
Im Krisenmodus· Folge 112
Ukraine: Posad-Pokrowsk – Dorf am Wendepunkt
Mittwoch, 24. September 2025 · 29 min
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Shownotes
Als russische Truppen 2022 Posad-Pokrowske unter Beschuss nahmen, flohen fast alle der 2400 Bewohner. Zurück blieb ein zerstörtes Dorf. Seit Ende 2022 begleitet FUNKE-Kriegsreporter Jan Jessen die Rückkehrer und ihren Kampf um Normalität.
In dieser Folge von „Im Krisenmodus“ geht es um Viktor, der sein Dorf niemals verlassen würde, Iryna, die trotz Tiny-Haus und zerstörtem Rohbau weiter Tomaten und Gurken zieht, und Oleh, der mit seiner Initiative „Mehr Taten, weniger Worte“ Wasserleitungen verlegt und Parks baut.
Es geht um Beerdigungen, Korruptionsgerüchte und Zukunftsträume – und um die große Frage: Kann Posad-Pokrowske wirklich wieder Heimat werden?
Gäste & Stimmen in dieser Folge:
– Oleh Dolholutskyi, Initiator „Mehr Taten, weniger Worte“
– Viktor, 77, Rückkehrer
– Iryna, 72, Rückkehrerin
– Pfarrer Viktor Kravchuk
– Gebetsgesänge einer Beerdigung
🧭 Kapitelübersicht
1 | Ein Dorf im Krieg – Jans Rückkehr nach Posad-Pokrowsk
Wie ein Frontdorf fast ausgelöscht wurde – und warum Jan seit 2022 immer wieder dort berichtet.
2 | „Ich werde mein Land niemals verraten“ – Viktor
Ein 77-Jähriger kehrt zurück und zeigt, wie stark die Bindung der Alten an ihre Heimat ist.
3 | „Jeden Tag Angst, wieder fliehen zu müssen“ – Iryna
Eine Witwe zwischen Tiny-Haus, zerstörtem Rohbau und kleinem Gewächshaus.
4 | „Vielleicht gibt es ein Kino, vielleicht einen Park“ – Oleh
Der Helfer des Dorfs spricht über seine Vision – und die harte Realität des Wiederaufbaus.
5 | Glaube, Gerüchte und Beerdigungen – der Pfarrer
Kirche, Korruptionsgerüchte und die Bedeutung, im eigenen Dorf begraben zu werden.
6 | Wendepunkt oder Stillstand? – Jans Fazit
Warum Posad-Pokrowsk für den Wiederaufbau der ganzen Ukraine steht – und wie es weitergehen könnte.
🎧 Hör-Empfehlungen
Podcast-Folge aus dem November 2024: Über 1000 Tage Krieg in der Ukraine (nrz.de/podcast/article407770771/ueber-1000-tag…)
Podcast-Folge aus dem Mai 2023: über den Wiederaufbau im Dorf Posad-Pokrowsk (morgenpost.de/podcast/article405190835/possad-…)
Podcast-Folge aus dem Dezember 2022: über Weihnachten im Krieg im Dorf Posad-Pokrowsk (open.spotify.com/episode/1hnksiB8uQRqhpRoBp2uBA)
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Im Krisenmodus ist ein Podcast der FUNKE Mediengruppe
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Das hier ist so ein bisschen der Klang eines Dorfes, das im Krieg fast ausgelöscht worden wäre. Posa Pokrovsk im Süden der Ukraine. Das ist ein Ort, den ich seit fast drei Jahren begleite, den ich immer wieder besuche und dort auch mit den Einwohnerinnen und Einwohner spreche. Ein Ort, in dem fast jedes Haus im Krieg zerstört worden ist.
Und ein Ort, an dem die Menschen trotzdem wieder anfangen, ihre Toten zu beerdigen, ihre Kinder in die Schule schicken zu wollen, ihre Gärten zu bestellen. Wegen des russischen Angriffskriegs waren hier eigentlich fast alle Einwohnerinnen und Einwohner geflohen. Ein Drittel ist aber mittlerweile zurückgekehrt.
Die große Frage ist heute, und da steht Posapokrovsk eigentlich so ein bisschen als kleines Teilchen für das große Ganze, Wird Posa-Pokrovsk wirklich ein lebendiges Dorf wieder oder bleibt es eine Trümmerfrühste, in der die Menschen mit großen Versprechungen abgespeist werden? Im Krisenmodus, der Podcast aus Krisen- und Kriegsgebieten aller Welt mit Journalist Jan Jessen.
Willkommen zum Krisenmodus. Bin Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter für die KUNKE Mediengruppe. Meine Texte und Reportagen lest ihr in der NAZ, der WAZ, dem Hamburger Abendblatt, in der Berliner Morgenpost und in allen anderen Zeitungen und Portalen unserer Mediengruppe. Seit Ende 2022 reise ich immer wieder nach Rosapokrovsk. Das ist ein kleines Dorf zwischen Kherson und Mikolaiv im Süden der Ukraine.
Dieses Dorf war über mehrere Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 Frontdorf. Da war ein Hügel jenseits des Dorfes. Es haben russische Streitkräfte gelegen, im Dorf selber die ukrainischen Streitkräfte. Und die haben sich da über mehrere Monate hinweg beschossen gegenseitig.
Und dieses ganze Dorf ist in eine Ruinenlandschaft, in eine Wüstenlandschaft verwandelt worden. Die hatten also pro Tag teilweise um die 400 Einschläge. Also jedes Gebörde wurde zerstört damals. Und wir sind damals dahin gekommen, als wir nach Kherson gefahren sind. Kherson, das ist die einzige Regionalhauptstadt gewesen, die die Russen seinerzeit besetzen konnten nach ihrem Überfall. und wollten eigentlich eine Geschichte über Kherson machen und die Frage, wie ist das Leben da jetzt nach der Befreiung.
Und dann sind wir eben auch durch Posa Prokofs gefahren und haben eben gesehen, dass das Dorf eben komplett zerstört war, aber wir haben eben auch Menschen in diesem Dorf gesehen. Und dann sind wir da reingegangen und haben uns mit denjenigen unterhalten, die da zurückgekehrt sind. Und das war super spannend.
Die haben uns also erzählt, dass von den jemals 2400 ungefähr Einwohnerinnen und Einwohnern fast alle geflohen waren seinerzeit, bis auf 30, die da geblieben sind. Alte Menschen, behinderte Menschen, die eben nicht fliehen konnten oder nicht fliehen wollten. Die haben in den Kellern geschlafen. Die haben jeden Tag diese Bombardements miterlebt. Einige von ihnen sind auch gestorben. Insgesamt 17 Tod hatte das Dorf.
Und als wir dann im November 22 zurückgekommen sind, da standen noch ausgebrannte Panzer in den Gärten. Es lagen über Blindgänger. Es gab kein Strom, kein Gas, kein Wasser. Dann haben wir auch jemanden kennengelernt, Oleg. Über den hört er gleich auch noch mehr. Oleg, den hatten uns die anderen Dorfbewohnerinnen und Bewohner empfohlen, weil sie gesagt haben, das ist ein Mann, mit dem du mal reden musst.
Denn Oleg ist während der Kampfhandlung, obwohl er eigentlich geflohen war mit seiner Familie, hat zwei Söhne, seine Frau, die sind abgehauen wie alle anderen, nach Venezia ins Zentrum der Ukraine. Und hat dann aber Dokumente vergessen und Geld vergessen im Dorf und ist deswegen zurückgefahren. Hat gesehen, da sind noch 30 Leute, die im Dorf geblieben sind und für die hat er dann überlegt, muss ich was tun? und Oleg ist dann über Monate während der Kampfhandlung immer wieder in das Dorf gefahren, hat da Lebensmittel reingebracht, hat da Medikamente reingebracht und andere Dinge.
Hilfsorganisationen haben sich damals nicht in das Dorf reingetraut während der Kampfhandlung und dann habe ich gedacht, naja, dann kann man ja vielleicht mit Oleg zusammenarbeiten und das haben wir dann auch getan. Also wir haben als Funke Mediengruppe dann sehr, sehr viel Geld gesammelt, 40.000 Euro waren das damals, haben auch Geld von anderen Spenderinnen und Spendern bekommen und sind dann mit dem Hilfstransport im Dezember 2022 in das Dorf gefahren.
Da waren an Bord Generatoren, da waren Solarlampen, da waren Inverter, da waren Powerbanks und anderes, damit die Leute dann zumindest mal im Winter ein bisschen Licht haben. Sie hatten auch Kettensägen dabei, damit sie Feuerholz klar machen können und sowas. Und das war eigentlich eine ganz tolle Aktion und es war natürlich auch wunderbar zu sehen, als sie uns dann die ersten Bilder geschickt haben, nachdem sie die Solarlampen installiert hatten, dass dieses Dorf also wieder Licht hat.
Oleg hat mittlerweile eine Initiative gegründet, mehr Taten, weniger Worte. Und zwar hat er die gegründet, weil er ziemlich enttäuscht ist über die Regierung, da kommen wir gleich noch drauf, die ja so große Versprechungen gemacht hat, die Posapokovs in einem Modelldorf entwickeln wollte. Der Präsident war da, Selensky, in diesem Dorf im Frühjahr 2023.
Und naja, aus den großen Versprechungen ist relativ wenig geworden. Deswegen hat Oleg mit Freunden diese Initiative gegründet. Und er verlegt unter anderem Wasserleitungen, hat Dächer von 140 Häusern gedeckt, hat Gasflaschen verteilt an gerade ältere Leute, damit die im Winter kochen können. Und er hat versucht, eine Perspektive zu schaffen, wo andere längst aufgegeben haben.
Ich bin von hier, meine Väter und meine Großväter sind von hier und ich werde mein Land niemals verraten. Das sagt Viktor. Der ist 77 Jahre alt. Er war auch wie nahezu alle anderen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner geflohen, aber ist 2023 zurückgekommen. Und mittlerweile leben rund 750 Menschen im Dorf. Das waren mal mehr.
Das waren mal um die 830 im Sommer vergangenen Jahres. Aber weil die Situation im Dorf eben so ist, wie sie ist, sind jetzt wieder ein paar abgehauen. Und Viktor, wie gesagt, der möchte bleiben. Er sagt, mein Vater ist hier gestorben, meine Großväter sind hier gestorben und beerdigt worden. Das hört man übrigens ganz häufig auch in den ganzen anderen Dörfern in der Ukraine, die wir so besucht haben und wo teilweise dann eben noch Menschen geblieben sind, obwohl da Kampfhandlungen sind.
Und gerade im Osten der Ukraine, da ist immer wieder die Ansage, ich möchte hierbleiben, gerade von den älteren Menschen, ich möchte hierbleiben, weil meine Eltern, weil meine Großväter, meine Großeltern hier beerdigt worden sind. Und ich möchte auch hier beerdigt werden. Viktor hat, wie gesagt, das geflohen, aber ist zurückgekommen und sagt eben, ich möchte hier einfach sein, egal wie schwer das Leben ist.
Und ein Problem ist Wasser. Also es gibt immer noch nicht genügend Wasserleitungen, die das Dorf versorgen. Deswegen gibt es eben diese zentrale Wasserstelle, wo ich Viktor getroffen habe, wo er dann Wasser abgeholt hat, um seinen Garten zu verbessern. Klar ist, er kommt eben auch aus einer Generation, die die Heimat nicht aufgeben will.
Ja, wie gesagt, Wasser ist ein Riesenproblem. Es sind Leitungen gelegt worden, teilweise eben von privaten Leuten wie Oleg, teilweise von der Regierung. Aber es ist immer noch nicht genügend Wasser da. Wenn man durch das Dorf fährt, sieht man das auch. Es ist viel gemacht worden, also über die ganzen Jahre. ich war jetzt ein paar Mal, In Prosa Pro Cross, wir haben auch immer wieder mal in diesem Podcast über das Dorf berichtet. Die Folgen packen wir euch in die Shownotes rein.
Und ja, wie gesagt, es ist einiges passiert. Man sieht Bauaktivitäten im Dorf, aber es ist eben deutlich hinter dem, was die Leute sich eigentlich gewünscht haben. Und an dieser Wasserausgabe im Ort, da habe ich auch Irena getroffen. Sie ist 72, sie ist dann mit dem Fahrrad angekommen und hat also sechs große Plastikflaschen dabei gehabt, die sie eigentlich am Lenker aufgehängt hatte.
Und die wollte sie ja füllen, das hat sie dann auch gemacht. Und wir haben dann gesagt, pass mal auf, lass uns zu dir fahren, wenn das okay für dich ist, zeig uns mal, wo du wohnst und wie du lebst, weil sie uns immer auch erzählt hatte, dass ihr Mann gestorben sei. Sie ist also mit ihm in das Dorf zurückgegangen, weil er unbedingt zurück wollte.
Und er ist dann nach einem Jahr in einem Schlaganfall gestorben. Jetzt lebt sie mit ihrem schwerbehinderten Sohn in so einem kleinen Tiny-Haus, einem Fertighaus, das eine Hilfsorganisation gebaut hat. Von denen gibt es mehrere in diesem Dorf. Das waren so, die ersten Sachen, die in dem Dorf gemacht worden waren, waren die Abdeckung von Dächern, einfach durch die einfache Planen.
Das habe ich dann auch mal geschrieben, das ist das Dorf der blauen Dächer, weil überall eben diese blauen Plastikplanen drauf waren, damit die Bausubstanz darunter eben nicht komplett kaputt geht. Und es gab diese Tiny Houses, das sind wirklich so ganz kleine Häuschen, auch aus so einer Art Plastik, die ziemlich schnell aufgebaut werden können und wo heute immer noch einige von diesen Menschen leben.
Und ja, dann muss man auch sagen, dass das Prostapokowsky ist auch noch ziemlich nah am Kampfgeschehen. Zwei Tage bevor wir da hingekommen sind, ist ganz in der Nähe ein großes Munitionsdepot explodiert. Das war wohl ein sehr großer Krach, eine große Explosion, die es da gegeben hat. Und was sie uns auch erzählt haben, die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, dass im Grunde genommen jede Nacht Die Drohnen zu hören sind, die über das Dorf fliegen. Diese Schahid-Drohnen, die die Russen quasi jede Nacht in die Ukraine reinjagen, eben machen so einen Sound wie so ein Motorrad, wie so ein hochtoriges Motorrad.
Das hört man also sehr, sehr deutlich und das hören sie eben auch jede Nacht. Und insofern haben Menschen wie Irina auch durchaus Sorge, dass sie vielleicht irgendwann das Dorf nochmal verlassen müssen. Ja, wir sind besorgt. Jeden Tag haben wir Angst, dass wir irgendwann wieder fliehen müssen. Ja, da gibt es die Angst möglicherweise, dass jetzt die Kriegswalze wieder über das Dorf rollt.
Aber auf der anderen Seite gibt es eben auch Hoffnung und Irene hat mir dann auch ganz stolz gezeigt, in ihrem Garten so ein kleines Gewächshaus. Das ist vom Roten Kreuz gespendet worden und da wachsen Tomaten und Gurken und das ist so ein kleines Stück Normalität. Und ich fand das wirklich toll, diese ältere Dame zu sehen, die in diesem kleinen Tiny-Haus lebt, in dem ihr Sohn liegt, schwerbehindert, er brauchte Windeln.
Einer der Söhne war auch schon gestorben, gefallen als Soldat. Ein anderer außerhalb des Landes, beziehungsweise ein anderer war auch bei den Streitkräften, um den sie sich natürlich auch Gedanken macht. Und sie aber trotzdem nicht aufgegeben hat. Obwohl ihr Mann gestorben ist, einer, der Söhne gestorben ist, ein anderer noch im Feld ist, hat sie nicht aufgegeben.
Ihr altes Haus, das sie mit ihrem Mann aufgebaut hat, das ist in den Gefechten im Jahr 2022 komplett zerstört worden. Jetzt hat die Regierung angefangen, da einen Rohbau hinzustellen, beziehungsweise ein neues Haus zu bauen, aber dieses Haus ist einfach ein Rohbau. Die Außenwände sind zwar hochgezogen, Doch seit Monaten passiert einfach nichts. Das fand sie ein bisschen verwirrend und irritierend.
Sie in diesem kleinen Tiny House, daneben ein eigentlich schönes, großes Haus, falls es mal fertig werden sollte. Aber die Bauarbeiter sind abgezogen. Und Irina hat uns erzählt, das lege daran, dass diese Bauarbeiter nicht bezahlt würden. Andererseits haben uns auch Dorfbewohner erzählt, dass manche der Arbeiter mittlerweile an die Front abgezogen werden.
Das ist übrigens auch etwas, was Oleg ziemlich umtreibt, diesen jungen Mann, von dem ich erzählt habe, der diese Initiative gegründet hat. Der immer wieder Angst hat, wenn er in Checkpoints kommt und da kontrolliert wird, dass er möglicherweise dann direkt von den Rekrutierungsoffizieren mitgenommen wird, im Trainingscamp geschickt wird, um dann an die Front gejagt zu werden.
Also auch ein Riesenproblem, was das Thema Wiederaufbau angeht. Also das gilt übrigens auch nicht nur für Posaprokhovsk, sondern das gilt natürlich auch für den Rest der Ukraine. Es ist ja viel, viel jetzt mittlerweile zerstört worden. Gerade in den Gebieten, die wieder befreit worden sind, versucht man natürlich irgendwie den Wiederaufbau zu gestalten, damit die Leute dann auch wieder zurückkehren.
Aber wenn es einfach nicht genügend Arbeiterinnen und Arbeiter gibt, dann ist das natürlich ein Problem. Und für Irena bedeutet das, sie lebt jetzt erstmal weiter in diesem kleinen Fertighaus im Garten, während direkt nebenan eine Baustelle brachliebt. Und diese brachliegende Baustelle ist ein Symbol natürlich für viele.
Angefangen wird viel, zu Ende gebracht wird wenig. Und wie gesagt, das gilt nicht nur für Arenas Haus, sondern für viele andere, an denen wir vorbeigefahren sind. Also manche hatten sogar schon ein Dach drauf, aber dann ist drinnen überhaupt nichts bezugsfertig. Und das finden die Leute dann eben etwas irritierend, um es vorsichtig zu sagen.
Ja, und Oleg, wie gesagt, das ist der Mann, den wir schon seit langer, langer Zeit immer wieder treffen vor Ort. Jedes Mal, wenn ich da auf Besuch bin, komme ich vorbei, besuche seine Familie, quatsche mit denen, erzähle, spreche mit denen. Und was ich bei denen wirklich toll finde, er meckert viel, ist knatschig über die Regierung, will aber, wie gesagt, auch nicht aufgeben.
Er ist mit seinen Freunden unterwegs, hilft älteren Dorfbewohnern, hat Häuser komplett gedeckt, nicht nur mit der Plastikplanung, sondern eben richtig gedeckt, hat Wasserleitungen verlegt, hat, was ich total toll finde, in seiner Straße, am Ende seiner Straße ist so eine große Freifläche und da haben sie dann einen Park angelegt, haben ein Pavillon gebaut, wo man sitzen kann und einfach mal ein Bierchen oder zwei trinken kann.
Sie haben in die Bombentrichter Bäume gepflanzt und haben einen Spielplatz dort gebaut. Und wie gesagt, das ist so jemand, der anpackt und das finde ich toll. Er ist dann wiederum das Gesicht auf viele des Wiederaufbaus im Dorf. Und dann bin ich mit ihm, wie ich das immer mache, mal durchs Dorf gefahren, um zu schauen, wie hat sich Posapokowska verändert.
Und dann sind wir an den Gedenkplatz gefahren. Das ist im Zentrum des Dorfes. Und auf diesem Gedenkplatz gibt es auch so ein Denkmal, was an die Toten des Zweiten Weltkrieges erinnert, des Großen Vaterländischen Krieges, wie sie den ja in der Region nennen. Und damals, als die Ukraine noch zur Sowjetunion gehörte, und da sind ganz viele, diesen Denkmal, Namen angrabiert von Bewohnern von Brzebukovs, die damals in diesen Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
Und jetzt sind da auch Bilder von Menschen, die im Krieg gegen die Ukraine gefallen sind, sie wählen ukrainische Fahnen. Und ja, Oleg hat ihm da vorgestanden, seine Baseballkappe abgezogen und hat mir dann erzählt, dass einer der Toten, also von den sechs Toten, kannte er fünf, einer ist sein Schwager gewesen, mit vier ist er zur Schule gegangen.
Eine Schule übrigens, die nicht mehr existiert, also die ist während der Gefechte komplett zerstört worden, genau wie der Kindergarten des Dorfes, genau wie das große Kulturzentrum, das liegt alles in Trümmern, das haben sie mittlerweile abgeräumt zumindest, also die Ruinen stehen nicht mehr, sondern das sind jetzt Freiflechten, wo dann irgendwann mal irgendwas gebaut werden soll.
Und in dem Zusammenhang hat Oleg dann nochmal sehr deutlich gemacht, dass er große Angst hat, eingezogen zu werden. Also er ist definitiv kein Mensch, der Lust hat auf Kampf, auf Krieg. Natürlich auch mit dem Mahn im Beispiel vor Augen, was seinem Schrager passiert ist und was seinem Schulkameran passiert ist.
Und er hat dann bei der Gelegenheit auch mal darüber gesprochen, wie er sich seine Heimat wieder vorstellt. Ehrlich gesagt kann ich mir das Moment noch gar nicht vorstellen. Es gibt einfach kein klares Bild. Noch ist nicht wirklich klar, was sie hier überhaupt machen wollen. Was wir bisher sehen, ist nur der Abriss der beschädigten Häuser.
Aber wie es am Ende aussehen soll, das wissen wir nicht. Ich kann nur sagen, wie ich meine Straße und meine Nachbarschaft so vor mir sehe. Da sehe ich wieder aufgebaute Häuser, saubere Straßen vor jedem Hof, gepflegte Vorgärten. Es gibt schöne Wege mit Pflastersteinen, einen blühenden Park mit Spielplätzen.
Da steht vielleicht ein Sommerkino für Kinder, es gibt sogar ein Schwimmbecken. Kinder hätten dort die Möglichkeit, ihre Zeit gut zu verbringen, genauso wie die Erwachsenen. Wenn es ums Dorf geht, dann hoffe ich, dass hier wirklich alles wieder aufgebaut wird. Die Schule, der Kindergarten, vielleicht auch ein neues Kulturhaus, vielleicht sogar ein richtiges Kino.
Vielleicht auch Sportvereine und Sportplätze. Vielleicht gibt es auch einen großen Park mitten im Dorf. Wir sind übrigens vorbeigefahren dort, wo die Schule abgetragen wurde. Sie planen dort einen Park anzulegen. Vielleicht mit einem See. Ob das wirklich so kommt, weiß ich nicht. Wir werden sehen. Das Kino, das hat er übrigens tatsächlich gebaut, also dieses kleine Kino, von dem er gesprochen hat.
Ich hatte also bei dem letzten Mal, als ich da war, konnte ich ihm wieder ein bisschen Geld vorbeibringen, was ich in Deutschland gesammelt hatte. Und dieses Kino ist natürlich kein richtiges Kino, wie man sich das so vorstellt, sondern da haben sie dann einen Beamer angeschafft, Wir haben einen Raum mit so einer großen Leinwand haben und da sind jetzt in der Kinovorstellung für die Kinder des Dorfes, die ein relativ langweiliges Leben natürlich haben.
Also es gibt für die Kinder so gut wie nichts in dem Dorf. Schule wird mit Distanzunterricht gemacht, also online und das mittlerweile, wie gesagt, seit drei Jahren. Und die Kinder, die haben wir dann auch in den Park getroffen, übrigens, da sind es dann irgendwie, oder zumindest ein paar von den Kindern, die dann in den, die ja so Räuber und Gendarm spielen in den Trümmern der Häuser, Videos für YouTube drehen, wo so Gangster gegen gute Gangs spielen, sich dann gegenseitig über den Haufen schießen, also natürlich nur für die YouTube-Videos, aber das ist eben das, mit dem die Kinder sich da beschäftigen und insofern war das natürlich schön, dass Oleg jetzt eben dieses provisorische Kino dahingestellt hat.
Aber wie gesagt, was man eben vor allem sieht in Posapokowsk sind Baustellen, sind Häuser, die irgendwie angefangen wurden, die aber nicht beendet wurden. Was fertiggestellt worden ist, ist die zentrale Straßendorf, also die durch das Dorf durchführt. Posapokowsk kann man sich so vor allem so ein klassisches Straßendorf, also mitten in der Steppe durchführt, eben eine große Landstraße.
Die dieses Dorf teilt. Die Landstraße ist mittlerweile saniert worden. Das ist auch wichtig, weil da natürlich auch militärische Transporter drüber laufen. Es gibt Gasleitungen mittlerweile, aber nicht jedes Haus ist angeschlossen. Auch das müssen die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner größtenteils selber machen, die Anschlüsse legen zu ihren Häusern. Es sind Wasserleitungen gelegt worden, aber eben auch nicht, habe ich auch schon gesagt, für alle Häuser.
Die großen Ruinen sind abgetragen worden, also das Kulturzentrum, die Schule und der Kindergarten. Und irgendwann soll das eben alles neu aufgebaut werden, aber wie gesagt, das dauert eben alles. Es hängen überall im Dorf noch irgendwie Schilder und Bilder von irgendwelchen Architektenbüros, die sich Gedanken gemacht haben darüber, wie die Posapokowska in Zukunft aussehen soll.
Da wurden also, wie gesagt, von der Regierung große Versprechungen gemacht. Es wurde gesagt, Posapokowsk werden ein Modelldorf werden, für die gesamte Ukraine ökologisch wertvoll, nachhaltig und so weiter und so fort. Aber wie gesagt, bislang ist da noch nicht viel passiert. Was wieder läuft, ist die Landwirtschaft im Dorf. Also die meisten Menschen in Posapokowsk leben von der Landwirtschaft.
Das war am Anfang ein Riesenproblem, weil die ganzen Äcker natürlich und die ganzen Felder waren vermint. Beziehungsweise mit Blindgängern verseucht. Und auch das hat gedauert, sind zwei Entmienungsteams da reingeschickt worden, auch von der Regierung, staatliche Entmienungsteams, aber die waren dann personell nicht so aufgestellt, dass sie da wirklich zügig arbeiten konnten.
Führte dann dazu, dass die Bauern dann angefangen haben, selber diese Blindgänger aus dem Boden zu ziehen, was natürlich mega gefährlich war. Also wenn ich dann einfach so eine Granate nehme, den Schlepptau nehme und dann aus dem Boden ziehe, kann ich natürlich mal schnell hochgehen. Leider Gottes sind auch mal vier Menschen dabei gestorben bei so einer Entbienungsaktion in so einem Kanal.
Thema Kanäle ist auch ein Problem für Posa Pukovs, also für die Landwirtschaft, denn die hatten eigentlich so ein ausgeklübtes Bewässerungssystem noch aus Sowjetzeit. Also Kanäle, die sich bis ins Dorf reingezogen haben, so offene Kanäle. Diese offenen Kanäle sind in diesen Kriegshandlungen genutzt worden für die Panzer und Schützenpanzer, die sind da reingefahren, um ein bisschen Deckung zu haben.
Und dabei sind diese Kanäle eben kaputt gegangen, sodass viel von dem Wasser, was da eigentlich durchfließt, mittlerweile versickert im Boden und das bereitet der Landwirtschaft schon große Probleme. Aber wie gesagt, die Landwirtschaft funktioniert jetzt wieder einigermaßen. Ich habe dann bei meinem letzten Besuch auch eine große Wassermelone geschenkt bekommen.
Die Regengegend ist dafür bekannt für den Wassermelonenanbau. Das fand ich ganz nett als Präsent und da habe ich mir auch Zeichen dafür, dass es irgendwie in Pusapokows dort ein Problem vorangeht. Und auch wenn viele der Dorfbewohner das Ganze natürlich kritisch sehen, also das Problem ist ja immer, wenn man Hoffnung bei Menschen erweckt, wie es die Regierung getan hat, wie es der Präsident getan hat, als er in Vorsatz-Bukowsk war, und dann wenig beziehungsweise gar nichts passiert, das ist natürlich das Fatalste, was passieren kann.
Also das macht die Leute dann wütend und sauer oder zumindest depressiv. Aber es sind nicht alle so. Also Viktor, der sehr ältere Mann, von dem ich vorhin gesprochen habe und den nach den vielen Baustellen gefragt habe, der hat erstaunlich gelassen. reagiert. Ich würde jetzt nicht kritisieren. Sie machen das normal. Okay, gut.
Ganz anders klingt jemand, den ich auch schon sehr, sehr lange kenne im Dorf. Der heißt auch Viktor und Viktor ist der Pfarrer des Dorfes. Und dieser Pfarrer, das ist so ein alter, orthodoxer Pfarrer. So ein riesen Rauschebad. Und über den haben wir zwischendurch mal ein bisschen Scherze gemacht, weil ich dem für die Renovierung seiner Kirche auch mal, als er im Dezember 22 da war, 5000 Euro gegeben hatte.
So eine ganz klitzekleine Dorfkirche ist das. In blau mit so einem ganz kleinen Turm. Wir haben ja diese Zwirbeltürme in der Ukraine. Genauso wie in Russland. Und sie sind normalerweise vergoldet, aber dieser Zwirbelturm ist noch nicht mal vergoldet, weil sie das einfach nicht leisten konnten. Die meisten Leute in Posa Pogrovs gehen auch gar nicht zur Kirche und es ging auch früher nicht zur Kirche.
Aber naja, jedenfalls habe ich damals gedacht, im Dezember 2022, das könnte ja auch so ein positives Zeichen für den Wiederaufbau sein, wenn die Kirche saniert wird. Die war nicht ganz kaputt, aber hatte eben Risse im Gemäuer. Deswegen hatte ich Viktor 5000 Euro gegeben und dann war Viktor irgendwann weg mit seiner Ehefrau und dann haben wir im Team dann immer, als wir da hingefahren sind, sind wir auf die Suche nach Viktor gemacht.
Und Nikolai, unser Fahrer, war dann irgendwie ziemlich sauer auf Viktor und wollte ihn die ganze Zeit irgendwie jagen oder was weiß ich jedenfalls. Mittlerweile ist Viktor wieder zurück und dann sind wir tatsächlich dann auch zur Kirche gefahren und wie sich herausstellte, war an dem Tag dann eine Beerdigung, und Viktor hat uns dann auch kurz von Gerüchten erzählt, die im Dorf kursieren.
Sie fangen an, Häuser zu bauen. Sie stellen die Bausätze auf. Aber es hat jemand gesagt, dass die Baufirma aus Kiew wohl Geld gestohlen hat. Das ist eben auch immer wieder was, was als Gerücht durch Posa Pokrovs wabert. Nicht durch Posapokovs, sondern durch viele andere Städte in der Ukraine, dieses Thema Korruption.
Also die Ukraine war ja mal das Land in Europa, was mit am meisten von Korruption verseucht war. Das ist deutlich besser geworden, aber irgendwie hat sich das immer noch gehalten, dass grundsätzlich, wenn irgendwo was nicht läuft, sich irgendwer die Tasche voll gemacht hat, so als Überzeugung. Ob das in Posapokovs der Fall ist, weiß ich nicht, kann ich nicht sagen.
Naja, jedenfalls als wir dann auf dem Friedhof waren, das ist auch so ein uralt Friedhof, wo gehen mittlerweile Leute wieder beerdigt werden. Und da ist dann aus so einem roten, alten roten Transporter ein Sarg rausgeholt worden. Das haben auch Oleg und seine Leute gemacht. Der Transporter war eigentlich einer, den sie gebraucht haben, um die Materialien durch die Gegend zu fahren.
Und dann sind sie eben von Angehörigen der Toten, die er beerdigt worden ist, gefragt worden, ob sie nicht aus einem Dorf in der Nähe, also Richtung Kherson, ob sie da nicht einen Sarg organisieren könnten. Weil bei dieser Sargtischlerei in diesem besagten Dorf, besonders günstige Särge, Problem war nur, dass dieses Dorf mittlerweile schon unter Feuerkontrolle der Russen liegt.
Das heißt also, der Fahrer, der da mit dem Transporter hingefahren ist, um einen Sarg zu holen, ist dann selber unter Beschuss geraten und hat dann auch erzählt, als wir dann irgendwie da am Rande saßen und zugeguckt haben, wie diese alte Dame aufgebahrt wurde, hat uns dann erzählt, dass das schon ziemlich eine sehr adrenalinlastige Reise gewesen sei.
Und ist auch ganz froh, dass er da irgendwie Leben mit dem Sarg zurückgekommen ist. Das fand ich ihm auch nochmal ganz spannend. Naja, jedenfalls haben wir uns dann auch diese Beerdigung angeschaut. Viele Menschen wollen hier beerdigt werden, aber viele wohnen schon in Mikolaiv oder Venezia beerdigt und einige von ihnen haben dort sogar Häuser gekauft.
Trotzdem wollen sie am Ende wieder hierher, zurück in ihr Dorf. Das ist, was der Pfarrer, was Viktor da gerade gesagt hat, was ganz wichtig ist für die Leute. Also ganz viele gerade die älteren Leute, für die ist es ungemein wichtig, dass sie zu Hause beerdigt werden, in ihrer Heimat beerdigt werden, da beerdigt werden, wo ihre Eltern schon beerdigt worden sind, wo ihre Großeltern schon beerdigt worden sind, wo ihre Freunde und Bekannten beerdigt worden sind.
Und das ist eben der Grund, warum sie nicht aus diesem Ort weggehen, aus Kursapokrovsk, obwohl die Situation drei Jahre oder nahezu drei Jahre nach der Befreiung immer noch ein bisschen schwierig ist. Was ich bei diesen Besuchen immer wieder spannend finde und bemerkenswert finde, ist, dass die Leute eben einfach weitermachen.
Trotz dieser mystischen Lage, obwohl sie die Geräusche des Krieges hören, jede Nacht, wie gesagt, drohnen, immer wieder mal auch Explosionen. In Chersenon wird die Lage der Großstadt auch von Tag zu Tag problematischer. Die Front rückt zwar nicht wirklich schnell vor, aber so peu à peu. Und trotzdem bleiben sie eben in diesem Dorf.
Trotzdem glauben sie, dass Kursapokows eine Zukunft hat. Trotzdem sind die Bauern weiter auf den Feldern. Und das finde ich sehr, sehr spannend. Und deswegen, glaube ich, ist es auch ganz wichtig, dieses Dorf weiter zu unterstützen. Das werden wir auch tun. Ich habe deutlich versprochen, dass wir immer wieder und immer wieder mal darauf hinkommen werden. Wir haben jetzt schon ein paar Mal in dem Dorf übernachtet. Vielen Dank.
Es ist sehr rustikal, aber es sind dann auch sehr schöne Abende, wenn man dann zusammensitzt, gerade im Sommer draußen bei Oleg im Garten, wird dann der Whisky auf den Tisch gestellt, selbst gebranter Schnaps. Es gibt sehr rustikales Essen. Das sind immer sehr schöne Abende, wo man über die Sokines quatscht und ja, einfach sehr schön. Und wir werden auf jeden Fall weitermachen, dieses Dorf zu unterstützen.
Für mich ist das Dorf allerdings auch so ein Stück Symbol dafür, wie es mit der Ukraine weitergehen wird. Also vor der Ukraine insgesamt stehen natürlich gewaltige Herausforderungen. Die Regierung versucht, Kriegsschäden zu beheben, orientiert sich aber erst mal an dem, was kriegswichtig ist, also Straßenbau oder die Reparatur von Schienensystemen und ähnlichen Dingen oder der Reparatur kritischer Infrastruktur.
Wenn die Russen mal wieder Umspannwerke zerballert haben oder die Stromnetze kaputt gemacht haben oder Kraftwerke beschossen haben, das sind natürlich die Dinge, die in der Priorität an erster Stelle sind. Und dass wir dazu, dass so Börfer wie Posapokovs dann ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Das drückt auf die Stimmung in der Bevölkerung und wie gesagt, ist auf der anderen Seite dann eben auch die große Herausforderung für die Zeit nach dem Krieg.
Also sollte es mal endlich, hoffentlich bald Frieden geben in der Ukraine, dann steht das Land vor gewaltigen Herausforderungen, was den Wiederaufbau angeht. Wir sprechen da also von Kriegsschäden mittlerweile in Höhe von mindestens umgerechnet 700 Milliarden Euro. Dafür muss Geld organisiert werden, das muss in das Land reingehen, das muss auch so in das Land reingebracht werden.
Das ist eben nicht der Korruption ein Heimfeld. Das sind ja gewaltigere Herausforderungen, vor denen dieses Land steht. Aber auf der anderen Seite sehe ich eben auch an den Menschen, die in Bursa-Pokovs leben, diesen Willen zum Durchhalten, diesen Willen zum Weitermachen und dem Willen eben die Heimat wieder aufzubauen.
Und das ist etwas, was ich immer wieder, wie gesagt, bemerkenswert finde, wenn ich in dem Dorf war. Das war im Krisenmodus. Produziert hat diese Folge Alexander Baumeister. Er ist auch Journalist beim Radiosender der Funke Mediengruppe. Wenn euch der Podcast gefällt, folgt uns, bewertet uns, schreibt uns gerne.
Alle zwei Wochen Mittwochs gibt es eine neue Folge und immer wieder mal, wenn es das Weltgeschehen erfordert, auch Sonderfolgen. Danke, dass ihr heute dabei wart. Macht's gut. Auf bald. Ciao, ciao. Music.