
HUBER Business AI Podcast· Staffel 1· Folge 31
#31 - Elisabeth & Max Meister: Wie ein Geschwisterpaar zum (KI-)Vorreiter im technischen Handel wird
Sonntag, 16. August 2026 · 32 min
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Shownotes
Wie führt man ein Unternehmen im technischen Handel als Geschwisterpaar und bringt gleichzeitig über 40 KI-Anwendungen in den produktiven Betrieb? Diese Folge ist live auf der Bühne der SCORE 2026 in Zürich entstanden. Elisabeth und Max Meister führen in dritter Generation die Ludwig Meister GmbH in Dachau, rund 300 Mitarbeitende und 125 Millionen Euro Umsatz und standen zum ersten Mal gemeinsam auf einer Konferenzbühne. Ein Gespräch über den eigentlichen Hebel hinter dem Wachstum (saubere Daten, nicht KI), über OKR als Betriebssystem der Firma, über Pickroboter und KI-Kontrolle im Wareneingang, darüber warum sie ihre Software lieber selber bauen und was sie einem anderen Geschwisterpaar auf keinen Fall empfehlen würden.
Elisabeth Meister: linkedin.com/in/elisabeth-meister
Max Meister: linkedin.com/in/maxmeister82
Andy Huber linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting:
Key Takeaways
• Saubere Daten sind der strategische Hebel, nicht KI: Wer eine Datenquelle wirklich versteht, entwickelt schnell und schlank – wer sie nicht versteht, jagt Fehler wie den Liefertermin «31.12.2999» durch seine Modelle.
• OKR wirkt nur konsequent: Auch der Geschäftsführer darf nicht mit 18 neuen Ideen zurückkommen und das Team umsteuern. Depriorisieren ja aber immer mit Begründung.
• Über 40 KI-Anwendungen im Einsatz, entstanden dezentral in den Abteilungen statt als Grossprojekt von oben.
• Digitalisieren möglichst weit weg vom Kunden: Pickroboter im AutoStore und KI-Kontrolle im Wareneingang lernen intern, bevor Fehler beim Kunden landen. Der Pickroboter war in drei Monaten in Betrieb.
• Selber bauen statt kaufen: Was der Wettbewerb ebenfalls einkaufen kann, ist keine Differenzierung. Die eigene Never-Out-of-Stock-Software erkennt automatisch, welcher Artikel in neun Monaten ausgeht – bei zehn Monaten Wiederbeschaffungszeit.
• Fast 30 Prozent der Belegschaft gehen in den kommenden Jahren in Pension. Die grösste Herausforderung ist nicht die Technik, sondern 20 bis 30 Jahre Produkt-, Prozess- und Marktwissen im Unternehmen zu halten.
Kapitel
• – Intro & Einordnung
• – SCORE 2026: Ludwig Meister in Zahlen
• – Wie Elisabeth und Max in die Firma gekommen sind
• – Die Aufteilung der Verantwortung unter Geschwistern
• – Der eigentliche Hebel: eine saubere Datenbasis
• – Datenpflege als Führungsaufgabe
• – OKR als Betriebssystem: konsequent priorisieren
• – Wie lange es dauerte, bis OKR wirklich funktionierte
• – Über 40 KI-Anwendungen, dezentral entstanden
• – Der Pickroboter im AutoStore
• – Lens: KI-Kontrolle im Wareneingang
• – Warum sie ihre Software selber bauen
• – Never Out of Stock als echte Differenzierung
• – Warum der Wettbewerb durch KI nicht schneller aufholt
• – 30 Prozent gehen in Pension: Wissen sichern
• – Kultur: Verantwortung abgeben und vorleben
• – Technischen Handel attraktiv machen
• – Wenn Mitarbeitende beim Wandel nicht mitkommen
• – Was sie keinem anderen Geschwisterpaar empfehlen würden
• – Fun Fact: die erste eigene Firma mit 13 und 10