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Hercule Poirot – Deutsche Krimi-Hörspiel· Folge 5

Hercule Poirot: Mord im verschlossenen Zimmer | Deutsche Krimi-Hörspiele

Donnerstag, 17. September 2026 · 1 h 13

MP3

Shownotes

Hercule Poirot steht vor einem rätselhaften Mord in einem von innen verschlossenen Zimmer. Zwischen falschen Spuren, verborgenen Motiven und einem scheinbar perfekten Verbrechen beginnt eine packende Ermittlungsreise mit klassischer Detektivspannung. Jetzt anhören und den Fall selbst lösen! #HerculePoirot #KrimiHörspiel #Hörbuch #Mordfall #Detektivgeschichte

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Die Ylang-Ylang-Blüten öffnen sich erst nach Sonnenuntergang. Hercule Poirot kam aus gesundheitlichen Gründen nach Madagaskar. Doch am vierten Morgen fanden sie Sir Reginald Ashmore tot in einem verschlossenen Zimmer. Die Tür war von innen verriegelt. Das Fenster lag dreißig Meter über dem Meer. Und eine kleine braune Flasche war auf mysteriöse Weise verschwunden. Willkommen bei das Rätsel Madagaskar, wo das Paradies einen vergifteten Garten birgt. Prologue Das Gift blüht nachts, die Ilang-Ilang-Blüten öffnen sich erst nach Sonnenuntergang. Das hatte Hercule Poirot nicht gewusst, als er sich in einem Sessel auf der Veranda des Grand Hotel Bellevue niederließ und den Abend über dem Indischen Ozean betrachtete. Der Hoteldirektor Ein kleiner Schweizer

namens Monsieur Deschamps, der in diesem Klima aussah, als schmelze er täglich ein wenig mehr, hatte es ihm erklärt, während er den Kräutertee servierte.» Die schönsten Dinge hier, Monsieur Poirot, zeigen sich nur im Dunkel.« Poirot hatte das mit einem leichten Nicken quittiert und gedacht,» May we? Das gilt für Madagaskar und für verbrechend.« aber er war nicht hier, um über Verbrechen nachzudenken. Er war hier auf ausdrücklichen Rat seines Arztes, der ihm mit der sanften Bestimmtheit der Medizin erklärt hatte, dass seine Nerven sich nach dem Brüsseler Fall eine Auszeit verdienten.

Die Lunge brauche feuchte Luft, das Gemüt brauche Stille. Der Schnurrbart, nun, der Schnurrbart brauche nichts, der sei wie immer makellos. aber der Rest de Monsieur Poirot solle sich gefälligst erholend. Und so saß er hier siebzehn Grad südlich des Äquators, umgeben von Ylang-Ylang und dem Geruch des Ozens und einer Hitze, die sich selbst nachts nicht die Mühe machte abzukühlen, und trank einen Tee, der zu warm serviert worden war und der nicht, wie er dem Kellner auf Englisch, Französisch und schließlich einem Zeichengemisch erklärt hatte, mit Zitrone genockt werden sollte.

Mit Zitronet. In dieser Hitze. Das war keine Erholung, das war Kapitulation. Es war der dritte Abend seiner Anwesenheit im Bellevue, und am vierten Morgen fand man Sir Reginald Ashmore tot in seinem Zimmer. Das Madagaskar-Rätsel? Ein Hercule Poirot-Krimi, er ist tot! sagte Arthur Vernet und klang dabei wie jemand, der das Wort zum ersten Mal ausspricht und noch nicht sicher ist, ob er es richtig verwendet. Er stand in der Türöffnung von Poirot Zimmer. Nummer 14. Mehrblick, was Poirot als zufriedenstellend empfand und hielt einen Notizenblock in der Hand, auf dem noch nichts stand. Arthur Vernet, 27 Jahre alt, Journalist der Revue Colonial Belge auf Madagaskar, um eine Serie über den Vanillehandel zu schreiben und nun, unvorhergesehen, mit einem Mord konfrontiert.

Er hatte Poirot am ersten Abend im Speisesaal entdeckt und war mit der Begeisterung eines Jungen, der einen Schmetterling fängt, auf ihn zugekommen. Monsieur Poirot, der Hercule Poirot! Mein Vater hat alle ihre Fälle gesammelt! Poirot had greeted him with the dignity of a man who is used to enthusiasm.

Since then, Vernet had accompanied him like a friendly, somewhat too big dog. At meals, at walks, at his daily attempt to make an acceptable herbal tea. Poirot found this partly pleasant, partly exhausting, and overall more useful than a journalist on his own. Tod, wiederholte Poirot, ohne seine Tasse abzustellen.

Und seit wann? Man weiß es nicht genau. Die Kammerdienerin hat ihn um sieben Uhr morgens gefunden. Sie brachte das Frühstück. Die Tür war. Vernet sah in seinen leeren Notizenblock. Die Tür war von innen verriegelt. Der Riegel, nicht nur das Schloss, der Riegel. Poirot stellte die Tasse ab. Sir Reginald Ashmore, 6 und. 50. Besitzer der Ashmore Vanilla Company mit Plantagen im Nordwesten der Insel war seit einer Woche im Bellevue abgestiegen.

Kein ungewöhnlicher Besuch. Er kam zweimal im Jahr, inspizierte die Plantagen, speiste mit Geschäftspartnern, trank zu viel Whisky und kehrte nach London zurück. Ein Mann des Musters, wie der Hoteldirektor Deschamps es ausdrückte. während er in seinem Büro stand und schwieg die Hände rang auf eine Art, die Poirot als genuine Bestürzung wertete. Das Zimmer Nummer 23 lag eine Etage über Poirot eigenem, mit Blick auf die kleine Bucht. Als Poirot eintra, in Begleitung von Vernet und mit spürbarer Distanz des örtlichen Inspektors Pierre Rassolofo, roch er zuerst die Blumen. Ein riesiger Strauß Strelitzia stand auf dem Fenstersims, intensiv und süßlich, unnatürlich frisch für ein Zimmer, in dem jemand gestorben war. Sir

Reginald lag in seinem Bett. Er hatte sich nicht gewehrt. Er war nicht gestürzt. Er hatte keine Botschaft hinterlassen. Er lag auf dem Rücken mit der Würde eines Mannes, der schläft. außer dass Schlafende diese Farbe nicht haben und diese Stille nicht, die nicht Frieden ist, sondern etwas anderes, das Lebende nie, ganz richtig beschreiben können. Inspektor Rassolofo war ein großer Mann Mitte 40, mit dem gemessenen Bewegungen von jemandem, der gelernt hat, Energie in der Hitze zu sparen. Er betrachtete Poirot mit einer Neutralität, die weder Ablehnung noch Einladung war. Monsieur Poirot, sagte er. Ich habe von Ihnen gehört. Paris. London. Und Brüssel, sagte Poirot, vor allem Brüssel. In Brüssel ist es kälter. Considerablement,

Poirot trat an das Bett. Darf ich? Rasolofo machte eine kleine Handbewegung. Bitte. Poirot betrachtete den Toten, ohne ihn zu berühren. Die Hände, auf der Bettdecke liegend, waren entspannt. Das Gesicht zeigte keine besondere Qual, was auf ein schnell wirkendes Gift hindeutete oder auf eines, das im Schlaf angewandt worden war.

Die Lippen hatten eine leichte, fast bläuliche Verfärbung. Der Whisky-Decanter auf dem Nachttisch war zu einem Drittel gefüllt. Zwei Gläser. Eines benutzt, eines unbenutzt. Der benutzte Aschenbecker, die aufgeschlagene Zeitung drei Tage alt. Poirot walked up to the window. Thirty meters down, water, rocks. And the bar? Yes, indeed, the bar was laid out. Deschamps had him pulled back to be able to open the door. The maid had used the reserve key.» No connection between the rooms?« asked Poirot.» No«, said Rassolofo.» The hotel is old, but solidly built.« Die Trennwände sind Stein. Das Schlüsselloch? Traditionell. Groß genug für einen Schlüssel. Nicht...

Andere Dinge. Poirot nickte langsam. Er wandte sich um und betrachtete den Raum als Ganzes. Nicht das Detail, sondern das Gesamt. Die kleinen grauen Zellen. Er fühlte, wie sie erwachten, wie sie sich streckten nach langen Wochen erzwungener Ruhe. Wie angenehm, dachte er. Wie bedauerlich. Wer? sagte er, wusste, dass Sir Reginald hier war. Farnay hatte bereits seinen Notizenblock aufgeschlagen.» Wir kennen bisher vier Personen. Lady Eleanor Ashmore, seine Frau, die gestern Nachmittag mit dem Dampfer ankam und ebenfalls im Hotel logiert. Dr.

Philippe Renard, der Schiffsarzt der Ile-de-France, der die Nacht im Hotel verbrachte, weil der Dampfer Probleme mit der Maschine hatte.« Mademoiselle Céline Voss, Ashmore's secretary, who has been in the hotel for three days. And, and Theodor Kamau, said Inspector Rasolofo, the head gardener of the plantation. He came yesterday too.

On invitation from Sir Reginald, allegedly because of the next harvest. A break, allegedly, said Poirot. It was no question. The flowers on the window sims still smelled sweet and indifferent. Lady Eleanor Ashmore sat in the breakfast salon and drank champagne. It was eight in the morning. Poirot, who had appeared with an unusually acceptable peppermint tea, looked at her from the front door before he approached. Lady Eleanor was in her fifties, as slim as a blade, with the face of a woman who always knew that she was beautiful and who had learned to live with it. schmal wie eine Klinge, mit dem Gesicht einer Frau, die immer gewusst hatte, dass sie schön war und die gelernt hatte, damit zu leben.

Ihr Haar, noch dunkel, mit grau an den Schläfen, war trotz der frühen Stunde perfekt frisiert. Sie trug schwarz, aber so elegantes schwarz, dass man einen Moment brauchte, um zu entscheiden, ob es Trauer war oder Stil. Sie sah auf, als Poirot sich näherte, Monsieur Poirot. Keine Überraschung in der Stimme.

Der Inspektor hat mir gesagt, dass Sie hier sind. Zufälligerweise. Zufälle, sagte Poirot. Machen die besten Geschichten, n'est-ce pas? Er setzte sich ohne Einladung, aber so, dass sie nicht klar ablehnen konnte. Lady Eleanor betrachtete das mit einem leichten Heben der Braue. Sie hob ihr Glas, trank nicht, stellte es wieder ab.

Mein Mann ist tot, sagte sie. Das ist keine Geschichte. Nein. Das ist ein Verbrechen. Poirot sah sie an. Ich spreche direkt, milady, weil die Zeit kostbar ist. Wann haben Sie Ihren Mann zuletzt gesehen? Gestern Abend. Gegen acht. Ich war kurz nach meiner Ankunft in seinem Zimmer. Wir haben? Und dann? Und dann bin ich in mein Zimmer gegangen. Nummer 19. Ich habe geschlafen. Ohne zu speisen, ein kleines Zögern. Ich hatte keinen Hunger. Nach einer langen Seereise, sagte Poirot, das ist ungewöhnlich.

Er ließ es dort stehen, nicht als Anklage, nur als Beobachtung. Lady Eleanor trank jetzt tatsächlich vom Champagner. Ein Schluck. Kontrolliert.» Reginald und ich«, sagte sie langsam,» als wähle sie die Worte wie Hemden, die sie noch tragen muss, hatten in den letzten Jahren eine komplizierte Ehe. Das werde ich vor Ihnen nicht verbergen, weil Sie es sowieso herausfinden. Aber komplizierte Ehen töten nicht. Man arrangiert sich.«» Oder man arrangiert etwas anderes«, sagte Poirot sanft. Lady Eleanor sah ihn lange an. Dann, unerwartet, lächelte sie, kurz, ohne Wärme, aber echt, sie sind sehr direkt für einen Belgier. Wir Belgier, sagte Poirot, wurden oft unterschätzt.

Das macht uns sorgfältig. Er stand auf, verbeugte sich leicht und ließ sie mit dem Champagner und dem Schweigen allein. Mademoiselle Céline Voss wartete im Garten. Sie saß auf einer Bank unter einem Flamboyantbaum, dessen rote Blüten in der Morgenstille fielen wie träge Tropfen, und hielt die Hände im Schoß mit der Stille von jemandem, der sehr gut darin geübt ist, nicht aufzufallen. Poirot hatte sie schon am Vorabend bemerkt, beim Dinner, an einem kleinen Tisch in der Ecke, über Papiere gebeugt, während rund um sie die anderen Hotelgäste das unerwartete Drama der Neuankömmlinge. Beobachteten, Mademoiselle Voss hatte die Papiere geordnet. Sie hatte gegessen. Sie hatte nicht aufgeblickt. Acht Jahre bei Sir

Reginald Ashmore hatte Vernet recherchiert. Sekretärin, Organisatorin, Verwalterin aller Reisen, aller Verträg, aller Korrespondenz. Die Frau weiß mehr über Ashmore's Geschäfte als er selbst, hatte einer der lokalen Geschäftspartner Vernet erzählt. Sie stand auf, als Poirot sich näherte. Mittelgroß, Anfang 40 mit braunem Haar, das praktisch hochgesteckt war, und Augen von einem unbestimmten Grau, das in diesem Licht beinahe grün wirkte.

Monsieur Poirot, sagte sie, sie. Keine Überraschung. Mademoiselle Vos. Er set sich auf die andere Seite der Bank. Der Flamboyantbaum warf Schatten, der die Hitze nicht wirklich milderte, aber immerhin die Illusion schuf. Sie haben Sir Reginald lange gekannt. Acht Jahre. Keine Emotion in der Aussage. Nur Zahl. Das ist lang. Ja.

Hat er Ihnen Madagaskar gezeigt? Mademoiselle Voss sah kurz auf, dann wieder auf ihre Hände. Er hat mich selten mitgenommen auf Reisen. Dieses Mal. Es gab Verträge, die ich persönlich unterzeichnen sollte. Im Namen der Gesellschaft. Es war die erste Mal. Die erste Mal in acht Jahren? Er, sagte sie, nach einer Pause, die so kurz war, dass man sie fast übersehen konnte, vertraute mir sehr. Aber auf eine bestimmte Weise.

Poirot nickte. Er hatte diese Art Vertrauen schon oft gesehen. Die Art, die sagt... Ich vertraue dir, meine Arbeit für mich zu tun. Was du danach mit dir anfängst, geht mich nichts an. Haben Sie Sir Reginald gestern Abend gesehen? Ja, ich habe ihm um sieben die Post gebracht, die mit der Postkutsche vom Hafen gekommen war. Drei Briefe. Ich habe sie auf seinen Schreibtisch gelegt. Sie zögerte. Er war aufgewühlt.

Er telefonierte, das Telefon im Zimmer, und sprach sehr leise. Ich habe nicht gehört, mit wem. Als er auflegte, bat er mich zu gehen. Haben Sie die Briefe gesehen, die Absender? Einen. Der erste Brief, der oben lag, kam aus London, von einer Anwaltskanzlei. Blanchard & Sons. Sie nannte den Namen beiläufig, als sei er unwichtig. Die Art, wie jemand einen Namen nennt, den man sich gut gemerkt hat. Poirot dankte ihr und stand auf. Ein roter, flammbäuernd Blütenblatt fiel auf seine Schulter.

Er schüttelte es sorgfältig ab.» T«. Phitip Renard traf Poirot unfreiwillig, in der Hotelhalle, auf dem Weg zum Ausgang, mit einem Lederback in der Hand.» Ah«, sagte Poirot,» Doktor, Doktor«. Renard, Ende 40, blond verblassen zu grau, mit dem gerötetem Gesicht von jemandem, der zu viel Zeit an Decks verbringt, blieb stehend.» T«.

Er war gut gebaut, mit Händen die Kraft zeigten und Augen, die jetzt schnell zwischen Poirot und dem Ausgang wechselten. Monsieur Poirot? Ich wollte. Er hob den Back. Die Reparaturen am Schiff sind abgeschlossen. Wir legen ab. Wie günstig für Sie, sagte Poirot. Gerade jetzt. Eine Stille. Im Hintergrund summte ein Ventilator. Ich habe mit dem Inspektor gesprochen, sagte Renard steif. Ich habe nichts mit dem Tod dieses Mannes zu tun. Nein, sagte Poirot, natürlich nicht. Aber vielleicht könnten Sie mir trotzdem eine Minute opfern.

Für die Wissenschaft sozusagen. Sie sind Arzt. Sie können mir etwas über das mögliche Gift erklären. Renard setzte den Back ab. Langsam. Wie jemand, der abwägt. Was wollen Sie wissen? sagte Poirot. zeigte eine leichte Blaufärbung der Lippen. Keine äußerlichen Verletzungen. Keine Zeichen eines Kampfes. Er schlief, als er starb. Was, in ihrer medizinischen Einschätzung, könnte das verursacht haben? Renat antwortete ohne Pause. Herzversagend.

Oder ein alkaloidisches Gift, das das Herzmuskelgewebe lähmt. Es gibt mehrere in dieser Region. Akokazin aus dem Akokatonbaum ist das bekannteste. Wirkt innerhalb von zwei Stunden. Kaum nachweisbar, wenn man nicht gezielt sucht. Er hatte sehr schnell geantwortet. Und sehr korrekt. Sie kennen sich aus, sagte Poirot. Ich bin Arzt auf einem Schiff, das Tropenrouten befährt. Die Antwort kam sofort, einstudiert in seiner Schnelligkeit. Ich kenne alle lokalen Gifte. Das ist mein Beruf. Natürlich, sagte Poirot. Er trat einen Schritt zurück.» Ich danke Ihnen, Doktor, bitte. Ich habe Sie aufgehalten.« Renard nahm seinen Back. Er ging. Er drehte sich nicht um.

Poirot blieb stehen und dachte an das Akkukatzint. An Herzlähmung. An die Frage, die er noch nicht gestellt hatte. Wo hatte Doktor Renard die letzte Nacht verbracht? Und mit wem? In seiner Jackentasche fand er ein weiteres Blütenblatt, das er nicht bemerkt hatte. ein kleines weißes von einer Gardenienpflanze im Eingangsbereich.

Er betrachtete es kurz. Dann steckte er es zurück. Theodor Kamau war nicht schwer zu finden. Er stand im Garten des Hotels und beschnitt mit ruhigen, präzisen Bewegungen einen Hibiskusstrauch, der diese Aufmerksamkeit nicht besonders zu benötigen schien. Er war Ende 50, schlank, mit dem Körper von jemandem, der sein Leben im Freien verbracht hat. Seine Hände, Poirot betrachtete Hände immer zuerst, waren groß, kräftig, mit den Verfärbungen von Erde und Pflanzensäften unter den Nägeln. Er hörte Poirot's Schritte und sah nicht auf. Monsieur Camau, sagte Poirot auf Französisch. Monsieur!

Er schnitt, der Hibiskus verlor einen Ast. Poirot stayed with him. He waited. Camao continued. Finally, after a long break that seemed so natural as the weather, Camao asked. What do you want to know? Maybe nothing, said Poirot. Maybe everything. First of all, you are the chief gardener of the Ashmore Plantage. Why are you in the garden of this hotel?

Camao looked up now. His eyes were calm on a kind of die Poirot selten sah. Nicht die Ruhe des Gleichgültigen, sondern die Ruhe von jemandem, dem nichts mehr Angst macht, weil er mit seiner Angst sehr lange gelebt hat. Ich kenne Pflanzen, sagte er. Wenn ich irgendwo bin, sehe ich sie. Es ist eine Gewohnheit. Auch das Akkukatzinn? Keine Pause, keine Überraschung. Ja, das wächst hier. Im Norden der Insel, in den Wäldern.

Es ist eine unscheinbare Pflanze. Weiße Blüten. Angenehmer Geruch. Er schnitt noch einen Ast. Sehr giftig. Wissen das viele Menschen hier? Die Einheimischen, ja. Touristen selten. Er wischte die Schere an einem Tuch ab. Sir Reginald wusste es. Er interessierte sich für alle Pflanzen seiner Plantage. Er ließ sich alles erklären.

Von Ihnen. Von mir. Poirot betrachtete ihn. Kamau erwiderte den Blick ohne Unbehagen. Es war das Unbehagen, das Poirot vermisste. Die kleine Nervosität, das Ausweichen, das Menschen zeigen, wenn sie etwas verbergen. Kamau zeigte nichts davon. Er war schlicht anwesend. Sie haben Sir Reginald gut gekannt, sagte Poirot. Ich habe für ihn gearbeitet. Zwölf Jahre. Das ist länger als seine Sekretärin. Ja.

Kamau begann sich von dem Strauch zu entfernen. Zu einem anderen. der ebenfalls inspiziert werden wollte, aber weniger wert in seiner Berechnung. Er sagte das ohne Bitterkeit, nur als Tatsache. Und darin, in dieser absoluten Faktizität des Satzes, lag etwas, das Poirot weitaus mehr beunruhigte als jede nervöse Ausweichung. Am Nachmittag sprach Poirot mit Vernet auf der Veranda. Die Hitze hatte auf dem Niveau des Unerträglichen stabilisiert. Vernet hatte seinen Kragen geöffnet und sah aus wie ein junger Mann, der zum ersten Mal versteht, warum die Kolonialliteratur so oft melancholisch ist.» Die Briefe«, sagte Poirot.» Von der Anwaltskanzlei Blanchard & Sons. Können Sie herausfinden, was drin stand?«» Die Polizei hat sie sichergestellt«, sagte Vernet.»

Aber des Champs.« Der Hoteldirektor hat mir zugeflüstert, dass Sir Reginald in der letzten Woche mehrfach nach London telefoniert hat. Immer nach 18 Uhr. Immer lang. Blanchard and Sons sind Spezialisten, sagte Poirot. Für Erbschaftsrecht. Er nippte an seinem Tee. Er war zu warm. Er war es immer. Mademoiselle Voss erwähnte, es war ihr erster Besuch auf Madagaskar. Nach acht Jahren.

Vielleicht wollte er sie kontrollieren? Oder er wollte etwas unterzeichnen lassen, das er ihr nicht schicken konnte. Poirot stellte die Tasse ab. Verwalter von Gesellschaften, Monami, können Vollmachten haben. Vollmachten, die, wenn das Testament geändert wird, plötzlich wertlos werden. Vernet notierte. Und Renat?

fragte er. Doktort. Renat kannte das Gift besser als ein Arzt muss, der es nie einsetzen will. Poirot sah auf den Ozean. Das Licht war jetzt golden und würde bald rot sein. Er antwortete auf eine Frage, die ich ihm noch gar nicht gestellt hatte. Nämlich? Ich fragte ihn nach dem Gift. Er nannte mir das Akokazin. Ich hatte keinen Namen genannt. Ich hatte nur die Symptome beschrieben. Poirot machte eine kleine Pause. Woher wusste er, dass es ein Pflanzengift war?

Die Symptome passen auch zu anderen Ursachen. Fernette hörte aufzuschreiben.» Das ist, das ist sehr gut«, sagte er.» Das ist sehr verdächtig«, sagte Poirot.» Was gut ist?« Inspektor Rasolofo hatte das Zimmer versiegelt.» Das war korrekt und professionell, und Poirot respektierte es.« Er bat also formell um Einlass, mit der höflichen Geduld eines Mannes, der weiß, dass man ihm nicht dauerhaft den Zutritt verweigern kann. Und tatsächlich öffnete Rasolofo am nächsten Morgen die Tür. Persönlich. Ich habe Paris angefragt, sagte Rasolofo, während er die Tür aufschloss. Und London, die bestätigen ihre Reputation. Schmeichelhaft, sagte Poirot. Nicht unbedingt. Man hat mir beschrieben, dass sie hartnäckig sind. Man hat nicht gelogen. Das Zimmer war unverändert.

Die Polizei hatte Fotos gemacht, Notizen. und dann alles in Ruhe gelassen. Der Strauß Strelitzia auf dem Fenstersims stand jetzt in totem Wasser, die Blüten hingen nach vorn. Das Bett war gemacht worden von der Kammerdienerin, bevor man sie abgehalten hatte. Ein Fehler, gestand Rasolofo knapp, aber verständlich. Poirot begann nicht mit dem Bett, und nicht mit dem Whisky-Dekanter. Er begann mit dem Schreibtisch. Es war ein schwerer Kolonialschreibtisch aus dunklem Mahagoni, mit einer Schublade in der Mitte, die, als Poirot sie anzog, leer war. Zu leer. Die Art von Leerheit, die entsteht, wenn man etwas herausnimmt. Der Staub um die Ränder zeigte Rechtecke, wo etwas gelegen hatte. Briefe? Dokumente? Die Brief von Blanchard

and Sons, sagte Poirot, wurden woanders gefunden. Auf dem Boden, sagte Rassolofo. Neben dem Bett. Als hätte er sie im Liegen gelesen und dann fallen lassen. Oder als hätte jemand sie dort platziert. Poirot ließ die Schublade los. Er trat ans Fenster. Das Fenster stand leicht offen, die Polizei hatte es so belassen. Unten, Wasser, Felsen, 30 Meter. Die Fensterbank war ohne Kratzer, ohne Sack. Ohne irgendeinen Hinweis auf Einstieg oder Ausstieg. Was? Wie Poirot registrierte. Nicht bedeutete, dass man diese Möglichkeit ausschließen konnte. Es bedeutete nur, dass man sie nicht bestätigen konnte. Er sah nach unten. Dann zurück ins Zimmer.

Der Riegel, sagte er. Zeigen Sie ihn mir. Rasofo zeigte ihm den Riegel. Massiv altmodisch. Aus Gusseisen. Er saß fest. Man musste ihn mit einem deutlichen Ruck nach vorn schieben. Er war vollständig vorgelegt, sagte Rasolofo, bis zum Anschlag. Und die Kammerdienerin, wie hat sie bemerkt, dass etwas nicht stimmte?

Das Frühstückstablett. Sir Reginald bestellte es immer für sieben Uhr. Sie klopfte, wartete, klopfte erneut, wartete länger. Dann holte sie den Hoteldirektor. Poirot betrachtete den Riegel. Dann den Schlüssel im Schloss von innen. Dann. Und das war das Interessanteste. Die Türangeln. Die Angeln waren auf der Zimmerseite. Wie bei allen Türen dieses Typs. Das bedeutete, man konnte einen Riegel von außen nicht öffnen. Nicht mit einem Draht. Nicht mit einem Haken.

Nicht mit einer Technik, die Poirot aus der Detektivliteratur kannte. Der Riegel war zu massiv und zu tief. und das Schlüsselloch war ein modernes, schmales Modell. Kein viktorianisches Schlüsselloch, durch das man hätte manipulieren können. Aber Poirot stand lange bei der Tür. Er dachte an etwas sehr Einfaches, so einfach, dass man es übersieht. Er sagte nichts. Im Flur traf er Mademoiselle Faust. Sie trug einen Stapel Ordner, Aschmor-Geschäfte, Plantagen-Dokumente, die Akkumulierung von acht Jahren Fleiß, und sah aus, als gehe sie zur Arbeit. An dem Morgen, an dem ihr Arbeitgeber gestorben war. Mademoiselle, sagte Poirot. Sie hielt inne, Monsieur Poirot.

Sie arbeiten. Die Gesellschaft arbeitet weiter, sagte sie sachlich. Ernte, Verträge, Lieferungen. Das stoppt nicht wegen, sie unterbrach sich, fügte hinzu. Wegen des Todes. Nein, sagte Poirot, natürlich nicht. Er sah auf die Ordner. Dann auf ihre Hände. Die Finger hielten den Stapel mit einer Festigkeit, die leicht zu weiß war, zu angespannt. Mademoiselle, der Brief von Blanchard and Sons. Sie wussten, was drin stand.

Es war keine Frage. Mademoiselle Voss stand sehr still.» Er hat mir davon gesagt«, sagte sie schließlich.» In dem Gespräch am Abend davor. Er hat mir gesagt, dass er seine Vollmachten neu regeln wird.« Dass meine Zeichnungsberechtigung für die Gesellschaft, sie schluckte kurz. Dass sie Ende des Monats erlischt. Nach acht Jahren. Nach acht Jahren. Pause. Er hat mir das als Mitteilung gemacht. Nicht als Gespräch. Es gab keine Diskussion.

Poirot sah sie an. Sie erwiderte den Blick ohne Blinseln mit derselben grauen Ruhe von zuvor. Aber jetzt, jetzt sah er darunter, ganz tief, etwas, das keine Ruhe war, sondern der lange Schatten von etwas, das man sehr lange festgehalten hat und dann loslassen muss.» Ich habe ihn nicht getötet«, sagte sie.» Das hat niemand behauptet«, sagte Poirot. Er ließ sie gehen und blieb stehen und dachte an Blanchard and Sons und an Vollmachten und an ein Detail, das er noch nicht ganz gesehen hatte, aber spürte, wie man einen Zug spürt, bevor man ihn hört. Marie-Thérèse Rabarivelo war 21 Jahre alt, hatte den Toten gefunden und war seitdem... She was small, with a round face that was now too pale, and she answered Poirot's questions with a smile on her face.

mit der Präzision von jemandem, der dieselben Fragen schon mehrfach gestellt bekommen hat und die Antworten auswendig kennt. Die Tür war verriegelt. Das Tablett. Ich habe geklopft. Ich habe Monsieur Deschamps geholt. Ja, sagte Poirot. Das weiß ich. Ich möchte etwas anderes fragen. Er wartete, bis sie aufsah. Wann haben Sie das Zimmer das letzte Mal betreten, bevor Sie ihn fanden?

Gestern Abend. Um halb acht. Ich habe die Bettwäsche nachgeschaut und das Handtuch gewechselt. Und da war Sir Reginald. Wo? Marie-Thérèse runzelte die Stirn. Er war im Zimmer. Er telefoniert. Er hat mir ein Zeichen gemacht, dass ich gehen soll. Ich bin gegangen. Er telefonierte. Poirot lehnte sich leicht vor.

Stand jemand sonst im Zimmer? Nein. Pause. Aber sie zögerte. Bitte. Auf dem Schreibtisch, sagte sie, lag eine Flasche. Ich habe sie nicht angefasst. Ich fasse nie etwas an, aber ich habe sie gesehen. Was für eine Flasche? Klein, dunkelbraunt, wie eine Medizinflasche, aber mit einem anderen Etikett, keinem gedruckten Handgeschrieben.

Erinnern Sie sich an die Beschriftung? Marie-Thérèse schüttelte den Kopf. Ich kann nicht lesen, Monsieur. Nicht auf Französisch, nur Malagasy. Poirot stand auf.» Merci, Mademoiselle.« Auf dem Weg zur Tür fragte er beiläufig.» War das Fenster offen, als Sie das Zimmer betraten?«» Ja«, sagte sie, sofort.» Es ist immer offen.« Sir Reginald schwitzte sehr.» Er wollte immer Luft. Auch der Riegel war hervorgelegt. Diesmal zögerte sie.«» Ich? Nein. Ich? Glaube nicht.

Das Zimmer war offen, weil Sir Reginald telefonierte.« Der Riegel war nicht vorgelegt. Sie sah Poirot an. Meinten Sie, das ist wichtig? Alles ist wichtig, sagte Poirot. Und lächelte freundlich, was sie offenbar beruhigte. Er verließ das Zimmer. Im Flur blieb er stehen. Der Riegel war um halb acht nicht vorgelegt.

Der Tote wurde um sieben Uhr morgens gefunden. Tür von innen verriegelt. Zwischen halb acht und sieben Uhr morgens hatte jemand das Zimmer betreten. Sir Reginald, poisoned, and the ruler laid out from the inside. And then disappeared. Through a window thirty meters above the water. Or, thought Poirot, not through the window. The bottle. The small, dark-brown bottle, handwritten.

It was not in the police security list. Poirot asked Rasolofo. Rasolofo asked his men. Die Antwort war die gleiche. Keine solche Flasche war im Zimmer gewesen, als sie eintraf. Jemand hat sie mitgenommen, sagte Rasolofo. Er klang nicht überrascht. Er klang müde auf die Art von Müdigkeit, die entsteht, wenn man Dinge erwartet und trotzdem enttäuscht wird. Ja, sagte Poirot.

Jemand hat sie mitgenommen. Und das, fügt er hinzu, ist der erste echte Fehler, den unser Mörder gemacht hat. Wie meinen Sie, wenn das Gift im Whisky war oder im Tee oder in irgendeiner Speise, hätte man die Flasche? Gar nicht mitzubringen brauchen. Man bringt eine Flasche mit, wenn man das Gift direkt verabreicht. Direkt. Er machte eine kleine Pause.

Sir Reginald hat jemanden in sein Zimmer gelassen. Freiwillig. Er kannte den Mörder gut genug, um nachts die Tür zu öffnen. Und dann, und dann der Riegel. Poirot saw the door to the room. Someone had put it there. After the death. From the inside. And it still came out. Rasolofo looked at the door. That's impossible. No, said Poirot. It's just very clever. At dinner, all four appeared. That was the first moment in which Poirot saw them together. Lady Eleanor at a table with the inspector, Mademoiselle Voss at her usual place in the corner. Dr. T. Renat, der nicht abgereist war, hatte Vernet erleichtert gemeldet, an der Bar, und Theodor Kamau, der normalerweise nicht im Speisesaal aß, sondern auf

Einladung Poirot's. Kamau hatte die Einladung nach einem langen Schweigen angenommen. Es ist ungewöhnlich, hatte er gesagt. Für mich auch, hatte Poirot zugegeben. Jetzt saßen sie zu viert. Poirot, Vernet, Carmao, und ein freier Platz für Mademoiselle Voss, die Poirot gebeten hatte, sich zu ihnen zu gesellen, und die nach einem Moment der Abwägung zugestimmt hatte. Der Speisesaal des Bellevue war einmal elegant gewesen. Er war es noch immer, auf eine tropisch abgenutzte Art, Kristallüster, mit einem Ventilator, der langsam rotierte, weiße Tischdecken, Silberbesteck, das mit der Feuchtigkeit kämpfte. Auf der kleinen Bühne spielte ein Musiker leise Biguine, die aus Martinique nach Madagaskar gewandert

war und sich dort niedergelassen hatte wie alle anderen Dinge, die kommen und nicht wieder gehen. Lady Eleanor sah zu ihrem Tisch herüber. Einmal, kurz, dann wieder weg. Dr. Renard an der Bar bestellte den dritten Whisky. Sie trinken viel, sagte Vernet leise zu Poirot auf den Arzt deutend. Menschen trinken aus zwei Gründen, sagte Poirot ebenso leise. Um zu vergessen oder um Mut zu fassen, ich bin noch unentschieden welchen.

Kamau aß schweigend. Er aß wenig, aber mit Aufmerksamkeit. Er war der Einzige am Tisch. der die madagassischen Gerichte wählte, statt der europäischen Küche, die Deschamps für die Hotelgäste bereithielt. Als der Kellner eine Saussiere neben seinen Teller stellte, identifizierte Camau auf Poirot's Frage hin jeden einzelnen Bestandteil. Tomaten, Knoblauch, Gewürznelken, Sakai, eine lokale Chili. Sie kennen sich aus, sagte Mademoiselle Voss.

Ich lebe hier, sagte Camau. Es war keine Herablassung, es war Tatsache. Wie lange schon, immer. Mademoiselle Faust betrachtete ihn. Es war das erste Mal, soweit Poirot es beurteilen konnte, dass sie jemanden mit echter Neugier betrachtete, nicht mit der abgemessenen Aufmerksamkeit einer Sekretärin, sondern mit dem echten, leicht verblüfften Interesse von jemandem, der in acht Jahren zu viele Menschen als Kategorie gesehen hat. Hat Sir Reginald die Insel gemocht?

fragte sie Kamau. Kamau legte sein Besteck ab. Er hat die Plantage gemocht, die Ernte, die Zahlen. Er sah auf seinen Teller. Die Insel war für ihn Kulisse. Aber er hat sie ihnen gezeigt? Die Pflanzen? Ich habe sie ihm gezeigt. Ein kleiner Unterschied. Er wollte Kontrolle. Wer alles weiß, kontrolliert alles.

Das glaubte er. Das Gespräch wandte sich anderen Dingen zu, dem Wetter, das nicht besser wurde, dem nächsten Dampfer, der Frage, ob Poirot noch lange bleibe. Poirot beobachtete dabei Lady Eleanor, deren Champagnerglas zum dritten Mal gefüllt wurde, und Doktor. Renard, der endlich von der Bar aufstand und, anstatt ins Speiszimmer zu kommen, durch die Seitentür in den Garten verschwand. Poirot legte seine Serviette auf den Tisch.» Entschuldigen Sie mich«, sagte er.

Er folgte Renard in den Garten.» Es war Nacht, die Hitze war minimal gesunken und im Garten dufteten die Ylang-Ylang-Blüten, die sich, wie Poirot nun wusste, erst nach Sonnenuntergang öffnen. Doktort!« warte auf Sie, sagte er. Das dachte ich mir, sagte Poirot. Renard rauchte. Der Rauch mischte sich mit dem Ylang-Ylang-Geruch zu etwas Bitterem. Sie haben die Frage über das Gift gestellt, und ich habe geantwortet. Zu schnell, nicht wahr? Ja, Ich kannte das Gift, weil er unterbrach sich, zog an der Zigarette.

Weil Ashmore mir vor drei Jahren dasselbe Gift gezeigt hat. Wir kannten uns, Ashmore und ich. Früher, in England, wir gerieten in Konflikt. Über? Renat sah ihn jetzt an. Ich war Landarzt in Dorset. Ashmore war der größte Grundeigentümer der Gegend. Vor drei Jahren starb eine Bäuerin, eine seiner Arbeiterinnen. An einem Herzanfall. Nach einem Arbeitsunfall, den er zu verbergen versuchte.

Ich habe den echten Todesgrund in mein Gutachten geschrieben. Pause. Er hat meine Karriere ruiniert. Nicht vollständig, aber genug. Ich habe Dorset verlassen. Ich bin auf die See. Und dann, sagte Poirot, finden Sie ihn hier? Er hat mich erkannt. Beim Dinner, ersten Abend. Er sagte nichts. Aber er hat mich erkannt. und sie fürchteten, er tue es wieder. Renat warf die Zigarette weg. Ich habe ihn nicht getötet. Ich sage Ihnen das jetzt, weil ich weiß, dass Sie es sowieso herausfinden werden, und weil ich keine Angst vor der Wahrheit habe, nur vor Ihrem Kontext. Er sah auf die Gartenmauer.

Ich war gestern Nacht in meinem Zimmer, allein. Ich habe keinen Zeugen dafür. Das, sagte Poirot leise, ist unglücklich. Ja, die Ylang-Ylang blühten weit. Oben, hinter einem erleuchteten Fenster, bewegte sich ein Schatten. Mademoiselle Voss, die in ihr Zimmer zurückgekehrt war. Poirot sah hinauf, dann wieder auf den Garten. Und dann, sehr leise, sagte er, Doktor, das Patent! Renat sah ihn scharf an. Welches Patent? Das weiß ich noch nicht, sagte Poirot.

Aber ich werde es wissen. Vernet had abilities, Poirot appreciated. He was young, sympathetic and spoke five languages, including a passable Malagasy. He was also able, in a way that fascinated Poirot and slightly disturbed, to solve information from people who were determined not to give. The hotel staff loved him.

Die Telegramme hatten er und Poirot über die britische Konsularbehörde in Antananarivo angefragt. Zwei Tage Wartezeit, hatte man ihnen gesagt. Es waren drei geworden. Am dritten Tag kamen zwei Telegramme gleichzeitig. Das erste war von Blanchard & Sons in London. Und sein Inhalt war einfach und explosiv. Sir Reginald Ashmore hatte drei Wochen vor seinem Tod ein neues Testament unterzeichnet. Das zweite Telegram kam vom Patentamt London und betraf eine Registrierung vom Jahr 1931, ein Verfahren zur Verbesserung der Vanillextraktion, entwickelt von einer C. Foss und patentiert, nach einigen Komplikationen, auf den Namen R. Ashmore. Poirot las beide Telegramme zweimal.» Das Patent«, sagte Vernet, als er las.» Er hat Ihr Patent gestohlen?«»

Gestohlen ist ein schweres Wort«, sagte Poirot.» Angemessen, aber schwer.«» Die Anwälte würden sagen, überführt.«» Sie war seine Angestellte. Das Verfahren wurde in seiner Einrichtung entwickelt.« die Vertragsbedingungen erlaubten. Er winkte ab. Was die Anwälte sagen würden, ist irrelevant. Was zählt, ist, was Mademoiselle Vos glaubt. Sie glaubt, es gehört ihr. Sie hat recht, dass es ihr gehört. Vernet lehnte sich zurück.

Draußen regelte der Ventilator die Luft, ohne sie zu kühlen. Und das Testament, was steht im Neuen drin? Das wissen wir noch nicht vollständig. Blanchard and Sons haben Diskretion. Poirot strich das Telegram glatt. Aber ich vermute, dass Lady Eleanor weniger erbt, als sie erwartet hat. Und dass jemand anderes mehr. Wer?

Poirot schwiegt. Er dachte an das Neue Testament. An jemanden, dem Ashmore etwas schuldete? Oder jemanden, dem er nichts schuldete, aber dem er am Ende doch gegeben hatte? Menschen mit Macht, dachte Poirot. tun manchmal kurz vor dem Ende etwas Überraschendes. Nicht ausgütet. Aus einer Art dunkel kalkulierter Altersweisheit, dass das, was man zurücklässt, auch das ist, was man war. Morgen, sagte er, werde ich mit Kamau sprechen. Lange. Kamau wartete nicht auf der Gartenbank. Er wartete auf der Plantage. Poirot hatte nach ihm schicken lassen, und Kamau war gekommen, auf dem klapprigen Wagen, den die Plantage für Transporte nutzte, eine Stunde von Noziby entfernt, auf einem roten Lateritweg zwischen Vanillefeldern,

die in der Morgenstille wie grüne Mauern standen. Poirot war zum ersten Mal auf der Plantage. Er stieg aus dem Wagen, zog seinen Hut etwas fester und betrachtete die Felder. Die Vanille kletterte an langen Stangen empor,» Es roch nach Erde und nach etwas Süßlichem, das man noch nicht identifizieren konnte, das erst in der Verarbeitung der Schoten zum Vanilleduft wurde, den man kannte.«» Schön«, sagte Poirot.» Ja«, sagte Camao. Er stand neben ihm. Beide betrachteten die Felder.» Wie lange haben Sie hier gearbeitet?«» Ich habe nicht auf der Plantage gearbeitet.

Ich habe sie aufgebaut.« Kamau sah auf die Felder. Bevor Ashmore kam, war hier Wildland. Er hat das Land gekauft. Ich habe ihm erklärt, wie man es anbaut. Was wächst, wie man bewässert, wie man die Blüten bestäubt. Die Vanilleblüte, Monsieur Poirot, muss von Hand bestäubt werden. Das haben nicht die Maschinen gemacht. Das haben meine Hände gemacht. Und die meiner Leute. Für zwölf Jahre. Für zwölf Jahre. Die Sonne stieg.

Die Luft wurde dicker.» Das Neue Testament«, sagte Poirot ruhig, ohne Übergang. Kamau bewegte sich nicht.» Was wissen Sie darüber?« Eine sehr lange Pause. Die Vanille bewegte sich sanft im schwachen Wind.» Er hat mich vor zwei Wochen gerufen«, sagte Kamau schließlich,» in sein Büro in Antananarivot.«» Er sagte mir, er habe sein Testament neu gemacht, dass er die Plantage...« Er hielt inne, dass er die Plantage und ein Drittel des Unternehmens auf mich übertragen wollte. Nach seinem Tod. Poro schwieg.

Er nannte es ein Geschenk, sagte Kamau. Ich nannte es nichts. Es war kein Geschenk. Es war zwölf Jahre Arbeit, die er endlich aufgelistet hatte. Aber ich sagte ihm das nicht. Er sah auf die Felder. Er war kein schlechter Mann. Er war ein Mann seiner Zeit. Das ist kein Lob. Es ist eine Beschreibung. Sie wussten vom Testament? Ja. Und Lady Ashmore? Wusste sie davon? Ich weiß nicht, was sie wusste. Pause.

Aber Mademoiselle Voss wusste davon. Sie hat es mir gesagt. Sie hatte die Änderung selbst tippen müssen. Die Korrespondenz mit London. Sie sagte mir das nicht freundlich. Sie sagte mir das mit der Präzision von jemandem, der eine Information als Werkzeug einsetzt. Poirot hörte auf. Mademoiselle Vos hat ihnen das gesagt. Ja.

Den Abend bevor Ashmore starb. Das war der Moment, in dem die Geschichte ihre Richtung änderte. Poirot stand in den Vanillefeldern und ließ es sich setzen. Mademoiselle Vos, die seit acht Jahren arbeitete und deren Patent gestohlen worden war, hatte die Nacht bevor Ashmore starb Kamau aufgesucht und ihm das Testament mitgeteilt. Das konnte zweierlei bedeuten. Sie wollte Kamau warnen oder sie wollte Kamau benutzen, aber Kamau. Poirot betrachtete den Mann neben sich mit neuer Aufmerksamkeit. Kamau zeigte keine Schuld, er zeigte Trauer. Keine Trauer um den Toten, notwendigerweise, sondern die ältere Trauer von jemandem, der lange wartet und dann, wenn er fast am Ziel ist,» Was wollte Mademoiselle Voss

von Ihnen?«, fragte Poirot.» Das fragte ich sie auch«, sagte Kamau.» Sie sagte, sie wollte mir nur sagen, was sie selbst wusste.« weil sie fand, ich solle es wissen. Er sah Poirot jetzt direkt an. Ich glaube ihr das nicht, aber ich weiß nicht, was sie stattdessen wollte. Nein, sagte Poirot leise, ich auch nicht. Noch nicht, er sah auf die Vanille blüten.

Handbestäub zwölf Jahre lang von Männern und Frauen, denen der Name Eschmor auf Verträgen stand, aber die Erde Madagaskars gehörte. Danke, sagte er zu Kamau. Er stieg in den Wagen. In seinem Zimmer brütete Poirot. Vernet hatte ihm, nach einer Stunde Bitteüberredung und schließlich einem Argument, das unwiderstehlich war, eine Kopie der polizeilichen Sicherstellungsliste besorgt. Alles, was im Zimmer des Toten gefunden worden war. Kleidung, Dokumente, Whisky-Decanter-Fingerabdrücke. Nur Ashmore, zwei Gläser, eines unbenutzt, eines mit Ashmores abdrücken, die drei Briefe von Blanche & Sons von einem Londoner Club und das dritte, ohne Absenderangabe, das dritte Schreiben. Poirot las es dreimal. Es

war handgeschrieben auf schwerem Papier und sehr kurz. Ich weiß, was du getan hast. Du hast eine letzte Woche, kein Absender, kein Datum. Die Schrift war klein, gleichmäßig ohne erkennbaren Zittern. Eine Erpressung, sagte Vernet über Poirot's Schulter lesend, oder eine Ankündigung, sagte Poirot. Er legte das Blatt flach auf den Tisch.

Die Frage ist nicht, was dieser Brief bedeutet. Die Frage ist, wer ihn geschrieben hat und was Ashmore getan hatte. Das Patent. Vielleicht. Oder der Tod der Bäuerin in Dorset, was Renard sah. Poirot stand auf und begann im Zimmer zu gehen, was er in kleinen Räumen bevorzugte und was in diesem Zimmer bedeutete, dass er nach vier Schritten umkehren musste, was ihm nicht gefiel, aber das Denken förderte. Oder etwas, das wir noch nicht kennen.

Er blieb stehen. Der Riegel, sagte er. Sie kommen immer wieder zum Riegel zurück, weil der Riegel die einzige wirklich unmögliche Sache ist. Poirot sah auf die Wand. Das Gift ist möglich. Der Zugang ist möglich. Aber der Riegel, von innen nach dem Tod, Tür dann zu, Mörder draußen. Er machte eine kurze Handbewegung.» Es sei denn«, Fernet wartete.» Es sei denn«, sagte Poirot,» der Riegel wurde nicht nach dem Tod vorgelegt. Es sei denn, Eschmor hat den Riegel selbst vorgelegt.

Aber er war tot. War er das? Poirot drehte sich um. Seine Augen leuchteten, nicht mit Freude, sondern mit der spezifischen Energie von jemandem, der einen Gedanken zum ersten Mal vollständig denkt. Dr. Renard hat mir erklärt, Akokazin, Herzlähmung, wirkt innerhalb von zwei Stunden. Aber wie schnell tritt der Tod ein? Wie lange dauert die Lähmung vorher? Ist der Sterbende für einige Zeit noch bewusst?

Noch fähig, einen Arm zu heben, einen Riegel zu schieben? Stille. Jemand, sagte Poirot, hat Sir Reginald das Gift verabreicht. Und Sir Reginald in dieser letzten halben Stunde vielleicht weniger, bevor er starb, hat den Riegel vorgelegt, selbst. Warum? Weil er wusste, sagte Poirot, wer ihn getötet hatte. Und weil er verhindern wollte, dass diese Person zurückkommt. Die Kammerdienerin Marie-Thérèse hatte gesagt, um halb acht war der Riegel nicht vorgelegt. Und Mademoiselle Voss hatte gesagt, sie brachte um sieben Uhr die Post. die Kammerdienerin danach, also hatte jemand zwischen sieben und halb acht das Zimmer betreten.

Und dann, nach einer Stunde, war Ashmore gestorben und hatte in seiner letzten klaren Minute den Riegel geschoben. Poirot überlegte, wie viel Kraft das braucht, wie viel Wille, sehr viel von beidem. Das sagte ihm etwas über Ashmore, das er nicht erwartet hatte. Dass der Mann trotz allem, trotz Patent und Bäuerin und zwölf Jahren, Kamau, im Sterben noch Würde hatte.

Oder Rache. Oder beides. Er brauchte noch ein Stück. Die Flasche. Die kleine, dunkelbraune Flasche, die Marie-Thérèse gesehen hatte und die verschwunden war. Wer hatte sie mitgenommen? Nicht Kamau. Der hatte Ashmore um sieben Uhr nicht besucht. Lady Eleanor hatte gesagt, sie sei um acht Uhr weg gewesen, Renat. Kein Zeuge.

Poirot ging zurück zu Rasolofo. Der Gärtner des Hotels, sagte er. Hatte Akokatsin Pflanzen? Rasolofo runzelte die Stirn. Im Hotel? Nein. Das ist ein Touristenhotel. Aber die Umgebung? Zwei Kilometer nördlich. Und wer kennt den Wald? Eine Pause. Ah, Kamau, sagte Rasolofo. Er kommt oft dorthin. Auch das Hotelpersonal manchmal. Die Einheimisch kennen sich aus. Aber Kamau besonders. Kamau hat die Pflanzenwelt dieser Insel kartiert. Er hat einen französischen Botaniker dabei unterstützt, vor zehn Jahren. Es gibt sogar eine Publikation. Rasolofo zögerte.

Aber er wäre auch derjenige, sagte Poirot ruhig. Der weiß, wie man das Gift so aufbereitet, dass es in einer kleinen Flasche transportiert werden kann. Rasolofo schwieg. Ja, sagte er schließlich. Das stimmt. Es war Nacht. Poirot saß auf seiner Veranda und trank, mit Resignation, einen zu warmen Kräutertee und beobachtete die Lichter am Wasser. Vernet saß neben ihm und schwieg, was Poirot schätzte. Stille war ein unterschätzter Beitrag. Die kleinen grauen Zellen arbeiteten. Kamau. Motivjahr. Mitteljahr. Gelegenheit möglich. Er hatte das Gift. Er kannte die Wirkung. Er wusste vom Testament.

Und Mademoiselle Voss hatte ihm das Testament mitgeteilt. Warum? Das war die Frage, die Poirot nicht losließ. Wenn Mademoiselle Voss wollte, dass Kamau handelt, dann hatte sie ihm die Information nicht als Freundlichkeit gegeben, sondern als Auslöser. Sie hatte das Werkzeug bereitgelegt. Kamau, mit zwölf Jahren Schmerz im Rücken, sollte die Arbeit tun.

Aber dann die kleine Flasche, die jemand mitgenommen hatte. Kamau würde keine Flasche mitbringen. Kamau kannte das Gift flüssig als Extrakt. Man braucht keine Flasche, wenn man weiß, wie man die Pflanze benutzt. Man trägt es anders. Oder man trägt es gar nicht. Man mischt es vor Ort. Jemand anderes hatte die Flasche gebracht. Jemand, der nicht wusste, wie man das Gift selbst herstellt, sondern der es fertig beschafft hatte. Poirot trank Tee. Er dachte an die Briefe. An Blanchard & Sons.

An das Neue Testament. An Mademoiselle Vos, die ihre Vollmacht verloren hatte und deren Patent seit drei Jahren für Eschmor arbeitete. Acht Jahre. Was tut man acht Jahre? Man arbeitet. Man organisiert. Man schreibt Briefe, führt Telefonate, tippt Testamente, koordiniert Reisen. Man lernt jeden Menschen kennen, mit dem der Arbeitgeber in Berührung kommt.

Man weiß, wer ein Motiv hat. Man weiß, wer ein Mittel hat. Und man weiß, wenn man eine Person wie Kamau kennenlernt und erkennt, was in zwölf Jahren angehäuft wurde, dass manchmal das Klügste, was man tun kann, ist, Nicht selbst zu tun. Poirot stellte die Tasse ab. Vernet, sagte er. Ja, morgen früh, sechs Uhr, er stand auf. Ich brauche sie wach.

Aber er schlief nicht. Er lag auf seinem Bett und starrte an die Decke. Und dachte an das Dokument, das Mademoiselle Voss getippt hatte. Das Testament. In dem Camau die Plantage erbt und ein Drittel der Gesellschaft. Und Lady Eleanor. Was erbt Lady Eleanor? Die Antwort kam ihm um vier Uhr morgens, mit der unvermeidlichen Klarheit von Dingen, die man gewusst hat und sich nicht gestattet hat zu wissen. Lady Eleanor erbt nix. Das neue Testament, das Testament, das Mademoiselle Foske tippt, das sie in London ausgefertigt, das sie nach Madagaskar transportiert hatte, um seine Unterzeichnung zu begleiten, enthielt nicht.

Lady Eleanor Ashmore's name as Haupterbin. Sondern die Stiftung und Kamau. Und, da war er sicher, jetzt eine Klausel, die Mademoiselle Fos Patent an sie zurückgab. Warum würde Ashmore das tun? Was hatte ihn bewogen, in dieser letzten Zeit das zu tun? Das dritte Schreiben. Ich weiß, was du getan hast. Du hast Hans Ness letzte Woche. Eine Drohung. Eine Erpressung. jemand hatte Ashmore gezwungen, dieses Testament zu ändern, und dieser jemand war nicht derjenige, der ihn getötet hatte. Oh, da, Poirot schloss die Augen, vielleicht doch.» Es war der erste Regen seit Poirot's Ankunft. Er kam ohne Vorwarnung, ein kurzes Donnern über dem Ozean, dann ein Wasserfall, der die Veranda überschwemmte und die Wege in rote Ströme verwandelte.« Der Speisesaal füllte

sich mit Hotelgästen, die von draußen geflüchtet waren. Und Poirot bat Deschamps, mit der Freundlichkeit eines Mannes, der gewohnt ist, um Gefallen zu bitten, alle fünf Personen für zehn Uhr zu versammeln. Alle fünf? Deschamps sah sich um. Auch den Inspektor? Besonders den Inspektor, sagte Poirot. Um viertel nach zehn saßen sie im kleinen Salon des Bellevue. der für Hochzeiten und Gesellschaften gedacht war und heute für etwas anderes gebraucht wurde.

Lady Eleanor an der linken Seite mit einer Gelassenheit, die jetzt weniger wie Haltung wirkte als wie Erschöpfung. Dr. Renard stehend, obwohl es genug Stühle gab. Mademoiselle Voss auf dem geraden Stuhl, neben dem Fenster, die Hände verschränkt. Kamau am Rand, als beobachte er noch immer etwas, das er noch nicht benennen kann.

Und Vernet, mit seinem Notizenblock, neben Inspektor Rasolofo. Der Regen hämmerte gegen die Fenster. Poirot stand in der Mitte des Raumes. Er wartete einen Moment, nicht aus Dramatik, sondern weil er die Stille brauchte. Die kleinen grauen Zellen brauchten Stille, um zu sprechen. Dann begann er. Sir Reginald Ashmore, sagte er, war kein guter Mann. Das ist wichtig, aber nicht das Wichtigste.

Viele schlechte Männer sterben natürlich. Was ihn von diesen unterscheidet, ist, dass jemand entschieden hat, seinen Tod nicht zu warten. Er sah nicht auf Lady Eleanor. Er sah auf einen Punkt in der Mitte des Raumes, die Art, wie Poirot immer sprach, wenn er rekonstruierte. Er wurde vergiftet mit Akokazin, einem lokalen Pflanzengift.

Die Wirkung ist langsam genug, dass das Opfer das Bewusstsein nicht sofort verliert. Schnell genug, dass es sich nicht mehr helfen kann. Er wurde vergiftet durch jemanden, dem er die Tür öffnete. Nachts, nach Mademoiselle Fos' Besuch um sieben Uhr, nach dem Besuch der Kammerdienerin um halb acht, zwischen halb acht und Mitternacht.» Ich habe?« begann Dr. Renat.» Ich komme zu Ihnen, Doktor!« Poirot machte eine kurze Handbewegung. Zunächst der Riegel.

Man fand die Tür von innen verriegelt. Das klingt nach einem Unmöglichkeitsmord, einem geschlossenen Zimmer. Es ist keiner. Sir Reginald Ashmore hat den Riegel selbst vorgelegt. In der Stunde zwischen Gift und Tod, Arko Katzin lähmt schrittweise das Herz zuletzt, hatte er noch Bewegungsfähigkeit. Er wusste, wer ihn vergiftet hatte.

Er wollte diese Person nicht zurückkehren lassen. Er verriegelte die Tür. Stille. Lady Eleanor sah auf ihre Hände. Die Flasche, fuhr Poirot fort, die die Kammerdienerin auf dem Schreibtisch gesehen hatte, wurde mitgenommen von dem Menschen, der das Gift gebracht hatte. Das war kein Fehler der Polizei. Das war Vorsicht des Mörders. Er drehte sich jetzt zu Mademoiselle Voss. Sie sah ihn an.

ohne ausweichen. Mademoiselle Vos, sagte er, sie haben Sir Reginald Ashmore seit acht Jahren gedient. In dieser Zeit hat er ihr Patent gestohlen und auf seinen Namen registriert. Er hat ihre Zeichnungsberechtigung ohne Diskussion gestrichen. Und er hat sie, in einer der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens, nur als Schreibmaschine benutzt.

Er machte eine kurze Pause. Ich sage Ihnen, was ich glaube, dass es Ihnen recht war, dass Camau das Erbe bekam. Dass es Ihnen recht war, dass das Patent an Sie zurückfiel. Aber ich glaube nicht, dass Sie warten konnten. Mademoiselle Voss sprach. Dann glauben Sie, ich habe ihn getötet. Nein, sagte Poirot.

Ich glaube, Sie haben das Werkzeug bereitgelegt. Das Schweigen, das folgte, war von der Art, die Räume kleiner macht. Das Telegramm von Blanchard & Sons, sagte Poirot, bestätigte, dass das Neue Testament bereits in London unterzeichnet worden war. Ashmore hatte es auf Druck geändert. Auf wessen Druck? Er sah auf das dritte Schreiben. Er hatte eine Kopie mitgebracht. Er legte sie auf den Tisch. Ich weiß, was du getan hast. Du hast eine letzte Woche. Dieses Schreiben, sagte Poirot, wurde an Ashmore geschickt als Erpressung. Aber die Erpressung war kein Geld.

Die Erpressung war das Testament. Jemand hat Ashmore gezwungen, das Testament zu ändern, Kamau einzuschließen, das Patent zurückzugeben. Und Ashmore hat nachgegeben, weil er wusste, dass dieser jemand die Wahrheit über ihn kannte. Er sah auf Lady Eleanor. Sie wussten von der Bäuerin in Dorset, sagte er. Und von dem Kunstfehler. Doktort.

Renard hat Ashmore nicht ruiniert. Ashmore hat Renard ruiniert. Aber Lady Eleanor wusste von dem Skandal, weil Ashmore ihr davon erzählt hatte, nicht aus Reue aus Prahlerei. Auf die Art, wie Männer seiner Art manchmal prahlen. Er wartete einen Moment. Sie haben den Brief geschrieben. Lady Eleanor hob den Kopf. Ja, Doktort.

Renard saw her for the first time in this conversation with something other than mistrust.» You have forced the testament«, said Poirot. That was her goal. Not his death. They wanted him to pay in his own testament for what he had done. And then, said Lady Eleanor, someone else came. The silence in the room was complete. Poirot turned to Mademoiselle Voss. Sie haben das Testament selbst getippt. Sie wussten, dass Ashmore nachgeben würde. Lady Eleanor's brief hatte ihn weich gemacht.

Sie wussten, dass das Patent an sie zurückfiele. Und sie wussten, weil sie acht Jahre in seiner unmittelbaren Nähe gearbeitet hatten, dass er es trotzdem nicht hinnehmen würde. dass er, sobald er in London war, einen neuen Anwalt suchen, das Testament anfechten, die Klauseln rückgängig machen würde. Sie trank einen kleinen Schluck von ihrem Wasser. Ihre Hände zitterten nicht, also haben sie nicht gewartet. Wie? fragte Rasolofo. Sie wussten von Kamau von seinem Wissen über die lokale Flora. Sie wussten vom Akokatzin, weil Ashmore es ihr erzählt hatte, Er erzählte ihr alles, weil sie seine Gedächtnisstütze war. Sie haben Kamau aufgesucht, ihm das Testament erklärt, nicht um ihn zu warnen, sondern um

zu prüfen, würde er handeln? Er antwortete, nein, Kamau ist kein Mörder. Poirot sah kurz zu Kamau. Das haben sie falsch eingeschätzt. Kamau gab nichts preis, nur ein kleines Neigen des Kopfes. Also... sagte Poirot,» haben Sie das Akokatzin selbst besorgt?«» Sie kennen die Wälder nicht, aber Sie haben Kamau in langen Spaziergängen die Pflanzen zeigen lassen, auf ihrer ersten Woche hier.

Die Flasche hat Ihnen jemand anders präpariert, ein Einheimischer, dem Sie sagten, es sei für einen Garten. Sie haben das Gift in Ashmore's Whisky-Decanter gegeben, während Sie ihm die Post brachten um sieben Uhr Nicht in den Whisky, in den Dekanter selbst. In das Innere der Karaffe. Tropfen genug, um über Stunden zu wirken, wenn er trank. Mademoiselle Voss war sehr still. Dann gingen sie. Sie hatten die Flasche bei sich.

Sie haben sie in ihrem Zimmer versteckt. Ich bitte Inspektor Rasolofo, dort nachzusehen. Rasolofo stand auf. Sie haben Kamau nichts gesagt, weil sie nichts wollten, dass er sagen konnte. Sie wussten, dass er nicht handeln würde, also waren sie das Werkzeug selbst. Und Kamau war nur der Ablenkung wegen jemand, der Motiv, Mittel, Gelegenheit hatte. Der Verdacht hätte auf ihn gefallen.» Und das Patent?« sagte Vernet leise.» Ja«, sagte Poirot,» das Patent, acht Jahre, kein schlechtes Motiv.« Mademoiselle Voss sah auf ihre Hände. Dann hob sie den Kopf. und Poirot sah in ihren Augen kein Ausweichen mehr. Nur die Ruhe, die entsteht, wenn das, was man lange gehalten hat, endlich hingelegt werden darf. Er

hätte es trotzdem angefochten, sagte sie. Ihre Stimme war gleichmäßig. Das Patent, das Testament, alles. Er war nicht jemand, der aufgibt. Das war das Einzige, was ich wirklich an ihm respektiert habe und was ich am meisten fürchtete.» All. He was not someone who gives up.«» That was the only thing I really respected about him, and what I feared the most.«» Yes,« said Poirot quietly,» I think so.« Rasolofo came back. In his hand he held, wrapped in a cloth, a small dark brown bottle.» Lady Eleanor Ashmore is still a week away.« Man hatte ihr gesagt, dass ihr Name nicht in den Anklagedokumenten stehen würde. Der Brief war eine Erpressung gewesen, aber eine deren Ziel gerecht war und in der Komplexität des

kolonialen Rechts. Und des britischen Konsulats und der madagassischen Behörden verschwand die Sache in einem Dschungel aus Zuständigkeit. Rasolofo hatte Mademoiselle Voss verhaftet. Lady Eleanor had done nothing that was punishable, only something that Poirot held for morally questionable and at the same time understood. The last evening before her departure she sat again in the breakfast salon.» No champagne this time, coffee!« Poirot sat down, this time with invitation.» He was not a good man,« said Lady Eleanor,» almost the same as Poirot had begun. But he was my man.« Dreißig Jahre.

Sie trank den Kaffee. Ich wollte ihn nicht tot. Ich wollte, dass er zahlt. Das ist ein Unterschied. Ja, sagte Poirot. Werden Sie mir vorhalten, dass ich es hätte verhindern können? Ich halte niemandem etwas vor, sagte Poirot. Ich stelle nur fest, was war. Sie sah auf das Fenster. Draußen schien die Sonne.

Die Sonne schien hier immer, nach dem Regen, unnachgiebig und indifferent. Was passiert jetzt mit dem Testament? Das liegt bei den Anwälten, sagte Poirot. Carmao hat einen guten Anwalt. Ich habe dafür gesorgt. Lady Eleanor sah ihn an. Sie haben zwölf Jahre, sagte Poirot einfach. Und er hat niemanden getötet. Eine Pause. Dann, überraschend, nickte Lady Eleanor. Kurz, aber echt. Dr. Renat abreiste an demselben Tag wie Lady Eleanor. Bevor er aufbrach, suchte er Poirot auf der Veranda auf. Ich weiß, was Sie über mich gedacht haben, sagte er. Was ich gedacht habe, hat sich als falsch herausgestellt, sagte Poirot. Das passiert. Renat sah auf den Ozean. Was Ashmore mit der Bäuerin getan hat und mit mir. Ich sagte vorbei, nicht vergessen, aber vorbei.

Renat nickte. Er streckte die Hand aus. Poirot schüttelte sie. Kamau fuhr an dem Morgen zurück zur Plantage. Poirot fand ihn beim Wagen, der wieder auf dem roten Lateritweg wartete. Sie standen kurz nebeneinander.» Die Anwälte,« sagte Poirot,» werden einige Zeit brauchen. Ich habe Zeit,« sagte Kamau.» Ja,« sagte Poirot,» das haben sie.« Kamau stieg in den Wagen. Er fuhr.

Poirot saw him, until the red dust of the road had swallowed him, and thought of twelve years, and of vanilla blossoms that have to be stowed by hand, and of the question of whether that is justice, what remains when one has withdrawn the guilt, or something else, something that must be actively produced, with hands and time and the long, unspectacular will, not to stop. Am letzten Abend saß Poirot auf der Veranda und trank seinen Tee. Fernet war neben ihm. Er würde noch ein Jahr bleiben, hatte er entschieden. Es gab mehr zu schreiben als Vanille.» Hätten Sie gedacht,« sagte Fernet,» dass das Ende so menschlich ist?«» Alle Enden sind menschlich,« sagte Poirot.» Das ist das Problem.« Er sah auf den Ozean. Die Ylang-Lang-Blüten öffneten sich im Dunkel.

Und das Tröstliche manchmal. Die Sonne versank hinter dem indischen Ozean. Das Wasser wurde erst orange, dann rot, dann dunkel. Poirot trank seinen Tee. Er war immer noch zu warm.

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