On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6
Auf einen Kaffee mit den Musikfreunden Zornheim - Wie macht ihr Jugendarbeit?
Montag, 27. April 2026 · 40 min
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Shownotes
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Die Musikfreunde Zornheim haben sich bei mir gemeldet, als sie letztes Jahr die Folge von Jugendlichen aus Mainz auf die Blasmusik gehört haben. Sie wollten ihre Arbeit einmal vorstellen und erzählen, wie es bei ihnen läuft. Und das hört ihr jetzt...
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Ich wünsche euch einen wunderschönen guten Tag hier bei Auf einen Kaffee mit, dem Kleinformat hier im Blasmusik Podcast. Kleinformat deshalb, weil ich mich mit meinen Gästen ein Kaffee lang über ein Thema unterhalte. Und meine heutigen Gäste kommen aus Zornheim. Das liegt bei Mainz und die haben sich bei mir gemeldet, weil sie letztes Jahr die Folge mit den Jugendlichen und dem Blick von Jugendlichen in Mainz auf die Blasmusik gehört haben und das sehr schade fanden, wie das so gesehen wird und wollten auch dazu mal was sagen und auch mal darlegen, wie ihre Jugendarbeit aussieht, damit man das vielleicht so ein bisschen relativieren kann.
Und dem sind wir jetzt nachgekommen. Ich bin da hingefahren, weil das ist mein Nachbarort und wir reden ein bisschen über die Jugendarbeit und den Blick von Vereinen aus Mainz auf die Blasmusik. Viel Spaß. Und wenn es eine Kleinfolge wird, ist meine erste Frage, wie ihr euren Kaffee trinkt.
Ich trinke meinen Kaffee als Cappuccino mit Hafermilch.
Ich trinke keinen Kaffee.
Sondern Tee.
Wasser.
Bis oder ohne Sprude, ist die Frage.
Sowohl als auch. Gerne Medium. Ihr habt oder seid so ein bisschen auf mich zugekommen, nicht nur dass quasi Zornheim, euer Verein, direkt neben meinem neuen Wohnort, wobei so neu ist, aber seitdem ich seit vier Jahren hier wohne, nebendran ist, haben wir gar nicht so viel miteinander zu tun gehabt bisher.
Und ihr seid so ein bisschen drauf gekommen, weil ich letztes Jahr auch eine Folge mit zwei ehemaligen Schuler hatte, die über die Wahrnehmung der Blasmusik in Mainz had, was a very kontroverse, weil man viele anders were. What came with their folks?
Ja, as someone who is a music fan, I'm just super sharing, but I think that's super shade when the left after they from the shoulder race and then your instrument or the shoulder gave. I knew that from my chest, who had a school orchestra spawn and your best freedom for Gott gespielt, auch super good, and then I know.
And then offge it and then not angefangen. Und das finde ich eigentlich immer super schade, weil ich es gar nicht nachvollziehen kann als jemand who im Verein groß geworden ist und das kennt anders gerne macht am Wochenende auch mit dem Verein unterwegs zu sein.
Fandest du es aber kontrovers oder nur schade? Weil mich haben ja viele, wie gesagt, viele Zuschriften erreicht, die viele Dinge nicht verstanden haben.
Ich konnte es irgendwo verstehen, ich fand es aber super schade einfach. Wir haben das Gymno in Niederolm, wo wir sagen können, da könnten wir die Leute abkropfen, aber das ist.
Wie nah ist das für den Zuhörer? Weil die jetzt keine Vorstellung haben, wo.
Niederolm ist die nächste Stadt nach Mainz. Genau, und da ist die größte Schule von Rheinland-Pfalz, glaube ich. Größes Gymnasium. Größtes Gymnasium, genau. Die Leute, die da bei einer Big Band spielen, sind alle quasi in Vereinen auch unter. Also bei denen macht man sich keine Sorgen, dass sie dann aufhören.
Und was machen sie anders? Also warum sitzen da so viele in Vereinen und jetzt bei uns in der Schule fast niemand?
Ist das eine Erklärung? Weil die Leute eher aus dem Dorf kommen. Es sind nicht die Mainzer Stadtkinder. Und von den Dorfvereinen kriegt man viel mehr mit, was die so machen. Die haben noch ihre Feste, ihre eigenen Konzerte. Ich weiß nicht, als ich das gehört habe, ich habe mit meiner Mutter darüber gesprochen und habe gesagt, ich weiß gar nicht, welche Musikvereine es in der Stadt überhaupt gibt.
Also das weiß sogar ich nicht, als jemand, der ja Musik macht und die Vereine kennt. Ich kenne die Marienborner, aber das hört dann auch schon wieder auf Laubenheim, weiß ich noch. Und dann mehr kriegen wir dann auch gar nicht mit.
Total spannend, warum ist das so?
Das ist eine gute Frage. Und dann frage ich mich, warum die Mainzer Vereine das nicht noch mehr nutzen, die Schulen mit abzuholen, die dann.
Das hat einen Grund, habe ich jetzt gehört, weil nach der Folge hat mir der, und die werden auch wieder mithören, denke ich, der Blastmusikverband Rheinland-Pfalz geschrieben, dass das offiziell, wusste ich selber nicht als Lehrer von der ADD und er sagte es, öffentlich Werbung zu machen von Vereinen.
Warum das so ist, keine Ahnung. Kann man sich auch mal hinterfragen, was das soll, gerade wenn man Ganztagsschulen möchte, politisch gesehen, warum dann Vereine da nicht Werbung machen dürfen. Das mal dahingestellt. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden, dann ist das wieder hier gefährliches Halbwissen.
Keine Ahnung, aber.
Also ich kann nur sagen, wir kooperieren viel tatsächlich mit der Grundschule.
Also Kooperation, nee, darf man ja schon tun. Es geht nur um Werbung.
Wir werben für unsere Ausbildung an der Grundschule, für unseren Verein. Also, das ist ja, wenn die ADD das jetzt hört, dann habe ich das nicht gesagt.
Für die Zuhörer, wer sitzt gerade vor mir? Welche Funktionen habt ihr und vor allen Dingen, wie alt seid ihr?
Ich fange mal an. Dann fange ich mal an. Ich bin Jannika, ich bin seit zwei oder drei Jahren Jugendleiterin bei den Musikfreunden in Zornheim. Bin da erst ins Jugendteam gekommen, habe da ein bisschen unterstützt, wurde dann Stellvertreterin. Dann musste der damalige Jugendleiter leider aufhören, sodass ich dann ganz schnell zur Jugendleiterin wurde.
Genau, und mache das jetzt seit zwei Jahren als Teamleitung und mache das aber ganz gemeinschaftlich mit einem Team von vier bis fünf, sechs, sieben Leuten. Und genau, mache nebenbei, bin 24 Jahre alt. Ich studiere Sportwissenschaft und mache auch Kinder- und Jugendtraining. Also die Kinder und Jugend ist nicht nur im Musikbereich meine Herzenssache, sondern tatsächlich auch so im Allgemeinen.
Ich heiße Dennis, ich bin 24 Jahre alt. Ich komme nicht aus der Region. Ich bin in die Region hier erst gekommen vor zweieinhalb Jahren und bin dann recht zügig in den Verein gekommen. Und ich war auch eine kurze Zeit tatsächlich im Jugendteam mit dabei, fast von vornherein im Marketingteam und mittlerweile seit einem halben Jahr auch im Finanzteam tätig in unserem Verein.
Also habe fast schon überall so ein bisschen Luft geschnuppert. Genau. Welche Instrumente spielt ihr?
Beide Saxophone.
Ich spiele Then Saxo und Altsaxophon. Okay. Wenn du sagst, du machst auch Kindertraining, das heißt, du hast ja den direkten Vergleich von Musik und Sport. Ist es gleich schwer oder merkt man Unterschied?
Man merkt schon sehr den Unterschied von der Prioritätensetzung. Ich bin da dann natürlich auch ein bisschen befangen, weil ich habe auch ganz lange den Sport immer bevorzugt gegenüber dem Verein oder gegenüber der Musik. Ja, das ist klar, dass warum auch immer die Eltern auch für die SportlerInnen aktiver sind, da bereiter sind zu fahren, die Kinder irgendwo hinzubringen, zu Auswärtsspielen zu fahren, da zu bleiben mal für zwei, drei, vier Stunden.
Das haben wir leider bei der Musik nicht so und immer wieder tatsächlich das große Problem, dass da nicht so das Engagement auch von der Elternseite aus da ist tatsächlich.
Aber im Grund kannst du nicht ausmachen.
Kann ich mir nicht ausmachen. Diskutieren wir oft auch mit den anderen Vereinen hier, wo wir am Ende aber auch sagen müssen, es nützt ja nichts. Wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben und auch am Ende dankbar sein für das, was die Eltern tun. Dankbar den Eltern sein, die sich regelmäßig engagieren und da viel machen.
Wobei ich weiß auch, dass das beim Sport auch nicht anders ist. Da sind es auch oft die gleichen, die dann den Tag in der Halle verbringen oder so.
Aber was ist schwerer zu überzeugen? Zum Sport oder zur Musik?
Zur Musik. Absolut.
Du hast gesagt, Dennis, du bist hergezogen. Hast du aktiv einen Verein gesucht oder war klar, als du hergezogen bist, ah, da gibt es jemanden. Also musstest du lang suchen?
Nee, nicht wirklich. Ich bin in den Ort gekommen, den habe ich mir auch bewusst rausgesucht, weil ich oder hier die Nachbarorte noch, weil ich hier im Rahmen des Studiums schon ein Umfeld, ein persönliches, freundschaftliches Umfeld gefunden habe. Und ich war dann auch mal, als ich noch nie hier gewohnt hatte, hier auf einem Konzert.
Das war das Maifest 2023, meine ich, war ich dann als Gast da. Genau, ja, also da kannte mich ja auch noch keiner. Und dann bin ich hier in den Ort gezogen, habe dann eine Wohnung gefunden und bin dann über persönliche Kontakte in den Verein gekommen. Und für mich war es schön, weil ich vorher nur in einer Schulbigband gespielt hatte.
Und wenn man die Schule eben verlässt, weil man halt den Schulabschluss hat, dann fliegt man auch mehr oder weniger aus der Schulbigband raus. Und dann war es ganz schön, hier dann wieder mit der Musik starten zu können, mit dem gemeinschaftlichen Musizieren.
Jetzt die andere Frage, warum hast du vorher nicht in einem Verein gespielt, wo du vorher gewohnt hast? Also nur in der Schule, das ist ja das gleiche Beispiel, was wir ja auch in der Folge hatten von meinen ehemaligen Schülern.
Also ich war in der Schulbigband und hatte aber mit Sport und anderem Engagement und anderen Aufgaben einfach in meiner Heimat, sag ich mal, so viel zu tun, dass da jetzt nicht noch ein Musikverein damals reingepasst hat.
Aber hätte es einen gegeben?
Es hätte welche gegeben. Also ich kenne Musikvereine bei mir in der Region, muss aber sagen, dass mir jetzt im Vergleich diese her, diese hier deutlich mehr zusagt, weil die anderen bei mir, die sind alle so ausschließlich Polka, Marsch und Frühschoppe, sag ich mal. Und bei uns finde ich es wirklich total toll, dass wir ganz divers sind.
Also wir spielen das auch, aber wir spielen auch so viel mehr und das sagt mir dann auch zu.
Seit zwei Jahren im Jugendteam, wie viele Jugendliche habt ihr jetzt im Moment?
Wir haben im Moment, wenn man es groß nimmt, die große Definition bis U27 haben wir 63 jungen MusikerInnen im ganzen Verein. Von haben gerade mit Instrumentlernen angefangen, über unser Vororchester, unser Jugendorchester und dann auch im großen Orchester sind es 28 JungmusikerInnen. Davon 14 unter 18 tatsächlich auch.
Da ist jemand sehr gut vorbereitet.
Eben gerade noch rausgeschrieben.
Falls die Frage kommt. Wie groß ist euer Stammorchester generell?
Wir sind so, also am Konzert, so um die 60 MusikerInnen.
Also quasi die Hälfte ist quasi Jugendiker. Genau, ja. Das ist natürlich schon eine ordentliche Zahl, wenn man das so sieht. Das ist ja cool. Macht ja einiges richtig, würde ich behaupten. Wie hast du die Jugendarbeit vorgefunden, beziehungsweise hast du groß was verändert oder einfach nur erstmal weitergeführt?
Weil schon alles so super lief?
Ganz viel tatsächlich weitergeführt. Die in der Jugendarbeit, wir waren, es war so der erste Bereich im Verein, der sich als Team aufgestellt hat, wo es dann, es gab zwei Jugendleitungen und eine Person, meine Mama, ich bin ja reingeboren, die sich um die Ausbildungsvermittlung and so weiter gekümmert hat, die Kontakte zu Lehrkräften und so weiter mal herstellt.
And this habe ich schon so vorgefunden anders einfach super, weil man zum einen den jungen Leuten direkt eine Aufgabe geben kann, dass sie sich super niedrigschwellig engagieren können. Uns natürlich für eine Person nicht so viel Aufwand. Also ich kann mich jetzt um ganz andere Dinge kümmern, die wir davor ein bisschen vernachlässigen mussten, weil man einfach dem Alltagsgeschäft so hinterherhängt, dem ganzen organisatorische.
Und so aufgeteilt ist es einfach super, dass man mal neue Dinge ausprobieren kann. Vielleicht klappen sie, manche klappen vielleicht nicht, aber da einfach mehr Möglichkeiten hat.
Was sind so neue Dinge, die ihr mal ausprobiert habt?
Wir können jetzt zum Beispiel ein zweites Probewochenende mit unserem Jugendorchester machen hier im Ort, wo wir vorher nicht die Kapazität hatten, uns einfach uns drum zu kümmern, um das Organisatorische und so weiter. Unser Jugendorchester macht, nachdem das Großorchester ein gemütliches Beisammensein nach der Probe angefangen hat.
Jetzt auch ein gemütliches Beisammensein. Einmal im Monat bleiben wir einfach ein bisschen länger spielen, was mit denen basteln, haben in der Vorweihnachtszeit Weihnachtsdekorationen gebastelt, haben jetzt gerade heute einfach noch eine halbe Stunde Werwolf gespielt, einfach um da ein bisschen mehr an die Basis zu gehen, um wirklich mal der Aufgabe eines Jugendleiters nachgehen zu können und nicht nur das Organisatorische machen zu können.
Wie schwer war es, zu fünf, sechs Leute zu finden? Weil das ist ja immer so die Krux an der Sache. Also Teams bilden ist das eine, die Leute finden das andere.
Voll. Da haben wir tatsächlich einfach mal die Leute gezielt angesprochen. Wir sind auch ein sehr junges Team, was leider unseren anderen Teams ein bisschen zum Verhängnis wird, weil wir die alle vorher abgreifen für das Jugendteam und bieten denen einfach an. Hier, guckt es euch an, macht mit, organisiert was, was euch zusagt, kümmert euch um eine Aufgabe, die euch vielleicht zusagt.
Und wenn solcher Männer aber keinen Spaß macht, dann könnt ihr es auch sein lassen. Es ist keiner gezwungen. Aber wir haben jetzt gerade zwei Mädels, die sind beide erst 15, die sich jetzt um diese Probeübernachtung hier im Ort kümmern, wo man einfach sagen muss, die kriegen die Unterstützung von uns, wo sie sie brauchen, aber kriegen trotzdem auch freie Hand gelassen, um da mitzumachen.
Und man kann sich ausprobieren. Und wir hatten auch schon welche, die gesagt haben, nee, schaffe ich jetzt zeitlich nicht mehr, ist gar nicht doch nicht so meins. Lass ich bleiben, die engagieren sich trotzdem weiterhin in organisatorischen Tätigkeiten für andere Gruppierungen oder so. Von daher ist das schon mega cool.
Wie schaffen wir es, dass zwei 15-jährige Medals Verantwortung übernehmen wollen?
Tatsächlich starten wir das schon im Jugendorchester. Wir haben zu uns Jugendleitungen und Jugendteam zwei oder drei Jugendorchestervertreter, die wir wählen, die schon so erste Aufgaben im Jugendorchester einfach bekommen. Ob das jetzt Zimmer-Einteilung für ein Probewochenende is oder sich Spiele überlegen oder sowas?
Und die holen wir, sobald sie ins Große Orchester kommen, direkt ins Jugendteam, sagen, here, ihr könnt euch das angucken, wir hätten euch gerne weiter im Team. Und dann haben wir denen angeboten und da waren sie ganz happy, sich da drum kümmern zu können.
Sechs Leute, habt ihr so einen festen Bereich, worum ihr euch kümmert, oder verhandelt ihr das immer wieder so neu aus, je nach Projekt?
Wir hatten uns ursprünglich überlegt, tatsächlich das fix zu machen und zu sagen, der und der kümmert sich um das und die anderen um was anderes. Jetzt muss ich sagen, ich bin Studentin, ich habe mal Semesterferien, dann habe ich Prüfungsphase, jetzt schreibe ich gerade meine Bachelorarbeit. Da merkt man auf einmal, für das Event habe ich jetzt gerade doch überhaupt gar keine Kapazität.
Und da haben wir es jetzt dann doch so gemacht, dass wir immer gucken, was steht an, wer kann sich um was kümmern. Zwei von unseren Teammitgliedern haben gerade Abi gemacht. Da wird sich jetzt auch zeigen, wie flexibel das ist, wer sich um was kümmern kann. Und da werden wir auch in Zukunft es weiter immer mal umstellen müssen und da einfach gucken, wie es sich ergibt, wer für was welche Kapazitäten hat.
Okay. Du hast gesagt, du warst ja auch mal kurzzeitig in diesem Team. Was hast du gemacht?
Ich war so kurz im Team, dass es gar nicht so unbedingt eine Riesenaufgabe. Ich hatte mal, ich glaube, ich sollte mal so ein bisschen Veranstaltungen mitmachen. Wir waren dann auch einmal mit dem großen Orchester und auch mit den Jugendlichen in der Oper in Mainz, das habe ich so ein bisschen dann mit betreut.
Weil ich dann aber ins Finanzteam gewechselt bin, musste ich da tatsächlich recht zügig dann ausscheiden. Aber wie die Annika schon sagte, man berät gemeinsam einfach alle Themen und da ist man dann quasi immer mit dabei.
Wenn man von außen herzieht und in einen neuen Verein kommt, ist das ja nochmal anders, als wenn man reingeboren wird, da lebt man ja quasi mit. Wie formuliere ich das am besten? Was hat der Verein richtig gemacht, dass du jetzt so voll intuit bist und Verantwortung übernehmen willst, dich ja dann quasi damit identifizierst?
Also was hat dich begeistert, als du hierher kommst?
Also ich glaube, der Verein hat einiges richtig gemacht. Aber auch mir ist auch bewusst, dass when man in anzustell, sag ich mal, dass personal contacts and friends often am early laufen. Also, that was mirror bewusst, that I present and that many of me wartet.
Das ist schon mal gut zu wissen, weil es gibt nämlich viele who that wisst.
Man möchte ja auch Teil von etwas sein, man möchte auch am Wochenende nicht die ganze Zeit, wenn man nicht arbeitet, am Wochenende, zu Hause sitzen und denken: so, was mache ich denn jetzt, diese 48 Stunden, bis ich wieder arbeiten muss? Und dann ist es halt schön, wenn man irgendwie ein Hobby hat, wenn man irgendwo Gemeinschaft hat und so.
Und das ist mir bewusst geworden. Und es gab dann die Möglichkeit, hier mitzuspielen. Und ich glaube tatsächlich, meine erste Probe, die ich teilgenommen hatte, war dann direkt die erste Probe des Monats. Da ist nämlich dann immer das gemütliche Beisammensein hier bei uns im Verein. Also nach der Probe wird dann noch verweilt für eine Stunde, für anderthalb, was auch immer, wo ich dann eben auch geblieben bin, wo man dann direkt in den Austausch gekommen ist.
Hey, wo kommst du her? Wie lange spielst du schon? Wieso bist du denn hier? Und so weiter. Das war tatsächlich die perfekte Probe für den Einstieg. Und dann gab es irgendwo mal ein Treffen, ob man sich so ein bisschen engagieren möchte. Da bin ich halt hin und dann bin ich an dem Tag quasi ins Marketingteam aufgenommen worden und wusste dann auch, dass das interessiert mich, aber musst auch ein bisschen mitmachen, dass du Teil davon wirst.
Du hast ja vorhin schon gesagt, du bist kurz vor sechs wach, um Marketing zu machen. Was macht das Marketingteam bei euch? Also, Marketing klingt ja immer nach so einem Riesending, aber du weißt nicht, wie das bei euch aussieht.
Also ich würde sagen, dass das Marketingteam so die Schnittstelle fast aller Teams ist, zum Vorstand zu den Mitgliedern. Wir machen ganz viel im Bereich Social Media natürlich nach außen für unsere Followerinnen und Follower, also um eben auch Werbung zu machen für unsere Auftritte. Aber wir machen auch innerhalb des Vereines viel.
Wir haben einen Newsletter, den Amadeus-Newsletter, den wir auch an Vereinsmitglieder schreiben. Wir machen die weitere Pressearbeit, Nachrichtenblatt, Zeitung und so weiter nach außen. Fototermine, Vereinsehrungen gehört bei uns auch mit dazu. Also das ist tatsächlich viel. Wir haben da ständig Kontakt zu allen Teams, zu den Mitgliedern zum Vorstand.
Da bündelt sich recht viel, würde ich behaupten.
Wie viel plant ihr voraus mit Marketing?
Inwiefern?
Naja, also Instagram-Posts oder so, oder ist das relativ spontan, dass ihr sagt, ah, das bietet sich an, so wie heute. Ein Bild zu machen.
Also ganz vieles kommt tatsächlich mal spontan. Es gibt ja auch, wir haben jetzt im letzten Jahr auch so ein bisschen angefangen, würde ich sagen, so ein paar Instagram-Trends mal mitzumachen.
Ich bin da, obwohl ich auf Instagram bin, bin ich bei Instagram-Trends echt raus.
Ich bin da jetzt leider auch nicht so. Was haben wir denn gemacht?
Wir haben ein Maskottchen seit Neustem, was wir jetzt, was mit uns durch den Verein geht, das apropos könnten wir gleich mal noch holen für Instagram. Der Amadeus, den wir schon super ewig haben, den aber keiner mehr kennt, weil keiner mehr weiß, wer der Amadeus ist. Und der hat angefangen, uns ein bisschen, war es letztes Jahr noch oder sogar erst dieses Jahr, dass der uns ein bisschen begleitet durchs Jahr und durchs Programm.
Genau, den haben wir angefangen.
Ja, war jetzt ein ganz gutes Beispiel, ich kann es jetzt gar nicht so konkretisieren. Es gibt immer mal spontane Sachen, die man machen kann, wo man drauf aufspringen kann. Aber ganz klar ist insbesondere alles im Bereich Feste und so weiter, was wir dann natürlich auch bewerben. Das ist natürlich schon geplant, was wir dann auch darstellen wollen und was wir bewerben wollen.
Unsere Tuba haben wir jetzt letztens erst beworben, haben wir ganz viel mit Social Media gemacht, auch ein bisschen mit Comedy und so. Also da können wir schon viel machen.
Kriegt ihr direkt Rückmeldungen, weil das ist ja bei Instagram immer so, also ich finde Instagram für Vereine immer so ein zweischneidiges Schwert. Erstens, ich finde, man sollte es mittlerweile machen. Auf der anderen Seite, wenn man ja Menschen aus dem Dorf meistens erreichen, die jetzt nicht unbedingt immer zwingend Instagram haben.
Also man erreicht ja auch ganz viele Leute, die ja super weit weg sind und sagen, ja, finde ich zwar lustig und cool, aber die werden mit dem Verein nie was zu tun haben oder kommen nie auf Konzerte. Deswegen die Frage: Merkt ihr wirklich was davon, dass ihr da präsent? und viel macht oder macht es euch einfach nur Spaß?
Ich würde schon sagen, dass man das merkt. Also wir haben Interaktionen auch mit Kommentaren und so weiter. Ich kann es jetzt nicht an Verkaufszahlen belegen, aber wir sind überall so präsent, dass das und dauerhaft so präsent. Gerade wenn es in Richtung Konzert geht. Also natürlich verteilen wir auch Flyer, wir haben Plakate, Texte in der Zeitung und so weiter.
Wo da jetzt ganz genau die verkauften Karten dann herkommen, das kann ich jetzt auch nicht beurteilen, aber wir bespielen alles und ist auch ganz gut. Ein schönes Beispiel für aber auch die sozialen Netzwerke war jetzt im letzten Jahr YouTube. Also einige unserer Stücke, die wir beim letzten Symphonic Rock gespielt haben, die posten wir dann auch auf YouTube.
Und das eine hat vielleicht durch einen Trend, vielleicht durch gute Hashtags, ich weiß es nicht, über 50.000 Aufrufe bekommen. Welches Stück? Das war, genau, Stairway to Heaven hat über 50.000, ich glaube 55.000 Klicks oder so bekommen. Ob das uns jetzt zu Kartenverkauf führt, das weiß ich nicht. Aber es ist auch schön zu zeigen, also unsere Videos sind auch sehr erfolgreich.
Wie macht ihr Werbung, damit 63 Jugendliche in diesem Verein tätig sind?
Also ganz viel läuft über unsere eigene Ausbildung. Wir starten mit einer Kindergruppe, dass die Kids in der zweiten Klasse sich alle Instrumente mal angucken können, vermitteln dann Lehrkräfte, sind in super engem Kontakt mit der Gemeinde, dass wir die Räumlichkeiten nutzen können und bereitstellen können.
Und da kommt dann einfach schon viel, dass die Kids im gleichen Alter anfangen. Und meine Mama, die sich darum kümmert, die sagt immer, da wo Kinder sind, kommen Kinder hin. Das heißt auch viel über Freunde oder dann hatten wir es jetzt schon ein paar Mal, dass Leute gesagt haben, boah, irgendwie alle meine Freunde spielen ein Instrument und ich habe da jetzt auch Bock drauf und fangen dann doch später noch an.
Und haben sich dann kurz mit 16 noch durch unser im Schnitt 14-jähriges Jugendorchester gequält und gesagt, okay, ich baller da jetzt einmal durch und komme dann nach einem Jahr wieder ins große Orchester. Wir haben jetzt gerade wieder einen, der schon bei uns angefangen hat zu lernen und der aber irgendwie nicht ins Orchester kam und jetzt aber ihn doch das irgendwie gepackt hat, weil er vielleicht die sozialen Kontakte hat, dass er merkt, oh nee, das fehlt mir, das brauche ich doch.
Ich gehe jetzt noch mal ins Jugendorchester and guck dann, dass ich dann schnell hochkomme. Und auch einige, die zwischenzeitlich wegen dem Sport zum Beispiel aufgehört haben, die dann aber irgendwann kommen und sagen, boah, irgendwie alle meine Freunde sind noch bei den Musikfreunden. Ich gehe da jetzt auch wieder hin.
Ich möchte da wieder mitspielen, ich möchte wieder Teil davon sein. And when sich das natürlich rumspricht und da sich so die Gruppen bilden, we have mehrere Click, die sich auch privat viel treffen, da möchte man dann natürlich irgendwie Teil von sein.
Macht ihr ein Blasergastensystem oder bildet ihr raus und habt eine Jugendkapelle? Wie macht ihr das?
Wir vermitteln selber unsere Jugendlichen, die dann nach ungefähr einem Jahr Einzelunterricht bei Studierenden in der Regel oder ausgebildeten BerufsmusikerInnen dann ihren Unterricht haben und haben jetzt seit zwei Jahren ein Vororchester, wo wir nach einem Jahr schon starten. Eben in Anlehnung an die Bläserklassen, dass wir gesagt haben, wir müssen die früher zusammenkriegen.
Vorher waren es ungefähr zwei Jahre meistens. Wir haben gesagt, wir müssen die früher rankriegen, aber für das richtige Jugendorchester ist es eigentlich noch zu früh. Da fehlt dann noch ein Schritt. Genau, das machen wir jetzt seit zwei Jahren. Das funktioniert dann auch echt super gut, sodass wir dann die ganze Gruppe, die gemeinsam irgendwie schon die Kindergruppe gemacht haben und die Instrumente kennengelernt haben, dann ins Vorchester kommen und dann gemeinsam als Gruppe ins Jugendorchester kommen.
Das heißt, die kennen sich schon. Es ist irgendwie keiner oder selten, dass jemand ganz neu dazukommt. Aber auch wenn jemand ganz neu dazukommt, sind eigentlich alle JungmusikerInnen auch super offen, helfen sich gegenseitig, unterstützen sich. Also dass ohne dass wir da tatsächlich viel machen müssen, funktioniert es echt gut.
Da aber auch mal Dank an unsere Dirigentin, die das auch super, super toll macht immer.
Ab wann dürfen die ins Stammorchester?
Das ist tatsächlich eine sehr individuelle Frage. Wir gucken da schon, dass es auch leistungsmäßig passt. Das ist gerade ein sehr, sehr großer Sprung vom Jugendorchester ins große Orchester. Wir haben auch gerade so ein bisschen die Corona-Lücke, weil wir zwei Jahre lang nicht eigene Musiker ausbilden konnten.
And jetzt kamen gerade die Vor Corona-Kinder, sind gerade gesammelt ins große Orchester gekommen. Wir haben jetzt letztes Jahr zehn jungmusikerinnen aufgenommen. And jetzt is so ein bisschen die Lücke. Also da müssen wir jetzt wirklich gucken, dass wir das wieder ran kriegen, dass wir, das merkt man halt einfach, dass da zwei Jahrgänge komplett fehlen, wo wir jetzt auch nicht wussten, wie wir damit umgehen, wie wir die am besten, dass die sich jetzt nicht langweilen.
Weil natürlich eine Jugendorchester is ja immer so ein bisschen Ausbildungsorchester, ist immer die Frage, die einen gehen, dann sinkt das Niveau erstmal, bis weil dann noch gleichzeitig neue dazukommen. Das ist dann immer so die Gratwanderung, aber die haben alle, glaube ich, Spaß dabei, zumindest was ich so aus den Proben mitkrieg.
Und dann ist immer wirklich eine sehr individuelle Entscheidung eigentlich, wie wann wer aufgenommen wird.
Wie haltet ihr die Jugendlichen bei Laune? Also mittlerweile habe ich immer so das Gefühl, Musik machen reicht ja nicht. Nur also früher gab es dann nochmal so ein Zelllager vielleicht oder hier einen Ausflug, aber es klingt zumindest so, wie wenn ihr denen noch mehr bietet.
Ja, ich habe ja eben gesagt, das gemütliche Beisammensein, was wir jetzt angefangen haben, weil genau das ist, was wir selber gemerkt haben. Wir waren jetzt gerade zu viert auf einer Juleika-Ausbildung, auch um uns da nochmal selbst auch reflektieren zu können, besser, wo wir wirklich gesammelt gesagt haben, we must mehr für die Jugendlichen bieten.
It reicht nicht, dass die im Orchester spielen und dass die da zur Musikstunde kommen. Deswegen das gemütliche Beisammensein, wo wir verschiedene Dinge machen. Im Sommer werden wir sicher mal rausgehen, was draußen machen. We are unsort bewusst, dass weiter an Ausflug machen müssen. They dürfen immer Wünsche äußern, was gespielt wird, welche Stücke ausgekramt werden, ob es was aus dem Repertoire is, ob es neue Stücke sind.
And da halt im Jugendorchester schon drauf geachtet wird, dass es auch Stücke sind, die die Kids kennen, wo man was mit anfangen kann, dass nicht mit irgendwelchen classischen Blasmusikstücken die Kinder irgendwie gequält werden, wo sie eigentlich gar keinen Bock drauf haben.
Ich glaube, das Probewochenende is für viele dann noch so ein Highlight, gerade weil das Jugendorchester ja gemeinsam mit dem großen Orchester ins Probewochenende fährt. Und dann ist es natürlich auch cool, da sind dann alle, da sind dann die großen und die kleineren, sag ich mal, da wird dann gemeinsam gespielt am Abend und so, also auch außermusikalisch ist ja nach Oberwesel.
Ah ja. Wenn man jetzt so zuhört und das sehe ich ja auch in meinem Verein so ein bisschen, klingt das ja gerade alles schon sehr traumhaft, wie das bei euch läuft. Wo sind die Probleme? Also was fällt euch schwer zum Beispiel, wo ihr sagt, okay, da haben wir irgendwie noch nicht rausgefunden, wie wir das lösen können, weil die Jugend anders tickt, als man es denkt?
Oder was würdet ihr euch wünschen, dass es besser läuft? Das heißt ja nicht, dass es schlecht ist, aber was könnte doch besser sein?
Ganz grundsätzlich, ohne das jetzt nur auf die Jugend schieben zu müssen, ist immer wieder eine Herausforderung, die Communikation intern wie nach extern, dass da wo viele Leute sich engagieren anders bringen, was ja super toll is, da sich keiner auf den Schlips getreten fühlt, oder dass da all wichtigen Infos mitbekommen, dass es schon immer wieder herausfordernd and was auch aber jetzt spezieller auf die Jugend, aber nicht direkt mit den Jugendlichen ist, ist die Elternkommunikation.
Also wie holen wir die Eltern an Bord, dass die uns unterstützen, dass die sich beim Fest acht Stunden abends, sechs Stunden abends in die Küche stellen, damit wir unser Symphonic Rock am 2. Mai spielen können, falls es vorher noch online geht.
Sollte.
Dass da die Unterstützung da ist, ohne dass es zu viel fordernd wird, weil die Kinder sind alle Mitglieder und so weiter, die Eltern müssen bezahlen ja irgendwo dafür, da die Gratwanderung zwischen was bieten wir, was fordern wir, das ist schon immer ein bisschen herausfordernd, würde ich sagen.
Wie schafft ihr das, dass die Verbindlichkeit der Eltern besser wird? Viel Reden.
Viel Reden, viel noch mehr Infozettel, noch mehr die Wichtigkeit betonen, dass natürlich am Ende ohne die Elternunterstützung die Kinder das vielleicht nicht mehr mitkriegen können. Wie cool ein Symphonic Rock Konzert sein kann, wenn eben halt nicht der Support von den Inaktiven, von den Eltern da ist, die halt das dann ermöglichen, dass wir da mit 60 Mann auf der Bühne sitzen können und Frau.
Ich wäre jetzt auch auf die Kommunikation tatsächlich angesprungen. Also als jemand, der später in den Verein dazugekommen ist und den Verein erstmal von außen betrachtet hat, dann reingeschlüpft ist und gesehen hat, was hat der für Strukturen, was bietet er alles an, auch im Bereich Ausbildung. Da läuft ganz, ganz viel sehr, sehr gut.
Aber Communication ohne, wie du sagst, jemanden auf den Schlips zu treten oder ohne, wir machen das ja auch alle freiwillig and gerne and freundschaftlich verbunden. Man muss nie jemandem was böses, but man muss dann schon, ach ne, this is unser Team, that must be, when that jemand plant and that rechtzeitig wissen, when ein anderes team das zum Beispiel umsetzen soll.
Also ich glaube daran müssen wir alle, glaube ich, immer und immer wieder an uns arbeiten, dass wir da auch dranbleiben und die entsprechenden Leute auch informieren und mitnehmen, mit an Bord nehmen.
Wie ist das so mit Verbindlichkeiten? Weil ich immer erlebt, dass es mittlerweile schwieriger wird mit Jugendlichen und Verbindlichkeiten.
Da haben wir leider auch die Goldlesung noch nicht so gefunden, wenn da irgendjemand was weiß, wir würden uns auch über die Info freuen. Ist was, wo man auch den Jugendlichen viel ins Gewissen reden muss, viel sagen muss, hier ist wichtig. Ja, zum Beispiel an Fassnacht, ja, da ist es vielleicht kalt, ja, da laufen wir in Mainz, weiß ich nicht, zweieinhalb, drei Stunden beim Rosenmontagsumzug mit.
Vielleicht ist man kein Fassnachter für den Verein, ist es aber wichtig. Überlegt euch nicht, ob ihr doch mitlaufen könnt. Ich glaube, viel anders funktioniert es auch nicht, aber es nützt doch nichts, sich immer nur drüber aufzuregen. Am Ende muss man mit dem umgehen, was man hat. Und da können wir uns noch so sehr drüber ärgern, als die Vereinsmenschen, wie wir gerade hier sitzen, und sagen, ist doch selbstverständlich, dass man das so macht.
Ist es halt vielleicht eben nicht für alle und der Musikverein ist leider nicht für alle die Priorität Nummer eins. So blöd und ärgerlich das manchmal ist, aber auch das müssen wir dann akzeptieren am Ende und sagen, schön, dass ihr trotzdem mit uns Musik macht.
Wie viele Auftritte hat euer Jugendorchester?
Ja, nicht so viele. Wir haben klar bei unseren eigenen Konzerten, jetzt beim Maifest und auch beim Herbstkonzert, Jahreskonzert immer, und wir haben hier in der VG von Niederolm ein Jugendorchestertreffen, wo alle Jugendorchester von den Vereinen der VG dran teilnehmen. Wer ist das, alles? Das ist Zornheim, Niederolm, Kleinwinternheim, Quartettverein Oberolm und Cecilia Oberolm.
Und in der Hoffnung, dass ich jetzt keinen vergessen habe, Essenheim, falls ich sie noch nicht hatte. Genau, und wir machen da so ein Jugendorchestertreffen und setzen uns aber tatsächlich auch regelmäßig mit den Jugendleitern von allen Vereinen zusammen und haben da so einen kleinen Stammtisch. Ah, okay.
Und tauschen uns da auch über alle Themen aus, über wer auf welchen Fortbildungen war, was gerade so die Themen sind, wie man, wer was macht, um welche Kids ranzuholen, welche Ausflüge gemacht wurden, ob die ankamen, ob die nicht ankamen.
Glaubst du, dass das sehr Gewinn bringt?
Ich finde schon. Ich finde, das reflektiert gut zum einen, was man besser machen kann, aber ich glaube für alle auch immer einen Input mit dabei, was man als eigener Verein auch richtig macht. Dass man nicht zu viel schwarz sieht, weil man ja oft die Tendenz hat, sich selbst zu kritisieren, zu hinterfragen, zu sagen, oh, das ist irgendwie läuft es hier gerade nicht so, wie wir uns das vorstellen, und dann mal zu sehen, okay, it's vielleicht gar nicht so schlimm, wie man gedacht hat.
Das hilft, glaube ich, allen beteiligten Vereinen da was immer mit rauszuziehen und da auch sich gegenseitig auch mal zu unterstützen.
Wie oft trefft ihr euch da?
Das ist so je nach Bedarf, aber so einmal im Quartal schon auf jeden Fall. So oft? Ja, würde ich schon sagen. Eher versuchen wir öfter.
Okay. Das finde ich ziemlich cool. Habe ich noch nie gehört tatsächlich, dass das gemacht wird. Was würdet ihr gerne mal ausprobieren? Habt's aber euch bisher entweder noch nicht getraut oder die Zeit war noch nicht da.
Ich würde gerne ein ganz großes Konzert mal mit unseren Jugendlichen machen. Haben wir schon mal gemacht, ein Jugend, von den Jugendlichen auch selbst organisiertes Konzert, bei uns im Jubiläumsjahr hatten wir das. Ich würde da gerne mal was mit unserer Gesangsklasse oder so zusammen machen, irgendwas in die Richtung, da eine größere Kooperation oder auch vielleicht mal was Internationales.
Fände ich auch super cool, ist aber erfordert sehr, sehr viele Ressourcen und sehr, sehr viel zu.
Gut, das ist sehr groß gedacht, stimmt.
Aber ist sowas, das schwebt einem ja schon irgendwie vor. Hatten wir auch da im Stammtisch schon mal, ob wir vielleicht gemeinsam mal eine internationale Reise machen mit den Jugendlichen, ein internationales Probewochenende oder so oder einfach mal irgendwo wegfahren. Es war mal die Rede, irgendwo in die Berge zu fahren, in die Alpen, da irgendwas zu machen.
Einen großen Ausflug irgendwie, aber ja, aus der Träumerei ist dann bis jetzt auch noch nichts geworden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Ich fände es persönlich cool, wenn wir mal ein ganzes Musical darstellen würden. Also wir haben einige Musical Medleys, so würde ich es jetzt mal bezeichnen. Aber wenn wir echt ein Musical von vorne bis hinten durchspielen, gerne tatsächlich auch mit Schauspiel und Gesang, ich habe das einmal schon mal gesehen.
Das hat tatsächlich damals eine Schule organisiert. Die hatten eine Big Band, die dann quasi das Orchester dargestellt hat, einen Chor und eine Theater-AG und die haben wirklich ein ganzes Musical auf die Beine gestellt. Und sowas fände ich natürlich richtig cool. Da braucht man halt aber natürlich auch, wir sind der Musikverein, aber man braucht eben auch dann die Sängerinnen und Sänger und jemanden, der das dann auch darstellt.
Ist jetzt vielleicht auch hochgegriffen, aber das fände ich persönlich cool. Gerade weil ich Music und Musik eigentlich ganz gerne mag.
Wo seht ihr den Verein in den nächsten fünf Jahren? Also speziell auf die Jugend natürlich dann jetzt gerichtet.
Dass wir wieder ein großes Jugendorchester haben, wo wir den flüssigen Übergang haben zwischen es kommen, es gehen welche ins große Orchester, es kommen neue wieder hoch, dass er nicht, dass das ein bisschen eine stabilere Basis hat, dass das nicht immer wieder so das Niveau vielleicht runterfällt, wenn die Großen rausgehen und so viele neue auf einen Schlag dazukommen.
Würde ich mich eigentlich anschließen. Kann ich jetzt gar nichts ergänzen.
Noch mehr Fokus auf so das Soziale auch legen. Also wirklich da, was können wir für unsere Jugendlichen tun, die Jugendlichen mit an Bord zu holen, dass sie sich selber engagieren können, dass sie mitkriegen, dass their mind wichtig is, dass sie da geheilt anders. Das sind so Punkte, was wehin schon gesagt, was we asking mussten.
That we there special events öfter and regelmäßig machen können.
Okay. Haben wir irgendwas vergessen? Dann sag ich an der Stelle vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt.
Ja, sehr gerne. Danke, dass wir dann auch das mit dir machen durften.
Sehr, sehr gerne. Das war es wieder mit Auf einen Kaffee mit. Und wenn ihr auch mal zu Gast sein wollt, euren Verein präsentieren wollt, eine CD vorstellen wollt, ein Konzertformat, das besonders ist, Jubiläum habt, über das ihr sprechen wollt, weil irgendwas total außergewöhnlich ist oder sonstige Themen habt, die vielleicht auch mal kritischer mit der Blasmusik umgehen, dann meldet euch gerne unter blasmusikpodcast.gmx.de oder auch über meinen Instagram-Kanal.
Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Format weitergeht, um immer mehr neue Einblicke zu bekommen, neue Meinungen auch den Raum zu geben. Ich freue mich, wenn ihr mir schreibt. Ich wünsche euch noch eine gute Woche und hoffe, dass ihr auch beim nächsten Mal wieder einschaltet. Macht's gut, euer Andi.