
MENOMIO - Der Podcast für glückliche Wechseljahre
147 Selbstbefriedigung in den Wechseljahren: Was sie für Schlaf und Stimmung tun kann | Friederike Müller-Schönau
Freitag, 16. Oktober 2026 · 56 min
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Shownotes
Zum 18. Geburtstag bekam Daniela von ihren Freundinnen einen Vibrator geschenkt. Er war golden, hieß "Goldfinger" und war als Gag gedacht. Darüber reden wollte trotzdem keine.
Selbstbefriedigung ist für viele Frauen noch schambehafteter als die Wechseljahre. Dabei zeigt eine Studie, dass sie Beschwerden wie Schlafprobleme und Stimmungstiefs lindern kann. Gynäkologin Dr. Friederike Müller-Schönau hat über die körperlichen und sexuellen Veränderungen in den Wechseljahren promoviert. Sie erklärt, was ein Orgasmus im Körper auslöst, was gegen vaginale Trockenheit hilft und warum Lust zur Frauengesundheit gehört.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
• warum Frauen Schmerzen beim Sex so selten ansprechen und warum Friederike Müller-Schönau jede Patientin danach fragt
• was hinter GSM steckt: vaginale Trockenheit, wiederkehrende Blasenentzündungen und Schmerzen beim Sex
• warum lokales Östrogen so niedrig dosiert ist, dass es sogar nach Brustkrebs nicht absolut verboten ist, und warum sie es nicht vorbeugend empfiehlt
• warum ein niedriger Testosteronwert noch keine Libidostörung ist
• was die Studie des Kinsey Institute über Selbstbefriedigung und Wechseljahresbeschwerden zeigt
• welche Botenstoffe ein Orgasmus freisetzt und was sie mit Schlaf und Stimmung zu tun haben
• worauf du beim Gleitmittel achten solltest
• warum du deinen Körper kennen solltest, auch mit dem Handspiegel
💬 Zitate & Gedanken aus der Episode
„Wenn ihr nicht mit eurer Frauenärztin darüber sprecht, mit wem dann?“
„Schmerzen beim Sex sind in keinem Alter normal. Sprich sie an, und buch dafür ruhig einen eigenen Termin.“
„Guckt euch an, berührt euch, kennt euren Körper. Nur dann kann man auch eine Veränderung wahrnehmen.“
🩷 Du hast eine Frage an Friederike Müller-Schönau? Schick sie per DM an @menomio_podcast oder an daniela@menomio.at, Daniela leitet sie weiter.
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Ihr lieben Menomeos, heute mal in einer ganz anderen Umgebung, wo ich diese Nachricht für euch aufnehme. Ich bin nämlich aktuell noch in Berlin bei meiner Freundin Maike Schumacher, weil ich nämlich die letzten Tage hier in der Stadt war und einfach so viele coole Sachen erlebt habe. Ich war unter anderem beim Pro-Age-Festival von X by X, wo ich einige Gäste von mir live und in Farbe zum ersten Mal gesehen habe, Weil, wie ihr wisst, die meisten Aufnahmen bei Menomeo sind ja leider remote, weil die meisten Expertinnen zum Thema einfach wirklich in Deutschland sitzen.
Und darum war das Festival eine super Gelegenheit, um zum Beispiel eine Alexa Ivan oder die Sue Gears oder, wen habe ich denn noch aller getroffen? Die Alte, die Daniela Unterstab, die schon bei mir gesprochen hat. Und solche Begegnungen, die sind aber so super und gleichzeitig auch so selbstverständlich, weil man sie halt aus der Bubble irgendwie kennt und sowas ist immer sehr, sehr bereichernd.
Und bereichernd natürlich für mich das Nonplusultra, wenn ich dich treffe. Und ich habe auf dem Festival auch einige Menomios kennengelernt und da geht mir einfach wirklich immer das Herz auf. Also vielen, vielen Dank für das tolle Feedback, das ihr mir auch so immer gebt und liebe Grüße an dieser Stelle an die Ladies von Berlin. Ich glaube, ihr wisst ganz genau, wer gemeint ist.
Das hat mir auch wieder gezeigt, welche Power und welchen Mehrwert solche Begegnungen haben können, wenn sich Frauen eben, in dieser spannenden Lebensphase treffen, austauschen, dass man einfach im besten Fall vielleicht mit einer neuen, netten Bekanntschaft, die sich zu einer Freundschaft entwickeln kann, nach Hause geht.
Und genau sowas ähnliches wünsche ich mir für meine spezielle Woche, die demnächst, nämlich Ende November, in Die Wasnerin stattfinden wird. Ich habe es euch schon ein paar Mal angeteasert, von 23. bis 27. November darf ich Gastgeberin sein in Bad Aussee, in der wunderschönen Steiermark bei uns in Österreich, in dem so großartigen Gesund- und Naturhotel Die Wasnerin.
Da bin ich Gastgeberin von Mitten im Wandel, einer ganz speziellen Frauenwoche vom 23. bis 27. November 2026 und ich kann dir nur sagen. Also ich verspricht dir, diese Woche wird wirklich was Besonderes. Es geht unter anderem darum, dass wir einfach einmal alle zusammenkommen. Dass man unbeschwert und ohne Vorurteile unter Gleichgesinnten ganz offen über das Thema Wechseljahre sprechen kann. Aber natürlich auch über alle anderen Themen.
Dass man einfach Frauen um sich hat, die einen ähnlichen Spirit haben. Und natürlich gibt es ein mega cooles Programm. Also. Die Woche, ja, da werden Expertinnen sein mit Vorträgen, mit Gesprächen, mit Workshops zu den unterschiedlichsten Schwerpunkten, wie eben Ernährung, Genetik, Haargesundheit, Hormone natürlich, Psychologie und noch viel, viel, viel, viel mehr.
Und ja, auch das Thema Krafttraining, Bewegung und Sport wird ein Riesenthema und eine Riesenrolle spielen bei dieser besonderen Woche, wo es mir irgendwie ein Anliegen ist, euch ganz viele Tools und vielleicht da Inspirationen mitzugeben, um euch Möglichkeiten an die Hand zu geben, ohne irgendwie zu sagen, wie du das richtig machst, sondern einfach mit der Einladung, deinen Körper besser zu verstehen.
Also ich freue mich, dass sich schon einige angemeldet haben und mich das auch gleich wissen haben lassen. Und ich freue mich, wenn auch vielleicht du dabei bist und dir diese spezielle Woche ganz einfach gönnst. Weil ja, Ladies, absolut, wir Frauen dürfen uns auch etwas gönnen. So wie ich, ich habe mir die letzten Tage in Berlin auch ganz einfach gegönnt und es war herrlich.
Und ich bin dankbar für diese so bereichernden Begegnungen wieder und für die so tolle Zeit. Wenn du das heute am Freitag gleich hörst, bin ich übrigens gerade in München, wo auch gerade richtig viel los ist zum Thema Wechseljahre. Und da bin ich gespannt, was ich euch dann nächste Woche berichten kann.
Was ich auch unbedingt sagen möchte, die letzte Folge mit der Jutta, der Wechselwirkung Plausch mit der Jutta Zimmer, da habe ich so viel Feedback gekriegt, wie wirklich schon lange nicht mehr. Und das zeigt mir auch, dass es wohl dir gut gefällt, wenn Frauen aus der Community sprechen. Also große Einladung.
Wenn du das Gefühl hast, meine Wechseljahre, meine Geschichte dazu, meine Entwicklung, meine Herausforderung, meine Sorgen, meine Ängste, meine Erkenntnisse, meine You Name It. Vielleicht sollt ihr das mit der Menomio Community teilen? Dann schreib mir daniela.menomio.at und wir schauen, wann vielleicht deine Episode bei Menomio rauskommt.
Wie klingt das? Ich möchte euch jetzt nicht überstrapazieren. Ich denke, der Titel der aktuellen Episode mit der Friederike Möller-Schönau, verrät eh schon, um was es geht, um das nächste riesengroße Tabuthema, um Masturbation, um Selbstbefriedigung. Oh mein Gott! Heute wird Tachelesgerät. Heute gibt es, glaube ich, auch die ein oder andere Erkenntnis, bin mir sicher, mit der du noch nicht gerechnet hast.
Und ich darf dich bitte wieder darum bitten, wenn du es noch nicht getan hast, folge dem Podcast. Bewerte ihn mit fünf Sternen am besten, wenn es geht. Lass mal einen Kommentar da oder eine Rezension, sofern du über Apple Podcast zuhochst. Es klingt banal, ich sage das auch immer wieder und ich werde es nicht müde zu sagen, aber es hilft.
Erstens mir, damit Menomeo noch sichtbarer wird und noch mehr Frauen ausgespielt wird. Und somit hilft es auch den Frauen, wenn sie Menomeo hören. Weil das Feedback, das ich von euch kriege, ist eben das, boah, danke Daniela, du leistest da wirklich gute Arbeit und bringst mir Licht in mein Dunkel. Also bewerten, teilen, weitersagen unbedingt und noch ganz viel Licht in das Dunkel der so vielen Frauen, was das Thema Wechseljahre betrifft, bringen.
Also, danke dafür und jetzt aber. 3, 2, 1, los geht's. Ja, leckum her. Bin ich jetzt echt im Wechsel. Okay, dann wird's Zeit für Menomio, der Podcast für glückliche Wechseljahre. Mit Expertinnen-Interviews, Erfahrungsaustausch, Community-Building, Tipps und Inspirationen für die wahrscheinlich spannendste Zeit in deinem Leben.
Bist du dafür bereit? Dann auf geht's. Lass uns glücklich sein. Mit Friederike Müller-Schönau. Hallo, ich bin's, Daniela. Ich freue mich, dass du heute wieder bei Menomiu dabei bist. Ja, und heute mache ich ein Thema auf, das noch viel schambehafteter ist, als die Wechseljahre eh schon sind. Und ja, da gäbe es jetzt wahrscheinlich einige Kandidaten. Vaginale Trockenheit zum Beispiel. Die nehmen wir heute gleich sowieso mit, denn ich will mit dieser Episode etwas wirklich Größeres aufmachen.
Lust als Gesundheitsthema. Prove me wrong, aber ich glaube, Selbstbefriedigung ist eines der relevantesten Themen überhaupt. Und ich gehe mal fast davon aus, dass allein vielleicht das Wort der einen oder anderen von euch gerade die Schamesröte ins Gesicht treibt. Und wisst ihr was? Das ist völlig okay.
Auch wenn ich mich wirklich als Tabubrecherin sehe und mir auch wirklich leicht tue, ja, bekannte Themen anzusprechen, gebe ich auch ganz offen und ehrlich zu, also über Selbstbefrühligung führe ich jetzt auch keine Endlosdiskussionen. Meine Freundin Maike Schumacher, die kennt es ja vom Wechselwirkung Plausch und auch von Instagram, die ist so ziemlich die Einzige, mit der ich mich da über dieses Thema drüber traue. Und ich frage mich eigentlich schon, warum ist das so?
Die Frage werde ich heute wahrscheinlich nicht klären können, aber ich möchte euch heute dazu ermutigen, das Thema einmal anders zu verstehen, weil es nämlich extrem spannend ist, dass es mittlerweile sogar Studien dazu gibt, welche positive Auswirkungen Selbstbefriedigung auf Wechseljahressymptome haben kann.
Ist das nicht großartig, was dabei rausgekommen ist, was ein Orgasmus im Körper alles bewirkt und wie Selbstbefriedigung vielleicht auch dann funktioniert, wenn sich gerade alles trocken und fremd anfühlt? Darüber spreche ich heute mit Friederike Müller-Schönau. Die Friederike ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, ausgebildet an der Universitätsfrauenklinik Rostock, heute in einer Praxis in Brandenburg.
Sie hat am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf genau zu dem promoviert, worum es heute geht. Die körperlichen und sexuellen Veränderungen rund um die Wechseljahre. Sie ist Mitglied der Deutschen Menopause-Gesellschaft, vierfache Mama und eine Ärztin, die findet, dass Intimgesundheit, Sexualität und Lust ganz selbstverständlich zur Frauengesundheit gehören.
Und auch gerade nach der Menopause. Übrigens, die Episode entsteht in Kooperation mit Love Honey. Die bringen im Oktober eine neue Produktlinie für Frauen in den Wechseljahren raus und Friederike berät sie dabei. Was sie heute aber sagt, sagt sie als Ärztin. Liebe Friederike, ich freue mich voll, dass du heute bei Menomio dabei bist.
Ich freue mich auch. Hallo Daniela. Wir starten ja im Podcast immer so, dass wir mit einem ganz großen Mythos oder Irrglauben. Und ich glaube, da gibt es zum Thema Selbstbefriedigung ein großes Repertoire, dass wir damit aufräumen. Kannst du da vielleicht das ein oder andere rauspicken und einen Mythos entmystifizieren?
Vielleicht der Mythos, dass es nur Männer tun oder dass Mann oder Frau es einfach nicht tut, weil es irgendwie was Anrüchiges hat, dass man nicht drüber spricht, das ändern wir ja gerade. Und vielleicht auch der Irrglaube, dass man denkt, das würde ein Zeichen dafür sein, dass die Beziehung nicht funktioniert.
Das ist, glaube ich, auch häufig so ein Indiz oder irgendwie, ja, die Beziehung funktioniert nicht oder ist nicht gesund und deswegen ist dann die Alternative eben die Selbstverfügung. Das kann ja einhergehen. Das eine schließt das andere nicht aus. Das finde ich irgendwie auch ganz wichtig. Und ich finde das irgendwie so spannend, während das Thema Selbstbefriedigung bei Männern ja, würde man sagen, weitgehend normal diskutiert wird oder ja, Männer machen das halt.
Ist das bei Frauen immer nur so. Genau, ja, das ist perfekt. Hast du eine Erklärung? Ich glaube, es ändert sich gerade ein bisschen in unserer Gesellschaft. Es ist, glaube ich, auch eine Generationensache. Also meine Großmutter würde da wahrscheinlich noch nicht drüber sprechen. Und ich glaube, wir sind auf dem guten Weg, dass sich das ändert.
Und es hat eben noch so etwas Anrüchiges, was ich irgendwie schade finde. Ich hoffe, das ändert sich. Und ich hoffe, wir können heute da ganz viel auch Staub vom Thema blasen und Glitzer draufstreuen. Steigen wir vielleicht gleich einmal ein. Also wie oft passiert es dir denn in der Praxis, dass eine Patientin zu dir kommt und sagt, Frau Doktor, wissen Sie was?
Also Sex ist bei mir nicht nur das Thema, dass ich keine Lust mehr habe, sondern es tut mir auch richtig weh. Wie oft passiert dir das bzw. Fragst du danach? Ja, ich frage immer danach. Also jede Patientin, die ich untersuche, frage ich, ob sie Beschwerden beim Wachverlassen hat, also bei der Nektion, beim Stuhlgang oder beim Sex.
Und ich muss zugeben, dass viele Frauen oder nicht selten sind sie überrascht über diese Frage. Ich mache es aber trotzdem und erst im Nachhinein oder während der Untersuchung, sind die Patienten dann manchmal fast dankbar dafür und sagen, Ja, also jetzt, wo Sie es sagen... Es tut total weh und ich habe super lange schon keinen Verkehr mehr mit meinem Mann oder mit meinem Partner.
Und das sind alles drei so Dinge, die weltweit von den Frauen selber angesprochen werden. Es ist ja so, dass die Fachliteratur da sogar seit Jahrzehnten sagt, dass der Großteil der Frauen, manche sprechen da sogar von 70 Prozent, spricht genitale Beschwerden nie an und weniger ein Viertel wird da dann sogar behandelt.
Wo, glaubst du, liegt da das Problem? Jetzt hast du gesagt, du sprichst das an. Liegt das in der Ärzteschaft? Liegt das bei den Frauen, weil sie sich eben nicht trauen, darüber zu sprechen? Ja, beides wahrscheinlich. Ich glaube nicht, dass Ärzte der Scham behaftet sind. Ich frage das ja auch. Und ich denke, wenn ihr nicht mit eurer Frauenärztin darüber sprecht, wie wollt ihr denn dann darüber sprechen? Ja, natürlich mit eurer Freundin. Aber wir haben eine ärztliche Schweinpflicht.
Wem soll ich das erzählen? Patienten sind schon irgendwo scham behaftet. aber ich glaube, der größte Täler liegt in der Zeit. Wir haben einfach keine Zeit. Also ich habe für eine Patientin, die ich normal regulär sehe zur Vorsorge, so zehn Minuten eingeplant. Ich kann das in keinster Weise abrechnen. Es gibt in Deutschland, ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, keine Ziffer, um jegliche Beschwerden, die mit der Menopause zusammenhängen, abzurechnen.
Das heißt, das macht man vorher, nachher, weil man einfach, obwohl der Patient interessiert ist, Jahr, aber es ist nicht irgendwo, es wird nicht honoriert. Und es ist natürlich wenig Zeit dafür. Diese Krugs haben wir ja in beiden Ländern eben das Thema Zeit, das Thema Geld auf beiden Seiten, ein ganz großes Thema, aber ein anderes, weil heute möchte ich einfach wirklich mit dir reden, ein Stück weit, also wie oft oder wie viel ist denn das Thema Sexualmedizin eigentlich zum Beispiel im Studium Thema?
Wahrscheinlich gar nicht. Also ich kann mich fast nicht mehr daran erinnern. Es war so wenig, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Ich glaube, dass sich das aber ändert. Also es gibt Themen, die auf jeden Fall in das Curriculum mit aufgenommen sind, wie zum Beispiel die weibliche Beschneidung, FDM.
Das ist ein Thema, was behandelt wird, was auch so richtig ist. Und ich denke, dass sich das ändert. Also dass Sexualmedizin schon mit reinkommt. Aber natürlich liegt es immer im, Sinne des Betrachters, ob das genug ist oder nicht. Es ist ja so, dass wenn Beschwerden jetzt nicht behandelt werden, ist ja nicht nur unangenehm, sondern bitte korrigiere mich, sondern das hat ja auch gesundheitliche Auswirkungen.
Richtig, natürlich, klar. Also jegliche genitalen Beschwerden, die nicht behandelt werden, können sich verschlechtern und. Wenn man nicht äußert, dass man Beschwerden mal Wasser lassen hat, dann kann das ja im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen, wenn es eine versteckte Blasen-Nation ist.
Und vaginale Beschwerden natürlich auch. Und ich habe das Gefühl, dass manche Frauen denken, es sei normal, dass Sex wehtue und mit steigendem Alter irgendwie noch mehr. Und das finde ich, ehrlich gesagt, sehr traurig. Und natürlich kann und muss man dagegen was tun. Weil das sich ja auch in allen Lebensbereichen widerspiegelt, dass die logische Konsequenz von Schmerzen beim Verkehr ist, dass sie keinen Sex mehr haben, also eine Karenz.
Dadurch leidet die Partnerschaft, dadurch leidet die Gesundheit der Frau an sich und das macht ganz viele Auswirkungen. Also gleich mal der erste Appell an dieser Stelle. Ladies, wenn ihr Beschwerden habt, geht zu eurer Gynäkologin, zu eurem Gynäkologen und sprecht das an. Na, die werden nicht vor lauter Schreck vom Sessel fallen, sondern die sind, einfach nur dankbar im besten Fall, dass ihr es von selbst offen ansprecht.
Und da einfach dann einen eigenen Termin nur für dieses Thema ausmachen, weil dann geht es vielleicht auch mit der Zeit aus. Friederika, ich habe es in der Anmoderation gesagt, du bist vierfache Mama. Wir haben uns gerade zum Einstieg kurz unterhalten. Der Kleinste, der schläft gerade und hält hoffentlich jetzt durch die nächste Dreiviertelstunde.
Und eben, ja, du bist Mama und Gynäkologin. Wann ist denn dir das Thema Wechseljahre und Sexualität persönlich irgendwie wichtig geworden? Du bist ja jetzt noch gar nicht so 100 Prozent Zielgruppe, oder? Nee, noch nicht. Wechseljahre waren mir immer schon wichtig, sonst hätte ich darüber ja nicht promoviert Herr Professor Wühling, der ist wirklich ausgewiesener Experte auf dem Thema Hormone, würde ich sagen ich kontaktiere ihn auch immer noch, manchmal und rufe ihn an und sage, hier, ich habe eine Patientin, kannst du mir da helfen oder auch bei eigenen Beschwerden, das ist ein guter Ratgeber, und ja, logischerweise ist mir Sexualität auch wichtig, sonst hätte ich eigentlich viele Kinder, aber den Link dieser beiden Themen.
Den hat es ehrlich zu sagen erst gegeben mit Love Honey, muss ich sagen. Und das fand ich so spannend, als sie zu mir kamen und gesagt haben, hast du Lust, da mitzumachen? Weil ich das so spannend finde, dass sie das wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass es eben diesen Link gibt. Das finde ich einfach super cool.
Wie cool ist das bitte, dass es eine nicht-hormonelle Intervention gibt für Beschwerden, die so häufig sind. Vielen Dank. Jede Frau, die zu mir kommt und sagt, die hat Wechseljahrs nicht werden, will erst mal was nicht hormonelles. Also die ist super dankbar für, wenn ich sage, erstmal was Naturheilkundliches und wenn es dann noch eine nicht hormonelle Alternative dazu gibt, weil für einige Frauen ist ja Naturheilkunde schon manchmal Hokus Pokus, dann ist es doch super cool.
Das müssen wir einfach weiter verfolgen. Love Honey, die Love Honey Group, für alle, die Sie noch nicht kennen oder noch nie davon gehört haben, ist eben ein Unternehmen, wo Sextoys für Frauen und eben jetzt im Herbst launcht, ein Sextoy speziell für die Perimenopause entwickelt. Darüber sprechen wir dann jetzt noch später.
Gleich gehen wir mal noch ein, zwei Schritte zurück. Zum Beispiel das große Stichwort GSM. GSM. Ja, wenn ich jetzt am Anfang meiner Wechseljahre-Reise stehe oder schon mittendrin bin und habe GSM noch nie gehört, ganz einfach erklärt, was ist denn das? Das sind einfach urogenitale Beschwerden, oder das urogenitale Menopausensyndrom, für Englisch steht das.
Und dem zugrunde liegt eigentlich immer ein Östrogenmangel oder ein Verringern des Östrogens, was wir ja alle irgendwann haben werden. Und die Beschwerden, die dadurch erklärt sind, sind eben die, die alle unschönig sind. Also vaginale Trockenheit, rezidivierende Harnwegsinfakte, also Blasenentzündungen, die immer wieder kommen. Die Frauen kommen immer wieder und sagen, es tut schon wieder weh beim Wasserlassen.
Häufiges Wasserlassen, das sind so die Symptome, die mit einer Blasenentzündung einhergehen. Also gar nicht immer nur Schmerzen beim Verlassen, sondern auch häufiges Wasserlassen. Dann Schmerzen beim Sex, also Dyspoinie nennen wir das. Früher nannte man dieses große Thema vulvogaminale Atrophie, das ist unschöner, wirklich ein schöneres Veränderung von, Jetzt ist es ja so, dass die, ich glaube, ich kann das gar nicht aussprechen, die Atrophie, schon den Rest nicht, die verschwindet ja nicht von selber.
Wie zum Beispiel Hitzewallungen, wo man vielleicht noch sagt, naja, wir sind es gewohnt, wir tauchen da einfach durch. Aber beim Thema eben vaginale Trockenheit kann man nicht durchtauchen. Warum ist das so, Friederike? Weil der Östrogenmangel bleibt. Da wird ja nicht wieder ausgeglichen. Bei Hitzewallung musst du dir das so vorstellen, das ist glaube ich auch schon mal erklärt worden oder es gibt sicherlich Frauen, die das wissen, warum es zu dem Hitzewallung kommt.
Weil wir wie so ein Thermostat in unserem Körper haben, den Hypothalamus in unserem Kopf, der das sozusagen nicht checkt, dass sich das ändert. Dass die Hormone einfach eine Achterbahnfahrt machen und die denken dann auf einmal, es ist warm, es ist kalt, also soll und ist wert in diesem Thermostat, müssen erstmal sich einstellen und dadurch kommt die Hitzewallung zustande.
Und wenn das sozusagen eingestellt ist, das Thermostat funktioniert, wieder in Anführungsstrichen, kann die Sitzewalung verschwinden, aber die vaginale Trockenheit ist ja durch den Östrogenmangel bedingt und der wird nicht vom Körper selber irgendwann. Wieder aufgelöst sozusagen. Jetzt ist ja das Thema lokales Östrogen, haben wahnsinnig viele Frauen Angst davor. Warum ist das so?
Weil es halt ein Hormon ist. Es ist ja meist auch ein synthetisch hergestelltes Hormon. Und bei den allermeisten Frauen gehen da sofort die Brustkrebsalarmglocken an. Durch die WHI-Studie. Das ist jetzt ja schon 22 Jahre her, dass es nie vorgestellt wurde. Und im Nachhinein revidiert wurde. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.
Aber das wissen natürlich die wenigsten Frauen. Haben wir gerade erst in der Folge mit der Inken besprochen. Wie es dazu kam und so weiter. Genau. Also bei den allermeisten Frauen geht Hormone, Östrogen gleich Brustkrebs, Risiko geht hoch. Und da muss man einfach eine gute Aufklärung betreiben. Und ich bringe häufig in der Praxis das Beispiel, dass von Frauen, die Brustkrebs haben oder hatten, ich habe lange in der Onkologie gearbeitet, deswegen habe ich damit viel zu tun gehabt.
Die Frauen, die eine vaginale Trockenheit haben, zum Beispiel häufig durch eine Therapie, nach einer Chemotherapie oder auch nach einer antihormonellen Therapie, weil häufig Brustkrebs ja auf dem Boden von Hormonen entsteht, hormonabhängiger Brustkrebs, selbst diesen Frauen ist es nicht verboten, in Anführungsstrichen, wir nennen das es nicht absolut kontraindiziert lokal Östrogen zu substituieren.
Das zeigt, wie, harmlos in Anführungsstrichen das ist für den Körper, weil die Dosis eben so gering ist. Wir geben in der Regel so Zäpfchen. Ich sage auch immer, nehmen Sie lieber die Zäpfchen. Wir sollen sie abends einführen, weil dann eben über Nacht der Wirkstoff freigesetzt werden kann. Da sind 0,03 Milligramm Österiol drin.
Das ist 30 Mal weniger als in der systemischen, also den ganzen Körper betreffenden Hormontherapie. Wird ein bis zweimal die Woche angewendet. und dann gibt es viele Frauen, die sagen, ja, so ein Zepthin, das ist irgendwie nichts für mich, ich möchte lieber die Creme und ja, davon landet ehrlich gesagt natürlich auch viel einfach in der Unterwäsche, deswegen bin ich immer ein Verfechter von den Ovula.
Und ja, also wenn ich denen dieses Beispiel gebe, dass das eben nur lokal Wurzeln ist, also es wird nicht über die Leber verstoffwechselt, etc., probieren die das häufig aus und kommen wieder und sagen, ja, es hat super gut geholfen. Ich werde gerne noch ein Rezept. Und was ist mit den Frauen, die sich jetzt denken, also dabei läuft es noch wie geschmiert und es ist alles in Ordnung.
Ich habe gar keine Beschwerden. Aber wenn das sowieso auf der Symptomliste der Wechseljahre steht, dann schmiere oder nehme ein Zäpfchen präventiv. Ist das gescheit? Ist das nicht gescheit? Nee, das würde ich nicht empfehlen. Es bleibt ja ein Hormon. Es bleibt ja auch ein Medikament. Es ist ja verschreibungspflichtig.
Und ich bin großer Verfechter von Prävention in jeglicher Form. Aber in dem Fall würde ich es glaube ich nicht machen. Das wäre ein Wieskern im Prinzip. Kommt natürlich auch beim Thema Sexualität das große Thema Libido dazu. Wieviel ist eigentlich davon Hormon und wie viel ist Schlafmangel, Mental Load, Erschöpfung, das Leben, der Lebenspartner?
Ich glaube, dass man das nicht unterscheiden kann. Da wird nie eine Studie zu geben, die das unterscheiden kann. Ein Krux dabei ist wahrscheinlich, dass es eben beides ist. Also diese Frauen in der Perimenopause durchlaufen ja eben neben den Hormonschwankungen, von denen ich gerade gesprochen habe, von dieser Achterbahnfahrt, diesen Herausforderungen, Änderungen der Lebensumstände, die Kinder werden groß, es ist mehr Stress beim Arbeiten häufig, es gibt Herausforderungen, die an die Partnerschaft gestellt werden und das kann natürlich auch Müdigkeit machen und ich glaube, dass man uns nicht aufeinander halten kann.
Dennoch ist dann immer so das nächste Hormon, nämlich Testosteron, dann etwas, was gleichfällt. Naja, wenn es den immer gefreut, dann musst du mal ein bisschen mit Testosteron experimentieren. Generell Testosteron, ja ein Randthema noch beim Thema Perimenopause. Wie siehst du das? Ja, also es ist gut, dass wir nicht immer nur auf die beiden Hormone gucken, dass wir nicht nur auf die Gästergene und auf die Östrogene gucken, sondern eben auch den dritten Partner, dass Testosteron mit reinhängt.
Das wissen, glaube ich, mittlerweile immer mehr Frauen. Das finde ich schon mal gut. Man muss sagen, dass Testosteron ja wie so ein Modulator der sexuellen Motivation anzusehen ist. Und deswegen ist es natürlich naheliegend, dass man denkt, oh, wenn ein Mangel vorliegt, man kann das ja messen, also einen absoluten Wert.
Dann könnte man ja denken, ach, da liegt eine Libidostörung vor und dann substituiere ich mal Testosterone. Das wäre ja super easy, wenn man das täte. Man muss aber sagen, dass das nicht eine Libidostörung diagnostiziert, man nicht durch einen niedrigen Testosteronwert. Also es ist ein absoluter Wert, wo du nicht sagen kannst, ein Cut-off-Wert, darunter liegt eine Libidostörung vor.
Und wenn man jetzt sagte, okay, trotzdem, theoretisch würde ich das jetzt mal substituieren. In Deutschland gibt es kein Präparat, was dafür zugelassen ist. Das heißt, man müsste das off-label machen. Das bedeutet, man setzt ein Medikament ein, das nicht für diese Indikation zugelassen ist. Man macht es trotzdem mit dem Einvernehmen der Frau.
Aber die Nebenwirkungen, die unangenehmen Nebenwirkungen, wären wahrscheinlich, zu hoch. Also wenn man jetzt Testosteron nimmt, würde die Patientin Akne bekommen, die würde Behaarung bekommen, sie im Oberlippenbart. Das kann zu einer Hypertrophie, also einer Vergrößerung der Klitoris führen. Und das sind ja Sachen, die man einfach nicht möchte.
Also ich glaube, deswegen ist es der Hauptgrund, warum Testosterpon auch nicht eingesetzt wird. Und außerdem ist es ja auch so, also so einfach ist es ja nicht. Wenn die Libidoflöten gegangen ist, eben wie du gesagt hast, wo ganz viele Dinge natürlich miteinander spielen und dann, drückt es sehr lapidar aus, dann schmiere ich ein bisschen Testosteron und dann ist alles wieder gut und ich bin spitz wie Nachbarslumpe, nein, das wird nicht passieren. Nein, genau.
Genau. Jetzt hast du schon gesagt, Womanizer hat ja das Thema Selbstbefriedigung auch wirklich. Wissenschaftlich auferlegt oder eine Umfrage gestartet mit Kinsey und hat da 1178 Frauen befragt. Und das absolut Coole finde ich, ein Fünftel von diesen Frauen haben gesagt, Er sagt, ja, Selbstbefriedigung hilft gegen Symptome.
Was sagst du als Ärztin dazu? Ja, das ist natürlich barmdrechend. Also. Soll ich die Kilnesee-Studie mal ein bisschen erklären für die Jägerin? Voll, voll gerne. Ja, genau, bitte. Weil ich die eher so spannend finde. Also das Kilnesee-Institut, das ist in Amerika. Die Amerikaner sind natürlich, die US-Amerikaner sind weiter, was jetzt auch schon angeht, das muss man ganz klar sagen.
Und die erforschen schon seit fast 80 Jahren in Kooperation mit der Indiana-Universität, Themen, die die Sexualität betreffen, sage ich jetzt mal ganz im Groben. Und in der Kindle-Studie sind eben diese vielen US-amerikanischen Frauen befragt worden von zwei sehr renommierten Sexualforschern. Das war jetzt nicht eine Kreuzchen-Anfrage-Geschichte bei PayPal oder so, sondern das haben hier Lehman und Graham, das sind wirklich auch, Also sehr bekannte, also Professor Graham ist wirklich auch eine bekannte Sexualforscherin, die eben diese Studie durchgeführt haben und was ich super, also du hast ein Fünftel gesagt genannt, es sind sogar mehr, 36 Prozent, um genau zu wollen sagen, geben an, dass Masturbationssymptome in welcher Form auch immer lindern kann.
Das ist ja über ein Drittel, das ist schon eine Riesenzahl. Und das fand ich einfach super spannend. Die haben das dann natürlich verglichen mit einer Abstinenzphase, die haben das verglichen mit anderen Pleasure-Toys, die sozusagen die Frau selber wählen durfte, und dann eben mit dem Womanizer Next.
Und ja, man hat einfach gesehen, dass Womanizer Next bei über 90 Prozent der Frauen mindestens ein Symptom verhältniger hat. Wenn die das nutzen, das sind ja alle Patienten oder alle Teilnehmerinnen, das fand ich schon sehr, sehr aufregend. Total. Und am stärksten war eben der Effekt bei Stimmung und Schlaf.
Finde ich auch mega spannend. Also das bedeutet, was hat denn jetzt ein Orgasmus physiologisch für Auswirkungen auf unseren Körper? Das eben da so rasch und also Schlaf ist ja eines der meistgegoogelten Themen beim Thema Wechseljahre, dass das da so helfen kann. Also es wurde eben gesehen, dass häufig auch die Frauen eher zum Höhepunkt kommen, durch die Nutzung.
Und das ist eben das Spannende. Also der Orgasm macht sozusagen den Unterschied, weil durch die Auslösung eines Orgasmoses werden Neurotransmitter im Gehirn freigesetzt. Das sind so kleine Botenstoffe, kennen wahrscheinlich auch die meisten Frauen. Haben wir auch schon ganz viel besprochen. Und diese Ausschüttung von Neurotransmittern, wie zum Beispiel Endorphin, kann ihnen die Stimmung heben, die kann das Schlafbild verbessern, die kann Schmerzempfinden verringern.
Oxytocin, das ist das Hormon, das ich gerade viel habe, durch Stillen, führt dazu, dass die Schlafqualität sich verbessert oder dass man einfach müder wird, sagt man jetzt im Holzmund, oder dass die Stimmung ansteigt. Und das ist ja auch, was man einfach messen kann. Es sind ja jetzt keine Dinge, die einfach nur da sind.
Auch spannend, dass nur drei Prozent der Ärztinnen und Ärzte haben das Thema je angesprochen. Aber die Hälfte der Frauen würde es auf Empfehlung probieren. Das ist ja auch cool. Also was glaubst du, was mir sollte passieren, dass in einer gynäkologischen Praxis das Thema Masturbation Standard wird? Das, was wir gerade machen, wahrscheinlich Aufklärung, darüber sprechen.
Es waren 79% sagen das sogar, dass sie das auf Empfehlung von Frauenärztinnen machen würden. 79% der Patienten geben an, dass sie den Rat einer Ärztin oder eines Arztes befolgen würden, wenn sie diese Masturbation als Behandlung empfehlen würden. Da sieht man noch mal, was Patienten, dieses alte Bild ist schon noch da, die Ärztin hat gesagt dann mache ich das mal.
Das ist irgendwie in den Köpfen der Patienten schon noch drin. Aber das fand ich auch super spannend. Was natürlich traurig ist, sind eben diese drei Prozent, von denen du geredet hast. Also es müsste einfach viel häufiger angesprochen werden. Und ja, ich glaube, das Einzige, was wir dafür tun können, ist, dass wir darüber sprechen.
Also Aufklärung ist ja auch das, was mir so wichtig ist. Jetzt ist ja das, du berätst ja eben Laughanne und die Studie, die war ja vom Womanizer finanziert. Wie stellen wir das jetzt bei einem Besuch bei dir in der Praxis vor? Also empfiehlst du dann auch Pleasure-Toys, Sex-Toys oder, keine Ahnung, Frauen, die vielleicht noch nie einen Vibrator, wobei der Woman also ja kein Vibrator als solches ist, gesehen haben, benutzt haben, wissen vielleicht gar nicht, how to use it.
Wie gehst du damit um, Friederike? Ich habe da jetzt nichts stehen in der Praxis. Und ich kann auch natürlich keinen Namen nennen. Das würde mich irgendwie unprofessionell... Also wenn ich eine Patientin wäre, würde ich die Ärztin unprofessionell finden, wenn die mir einen Namen nennt. Also tue ich das nicht.
Ganz klar. Aber du empfiehlst als solches schon das Thema. Also dass Masturbation, Selbstbefriedigung ja auch mit Gerätschaften, so geht es einfach einmal, funktionieren kann, oder? Es ist eher so eine offene Frage, wie man stellt. Haben Sie das schon mal ausprobiert? Können Sie sich vorstellen, dass das was für Sie wäre?
Also ich stelle die jetzt nicht so absolut dahin und sage, so jetzt machen Sie das mal. Hier ist das Privatprinzip, ich verordne das ja nicht in dem Sinne, sondern ich stelle das zur Diskussion, ob das für die Patientin möglich wäre. Weißt du, was ich jetzt mache? Ich stelle jetzt bei Spotify, kann man ja immer wieder Umfragen erstellen.
Und da erstelle ich jetzt tatsächlich die Umfrage, ob meine lieben Hörerinnen, meine lieben Menomeos, ob die masturbieren. Und dann bin ich gespannt, wie viele mitmachen. Es ist, glaube ich, so gut wie anonym. Aber ich glaube, das wäre erst das richtig cooles Zeichen, wenn da so viele wie möglich von euch abstimmen würden. Also traut euch drüber.
Auf Spotify, in den Shownotes ist diese Umfrage einfach anglicken. Ja, mache ich, nein, mache ich nicht, weil, ihr habt es gerade gehört, Frau Doktor sagt, das ist was gescheitzt. Jetzt haben wir gesagt, wir sprechen heute eben über dieses Produkt des Womanizer, die Love Honey Group, eben mit Oktober launched.
Das ist She, Her, Me, also ein neues Produkt am Markt, das eben wissenschaftlich ausgerichtet ist und wirklich das erste Produkt, das speziell für Frauen in der Perimenopause und Menopause entwickelt wurde. Beschreib es uns, was kann es, was kann es nicht? Wie stelle ich mir das vor, wenn ich wirklich noch sehr unbedarft bin beim Thema Pleasure Toys?
Ja genau, es ist eben ein Produkt, ein ganz neues Produkt und das erste Produkt in dieser neuen Sparte Schiramine. Es ist geplant, dass da noch weitere Produkte folgen und auch eine App und auch ganz viel Aufklärung. Das finde ich das Tolle daran, dass es eben einfach nicht nur so ein Haufen Material ist.
Und was der Menopold sozusagen kann, ist, dass er so, also es ist ein Klitorusstimulator, der, das muss man sich nicht vorstellen, wie so ein Vibrator, der eben eingeführt wird. Das hat den Vorteil, dass eben Patientinnen oder Frauen mit vaginaler Trockenheit keine Penetration benötigen. Also wenn du es nicht einführen musst, dann ist es nicht so schlimm, ob die Schaltung trocken ist.
Man muss aber wissen, dass natürlich auch Tröckenheit im Bereich der Vulve auftreten kann, aber eben nicht so stark wie in der Scheide. Das ist das, wo die meisten Frauen wirklich auch diese Symptome merken. Die Pliturische Stimulation wird immer so gesagt, es fühlt sich an wie, oder es wird nachgeahmt wie Oralverkehr.
Das ist das, was sozusagen diese Druckwellen nachahmen sollen. Und ja, also die haben vier Modi, die auch so Schlaf verbessern, es gibt noch so einen Relax-Mode, es gibt die Well-Being-Mode. Also ich finde es einfach spannend, dass dieses ganze Paket der. Weiblichen, das Female Well-Being, sagt man auch Englisch, da so ein bisschen, viel mehr unterstützt wird.
Das finde ich einfach super. Ich denke ja, Womanizer hat ja da wirklich auch so ein bisschen Vorreiterarbeit geleistet. Eben, was das Thema Vibratoren, weil teilweise, also heutzutage sieht man ja eigentlich gar keine Sexshops mehr, weil das ja alles, glaube ich, online passiert. Aber ich kann mich erinnern, früher schon als Jugendliche, wenn man irgendwo bei so einem Beate-Use-Laden oder was auch immer mal vorbeigegangen ist und dann immer Verhaltenes grinsen.
Also da haben dir ja teilweise Vibratoren entgegen gelacht. Da hast du ja das Fürchten gelernt. Ja, genau. Das ist nämlich auch das, was ich irgendwie, was ich auch hoffe, dass dieses Schmuddel-Image so, das ist ja Lochwanni auf dem besten Weg, dass das so genommen wird, weißt du, irgendwie... Viele haben dann noch im Kopf, dass sie bei, wenn sie jetzt an ein Sextoy kommen wollen oder ein Pleasure-Toy, dass sie dafür ins Bahnhofsviertel müssen.
Ja, dann fahrten sie ihr Auto zwei Straßen weiter, gehen zu Fuß dahin, damit sie niemand sieht, müssen irgendwie in ein Kellergeschoss, wo dann am Eingang irgendwie eine Frau auf einem Barhocker sitzt mit so einem Lederkostüm. Und so einer Schieberwürze. und gibt da gleich mal 10 Patchen, liebe. Und das ist so dieses Image, was so, es ist schon noch da. Das können wir auch mal aussprechen.
Und das finde ich einfach so cool, das Organizer auf dem allerbesten Wege der Hindernis zu nehmen. Und das ist auch schon, sie haben schon ein sehr großes Stück geleistet, dass das einfach wegkommt. Das muss man echt denen mal anerkennen, dass die das geschafft haben. Und du kannst ja jetzt mittlerweile im Super, also bei DM oder bei Rossmann oder so kannst du ja im Drogeriemarkt diese Section bedienen.
Im Vereinigten Königreich zum Beispiel wird das Produkt, worüber wir gerade gesprochen haben, auch bei Boots, das ist sozusagen das Äquivalent von DM oder Rossmann in UK, gelauncht werden und das finde ich einfach total super und da sollte es auch hingehen. Absolut. Wie, uh, ich gehe jetzt in die Section, das ist so ein bisschen so wie, weißt du, früher mit 16, uh, jetzt kaufe ich mal die Kondome, das muss einfach aus dem Kacken raus, dass das nicht irgendwie unangenehm behaftet ist, dort.
Wir gehen auch in den Supermarkt und kappen Tampon und Klopapier. Ich glaube, das ist auch aus den Köpfen der Leute raus, dass wir sich damit, nicht mehr schämen, an der Kasse zu stehen. Ja, total. Also das Thema selbstverständlich machen, vor allen Dingen sichtbar machen. Genau, selbstverständlich, ja.
Und darum, glaube ich, ist es auch so wichtig, dass die Barriere eine niedrige ist, eben genau um diese Hürden, die es ja bei Gott nicht mehr gibt. Weil heutzutage kauft man halt im Internet, glaube ich, ein. Ich kann mich zum Beispiel erinnern, nur um ganz kurz eine Anekdote zu erzählen. Zu meinem 18. Geburtstag habe ich von meinen lieben Freundinnen damals einen Vibrator bekommen.
Der hat geheißen Goldfinger und der hat ungefähr genauso ausgeschaut. Also das war so ein dünnes, goldenes, I don't know what und vorne ein bisschen gebogen. Und das war natürlich der volle Gag. Ja, weil der Daniela, der kann mir sowas schenken, die findet das lustig, bla bla bla bla. Ich habe es natürlich wirklich lustig gefunden. War auch das erste Mal, dass ich mit so etwas in Berührung komme. Ich habe das natürlich auch ausprobiert.
Und dann war das natürlich immer unter meinen Freundinnen so, nein, aber das probierst du nicht wirklich aus, oder? Wo ich gesagt habe, Leute, wenn ihr mir sowas schon schenkt, da war er dir ja blöd. Ja, wie? Also, mm-hmm. Also total unvorstellbar da wirklich... Ein Gespräch darüber zu führen. Und ich hoffe und ich wünsche mir sehr, dass das vielleicht bei der jungen Generation auch schon anders ist, dass ja auch Masturbation, Selbstbefriedigung ganz viel dazu gehört, um den eigenen Körper einmal kennenzulernen, um auch kennenzulernen, ja was macht mir denn Spaß, was macht mir denn keinen Spaß.
Also einfach, um Sexualität so normal wie möglich werden zu lassen, damit es eben genau nicht in die Richtung geht, wie es das du gerade beschrieben hast. Jetzt habe ich schon gesagt, über das Thema Selbstbefriedigung, gebe ich auch zu, ist jetzt auch nicht First Topic mit meinen Girls, mit wem ich aber darüber gesprochen habe.
Das war, wie wir im Sommer länger zusammen waren. Die Maike Schumacher und ich auf unseren Roadtrip ist eben die Maike Schumacher, die eben auch das Thema Sexualität. Sehr groß bespricht in ihrem Milf-Life-Podcast und die ja auch riesengroßer Womanizer-Fan und Ambassador, glaube ich, sogar mittlerweile ist.
Und von der Maike habe ich gelernt, nie ohne Gleitmittel, wusste ich zum Beispiel nicht. Gleitmittel ist ja auch so ein Thema. Was sollte unbedingt drin sein in einem Gleitmittel? Was nicht? Ist es wirklich richtig Gleitmittel zu verwenden? Wann sollte ich eher darauf verzichten? Ausprobieren. Macht der Frau gut zu. Gibt es irgendwelche Inhaltsstoffe?
Also am Riesenmarkt, ne? Möglichst wenig Inhaltsstoff. Es ist immer so, finde ich, wenn es darum geht, was fühlen wir unserem Körper zu. Dann sollte es immer so wenig wie möglich sein. Parfum oder was sollte natürlich nicht drin sein. Ob es jetzt pH-neutral ist, wir haben ja in der Scheide eher einen Dauer-PH, aber außen eben ist ja der normale pH, den wir auf der Haut haben.
Da ist schon mal eine Diskrepanz. Deswegen finde ich, wenn damit ein Hersteller wirbt, dass es pH-neutral ist, dann wo ist der da neutral? Also wenn ich jetzt schon gesagt habe, das sind zwei unterschiedliche Milieus, ich würde einfach sagen, das ist, was der Frau gut tut. Und Gleitmittel so generell, wenn es so ein bisschen anfängt, eben.
Trocken zu werden, schmerzhaft zu sein beim Sex, ist das auch so, vielleicht einmal die Stufe 1, bevor das lokale Östrogen? Auf jeden Fall, ja. Okay. Der Film, den ich mir heuer im Sommer angeschaut habe, Cherie, ich komme, der so ein bisschen die Entstehungsgeschichte von Womanizer erzählt, der war ja wirklich richtig großartig. Also überhaupt, ich liebe ja französische Filme.
Und gleichzeitig hat mir der auch sehr, sehr, sehr, sehr nachdenklich gestimmt, weil in dem Film ist, glaube ich, von einer anderen Zahl gesprochen worden. Ich habe einmal geschaut, es geht um die Orgasmus-Thematik Und ich habe laut MedlinePlus vom Stand April 2024 recherchiert, dass bis zu 15 Prozent der Frauen noch nie einen Orgasmus hatten.
Ich glaube, das ist viel zu wenig. Also, dass da die Dunkelziffer eine viel, viel, viel, viel höhere ist. Was sagst du zum Beispiel Frauen in deiner Praxis, die da irgendwie gestehen, ja, aber Frau Doktor, ich bin in Wahrheit überhaupt noch nie gekommen? Ich würde erstmal wahrscheinlich das machen, was Ärzte häufig tun, und zwar weiter nachfragen.
Das ist die sogenannte Ananese, also die Erhebung der Krankengeschichte. Das ist eigentlich das wichtigste Tool, um auf eine Diagnose zu kommen. Das ist eben ein Werkzeug, was nicht mit einer Untersuchung einhergeht, sondern dass man erstmal spricht, also dass man nochmal weiter nachfragt, hat das was mit dem Partner zu tun?
Natürlich würde ich in so einem Zusammenhang auch fragen, ist es schon mehr zum Orgasmus gekommen, wenn kein Partner mit im Spiel war, ist es abhängig von der Stellung, sowas frage ich auch in der Praxis, wenn die Frau mir sagt, haben sie Beschwerden beim Sex, und sie sagt ja, dann frage ich als nächstes, ehrlich gesagt, häufig ist es stellungsabhängig und auch damit werde ich immer angeguckt wie so ein Auto, aber das zeigt auch sehr häufig eine organische Störung.
Endometriose zum Beispiel, hast du glaube ich auch schon mal drüber gesprochen, da ist das ja ein sehr häufiges Thema und deswegen frage ich sowas. Das ist bei mir nicht schadenbehaftet, aber häufig, wie gesagt, kuscheln die Frauen erstmal, wenn ich das frage. Für alle, die den Film nicht gesehen haben, es geht eben darum, dass eine Frau ihren Mann beichtet nach einigen Jahren Ehe. Nach einigen Jahren.
Die war eben Midlife, die Hauptdarstellerin, dass sie noch nie einen Orgasmus hatte. Und ja, das ist natürlich in einer langjährigen Ehe natürlich ein Problem. Also erstens, ich habe halt meinen Mann wirklich richtig lange angelogen. Dann ist es so, wie es auch im Film war, der Mann fühlt sich halt auch nicht wirklich gut, weil ja, der ja auch dachte in dem Film und hoffentlich hat jede von euch so einen Mann, dem es auch wichtig ist, dass die Frau tatsächlich auch Spaß hat beim Sex.
Also der war wirklich sehr vom Kopf gestoßen und hat es sich dann eben zur Aufgabe gemacht. Einen Pleasure-Toy für seine Frau zu kreieren. Und das ist am Anfang ganz schön in die Hosen gegangen und dann immer besser geworden. Und das war einfach so lustig und auch so schön zu sehen, was denn diese Entdeckungsreise und diese Lust und tatsächlich ein Orgasmus mit einer Frau machen kann.
Ja, wie sie damit immer auch schon im Kreis überfährt. Also alle, die ihn nicht gesehen haben, keine Ahnung, ob es irgendwo die Möglichkeit gibt, in irgendwelchen Mediatheken oder irgendwelchen Netflix und wie sie alle heißen der Welt, ob man das irgendwie nachschauen kann, wirklich eine riesengroße Empfehlung, weil das genau der Film macht, von was wir reden.
Selbstverständlich und sichtbar, das ganze Thema. Der Kinosaal war sehr spärlich besucht, wo ich war, aber es war richtig schön zu sehen, dass beim Rausgehen hat jeder irgendwie drüber geredet. Also sei es die Freundinnen, die gemeinsam waren oder eben die Partner, Iwami, den weltbesten Ehemann, da redet man dann einfach drüber.
Und ich finde das einfach wirklich richtig, richtig, richtig cool. Apropos Dunkelziffer, was glaubst du tatsächlich? Also 15 Prozent, es fühlt sich wenig. Was glaubst du, Daumen mal Pi, einfach jetzt einmal nur so out of the blue. Was glaubst du tatsächlich, wie viele Frauen noch nie einen Orgasmus gehabt haben?
Also auf jeden Fall höher. Ein Drittel? Ja, würde ich auch meinen. Also das ist aber wirklich auf keinen Boden von irgendwelchen, einfach meine eigene Einschätzung. Nein, nein, nein, genau, darum habe ich gesagt, einfach absolut out of the blue. Ganz kurz haben wir es auch zuerst gesagt, dass eben viele Frauen so Perimenopause, Menopause, einfach aufgrund von Schmerzen sagen, passt, dann habe ich einfach gar keinen Sex mehr, brauche ich ja auch nicht mehr.
Was sagst du solchen Frauen, die dann sagen, naja, Frau Doktor, aber jetzt bin ich eh 50 plus, vielleicht dann noch postmenopausal. Das brauche ich doch alles gar nicht mehr, oder? Das kommt gar nicht so selten vor, muss man sagen. Finde ich immer erstmal getraurig. Aber dann auf der anderen Seite auch offen, dass sie das dann zugeben.
Ja, ich würde ihr wahrscheinlich den Film empfehlen, über den wir gerade gesprochen haben, und dann würde ich ihr ans Herz legen, dass ihr unseren Podcast-Folge hört. Genau. Gute Idee. Friederike, ich würde abschließend noch gerne eine private Frage stellen. Also jetzt bist ja du, du hast ein Baby zu Hause, du bist aber gleichzeitig Menopausenexpertin.
Wie fühlt sich das für dich an, diese zwei Lebensphasen gleichzeitig irgendwie im Kopf zu haben? Wahrscheinlich ziemlich real, weil... Das ist, glaube ich, eine Herausforderung, vor die immer mehr Frauen gestellt werden. Also wenn man sich überlegt, so spätes Mutterglück und beginnende Prämenopause. Jede Frau, die sich mit den Symptomen um die Wechseljahre oder der Wechselzeit beschäftigt, weiß, dass die Symptome schon Anfang 40 beginnen können.
Ist das natürlich eine Herausforderung, die immer häufiger wird, weil die Frauen immer später Mütter werden. Und ich habe eben persönlich irgendwie so, oder wir haben uns instinktiv dazu entschlossen. Ich sage immer, mein Herz war irgendwie noch ein Zimmerchen frei. Und das hat auch mal gut getan, dass man sich in der heutigen Zeit, in unserer medialen KI-Welt mal auch seinen Instinkt verlässt.
Das war irgendwie auch was Schönes. Voll, voll schön. Und auch ja so ein Mythos, eine Perimenopause. Und ich glaube, das ist auch, was vielen jungen Frauen tatsächlich Angst macht, Wenn es heißt hormonelle Achterbahnfahrt und Perimenopause, wo eben dieses Schreckenswort Menopause drinnensteckt, kann ich dann keine Kinder mehr kriegen.
Also das ist ja auch ein riesengroßer Irrglaube. Und auch gleichzeitig die Frauen, die dann eben vielleicht schon einen sehr unregelmäßigen Zyklus haben, dann von ihrem Arzt, ihrer Ärztin her, da brauchen sie sich jetzt um die Verhütung auch nicht mehr scheren, und dann auf einmal schlägt es ein. Also das gibt es ja auch.
Ja, also da geht es auch, genau. Ja, ein riesengroßes Thema habe ich auch schon mal besprochen mit Johannes Ott. Unter anderem ist schon eine Episode, die ist schon richtig lang her, aber da auch gerne mal reinhören. Auch zum Thema Verhütung in der Perimenopause habe ich mit der Helen Sange auch gesprochen. Auch richtig interessant, weil da ist, glaube ich, auch noch ganz, ganz, ganz viel Aufklärungsbedarf.
Friederike, dir habe ich schon gebeichtet, denn Menomius muss ich jetzt noch beichten. Mir ist es tatsächlich zum allerersten Mal passiert, dass ich vergessen habe, in der Community die Fragen abzufragen. Und bevor ich jetzt irgendwas erfinde von irgendwelchen Hörerinnen, die es gar nicht gibt. Möchte ich einfach gerne die Möglichkeit bieten, wie jedes Mal, ihr wisst es, drei Fragen aus der Community nehme ich immer mit in einem Podcast, dass wir voll gern, wenn irgendwas auf der Seele brennt, schreibt es mir entweder auf Instagram menomio underscore podcast als DM oder schickt es mir ein E-Mail.
Ich leite es voll gerne an die Friederike weiter. Okay, kann man so verbleiben. Oder fällt dir irgendeine Frage ein, Friederike, wo du da denkst, eigentlich sollte es jede Frau wissen, aber dennoch wird mir diese Frage ganz oft in der Praxis gestellt? Den eigenen Körper kennen, glaube ich. Das ist was, was mich bei allen Patientinnen, und ich habe ja wirklich die Mädchen, die mit 13 das erste Mal von ihrer Mutter mitgenommen werden, bis zur 90-jährigen Frau, die immer noch wacker kommt.
Das geht durch alle Lebensphasen. Und das ist, glaube ich, auch ein Hell, der wichtig ist. Kennt euren Körper. Da hast du eure Brust ab. Also wie viele Frauen das nicht machen. Berührt euch mal selber. Guckt euch auch mal mit einem Spiegel an. Guckt euch das mal an. Ich habe in einer großen Klinik gearbeitet, wo wir viele Geburten hatten, die dann irgendwie gedacht haben, wenn sie Geburtsverletzungen haben, dass da kann ich mich nicht mehr ansehen und dann habe ich denen mal einen Spiegel vorgehalten und die sehen, das ist ja wieder zugenäht, das sieht aus wie vorher.
Dessen muss man sich mal bewusst werden, aber das ist auch sowas, was schamwacht ist. Nee, das macht man nicht, dann nehme ich doch jetzt keinen Taschenspiegel und schaue mir das unten mal an. Also guckt euch an, berührt euch, kennt euren Körper, weil nur dann kann man auch eine Veränderung wahrnehmen.
So wichtig. Also die Scham ablegen und ich weiß, das ist total einfach gesagt und das ist etwas Schwieriges und es ist ein Prozess und ich bin ja doch irgendwie, zuversichtlich, dass unter anderem Menomio da ganz viel dazu beiträgt, aber auch die Medizin, dass das eben einfach immer selbstverständlicher wird, dass man sich wirklich auch gut aufgehoben fühlt, dass man einen sicheren Raum fühlt bei seinem Arzt, bei seiner Ärztin.
Dass man diese Themen unbedingt ansprechen soll. Also auch zum Schluss noch einmal der Appell, Ladies, geht zu eurem Arzt, geht zu eurer Ärztin und sprecht eure Schwierigkeiten und Themen offen an. Liebe Friederike, voll super. Der kleine Sohnemann hat durchgeheult und er schläft immer noch. Vielen, vielen Dank für deine Zeit und dass du bei Menomeo zu Gast warst.
Sehr gerne, hat mir großen Spaß gemacht. Sämtliche Informationen zu dem neuen Pleasure-Toy, zur Love Honey Group und zum Womanizer natürlich in den Shownotes. Da unbedingt reinklicken und, Reminder, voll gern bei der Umfrage mitmachen. Menomeo erscheint immer freitags überall, wo es Podcasts gibt. Die Folgen wechseln sich immer zwischen Expertinnen- und Experten-Talks und dem Wechselwirkung-Plaus-Shop, wo ich mit Frauen aus dem öffentlichen Leben, aber auch aus der Menomeo-Community, also gern auch mit dir locker und entspannt über die Herausforderungen und Freuden der Wechseljahre spreche.
Du möchtest gern einmal mit mir reden, dann melde dich unter daniela.menomeo.at. Außerdem, wenn dir gefällt, was du hörst, dann zeig mir deine Wertschätzung für meine Arbeit und bewerte den Podcast mit Sternen und schreib gerne einen Kommentar unter die Episode. Gern auch gleich die Glocke drücken, wenn du via Spotify dabei bist, denn dann verpasst du keine Folge mehr.
Mehr Tipps und Wissenswertes gibt es übrigens auch auf Instagram unter menomeo-podcast und auch ganz klassisch im Internet unter www.menomeo.at, wo du dich übrigens auch zu meinem kostenlosen Newsletter anmelden kannst und wo ich seit kurzem auch eine KI-Assistentin habe, die Menomir, die dir dabei hilft, deine Themen und Fragen in den passenden Blogbeiträgen und Podcastfolgen, und das sind ja doch schon einige, zu finden.
Natürlich völlig kostenlos und auch datenkonform. Gern, gerne mal ausprobieren. Friederike, last but not least schreibst auch du mir bitte in mein Freudenbuch. Ich beginne den Satz, du vervollständigst diesen bitte. Daran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin. Meine Stimmung schwankt und mein Schlaf lässt nach.
Wobei, das kann auch bei mir jetzt bei den Niemes, wenn man stimmt. Meine größte Herausforderung in den Wechseljahren? Anzuerkennen, dass sich was verändert. Das hätte ich gern früher über die Wechseljahre gewusst. Es gibt Hilfe. Meine Geheimwaffe in den Wechseljahren? Meine Freundin. Glückliche Wechseljahre heißt für mich? Brauch nur an sich denken.
Ich freu mich, wenn wir uns bald wiederhören. Bis dahin, alles Liebe und vergiss nicht aufs Glücklichsein.