On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6· Folge 133

Alexandra Link (Blasmusikblog) - Wie haben sich Verbände in den letzten 10 Jahren verändert?

Donnerstag, 15. Januar 2026 · 1 h 31

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Shownotes

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Alexandra Link war in meiner allerersten Folge zu Gast. Nun sind sechs Jahre vergangen und ihr Blasmusikblog feierte 10 Jahre, das sind alles Gründe wieso ich sie unbedingt wieder mal begrüßen wollte. Niemand ist sooft und so nahe dran an Vereinen und Verbänden wie sie. Mal sehen, was sich so alles verändert hat in den letzten 10 Jahren.
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Schnitt: Leander Machan
Musik: Dirk Mattes

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Wenn wir halt unsere Blaserklärstadt zukunftssicher machen wollen, es geht halt nur, wenn wir ständig an der Qualität von der Musik arbeiten. Deswegen sage ich auch in den Workshops immer, das Dirigentengehalt ist keine Ausgabe. Das sind keine Kosten. Es ist eine Investition in die Zukunft. Oberösterreich ist für mich das glasmusikalische Schlafhaffenland, sage ich immer.

Wie haben sich generell Verbände in den letzten zehn Jahren verändert? Bleiben wir erstmal in Deutschland.

Bleiben wir in Deutschland. Also in Deutschland hätte ich mir tatsächlich gewünscht.

Wir sind onair in 3, 2, 1. Herzlich willkommen bei Onair, dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Sandy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch und herzlich willkommen hier im Blasmusik-Podcast.

Die Weihnachtspause ist jetzt vorbei. Es gab natürlich ja auch vorher schon ein paar kleinere Folgen wie das Silvester-Special mit meiner Frau. Aber falls ihr das nicht gehört habt, dann heiße ich euch hier willkommen. Und es geht gleich los mit einem ganz, ganz tollen Gast, nämlich Alexandra Link. Sie war die Gästin in der allerersten Folge vor sechs Jahren.

Und nach so einem langen Zeitraum dachte ich, es wird mal wieder Zeit, sich mit ihr zu unterhalten. Und einen Anlass gab es natürlich auch noch, denn ihr Blasmusik-Blog bzw. ihr Kulturservice-Link feierte zehn Jahre. Warum feierte? Die Folge haben wir eigentlich schon Ende letzten Jahres aufgenommen, aber da war ich noch im Vorproduzieren und jetzt kommt es erst raus.

Deswegen war zehn Jahre. Das tut dem Gespräch, aber keinen Abbruch. Wir unterhalten uns ganz, ganz viel über Verbandsarbeit, über ihre Einblicke in den zehn Jahre in Musikvereine und welche Probleme oder gute Beispiele es auch gibt. Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit der Folge. Welches Stück hast du dir als letztes bewusst angehört?

Das ist meine Standardfrage, die kriegt jeder zu hören, auch wenn er zweimal da ist.

Bewusst angehört habe ich. Oh je, jetzt muss ich gerade mal überlegen. Das war, also im Sommer habe ich mich jetzt tatsächlich überwiegend nochmal mit Poema Alpestre tatsächlich beschäftigt von Franco Cessarini.

Warum hast du dich damit beschäftigt? Weil du es gerade irgendwo spielen musst?

Ja, wir hatten, das war unser Selbstwahlstück beim Deutschen Musikfest mit dem Freiburger Blasorchester. Und tatsächlich, das ist so vielschichtig, dieses Werk, da hört man jedes Mal wieder noch neue Dinge. Und durch das, was ich selber gespielt habe, von meiner Position aus, höre ich Dinge natürlich anders, als wenn ich es dann über die Saunanlage dann laufen lasse, hört man dann wieder komplett andere Dinge.

Und das ist ja irgendwie kein Geheimnis, dass so Franco Cesarini schon zu meinen Favoriten gehört bei den Komponisten.

Sitzt du dann mit deiner Stimme da, hörst du nur oder holst du dir sogar noch die Partitur rein?

Nee, Partitur, nee, das interessiert mich nicht. Die Partitur interessiert mich nicht, die lese ich nicht mit. Nö, ich höre nur, ich höre nur. Aber ich bin wirklich ein Zuhörer. Ich bin ein Zuhörer. Ich kann sowas nicht nebenbei hören. Ich bin da echt ein Zuhörer. Also wenn ich jetzt Auto fahre oder beim Putzen bin oder so, da höre ich solche Werke nicht.

Da läuft bei mir einfach Radio. Und ich muss, also bei Blasmusik, da höre ich tatsächlich zu. Aber in den letzten paar Wochen habe ich da fast keine Zeit, weil ich andere Projekte gemacht habe. Wenn ich Repertoirebeiträge schreibe für den Blasmusik-Blog, da höre ich natürlich dann extrem viel. Aber dann sitze ich hin und konzentriere mich und höre ganz genau zu.

Also ich kann, ich bin kein Nebenbei-Hörer. Ich bin wirklich kein Zuhörer.

Ja, aber das kann ich auch nicht. Also wenn es um Blasmusik oder dann auch klassische Musik geht, das kann ich nicht im Nebenbei. Das rauscht dann so durch. Und nervt mich dann sogar auch, weil ich weiß, ich höre gerade überhaupt nicht zu. Das ist dann irgendwie so, so ich mache es dann aus. Dann ist es kommt.

Radio nicht, aber irgendwelche Popmusik kommt dann halt. Das ist dann irgendwie zu. Du hast gerade schon deinen Blasmusik-Blog angesprochen. Der ist halt jetzt zehn Jahre alt, quasi. Oder jung.

Der war sogar am 28. Februar schon zehn Jahre alt. Tatsächlich, bevor ich mich selbstständig gemacht habe, also bevor die Firma gegründet wurde, hatte ich den schon. 28. Februar war der 2015. Da ist der erste Beitrag erschienen, ja.

Wie geht's dir jetzt damit, wenn du so zurückguckst und sagst, wow, es sind schon zehn Jahre?

Also ich kann es jetzt nicht anders sagen, als dass ich schon ein bisschen stolz bin. Meine 850 Beiträge geschrieben, nicht alles selbst, aber zumindest 850 Beiträge veröffentlicht. Ich muss manchmal sogar tatsächlich nochmal selber nachschauen. Also was ich jetzt überhaupt alles geschrieben habe. Das hat gar nicht mehr alles so parat im Kopf, obwohl ich die Texte natürlich immer wieder mal verlinke.

Aber dann denke ich da doch dann wieder, ach, da habe ich ja doch schon einen Beitrag geschrieben. Schön ist halt absolut, dass ich so viel Unterstützung dann auch habe. Wenn ich zum Beispiel ein Roundup schreibe. Es haben nicht immer alle Zeit, aber ich bekomme dann immer Leute zusammen. Oder jetzt zum Beispiel im September hatte ich ja die Interviewserie.

Und zwar, ich habe mir ja dann im Sommer irgendwann mal überlegt, ja, für das zehnjährige Jubiläum vom Kultur Service Link am 1. September sollte ich ja vielleicht auch was machen. Und habe dann mir überlegt, wen könnte ich jetzt fragen, mir Fragen zu stellen, weil also einfach mal dieses Ding umdrehen und mir Fragen stellen zu lassen.

Und es war überhaupt kein Problem, zehn Leute zu finden. Wichtig dabei war mir es einfach, dass aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol jemand dabei ist. Und dass es halt schon auch Leute sind, mit denen ich schon lange zusammenarbeite, also die mich auch gut kennen. Und unser dritte Kriterium war dann noch die Überlegung, ja, wer kann mir kreative Fragen stellen?

Und die kreativen Fragen, die sind dann auch tatsächlich gekommen. Teilweise wirklich Fragen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte.

Zum Beispiel, was war so eine Frage, wo du dir gedacht hast, wow, das ist A sehr kreativ und B, damit habe ich jetzt gar nicht.

Die coolste Frage kam vom Klaus Hertel, Chefredakteur Bravo. Das ist die coolste Frage. Und zwar hat er gefragt, ich weiß nicht, genauen Wortlaut nicht mehr, oder der hat mich gebeten, jedem Instrument des Blasorchesters, einen Charakter aus Film, Film, Fernsehen oder sonst irgendwas zuzuordnen.

Das ist eine coole Frage.

Das ist eine voll coole Frage. Ich glaube, der Klaus Hertel weiß nicht, dass ich so ein Film-Fan bin. Das hat er mir halt einfach, ja, eine cool, also ja, echt eine super coole Frage. But dann sitzt man erstmal davor. Wenn ich das selbst beantwortet hätte, ich glaube, ich hätte eine Woche gebraucht. Weil ich hätte mir ja jedes Mal erstmal überlegen müssen, was für ein Charakter hat das Instrument hat und mit wem könnte ich das gleichsetzen als Filmcharakter.

Und dann habe ich ChatGPT gefragt. Und der hat es mir gemacht, mein ChatGPT, der heißt Toni. Und den habe ich gefragt, habe dem genau den Prompt geschrieben. Das schreibe ich auch alles in der Antwort drin. Also in dem Interview mit dem Klaus Hertel, das war ich, glaube ich, das dritte Interview von den zehn.

Da habe ich dann auch reingeschrieben, dass ich das nicht alleine gemacht habe.

Weißt du noch, wer es bei der Piccolo-Flöte war?

Ja, McRine in Harry and Sally, die Sally.

Okay.

Ja, und mich selber, mich selber hat er als, ähm, ich sollte dann auch mir was zuordnen und mich selber hat als Dirigent gesehen. Und mir selber hat er dann, also Chat TPT, der Toni, hat mir dann die Ann Hathaway aus der Teufelzect Prada, die Assistentin, ne? So nach dem Motto, weil ich ja, ich bin ja jetzt nicht, ich bin ja die, die alle unterstützt und ja, unterstützt und nicht unbedingt die, die ja immer im Vordergrund steht, sondern ich bin ja diejenige, die unterstützt.

Und deswegen diese Ann Hathaway. Okay. Die Assistentin von dem Teufel.

Aber ich bin noch bei, ich hänge irgendwie noch bei Harry und Sally und der Piccolo-Flöte tatsächlich. Siehst du das wirklich so?

Querlig, ja? Das passt.

Und Trompete, weißt du das auswendig?

Ja, Michael Corleone, der Pate.

Auf jeden Fall. Da sehe ich mich natürlich. Da sehe ich mich.

Und die Tuba der Mito Corleone.

Okay, warum nicht?

Ja, aber eine Sache, das war mir dann doch ein bisschen Suspekt. Und zwar hat er den Hans Landa aus Inglorious Busters einmal genannt. Das geht nicht. Also der ist super böse. Nee, aber kann Horn sein, kann aber auch Euphonium sein, das weiß ich jetzt nicht mal ganz genau.

Okay, das ist aus verschiedenen Gründen nicht so gut, glaube ich.

Ich glaube, es war sogar tatsächlich so ein. Ich habe dann gedacht, ach, Christoph Walz ist gut, ne? Christoph Walz ist gut. Aber habe dann den King, wie heißt der Zahnas in Django Unchained? King, King.

Weiß ich gerade nicht. Ich habe den fünf schon fünf Mal gesehen.

Super, ich habe so gelacht. Ich habe so gelacht. Und der Beitrag war gerade online, kriege ich schon die erste WhatsApp. Alexandra, ich hatte so Spaß beim Lesen. Diese Antwort.

Ich glaube, ich klaue die Frage ab sofort. Ich finde die Frage sehr gut.

Ich mach das nicht, das ist total schwer.

Ja, der langt ja ein Instrument. Vielleicht gebe ich die dann immer vorher an mein mein Interview-Gastsprach.

Ja, gut, ich meine, jeder, der bei dir im Podcast ist, der spielt ja mindestens ein Instrument.

Genau, so. Und mal gucken. Aber bei mir gefällt das irgendwie gerade.

Ja, also ich finde es auch. Ich finde die sensationell. Ja, zum Teil waren die Fragen auch tatsächlich echt herausfordernd und bei manchen Fragen war ich auch froh, dass ich das mal gefragt wurde, dass ich da mal meine Meinung loswerden konnte und in die Öffentlichkeit setzen konnte.

Welche Frage wäre das? Vielleicht habe ich die nämlich auch auf dem Zettel.

Das sind die Fragen, was die Unterschiede sind in Mitteleuropa.

Da kommen wir noch dazu, da kommen wir drauf. Dann stellen wir das noch ein bisschen zurück. Genau, dann fahren wir erstmal nach meinem Plan weiter. Wer die, die dich gar nicht so kennen und nur wissen, okay, die macht den Blasmusik-Blog, die macht da irgendwelche Seminare. Wie kam das alles? A, dass du den Blog hast und dann B natürlich auch deinen Kulturservice.

Könnt ihr jetzt sagen, in den Jubiläums steht das alles drin. Nee, aber beim Esklava, dass ich mich selbstständig mache, also das war ziemlich bald klar nach meinem Ausscheiden dann von der Haske oder von Herrn Leonhard, dass ich eben Musikvereine unterstützen möchte. Musikvereine unterstützen möchte eben im Vereinsmanagement und auch Komponisten unterstützen möchte, was ich ja früher bei der Haske auch schon gemacht habe.

So, das waren die beiden, das waren so die beiden Pfeiler hauptsächlich dann von meinem ersten Businessplan. Und ich habe dann festgestellt, dass ich zwar zu Dirigentinnen und Dirigenten dann ein ganz großes Netzwerk habe, aber nicht zu Vereinsverantwortlichen. Und die Entscheidung für einen Klausurtag, habe ich das damals noch genannt, oder für eine Zukunftswerkstatt, das treffen ja die Vereinsverantwortlichen.

Und ich wollte auf jeden Fall genau wissen, was haben die Musikvereine für Probleme. In meinem Umfeld oder mit denen, mit denen ich viel Kontakt gehabt habe. Das war damals schon klar, was die so für Probleme haben. Aber ich wollte es halt ganz genau wissen. Und dann habe ich ja die erste Umfrage gemacht, die erste Umfrage zur Zukunft der Musikvereine, wo drückt der Schuh 2015.

Und das habe ich mit meinem damaligen Netzwerk, das war ja noch nicht so riesig wie jetzt, habe ich das durchgeführt und irgendwie haben die alle ganz fleißig geteilt, weil zum ersten Mal sind die Leute gefragt worden. Die Musikvereine sind, glaube ich, zum ersten Mal gefragt worden, wo sie der Schuh drückt.

Und dann haben fast 3000 Rückmeldungen gekriegt. Fast 3000. Damals habe ich aber, damals war die Umfrage nicht so genau definiert für Musikvereine, sondern für Blasmusiker allgemein. Das heißt, bei der Umfrage kann es sein, dass es mehrere dann von einem Verein ausgefüllt haben. Und dann habe ich die Ergebnisse gesehen und habe gedacht, ey, ich kann dieses Ergebnisse in Social Media nicht veröffentlichen.

Dazu sind die Dinge zu wertvoll. Da muss man anders damit umgehen. Und dann habe ich gedacht, dann war es sowieso vor zehn Jahren, war gerade so ein bisschen a Blogboom. Und dann habe ich mich ein bisschen eingelesen und geschaut, was da so andere Blogger machen. And habe ich gedacht, genau, das ist das Medium.

Das ist das Medium. And then habe ich da mit den ersten Beiträgen sind tatsächlich Ergebnisse von dieser Umfrage, die ich dann so in verschiedene Blogbeiträge gepackt habe. Und dann kam bald mal ein Interview, oder ein Interview oder ein Beitrag über Jan van der Hoos. Das war dann das erste. Weil ich gedacht habe, Menschenkinder, ich bin Musikalienhändlerin, ich habe jetzt fast 20, 25 Jahre Blasorchestern verkauft.

Das Wissen kann ich ja irgendwo auch unterbringen. Und dann sind sie bald die Repertoirebeiträge dann dazu gekommen. Ist sowieso meine Leidenschaft so, die originale Blasorchesterliteratur. Und das ist dann, so ist das dann gekommen. Und aufgrund von dieser Veröffentlichung, von den Ergebnissen, habe ich dann, ist gar nicht lang gegangen, habe ich schon die ersten Anfrage von Verbänden gekriegt, ob ich diese Ergebnisse von der Umfrage in der Hauptversammlung vorstellen möchte.

Das war dann der erste war dann der Blasmusikverband Karlsruhe. Allerdings war die Versammlung von den Jugendleitern im Blasmusikverband Karlsruhe. Und der zweite war dann an der Hauptversammlung vom Kreiser Stud-Tuneberg, Blasmusikverband Kaiserstuhl Tuneberg. Und dann hat sich es fortgesetzt und ist ins Rollen gekommen.

Genau. So ist es entstanden.

Hattest du Angst, in die Selbstständigkeit zu gehen?

Wo die Entscheidung gefallen war, gar nicht mehr. Gar nicht mehr, ne? Dann sind die, wenn bei mir mal, wenn man bei mir mal anfangen, die Gedanken zu drehen, dann geht es geradeaus.

Okay. Rückblickend hättest du es gerne früher gemacht? Nein, oder? Oder war das der richtige Zeitpunkt?

Es war genau der richtige Zeitpunkt.

Was war vielleicht in all den Jahren jetzt so die schwerste Erkenntnis in der Selbstständigkeit? Oder die bitterste Erkenntnis, ist vielleicht ein besseres Weg.

Dass so eine Pandemie alles aushebeln kann, natürlich. Das ist aber klar. Hoffen wir mal, dass das nicht mehr kommt. Also das war natürlich schon sehr, sehr überraschend. Ansonsten kann ich dir da überhaupt keine vernünftige Antwort drauf geben.

Dann ist ja gut. Alles super. Aber trotzdem, so Selbstständigkeit, so ein Blog mit 850 Beiträgen, das ist ja, man sagt ja auch immer bei selbstständig, das ist selbst unständig und Mathe dauernd was zu tun. Was treibt dich jeden Tag an, das alles zu machen?

Also es scheint so, dass ich nie die Luft daran verliere. Nie, nie. Und meine Arbeit ist ja auch vielfältig. Also guter Blasmusik-Blog, das ist tatsächlich viel, viel Arbeit. Aber das macht einfach richtig viel Spaß. Wobei es auch, ich muss auch sagen, es gibt auch Zeiten, wenn da kann ich nicht schreiben.

Also ich hatte da mal eben jetzt gerade dieses Jahr im Januar, Februar ein bisschen eine Blockade. Da kann ich auch keine Beiträge dann veröffentlichen. Aber sonst flutscht das eigentlich immer. Aber ich muss ja nebenher mein Business quasi noch am Laufen halten, weil Glasmusik-Blog, da, der trägt ja nicht zu meinem Lebensunterhalt bei.

Zu meinem Lebensunterhalt tragen ja die Workshops, die ich gebe, bei. Also das meiste kommt wirklich tatsächlich durch die Workshops rein, durch die Zukunftswerkstätten oder die Workshops dann bei den Verbänden. Wie viele Workshops gibt es? Ich habe ungefähr 50 Workshop-Tage.

Der Blog gehört ja trotzdem zur Marke Alexandra Link.

Der gehört zu, der positioniert mich, der positioniert mich. Das ist mein Medium, wo ich natürlich auch dann zeige, dass es Lösungen gibt. Und das soll einfach meine Expertise zeigen in diesen Bereichen. Logisch natürlich, alle die Musikvereine, die Blaser Costa unterstützen in allen Bereichen, aber halt, er positioniert mich einfach mit dem, was ich mache und was ich kann.

Daneben habe ich ja noch die Kulturservice.link-Website, was eigentlich meine Firmenwebsite ist, wo dann so die Angebote dann ganz konkret draufstehe, was ich bieten kann in meiner Funktion. Der Blasmusik-Blog, das sind eigentlich immer redaktionelle Artikel im Prinzip. Schon auch immer mit Links zum Kulturservice.link Website, wo ich dann mein Angebot präsentiere, Zukunftswerkstatt, Workshops, und so weiter.

Also das eine ebenso der Blastmusikblog mit den inhaltlich, redaktionell aufbereiteten Artikeln und die Kulturservice.link Website, die mich dann, also quasi mein Angebot zeigt, was mache ich genau.

Ein Supporter dieser Folge ist Buffet Grampant Europas größtem Hersteller von Blasinstrumenten mit Sitz in Markneukirchen und Gerritz Ried. Buffet Grampant stellt alle Arten von Blasinstrumenten her, vom Schülerinstrument bis zum Profi-Instrument. Wenn ihr mal wieder auf der Suche nach einem neuen Instrument seid, weil euer Instrument entweder alt ist oder ihr vielleicht einfach mal auch was Neues ausprobieren möchtet, dann lege ich euch wirklich ans Herz mal bei den verschiedensten Marken von Buffy Crampon zu stöbern.

Den Link dazu findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Du bist jetzt zehn Jahre dabei, du hast gesagt, du hast vor zehn Jahren eine Umfrage gemacht, gleich am Anfang, um die Probleme mal zu erörtern, wo der Shoot drückt. Haben sich die Probleme großartig geändert oder sind das eigentlich immer noch die gleichen wie vor zehn Jahren?

Ja, das sind die gleichen. Die Musikvereine beschäftigen sich mit den gleichen Problemen wie vor zehn Jahren.

Das ist eigentlich schräg, oder?

Ja, ich war ja vor zwei, drei Wochen war ich ja bei SWR Kultur eingeladen zum Interview eingeladen und das hat die dann auch gemeint, so nach dem Motto, jetzt arbeiten sie zehn Jahre daran, aber es hat sich nichts geändert. Aber man darf halt eins nicht vergessen. Wir hatten eine Pandemie dazwischen.

Und die Umstände werden nicht besser. Die Umstände für das Musizieren, die Musikverein werden nicht besser, für die Jugendlichen auch nicht. Die Umstände haben sich in den zehn Jahren ja eher verschlechtert. Das heißt, das Potenzial ist natürlich noch größer an Musikvereinen, die irgendwo ihre Lösungen suchen und finden wollen, natürlich, dann auch, um zukunftsfähig zu sein.

Also, this is this is just so, das demotiviert mich nicht. Persönlich. Es ist demotivierend eigentlich für die ganze Gesellschaft, dass es eigentlich schlechter wird im Äußeren. Das bedeutet nämlich selbst die Musikvereine, die Glas Orchester, bei denen es immer gut lief, auch da ist es kein Selbstläufer mehr.

Auch die müssen jetzt wirklich auf die Hinterbeine stehen, wenn sie ihren Verein zukunftssicher aufstellen wollen. We müssen immer mehr machen in den Vereinen. And mehr zu tun, gerade in der Jugendarbeit oder auch im Marketing, bedeutet halt, wir brauchen Men- und Frauen-Power, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen.

Und die Strukturen sind dann halt einfach nicht da, genau für diese beiden Bereiche, Jugend und Marketing. Also wenn du da in die Musikvereine schaust, dann haben sie einen Jugendleiter und wenn sie gut dastehen, dann hat der Jugendleiter noch einen Stellvertreter. Aber was muss man heutzutage alles in der Jugendarbeit machen?

Du weißt das alles. Bei euch läuft es, glaube ich, ganz gut im Verein.

Ja, ich habe jetzt auch das Gefühl, das habe ich meinem Orchester noch gar nicht gesagt, ich warte nämlich noch ein bisschen nicht, dass ich zu früh freue. Ich finde, ich habe nämlich jetzt tatsächlich erst das Gefühl, dass wir auch musikalisch dieses Pandemieding wieder eingeholt haben. Oh, jetzt erst, ja.

Also so qualitätstechnisch. Und ich kann aber gar nicht festmachen, woran das liegt, weil wir nichts anderes machen als vorher. Probenbeteiligung ist ziemlich ähnlich. Staatsproben machen wir. Aber jetzt habe ich das erste Mal für dieses Jahreskonzert mal wieder das Gefühl, ah, so war das ja mal vor der Pandemie.

Vielleicht täuscht mich das auch, aber ich habe mir die Tage nur gedacht, krass, wie lange sich das jetzt hingezogen hat. Und ich kann es, ich kann gar nicht mal benennen, woran es liegt und lag und so. Also ja, und wir sind schon am Machen. Also da wurde auch vieles, was heißt verschlafen früher. Es waren einfach andere Zeiten.

Man muss natürlich, glaube ich, wie du schon sagst, wir brauchen Marketing und so. Das sind ja alles Aufgaben, das haben Vereine ja früher nicht machen müssen. Da hast du Musik gemacht, da hast du dein Fest gemacht und dann lief das schon irgendwie hin. Jetzt musst du ja schon Experte für Marketing sein, du musst Videos drehen können.

Also es ist ja schon.

Naja, so ganz so dramatisch ist es nicht. So professionell muss das gar nicht sein. Aber es muss bestimmt Leute darum kümmern und es müssen halt einfach die verschiedenen Kanäle bedient werden. Und Kanäle haben wir halt auch mehr als noch verschiedene.

Genau, ja, ja, ja. Aber das gab es ja früher nicht. Also in meiner Jugend, was mussten die halt.

Ein Pressebericht hat ausgereicht, und ein Papat vielleicht. Und dann musst du nicht mal E-Mails schreiben, was man damals ja noch gemacht mehr gemacht hat?

Ja, ja, ja, ja, ja.

Heute, also ich meine, die ganzen Social Media Sachen. Also, wenn man das mal ganz genau analysiert, was es denn definitiv bringt, muss man auch sagen, hey, da muss man erst mal analysieren, wer ist denn die Zielgruppe? Und erreicht man die Zielgruppe, die man braucht zur Bewerbung des eigenen Konzertes, erreicht man die dann tatsächlich in Social Media?

Weil die Zielgruppe ist ja eigentlich nur für das eigene Konzert, deine eigene Gemeinde und die Region drumherum.

Das ist der Punkt, genau.

Und wenn deine Follower dann in Hamburg, Wien oder weiter sein, wie ich sitze, dann nutzt dir das gar nichts. Dann ist das alles nett. Man muss es irgendwie machen, es ist alles nett. Arbeit hat in Wahrheit.

Das stimmt, aber ich muss dazu sagen, ich hatte auch mal das Erlebnis, das ist aber jetzt so, das war, glaube ich, das erste Konzert nach Corona, da hatten wir Florian Hartelmann als Gastsolist da. War natürlich bewusst gewählt, logischerweise. Weil wir natürlich auch im Landkreis eher traditionell geprägt sind.

Da dachte ich mir, okay, ist ja in beiden Bereichen so als seinen Namen. Da kommen bestimmt auch andere. Und ich weiß tatsächlich allein dadurch, dass wir damals intensivst, da war ich noch ziemlich hinten dran, wir haben ja da echt etliche Videos gepostet. Und da ist eine ganze Abordnung hinter Mannheim gekommen.

Die sind extra zu uns gefahren über eineinhalb Stunden, die wir sonst nicht gekriegt hätten. Gut, die kamen jetzt im Nachhinein auch nicht mehr. Aber das ist ja trotzdem nur ein Bruchteil. Also ich weiß, das ist, du hast ja vollkommen recht.

Nicht falsch verstehen, nicht falsch verstehen. Heutzutage gehört diese Social Media einfach dazu, ne? Es gehört dazu, man muss es bedienen. Manche vergessen dann halt, dass, wenn es in den Vereinen heißt, dann ja, naja, das sollen die Jungen machen. Und die Jungen sagen dann, ja, wir brauchen nur noch Instagram.

Ja, aber die vergessen, dass die größte Zielgruppe auf Facebook guckt.

Das ist auch, die Erfahrung habe ich auch gemacht, die Blasmusik sitzt halt dann doch immer noch fest.

Ja, das ist so. Und dann vergessen sie, weißt du, dann vergessen sie die Pressearbeit, wie wichtig das ist und auch regelmäßig das eine eigene Cäsplättel in der Gemeinde zu bedienen, was in Tat und Wahrheit sehr, sehr viel mehr bringt. Und andere Dinge, die halt vor Ort gemacht werden muss. Ich bin überzeugt, wenn du Bautzaunbar in dein Dorf stellst, kriegst du mehr Leute dann ins Konzert als vom Social Media Post, wenn man es messen könnte.

Ja, ist natürlich. Aber das stimmt schon. Die Zielgruppe, das ist ja generell bei Instagram gibt es Sachen, wo ich mich manchmal frage, warum sind die da? Weil die Zielgruppe ja gar nicht vor Ort ist. Das stimmt schon.

Und diese Filmchen übrigens. Momentan gibt es so viele Filmchen von den Musikvereinen, wo jeder ein Bierglas und eine Bierflasche in der Hand hat.

Das ist ein anderes Thema. Das finde ich auch sehr schwierig. Schwierig. Sehr schwierig. Schwierig. Ich weiß nicht, ob wir das fast heute aufmachen sollten.

Na, besser nicht. Da gibt es ja auch einen schönen Blogbeitrag dazu.

Aber es ist so witzig, weil ich schon mit vielen drüber gesprochen habe, auch ganz viele, die eigentlich hauptsächlich in dieser traditionellen und Egerländerschiene unterwegs sind und die auch sagen, es ist mittlerweile schwierig mit diesem Bier die ganze Zeit in der Hand. Also es ist ja. Weil das wird ja da noch mehr verbunden, finde ich, als bei Symphonische Blase.

Okay, also bin ich nicht die Einzige, der das negativ auffällt.

Nein, nein, nein. Also bei mir kommt natürlich noch dazu, ich trinke ja so gut wie kein Alkohol, das heißt, ich habe da sowieso, glaube ich, nochmal einen anderen Blick gemacht. Ich glaube nicht. Wir sind keine Blasmusiker. Nee, das wird mir auch immer wieder gesagt. Aber ich verstehe es einfach auch nicht.

Also, aber lassen wir dieses Thema, sonst sind wir. Genau, lass mal.

Stell mal nochmal eine inhaltlich bessere Frage.

Genau. Social Media, du hast gerade gesagt auch, ich weiß nicht, ob du die letzte Folge zufälligerweise gehört hast, da waren nämlich Jugendliche bei mir zu Gast, die jetzt bei mir frisch aus der Schule raus sind. Und die sagen, ja, wir wissen überhaupt nicht, was es draußen gibt. Und die haben mir nämlich noch erzählt, ja, quasi diese, ja, wir müssten, wir würden das gerne alles auf Instagram sehen.

Aber ich bin trotzdem bei dir, wo ich sage, okay, das eine hat seine Berechtigung, das andere darf trotzdem überhaupt nicht vernachlässigt werden, weil einfach die große Zielgruppe einfach vor Ort immer noch Zeitungen, wie es Plakate trotzdem sich noch irgendwo bewerben oder im Bauzaunbanner und nicht jeder auf TikTok und Instagram unterwegs ist.

Und das ja oft auch nur Bespaßung ist. Nur weil mich jetzt ein 20-jähriges Medaler sieht, heißt das nur lange nicht, dass die bei mir spielen willst. Trotzdem darf man das auch nicht ganz ohne den Teppich gehen. Was hat sich in den zehn Jahren in der Blasmusik getan, wo du noch gedacht hättest, boah, das wird sich wahrscheinlich nie ändern.

Grundsätzlich denke ich, habe ich bestimmt am Anfang mit gedacht, das wird sich nie ändern. Nee, da denke ich einfach gar nicht dran. Also ich gehe einfach auch immer geradeaus, ne? Also wenn man die Blasmusik sieht, es gibt ja so verschiedene Bereiche, die man immer so ein bisschen anschaut. Auch wenn ich gefragt werde, wie hat sich was entwickelt, da gibt es einerseits natürlich die Dirigenten, die Dirigenten, Dirigentinnen, die Ausbilden und so weiter, wie war da die Entwicklung, wie war bei den Verbänden die Entwicklung, wie ist im Repertoire die Entwicklung oder wie ist dann in den Musikvereinen selbst die Entwicklung, zum Beispiel auch mit Vereinsmanagement, dass beispielsweise, wenn ich

jetzt wieder von hinten anfange, dass sich so viele dann tatsächlich doch für das teambasierte Vereinsmanagement interessieren, ich will nicht sagen, das hat mich überrascht in den Jahren. Das ist ja eigentlich nur die Lösung für das größte Problem, was man innerhalb vom Vereinenmanagement hat, nämlich dass man eben für diese mit viel Aufgaben und Verantwortung beladenen ersten Vorsitzenden oder auch die Jugendleider, die viel zu viel auf ihren Schultern haben oder so, dass man die dann irgendwann entlasten muss.

Und vielleicht war es doch ein bisschen überraschend, dass dann doch so viele Vereine gesagt haben, ja, das ist unser Weg, so wollen wir zukünftig arbeiten. Momentan habe ich wirklich viele Vereine, die sich dafür interessieren, wobei das natürlich nicht immer einfach ist. Gerade wenn man halt verdiente Vorstandsmitglieder im Verein hat, die dann der völligen Überzeugung sind, dass halt einer doch den Hut aufhaben muss.

Was überhaupt nicht der Fall ist. Sie sind es noch nicht gewohnt. Also das so vom Vereinsmanagement her. Bei den Dirigenten, Dirigentenausbildung, die Entwicklung, die finde ich schon stark in den letzten zehn Jahren. Wobei sie natürlich in Österreich beispielsweise in den letzten zehn Jahren die Dirigentenausbildung schon noch viel, viel stärker war.

Aber natürlich, wir dürfen für Deutschland natürlich auch da auch nicht meckern mit Mannheim oder so. Oder die vielen Dirigentinnen und Dirigenten, die in die Schweiz gehen zum Studieren oder nach Holland zum Studieren. Also das hat sich schon intensiviert in den letzten zehn Jahren. Und das ist natürlich da eine absolut erfreuliche Entwicklung.

Problem dabei ist nur, dass die Bezahlung hinterherhängt.

Das ist auch so ein Ding, wo ich mir jedes Mal denke, okay, ich finde cool, dass so viele da sind. Die Frage ist, gibt es so viele Orchester, die sich auch die angemessene Bezahlung leisten können und wollen, die es ja eigentlich verdient haben, wenn man so ein Studium gemacht hat. Das ist natürlich, da geht es so die Diskrepanz ein bisschen um.

Genau, und interessanterweise habe ich da sogar in, da hatte ich eine interessante Diskussion mit einem jungen Dirigenten, ein ganz, ganz, ganz talentierter junger Mann, dass der gesagt hat, das war bei Spotlight Conducting in Bozen war, dass diese Fortbildungsveranstaltung von Thomas Ludascher, die da am Konservatorium in Bozen war.

Und er hat auch gesagt, dass er tatsächlich in einem der Vereine noch für einen Hungerlohn arbeitet. Dann sagt er, ja, Alexandra, wie siehst du das? Jetzt mache ich dieses Studium da. Ich kann doch nicht für so wenig Geld dahin gehen. Er hat gesagt, ja, du hast absolut recht. Dann sagt er ja, und bei ihm in der Gegend, da ging es, glaube ich, um Niederösterreich, bei ihm in der Gegend gibt es tatsächlich noch ehrenamtliche Dirigentinnen und Dirigenten.

Und in Deutschland wahrscheinlich auch.

Mit Sicherheit.

Ja, sehr, sehr, sehr viele. Und wenn wir halt unsere Blaserkerstadt zukunftssicher machen wollen, habe ich ja schon gesagt, Jugend und Marketing ist natürlich ein großes Thema. Aber es geht halt nur, wenn wir ständig an der Qualität von der Musik arbeiten. Und dafür brauchen wir die gut ausgebildenen Dirigentinnen und Dirigenten.

Und deswegen sage ich auch in den Workshops immer, das Dirigentgehalt ist keine Ausgabe, das sind keine Kosten. Das ist eine Investition. Das ist eine Investition in die Zukunft. Habe ich einen Dirigent in Ostbelgien. Jedes Mal, wenn ich den treffe, sagt er zu mir, ich habe immer deine Worte im Ohr, dass das Dirigentgehalt eine Investition ist.

Aber es stimmt, Andi, oder?

Auf jeden Fall. Das ist ja das, was wir auch in unserem Podiumsdiskussion, die wird dann auch schon raus sein, wenn man das hier jetzt hört, auch schon hatten, wo ich auch noch gesagt habe, okay, es ist ja alles Marketing. Also sobald wir auftreten, selbst das kleinste Ständchen ist Marketing. Und warum?

Weil es die Musik ist. Also wir müssen an der Musik, das ist unser Aushängestell. Können wir so viele Filmchen und lustige Sachen drehen, wie wir wollen. Wenn die Musik scheiße ist, hilft es einfach nicht.

Genau, absolut richtig. Und dafür brauchst du die gut ausgebildeten Dirigentinnen und Dirigenten. Und es müssten momentan einfach noch. Also erstmal müsste, also in Österreich und in der Schweiz kann man einfach nicht meckern, wie die Grundausbildung ist. Aber in Deutschland hängen viele Verbände so hinten nach mit der Ausbildung, mit der Grundausbildung von den Dirigentinnen und Dirigenten.

Und hier, also, und es wird zunehmend übrigens auch über Dirigentenmangel geklagt. Aber wenn nicht jedes Orchester schaut, dass es seine guten Leute in die Basiskurse gibt. Also zuerst muss es natürlich mal Basiskurse und C3-Kurse und was weiß ich was für Kurse geben. Aber dann müssen alle Vereine schauen, dass sie ihre guten Leute da hinschicken.

Und das war mal eine ganz interessante Situation in einem Workshop, habe ich das auch gesagt. Wir müssen da alle an einem Strang ziehen. Wir müssen alle unsere guten Leute in die Kurse schicken, damit wir in Zukunft genügend Dirigentinnen und Dirigenten haben. Und dann sagt eine wirklich in allen Ernstes zu mir, was mache ich dann mit vier Dirigenten im Verein?

Verstehst du das? Also sie hat nur gedacht, sie müssen die Dirigenten für sich selber ausbilden. Dabei war es von mir eigentlich gedacht, wenn jeder Musikverein, jedes Glasorchester schaut, dass die Leute die Basiskurse, die Schnupperkurse machen und dann vielleicht auch tatsächlich dann einen C3-Kurs machen, dann haben wir irgendwann ja keinen Dirigentenmangel mehr, sondern der Verein, wenn der dann mal einen braucht, kriegt er auf jeden Fall auch jemanden.

Was ja nicht aus dem eigenen Verein sein muss.

Ja, ja, ich habe ein paar Fragen dazu, weil du bist ja da noch viel näher dran als ich. Ja, wir haben ja jetzt Mannheim, Augsburg, Trotskin, Stuttgart, stimmt, Stuttgart noch.

Stuttgart, Frau Kohele, ne? Das wird ganz interessant werden, da bin ich sehr gespannt.

Genau, haben wir jetzt. Ist ja trotzdem alles Süddeutschland. Wie sieht es denn in Norddeutschland aus? Klar, die können Holland und so, aber ist da auch die Menge an Studierenden, Blasorchesterleitern so hoch wie im südlichen Bereich oder täuscht das?

Nein, und es fehlt sogar, also je höher in den Norden kommst, desto größer wird dieses Dirigenten mal ein Problem. Und viele haben, wenn du Richtung Norden gehst, also ich rede jetzt so von den Vereinen der goldenen Mitte, nicht von den Top-Orchestern davon, sondern wirklich die Masse an Musikvereinen im Bereich, die im Bereich Unter-, Mittelstufe bis Oberstufe spielen.

Zum einen fehlen natürlich vor Ort dann auch die Ausbildungssysteme, wobei ich jetzt gesehen habe, im Niedersächsischen Blasmusikverband oder im niedersächsischen Musikverband gab es einen C3-Kurs. In Nordrhein-Westfalen gibt es in manchen, habe ich gesehen, es in manchen Kreisverbänden wenigstens Grundausbildungen, aber je mehr man in den Norden kommt, sind immer noch so die Leute aus den eigenen Reihen vorne dran, die das Orchester dann nach bestem Wissen und Gewissen natürlich leiden.

Also ich darf jetzt auch Gandersheim nicht vergessen, wo ja auch C3-Kurse stattfinden. Und in HEEG findet momentan auch wieder ein Kurs statt, wobei HEG, glaube ich, geöffnet ist auch für andere, aber das weiß ich nicht ganz genau. HEGE ist, glaube ich, geöffnet mit einem C3-Kurs für andere Ensembleformen.

Das müsste ich aber nochmal genau nachfragen. Also um das Ganze nochmal zusammenzufassen und strukturierter zu sagen, je mehr wir in den Norden kommen, desto weniger Ausbildung gibt es für Dirigentinnen und Dirigenten. Wenn, dann gibt es die Grundausbildung, aber keine weiterführende, wie das jetzt zum Beispiel der BDB macht mit dem C3 Plus, oder wie das jetzt versucht wird von Franco Hähle in Blochingen mit auch mit einem dreijährigen System oder vierjährigen System oder auf jeden Fall mehrjährigem System oder auch B-Kurs zum Beispiel findet nur in Drossingen statt.

Je mehr du in den Norden kommst, kriegst du diese Kurse schon mal gar nicht und die vom Norden müssen dann immer irgendwie in den Süden fahren. Von daher ist das auch ein bisschen Haus gemacht oben.

Aber woran liegt die Verbände dazu zu trägen? Fehlt es an Manpower, dass sie gern wollen, aber irgendwie, weil halt Verbände oft nur ehrenamtlich auch tätig sind, dann das Netz funktioniert. Also woran.

Wahrscheinlich haben die Verbände andere Schwerpunkte, weil ich empfinde jetzt zum Beispiel den niedersächsischen Musikverband als sehr aktiv, vor allen Dingen in den Barsystemen. Und ja, gut, im Osten, im Osten von den Bundesländern im Osten, ist der Sächsische Blasmusikverband am aktivsten. Ich kann das nicht sagen.

Ich kann es jetzt nicht sagen. Das ist auch klar.

Gut, klar, ja.

Wir müssen, je höher wir in den Orten kommen, müssen wir ja natürlich dann auch immer so die Spielleute berücksichtigen. Spiele man es für ein Fahrenzüge. Das ist nochmal so eine ganz eigene Szene.

Auf jeden Fall.

Schwierig zu beantworten, so pauschal.

Wie viel Arbeit kostet dich das eigentlich immer auf dem neuesten Stand von jedem Verband zu sein? Weil ich bin ganz ehrlich, vom niedersächsischen Verband und so habe ich ganz wenig Ahnung bis gar nicht, weil das irgendwie auch in meiner Speaker ist.

Also ich habe sowieso die meisten Newsletter, die Newsletter schreiben, habe ich abonniert und dann bin ich ja ständig auch in Kontakt mit denen. Bin auch oft eingeladen. Also in Schleswig-Holstein war ich, glaube ich, schon dreimal. Im Niedersächsischen war ich bestimmt schon fünf, sechs, siebenmal in manchen Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen war ich schon öfter.

Rheinland-Pfalz war ich schon viel unterwegs. Und in Sachsen habe ich auch schon, beim Sächsischen Musikverband, Blasmusikverband habe ich auch schon, glaube ich, mindestens drei Workshops gemacht und so. Und dann bin ich sowieso immer in Austausch mit den Leuten da. Das kommt so ganz automatisch. Kommt auch immer mal wieder eine Frage und da unterstütze ich dann auch immer.

Und ja, Netzwerken nennt man das, glaube ich.

Habe ich auch schon mal gehört.

Habe ich schon mal gehört. Und das ist natürlich auch zu meinen Lieblingsdingen, mit den Leuten dann in Verbindung zu bleiben, auch in der Schweiz, in Südtirol und in Österreich. Und dann, also so diese, die gibt es leider zu wenig, wie wir das jetzt gemacht haben, in das Dirigierfestival in Staufen, ja.

So Dinge gibt es halt viel zu wenig. Und in Staufen waren jetzt ja auch nicht so wahnsinnig viele Dirigentinnen und Dirigenten. Also ich bin jetzt zum Beispiel Anfang Februar, da freue ich mich total drauf, da bin ich im oberösterreichischen Blasmusikverband, bin ich beim Dirigententag eingeladen. Da kommen über 200 Dirigentinnen und Dirigenten.

Und da darf ich, da bin ich Keynote Speaker, da halte ich meinen Vortrag, der Dirigent, die Dirigentin als Schlüsselfigur eines florierenden Blasorchesters zum dritten Mal. Also da war ich schon eingeladen in Bozen bei Spotlight Conducting. In Ossiach bin ich ja jedes Jahr. Da kann ich immer ganz gut netzwerken mit allen Österreichern.

Da sind auch immer über 200, ich glaube 250 Dirigentinnen und Dirigenten waren da letzte Urstoffe dort. Da habe ich den Vortrag auch gehalten und da freue ich mich echt wahnsinnig drauf. Oberösterreich ist für mich das blasmusikalische Schlafaffenland. Sag ich immer.

Ja, da kommen wir gleich dazu. Your music can never be more or less than you are as a human being. Das hat Quincy Jones mal gesagt. Und wenn es euch auch so geht, dass das sehr mit euch resoniert und ihr euch weiterentwickeln wollt, damit eure Musik auch besser wird, dann empfehle ich euch meinen Newsletter.

Der kommt einmal im Monat und beinhaltet Büchertipps, Hörtipps, News aus den Szenen, Videotipps, Gedanken zur Musik sein, so dass ihr euch einfach weiterentwickeln könnt. Den Link findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht es weiter mit der Folge. Wie haben sich generell Verbände in den letzten zehn Jahren verändert?

Bleiben wir erstmal in Deutschland.

Bleiben wir in Deutschland. Also in Deutschland hätten wir tatsächlich. gewünscht, dass sich mal was ändert.

Okay, weil das ist so auch mein sehr periphärer Eindruck, dass sich da gar nicht so viel getan hat.

Nein, da ändert sich leider gar nichts. Da ändert sich leider gar nichts. Die Gebiete, die den einzelnen Blasmusikverbänden gehören, in Anführungsstrichen, ja, die werden da verteidigt. Es gibt einfach einen flickenden Fleckenteppich und überlappend und es ist nicht mal Patchwork, ja, weil Patchwork hätte ja irgendeine Struktur.

Aber wir haben das halt gar nicht. Und klar ist Deutschland größer, aber es zeigt sich einfach in Österreich und der Schweiz, dass wenn man einfach einen starken nationalen Verband hat und dann einen Landesverband pro Bundesland, dass dann viel mehr für die Blasmusik gemacht werden kann. Also wenn man mal schaut, was da im österreichischen Blasmusikverband auch an Literaturförderung und so läuft, an Ausbildung, an Fortbildung in der Schweiz genauso.

Und das Ganze auf nationaler Ebene. Und bei uns hier in Deutschland kocht jeder sein eigenes Süppchen. Wir haben in Baden-Württemberg zwei Blasmusikverbände. Der BDB, der Bund Deutscher Blasmusikverbände heißt, aber in Wahrheit nur die badischen Musikvereine dort organisiert sind, plus ein Kreisverband in Rheinland-Pfalz, plus ein Kreisverband in Nordrhein-Westfalen.

Welcher Kreisverband ist das in Rheinland-Pfalz?

Germersheim. Und dann haben wir in Baden-Württemberg den baden-württembergischen Blasmusikverband, der ja die württembergischen Vereine nur repräsentiert, der größer ist von den Vereinen her als der BDB, der ja Bund Deutscher Blasmusikverbände heißt, aber nur die badischen Vereine hat. In Bayern, das heißt so selber, da haben wir diese drei großen, die aber zusammengefasst sind zu den bayerischen Musikverbänden.

Und da ist die Struktur schon super. Aber wir haben ja dann, also wenn man jetzt zum Beispiel Rheinland-Pfalz hat, natürlich einen Landesverband, aber innerhalb von Rheinland-Pfalz haben wir noch den Diözesanmusikverband. Dann haben wir natürlich in ganz Deutschland mal mehr oder weniger die Turnermusiker.

Die Turnermusiker sind von der Historie eher mehr so die Spielleute, aber die haben natürlich ganz, ganz viel in den letzten 40, 50 Jahren umgestellt auf Musikvereine. Das heißt, auch dort sind Blasorchester organisiert. Dann haben wir die Schützen, die ihre eigenen Blasmusikverbände haben. Das heißt, die hast du dann in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, hast du natürlich noch ganz viele Schützen, Kreismusikverbände oder Blasmusikverbände, wo es teilweise auch Spielleute sind und Blasorchester.

Die Schützen, und dann hast du noch die Feuerwehren. Und die sind zum Beispiel.

Die gibt es auch noch.

Ja, ja, die gibt es auch noch. Und die sind zum Beispiel auch in Baden-Württemberg recht stark und aktiv. Der Landesverband Baden-Württemberg, der von der von Feuerwehrmusik, die sind sehr aktiv. Hessen ist auch sehr aktiv und sowohl mit Baden-Württemberg, da habe ich auch schon, also von den Feuerwehrmusikzügen, da habe ich auch schon vier Workshops gemacht und in Hessen auch.

Aber nur um zu zeigen, wie unsere Blasmusikverbandslandschaft aussieht in Deutschland.

Ja, dann gibt es ja noch Posaunenchöre, gibt es ja auch noch.

Klar, das sind ja auch blasende Zunft. Ja. Das ist aber nochmal eine ganz andere Sache. Ganz anders. Ganz anders, ja. Und dann, wenn die Blasorchesterleute von irgendwelchen Rekorden vom Gesamtspiel reden, dann können die Posaunchöre nur lachen, wenn die mit 15.000 Leuten in Leipzig spielen, ja. Ja, schade, ne?

Und dann haben wir natürlich jetzt Ladi BDMV für die Blasorchester-Spielleute als Dachverband und oben drüber nochmal den BMCO. Aber ich, ich, Andi, weißt du das vielleicht? Warum haben wir einen BMCO? Wir haben doch eigentlich einen deutschen Musikgrad schon immer gehabt. Und dann Landesmusikräte, die ja nicht nur die professionellen Orchester, die werden auf ihrer Website, dass sie 16 Millionen Laienmusiker vertreten.

Das kannst du ja nicht sagen.

Hört sich eigentlich nach viel, überlegt einmal, wenn man das alles irgendwie anders bündeln könnte. Wie viel Potenzial da freigesetzt wird und wie viele finanzielle Mittel. Und da weiß ich nicht, weil ich dann jetzt zum Beispiel der BMCO so viel Geld ins Musizieren mit Demenzkranken steckt. Und andererseits Musikvereine aber wirklich so diese Basisprobleme haben.

Wie kriegen wir den Nachwuchs her? Wie kriegen wir die Kinder von unseren Nachwuchsensembles in die großen Blasorchester rein? Wie stellen wir uns zeitgemäß im Management auf? Wie machen wir die Dirigentinnen und Dirigentenausbildung? Wie können wir Repertoire fördern und so weiter? Das fällt dann alles trotzdem hinten runter, ne?

Oder überhaupt hinten runter? Oder wie siehst du das?

Also allein dadurch, dass du schon so viel aufzählst, sieht man ja, dass das völlig undurchsichtig ist und völlig erwirr, weil ich auch immer das Gefühl habe, jeder macht so sein eigenes Hüppchen. Also ich komme ja aus einer Ecke, da ist so ein Fleckenteppich. Also Aschaffenburg-Mildenberg.

Vorschessert, das ist natürlich auch nochmal ein Spezialfall.

Vorschessert, Untermain, Nordbayerisch ist so. Das sind so drei Verbände. Wenn ich von meinem Heimatdorf ausgehe, wusste ich überhaupt nicht, was der nächste Musikverein könnte jetzt gerade zu meinem Verband oder nicht. Also es war wirklich völlig schräg früher.

Ja, die Ecke ist auch sehr, ja.

So, und das habe ich bis heute nicht verstanden, warum das sein musste. Das sind ja, das ist ja irgendwann entstanden, warum das sein muss.

Mehr Erklärung, ich frage die Leute ja auch regelmäßig, aber mehr Erklärung, als es ist historisch so gewachsen, bekommst du nicht.

Nee, aber ich sehe auch keinen Mehrwert drin, wenn man mal ganz ehrlich ist. Weil ja jeder Verband, also gerade in Bayern natürlich dann am gleichen Förderungstopf versucht, da irgendwie rumzu nagen und irgendwie was für sich abzukriegen, statt zu sagen, ey, lass uns das zusammen machen. Dann und können es vielleicht sinnvoller verteilen, als dass jeder irgendwie hier so ein bisschen abgreift.

Schau mal, du warst ja in Staufen, ne?

Ja.

Ist doch eine tolle Akademie, oder?

Auf jeden Fall.

Es ist eine super Akademie. Wirklich wahr. Wirklich ganz toll von den Räumen, von der Ausstattung, von allem. In Blochingen haben wir auch so eine Akademie. Es scheint, als würden, als muss die Akademie in Staufen dringend Betten füllen, damit sie es finanzieren können. Und es scheint, dass Blochingen auch dringend Betten füllen muss.

Dringend. In Blochingen machen sie sogar Werbung dafür, die Akademie in Blochingen macht Werbung dafür, dass sie als externer Caterer zur Verfügung stehen. Das heißt, die müssen sich gut auslasten, ne? Weil es sind so kleine Anzeichen, wo mir sagen, hey, finanziell ist da nicht so alles so richtig im Guten.

Sicher, ich schaue da nicht rein, ja, ich schaue da nur von außen dran und bemerke so gewisse Dinge. Jetzt stell dir mal vor, stell dir mal vor, der baden-württembergische Verband und der BDB wären zusammengegangen und hätten gesagt, wir nehmen jetzt das ganze Geld, was wir vom Land gekriegt haben. Die haben ja beide mehrere Millionen gekriegt für ihre Akademien.

Wir nehmen dieses Geld und setzen in Villingen, Schwenningen eine tolle Akademie für ganz Baden-Württemberg hin.

Die Frage habe ich mir ja sowieso gestellt, warum es plötzlich zwei gibt, die ja auch zeitlich gesehen ähnlich entstanden sind. Ja, weil, damit müssen wir ja auch ehrlich sein, zu so Workshops und zu solchen Veranstaltungen gehen ja im Endeffekt ein ehrliches Publikum. So, und die sollen sich jetzt, die sollen jetzt bei beiden Akademien überall hingehen.

Das funktioniert ja nicht.

Ja, BDB hat natürlich seine Klientel und Blochingen hat natürlich auch seine Klientel.

Ja, aber wie geil wäre es, wenn das Klientel zusammenkommen wird.

Natürlich, so weit ist es ja auch gar nicht auseinander. Ich sehe aber noch was ganz anderes. Ich habe jetzt am letzten Wochenende hat mir der dritte Verein gesagt, sie haben angefragt, nach einem Probenwochenende in Staufen, sie können sich das nicht leisten. Sie können sich das Probewochenende nicht leisten.

Die Frage habe ich mir nämlich auch schon gestellt, weil ich mir gedacht habe, weil ich habe auch mal Spaß geguckt. Und dann kam ja bei uns noch dazu, wir hätten ja eine riesige Anreise. Das kommt ja noch dazu. Das musstet ihr überlegen und dann für drei Tage, wenn du so ein Wochenende machst, da bin ich ganz ehrlich, kriege ich auch keinen Musiker davon überzeugt, der mir halt sonst sagt, ja, dann lass uns halt in der Jugendherberge dreiviertel Stunden von uns wegfahren.

Aber schaut, die Verbände sind die Summe der Blasorchester, die Mitglied im Verband sind. Und jetzt können diese Blasorchester sich nicht mal dieses Probenwochenende leisten. Also manche natürlich schon, ja, dastehen. Aber wir haben ja auch halt in jedem Verein, und das ist bei dir bei daheim genauso Familien, die komplett im Musikverein spielen.

Die können da nicht für ein Probenwochenende da mal kleiden, tausender hinlegen, wenn sie zu fünft beispielsweise oder zu viert irgendwo zum Probenwochenende anreißen. Und das ist halt total schade, ja. Also denen, denen es so theoretisch gehört, die können sich es nicht mal leisten. Das ist irgendwo, ist das ein Fehler im System.

Aber hat man sich das nicht vorher durchgerechnet?

Frag mich nicht, da war ich ja nicht dabei.

Die Entscheider müssen ja da irgendwo rein.

Ich höre jetzt halt nur, ne? Ich höre jetzt halt nur von den Vereinen. Das war erst vor drei Wochen war es ein Verein in der Nähe von Karlsruhe. Und jetzt das letzte Wochenende. Das war tatsächlich kein Blazerkescher, das war Honaklang, Monatlang Drossingen. Und die sind dann für den Workshop, die wollten eigentlich den Workshop in Staufen machen.

Und der Vorstand hat gesagt, es ist so viel teurer. Wir waren jetzt da im Papierzentrum in Gernsbach. Aber wir haben ja nur, wir haben nur Workshop anderthalb Tage gemacht mit Umstrukturierung zum teambasierten Vereinsmanagement. Also kein Buch am Wochenende. Ja, schade, ne? Weil die Akademie ist super.

Also in Blochingen war ich jetzt noch nicht, aber die Akademien staufen die Klasse.

Klasse, auch die Ausstattung und die Räume und das Ambiente und die Bar und ist super schön und ich glaube, Bloching ist ehrlich, also die Bilder, die ich gesehen habe, also da hat man sich schon natürlich architektonisch und so auch Gedanken gemacht, aber es ist halt super schade, wenn es dann auf lange Sicht doch irgendwie verfällt, weil keiner hingeht, weil er sich nicht leisten kann.

Was könnten wir uns jetzt konkret bei anderen Verbänden abgucken? Also abgesehen davon, dass du, wie du schon sagst, okay, bei uns ist es ein Flickenteppich, wir haben immens, wie das ja so ein deutsches Problem, auch Bürokratie, wenn wir tausend Verbände haben, bis du da mal irgendwie weißt, welchen Antrag du irgendwo hinschicken kannst, damit du mal Fördergelder kriegst.

Das ist ja teilweise völlig absurd. Also ich habe da auch schon Sachen mitbekommen, wo ich dann auch hätte, ich habe keine Ahnung mal, was die da jetzt hören wollen, aber egal. Was können wir uns konkret in Österreich abgucken? Du sagst, Oberösterreich ist so das Schlaraffenland für Blasorchester, so nehme ich das auch wahr.

Aber was machen die konkret anders?

Also, die machen zum Beispiel, also wenn wir jetzt hier dabei den Dirigenten anfangen, die machen die Dirigentenausbildung in Kooperation mit den Landesmusikschulen.

Okay.

Das bedeutet, die Dirigentinnen und Dirigentinnen, die gehen quasi jede Woche in die Musikschule. Und wenn man jetzt das in Oberösterreich ist, dieses System schon seit Jahrzehnten. Das macht schon, also als diese Ebo-Leitung, diese Ebo-Ensembleitung Blasorchester, dieser Zweig von der Landesmusikschule Oberösterreich, schon 20 Jahre, macht das der Thomas Doss.

Und davor war das der Walter Erreschen-Eder, der das initiiert hat. Sagt ihr vielleicht auch was. Se verdienter Mensch, sehr verdienter Mensch und auch wirklich ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Aber der hat das damals initiiert, wahrscheinlich vor 30, 35 Jahren schon. Und der Vorteil ist halt, dass die Dirigier, wie soll ich jetzt sagen, Schüler, Schülerinnen, die gehen dann quasi in die Musikschule.

Und zwar gibt es mehrere Standorte dann in Oberösterreich. Die gehen in die Musikschule, die kriegen Unterricht am Klavier, am Instrument, dann haben sie den normalen Dirigierunterricht. Und die ganzen Theoriefächer haben sie dann auch bei Lehrern von der Musikschule. Also die in die Dirigentenausbildung, da ist jetzt neben Thomas Doss zum Beispiel der Thomas Assanger eingebunden, der Aloise Parsch ist eingebunden, der Andreas Simbeni, also nennen sie alle.

Also super Leute. Und durch das, dass es schon so ewig, so professionell läuft, auch über vier Jahre hinweg, sitzen da halt wirklich richtig gute Blasorchester. Und das strahlt aus. Und in Tirol ist die Ausbildung ähnlich. Die anderen Bundesländer, die ziehen so ein bisschen nach, schon auch ein bisschen mit unterschiedlichen Konzepten, aber alle in Kooperation eben mit den Landesmusikschulen.

Und bei uns ist die Dirigentenausbildung ja bei den Verbänden angesiedelt. Das bedeutet, sie können nicht mehr als diese Kurse anbieten, die sie jetzt auch tun. Das ist eine ganz, ganz andere Situation, wenn du das so professionalisiert an den Musikschulen etabliert hast, wo dann gewisse Unterrichtsfächer von Musiklehrern sowieso dann übernommen werden können, die da schon da sind, sozusagen.

Also das läuft schon richtig gut. Und in der Schweiz hat man das zum Beispiel auch übernommen mit drei- und vierjährigen. Ist auch nicht in jedem Kanton gleich. Und es läuft auch nicht überall gleich gut, aber gewisse Kantone einfach, wo das halt auch in drei- oder vierjährigen Modulen quasi läuft. Und du musst jetzt nicht diese vier Jahre hintereinander absolvieren.

Das ist in Österreich auch nicht. Da kannst du auch mal ein Jahr pausieren. Dazwischen machst du halt im nächsten Jahr dann weiter. Und es ist dann klar definiert, also ich kann es jetzt deswegen von Oberösterreich so genau sagen, weil ich mich da einfach mal länger damit befasst habe und auch einen Beitrag geschrieben habe für den Blasmusik-Blog.

Und es ist genau definiert, dass du nach dem ersten Jahr eine Jugendkapelle dirigieren kannst. Nach dem zweiten Jahr kannst du ein Orchester bis Mittelstufe oder so dirigieren. Und ich weiß von Thomas Doss selber, der hat mir mal gesagt, wenn die die vier Jahre durch haben, dann können sie die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule lässig schaffen.

Haben die dann wirklich wie in der Musikschule jede Woche Unterricht? Ja. Okay, gut, das ist natürlich nämlich eine andere Nummer, wenn ich mich jetzt jede Woche mich mit Dirigieren beschäftige oder jede Woche auch mit Theorie, als wenn ich da jetzt aber eine Woche.

Jede Woche Instrumentalunterricht, Klavierunterricht und dann, was man noch so hat, Theoriefächer. Und die liegen manchmal so auf Freitags, Samstag oder am Abend auch.

Okay, das muss man aber dann auch wirklich wollen, weil das ist ja schon viel Zeit, die man dann jede Woche da investiert. Krass.

Aber schau mal, was das für Auswirkungen hat.

Auf jeden Fall.

Schau dir mal die Kurse an, da sind immer viele Leute dabei. Immer viele Leute.

Hat das was mit Identität auch zu tun? Dass in Österreich eine andere Identität mit dem Blasekessel stattfindet als bei uns.

Vielleicht ist das so, aber sie machen natürlich auch genug dafür, ne? Sie machen echt genug dafür. Zum Beispiel Wettbewerbe, Wertungsspiele ist noch eine ganz andere Kultur als bei uns. Bei uns ist es ja in den letzten Jahren, in den letzten zehn Jahren quasi fast eingeschlafen, dass Wertungsspiele auf Verbandsebene stattfinden.

In der Schweiz hast du die kantonalen Musikfeste mit Wertungsspielen und nächstes Jahr das große Eidgenössische, wo ich mich schon riesig darauf freue. Das Eidgenössische dann, alle fünf Jahre ist das. Und da gehen die Leute wirklich noch zum Wettbewerb. Und auch in Österreich und in Österreich finde ich das so klasse, dass sie unterschiedliche Arten von Wertungsspielen, Wettbewerben anbieten.

Du kannst zum Beispiel auch, manchmal wird in einem Bundesland auch so ein Wettbewerb oder ein Wertungsspiel für Kirchenmusik angeboten oder für Unterhaltungsmusik oder Böhmisch-Mähisch oder Konzertwertung. Und dann machen sie auf Bundesebene, auf Bundesebene machen sie jedes Jahr einen Wettbewerb, aber dieses Jahr ist, glaube ich, Wertung für Kategorie C, Bundesebene, wenn ich es richtig im Kopf habe.

Du kriegst dann bestimmt Leserbriefe von Österreicher, wenn ich jetzt was Unsinniges erzähle. Aber ich meine, dieses Jahr C ist im Oktober und Jugendorchesterwettbewerb. Und dieser C, das ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, pro Bundesland ein Orchester, was da hinfährt. Und das ist jedes Jahr. Jedes Jahr.

Genauso wie fast jedes Jahr in Österreich, fast jedes Jahr ein Kompositionswettbewerb. Oder in der Schweiz, für die kantonalen Musikfeste tun sich manchmal zwei oder drei Kantone zusammen, um ein Pflichtstück für eine Klasse oder so, für eine Klasse oder für mehrere Klassen dann in Auftrag zu geben. Für das eidgenössische Musikfest werden nur Aufträge vergeben.

Nur, nur Aufträge. Für alle Klassen, für alle Klasse Harmonie. Also Viertglas, Drittglas, Zweitglas, Erstglas, Höchstglas, Harmonie, das gleiche für Brassband. Und dann hat man in der Schweiz noch Fanfare Mixed, nennen Sie das. Das sind so die kleineren Vereine, die nicht echt eine Brassband sind, aber auch nicht ganz ein Blasorchester, also eher so flexibel sind, sage ich jetzt mal.

Oder von flexibel bis jetzt komplett neue Werkenauftrag gegeben. Höchstglass Harmonie machte Franco Cessarini, Höchstglas Brassband machte Oliver Weschpi. Und wie lange gibt es altgenössische Musikfeste? Jahrzehnte. Und das machen die immer so. Die haben auch schon mal an Nicht-Schweizer Aufträge vergeben.

Ich glaube sogar der Rolf Rodin hatte mal ein Pflichtstück in der Schweiz vor vielen Jahren für ein Eidgenössisches. Aber hauptsächlich unterstützen die damit die heimischen Komponisten.

Woher nehmen die das Geld? Das ist ja auch immer eine Frage des Geldes. Das ist ja nicht mal nur eine Frage des Wollens, sondern es ist natürlich auch eine Frage des Geldes.

Ja, es ist ja auch immer eine Frage, wie setzt man die Mittel ein. Also offensichtlich ist es da erkannt worden in der Schweiz, dass das gut investiertes Geld ist. Oder auch jetzt so für die Wettbewerbe in Österreich, die Summen, die Preisgelder sind nicht so wahnsinnig hoch. Aber es gibt wenigstens was.

Ich weiß nicht, wo die, ich denke, das ist halt einfach eine Frage, wie man die Mittel einsetzt. Es gibt natürlich in Österreich keine eigenen Akademien von den Verbänden. In der Schweiz gibt es auch keine eigene Akademie. Wobei natürlich Österreich auch tolle Musikakademien hat, aber allgemeine, wie jetzt zum Beispiel Ostiach, also wenn du mal in Kern bist, geht dir diese Musikakademie anschauen in einem alten Kloster.

So toll, so toll. Ich sage immer, wenn ich da hinkomme an die liebe Marion Rothschowstadt, du hast wirklich die schönste Musikakademie der Welt.

Ja, ich kenne Bilder und habe mir das auch schon gedacht.

Am Ostiache und die Räume auch top ausgebaut.

Eine kleine Werbung in eigener Sache. Wenn euch der Podcast gefällt und wenn ihr der Meinung seid, dass diese Arbeit, die ich da reinstec, gut ist und wenn ihr wollt, dass der Podcast weiterhin zu regelmäßig erscheint, dann lade ich euch recht herzlich ein, mich auf Patreon zu unterstützen. Im Hintergrund arbeiten nämlich noch zwei weitere Menschen für mich, um diesen Podcast am Laufen zu halten, damit ihr regelmäßig was zum Hören bekommt.

Und da würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ich ein wenig die Kosten decken kann. Und da kommt ihr ins Spiel und deshalb gibt es Patreon. Da könnt ihr mich monatlich mit ganz kleinem Geld unterstützen. Ich würde mich sehr freuen. Und als Dankeschön bekommt ihr die meisten Folgen schon vorab und natürlich auch ohne Färbung.

Den Link findet ihr natürlich wie immer in den Shownotes. Und jetzt geht es weiter mit der Folge. Sind die Verbände in der Schweiz und in Österreich auch ehrenamtlich geführt oder sind das alles Hauptamtliche?

Natürlich gibt es immer eine Mischung aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen. Das Büro vom Österreichischen Blasmusikverband ist aber gar nicht so groß. Ich glaube, das sind maximal fünf Leute. Das ist ja die Mannschaft oder Frau Schaft von der Karin Vierbach, ne? Die Karin ist natürlich die beste Geschäftsführerin, die man sich denken kann, da im Österreichischen Blasmusikverband.

Wie die einzelnen in den einzelnen Landesverbände besetzt sind, hauptamtlich. I think this is unterschiedlich. Ich glaube in Salzburg sind es bestimmt nicht mehr als drei. Bei den Kanton, also wenn man jetzt zur Schweiz geht, weiß ich nicht, wie viele hauptamtliche im Büro sitzen. Also ich würde jetzt auch tatsächlich mal sagen, auch die kantonalen Musikverbände haben nicht unbedingt hauptamtliche Leute.

Okay.

Sondern alles Ehrenamt. Was stark ist auch in der Schweiz, das ist die Musikkommission, die dann natürlich auch kämpft dafür. Das ist wirklich richtig stark.

When du by uns mit deiner ganzen Expertise, die du hast, eine Sache verändern könntest, sei es in Verbänden, sei es in Musikfreien, also du durftest heute sagen, okay, das anders ändert sich, and ab morgen passiert das. Geld spielt keine Rolle, gar nichts. Was wäre das?

Also ich glaube, wenn ich einen Riesenbatzen Geld zur Verfügung hätte, würde ich den komplett in. Also den Riesenbatzen Geld würde ich auf jeden Fall in der nächsten groß angelegten Kampagne fürs Musizieren im Blasorchester schon verwenden. Aber das hast du jetzt eigentlich nicht gefragt. Du fragst, was soll ich, wenn ich was verändern würde?

Also das ist ja auch utopisch, ne? Das ist, das ist.

Das ist eine utopische.

Es wird nie, nie, nie stattfinden. Also ein starker Dachverband für alle Blasorchester, ein starker Dachverband für alle Spielleute, weil die haben durchaus auch ihre Probleme und auch andere Probleme als die Blasorchester. Also jeweils einen starken Dachverband gründen für die Blasorchester und dann pro Land einen Landesverband für die Blasorchester und sonst nichts mehr.

Warum schaffen wir das nicht? Sind das so regionale?

Das wird nie, Andi, das wird nie funktionieren, weil diese Strukturen, das würde ja bedeuten, man müsste alle Verbände auflösen und alles neu gründen. Stell dir das mal vor, das wird nie, nie, nie, nie. In 100 kalten Wintern wird das nicht funktionieren. Und dann geben die Leute, die jetzt an den Verbänden arbeiten, vielleicht ihre Jobs auch nicht gerne auf.

Aber das lasse es mal hinten angestellt sein. Der ganze Aufwand wäre ja viel, viel, viel, viel zu groß. Vielleicht könnte man anfangen, die BDMV zu stärken. Auch finanziell. Aber jetzt haben wir ja, ich weiß es jetzt ja nicht, wie viel der BDMV dem zur Verfügung gestellt wird. Also was ich halt von der BDMV sehe, das ist alle paar Jahre dieses deutsche Musikfest.

Das sehe ich. Ich sehe, dass die Musikkommission arbeitet, das sehe ich. Aber die Einstufungen für die Selbstwahlliste und die Pflichtstückliste. Ich sehe, dass sie immer mal wieder Konzepte erarbeiten für irgendwelche Ausbildungen, das sehe ich. Was siehst du von der BDMV?

Das. Da hört es bei mir schon auf, tatsächlich. Also alles, was du gesagt hast. Und dann bin ich raus.

Genau. Stell dir aber mal vor, sie wäre so stark, dass sie wirklich tatsächlich diese Ausbildung und Fortbildungskonzepte erstellen könnte für ganz Deutschland. Tatsächlich Werbekampagnen für das Musizieren im Blasorchester fahren könnte, dass sie tatsächlich am Repertoire arbeiten könnte und Komponisten unterstützt, stellt ihr das alles mal vor.

Ich habe das genau aufgeschrieben, habe ich das übrigens auf dem Blasmusik-Blog im Interview von Ralf Eckert. Also, wer das dann nochmal nachlesen will, das steht im Interview vom Ralf Eckert drin. Der Ralf Eckert, das ist ein Blasmusikaktivist par Excellence, also der sein Blasmusikverband Hochrhein, der steht super da.

Und die machen wirklich klasse. Die leisten sich übrigens zwei Verbandsblasorchester. Ein Jugend, Verbandsjugendblasorchester und ein Verbandsorchester am Hochrhein, sagt mir noch.

Was ist der Verband?

Ich glaube 70, 72 Vereine, sowas.

Der Vorspätzer hat auch ein Verbandsjugendorchester und einen Symphonischen.

Aber Vorspessert ist auch immer vorne mit dabei, wenn es um Aktivitäten geht. Auch unterschiedliche Fortbildungen, Formate und so weiter.

Aber das stimmt, das machen nicht viele Verbände. Großes Thema wird ja jetzt auch dann noch Schulen und Vereine. Wie sind da deine Berührungspunkte im Moment?

Also ich finde, die Vereine sollten da eigentlich schon seit mehreren Jahren dran sein. Und ich finde es einigermaßen erstaunlich, was ich jetzt im Herbst an Fortbildungsangebote von den Verbänden sehe für die Vereine, für diese Kooperation mit der Schule. Wobei es schon seit 2021 feststeht, dass wir diese verlässliche Schule bis 26, 27 liegen.

Jetzt im Herbst machen sie diese Kurse. Gut, ich meine, wir haben natürlich schon viele Berührungspunkte bei den Vereinen, die halt Blässerglass in der Grundschule schon seit vielen, vielen Jahren machen. In meinem Heimatdorf läuft das schon seit 15 Jahren und seit 15 Jahren super. Da läuft das schon und in vielen anderen Schulen auch.

Aber jetzt erst Fortbildungen anzubieten, da war ich echt erstaunt. Ich habe gedacht, hey, hallo, die ganzen Konzepte müssen doch eigentlich schon da liegen. Weil das ist natürlich eine große Chance. Andererseits, wo sollen die vielen Ehrenamtlichen dann auch wieder herkommen, die das dann machen, ne?

Am Nachmittag?

Ja, das geht eigentlich nicht.

Große, große, große Fragen, ne? Und ich finde, diese großen Fragen hätte man schon vielleicht doch eher auf der Tagesordnung haben können.

Da frage ich mich immer, ob diese Verbände oder so, der Apparat dann doch so groß ist, dass er einfach zu langsam agiert und dass einfach zu viele hier das machen und dann verliert man das wieder aus dem Auge und dann kommt dann wieder irgendeine Nachricht, ach stimmt, das mit den Schulen, das war ja auch noch.

Also, dass dann doch entweder nicht genug Manpower da ist, wo man einfach sagt, okay, das ist jetzt mal so Jugend, Schule, das ist dein Gebiet, weil es halt dann doch zu viele, viele, teilweise Brandherde, aber auch zu viele Themen auch gibt. Also weißt du, wir sprechen ja jetzt schon über Grundausbildung, Dirigieren.

Das könnten wir ja noch viel, viel mehr vertiefen. Und dann müsst ihr die Leute da sein, die das anbringen. Und dann haben wir ja wieder das Problem, dass die Fördertöpfe ja jeder sich teilen muss und dann muss man ja wieder entscheiden, ja, was mache ich mit dem Geld? Mach ich es hier, mache ich es hier hin.

Also es ist ja, wir drehen uns ja die ganze Zeit eigentlich nur im Kreis, glaube ich.

Wobei in Baden-Württemberg, in Baden-Württemberg gibt es ja, ich weiß jetzt nicht, ob es es in anderen Bundesländern auch gibt, gibt es ja eine Koordinationsstelle am Ministerium für die Kooperation Schule Verein. Also das läuft auch schon seit vielen Jahren und da kriegt man auch Geld her. Wie das in anderen Bundesländern, ich weiß es nicht.

Okay. Also in Rheinland-Pfalz gibt es das nicht, das wäre mir neu.

Ja, nee, da gibt es eine Person, die sich hauptsächlich dann um die um die Kooperation Schulenverein kümmert und wo es auch tatsächlich dann Gelder gibt und das schon eben seit vielen, vielen Jahren in Vorbereitung dann natürlich auf die Ganztagsschule. Aber wenn man es großflächiger, wenn man es großflächiger sieht, dann stehen die Kooperationen alle noch gar nicht.

Das wird eine spannende Zeit und mal gucken, wie sich das auswirkt.

Aber das müsstest du, nee, du bist jetzt im Gymnasium oder wo bist du? Aber am Gymnasium spielt es, glaube ich, nicht an den fortbildenden Schulen, oder? Oder ist es da auch verlässlicher Ganztag?

Rheinland-Pfalz ist da nochmal ein bisschen anders. Also wir sind eine Ganztagsschule tatsächlich, aber die strukturieren gerade um auch in Grundschulen. Das kriege ich jetzt so mit, weil meine kleine, meine große, muss ich jetzt aufpassen, jetzt nächstes Jahr geht und Grundschulen müssen sich entscheiden, ob sie das eine oder das andere wollen.

Das ist auch ein bisschen Chaos. Ich habe da auch noch nicht so ganz durchgeblickt, weil irgendwie will es keiner und müssen, also es ist irgendwie alles noch ein bisschen.

Aber vieles, was halt einfach durch Ehrenamt und so weiter, selbst mit kleinem Gehalt, wir wahrscheinlich mit den Vereinen nicht stemmen können, ne?

Ja, ja.

Wobei dann wieder die Musikschulen gefragt sind. Und da die Frage, können die Musikschulen das? Müssen sie es sogar? Und wie weit sind die da schon vorangeschritten, dass sie in den Schulen ein Bein drin haben, weil sonst kann ja nachmittags keiner mehr in die Musikschule kommen.

Das sind ganz viele spannende Fragen.

Viele, ja? Nee. Also die Richtung, ja, nee. Die lösen wir auch nicht. Das müssen andere Menschen.

Die Frage ist immer nur, ob die Fragen bei jedem so präsent sind. Aber andere Sache. Wir hatten, du warst ja meine erste Folge.

Ja, stimmt. Die erste, genau.

Ja, die allererste. Damals in Corona-Zeiten, ich wusste überhaupt nicht, was jetzt so, auch mit dem Format hier passiert. Wir haben da ja viel so drüber gesprochen. Welche Befürchtungen haben sich von der Corona-Zeit du hast ja damals auch über Verlage gesprochen, weil du gesagt hast, jetzt kauft ja kein Mensch Minuten kauft, weil es wird ja nichts gespielt.

Welche Befürchtungen haben sich bewahrheitet?

Ich müsste jetzt die erste Folge nochmal anhören, was ich da für Befürchtungen hatte. Aber wahrscheinlich war das die Befürchtung, dass wir eben auch dieses Loch kriegen von den Kindern und Jugendlichen, die ja da in der Zeit nicht angefangen haben. Und das hat sich bewahrheitet. Also die Vereine kämpfen jetzt noch damit, dass ihnen diese zwei Jahrgänge fehlen.

Dass auch viele aufgehört haben in den Vereinen. Und zwar, das hat sich bewahrheitet tatsächlich. Die Jüngeren, die vor Corona noch nicht im Verein gesettelt waren, alle weg und auch nicht mehr zurückgekommen. Und die Älteren, die mit Corona aufgehört haben, beziehungsweise danach nicht mehr angefangen haben.

Aber das, was uns nachhängt, und das habe ich damals schon prophezeit, dass uns das mindestens fünf Jahre nachhängt. Ich glaube mittlerweile, dass es uns noch länger nachhängt. Diese zwei Jahre, was war das? 20, 21?

22 noch so ein bisschen, glaube ich.

22 noch so ein bisschen. Die Leute fällen heute in den Musikverein. Das wird uns noch ein bisschen beschäftigen. Die Vereine sind natürlich nach Corona dann, oder viele Vereine sind nicht schnell genug in die Pötte gekommen, dass sie das irgendwie aufholen oder so, sondern sind dann wieder in ihre alten Strukturen zurückgegangen, aber die Kinder und Jugendlichen waren ja dann quasi zwei Jahre lang nicht in Berührung mit unseren Blasinstrumenten.

Das ist sowieso so ein großes Thema. Wie können wir die Kinder und Jugendlichen begeistern? Und wir müssen jetzt nach Corona so, so, so viel mehr machen, um den Kindern und Jugendlichen unsere Instrumente nahe zu bringen, damit die lustringenden Instrumenten zu spielen. Das geht nur durch, das geht nicht durch Argumente, das geht ja nur durch aktives, also den Kindern zu zeigen, wie toll dieses aktive Musizieren ist, wie toll das ist, wenn wir Konzerte haben, wie toll die Musik ist und wie schön golden so ein Horn ist beispielsweise.

Kommt ja auch so ein bisschen auf visuelle drauf an.

Auf jeden Fall. Das heißt, den Blog und deine Arbeit wird es mindestens noch 10, 20 Jahre geben. Schauen wir mal. Du hast ja gesagt, du verlierst nie Lust an dem Thema.

Nö, auch habe ich auch, also die verliere ich auch nicht. Und wenn ich meine Ideenliste anschaue, dann bin ich eher deprimiert darüber, dass ich das alles gar nicht schreiben kann und veröffentlichen kann als anderes.

Das kenne ich auch.

Ich habe so viel liegen, Andi. So wahnsinnig viel liegen.

Das kenne ich. Meine Wunschgästeliste ist ewig lang. Und dann kommt wieder A, den könntest du, oh stimmt, das könnte ich auch. Und dann kommt für der A, den könnten wir mal wieder und dann gibt es hier ein Thema. Und ich kenne das. Das ist zu gut. Wenn ich mir das ausruhen könnte, würde ich jede Woche eine Folge rausbringen.

Ja, die Zeit ist halt auch begrenzt, gell? Zeit ist begrenzt und mich bezahlt ja keiner. Ich muss ja auch nochmal irgendwann mal anarbeiten. Das Musikblock bezahlt mich auch keiner. Deswegen, also irgendwann muss man ja mal Geld verdienen. Es gab eine Frage, die habe ich mir auch gestellt und die ist mir aufgefallen bei den Interviews.

Ich glaube, die Petra Springer hatte ich das gefragt, glaube ich. Ich glaube schon. Wird es nochmal einen IBK geben?

Das hat die Petra gefragt, ja. Die Petra, die ist da sehr, sehr, sehr interessiert dran und die hat mir schon so oft gesagt, ja, wenn du es wieder machst, ich bin dabei und helfe dir. Und deswegen war meine Antwort da eben, dass ich so weit noch nicht bin. Aber wenn ich es mache, dann frage ich sie ganz bestimmt, ob sie mir hilft.

Das heißt, also wenn ihr da draußen jetzt wollt, dass es mal wieder einen internationalen Blasmusikkongress gibt, dann ganz fleißig mich anschreiben oder die Alexandra, damit sie überredet wird, dass sie das tut. Weil nachdem jetzt Schlatming ja auch wegfällt.

Ja, Wahnsinn. Ich bin so gespannt, was dann nächstes Jahr passiert. Aber gut, Schlatming war ja schon lange keine Fortbildungsveranstaltung mehr. Das war ja mehr ein Blasmusikfestival. Tatsächlich eine tolle Fortbildungsveranstaltung.

Ja, also der Platz ist jetzt noch mehr frei.

Ja, vielleicht.

Wer weiß. Okay, lass uns in die Schlussrunde ein bisschen kommen. Spielen oder Seminare geben? Was machst du lieber?

Du meinst selber musizieren? Die Frage darfst du mir nicht stellen. Das mache ich ja beides gleich gern.

Ich weiß.

Ich kann mich da nicht entscheiden. Das kannst du jetzt hier von mir nicht verlangen. Also selber musizieren, wenn du in einem Freiburger Blasorchester spielen darfst, dann steht es gleichwertig wie Seminarien ging. Seminare und Workshops, ja. Wobei dann Zukunftswerkstätten ist mein Highlight. Ich mache so gern Zukunftswerkstätten mit Musikverein.

Okay. Was würdest du gerne mal machen, hast du dich aber bisher nicht getraut. Das darf jetzt alles sein. Das muss jetzt gar nichts mit Musik zu tun haben.

Wenn ich was will, dann mache ich das dann schon.

Ich finde es total schön, wenn das Menschen sagen können, dass es eigentlich, also, weil dann, du hast jetzt auch gerade so geguckt, wie, jetzt kann dir überhaupt keine Antwort geben. Ich finde, das ist eigentlich die schönste Antwort. Dass man sagen kann, ey, alles, was ich machen will, mache ich einfach.

Gebt gerade nichts. Und entweder es geht gut oder es geht halt nicht gut. Was sagen andere über dich, was nicht stimmt? Keine Ahnung. Sagst du mir das? Ich weiß es ja nicht. Keine Ahnung. Aber es kann ja sein, manchmal gibt es ja so Sachen, wo man immer wieder hört und fragt sich dann, woher kommt das?

Aber vielleicht, gut, wenn es ja auch nichts gibt, dann ist es ja auch gut.

Nee, aber vielleicht liegt es daran, dass bei einem selber nur so die positiven Dinge, das kennst du vielleicht auch, die positiven Dinge ankommen. Ich fordere zwar auch im Blog immer auf, die Leute sollen doch schreiben, ne? Die sollen mir schreiben, Kritik, Anregungen oder sonst irgendwas. Aber es kommt nichts.

Also, ja, keine Ahnung, ich kann es dir nicht sagen.

Dann lass mal das doch so.

Andi, stell mir mal eine Frage, wo ich jetzt ganz eindeutig beantworten kann. Sonst sprichst du dir das ganze Konzept.

Jetzt kommt eine Frage, die wird dir, nachdem du vorhin gesagt hast, dass du Filmliebhaberin bist, bestimmt liegen. Die Frage ist nur, ob du dich entscheiden kannst. Welchen Film bzw. welches Buch sollte man mal gelesen oder geschaut haben?

Welchen Film? Also da kann ich nur sagen, also einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist, es war einmal in Amerika.

Oha, der ist ja vor allen Dingen auch zeitlich gar nicht so knapp, gell?

Ja, das ist da während der Prohibition in New York, genau. Und das ist ein Film, da entdecke ich, den habe ich sicher schon 20, 30 Mal geschaut. Und jedes Mal, wenn ich dann anschaue, entdecke ich dann neue Dinge. Und der ist so klasse gemacht, dass man den immer wieder anschauen kann. Und wahrscheinlich kennen den aber alle.

Ja, ja, ich kenne den Film, aber ich bin mir da noch nicht sicher, ob den jeder kennt, weil der ja schon. Also ich merke schon immer, wenn ich mit Schülern ältere Filme gucke, die sagen mir, da passiert ja gar nichts.

Aber zum Beispiel auch Gladiator finde ich auch super, weil der Zeit genommen wird, um eine Geschichte zu erzählen. Und das hat mich my sohn drauf gebracht und hat gesagt, weißt du, Mama, diese alten, also wir schauen oft mit manchmal, wenn er da ist, schauen wir abends im Film. Weil er genauso Film liebhaber ist.

Und sagt er, weißt du, diese alten Filme, da hat man sich noch Zeit genommen, um eine Geschichte zu erzählen. Und das merkst du, hast du Gladiator 2 gesehen?

Nee, nachdem ich die Kritiken gehört habe und den Trailer gesehen, habe ich mir das brauche mir nicht antun.

Es ist von der Struktur von dem Film ganz anders. Weißt du, weil das alles heutzutage in den Film alles so schnell und schnell und schnell und schnell ist. Und beim Gladiator 1 haben sie sich einfach Zeit genommen, dass der halt mit einer Hand ganz langsam über dieses Weizenfeld streicht.

Die Szene bleibt im Kopf, das ist das Ding.

Bleibt im Kopf, ja, aber die Zeit nehmen sich die Heutigen immer. Aber ich habe vor kurzem übrigens, und den empfehle ich auch allen nochmal anzuschauen, jeder, der gerne lacht, dass Kanu, dieses Kanu, den Kanu-Film von Bulli Herbig. Ich habe mich so kringelig gelacht. Das ist super, wenn man nur lachen willst.

Was war die Frage?

Welchen Film man geschaut haben muss? Also passt schon.

Achso, weil man geschaut haben muss. Ich sage jetzt nicht, dass der Kanu das Manitou mal geschaut haben muss, aber der Schuh des Manitou hat jeder geschaut.

Das stimmt. Welches Buch sollte man mal gelesen haben?

Welches Buch?

Ja.

Keine Ahnung, aber ich hätte eine heiße Empfehlung für alle Dirigentinnen und Dirigenten. Und ich finde, dieses Buch muss jeder Dirigent, jede Dirigentin gelesen haben, obwohl es nicht für Dirigenten geschrieben ist. Und es heißt, die Geheimnisse der Orchestrierung für Blasorchester und ist von Franco Cesarini und gibt es seit zwei Wochen in Deutsch.

Ich habe die Deutsche Fassung gemacht, habe sie quasi redaktionell gemacht. Und das ist echt eine echte Empfehlung für alle Dirigenten. Und zwar deswegen, weil wenn man sich damit beschäftigt mit dieser Orchestrierung, und so wie es Franco erklärt im Buch, dann weiß hinterher jeder Dirigent, warum ein Arrangement klingt, das eine klingt anders nicht.

Warum eine Composition gut orchestriert is or nicht. And zum Teil auch machen in der Orchestrierung von einem Arrangement oder von einem Arrangement hauptsächlich, or von einer Transkription, or irgendeine Bearbeitung, dass es dann doch noch klingt. Das kann man wirklich tatsächlich, also es ist eigentlich für Arrangeure und Komponisten geschrieben, aber Dirigentinnen und Dirigenten können das so viel rausholen.

Und deswegen denke ich zum jetzigen Zeitpunkt, das ist ein Buch, was jeder Dirigent, jede Dirigentin gelesen haben muss. Sehr gut, nehme ich.

Welche Aufnahme sollte man sich mal angehört haben?

Welche Aufnahme, also von welchem Orchester oder welches Werk?

Beides.

Also reden wir von Blasmusik, ja.

Das ist egal. Wo du sagst, das heißt, muss man mal.

Du kannst jede Aufnahme anhören von der Chibika Philamon. Die Lugano. Mein absolutes Lieblingsorchester. Du kannst jedes anhören, natürlich von den belgischen Gizzen, aber das empfehle ich jedem, diese Aufnahmen anzuhören. Und die werden auch immer professionell übrigens aufgenommen von der Civica. Die macht meistens das Radio, Cessina Radio.

Deswegen sind die halt alle auch wirklich so richtig gut.

Okay, abschließend, was sind deine privaten Wünsche und die Wünsche für die Blasmusik?

Ich wünsche mir, dass die Leute, die engagiert sind, nie den Mut verlieren, sondern immer weiter geradeaus gehen und immer weitermachen. Auch wenn sie mal ein bisschen Dämpfer bekommen oder demotiviert werden. Ich wünsche mir, dass es noch mega viele engagierte Menschen gibt, die in den Musik, die einfach suchen, dass die Jugendarbeit läuft, das Marketing läuft, das Vereinsmanagement läuft, der Dirigent, die Dirigentin, die Unterstützung braucht, bekommt, die er oder sie auch braucht.

Aber auch andererseits von den Dirigenten wünsche ich mir, dass sie einstehen für das, was sie brauchen, um gut arbeiten zu können und das Orchester musikalisch nach vorne zu bekommen.

Und deine Privatwünsche?

Meine privaten Wünsche. Weltfrieden oder so.

Weiß ich ja nicht.

Ach nee.

Das wäre auch nicht schlecht.

Ich bin schon froh, wenn alle gesund sind in der Familie und hoffe, dass alle gesund bleiben. Das ist eigentlich doch schon das Wichtigste.

Okay. Alexandra, vielen lieben Dank, dass du dir so lange Zeit genommen hast und wir mal so ein bisschen in die Blasmusik und Verbände und so reinschauen konnten und so ein bisschen von deiner Expertise, weil du ja doch sehr nah an der ganzen Sache dran bist, profitieren konnten. Vielen lieben Dank.

Herzlichen Dank dir auch, Andi. Und ich war zwar die erste, ich hoffe, dass ich jetzt nicht die letzte war. Immer weitermachen, Andi, immer weitermachen.

Das war die Folge mit Alexandra Link. Ich hab wie immer auch hier ganz viel mitnehmen können, denn ihre Sichtweise auf die Musikvereine interessiert mich schon sehr, denn näher als sie kommt eigentlich fast niemand, würde ich behaupten. Auf jeden Fall nicht in dieser hohen Schlagzahl. Was konntet ihr mitnehmen in der Folge?

Gab es Themen, wo ihr gesagt habt, da würdet ihr euch wünschen, dass ich mal näher drauf eingehe? Oder vielleicht seid ihr da draußen auch einen Verein und sagt, ja, wir würden gerne mal hier sprechen, denn bei uns läuft es so und so und das ist vielleicht gut oder vielleicht auch schlecht und vielleicht können auch andere daraus lernen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr sehr auf diese Folge natürlich reagiert mit mir oder mit Alexandra ins Gespräch geht. Einen kleinen Podcast-Tipp noch am Rande. Wer noch die erste Folge nicht gehört hat, die allererste Folge hier im Blasmusik Podcast, da war Alexandra auch zu Besuch. Ihr werdet vielleicht merken, dass wir beide, weil wir überhaupt noch nicht wussten, weder sie noch ich, wo diese Reise von diesem Podcast hingeht, vielleicht noch ein bisschen nervös und ein bisschen, ja, wie soll ich sagen, etwas eckig dieses Gesprächs, aber nichtsdestotrotz ist es vielleicht ein gutes Zeitdokument, denn da war auch gerade Corona.

Ansonsten bedanke ich mich wie immer bei meinen Sponsoren Buffi Grampor, bei Leander Machern für den Schnitt und bei Dirk Mattes für die Musik. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder reinhört. Macht's gut, euer Andi.

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