
Wolfgang Grupp Jun. über Druck & Verantwortung im Familienunternehmen | Karriere Insider
Mittwoch, 29. Oktober 2025 · 1 h 08
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Shownotes
.In dieser Folge des Karriere Insider Podcasts spricht David Döbele mit Wolfgang Grupp Jun., dem Geschäftsführer von Trigema – einem traditionsreichen Textilunternehmen „Made in Germany“, das auf über ein Jahrhundert Firmengeschichte zurückblickt. Wolfgang Grupp gibt Einblicke in seine Rolle in der Geschäftsführung, warum Kontinuität und handfeste Werte in einem Mittelstandsunternehmen heute wichtiger denn je sind, und wie er junge Talente sieht, die im Mittelstand Karriere machen wollen. Er spricht darüber, welche Herausforderungen und Chancen der Führungswechsel mit sich gebracht hat, was Mittelstandskarriere im 21. Jahrhundert heißt und welche Skills wirklich zählen, wenn du in einem familiengeführten Unternehmen durchstarten willst.LinkedIn Wolfgang Grupp Junior: linkedin.com/in/wolfgang-grupp-jun-a0228358/Ka… Trigema: trigema.de/unternehmen/karriere/Mein SPIEGEL-Bestseller-Buch: nach-ganz-oben.de/?htrafficsource=organic&… Website: pumpkincareers.com/jetzt-hier-bewerben/?htraff… - Vorschau00:01:30 - Vorstellung & Karriereweg00:05:30 - Einstieg bei Trigema00:08:08 - Überblick Trigema – Geschäft, Größe & Unternehmensprofil00:12:07 - Ein Jahr in der Einkaufsabteilung – erste Erfahrungen bei Trigema00:16:20 - Familienunternehmen übernehmen oder eigenen Weg gehen?00:20:22 - Führungswechsel bei Trigema – Herausforderungen und Chancen00:28:11 - Einblick in den Arbeitsalltag von Wolfgang Grupp Junior00:30:47 - Verhandlungstipps00:32:30 - Mitarbeiter bei Trigema – Studium oder Ausbildung?00:35:23 - Künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken für Trigema00:37:46 - Wachstumstreiber & Meilensteine bei Trigema in den letzten 20 Jahren00:43:23 - Inspiration & Weiterentwicklung00:46:46 - Wie schafft man es, als Unternehmer abzuschalten?00:49:48 - Produktion, Logistik, Vertrieb – die größten Bereiche bei Trigema00:53:38 - Karriere im Mittelstand – warum das für Absolvent:innen interessant ist00:57:25 - Aktuelle politische Lage – Sicht des Mittelstands01:04:03 - Haftung als Einzelkaufmann01:06:09 - Trigema in der Zukunft – Ziele & Ausblick01:07:40 - Outro_____________________________________________Weitere hilfreiche YouTube-Videos:Der Karriere Insider Podcast: youtube.com/@KarriereInsiderPodcastINVESTMENT BANKER WERDEN (Guide): youtu.be/smtlWs5WPUM?si=nLG14-z-VNx0bk0fUNTERN… WERDEN (Guide): youtu.be/jLK24iLsGPM?si=5DlTJvVKLf1FhpnUDie besten Unis für den Bachelor: youtu.be/n-YSo8ss0KsDie besten Unis für den Master: youtu.be/fdKknPZzO4wALLE JOBS NACH DEM BWL-STUDIUM: youtu.be/D1Ssf6uAQlYALLE FINANCE JOBS nach dem BWL-Studium: youtu.be/6kD05whSvEU
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Ich meine, wenn man das aktuell sieht in Deutschland, stottert einfach die deutsche Wirtschaft, dann muss ich einfach vielleicht zu dem Zeitpunkt ein paar Regularien auch wieder lockern, um zu gucken, ok. Man kommt wieder in Schwung, muss man auch mal sagen. Wir sind ja hier ländlich geprägt, auch wenn man dann sagt, okay, man hat in London an der LSI studiert, irgendwie, da wird gleich die Messlatte irgendwie ein bisschen höher gesetzt, obwohl man ganz ehrlich sagt, nach dem Studium konnte ich gar nichts, also das muss man auch mal dazu sagen, also das Studium selber war wichtig, aber jetzt rein intern filmen, technisch konnten die Azubis mehr als ich zu dem Zeitpunkt, dass ich angefangen habe.
Wenn man nicht manchmal so von außen sieht, ja nicht mal so, wenn man sehen würde, dass mein Tagesablauf ist. Ja, also so auch so bisschen irgendwie. Ich sitz halt da und dann kann jeder auf mich zukommen und den Rechten. Beschäftige mich auch mit einfachen Dingen. Ja, und das ist eben wichtig.
Ich bin auch manchmal gerne im Doing, ich gehe gerne bei uns in die Logistik rein und gucke da auch mal oder wenn es halt dann ist, dann helfe ich halt, das Paket nach unten zu tragen, wenn ich zufällig bin. Also das ist bei uns sage ich mal sehr hemdsärmelig und sehr einfach und das macht es aus.
Zumindest ein Haftungsthema also ist das. Also ich meine, als ich hier durchgelaufen bin, ist ja riesengroß, 1200 Mitarbeiter, hast du gerade gesagt, es wurde über über viele Jahrzehnte aufgebaut, hast du da manchmal auch so ein bisschen, vielleicht am Anfang auch? Später auch n bisschen Angst. Und was ist jetzt, wenn ihr jetzt hier in 45 Jahren kann ja auch sein, das ist gar nicht deine Schuld, aber wegen irgendwelchen megasteigenden, Energiepreise oder was auch immer ich hier den Laden im im im Samt Fahr. Dann Wolfgang, Herzlich Willkommen zum Karriere Insider Podcast.
Vielen Dank für deine Zeit heute. Ja, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich super auf das Gespräch. Ich mein, Du hast jetzt einen ganz spannenden Werdegang und auch eine ganz spannende Position, in der du heute tätig bist. Nichtsdestotrotz würde ich bei dir gerne anfangen, wie bei meinen ganzen anderen Gästen in der Schulzeit. Hol uns da vielleicht mal so ein bisschen ab. Bei dir war das schon in der Schulzeit geprägt vom Unternehmertum.
War es für dich damals schon klar, OK, hier Trigema werde ich eines Tages übernehmen beziehungsweise mit übernehmen? Ja, die Frage werde ich oft gefragt. Es ist immer n bisschen schwierig, die auch zu beantworten. Also ich mein, Ich bin mit dem Unternehmen aufgewachsen, also man muss sehen hier in Boarding, wo wir ja gerade auch sind, bin ich gegenüber von der Firma aufgewachsen, so die Firma war immer Teil meines Lebens, ja egal. Ich war als Kind auch hier irgendwie mit den Mitarbeitern bei Firmenveranstaltung alles mit dabei. Und deswegen war man immer n Teil davon und ich hab mir immer gedacht, irgendwie hab ich auch n Wunsch da mal mitarbeiten zu dürfen.
Man hat ja jeden immer gesehen wie man da mit arbeitet und ich hab ich gesagt irgendwann will ich das auch mal machen oder mitgestalten dürfen. Es war aber für mich nie, für mich nie eine Pflicht, das auch zu machen. Also ich hatte ja über meinen schulischen Werdegang da auch gesprochen, ich war dann auch lange im Internat in der Schweiz, habe dann in London studiert, also es waren auch ich konnte alles machen, was ich wollte, also es war nie so, dass es eine Pflicht war, hier dann wieder zurückzukommen.
Und du hast klassisch auch BWL studiert, damals in London. Ich habe ganz klassisch BWL studiert. Ja, ich habe BWL und dann Politikwissenschaften noch als Master gemacht, was mich einfach interessiert hat. Also genauso der klassische Werdegang, den viele ja dann die Unternehmer werden, auch machen. Genau, und da hatte ich auch auf linkedin gesehen, ich glaube einmal ein Praktikum natürlich bei Trigema, aber auch bei Siemens und bei Porsche Consulting, und das fand ich interessant, oder ich glaube, dein, dein Vater ist auch Recht bekannt dafür, dass er, dass er jetzt nicht die allerhöchste Meinung von Unternehmensberatern hat, meine ich mal in dem einen oder anderen Ausschnitt gehört zu haben, war das auf deine Initiative hin oder hat da dein
Vater auch gesagt, OK, vielleicht? Wäre das jetzt auch nicht vollkommen verkehrt, wenn du auch mal was in in der Beratung siehst? Ja, nee, also ich muss sagen, das war auf meiner Initiative hin, ich muss sagen, ich glaube mein, mein Vater meint das mit Beratern auch so, dass er einfach sagt, viele, sage ich mal Strategieberater hier bei Trigema, das ist, sind wir einfach vielleicht auch zu klein, oder das, das bringt auch jetzt nichts, er muss, er hat immer gesagt, er muss seinen sein Geschäft so gut kennen, dass er es selber kann.
Ich selbst sage immer ganz ehrlich, hätte, wäre ich jetzt nicht direkt bei Trigema angestiegen, glaube ich, hätte ich auch die Beraterkarriere mal eine Weile gemacht, weil man sagt, man sieht einfach so viele verschiedene Firmen und auch Herausforderungen in den Filmen oder auch neue Strategien, Projekte, wo man sehr, sehr viel lernen kann.
Und mir hat es sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich, ich bin da gerne einfach in die Firmen da gegangen und habe da mit, ich war ja da Praktikant, durfte da mitschauen oder mithelfen an sich. Und ja, das war aus eigenem und ich wäre eigentlich auch so. Wie gesagt, also wäre ich jetzt nicht direkt ins Unternehmen gegangen, glaube ich, hätte ich wahrscheinlich diese Karriere als erstes gemacht, mal eine Weile um Erfahrungen zu. Sammeln waren dann in deinem Studium. Hast du da viele andere kennengelernt, die einen ähnlichen Background hatten wie du, also die auch irgendwie Perspektive hatten, Familienunternehmen im KMU Bereich oder auch im größeren Bereich zu übernehmen oder war es da schon?
Eher so n bisschen immer für dich, sag ich mal von dem was auch bei dir perspektivisch Anstand nach dem Studium. Das war aber sehr, sehr schön, weil man, weil jeder hatte irgendwie das gleiche Ziel. Jeder hat irgendwie für so, die sag ich mal, Betriebswirtschaft. Gebrennt oder hat das sich interessiert dafür, aber jeder hat einen ganz anderen Background und ich glaube, das war aber auch super schön zu sehen und man muss jetzt auch sehen, wenn ich sehe in denen, die ich studiert hatte, die die viele, die keinen überhaupt keinen Background haben, sind jetzt sehr erfolgreich geworden, weil sie sich eben selbst mit Start UPS oder Sonstiges durchgekämpft haben. Und das war, glaube ich, auch
das Schöne. Also ich war da sicherlich jetzt nicht der 1. Der einzige, der jetzt ein Unternehmen als Background hatte, aber ich glaube, so Familienunternehmen gab es dort weniger O. K. Und dann bist du direkt nach dem nach dem Masterabschluss hier Beiträge immer eingestiegen. Genau, es kam halt irgendwann mal.
Nachdem ich dann 4 Jahre studiert hatte, bin ich dann hat sich sicher jeder immer so beworben zu dem Zeitpunkt. Ich weiß gar nicht mehr, wie das heute noch war, bin ja jetzt auch nicht mehr ganz der jüngste, also es war auch 2013, da haben ja immer meine ganzen Kommilitonen, haben ja dann immer wirklich zig Bewerbungen, also manche sogar 100 Bewerbungen dann im Umkreis, also London und Deutschland und England und Deutschland auch geschickt.
Und auch vielleicht auch anderweitig. Und dann hab ich mir natürlich auch gedacht, OK, was machst du nach dem Master irgendwie, man hatte ja dann die Ambitionen auch mal selbst was zu machen, so n bisschen Geld zu verdienen und irgendwann saß ich dann da und hab mich hab mich auch immer mit vielen drüber unterhalten, hab mir gesagt hey was was machst du jetzt? Und dann war natürlich immer, meine Eltern haben immer gedacht, ja also sie würden sehr gerne natürlich haben, dass ich irgendwie zurück ins Familienunternehmen komm. Und dass man das auch irgendwie da gut gestalten kann, haben wir aber nie ne Pflicht, das muss ich immer sagen. Also es war nur so klar, also sie würden es anbieten und ich bin dann weiß ich noch genau,
bin ich mal da gesessen und hab gesagt, eine Sache die ich nicht will ist, dass ich mich jetzt irgendwo bewebe. Nicht genommen werde. Und dann sage, Ah, jetzt ist Familienunternehmen gut genug. Ja, also ich hab immer gesagt, das muss für mich ne bewusste Entscheidung sein, da auch zurückzukommen, weil ich es will und ich hab auch deswegen keine einzige andere Bewerbung geschrieben, weil es dann für mich relativ schnell im Masterstudium klar war, ey danach gehe ich direkt zurück. Aber muss er sich dann richtig bewerben oder war das ein bisschen unkomplizierter?
Nee, das war natürlich unkomplizierter. Ja, wäre jetzt auch gelogen zu sagen, ja, ich musste da irgendwie so ein Bewerbungsprozess oder irgendeine, was weiß ich da, nee, gar nicht, ja, das war halt ein Gespräch mit meinen Eltern und mir war da nur ganz wichtig, das war, muss man schon sagen, dass ich gesagt hab, ich möchte eine fixe Aufgabe haben, Mhm. Zu dem Zeitpunkt also, wie gesagt, das war 2014 als ich eingestiegen bin, war mein meine mein Vater oder auch meine Mutter.
Meine Mutter ist immer noch und war ja da noch voll drinnen und hat das ja auch alles gemacht und ich wusste okay ich will jetzt nicht irgendwie nur Assistenz der Geschäftsleitung werden und irgendwie, dann weiß ich nicht wie wollen sein wie ich meinen Tag füllen soll, also mir war es immer ganz wichtig auch eine feste Aufgabe zu bekommen, das habe ich auch, also ein bisschen als Bedingung gemacht und dann war es eben gab es die Chance auch 2014, dass. Im März in dem Jahr ist unser Einkaufsleiter in Ruhestand gegangen und dann hat man eben, konnte ich aufrücken im Einkauf und dann war das eigentlich eine ganz schöne Sache. Dann war ich ein Jahr im Einkauf und das war eben ganz gut, da einfach mal reinzukommen, aber
ich glaube, es war wichtig, dass ich eben auch einen täglichen Tagesablauf hatte und auch noch was zu tun. Hol uns vielleicht jetzt, wenn wir das Kapitel Trigema aufmachen, vielleicht einmal so ein bisschen ab. Was ist Trigema, ne, also womit verdient ihr Geld, was, was sind so die Haupt? Haupteinkunftsströme wie groß seid ihr etc. Also Trigema ist eigentlich Produzent von Rundstrickwaren Textilien.
Also wir sind eigentlich ganz klassischer Produzent, vom Garn bis zum Fertigprodukt. Wir haben wir machen Poloshirts, t Shirts, Sweatshirts, Unterwäsche, jetzt produzieren wir eigentlich nur für unsere eigene Marke Trigema, das war aber nicht immer so und wir machen das mit 1200 Mitarbeiter in 3 Standorten hier am Hauptstandort boarding wir.
Wo wir alle Produktionsstufen haben und dann noch in unseren Konfektionsrelken in Altshausen bei Ravensburg und Hechingen, hier auch 15 Kilometer entfernt. Wir sind komplett, sag ich mal, autark, also wir haben durch die, also wir wurden 1919 gegründet und durch die Zeit haben wir immer mehr in Selbstregie genommen, also ursprünglich waren wir Produzent von Unterwäsche für reine Fremdmarken oder auch für Kaufhäuser, also C und A zum Beispiel für die haben wir produziert. Und und dann irgendwann waren haben hat mein Vater, das war ein ganz wichtiger Schritt, 1969 als er ins Unternehmen gekommen ist, die Marke Trigema gegründet. Früher hießen wir Trikot, waren Fabriken, Gebrüder Meyer, also Trigema, ist eine Abkürzung,
Trigema, also Trikot, waren, Fabriken, Gebrüder Meyer immer die ersten Buchstaben. Hat er die Marke gegründet, dann waren wir so ein bisschen im Tennissport. Hat man eben versucht, die Marke auch großzuziehen, und das war ein absolut wesentlicher Schritt, warum es uns heute noch gibt, weil es hat uns unabhängig gemacht.
Wir konnten natürlich dann unter unserer Marke verkaufen und waren nicht abhängig, sage ich mal von anderen, und dann haben wir irgendwann mal, waren wir natürlich im Einzelhandel, dann kamen die, dann kamen auch die Discounter, also wir waren mal größter Lieferant von Aldi Nord im textilen Bereich.
Und dann hat hat mein Vater aber gemerkt, die wollten dann auch Eigenmarke und dann geht es wieder in Preisdruck und dann hat er die eigenen Geschäfte gemacht. Also, und jetzt aktuell haben wir 43 eigene Stores rund um Deutschland, wir verkaufen im Onlineshop und haben B2B Kunden und versus B to C versus B2B. Wie ist da so der Anteil, also wir wir verkaufen circa 40% über unseren B to C Onlineshop.
Circa 40% über unsere eigenen Retail Stores und 20% ist dann B2B, aber B2B bedeutet bei uns filmenkleidung. Also da machen wir jetzt für Industriefirmen, Zahnärzte oder Praxen generell für alles Mögliche machen wir eben Poloshirts, t Shirts mit dem Logo drauf. OK, und das ist ein Großteil davon und quasi also wo es aufhört. Die Produktion ist mir klar ne beim fertigen Poloshirt bei der fertigen Unterhose et cetera, wo fängt es? An, damit man sich das bildlich vorstellen kann. Also ihr kauft das Garn und damit legt ihr los oder schon sogar noch früher.
Nee, also das ist genau der richtige Schritt, wir kaufen das Garn und von dem Schritt machen wir alles selber, also das Garn kommt weltweit ist das natürlich auch eine Börse in Anführungsstrichen, woher die beste Baumwolle kommt oder auch qualitativ die Beste, Wir haben Spinner aus Deutschland, aber auch europaweit, die uns dann das Garn liefern und dann machen wir 50 verschiedene Qualitäten aus verschiedensten Garnsorten.
Okay und hast du davon auch Ahnung, oder? Nee, also ich glaube, was heißt Ahnung. Also ich muss, ich sage immer gleich dazu, werde immer wieder gefragt, ja gut, hast du so richtig textiles Know how nämlich sage ich immer, also wenn wenn du jetzt irgendwie ein t Shirt von mir das ich genäht hätte bekommen würdest das würde ich dir nicht empfehlen ja aber klar habe ich know How wie die Sachen funktionieren ja also grob aber natürlich haben wir wäre auch gelogen zu sagen ich könnte jetzt eine Strickmaschine bedienen ja oder eine Nähmaschine nein aber da haben wir natürlich. Wirklich unsere Abteilungsleiter. Aber ich glaube, ich muss insgesamt den Prozess verstehen und auch die, und das ist eben
ganz wichtig im Detail, wäre das meiner Meinung nach nicht möglich, vielleicht einen Teil, aber nicht alles. OK, und als du eingestiegen bist, hat es gesagt, glaub das erste Jahr quasi warst du in dieser Einkaufsabteilung, wo es genau darum geht Gutes garen möglichst günstig. Zu kaufen oder was war was? Was hat man dort?
Gemacht. Also man muss sagen, unser Einkauf, viele sagen ja immer irgendwie, im Einkauf verdient man das Geld, ja, das ist bei uns nicht der Fall, wir haben eine Wertschöpfung von 78% hier im Haus und unser Einkauf sind, wie ich sag mal, wir haben immer 2 große Komponenten im Einkauf, das Amalgam und Energie. Und dann sind es natürlich sehr viele, auch Zusatzstoffe, also Farbstoffe und so weiter, die auch noch dazu kommen. Aber das sind so die ganz großen Einkaufskomponenten und deswegen im Einkauf war eher für mich nicht sozusagen diese große Thematik.
Preisverhandlung also es war natürlich ein Teil davon, aber auch eher ein bisschen die die Abwicklung, wie es dort läuft. Also man muss sagen, gern machen wir so jahreskontrakte, also das ist meistens so ein Jahreskontrakt, wo wir dann wenigstens einmal eine große Verhandlung im Jahr, da war ich natürlich dabei und haben es auch gelernt, und Energie ist auch immer so ein bisschen, da kaufen wir Tranchen von Gas, haben wir zu dem Zeitpunkt immer eingekauft, das ändert sich jetzt auch, aber ich glaube, was was hat mir im Einkauf so gegeben, ich muss sagen, unser früherer Einkaufsleiter, ich weiß gar nicht, wie lange der bei uns war.
Das war aber ein, der dann in Ruhestand gegangen ist. Das war war ein besonderer Charakter und der hat mir einfach gezeigt, wie man auch verhandelt oder so. Der war dann immer. Es war ein sehr guter Einkäufer und ich habe da einfach viel gelernt, auch so vom täglichen Duing, also ich glaube, das war eben wichtig, einfach mal in diesen Arbeitsprozess auch reinzukommen, was ist wichtig, wie strukturiert man seinen Tag und so weiter weil ich hatte ja vorher klar in in paar praktikas Erfahrung, aber nicht so wirklich im im Arbeitsleben sonst.
Wie alt warst du damals, als du eingestiegen bist? Also das war schon mal 1920 14 und da war ich 2323. Und wie. Wie sind dann die die Lieferanten von euch dir gegenüber begegnet, als auf einmal so ein Dreiundzwanzigjähriger frisch von der LSI ankam und die Verhandlung geführt hat? Haben die versucht, dich erst mal so ein bisschen rauszunehmen? Sozusagen ehrlich sein.
Also ich meine, ich muss so sagen, ich sah, glaube ich auch mit 23 noch führen 23 einen relativ jungen aus, ja, und ich glaube so die die ersten Male erst sind ja auch manche Lieferanten, dass die den Namen gelesen haben, ich habe ja denselben Namen wie mein Vater und dann muss ich ja immer hinten, habe ich bewusst immer Junior dran geschrieben, weil wenn ich eine normale e Mail schreibe, also ich habe ja in meiner E Mail jetzt auch deswegen grobpunktion, aber.
Aber wenn ich da nur drunter geschrieben habe, Wolfgang Krupp, dann haben die so riesen Hoffnungen am Anfang vielleicht gehabt und dann gesagt, Boah, jetzt kommt da der Senior oder wie auch immer und deswegen habe ich das Junior immer relativ stark betont, dass ich gesagt habe, weil ich ja auch kein Mittel nahm und dann ist immer ganz wichtig, dann wollten die natürlich. Am Anfang gab es ja immer viele Termine mit Lieferanten, wollten die sich vorstellen und so weiter und sofort, das ist ja ganz klassisch, aber ich glaube, manchmal waren die dann wirklich überrascht und haben dann gedacht, Boah, also der ist ja echt noch jung und so weiter und dann musste ich natürlich versuchen, mit meiner
wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt auch nicht vorhandenen Kompetenz und einfach auch so tun. Nee OK, also das ist, das ist ein ganz normaler Ablauf, aber da waren natürlich die Erwartungen immer etwas höher, wenn man dann, jetzt muss man mal sagen, wir sind ja hier ländlich geprägt, auch wenn man dann sagt, OK, man hat in London an der LSI studiert, irgendwie, da wird gleich die Messlatte irgendwie ein bisschen höher gesetzt, obwohl man ganz ehrlich sagt, nach dem Studium konnte ich gar nichts, also das muss man auch mal dazu sagen, also das Studium selber war. Wichtig, aber jetzt rein intern filmen. Technisch konnten die Azubis mehr als ich zu dem Zeitpunkt, als ich angefangen hab, wie.
Wurdest du so angenommen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von euch? Wie würdest du das beschreiben? Also? Ja, also wie wurde ich an? Gut, ja so also ich, ich glaube die wussten die ja auch, also es war jetzt für die irgendwie die, wo ich viele kannte, ich also viele sind länger im Unternehmen als ich überhaupt alt bin, also die kennen jede Lebensphase von mir, und das ist ja auch sehr schön und deswegen klar war es so ein bisschen eine Umstellung, weil als man früher immer rüber gekommen ist, hat man ja eher so ein bisschen hallo gesagt, und es war privat oder privater, nenne ich es mal. Und jetzt ist man irgendwie, kommt man rein und. Oder war dann drin und war eben Arbeitskollege und die haben es aber glaube ich gut aufgenommen.
Ich ich hoffe zumindest, dass sie es gut aufgenommen haben und auch vielleicht das Zeichen gesehen haben zu sagen okay gut, es ist ja vielleicht auch was Positives zu sagen, die nächste Generation versucht es zumindest mal. Es gibt ja auch eine Zukunftsperspektive. Kennst du, kennst du andere? Also du wirst bestimmt andere Kinder oder Nachfolger auch kennen, von wo die Eltern auch ein Großfamilienunternehmen hatten, wo die Kinder sich.
Sich dann dazu entschieden haben, das nicht nicht in die Nachfolge reinzugehen. Was sind so deren Beweggründe, warum wollen die das nicht? Hattest du vielleicht auch mal so einen Gedanken gehabt? Die ganzen Themen? Also wenn ich jetzt überlegen würde, mein Gründer heutzutage ein Startup, dann gründest du irgendein tacting Software et cetera. Du willst jetzt nicht Made in Germany Textilproduktion wahrscheinlich gründen, insbesondere jetzt inzwischen mit den Energiepreisen und so weiter. Also vielleicht erst mal erste Thema wie wie hast du das so bei anderen Leuten mit einem ähnlichen Background wie deinem wahrgenommen, würdest du sagen, da hat so der Großteil schon gesagt, ich übernehme die Firma
der Eltern oder haben da auch viele gesagt, sie haben da keine Lust drauf und hattest du vielleicht auch mal so dir mal eine pro contra Liste irgendwie erstellt? Klar, man man. Ist ja immer wieder auch in so Familienunternehmer kreisen und da gibt es ja alles. Also da gibt es ja welche, die gar nicht im Familienunternehmen sind, die sich bewusst dagegen entschieden haben.
Es gibt die, die relativ spät oder später reingegangen sind, die noch irgendwo anders Erfahrung gesammelt haben, und es gibt diejenigen, die wie ich direkt reingegangen sind, und ich muss mal dazu sagen, ich kann für alle 3 Versionen habe ich auch Verständnis, für das kommt ja ganz drauf an auf die Firma auch drauf an. Also ich kann ja da nur für mich sprechen. Mal, warum ich es eigentlich auch, also warum ich diese Entscheidung dann auch gemacht habe. Ich sage immer, es gibt für mich 3 Gründe wo oder 3 Hauptgründe, also erstens mal das was ich vorher gemeint habe, ich bin mit der Firma aufgewachsen, also wirklich ich bin gegenüber von der Firma aufgewachsen, ich war immer hier und deswegen sehe ich das so ein bisschen als meine
positive Verpflichtung an, auch mal wieder was zurückzugeben, also mein ganzes Leben, bis ich jetzt, sage ich mal im Studium, war ja auch geprägt von der Firma Trigema und das hat mir auch vieles ermöglicht, also ich glaube. Glaube ohne die Firma Trigema muss man auch mal sagen, hätte ich vielleicht nicht das alles bis zu dem Zeitpunkt machen können und deswegen sage ich und die Mitarbeiter haben mir immer viel auch waren immer da und dann habe ich mir gedacht, wenn ich jetzt sage, Hey nee, ist mir jetzt alles zu doof, ich, ich bleibe jetzt in London oder gehe irgendwo anders hin, ja, das ist jetzt, dann hätte ich immer gedacht, OK, da ist die Wertschätzung auch nicht da, aber ich meine das als positive
Verpflichtung, man wollte ja auch mal Teil wieder von dieser Betriebsfamilie, von diesem Team sein, das ist ja. Boerdingen die Firma Trigema ist meine Betriebsfamilie ja so, und die Familie kündigt man ja auch nicht so schlecht. Also meine ich als positive Verpflichtung Punkt 2. Ich habe ja auch BWL studiert, ja und wenn man vorher, als du da gefragt hast, ja was so die anderen machen, ich meine, da hatte ja jeder den Drive oder viele zumindest den Drive gefühlt mal was zu machen ist man gründet ein Startup ja und oder man man geht in die Unternehmensberaterkarriere oder in die Finanzkarriere so aber man möchte was erreichen, man möchte den nächsten Schritt erreichen.
Irgendwann ist ja hat ja jeder so ein bisschen das Ziel, Verantwortung zu übernehmen, irgendwie mal ein größeres Team zu leiten, auch mal ein eigenes Unternehmen zu haben. Ja, und ich habe bei der Firma Trigema die Chance. In ein gesundes Unternehmen reinzukommen, wo ich all das machen kann? Ja, es ist zwar kein Startup und ich habe auch theoretisch gibt es da vielleicht auch kulturelle Herausforderungen, die ein, die ein Startup nicht hat, aber ich kann ja in dem Film in der Firma auch kreieren, ich glaube, jedes Familienunternehmen muss selbst. Innerhalb des Familienunternehmens auch Start UPS in Anführungsstrichen haben aber die nennt man nicht Start UPS, sondern es eben einzelne
Projekte die man gestalten muss und da dafür hatte ich die Chance das auch zu machen und dann sage ich eben auch meinen anderen Kommilitonen gegenüber wäre es ja arrogant zu sagen, hey, ich darf in eine Firma, die ich letztes Jahr auch noch umsonst bekommen habe, ich musste nicht mal mehr rein investieren und dann gebe ich dem Ganzen gar keine Chance, dann hätte ich ja gleich gar nicht studieren müssen.
Ja und ich glaube auch fest daran, das war wohl, das ist einfach meine persönliche Überzeugung. Dass eine Produktion in Deutschland auch langfristig sein funktionieren muss, in Deutschland und auch funktioniert und das Mal, dafür möchte ich kämpfen und das möchte ich auch versuchen, dass das. Geht, weil ich glaube, man darf nicht unterschätzen, dass auch Produktionsbetriebe einem Land einen gewissen Wohlstand geben und eine gewisse Kontinuität geben.
Jetzt bist du dann quasi eingestiegen, erst im Einkauf gewesen, jetzt hast du gerade schon gesagt, letztes Jahr war das ne. Wo du dann die Firma genau also Anfang letzten Jahres hat mein Vater die Firma an meine Schwester und meine Mutter und mich übergeben. Wie ist es, ist ja nicht, also Trema ist auch bekannt dafür, dass keine GMBH ist oder so, wo man die die Anteile einfach überschreiben kann, wie läuft das beim Einzelunternehmen ab?
Also das war bei bei uns ja das ja auch so. Mein Vater war eine EK, oder also er hatte er hatte oder Einzelunternehmen, er hatte eben 100% selbst die Anteile und war alleiniger Geschäftsführer und dann hat er eben entschieden, das ist so immer seine Art. Er hat dann gesagt wenn er was macht, dann macht er es, ich will jetzt nicht sagen richtig, aber komplett ja also ich fand es richtig jemanden und das ist auch da bin ich auch sehr froh drum, er hat dann gesagt er übergibt es ohne irgendwelche. Dass er irgendwas Zurückbehält oder sonstiges und hat dann eben haben wir auch aus steuerlichen Gründen hat man das dann auf uns 3 aufgeteilt, ja, dass man einfach oder auch steuerlichen, wir wollten es auch alle
zusammen machen, dass wir einfach gesagt haben, das hat man auf uns 3 aufgeteilt und ich bin jetzt aktuell selbst haftend auch, also wir sind jetzt eine KG Trigema wegrup KG und genau jetzt weiß ich gerade die Frage. Du bist jetzt quasi der der. CEO ja, also ich bin wir haben Co CEO mit meiner Schwester zusammen. OK also sind beide Geschäftsführungen gleichberechtigt.
Ich hab das Thema noch, dass ich aktuell noch hafte ja OK oder das ist das. Also mit diesem Haftungsthema. Also ist das also ich mein, als ich hier durchgelaufen bin, ist ja riesengroß, ne 1200 Mitarbeiter hast du gerade gesagt, das ist ja schon ein Riesen, schon ein großer K ne ist jetzt kein Großkonzern mit 40000 Mitarbeitern aber ist jetzt alles andere als ein kleines Startup oder so.
Und ne, das wurde über über viele Jahrzehnte aufgebaut. Hast du da manchmal auch so ein bisschen, vielleicht am Anfang auch? Also Respekt wirst du auf jeden Fall gehabt haben, aber vielleicht auch ein bisschen Angst oder so, dass dass du sagst, OK ne, was ist jetzt, wenn ihr jetzt hier in 45 Jahren kann ja auch sein, das ist gar nicht deine Schuld, aber wegen irgendwelchen mega steigenden Energiepreise oder was auch immer ich hier den Laden im im im Samt fahr irgendwie und und. Also ich glaube, es ist eher nicht das Thema der Haftung was, was eher einen beschäftigt, sondern genau also das hängt natürlich zusammen, aber es ist genau der Punkt, den du gesagt hast.
Ja gut irgendwie, dass man irgendwie den Karren in den Sand fährt, ja, also das ist eher so diese wo man, wo man Respekt vor hat, wo man ja auch sich nicht sagen lassen will, ja so, also mein Vater, glaube ich, kann man ja sagen, war erfolgreich über 50 Jahre und jetzt will man ja auch nicht, dass die nächste Generation kommt, wo heißt, jetzt geht es langsam bergab, also das ist schon glaube ich so die Herausforderung.
Die man sich stellt und vor der hat man natürlich ganz großen Respekt. Wir sagen natürlich auch, wir beobachten die äußerlichen Umstände natürlich auch, also wir sagen natürlich auch, ja, es muss natürlich auch regierungsseitig gewollt sein, Produktionsbetriebe in Deutschland noch erhalten zu wollen, und dieses Gefühl hat man in den letzten Jahren leider nicht mehr, also wenn man jetzt gerade Themen sieht wie Energiepreise, also das.
Ist einfach extrem wichtig, damit wir international auch wettbewerbsfähig sind. Dass wir einfach günstige oder kompetitive Energiepreise haben. Und wir dürfen die. Künstlich oder nicht künstlich, aber wir dürfen die nicht hoch machen mit, sage ich mal zusatzsteuern, wo andere Länder nicht haben, dann dann ist eine Produktion für viele Branchen jetzt nicht vielleicht nur für Trigema, aber einfach nicht mehr rentabel. Ich glaube, solche Themen darf eine Regierung, also wenn das immer mehr kommt, ich meine, ich sage immer, es waren so Kleinigkeiten, auch sage ich mal, immer mehr hingehen und sagt, ja, gut, wir sind Produktionsbetriebe, wird eher auch zum Ich bin ein großer Fan von Nachhaltigkeit, aber zum Thema Nachhaltigkeit auch immer
mehr Steine in den Weg gelegt und. Es wird immer ein bürokratisch größer Aufwand. Dann sage ich mal, wird es natürlich bei uns der Druck höher und dann haben wir natürlich bedenken. Ja, ist es so, dass wir das langfristig auch noch so führen können? Es ist aktuell nicht der Fall, wir glauben auch, dass wir es hinbekommen, aber ich glaube, das müssen wir in den nächsten Jahren.
Beobachten. Glaubst du, dass es also diese politischen Themen sind, die vor allem so ideologisch getrieben, dass man sagt, Hey, Nachhaltigkeit ist uns extra wichtig, oder glaubst du, da ist auch wirklich ein Thema dahinter, dass man sagt, aus irgendwelchen. Wirtschaftlichen Gründen sehen wir nicht, dass es uns wichtig ist, Produktion in Deutschland zu haben, und wir wollen lieber uns auf andere Themen interessieren und wollen das deshalb auch wirklich bewusst unattraktiver machen.
Nee, also ich glaube zweiteres definitiv nicht. Ich glaube, es ist erstens so ersteres, aber dann und dann auch oftmals einfach nicht in der Praxis drin. Also ich glaube einfach, ich persönlich glaube, wir müssen. Schauen, dass die Wirtschaft gut läuft und das ist einmal das A und O. Und wenn die gut läuft, dann kann man sich auch so zu Themen wie Nachhaltigkeit mehr widmen.
Ja, aber man muss es immer marktgerecht anpassen zu den aktuellen Situationen und ich meine, wenn man das aktuell sieht in Deutschland ist stottert einfach die deutsche Wirtschaft leicht. Ich würde auch mal sagen, es gibt immer noch sehr sehr gute Firmen, aber man merkt auch, dass es immer wieder Firmen gibt, den es einfach in der Automobilzulieferindustrie, es aber nicht so gut gibt und dann muss ich einfach vielleicht zu. Dem Zeitpunkt ein paar Regularien auch wieder lockern um zu gucken.
OK man kommt wieder in Schwung und ich glaube das ist eher ideologisch geprägt und dann einfach auch nicht Praxis. Nicht sehr praxisnah orientiert gemacht und ja, und die Entscheidungen müssen einfach auch schneller gemacht werden. Also das kommt ja jetzt, dass man gesagt hat, man kann in der Rente auch noch was zuverdienen, also Rentner, die sagen, es geht ja, dass man sagt, okay, ich kann vielleicht halbtags oder wie auch immer, da sollen ja jetzt die 2000€ Zuverdienst steuerfrei kommen, das ist ja auch gut, aber es hat auch zu lange gedauert und dann natürlich auch Überstunden, wir haben bei uns Mitarbeiter, die arbeiten 40 Stunden bei uns, und dann arbeiten die noch für 532. Weiß ich oder so was ist es ja
glaube ich aktuell Minijob in einer anderen Konfektionsfirma nebenbei und wir sagen, Hey, wir würden euch sehr gerne auch bei uns anstellen, noch mal mehr, aber natürlich, dort kriegen Sie es brutto für netto und bei uns müssten sie, müssten sie steuern, das darf auch nicht sein, da müssen gewisse Regelungen auch sein, dass in einem Arbeits wo Fachkräftemangel ist, muss man sage ich mal, solche Initiativen schaffen, dass die Leute mehr arbeiten geben ja auch mehr Produktivität. Und dann indirekt kommen ja dann wieder Steuern zurück und das dauert meines Erachtens nach viel zu lange, dass da Regierungen entscheiden.
Ich sage immer, die können das ja auch befristen und sagen ja, bis Ende 26 machen wir das jetzt mal, und dann gucken wir, und wenn man dann merkt, OK, wir haben so viele Arbeitslose, kann ich sehr wieder umdrehen, ja, aber das dauert einfach zu lange, ich glaube, da müssen wir mal schneller agieren.
Ist das dann auch ein Bestandteil von Deinem Daily doing oder von sage ich mal der typischen Woche von dir, dass du auch wirklich versuchst? Wie kann ich politische nicht Anteilnahme, aber wie kann ich politisch irgendwie? Doch auch irgendwie was was reinbringen irgendwie, dass dass dass entweder regional oder auch Bundes auf Bundesebene Sachen umgesetzt werden, die für mich interessant sind.
Also wir haben bei uns so so ein bisschen geteilt, dass meine Schwestern, sage ich, immer so ein bisschen die Außenministerin, also die kümmert sich mehr um diese Themen. Und wir besprechen die natürlich. Aber sie ist bei uns auch hier im Kreisrat und hat da einen ganz guten Bezug und kümmert sich da mehr um die Themen. Aber ja, wir versuchen natürlich immer wieder auch unsere Perspektiven der Politik oder der lokalen Politik auch zu zeigen, wir machen auch hier immer gerne Veranstaltungen, um auch zu zeigen, so sieht ein Produktionsbetrieb aus, und das sind unsere Herausforderungen, weil ich glaube, dass sie auch. Persönlich wichtig, dass man auch mal das zeigt, dass, wie es in der Praxis läuft.
Und deswegen machen wir das ganz gerne. Ich selber, sage ich mal, bin immer bin eher glaube ich intern, und meine Schwester macht eher so die externe Kommunikation wie. Sieht dann so ein typischer Tag von dir aus, wenn du keinen Podcast machst, hol uns mal ab, was steht morgen bei dir an? Ja, so ein Tag bei mir ist ehrlicherweise nie gleich, der ändert sich natürlich.
Also klar hat man immer, sage ich mal, seine Routinebesprechungen, aber ich selbst glaube fest daran, dass ich einfach gerne in der Firma bin und immer kurze Wege und und auch ansprechbar bin. Also wir sitzen bei uns alle im Großraumbüro und wenn ich dann immer um circa 08:00 Uhr dann im Büro bin, dann ist meistens so die erste Stunde wo ich sage okay da, da wird noch ein bisschen sortiert, vielleicht auch was vorbereitet, da sage ich mal eigene Sachen, da kann es aber auch schon sein und das ist genau das, was wir leben, dass dann jemand. Auf mich zukommt und sagt, ja, das sollte man noch kurz, oder wie kann man das machen?
Und das ist nicht so, dass man mir einen Termin einstellt, sondern da kommt noch an meinen Schreibtisch und redet mir, also das ist auch perfekt, weil dann sind die Dinge schnell, genau ad hoc Sachen, die kommen dann, und dann sind natürlich irgendwie Termine drin, ja, dann kommt hier irgendwie wieso ein netter Podcast jetzt kann davon machen, dann ist jetzt morgen ist produktionsbesprechung, dann hat man irgendwelche Schuh fixe, dann hat man natürlich externe Calls oder wie auch immer, also das das ist dann so ein gemischter Tag und natürlich auch gibt es dann auch irgendwie Veranstaltungen.
Hin, wo man hin darf, muss oder wie auch immer. Ja die kommen dann auch noch dazu. Also ich glaube ich, ich kann leider nicht sagen, manchmal denke ich mir, es wäre vielleicht schöner, wenn ich sagen könnte okay, ich weiß genau, wie meine Tage aussehen, aber die sind immer so gemischt, das ist dann jeder schön, aber jeder auch immer ganz anders. Ist dein Führungsstil, also dass du im Großraumbüro sitzt et cetera, ist das genau wie dein Vater oder ist es anders, wie du das jetzt machst?
Also ich, ich muss schon sagen, ich habe sehr, sehr viel von meinem Vater lernen dürfen und das ist sicherlich eines der Themen, ist zum Beispiel Großraumbüro, diese schnellen Wege, Kommunikationswege versuchen nicht ganz so viele Besprechungen rein zu machen, sondern eher mal sagen Okay komm an meinen Schreibtisch, dann können wir das irgendwie kurz klären, das habe ich von meinem Vater übernommen, ich glaube aber trotzdem, dass er eine andere Generation ist und natürlich auch einen anderen Führungsstil hat, und wir müssen den einfach an uns anpassen, an unseren eigenen Charakter, und deswegen ist er auch. Sicherlich in manchen Dingen etwas anders. Ich kann, der wächst ja auch mit
der Zeit. Ja, also ich muss mir dann, das ist sicherlich, vielleicht kann man das als Nachteil nennen, ich habe ja jetzt nicht so viele andere Führungsstile in Firmen mitbekommen, weil ich ja immer nur kurze Praktikas gemacht habe, aber ich glaube, man findet sich dann selber, wie man da umgeht, ja, und da habe ich, wie gesagt, vieles von meinem Vater gelernt, gerade wie gesagt, Großraumbüro oder auch zum Beispiel. Was er in der Perfektion konnte, waren Verhandlungstaktiken und so.
Da habe ich schon auch sehr viel übernommen. Aber ich muss auch meinen eigenen Weg finden und habe das hoffentlich auch meine eigenen Themen. Was was ist so dein Verhandlungs, wenn du so einen Behandlungstipp, einen Tipp geben würdest? Wie oder wie bereitest du dich vor oder was ist da so ein so ein Geheimnis? Ja, also ich glaube, das ist jetzt auch schwierig zu beantworten, aber ich glaube, es ist zum Beispiel so. Ein Verhandlungstipp ist einfach irgendwie. Ehrlich, direkt, einfach erstmal kommunizieren und dann, ich sag mal immer hart verhandeln, aber den anderen leben lassen. Ja so also ich glaube das ist einfach wichtig und dann dem auch und ich glaube, das haben wir den Vorteil, auch das Vertrauen geben.
Hey, bei uns wird das schnell und effizient umgesetzt ja also ich glaube einfach klar mit denen sprechen, nicht irgendwie ewig rumducksen so ein bisschen und und dann einfach sagen okay jetzt, hier haben wir jetzt zum Beispiel auch bei einer von Maschinenwand und das ist jetzt Summe x und jetzt machen wir es einfach vorwärts ohne also sag ich mal klar, dass.
Da verhandeln und nicht sagen, irgendwie kriegt man dann noch beispielhaft das dazu oder ich kriege dann noch 5 Stunden da dazu, irgendwie so, dass es dann so ein bisschen wischiwaschi wird, sondern einfach klar sagen okay wir wollen das, aber der Preis, der muss natürlich passen und das glaube ich dann einfach direkt kommunizieren und nicht so rum und einfach ehrlich dem das Gefühl dem Lieferanten geben, man ist ehrlich und man will das auch zusammen erfolgreich machen okay also ich glaube was ganz wichtig ist, dass mein Tipp, authentisch zu bleiben. Und sich nicht verstellen, weil das merkt die andere Person immer.
Also so, das ist mein Gefühl, ich merke immer sofort, wenn jemand jetzt irgendwie was versucht, dass er selber nicht ist, dann lieber auch einmal sagen, Hey, das weiß ich nicht, ja, oder das, also glaube ich, ehrlich, authentisch bleiben, das ist das aller allerwichtigste und nicht versuchen, weil man in irgendeinem Einkaufsbuch gelesen hat, so sollte ich es machen, da kann man das versucht, also man kann Ideen rausnehmen, aber man sollte nicht sich versuchen zu verstellen, man muss immer ehrlich und authentisch bleiben.
Wenn du, wenn wir jetzt gerade drüber sprechen, so in einem Buch irgendwas lesen und das dann so so umsetzen. Ich meine, dass es irgendwo auch mal ein Zitat gab, dass bei euch in der Firma nur ihr und und eurer Vater studiert habt. Ich glaube, das ist inzwischen nicht mehr so, weil eben hat man mit Nestobi gesprochen, der hat auch studiert, aber hast du quasi auch die die typischen, sage ich mal BWL, er, die hier vielleicht zuhören etc. Oder BWL Erinnen?
Hast du auch solche Positionen bei bei Trigema oder ist es wirklich so viel? Ich sag mal Handwerk, vor allem, dass das quasi diese strategischen Themen eigentlich von euch in der Geschäftsführung schon schon alleine fast abgearbeitet werden können. Also ich glaube, das hat sich wie gesagt so ein bisschen geändert.
Also wir sind definitiv. Handwerksgetrieben und daher kam auch die Aussage, dass wir sagen, unsere besten leitenden Mitarbeiter oder auch viele unserer leitenden Mitarbeiter sind bei uns Auszubildende. Ja so, die kennen das, wie ich von der Pike auf, ich würde mich da da auch dazu zählen, weil ich ja mit Mitte, Anfang, Mitte 20 ins Unternehmen gekommen bin und das einfach alles gelernt habe, und da kennt man eben jeden, jedes Eck, man weiß jede Person, man weiß auch, wie man die Händelt und und jeden Prozess, ja, und das ist eben uns wichtig, und das sind wir, unsere leitenden Mitarbeiter.
Nichtsdestotrotz hat sich natürlich so ein bisschen geändert, dass ich ja auch sage, so diese gerade in in, im betriebswirtschaftlichen, also im Büro, ist ja sozusagen die Ausbildung gibt es, klar, wir bilden auch noch konstant aus, aber viele machen ja dann ein duales Studium, also wir haben auch eine duale Studentin bei uns, und auch natürlich haben wir deswegen auch Leute, die jetzt studiert haben, ja, weil Studium ist ja wie nicht mehr wie vor 30 Jahren, das weniger studieren, sondern es studieren ja jetzt immer mehr.
Und ich persönlich glaube schon, wir müssen gucken, dass wir auch gute Leute bei uns haben, also auch gute Leute haben wir auch, aber dass wir die zukünftig auch haben werden, und da nehmen wir auch natürlich jemanden rein, der BWL studiert hat, wir brauchen Leute, die vorwärts bringen wollen, die auch auch ein in Drive haben zu sagen, OK, ich will die Firma auch mit weiterentwickeln und ich, vielleicht ist es auch ein Führungsziel von von meiner Schwester und mir, dass wir auch sagen, nee, wir sind nicht diejenigen, die alles selber wissen, sondern wir müssen uns die Profis da dafür reinholen.
Ne, wir müssen uns pro Bereich einfach sagen, OK ich brauch da die Profis und da in Anführungsstrichen die besten, damit wir dann sagen OK die wissen es besser und wir müssen es sag ich mal koordinieren und gucken sind das die besten? Ja aber wir wissen sicherlich nicht alles selber und deswegen wehren wir uns nicht gegen studierte ich glaube wir müssen ne ganz gesunde Mischung haben, wir wollen interne stärken weil Auszubildende also wie gesagt manche unsere besten führenden Mitarbeiter waren Auszubildende bei uns sind aktuell.
Die wollen wir auch immer wieder weiterbilden und pushen. Und dann sage ich mal mit mit externem Know How auch diese Kombination zu machen. Ich glaube, das ist so ein bisschen unser Ziel. Wie sieht es bei euch aus mit Informatik an Schrägstrich künstliche Intelligenz, ist das schon ein ein Thema, auch hast ja gesagt irgendwie, ich glaube 40% des E Commerce vom Umsatz, da könnte ich mir vorstellen, dass das nach und nach auch ein ein Riesenthema oder ist das so?
Was denn so bei also ne, machen wir ja vielleicht erst mal das das Kapitel KI ist das ein ist das ein Thema, was macht ihr ja schon, also KI ist ein ganz wichtiges Thema, Ich glaube wir sind nicht immer der First Mover in was also muss man sagen, dafür sind wir zu klein, wir müssen eben gucken was funktioniert und das auch effizient einsetzen ich glaube um in Deutschland zu produzieren müssen wir am vordersten Stand der Technik sein und da zählt natürlich aktuell KI dazu.
Ein KI, dass man nach außen natürlich sehr stark sieht, ist, dass wir unser unsere Marketingkonzept dazu geändert haben, dass wir jetzt, wir hatten immer den Affen vor der Tagesschau, vielleicht hat den den ein oder anderen Mal gesehen, und den haben wir letztes Jahr neu erleben lassen, genau vor einem Jahr, und das ist jetzt unser KI, Influencer, Affe Charlie. Eher komplett alle Bilder mit KI generiert sind ja so was wäre nie möglich gewesen.
Früher hatte man es gewendert ja, das wäre aber sage ich mal kostenmäßig explodiert, also da hat uns KI natürlich einen riesen Vorteil gegeben und wir machen diese ganzen Affenbilder jetzt auch selber, das ist ein klarer Einsatz davon, was wir natürlich jetzt auch immer wieder prüfen ist, wie können wir KI bei uns einsetzen, unabhängig von diesen klassischen Jet GPT, klar das nutzt man oder oder auch um zu prüfen, schreiben zu prüfen oder sonstiges, das nutzt man aber.
Wie können wir auch KI einsetzen, um einfach Prozesse effizienter zu machen? Und da sind wir aktuell an ein paar Projekten auch dran, hören uns da auch vieles an. Ich glaube, man darf sich aber auch nicht zu schnell verrückt machen und zu sagen, ich muss jetzt alles schnell KI machen, ich glaube, das muss Schritt für Schritt sein, Onlineshop gibt's natürlich sehr sehr viele Anwendungen, wo wir auch dran sein müssen. Schon was man ja immer viel sieht, auch mit KI Bildern. Also wir bei uns manche sogenannte Lega freistellerbilder, also die die wo nur das Produkt zu sehen ist, sind bei uns auch schon rein KI generiert und da tasten wir uns dran.
Also wie gesagt, wir müssen dranbleiben und ich sehe da auch eine Riesenchance und ich sehe da keine Gefahr für irgendeinen Arbeitsplatz, sondern eher, dass man die guten Leute die man hat und wir sind ja in gewisser Weise in einem Arbeitskräftemangel, die kann man dann einsetzen für was Produktiveres, dass man so ein bisschen in Anführungsstrichen die unproduktive Arbeit bei KI überlässt.
Was wären so bei Euch die, die oder was sind auch vielleicht historisch jetzt über die letzten 1020 Jahre so die größten Hebel gewesen, die irgendwie oder habt ihr manchmal so irgendwas Umsatz angeht oder so so eine Art Sprung noch mal gemacht oder ist das alles ne 2% mehr 2% weniger? Also ist es sind es eher so. Kleinere Schwankungen oder gab es auch mal irgendwie so ein Hebel irgendwie ne wo ihr zum ersten Mal die Idee hattet mit dem Affe oder irgendwie wenn irgendwie dann ein paar Top TV Auftritte kommen damals noch vielleicht von deinem Vater und dann auf einmal kommt der Onlinestore quillt über, gibt es da so hebelsachen oder ist es einfach eine Business as usual und man guckt halt, dass man.
Nach und nach halt immer gute Entscheidungen trifft. Also das, was du als letztes gesagt hast, so Talkshows oder so, so irgendwie Marketingaktion, das sind kleinere Hebel, ja, also da kriegst du vielleicht so kleinere Peaks, das mag mal sein, also was haben wir, wenn wir historisch sehen wie, wie können, wie können wir bei uns eigentlich auch so ein Wachstum erreichen, klar, das ist immer sag ich mal, gesund gewachsen. Das kommt daher, nachdem wir, dass wir produktionserweiterungen gemacht haben, also dass mein Vater immer produktionserweiterungen gemacht haben hat und da, damit konnte man natürlich dann einen höheren Umsatz auch erzielen. Wir sind jetzt bei einer Phase, wo wir sagen, wenn wir jetzt ein neues Produktionswerk aufmachen
würden, da sehen wir einfach nicht, dass wir genügend Mitarbeiter für finden werden, und deswegen sagen, wir, optimieren wir an anderen Stellen, und deswegen, glaube ich, hatten wir jetzt nicht diesen riesen Umsatzschub in letzter Zeit, aber ich glaube trotzdem, ich, das ist jetzt ein bisschen weg von der Frage, für mich ist ist sehr, sehr spannend zu sehen, was mein Vater in seinen 50 über 50 Jahren, dass er so gewisse Meilensteine hatte.
Ohne die ich jetzt behaupte, würde es die Firma nicht mehr geben. Ja, wenn ich da jetzt ein paar Beispiele vorhin habe ich schon gesagt, eines ist zum Beispiel die Marke Trigema so rechtzeitig zu sehen und das war zu einer Zeit, wo wo noch wo keiner oder ganz wenige eine Marke gemacht haben als Produzent, ja, da war man reiner Zulieferer, in Boarding gab es über 20 Textilfirmen, ja die die Zulieferer waren, da hat er auch mit seinem Vater zu dem Zeitpunkt. Die Vision gehabt, wie wichtig eine Marke ist. Ja, also das, das ist mal ein wichtiger, absolut wichtiger Meilenstein, dann auch der wichtige Meilenstein, einfach auch immer wieder seine Kundenstrukturen anzuschauen, der nächste, dass er gesagt hat,
wir waren, wie gesagt Mal größter Lieferant von Aldi, dann hat Aldi gesagt, Ja, sie wollen Eigenmarke machen, aber natürlich dann mit Preisen 20% niedriger, und das ist natürlich eine Spirale nach unten, dann hätte man vielleicht noch einen Auftrag oder 2 bekommen und. Und dann wären sie aber irgendwie fernost gewesen, weil dann wäre es uninteressant zu dem Zeitpunkt gewesen, in den 90er Anfang der 90er Jahre, und da hatte mein Vater, ich weiß nicht, ob ich diesen Mut hätte, aber das war meines Erachtens eine sehr mutige Entscheidung, einfach zu sagen, nee, kann ich nicht, ja, dann verliere ich eben die Aufträge und habe dann gesagt, okay, ich investiere in den Eigenvertrieb, also ich mache eigene Stores, ich mache
eigene Läden. Und damit ist man autarker. Ja, und das ist mein Beispiel, ich glaube, solche Entscheidungen, die sind wesentlich, und ich glaube, die hat er in dem Sinne nicht lange überlegt, sondern die kamen aus dem Bauhaus, aus einem normalen betriebswirtschaftlichen, dann auch zum Beispiel zu sagen, Wir haben einen online Shop angefangen und. Wann habt ihr den angefangen?
Der war 2003, glaube ich. Genug? Ja, ist schon eine Weile. Eigentlich. Dass ich das nicht genau weiß, aber ja, ich glaube 2003, glaube ich und. Das war auch mein Vater, ist überhaupt nicht online, also noch nie eine online Bestellung selber gemacht, hat keinen eigenen PC, das ist auch so, also kein Laptop oder gar nichts, er hat nichts und hat aber diese Riesenchance gesehen, weil er eben gesagt hat ja gut, also wenn das mit online so funktioniert, dann dann kann ich ja deutschlandweit versenden ohne einen mit einem Lager, ohne dass ich einen einen stationären Handel laden haben muss und das war natürlich meiner Seite sehr sehr weitsichtig hat.
Hat aber auch gesagt, Wir haben in unseren Testgeschäften verkaufen wir zum Händler Einkaufspreis. Also wir sind so wie früher ein Händler eingekauft hätte, verkaufen wir dort in unseren Testgeschäften also ein typisches Outlet Prinzip und wäre man dann online als es gekommen ist. Der Online Shop war ja am Anfang nicht nicht stark, ja es hat sich ja langsam ist der gewachsen, dann muss man ja sagen hat hat er sofort gesagt, nee das ist im Prinzip. Typischer Einzelhandel.
Ich muss da mit einem VK preis rein, also wir verkaufen im Onlineshop zum doppelten Preis wie in unseren stationären Geschäften und alle, also ich glaube sehr viele andere, die den auch mit sage ich mal gestaltet haben oder den aufgebaut haben, gesagt nee, da muss man doch irgendwie zu einem günstigeren Preis rein und das funktioniert doch nicht, das kauft keiner, das war aber extrem visionär, weil man gemerkt hat, ja gut, du hast ja Retouren, ja du hast eine große Pflege da drin und plus und ich glaube das Entscheidende.
Wenn du einmal online mit einem niedrigen Preis reingehst, kriegst du den nie wieder hoch oder ganz ganz schwierig hoch. Ja, und ich glaube das sind alles so Entscheidungen gewesen, die relativ einfach vielleicht sich im Nachhinein anhören und logisch anhören, die aber extrem visionär sind und das sind so Themen, wo ich glaube, das sage ich auch immer, werden meine Schwester und ich, wenn wir solche Entscheidungen irgend wenn man auch zurückblicken sagt, dass nur ein paar Beispiele, da gab es noch mehr, rückblickend sagt, Wir haben auch solche Entscheidungen getroffen, dann.
Dann glaube ich, wird es für Trigema auch langfristig noch geben. Und das, und da bin ich gespannt drauf, ob wir diese Weitsicht, diesen Unternehmertum und diese manchmal simpelheit auch haben, diese Entscheidungen zu treffen. Hast du woher holst du dir externe Inspiration? Sozusagen um vielleicht auch so was auf dem Schirm zu haben?
Also ich meine das eine ist, dass ad hoc Themen, dass Mitarbeiter zu dir kommen, natürlich kann einem da eine Smart Idee kommen, aber hast du auch zusätzlich sage ich mal. Irgendwelche wirtschaftsjournals, die du verfolgst, bist du in irgendwelchen masterminds in in Kontakt mit Leuten aus der Uni. Hast du einen Executive Coach.
Irgendwie hast du so extern Input oder ist es wir sind hier in boladin du tauschst dich mit deinem Vater noch regelmäßig aus und und und. Daher kommen die Ideen sozusagen. Also ich glaube, ich habe das große Glück, dass der externe Input immer so ein bisschen bei uns automatisch kommt. Also ich krieg den.
Natürlich von meinem Vater habe ich ihn viel mitbekommen, auch über die Jahre, und ich tausche mich natürlich sehr viel auch auf Veranstaltungen und so weiter, wo ich auch eingeladen bin aus und das hilft natürlich sehr viel und deswegen glaube ich, kriegt man da damit eigentlich ein ganz gutes Bild.
Ich habe jetzt keinen Coach, der mich noch mal extern coacht, so was, das habe ich jetzt nicht. Was ich viel höre, sind diverse Podcasts, wo ich mich einfach informiere oder auch das sind jetzt auch nicht einspezifische, sondern immer wenn mich ein Thema interessiert, höre ich es an. Ich lese natürlich auch drüber und dann einfach immer Augen und Ohren offen, also das ist auch das Glück vielleicht, dass wir eine Marke haben im Hintergrund, das ist jetzt nicht immer das entscheidende, aber da, damit schreiben uns viele, die eine Idee haben auch an und sagen eben egal ob es im KI Bereich ist, ob es eben. Marketingbereich ist, ob es auch im Energiebereich ist. Ja, dann schreiben die an und
sagen, Hey, ich habe die und die Idee oder das könnte euch vielleicht helfen und dann ist bei uns eine ganz klare Vorgabe. Alles einmal kurz anhören. 15 Minütiger Teamscore stört nicht und vielleicht kommt dadurch auch irgendwie eine ganz gute Idee und so hat man einen ganz guten Austausch. Also bei uns ist immer so, lieber mal ganz kurz anhören und dann ablehnen, aber dann weiß man, dass es nicht funktioniert und daher kriege ich persönlich meine ganzen Inspirationen, da ist schon so viel rausgekommen, auch bei manchen Dingen wo man am Anfang dachte, boah nee, also irgendwie das ja jetzt auch, irgendwie braucht man nicht, ist dann irgendwie ein größeres Projekt draus geworden unser. Und damit kriegt man die
Inspiration. Also ich glaube, damit kriegt man den Austausch auch einfach so machen, so machen wir das, und da haben wir eben das Glück, dass wir oft angeschrieben werden, und dann hört man sich das eben an. Beispielhaft nur ein Beispiel, unser jetziges, Wir haben ein sehr großes Energietrans für unser Verhältnis, ein großes Energietransformationskonzept, wo wir noch eine Energiezentrale bauen werden, und das ist ein Projekt, das läuft jetzt schon seit mehreren Jahren, und das ist eine Firma aus Memmingen, die das jetzt bei uns macht, die uns die Planung, Beratung da auch drüber macht, der hat einfach ganz klassisch, ich glaube, man nennt es Kaltakquise.
Diese gemacht. Also der hat mir während wir wir hatten war gerne mal während des Start des Ukraine Russland Konflikts gab es ja sehr, waren wir auch sehr hohe Gaspreise und das da waren wir sehr stark betroffen und dann haben die uns einfach einen Brief geschrieben und haben gesagt, ja, also sie könnten uns helfen da irgendwie das zu machen und dann dachte ich mir irgendwie, da kriegst du ja irgendwie gefühlt 10 schreiben die Woche also und dann habe ich mir gedacht, nee, den hörst du jetzt auch mal kurz an, mir ist ja jetzt mal egal so. Das war die beste Entscheidung, die wir hätten machen können, weil der Macht jetzt unser komplettes, also ohne den wüssten wir gar nicht, was wir machen sollen und das der hat uns auf so viel Input da
gegeben, weil der natürlich spezialisiert drauf ist. Das ist eine große Firma und da tauscht man sich regelmäßig aus, und so kriege ich meinen Input. Schaffst du es dann trotzdem noch abzuschalten, weil also irgendwie am Wochenende oder so? Oder bist du da schon auch die Ganze involviert, weil ich kann mir vorstellen ne, also ich mein.
Bei mir ist schon so ne, ich meine wir sind viel viel viel viel kleiner vom Unternehmen her als ihr, dass ich, dass ich theoretisch die ganze Zeit irgendwelche Sachen habe, die ich irgendwie machen könnte und mir immer denke, ja, wenn du jetzt das noch machst, ne, dann könnte es vielleicht so laufen, wenn du das noch dir anhörst oder so, vielleicht wäre das eine coole Idee und ich meine bei dir hat ja so ein so einen Termin, den man vielleicht mitnimmt, einen noch viel größeren absoluten Hebel potenziell.
Wie, wie, wie? Schaffst du es irgendwie abzuschalten oder fällt dir das schon schwer und du bist schon noch am Wochenende et cetera? Zumindest mit den Gedanken immer Beiträge gemacht. Ich würde, ich widerspreche ungern, aber ich glaube nicht, dass es immer von der Größe des Unternehmens auch abhängt. Ich glaube, es ist völlig egal, ob ich ein kleiner Handwerksbetrieb bin mit irgendwie 5 Personen oder jetzt wir mit mit mit 1200 Mitarbeitern oder auch Umsatzgrößen zu sein.
Ich glaube, jeder Unternehmer hat die gleichen Themen. Mal größer, mal kleiner. Ich meine, jetzt sage ich aber auch mal so, jetzt beispielhaft, wenn ich jetzt irgendwie, jetzt kriege ich dieses Energie Vorschlag ja so, dann habe ich ja auch ein Team im Hintergrund, die das dann auch beleuchten. Ja, eine kleinere Firma muss. Der Eigentümer das vielleicht dann selber kurz auch mal beleuchten.
Ja so, dann hat er wieder die Themen und ich glaube jeder, also ich vielleicht bei dir ja auch so beschäftigt dich ja auch manche Dinge am Wochenende oder? Oder überlegt man sich ja auch und da geht es nicht um die Größe der Firma. Also ich sage immer irgendwie Größe ist nicht alles, ja so einen einfach eine gesunde Firma zu führen, das ist eine Firma gesund zu führen, das ist die Kunst.
Und ich glaube, da ist es extrem wichtig auch abschalten zu können, also ich glaube, man muss sich auch irgendwann mal selbst sagen, OK irgendwie, jetzt muss ich auch meinen. Privatleben machen weil langfristig eine Firma langfristig zu führen, da muss der private Teil auch dabei stimmen und deswegen ist wichtig abzuschalten.
Klar kann man das nicht immer hundertprozentig, also mal kann man es besser, mal kann man es schlechter, aber ich glaube, man muss sich die Strukturen schaffen, um zu sagen okay am Wochenende kann ich, jetzt muss ich jetzt am Samstag nicht am Laptop sitzen, also da sage ich immer, das muss man sich auch einrichten können, ansonsten muss man sich vielleicht mal die Strukturen ein bisschen anders schaffen, es gibt immer.
Phasen, wo das vielleicht nicht geht, wo man einfach mehr hat. Aber im Grundsätzlichen muss man gucken. Ich glaube auch, also ich bin jetzt kein Fan von dem Wort Work Life Balance insgesamt, ich glaube, es wird manchmal ein bisschen zu gehypt, aber ich glaube, man muss eine gesunde Balance finden und auch, ja, ich kann auch abschalten.
Was ist bei dir? Was machst du zum Abschalten, was ist bei dir der Ausgleich? Ich versuche, relativ viel Sport zu machen, also rein hobbymäßig Spiele Tennis und ich. Ja und und bin dann auch immer viel unterwegs, treffe auch gerne für immer viele Leute, dass man einfach da auch mal andere Einblicke bekommt und so. Also ich habe da auch einen guten Freundeskreis, also ich glaube das ist einfach auch dann unterwegs sein und einfach mal auch vielleicht weg von der Firma sein, noch was anderes sehen, ich glaube das ist dann auch wichtig, sonst kommt man in so einen Tunnel rein und bei euch in der Firma du du hattest vorhin glaube ich angesprochen.
600 Personen in einem Bereich, wo du gesagt hast, 3 Welke aufgeteilt, aber in der Näherei ist wirklich sitzen 600 Personen also jetzt nicht. Es sind 3 Standorte, aber insgesamt OK. Was sind dann die? Also das ist ja quasi schon mal 50% der der Belegschaft sind dann quasi wirklich Personen, die am finalen Produkt finalfinal arbeiten. Was sind dann so, wenn man sag ich mal die 56 größten anderen. Departments uns anschauen.
Was sind da dann noch so Bereiche die die es in so einem und produzierenden Unternehmen gibt? Also wenn wir mal anfangen in der Strickerei, das ist gar nicht so arbeitspersonenintensiv, weil da relativ viel automatisiert ist. Der nächste Bereich ist dann also da wird das Garn in den Stoff gestrickt und dann hat man den Rohstoff, dann kommt als nächstes die Färberei Ausrüstung, die ist auch. Hochautomatisiert also.
Da sieht man auch relativ wenig Personen, große Maschinen, aber relativ wenig Personen, das läuft. Diese 2 Bereiche laufen bei uns dreischichtig und dann geht es über das heißt 24 Stunden am Tag genau 24 Stunden am Tag und dann geht es über in die Zuschneiderei und Konfektion, also dass diese Nähereiteil wo ich dann gesprochen habe und der ist eben sehr arbeitsintensiv, da sieht man dann auch immer sehr sehr viele. Leute, ist es ist es, damit die Sachen so hochqualitativ sind oder ne, weil ich einfach sage du kannst ein t shirt, muss man. Schneiden oder nee, nee, nee, also geschnitten wird es, sag ich mal.
Kann man bis zu 140 lagen hochschneiden das ist noch relativ automatisiert, aber der Prozess danach, das Zusammennähen, das hat mehrere Arme noch nicht, es geht nur um das wir investieren da oder kooperieren da auch mit Start UPS zum Thema Automation, weil uns das ein extrem wichtiges Thema ist. Also wie ich hatte gestern erst wieder ein längeres Gespräch wo wir jetzt.
Einfach einen Roboterarm zum auf und Abstapeln nehmen, das heißt, es gibt quasi eine Nähmaschine. Logischerweise, das hat jede Oma bei sich zu Hause, aber. Aber, und das war ja nicht groß anders, also ich kann auch, die sind natürlich industriell jetzt leicht, aber das ist nichts anderes wie die von der Oma, die Nähmaschine, wo man sagt, und es muss noch jemanden geben, der da reinschiebt, der das dann abstapelt ja, und das eine neben der anderen. Okay krass.
Ja, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ja, das siehst du ja gleich. Okay okay, das heißt dann, da ist dann sehr, sehr viel Bedarf. Da ist sehr viel Bedarf. Und dann gibt es noch die sogenannte Veredelung, das ist Stickerei, Druckerei. Das ist jetzt, das ist jetzt auch jetzt gar nicht so ein größerer Teil.
Dann haben wir circa 45 Personen in der Verwaltung, also das ist bei uns jetzt sage ich mal insgesamt, wo wir, wo wir im Büro das Ganze haben und dann auch noch, und da ist dann auch so Marketing, also Marketing, da ist Personal, IT, Finanzen, Personal, alles mit drin, das ist natürlich bei uns im Verhältnis relativ klein. 5% der Mitarbeiter etwa genau und dann?
Und dann gibt es bei uns noch was auch noch ein in in den letzten Jahren. Größer ist natürlich, unsere Mitarbeiter im Einzelhandel, also wir in unseren Testgeschäften, Wir betreiben die alle selber, und das ist auch noch mal, da haben wir auch noch mal circa 150 Mitarbeiter, die das dann mitbetreuen. Habt ihr schon mal so Themen gehabt wie irgendwie anorganische Zukäufe?
Oder, oder dass irgendwie ein Geschäftsbereich verkauft wurde, flattern da regelmäßig Anfragen rein von irgendwelchen Hybrid Equity Investoren, also regelmäßig nicht, aber immer wieder kriegt man natürlich anfragen, will man irgendwie die Marke und die Marke. Ich. Ist nicht so. Ich habe mich noch nicht mit dem Thema beschafft beschäftigt, aber ich denke mir immer irgendwie, wenn wenn der eigene seine eigene Marke nicht will, warum sollten wir sie wollen so ein bisschen, also oftmals werden Marken verkauft, also jetzt nicht irgendwie, aber wir würden gar nicht in andere investieren, wir sagen, wir investieren in unsere eigene Firma und da in den in den Vertrieb und in die Themen, aber kaufen jetzt keine anderen
Firmen zu. Vielleicht noch einmal so ein bisschen auf den Karriereaspekt gesehen. Ne, wenn du, wenn du jetzt irgendwie denkst, du bist jetzt, sei es jetzt LSI Absolvent oder Uni Mannheim, Sankt Gallen, Uni Dortmund, was auch immer du hast, irgendwie wirtschaftsingenieurwissen Wirtschaftswissenschaften, BWL Management et cetera studiert, ne hat es am Anfang angesprochen, viele gehen dann Richtung Consulting, Finanzsektor, vielleicht gründen manche auch ein Startup.
Jetzt jammern aber natürlich die ganzen Mittelständler hier in Deutschland, die das Rückgrat der der Wirtschaft sind. Ja auch rum Fachkräfte, und damit sind ja nicht nur Leute im Handwerk gemein, sondern eben auch, dass halt für viele das auf den ersten Blick dann häufig auch nicht so attraktiv ist.
Vielleicht an die Leute mal so ein paar paar Wörter zu zum Thema irgendwie, warum kann es auch für einen für einen ambitionierten Absolventin Absolvent. Auch so im Wirtschaftsbereich interessant sein, bei dem Mittelständler vielleicht einzusteigen. Also wenn ich jetzt da mal für so dass ich mehr Produktionsbetriebe sprechen darf für mich, ich habe immer gesagt, egal was ich irgendwann mal machen werde, ich möchte irgendwas, wo ich sehe, was rauskommt, also was physisches rauskommt. Das hat also, das hat was Schönes man, man muss das mögen, also ich glaub jeder muss ja so n bisschen seinen Bereich, der eine ist eher sag ich mal so strategisch unterwegs, das hat alles auch seine Berechtigung,
der andere ist eher zahlenlastig und ich glaube aber der Mittelstand dieses eine ist, dass man da sehr, sehr viel auf einmal sieht und auch sehr viel. Mit sehr viel verschiedenen Menschen zu tun hat sehr viele also, weil man ja mit Lieferanten koordinieren muss. Man muss, sag ich mal verkaufen können, man muss irgendwie, wenn man da drinnen ist, muss man sehr viel machen und wenn ich sag, bei der Firma Trigema, wenn ich sehe unsere Mitarbeiter klar, wenn ich jetzt beispielhaft unseren technischen Leiter nehme, ja klar, der ist der, der ist jetzt zuständig für für alle Maschinen, für Bauten und so weiter und sofort, aber er wird auch anderweitig involviert, der wird, der ist auch bei uns mal gefragt, Hey.
Kann, kann er da mitkommen und das irgendwie mitgestalten oder wie auch immer, also in unserer Größe muss jeder überall mithelfen und ich glaube, das ist dann eben das Schöne, wenn man sagt, man möchte einfach auch das Unternehmertum voll leben, bisschen wie in einem Start, wo man selber auch gestalten kann, dann ist ein mittelständisches Unternehmen, ist ja nur der Unterschied irgend jedes mittelständische Unternehmen war ja irgendwann mal auch ein Startup, es ist nur jetzt gibt es halt schon so ein bisschen länger, würde ich mal nennen. Und ich glaube, das hat einfach eine Chance, wenn man so viel sieht und auch so einen großen Teamcharakter, dass es sehr attraktiv ist.
Also ich kann es jedem empfehlen, nur mal auch mal eine Weile zu machen. Ja, ich. Kann zuerst zumindest mal ein Praktikum. Habt ihr auch Praktikumsplätze bei euch, muss es jetzt mal einführen. Das muss ich jetzt mal einführen. Also machen wir gerne mal gute Leute, suchen wir immer ja so eine. Initiativbewerbung gerne mal beim Wolf.
Genau. Gerne bei mir mal abgeben. Ja dann merkt man einfach, ich glaube. Immer. Und ich meine es auch positiv. Ich glaube, man merkt, wie einfach wir gestrickt sind manchmal, wenn ich mir auch immer denke, dann denke ich mir immer irgendwie, wie man mich manchmal so von außen sieht, ja denke ich mir so, wenn man sehen würde, was wie mein Tagesablauf ist. Ja, also so auch so ein bisschen irgendwie, ich sitze halt da und dann kann jeder auf mich zukommen und mir ist recht und ich beschäftige mich auch mit einfachen Dingen, ja, und das ist eben wichtig und das ist auch das Schöne an meinem Job, mich, wenn ich jetzt nur irgendwie so auf einem high Level wäre und ich müsste dürfte da irgendwie nur entscheiden, ich bin auch manchmal gerne im
Duing, ich gehe gerne bei uns in die Logistik rein und gucke da auch mal. Fall oder wenn es halt dann ist, dann helfe ich halt, das Paket nach unten zu tragen, wenn ich zufällig bin. Also das ist bei uns sage ich mal sehr hemdsärmelig und sehr einfach und das macht es aus und das Macht aber auch insgesamt Spaß, weil wichtig ist, dass man dann zusammen auch die positiven Dinge sieht und dann auch sagt, Hey, wir haben das als Team Trigema geschafft und deswegen ja gerne mal ein Praktikum, dann sieht man, dass das alles nicht ganz so schwer ist. Und dass es auch manchmal ganz einfach ist. Und man darf auch Spaß an der Arbeit haben. Aber vielleicht noch mal zurückkommen zu dem politischen, dem, was du vorhin gesagt
hattest, allgemein Mittelstand in Deutschland sagst du vor allem im produzierenden Gewerbe seid ihr aktuell schon ein bisschen genervt, frustriert von der Politik und und hofft, dass da schon sich was tun wird. Ja, also ich hoffe, dass sich was tun wird. Also. Ich, ich sage immer, es gibt so, es gibt so 2 Gründe, die habe ich auch irgendwie mal mit der Zeit, warum ich sage dann warum bin ich gerne Unternehmer, weil ich irgendwie die Freiheit genieße und weil ich irgendwie auch anderen vertrauen will, ne so also in in jeglicher Hinsicht und ich sage mal die Freiheit was was das bedeutet ist dass ich auch frei entscheiden.
Ich will Dinge probieren ne so ich will, ich will nicht, dass man mir immer sagt, ja ich muss jetzt erst mal gucken, kriege ich das jetzt irgendwie genehmigt und irgendwie dann ist es ne zweijährige Genehmigungsphase wo ich dann sage ja gut, dann habe ich schon wenig auch keine Lust mehr drauf, ich möchte das probieren, aber gleichzeitig muss ich dann für das was ich mache auch gerade stehen, also wenn es dann wenn ich wenn es dann nicht funktioniert, dann muss ich auch dafür gerade stehen ich glaube das ist auch wichtig, also nehmen, aber ich möchte diese Freiheit einfach zu sagen, ja.
Ich habe halt Lust, das so zu machen. Lust? Es geht ja nicht um Lust, aber ich finde das so und ich möchte ja nicht, dass ich mir zu viele Wege, weil sonst kann ich ja in irgendeinen Konzern oder in in eine öffentliche Stelle geben, wo alles vorgegeben ist, wo ich mache, also deswegen bin ich ja Unternehmer geworden, weil ich freigestalten will, weil ich sagen will, ich möchte das machen, was ich will, blöd gesagt, ja, und ich möchte vertrauen, also ich glaube, das ist eben auch ganz wichtig, und da kommt der Bürokratieaspekt drinnen, ja, das habe ich auch immer gelernt, und das nehme ich auch immer weiter.
So das ganz altmodische. Da werden sicherlich viele denken, Boah, der ist richtig altmodisch, aber der Handschlag gilt ja so, wenn ich dir sag, ich mach den Podcast mit dir, brauch ich keine. 10 Blätter irgendwie, dass man sagt, ja, und den darfst du veröffentlichen. Und wie auch immer, sonst würde ich ja den Podcast gar nicht machen. Ja so, das gilt, wenn ich sage, ich mache es, dann brauche ich auch nicht mehr weiteres sonst also der absolute normale Handschlag geben, ich habe das Vertrauen, aber ich glaube, das Vertrauen darf man dann auch nicht brechen, also wenn man sich in die Augen guckt und sagt, Hey, mit den Lieferanten große Verträge über über 100 Tausende oder große Aufträge für 100 Tausende von Euro gibt es
bei uns keinen Vertrag, wir vertrauen dem Lieferanten und der Lieferanten, vertraut uns, dass wir es am Ende auch abnehmen und dann geht es so viel wie. Schneller, das sind, glaube ich, die Dinge, die auch in die Politik wieder rein müssen, sage ich mal so ein bisschen die Freiheit, Unternehmer gestalten zu lassen und auch mal gleichzeitig denen vertrauen, dass die schon was machen, auch gut machen werden. Da dürfen natürlich die Unternehmer auch müssen auch dürfen nicht immer in Schutz genehm werden, die dürfen das Vertrauen auch nicht brechen, also müssen dann auch Themen, sage ich mal, wie Mindestlohn ist ja auch nur ein Thema, er kommt ja nur, weil manche Unternehmer seine Mitarbeiter nicht.
Marktgerecht gezahlt haben oder so gezahlt haben, dass sie da davon nicht leben können. Und da müssen die Unternehmer halt auch mal fair sein und sagen, Hey, ich hab die Verantwortung für meinen Mitarbeiter, dass der von seinem Lohn leben kann, ja so und dann brauche ich auch keinen Mindestlohn. Und das sind einfach so Themen, wo ich sage, man braucht diese Freiheit dem Unternehmer geben.
Das wünsche ich mir einfach zurück und das kommt dazu. Bürokratieabbau, Gesetzesabbau, in dem einfach auch mal sagen, einfach das einfacher machen und sagen, der Unternehmer wird es dann schon, also eine freie Marktwirtschaft und dann einfach insgesamt. Wieder gegenseitig das Vertrauen. Wir brauchen das Vertrauen in die Politik, und die Politik braucht es auch dahin, und das kommt eben in die Unternehmer und das kommt eben auch in in Produktionsbetrieben hin, dass man einfach auch merkt, EY, die brauchen wir und lass doch das den Markt das regulieren und klar bin ich ja auch jemand Thema, Nachhaltigkeit, das ist ja so ein typisches Thema, wo man sagt, das Macht eine Firma irgendwie nicht selber, das muss staatlich, dann sage ich ja gut,
aber ich muss doch auch ein Interesse haben und. Unsere Firma Trigema nachhaltig in die nächste Generation zu bringen. Und dann ist es natürlich so, dass ich sage, ja gut, je weniger ich jetzt irgendwie gas Verbrauch, weil das jetzt zum Beispiel nicht nachhaltig ist, desto besser ist es. Also ich habe ja da auch eine intrinsische Motivation, dass ich sage, ich möchte ja ein gesundes, nachhaltiges Unternehmen übergeben, dann brauche ich theoretisch diese ganzen Gesetze auch nicht.
Dann hoffe ich, dass sie auf jeden Fall möglichst viele zukünftige Politikerinnen und Politiker, Politiker zuhören und das und das. Möglichst möglichst gut umsetzen und ich finde es sehr, sehr bemerkenswert, mit dem Thema vertrauen, was du auch angesprochen hattest, weil da seid ihr dann schon auch recht unüblich, oder?
Oder würdest du sagen, es gibt viele? Also gar nicht. Also glaube ich, weiß ich nicht unüblich, ich glaube, unüblich ist geworden, weil es eben viele gibt, eben nach außen hin, die irgendwie, wo es, wo es nicht der Fall ist, wenn ich hier unsere. Egal, ob es jetzt Lieferanten, Kunden oder weiter gar kein Thema. Ich sag, die vertraue ich immer und das ist ja auch das ganz einfache, die können nicht jederzeit anrufen. Ne ja bin ich mir auch nicht zu schade für so wenn irgendwas ist und wissen auch OK, ich hoffe ja, dass ich es dann regel, dass ich stehe auch zu dem was ich mache und das ist einfach so wichtig, dass dieses Thema vertrauen, das müssen wir einfach wieder reinbekommen.
Ich hab ein Beispiel, wenn ich das noch sagen darf, das war. Wo ich mir auch dachte, da machen wir so einen Bürokratiewahn. Also wir haben bei uns einen, ist eine ganz kleine Sache, aber da haben wir mit einem einen, der hat, der Macht bei uns die ganzen Handyverträge telekommunikationsverträge hat uns das optimiert, der hat das auch top gemacht, die Firma, also muss ich sagen, der hat das irgendwie gut gemacht und was weiß ich das, der ist mal auf uns zugekommen und da haben wir gesagt, jetzt machen wir es mit, also auf aber. Dann hat der mich irgendwie angeschrieben. Ich war da auch gar nicht involviert. Das war hat unsere IT, läuft das drunter, hat das gemacht und dann hat er gefragt, ja, also
irgendwie für ihre Website würden Sie gerne ein Referenzstatement haben, dann habe ich gesagt, gut klar mache ich, also ich kann ja jetzt nicht, irgendwie war ich auch zufrieden, also habe ich dem was geschrieben und habe ein Bild von ihm mitgeschickt, das war so, die nehmen ja eigentlich 2 Tage später kriege ich irgendwie ein Dokument mit irgendwie 3 Seiten damit die mein Bild und dieses Statement benutzen irgendwie dann habe ich ihn angerufen und gesagt also jetzt, da haben wir so gut zusammengearbeitet, irgendwas, jetzt braucht man für mal. Ich hätte das dem doch gar nicht geschickt, wenn ich nicht wollte, dass es veröffentlicht, also es war ja schriftlich, ich gebe ja zu, wenn man sagt, wenn
man vorher abgesprochen hat, hey, ich möchte es freigeben, ja, aber das habe ich ihm ja geschickt, ja, sondern hab ich gesagt, das ist natürlich sinnloser Aufwand, den man da machen muss, ja, wo ich, wo ich sag das das braucht man, ich mein er muss, dann hat er gesagt, ja, aber sie wären halt auch in so einer großen Firma, er muss das machen, er kann nichts dafür, ihm war es dann auch Unrecht hab ich gesagt ja klar und deswegen kommt halt die Bürokratie zu er muss mir doch einfach vertrauen hätte ich gesagt wenn ich ihn dann irgendwie jetzt blöd gesagt hatte.
Der Angst, dass ich sie verklag, dass die mein Bild hochrennen ne, ich sag also wenn der mich verklagt, wenn ich ihn schon nicht der mich ich ihn verklagen würde, dann dürfte er zu recht nach Boardingen kommen vor mich hin stehen und sagen, Hey du bist aber schon ein richtiger Depp, ja dann würde ich sagen Recht hast. Ja, ja, das ist ein sehr schönes Abschlussstatement, ehrlich sagen.
Ja Ah, ist ja so, also das ja, ja. Ist das dann auch für dich so ein so ein Punkt? Also jetzt vielleicht noch einmal zurückzukommen, weil das muss ich auf jeden Fall noch mal ansprechen, das sind ja so viel Betriebswirte, ne mit diesem GMBH, Einzelkaufmannsthema et cetera, mit der persönlichen Haftung ist das auch so ein Punkt, dass du sagst, das hilft uns auch wirklich so in Verhandlung und so weiter, dass die Leute mir vertrauen können, weil die wissen einfach, ich bin da wirklich drin, ich kann mich hier nicht einfach. Was weiß ich aus dem Staub machen kann man sich auch so nicht, wenn man irgendwie Geschäftsführer ist oder n bisschen ist das auch so strategisch sinnvoll oder gibt es bei euch schon Pläne wie ihr
das langsam machen? Also ich. Glaube es wird immer weniger so n bisschen, weil es einfach. Ich glaube, es ist so ein bisschen eine Risikoabwägung und ich glaube, man kann so lange persönlich haften, wenn man eben das ich muss noch mal auf dieses Thema zurückkommen, die Freiheit auch bekommt, selbst das zu gestalten.
Sobald ich natürlich sehe, dass ich sage, es werden so viele externe Faktoren, die ich selber nicht mehr beeinflussen kann, kommen rein, dann sage ich halt auch, ich meine, wenn man, und das sind selbst hausgemachte davon redet, also hausgemachten Deutschland, wo ich sage, Gesetze oder Bürokratie, dann wird natürlich so eine Haftung auch langfristig.
Schwieriger, weil man sagt, dann habe ich es nicht in der eigenen Hand, weil ich will dann schon auch ich bin für das, was ich hier entscheide, bin ich selbst verantwortlich. Nur wenn ich dann natürlich nur entscheiden kann nach dem, was andere mir sagen, wie ich entscheiden muss, dann wird es natürlich ein bisschen schwieriger.
Aber ja, es gibt schon diesen leichten Vorteil, dass ich sage, wenn man, wenn man das hat, wissen die natürlich, OK, gut, ganz ehrlich, der ist erstmal selber dran, wenn er, wenn er es anders als es gibt, schon so ein Vertrauen und ich glaube. Also ich glaube, in unserem Fall wäre es auch anderweitig, glaube ich, könnte man das Vertrauen schaffen.
Also ich glaube, diese Haftung hatte früher noch einen anderen Stellenwert als heute, aber ja, es gibt schon auch wiederum das Thema vertrauen, dass man sagt, Hey, wir stecken hier in einem Boot und wir lassen beispielhaften Lieferanten, wir lassen euch nicht alleine, weil sonst erstmals, also so ein bisschen der Kapitän verlässt als Letzter das Schiff, so weiß ich, glaube ich. Dass man auch immer sagt, ja klar, also ich mein Ich steck da voll drin und bevor du dein Geld nicht bekommst, bin ich im Prinzip an der dran.
Also deswegen mach dir jetzt mal in dem Sinne, mach dir sorgen. Ja vielleicht, aber ich bin zuerst dran. Ja, das kann ich mir schon vorstellen, dass das dann im Gespräch ist. Und die sind einfach schon einfach mach. Herr Wolfgang, vielen Dank für deine Zeit. Ich fand es extrem extrem spannend, mich so mit dir auszutauschen.
Vielen Dank auch für die Offenheit, vielleicht letzte Frage Zukunftsperspektive Trigema in sagen wir mal 5 bis 10 Jahren, falls wir uns in 5 bis 10 Jahren noch mal zusammensetzen sollten, ne Update folge machen. Wo denkst du, steht Trigema? Gibt es irgendwelche großen Themen, wo er sagt, da, da müssen wir uns hin entwickeln, so, das steht ohne Zweifel oder bist du da noch sehr offen und und und kann es auch sein, dass wir in 5 bis 10 Jahren alles gleich ist, in etwa Verteilung, E Commerce vs B 2 B Einzelhandel ihr macht genau die gleichen Produkte, steht irgendwie eine totale Erweiterung perspektivisch an gibt es gibt es irgendwelche Themen die du super gerne irgendwie in 5 bis 10 Jahren realisiert haben möchtest?
Also ich habe zumindest den Wunsch, dass wenn wir uns in dem Zeitraum wieder sehen, dass wir sagen können, wir sind ein nachhaltiger, innovativer Textilproduzent. Der in der Textilproduktion auch einen Mehrwert gibt. Wir wollen weiterhin das ehrlichste Shirt der Welt produzieren, das heißt, Wir wollen sagen, es geht und wir wollen, egal in welchem Bereich, ob es im Energiesektor ist, ob es im Maschinenpark ist. Wir wollen zeigen, dass so funktioniert, die Textilindustrie, und die ist auch langfristig nachhaltig, und wenn ich das in 10 Jahren.
Immer noch sagen kann, dann bin ich glücklich und dann würde ich mich freuen, wenn wir dann auch eine weitere Podcast Folge machen, würde ich mich super drüber freuen. Vielen, vielen Dank für deine Zeit und danke auch. Ja ich würde mich sehr freuen, wenn euch das ganze auch gefallen und geholfen hat und ja dann bis zur nächsten Podcast Folge und jetzt machen wir hier noch eine Fabriktour freue mich auch schon drauf, vielen Dank. Vielen Dank.