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Shownotes
Orientierungslos mit 40+
Auf dem Handy poppen die alten Bilder auf. Erster Geburtstag, Einschulung, das erste Fahrrad. Und plötzlich wird einem bewusst, wie schnell das alles ging.
Unser Leben hatte lange einen klaren Plan: Schule, Ausbildung, auf eigenen Beinen stehen, die große Liebe, Kinder, ein Zuhause. Und dann sind die Kinder fast groß, und viele von uns merken: Bis hierhin war irgendwie immer klar, was als Nächstes kommt.
In dieser Folge geht es um die Frage, die dann auftaucht: Und jetzt? Was wollen wir mit den nächsten Jahren anfangen, wenn nicht mehr alles von den Kindern und vom Funktionieren bestimmt wird?
Hör rein.
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Willkommen beim MAMSTERRAD! Dein Podcast übers Mama sein, Frau sein und alles was dazwischen funkt. Mit mir Imke Domen. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge MAMSTERRAD II.O. Ich freue mich riesig dass du dabei bist. Heute geht es einmal um ein Thema Was mich auch immer mal wieder beschäftigt Und ja sich manchmal merkwürdig anfühlt.
Hilfe, ich habe kein Plan mehr", heißt die Folge. Stellt euch aber mal folgende Situation vor. Bei mir ist das also mindestens einmal die Woche. Mein tolles Telefon zeigt mir immer wieder alte Erinnerungsbilder. dann ploppen da so Fotos hoch vom ersten Geburtsdach der großen oder Kindergartenzeit der kleinen oder Einschulung später Freundschaften Planschen im Pool, Urlaube.
Die Kinder waren so süß! Ach das war so schön... Man war so angestrengt in der Zeit. und jetzt rückblickend denke ich, so ein bisschen mehr genießen hätte ich es wohl dürfen. Und ich werde ein bisschen wehmütig. Und gleichzeitig merke ich dann auch dass ich auch schon herausfordernd auf mein Alter gucke.
Das ist irgendwie, das hängt zusammen. Also wenn ich mir die Bilder angucke von den Kleinen oder als sie noch klein waren im Gott des Willen heute sind es zumindest die Große schon größer als ich. Aber wenn ich mich so die Bilder an gucke dann wird mir schmerzhaft bewusst dass die Zeit echt unab bitterlich fortschreitet und wir ja geradewegs drauf zusteuern Dass wir das Liebste was wir haben ins Leben entlassen.
das heißt die kleinen werden immer mehr unser cozy Nest verlassen. Das ist ja gut so, ich finde das auch per se gerade wenn wir uns streiten in der Pubertät für dich den Gedanken gar nicht so abwege ich dass es irgendwann hier ein Ende hat. aber also mir macht das ein bisschen was. Ich merke es tatsächlich weil Ja des vergangenes Vergangenheit und man oder ich nicht Mann möchte das Mann eigentlich gar nicht sagen Und ich werde es ein bisschen wehmütig.
Und dann gucke ich so auf das Leben, was wir bisher hatten. Ich finde, wir haben tatsächlich ein sehr buntes und wildes und sehr lautes aber auch ein sehr schönes Leben bisher gehabt. Wenn ich weiter zurückblickt, also nicht nur meine Familie sondern auch auf mich... Also ich bin im siebenundsiebziger Jahrgang.
Ich bin normal Kindergarten, Grundschule, Orientierungsstufe, Realschule. Abitur habe ich nicht gemacht, erweitert eine Reihe. Schon Abschluss hatte ich noch. Ich hatte einfach sehr viel mehr Lust am Leben drum herum und nicht so am Lernen. Das war damals auch so nicht meins. Und tatsächlich bin ich auch in der Generation groß geworden wo Mädchen da nicht so befördert worden sind zumindest auf dem Land wo ich herkomme.
Genau also das heißt ich hab die normale Laufbahn abgeschlossen und dann hat tatsächlich vielleicht auch ein prägender Satz der mir jetzt gerade einfällt Das war irgendwann in der siebten, achten Klasse. Da hatten wir in der Realschule die Möglichkeit entweder französisch zu lernen oder Hauswirtschaft und um das vielleicht einmal kurz zu versinnen bildlichen dass mein Papa damals zu mir sagte was willst du mit einer zweiten Fremdsprache?
Lern Du erstmal kochenwaschen und bügeln? Das wird später dein Job! Das ist jetzt erst mal so ein hartart Vorback. Ich habe das schon oft erzählt, weil das echt ein Teil meiner Geschichte auch ist. Ich hab mein Papi sehr lieb und ich bin ihm auch nicht böse über diesen Satz. aber er erklärt so viel wie ich damals auch sozialisiert worden bin und nicht nur ich.
also ich vermute sehr viele von euch da draußen auf. Also das heißt dieser Plan wo wir darauf zusteuern, darauf möchte ich jetzt eigentlich gerade hinaus ist irgendwie mehr der Satz so ein... Der Plan ist klar ne? Also der Plan is irgendwie Ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, du machst deine Schule.
Vielleicht gibt es ja sogar sehr viele Frauen die auch Abitur gemacht haben. das ist ja auch richtig. aber Es ging primär erst mal darum machen Job Ausbildung kommen auf deiner eigenen Füße Zieh aus. Und dann ging es vielleicht wirklich unbewusst Aber schon noch auf die Suche nach Mr. Wright dazu geboren, nicht unbedingt allein zu sein.
Das hat ja auch schon die Evolutionsbiologie uns gezeigt. also wir sind ja auch tatsächlich Herden-Tiere hätte ich fast gesagt. Wir brauchen ja auch die Verbindung. soziales Zugehörigkeitsempfinden ist sowieso ganz klar stark da und ich möchte wirklich nochmal auf diese Schiene hinaus dass für den meisten in unserer Generation der Plan war fertige Studium wer es dann gemacht hat Ausbildung ein paar Jahre arbeiten.
aber Bei vielen, ich will nicht sagen bei allen. Aber zumindest bei den meisten die ich kenne war dann aber auch klar so viel Energie stecke ich jetzt nicht in die Karriere. irgendwann werde ich in Teilzeit sein weil irgendwann bin ich Mama das schwammen somit bewusst oder unbewusst und da hat man irgendwann viele Frösche geküsst.
und irgendwann kam Mr. Ride-Ride Und den haben wir dann vielleicht auch gleich behalten wollen und dann ging die Zukunftsschmiederei los. Erst mal zusammenziehen, das Leben zu zweit genießen mit... wie heißt es noch? Doppel Einkommen keine Ausgaben gibt's im Englischen irgendwie genau. also man hat irgendwie sein Leben gelebt man hat Urlaube geplant aber eigentlich immer mit dem Ziel mit dem Sinn zumindest wahrscheinlich die die mir hier zuhören weil ihr seid ja ein Moms-Darat oder ihr seid der Mama irgendwann mit dem ziel Heirats und Kinder.
Das war so, ja ich finde es spannend. ist das tatsächlich angekündigt? War das der kleinen Mädchentraum? Ist es das was gesellschaftlich einfach vorgelebt worden ist? Es gab immer in Anführungsstrichen Exoten die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben, die sich für eine Karriere entschieden haben Auch gar nicht wertend weder gut noch schlecht.
Ich finde das ja total cool, wenn jemand sein Lebensplan so lebt wie er es für sich entschieden hat und auch den Mut hat das zu tun. Und dass war zumindest in der Generationen, an der ich groß geworden bin, noch eher schwieriger als heute glaube ich. So aber gehen wir jetzt mal von dem Status aus, den ich halt erlebt habe Das heißt viele Frösche geküsst bis mein Makro kam.
Dann haben wir relativ schnell geheiratet und noch während er mich fragte ob ich seine Frau werden will hat sich unser großes Mädchen angekündigt. Das heißt, ich habe schon schwanger geheirattet was sehr schön war. aber genau das glaube ich ist diese Herausforderung. wir haben immer diesen Plan gehabt.
also wenn jetzt wieder mal zurückgehen erstmal Grundschule Orientierungsstufe weiterführende Schule Abschluss Studium oder Ausbildung jemanden finden, mit dem man sein Leben verbringen will. So und dann hast du nach und nach alles irgendwie abgehakt. Und dann kommen Kinder dazu. vielleicht kommt ein Eigentumshaus dazu oder ein schönes Miethaus oder schöne Mietwohnungen oder zumindest irgendwo haben wir uns niedergelassen und fühlen uns zu Hause und fühln uns wohl.
Dann ging es die ersten Jahre erstmal darum ins Überleben zu kommen mit so kleinen Kindern oder auch mit Babys was ich vorhin meinte Ich hätte es vielleicht ein bisschen mehr genießen sollen. Ich glaube, ich hab's genossen und gleichzeitig war das aber auch wahnsinnig anstrengend in der Zeit sowohl physisch als auch psychisch.
Ja! Und die Zeit ist so wahnsinnigt schnell ins Land gezogen wie ich finde also Rückblicken gesehen habe. Ich weiß jetzt, ich bin jetzt seit fünfzehn Jahren Mama. Ey, fünfzehnt Jahre? Wie krass ist das bitte?! Vor allem wenn ich doch gerade erst twenty-fünf bin. Na ja egal, anderes Thema... Das heißt, wenn wir jetzt zurückblicken was wir alles erreicht haben und jetzt kommt nämlich der Moment wo meine Titelfolge heute passt.
Hilfe ich habe kein Plan mehr! Wir haben alles was irgendwie vorgegeben war in uns drin. durch Glaubenssätze, durch innere Prägung oder Sozialisierung sind wir ein Plan gefolgt und dieser Plan geht genau bis zu diesem Zeitpunkt wenn die Kinder in die Pubertät angekommen sind und nach und nach das Nest verlassen.
Müssen gar nicht ausgezogen sein, auch pubertärene Kinder verlassen das Nest obwohl sie hier noch schlafen aber man sieht sie kaum noch. Und ich glaube dass ist auch ein Moment wo ich erlebe dass viele Frauen in meine Praxis kommen. Gar nicht genau mit diesem Satz, ich weiß gar nicht mehr was ich jetzt tun will mein Plan ist weg sondern mit einem Grundgefühl dieses Grundgefühl von Ich fühle mich unzufrieden.
Natürlich können das auch die Wechseljahre sein, selbstverständlich. Wir wissen mittlerweile sehr viel über unsere Hormone aber es ist vielleicht auch ein Zustand. ich fühle mich irgendwie nicht glücklich. Ich bin nicht zufrieden. Irgendwie habe ich zwar alles, ich hab das Familienleben was ich habe, ich habe das Haus was ich haben.
Vielleicht habe ich ja auch mich entschieden Mittlerweile von meinem Partner mich zu trennen und lebe alleine glücklich unzufrieden in einem getrennten Modell. Auch alles darf sein Alles kann sein Aber irgendwie ist der Moment mit spätestens Mitte Ende vierzig da, dass wir feststellen. Okay krass! Also bis hierhin war alles klar, war alles vorgegeben und was kommt jetzt?
Und das kann sich so ein Stück weit anfühlen wie natürlich Frustration. man ist genervt, man ist reizbar. auch das kann natürlich immer hormonell bedingt sein wie wir gerade schon wieder erfahren haben. aber es kann tatsächlich auch einfach einen Zustand sein und das erlebe ich tatsächlich relativ häufig bei mir in der Praxis dass man orientierungslos wird Weil es gibt nichts mehr, was vorgegeben ist.
Ja jetzt werden wir irgendwann älter. Jetzt beschäftigen wir uns vielleicht mit Pflegereform und gucken dass wir vielleicht tatsächlich auch nochmal schauen wie meine Vorsorge-Geschichten sind und meine Rentenpunkte usw.. Aber was passiert bis dahin? Bis dahin ist ja auch immer noch mal zwanzig dreißig Jahre!
Was machen wir mit dieser Zeit?! Und das habe ich das Gefühl... Ist bei vielen ein Defuses Gefühl, ein Zustand eine Lehre die wir erst mal uns angucken dürfen. Wir sind nämlich gar nicht einfach so schlecht gelaunt oder wir sind nicht einfach unglücklich in unserem Leben obwohl vielleicht alles haben?
Wir haben vielleicht im Moment kein Plan was jetzt kommt und ich finde das total spannend dahin zu gucken Was passiert denn mit uns wenn uns wirklich mal mit unserem Lebensmodell gerade beschäftigen. Fühlen wir uns im Freundeskreis gut aufgehoben? Wie ist das mit unserer eigenen Kernfamilie, sind wir hier zufrieden und sind wir glücklich?
Lieben wir werden wir geliebt! Aber was ist außerhalb? Was ist mit dem Job? Ist es noch der Job den ich mir damals ausgesucht habe, den ich auch wirklich machen möchte? oder wie ist dass mit Hobbys? Verrückterweise, immer wenn ich Mamas in meiner Coaching-Praxis willkommen heiße. Ich habe eine Frage, was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
Und die meisten Mamas gerade jetzt so die ersten Jahre kamen ja auch an der frischen jungen Kleinkindsphase und haben alle gelacht, Hobbies! Hatte ich mal vor den Kindern, schaff' ich heute nicht mehr... Ja, und jetzt sind wir vielleicht wieder an diesem Punkt wo wir sagen, ey krass, ich hatte früher Leidenschaften.
Ich hab vielleicht gern Volleyball gespielt, ich hab gerne Ballett getanzt, ich war gerne beim Klavierunterricht. dass wir hier jetzt auch wieder intuitiv oder auch einmal mit einem Stupser wieder anfangen dürfen, Hobbys in unser Leben zu holen. Aber das ist toll! Es ist eine gute Idee, bin ich sowieso total dafür... Ich hatte früher by the way nur Hobbies die ich heute nicht mehr so unfassbar gut machen kann.
und Ballett tanzen ist jetzt irgendwie nicht mehr meins. aber tatsächlich haben mein Mann und ich vor zwei Jahren entschieden wir gehen jetzt unter die Golfer weil wir einfach ein gemeinsames Hobby gesucht haben oder brauchten wo wir beide Bock zu haben und das kann echt funktionieren. Nur mal so was keiner nebenbei tipp.
Da fällt mir gerade dieser schöne Spruch ein, den man früher immer gehabt hat. Haben sie noch Sex oder spielen die schon Golf? Böse Zunge! Nein ich habe beides doch. Aber darum geht es ja auch wieder nicht hatten wir schon die Folge. aber was ich sagen will ist dass jetzt Zeit werden da vielleicht wirklich wieder auch zu uns zurückzukommen.
Was mag ich gerne, was möchte ich gerne machen? Was habe ich vielleicht lange entbehrt und vermisst und könnte es heute wieder reinbringen. Und dann natürlich das nächste, was ich auch total spannend finde – wie ist denn mein Plan für die nächsten fünf, zehn, fünfzehn Jahre? Man muss ja gar nicht so lange vorplanen!
Habe ich eine Idee von dem, was jetzt kommt? Möchte ich mich vielleicht hier mal mit auseinandersetzen? Das darf ja auch für jeden total individuell sein. Vielleicht ist der Plan, dass man sagt, man möchte mit Sechzig vielleicht nur noch in Teilzeit wieder zurückgehen. Oder man möchte sich ein Haus irgendwo in den Bergen oder an der Ostsee gönnen und sei es zur Miete.
Ich möchte gesund alt werden. ich möchte jetzt als Plan haben das ich auf meine Ernährung achte und regelmäßig zum Sport gehe und Kraft aufbaue damit ich ein gesundes Zuhause für meine Seele habe. was auch immer Diese Pläne dürfen ja total individuell sein. Es ist nur total hilfreich, sich damit mal auseinanderzusetzen und zu schauen Wo stehe ich denn gerade?
Die Lebensmitte heißt ja nicht umsonst Lebensmittel. wir haben verdammt viel erreicht Wir haben richtig was gerockt! Wir haben sehr viele Partys gefeiert. Wir sind groß geworden. Wir hatten sehr viel Spaß. Wir hatte sehr viel Leid, sehr viel Schmerz, sehrviel Tränen Und jetzt dürfen wir vielleicht auch einmal kurz dem leiben und zurückgucken für die eine oder andere Herausforderung auch vielleicht dankbar sein und sich jetzt aber tatsächlich noch mal zu beschäftigen mit, was kommt jetzt die nächsten Jahre?
Mit Glück haben wir forty-fünfzig Jahre vor uns. Und das ist verdammt viel! Was machen wir in der Zeit? Wie stellen wir uns das vor? Ich möchte nicht meinen Rentenalter planen, bis ich in Rente gehe, möchte ich mich irgendwo ausrichten Und ich brauche eine Zukunftsversion, damit ich mich nicht orientierungslos in den Vierzigern fühle.
Das ist etwas was ich euch heute mitgeben möchte. Hilfe? Ich habe kein Plan mehr! Ist etwas was wir intuitiv spüren aber selten tatsächlich hingucken und ich finde das dürfen wir ab jetzt öfter mal machen ohne alles dogmatisch in Steinmeißeln Aber Ideen entwickeln und sich bewusstmachen dass wir noch richtig Also wenn es gut läuft und wir gesund bleiben, wir noch richtig viele Jahre vor uns haben.
Und das was war gehört der Vergangenheit an. aber wir dürfen jetzt wieder schauen wo wir uns hin ausrichten wollen eine neue Orientierung finden. That's it! Das wollte ich euch heute sagen weil tatsächlich betrifft es mehr Frauen wahrscheinlich auch sehr viele Männer aber die kommen zu mir ja maximal in einer paar Dynamikzüge in die Praxis.
Ich glaube das betriffe viele Menschen diese Neuausrichtung. Wo geht's denn? Vielleicht fällt mir gerade ein, vielleicht war das früher auch so'n bisschen diese böse Zunge mit Midlife Crisis. Das fühlt sich komisch an und wenn wir hingucken und das annehmen und akzeptieren können wir das Beste daraus holen da bin ich mir sehr sicher!
Und falls jemand einen Golf-Tipp haben will immer her damit. Schreibt mich an schreibt mir eine Mail. Das war's von mir für heute. Ich wünsche euch einen fantastischen Sonntag, eine tolle Woche. Bleib gesund! Passt auf euch auf und wenn ihr mögt bin ich nächsten Sonntags wieder da. Ich freu mich. Tschüss.