On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 5· Folge 118

Thomas Weiß und Markus Waldhart (Posaune & Sportwissenschaften) - Wie kann ich mir beim Üben Zeit sparen?

Donnerstag, 24. April 2025 · 1 h 38

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Shownotes

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Thomas Weiß hat Bassposaune an der Anton Bruckner Privatuniversität, dem Konservatorium Innsbruck und dem Mozarteum Salzburg studiert. Zusätzlich hat er an der Universität Salzburg Kommunikationswissenschaft studiert und einen einen Diplomlehrgang an der Wirtschaftsakademie Wien, mit Schwerpunkten in Mental- und Fitnesstraining, Rhetorik, Ernährung sowie Organisation und Zeitmanagement abgeschlossen. Seit 2018 ist er Bassposaunist im Mozarteumorchester Salzburg.
Markus Waldhart hat auch Posaune am Mozarteum in Salzburg studiert. Während seiner musikalischen Laufbahn war er unter anderem Posaunist der Brassband Oberösterreich und der R.E.T. Brass Band Tirol. Er war in vielen europäischen namhaften klassischen Orchestern aktiv, unter anderem als Akademist im Münchner Rundfunkorchester. Darüber hinaus war er Mitglied der bekannten Formation Viera Blech. Neben seiner musikalischen Expertise absolvierte er eine umfassende Ausbildung zum Diplomtrainer Athletik, Diplom Coaching Leistungsbereitschaft, staatlich geprüften Personaltrainer, staatlich geprüften Fitnesstrainer B-Lizenz und Leistungsdiagnostik Spiroergometrie. Aktuell unterrichtet er am Tiroler Landesmusikschulwerk und ist als Trainer bei F7- Training sowie in der sportmedizinischen Diagnostik bei Sportsmed 1.0 aktiv.
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Schnitt: Leander Machan
Musik: Dirk Mattes

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Ich glaube, es ist super, wenn man intuitive Phasen hat, aber wenn man Ziel erreicht und man einfach versteht, okay, ich brauche bisher einen Plan und eine Struktur, es geht leichter, es geht effektiver, es geht besser.

Ihr habt mal so schön gesagt, dass eine Generalprobe von einem Musikverein einen Tag vorher eigentlich völlig ungünstig wäre.

Ja, genau. So wie ich schon vorher beschrieben habe, wenn ich mal so von der Tennislehre oder so rübergehe. Also einfach von der Erkenntnis, niemand läuft am Tag vorher dem Marathon einmal ab.

Für mich immer nur, dass die Blasmusik das bleibt, was sie immer schon war, einfach ein Kit in der Gesellschaft, einfach so ein sozialer, so unfassbar schöner sozialer Haufen, so ein Zusammenhalt zwischen Alt und Jung, zwischen egal wer, mit wem. Die schwierigste Frage ist immer so, wie viel Übe am Umfang pro Woche willst du deinen Plan haben?

Und die meisten sind dann einfach einmal eine Minute ruhig und sagen, dann ist Antwort irgendwann ja so drei Stunden am Tag. Also man überlegt sich eigentlich nicht, okay, was ist mein Wochenplan so.

On air drei, drei, da, drei, da. Herzlich willkommen bei OnAir, dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Andy Streck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von OnER dem Blasmusik-Podcast und gleich am Anfang möchte ich Dankeschön sagen.

Dankeschön, dass ihr jetzt seit fünf Jahren dabei seid, denn der Podcast hat vor einigen Tagen seinen fünften Geburtstag gefeiert. Aber auch Dankeschön, weil wir haben die 250.000 Download-Marke geknackt. Also eine Viertelmillion Mal ist dieser Podcast jetzt schon angehört worden. Und dabei allein auf Spotify von über 14.000 Hörerinnen und Hörern, wenn das nicht eine riesige Zahl ist, die beweist, wie viel Anklang die Blasmusik doch hat, dann weiß ich auch nicht.

Also ein ganz, ganz großes Dankeschön, dass ihr seit so langer Zeit mir die Treue haltet. Und wenn ihr es noch nicht getan habt, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, auf Abonnieren zu klicken. Bevor wir zu meinen heutigen Gästen kommen, wie immer der Supporter und das ist Buffy Crampor bzw. ist es B ⁇ S und die Bläserakademie Baden-Württemberg, denn die veranstalten am 18.

Juli bis zum 20. Juli die Trumpet Personalities Days in Ploching. Und da findet jeder, der Trompete spielt, alles, was man braucht. Nämlich ein hervorragendes Dozententeam, bestehend aus Benni Braun, Martin Hutte, Helmut Kastner, Menzel Mutzke, Jan Schneider und Aljoscha Zierow. Und eine große Auswahl an Vorträgen, Workshops von Egerländer Stilistik bis zur Jazzimprovisation ist da alles abgedeckt.

Außerdem natürlich eine Trompetenausstellung der verschiedensten Marken von Buffet Gramport und natürlich auch Konzerte. Wenn ihr dabei sein wollt, dann meldet euch bitte bis zum 1. Juni noch an. Den Link findet ihr in den Shownotes. Meine heutigen Gäste sind Thomas Weiß und Markus Walthard. Beides Posaunisten und beides studierte Sportwissenschaftler.

Beide habe ich kennengelernt bei der Woodstock Academy letztes Jahr, als sie ihr Programm Train Your Play vorgestellt haben. Sie versuchen, Übelpläne zu schreiben mit dem Ansatz aus der Sportwissenschaft und der Trainingslehre, denn eigentlich haben wir ja auch nur Muskel, die wir bedienen und sie überlegen sich, wie müsste oder wie könnte Üben geplant sein, dass es viel effektiver ist, ich vielleicht dadurch Zeit reduzieren kann und an manchen Tagen sogar auch wirklich mal nicht üben sollte.

Wie sollte die Belastung also quasi gut verteilt sein, damit ich meine Ziele so erreiche, dass ich am Konzert am fettesten bin. Es wird immer wieder von Typen die Sprache sein. Das ist die Abkürzung für ihr Programm Train Your Play, beziehungsweise Menschen, die ihr beraten werden. Also falls ihr euch wundert, welche Typen hier gemeint sind, das sind die, die in diesem Programm sind.

Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Thomas Weiß und Markus Waltert hier im Blasmusik-Podcast. Mein erster Gast hat Bas Posaune an der Anton Bruckner Privatuniversität, dem Konservatorium Innsbruck und dem Mozarteum Salzburg studiert. Zusätzlich hat er an der Universität Salzburg Kommunikationswissenschaft studiert und einen Diplom-Lehrgang an der Wirtschaftsakademie Wien mit Schwerpunkten in Mental- und Fitnesstraining, Rhetorik, Ernährung sowie Organisation und Zeitmanagement abgeschlossen.

Seit 2018 ist er Bassposaunist im Mozarteum Orchester Salzburg. Herzlich willkommen, Thomas Weiß. Servus. Mein zweiter Gast hat auch Posaune am Mozarteum in Salzburg studiert. Während seiner musikalischen Laufbahn war er unter anderem Posaunist der Brassband Oberösterreich und der RET Brassband Tirol.

Er war in vielen europäischen namhaften klassischen Orchestern aktiv, unter anderem als Akademist im Münchner Rundfunkorchester. Darüber hinaus war er Mitglied der bekannten Formation Viererblech. Neben seiner musikalischen Expertise absolvierte er eine umfassende Ausbildung zum Diplom-Trainer Athletik, Diplom-Coaching Leistungsbereitschaft, staatlich geprüften Personal Trainer, staatlich geprüften Fitnesstrainer, B-Lizenz und Leistungsdiagnostik Spiroergometrie.

Herzlich willkommen, Markus Walthardt. Hallo, danke für die Einladung. Ihr beiden, bevor wir so richtig starten, es gibt eine Tradition in diesem Podcast und das ist die erste Frage, nämlich welches Musikstück habt ihr euch als letztes bewusst euch angehört?

Lustigerweise bewusst vor drei, vier Tagen gemeinsam mit dem Philipp Haas, der gerade bei mir in Uganda auf Besuch war und es war ein Live-Video von einem Schager-Event in Melk. Und es war James Morrison und Thomas Gantz und die ganze Big Band Riese dahinter. Ziemlich fancy. Kann ich sehr empfehlen, sich das Video mal anzuschauen.

Es wird auf jeden Fall schnell mittendrin.

Ich glaube, ich kenne das. Markus, das war der Einstück.

Ja, tatsächlich ganz was aus einer anderen Genre. Bei uns ist momentan alles im Faschings- und Fasnachts-Fieber in Telves und ich bin da rüber und da war ein bisschen Party. Und dann sind ein paar so Hits gelossen und ich habe mir tatsächlich eine Nummer von der Melissa Naschenbank angehört, weil ich mir gedacht habe, das kann sowas werden, wenn man das arrangiert.

Ja, das habe ich mir ganz bewusst angehört und habe versucht, irgendwas krass zu machen.

Ich kenne die gute Dame gar nicht. Wer ist das?

Ja, das ist so eine Sängerin aus dem volkstümlichen Genre. Und ja, so ein bisschen in die Richtung Andreas Cavalier, aber die weibliche Person dazu.

Okay.

Also tatsächlich nicht unbedingt das, was sonst mein Musikgeschmack wäre oder so.

Man musste ich nicht rechtfertigen. Doch, heißt das? Doch, doch, in dem Fall schon. Ich wohne ja mittlerweile in Mainz, Mainz ist ja auch eine Fassnachtshochburg. Ich habe auch schon meine erste Sitzungsprobe zumindest hinter mir. In zwei Wochen geht es bei mir dann los. Also, okay. Ich kann das bisschen nachvollziehen.

Ich mache jetzt heute auch mal das erste Mal die Markus Lanz-Frage aus dem Podcast, wo erreiche ich euch? Weil Thomas hat ja schon so ein bisschen anklingen lassen, dass er gar nicht in Europa ist. Markus, du bist in Österreich. Genau, ich bin bei mir zu Hause, ein Pfaffenhofen. Thomas, du sitzt gerade?

Ich sitze in Kampala, Uganda. Genau, bin zwei Stunden voraus und habe seit circa zweieinhalb Monaten keinen Probe mehr getragen. Ganz angenehm eigentlich.

Das kann ganz gut sein, ja. Was du genau in Uganda machst, das besprechen wir mal separat. Haben wir ja schon mal geschrieben, dass wir das mal separat machen, weil das ja auch was mit Musik zu tun hat. Das soll aber nicht unser Thema heute sein. Bevor wir so richtig in euer Thema einsteigen, so ganz kurz, wie kam Musik in euer Leben?

Okay, bei mir hat es ganz natürlich ergeben, dadurch, dass ich aus einem kleinen österreichischen Dorf kam, in dem Ort wohnen 500 Einwohner, Böham. Ist immer gut, wenn ich den Namen nenne. Doch noch immer das Dahorn. Dort wohnen ungefähr 500 bis 600 Menschen und davon sind 55 Teil der Blasmusikkapelle.

Und die Blasmusikkapelle ist dort einfach das Herz vom Ort. Jede Veranstaltung, die ganzen Festel im Ort, alles läuft über die Blasmusik und natürlich sind dann Verwandte in der Musikkapelle gewesen, unter anderem der Papa, der an der Posaune sitzt und so war der Weg eigentlich ziemlich natürlich in der Musik.

Bei dir, Markus?

Bei mir war es eigentlich genau dasselbe. Also aufgewachsen in dem Dorf, in dem ich jetzt da wohne und lebe und dort halt die Verwandtschaft von Papa bis Opa und Onkels und alle bei der Blasmusik tätig und genau so bin ich da dazu gekommen und das hat mir halt dann Spaß gemacht.

Okay, wann kam bei euch die Entscheidung, das beruflich zu machen, Musik zu studieren?

Bei mir war das eigentlich relativ spät. Ich war in der Schule, ich habe mich lange nicht entscheiden können, was ich eigentlich glaube ich mir später mache. Dann war ein Schicksalsschlag ein bisschen und dann hat sich irgendwo, also in der Familie und dann hat sich irgendwo die Musik so als mein Schlupfloch so ein bisschen oder meine Heilung.

Hat mir extrem gut getan und dann habe ich da immer mehr musiziert und geübt und gespielt. Und so ist dann irgendwann der Gedanke entstanden, vielleicht nicht Kindergärtner zu werden oder sowas, sondern, das war lange mein Wunsch, sondern vielleicht doch Richtung Musikgymnasium einfach sich zu melden.

Und habe das dann, genau, habe die Aufnahmeprüfung dann gemacht. Und so ist dann eines zum anderen gekommen und es hat mir dann einfach Spaß gemacht, ja.

Ich glaube, für mich war das in der Zeit irgendwie sogar ein bisschen vorgeben. Man war ein talentierter Bursch, so wie wir Clique im Bonga aufgewachsen sind. Und dann ist man einfach irgendwie reingerutscht in die Ausbildung an der Uni. Ich habe wirklich als junger Student und ich glaube, da sind wir uns ähnliche und der Markus, wir haben wirklich keine Ahnung gehabt, eigentlich in was für Feld wir da uns reinbewegen, die Klassik.

Wir waren halt die junge Burschen vom Land, die gern gespielt haben. Und dann kommt man an die Uni und dann wird man besser und irgendwie für mich persönlich hat sich das irgendwie so von Jahr zu Jahr irgendwie zusammengesetzt. Und ich glaube, das ist ein bisschen das, was für uns beide halt nur das Gleiche ist.

Deswegen ein Typ. Wir waren immer schon interessiert, was außerhalb der Musik stattfindet und haben deswegen auch immer andere Sachen gemacht. Aber ja, es hat sie irgendwie. Manchmal zu oft vielleicht dann. Manchmal zu oft sogar. Deswegen bin ich an der Passbusanne hängenblieben, weil in der tiefen Lage braucht es ein bisschen weniger Aufwand manchmal.

Genau, aber glücklicherweise setzen sie die Dinge oder irgendwie fügt sie dann im Laufe des Jahres alles ein bisschen und natürlich, auch durchs Umfeld, man rutscht dann irgendwie rein, trifft Kollegen, die das gleiche Ziel haben und ja, irgendwann visiert man einen Job mit einer Musikbranche dann irgendwann wirklich konkret an.

Was ja sehr auffällt, wenn man eure Lebensläufe so kurz vorstellt, ich mache immer, bevor ich in das Gespräch gehe, spreche ich mit meiner Frau darüber. Und ich habe ihr vorhin das vorgelesen. Und die erste Frage war, wann machen die das alles? Und die zweite Frage, die kommt dann von mir, warum hat euch das Musikstudium nicht gereicht, dass ihr da noch etliche Dinge drauf gelegt habt?

Ich glaube, bei mir ist es ein prinzipiell immer schon Interessenskonflikt und in Anführungszeichen. Ich war als junger Bursch immer schon unfassbar begeisterter Sportler. Ich habe ewig lang im Fußballverein gespielt und da hat es mit 13, 14 schon irgendwie angefangen, dass man mehrere Interessen hat.

Und ich glaube, bei mir persönlich ist es so, dass ich wahrscheinlich gern wo hinschaue und Sachen sehe, die man verändern könnte, positiv. Und dann hat es für mich einfach einen wahnsinnigen Reiz, wenn man sich mit etwas auseinandersetzt und einfach überlegt, okay, wo ist unser Potenzial, uns zu verbessern.

Und da haben wir in der Musikwelt wirklich viel und wir hätten im Studium uns teilweise andere Sachen gewünscht oder gern anderes Wissen angeeignet bekommen. Und glaube ich, dann rutscht man rein. Und ich glaube, es ist so gesund für einen Berufsmusiker, dass man seine Fühler nach links und rechts erstreckt, halt einfach ein bisschen frisch im Kopf.

Ich finde das eine spannende Frage eigentlich an die von deiner Frau. Warum hat uns das nicht ausgereicht? Also wann wir das machen. Das zeitliche Organisation ist, glaube ich, etwas, was man, wenn man irgendwie etwas auf ein gutes Niveau bringen will, ob das Musikspielen ist oder einen Alltag bewältigen oder vielleicht immer später Kinder und Frauen und Kind und Beruf und am Haus.

Manche schaffen das und vielleicht manche weniger. Und das war nie das Problem bei mir. Also ich habe gefühlt dann immer noch eine Zeit gehabt für einen guten Kaffee bei meiner Oma mit einem leckeren Kuchen oder so. Also irgendwie habe ich nicht das Gefühl, es ist zwar zu kurz gekommen. Aber das Zweite, das ist eben die Frage, hat das nicht ausgereicht?

Das finde ich eigentlich schon spannend. Und da geht es ähnlich wie in Thomas. Also es war Sport, war einfach immer sehr präsent. Und das Musizieren, natürlich war das schon extrem tagesfüllend oder auch das Studieren. Also ich habe schon wirklich extrem viel geübt. Aus heutiger Sicht gesehen, jetzt zu viel natürlich.

Wie der Tom schon gesagt hat, andere Sachen, die vielleicht niemand anders machen könnte oder hätte machen können. Aber es war halt spät, war irgendwo dann so, das war so meins einfach. Das war so, da hat mir niemand reingeredet eigentlich. Kein Professor, kein Lehrer, kein Publikum eigentlich, weil das war, wenn dann anders, wenn ich so die, wenn ich bei Rennen mitgemacht habe oder so, ganz irgendwie anders.

Das war so mein bisschen. Das war ein bisschen intima. Und deshalb hat das immer da sein Mies in dem Fall zu müssen. Aber ich brauche gefällt. Und bin so ein Typ, glaube ich, vielleicht dann auch immer was Neues sucht. Nachdem ich Haus gebaut habe, habe ich mir denkt, voll cool, weil ich jedes Wochenende einfach Esstrich legen oder Regen gespach.

Also das hat man einfach echt getaugt.

Okay, die Faszination habe ich während des Umbaus leider nicht gehabt, dass ich da jetzt Bock gehabt habe, das weiterzumachen. Aber okay. Also eigentlich hätte ich jetzt Lust, noch mehr in die Richtung zu gehen, aber es soll ja heute eigentlich um was anderes gehen. Deswegen klammern wir das mal aus, vielleicht kommen wir doch nochmal irgendwie zurück.

Es geht ja quasi darum, ihr habt ein neues Konzept entwickelt, Train your play. Meine Frage ist, wie sah das Üben bei euch damals im Musikstudium aus? Und wann kam der Punkt, dass ihr gesagt habt, boah, Moment, irgendwie müsste man da mal nochmal drüber nachdenken?

Ja, also ich kann von mir sprechen, vom Daumen habe ich es ja miterlebt, wir haben gewohnt, wir waren 24 Stunden gefühlt am Weg, Tag und Nacht und mit Üben. Also mein Üben, mein Spielen war geprägt von Unmengen an Umfang. Stunden, stundenlanges Üben. Ich habe es als Üben empfunden. Es war viel Spielen, glaube ich, dabei.

Das wäre die nächste Frage nämlich gewesen.

Ja, also ich glaube, es war viele Spielen und es war einfach extrem viel Umfang. Und wie ich schon gesagt habe, das Sportliche war damals schon während des Studiums zu mir sehr präsent. Ich war dann schon, also ich habe selber einen Trainer gehabt, habe Trainingspläne gehabt und bin auch ambitioniert angegangen mit Rennen für Punkte und so gibt es so Ligen auch im Radsport, was das ist gewesen damals.

Und irgendwann hat sich das so ein bisschen ergeben. Ich bin dann sesshaft worden so gesehen, habe dann einfach entschieden, ich wäre nicht die große weite Welt bereisen, mit der Posaune in die Orchester, sondern habe dann zu Hause eine Stelle angetreten als Musikschullehrer einfach. Und dann hat sich das ergeben, auch mit einer Band einzusteigen und so.

Und dann habe ich gemerkt, okay, ich kann jetzt dadurch, dass ich nicht mehr so viel üben muss, damit ich vielleicht immer das Gefühl habe, ich muss 24 Stunden immer präsent sein, kann ich einmal weniger üben und auf einmal mehr spoteln. Ich kann einmal gar nicht üben und viel spoteln, kann einmal nicht spoteln und nicht üben und habe Zeit für ganz was anderes.

Und so hat sich irgendwie so, haben sich die Wellen auf einmal abgetauscht. Viel Musik, wenig Musik, viel Spot, wenig Spot, viel Freizeit, wenig Freizeit. Und ich bin der Beitrag ein bisschen schlechter. Sonst im Gegenteil, ich habe gemerkt, boah, es tut mir gut. Natürlich auch vom Kopf her tut sowas gut, wenn man einfach einmal was Fixes hat.

Das ist ja auch ganz klar, das weiß ich jeder, das gibt einfach Sicherheit. Aber alles andere habe ich gemerkt, ich bin da dann schon, glaube ich, so sensibel genug gewesen, dass ich das gespürt habe, so jetzt am Ansatz, an der Leichtigkeit, am Körper. Und es ist eigentlich alles besser geworden. Ich habe gefühlt besser gespielt oder ich glaube, es ist besser geworden.

Ich habe mehr Leistung gehabt am Radl und ich glaube, ich war auch privat ausgegriffen. Und da haben wir uns da irgendwie gedacht, ja gell, wieso probieren wir sowas nicht irgendwie mal aufzuschreiben? Wieso muss der nächste das auch so zwanghaft anders falsch machen, wie wir es gemacht haben.

Ich glaube, bei mir war im Studium Nebenumfang einfach sehr, sehr viel ungeschickte Situationen dabei. Dadurch, dass wir für meine Erinnerung natürlich hat man sich ein bisschen Gedanken gemacht, wie übe ich die nächsten Tag, aber eigentlich im Wesentlichen ist man üben gegangen und am nächsten Tag ist man einfach wieder hingegangen und hat ausgecht und hat es ohne Idee einfach wieder gut den ganzen Tag.

War das bei dir üben oder war es auch eher spielen?

Eher schon sehr viel spielen. Aber spielen ist ja nichts Schlechtes. Aber wenn es geplant stattfindet oder wenn man es einfach bewusst macht, ist es eher noch umso schöner. Aber natürlich, welcher Mensch kann denn über sechs Stunden Aufmerksamkeit aufrechterhalten? Und die haben ja damals auch nicht wirklich variiert und haben dann irgendwie Körperübungen oder mentales Training oder Auftrittstraining oder was auch immer, unter unseren Alltag gemischt, sondern es waren sechs Stunden nach der Lippe einfach wirklich.

Und ich glaube, der große Punkt bei der Veränderung bei mir ist wirklich erst dann basiert, wie wir angefangen haben, uns mit diesen Plänen auseinanderzusetzen. Ich glaube, was ich in einem gewissen Bereich extrem verändert habe, war vorher dem Probispiel in Salzburg, weil das war mir wirklich wichtig.

Das war für mich so eine Grundsatzentscheidung, entweder diese Stelle oder was anderes. Und da habe ich mir dann wirklich in den letzten Wochen und Monaten extrem umgestellt und irgendwie von der Frühstücksroutine bis zur Schlafenszeit bis zum Kaltduschen, Warnduschen, zu Fuß hingeben mit dem Radl, die Auftrittssituation in diesem Saal hunderte Male trainiert.

Und das hat mir dann schon prägt, weil ich einfach in dem Moment gemerkt habe am Proberspieltag, wo eigentlich so viel Druck da war, wenn ich wirklich strukturiert und sinnvoll vorbereitet bin, dann kriege ich so eine Sicherheit, dass ich nach meiner ersten Runde im Probyspiel nachher auf die Frage, wie war es, geantwortet habe, ich habe keine Ahnung.

Ich habe gewusst, dass nichts Großartiges da drin passiert ist, aber trotz diesem riesigen Druck und eigentlich einer großen Lebensentscheidung war das so ein geiles Erlebnis, dass einfach man merkt, okay, wenn ich mir wirklich mir überlege, wie ich an den Punkt komme, und das sind natürlich Schritte zurück in der Vorbereitung, und dann funktioniert es, das habe ich gerade ganz gelernt, der Moment fühlt sich nämlich immer noch ziemlich gut an.

Und das hat mir wahrscheinlich schon sehr prägt, dass man einfach sich wirklich Gedanken machen sollte, wie erreiche ich ein Ziel und was muss ich dafür machen. Und wenn das immer nur ist, dass ich einen Schritt mehr mache wie jeder andere, dann wird der Skifahrer deswegen vielleicht ins Lalom dringer, weil er einmal mehr den Ski präpariert hat oder vielleicht nur extra Trainingseinheit eingelegt hat oder mehr Hirn verwendet hat.

Und ich glaube, das ist schon einfach wahnsinnig interessant mit diesen Plänen. Und soll schlussendlich für mich als Postperson ist immer dazu führen, dass man effizient ist und deswegen Zeit spart. Weil das Leben ist schön und da draußen ist so sehr viel. Und wenn ich nur zwei Stunden üben muss und trotzdem so effektiv bin, wie wenn ich fünf Stunden üben kann, cool, dann habe ich noch Zeit für Familie, Freunde und Berge und was weiß ich sonst immer noch.

Okay. Also ihr habt es ja schon mal so ein bisschen angesprochen, jetzt es geht um Übelpläres schreiben. Könnt ihr euer Konzept mal so grundlegend darlegen, was es mit diesen Übelplären auf sich hat, woher der Gedanke kommt und was so ein bisschen dahinter steckt?

Ich fange mit dem Grund-Gedanken an, das ist schon wieder Geschichten. Du wirst schon merken, wir werden sehr viel Geschichte drucken. Das ist gut. Typisch für Österreicher. Der Startpunkt ist eigentlich, ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, 2019. Ich bin auf meinem erfolgreichen Probespiel mal kilometerweit von meiner Posaune weggeradelt und habe alles andere gemacht und bin unter anderem Radlrennen gefahren als ambitionierter Hobby-Amateur, völlig wurscht, welches Ergebnis, aber trotzdem habe ich gewusst, der Markus schreibt Trainingspläne.

Und da habe ich zu Markus noch gesagt, schreib mir einen Plan für die letzten Wochen vor diesem Rennen. Und unter anderem sind da in diesen letzten drei, vier Tagen wirklich Sachen drin gestanden wie am Tag davor aktiviert die Gur, den auf keinen Fall am Schluss lasse die Spannung im Muskel und in die Spannung für morgen für das Rennen als Vorbereitung als Aktivierung.

Und ich habe den Plan mir so angeschaut und habe irgendwann gedacht, warum habe ich eigentlich sowas, das ganze Studium gemacht? Weil da sind so viele Parallelen drin gesteckt. Natürlich haben wir ein bisschen Struktur gehabt, ob wir am Tag davor vielleicht weniger üben oder ja, was auch immer, aber es war einfach sehr ohne Plan.

Und ich glaube, das war einmal der prinzipielle Startpunkt, dass wir angefangen haben, einfach die Praxis von einem Musiker, als erstes Beispiel von Blechblöser, weil wir beide Blechblöser sind, einfach mit der Praxis in der Trainingswissenschaft und in der Planung Sport zu vergleichen. Ja, und dann ist das eher eine ewig lange Phase worden, in der wir uns einfach wahnsinnig viele Gedanken in verschiedene Richtungen gemacht haben und auch manchmal gescheitert sind und gesehen haben, okay, das kann man nicht vom Sport auf die Musik kopieren, weil natürlich viele Dinge anders sind.

Es ist Druck im Spiel, es ist viel mehr Gefühl. Wir haben eine Zeit lang wirklich exzessiv herum überlegt, was könnten wir messen als Startpunkt. Könnten wir eine Anamnese machen, auch irgendwie medizinisch hinschauen. Vielleicht ist es ein Ding der Zukunft, dass man sich etwas überlegt oder dass man etwas entwickelt, aber das ist eigentlich ein Riesending.

Und ich kann körperlich einfach im Sport, das kann der Marco sicher besser erklären, viel klarer Werte und körperliche Werte und Wattwerte messen und anhand dessen einfach eine Planung starten. Genau, deswegen war es ja so ein Auf und Ab in der Ideenfindung. Ja, aber ich glaube, das Interessanteste ist einfach, wenn wir anfangen, diese Praktiken zu verknüpfen.

Und wenn der Markus in unseren Workshops ab und so Geschichten erzählt oder Anekdoten aus dem Sport, dann wir sind ja selber so oft, wenn wir die Pläne dann geschrieben haben, wo wir uns gedacht haben, okay, was machen wir da eigentlich in der Musik? Weil das ist völlig, völlig verruckt, wenn man sich das anschaut, wenn man das vergleicht mit Sportlern.

Aber da kann der Markus sicher mehr dazu sagen.

Ja, genau. Es war viel, glaube ich, auch so, Thomas, oder? Thomas Sagen ist total komisch übrigens zu dir, gell?

Das macht es so ein bisschen.

Viel war durch das, dass ich halt die Trainertätigkeit dann schon ausgeübt habe, dass man uns dann irgendwann überlegt hat, das kann doch irgendwie schon beim Musikern klappen, beziehungsweise das muss doch auch klappen, weil wenn man den verglichen, den Profi oder ambitionierten oder Amateur, Sportler, ist ja total egal mit dem Musiker, aber beide haben eigentlich das Problem oder die Aufgabe und die Herausforderung, am Tag X irgendwie leistungsfähig zu sein.

Ob das das kleine Vorspiel ist, ob das das Frühjahrskonzert ist oder ob das ein Probespiel ist oder ein Solo oder ist ja wurscht, was das dann ist. Aber es gibt halt die persönliche Herausforderung, auf welcher Ebene auch immer das einmacht vor dem. Und jeder hat den Anspruch, am Tag X gut zu sein. Und dann haben wir uns halt da immer wieder angeschaut, wie machen denn das eigentlich mir Sportler?

Oder der Sportler und wir machen das mir Musiker. Und eigentlich ganz wenig Musiker haben ein Konzept gehabt. Da haben wir viel herumgefragt und selber, was macht man denn eigentlich am Tag davor? Was macht die Wochen davor? Und bei den Musikern war immer das tägliche Abklopfen irgendwo dann. Es muss gefühlt jeden Tag immer alles gehen.

Und das ist halt dann im Stoß absolut nicht, oder? Der User-Dold ist nicht jeden Tag 9,54 M oder 9,56 oder was ich weiterkommt gelaufen. Und die Planet wird es nicht jeden Tag 6,34 m. Aber der Musiker spielt jeden Tag seine Töne, seine Bindungen und hin und her. Aber oft nicht, weil es muss, sondern einfach, weil er das Abrufen braucht.

Und damals überlegt, das kann man ganz in anderen Periorisierung machen, weil es gibt halt so Gesetze, denen folgt der Körper. Das ist dann die Trainingslehre und da habe ich mich dann eingebracht. Und da gibt es halt so ein paar Gesetze, ob das eine progressive Belastungssteigerung ist, oder einfach das Modell von einer Superkompensation, auf das baut viel auf, oder?

Wenn ich halt einen Reiz setze, dann ermüde ich einmal zuerst den Körper. Ich bin nach dem Training oder nach dem Reiz, auch wenn das eine Übenphase ist oder ein Üben oder ein Konzert oder ein Rennen neben, bin ich müde und ich muss mich dann einmal erholen. Und als wenn ich mich dann genug erholt habe, dann überkompensiert der Körper mal kurz und ist in der Superkompensation, heißt es dann, oder er ist dann einfach kurz ready, weil Angst hat, es kommt wieder, der reizt.

Und dann der nächste Reiz kommt, dann steigert sich das Niveau. Aber bei Musiker ist ja oft es jeden Tag reiz, reiz, reiz, reiz, reiz. Und wir kennen das aus der Züche. Und das ist dann jeden Tag reiz, reiz, reiz und zu viel, zu viel, das geht nach unten. Das ist dann diagnostiziert Burnout, oder? Und was passiert auf einer Burnout-Clinic?

Die gehen spazieren, die haben gute Gespräch, die gut wissen. Da wird dann wieder irgendwo aufgebaut. Und beim Sportler ist das halt nicht so. They had a ruhe tag. They have a leichte, they had a hard Einheit, this had always few more variations and variants and felt that year 10 years in the training level.

And this has probably sounded like a lot of the things that we're going to do.

Also es hieß halt, das ist das. Und dann steht man da halt eine, was weiß ich, vier, fünf, sechs Stunden in dem Raum, geht vielleicht zwischendrin mal noch einen Kaffee trinken, weil man irgendwo mal gehört hat, okay, man sollte zwischendrin doch immer eine Pause machen. Aber warum hat das jetzt so lange gedauert, bis ihr drauf kam, dass man vielleicht da mal auch sportwissenschaftliche, körpergesetzliche Kenntnisse darauf ansetzt.

Und nicht einfach nur, okay, Instrument mach einfach.

Ja, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich glaube einfach, erstens haben es ganz viele Musiker einfach zu einem unglaublich hohem Niveau auch so geschafft, oder? Mit einfach ganz viel Umfang. Wie viele dadurch rost gefallen sind, werden wir nie erfahren. Also es hat einfach schon auch sehr oft funktioniert, aber ich glaube auch ganz oft mit funktioniert.

Und manche haben halt auch das Glück gehabt bei mir, dann sind wir vielleicht bei einem Professor gewesen, dem war das auch echt einmal, unter Anführungszeichen, egal, wenn man mal gemüht war beim Unterricht oder mal einfach dann nicht fit war. Und der hat dann mit einem Stunde Rette gespielt und dann aufgeheitet und das war gut und ist auf ein bisschen gegangen.

Und er hat dann so viel bewirkt mit der leichten Einheit anderer schickt, die vielleicht dann nicht rübergekommen. Dann muss ich wieder drei Stunden rüber und so. Also ich weiß es ehrlich gesagt nicht, warum das so lange dauert hat. Ich frage mich auch immer, warum haben sich so viele Kinder auf der Heldplatten verbrennen müssen, bis einer mal die Idee gehabt hat, nicht immer zu warnen.

Selbsterfahrung ist wichtig, die hause Hellplatte, aber irgendwann war einer so schlau und hat gesagt, okay, jetzt haben sie recht viele Finger verbrennt, Induktion. Genial. Vielleicht haben wir nicht, wir haben nichts Neues erfunden, vielleicht ist ein bisschen Induktion. Es geht schneller, aber es tut weniger weh.

Keine Ahnung. Ja, spannend, das ist spannend auf jeden Fall.

Bin ich in Uganda-Koch mit Gas. Ich glaube, es ist wahrscheinlich einfach ein Generationending, aber warum das wilde ist, wenn man zurückdenkt, entweder man hat Glück und die Connection zu seinem Professor oder zu seinem Lehrer funktioniert. Weil ich kann mich erinnern, wie jung war, das Internet war vielleicht Gott sei Dank in manchen Bereichen noch viel kleiner.

Wie alt bist du, damit die Zuhörer das einschätzen können?

34 geht noch. Das war dann wahrscheinlich so vor 16 Jahren ungefähr. Weil ich richtig gerechnet habe. Genau, jetzt, glaube ich, ist das Problem für Studenten oft, dass die Fülle an Informationen so riesig ist, sodass man einfach das Problem hat, dass man filtert. Aber bei uns in dieser Zeit war einfach, wie ich ein junger Student war und in Linz studiert habe, ich habe blind das gemacht, was mir mein Professor gesagt hat.

Und wenn der Professor gesagt hat, vor einem Vorspielabend übst du zwei Stunden, dann habe ich zwei Stunden geübt. Und ich glaube, aus dieser Zeit kommen wir einfach in einer musikalischen Beziehung, Erziehung ein bisschen, wo wir einfach das gemacht haben, was ein Mensch sich gedacht hat. Und da sind natürlich großartige Musiker und Pädagogen auf diese Unis unterwegs gewesen.

Aber trotzdem ist es eine Meinung, das muss nicht funktionieren. Und ich glaube, das, was wir jetzt machen, ist einfach, es ist ja im Prinzip lustig, warum es noch nie passiert ist, weil es ist ja jetzt nicht der unlogischste Gedanke, dass man die zwei Disziplinen verbindet und dann einfach ein bisschen hinschaut.

Ich habe auch keinen Antwort auf die Frage eigentlich keine Ahnung.

Ja, vor allen Dingen, weil ja doch auch viele Profimusiker, zumindest jetzt so in den letzten Jahren, auch gute Sportler sind. Also es ist ja jetzt nicht mehr so abwegig, dass die Profimusiker nur noch Schnitzel essen gehen, sondern auch da schon irgendwie hat sich da ja auch was geändert. Also so ein Körperbewusstsein ist ja auch schon da.

Ich glaube, das ist ja was, was wir bemerkt haben, diese Menschen, zum Beispiel der Luca Manni von Viererblech war einer unserer ersten, der in die erste Testphase mit uns gegangen ist. Und der Manni hat eigentlich in diesen Monaten festgestellt, dass er eigentlich sehr viel richtig macht, weil der Manni sein Leben lang daneben schon immer ein sehr sportlicher Mensch ist und auch aus dem Sport einfach gelernt hat, dass er eine Pause braucht, dass er ab und zu längere Einheiten braucht, ab und zu wirklich mal was eine Spitze mit mehr Intensität.

Und es war eigentlich bei uns in der Entwicklung ganz ein cooler Moment, weil wir gemerkt haben, dass der Mann gesagt hat, okay, sehr viel in diesem Plan ist eigentlich ähnlich wie mein Alltag ausschaut. Und der Mann ist ein bisschen öfter wie ich und spielt, glaube ich, wirklich noch immer auf einem sehr, sehr hohen Niveau.

Und das war eigentlich eine erste coole Bestätigung für uns. Und das ist schon was, was sich sorgt, wenn man wirklich auch einen Bezug zu seinem Körper hat und ein bisschen ein Gefühl dafür, wann brauche ich meine Regeneration, wann kann ich meinen Mefang machen? Wenn man dazu einen körperlichen Bezug hat, dann tut man sich wahrscheinlich in der Musik auch eher leichter damit.

Angenommen, also ich werde jetzt hören und denke mir, wow, das klingt nach einem ganz spannenden Konzept. Ich komme zu euch. Was passiert als erstes? Was macht ihr mit mir?

Das ist nichts Schlimmes. Was macht ihr mit mir zu Schlimmklungen? Also in der ersten Kontaktaufnahme wird einfach mal telefoniert und dann erkläre ich den hoffentlich neuen Typen einfach, wie es funktioniert, wie es abläuft. Wir checken einfach auch ein bisschen, ob was sind, bestehende Routinen. Und wenn wir dann einfach entscheiden, dass wir in die Planung gehen, dann wird es wieder ein zweites Gespräch draufgeben und da werden diese Themen einfach mal vertieft.

Da schauen wir ein bisschen auf Stärken schwächen. Wir schauen uns eine Überroutine an. Die schwierigste Frage, und das ist immer, das zeugt eigentlich schon, wie wir denken. Als Musiker, die schwierigste Frage ist immer schon, wie viel Übe am Umfang pro Woche willst du in einem Plan haben? Und die meisten sind dann einfach einmal eine Minute ruhig und sagen dann das Antwort irgendwann ja so drei Stunden am Tag.

Also man überlegt sich eigentlich nicht, okay, was ist mein Wochenpensum? Genau, und solche Dinge klopfen wir einfach gemeinsam ab. Und genau gleich auch wie Einschränkungen, wenn das jetzt zum Beispiel immer heißt, Montag ist mein Kindertag, da kann ich nicht, oder am Wochenende wie weniger üben oder Mittwoch bis Freitag ist mein Unterrichtstag.

Dann beziehen wir das nachher in die Planung ein. Genau, und nach diesem Start ist eigentlich der Markus dran, es kommt dann für unsere zweiwöchige Vorausschau, per E-Mail zu uns geschickt, da stehen dann Ziele drin. Längerfristige Ziele, das kann zum Beispiel, wenn der Staat in Vienna ist ein Ziel im September sein, der ganze Plan hängt immer in dem großen Bereich drin.

Und dann planen wir eben mit Hilfe der Termine, die wir kriegen, also da steht dann zum Beispiel drin Montag, aber ich probe Dienstag, Mittwoch frei und so wird es ein bisschen Informationen uns geben. Genau, und dann kommt der Plan zu Markus, der dann das ganz denkst, was du nicht magst.

Genau, ja. Ja, ich probiere dann, ich versuche dann die Musikraub zu legen in mir und probiere dann das ganz ein, wie ein Trainingsplan für die anderen Sportler, die man die betreu, zu schreiben und schaue mir dann an, okay, wann hat der Mensch seine Ziele, was sind die Ziele, es sind das DNT, Konzerte der Wettbewerbe, ganz egal.

Er stelle da auf so ein grosses Ziel hin, einmal so ein Makrozyklas dann, also dann wirklich einmal eine Form quasi, kann ja immer nur in Wellen gehen, es gibt nicht so die Senkrechte oder die 45-Grad-Kurve für einen Spotler nach oben, das geht nicht. Und dann gehe ich in ein bisschen kleinere Zyklen, das sind dann so Mesozyklen, das sind dann ein paar Wochen und so, kriegt man dann ein bisschen ein Gefühl dafür, okay, in der und der Woche wird der Mensch vielleicht einmal mehr Umfang brauchen, mehr Intensitäten haben, einmal hohe Wochen brauchen, damit sich einfach da die Form nach oben steigt.

Und dann geht man noch in die kleineren Zyklen, das sind dann die Mikrozyklen und das sind wirklich dann die einzelnen Tage, die ein paar Tage miteinander und teilweise auch an einem Tag einmal verschiedene Einheiten, zwei Einheiten und so. Und die schreibe ich dann gleich in den Plan rein, weil da ist immer nur vier, zwei Wochen.

Das ist das, was sie immer dann kriegen. Und nach den zwei Wochen kommt der nächste. Und da wird dann reingeschrieben, mit dem und dem Umfang oder was man zur Verfügung hat, ist das und das Wahrheit das Ideale, gibt es so und so machen. Beispiel eine Stunde 30 in dem und dem Bereich. Die Bereiche werden vorher gut abgegrenzt.

Was ist intensiv, was ist jetzt da, was ist die Grundlage jetzt für uns, was ist jetzt da.

Was könnte das sein? Machen wir ein Beispiel.

Ja, es gibt zum Beispiel den Rekom-Rekompensationsbereich, das ist der tiefste, das ist so der aktive Erholungsbereich. Das ist natürlich da nicht abhängig. Ist das jetzt ein Amateurmusiker? Dann beispielsweise, und das ist kein Weihnachten, ist das vielleicht ganz locker bei Weihnachtslehnenblasen, die sind meistens in einer eingestrichenen Lage, bei einem Trompet oder so, ganz was Feines.

Dann gibt es den Grundlagenbereich, das sind so die Basics. Dann gibt es den Grundlagen 2, jetzt nennen wir es einfach so, Bereich, das ist so das Kraftaustauertraining, so auch beim Musiker, weil es ist ja auch ein Muskel. Da gehen wir ja dann jetzt ganz viel auf den Muskel, geht man da ja ein. Dann gibt es den nächsten ist der spezifische Bereich, Wettkampfbereich.

Also das ist dann wirklich das, was wird von dem gefordert. Für der Musiker ist auch erst der Literatur, für den Studenten ist vielleicht Probespielliteratur. Und dann gibt es den Entwicklungsbereich oder Spitzenbereich, das sind dann wirklich ganz halte Güten, ganz halte Übungen und so. Das wird aber vorher natürlich schon, weil jedes hat eine Idee, der die gleichen Empfinden oder das gleiche Niveau.

Genau. Und so schreibe ich dann da Tag für Tag rein. Das war halt gut mit den Intervalle oder im Ruhetag etc. und schicke das dann den Damm wieder. Und der Damm befüllt das dann mit Musikalität. Und das ist das, was ganz gut funktioniert eigentlich. Ich mache das wirklich so gut es geht aus der Trainingslehre.

Nur mit den wissenschaftlichen Gedenken, was ich da habe. Und der Damm befüllt es dann mit dem Ganzen, was es ja ausmacht, auch was der Musiker ja dann braucht, wo mentale Komponenten drinnen sind und so. Und so probieren wir da, dass der am Tag X sich ebenso gut fühlt, wie er gern hätte. Ausgeruht ist, mit einer gewissen Fortbelastung etc.

Ich glaube, das Wichtige, wenn das dann jetzt für einige, die zuhören, einfach nach Sport klingt, natürlich, diese Prinzipien stecken dahinter und diese Prinzipien von Belastung und Periodisierung und Progression. Aber das gilt nicht immer nur für die Muskulatur, für die Lippenmuskulatur. Wenn man diese Prinzipien in Verbindung setzt mit Lernforschung, dann wird man da eigentlich, eigentlich trifft sie das.

Das ist wirklich eigentlich, gilt es dann genau gleich für Mentalüberlastung und genau gleich für Lernen. Wir haben jetzt zum Beispiel Studenten, die sie auf einem Wettbewerb vorbereiten und einfach vier Stücke haben in der Literatur, und wo anhand dieser Prinzipien in Verbindung mit Lernmethodiken einfach versucht wird, einfach diese Stücke effektiv zu lernen, mit ein bisschen Variation vom Lernen.

Und das kommt dann immer, je nach Ziel, das ist völlig wurscht. Und wenn das ist, ich will zu Weihnachten den Böhmischen Traum auch dafür höher spielen, dann werden wir dir ein Jahr lang einen Plan bauen, damit du am 24. Dezember das Ziel erreichst. Und das ist eigentlich jetzt in dieser Entwicklung von Typer, wo wir wirklich hauptsächlich mit diesem Gedanken aus Sport- und Musikverbindung reingestartet sind, eigentlich das, was sie nach und nach noch so ergeben hat, dass es eine Spitzeneinheit im Entwicklungsbereich kann auf die Lippen sehr locker sein, aber einfach vielleicht mit sieben Kreuz und sieben B und dann wirklich 20 Minuten völlig mental fordernd.

Und es bringt mir so eine weitere Komponente rein, weil es einfach, ich fordere mich nicht nur auf die Lippen oder periodisiere meine Kraft und Belastung, sondern wirklich kann meine mentale Belastung einfach auch gut steuern.

Ich habe ganz viele Fragen. Weil Markus gerade gesagt hast, du füllst es dann mit Musik. Kannst du da ein, zwei Beispiele mal machen, was das dann im Konkreten heißt, damit die Zuhörer sich so ein bisschen vorstellen können?

Ich gebe dir was vor, dann was vor und du fühlst mit Musik. Sehr gut. Sehr gut. Andi sind sie ein Typ, oder? Andi?

Ja.

Okay, Andi sind sie ein Typ. Andi, was hat Dienstag? Du hast mir jetzt ein kurzes Feedback geschrieben, hab's vergessen. Was hast du am Dienstag? Wie viel Zeit hast du? Hättest du da Zeit zu üben?

Am Dienstag habe ich ab nächster Woche keine Zeit mehr. Oder nur noch. Nee, weil mein Stundenplan sich ändert, dann ist es jetzt doof. Am Dienstag habe ich eine halbe Stunde.

Am Dienstag ist eine halbe Stunde.

Ja.

Und Mittwoch hast du auch was.

Mittwoch hätte ich eineinhalb Stunden.

Okay, und am Donnerstag ist ein Vorspiel, oder? Was haben wir am Donnerstag?

Samstag, lass uns Samstag Konzert machen. Am Donnerstag hätte ich auch nochmal eine Stunde bis eineinhalb. Okay. Und Freitag zwei.

Okay, super. Dann ist es einmal schon super, dass wir viele Tage haben und Zeit. Dann gehen wir nämlich gleich von dem Tag von. Von dem Tag X, vor du das Konzert hast, da gehen wir jetzt Retour. Also am Tag X braucht man, man geht immer von dem Zeitpunkt von dem Event Retour. Dann braucht man da auf jeden Fall einmal, da haben wir den Tag, das ist ein Konzept.

Dann braucht man am Tag davor, das ist der Freitag, braucht man eine Aktivierung. Das ist 45 Minuten in Grundlage, Basics, und dabei dreimal fünf Minuten in dem spezifischen Bereich, in dem dann mein Concert sein soll, in der Intensität, in dem beim Concert spielst. This schreibe ich dir rein. Dann schreibe ich da rein, nur am Tag davor.

Das ist ja dann, das da kannst du Ruhetag. Ganz wichtig. Da machst Ruhe. Steckt der Trainingsprinzip dahinter, aber das muss man jetzt ja keinen Trainingslehrgang machen da.

Ja, aber du kannst ja kurz mal ein 1, 2 setzen, du musst das nicht komplett ausführen, aber so ein 1-2 Sätzen vielleicht, welches Prinzip dahinter steckt?

Das Event am fittesten ist man am Tag 2 von einem viertägigen oder einem viertägigen Block. Am Tag 2 ist man am fittesten. Am Tag 1 macht man mäßig, da machen wir jetzt die Aktivierung, wir gehen in eine Retour und wieder eins Retour von dem 1er ist ja dann der 4er. Und 4 ist immer ganz locker. 4 ist Ruhetag oder aktiv erholen.

Wir machen jetzt Weinhaut an Ruhetag am Donnerstag. Du machst den Haushalt, kochst, machst alles andere, aber nicht spielen. Wieder einen Tag Retour ist dann der 3er, der dritte Tag. Und der sollte relativ umfangreich sein, nicht zu intensiv, aber umfangreich. Und das war jetzt der Mittwoch. Ein Mittwoch.

Wie viel haben wir eine Mittwochzeit? Eineinhalb Stunden bringt es eine, oder?

Ja, keine Ahnung.

Anderthalb Stunden wieder. Und dann sind wir am Dienstag, das ist jetzt wieder eins zurückrechend, der zweite Tag. Und am Dienstag lassen wir die schon her, Stunde 15. Grundlage und dabei dreimal 15 Minuten im Spitzenbereich. Also richtig knackig üben. Genau. Das habe ich jetzt eingeschrieben. Mit ein paar Farben.

Und jetzt kommt der Damm und der hat einfach viel mehr Aufwand wie.

Ja, der muss er mich jetzt schon ausbissen, weil der Andy hat am Dienstag nur eine halbe Stunde Zeit.

Also, dann hast du eine halbe Stunde High Intensity.

Okay.

Ja, wirklich, ja.

Okay, dann baue ich jetzt darauf aufbauend am Samstag Zuck. Je nach Gefühl und Erfahrung aus den letzten Wochen, wenn der Andy am Samstag Passband Hessen-Konzert hat, dann war es ja schon, okay, ich möchte mich am Vormittag auch kurz aktivieren am Samstag. Und dann macht er vielleicht drei Minuten Artemübungen, 15 Minuten saubere Basics, die er am Abend braucht, auch schon im Warm-up findet das Ziel statt.

Das heißt, ich aktiviere mich schon für das Ziel am Abend. Und dann steht da zum Beispiel drin dreimal drei. Das heißt, dreimal wirklich in der Spannung vom Konzert und das heißt dann dreimal drei Minuten Brasbandstück auf scharf. Das heißt wirklich in der Spannung vom Abend. Man muss nicht Vollgas sein, wenn ich Flügelhandspiele nur eine schöne Lyrische Flügel spielt, dann Vollgas.

So habe ich Brassband in meinem Kopf auch abgespeichert, Vollgas. Genau. Dasselbe passiert an Dr. 4. Am Dr. Fohr genau gleich in die Aktivierung gehen, genau gleich in die Spannung, eben vorbelasten. Das wird dann einfach ein bisschen länger. Je nach Gefühl natürlich. Wenn einer sagt, okay, ich habe aus der Erfahrung, deswegen, wenn jetzt wer zum Beispiel mir eine E-Mail schreibt und sagt, hey, ich habe in zwei Wochen ein Konzert, wirke Wunder, es wird nicht funktionieren, weil es natürlich kann man aus der Erfahrung dann lernen, okay, vor sechs Wochen habe ich es schon probiert und eigentlich brauche ich am Doktorfahrer wirklich zwei Stunden, nicht nur eine Stunde.

Aber das wächst einfach gerade in dieser Planung aus der Erfahrung, wo man dann wirklich auch die Erfahrung kriegt und nebenzu drauf einfach die Sicherheit, weil ich weiß ganz genau, okay, ich habe es jetzt dreimal genau gleich gemacht, funktioniert. Ich kann immer noch am Konzerttag, keine Ahnung, eine Lebensmittelvergiftung kriegen, dann wird es nicht funktionieren, aber die Erfahrung gibt so viel Sicherheit mental, gerade wenn ich weiß.

Ich habe diese Sicherheit, wenn ich am Freitag super zwei Stunden aktiviere, dann kann ich am Donnerstag wirklich den ganzen Tag schlafen oder spazieren gehen oder den Abwaschen oder was auch immer. Genau, dann gehen wir zurück am Mittwoch, glaube ich, waren es Stunde 30 oder mehr.

Stunden 30.

Stunde 30, da würde ich dann wirklich, weil es schon scharf ist, wirklich in einer guten Intensität bleiben. Und das ist dann immer, manche verstehen es manchmal ein Missverständnis, weil man denkt, höhere Intensität hast du jetzt wirklich eine Stunde lang hohe Töne aushalten. Intensität kann man zum Beispiel einfach über Pausen steuern.

Wenn jetzt eine Gewille hohe Intensität, dann spiele ich wirklich Basics mit wenig Pausen und schaue, dass es wirklich mal 30 Minuten durchgeht. Dann schnaufe ich vielleicht fünf Minuten durch. Dann spiele ich fünf, sechs Passbennnummern durch, damit ich auch schon vor dem Ruhetag in die Spannung komme und kann wirklich am Schluss ordentlich herausfordern und ordentlich auch mit müde Lippen und mental ein bisschen leicht angeschlagen in den Ruhetag begeben.

Und an diesem Tag würde ich mich zum Beispiel dann nicht ausspielen, weil dann halte ich die Spannung einfach über den Ruhetag drüber und bin trotz der Ruhe, die mich einfach frisch macht, mir immer spritzig, weil die Spritzigkeit noch immer drin ist. Bei manchen funktioniert es dann besser, wenn man vor diesem Ruhetag vielleicht kurz ausspült.

Eigentlich würde ich es nicht machen, aber das ist natürlich auch wieder eigene Erfahrung. Und weil der Dienstag nur 30 Minuten ist, kurze Spitzen, einfach die Trompetten einmal auspacken oder das Cornetto und einfach einmal spülen und einfach einmal Gas geben, 30 Minuten auch mental einmal nicht belasten und einfach wirklich einmal Spaß haben an der Raspen-Literatur.

Und es kommt immer wieder, je nachdem, für wen der Plan jetzt ist. Wir treffen uns jetzt gerade zum zweiten Mal, glaube ich. Und diese Woodstock-Woche, Academy-Woche hat mir nicht gereicht, dass sie die gut genug kennen. Aber für manche ist es dann einfach cool, wenn sie einmal eine kreative halbe Stunde dazwischen machen, die wirklich anspruchsvoll ist.

Einfach einmal weg mit dem Kopf vor der Literatur. Andere brauchen vielleicht in der Woche vorher mehr diese Literatur, weil sie die Sicherheit brauchen. Aber genau, so steigert sie ja Wochen am Samstag hin und garantiert oder soll optimalerweise garantieren, dass man frisch ist am Konzerttag.

Wer kommt zu euch? Sind das eher Profis oder sind da auch mittlerweile Amateurmusiker dabei?

Der Großteil sind momentan Studenten, einige Musikschullehrer. Es waren aber auch schon Amateure dabei. Wir haben einige Amateure dabei, die natürlich, wenn du ein ambitionierter Amateur bist, brauchst du auch irgendwie eine Struktur. Und ich glaube, für einen Amateur ist es manchmal schwieriger, dass er sich eine Struktur baut, weil einfach für einen Profi ist das Umfeld leichter.

Kann man irgendwie leichter Tribut zusamstellen für einen Recontop oder was auch immer. Genau, also auch für Amateure, weil das ist, und das ist auch für uns wirklich cool in der Planung, wenn es abwechslungsreich ist. Weil mir ist das schnurzegal, ob das Ziel, wie gesagt, dieses Frühlingskonzert in Dundenhausen ist oder ein Heidenkonzert im Musikverein.

Oder sei es nur, dass wirklich zu uns, wer kennt und sagt, hey, ich habe wirklich ein bisschen ein Problem, ich brauche ein bisschen Struktur, dann ist das unser Ziel und das Niveau ist völlig nebensächlich, völlig egal.

Wie viel Disziplin brauche ich dafür? Weil wenn ihr mir könnte mir ja einen Plan schreiben und wenn ich dann trotzdem irgendwie, also keine Ahnung, die zahlt eine halbe Stunde und dann verzögert sich der ganze Tag und ich überlege mir, boah, ich gehe lieber auf die Couch. Dann ist ja der ganze Plan schon wieder dahin.

Dann kann man adaptieren natürlich, für die sind ja raus und könnte ich auch an einem Plan vom Internet irgendwie runterladen oder generieren oder keine Ahnung wie. Also dann kann man natürlich schon agieren und eingreifen, aber prinzipiell dadurch, dass man eigentlich an Schuldigen hat, wenn etwas nicht funktioniert, das sind dann der Trainer, die wäre da Nähe gekommen.

Ich verdenke mich ein bisschen. Ich brauche als wichtigste Jugend wahrscheinlich braucht es nur das, dass man Durchhaltevermögen hat oder da sich selbst treibt, mal für einen Zeitraum bleibt und den Plan treu und den einfach abarbeitet und einmal Vertrauen hat. Ich glaube, Vertrauen ist für Riesending.

Vertrauen in was Neues und vielleicht auch darauf, dass die Expertise jetzt und da schon auch vielleicht vorhanden ist. Also jetzt in dem Typ vielleicht noch nicht, aber in einem Planerstelle, ich habe jetzt doch schon. Also es hat über tausend Trainingspläne geschrieben. Es geht schon weit drüber. Und natürlich habe ich einmal einen Sportler verharzt oder Sportlerinnen, das kann passieren und so, aber prinzipiell ist da schon viel Erfahrung da, dass eigentlich.

Also das Abarbeiten, das ist, glaube ich, dann das Größte. Und dann das Beenden einfach. Das Gut sein lassen. Wenn da steht eine Stunde 15 und es gang aber heute so gut und es ist auslässig. Aber das ist dann gewesen. Der Sportler tut ja auch nicht. Der lässt es dann. Der geht mit einem guten Gefühl heim und regeneriert.

Oder so, ja. Ich glaube, die Disziplin ist natürlich Teil von dem Ganzen, aber aus meiner Erfahrung sind jetzt die, die wirklich super mit uns kommunizieren in der Planung, die, die einfach dann einmal, weil das ist Teil von dem Ganzen, wenn du irgendwie Adaption brauchst oder irgendwie Fragen hast, kann man die jederzeit stellen.

Die, die wirklich intelligente Fragen stellen, die sich einfach damit beschäftigen und einfach mit uns quasi in der Planung mitlernen. Und dann ist jederzeit, wie gesagt, eine Adaption möglich, bei denen funktioniert es einfach so gut, dass die dann das Vertrauen in sich selber kriegen und einfach wissen, okay, man muss ja das nicht über 24 Monate machen.

Es ist wahrscheinlich super für uns, so wie wir es eigentlich aus der Trainingswissenschaft wissen oder irgendwann einmal auf diesen Plan hinschaut haben, diese Jahresplanung, die einen Sportler hat. Und wir uns eigentlich immer gedacht haben, okay, vielleicht haben wir Blasmusikinder deswegen so viel richtig gemacht, weil im Sommer vor Juni bis Anfang September haben wir Polka gespielt und Spaß gehabt und einfach einmal nicht darüber nachgedacht und es war eigentlich unser Grundlagen-Vorbereitungstraining.

Und das haben wir in diesem Spirit gemacht, in dem man halt Blasmusik spürt. Genau. Und ich glaube, es ist super, wenn man intuitive Phasen hat, aber wenn man ein Ziel erreicht und man einfach versteht, okay, ich brauche bisher einen Plan und eine Struktur, es geht leichter, es geht effektiver, es geht besser.

Und jetzt eigentlich für mich sind es immer zwei Typen von Typen, die, die wirklich zu viel Anfang machen oder einfach nur Umfang und einfach viel, die man wirklich bremsen muss und manchmal auch zwingen muss, dass man reinschreibt, okay, hat die Ruhe und das spielt wirklich kein Dom. Und dann gibt es die anderen, die einfach irgendwie einen Push brauchen, die einfach mit dieser Struktur merken, okay, heute kann ich vier Stunden üben, weil morgen mache ich nur eine Stunde und am Sonntag auch wieder viel frei.

Und genauso geht es mir. Das gibt mir so wahnsinnige Ruhe, einfach, wo ich früher vielleicht mit einem schlechten Wissen am Sonntag nur eine Stunde üben gefahren wäre und eigentlich was Schlechtes geübt habe, weil ich dann einfach nicht in der Spannung gehabt habe, in der ich spüle hätte sollen. Und so gibt es da einfach eine Sicherheit und ein Vertrauen, dass einfach, wenn du das machst, dann funktioniert es einfach besser.

Ich finde es so spannend, als ich euren Vortrag gehört habe bei der Academy, hat mir das und seitdem tatsächlich so ein bisschen die Ruhe gegeben, dass ein Tag Nicht-Spielen völlig okay ist. Aus körperlicher Sicht. Also, weil man ja aus dem Studium so ein bisschen rauskommt mit, ich muss ja doch irgendwie üben.

Das hat mir seitdem tatsächlich so ein bisschen Ruhe gegeben, wobei ich immer noch so ein bisschen mit meinem Hauptjob und Kind und tausend Sachen natürlich mal kämpfen muss, da irgendwie eine Routine reinzubringen. Also das ist dieses, tatsächlich dieses Vertrauen und diese innerliche Ruhe, auch zu sagen, okay, es ist okay, mal einen Tag nicht zu üben.

Ja, ich hau, ich verstehe dir.

Also dafür bin ich euch schon mal euch sehr dankbar.

Ich finde manche der hälteste Tag.

Ja, ja, manchmal schon.

Auch nicht für den Musiker, auch für den Sportler. Ist oft der hälteste Tag. Also, weil dann ist da vielleicht dann schön Wetter. Man kann sechs Stunden weit gehen oder eine richtig coole Radelrunde fahren oder man kann jederzeit springen gehen oder man kann. Ja, ich verstehe dich gut. Das ist der Ruhetag.

Aber da kann man ganz viele andere schöne Sachen machen.

Das stimmt. Wenn man Kinder hat, sowieso. Dann gibt es genug andere Segen. Ich würde mal zu den Zuschauerfragen ein bisschen übergehen. Die überschneiden sich sowieso so ein bisschen. Wie kann man am besten üben, wenn man viel auf einmal vorbereiten muss?

Viel an Stücken, nehme ich jetzt einmal an.

Nehme ich auch an, ja.

Viel üben. Intelligent und geschickt aufteilen, glaube ich. Und da muss man sich wahrscheinlich dann ja wirklich vielleicht einen Plan zurechtlegen. Ob der Plan dann von uns geschrieben wird oder von einem persönlich gemacht. Aber wenn ich ganz viel Krübel zugleich an Falb anrühren muss, dann muss ich mir ja echt überlegen, okay, und die sollten ja am besten fall vielleicht mal gleich fertig werden oder mit kochen, dann braucht es eine Struktur einfach, gell?

Also wenn man ein krasses Menü für viele Menschen kochen will oder so, dann braucht es einfach eine Struktur und das wäre dann vielleicht da. Und dann muss ich mir überlegen, was dauert am längsten, was habe ich schon, was kann ich schon. Genau, und dann geht man da wahrscheinlich in eine Planung. Wenn wir das übernehmen sollten, übernehmen das dann natürlich mir, aber ich denke, da ist mir zuerst eine Selbstreflexion eine richtige Analyse.

Und was ist ein Ist-Zustand erheben? Das ist ja ein Riesenthema bei uns auch, weil die Vorträge oder so von der Diagnostik, wenn ich aufspriche, da hat halt einfach, das spot viel voraus an Messungen. Aber das sitzt wahrscheinlich dann so um und auf, oder? Der Ist-Zustand von den verschiedenen Sachen, wo ich stehe und wo muss ich hin und dann gibt es da, glaube ich, schon einen relativ klaren Plan.

Technisch tue ich mich leichter, brauche ich weniger, kann ich vielleicht am lockeren Tag ein bisschen Technik übrig. Kraft ist ein Glass Thema beispiel. Also würde mich nicht so stressen, wenn man Struktur hat. Ohne Struktur glaube ich es wahnsinnig.

Ich glaube, das praktische Typ, entschuldige, nur das praktische Typ fürs Üben, einfach eher kurzer. Kurze Blöcke mit einem guten Fokus einfach. Und ich glaube, wenn man sie hinsetzt und überlegt, wie kann ich das jetzt am besten üben, wo ist meine Priorität, wo man sie anfangen, dann ist man schon auf vielen anderen einen großen Schritt voraus.

Und dann einfach auch ein bisschen Variation im Lernen. Einfach manchmal Durchläufe, wieder abchecken, okay, wo braucht es noch Arbeit, wieder mal abspülen, dann wirklich einzelne Tage wirklich nehmen, wo ich mich nur eine Stunde hinsetze und wirklich in der Spannung vom Konzert einfach Wiederholungen und üben und dann heißt es arbeiten für eine Stunde.

Und am nächsten Tag vielleicht ist wieder ein Auftrittstraining oder Performance und am nächsten Tag gehe ich vielleicht hin und mache doch nur Basics, die jetzt wichtig sind, genau für diese Stücke, weil es irgendwas Lyrisches ist oder was auch immer. Einfach eigentlich anhand dieser Prinzipien einfach ein bisschen hinplanen auf den Tag.

Wenn ich jetzt hergehe und habe jetzt, keine Ahnung, vier, fünf Stücke. Ich mache mir vorher einen Plan, okay, keine Ahnung, Mittwoch, Ruhetag oder so. Und ich merke aber Montag, Dienstag, okay, ich bin gar nicht so weit, wie ich gern wäre. Dann kommt ja innerlich Unruhe auf. Dann ist ja natürlich schwierig zu sagen, okay, am Mittwoch habe ich ja eigentlich Ruhe angesetzt, weil ich ja eigentlich Angst habe, dass mir die Zeit ja dann ausgeht.

Wie geht mir damit um?

Ich würde, wenn es jetzt um Stückgelernen geht, würde ich den Mittwoch zum Beispiel nutzen und einfach mental üben, zwei Stunden hinsetzen. Und dann vergisst man ja immer, dass dieses Musizieren ja ein sehr großes Projekt ist. Dann kann ich wirklich vielleicht am Mittwoch schauen, dass ich mir die Verspannung, die ich mir in den ersten zwei stressigen Tagen reingibt habe, wieder rausdehen und einfach mit Durchstrecke, sauber Atemübungen mache und einfach wirklich mental diese Stücke mir, aber ich kann mir eine Stunde hinsetzen, das einfach wirklich mental trainieren.

Die brauchen ihn doch nur auf der Lippenpause, nicht im Kopf unbedingt.

Das wird mich zunächst an Zuschauerfragen, äh, Zuhörerfrage, ich muss mir das mal angewöhnen, dass das überhaupt keine Zuschauer sind. Also Zuhörerfragen, wie wichtig sind Übungen zur Atentechnik? Also baut ihr sowas mit ein?

Beantwortlich, kommt immer ein bisschen darauf, auf die Wünsche der Leute an. Wir können immer nur auf den Erfahrungen unserer Typen aufbauen und es wird am Anfang auch abgefragt, ob das zur Routine gehört. Aber um die Frage einfach simpel zu beantworten, wenn ihr einen langen Umfangtag habt, dann gehört es dazu.

Wenn ich einen kurzen Tag habe, weil ich eh keine Zeit habe und wirklich nur 30 Minuten auf die Spitze spielen, werde ich es vielleicht wegmachen, weglassen. Vergisst man manchmal, vergisst man unsere Typen auch in der Planung, wenn da sechs Stunden drinsteht, dann ist Teil dieser sechs Stunden, dass ich am Schluss mit zehn Minuten durchstricke, weil es nach einem langen Umfangstaug braucht.

Und an diesen langen Tagen, wo ich wirklich Basics lege, ist Atmung immer dabei.

Atmung am Anfang in der Mitte, am Schluss oder immer mal wieder?

Ich glaube, das ist abhängig. Das muss man, glaube ich, dann individuell entscheiden. Das meist wie denen vielleicht. Beim Sportler kann man jetzt nicht zu über einen Kamm scheren. Dachte ich, würde ich mich nicht bauen. Denen, vorher, denen, nachher, denen, beim Duschen, nach dem Duschen, gar nicht am Ruhetag so ähnlich mitatmen.

Aber da boxt man ja dann Tom, das Trainer Tom und da die oder derjenige Typen.

Spannende Frage, kam, wie kann man Fortschritte am besten messen?

Gibt es einfach wissenschaftliche Methodiken. Die erste Messung vom Fortschritt ist immer, wenn man was meistert. Es kann sein, dass ich ein Konzertsuper spiele, dann werde ich für mich selber merken, okay, ich habe was gemeistert, ich bin wirklich, ich habe mich weiterentwickelt. Das zweite ist Feedback von außen.

Das können Experten sein, Lehrer, Profis, was auch immer. Aber natürlich Aufnahmen. Das ist die erste beste Messung von Fortschritten. Dazu braucht es natürlich, und deswegen ist das, was mich in den letzten Jahren extrem beschäftigt, einfach ganzheitliches Denken. Weil dafür, dass ich meinen eigenen Fortschritt messen kann, muss ich natürlich auch feststellen können, habe ich einen Fortschritt, den muss man selber einschätzen können.

Wem das Schwerfeld, Aufnahmen, Videos, Unterrichtssituationen, aber wahrscheinlich für uns selber, für das Gefühl ist wirklich dieses Meistern von Aufgaben, einfach, wo man einfach feststellt, okay, vor einem Jahr hätte ich vielleicht, du hast vorgesagt, ich darf alles sagen, hätte ich mir vielleicht auf der Bühne in die Hosen geschissen und jetzt stehe ich oben und bin einfach super selbstbewusst.

Und ich glaube, dieses Meistern von eigenen Challenges oder Herausforderungen ist eigentlich der beste Messpunkt für Fortschritte.

Okay, auch spannende Frage. Bin gespannt, ob ihr da eine gute Antwort habt. Welche Menge an neuen bzw. schwierigen Stellen schaffen wir in welchem Zeitraum?

Schwache Frage. Muss passend.

Jetzt an schwierige Stellen in einem Musikal, in einem Stück oder.

Wahrscheinlich, ja. Ich kann die Frage nicht mehr für mich selber beantworten, weil es wahrscheinlich von unfassbar vielen Faktoren abhängt. Ich bin momentan aus meinem Orchesteralltag draußen dann über ein bisschen anders. Und würde ich jetzt technische Etüden wirklich auf 100% üben, wäre es wahrscheinlich sehr viel schlechter, wie vor fünf Monaten noch.

Also ich glaube, das hängt von wahnsinnig vielen Faktoren ab. Ich glaube, das Wichtige, und da gehen wir eigentlich schon wieder zur letzten Frage zurück, dass man sich selber einschätzen kann, okay, wenn ich mir jetzt 25 sau schwere Stellen entlege und ich will die in 20 Minuten lernen, wird es wahrscheinlich schwierig.

Vielleicht bin ich Michael Jackson und ich lerne es in über 20 Minuten. Unterschiedlich wahrscheinlich. Aber eine schwierige, nicht zu beantwortende Frage für mich.

Darf ich kurz nachfragen, weil du sagst, dein Üben sieht anders aus? Was ist das anders?

Bei mir erstens ist es unfassbar schön, weil eigentlich ist genau das, was ich jetzt gerade mache, unfassbar nützlich für die Planung, weil es ist eine wahnsinnig intuitive Phase bei mir, wo ich bei einer Organisation arbeite, wo einfach sehr viel oft unplanbar ist, wo man in Situationen reinpoppt, wo man einfach spielt.

So ein bisschen wie ein kleines Blasmusikfestal nur in Uganda. Und trotzdem unterrichte ich wahnsinnig viel und bin gerade dabei, dass ich wahnsinnig oder hier einfach probiere, die Basics aufzubauen. Und deswegen mache ich wahnsinnig viel Basics mit diesen Leuten und spiele dann eben einfach so viel intuitiv, dass er das einfach selber ergibt.

Und dann kommt halt mittendrin einfach, dass ich mir denke, okay, heute spiele ich nichts, da geht jetzt hin und spiele 20 Minuten wirklich auf Kante. Aber natürlich spiele ich gerade sehr wenig schwere Literatur. Und auch wenn ich Basics mache, dann geht es da eher um wirklich die Base an Tonproduktion, was mir wahnsinnig hilft, dass ich einfach einen geilen Sound kriege, weil ich einfach diese Basics immer wiederhole.

Aber technisch ist einfach sehr wenig dabei, deswegen bin ich gerade ein düden Slow-Motion-Posaurist.

Gibt es eine Formel für das effizienteste Verhältnis zwischen Häufigkeit und Dauer?

That's auch eine Frage, die kam zwischen häufig, uh zwischen der Anzahl der Einheiten und zwischen der Dauer der Einheiten. Prinzipiell häufig wenig ist besser als selten viel. Also lieber mehrmals ein wenig die Reize setzen, ist wesentlich effektiver als wie einmal jedes Wochenende sechs Stunden. Das bringt nichts.

Da bin ich jedes Wochenende super Kompensation, was ich gesagt habe. Ein Riesenschaden entsteht, der Körper muss sich erholen. Erholt sich bis zur nächsten Woche genau wieder gleich. Also das ist einmal auf jeden Fall was. Und dann würde ich sagen, man muss wieder von einer Zahl ausgehen. Wenn man sagt, man hat ungefähr zum Beispiel acht Stunden Zeit von der nächsten Woche.

Dann würde ich das so versuchen, das lieber aufzuteilen. Aber auf eine Formel in einem Verhältnis setzen, nein, schaffe ich vom Kopfrechnen schon gar nicht so lange.

Ich glaube, man gewinnt schon wieder, wenn man ein bisschen nachdenkt und einfach in Blöcke denkt, oder? Oder ein bisschen periodisiert und einfach die Häufigkeit und die Dauer dann einfach ein bisschen variiert und trotzdem schaut, dass man eine Progression hat und nicht zweimal die Woche wie viel Stunden machen.

Nächste Frage ist, glaube ich, eher so eine mentale Geschichte. Wie schafft man es, Dinge nacheinander anzustauen, anstatt alles gleichzeitig? Also, ich habe mir das erklären lassen, ich habe nämlich nachgefragt, so beim Spielen, okay, ich muss auf die Luft achten, ich muss auf die Zunge achten, ich muss dann noch auch auf das achten und so.

Fokus setzen. Das ist eigentlich genau eigentlich das, was man aus dem Auftrittstraining oder im mentalen Training mitnehmen kann, wo man sie dann wirklich in dem Moment im Auftritt auf ein Ding fokussiert und einfach wirklich irgendwie da eine Stärke rauszieht, ist genau gleich beim Leben. Deswegen habe ich vorher gesagt, wenn ich jetzt wirklich schwere Stücke arbeiten würde, würde ich mir das wirklich in bewusste Blöcke einteilen.

Die können sich ja dann spontan verändern, es ist ja völlig egal. Aber wenn meine Problematik einfach irgendwie immer die Artikulation ist, dann würde ich mich einfach mal 15 Minuten da draufsetzen. Und wirklich wenig, das kennen wir ja alle, wenn wir in einer Unterrichtssituation sind oder selber unterrichten und du hast einen Schüler, den du nicht kennst und gibst ihm irgendwie drei, vier Ratschläge und auf einmal wird es schlechter, weil der einfach viel zu viel denkt.

Ich glaube, irgendwann muss man uns eingestehen, dass wir eh nicht mehr als einfach gleichzeitig machen können. Fokus setzen und nacheinander noch Prioritäten einfach abarbeiten und dann zusammenbauen.

Ja, ich würde das auch mal ergänzen, also auch so machen, also mit Struktur und nicht immer versuchen, natürlich, man kann nicht alle Felder abdecken, oder das kann jetzt auch wieder, wenn man es vergleicht auch in der Planung bei uns, wenn man das eingeschreibt, auch beim Sportler klappt das nicht. Es hat nicht jeder Schießpunktschancen da haben.

Oder vom Randzustricken, die müssen auch anders an das herangehen und einfach in einer anderen Reihenfolge sich das vielleicht zurechtlegen, damit dann das große Ganze wieder zusammenstöpselt und dann funktioniert es schon. Also Fokus. Ja, mal ist der Fokus halt woanders.

Zwischendurch habe ich noch eine Spaßfrage an dich, Thomas. Willst du das doch erraten, von welchem Kollegen dir kommt? Ich soll dich fragen, ob du als Basspersonist überhaupt aus Übererfahrung sprechen kannst.

Ah, okay, das klingt nach Georg Pranger.

Georg Pranger, ja.

Danke schön. Liebe Grüße. Sehr gut. Genau, Georg hat auch mit uns studiert. War eine coole Generation. Coole Person, ich hast du den Satz gemacht. Gute Frage, es ist keine Lüge. Ich habe in meinem ganzen Leben eigentlich ungern geübt und ich sage das gern, weil ich bin einfach nicht wahnsinnig gern alleine im Überzimmer.

Ich arbeite da lieber in einem Team wie ja lore. Ich will gerne spielen und Spaß haben an der Musik und deswegen bin ich wirklich, glaube ich, schlechter über und vielleicht bin ich wirklich deswegen an der Postperson gelandet. Deswegen ist mir einfach effizienz wichtig, weil, wie gesagt, je weniger Zeit ich im Sommer im dunklen Kellerkammer stehen muss, umso besser.

Und wenn es dann auch funktioniert. Ist doch cool. Aber was für Instrument spollt der George jetzt? Georg ist gelernter Wechselbusernist, super Bossbusan ist, dann bist du nach Symphonium, weil das geht so vielleicht, da hat er gesagt.

Dann kam noch die Frage, aber die haben wir ja so ein bisschen beantwortet, hybt man in der Woche eines Wettbewerbs bzw. Probespiels. Wollt ihr da noch irgendwas ergänzen? Eigentlich nicht, oder? Das war ja, hat ja so. Jetzt ist noch die Frage, das habe ich noch so ein bisschen im Kopf vom Sommer, weil das würde ich gerne zumindestens einmal kurz thematisieren, weil ich weiß, dass doch viele, viele Amateur, Musiker zuhören.

Ihr habt mal so schön gesagt, dass eine Generalprobe von einem Musikverein einen Tag vorher eigentlich völlig ungünstig wäre.

Ja, genau. Von der, so wie ich schon vorher beschrieben habe, wenn ich von der Trainingslehre oder so ritua gehe, also einfach von der Erkenntnis am Tag vorher. Niemand läuft am Tag vorher den Marathon einmal ab oder fährt das Rennen einmal ab oder man aktiviert sich für das Rennen oder für das Event.

Musikalisch sollte man das gleich machen, unserer Meinung nach, einfach das ja nur unsere Meinung oder Erfahrung. Aber das ist einfach viel zu viel Reiz. Das brennt einen nur aus eigentlich. Oft ist es nicht anders möglich. Projektorchester etc. Ich habe gerade wieder so Orchester gespielt, das sind die Generalproben am Tag vorher, also an demselben Tag einfach am Vormittag, oder?

Ja, ja.

Das funktioniert oft einfach nicht anders, weil man die Leute herbringt. Aber könnte ich das frei planen, würde ich die Generalprobe an einem anderen Tag setzen, ja. Genau. Zwei Tage vorher oder drei Tage vorher in dem Fall. Dann ist nochmal ein feiner Ruhetag dazwischen.

Das heißt, wenn ich mit meinem Musikverein Samstagskonzert habe, würdet ihr sagen, Mittwoch Generalprobe und dann zwei Tage. Also ein Tag Ruhe und einen Tag sollen sie daheim noch ein bisschen was machen und dann ist es.

Ja, oder nochmal zusammenkommen am Freitag, vielleicht kann man ja. Vielleicht nimmt man die Generalprobe Beispiel, ihr hättet jetzt freie Ressourcen, würde ihr Mittwoch die Generalprobe machen, würde sie aufnehmen, wird dann dann noch stark jeden in Ruhe lassen, am Freitag ins Probelokal ein und vielleicht ein bisschen ein paar Stellen nochmal gemeinsam anhören und die Meinung drüber teilen.

Das und das habe ich angekocht, lasst uns das jetzt nochmal ein bisschen proben. Man geht nochmal ein bisschen rein, spielt nochmal rein, eben in einem lockern Setting, wie vorher gesagt haben, bei der Aktivierung, in einem Grundlagentraining quasi, und holt sich da dreimal fünf Minuten oder was habe ich da bei Idee gesagt, Aktivierung im Spitzenbereich.

Und das mache ich dann auch mit der Kabelle, lasse ich halt noch vier, fünf, dreimal, ist ja wusst was, ein paar Stellen nochmal wirklich rausholen, wie beim Konzert und dann haben und fertig. Und dann ist das, ja, das war für mich ideal.

Ich glaube, wenn man es größer denkt, dann betrifft das eigentlich die ganze Probenphase. Weil eigentlich, also zumindest in den meisten Blasmusikabellen, die ich kenne, wird der Umfang und die Intensität immer mehr und mehr und mehr und mehr. Und eigentlich, wenn ich jetzt zum Beispiel im April eine Konzert starte, mit der Jänner, weil es gescheitert, ich lege wirklich auf gute Grundlage im Jänner und im Februar, arbeite ich mir diese Stücke einfach technisch gut und schaue, dass ich dann in den letzten zwei Wochen sogar eher weniger grob und nicht mehr.

Ich glaube, die Erklärung dafür, dass die Plasmusikerbühne dann immer noch sehr gut Leistung abliefern ist, weil sich jeder konzentriert und wirklich voll mit Fokus auf der Bühne sitzt, weil es um was geht. Aber wenn man es eigentlich umgekehrt sehen würde, Base legen und dann einfach ausarbeiten, vorbereiten und dann zucken und dann gehe ich spritzig zum Konzert, wird kein Sportlasser machen, dass er eigentlich sie wirklich ermüdet in den letzten zwei Wochen, vor seinem Wettkampf.

Das wollte ich sagen. Ja, ich versuche mal, meine Vorstandschaft dazu davon zu überzeugen, dass wir es dies ja mal so ausprobieren. Mal sehen, ob ich es hinkriege. Ich würde gern noch ein bisschen größer denken. Also ich habe ja vorhin vorgelesen, dass du, Thomas, auch Schwerpunkt Ernährung im Lehrgang zumindestens gemacht hast.

Welche Rolle spielt Ernährung beim Üben?

Ernährung ist ein wahnsinnig sensibles Thema, ein sehr persönliches Thema. Ich glaube, was Ernährung betrifft, kann man immer nur grundsätzliche Tipps oder Empfehlungen abgeben. Aber ich glaube, bei Ernährung ist es so sensibel, dass es einfach mit Ärzten und Ernährungswissenschaftler besser bedient ist.

Ich glaube, den generellen Tipp, den ich zu Ernährung noch abgeben will, ist einfach auch planen und überlegen, was macht man vorher, in was für einen Zeitabstand zu einem Konzert isst man, in was isst man vorher, probiert man das vorher sogar aus, wenn das ein Probespiel ist, dann kann ich das wirklich ausprobieren, ob mir das besser tut, wenn ich drei Stunden davor ein Porridge mit Banane isse und einen grünen Tee trinke statt einen Kaffee.

Einfach auch ein bisschen logisch denken, was Ernährung betrifft. Und natürlich, wenn ich zum Beispiel einen langen Übertag habe, dann tut es einfach gut, wenn ich nach dem Üben wirklich meine Regeneration, weil am nächsten Tag vielleicht Ruhe, da ist, dass ich meine Regeneration gleich unterstütze und wirklich gesund ist und einfach Nährstoffe zu frühe und gut trinke und vielleicht einfach wirklich Tee, viel Tee, und dann einfach so die Regeneration unterstützt.

Ich glaube, bei der Ernährung ist das Allerwichtigste nicht das, was man macht, sondern das, was man meistens falsch macht. Und Paradebeispiel, weil er vorher die Spaßfrage gestellt hat, wie haben wir mal vor einem Klassenabend eine Stunde davor Geburtsgessen im Studium, das war einfach eine schlechte Idee.

Und ich glaube, Ernährung ist von der...

Für alle wahrscheinlich, oder? Wenn ihr alle sowas gehabt habt, dann wahrscheinlich für alle.

Ja, definitiv. Ich glaube, das ist einfach, weil du sagst, Großdenken, ich glaube, dieses ganzheitliche Denken deswegen so wichtig ist, weil vielleicht habe ich mir den Überplan gegönnt und habe wirklich sechs Monate strukturiert darauf hingearbeitet. Und dann habe ich vielleicht einfach 15 Minuten in der Aufregung, in der Nervosität macht man eigenartige Sachen, wie er vielleicht einfach eine Cola runtergeschüttet.

Und deswegen ist mein Zuckerspiegel halt einfach völlig aus dem Bahnen. Und dann kriege ich Knirtsik dann auf der Bühne. Oder ich mache, was viele machen, da kann man eine coole Anekdote aus dem Sport erzählen, dass sie am Wettkampftag und anfängst von der Konzerttag dann völlig andere Sachen machen, weil sie sich denken, okay, jetzt muss ich alles speziell gut machen und dann essen sie vielleicht noch zehn Minuten vorher Tatteln und fünf Minuten vorher Müsliegel oder trinken so viel, dass sie aufs Klo massen.

Ich glaube, da geht es einfach wirklich um Planung und um Ausprobieren. Und ja, natürlich, für mich geht in der Ernährung immer eine goldene Regel, wenn das Essen ein paar schöne Formen dabei hat, dann kann es nicht zu schlecht sein. Und schöne Formen sind immer nicht geil und extrem bunt. Also nicht in der Gummelböchner.

Okay. Möchtest du die Anekdote kurz erzählen, Markus?

Nein, ich habe einen Athleten einmal betreut und der hat sein Beitrag ein super Läufer und hat sich dann den Traum gegönnt. Ein Berlin-Marathon, er wollte halt auch richtig eine gute Zeit laufen, so 240 oder was hat man angemeilt. Und hat da gut trainiert und alles untergeordnet und hat da halt natürlich auch unter anderem mit Ernährungen, so wie halt das dann ausschaut, wenn wir einen Trainer, einen Sportler betreuen.

Und dann war der Tag X Berlin-Marathon, ich habe uns die Familie raufgeflogen und so. Und ich habe da auch reingeschaut, in das Live-Tracking kann man immer schauen und sieht dann irgendwann, der ist vier Stunden irgendwas gebraucht. Und dann habe ich mir schon gedacht, oh je, etwas scheiße, habe ich gut.

Und dann hat er mich angerufen und war fuchstweilig heute und das war alles schade. Er weiß geil drauf und die Trainingspläne, das war alles eine Katastrophe. Und wir haben es aber vorher im Training schon simuliert, Kampfsimulation ist ja ein Riesenthema auch, damit man es sicher hingekriegt und da hat im Training das schon geschafft.

Und dann irgendwann, nach ein paar Stunden und Abkühlung, nochmal ein Anruf und das war halt dann einfach so, er hat halt nichts gegessen. Ich habe halt nicht an den Marathon laufen und am Vortag irgendwas gegessen, nicht das, was man halt ausgemacht hat und so. Also Ernährung hat einfach eine riesige Auswirkungen auf Leistung und auch das sollte geplant sein.

Und eigentlich, der Hobby-Spotler fliegt mit seiner Reisdose zu den Hobby-Events und der Profimusiker. Ich bin mit dem Nachzug auf Köln gefahren und ihm haben wir einen Croissant gehabt und ein Cappuccino bin zu dem Dingsde der Halle und haben, ich bin jetzt so fit. Gleichzeitig beim glänzten Marathon vor der Haustür, koche Wochen davor herleimt, wo ich weiß, das tut mir gut.

Also das war selber, ich habe es vor Augen gehabt und habe es auch nicht geschafft.

Findet ihr es wichtig, dass man nach dem Üben nochmal sein Üben reflektiert und sich Sachen aufschreibt?

Yes, wie man das gestaltet, ist wieder nicht so wichtig, aber ich glaube, das ist eigentlich für mich persönlich eines der coolsten Dinge an den Plänen, weil einfach, natürlich sind die Pläne da und es macht es einfach ein bisschen leichter, dass man reflektiert. Aber das habe ich eigentlich für mich herausgefunden, dass das wirklich Wichtige an dem ist, dass man wirklich gut reflektiert und ereignet sich so ein Zeitraum wie zwei Wochen wirklich gut, weil das schafft man zwei Wochen, wenn man den Plan vor der Nausen lieben hat, irgendwo schriftlich.

Und natürlich, damit ich mich weiterentwickeln kann und auch, wie vorher meinen Erfolg oder meinen Fortschritt messen will, muss ich natürlich reflektieren. Und es ist für den einen wichtiger und für den anderen weniger wichtiger, aber eine gute Reflexion und Selbsteinschätzung ist natürlich für weitere Planung oder einfach Fortschritt extrem wichtig.

Und wir haben jetzt zum Beispiel einen Typen, der erwachsen sehr, sehr professionell auf Unium spielt und mit Zahnspange zu tun hat. Und das ist natürlich umso wichtiger, wir reflektieren wirklich wöchentlich und schauen einfach, okay, was hat funktioniert, was hat schlechter funktioniert. Das ist natürlich sehr subjektiv bei dem, weil es mal anders oder mal natürlich auch, was auch immer das dann auslöst bei ihm, aber es funktioniert nicht immer gleich.

Aber wir schauen dann natürlich sehr regelmäßig hin und reflektieren gemeinsam, okay, was hat besser funktioniert, wo hast du dann Schmerzen gehabt, was können wir besser machen. Genau deswegen ist Reflexion einfach für einen Fortschritt unfassbar.

Wie lange macht ihr das Konzept jetzt bzw. wie viele Pläne habt ihr schon durch?

Wann hat man den ersten Plan geschrieben, Markus?

Ah ja, kann es sein? 23.

Ja, also die ersten Pläne, die jetzt eigentlich so in dieser Form einfach gestartet sind, war ungefähr 23, ja. Irgendwann im Frühling 23.

Das ist so quackt, also das ist so undurchsichtig, eigentlich so richtig stark, oder? Irgendwann mal einfach eine Homepage geschickt, so heißt jetzt das Produkt. Aber ja, man hat einfach so angefangen. Zuerst in die Meske von den Sporttrainingsplänen haben wir dann irgendwo probiert, da die Musikhaus.

Da sind wir gleich mal Grafik, haben wir okay, es braucht irgendwie anders Layout. Und das war so ein Prozess eigentlich, der schon vor vielen, vielen, vielen Jahren eigentlich angefangen hat, aber wir haben einfach selber noch nicht so ganz irgendwie vielleicht angekommen genug geworden oder die Ruhe gefunden haben, dass wir wirklich sagen, jetzt gehen wir es wirklich an.

Und dann war das aber dann, ja.

Ich habe irgendwann nochmal erzählt, jetzt sollten wir einfach mit diesen Plänen, sollten wir auch wirklich die Pläne das Produkt anbieten. Ich glaube, wir haben ungefähr zweieinhalb Jahre Zeitraumpläne geschrieben jetzt. Also der Ordner ist schon ziemlich dick.

Gab es auch schon mal jemanden, der dann irgendwann gesagt hat, er kommt damit überhaupt nicht zurecht?

Ich glaube, der Unterschied ist, dass es sicher für manche weniger sinnvoll war und für manche weniger funktioniert hat. Oder einfach auch vielleicht, Salon gesagt, den Preis nicht wert war. Aber es hat jetzt keinen Prinzip zerstört oder schlechter gemacht, glaube ich. Oder?

Aber natürlich ist das nicht für nicht jeder ein Plan, wenn es das große Hobby ist und das einfach auch. Ja, das muss er nicht. Es geht ja darum, dort geht es ja schon um Effizienz und um vielleicht Leistungssteigerung irgendwie und Zeitökonomisierung und solche Sachen, die halt halt so toll und kann wichtig sein in unserem Leben, weil es halt so ist das Leben jetzt wie es ist bei uns allen.

Und das ist halt nicht für jeden doll, sondern wir sagen dann, du, das war eine super Erfahrung und hat man was bezahlt. Ein neuer Besen gehört immer gut, oder sagt man so? Ein neuer Besen. Aber ja, irgendwann dann auch immer und ja, das ist dann aber auch völlig okay. Aber zerstört haben wir keinen, ja.

Natürlich passiert es in der Planung nochmal, dass wir es letztens, wir haben gesagt, okay, jetzt war der Huhetag vorspielen, vor der Vorspielsituation anders, weil es einfach in diesem Wochenverlauf nicht anders gegangen ist. Und ihm ist dann dieses Vorspiel extrem schwer gefallen. Und wir haben dann einfach gut irgendwie reflektiert und darüber geredet, warum und wie und was auch die Tage davor passiert ist.

Und natürlich kann der Plan einmal vorschlägen. Aber das wäre einem wahrscheinlich alleine auch passiert und dann hat man aber keinen Plan da liegen und kann es nicht gut reflektieren. Also ich glaube, das ist einfach Teil von dieser Planung, ist genau gleich scheitern und einen Schritt zurück und weiter, weil aus der schlechten Erfahrung werden wir eh immer mehr.

Machen wir Schuld, ist auch wichtig, oder? Man muss immer schuld sein.

Ja, sicher, irgendwann muss Schuld sein, das ist der Karte.

Wie hat sich jetzt im Laufe der Zeit euer Üben und euer Spiel verändert, auch mental gesehen?

Ich bin lockerer. Mental, weil ich weiß, Know-how quasi, so ein bisschen so, ich weiß. Ich habe ja jetzt auch irgendwann eine Idee, wenn man ja wieder was zu tun hat. Oder man lebt ja mit einem Kalender dann irgendwann einmal, wenn man nicht mehr Student ist und einfach so. Und ich weiß einfach dann, das und das braucht in dem und dem Umfang und in dem Intensität, an den und den Tagen, in dem und dem Zeitraum vor dem Event.

Und ich bin dann da. Und dann habe ich eigentlich da recht cool. Aber dann auch gleichzeitig weiß ich wieder, okay, und dann bin ich auch der Strickste, der immer war. Und da bin ich einfach so. Also ganz oder gar nicht. Und dann ziehe ich das auch wirklich so durch. Da habe ich das dann im Kopf und dann gehe ich üben und mache das und und ja.

Und von dem her ist es dann eigentlich entspannt. Wenn es ist, ist ich weiß, was zu tun ist, so ein bisschen. Und das macht mich freier.

Mir gibt es auch einfach viel mehr Vertrauen. Und einfach Vertrauen in die Erfahrung, die man gemacht hat. Und auf der anderen Seite wird für mich üben seitdem schwieriger, weil ich eigentlich immer mit einem Notizzettel ins Überzimmer gehe, weil mir ständig Sachen einfallen für die Planung, was mein eigenes Über ein bisschen stört.

Aber natürlich, wenn man irgendwie ständig Feedback von Typen liest und irgendwie über die Planung nachdenkt oder was man auch weiterentwickeln oder besser machen kann, dann schreibe ich da ab und so regelmäßig eigentlich Gedanken hin. Stört ein bisschen, aber wurscht, wie der Georg sagt, ich spüre eh noch was bisher.

Das geht schon.

Weil ihr vorher noch gesagt habt, okay, dann hätten wir mal, du hättest planen müssen, dass du nicht mit dem Nachtzug fährst und Croissant. Ja, wie durchgeplant ist euer Leben?

Ja, meines. Manchmal zu sehr.

Wie viele Pläne schreibst du? Also hast du für jeden Lebensbereich einen Plan? Nee.

Nein, nein, nein. Aber ich bin so ein Mensch, am Abend, wenn ich ins Bett gehe, dann überlege ich so ein bisschen, was war und mache mir so ein bisschen Ideen, was ich morgen zu tun und denke mir, von da und da und da und da zu dem und dem Zeitraum einfach sollte ich und will ich jetzt das machen, weil ich relativ viel machen will.

Das ist aber auch ein bisschen meines. So ist natürlich dann auch viel Privates, das ich halt einfach unterbringen würde geben. Ob das dann sportlich oder eben einfach auch mal zu Hause sein oder so. Und ja. Das wird sich dann einmal, glaube ich, ganz gravieren ändern, wenn einmal ein Kind zu Hause ist.

Dann kann ich wahrscheinlich Pläne schmieden, solange ich will am Abend. Sag ich mal dann im Daumen hoch, am Ende. Also ja, das wird dann jemand helfen und das wird sich eine grosse Challenge für mich, aber ja, also so insofern schon momentan schon gut geplant. Aber dann auch finde ich sehr fein. Weil ich weiß, dann ist halt drei Stunden nichts und dann ist halt drei Stunden nichts.

Und dann gehe ich so rum und trinke wieder den Kaffee und isst den Kuchen. Oder zur Schwester in der Nachbarschaft und fein. Also alles gut.

Ich glaube, ich habe mir vor zehn Jahren noch irgendwie auf dem Kopf gehabt, wenn ich gesagt habe, ich schreibe mir Pläne, weil ich bin im Prinzip sehr gerne intuitiver, aber es hat das Gespräch schon ein bisschen natürlicherweise ergeben, wenn man viele Sachen gleichzeitig macht, dann muss ich einfach planen, weil sonst kriegt meinen Alltag nicht auf die Reihe.

Und ebenso passiert mir halt einfach, dass ich dann nicht mehr zur Ruhe kennt. Das kennt jeder, wenn man irgendwie drei verschiedene Dinge im Kopf hat, ist es immer wahnsinnig schwierig, dass man dazwischen zur Ruhe kommt, weil immer das nächste schon irgendwie vor der Tür steht. Deswegen gibt mir die Planung einfach Ruhe.

Mit der Erfahrung, die wir jetzt beide haben, schreibe ich mir selber manchmal einfach in meinem Kalender einen Überplan rein. Manchmal schreibe ich mir einfach wieder mal an für zwei Wochen, das hilft man und manchmal finde ich es einfach fein für mich, wenn ich einfach intuitiv mache. Aber das bestimmt ein bisschen das Leben vor.

Aber bei mir ist es so, dass lange Zeit ich in Fernbeziehungen zwischen Salzburg und Berlin geführt habe, danach gestern unterrichtet habe, daneben vielleicht zwischendrin ein Studium gehabt habe. Und da muss man sich dann schon ganz genau überlegen, auch privat und beruflich, einfach wie man das unter den Hut kriegt und dann ist eine Planung sinnvoll.

Aber intuitive Phasen fein.

Was sind denn eure Zukunftspläne?

Alt werden. Mit Typ, ganz vielen, ganz vielen versuchen zu helfen, zu ökonomisieren und vielleicht zu beschützen vor dem Damokles-Schwert, musikalisch, Lippe, was auch immer. Da darf man ganz, gern, ganz vielen und vielen auch an guten, hochen Positionen sein. Professoren etc. oder Pädagogen und Leute, die Netzwerken irgendwie ein bisschen das zeigen, dass man vielleicht das ein bisschen anders gestalten kann und ein bisschen eine andere Sicht der Dinge.

Das fand ich total toll. Und wenn das dann nicht mehr nur mehr zwei sind, die Typ heißt, sondern einfach, sehr wurscht, dann gibt es vielleicht Lehrer, die das machen oder Professoren, die das dann auch irgendwo in Richtung versuchen, einmal so einen Plan zu schreiben oder zu gestalten, das fand ich total es.

Einfach die Scheuklappen einmal aufreißen da.

Ich glaube, das ist eh gerade beantwortet, so ein kleines Ziel haben wir eigentlich schon erreicht, irgendwie was anzustupsen, einfach um Leute zum Nachdenken zu bringen. Und ich habe früher immer gesagt, mein Riesenziel ist, dass wenn irgendwer ein musikalisches Problem hat, dass er irgendwo hinkommen kann und ihn dann bei der Hand nimmt und vielleicht auch, keine Ahnung, Zukunftsmusik, ob es passieren wird oder nicht, medizinisch draufschauen kann oder wirklich dem eine super Betreuung anbieten kann, dass man sagt, okay, das wäre ein kleines Zentrum für Musiker, wo man hinkommt, egal ob man jetzt ein Ziel hat oder ein Problem hat oder wo man immer steht, wo man sich einfach umfassend beraten

lassen kann oder einfach aus einer Krise rauskommen kann oder was auch immer mal schauen, was man wird, weil es ist sehr schwer zu beantworten, weil Typ, wie der Markus vorher eh schon gesagt hat, sich so allmählich irgendwie in diese Richtung entwickelt hat und schauen wir mal, sagt der Österreicher gern.

Okay. Dann kommen wir jetzt zu den letzten paar Fragen und gehen in die Schlussrunde ein. Was lernt ihr gerade, was ihr noch nicht könnt?

Da habe ich anfangen, Leute, habe ich gerade die Woche gelernt. Als Mensch, ist das jetzt eine musikalische, technische Frage, oder kann ich es etwas Menschliches sein?

Das darf alles sein.

Als Mensch vom österreichischen Land ist man oft sehr konfliktjou. Man geht Konflikten aus dem Weg. Ja, ich glaube schon, oder das ist der persönliche Charakterzug von mir wahrscheinlich. Es ist gerade meine persönliche Challenge, Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie anzugehen. Sonst eine Grantik.

Und das will ich.

Best gespannt, wenn wir uns das nächste Mal sehen, wie das wird mit dir.

Mit dir ist das gleich, die kenne ich schon zu lang. Du magst mir immer noch grantig. Das macht nichts.

Meine größte Challenge momentan ist, glaube ich, Dinge loszulassen, die ich daran habe, aber Nein zu sagen irgendwie so das ein bisschen so, wie vielleicht vor dem einen oder anderen zu trennen. Dingen, Menschen, Verpflichtungen, wo ja aber eigentlich weiß, dass es langfristig sagen, glaube ich, besser ist.

Und das ist gerade so.

Okay, welches Buch bzw. welchen Film sollte man mal gelesen oder geschaut haben? Das darf jetzt auch alles sein. Darf aber auch irgendwas mit eurem Thema zu tun haben.

Also Buch habe ich, ich habe die Buchempfehlung liebst, für mich nur eine. Und ich ist jetzt blöd sogar Studler, aber ich bin, das Buch hat mich durch mein Musikstudium und durch mein Musizieren und alles gebracht. Felix Gottwald, ein Tag in meinem Leben. Das Buch ist sensationell. Also wenn ein Musiker das Buch liest und das auf Musik umwälzen kann in sein Kopf, das Game Changer.

Okay. Kannst du ganz kurz sagen, warum?

Er beschreibt den Tag, wo Olympiasieger geworden ist. O es geht um den Tag und dann alles, was er vorher, die vier Jahre Vorbereitung, was er da alles untergeordnet hat, wie er an das angegangen ist, mental, Training, also einfach wie er, ja, er hat gewusst, in vier Jahren ist das und ich will da, oder ich sollte Olympiasieger sein.

Und das war für mich immer so, ich habe das im Studium immer so und da ist halt das mit den Probespielen und so ein Riesenthema, nehmen wir eigentlich, Wann sind die der das gemacht hat? Und ja, das hat mich beeindruckt. Und dass es dann geklappt hat auch noch, ja, sensational. Also das ist echt ein ganzer Hardbuch in viele Leben.

Film habe ich keinen, kann ich nicht sagen.

Ich habe keinen Lieblingsfilm. Ich sage gerade, ich rede für Englisch ein random Buch, das ich gerade gelesen habe, Heartland von Benedict Wells.

Okay.

Super Buch. Und allgemein, weil ich einfach, wie schon gesagt vorher, momentan in Kampala, Uganda bin und es sich in wesentlichen Dingen nicht von uns unterscheidet, dass Menschen so viel in ihr Handy reinschauen und einfach TikTok ist hier ein Wahnsinn. Also die Menschen haben ja tendenziell mehr Zeit und die Menschen vergessen oft, während sie arbeiten, dass sie ihr Handy aus der Hand geben und TikTok ausschalten.

Und ich denke mir so oft, ich würde euch so gerne ein Buch in die Hand geben und euch einfach was lernen, weil an der Bildung fällt. Und ja, das ist wirklich, wirklich arg, wenn man das sieht, also mehr Bücher. Und das Film kippt Bluck in Numbers Levin.

Okay.

Klassiker für immer. Megafilm.

Jetzt kommen wir noch zur allerschwesten Frage. Welche Aufnahme sollte man sich unbedingt mal angehört haben?

Die, finde ich. Die Wikuerstadt. Oh, schwache Frage.

Nimm die, die dir als erstes einfällt, sonst wird es noch schwer.

Hans Gantsch, Alpensymphonie Wiener Philharmoniker. Meilenstein.

Und ich wollte sagen.

Ich glaube, Top 3 Beantworten der letzten fünf Jahre. Top 1 ist Miles Davis Kind of Blue.

Okay, ja, okay. Ja, ihr unterschreibt das von Tom.

Okay. Dann abschließend, was sind eure privaten Wünsche und die Wünsche für die Blasmusik-Szene?

Ja, jetzt irgendwo muss man es nicht droppen, weil der Markus grennt immer so still und heimlich rein. Wahrscheinlich ist unser größter privater Wunsch, nachdem wir beide im Laufe des Jahres Papa werden. Dass das alles gut funktioniert und dass alle gesund diese Welt betreten und dass dieses spannende Lebenskapitel so spannend wird, wie man es uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen kann.

Herzlichen Glückwunsch.

Das weiß schon. Dankeschön. Danke. Dankeschön. Und für die Blasmusik-Szene ist für mich immer nur, dass die Blasmusik das bleibt, was sie immer schon war, einfach in der Gesellschaft einfach so ein sozialer, so unfassbar schöner sozialer Haufen, so ein Zusammenhalt zwischen Alt und Jung, zwischen egal wer, mit wem.

Da darf die Plasmusik manchmal die Klappen links und rechts ein bisschen weiter aufmachen. Aber im Prinzip, wenn die Plasmusik so bleibt, wie sie ist, ein sozialer Faktor ist sie einfach nur großartig und das soll sie für die Zukunft auch bleiben bei allem, was die Welt da draußen so wieder herbringt in den nächsten Jahren.

Ja, schön gesagt, also ich kann das finde ich ganz bei dir. Also in der Plasmusikszene, das ist einfach so ein Wohl viel Becken und ein Wohlfehl aus, das tut auch der Plasmusik und so das sind so Festivals, wo ja, da kann man sich ja reinlegen in die guten Gefühle, die da kommen. Und das finde ich wirklich toll und schön.

Und das soll so weiterbleiben und existieren und sich weiterentwickeln, weil da wie es sich eh schon tut. Und privat, ja, das dann, wenn wir jetzt mal nebeneinander mit dem Babyswang dahin gehen und alles ist gut und alles ist gesund und zufrieden, zufrieden sein. Und dann ist, glaube ich, viel, viel geschaffen.

Das sind sehr schöne Worte, die nehme ich zum Schluss. Markus, Thomas, vielen lieben Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, auch noch so sperrt in Afrika zu sitzen und mit mir zu reden. Vielen lieben Dank.

Danke. Zeit zu beet im Flug mit dir. Cooles Gespräch, danke.

Das war die Folge mit Thomas Weiß und Markus Walthardt. Mich würde interessieren, wie findet ihr die Überlegung zum Üben aus sportwissenschaftlicher Sicht? Mich hat das total fasziniert und ich habe mein Üben auch schon so ein bisschen umgestellt, um tatsächlich zumindest mal wochenweise zu planen, wie ich und wann ich doch übe.

Und ich muss sagen, ich merke schon, dass das auf jeden Fall mir sehr gut tut. Mich würde eure Meinung dazu interessieren oder sogar auch Erfahrungen, die das schon ausprobiert haben. Ich möchte mich nochmal bedanken bei meinen Supportern, Buffet Grampor und der Woodstock Academy. Außerdem bei Leandermachern für die Musik und bei Dirk Martes für die Musik.

Und wenn ihr jetzt weiterhören wollt, dann hört auch mal in den Podcast von Georg Pranger rein. Er ist Euphonist, sein Name ist auch gefallen und es lohnt sich auf jeden Fall, sich mal anzuhören, warum er der einzige professionelle und studierte Euphonium-Spieler ganz Österreichs ist. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid.

Macht's gut, euer Andi.

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