern mit zwei Kühen, also die ihren Lebensunterhalt auch nicht mehr verdienen konnten. Krass.
Diese Bauern waren alle komplett abhängig von Sanlu, von einem Unternehmen, was jetzt nicht mehr existiert. Denn am 24. September 2008 ist Sadlu insolvent. Damit beteiligt sich das Unternehmen auch nicht mehr an den Entschädigungen, die die chinesische Regierung verhängt. Die restlichen 22 betroffenen Möckereibetriebe müssen insgesamt 1,1 Milliarden Yen bezahlen.
Zu diesem Zeitpunkt etwa 115 Millionen Euro. Davon gehen rund 20 Millionen Euro in einen medizinischen Fonds, der die Kosten für anhaltende Gesundheitsprobleme übernehmen soll. Die restliche Menge wird auf die betroffenen Familien verteilt. Und die Zahlen klingen jetzt erstmal groß, beeindruckend, aber ich erinnere nochmal unseren Fall in Flint, Michigan.
Das ist, wenn man das wirklich herunterbricht, auf die einzelnen Familien quasi nichts. Denn Familien von Kindern, die nach dem Trinken der kontaminierten Milch gestorben waren, erhalten jeweils 200.000 Yen, ungefähr 21.000 Euro. Schwer erkrankte Kinder erhalten etwa 30.000 Yen, 3.100 Euro. Und diejenigen, die unter leichten Nierenproblemen leiden, bekommen 2.000 Yen, 200 Euro.
Ja, also kein Geld der Welt wiegt ja den Verlust seines Kindes auf. Ich meine, an irgendwas, klar muss man so eine Entschädigung dann messen oder irgendwie muss man eine Entschädigung darstellen, aber danke für nichts. Gab es denn eine Entschuldigung wenigstens? Es gibt jetzt nicht die eine dokumentierte Entschuldigung, wo sich zum Beispiel der chinesische Ministerpräsident oder jemand vom Unternehmen irgendwie hingestellt hat und gesagt hat, ich nehme die Verantwortung und es tut mir leid. Nein.
Ja, deswegen für die meisten Eltern sind diese Summen ein Witz und nehmen sie auch nicht an. Eine Mutter erklärt, wenn die Entschädigung nur 2000 Yen beträgt, werde ich sie nicht akzeptieren. Das weit weniger als der Betrag, den ich für die Behandlung meines Kindes benötige. Eine andere sagt, ich habe mit dem größten Teil der 30.000 Yen, die für die Operationskosten benötigt wurden, von Verwandten geliehen.
Und in der Niere meines Sohns befinden sich immer noch zwei Steine. Und das Geld ist das eine, die rechtliche Verantwortung das andere. Im Januar 2009 kommt es daher zum Prozess. Das Volksgericht mittlerer Instanz in Xizehzhuang soll das Urteil über die 19 verhafteten Personen fällen. Unter den festgenommenen Personen befindet sich auch Tian Nuenhua, die ehemalige Vorstandsvorsitzende von Sanlu.
Ihr wird vorgeworfen, versäumt zu haben, die Produktion und den Verkauf der fehlerhaften Waren einzustellen, obwohl ihr Unternehmen von ihren Mängeln Kenntnisse hatte. Tianwenhua bekennt sich schuldig. Man wird zu lebenslanger Haft sowie einer Strafzahlung von umgerechnet 3 Millionen Dollar verurteilt.
Und von Tianwenhua habe ich auch im Bild, als sie vor Gericht steht. Wen sehe ich da? Eine Dame um die 50 würde ich schätzen, die in einem großen Gerichtssaal sitzt. Zumindest sieht man im Hintergrund viele Menschen sitzen. Das lässt darauf schließen, dass der Saal recht groß ist. Und sie sitzt vor einem Mikro und hat so einen gelben Kittel an mit einer Nummer.
Es sieht aus, als wäre das so ein Gefangenen-Kittel. Ja, das scheint die chinesische Gefängniskluft zu sein, weil ich habe noch ein weiteres Bild von weiteren Angeklagten. Das sind teilweise auch höhere Manager von Sun Lu. Da siehst du sie ganz links nochmal stehen. und die anderen haben auch alle diesen gelben Kittel an, dieses Hemd.
Und darunter dann aber ein Anzug oder irgendein Hemd, ein Jackett. Ja, sie sieht niedergeschlagen aus, vor allen Dingen auch auf diesem Gruppenbild. Da guckt sie traurig nach unten und sieht reuevoll aus. Ehrlich gesagt, alle der festgenommenen oder angeklagten Menschen sehen sehr traurig aus Und zumindest nicht so, als wären das so kaltblütige, geldgeile Menschen, die sich ihrer Schuld nicht bewusst sind.
Also so sehen sie nicht aus. Wahrscheinlich ist ihnen auch in dem Moment einfach schon bewusst, dass sie aus der Sache nicht mehr rauskommen. Also, dass Schuldige gefunden werden müssen. Ja, aber es ist ja trotzdem eine Entscheidung, wie du dich dann da hinstellst oder hinsetzt. Ja, drei andere Männer, darunter ein hochrangiger Mensch von Sanlu, werden ebenfalls zu langen Haftstrafen verurteilt.
15 weitere Menschen bekommen Haftstrafen zwischen 2 und 15 Jahren. Und dann ist da noch Zhang Zhuzhun. Von dem habe ich dir noch nichts erzählt. Wen sehe ich denn da jetzt? Ja, ich sehe wieder eine Person mit so einem gelben Leibchen, geschorener Kopf, Fesseln. Links und rechts stehen Menschen von der Polizei.
Und der guckt niedergeschlagen zu Boden und sieht so aus, als würde er auf seine Hinrichtung warten. Zhang Zhijun ist ein Bauer. Er soll 600 Tonnen Melamin-haltiges Pulver hergestellt haben. Mit ihm steht auch Geng Jinping, ein Milchverkäufer, vor Gericht. Auch er soll über 900 Tonnen verunreinigte Milch verkauft haben.
Die beiden Männer werden in dem Prozess zum Tode verurteilt und am 24. November 2009 hingerichtet. Es ist klar, dass die chinesische Regierung mit den harten Strafen, insbesondere den Todesurteilen, ein deutliches Signal setzen will. Und das erschütterte Vertrauen der Bevölkerung sowie der internationalen Handelspartner zurückgewinnen möchte.
Doch übernimmt die Regierung auch selber Verantwortung, weil das hatte ja Wen Jiabao, der Ministerpräsident, angekündigt? Das kann man mit einem klaren Jein beantworten. Denn der Bürgermeister von Zizhe Zhuang und andere Stadtbeamte, auch der Chef der chinesischen Lebensmittelbehörde, treten zurück. Aber auf höchster Parteiebene passiert nichts.
Was man macht, ist, dass das Qualitätskontrollsystem für Lebensmittel und Milchprodukte jetzt neu organisiert und dem Gesundheitsministerium unterstellt wird. Seitdem ist das Unternehmen nicht mehr gestattet, ihre eigenen Qualitätskontrollen durchzuführen. Außerdem drängt die Regierung darauf, das System kleiner Bauern und Händler durch moderne, große Agrarkomplexe zu ersetzen.
Zusätzlich müssen Rezepte für Milchpulver bei der Behörde registriert und wissenschaftlich belegt werden. Die chinesische Regierung versucht, das internationale Vertrauen zurückzugewinnen und das Geld, das mittlerweile in die ganze Welt geht, wieder zurückzuholen. Denn, und du hast es ja schon angerissen, eine Folge des Skandals ist, dass chinesische Kunden und Händler für viele Jahre Milchpulver in Europa und Australien kaufen und nach China importieren.
Aber wie wir heute wissen, ist da ja auch nicht immer alles gut. Ja, das verdient vielleicht eine eigene Folge Food Crimes. Weil ich glaube, ich habe es sogar mal bei Zeitverbrechen gelesen. Das wurde damals, glaube ich, die Milchpulver-Mafia genannt. Ich habe es jetzt mal ein bisschen zurückhaltender formuliert.
Weil es war ja gleichzeitig, es gab natürlich Diebstille. Es gab aber auch einfach Leute, die das gekauft und nach China geschickt haben. Also es hat ja hierzulande dafür gesorgt, dass die Regale leer waren. Und es pro Person, die einkaufen ging, nur ein oder zwei Packungen gab, die gekauft werden durften.
Das hatte ja dann schon eklatante Folgen. Und das ist ja auch heute so. Ich weiß nicht, wie es damals war, aber zumindest heute kommen ja auch nicht alle Bestandteile des Babymilchpulvers aus Europa oder aus Deutschland, sondern auch das wird importiert. Das heißt, wie gesagt, das ist jetzt nur eine Spekulation, das ist damals vielleicht dann eben so ein System, wo sich die Katze in den eigenen Schwanz gebissen hat, weil Exportprodukte aus China gefehlt haben, dadurch wurde das Milchpulver in Europa weniger, dadurch wurde mehr gekauft und dadurch gab es am Ende fast kein Milchpulver mehr.
Ja, also vielen Dank für die Geschichte. Dieses Ausmaß kannte ich wirklich überhaupt nicht. Die Korrelation zu den Olympischen Spielen auch nicht, welchen Impact solche Großereignisse dann doch auch auf solche Dinge haben können. So nach dem Motto, hier darf gerade nichts in die Öffentlichkeit gehen, das müsste erst mal unter Verschluss gehalten werden.
Wohlwissend, dass Kinderleben auf dem Spiel stehen, das ist krank und schrecklich. Und mal wieder ist es so, dass erst was richtig Schlimmes passieren muss, damit sich eine Regierung oder zuständige Behörden dann mal daran setzen, über Kontrollmechanismen und so nachzudenken. Also das ist einfach erschreckend.
Ja, es ist heute auch nach dem Skandal der Fall, dass der Proteingehalt nicht mehr mit dieser Stickstoffrechnung gemessen wird, sondern dass auch gezielt nach Melamin gesucht wird und das kann man über Chromatographie herausfinden. Also es gibt sozusagen Wege, dieses Melamin direkt zu bestimmen und heute würde so ein Betrug tatsächlich sofort auffallen, aber damals war das nicht üblich, vor allem nicht in internen Untersuchungen.
Ja, heftig. Das war der Fall. Alle Bilder findet ihr, wie gesagt, auf Instagram, wenn ihr die nochmal nachschauen wollt. Ich glaube, ich habe auch ein Bild vergessen. Ich wollte dir eigentlich Tianwenhua schon am Anfang zeigen. Also das Bild findet ihr dann dort auch. Damit möchte ich die Folge beenden, wenn da nicht noch unsere kleine Tür ist, die ich jetzt öffne und durch die wir hinaus wieder in das echte Leben gehen.
Der Foodcrime der Woche von Lili Temme. Was ist es? Ich erwarte natürlich jetzt vielleicht einen Karnevalsbezug, einen Krankheitsbezug. Was hast du da vorbereitet? Nicht wissend, was hier inhaltlich heute auf mich wartet, habe ich einen Foodcrime mitgebracht, der thematisch passt. Ich liebe mich, Puder und Kaffee.
Nein, aus der Welt des Skisports. Ich war ja vor kurzem im Skiurlaub und ich habe es nicht ganz auf die olympische Skipistik geschafft, aber ich bin auch haarschhaft daran vorbeigefahren, will ich sagen. Ich habe eingefädelt. Und mir ist mal wieder aufgefallen im Skiurlaub, wie viel Alkohol auf Hütten getrunken wird.
Und ich finde, das ist ein absoluter Foodcrime. Ich finde, dass es so dermaßen fahrlässig sich selbst und allen anderen Menschen gegenüber. Wie das ist und das wird mit so einer Selbstverständlichkeit getan und dann wird nicht mal nur ein Bierchen getrunken oder so, da werden Schnäpse getrunken, da werden Drinks getrunken, da werden 10 Aperol Spritze hintereinander getrunken und dann hält man es für eine gute Idee, danach noch mehrere Pisten runterzufahren.
Ich finde, das ist wirklich ein Unding. Ich kann da wirklich nichts, also ich finde, das sollte wirklich verboten werden. Ich finde, das ist eine absolute Vollkatastrophe und ich finde es maximal Weil scheiße, schlimm, gefährlich, unmöglich, sich auf einer Skipiste, wenn man danach noch fährt, zu betrinken.
Ja, ich meine, ich war lange nicht mehr Skifahren, aber auch als ich Skifahren war, ich... Einfach die Vorstellung, dass ich selbst so mit einem Bier oder so dann noch runterfahren müsste, du verlierst die Koordination, du kannst irgendwie nicht mehr die Kraft so richtig halten, dann fliegst du da hin und dann liegst du da irgendwie so angesoffen mit einem gerissenen Kreuzband irgendwo auf der Piste im Sonnenuntergang, ja, gute Nacht, also schrecklich, ja.
Also auch anderen gegenüber, es gibt ja diese bekannten Bilder von irgendwelchen Talabfahrten, wo sich dann da um 16.45 noch 3000 Menschen irgendwie runterquellen. Oh, Hölle. Dann fahr mit dem Lift wieder runter. Mit dem Auto. Mit dem Aufzug, würde ich sagen. Drink and drive, aber nicht Ski. Nee, also wie gesagt, ich bin hier nicht die Moralapostel, der Moralapostel vor dem Herrn.
Nein, weil ich ein Bierchen trinke ich schon auch mal auf der Mitte. Ich meine dieses Besaufen. Das finde ich wirklich. Und das habe ich beobachtet, das machen viele Menschen. Und das verurteilen wir. Da sagen wir nein. Das Food Crimes Gericht urteilt und sagt, nein. Das ist das offizielle Urteil des Food Crimes Gerichts.
Also, meine Lieben, das war's für diese Woche. Ah, übrigens, ach vielleicht an der Stelle. Ich habe eine Hörerin auf einer Hütte getroffen. Oh ja. Und an der Stelle ganz liebe Grüße. Wir haben uns auf der Darmentoilette getroffen und es war ganz nett und liebe Grüße an der Stelle und ich habe mich sehr gefreut, dich so unverhofft in den Dolomiten zu treffen und wollte dich an dieser Stelle einmal grüßen. Sehr schön.
Jetzt aber. Das war's für diese Woche. Wenn euch die Folge gefallen hat, sind wir lange nicht mehr dazu gesagt. Abonniert uns. Bewertet uns. Das freut uns. Schreibt Kommentare unter die Folge oder bei Instagram und erzählt Leuten von uns. Wir haben fast 10.000 Abos bei Instagram. Bei Instagram. Und auch wenn wir ein Podcast sind, freuen wir uns, dass ihr bei Instagram immer so rege am Start seid.
Wir versuchen uns da auch genauso viel Mühe zu geben wie hier. Und wenn wir die 10.000 erreicht haben, haben wir was für euch. Aber liked nicht zu schnell, weil wir müssen das auch vorbereiten. Richtig. Liken, du meinst Folgen. Folgen, ja. Was ich eh nochmal dazu sagen wollte ist, weil und alle, die es bis hierhin durchgehört haben, die sind eh Hardcore-Fans und für die wird das jetzt relevant.
Es ist ja kein Geheimnis, dass wir nicht jede Woche eine Folge aufnehmen, sondern manchmal auch mal zwei am Stück, also wir bereiten die manchmal vor. Das heißt, wenn ihr kommentiert, wir lesen das alles und wir nehmen das wahr, wir können aber nicht immer sofort darauf reagieren in der nächsten Folge.
Also wenn ihr euch jetzt denkt, ich hab das doch da drunter geschrieben, warum reden die nicht drüber? Weil wir dann vielleicht schon die nächste Folge aufgenommen haben, aber wir lesen alles. Deswegen schreibt gerne bei Instagram, wenn ihr was Akutes habt, dann sind wir da zu erreichen. Zum Beispiel hat eine Hörerin geschrieben, dass wir scheinbar nicht bei Amazon Music gerade zu finden sind. Eigentlich sollten wir dort zu finden sein.
Also solche Sachen. Schreibt uns gerne, wir helfen weiter. Das Tag-Team von Food Crimes ist bereit, was aus uns beiden besteht und deswegen sind wir da eigentlich immer am besten zu erreichen. So, jetzt aber. Jetzt haben wir es, jetzt kommen noch ein paar Outtakes und ich würde sagen, dann hören wir uns nächste Woche wieder mit deiner Folge. Mit Gästen.
Mit Gästen, yeah. Oh ja. Und dann die Woche drauf, wieder Gäste. Aber das nehmen wir erst alles nächste Woche auf. Egal. Anyways, tschüss. Tschüss. Liebe Grüße. Unsere Geschichte beginnt in Xie Zhe Zhe Zhe. Da geht es nämlich schon los. Xie Zhe Zhe Zhe. Das ist wirklich. Nochmal. Wenn das Babymilchpulver von Sanu, so heißt die Firma.
Weil wenn das Babymilchpulver von Sanlo so schädlich. Sanwi? Sanlu. Er bietet ihm ein Alter. Ich hab krass Ohrenrauschen. Das ist richtig heftig. Wegen der Krankheit. Wir sind gleich durch.