On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 5

Auf einen Kaffee mit der Stadtkapelle Kirchheim - Wieviel Konzerte sollte man vor einem Wettbewerb spielen?

Montag, 21. April 2025 · 29 min

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Shownotes

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Ich habe mich mit Tobias Christoph unterhalten. Er stellt die Arbeit seines Vereins vor, wie sie sich auf den Konzertwettbewerb in Ulm vorbereiten und wie sie Marketing machen. Bin gespannt, was ihr sagt. Wünsche euch ein frohes Osterfest.
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf einen Kaffee mit. Ihr hört, ich bin heute nicht zu Hause bei meinem normalen Mikrosonnen unterwegs und möchte auch gar nicht so viel reden, sondern euch gleich in die Folge reinmeißen. Ich habe mich mit Tobias Christoph getroffen. Er will etwas zur Arbeit der Stadtkapelle vorstellen.

Einerseits, wie sie sich jetzt auf den Wettbewerb Ulm vorbereiten und andererseits, wie Marketing auf Instagram und in der Allgemeinheit in der Stadtkapelle funktioniert. Und ich kann nur sagen, ich bin sehr beeindruckt, wie rührersinnig diese Verein ist und vielleicht ist er auch etwas für euch dabei.

Wie vergrüßt mit Tobias Christoph von der Stadtkapelle Kirchham hier beim Blasmusik-Podcast dabei auf einem Kaffee mit wie trinkst du deinen Kaffee?

Mit ein bisschen Milch und heiß.

Okay, Kuhmilch oder Hafermilch? Kuhmig.

Der Blick sagt so, was ist das für eine Kondensmilch und Kuhmilch ist gut.

Ja. Du bist ja heute da, um die Stadtkapelle Kirchheim so ein bisschen manier vorzustellen, weil ihr euch ja auch unter anderem auf Ulm vorbereitet auf das Wertungsspiel. Genau. Genau. Erzähl mal so ein bisschen, was ist wer ist die Stadtkapelle Kirchheim?

Ja, wir sind so ein klassisches sinfonisches Blasorchester, südöstlich von Stuttgart, ca. 25 Kilometer. Kirheim ist eine Stadt mit 40.000 Einwohnern. Und ja, wir sind momentan sind wir, glaube ich, 85 Leute in der Stadtkapelle. Oha. Wir haben eine große Jugendausbildung. Ich habe vorher nochmal in die Unterlagen geschaut von der Hauptversammlung.

Wir haben insgesamt gerade 135 Jugendlichen in Ausbildung, also Bläserklasse, Vorstufe, Jugendkapelle. Genau, und wie gesagt, die Stadtkapelle ist einfach ein sinfonisches Blasorchester, ja, sind da eher so, sagen wir mal, mehr auf Konzert ausgerichtet. Wir machen natürlich auch im Sommer unsere Feste, die wir haben, aber sonst machen wir eigentlich klassisch eher die Konzerte und natürlich sind wir auch immer wieder auf Wettbewerben und Wertungsspielen dabei, genau.

Okay, wie viele Konzerte macht ihr so im Jahr?

Wir haben das klassische Koncerto, was wir jetzt im April haben, das ist das Frühjahrskonzert, dann haben wir immer eine Sommerserenade, im Juli im Schloss, gibt es immer noch ein Herbstkonzert, meistens ein Kirchenkonzert und dann gibt es noch zweimal Weihnachtskonzerte, immer Samstag, Sonntag. Das machen wir mit allen Orchestern, mit der Jugend und das machen wir auf zweimal, dass wir auch alle Gäste dann in die Stadthalle bekommen, genau wenn natürlich auch viele Eltern kommen und so.

Das heißt, ihr habt quasi so grob alle acht Wochen, alle zwölf Wochen ein Konzert.

Ich habe es noch nie so ausgerechnet, aber wenn du das so schnell sagst, kann es sein. Nein, ich habe jetzt mal überschlagen, wenn du April im Juli, das sind ja es ist natürlich ein bisschen immer so zusammenhängen, es gibt natürlich eine Sommerpause, klar, und dann, aber ja, jetzt haben wir das Weihnachtskonzert gehabt im 4.

Advent und jetzt wieder um 5. April ist quasi das Koncerto, genau. Und was ich jetzt nicht mitgerechnet habe, was wir auch immer noch machen, sind sogenannte Werkstattkonzerte. Wir hatten jetzt vor zwei Wochen ein Probewochenende und da machen wir am Schluss immer noch so ein Werkstattkonzert.

Kannst du für alle Hörer erklären, was ein Werkstattorchester, äh, Orchester sich? Werkstattkonzert Konzert ist.

Ja, wir nennen es halt Werkstattkonzert, weil wir dann quasi nach dem Probenwochenende einfach nicht das Programm komplett durchspielen für uns, sondern wir machen das dann meistens. Wir waren jetzt im Bad Schussenried, haben das über die Tourist-Info auch ausschreiben lassen, das Konzert, haben das auch selbst beworben, sodass Leute kommen können, ja.

Und dass wir einfach ein Publikum da haben. Das halt gleich eine andere Atmosphäre und natürlich auch eine andere Anspannung, um das Programm einmal durchzuspielen. Und das nehmen wir halt Werkstatt Konzert.

Okay. In Ulm ist Erwertungsspiel. Da nehmt ihr dran teil, in welcher Stufe?

Genau, wir machen einen Konzertwettbewerb mit in Stufe 5, 6 in der höchsten Klasse. Und genau, das sind ja zwei Pflichtstück oder ein Pflichtstück, was wir machen. Also wir haben das Turbulenzes von Alexandre Kosmicki ausgewählt, französischer Komponist und machen halt noch selbst was Stück, genau.

Okay. Wann war euer letztes Wertungsspiel?

Das letzte Wertungsspiel, da waren wir in Prag beim Wettbewerb. Das war ein Monat bevor Corona ausgebrochen ist. Kann ich mich erinnern. Das war, glaube ich, Februar und da hatten wir schon sowas munken gehört. Das müsste 2020 geben. Ja, da waren wir in Prag.

Okay. Das heißt, ihr macht auch regelmäßig Wettbewerbe?

Ja, also wir machen auch Wertungsspiele lokal, aber oftmals ist es dann so, dass die natürlich auch vom Zeitpunkt her ein bisschen ungünstig liegen und nicht so reinpassen. Oftmals sind die auch in den Sommermonaten, wo wir so ein bisschen unsere Unterhaltungsmusik dann auf Vordermann bringen. Und also wie gesagt, Wettbewerbe und Werbung spielen.

Das letzte Mal war halt vor vier Jahren und klarten wir ja E-Corona an. Wir machen halt öfters auch so ein paar Projekte, die uns dann binden. Ja, letztes Jahr hatten wir Konzerte mit Andreas Martin Hofmeier. Ach cool. Und hast du natürlich auch von der Literaturauswahl, bist du da ja anders unterwegs, als wenn du jetzt so ein Wettbewerbsprogramm hast.

Ja, ja, klar.

Aber sonst, also seit ich bin jetzt seit 20 Jahren bei der Stadt Kabell und es war schon immer ein Orchester, wo eigentlich regelmäßig auf Werbungsspielen und Wettbewerbe geht. Genau. Wir machen es einfach auch gern und ist immer so ein gutes Ziel, finde ich. Also jetzt für mich persönlich.

Wie bereitet ihr euch jetzt auf Ulm vor?

Ja, wir haben natürlich, sag ich mal, schon viele Satzproben gemacht. Wir hatten das Pflichtstück schon letztes Jahr im Herbst begonnen. Da haben wir auch schon zweimal aufgeführt. Wir haben das schon im Herbstkonzert gemacht und auch schon im Weihnachtskonzert. Das heißt, das haben wir dann schon im Gepäck und auch schon, sag ich mal, live einfach gespielt.

Und seit Januar machen wir das Selbstwahlstück und dann hat es auch ziemlich flott mit Satzproben angefangen. Das heißt, wir haben auch geguckt, dass wir früh Dozenten hatten, also sodass jeder Satz auch mal eine Probe mit externem Dozent hatte, sodass am Probenwochenende bestenfalls die technischen Sachen schon geklärt waren und wir dann schon in die Feinarbeit einsteigen könnten, so weit wie möglich.

Also wir sind Lionorchester. Also es ist logisch, dass wir natürlich da einfach auch Sachen haben, wo da auch bei dem Programm, wo man einfach auch noch, wo noch Probearbeit gelöten muss. Aber das ist eigentlich schon das. Und wie gesagt, wir schieben immer wieder so ein Werkstattkonzert ein. Also es geht jetzt aufs Koncerto, das ist dann das Hauptkonzert und danach fallen zwei Stücke raus.

Wir machen da ja vier Werke, ja, dann sind quasi nur noch die Wettbewerbsstücke im Programm. Und dann wird es auch nochmal einen extra Probetag geben. Wir proben jetzt auch die Ferien durch und werden dann nochmal einen extra Probetag machen, wo wir nochmal ein Konzert in Kirchheim machen, ein Werkstattkonzert.

Und wir machen am 23. Mai noch eine öffentliche Probe mit der Stadtkabelle Bulla Dingen. Die gehen auch auf den Wettbewerb. Da kennen wir den Dirigenten gut und haben uns da abgesprochen, dass man sagt, komm, dann machen wir doch zusammen nochmal was, sodass man einfach so auch die Souveränität bekommt, ist einfach aus Programm, ja.

Wie hält man die Mannschaft bei so vielen Konzerten bei Laune? Oder seid ihr einfach intern so motiviert, dass ihr sagt, klar, dann spielen wir da noch ein Konzert und hier noch ein Werkstattskonzert und jedem ist klar, wir machen das, damit wir auch die Souveränität auf der Bühne haben.

Dann müssten wir jetzt eher unseren Dirigenten Marc Lange fragen, wie wir das machen. Nee, ich sage mal so, wir besprechen das natürlich am Anfang auch, wenn wir sowas vorhaben. Das haben wir schon letztes Jahr besprochen, mit den Registern führen, wo wir gesagt, okay, wir wollen da hin. Und dann gehen wir das eigentlich relativ ernsthaft an.

Wenn wir dann sagen, okay, wenn wir das machen, wollen wir auch einfach die beste Leistung abrufen. Und da haben die Leute schon so eine Selbstmotivation. Es liegt also auch natürlich, finde ich, an den Stücken, also auch das Selbstwahlstück, was wir machen, die Sinfonieta 1 von Bart Piquet. Das ist einfach ein super cooles Stück.

Das macht allen auch mega Spaß, ja, technisch natürlich herausfordernd, langlich, aber total toll. Und da hat natürlich jeder schon so einen Selbstantrieb. Also wie ich das so mitbekomme, ich bin ja auch ein normaler Musiker im Orchester, ja. Wie ich das halt so mitbekomme von den Musikern, ja. Und logisch, es ist natürlich viel Zeit, das ist schon klar.

Und ich kann nur von meinem Satz reden, vom Schlagzeugsatz. Ich habe natürlich mit denen schon im Voraus das Programm durchgesprochen, auch wie wir Satzproben machen. Und die Jungs und Mädels in meinem Satz, die passen natürlich schon auch Urlaube und so danach an. Das ist einfach so, ja. Die gucken dann schon, ah, da wollte ich eins allgemein, okay, muss ich verschieben.

Und ja, das wird dann schon gemacht, weil jeder halt Bock drauf hat auch.

Okay. Du hast gesagt, ihr habt Dozenten da gehabt. Kennen wir da Dozenten? Oder sind das alles Musiker aus eurem Kram?

Nein, nein, das sind also, wir hatten einen professionellen Schlagzeuger da, der ist selbstständig, spielt auch noch in Stuttgart oftmals im Orchester mit. Andreas Buche sein Name und sonst, wir haben schon Dozenten quasi, also professionelle. Das sind jetzt nicht selbst Dozenten. Das machen wir dann meistens die Registerführer selbst, die normalen Satzproben, aber wenn wir einen Dozent holen, ist dann schon jemand, der das hauptberuflich macht.

Wie viele Satzproben macht ihr so, wenn du sagst, okay, wir hatten eine mit Dozent und die normalen machen wir. Wie oft macht ihr das dann?

Also wir im Schlagzeugregister, wir hatten bis jetzt vier und haben noch zwei vor uns.

Okay.

Und so wie ich den Rest mitbekommen habe, die sind, also es gibt natürlich manche Sätze, die sind vielleicht ein bisschen weniger unterwegs, heißt natürlich auch zeitliche Frage. Aber ich sage mal, ich schätze mal, im Schnitt wird jeder schon so vier Satzproben machen. Also drei plus Dozent und unabhängig vom Prowochenende.

Bis Mai gehe ich davon aus.

Okay, da seid ihr Top vorbereitet wahrscheinlich. Und wann ist euer Wertungstermin?

Freitag, 30. Mai um 15.30 Uhr spielen wir. Wir wollten eigentlich Samstag spielen. Wir haben Donnerstag, Himmelfahrt noch immer unser Fest in Kirham, das heißt Hock am Ring. Das ist so einfach so ein Stadtring. Und das heißt klassisch, da müssen wir Arbeitsdienst leisten, da müssen wir Grillen, Bier ausschenken, da haben wir eigentlich zwei Blöcke, wo wir Unterhaltungsmusik spielen.

Dieses Jahr waren wir nur einen Block und dann ist Freitag ein bisschen ungeschickt, aber gut, geht nicht anders. Machen wir Freitagmorgens jetzt noch eine Probe und dann fahren wir hoch zum Wettbewerber. Weil er war wohl, also der Anspruch war wohl, oder ich sag mal, es haben sich viele angemeldet zu dem Wettbewerb.

Und dann war er quasi nur noch Freitagfrei.

Also ich kenne, also ich bin ja auch da mit meinem Verein. Wir machen nur Standkonzerte. Also wir machen keine Wertung. Ich kenne unseren kompletten Ablauf noch nicht so genau. Ich weiß, dass wir Samstags, wir spielen donnerstags. Und samstags machen wir noch ein Standkonzert. Das heißt, freitags muss ich mal gucken, was wir machen.

Vielleicht schaffe ich es zu eurer Wertung. Würde mich ja auf jeden Fall interessieren. Du wolltest ja eigentlich auch, dass deine Frau dabei ist. Die kann ja jetzt leider aus privaten Gründen und Zeitumschätzen. Der Kleine, der Kleine. Wie das immer so ist mit Kindern, die wollen dann nicht so, wie man.

Die kann jetzt nicht da sein. Weil wir wollten ja noch so ein bisschen über Marketing bzw. Instagram und Social Media reden.

Absolut, aber das, also ich hätte sie dabei gehabt, weil sie ist ja offiziell in der Vorstandschaft und ja, ist die Chefin, aber ich sage mal, das Doing. Also sie macht eher so die klassische Pressearbeit und ich mache so die ganze Online-Geschichte, also Instagram und Facebook. Wir machen es natürlich immer, sag ich mal, ich kriege oftmals von ihr die Themen oder verwerte dann auch Printartikel, aber die ganzen Online-Kanäle, die betreue ich, genau.

Und das fand ich halt nochmal spannend, vielleicht auch mal ein bisschen zu erzählen, was wir versuchen zu machen. Wir denken natürlich immer, was interessieren die Leute? Ja, wir wissen ja, Blasmusik ist jetzt nicht so das Genre, was vielleicht einen Stellenwert hat wie, sag ich mal, andere Hobbys oder so.

Oder vielleicht auch die Follower-Anzahlen in Instagram, ist ja klar, ja. Und unser Anspruch ist schon ein bisschen auch, das ein bisschen breiter aufzustellen, sodass Leute Lust drauf bekommen. Und vor allem, dass sie auch wissen, was wir machen. Logisch, wir sind vielleicht ein anderes Orchester wie andere Vereine, die eher traditionell unterwegs sind.

Ja, das machen wir nicht. Ja, wir haben zwar auch Märsche, aber wir spielen jetzt keine Polka oder so. Und dann ist natürlich immer die Frage, welche Themen bringe ich auch, wo ich vielleicht einfach Zielgruppen erreiche, die noch gar nicht wissen, was überhaupt ein sinfonisches Blasorchester ist. Und das versuchen wir halt genau über die Kanäle zu spielen.

Und man kann es natürlich schlecht in der Geschichte nachverfolgen, ob es funktioniert. Wir haben jetzt, glaube ich, aktuell rund, ich weiß gar nicht, 840 Follower oder sowas.

Ich glaube sogar 860, die war vorhin nochmal da.

Ja, genau. Und wir haben, aber ich finde, das Verhältnis zu den Seiten, die wir folgen, ist eigentlich gut. Wir versuchen halt echte Fans zu gewinnen. Also wir wollen nicht, dass wir jetzt 2000 Seiten liken und dann haben wir irgendwie auch 1400 Follower oder so. Sondern wir wollen halt wirklich, dass die Leute auch Bock haben und bei der Stange bleiben und ein bisschen mitverfolgen, was wir machen, genau.

Und wie versucht ihr das? Also wie ist die Herangehensweise dabei?

Also wir machen schon so, ich muss dazu sagen, ich komme aus dem Bereich, ich habe lange bevor ich jetzt vertrieb mache, eigentlich Marketing gemacht, habe da auch viel Social gemacht, ja, also auch professionell, halt nicht in der Branche Blasorchester. Und ehrlich und authentisch ist das Stichwort.

Und wir versuchen halt manchmal Themen zu setzen, die vielleicht wirklich da draußen die Leute interessieren, ja. Um einfach, also zum Beispiel auch, ich habe dir ja gesagt, wir haben jetzt ein Interview gemacht mit Bart Piquet, mit dem Komponist, der von der Sinfonietta. Um einfach auch zu zeigen, okay, vielleicht muss man auch mal einen Weg gehen und auch einen Mut haben, mit dem Komponist einfach zu sprechen, ja, oder ihn anzuschreiben, wo er sowas machen würde.

Ich habe ja nichts anderes gemacht, ja, ich kannte ihn vorher nicht. Ich habe ihm eine nette E-Mail geschrieben, habe gesagt, wir machen das, klar, er kennt unseren Dirigent, er hat ja schon mal ein Werk mit ihm gemacht. Und ich hätte dann die Idee, ob er das machen würde. Und das fand er eigentlich cool.

Und ich denke mal, das kann natürlich für die Leute, die in dem mit die sinfonische Blasmusik unterwegs sind, schon ganz interessant sein, mal einfach andere Themen zu setzen, ja. Wie jetzt immer nur, was machen wir. Klar, wir versuchen auch so einen Einblick zu geben, was machen wir hinter den Kulissen.

Ja, also wir haben auch gezeigt, wie machen die Leute bei uns individuelle Übearbeit, ja, mit Bildern. Wir machen immer, wenn wir so ein Probewochenende oder sowas machen, machen wir ein Real draus, um zu sagen, okay, wie gehen wir vor, wie geht so eine Satzprobe voran. Und wir gucken natürlich einmal, dass wir vielleicht auch so Schnipsel einfach, wo interessant ist.

Ja, also ich habe meine Satzprobe, meinen Schlagzeugern vor drei Wochen und in der Sinfonietta ist eigentlich ein ziemlich anspruchsvolles Xylo-Solo drin.

Das habe ich mir vorhin noch angehört.

Das habe ich einfach mal reingestellt. Ja, das war noch nicht perfekt, das wissen wir auch. Das weiß auch Paul, der das gespielt hat. Aber das siehst du auch, das ist dann schon cool. Und vor allem, das ist dann cool, dass du Leute erreichst, die uns noch nicht folgen. Das siehst du natürlich, das funktioniert ganz gut.

Wenn du da nochmal ein, zwei Follower drüber generierst, freuen wir uns alle. Das ist klasse irgendwie. Und das sind halt so Sachen, was wir probieren. Und wir machen schon einen Redaktionsplan. Das mache ich schon. Also ich überlege mir am Anfang des Jahres oder so vor dem Halbjahr, was sind so die Events, die wir haben.

Ja, jetzt ist es das Deutsche Musikfest. Dann das nächste wird die Sommerserenade sein. Wir waren jetzt am Wochenende, wir haben noch so ein Saxophon-Esemble, das heißt Sax Plus. Das ist unser quasi, das sind auch vier Saxophonistinnen, Phonisten, da waren wir mit Sängerinnen und Perkassionisten, das war ich, waren wir jetzt bei der TICOM, also Tag der Deutschen Choren- und Orchestermusik in Ravensburg.

Und das war dann auch nochmal so ein Punkt, wo wir sagen, okay, das bespielen wir einfach nochmal, ja, auch ein anderes Thema im Endeffekt. Und das gibt es einen Redaktionsplan, der ist ein OneNote und da ist wochenweise setze ich einfach die Themen, okay, zum Beispiel die Woche weiß ich, okay, Samstag ist Koncerto, Koncerto, jetzt muss ich das Koncerto noch ein bisschen bewerben, ja.

Oder habe jetzt am Sonntag das Interview zum Beispiel online gestellt, im Bart, genauso Sachen. Also schon so ein bisschen durch choreografiert, dass man einfach weiß, was mache ich, weil sonst machst du es so aus dem Blauen heraus und weißt gar nicht mehr, welche Themen möchte ich setzen, ja, im Endeffekt, weil du hast ja immer so ein Ziel, ja.

Und genau.

Du hast gerade vorher noch so gesagt, okay, wir wissen, das war nicht perfekt, das Xylophon-Solo. Glaubst du, dass es viele einfach deshalb nicht machen, weil sie Angst haben, dass es nicht perfekt ist?

Also ich sag mal so, wenn ich mal Aufnahmen mache mit dem Orchester in Proben mache, ich bin Schlagzeug, ich höre vielleicht nicht so gut wie ein Bläser. Gucke ich das vielleicht schon mal auch mit Marc und so einem Dirigent an und sage, was meinst du? Wie sieht es aus? Ist okay, Intonation und so, rhythmic.

Man will natürlich so ein gewisses Niveau have, ja, im Endeffekt. Aber ich finde, hey, we are all line, wir sind Hobby-Musiker, das kann nicht perfekt sein, ja, im Endeffekt. We machen das, weil wir Spaß und Freude haben. Das soll ein gutes Niveau haben, was quasi unserem Anspruch entspricht, wie wir auch nach außen hin auftreten.

Und von dem her finde ich, darf das ruhig authentisch sein, da kann auch mal ein Fehler drin sein. Also dazu stehen wir auch, ja. Also finde ich kein Problem. Aber ich sage immer, wenn ich jetzt das nicht selber entscheiden will, dann spreche ich es natürlich mit dem Dirigenten ab, was er meint und sagt, wie sieht es aus, ja.

Wie macht ihr denn klassisch Werbung?

Klassisch, also wir haben jetzt fürs Konzert Plakate, bei uns wird plakatiert in der Stadt. Wir haben natürlich das Ganze auch noch auf online runtergebrochen. Das heißt, was ich auch immer mache, wir haben klassisch eine Facebook-Gruppe, Plakate plus Konzertankündigungen. Ich habe zum Beispiel noch eine Grafik gebaut, wo halt das Programm drauf ist, das verschicken wir dann in unsere Facebook-Gruppe und in unsere WhatsApp-Gruppe.

Und dann postet es jeder im WhatsApp-Status, die posten es in Instagram, die schicken es natürlich an ihre Kontakte. Und wir wirken schon, seit wir das eigentlich so ein bisschen mehr machen, ja, auch seit wir das ein bisschen strategischer machen, die Online-Geschichten, dass da Leute kommen, wenn du da auch manchmal sprichst, die sagen, okay, ja, das habe ich gesehen oder über Freunde so, und ich habe gedacht, jetzt komme ich mal zum Konzert.

Und das ist interessant. Und ansonsten, glaube ich, plakatieren. Wir machen jetzt diese Woche noch in der örtlichen Tageszeitung eine Ankündigung zum Konzert. Wir haben da einen sehr guten Kontakt in der Lokalredaktion. Da kommt auch immer, das wissen wir schon am Samstag, kommt da auch wieder ein Redakteur, der ist auch Musikerstudierter, der macht einen Artikel über das Konzert, das vermarkten wir dann nach und versuchen da natürlich auch dann für die künftigen Konzerte Lust zu machen.

Wie voll sind dann eure Konzerte so, damit man so ein Gefühl dafür auch kriegt.

Das ist schwierig. Also ich sage mal so, wenn natürlich ein Solist da ist wie Andreas letztes Jahr, da waren wir zwei Wochen vorher eigentlich ausverkauft, da haben wir noch versucht, natürlich irgendwie nach hinten aufzumachen, hat natürlich eher gezogen, gut. Und ansonsten die Weihnachtskonzerte sind sehr, sehr gut voll, weil da machen wir ja auch dann immer zwei, weil halt durch die Jugendlichen viel Oma Opa Verwandtschaft mitgehen.

Also mitkommt, ich glaube bei uns in die Stadthalle, wenn die voll gestuhlt ist, 600, 700 gehen da rein. Und ich sage mal, so ein Concerto, also wenn es 300 sind, sind wir schon auch froh. Das ist jetzt nicht so. Kommt ganz drauf an. Also ich kann jetzt die genauen Zahlen gar nicht sagen, muss ich nicht sagen.

Aber so ungefähr halt. Aber daher geht es ja schon mal nach.

Also wenn die Hälfte von der Halle voll is, sind wir schon sehr froh, weil da geht natürlich schon viel über Eigenwerbung. Oder versuchen wir halt mit den Musikern. Klar, wir haben natürlich in Kirlheim und Umgebung oder in Kirlheim, da kennen wir uns, wir sind der größte Kulturtremde Verein in der Stadt.

Aber ansonsten, du merkst es halt, wenn ich zum Beispiel manchmal bekannt einlaube, die denken Blasorchester, ja okay, kennt man ja irgendwie vom Fest. Aber wenn die dann zum ersten Mal da waren und so ein Konzert gehört haben, dann sagen die schon, oh, das hätte ich jetzt nicht erwartet, dass das so ist.

Das ist natürlich schon ganz cool. Ja, aber da musst du das hinkommen, ja. Das kannst du, finde ich, auch wenn du viel online machst, kannst du das nicht vermitteln. Weil, wenn da ein Titel steht, Hounds of Spring over Tür von Alfred Reed, wir wissen das. Auch sonst weiß keiner. Genau.

Ja, ja. Aber ich habe das auch schon gemerkt, natürlich ist meine Reichweite jetzt ein bisschen größer durch den Podcast und so, dass wir auch in den letzten paar Jahren immer mal Leute da haben, die das dann halt bei mir gesehen haben, die jetzt gar nicht so nah dran wohnen und sich das mal angucken.

Und nur weil ich es gepostet habe oder dann nochmal einen Tag vorher und gesagt, ah, okay, wir haben dann doch nichts vorgehabt, wir sind dann einfach mal rumgekommen. Also ich glaube schon, dass das was bringt. Tatsächlich. Und ich glaube nach wie vor, dass das sehr wichtig ist, gerade dann auch Leute, die herziehen, auch irgendwie mal anzusprechen.

Weil du ja sagst, Kulturtreibender Verein, woher sollen die das kennen, wenn man sonst nirgendwo auftaucht, weil zum Konzert werden sie am Anfang nicht gehen, wenn sie mit Blasorchestern nichts zu tun haben.

Genau, genau. Was wir halt viel machen im Bereich Jugend, da gehen wir schon auch in die Stadt, wir machen immer so Jugendwerbungen, also da spielen wir auch mal in der Fußgängerzone, verteilen Flyer, wir machen dann auch verschiedene Veranstaltungen, wo wir dann zum Beispiel in der Stadt, wir arbeiten sehr eng mit der Kirchengemeinde zusammen.

Da gibt es dann auch, sage ich mal, das Gemeindehaus, wo dann die Jugendlichen spielen, das ist dann die Instrumentenvorstellung, dass du da die Leute ziehst. Es ist zwar kein Konzert, aber wir versuchen schon unter die Leute zu gehen, ja. Im Endeffekt, um zu zeigen, okay, was machen wir überhaupt oder wie muss man sich das vorstellen.

Aber sonst, klar, über die Verbandszeitschrift, Tageszeitungen und online und das meiste ist natürlich schon, wie bei vielen Vereinen, Mundpropaganda natürlich und auch im längsten Familienkreis, einen Bekanntenkreis, das ist einfach so.

Welches Konzert würdest du gerne mal machen? Und hast deinen Dirigent noch nicht überzeugen können. Ich selber. Ja, wenn du jetzt, vielleicht hast du ja eine Konzertidee, wo du sagst, ja, ich weiß nicht, ob er da mitzieht.

Müsste ich so spontan nichts, Andreas, muss ich gestehen. Da müsste ich ein bisschen hören, was ich mal Lust hätte zu machen. Ich weiß es gerade nicht. Du darfst gerne überlegen. Was würde ich mal gern für ein Konzert machen?

Gemeine Frage, ich weiß, ich habe das auch nicht, ich hätte es ja vorschreiben können, dass du dir hast.

Alles gut. Ja, ich habe schon warm. Wir haben viel gemacht, wir haben schon was mit, wir machen jetzt im Herbst machen wir die Armed Man von Jenkins, das wird, glaube ich, ganz cool mit Chor, ja. Tu, ich kann es dir spontan nicht sagen, nehme ich sie jetzt nicht.

Okay.

Ich finde, was ich schon immer cool finde, ist schon auch, ist natürlich schon, wenn ein Profi-Solist kommt. Also das machen wir öfters. Das geht dann über Culturing bei uns in Kirchheim unter Tech. Ja, wir haben mit Frank Dubré schon was gemacht, das war eigentlich mega cool. Der war vor viel Jahren, ich weiß gar nicht, ja.

Was hat er gemacht?

Rap So Dean Blue hat er mit uns gemacht, nochmal ein paar Sachen, aber das war halt, er war halt alles ein ganz netter Typ, coole Socke, ja. Es hat total Spaß gemacht, ja. Mit dem Martin war es natürlich auch cool, jetzt mit der Tuba. Also wir haben schon immer wieder so, und das macht schon Spaß, ja, weil ich finde auch, das ist auch, man denkt immer so, naja, okay, du begleitest ja nur der Solist, aber ich finde es für das Orchester immer viel schwer.

Also meine Person.

Ja, ja, auf jeden Fall. Wir hatten ja jetzt auch vor ein paar Jahren einen Tuba-Solisten da und ich finde das bereichert. Und das macht so ein Orchester auch flexibel. Ja. Weil man ja, wie du schon sagst, zwar begleitet, aber das ist ja nicht einfach nur Abspulen. Das ist ja trotzdem mit dem Solisten Musik machen.

Und wenn du dann da jemanden hast, der quasi sehr musikalisch, weil er natürlich nochmal auf einer ganz anderen Ebene spielt, vorgibt, dann lernt das Orchester ja auch einfach. Und natürlich die Menschen, die Komponente, sowieso. Wenn du da einen coolen Typen Frau holst, ist das ja.

Ja, genau. Wir hatten auch mal Artis-Ausstellinger, da war ich aber selbst nicht dabei, wir hatten mal was mit Rockband gemacht, also es war so eine Kooperation. Wir versuchen natürlich auch immer eine Kooperation zu anderen Vereinen in Kirchheim zu machen. Das tut mir auch gut, ja, sei es mit Schulen oder sowas, oder auch wie gesagt, mit Kirren von der Kirchengemeinde, ja, und das ist eigentlich, dass wir da auch ein bisschen, wir sind halt auch heimatlich verwurzelt einfach.

Es ist zwar schon cool, wenn mal jemand kommt, ja. Für uns natürlich auch, weil du bist natürlich auch nah dran an so jemand, was auch für die Musiker total bereichernd ist, ja, mit mal jemand zu reden, wo du sonst vielleicht im Fernsehen siehst oder so. Und natürlich auch für uns schön, wenn du mal vor einer wirklich vollen Halle spielst.

Ja, das ist natürlich schon toll. Das ist einfach so, ja. Man tut viel dafür, aber du weißt es selber, es ist nicht ganz so einfach.

Das stimmt. Ja, jetzt habt ihr noch, wie viele Wochen sind es noch bis Ulm? Ist gar nicht mehr so lang, gell? Acht.

Ja, was ist? 30. Mai? Wie viel haben wir jetzt heute erstmal? 31. Mai. Ja, wir planen das auch so ein bisschen noch vielleicht noch zu schauen. Also ich mache mir auch Gedanken, wie kann ich das, also was wir immer machen, ist, wenn wir natürlich dann so ein Event machen, ich versuche das so gut wie möglich live zu dokumentieren.

Irgendwie. Ist nicht so einfach, wenn du dann selber im Stress bist, einmal Schlagzeuger, weil du immer 65.000 Sachen aufbauen musst. Aber ich will die Leute so mitnehmen, um zu sagen, wie ist der Tagesablauf, jetzt fahren wir hin. Also halt so über Storys machen wir das im Endeffekt. Ja, ich habe auch mal geguckt, wir haben, glaube ich, letztes Jahr dann doch irgendwie fast 550 Storys gemacht.

Das ist echt richtig viel. Aber ich glaube, das funktioniert auch ganz gut, weil wenn jemand Interesse hat und da geht immer was, der ist dann auch dabei.

Ja, ja, auf jeden Fall. Ich müsste, glaube ich, auch mal mehr machen. Ja, es hat Arbeit einfach.

Das ist einfach. Aber du, ich sag mal, du mit einem Podcast, ich glaube, da brauchen wir nicht diskutieren. Du hast ja mega Arbeit.

Ja, das ist nicht so unaufwendig, wie sich das manche, glaube ich, vorstellen.

Aber ja. Genau, so ist es.

Ich sage schon mal vielen Dank für den Einblick in eure Arbeit. Das hört sich alles sehr spannend an. Ich drücke natürlich auch die Daumen. Ja, vielen Dank. Vielleicht sehen wir uns, würde mich freuen, dass das auch gut klappt. Aber so wie das klingt, ihr seid ja top vorbereitet. Ich habe dann ja jetzt das auch schon oft genug aufgefallen.

Und das war die Folge mit Tobias Christoph. Und wenn ihr jetzt eure Arbeit auch vorstellen wollt oder ein Problem habt oder über ein ganz anderes Thema mit mir sprechen wollt, dann schreibt es mich gerne an auf Instagram oder über Blasmusikpodcast.gmx.de. Und ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn wir dazu beitragen können, dass es in der Blasmusik-Stine mehr Vernetzung gibt und mehr Beispiele, bei denen man sich Dinge und Ideen holen kann.

Ich wünsche euch einen schönen Ostermontag oder wenn ihr später reingeschaltet habt, eine schöne Zeit oder macht gut, euer Anwendung.

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