
Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi - Der Bushido Podcast
Ein Leben mit berühmten Eltern
Freitag, 14. August 2026 · 43 min
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Shownotes
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Aaliyah sitzt diesmal mit Anna-Maria und Anis im Studio, öffnet ihr Herz und erzählt, wie es ist, Eltern zu haben, die in der Öffentlichkeit stehen. Sie spricht über viel Liebe, viel Zusammenhalt, aber auch Situationen, die nicht immer leicht waren.
Es geht um ihre Zeit in Dubai, das Leben zwischen zwei Sprachen und Kulturen, um das, was sie an ihren Eltern besonders schätzt – und darum, wie sie damit umgeht, dass Anna-Maria und Anis ihr Leben so öffentlich teilen.
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Kinder! Ruhe bitte! Ich hab euch doch gerade erklärt, dass wir jetzt einfach mal kurz Zeit für uns brauchen. Wir müssen was aufnehmen. Ey, ernsthaft, Leute? Ist das wirklich euer Ernst? Meine Güte, lass mich doch nicht immer schimpfen. Mama hat gerade gesagt, kurz Ruhe bitte. Wir sind doch gleich fertig, okay?
Ganz kurz mal nur Mama und Papa. Bis gleich. Dankeschön. Hau ab jetzt, los! Willkommen bei Im Bett mit Anna-Maria und Anis Faschichi, der Bushido-Podcast. Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer. Wenn ihr das hört, bedeutet es, ihr seid A an der richtigen Stelle, B zum richtigen Zeitpunkt bei eurem Lieblingspodcast Im Bett mit Anna-Maria und Anis. Mein Name ist Anis.
Hi, ich bin's Anna-Maria und heute haben wir einen Gast bei uns. Ich bin so aufgeregt. Ja, ich freue mich, dass du hier bist. Ich bin so aufgeregt. Hallo Alia. Hallo, ich bin Alia. Hey, bis geht das, Bro? Haben wir dich gezwungen? Nein, wir haben gestern Abend gesessen beim Abendessen und dann haben wir gefragt, wer möchte mitkommen, Laila oder Alia, denn wir können hier nur zu dritt sitzen, wir hätten es auch gerne zu viert gemacht, dass wir uns hier zu viert hinsetzen, aber dann wird es zu eng, zu voll.
Ist mit dem Bild auch schwierig, glaube ich. Und dann hat Alia den Vortritt bekommen heute. Wie geht's? Gut. Wie war das heute Morgen? Ich hab dich, als wir bei den Drillingen im Zimmer saßen und die angezogen haben, bist du plötzlich reingekommen. Ich war so, wow, was geht ab? Du hast gesagt, heute Morgen war dir ein bisschen schwindelig, als du aufgewacht bist. Nein, übel.
Übel, genau. Das liegt wahrscheinlich an der Uhrzeit. Du hast ja Ferien seit ein paar, zweite Woche jetzt schon. Wie ist das Leben so? Ist gut, keine Schule. Wenn man Schüler ist und Ferienzeit beginnt, ist es, glaube ich, das beste Leben. Ja. Geil. Aber erzähl doch mal von unserem Morgen. Ich bin heute Morgen aufgewacht.
Hast du gleich bemerkt, dass unten was nicht stimmt? Nee. Nee, bis du nicht runtergegangen hast, versuchst zu frühstücken? Ah, okay. Weil normalerweise treffen wir uns alle unten in unserem Esszimmer. Die Haushälterin deckt den Tisch schon ganz früh morgens. Das heißt, wir setzen uns an den gedeckten Tisch und trudeln dann alle so langsam ein.
Und ich gehe so, also neben unserem Schlafzimmer haben wir so ein iPad, wo man das ganze Haus drüber steuert, und ich drücke immer ganz vorsichtig auf Erdgeschoss, weil mir ist auch schon zentral passiert und dann geht so im gesamten Haus irgendwie 50 Jalousien hoch und das ganze Haus ist wach. Und dann merke ich, da tut sich nichts und dachte so, komisch, probiere ich es mal unten an der Haustür, ist nochmal so ein Ding.
Bin runter, stockdunkel alles, ging auch nicht, das heißt, unten das Erdgeschoss war finster, stickig, Licht geht nicht an, Kühlschrank, alles taut auf, in der Tiefkultur, da dachte ich so, oh nein, so ein Mist, die Elektri-, wie sagt man, der Strom ist unten ausgefallen. Ja, habe ich auch bemerkt. Ich habe versucht, das Licht anzumachen im Badezimmer.
Ging nicht, ne? Und im Keller? Ne, nicht im Keller. Oben? Ne, so am Küchenbereich. Achso, du warst im Erdgeschoss. Das betraf ja auch nur das Erdgeschoss bei allen anderen. Ja, ich wusste ja, dass Mama heute ein bisschen früher aufsteht. Ich habe mir meinen Wecker eine halbe Stunde später gestellt. Daraus wurde nichts, ne?
Daraus wurde nichts, weil dann war eine, wie nennt man das, eine leicht erregte, also vom Atmungsfaktor erregte Anna-Maria stand dann im Schlafzimmer, und ich dachte mir so, nein, Schatz, was passiert? Irgendwas ist passiert. Ja, sorry, dass ich jetzt weg muss, aber das Erdgeschoss, komplett nichts funktioniert.
So war das nicht. Doch, doch. Hey, mein Schatz, guten Morgen, habe ich extra gesagt, weil ich weiß, wie wichtig dir das ist. Hey, mein Schatz. Man darf nicht direkt losreden, man muss immer erst sich die Zeit nehmen. Dann habe ich da noch geschlafen, weil das Hey, mein Schatz, habe ich nicht gehört. Ich habe da eine Elektriker angerufen, der kam dann relativ schnell und die Drilling haben oben bei sich im Zimmer das erste Mal gefrühstückt.
Weil unten war ja stockdunkel und jetzt haben wir uns theoretisch auch dazu entschieden, das jetzt öfter mal zu machen. Das war ein Witz. Die saßen heute an ihrem Spieltisch, die haben so einen großen, wirklich sehr großen Mosaikspieltisch mit so kleinen Häschensesseln, an dem sie immer malen und basteln.
Boah, Mama ist ein Scammer. Sie haben heute vorm Fernseher gefrühstückt in ihrem Zimmer mit Cornflakes rein. Boah, hast du mich gescannt oder was? Das machen wir nicht öfters. Achso, okay. Gut, dass du mir gesagt hast, bevor ich morgens so im Zimmer mit denen am Tisch warte, bis es zu Essen kommt. Ja, danke. Okay. Ja, also morgen war, ich sag mal, ein bisschen durchwachsen, jetzt aber nicht so schlimm. Und dann sind wir in den Kindergarten gefahren und du die ganze Zeit mit dabei, Alia. Krass.
Die waren ganz stolz, hast du gemerkt, die Drillinge? Ja. Die Eltern haben nach dir gefragt, oh, die große Schwester ist dabei. Wie ist das für dich, wenn du die Kleinen bringst? Also da ist ja nicht so viel zu machen, außer so die Haarschuhe anzuziehen deswegen. Aber es ist immer toll, die gehen zu sehen und wie die glücklich sind in deren Kita. Die sind happy.
Ich finde auch, wenn man die so beobachtet, ich fühle das auch, was du hast, dann sieht man die und denkt sich, Mann, was für glückliche kleine Wesen. Ja, wirklich. Ich hoffe auch, es bleibt so lange wie möglich. Und dass man relativ unbeschadet, vor allem mit wenig Sorgen in dem Alter auf jeden Fall durchs Leben streitet, das habe ich mir bei dir auch gewünscht, Alia, beziehungsweise wünsche ich mir bei all unseren Kindern.
Wie das alles so gelaufen ist, werden wir uns ja gleich wahrscheinlich unterhalten. Wir haben nämlich... Dich nicht nur als Gast hier, sondern du bist sozusagen heute auch so ein bisschen im Zentrum unserer Folge. Mama hat gestern auch bei Instagram aufgerufen, dass die Leute dir ein paar Fragen stellen.
Ich möchte mich an dieser Stelle für alles entschuldigen, was ich jemals in meinem Leben dir angetan habe. Bevor angetan. Nein, du darfst. Bevor die Fragerunde losgeht. Also Alia, du bist so ein Tochter. Ich liebe dich unglaublich. Du bist meine älteste Tochter. Bester Mensch. Hi, ich bin's, Papa. Nein, Alia, du kannst hier antworten, wie du möchtest. Wirklich, du musst nicht antworten, damit uns das gefällt, weil die Leute, gerade die Zuhörer, die haben wirklich ein paar spannende Fragen an dich.
Ich muss sagen, es kam eine Frage wirklich, mal bestimmt, lass mich schätzen, 70 Mal. Deshalb fange ich mit der an, weil anscheinend scheint es die Leute total zu interessieren. Und du siehst ja, was ich hier habe. Wie ist es für dich, berühmte Eltern zu haben? Also es kann gut und schlecht sein, weil wir haben viel Geld und wir sind natürlich sehr beglückt.
Was meinst du mit beglückt? So, dass wir so trotzdem Fame, so dass wir auch alle so Familiensachen machen und dass ihr nicht immer weg seid. Und ihr könnt uns halt vieles ermöglichen. Aber manchmal in der Schule wird man halt so geärgert dafür oder so Leute sind eifersüchtig oder so. Nicht so echte Freunde haben und die dich nur ausnutzen und so.
Kannst du da ein Beispiel für geben? Das kann ich nachvollziehen. Das gehe ich von aus. Tut mir auch leid. Ihr müsst euch ein bisschen mit Dingen, ihr habt viele Vorteile, so wie du gesagt hast, glaube ich auch. Aber eben auch, und ich glaube, das sehen viele Leute nicht, auch eine Seite, die so andere Kinder, die normaler wahrscheinlich aufwachsen, viele sagen dann wieder, das Geld bügelt alles aus. Finde ich aber eben nicht.
Ist nicht alles. Das ist eben, finde ich auch, dass dadurch natürlich noch andere Sachen kommen, wie jetzt das, was du sagst. Beschreib doch mal eine Situation, die dir vielleicht schon mal passiert ist. Also es war vor allem in Berlin so. Da war ich an der Schule so an der Schlange. Und so Sechsklässler haben so schlecht über dich geredet, als du schwanger warst.
Und dann habe ich auch angefangen zu weinen. Und dann musste ich mit meiner Lehrerin reden und er musste dann reinkommen und sich entschuldigen und so. Ich weiß sogar noch, was du Jungs warst. Da warst du noch relativ jung. Welche Klasse warst du da? Dritte oder vierte. Aber ist das hier anders in München? Weil ich glaube, das ist schon eben, das war schon auch Berlin, ich will jetzt nicht sagen, ich weiß auch genau, was das für Kinder waren, nämlich eben auch. Ich erinnere mich an diese Jungs und das ist halt so typisch für Berlin.
Das hier anders? Ja. Ja, denke ich auch. Das ist auch ein Grund, warum wir hierher gezogen sind, mit einem Grund, warum wir halt auf gar keinen Fall wieder mitten in Berlin sein würden. Und noch weitere Beispiele? Positive, negative, kannst du machen, wie du willst, ne? Also so Erinnerungen, die du hast. Du musst ein bisschen geradeaus reden ins Mikro.
Also, noch ein schlechtes Beispiel ist so, da gab es immer so altere Mädchen und die wollten halt immer so befreundet mit mir sein, aber ich kannte die halt gar nicht und die sind dann immer so zu mir gekommen und haben mich so einfach so. Richtig gut behandelt, so als wären wir richtig enge Freunde, aber ich wusste am Anfang gar nicht mal deren Namen.
Man merkt, wenn das nicht ehrlich ist. Hier jetzt, auf der neuen Schule, oder? Nein, das war in Berlin. Auch in Berlin? Okay. In Dubai war es ja wahrscheinlich ein bisschen entspannter, eine Zeit lang jedenfalls. Ich glaube, Jibi hatte mir irgendwann erzählt, dass auch dann auf eurer Dubai-Schule, also ihr wart ja am Anfang auf der deutschen Schule in Dubai, danach wart ihr auf der amerikanisch-englischen Schule und da hat es ein bisschen gedauert, bis die Kinder das rausgefunden haben.
Irgendwann haben sie es rausgefunden, hat mir Gibi erzählt. Dann sind die so morgens angekommen in der Schule, hatten so iPads gehabt mit so Google-Fotos. Aber ihr hattet eine Regel, ihr durftet nicht googeln eigentlich. Ja, meine Freundin wurde schon das der Klasse dafür genommen. Wirklich? Warum, weil sie gegugelt hat? Genau, es ist nicht erlaubt, sich gegenseitig zu googeln.
Ich meine, da sind ja viele auch Kinder mit sehr reichen Eltern gewesen und ich glaube, die wollten eben nicht, dass die wollten, dass es anonym ist. Und ich erinnere mich noch dran, dass, ich glaube, das war Gibi. Laila hat mir das dann auch erzählt, als ihr diese Vorstellung hattet und ihr solltet darüber reden, was eure Eltern arbeiten, hat Jibi dann zu mir gesagt, er hat einfach gar nichts gesagt, ihm fiel nichts ein, aber er kann ja nicht sagen, mein Papa ist ein Rapstar, die denken ja, ich bin blöd.
Also ich gebe es so an oder, ne, weil die Kinder aus anderen Ländern kommen und die können sich das gar nicht vorstellen und dann hat er gedacht, bevor die, da denken die anderen Mitschüler, ich gebe ihr an, sage ich einfach gar nichts. Wie hast du das so gehandhabt, wenn du irgendwie in der Schule, ich sag mal gerade in Dubai, in der neuen Klasse so gefragt wurdest oder du solltest dich vorstellen, wer sind deine Eltern, was machen die?
Hast du so gesagt, wir sind bekannt oder hast du dir was ausgedacht, so wie, keine Ahnung, Real Estate oder sowas? Nee, ich habe mal also schon gesagt, dass Mama Influencerin ist, aber ich habe so aufgepasst, so zu sagen, dass du Rapper bist. Ich habe das nur ein paar Leuten erzählt. Okay, und Baba, wenn du jetzt, du hast gesagt, Mama macht das und das, was hat Papa gemacht? Nee, ich habe einfach gesagt, ja.
So am Anfang habe ich so die Frage nicht beantwortet und habe sie einfach so, weggeschoben. Ignoriert so, okay. Und dann, aber dann habe ich halt geantwortet und habe so gesagt, ja, mein Papa ist ein deutscher Rapper, also ja. Oh, süß. War ein deutscher Rapper. Ja, aber da warst du ja noch ein, ja. Jetzt gibt es ja nur noch ein, es wird ein einziges Konzert noch stattfinden in der Zukunft, aber mit einem Zuschauer. Für Leonora.
Leonora will unbedingt wieder Bushido-Konzert. Dann hat sie jetzt ihre Schwestern so angestiftet. Letztens laufe ich so in den Flur, die sitzen so auf der Treppe. Ich wollte mit dem Fahrstuhl hochfahren. Die saßen im Erdgeschoss auf der Treppe. Dann sehen die mich so und dann sagt Amaya zu mir so, hey Bushido.
Dann habe ich so geguckt. Ich war so irritiert, weil ich habe sie auf dem Fahrstuhl gedrückt und gucke so. Und dann gucken die mich alle drei an und fangen dann an so mit den Händen so zu sagen, Bushido. Oh Mann, ey. Aber was denkst du so im... Also Fazit, wie ist das? Also stellst du dir manchmal vor, es wäre schöner, nicht berühmte Eltern zu haben und ganz anonym zu sein und keine Vorteile, aber dadurch dann auch keine Nachteile zu haben, weil ich weiß, was du meinst.
Du musst differenzieren, wer sind deine Freunde, wer sind nicht deine Freunde. Kannst du das schon so abwägen in deinem Alter, ob das was Gutes ist und du damit gut klarkommst oder du dir lieber wünschen würdest, wenn das gar nicht so wäre? Also jetzt komme ich gut damit klar, aber früher wollte ich das halt nicht, weil in Berlin war es ganz schwer mit dem Personenschutz und so.
Ja, glaube ich dir sofort. Ja, es waren harte Jahre. Da war man immer wie so ein Fremdkörper, weil man so angekommen ist irgendwo. Ja, so voll die Aufmerksamkeit, diese riesen Auflöfe. So ungewollt auch einfach. Genau. Habt ihr aber trotzdem alle gut gemacht, wirklich. Ich weiß, es waren harte Jahre. Dann komme ich zur nächsten Frage.
Was würdest du dir die nächsten Jahre von uns wünschen? Und das meine ich jetzt, also ich glaube hier die Frage, schauen wir es nicht materiell, sondern wünschst du dir mehr Zeit zum Beispiel oder, also kannst du jetzt machen. Also wir haben beim Friseur schon darüber gesprochen, dass die, also dass Mama und Papa mehr, dass ihr mit mehr zum Reiten kommt und so.
Und, aber eigentlich verbringt ihr ganz viel Zeit mit uns. Also wir essen jeden Tag zusammen und ihr seid eigentlich auch immer da, außer wenn wir in der Schule sind. Ja, da seid ihr ja nicht da. Ja, ja, aber da habt ihr auch Termine. Dann sitzen wir beide zu Hause ganz traurig und sagen, oh Mann ey, wenn ihr mal lieber ein bisschen weniger in die Schule gehen würdet.
Ich hab damit kein Problem. Ja, ich auch nicht. Ich habe gestern, weißt du noch, Entschuldigung, das ist nicht unterbrecher, Lia, ich habe zu Isa gestern, du warst ja dabei, als ich zu mir meinte, Isa, wie sieht es aus, ich nehme dich komplett aus der Schule raus und muss mir versprechen, jeden Tag Fußball zu spielen.
Papa, ey, das ist kein Problem, ich habe eine Rechen-App auf meinem Handy, ich habe einen Übersetzer, mehr brauche ich nicht. Ich so, okay, alles klar. Ja, aber gibt es genau, gibt es irgendwas Konkretes, Besonderes oder hast du so einen Wunsch? Schöne Reise oder... Was auch immer. Zusammen ausreiten oder also irgendeinem, was du dir vorstellst.
Ich weiß nicht, ob Alia so ein Reisetyp ist. Mit dem Auto schon, aber... Mit dem Auto nach Afrika zur Safari? Ja. Gäbe es irgendwas, jetzt unabhängig vom Fliegen und so? Ja, und das mit der Zeit, mehr zum Reiten, das haben wir gesagt, dass wir da mehr mitkommen. Nee, eigentlich habe ich keine Wünsche.
Gut, gut. Nein, wirklich. Süß, ne? Und gibt es was, was du an uns schätzt, also an den Einzelnen, an Papa, was du an Papa sehr schätzt und auch an mir, also getrennt von einer Mama. Fangen wir an Mama an. Ladies first. Also bei Mama, sie kümmert sich halt immer so, wenn es einem schlecht geht, ist sie so gleich da.
Und manchmal ärgert Papa uns dafür und glaubt uns nicht. Aber dann, wenn Mama ihn überredet, dann glaubt er es auch. Schön, dass du es überreden nennst. Sehr schön. Süß. Ja, also bei Papa finde ich, er ist manchmal eine Miesmuschel, aber. Er zeigt trotzdem so seine Liebe zu uns und so, also man weiß schon, dass er uns liebt.
Also du fühlst dich geliebt, das ist was sehr, sehr Schönes, Alia. Das ist wichtig, ich finde auch, das frage ich auch oft, das frage ich auch oft, Leonora und auch Naima und Amaya, weißt du oder spürst du? Papa kriegt Tränen in den Augen. Guck mal, du hast es geschafft. Nein, ich habe gerade gegähnt, Mann. Das ist so niedlich.
Das berührt einen sehr. Ich finde das auch ganz, ganz, ganz wichtig. Mir ist egal, ob ihr euch später daran erinnert, dass ihr die teuersten Pferde bekommen habt oder das größte Haus hattet. Solche Dinge. Mir ist echt wichtig, dass ihr euch an, das ist das, was ich Annis gesagt habe, an dieses Gefühl erinnert.
Papa ist eine Miesmuschel, aber er fährt elf Stunden mit dem Auto, und nur damit du nicht fliegen musst. Ich glaube, das ist eben, das finde ich schön. To be continued. Part two incoming. Und gibt es Dinge, die du, wenn du jetzt darüber nachdenkst, Alia, wenn du später deine eigene Familie hast, was ja hoffentlich irgendwann...
Willst du überhaupt eine eigene Familie haben, Kinder bekommen und so? Es gibt ja Leute, die sagen ja auch irgendwie schon so früh, so nö, will ich nicht, wir Karriere machen oder was auch immer. Du weißt, deine Mama war so, ich kam auch aus einer Großfamilie und ich habe wirklich immer, damit zieht mich immer der Restaurantbesitzer von unserem Stammrestaurant früher hier Mimo, wo ihr auch immer wart, heute noch auf, weil ich da immer gestanden habe und gesagt habe, Kinder sind so laut, unerzogen und.
Ich habe immer gesagt, ich kriege auf gar keinen Fall viele Kinder. Und deshalb wäre es völlig okay, wenn du jetzt sagst, hey, das ist ja alles zu viel, viele Geschwister. Natürlich, aber würde mich mal interessieren. Nee, ich möchte trotzdem nur Familie. Du hast ja die volle Breitseite mitbekommen, mit großer Familie, Geschwister hintereinander weg.
Wie stellst du dir deine Familie vor? Also wenn du jetzt so drüber nachdenkst später, oder was wäre deine Wunschvorstellung? Hast du das? Also machst du dir am Abend mehr Gedanken? Ja, schon. Also ich möchte jetzt kein Einzelkind haben, weil ich finde es einfach ein bisschen ehrenlos, weil die haben dann so...
Ehrenlos ist halt so Teenie-Sprache. Also sorry, wir wollen jetzt niemanden angreifen. Nein, alles gut. Es ist ganz schön ehrenlos. Ja, ja, alles gut. Weil die haben so in den Ferien... Also die Freunde sind ja nicht immer da. Und deswegen ist es schon gut, wenn man Geschwister hat, mit denen man so Sachen machen kann. Nicht so einsam.
Oder wenn es gewittert, dass man dann die Schwester hat, die mit einem hochläuft, die Kopfhörer holen oder so, ne? Ja. Also stellst du dir schon mehrere Kinder vor? Ja. Oh, schön. Und genau, was würdest du dann, wenn du dich selber so als Elternteil siehst später, was würdest du gleich machen? Was denkst du, was so richtig ist, wie wir erziehen? Und was würdest du aber definitiv anders machen?
Weil es wird später, das kann ich dir jetzt schon sagen, das wirst du ja auch haben, Anis, so wie du erzogen worden bist oder ich, dass man wirklich später sagt, oh Mann, da sieht man, die Eltern haben das wirklich gut gemacht. Aber die andere Seite war aber so, wo man selber sagt, ich möchte das ganz anders machen in meiner Familie.
Also ich finde, Ich habe schon eine richtig super Kindheit. Also ich glaube nicht, dass ich irgendwas anders machen würde. Aber ja. Nee, eigentlich würde ich nichts anderes machen und ich finde, ich will auch so meinen Kindern zeigen, dass die immer geliebt sind, wie ihr das uns zeigt und so viele Wünsche erfüllen, was ihr uns auch erfüllt.
Deswegen eigentlich würde ich nichts anderes wechseln. Schön, auch nicht, wenn du dich über deinen Papa ärgerst oder über deine Mama. Nee, oh, ja. Aber das ist ja nur manchmal. Ja, das gehört dazu, aber ich kriege dann immer voll das schlechte Gewissen. ich weiß nicht, wie es dir geht, Anis, aber ich kann ja gar nicht, merkst du das auch, weil ich weiß nicht, ich weiß, dass deine anderen Geschwister das teilweise auch ausnutzen.
Ich kann ja gar nicht damit umgehen, wenn ich weiß, ihr seid gerade traurig oder euch geht es nicht gut. Merkst du das? Merkst du das, dass ich das dann aber trotzdem durchziehe? Ja. Aber ich würde das auch so durchziehen, weil irgendwann spielen, so zum Beispiel Gibi, er war ja so lange krank und ich glaube, manchmal faket er schon. Warte mal, warte mal, warte mal, warte mal.
Okay, aber warte, warte, warte, warte, warte. Krankheit faken, das ist das ganz falsche Thema hier. Das meine ich nicht. Okay, mit Lippen auseinanderziehen und schlechten Joghurt gegessen, das brauchen wir hier gar nicht anfangen mit Krankheit faken. Nein, nein, nein. Das macht die nämlich alle außer Issa. Und wenn Issa das...
Doch, mit seiner Verletzung, neulich. Und dann holen mit er und dann geht er noch weiter. Ich weiß, aber ich wollte, ja ich weiß, du hast mich nicht ausreden lassen. Er macht es einfach schlecht. Genau. Also Issa macht das gar nicht. Er ist kein guter Schauspieler. Richtig. Und wenn er es dann einmal probiert hat, ich, was war das? Das war mein Finger. Ah, okay.
Und als er es letztens gemacht hat, ich glaube, das hat er gemacht, als Mama, glaube ich, in Amerika war oder so. Da war das, ne? Und ich lag alleine abends im Bett, er kommt so rein, ich gucke ihn so an, Papa, ich habe so, ich kann morgen nicht in die Schule gehen. Komplett gestylt, Parfüm, Fußballtrikot.
Ich liege schon so im Bett. Ich sage so, ja, was hast du denn? Ich habe so Halsschmerzen. Ich gucke ihn so an und ich so, okay. Und er wird ja wirklich nie krank. Und ich sage, okay, hast du noch irgendwas anderes außer Halsschmerzen? Er überlegt so, er so, nee. Ich so, Kopfschmerzen irgendwie so abgecheckt. Er so, nee, nee, nee. Dann merkt er plötzlich, oh kacke, ich habe zu oft nein gesagt.
Aber mir ist schlecht. Ich so, ah, dir ist auch schlecht. Ich so, okay, weißt du, was wir jetzt machen? Er so, ja, was machen wir jetzt? Ich so, du drehst dich jetzt um, gehst in dein Zimmer, ziehst dich aus, gehst schlafen und morgen früh gehst du in die Schule. Oh Mann ey, und dann ist er gegangen und am nächsten Tag in die Schule.
Also er kann das nicht so gut wie du, Alia. Ja. Aber ich muss sagen, Gibi und du, Laila ist definitiv auch echt krank, wenn sie das sagt. Das kann ich so bestätigen. Man sieht sie auch von einer Meter Entfernung an. Also wenn wir Wenn wir über Krankheit faken, reden, dann du und Jibi. Ihr beiden seid ganz weit vorne mit dabei.
Okay, so. Okay, nächste Frage. Haken wir das Thema ab. Vielleicht fühle ich mich dann immer so veräppelt. Also leicht ausgenutzt auch. Aber mir ist lieber, ihr seid mal einmal nicht krank zu Hause. Dass ich mir vorstelle, ihr sitzt acht Stunden in der Schule und fühlt euch nicht gut. Also so funktioniere ich.
Jetzt kommt ein bisschen der Switch mit Dubai-Deutschland. Das interessiert nämlich auch viele Zuhörer. Vermisst du Dubai? Also ich hatte da schon sehr gute Freundinnen und die vermisse ich auch. Und mein eines Pony, Bandonna, vermisse ich auch. Ihr habt echt zusammengehört, du und Bandonna, obwohl deine Füße schon fast auf dem Boden waren.
Und mit ihr hast du auch den Durchbruch gehabt. Ja, kleines italienisches Springpony, die richtig Zunder hatte, aber du hattest sie gut im Griff, die war toll. Aber genau, da du jetzt zu groß bist, der Transport für sie stressig, haben wir selber entschieden, dass du hier einen Pony bekommst und wir sie dort drüben verkaufen und sie macht jetzt ein anderes.
Und da sie so ein tolles kleines Pony ist, das verstehen viele Menschen immer nicht. Viele Leute denken, dass man ein Pferd kauft, ein Pony, wie jetzt eine Katze, ein Hund oder was auch immer und dann bleibt die dein Leben lang da. Aber wenn du im Sportbereich bist und gerade auch Ponys, du hast immer nur ein Pony für die Zeit. Du hast ein kleines Shetty, wenn du ganz klein bist.
Dann hast du noch ein kleineres Pony, also ein bisschen kleineres Pony, wenn du so ein mittlerer, also dann irgendwann ein Gehpony. Und dann irgendwann ein Pferd. Also das funktioniert nicht, was die Leute sich so vorstellen. Das sei denn, man ist Hobbyreiter, kauft sich gleich ein großes Pferd. In deinem Alter könntest du auch schon ein Pferd reiten.
Und das hat man dann seine ganze Laufzeit. Oder vielleicht so ein Hof, wo die Pferde einfach so 20 Jahre mit dir leben oder so. Aber eben, aber nicht im Reitsport. Und deshalb können die da nicht verstehen, wenn man ein Pferd verkauft. Plus, wenn man wirklich liebe, gute, ausgebildete, kleine Ponys hat, sind die so wertvoll, wertvoll als jedes Großwert, weil es so wichtig ist, es gibt wenig liebe, gut ausgebildete, kleine Ponys und Mädchen, es ist halt gefährlich, wenn ihr auf so einen Mistbock reiten und dann da runterfliegen und die garstig sind und wenn man da ein gutes Pony hat, ist es auch so schön fürs nächste Mädchen, dass sie gut reiten drauf lernt und Erfolge im Turnier hat oder was auch immer,
dass ich das immer eher als was Positives sehe. Man gibt die ja nicht zu irgendjemanden, die bleiben im gleichen Stall, mit den gleichen Bereitern, mit den gleichen Reitlehrern. Also man gibt die ja nicht ins Ungewisse irgendwo. Da kommt dann immer viel Hate, das ist egal, das können wir ab. Also man muss ja schon da auch viel anhören, was die Tiere betrifft.
Und mehr als bei Kindern komischerweise, also so Tierfanatiker, die ignoriere ich einfach komplett. Weil das ist einfach was, die haben nur einen kleinen Einblick, die wissen nicht die Hintergründe. Und da denke ich dann immer, muss man sich auch nicht so erklären, weil wir schon auch ein Recht haben, auf Dinge selber zu entscheiden.
Und daher eben die Entscheidung mit Bandona und dir. Was war dann noch so Sachen, die dir erstmal so fehlen oder gefehlt haben oder so? Also ich mochte meine alte Schule auch. Die Royal Grammar School, ne? Ja, aber der eine Direktor war ein bisschen kritisch, aber sonst war es eigentlich gut da. Und kritisch, weil er Sachen bestraft oder meldet, die ein Schüler vielleicht gemacht hat oder eine Schülerin, die jetzt nicht so wild waren, fand ich auch, aber ein bisschen überdramatisiert wurden.
Ja, aber der macht mich auch generell nicht. Was hat Mama dann gemacht? Was hat Mama gemacht? Ich habe die Schule angefangen. Ja, Mama hat es dann gemeldet und hat es geklärt. Also, aber ich finde, Dubai war schon auch zu heiß und ich habe mich da nicht wohl gefühlt und es hat sich einfach nicht wie zu Hause angefühlt.
Kannst du noch ein bisschen beschreiben, warum du dich nicht wohl gefühlt hast? Die Hitze ist was ganz Krasses. Die fünf Monate, das ist so eine Illusion, wenn man Instagram sieht oder Ausschnitte. Man sieht nicht, dass es irgendwie 48 Grad sind, wenn Leute kurz die Kamera raufhalten. Aber kannst du das noch ein bisschen vielleicht... Also, ich weiß nicht.
Und Leute sprechen da halt nicht unsere Sprache und ich musste erst so Englisch lernen und sowas und, das hat mir einfach nicht gefallen, weil ich habe dann mein Deutsch komplett verlernt und dann habe ich das immer noch so, ich habe das jetzt schnell gelernt wieder, als wir nach Deutschland gekommen sind, weil ich mich wieder daran gewöhnt habe, aber ich fand auch.
Also das Personal war gut und so, die Leute waren lieb, aber ich fand es da einfach nicht gut. Ich finde auch das Personal, so da meint Alia die Leute in der Schule, die Leute in Läden, unser Personal zu Hause. Auch unsere privaten Leute, die waren ja super. Das ist schon eine ganz andere Liga als Europa. Die vermisse ich immer noch. Genau, die sind so toll von ihrem Wesen und die sind ja auch euch an den so Kirschhahn, das wächst einem ja ans Herz und euch wahrscheinlich auch, die haben euch ja auch viele Jahre begleitet, kann ich gut verstehen.
Wie war dann dein Gefühl, als wir wieder hier waren? Und kannst du beschreiben, wie dein erster Tag auf der neuen Schule war? Wie haben dich die Kinder, das war nämlich auch eine Frage, wie haben dich die Kinder, aufgenommen? Was waren die Vorurteile? Da kannst du auch ein bisschen drüber. Also es gab schon viele Vorurteile, weil manche Mädchen haben dann so gelogen, dass sie mich kannten und dass wir schon mal so mit denen essen waren oder sowas.
Aber waren wir natürlich nicht. Aber die englischen Leute, die Papa nicht so kannten, die waren am ersten Tag richtig nett zu mir und ich habe so mit denen gesessen und so. Und dann hat es ein paar Tage gedauert, bis ich dann so mit den Deutschen so... Warm wurde? Ja. Aber ist auch normal, oder? Wenn man irgendwo neu hinkommt, dass man ein bisschen so erst beschnuppert, aber ist immer ein komisches Gefühl, ne?
Glaub ich dir. Und ja, ich hatte einfach ganz viele Vorurteile, dass ich so gemein bin und arrogant bin und dass ich denke, ich bin was Besseres als alle anderen. Das haben die gedacht über dich? Ja. Wegen uns? Ja. Okay. Was macht das mit dir, wenn du sowas hörst, dass Leute davon ausgehen, dass du so bist?
Verletzt dich das oder verwundert dich das? Oder führt es dazu, dass du denkst, du musst jetzt besonders freundlich sein, um zu zeigen, dass du eben nicht so bist? Kannst du das ein bisschen schreiben? Mich macht das schon ein bisschen traurig, weil ich bin so halt nicht. Und dass Leute mich einfach so in den Stereotyp so...
In die Schublade packen. Ja, so, ich finde das einfach nicht gut, weil ich finde, die sollten mich erstmal kennenlernen wie jeder normale andere Mensch. Und nicht mich einfach so beurteilen, nur weil ich bekannte Eltern habe. Ja, das tut mir leid, aber kann ich mir gut vorstellen. Das geht aber uns ähnlich.
Leute, die einen nicht kennen, haben eine, weil sie schon gewisse Teile kennen, denken sie, sie kennen einen und haben schon ein Bild. Und dieses Bild, das haben sie bei dir auch. Die denken wahrscheinlich, deine Eltern sind die größten Idioten. Also müsst ihr kleine, verzogene, was auch immer sein. Würfen.
Genau. Und ist ja Gott sei Dank nicht der Fall. Fühlst du dich wohl mittlerweile hier? Grünwald, München, beschreib das mal ein bisschen. Die Schule, deine Freunde. Also ich habe schon echt gute Freunde gemacht. Und Grünwald ist schön, unser Haus ist schön und ich fühle mich hier eigentlich wohl, weil ich finde, die Leute sprechen auch Deutsch und die Leute können ein bisschen unfreundlich sein, aber das ist halt so.
Das gehört zu Deutschland, ne? Aber, Lias, wundert mich, dass du das mit dem Deutsch so hervorhebst, weil du sprichst ja überwiegend Englisch, auch zu Hause, ne? Das hat mich voll gewundert, ich wollte dich nur nicht unterbrechen, aber als ich das so gehört habe, dachte ich, ich spreche nur Englisch mit Leila, und Geschwistern meistens, weil Isa hat ja nicht... Mit Montri auch?
Isa hat ja nicht so gut Deutsch gelernt, weil er ja schon in der zweiten Klasse oder so nach Dubai gekommen ist. Er ist aber komplett Handicap. Ich habe noch meine Übersetzer-App. Ja, sagt er gestern. Ich kann jetzt, er sagt wirklich gestern, du warst aber auf dem Sofa, wir haben Fußball geschaut, haben Wert gespielt, Spanien, Frankreich.
Und als Anis ihn veräppelt hat, meinte Isa, wenn du mir versprichst, jeden Tag Fußball zu spielen, dann kannst du jetzt aufhören mit der Schule. Dann sage ich so, aber Isa, du musst ja auch noch ein bisschen weiter lernen. Und dann sagt er, nee, warum denn? Ich habe meine Übersetzer-App und ich habe meine Rechnungs-App.
Also er meint seinen Taschenrechner, mehr braucht er nicht im Leben. Ich konnte nicht mehr, ich konnte nicht mehr. Der Typ, ne? Oh Mann. Er war so hype. Ich glaube, du merkst gar nicht, wie du bist schon sehr für Englisch, für Amerika. Also ich glaube, ihr merkt das nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es wichtig ist, gewisse Sachen in deiner eigenen Sprache.
Gerade so, ich habe mit meiner Freundin geredet, dessen Mann Araber ist und die unterhalten sich nur auf Englisch. Sie sagt, es gibt gewisse Gefühle, die kannst du gar nicht so ausdrucken, beschreiben, wenn es nicht deine Muttersprache ist. Aber ich sehe gerade bei euch Kindern, dass ihr es euch, ich merke auch jetzt, wenn du Deutsch redest, Alia, dass du ganz viel vom Englischen grammatikalisch ins Deutsche übersetzt, auch von deinem Satzbau.
Ich glaube, du merkst gar nicht, dass du schon viel englischer bist als Deutsch. Ich glaube, wir sollten nicht in die Grundschule packen nochmal ein Jahr. Also, aber in der Schule verlerne ich dann komplett Englisch. Also, dann ist mein Englisch richtig schlecht. In der Schule? Ja, wenn ich mich melde oder so. Aber die sprechen auch Englisch mit dir?
Vielleicht vor Aufregung. Ja, ich weiß nicht, warum ich das so... Dann auf einmal höre ich mich an, als hätte ich noch nie Englisch gesprochen. Aber ich glaube, das ist die Aufregung. Meinst du nicht gerade so die Nervosität, wenn man vor der Klasse redet? Meinst du nicht, dass es das, wenn der Lehrer dich so direkt dran nimmt?
Ja, vielleicht. Ja, weil du sprichst ja sehr gut. Kurz vor Ende habe ich auch nochmal eine Frage an dich. Papa hat sich nämlich auch eine gute Frage überlegt. Darf ich? Warum wirst du eigentlich so oft gebannt. Auf TikTok und auf allen anderen Portalen? Ist alles gut bei dir sonst? Es läuft alles? Darauf musst du nicht antworten. Warum hast du mich und Mama geblockt?
Ja, weil ich wollte nicht, dass ihr meinen Account seht. Ich mache da nichts Schlimmes drauf. Nee, glaube ich dir. Klar, ich sehe da trotzdem deinen Account. Ich glaube, weil ihr tanzt und sonst nicht so cool, wenn Papa dazu kommt. Nein, ich poste gar nicht. Und trotzdem dürfen wir euch nicht zugucken? Ja.
Ich bin eh nicht auf TikTok unterwegs. Und jetzt gibt es noch wirklich eine spannende Frage und die interessiert mich auch. Die interessiert Papa, glaube ich, auch. Möchtest du immer noch aufs Internat gehen, Alia? Und wenn ja... Nee, es ist völlig okay, Alia. Du kannst auch wirklich frei antworten. Niemand ist dir böse.
Du weißt, dass Papa und Mama das ein bisschen beschäftigt. Aber es sind deine Entscheidungen. Du wirst jetzt älter. Und wenn ja, in Deutschland oder was stellst du dir vor? Also erstens droht ihr mir immer damit. Und wenn ich aufs Internat gehe, Wie könnt ihr mir nicht mehr drohen, so noch einmal und du gehst aus dem Internat.
Achso, da wolltest du sozusagen abkürzen. Ja, aber ihr werdet es natürlich nicht machen. Eben. Was? Wir werden es nicht machen? Ihr seid so Alltalk und dann... Oh, das hat Montre auch gedacht. Oh, du kannst dich ja mal mit deinem älteren Bruder mal unterhalten. Ja, okay, aber ich habe euch gefragt, ihr habt nein gesagt und dann hat man angefangen zu weinen.
Auf deinem Podcast, da warst du... Ja, wenn ich mir vorstelle, stopp, diese Vorstellung, dass das wirklich passiert, Das war bei Montre auch so. Natürlich weine ich. Bei Montre hat Mama auch richtig krass geweint. Ich konnte nicht mal zum Bäcker gehen morgens und seine Streuselschnecke sehen, die ich ihm sonst immer mitgebracht habe.
Das ist ganz schlimm. Man gewöhnt sich dran und dann ist es was ganz Tolles. Entschuldigung, Alia, du musst ein paar Sachen verstehen. Dass wir, also Mama und Papa, euch gegenüber vielleicht ab und zu auch mal so, hart erscheinen oder vielleicht jetzt mal so irgendwie so oder ungerecht oder was auch immer.
Aber wenn ihr dann mal weg seid oder wir miteinander irgendwie sprechen oder auch mal für uns alleine sind, dann tut uns das ganz oft natürlich auch total leid und viele Dinge machen uns auch traurig. Aber es liegt oft natürlich in unserer Verantwortung als Vater und oder Mutter, Dinge zu machen, obwohl wir natürlich nicht danach sitzen. Erzählungstechnisch.
Genau und dann so, yeah, Gott sei Dank, jetzt sind sie weg oder was auch immer, ganz im Gegenteil. Und dann reden wir, macht es Sinn, wenn das wirklich ein Wunsch ist? Also, na klar. Und deshalb fragen die Zuhörer, ist es dein Wunsch oder wäre es irgendwann dein Wunsch? Weil ich weiß ja, dass einige deiner Freundinnen, so kam ja das Thema auf, einige deiner Freundinnen nächstes Jahr oder übernächstes Jahr aufs Internat gehen oder College oder was auch immer.
Und ob du dir dann... College? Ja, irgendwann dann das College. Wir sind noch ein bisschen jung. Ja, nach der 10. Das sind jetzt noch zwei Jahre, Alia. Dann kommt schon College. Doch, nach der 10. gehst du aufs College. Nein? Nach der 12. Nach der 12. Okay. Okay, dann reden wir rein vom Internat. Kommt es für dich in Frage, also denk mal drüber nach, war das ernst gemeint für dich und kannst du dir das vorstellen und wenn ja, wo?
Also ich würde schon gerne mit meinem Pony gehen wollen, weil ich möchte halt nicht aufhören zu reiten. Irgendwo, wo man mit dem Zug oder mit dem Auto hinkommen kann, weil... Das war ja klar. Ja. Alia nicht gerne fliegt. Ja und ähm... Kann man sein Pferd auf jedes Internat mitnehmen? Nein, das geht nicht so so.
Aber stellst du dann so vor, England oder Schweiz oder was? Gibt es ja auch tolle. Kann man nach England fahren von hier? Ja. Okay, ja. Ja, kann man. Musst aber richtig lang bis zum Tunnel. Nicht schlimm. Oder Fähre. Ja. Also ich könnte mir schon Schweiz, Österreich oder England oder sowas vorstellen.
Aber wäre es so ein richtiger Wunsch, aufs Internat zu gehen? Oder sagst du, wenn du auf der Schule bleibst, auf der normalen Schule, dann wäre das für dich auch in Ordnung? Also ich würde natürlich auch auf der normalen Schule bleiben, weil ich habe da auch Freundinnen, aber so meine, einer meiner engsten Freunde geht halt so, also möchte halt so, also ihre Mama sagt auch so, dass sie nächstes oder übernächstes Jahr so aufs Internat gehen soll. Und warum? Hat sie mal gesagt, warum?
Nee, also sie war auch auf dem Internat und ihr Bruder auch und die fand das halt einfach besser. Es ist auch eine tolle Sache. Ich habe es bei Montre auch gesehen, viele verteufeln das ja und sehen das als Strafe. Kinder sowie auch Zuhörer oder andere Eltern sehen das als Erziehungsmaßnahmen oder Strafe.
Ich sehe es als bei manchen... Als wirklich Entwicklungshilfe und absoluter Sprung in die Selbstständigkeit loslassen, du knüpfst für dein Leben Kontakte. Also es sind ja auch wirklich unglaublich tolle Internate, es gibt ja unglaublich tolle Sachen. Und man fokussiert sich da sehr auf die Schule, hat ganz viel Sport, es ist alles geballtert.
Ich hatte zum Beispiel, wir hatten mit Montreale, dass du das ein bisschen verstehst, wir hatten halt nur ein Konfliktthema jemals mit Montreale und das war immer die Schule. Hausaufgaben vergessen, nicht lernen, Arbeiten vergessen und das hat auch unsere Beziehung belastet mit Montri, also die Beziehung mit Montri, und dann haben wir auch mit dem Internat telefoniert und die haben gesagt, wenn das dann wegfällt und auf einmal war das total angenehm, er kam nach Hause, dieser ganze Ballast war ja ausgelagert aufs Internat, und dann hatte man einfach eine schöne Zeit, wenn man zusammen war und das entspannt dann auch total die Beziehung, das haben wir ja nicht, dass wir irgendwie Stress haben mit der Schule, so wie bei Montri früher.
Und dass das viele immer so als Abschieben sehen und jetzt habe ich damit nichts mehr zu tun, das stimmt gar nicht. Man sorgt sich umso mehr und sucht für eine wirklich gute Lösung und ich kenne eigentlich kaum jemanden, wir kennen viele, die auf dem Internat waren und ich kenne kaum jemanden, wo das nicht positiv gefruchtet hat, und wirklich für die Entwicklung ganz, ganz, ganz maßgebend war und ich habe Freundinnen gesehen, da habe ich bei den Kindern, das hätte wirklich sein gemusst, sie haben es nicht gemacht und, schwierig dann im weiteren Verlauf und bei dir ist es kein Muss.
Du bist eine wirklich wunderbare Schülerin und es gibt überhaupt gar kein Problem oder keinen kritischen Punkt, aber wir dachten eben, da deine Freundinnen sich irgendwann lösen, diesen Schritt ins Ausland machen, dass das wirklich dein Wunsch war. Aber du bist jetzt gerade mal 14, du bist 14. Ich glaube, du hast noch ein bisschen Zeit, oder? Also bei mir ist das mit Schule so, unsere Schule endet ja relativ spät, um 4.05 Uhr.
Und danach gehe ich halt reiten und dann, es dauert immer etwas länger, weil ich muss noch aussatteln und absatteln und sowas, und die Fahrt ist halt auch echt lange und dann direkt, wenn ich vom Reiten komme, essen wir Abend und dann habe ich bis 9.30 Uhr, weil ich gehe um 9.30 Uhr schon ins Bett, weil ich immer müde bin.
Doch schon ist gut, du bist ja doch klein. Schon um 9.30 Uhr, Mensch. Und dann habe ich halt nicht so viel Zeit, um meine Hausaufgaben zu machen und dann vergesse ich immer, mein Eintritt zu laden und dann muss ich immer der Schuhe mit drei Prozent abladen. Living on the edge. Ich glaube, wir werden unser Bestes tun, damit du mehr Zeit hast, um deine Hausaufgaben zu machen.
Ich weiß, was du meinst. Du hast einen sehr vollgepackten Tag. Natürlich, du hast eine Ganztagsschule, du hast ein Hobby, was dich einnimmt, aber weißt du was, Alia? Das ist genau der Plan dahinter, warum ihr Pferde habt und warum ihr auf so eine Schule geht, damit ihr in eurer Jugend eben keine Zeit habt.
Echtigen Freiraum für so Bullshit. Genau, um auf der Straße rumzuhängen, auf komische Ideen zu kommen. Und genau das ist wirklich die Idee. Wir haben ja darüber gesprochen. Du kommst jetzt in die Highschool, Schule wird anstrengender. Wenn du nicht mehr sechs Tage die Woche reiten möchtest und nur noch vier, also das ist ja für uns völlig okay, oder nur noch drei in Klausurenphasen.
Deshalb sind die an Berittiponys. Ich sag ja, ihr habt einen Spielraum und ihr könnt immer mit uns reden, wenn was zu viel wird. Aber dann müsst ihr eben auch mit uns reden. Aber ich mag ja Reiten mehr, als so für die Schule zu lernen. Ja. Dann machen wir es bei dir wie mit Isa. Keine Schule mehr, nur noch Reiten und Fußball. Okay, aber Reiten ist so ein Minussport.
Du bist nicht reich, meinst du? Doch, also wenn du so gut wie Richard Vogel bist, dann schon. Mein was? Wie Richard Vogel, weil der ist ja ganz gut. Oder Isabel Wehrt, die Spitzenreiter. Also die Mbappes oder was? Genau. Ja, aber das kann ich nicht werden, weil ich bin jetzt 14. Aber das werde ich mal.
Ja, ist das deine Ambition? Ist das dein so Goal? Ja. Cool, finde ich gut. Ich hatte keine Ziele gehabt, als ich in deinem Alter war. Ich wusste nicht irgendwie, was ich nach der Schule so beruflich machen möchte. Ich war jetzt auch nicht jemand, der gesagt hat, ja, ich bin Fußball verrückt oder Reiten oder Tennis oder was auch immer. Nur ich habe immer alles so auf mich zukommen lassen.
Finde ich cool. Aber guck mal, es ist doch gut geendet. Toi, toi, toi. Halbwegs, nein, Joke. Naja, doch, halbwegs gut geendet, natürlich. Ich habe eine tolle Frau, ich habe wunderbare Kinder. Kann mich nicht beklagen. Also ich bin absolut gesegnet, definitiv. Dann gibt es jetzt noch eine Abschlussfrage, Alia, die, glaube ich, auch brennt, auf der Zunge liegt bei einigen, weil sie fragen, Alia, das ist der Klassiker, dass das gefragt wird, weil das kriege ich auch oft um die Ohren gehauen.
Wir reden ja sehr offen über private Dinge, anders als viele anderen, weil machen wir auch zu Hause. Also wir reden ja schon sehr offen über alles. Wir sind einfach so. Wie ist das für dich? Also ich finde, ihr könnt machen, was ihr wollt, weil ihr seid erwachsen und, mich stört es halt nicht, weil ihr seid nicht ich und...
Also es sind eure Entscheidungen und ich kann nichts über euch bestimmen, aber mich stört es eigentlich nicht. Süß, fand ich auch ganz toll neulich, dass du, weißt du noch, bist du zu mir gekommen? Es ging um so eine Sache, die hat jemand entdeckt auf deiner Schule, es ging dann irgendwie im Internet viral.
Dann bist du zu mir gekommen und hast gesagt, Mama, in unserem Gruppenchat oder Klassenchat oder einer hat gesagt, als ihr da und darüber geredet habt, da erinnerst du dich? Und dann hast du aber gelacht. Da habe ich dich gefragt, oh, ist das schlimm für dich? Erinnerst du dich an die Situation? Und dann hast du gelacht und hast gesagt, nee, die finden es auch nicht schlimm und das hat mich sehr erleichtert, muss ich sagen, weil ich dachte, oh, ich hätte verstanden, wenn du jetzt sagst, so, Mama, ey, finde ich gar nicht gut oder reiß dich mal zusammen.
Was ich auch gut finde, ich meine, wir bekommen ja auch dann instant ja auch, genügend Kommentare auch zurück, das ist ja auch fair enough, weißt du, so glaube ich, halten wir uns gegenseitig immer auf einem Level, dass beide Seiten wissen, dass man jetzt dem anderen gegenüber nicht zu übergriffig wird und so.
Ja, aber es war einfach so, wenn du uns erzählst, dass wir wieder scammig sind und so, dann wissen wir, okay, alles klar, Alles klar, gut, dann sehen wir uns morgen früh. Nee, weißt du, ich glaube, wichtig ist eben genau das, was man mal angesprochen hat, dass wir für uns intern, dass alles, was ist so für uns als Familie in Ordnung ist, ist das Einzige, das Wichtigste, was zählt.
Was andere Leute sagen. Keiner da draußen, weder deine Lehrer, deine Mitschüler, deine Freunde, dein Arbeitgeber, der Busfahrer, die Leute sind erstmal egal. Wichtig sind deine Geschwister, deine Eltern und alles andere. Wenn die intern alle miteinander okay sind, das ist das Wichtigste. Schön, dass du da warst. Ja, danke. Ich kann noch Stunden weiterreden, weil ich selber gespannt bin, was du sagst.
Mir bleibst du ja noch ein bisschen erhalten. Du kommst jetzt noch mit zum Arzt. Papa fährt jetzt noch mal kurz zur Migräne-Botoxen. Ja, und ich komme nicht mit, nur ihr beiden, oder wie? Ja, aber mit dir habe ich ja, du bist ja eh mein Robin. Batman und Robin. Oder ich bin eher dein Robin, wa? Ich fahre jetzt aber gleich mal zurück. Das ist mir ein bisschen viel Beifahrer. Und so wie du fährst, ey, das geht auf keine Kuhhaut.
Alia, bitte, tu mir einen Gefallen. Wenn Mama jetzt gleich fährt, ehrlich, wenn wir fertig sind und an unserem Ziel ankommen. Sei offen und ehrlich und sag, wer entspannter gefahren ist. Okay? So, also Alia, erstmal vielen, vielen Dank. Schön, dass du freiwillig mit dabei warst. Ja, Betonung auf freiwillig.
Nee, war nicht so schlimm, wie ich dachte. Schön, das freut uns wirklich sehr. Danke dafür. War das dein erstes Mal? Nee. Als ich mal krank war, seid ihr eingesprungen, ne? Aber es waren ich und Leida zusammen. Macht dir das mehr Spaß? Ja. Ja, dann machen wir nächstes Mal eine zusammen. Können wir auch machen.
Oder vielleicht du mal mit Isa oder mal mit Jibi. Nee. Nicht mit Jibi. Sonst streiten wir nur. Also Leute, danke, dass ihr dabei wart. Ich hoffe, ihr habt ein bisschen Spaß gehabt. Einen kleinen Einblick in unser Vater-Mutter-Tochter-Gebilde-Konstrukt. In unserer kleinen Großfamilie. Wenn ihr Bock habt, seid ihr nächste Woche wieder dabei.
Wenn ihr das hört, dann seid ihr mitten, eigentlich theoretisch in der Sommerpause, die wir aber extra haben ausfahren lassen. Es gibt keine Sommerpause. Jede Woche durchgehend auch diesen Sommer im Bett mit Anna-Maria und Anni ist euren Lieblings-Podcast und ja, ich hoffe euch geht's gut. Ich hab grad einen miesen Korb bekommen, hast du nicht gesehen?
Hier unsere Käse. Ne, ich hab grad die Zuschauer und Zuhörer verabschiedet. Da muss ich kurz... Hast du die Augen zugemacht beim Sprechen? Ich hab so aufs Mikrofon runter geguckt. Also Leute, zwei Wochen exklusiv bei RTL Plus und ansonsten danach überall, wo es Podcasts gibt und der Videopodcast, also wir in Bild und Ton, nur bei RTL Plus, aber natürlich völlig kostenlos.
Also, bis bald. Ciao. Tschüss.