
Food Crimes - Was schmeckt dahinter?
GP8: Ein tödliches Hotelbuffet, ein Serien-Food-Krimineller aus Viersen und ein Rezept von Lilly
Samstag, 25. Juli 2026 · 41 min
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Shownotes
Es sollte der Urlaub werden, auf den sich die Familie seit Monaten gefreut hatte. Eine Woche Sonne. Eine Woche Erholung. Kurz nach Weihnachten 2023 fliegen Stephen und April Gougeon mit ihren beiden Kindern in die Dominikanische Republik. Die Familie kommt an und isst am Hotel-Buffet. Niemand ahnt, dass nur 24 Stunden später zwei Familienmitglieder tot sein werden.
Und wir haben einen Food Crime aus der Community: Jemand hat sich gemeldet, weil sein Freund seit Jahren Food Crimes am laufenden Band begeht. Jetzt geht er damit an die Öffentlichkeit. Was sagen Lilly und Flo zu den kulinarischen Vergehen?
Außerdem hat Lilly gekocht und möchte euch an diesem leckeren und irgendwie in Vergessenheit geratenen Gaumenschmaus teilhaben lassen: Schmorgurken. Das Rezept findet ihr auf unserer Website wasschmecktdahinter.de
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Lilly, was liegt denn heute auf der gemischten Platte? Ein tödliches Hotelbuffet, das eine Familie auseinanderreißt, ein Serienfood-Krimineller aus Viersen und ein Rezept. Das ist die gemischte Platte. Was schmeckt dahinter? Mit Florian Reza und Lilly Temme. Hallo, herzlich willkommen zu einer neuen gemischten Platte.
Es ist die letzte Platte im Monat Juli. Und ich hoffe, dass ihr dieses wunderschöne Juli-Wochenende ganz nett verbringen werdet und euch eine gute Zeit macht. Es rast. Bald ist schon wieder August. Dann wiederum ist September, dann Oktober, dann November und dann ist schon Dezember und dann ist das Jahr schon wieder vorbei. Das ist so clever. Weißt du, was ich heute gemacht habe?
Ich habe auf den Kalender geschaut. Dir meinen Namen tätowieren lassen. Nee, auch nicht. Man merkt, wir sind beide richtig durch. Es ist so volle Transparenz. Es ist abends 20.15 Uhr. Wir nehmen zur Primetime auf. Wir haben beide anstrengende Tage hinter uns. Also ich bin heute mit einem motorisierten Einkaufswagen durch Berlin gecruised.
Ich weiß nicht, was du so gemacht hast, Flo. Ich habe mir gestern auf einem Ritterfest von zwei Rittern aufs Maul geben lassen. Alles privat, Leute. Falls ihr euch fragt, ob ihr noch arbeitet. Nein, war das natürlich beruflich. Und deswegen sitze ich das jetzt hier auf einer halben Gehirnzelle ab und werde trotzdem versuchen, schlaue Kommentare und.
Grandioses Wissen mit einzubringen. Da freue ich mich drauf. Freue ich mich richtig drauf. Ich wollte auch sagen, was ich vorhin gemacht habe. Ich habe geschaut, wann unsere 100. Folge ist. Ich habe nämlich ein bisschen meinen Kalender vorgetragen und geschaut, was ich wann wie mache. Und dann habe ich gesehen, die 100. Folge ist gar nicht mehr so lange hin. Die ist am 27. Oktober.
Und irgendwas müssen wir ja machen. Irgendwas Besonderes. 100. Folge in Generale oder Food Crimes? 100. Food Crimes Folge. Ja, weil wir haben ja bisher schon extra Folgen noch und nöcher gemacht. Das heißt, wir haben eigentlich ja schon über 100 Folgen produziert für euch und für uns. Ja. Aber Flo meint also die Food Crimes Folgen. Da sind wir ja dann auch schon bei 100 gelandet. Das ist eine janschene Stimme. Da müssen wir eigentlich Gäste, also wir sollten eh wieder mehr Gäste einladen, aber ihr könnt ja mal kommentieren, wen ihr euch wünscht. Dann versuchen wir alles möglich zu machen.
Ja, bitte realistische Wünsche. Also Harry Styles werden wir leider nicht bekommen, auch wenn Flo den wirklich wahnsinnig gerne mal hier als Gast hätte. Ich würde dann auch okay, ich würde sagen, ja, mein Gott, Harald, komm ran. Aber realistische Gäste wären gut. Danke, ja. Und dann schicken wir dann mal eine kleine nette Simse an die jeweilige Person oder an die jeweiligen Personen und vielleicht?
Sitzen die ja dann hier. Können wir Magic Happen machen. Ich habe schon wieder komplett vergessen, was du am Anfang gesagt hast. Das ist schön. Das ist doch schön. Da lasse ich mich jetzt auch überraschen, was jetzt kommt. Ja, ich kann vielleicht schon mal zu Beginn sagen, dass die gemischte Platte heute, zumindest der erste Teil, nicht ganz so fröhlich werden wird.
Weil die Geschichte tragisch ist. Und der Foodcrime der Woche ist auch tragisch in a way, zumindest für die Person, die ihn mir geschickt hat. Und dann habe ich ja schon in Aussicht gestellt, dass ich ein Rezept für euch dabei habe, weil ich gestern etwas gekocht habe, was ich noch nie vorher gekocht habe.
Und das war ganz fantastisch, ganz simpel und einfach toll. Deswegen möchte ich das mit euch teilen am Ende. Okay, da bin ich sehr gespannt. Dann, bevor du vielleicht jetzt hier ins Ernste gehst, habe ich noch einen kleinen Nachtrag und zwar zur Kirschenfolge, zum Kirschenkönig von New York. Was ja auch eine relativ dramatische Folge war, aber es ging um das Stadtimkern.
Da habe ich mich ja ein bisschen aus dem Fenster gelehnt und gesagt, ich glaube irgendwie nicht, dass da guter Honig bei rumkommt. Und es haben Imker und Imkerinnen geschrieben auf allen Plattformen, und darauf hingewiesen, dass es in der Stadt tatsächlich für viele Bienen sogar einfacher ist, Honig zu sammeln, weil viele Pflanzen auf den Balkonen haben, durch die viele Stadtbegrünung, dass das relativ, einfach und gutes Honig zu sammeln in der Stadt.
Das hat mich überrascht und ich lag falsch. Soll vorkommen, aber schön, dass uns da weitergeholfen wurde und auch schön, ehrlich gesagt, was die Information beinhaltete. Also das ist doch super, dass es unseren Stadtbienchen gut geht. Ja, das freut uns. Und wolltest du nicht noch was zu deiner Aussprache?
Es ist eigentlich schnell gesagt, es sind die Listerien und ich habe nicht mehr ganz offen schon, wer das geschrieben hat, aber einer von euch hat mir geschrieben, es ist wie Bakterien, man sagt ja auch nicht Bakterien. Jetzt versuche ich das in mein Hirn zu pressen mit diesem Bakterien-Eselsbrücke, damit ich dann beim nächsten Mal, und das wird uns wahrscheinlich irgendwann wieder begegnen.
Es haben auch viele die aktuelle Entwicklung aus den USA geschickt, mit dem, wie es immer so schön übersetzt wird, ins deutsche, explosiven Durchfall. Das ist, ich meine, das betrifft mich ja auch persönlich. Der explosionsartige Durchfall? Nein, aber der Salat, der dreckische Salat. Mich hat es tatsächlich, oder ich kenne niemanden, den es direkt erwischt hat, aber wir haben jetzt die letzte Woche auch keinen Salat mehr gegessen.
Also da so better safe than sorry, bis das wieder ein bisschen unter Kontrolle ist, weil. Das erkennt man halt überhaupt nicht und da habe ich auch gar keinen Bock drauf. Wir lassen das mal noch ein bisschen ins Land gehen und schauen, was da wirklich rauskommt, weil gerade ist noch ein bisschen hin und her und es ist noch ein bisschen unklar, wo es jetzt genau herkommt und wie und was, aber es ist auf jeden Fall spannend, da da nochmal reinzugehen, wenn es da mehr Informationen gibt.
Also ist notiert. Ist notiert, wir werden es an der einen oder anderen Stelle aufgreifen. Vielen Dank, dass ihr uns das, aber auch viele andere Sachen immer so rege schickt und auch, dass ihr uns auf falsche Aussprachen hinweist. Wir lernen auch einfach immer weiter dazu und das finden wir gut. Richtig. Finden wir gut, dass da draußen so ein paar klügere und auch klugscheißende Menschen sind, die uns zuhören.
Aber ich finde die Nachrichten ehrlich gesagt immer ziemlich nett und freundlich und respektvoll formuliert. Total, total. Bitte weitermachen. Dann lege ich jetzt mal los, ja? Mach das. Es sollte der Urlaub werden, auf den sich die Familie seit Monaten gefreut hatte. Eine Woche Sonne, eine Woche Erholung. Kurz nach Weihnachten fliegen Steven und April Guggen, und das wäre jetzt ein Fall von, es kann sein, dass ich den Nachnamen falsch ausgesprochen habe, mit ihren beiden Kindern in die Dominikanische Republik.
Wie wird der denn geschrieben? G-O-U-G-E-O-N. Oh, okay. Also, hast du dir gemerkt, was passiert? Ja, die fliegen in die Dominikanische Republik. Also ich bin ja jetzt auch nicht ganz beschränkt. Wollte nur nochmal nachfragen. Niemand ahnt, dass nur 24 Stunden später zwei Familienmitglieder tot sein werden.
Steven und April leben mit ihren Kindern in Kanada. Beide sind Juristen. Sie lernen sich während ihres Studiums kennen und Steven sagt später über ihre Kennenlernzeit, dass keiner von den beiden damals erwartet hatte, dass sie ein Paar werden, weil sie eigentlich überhaupt niemanden kennenlernen wollten, sich auf ihr Studium konzentrieren wollten.
Aber, wie das manchmal so ist, die Liebe trifft einen, wenn man es am wenigsten erwartet. Und Stephen findet April wunderschön und ihre positive Art imponiert ihm. Sie ist witzig, liebenswert und es ist um ihn geschehen. Die beiden werden ein Paar, denn es beruht auf Gegenseitigkeit. Auch April hat sich in Stephen verliebt.
2013 heiraten sie und bekommen zwei Kinder, Oliver und Wesley. Oliver ist der ältere Sohn, Wesley ist die jüngere Tochter. April arbeitet viele Jahre im Datenschutzrecht, unter anderem für das Büro des kanadischen Datenschutzbeauftragten. Sie gilt auch als ausgesprochen engagiert im Job. Aber sie entscheidet sich Ende 2023 dazu, ihren Job nochmal zu wechseln und bevor das passieren soll, wollen die beiden nochmal in den Urlaub fahren mit ihren Kindern.
Deswegen entscheiden sie sich relativ spontan dafür, einen Urlaub in der Karibik zu verbringen. Danach möchte sie dann ihren neuen Job in der Kanzlei, die sehr renommiert ist, anfangen. Dann flieht die Familie aber erstmal in den Urlaub. Sie wollen den Alltagsstress vergessen, nochmal ein bisschen Family Time genießen, bevor es dann wieder rund geht beim Job. Und am Abend des 28. Dezember landet die Familie dann in der Dominikanischen Republik.
Ihr Ziel ist das All-Inclusive Resort Viva Dominicus Beach bei Windham. Und das Hotel kannst du dir jetzt mal anschauen, Flo. Ah, okay, ich kann mir wirklich die Hotelseite direkt anschauen. Für dich gibt es auch einen Fitnessraum. Danke, danke. Ja, der Pool ist schick. Der Essenssaal erinnert mich ein bisschen an so eine Jugendherberge.
Also wirklich, das ist eng. Also mehr Tische kannst du da eigentlich nicht reinstellen. Diese blauen Stühle sehen eher nach Krankenhaus als nach wirklich entspanntem Urlaub aus. Alles ein bisschen kalt, finde ich. Also wäre jetzt nicht das, wo ich direkt Urlaub machen muss, aber wer weiß. Vielleicht war das jetzt kurzfristig noch ein bisschen schwerer, wirklich was Gutes zu finden.
Ja, die Räume auch, ja, spartanisch. Ja, also es ist schon ein Luxus-Resort, aber es ist natürlich so ein Riesen, so eine riesige Anlage, wo, glaube ich, auch viel einfach abgefertigt wird. Also wenn du dir mal links anguckst auf der Seite, es gibt auch mehrere Restaurants. Es gibt so eine Show, auf der anscheinend irgendwelche Michael-Jackson-Imitatoren auftreten. Das kann man sich da auch angucken.
Ich finde, it's giving Kreuzfahrt. Ja, genau. Kurset am Land. Ja. Aber dahin fliegt die Familie jetzt. Und nach der Anreise sind die erstmal nicht auf irgendwelche großen Unternehmungen aus. Sie möchten eigentlich nur noch was essen und dann ins Bett. Also gehen April, Steven, Oliver und Wesley zum Hotelbuffet.
Und wie es dann weitergeht, das verrate ich gleich. Denn erstmal gibt es jetzt ein Foto von der Familie. Mhm. Okay. Sieht sehr sympathisch aus, die Familie. Ich weiß nicht, was ich irgendwie gerade mir vorgestellt habe, aber so habe ich mir die Familie irgendwie gar nicht vorgestellt. Ich finde, das sind sehr junge Eltern und sie sind in einem Wald und sehen auch generell so aus, als wären sie gerne draußen unterwegs.
So eine Outdoorsie-Familie. Er trägt eine Sonnenbrille, hat einen Vollbart, ist so ein bisschen größer, kräftiger und sie hat ein sehr offenes, herzliches Lächeln, eine Brille auf, Cappy. Ja, eine sehr sympathische Familie. Und vor dem Hintergrund, dass wir wissen, was da jetzt alles noch passiert, ist das jetzt echt schon hart.
Äh, ja. Ja, das Foto strahlt so richtig viel Wärme aus, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass das Licht so schön ist und im Hintergrund die Bäume so schön leuchten. Sieht aus wie so ein kanadischer Spätsommertag, zumindest stelle ich mir das vor, ich war noch nie in Kanada. Das hat auf jeden Fall sehr viel Schönes, dieses Familienfoto, das finde ich auch.
Ja. Ja, also die Familie geht zum Hotelbuffet und es ist ungefähr 21 Uhr, als sie das machen. Sie essen gemeinsam, danach gehen sie auf ihr Zimmer und wollen sich erstmal ausschlafen. Und erstmal deutet auch nichts darauf hin, dass das die letzte gemeinsame Nacht der Familie sein wird. Denn nur wenige Stunden später ist alles anders.
Gegen sechs Uhr morgens wachen die vier auf und es geht ihnen plötzlich total schlecht. Ihnen ist übel, sie müssen sich übergeben, sie haben massive Bauchschmerzen und denken sich, ja okay, wir haben uns anscheinend alle gestern Abend den Magen verdorben an diesem Hotelbuffet, weil wirklich alles darauf hindeutet, dass sie, sich irgendwas Magen-Darm-mäßiges eingefangen haben.
Und deshalb greift Steven zum Telefon. Im Zimmer befindet sich nämlich die Nummer des medizinischen Zentrums des Resorts. Und er erklärt den Mitarbeitern am Telefon, dass die gesamte Familie total krank sei, dass niemand richtig laufen könne und dass sie jetzt Hilfe im Zimmer benötigen würden. Doch er erhält eine überraschende Antwort und zwar, dass das medizinische Personal das Zentrum nicht verlassen kann, dass also niemand auf das Zimmer kommen kann.
Wenn, dann müsste die Familie schon zu ihnen kommen in die hausinterne Klinik, damit sie behandelt werden könne. Aber Steven sagt, dass das nicht geht, weil sie zu schwach sind, weil sie sich die ganze Zeit übergeben müssen. Und die hausinterne Klinik bleibt dann aber dabei, dass sie keinen Zimmerbesuch hat.
Abstatten können. Also bleibt die Familie stundenlang erstmal auf dem Hotelzimmer zurück und während die Zeit vergeht, verschlechtert sich der Zustand immer weiter. Niemand weiß auch zu diesem Zeitpunkt, was die Ursache der Beschwerden ist, aber Steven ist sich sicher, dass es irgendwas mit dem Essen von dem Abend davor zu tun haben muss und dass die Situation ernst ist, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelt.
Und deshalb greift er am Nachmittag nochmal zum Telefon. Diesmal fleht er das Personal an und er macht wirklich deutlich, dass sie es alleine nicht schaffen werden, zu diesem medizinischen Personal zu kommen. Deshalb willigt dann das medizinische Zentrum irgendwann ein und holt die ganze Familie mit Rollstühlen ab und bringen sie in die Klinik auf dem Resortgelände.
Doch da ist schon wertvolle Zeit vergangen. In der Klinik werden die vier zwar sofort behandelt. Sie bekommen Infusionen, Medikamente. Doch schnell wird klar, dass die Situation weitaus ernster ist als zunächst angenommen. Und deswegen entscheiden die Menschen dort, dass die Familie in ein Krankenhaus gebracht werden muss. Dabei werden sie jedoch getrennt.
April und der achtjährige Oliver werden zuerst transportiert, weil es bei ihnen schlechter aussieht. Und Steven bleibt zunächst mit der jüngeren Tochter zurück und eine halbe Stunde später werden dann auch die beiden ins Krankenhaus gebracht. Als sie da ankommen, liegt seine Frau schon auf der Intensivstation, weil sie künstlich beatmet werden muss.
Aus dem Familienurlaub ist also innerhalb weniger Stunden ein Kampf ums Überleben geworden. Und die Ärzte versuchen, seine Frau und auch jetzt seinen Sohn zu retten. Und Steven kann derweil nichts tun, sondern nur warten und hoffen und auch selber, bangen und hoffen, dass er selber auch wieder gesund wird, weil auch ihm geht es sehr schlecht.
Und dann verschlechtet sich Olivers Zustand dramatisch. Der Achtjährige erleidet einen Herzstillstand und kurz darauf passiert das, wovor Steven am meisten Angst hat. Die behandelnden MedizinerInnen teilnehmen mit, dass Oliver gestorben ist. Steven kann sich noch einigermaßen auf den Beinen halten und muss sich noch im Krankenhaus von seinem Sohn verabschieden Seine Frau wiederum liegt ja schon auf der Intensivstation, muss beatmet werden und kann das in dem Moment nicht tun, Und kämpft weiter um ihr Leben Und Steven, hofft auf ein Wunder, doch wenig später kommen die Ärztinnen wieder auf ihn zu Und teilen ihm mit, dass es auch für seine Frau keine Hoffnung mehr gibt, April stirbt auch noch am selben Tag Was ist denn da los?
Das ist ja alles innerhalb von 24 Stunden passiert. Ja, nicht mal. Also die haben gegen 21 Uhr gegessen und am nächsten Nachmittag und frühen Abend, stirbt Stevens Frau und Stevens Sohn. Und innerhalb weniger Stunden verliert er seine Frau und seinen Sohn und muss sich auch von beiden noch im Krankenhaus verabschieden.
Das ist natürlich, wie man sich vorstellen kann, der schlimmste Tag seines Lebens. Und das Einzige, woran er jetzt denken kann, ist, dass er für seine Tochter Wesley stark sein muss. Und die beiden sich jetzt auch erstmal körperlich irgendwie erholen müssen. Das tun sie auch. Also ihnen geht das peu a peu immer besser und zwei Tage später dürfen die beiden das Krankenhaus dann auch verlassen und sie treten natürlich unmittelbar die Heimreise nach Kanada an.
Nur diesmal fehlen zwei Menschen. Zurück in Kanada kann Steven überhaupt nicht begreifen, was da im Oder passiert ist und er möchte natürlich wissen, warum seine Frau und sein Sohn sterben mussten, und er beschließt, den Fall auch vor Gericht zu bringen, weil er sich wirklich fragt, wie konnten zwei gesunde Menschen innerhalb von 24 Stunden sterben, warum verschlechterte sich der Zustand so dramatisch und hätte ihr Tod verhindert werden können?
Genau, das ist der Punkt, an den ich die ganze Zeit denken musste, wenn du diese Telefongespräche hast, wo das Hotel sagt, oh ja, nee, wir können jetzt nicht aufs Zimmer kommen, I would sue the hell out of that hotel. Also wirklich, das kann ja nicht sein, dass die einen medizinischen Notdienst haben und die sagen, wir könnten ihnen helfen, wenn sie herkommen.
Das ist ungefähr das gleiche Niveau, wie wenn du jetzt sagst, du musst dich ab dem ersten Tag krank melden, wo du dir denkst, ich bin krank. Warum, wenn ich mit einer harten Migräne oder was weiß ich im Bett liege, dann ist doch nicht das Erste, was ich machen sollte, zu einem Arzt zu gehen und dort acht Stunden in einem Wartezimmer zu sitzen.
Das ist schrecklich. Und dann ist es an dem Punkt, glaube ich, auch so ein bisschen egal, ob das jetzt wirklich an dem Essen lag, was es in einem Hotel gab. Das ist ja unterlassene Hilfeleistung, was das Hotel da gemacht hat. Ich bin ja gerade auf der Seite, wenn ich hier sehe, die bieten auch Hochzeiten an. Say I do in Paradise.
Also wir wissen noch nicht, was das Hotel jetzt damit zu tun hat, aber ich, boah, hei, hei, hei, ganz, ganz schlimm, ganz schlimm. Steven reicht dann auch Ende Januar 2024 Klage wegen fahrlässiger Tötung ein und die Klage richtet sich unter anderem gegen das Hotel, aber auch gegen den Reiseveranstalter sowie weitere Beteiligte.
Der geforderte Schadensersatz beläuft sich auf rund sieben Millionen Dollar. Doch Steven betont, dass es ihm in erster Linie natürlich nicht um das Geld geht. Und er sagt auch in einem Interview, dass es eigentlich nur eine Sache gibt, die ihn wirklich zufriedenstellen könnte, aber die ist natürlich unmöglich.
Er meint damit, dass seine Frau und sein Sohn wieder lebendig werden. Und er weiß natürlich, dass er die nicht zurückbekommen wird. Aber er möchte jetzt trotzdem im Nachgang irgendwie für Gerechtigkeit sorgen. Dem Resort wird vorgeworfen, die Lebensmittel am Buffet nicht ausreichend sicher gelagert oder zubereitet zu haben.
Außerdem sei das Personal im Bereich Lebensmittelsicherheit unzureichend geschult gewesen. Dann wiederum gibt es natürlich den zentralen Vorwurf, dass die medizinische Versorgung wirklich fahrlässig war. Steven gibt ja an, dass seine Familie bereits am frühen Morgen dringend um Hilfe gebeten hat. Und trotz der Schilderung der schweren Symptome sei zunächst niemand in das Hotelzimmer geschickt worden.
Erst Stunden später nach einem weiteren Anruf ist erst mal irgendjemand gekommen und hat die Familie abgeholt. Und laut der Klage könnte gerade dieser Zeitverlust entscheidend gewesen sein. Das Ding ist nur, ob und in welchem Umfang das Resort oder andere Beteiligte rechtlich verantwortlich sind, das muss natürlich ein Gericht klären.
Die Beklagten weisen die ganzen Vorwürfe zurück. Der Reiseveranstalter hat nach Einreichung der Klage gesagt, man sei über die Todesfälle zutiefst erschüttert. Aber die betonen auch, dass die Familie während der Ereignisse unterstützt worden wäre von dem Reiseveranstalter, was auch immer das jetzt genau heißen mag.
Außerdem haben sie auch noch erklärt, dass sie ihre Hotelpartner mit großer Sorgfalt auswählen würden. Und dass sie auf die Zusammenarbeit der zuständigen Behörden vertrauen würden, um die genauen Umstände dieser Tragödie aufzuklären. Also wirklich sehr... Passiv und wir haben damit nichts. Ja, das kann ich aber nachvollziehen.
Also der Reiseveranstalter, also ich würde natürlich auch mit verklagen, aber da jetzt nicht so viel mir erhoffen, weil, natürlich wären die ihre, also da musst du schon wirklich Glück haben, dass dann irgendwo nachvollziehbar ist, dass sie Sachen nicht überprüft haben oder wirklich fahrlässig waren.
Und Lücken nachzuweisen ist natürlich irgendwie dann auch schwierig. Schwierig, aber am Ende, wie gesagt, wir wissen ja noch nicht, was da wirklich passiert ist, an was sie gestorben sind, aber schon allein die unterlassene Hilfeleistung und die mehreren Stunden, die da vergangen sind, das ist wirklich, das ist so absurd.
Ist es auch. Ich komme auch gleich dazu, warum dieser Fall auf der gemischten Platte liegt und keine ganze Foodcrimes-Folge geworden ist, aber es gibt da natürlich einfach ein paar Unklarheiten. Denn auch die Hotelkette weist die Vorwürfe und auch die Verantwortung komplett zurück. Denn das Ding ist, ob tatsächlich Hygienemängel, organisatorische Fehler oder andere Ursachen zu den Todesfällen geführt haben, ist bis heute juristisch umstritten.
Der Fall ist immer noch vor Gericht und ist nicht geklärt. Ich habe auch zu den aktuellen Entwicklungen wirklich wenig gefunden. Das ist also ein Grund, warum es nicht für eine ganze Folge Foodcrimes gereicht hat. Ich kann also nicht sagen, ob diese Telefonate zum Beispiel wirklich zu den Uhrzeiten, die Steven in der Öffentlichkeit angibt, stattgefunden haben.
Weil es dafür keine Belege gibt. Wann ist das passiert nochmal genau? 2023. Okay. Also es ist einfach sehr ungelöst und unklar das Ganze. Fest steht eben nur, dass die beiden Personen nach dem Hotelessen gestorben sind. Man weiß nicht, woran die gestorben sind. Es ist wohl eine Lebensmittelvergiftung gewesen, aber mehr weiß man nicht. Und es war auch niemand anderes als Hotelgast betroffen. Ja, ok.
Und deswegen ist das alles ein bisschen, ja, unbefriedigend, ehrlich gesagt, auch, ne? Also für alle Beteiligten, aber jetzt natürlich für diese Folge auch. Aber ich wollte es trotzdem erzählen, weil es noch etwas anderes gibt, was nach dem Tod passiert ist und zwar will Stephen neben dem Gerichtsverfahren auch dafür sorgen, dass der Name seiner Frau nicht nur mit dieser Tragödie verbunden bleibt und deshalb hat er ein, Stipendium an der Queens University in Kanada gegründet, wo sie auch studiert hat.
Das Stipendium trägt auch ihren Namen und es unterstützt Jurastudierende, insbesondere solche, die sich mit Datenschutzrecht beschäftigen, also dem Fachgebiet, das seine Frau so sehr geliebt hat. Ehemalige Kommilitoninnen, Freunde, Arbeitgeber beteiligen sich alle an diesem Stipendium, an dieser Stiftung, weil sie alle dazu beitragen möchten, dass Aprils Engagement über ihren Tod hinaus weiterwirkt.
Und das gibt es eben auch seitdem und ist vielleicht ein Weg, mit diesem immensen Verlust umzugehen, der noch nachhaltig was Gutes irgendwie für die Gesellschaft tut. Ich behalte das im Auge und werde nachschauen, ob es da irgendwelche neuen Entwicklungen zu gibt. Aber das war halt bis jetzt erstmal die tragische Geschichte von Steven und seiner Familie.
Ja, das ist wirklich ganz, ganz schlimm auf vielen, vielen Ebenen. Also es tut mir so leid um diese Familie. Es ist wirklich schon komisch, dass es dann niemand anders getroffen hat in dem Hotel. Ich habe ganz viele Gedanken dazu. Zum einen muss ich wieder an diesen All-Inclusive-Urlaub denken, wo ich einmal mit meinen Eltern war in Spanien und in Lorette Mar im Herbst und diese Buffets, die dort aufgetischt wurden.
Also wirklich durchfrittiertes Essen, aber auch so Sachen, wo man jetzt nicht ganz genau wissen möchte, wo das wirklich herkommt. Und zum anderen, in diesem Rabbit Hole war ich die letzten Tage und da habe ich jetzt, vor ein paar Stunden erst mit Matt für die neue Folge Hier Dings drüber gesprochen, über das Phänomen von Leuten, die irgendwo hinreisen und so lange essen, bis sie Food Poisoning, also eine Lebensmittelvergiftung bekommen.
Ich habe einen gesehen, der das in Pakistan gemacht hat. Es gibt einen, der das in den USA mit so Chinese All-You-Can-Eat-Buffets macht und das Ziel ist im Grunde so lange zu essen, bis du eine Lebensmittelvergiftung bekommst. Und das ist auch, Das ist eine Art Trend, ja. Und das ist genau so lange lustig, bis man so eine Geschichte hört.
Und das ist ein Ding. Und man auch sieht, zum Beispiel der eine Typ in Pakistan, der hat nach acht Tagen dann auch seine Lebensmittelvergiftung bekommen und lag dann im Krankenhaus und hat dann aus dem Krankenhaus weiter seine Videos gemacht. Und was ist die Moral oder also was ist der Grund, warum die das machen?
Wollen die irgendwas aufdecken? Naja, wie bei allem im Internet erstmal Aufmerksamkeit. Nö, also Aufmerksamkeit bei dem Typen, der in Pakistan unterwegs ist, das ist wirklich auch ein wandelndes White Privilege, der Typ, das ist so ein Australier, der mit einer Hybris durch dieses Land läuft, das ist.
Nicht zu packen. Aber ja, ansonsten ist es Aufmerksamkeit. Und ich habe dann auch wieder daran denken müssen, wie ich, als ich in Indien war, auch eine Lebensmittelvergiftung hatte. Im Hotel lag, mir dort rausgeschwitzt habe, bei Klimaanlage minus 18 Grad, weil ich so geschwitzt habe, so Fieber hatte, so Tag-Fieberträume, weißt du?
Nur unterbrochen mit Gängen zum Klo, wo es wirklich aus allen Löchern rauskam. Und dann dachte ich mir so rückblickend, spannend, dass mir da auch niemand geholfen hat, von der Gruppe, mit der ich da unterwegs war. Also schon ein bisschen... Also mit einer Lebensmittelvergiftung ist wirklich nicht zu spaßen.
Und wenn du so viel Flüssigkeit verlierst aus allen Löchern, dann brauchst du auch at some point mal schnell eine Infusion und wirklich Unterstützung und Elektrolyte und irgendwas ist dein System. Nein, gab's da nicht. Ich lag da einfach drei Tage im Hotel. Und jetzt auch mit dem Salat. Also es kommt da gerade sehr viel zusammen und eigentlich zeigt es nur...
Und ich finde, ich bin da auch so ein bisschen, wenn man was hat, dann bin ich schnell so schlimm ist es ja nicht. Vielleicht ist das so eine Moral dieser Geschichte oder des Falls, dass man wirklich better safe than sorry. Lieber mal nachfragen. Ja, Symptome ernst nehmen. Anderen Leuten auch glauben, wenn sie über Symptome sprechen.
Wenn Leute, so wie dieses Hotel, einem da entgegenkommen und sagen, ach so nee, das können wir jetzt nicht machen, dann, einfach drauf scheißen und irgendwie, wie er es dann gemacht hat, so lange anbrüllen oder halt wahrscheinlich wäre die andere Alternative gewesen, einfach Notruf anzurufen und einfach einen Notruf ins Hotel zu rufen.
Aber schwierig, ganz, ganz schwierig, ganz, ganz schlimm. Aber ihm ging es ja auch selber schlecht in der Situation. Richtig, ja, ich weiß, ich weiß. Ja, es ist wirklich eine richtig tragische Geschichte, ja. Ja, das war Teil 1 der gemischten Platte heute. Ich habe ja angekündigt, dass es nicht so locker leicht losgeht, aber ich kann versprechen, dass es sich jetzt zum Ende hin wieder etwas leichter anfühlen wird.
Zumindest am Ende, wenn ich von meinem wahnsinnig tollen Rezept rede. Weil jetzt erstmal habe ich natürlich einen Foodcrime dabei. Und ich habe ja am Anfang schon gesagt, dass es sich um einen Serienfoodkriminellen aus Viersen handelt. Denn mich hat da eine Nachricht erreicht von Alex und ich möchte sie gerne vorlesen.
Ich habe einen Foodcrime für euch begangen von meinem besten Freund. Schon die Basisversion seines Verbrechens ist fragwürdig. Nachwürzen, ohne vorher überhaupt zu probieren. Aber dieses Mal hat er wirklich alles getoppt. Für ein gemeinsames Wochenende mit Freunden habe ich eine große Lasagne, oder wie ich sie gern nenne, das ist jetzt von mir, Lassange, gemacht.
Und zwar komplett selbst. Stundenlang ein Ragu eingekocht, die Bechamel frisch zubereitet und sogar die verdammten Lasagneplatten eigenhändig gemacht. Und da muss ich wirklich sagen, Chapeau. Also wirklich, das muss man erstmal... Lasange-Platten selber machen. Mein lieber Scheu. Nicht nötig, aber Chateau, ja. So, und was macht er?
Bevor er auch nur einen Bissen probiert, kippt er billigsten Curry-Ketchup darüber. Was das Ganze noch schlimmer macht, er ist Wiederholungstäter. Ein echter Serienfood-Krimineller. Er würzt gefühlt alles mit Maggi, isst ausschließlich die hellsten Brötchen und Tiefkühlpizza macht er ernsthaft in der Mikrowelle.
Wenn er nicht mein bester Freund wäre. Das Ganze ist jetzt vier Jahre her und ich nehme es ihm immer noch übel. Übrigens, er ist absolut damit einverstanden, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Sein Name ist Christian Müller, Schornsteinfeger aus Viersen. Das ist wirklich ein geniales Ende und ich habe Gedanken dazu.
Zum einen, ich finde, ich zähle mich da auch ein bisschen mit dazu, weil wir haben ja schon mal drüber gesprochen, dass ich überall Chili-Soße drüber kippe. Das hat sich ein bisschen gebessert, muss ich sagen, in letzter Zeit. Einfach aus dem Grund, dass die leer sind und ich es noch nicht geschafft habe, die nachzukaufen.
Naja, es gibt halt Gründe für alles. Und das ist dann deine. Aber ich habe auch so ein bisschen versucht, nicht einfach das überall drüber zu kippen, weil es schmeckt halt am Ende alles gleich. Jetzt kommen wir aber zum Gewürzketchup. Das ist schon wirklich verschärft. Vor allem Gewürzketchup auf eine selbstgemachte Lasagne zu kippen, das ist wirklich Höchststrafe, absolut.
Ja, ich finde Gewürzketchup gehört auch nur auf so einen Grilltisch, bei dem es irgendwie so ein Nackensteak für 1,99 Euro gibt und Nürnberger Rostbratwürste. Also dieser Grillabend, der in so eine Richtung geht, der auch legitim ist, meiner Meinung nach kann man mal machen. Aber ansonsten hat Gewürzketchup doch und diese Fackeln, also wirklich das ist so ein kerniger Grillabend.
Bei einem kernigen Grillabend, finde ich, gehört Gewürzketchup auf den Tisch. Du meinst bei einem fanzigen Grillabend? Ja. Aber auf eine Lasagne, also exquisem Mois. Vor allem, wenn der da das Ragout stundenlang einkocht, das mache ich ja auch manchmal gerne, wenn ich einen guten Monat habe und nicht auf die Stromrechnung gucken muss, dann koche ich auch gerne mal ein Ragout ein, vier Stunden lang.
Aber ja, ich finde es schön, dass sie immer noch Freunde sind. Es scheint ja immer wieder vor Ort zu kommen. Das Maggi-Ding ist ja auch, ich meine, da haben wir schon oft drüber gesprochen, macht das, aber manchmal muss man dann auch die Situation so ein bisschen abschätzen können. Man muss read the room, wenn sich da dein bester Freund wirklich Mühe gegeben hat.
Wenn er dann nicht einfach nur eine halbe Stunde irgendwie so eine schnelle Pasta zusammengewürfelt hat, dann kipp da drüber, was du willst. Aber wenn er da stundenlang in der Küche steht, da muss man dann einfach seinen inneren Schweinehund überwinden und einfach das Essen, was vor ihm steht. Und dann kann man ja im Nachhinein noch zwei, drei Löffel pur Gewürzketchup essen. Ja.
Also Christian, read the room. Der Alex, der steht da stundenlang in der Küche und tut und macht. Und du hast da keinen Gewürzketchup drüber zu kippen. Ein Gedanke noch, vielleicht, weil er ja schon schnittfähiger ist, vielleicht hat er durch den ganzen Ruß den Geschmackssinn verloren und kann nur noch sowas schmecken.
Das könnte natürlich sein. Vielleicht bist du da was auf der Spur, Flo. Christian, melde dich. Wenn Christian auch ein Hörer dieses Podcasts ist, dann melde dich doch gern mal. Vielleicht hat Alex ja auch ein paar Foodcrunchs in deinem Käse. Kennerliegen, über die er mit uns nicht spricht. Ja, Zeit für Revenge. Wir sind ja auch Mediatoren. Da ist Revenge das falsche Wort. Zeit für einen Austausch.
Vielleicht möchtest du auch darüber sprechen, was Alex schon so verbrochen hat. Vielleicht hat das Ragu mega scheiße geschmeckt. Wenn ich mal ein schönes Format, wo wir Freunde zusammenbringen, die sich gegenseitig sagen, was sie so kulinarisch schon verbrochen haben und was sie am anderen kulinarisch überhaupt nicht schätzen.
Aber, Achtung, Überleitung. Möglicherweise schmeckt Christian Müller, Schornsteinfeger aus Viersen, ja das Gericht, was du gekocht hast. Ich bezweifle es, ehrlich gesagt, bei allem, was ich hier von Christian schon weiß. Ich wollte nur noch mal hinzufügen, weil es ja hier auch um uns geht. In der gemischten Platte geht es nur um uns. Richtig.
Ich bin eine notorische Pfefferin. Ja, ich auch. Sagt man Pfeffer? Ja, eine Pfefferin. Auch weil ich frischen Pfeffer erst mal schön finde und ich finde so zwei, drei Runden auf der Pfeffermühle nochmal über ein Gericht kann man drehen. Zwei schnelle Runden durch den Püschot. So, weil das auch das Gericht geschmacklich nicht verändern wird, sondern dem einfach nochmal so einen kleinen Kick gibt. Also ich finde, man muss da auch differenzieren. Also Pfeffern ja, Gewürzketchupen nein. Nein.
So, aber jetzt komme ich zu dem Gericht. Ich bin so gespannt. Ich bin ja manchmal deep down eigentlich schon so eine Mitte-50-jährige. Muddi und Hausfrau, die sich Zeit nimmt beim Einkaufen, die gern was in gusseisernen Töpfen macht und so und die vor allen Dingen gern auf den Markt geht. Also wenn ich mal an einem Samstag Zeit habe, dann stehe ich gern, in letzter Zeit auch sehr früh, aber gern auf und gehe auf den Markt und gebe dann natürlich viel zu viel Geld aus, weil auf dem Markt herrschen andere Gesetze und Preise.
Und da Zum Glück herrschen da die gleichen Gesetze Wo wir jetzt beim Thema Lebensmittelvergiftung Und Probleme mit Lebensmitteln waren Will ich nochmal sagen Da herrschen zum Glück die gleichen Gesetze, Ja Aber was mein Kaufverhalten angeht Herrschen da irgendwie andere Gesetze, Und ich sah auf jeden Fall Schmorgurken da Und dachte mir, Geil Habe ich noch nie gemacht Aber frisch.
Der Wettergott Der hat sich ja gerade dafür entschieden, dieser besagte Wettergott, dass in Berlin wieder Herbst ist und deswegen hatte ich irgendwie Lust auf so ein Wohlfühlessen und Schmorgucken sind ja wohl absolut ein Sommeressen, weil sonst wären sie aktuell nicht auf dem Markt, aber ich wollte sowas essen, was sich von innen um mich schmiegt und sagt, hallo, ich bin da für dich.
Und dann gab es ja diese Schmorgurken und dann wurden gestern, wurde einer weg oder schmorgurkt. Und ich dachte am Anfang auch, das würde vielleicht lange dauern, weil schmoren, ja, ja, stundenlang im Bräter. Aber nein, es geht rucki zucki, es geht wirklich rucki zucki, du musst nur ein paar Zwiebeln anschwitzen, dann die Gurken dazu.
Du kannst es, wenn du willst, mit Speck machen, aber ich habe es ohne gemacht. Und dann gibst du da eigentlich am Ende nur noch so einen Misch aus so ein bisschen Brühe, Dill, Schmand, Senf, Salz, Pfeffer dran. Und schmeckst es so ab, wie dir es schmeckt. Du kannst da noch ein bisschen Säure dran machen.
Christian würde Gewürzketchup dran machen. Und dazu gab es dann Salzkartoffeln. Und als Add-on noch ein wachsweiches Ei. Und ich sage euch, Leute, das schmeckt einfach nur vollkommen. Das macht glücklich. Das kann man mit einem Löffel essen, mit einem großen. Ich finde sowieso gerichtet, die man komplett mit einem Löffel auf so einer kleinen Schale.
Ja, packst du das auf die Website? Probier das mal aus. Mit Angaben und wirklich Plan. Jetzt muss ich das ja auf die Website packen. Das werde ich dann natürlich machen. Ich wollte dich da jetzt reinquatschen. Ja, dann mache ich das. Mache ich das sehr gerne. Ich habe auch noch Pfifferlinge. Ach toll, Leute. Gerade ist eine ganz tolle Saison.
Schmorgolken ist aber schon was, was man nur auf dem Markt bekommt, glaube ich. Oder hast du das auch schon beim Supermarkt gesehen? Es wird es in gut sortierten Supermärkten geben, Aber in diesen verkrackten Supermärkten in Berlin City habe ich das selten gesehen. Wir haben ja nicht nur ZuhörerInnen aus Berlin-Mitte. Also wir müssen ja auch an unsere Freunde zwischen Magdeburg und Usedom denken.
Wo da gibt es bestimmt auf dem Wochenmarkt richtig geile Schmorgurken. Ja, und ich glaube auch in vielen Supermärkten, die halt nicht im Berliner Zentrum sind, wird es die geben. Vielleicht tue ich auch einigen Supermärkten jetzt hier Unrecht, aber ich habe sie da jetzt halt auf dem Markt gesehen. Sie haben mich da angelacht und ich glaube nicht, dass das irgendwas Exklusives ist.
Ich habe es auch schon öfters gesehen, ja. Deswegen... Ja, also das kann ich euch empfehlen, das war ganz toll. Sehr, sehr geil. Ich würde sagen, ich probiere es mal aus. Ich weiß nicht, ob ich Schmurgurken finde in meinen lokalen Supermärkten. Muss ich mal schauen. Das weiß ich natürlich auch nicht. Ja.
Das ist für mich irgendwie schon so was richtig Deutsches. Schmurgurke, ja. Und man kann die auch jetzt nicht so breit einsetzen. Die kannst du roh eigentlich nicht so richtig essen. Die schmeckt auch bitter. Du musst die entkernen. Du musst die schälen und so. Das ist jetzt nicht, also wirklich kein Vergleich zu einer Salatgurke.
Aber was was Feines. Also, das wollte ich euch mitgeben. Dann habe ich ja, wie gesagt, Odysseus im Kino geguckt. Empfehlung für Leute, die sich halt so gern so epische Schlachtfilme angucken. Guckt ihn auf einer fetten Leinwand mit gutem Sound, dann ist der Film natürlich eine Augenweide. Ich finde, wenn man den in einem kleinen Kino guckt, also das gehört dann wirklich verboten, guckt ihn euch in einem fetten Kino an. Für sowas werden solche Filme gemacht.
Ich bin auch gar nicht so ein Riesenfan von solchen Filmen, aber der war wirklich, der ist schon irgendwie sehr mächtig. Ich habe irgendwo letztens einen Kommentar gelesen, wo ihm geschrieben hat, ich werde ihn mir in einem Jahr auf einem kleinen Flugzeugdisplay anschauen, so wie Christopher Nolan sich das vorgestellt hat.
Das ist sehr lustig. Ich bin tatsächlich, ich bin noch ein bisschen in der Auseinandersetzung mit mir. Und zwar, es gibt ja weltweit 40 Kinos, die den Film im Original zeigen können. Also auf 70 Millimeter. Und 50 Minuten von uns entfernt in der fantastischen Stadt King of Prussia. Also der König von Preußen liegt in Pennsylvania. Diese Stadt, das ist ja okay.
Und ich weiß nicht warum. Das ist nicht mal Philadelphia. Das ist irgendwo wirklich so ein bisschen random Pennsylvania. Da ist eins dieser Kinos. Es sind ungefähr 50 Minuten von uns. und ich bin jetzt am Überlegen, da hinzufahren. Es gibt nicht mehr so viele Tickets und die meisten sind relativ weit vorne.
Es kostet 32, nee, glaube ich, 33 Dollar ein Ticket. Das ist auch echt teuer. Da hinfahren und so weiter. Der Film geht drei Stunden. Aber er fühlt sich nicht so an, das kann ich sagen. Okay, vielleicht sollte ich das doch machen. Und ich bin wirklich keine große Freundin von... Diesen Film, ich habe eine Schwester, die früher immer nur Troja und wie diese ganzen Filme, ich habe das alles geguckt und fand es ehrlich gesagt nicht so ansprechend.
Deswegen und auch für Leute wie mich, die sich eigentlich eher für andere Genres erwerben können, war der Film sehenswert und hatte keine Längen und ich war Sonntagabends da, ich schlafe auch gerne mal ein in einem Kino, vor allen Dingen, wenn der Sessel so zurückgeht. Ich bin weder eingeschlafen, noch habe ich mich gelangweilt.
Ich fand den hier und da ein bisschen laut. Das habe ich auch gehört. Ich bin eine 55-jährige Frau. Nee, das habe ich aber auch gehört, ja. Aber, mein Gott, also wirklich imposant. Und vor allen Dingen diese... Dieser Mann wird ja ein absoluter Pedant sein, weil wer entscheidet sich dazu, den Film auf dieser Kamera zu drehen?
Und dann weiß man ja mit so einem bisschen einem geschulteren Auge, okay, die haben jetzt diese Szene aus diesen und diesen Einstellungen, Perspektiven gedreht, auch noch aus der, oh mein Gott, das haben die auch noch gemacht. Dieser Aufwand, der dahinter steckt von jeder einzelnen Person, der ist so immens und das finde ich einfach, das finde ich irre.
Und für sowas ist Kino da und das finde ich, das war mal so ein richtiger Streifen. Und natürlich, der spielt halt auch, da spielen nur so hochkarätige Superstars mit. Ja, der Cast ist absurd. Und ich finde Christopher Nolan großartig. Oppenheimer fand ich auch toll. Der war ja auch so laut. Also das war ja wirklich auch, das war ja damals hier Babenheimer, wie es auch immer hieß.
Babenheim. Und wir waren im Barbie und du konntest die Explosion aus dem Kino nebenan hören. Es war wirklich, es war komplett heftig, deswegen so stelle ich mir das jetzt wieder vor. Du hast mich jetzt vielleicht überzeugt, dass wir da doch hinfahren. Es ist bloß einfach... Ja, mach das. Ich bin dann einfach, ich bin so ein bisschen ausgereist nach den drei Wochen und dachte mir dann so, ey, da nochmal so für so einen Abend so sechs Stunden da irgendwie unterwegs zu sein. Aber vielleicht...
Aber kann man da nicht noch irgendwas anderes machen? Könnt ihr nicht da noch übernachten und irgendwie einen Ausflug nach? In fucking King of Prussia? Ey, da ist wirklich nichts. Ich stelle mir da irgendwie auch so ganz geschmacklose Hotels vor. Ja, aber dann fahre ich die fünf. Könnt ihr mal in so ein Themenhotel? Nee, oh Gott.
Nee, nee, nee. Aber ich schaue mal, ob es noch Karten gibt. Und dann... Dann machen wir das. Ich könnte auch früh um 8 gehen. Müsste ich aber alleine, gehen. Morgens um 8 läuft der auch schon. Ja, aber der lief hier in Berlin auch zu solchen Uhrzeiten. Ich glaube nicht um 8 in dem fetten Saal, aber ja, scheinbar.
Wir kommen ins Labern rein. Ich würde sagen, das setzen wir am Dienstag fort, wenn es zu unserer großen Q&A-Folge geht. Wir haben nämlich, wir machen jetzt keine Sommerpause, aber da wir beide gerade sehr geschäftig sind, und vielleicht reden wir dann am Dienstag darüber, haben wir uns gedacht, wir müssen.
Einmal durchatmen. Deswegen kommt jetzt am Dienstag eine Folge mit euren Fragen, die wir beantworten. Und die Woche drauf haben wir uns auch noch was Besonderes überlegt. und zwar. Verrat's doch noch nicht. Warum denn? Lass doch die Leute überraschen. Na gut. Oder hört am Dienstag rein. Vielleicht weist man am Dienstag darauf hin.
Ich merke, Flo, möchte es euch gerne sagen. Es gibt doch eigentlich keinen Grund, das zu verheimlichen oder so. Okay, dann machen wir jetzt die Schluss. Wir hören uns am Dienstag wieder. Ist ja schon ein paar Tage. So machen wir das. Ganz genau so machen wir das. Gut. Happy Wochenende. Tschüss.