
Food Crimes - Was schmeckt dahinter?
Ein giftiger Käsekuchen zerstört eine Freundschaft
Dienstag, 27. Januar 2026 · 55 min
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Shownotes
Am Sonntag, den 28. August 2016 ist Viktoria Nasyrova unterwegs nach Forest Hills im New Yorker Stadtteil Queens. Kurz vor ihrem Mexiko-Urlaub sind ihre künstlichen Wimpern kaputt gegangen. Ihre Kosmetikerin Olga Tsvyk soll sie retten! Viktoria ist spät dran. Doch als Entschädigung hat sie einen Käsekuchen dabei. Was Olga noch nicht weiß, ein Biss von diesem Kuchen wird ihr Leben für immer verändern – und ihr zeigen, dass Viktoria seit vielen Jahren ein falsches Spiel spielt.
Die Doku zu dem Fall findet ihr hier: youtube.com/watch?v=XZ1FM0gnyiM
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Am 2. September 2016 macht sich Detective Kevin Rogers auf den Weg nach Queens. In dem New Yorker Stadtteil östlich von Manhattan soll er sich einem mysteriösen Fall widmen. Nachdem Olga Swick, eine Kosmetikerin, mehrere Tage im Krankenhaus lag, rief sie die Polizei, da in ihrer Wohnung Wertgegenstände, Bargeld und ihre Aufenthaltspapiere fährten.
Für Olga war klar, sie wurde vergiftet und ausgeraubt. Und das auch noch von einer ihrer Kundinnen. Doch für Kevin Rogers ergibt dieser Fall vorne und hinten keinen Sinn. Das Krankenhaus konnte weder in Olgas Blut noch in ihrem Urin Anzeichen für eine Vergiftung finden. Dazu ist die angebliche Täterin, Viktoria Nazirova, nirgendwo aufzufinden.
Detective Rogers hat eher die Vermutung, dass er es hier mit einer drogenabhängigen Person zu tun hat. Doch jemand anderes ist schon ein Stück weiter. Herman Weisberg. Der Privatdetektiv hatte das Puzzle zusammengesetzt. Hier ging es um mehr als eine angebliche Vergiftung in New York. Hier ging es um gefälschte Wimpern, einen Mord in Russland, Interpol, eine Ray-Ban und drei Stück Cheesecake.
Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temmel und Florian Rietzer. Ich liebe das Intro, Flo. Ich habe die ganze Zeit gedacht, ja und was hat das jetzt bitte mit einem Foodcrime zu tun? Dann kam der Privatdetektiv. Ich bin sehr gespannt. Ihr habt es wahrscheinlich im Titel schon gesehen, dass der Cheesecake eine Rolle spielt, aber für Lilly war das jetzt eine Überraschung.
Und ich sage es gleich vorab, diese Folge oder dieser Fall ist ein Hinweis und nicht von einer Person, nein von zwei Personen. Sowohl Martina als auch Lisa haben mir Links zu diesem Fall geschickt und das heißt, er lag schon länger bei mir rum und dann habe ich mir den jetzt angeschaut über Weihnachten und ich hatte erst so ein bisschen das Gefühl, das könnte eher wieder ein Fall sein, der es nicht schaffen würde.
Ihr seht aber, er hat es geschafft, weil dieser Fall so viele Wendungen hat, so viele Details, die super spannend sind, die verrückt, aber auch tragisch sind, dass ich mich wirklich ganz tief in diesen Fall reinarbeiten durfte. Na, dann bin ich mal gespannt. Ich bin auch sehr gespannt auf die Folge und auf deine Gedanken dazu.
Heute wird es auch wieder eine ganze Reihe an Bildern geben. Die findet ihr bei Instagram. Dort gibt es das ganze Begleitmaterial zu dieser Folge. Ansonsten freuen wir uns natürlich, wenn ihr den Podcast abonniert und auch bewertet, wenn er euch gefällt. Und Lilly, ich weiß nicht, ob du noch irgendwas sagen möchtest oder ob ich direkt reinstarten soll in die Folge.
Ich würde gerne noch sagen, dass ich Cheesecake wahnsinnig gerne esse. Ja. Und mich jetzt auf die Folge freue. Bist du so Basque-Cheesecake-Fan? Also der, der so ein bisschen weicher ist. Ja. Da könnte ich mich reinlegen. Ich weiß nicht. Ich habe mich da noch nicht so richtig... Wieder entdeckt. Mir ist der halt wirklich oft einfach zu weich.
In einem unserer Lieblingsrestaurants in Berlin im November gibt es den ja auf der Dessertkarte und das ist wirklich eine Offenbarung. Und ich bin ja eigentlich gar nicht so eine süße Esserin. Also normalerweise braucht man mir mit dem Dessert im Restaurant gar nicht erst kommen, aber da mache ich eine Ausnahme.
Spannend, weil ich finde den nur durchschnittlich. Hm. Schau mal eine an. Das soll an dieser Stelle auch heißen, liebes November, ladet mich doch gerne mal ein und überzeugt mich noch einmal. Vielleicht ändere ich ja meine Meinung nochmal. Ich komme mit, um zu bestätigen, wie lecker dieser Kuchen ist.
Okay, also du bist eher der zerlaufende Cheesecake. Der Cheesecake in unserer heutigen Folge wird nicht zerlaufen. Aber er hat es natürlich auch ganz schön in sich. Am 28. August 2016 ist Viktoria Nasirova unterwegs nach Forest Hills im New Yorker Stadtteil Queens. In ein paar Tagen fliegt sie nach Mexiko in den Urlaub. Nur leider sind ihre künstlichen Wimpern kaputt gegangen.
So kann sie auf keinen Fall in den Urlaub fahren. Die adrette 40-Jährige legt viel Wert auf ihr Äußeres. Sie hat lange, dunkelbraune, fast schwarze Haare, eine perfekte Haut und volle Lippen, bei denen sie etwas nachgeholfen hat. Und auch bei den Wimpern setzt Viktoria auf die Kunst einer Kosmetikerin.
Und genau die soll ihre Augen heute retten. Olga Zwick ist wie Viktoria in die USA emigriert. Als Olga vor gut zweieinhalb Jahren im Januar 2014 aus der Ukraine in die USA kam, träumte sie von einem Neuanfang. Sie war 33, voller Hoffnung und bereit für ein neues Kapitel. Doch die Realität in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten war ernüchternd.
Ein Job als Babysitterin im ländlichen New York treibt sie zur Verzweiflung. Erst als eine russische Freundin aus New Yorks überredet, in die große Stadt zu kommen, wendet sich das Blatt. In der russischsprachigen Community von Sheepshare Bay im Süden Brooklands findet Olga endlich Anschluss. Hier findet sie nicht nur einen Job als Kosmetikerin, sondern über Bekannte auch noch eine Wohnung in Queens.
Als Spezialistin für Eyelash Extensions baut sie sich nun ein neues Leben auf. In dem sie Tag für Tag neue Menschen kennenlernt. So auch Viktoria Nasirova. Im März 2016 betritt diese zum ersten Mal den Salon. Viktoria stellt sich als Masseurin vor und erzählt, dass sie mit ihrem Freund in Brooklyn wohnt.
Olga und Viktoria verstehen sich auf Anhieb. Sie teilen so viel. Die Sprache, die Liebe zum Essen aus der Heimat, zum Beispiel Beef-Rip-Dumplings und Sauerkirsch-Marmelade, aber auch das Aussehen. Ich habe ein Bild von den beiden für dich dabei. Ich habe Viktoria schon so ein bisschen beschrieben, aber ich zeige dir direkt mal beide nebeneinander.
Und dann kannst du beschreiben, wen du da siehst. Links siehst du Viktoria und rechts siehst du Olga. Also rechts ist die Inhaberin des Salons und links ist die Kundin des Salons, ja? Sie ist nicht Inhaberin des Salons, sie arbeitet nur als Kosmetikerin in dem Salon, genau. Ja, also das sind zwei dunkelhaarige, attraktive Frauen mit eindringlichen Blicken, kann man sagen. Ich würde auch vermuten, dass der ein oder andere Filter auf den Fotos liegt.
Ja. Ja, sehr gepflegtes Äußeres. Also sehr perfekte Augenbrauen beide. Toll geschminkte Augen, geschminkte Lippen. Attraktiv. Attraktive Frauen. Fällt dir noch was auf? Die eine hat sich so einen Schönheitsfleck noch ins Gesicht gemalt. Ich glaube, der ist echt. Ach echt? Aber der ist genau an der Stelle, auf der man sich den früher aufgemalt hat. Meine Oma hat das auch noch gemacht, als sie jünger war.
Wir werden noch andere Bilder sehen und da hat sie das auch. Okay. Aber es ist ein spannendes Detail, was du vielleicht nochmal im Hinterkopf behalten könntest. Okay. Ansonsten, was fällt mir sonst noch auf? Rechts sieht aus, als wäre das Foto im Liegen gemacht worden, weil das so aussieht, als würde sie auf Klamotten liegen.
Und links, das Foto ist im Winter aufgenommen. Aber ehrlicherweise... Sehen beide Fotos halt ein bisschen künstlich aus. Ja, also wie du sagst, da liegt glaube ich der ein oder andere Filter drüber. Ja, ich glaube auch im Gesicht haben beide ein bisschen nachgeholfen, ganz leicht. Also die sind auf jeden Fall nicht stark operiert, aber vielleicht gab es da mal die ein oder andere Botox-Spritze, würde ich mal sagen.
Oder Hyaluron oder was man sich sonst so... Genau, es gibt noch andere tolle Marken. Richtig. Jetzt, wo wir kein ZDF-Video-Podcast mehr sind, müssen wir das ja nicht machen. Ja, das fällt mir erst mal auf. Wenn du mich so fragst, das irritiert mich jetzt massiv. Also was mich doch, was mir noch auffällt ist, dass beide ein leicht asymmetrisches Gesicht haben und aus meiner Perspektive das jeweils rechte Auge ein bisschen weiter oben im Gesicht sitzt.
Spannend, ja. Wenn man jetzt irgendwie das Gesicht ein bisschen morfen würde, könnte man auch denken, dass das die gleiche Person ist, die ein bisschen verändert wurde optisch. Ich würde sagen, an den Gedanken machen wir meinen Haken dran. Alles klar. Es gibt noch eine Sache, die die beiden Frauen verbindet.
Und zwar die endlosen bürokratischen Hürden, die Einwanderer in die USA zu bewältigen haben. Während Olga eine Arbeitserlaubnis im Zuge ihres Asylantrags bekommen hat, berichtet Viktoria im Sommer 2016 ganz aufgeregt, dass schon ganz bald ihre Greencard ins Haus flattern sollte. Doch wie es so oft ist, wenn man sich zu ähnlich ist, wird es auch manchmal langweilig.
Ebenfalls im Sommer 2016 fühlt sich Olga von Viktoria nämlich so langsam etwas bedrängt, vielleicht sogar belästigt. Immer wieder versucht Viktoria, Olga zu überreden, doch mal mit Feiern zu kommen. Aber Olga lehnt immer wieder dankend ab. Als am 27. August 2016 ihr Handy klingelt, kann sie daher kaum glauben, was sie hört.
Vor dem Haus steht eine Freundin von dir, sagt ihr Vermieter. Sie konnte dich nicht erreichen. Der Vermieter reicht den Hörer weiter und Olga hört Victorias Stimme. Sie braucht unbedingt neue Wimpern, sagt sie. Olga ist genervt. Sie macht nie Termine von zu Hause und schon gar nicht am Wochenende. Außerdem, Viktoria war doch erst vor drei Tagen im Salon. Was ist da passiert?
Bei Viktoria fleht sie an. Mexiko, der Urlaub, der muss einfach perfekt werden. Nach kurzer Zeit gibt Olga nach. Morgen, am Sonntag, könnte sie etwas Zeit einrichten. It's giving stalking. Ja. Ich habe dir von dem Haus, in dem Olga wohnt, auch ein Bild mitgebracht, dass du mal so ein Gefühl dafür bekommst, wo wir uns in Queens befinden.
Das ist auch für die Geschichte im weiteren Verlauf gar nicht so unwichtig, so ein bisschen ein Gefühl für das Haus zu haben. Ja, wo ist das? Wo steht das Haus? Das ist in Queens, also genau, im Stadtteil Forest Hills von Queens. Übrigens Forest Hills, das ist der Stadtteil, wo früher die US Open gespielt wurden.
Und das alte Stadion der US Open ist mittlerweile eine Konzertlocation, was halt mega geil ist, weil die Tennisplätze sind immer noch aufgemalt, also beziehungsweise der eine Tennisplatz, das war halt der Center Court und dort steht jetzt permanent eine Bühne drauf. An dem Stadion fahre ich übrigens immer vorbei, wenn ich zum Flughafen fahre.
Kleiner Funfact. Und warst du da schon mal auf dem Konzert? Leider nicht. Parcels hat dort im Sommer gespielt oder im Oktober haben die dort gespielt. Da wollte ich hin, aber ist sich zeitlich leider nicht ausgegangen. Aber ich will unbedingt mal hingehen, weil das ist echt eine coole Location. Giant Rooks haben dort auch schon gespielt. Völlig random.
Unsere Jungs. Und Parcels wohnen doch auch in Berlin, ne? Richtig. Ja, toll. Genau, aber Queens ist schon relativ, wie sagt man das? Es ist jetzt nicht so New York, wie man sich das vorstellt. Nee, deswegen war ich auch gerade so irritiert. Weil ich mit Queens irgendwie so eine roughe Hochhausgegend verbinde.
Nee, Queens ist halt riesig. Da gibt es solche und solche Ecken und Forest Hills ist schon eher so wohnlich. Also hier sieht man, es stehen Häuser mit Garten und Zaun und Bäumen in der Gegend herum. Und du hast gesagt, der Vermieter ruft sie an, das heißt, der wohnt im gleichen Haus? Genau, der wohnt unten. Und deswegen ist das jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Ja, ja, okay.
Das hatte mich jetzt irritiert. Also ich sehe ein zweistöckiges Häuschen. Freistehend? Freistehendes Häuschen mit einem Garten, vielen Bäumen, Sträuchern und so im Vorgarten. Das Haus steht an einer Ecke. Autos links und rechts, schönes Wetter. Sieht nett aus. Ruhig. Ja, und Olga wohnt in der zweiten Etage, also in der oberen Wohnung.
Wohnt die da alleine? Die wohnt dort alleine, ja. Und in der Wohnung bietet sie jetzt sozusagen diese Hausbehandlung an, was sie normalerweise nicht macht. Aber für Viktoria macht sie jetzt eine Ausnahme. Als Olga am nächsten Tag die Tür öffnet, ist sie schon genervt. Da hat sie sich extra Zeit genommen und dann kommt Viktoria auch noch zwei Stunden zu spät. What the fuck?
Kurz zuvor hatte Viktoria angerufen und Olga gesagt, dass sie als Entschuldigung Cheesecake ihre Lieblingsbäckerei mitbringt. Doch als die beiden Frauen ein paar Minuten später in der Küche sitzen und Olga Tee zubereitet, hat Viktoria schon zwei Stücke des Cheesecakes selber weggeputzt. In der Plastikbox liegt noch ein Stück.
Hier, das musst du probieren, sagt Viktoria zu Olga. Doch die zögert. Viel Lust auf Kuchen hat sie nicht. Aber was soll's. Sie bleibt freundlich und nimmt ein Stück. und findet, dass der komisch schmeckt. Schon wenige Minuten später beginnt ihr Magen zu rebellieren. Die Übelkeit steigt auf wie eine Welle.
Olga stolpert ins Schlafzimmer, in der Hoffnung, dass es besser wird, wenn sie sich hinlegt. Doch bevor sie am Bett ankommt, muss sie sich übergeben. Viktoria kommt ihr hinterhergelaufen, nicht aufgeregt oder überrascht, sondern fast so, als hätte sie es erwartet. Mit Küchentüchern wischt sie das Erbrochene auf, sitzt kurz neben Olga und sagt etwas.
Doch das kann Olga schon nicht mehr verstehen. Wenige Sekunden später ist sie weg. Creepy. Auch von der Cheesecakebox habe ich ein Bild. So eine... Eine Plastikbox mit so einem Klappdeckel, komplett durchsichtig. So eine Art Box, die ich sehr gerne zumache, weil mich das glücklich macht, wie man diese Enden so miteinander verbindet.
Wie die einrasten. Ja, wie die einrasten. Ich mag ja gerne Knöpfe, auf die man drücken kann und solche Dinge und das gehört für mich so ein bisschen in die gleiche Kategorie. Ja, ich habe versucht herauszufinden, von welcher Bäckerei dieser Cheesecake stammt, aber ich habe überall nur finden können von einer berühmten Bäckerei in Brooklyn.
Ich habe leider nicht herausgefunden, von welcher Bäckerei. Wenn ihr uns zuhört und eine berühmte Bäckerei in Brooklyn führt, die diesen Cheesecake herstellt, dann könnt ihr uns ja mal schreiben. Wir haben ja ZuhörerInnen auf der ganzen Welt. Aber ihr seht schon, dadurch, dass ich das nicht weiß, ist sozusagen der Ursprung des Cheesecakes auch nicht ganz so wichtig, sondern ein paar andere Sachen.
Am nächsten Tag steht Olgas Vermieter vor ihrer Wohnungstür und klopft. Keine Reaktion. Er hatte sich schon gewundert, dass sie nicht auf seine Nachrichten reagierte. Etwas stimmte hier nicht. Er öffnet die Tür und sieht die offene Schlafzimmertür. Langsam tritt er ein. Vor ihm liegt Olga auf dem Boden, regungslos, nur in Unterwäsche.
Überall um sie herum, auf dem Boden, auf dem Nachttisch, neben ihrem Körper, liegen Pillen. Die Szene wirkt, als hätte sich hier eine verzweifelte Frau das Leben nehmen wollen. Die Luft in der Wohnung ist stickig, unerträglich heiß. Die Heizung läuft auf Maximum, obwohl draußen der Hochsommer über New York brütet.
Olgas Haut ist fahl und olivfarben. Aber sie scheint zu atmen. Sofort ruft der Vermieter einen Krankenwagen. Im New York Presbyterian Hospital in Queens kämpfen die Ärzte in den folgenden Tagen um Olgas Leben. Sie kann sich nicht selbst bewegen, braucht Hilfe, um auf die Toilette zu gehen oder um zu essen.
Auch schlafen kann sie nicht. Es ist, als wäre Olga gefangen in ihrem eigenen Körper. Drei Tage lang wird sie untersucht, behandelt und überwacht. Doch weder der Urintest noch die Blutuntersuchung zeigen Auffälligkeiten. Es gibt keine Erklärung für ihren schlimmen Zustand. Nach drei qualvollen Tagen hat sich Olgas Zustand so weit stabilisiert, dass die Ärzte sie entlassen.
Zurück in ihre Wohnung in Forest Hills beginnt Olga aufzuräumen. Unter ihrem Bett findet sie weitere Pillen, die um sie verstreut lagen. Doch sie findet auch ganz vieles nicht. Eine teure Tasche, einen Goldring, ihr Parfüm, Klamotten und 4000 Dollar in Bar. Alles weg. Was für ein Schlag. Die 4000 Dollar sollten die nächste Miete sichern.
Und nicht nur das, auch ihr ukrainischer Pass und ihre Arbeitserlaubnis für die USA waren verschwunden. Sie hatte nur eine Erklärung, wer das gewesen sein könnte. Als zwei Tage später ihr Telefon klingelt, traut sie ihren Ohren nicht. Am Telefon ist Viktoria. Als wäre nichts gewesen, fragt sie, was passiert ist. Sie war ja gar nicht zu erreichen.
Olga ist außer sich. Sie weiß, dass Viktoria nur herausfinden möchte, an was sich Olga erinnern kann. Aber die kann sich nicht mehr zusammenreißen. Am Telefon wirft Olga Viktoria vor, sie vergiftet zu haben und alles wie einen Unfall aussehen lassen zu haben. Wie aus dem Nichts wird Viktoria kalt und sagt, okay, dann geht's zur Polizei.
Aber das hatte Olga schon hinter sich. Am Tag, als sie aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen war und festgestellt hatte, was alles fehlte, hatte sie die Polizei informiert. Am 2. September 2016 übernimmt Detective Kevin Rogers die Ermittlungen. Er durchsucht Olgas Wohnung und findet im Müll eine Plastikbox.
Die Box, in der Viktoria den Cheesecake transportiert hatte. Und in dieser Box findet er Krümel. Winzige Reste des Kuchens, den Olga gegessen hatte, bevor ihre Welt schwarz wurde. Detective Rogers weiß, diese Krümel könnten die Wahrheit ans Licht bringen. Das ist... Ein absoluter Albtraum, dass eine Person, die vermeintlich deine Freundin ist, zu sowas imstande sein könnte.
Ihre Reaktion, so nach dem Motto, ja dann geht doch zur Polizei, lässt mich allerdings vermuten, dass in den Krümeln nicht wirklich was zu finden ist, weil sie so sicher klingt, dass ihr nichts nachgewiesen werden kann, dass ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass sie dann die giftigen Krümel im Papierkorb oder im Mülleimer vergisst.
Trotzdem frage ich mich natürlich, was war ihr Plan? Also wollte sie eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA haben und die Identität von ihrer Freundin klauen? Ist das realistisch? Naja, so ähnlich wie die sich sehen, ja. Schauen wir mal. Also ja, ich habe noch viele Fragezeichen in meinem Kopf. Aber wie, wie scary?
Ja, total. Ich komme jetzt auch sofort dazu, was in dem Kuchen drin war. Als die Ergebnisse aus dem Labor zurückkommen, hat Kevin Rogers ein klares Ergebnis. In den Cheesecake-Krümeln befand sich ein Beruhigungsmittel. Genauer gesagt Phenazepam. Ein Stoff, der in den USA verboten und nicht erhältlich war.
Das Beruhigungsmittel Phenazepam wurde in der Sowjetunion entwickelt und wird dort bis heute eingesetzt. Da die Wirkung sehr stark ist, wird es vor allem bei schweren Fällen von Epilepsie, Alkoholentzug und schwerer Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch wenn eine tödliche Überdosis durch Phenazepam allein eher unwahrscheinlich ist, gibt es Umstände, die lebensgefährlich werden könnten.
In Kombination mit Alkohol, Opioiden, Schlaftabletten oder auch Hitze. Das erklärte die aufgedrehte Heizung in der Wohnung. Man könnte jetzt denken, Kevin Rogers, der jubiliert, der Fall scheint ja klar. Viktoria bringt einen vergifteten Cheesecake mit, Olga isst ihn und landet im Koma. Daraufhin stiehlt Viktoria ihre Sachen und inszeniert einen Selbstmord.
Aber Rogers ist skeptisch. Warum hat das Krankenhaus nichts gefunden? Weder im Blut noch im Urin. Wie war das möglich, wenn der Cheesecake doch voller Phenazepam war? Für Kevin Rogers gibt es daher noch eine andere Theorie. Vielleicht hatte Olga Drogen genommen. Vielleicht war das hier gar kein Mordversuch, sondern ein Deal, der schiefgelaufen ist.
Erzählte Olga wirklich die ganze Wahrheit? Denn noch etwas anderes ist zweifelhaft. Viktoria Nasirova war nirgendwo zu finden. Er macht ein paar Anrufe, checkt ein paar Adressen, aber Viktoria ist verschwunden. Keine Spur, kein Hinweis. Aus seiner Sicht ist der Fall tot. An dieser Stelle kann man aber schon einmal fragen, wie viel Mühe hat er sich da gegeben, um den Fall aufzulösen.
Denn zur gleichen Zeit beginnt ein ehemaliger Kollege von Kevin Rogers ebenfalls nach Viktoria Nassirova zu suchen. Und dieser Mann, Herman Weisberg, findet etwas. Viktoria Nassirova wird nämlich von Interpol gesucht. Die Frau, die Olga vergiftet haben soll, die freundliche Masseurin aus Brooklyn mit dem strahlenden Lächeln, hat eine dunkle Vergangenheit.
Und wer hat ihn beauftragt, Olga? Herman Weisberg? Ja? Da kommen wir gleich dazu. Und dann habe ich mich gerade noch gefragt, Woher der Nachname von Viktoria bekannt ist? Also den Namen weiß sie natürlich, weil sie sich so bei ihren Behandlungen vorgestellt hat. Und es ist auch der gleiche Name, der auf der Interpol-Liste steht.
Von daher ist diese ganze Angelegenheit, und ich habe dafür auch keine Erklärung gefunden, warum Kevin Rogers das nicht gefunden hat, weil ich dachte immer, diese Systeme sind irgendwo auch verbunden. Ich konnte da keine Erklärung für finden. Aber Hermann Weisberg hat einen Haken. Okay, ich bin richtig hooked.
Erzähl weiter. Okay. Um von Interpol gesucht zu werden, muss man schon einiges auf dem Kerpols haben. Mord zum Beispiel. Und genau aus diesem Grund hatte Russland Viktoria Nassirova zur Fahndung ausgeschrieben. Im Oktober 2014 gilt sie als Hauptverdächtige im Mordfall an Alaa Aleksenko. Seit dem 5. Oktober wurde die ältere Dame vermisst. Ihre Tochter Nadia, die ebenfalls in Brooklyn lebt, weiß sofort, dass etwas nicht stimmt.
Ihre Mutter hat in den Wochen zuvor immer wieder von ihrer neuen Freundin aus der Nachbarswohnung erzählt. Von Viktoria. Die beiden ungleichen Frauen hatten sich angefreundet. Für Nadia war das auf der einen Seite schön, denn ihre Mutter, die war allein in Russland und hatte endlich jemanden, mit dem sie reden konnte. und die vielleicht auch die Rolle der fernen Tochter übernehmen konnte.
Auf der anderen Seite hatte sie auch Zweifel. Die Freundschaft kam ihr merkwürdig vor. Zu plötzlich, zu intensiv. Im Oktober 2014 sollte Viktoria nach New York kommen und Nadja Geschenke von ihrer Mutter mitbringen. 6000 Dollar in Bar und zwei Pelzmäntel. Doch Viktoria kommt nie an. Und auch ihre Mutter kann Nadja nicht mehr erreichen.
Als ihre Mutter als vermisst gemeldet wird, fliegt Nadja kurzerhand nach Russland. Sie muss wissen, was passiert war. Die russischen Behörden interessieren sich allerdings kaum für den Fall. Nadjas Mutter, das ist nur eine weitere verschwundene Frau in einem Land, wo ständig Menschen verschwinden. Nadja will das nicht wahrhaben. Sie zahlt Bestechungsgeld, um an Überwachungsfotos von Straßenkameras zu kommen.
Auf den verschwommenen Fotos sieht sie, wie Viktoria und ihre Mutter zusammen unterwegs sind. Im April 2015 werden die verbrannten Überreste von Ala Aleksenko gefunden. Die traurige Gewissheit. Ala war tot. Und auch ihre versteckten Ersparnisse in Höhe von 40.000 Dollar waren verschwunden. Viktoria Nasirova war die Hauptverdächtige. Aber niemand wusste, wo sie war.
Von Nadja und ihrer Mutter habe ich auch ein Foto, das du die beiden auch mal gesehen hast oder ihr. Ihr könnt das Foto auch bei Instagram natürlich sehen. Das sind die beiden. Ach man, wie schrecklich. Auch die Vorstellung, dass, Also dass Viktoria so ein bisschen so ein Tochterersatz war, weil ihre Leibliche so weit weg war und sie dann nicht nur ausgeraubt, sondern auch ermordet hat.
So das Motiv ist mir noch nicht ganz klar, also warum sie das getan hat. Warum sie die Mutter umgebracht hat? Ja, also offensichtlich, um an das Geld zu kommen, aber… Ja, also Stand jetzt ist es wirklich nur das Geld und. Dass Nadja jetzt zum Beispiel in Brooklyn wohnt, das ist Stand jetzt auch einfach absoluter Zufall.
Also das hat keine Verbindung zu dem anderen Fall bis hierhin. Wen siehst du denn? Ja, ich sehe wie wir jetzt wissen, Mutter und Tochter rechts die Mutter, links die Tochter zwei sehr freundlich in die Kamera lächelnde Frauen. Die Mutter hat eine Käse kurzer Frisur, trägt so ein T-Shirt mit so einer aufgedruckten Schleife und die Tochter hat eine karierte Bluse an, trägt ein Kreuz um den Hals.
Die scheinen irgendwo am Wasser zu sein, weil man im Hintergrund Boote erkennen kann. Sieht aus wie ein Urlaubsfoto. Und die wirken ganz vertraut und zufrieden. Zufrieden und glücklich. Sie kommt aus der Nähe von Krasnodar. Also das ist der Teil, der an Georgien grenzt. Also das ist so Südrussland. Und eben in dieser relativ ländlichen Gegend hat dieser Mord jetzt nicht absolute Priorität. Sie stößt da auf...
Und Desinteresse, sie sagt auch in einem Interview an einer Stelle, als es dann um diese Überwachungsfotos geht, sagt sie dann, ja, es ist Russland, so wenn du was brauchst, dann kannst du dir das kaufen. Aber sie merkt halt, dass sie selber eigentlich die Ermittlungen jetzt führen muss. Und der erste Schritt ihrer Ermittlung, der führt sie tatsächlich zu Facebook.
Denn auf Victorias Profil sieht sie, wie diese Fotos aus schicken Restaurants und Geschäften postet, in die Kamera lächelt, als wäre nichts geschehen. Im Frühjahr 2015 sieht Nadja dann, wie Viktoria über Mexiko in die USA reist. Nadja riecht hier ihre Chance. Sie leitet alles, was sie weiß, an die Polizei und die US-Einwanderungsbehörde weiter.
Aber auch die scheint der Fall nicht weiter zu interessieren. Im Jahr 2017 heißt ihre letzte Hoffnung Hermann Weisberg. Hermann Weisberg war kein gewöhnlicher Privatdetektiv. Er war ein ehemaliger NYPD-Officer, der nach seinem Ausscheiden mit extremer Genauigkeit komplizierteste Fälle löst. Im Frühjahr 2017 macht er sich also an die Arbeit.
Sein Hauptwerkzeug ist das gleiche wie von Nadja. Facebook. Stundenlang durchforstet er Victorias Profil. Er analysiert jedes Foto, jedes Detail, bis er auf etwas stößt, das ihn weiterbringt. Eine Spiegelung in ihrer Ray-Banson-Brille. So, und jetzt darfst du auch einmal Privatdetektiv spielen, Lilly.
Toll, toll, toll. Diese Sonnenbrille nehme ich für dich mit und du kannst ja mal sagen, was das Detail ist, was Herman Weisberg sieht. Okay. Kannst du ja gerne noch einmal beschreiben, was du siehst. Ja, ich sehe eine Frau mit einer Pilotenbrille, die in einem Auto sitzt und ja, so leicht in die Kamera lächelt und jetzt zoome ich ran, weil ich natürlich schauen will, was man sieht. Also man sieht, dass sie ein Selfie macht.
Man sieht, dass sie ein weißes Telefon hat, mit dem sie dieses Selfie macht. Man sieht, dass sie am Steuer sitzt, weil das neben mir scheint der Beifahrersitz zu sein und ich sehe kein Lenkrad. Auf diesem Sitz, Liegt etwas gelbes, vielleicht ein Tuch oder sowas. Und dann sieht man noch die Mittelkonsole vom Auto mit einem großen Display.
Ja, ich muss ganz ehrlich sein. Ich habe gerade noch mal ganz kurz in mein Skript geschaut. Die Spiegelung spielt tatsächlich erst im nächsten Bild eine Rolle. Ah, perfekt. Ich habe dich gerade auf die falsche Fährte gelockt. Ich wollte gerade sagen, ich kann aus dieser Spiegelung nicht viel erkennen, weil ich jetzt nicht wüsste.
Außer vielleicht ist das Tuch jemandem gehört oder so, aber ja. Dann schau doch mal weiter. Was siehst du denn noch auf dem restlichen Bild? Ich sehe blauen Himmel. Ja. Ich sehe rosa Lippen, schwarze Haare. Ich gehe nochmal eben zurück auf. Also sie sieht auf jeden Fall, sie hat eine größere Oberlippe als auf dem Foto, was du mir vorher von ihr gezeigt hast. Ja.
Also sie sieht ein bisschen anders aus als auf dem ersten Foto. Soll ich dir auf die Sprünge helfen? Was Herman Weisberg. Ich habe richtig Herzklopfen. Ja. Er sieht links im Bild an der Lehne, an der Kopfstütze, diese weiße Naht. Ja. Und die ist ungewöhnlich. Also eine doppelte weiße Naht auf schwarzem Leder.
Das haben nicht so viele Autos. Aber um jetzt herauszufinden, um welches Modell, um welches Auto es sich genau handelt, läuft Herman Weisberg an einer Park-and-Ride-Station tausende Autos ab, um einfach eine große Auswahl an Autos zu haben. Und er wird fündig. Er findet so heraus, dass Viktoria in einem Chrysler 300 sitzt.
Im nächsten Schritt findet er wieder über Facebook heraus, wo Viktoria sich am häufigsten auffällt. In Sheepshed Bay, dem schon angesprochenen Hotspot der russischen Community in Brooklyn. Mithilfe seiner Mitarbeiter findet er hier wieder einen passenden Chrysler 300. Die haben sich also wirklich durch jede Straße dort gekämpft und haben einen Chrysler 300 gesucht.
Das fühlt sich hier für mich teilweise so an, wie in einem Computerspiel von TKKG oder so. Ja, ja. Also ohne, dass ich jetzt den Fall damit irgendwie relativieren möchte. Aber das ist so eine, ja, das ist auch vielleicht eine Art, wie du es erzählst, aber es ist ganz spannend und gut. Und man möchte die ganze Zeit wissen, was passiert. Deswegen höre ich jetzt auf zu sprechen.
Und man fragt sich vor allem die ganze Zeit, warum hat das die Polizei nicht gemacht, sondern warum musste das der Privatadventler machen. Also sie finden jetzt diesen Chrysler 300, aber dieses Auto war natürlich nicht auf Viktoria registriert, sondern auf einen Mann. Stimmt, sie hat ihren Partner. Entschuldigung. Und als Herman Weisberg an der Meldeadresse ankommt, kommt ihm auch das Haus sofort bekannt vor.
Der ahnt es, es stammt wieder aus einem anderen Facebook-Post und diesmal aus der Reflexion von Viktorias Ray-Ban. Und auch davon habe ich ein Bild, was er dort findet, weil das ist, ja, du hast eine Frage. Ich habe noch kurz eine Frage, also er hat gesehen, dass sie sich häufig am Hotspot in Brooklyn auffällt.
Dann stromert er da rum mit seinen Kolleginnen und findet dieses bestimmte Automodell und hat gecheckt, auf wen dieses eine Auto gemeldet ist. Genau. Möglicherweise haben sie mehrere gefunden, vielleicht haben die das für die Erzählung der Geschichte, also er wurde dann, er sollte seine Recherche nachstellen für ein Interview.
Kann sein, dass sie es abgekürzt haben, aber auf jeden Fall hat er ein Auto gefunden, was zu einem Haus gepasst hat. Und du siehst, du guckst gerade schon so ein bisschen kritisch. Ja, also das, was ich hier sehe, was du mir geschickt hast, ist ein geteiltes Bild und rechts sieht man. Das Auto? Ist es das Auto? Also ich verstehe nicht ganz, was...
Ich glaube nicht. Ja, ich erkläre dir kurz, was du siehst. Du siehst links die Nahaufnahme von Viktoria's Sonnenbrille. Das ist wieder diese blaue Ray-Ban. Ja. Und in dieser Ray-Ban sind sozusagen so schwarze Punkte. Der Punkt rechts ist der Guli-Deckel, den du unten siehst und der linke Punkt ist der andere Guli-Deckel.
Was da schwarz noch ist, das ist glaube ich so ein Mast oder sowas. Der ist jetzt nicht im Bild. Aber er sozusagen rekonstruiert, weil sie hat dieses Bild im Haus aufgenommen. Sie hat nach draußen geschaut, hat dieses Selfie gemacht in dem Haus und darüber konnte er diese Gullideckel zuordnen. Okay, und jetzt fährt er zu dem Haus, in dem der Halter des Autos wohnt und weiß, okay, das ist das Haus, was man in der Spiegelung von ihrem Selfie erkennt.
Sie wird auch in diesem Haus wohnen oder war zumindest schon mal drin. Genau, also das Auto dieser Chrysler 300, in dem sie saß, ist auf eine Person registriert, die in dem Haus wohnt, aus dem heraus sie dieses Selfie gemacht hat. Also es ist wirklich eine crazy Ermittlungsgeschichte. Und Herman Weisberg stellt diesen Halter des Autos jetzt zur Rede.
Aber auch dieser gibt an, ein Opfer von Viktoria zu sein. Sie habe ihn bestohlen und aus Eifersucht seinen Beagle umgebracht. Doch all diese Punkte reichen Herman Weisberg noch nicht aus. Er durchforstet russische Dating-Seiten und Social-Media-Plattformen und findet dort die nächste Spur. Viktoria arbeitet auch als Dominar und Escort und fand so mindestens ein weiteres Opfer.
Ruben Borukow, der Betreiber eines Reinigungsgeschäfts, war nach einem Abendessen mit Viktoria, da gab's Fisch, bewusstlos geworden. Wie Olga wurde auch er ins Krankenhaus gebracht. Als er wieder zu Bewusstsein kam, stellte er fest, dass nicht nur Bargeld und seine Kreditkarten fehlten, sondern dass mit diesen Karten auch eingekauft worden war, während er bewusstlos war.
Für Herman Weisberg zeichnete sich das Bild einer Frau, die mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und vor nichts zurückschreckte, um diese zu beheben. Doch neben den finanziellen Problemen hatte Viktoria noch ein anderes, essentielles Problem. Im Sommer 2016 lief ihr Visum aus. Die Geschichte von der Green Card, die sie Olga erzählt hatte, war eine glatte Lüge.
Vielmehr hatte sie es auf die Papiere von Olga abgesehen. Denn die beiden, das haben wir jetzt schon festgestellt, wirkten wie aus einem Ei gepellt. Lange dunkle Haare, volle Lippen, ähnliche Hautfarbe. Mit Olgas Pass konnte Viktoria eine neue Identität annehmen und unentdeckt in den USA bleiben. Alles, was sie dafür tun musste, war Olga aus dem Weg zu räumen.
Wie hat die Olga denn gefunden? Ja, das wissen wir nicht. Also ob das ein Zufall war, dass sie halt wirklich einfach irgendwo einen Salon gesucht hat, wo sie sich die Wimpern machen lassen wollte oder ob sie wirklich gezielt nach ihr gesucht hat, das wissen wir nicht. Oh Gott. Weiß Olga jetzt, dass Herman an der Sache dran ist? Noch nicht.
Olga weiß das noch nicht. Und Herman weiß auch noch nicht, dass Viktoria ja diesen versuchten Mord an Olga vorgenommen hat. Ah, er weiß noch nicht von ihrem neuesten Opfer. Okay, verstehe. Genau. Also für ihn ist sozusagen jetzt nach dem dritten Opfer, je nachdem wie man es jetzt rechnen möchte, aber nach dem Reinigungs Geschäftbetreiber Schluss.
Die beiden Stränge laufen jetzt gleich zusammen. Aber ich hab dir noch einmal, bevor wir dazu kommen, das Bild von Olgas Aufenthaltstitel mitgebracht, wo ein Bild von Viktoria eingefügt wurde, um noch einmal die. Ähnlichkeiten zusammenzufinden. Ich finde, sag erst mal, was du denkst. Also, ich würde sagen, Es ist eine Ähnlichkeit da. Ich finde vor allen Dingen aus meiner Perspektive die rechte Augenbraue wirklich sehr gleich.
So die Augenpartie oder die Augenbrauenpartie ist ähnlich, aber es ist schon ein anderer Mund und eine andere Nase. Aber man könnte natürlich sagen, ich hatte OPs und jetzt sehe ich halt so aus. Rechts ist es gewesen Sophia Loren, irgendwie auf eine Art. In jungen Jahren und links ist eine Frau, die ein bisschen unoperierter aussieht.
Rechts ist schon sehr optimiert, sehr gemacht. Auf den ersten Blick kann man das, glaube ich, schnell denken. Die sehen irgendwie gleich aus. Ja, es sind zwei Frauen mit dunklen Haaren und einem ähnlichen Vibe. Aber ja, wenn man da ein bisschen genauer hinschaut und ich weiß nicht, was passieren würde, wenn man diese beiden Bilder biometrisch analysieren lassen würde, wie groß die Übereinstimmung da ist, dann finde ich, gibt es doch so ein paar Sachen, die unterschiedlich sind.
Aber du hast recht, man kann immer natürlich über den Punkt so, ich habe ein bisschen was machen lassen, komm. Hermann Weisberg hatte jetzt also alle Puzzleteile zusammengetragen. Die Interpol-Fahndung, die Facebook-Posts, das Auto, die Opfer. Also er hatte eigentlich alles getan, was Kevin Rogers Job gewesen wäre.
Er hatte nämlich Viktoria Nassirova gefunden. Doch sowohl Interpol als auch Homeland Security interessieren sich nicht für die Ermittlung des Ex-Polizisten. Also wendet sich Hermann Weisberg an seine ehemaligen Kollegen. Und bei der NYPD geht dann alles sehr schnell. Am 20. März 2017 wird Viktoria Nasserova in Brooklyn verhaftet.
Am 27. Februar 2018, also gut ein Jahr später, werden dann vor einem Gericht in Queens die Anklagepunkte verlesen. Versuchter Mord, versuchte Körperverletzung ersten Grades, Körperverletzung zweiten Grades, Freiheitsberaubung und geringfügiger Diebstahl. Der Fall scheint klar. Doch zu einem Prozess kommt es vorerst nicht.
Über sechs Jahre sitzt Viktoria Nassirova in Untersuchungshaft. Die Corona-Pandemie legt das Justizsystem lahm. Der Prozess wird immer wieder verschoben. Erst im Januar 2023 beginnt der Prozess. Als Viktoria den Gerichtssaal betritt, ist sie sichtlich älter geworden. Neben Olga sagt auch Nadja Ford, die Tochter von Alaa Aleksenko, vor Gericht aus.
Auch wenn der Fall aus Russland juristisch nie aufgearbeitet wurde, möchte die Staatsanwaltschaft mit dieser Geschichte unterstreichen, was Viktoria für eine Person ist. Aber sowohl Nadja als auch Olga bekommen von Viktoria nur eins, ein schelmisches Lachen. Die Angeklagte selber sagt nicht vor Gericht aus.
Als belastendes Beweisstück nutzt die Staatsanwaltschaft daher etwas anderes. Ein Interview, das Viktoria kurz zuvor der CBS-Sendung 48 Hours gegeben hatte. Und das habe ich dir einmal mitgebracht. Okay, also was eine Geschichte. Ganz kurz noch, wir spielen die Stelle einmal im Original ab und ich übersetze sie danach auch nochmal, weil da kam von euch öfters der Hinweis, dass das ganz gut ist, wenn wir das noch einmal übersetzen. Also mache ich das gleich im Anschluss.
Sie wollten sie sterben, damit du sie identität kannst. Ich weiß, wer du bedeutet. Ich weiß, diese junge Frau. Ich kann dir das sagen. Ich habe sie nicht verpflichtet, sie zu essen. Du sagst mir, all diese Anrufe gegen Sie sind. All das ist falsch. Nein, ich verpflichte, dass ich eine Partei mache, aber ich werde nur über die Tatsache sprechen.
Der Journalist fragt Viktoria. Es gibt eine Frau namens Olga, die ihn sehr ähnlich sieht und behauptet, sie hätten versucht, sie mit einem Stück vergiftetem Käsekuchen zu töten. Sie wollten sie tot sehen, um ihre Identität zu stehlen. Viktoria antwortet. Ich weiß, wen Sie meinen. Ich kenne diese junge Frau.
Ich kann Ihnen sagen, dass ich Sie nicht gezwungen habe, davon zu essen. Der Journalist wieder. Sie sagen mir, dass all diese Anschuldigungen gegen Sie, dass das alles falsch ist? Victoria? Nein. Ich gebe zu, einen Teil davon getan zu haben, aber ich werde darüber nur vor Gericht sprechen. Ja, also abgesehen davon, dass sie äußerlich wirklich anders aussieht als auf den Fotos, die du mir bis jetzt gezeigt hast wirkt sie sehr abgebrüht, und so als würde sie wirklich denken, dass sie im Recht ist, also mit all dem was man weiß, hat man natürlich das Gefühl krass, die Frau lügt, aber wenn ich das jetzt nicht wüsste, würde ich denken die ist total tiefenentspannt, weil die weiß, dass sie eigentlich nichts Falsches getan hat.
Den Eindruck macht sie auf einen. Sie lächelt so ein bisschen verschmitzt, also wahrscheinlich so, wie du auch beschrieben hast, wie im Gerichtssaal. Und es erinnert mich an den Fall mit dem vietnamesischen Eiskaffee, den ich dir vor einiger Zeit berichtet habe. Weil da gab es ja auch das Interview mit der ...
Vermeintlichen Täterin. Und die hat ja auch da mit so einer Art gesessen, die wir gar nicht nachvollziehen konnten, weil man ja eigentlich wusste, dass sie es war, aber sie hat sich nicht so richtig in die Karten gucken lassen und darüber so, ganz selbstsicher gesprochen und so, ja, es ist irgendwie psychopathisch, also.
Unheimlich finde ich das. Und es ist vor allem spannend, weil sie ja eigentlich... Sie sagt ja, ich gebe zu, einen Teil davon getan zu haben, ich werde aber darüber nur vor Gericht sprechen. Sie spricht ja nicht vor Gericht. Da wird dieses Interview dann Teil des Prozesses. Weil das Ganze fühlt sich halt an wie ein Teilgeständnis. Doch Victorias Verteidiger Christopher Hoyt argumentiert, dass es keinen direkten Beweis gibt.
Niemand hat gesehen, wie Victoria das Fenerzepam in den Cheesecake getan hat. Und immer noch ist klar, das Krankenhaus hat nichts in Eugas Körper gefunden. Das ist so komisch, ne? Genau, ich habe einmal versucht nachzuvollziehen, woran das liegen kann. Und die einzige Erklärung, die ich gefunden habe, weil es ist nirgendwo weiter ausgeführt, warum das Krankenhaus nichts gefunden hat.
Die einzige Erklärung, die ich gefunden habe, war, dass das Labor günstigere Panels benutzt hat. Also man macht ja dann so Tests auf unterschiedliche Stoffe. Und dass man halt nur die häufigsten, die in den USA vorkommen, also so Xanax, Valium, Ativan heißen die dann, geprüft hat, aber eben nicht Fenerzepam, was nicht in den USA erhältlich ist.
Eigentlich sollte das bei so einem breiten Test anschlagen, das ist aber die einzige Erklärung, warum das möglicherweise durchgerutscht ist. Aber warum und wie ist nicht weiter ausgeführt. Ungünstig. Ja, es ist aber auch das, worauf sich die Verteidigung setzt, dass es eben keinen. Kleinen Beweis gibt, dass sie das gemacht hat und dass nichts im Blut gefunden wurde, aber der Verteidiger bringt auch keine weiteren Zeugen ein, die diese Behauptung irgendwie bestätigen können oder Viktoria entlasten könnten.
Als sich die Jury dann am 8. Februar 2023 zur Beratung zurückzieht, braucht sie nur eineinhalb Stunden, um ein Urteil zu fällen. Sie sprechen Viktoria Nassirova in allen Anklagepunkten schuldig. Am 19. April 2023, einen Tag vor dem National Lookalike Day, verkündet das Gericht das Strafmaß. 21 Jahre Haft. Nur vier Jahre weniger als die Höchststrafe.
Staatsanwaltin Melinda Katz tritt mit folgendem Statement vor die Presse. Eine skrupellose und berechnende Betrügerin muss für lange Zeit ins Gefängnis, weil sie versucht hat, sich durch Mord persönlichen Profit und Gewinn zu verschaffen. Glücklicherweise hat das Opfer den Anschlag auf ihr Leben überlebt.
Glücklicherweise hat das Opfer den Anschlag auf ihr Leben überlebt. Wir konnten ihr Gerechtigkeit widerfahren lassen. Es ging in diesem Gerichtsprozess also auch nur um den Fall an, Olga. Dafür ist das aber ein hohes Strafmaß, ne? Ja. Das kommt mir zumindest so vor. Ich finde es auch ein hohes Strafmaß.
Wahrscheinlich gefärbt durch die anderen Fälle, die bekannt waren. Ich glaube, das hat die Jahreszahl so ein bisschen in die Höhe getrieben, auch wenn diese Fälle nicht direkt Teil des Prozesses waren. Als Viktoria aus dem Gerichtssaal abgeführt wird, schreibt sie der Richterin entgegen, fuck you. Die eingelegte Berufung wird später abgelehnt und Viktoria in das Bedford Hills Correctional Center gebracht, in einem Frauengefängnis etwa eine Stunde nördlich von Manhattan.
Nach dem Prozess, der noch einmal tiefe Wunden bei Olga aufreißt, verlässt sie New York. In West Palm Beach führt sie heute ihren eigenen Beauty-Salon. Nadia Ford, die Tochter von Alaa Aleksenko, ist eine ihrer besten Freundinnen geworden. Viktoria Nasirova hat sich im Gefängnis ein kleines Geschäft aufgebaut und verkauft 3D-Kunst an ihre Mithäftlinge.
Die Teilnahme an Anti-Wut-Kursen, die er das Gericht aufgetragen hat, verweigert sie konsequent. Und als würde das Universum die Strafe noch als zu milde empfinden, hat die Geschichte von Victoria eine letzte Wendung. Eine letzte Pointe, könnte man meinen. Denn vor dem Prozess hatte Victoria in der Untersuchungshaft eine Verletzung erlitten.
Sie verklagte den Staat New York und bekam 325.000 Dollar zugesprochen. Ein kleines Vermögen. Das Geld gab sie in die Obhut einer Freundin, die damit die Anwälte bezahlen sollte und den Rest dann an ihre Familie in Russland schicken sollte. Die Freundin zahlte 55.000 Dollar an die Anwälte und verschwand mit dem Rest.
Viktoria Nassirova, die Frau, die unzählige Menschen beraubte, war nun also selber ein Opfer geworden. Das war die Geschichte von Viktoria Nassirova, die ihre Doppelgängerin mit einem Cheesecake vergiften wollte. Das ist ja Wahnsinn. Toller Fall. Also ja, danke an die Leute, an die beiden Frauen, die dir den Fall geschickt haben, aber auch danke an dich. Danke Martina und Lisa.
Das hat mich sehr unterhalten, auch wenn diese Frau schlimme Dinge getan hat, aber die Geschichte ist ja wirklich, die hat alles eigentlich. Wild, ne? Die hat wirklich alles. Also das fand ich auch, als sie mich da reingearbeitet hatte, es wurde immer mehr ganz verrückte Geschichte und auch tragische Geschichte natürlich.
Total tragisch und am Ende ist es eigentlich die Ironie des Lebens, dass sie, selber so betrogen wird und sich ihre vermeintliche Freundin mit so viel Geld aus dem Staub gemacht hat. Also, wow. Ich habe eine kleine Gänsehaut der guten Art bekommen, als du gesagt hast, dass die beiden Frauen jetzt beste Freundinnen sind. Das ist süß.
Und ich wünsche ihnen nur das Beste. Trotzdem bleibt ja der Mord an der Mutter unaufgeklärt und weiterhin so unbeachtet. Und das ist schon auch schrecklich. Ich glaube aber schon, dass so wie ich das empfunden habe, ist sozusagen Nadja Ford mit dem Urteil auch in gewisser Form im Reinen. Also es gibt eine Doku, die gibt es auch auf YouTube.
Also es ist eine CBS-Sendung, 48 Hours, aber die Folge könnt ihr euch auch auf YouTube einmal anschauen. Verlinke ich gerne. Da gibt es noch mehr Hintergründe zu dem Fall in Russland. Und das habe ich jetzt hier natürlich ein bisschen abgekürzt, weil ich ihr den Fall des Cheesecakes erzählen wollte. Aber sie wirkt, auch wenn der Fall nie offiziell aufgeklärt wurde, mit sich ein Stück weit da im Reinen.
Man muss auch sagen, ich meine, wenn Viktoria aus der Haft entlassen werden wird, ich meine, das wird frühestens 2041 sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie vorläufig entlassen wird, weil die, nee, 2038 wird sie entlassen werden. Weil wenn sie alles verweigert, was das Gericht ihr da aufträgt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sie da früher rauskommt.
Und dann ist sie über 60 und wird nach Russland abgeschoben. Und dann sitzt sie da. Also die Frau hat, glaube ich, auch eine... Eine harte Strafe bekommen, mit der Nadja da vielleicht auch ihren Frieden gefunden hat. Ja. Sei zu wünschen. Lilly, das war die Folge, aber wir wollen natürlich wieder zurückkommen ins Leben.
Und das heißt bei uns, dass ich von dir einen Foodcrime serviert bekomme, der dich in den letzten Tagen, Wochen beschäftigt hat. Ja. Hit me. Mein Foodcrime der Woche sind Erdnussflips. Ja. Also ich musste letztens auf einem Dreh sehr viele Erdnussflips essen, weil wir einen bestimmten Hersteller unter die Lupe genommen haben.
Und da habe ich nochmal gedacht, wie eklig die eigentlich sind. Man muss ja bei so einem Dreh häufig Sachen nochmal machen, weil man verschiedene Einstellungen hat oder irgendwas hat nicht geklappt. Und deswegen, ich musste wirklich sehr viele Erdnussflips essen und dabei auch noch so tun, als würden die mir schmecken und die sind, ich verstehe ganz viel an denen gar nicht, also erstens kleben die so.
Ist so bestialisch im Mund. Ich verstehe eine Sache und zwar, dass das erste Draufbeißen schön ist, das macht Spaß, das ist ein guter Crunch, aber danach verstehe ich gar nichts mehr. Dann finde ich den Geschmack nämlich nicht mehr gut, dann denke ich mir, wenn du den Erdnussgeschmack möchtest, isst doch lieber eine ganze Erdnuss.
Ist auch gesünder als das, als so gepampte, also als so Pampe mit Erdnussgeschmack. Es gibt so viele Leute, die das lieben, Flo. Ja, ich weiß, aber das ist so ein klassischer Elternsatz irgendwie. So, ja, wenn du irgendwie einen Snack möchtest, dann iss doch nicht einen Burger von McDonalds, dann ess doch einfach einen Apfel. Der macht auch satt.
Nee, also das ist für mich das recht, dass du mir das unterstellst. Ess doch einfach eine Erdnuss. Das ist das Gleiche. Ich verstehe, woher du kommst, aber ein Erdnussflip und eine Erdnuss ist schon was anderes. Ich gehe auf jeden Fall mit, dass ein Erdnussflip ekelhaft ist, trocken, es klebt dir den Mund zu, man muss literweise Wasser trinken.
Oh, ja. Hör mir auf mit Erdnussflips. Ich glaube, wir können uns auf den Erdnussflip einigen. Ja, da bin ich bei dir. Auch so Salzstangen fallen für mich auch so langsam in diese Kategorie. Salzstangen verstehe ich auch nicht, aber Salzstangen schmecken wenigstens. Ja, das stimmt. Kleine trockene Brezeln. Callback zu letzter Woche. Stimmt.
Aber ganz ehrlich, also Leute, schreibt uns gerne mal, ob ihr, ernsthaft Erdnussflips mögt oder ob das vielleicht auch noch so eine Kindheitserinnerung ist oder sowas. Ich glaube auch. Wer kauft die? Weiß ich auch nicht. Wer ist das Kronenröhr? Danke für diesen Foodcrime. Ich würde sagen, bevor wir jetzt die Folge abschließen, möchte ich noch hinweisen auf den Podcast Hier Dings.
Wer sich denkt, ich höre Flo zwar schon viel, aber ich möchte noch mehr von ihm. Der kann gerne in meinen neuen Podcast Hier Dings reinhören. Alle zwei Wochen räumen wir dort unseren Insta-Feed auf und TikTok-Feed. Also wir gehen sozusagen das durch, was uns die letzten zwei Wochen im Internet beschäftigt hat, was wir uns hin und her geschickt haben und versuchen daraus große weltbewegende Thesen zu entwickeln.
Klingt das spannend, Lilly? Es klingt spannend, aber ich finde, es ist eine absolute Frechheit, dass du das einfach an mir so vorbeigemacht hast. Ich habe davon auf Instagram erfahren. Sag mal, brennst du? Wir reden jede Woche miteinander und dann erfahre ich bei Instagram, dass du einen neuen Podcast machst. Da habe ich mich schon gefragt.
Also sind wir Freunde oder sind wir, was sind wir? Ich dachte, ich habe dir das schon mal gesagt, dass wir das mal so überlegt haben. Aber ich wünsche euch alles Gute. Ja, ganz ehrlich, Leute, hört da mal rein. Das ist so ein kleines, lustiges Nebenprojekt. Es gibt schon zwei Folgen. Es gibt einen Jahresrückblick 25, es gibt einen Jahresausblick 26 und morgen kommt die erste reguläre Folge. Also hört gerne mal rein.
Wir machen da auch nicht groß Aufwand. Es gibt einen WhatsApp-Channel. Das ist unser einziger Social-Media-Kanal, in dem wir jeweils die Videos posten, über die wir sprechen. Das war's. Das ist so ein kleines Nebenkunstwerk, was ich hier kreiere. Du kannst ja mal zu Gast sein, Lilly. Oh, und meine Dinge, die ich so im Internet gefunden habe.
Ah, ja, ja, ja. Der besteht aktuell aus Dingen, die ich nicht teilen möchte mit der Welt. Ich sage Bescheid, wenn ich so weit bin. Ist ein Safe Space. Ist ein Safe Space. Ja. Genau. Ansonsten, Lilly möchte noch auf ihr PayPal-Account hinweisen. Könnt ihr mir einfach Geld hinschicken, wenn ihr möchtet.
Und ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder. Ja. Liebe Grüße. Tschüss. Ciao. In ein paar Tagen. Prost. Die Leute haben sich auch mal wieder mehr Outtakes gewünscht. Ja, ich weiß aber nicht, ob sie Outtakes dieser Art meinen. Ja, schauen wir mal. Wir packen sie einfach dran und dann sollen sie sich melden, ob das die Outtakes waren.
Also, fangen wir nochmal an.