On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6· Folge 145

Christoph Moschberger (Trompete) - Was macht einen kompletten Musiker aus?

Donnerstag, 2. Juli 2026 · 1 h 28

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Shownotes

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Eigentlich dachte ich, wir treffen uns nur für eine kurze "Auf einen Kaffee Folge", um seine neue CD vorzustellen. Daraus ist über eine Stunde geworden. Ich fand es super!
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Musik: Dirk Mattes

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Genau, and this inspiration of him, name this off Ictrasil, also off this mythical that the Welten verbinded. The irdische Welt, the Opera Welt, and even the United Demon and this dunkly laured. That's the four that man, when many geschew up, vier Sätze braucht. I was telling you by an psychological coach.

Warum lasse ich mich nicht auch irgendwie coachen oder unterstützen auf der Seite, so wie es vielleicht ein Profisportler auch machen würde, wenn er jetzt irgendwie, keine Ahnung, ein großes Spiel spielen muss oder so. Und das war extrem interessant. Für was benutzt man die Noten? Sind die wirklich nur, sag mal, auf Hüfthöhe ein Notenständer, wo man einfach nur kurz den Ablauf ein bisschen braucht und du bist aber eigentlich präsent für die Leute?

Oder habe ich, stehe ich da vorne und spiele ein Stück, das ich wirklich nicht auswendig kann und hab den Notenständer auf gefühlt Kopfhöhe. Und dann kann die Präsenz eigentlich nur bis zum Notenständer reichen. Dann haben die Leute einfach nichts von dir. Und da habe ich mir schon gedacht, alter Falter, das ist der Wahnsinn.

Also irgendwie genau, weil man muss, jeder, der mal das Horn in die Hand nimmt und probiert da mal ein bisschen mitzuspielen, wird merken, dass die Tonarten, die man da spielt in diesem Stück, wie der Österreicher sagt, richtig geschissen sind.

Wir sind on 3, 2, 1. Herzlich willkommen bei Onair, dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Sandy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von OnEard dem Blasmusik-Podcast.

Wer letzte Woche schon auf einen Kaffee mit reingehört hat, weiß, dass ich zurzeit im Urlaub bin. Deswegen entschuldigt bitte die Klimaanlage im Hintergrund. Und es gab intern eine kleine Änderung in der Abfolge. Deswegen nehme ich das Intro für die Folge jetzt hier noch im Urlaub auf. Und die Folge, die eigentlich diese Woche kommen sollte, kommt dann erst in zwei Wochen.

Und die hat es ganz schön in sich. Das kann ich schon mal vorher sagen. Aber nun zu meinem heutigen Gast. Und das ist Christoph Moschberger. Wer alle Folgen gehört hat, weiß, dass Christoph erst Anfang des Jahres schon bei mir war, weil er seine neuen Noten vorstellen wollte. Und dieses Mal habe ich ihn angeschrieben, weil er ein neues Album draußen hatte.

Ich habe da reingehört und es hat mir sofort so gut gefallen und ich hatte so viele Fragen im Kopf, dass ich ihn angeschrieben habe und habe ihn gefragt, ob er nicht doch nochmal kommen möchte. Er hat sich am Anfang gefragt, ob das nicht zu viel sei. Ich habe ihn trotzdem darum gebeten, weil ich das möchte und die Musik so toll finde, dass man das unbedingt vorstellen sollte.

Und aus der kleinen Kaffee-Folge ist dann gleich schon wieder eine Stunde geworden, weil wir auch über den Arbeitsprozess, über Präsenz auf der Bühne, ein bisschen zu psychologischen Dingen gesprochen haben. Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Christoph Moschberger hier im Blasmusik-Podcast. Genau, also ich freue mich, dass wir heute sprechen können über dein neues Album.

Die Initiative ging ja von mir aus, weil ich habe da reingehört und war total angetan von dem Album, von der Musik. Und hab dann auch so ein bisschen deine Videos schon gesehen, diese Teaser-Videos, und da hat jemand auch so berichtet, aber das hattest du mir, glaube ich, auch im ersten Podcast schon mal erzählt, dass ja die Frage immer offen war bei dir, studiere ich Klassik, studiere ich Jazz?

Jetzt letztendlich hast du ja offiziell Jazz studiert. Das ist ja jetzt keine wirkliche Jazzplatte, also was siehst du dich mittlerweile?

Ja, das ist eine gute Frage. Ich bin immer genau in diesen Situationen sozusagen gezwungen, darüber nachzudenken, irgendwie Worte dafür zu finden, weil in meinem musikalischen Alltag tue ich das, was ich tue und was sich natürlich anfühlt und was sich irgendwie organisch anfühlt. Ich sehe mich als Musiker mit offenen Ohren und wenig Scheuklappen und Neugier, glaube ich.

Das ist das, was es ist. Und trompeterisch gesehen stehe ich natürlich vor Herausforderungen, wenn ich Dinge spielen muss, die nicht in meiner Komfortzone sind, was auch jetzt bei dem Album durchaus der Fall war. Aber man wächst ja an seinen Aufgaben. Deswegen ist es ja auch immer schön, gefordert zu werden, wenn es am Ende, sag ich mal, nicht überfordert wird.

Das ist natürlich dann nicht schön, wenn man dann in die Situation kommt, dass es dann irgendwie immer das rote Licht innerlich angeht. Genau, aber ich sehe mich natürlich irgendwo genau zwischen den Stühlen, zwischen irgendwie klassischem Trompetenspiel und Jazz und Pop und was irgendwie alles da dazugehört.

In diesen Videos gab es auch zwei Aussagen, die, glaube ich, für jeden Musiker eine der höchsten Komplimente, glaube ich, ist. Einer hat gesagt, in deinen jungen Jahren schon die Möglichkeit zu haben, so viel auszusagen in deiner eigenen Sprache. Viele Musiker suchen ja da relativ lang, bis sie ihre Sprache gefunden haben.

Du hast sie ja anscheinend schon gefunden. Und das andere war, du wurdest als schon kompletter Musiker betitelt. Du schmunzelst zu Recht auch, weil das sind große Worte. Was macht für dich ein kompletter Musiker aus?

Wenn man über das eigene Notenpult zumindest schon mal hinaus blickt und bei Musik machen letztendlich die kompletten 360 Grad, die passieren im Raum in der Musik erfasst und daraus Schlüsse zieht und Aktionen zieht sozusagen, seinen eigenen Platz findet. Was habe ich gerade für eine Aufgabe, was muss ich tun, damit das große Ganze besser wird und natürlich auch irgendwie auch musikalisch-stilistisch gesehen, sage ich einfach mal, das große Ganze zu sehen, versiert zu sein, verschiedene Sprachen zu sprechen und sich einfach möglichst gekonnt einfach in der Musik zu bewegen.

So. Dass man einfach merkt, er oder sie steht über den Dingen, im besten Falle. Das sind jetzt auch große Worte, das sollte es nicht quasi mir selbst auf die Schulter klopfen, aber einfach, man spürt einfach, wenn man mit MusikerInnen zusammenarbeitet, ob die oder derjenige einfach irgendwie über den Dingen steht und weiß, was er tut und einfach auch relativ schnell Dinge erfassen kann.

Weil oftmals finde ich es nämlich spannend, wenn man zum Beispiel ein Stück hat, was in einer gewissen Stilistik angesiedelt ist und dann ändert man eine Geschichte. Zum Beispiel der Schlagzeuger spielt plötzlich einen anderen Groove. Er spielt jetzt nicht mehr den Backbeat, sondern geht in Halftime oder spielt irgendwie andere Dinge, dann verschieben sich gewisse logische Konsequenzen in der Musik.

Und da muss man reagieren. Da kann man nicht den Stiefel durchmachen. Also man merkt einfach, wenn man mit Leuten zusammenarbeitet, wo man merkt, wenn einer einen Schachzug macht oder einen kleinen Dominostein verschiebt, die anderen passen sich dann an und dann plötzlich hat man ein neues Bild. Es ist immer noch das gleiche Spiel, immer noch das gleiche Bild, aber es ist plötzlich irgendwie eine andere Farbgebung und ein anderes Ding.

Und genau das finde ich super, wenn Leute einfach schnell sind und da Dinge erfassen und dann fängt eigentlich das Musikmachen erst an. Auf ganz verschiedenen Ebenen. Einfach Zusammenspiel und eben auch Gestaltung von Musik. Natürlich auch Musik schreiben, Musik schaffen und im besten Fall auch darüber hinaus über das eigene Instrument einfach sich zu bilden und irgendwie auch irgendwie ein bisschen Plan zu haben.

Wie, keine Ahnung, wenn man normalerweise was aufnimmt oder so, oder wenn man hin und wieder mal ins Studio geht, dass man zum Beispiel ungefähr weiß, wie funktioniert denn das? Was kann man denn da machen, was sind denn die Möglichkeiten? Weil das auch ein Werkzeug ist. So wie die Trompete jetzt für mich ein Werkzeug ist, ist auch letztendlich, wenn man Musik macht und Musik aufnimmt, auch diese ganze Aufnahmetechnik und Produktionstechnik ja auch eine Art Werkzeug, die man irgendwie zumindest ansatzweise bedienen können sollte, finde ich.

Das sind alles sind Dinge, die so vielleicht den kompletten Musiker, finde ich, ein bisschen auszeichnen.

Wie kam es jetzt zur Zusammenarbeit überhaupt mit dem WDF und Großorchester?

Naja, die Managerin hat mich angerufen und hat gefragt, ob wir was machen wollen gemeinsam. Das war die Kurzversion. Davor ist natürlich schon ein bisschen was anderes passiert. Ich bin ja schon, während ich in Köln gelebt habe, immer wieder dort zu Gast gewesen, habe mit dem Orchester gespielt als quasi Liedtrompeter oder als Gastsection, Leader für die Bra-Section, auch irgendwie da solistisch schon Dinge gespielt, immer wieder innerhalb von Programmen, mal ganz tolle Sachen.

Also das erste Programm war ein Bert-Kämpfer-Programm zum Beispiel. Das war ein Traum. Da durfte ich dann sowohl die Lidtrompete spielen als auch die ganzen Aqua und Reuen Flüglonparts. Das war herrlich, ja. Und sowas irgendwie, da holen die sich natürlich bewusst jemanden von außen, der eben eben diese Sprache spricht und die anderen ein bisschen mitzieht.

Das macht einfach das Ergebnis schon dann, glaube ich, besser am Ende des Tages. Und auf dieser Ebene bin ich ein paar Mal dort gewesen. Es haben sich Freundschaften entwickelt und es hat dann letztendlich aufgebaut auf meinem ersten Solo-Album auf Home, das ich mit dem Blechhaufen aufgenommen habe. Das war 2019, als das rauskam.

Und dieses Album ist aus unerfindlichen Gründen auf dem Schreibtisch von der Corinna Rocci, von der Managerin gelandet. Über Blechkollegen im Orchester, die einfach gesagt haben, hey, hör dir das mal an. Vielleicht wäre der Christoph ein spannender Kandidat für einen Abend mit dem was zu machen. Genau.

Und dann hat sie sich das angehört und dann haben wir telefoniert und letztendlich war es dann ein weißes Blatt Papier, was mir übergeben wurde, und zu dem ich quasi angehalten wurde, das zu füllen und mal zu überlegen, hey, was könnte man denn machen? Was ist denn so möglich, was ist gewünscht, was stelle ich mir vor, was wäre spannend.

Genau, und dann bin ich in mich gegangen und dann ging die Reise los. Und das war natürlich eine unglaubliche Chance. Und einfach auch ein wahnsinniger Vertrauensvorschuss, den ich dann bekommen habe von Corinna, vom Orchester und vom BDR, einfach so ein Ding quasi auf die Beine stellen zu dürfen, weil das ist halt einfach ein Riesending, wenn man das alles mal zusammennimmt mit allen drum und dran.

Und das ist natürlich gerade in der heutigen Zeit, wo wir alle wissen, wie schwierig es ist, solche Projekte zu realisieren, ins Studio zu gehen und das irgendwie auch am Ende des Tages zu bezahlen, ist das natürlich ein wahnsinniger Vertrauensvorschuss und eine riesen Freude für mich gewesen. Und umso stolzer bin ich jetzt, umso froh bin ich jetzt, dass jetzt das Album dann auch jetzt unter den Leuten ist.

War von vornherein klar, dass das eine CD-Produktion wird oder war das so, wie man das natürlich öfters vom WDR kennt, als Konzert mit Live-Video gedacht?

Das war von vornhere klar, weil es zwei verschiedene paar Stiefel waren. Also wir haben ja das Konzert, das Endkonzert sozusagen dieser Phase in Köln, das wurde ja auch live gestreamt, das gibt es ja auch schon auch auf YouTube zu sehen. Die Aufnahmen, die man auf der CD hören kann, sind tatsächlich Studioaufnahmen.

Also sprich, nochmal wirklich, wir hatten drei Tage, zwar in der gleichen Location, aber mit dem Anspruch, eine CD aufzunehmen, ein Album aufzunehmen. Das ist halt doch nochmal ein bisschen mehr mit der Lupe. Es sind auch nochmal andere technische Dinge, die dann möglich sind, wenn man kein Publikum hat.

Man kann zum Beispiel keine PA, also keine Anlage, die mitläuft, das ist nichts verstärkt. Das heißt, man kriegt einfach aufnahmetechnisch nochmal ein höhere Qualität einfach hin. Und das haben wir gemacht, genau. Innerhalb dieser zehn Tage, in denen ich in Köln war, haben wir drei Tage dann diese CD aufgenommen.

Und auf dem Album sind auch ein paar Ausschnitte, glaube ich, soweit ich weiß, aus dem Konzert gelandet. Ich kann mich erinnern, dass gerade bei Trog Me Wind, glaube ich, das ist mit so einem ganz faiischen Intro und auch ein Flügel und Solo in der Mitte. Ich glaube, da haben wir den Take vom Konzert genommen.

Da hört man auch ein bisschen mehr Atmo. Also man hört ein bisschen, es wurde zwar ein bisschen rausrituschiert, also man spürt es den Unterschied nicht sonderlich, aber es gab halt einfach manche Dinge und es waren natürlich vor allem die improvisatorischen Momente, vor allem, wo das Orchester auch ein bisschen Freiheiten hatte.

Und das ist nämlich bei dem Stück gewesen. Da waren verschiedene Triller und da wurde eben so eine Farbe quasi oder eine, wie sagt man, eine Stimmung erzeugt. Und gerade in den Holzblättern, die hatten da Freiheiten. Da sind Töne drin gestanden, and daraus hat man einen Triller gemacht, aber der musste nicht, war nicht klar, wann er beginnen muss, wann er endlich muss, wie schnell er ist und so, und so wie so Blätter, die um here fliegen so eben from Bild.

And solution are mostly in a concert inspirier as Montagmorgen of 10, when I in the Dienst get. And design had a bit of a live concert of the album too. But it was from foreign so disponible, so planned, that it's albumaufnahmen given.

Mehr oder weniger.

Ja. Mit viel Demut. In erster Linie mal, glaube ich. Ja, also den ersten Gedanken, den ich glaube ich gefasst habe, war mir zu überlegen, wen möchte ich mir denen an die Seite holen, weil das war sonnenklar, dass so ein Ding nicht alleine über die Bühne geht. Also ich mache natürlich in vielerlei anderen Projekten viele Dinge selbst irgendwie, sei es von Arrangements schreiben, eine Homepage basteln, was auch immer.

Also man ist ja, oder ich bin ein Typ, der, der in vielen Dingen einfach versucht, auch hier irgendwie, ich will nicht sagen 360 Grad, aber ich bin einfach interessiert und mache oft die Dinge einfach gerne selbst, einfach weil es mir auch Spaß macht und weil es mich interessiert, da weiter zu lernen und neue Sachen zu bekommen.

Aber hier war mir irgendwie auch klar, okay, das sind einfach Sachen, ich kann kein Orchesterarrangement schreiben. Vielleicht könnte ich es, vielleicht könnte ich es probieren, aber dann ist genau dieses Projekt nicht der richtige Rahmen dafür. Da muss es einfach passen, ja. Genau, und dann habe ich mal überlegt, was gibt es denn für Leute in meinem Umfeld, mit denen ich mir das vorstellen könnte.

Und dann kam ich eben auf unter anderem Matthias Werner, den ich von Vederspiel kannte, der komponiert hat und arrangiert und orchestriert und auf Chris Nehmet. Das ist eben ein Wegbegleiter von Jugendtagen an, der auch aus Süddeutschland, aus Rheinau kommt und so, was weiß ich, sieben, acht Jahre älter ist als ich und immer so quasi eine, der hat auch in Köln studiert, aber da war ich natürlich noch zu Hause, hat auch dort Jazz studiert und der war immer so ein Schritt voraus und immer so, ich kannte den von klein auf, da war er auch noch gerade so im Studium und dann irgendwie war immer so ein bisschen da schon Connection da.

Und er ist halt jemand, der, dem ich auch, mit dem ich auch schon in verschiedenen Projekten gearbeitet habe und von dem ich irgendwie viel halte. Und genau, er hat es auf jeden Fall auch gehalten, was ich von ihm halte bei dem Projekt. Und genau. Das waren die ersten beiden, die so mit an Bord waren.

Und dann haben wir mal überlegt, hey, mit was füllt man denn dieses Blatt Papier? Was gibt es denn für Ideen? Ich hatte natürlich Ideen und also Songideen und Stückideen, die ich gerne drin hatte. Und dann ist das so gewachsen. Dann kam so eins zum anderen, und genau, und dann kam irgendwann noch eben der Dirigent, der Michael Seale, dazu.

Das war dann eben auch von dem Orchester abgesprochen und so weiter, und dann ein Tonmeister und so weiter und so fort. Genau, so ist das dann gewachsen. Also letztendlich bin ich dann plötzlich nicht mehr alleine for this blind gesessen, sondern in einer Runde hochkompetenter Menschen, mit denen es wahnsinnig Spaß gemacht hat to arbeiten und die sich auch sehr gut miteinander verstanden haben.

Also das war einfach, kann ich wirklich sagen, ein super Beispiel von gutem Teamwork. That is this Ergebnis that auf vielen, vielen Schon dann lastet und was mir am Ende die Arbeit oder das Sein und das Genießen eigentlich auch echt leicht gemacht hat in dem Tun, also während der Produktion, bei dem Konzert, das man sieht, bei den Aufnahmen, das war wirklich ein Träumchen eigentlich.

Also im Nachhinein, ich konnte das wirklich genießen und war die meiste Zeit echt recht locker. Und es gab genug Grund, das nicht zu sein, wenn man mal ehrlich ist. Wenn man da vorne steht in so einer Situation, da ist schon viel Druck von außen oder den Druck macht man sich natürlich selbst, aber es ist viel Druck auf den Kessel.

Und sie haben mir da schon viel abgenommen, das muss ich echt sagen. In diesem Sinne. Ein großes Shoutout für alle, die da mit dabei waren. Chris Matthias und Anton Langer am Pult und der Michael, wie sie alle heißen, genau. Und die Band natürlich auch. Also einfach vertraute Menschen und geschätzte Menschen um einen rumholen und dann geht es plötzlich leichter.

Im Sport ist es eh schon lange so. In der Musik manchmal gar nicht so unbedingt. Usus.

Wie lange hat das denn jetzt gedauert von der Planung, bis ihr dann die zehn Tage euch getroffen habt?

Der Abschluss war Anfang 2023. Da war das Konzert, da war die Aufnahme, da waren wir zehn Tage gemeinsam in Köln und der Vorlauf war, ich würde sagen, knapp zwei Jahre vom ersten Anruf von Corinna und dann habe ich es auch erstmal liegen lassen, genau, und dann ist das so gewachsen. Eininhalb bis zwei Jahre Vorlauf.

Aber das war am Anfang eben noch, wie gesagt, sehr vage und dann kam immer ein Steinchen mehr dazu und genau, das wurde dann immer größer, das Häuschen, das da gebaut wurde.

Wir gehen jetzt mal ein bisschen näher auf die CD ein. Die erste Nummer ist ja Overjoid von Stevie Wonder. Genau. War das eine Idee von dir?

Ja, das war ein Song, den ich einfach toll fand, weil man den einfach, weil das ein Song ist, den ich, den ich grundsätzlich kompositorisch unglaublich finde. Also den, wenn man, der klingt ja so leicht, ne? Das ist so eben so eine typische geniale Popnummer, die eigentlich jeder mitsingen kann, aber wenn man das mal harmonisch beleuchtet, dann steckt da unglaublich viel drin.

Und das war eine Nummer, die eben einfach Gehalt hat, natürlich auch zum Arrangieren. Und Chris Nehmet ist auch ein großer Stevie Wonder Fan und wir kamen irgendwie auf diese Nummer und ich sagte, ja, das wäre doch geil. Genau. Und dann hat er das Arrangement dazu gebastelt. Und da war natürlich ganz klar, das sollte auch nach Hollywood einfach klingen.

Da war eine, so das Bild war eben die, ja, keine Ahnung, eine Jazzband und ein Solist und ja, die große Streichersektion. Und es ist irgendwie so das Opening von so einem, ja, von so einem fetten Las Vegas-Abend oder so irgendwie. Also es sollte auf jeden Fall amerikanisch klingen, die ganze Geschichte.

Das ist auf jeden Fall gelungen. Ja, danke. Ihr wisst, dass meine Lieblings-App, wenn es um die Organisation musikalischer Termine geht, die Konzertmeister-App ist. Aber es gibt jetzt was Neues für alle, die in Verbandsarbeit involviert sind. Kennt ihr das? Man will alle Dirigenten und Dirigentinnen erreichen, aber die E-Mail-Verteiler sind veraltet, die Hälfte der Infos kommt nicht an und bei Workshops weiß niemand, wer sich eigentlich angemeldet hat.

Genau dafür gibt es jetzt eine richtig smarte Lösung. Der Konzertmeister hat seine Verbandsfunktion massiv ausgebaut. Ihr könnt jetzt zielgerichtet Nachrichten versenden, nur an Jugendreferenten, nur an Klarinatistinnen, nur an bestimmte Vereine und das Ganze datenschutzkonform und ohne E-Mail-Chaos.

Dazu kommen Verbandstermine mit integriertem Teilnahmesystem. Workshops erstellen, Anmeldefristen setzen, Teilnehmerlimits festlegen und in Echtzeit sehen, wer dabei ist. Alles zentral in der App. Das Beste, die Funktion ist kostenlos für Verbände und Vereine nutzbar. Alle Infos findet ihr im Blog auf konzertmeister.app oder kontaktiert das Team direkt, wenn ihr endlich moderne Kommunikation in eurem Verband etablieren wollt.

Weitere Links findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Du hast Matthias Werner schon erwähnt, dein Federspiel. Kollege, beziehungsweise Ex-Kollege, der hat ja, wenn ich es richtig gesehen habe, auch Orchestrationen gemacht.

Genau, Matthias hat erstmal, also er hat von allen Stücken die Orchestration gemacht. Das heißt, er hat am Ende des Tages auch die Noten gemacht, weil bei WDR geht es ja nicht nur darum, dass man irgendwas hinschickt, sondern da gibt es gewisse Vorgaben, auch notentechnisch, ein gewisses Format. Das muss irgendwie aussehen, das muss irgendwie auch eine gewisse Größe haben und so weiter.

Also es sind einfach so rein technische Dinge, die am Ende des Tages so sein müssen. Und er hat sich einerseits das gemacht natürlich, also das ganze Layout, die ganzen Sachen. Er hat jetzt zum Beispiel bei Overjoy, da kam das Arrangement von Chris. Die Idee, wie das anzulegen ist, auch jetzt nicht nur ein Lead Cheat oder so und dann schreibt mal Orchester, sondern es war sehr detailliert auch schon von Chris irgendwie ausgearbeitet.

Und Matthias hat dann nur quasi diesen klassischen Komponistenblick nochmal drauf geworfen, hat dann sind die beiden ins Gespräch gehabt und haben gesagt, vielleicht würde ich an der Stelle vorsichtig sein, da das ins Horn zu schreiben oder so. Einfach so, da haben die sich nochmal ein bisschen ausgetauscht, weil Matthias natürlich einfach mehr aus der sinfonischen Ecke kommt und Chris mehr aus der Popmusik-Ecke, aber auch viel arrangiert und sehr gut arrangiert.

Und das war eben ein super, ein super Match auch mit den beiden, genau. Und dann wurde übergeben, dann hat Matthias die Noten gemacht und dann war das Stück fertig, genau. Und ein paar Stücke hat Matthias komplett arrangiert. Glaube ich, ich weiß jetzt gar nicht mehr genau. Müsst ihr jetzt selber nachschauen, genau.

Und natürlich das große Hauptwerk der Platte. Dein Trompetenkonzert. Ecdrasil. Du hast Hollywood schon so ein bisschen erwähnt. Also Hollywood trifft es ja ganz gut, vor allen Dingen in dem Stück, das ist ja schon Filmmusik mit Solist. Also schön gesagt, ja. Ich habe Matthias auch angeschrieben, als ich es gehört habe, und auch Chapeau an ihn.

Also ganz großes Kino, um mal bei dem Bild zu bleiben. Stimmt, es passt. Hast du ihm einfach gesagt, hör zu, ich hätte gern ein Trompetenkonzert oder wie war der Entstehungsprozess?

Ganz so leichtfertig, habe ich es nicht gesagt. Also, das war natürlich ein bisschen leichtsinnig zu sagen. Bitte schreib mir ein Trompetenkonzert, vor allem für mich, wo wir wieder auf den Anfang zurückkommen, der ja eigentlich kein Klassiker ist, so richtig. Nee, es war einfach der Wunsch da, neben all diesen Stücken, die in irgendeiner Form Songs sind oder kurze Stücke, sage ich mal, entweder um meinen Heroes zu huldigen oder um Stücke, die ich eben selber geschrieben habe, wie das Lallaby am Ende, oder eben auch um Songs in den Fokus zu stellen, die ich interpretieren darf, die mir gut gefallen.

War mir einfach schon wichtig, an dem Abend auch irgendwas zu haben, was für den Abend komponiert wurde. Weil das natürlich schon einen gewissen Gehalt hat, einfach, dass man eben nicht nur als Interpret oben steht, sondern eben auch in diesem ganzen Projekt auch irgendeine Art von Uraufführung mit dabei hat.

Das war mein Wunsch eben, weil es einfach möglich war und weil es auch die Möglichkeiten dazu gab. Und dann natürlich auch noch mit Orchester. Das ist natürlich auch eine Chance, die ich einfach nutzen wollte da. Und dann haben wir mit Matthias gesprochen und über den Umfang des Stückes haben wir noch nicht so ganz gesprochen.

Also ich hatte immer eher so, sag ich mal, keine Ahnung, vielleicht 15 bis 20 Minuten so im Sinne, so wie halt normale Solostücke, sag ich mal, oft so sind, so dreisätzige Dinger oder so, ja. Und dann hatte Matthias, glaube ich, relativ bald eine Idee, weil wir uns halt natürlich auch gut kannten und ihr dadurch auch in diesem Prozess schon waren.

Icdrasil kam als letztes von der ganzen Geschichte. Icdrasil war natürlich der letzte Baustein, der kam, das muss man echt sagen. Also wurde auch als letztes fertig, da war gar nicht mal so viel Zeit vor der Geschichte, vor der Aufnahme. Und genau, und diese Inspiration von ihm, nämlich das Ganze eben aufzubauen auf Ictrasil, also auf diesen mythischen Weltenbaum, der die Welten verbindet, die irdische Welt, die Oberwelt und eben auch die Unterwelt mit Dämonen und diesem ganzen Dunklen, was da lauert.

Das hat natürlich dann zur Folge gehabt, dass man, wenn man es irgendwie gescheit abbilden möchte, einfach vier Sätze braucht, um diese Welten abzubilden und natürlich auch den Baum. Genau. Und das ist es dann geworden. Und ich hatte schon natürlich irgendwie, also wir haben schon gedacht, wow, das ist schon lang, aber wir haben dann auch irgendwann, eben gerade im Konzert, erstmal ging es ja nur ums Konzert, dann uns einfach eben darauf verständigt, oder ich habe gesagt, ich möchte das Ding nicht als erstes spielen.

Also das ist so, ich möchte eigentlich mit Dingen beginnen, die, wo ich meine Muttersprache sprechen kann, wo ich einfach rausgehen kann, das Flügelhorn nehmen kann und einfach irgendwie einen Song spielen kann, nämlich Overjoyed. Und dann haben wir erst ein paar Songs gemacht und dann kam eine Pause und nach der Pause war dann eigentlich das zweite Set, war letztendlich Yggdrasil, plus noch ein Closer am Ende, eine Abschlussnummer.

Und da gab es halt noch eine Zugabe und das war Lal dabei. Also dann war das Programm fertig und dann, genau, dann hat man nie mehr viel gebraucht, wenn man 35 Minuten Programm hat. Oder ein Stück von 35 Minuten, das nimmt natürlich viel Raum ein, so an so einem Abend. Genau. Aber ich war auch geflasht von dem Ding.

Es ist echt, also ich bin einfach auch Fan davon. Und deswegen war es für mich auch so wichtig, dass dieses Album jetzt auch mit dieser zeitlichen Verzögerung irgendwie rauskommt, weil ich es einfach wahnsinnig schön fände, wenn dieses Stück Einzug findet ins Trompetenrepertoire. Und nicht, weil ich es gespielt habe, sondern einfach, weil es ein, ich sag jetzt einfach mal, ein saugeiles Stück ist.

Das ist einfach wirklich, es fordert den Solisten, die Solistin und es fordert das Orchester richtig stark und es ist einfach wirklich coole Musik und schöne Musik, die fassbar ist und die eben Bilder aufpoppen lässt. Und das finde ich, ja, ist doch schön.

Das muss gespielt werden. Auf jeden Fall. Für mich hat es die ganze Zeit natürlich Filmmusik, was Nordisches und die Trompeter als Held, der quasi vier Sätze lang seine Geschichte erlebt. So eine Heldenreise eigentlich. Ja. Aber wie eng war dann der Austausch, nachdem klar war, okay, es sind vier Sätze, ich habe da dieses nordische Motiv, das kam von ihm, hast du gesagt?

Das kam von ihm, ja. Genau. Matthias ist da sehr, wie soll ich sagen, der steht auf solche Geschichten und Märchen und Mythologie. Das ist nicht so mein Steckenpferd, aber ich fand es dann auch irgendwie sehr inspirierend, das zu hören. Aber die Idee kam von ihm, genau.

Okay. Und wie eng ist man dann im Austausch währenddessen? Weil es sind natürlich auch Sachen drin, wo du ja sagst, okay, die sind vielleicht nicht primär in deiner Komfortzone, sondern da muss man halt auch mal üben. Und nicht einfach nur rausgehen und spielen. Also wie sehr ist man da im Austausch oder war er im Austausch und sagt, okay, geht das?

Können wir das so machen? Auch vor allen Dingen zu bedenken, okay, hier hast du schon 25 Minuten gespielt, dann kommt das. Wie siehst du das? Oder schreibt er einfach?

Es war schon ein enger Austausch. Er hat natürlich am Ende des Tages einfach geschrieben und hat vieles davon schon auch gepasst. Ich habe mir dann einfach so, wie soll ich sagen, natürlich auch ein paar Dinge einfach auch zurechtlegen können. Das war natürlich auch eine luxuriöse Situation. Das muss ich auch schon sagen.

Ich musste nichts nachtanzen, sondern es war ein Stück, das ich in irgendeiner Form auch mitformen konnte. Es wurde mir wirklich mehr oder weniger auf den Leib gegossen und ich konnte dann sagen, ah hier zwickt es noch ein bisschen, lass uns noch ein bisschen da quasi Luft schaffen oder so. Und am Ende sind das so die kleinen Dinge, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Weil du kennst das auch, du bist auch Trompeter, also mir geht es ganz oft so, manchmal geht es um, keine Ahnung, eineinhalb Sekunden mehr Zeit, einmal kurz absetzen, über die Lippen gehen, nochmal ansetzen und dann, so wenn die Zeit da ist in der Musik, dann funktioniert, keine Ahnung, die Phrase noch oder irgendwie sowas.

Das sind so minimale Dinge, die eigentlich künstlerisch gesehen nicht weniger wertvoll sind, als vielleicht das, was auf dem Papier steht. Aber man hat natürlich, wenn man jetzt klassische Literatur interpretiert, nicht, wie soll ich sagen, die Position zu sagen, ich lasse da jetzt irgendwie eineinhalb Takte weg oder irgendwie sowas.

Das kann man natürlich machen, aber dann würden natürlich alle Leute mit Expertise sagen, ja, das ist ja nicht original und hin und her. Das geht natürlich nicht. Also du kannst beim Heidenkonzert jetzt nicht sagen, okay, ich mache jetzt irgendwie, spiele jetzt irgendwie den Lauf nach unten, bevor es aufs Ace geht, einfach weil es mir leichter fällt.

Das ist dann nicht das Heiden-Konzert, obwohl es irgendwie musikalisch gesehen wahrscheinlich auch eine schöne Variante wäre. Genau. Und den Luxus hatte ich natürlich als Uraufführer, in dem Sinn, dass wir uns das einfach ein bisschen zurechtlegen konnten. Und der Austausch war schon rege, am Anfang kam, was war denn das erste?

Ich glaube, es war echt eher der erste Satz war der Anfang und er hat so Themen, er hat mir erstmal so Themen gegeben, grundsätzlich. Und das fand ich ziemlich cool, weil wir da, glaube ich, eine gute Verbindung haben. Ich bin einfach jemand, der Melodien sehr mag und glaube ich, das Interpretieren von Melodien einfach auch irgendwie so ganz als natürlich empfinde und darauf stehe.

Und er hat mir da einfach so ein bisschen diese Welten skizziert in Themen und natürlich dann wurde das immer größer, ja. Und dann haben wir, wie sagen, also es ist nicht so, dass ich da wahnsinnig jetzt unglaublich viel mitgebastelt habe. Aber ich habe einfach noch gesagt, hey, da wäre es so cool, da wäre es so cool, wenn es geht.

Und genau, dann haben wir da das ganze Ding dann damit fertig gemacht. Und ich glaube, es war dann die finale Version, die finale, finale Version ist Anfang Dezember rausgegangen und Ende Januar wurde es gespielt. Also das war echt mit der heißen Nadel gestrickt. Die ganz schweren Stellen hatte ich schon, die waren schon, die waren schon im Sommer da.

Und da habe ich mir schon gedacht, Alter Falter, das ist ja Wahnsinn. Also irgendwie genau, weil man muss, jeder, der mal das Horn in die Hand nimmt und probiert, da mal ein bisschen mitzuspielen, wird merken, dass die Tonarten, die man da spielt in diesem Stück, wie der Österreicher sagt, richtig geschissen sind.

Das ist nämlich, man spielt Hardware, man spielt Fisto, man spielt Eduar. Es ist, also es liegt nichts in, wir sind in einem Blasmusik-Podcast, in den gewohnten Welten, in den man normalerweise unterwegs ist, wo man ein Trompetenstück vielleicht schreiben würde, nämlich in den B-Tonarten, wo man dann einfach viel erstes Metal und so, ja, ey wie da, so schöne Läufe.

Sondern mein dritter Finger war in Höchstform, das muss ich wirklich sagen, in dieser Zeit. Der ist jetzt seitdem auch wieder sehr verkümmert, weil ich nicht so oft brauche in dieser Form. Aber ja, es war eine Challenge. Und es war auch spannend. Also war wahrscheinlich das irgendwie dann doch die Phase mit dem konsequentesten Üben meines Lebens.

Okay, du hast die Frage jetzt schon teilweise beantwortet, wenn du sagst, die schweren Stellen waren im Sommer teilweise schon da. Wie geht mir dann ran, sowas zu üben, gerade wenn ich weiß, okay, ich habe nur noch acht Wochen. Also die Uhr tickt da ja auch ein bisschen anders, als wenn du weißt, okay, ich habe keine Ahnung, ich habe Sommer bis Januar, das ist fast ein halbes Jahr, ist das natürlich nochmal ein bisschen entspannter wahrscheinlich, aber bei acht Wochen könnte ich mir vorstellen, ist mit dem Hinblick, okay, das kommt auch noch auf CD, nochmal eine andere psychische Sache, oder?

Ja und nein, es ist aber für mich war es eigentlich dahingehend schon irgendwie auch gut und angenehm, weil ich einfach ein klares Ziel vor Augen hatte. Weil ich bin eben niemand, der sagen kann, okay, ich übe jetzt ein halbes Jahr den und den Triller und dann habe ich den besser drauf. Das mache ich nicht.

Da bin ich irgendwie, da verliere ich es vorher irgendwie, da geht das Interesse schon wieder nach rechts und links zu viel. Da verzettele ich mich. Das ist ein bisschen mein Ding. Ich glaube, da gibt es einfach andere Typen. Für mich war das eigentlich sehr angenehm, genau zu wissen, okay, ich habe da so das Setting, ich muss die und Stücke spielen, ich habe dann auch schon eben die Programmfolge und alles, so was da alles dazu gehört und moderieren.

Und so irgendwie diese ganze, also mich einfach in dieses Bild da so rein, diesen Abend rein versetzt und genau und habe einfach versucht, natürlich dieses ewig lange Stück, was einfach saufele Noten sind, mir schon gut zu strukturieren, weil das war natürlich die Gefahr, dass man immer wieder vorne anfängt, sondern einfach wirklich, ich hatte da echt so ein bisschen ein Logbuch, würde ich fast sagen.

Oder einfach so eine To-Do-List, wo ich wusste, okay, ich muss die Zeit haben, jetzt, wenn ich jetzt übe, für den dritten Satz, für diese zwei Takte, weil da ist einfach diese, diese, die fließen einfach nur nicht und so. Und dann für das und irgendwie so einfach mir einen guten, man könnte fast sagen, Ölplan, ja, einfach so einen Stundenplan gemacht habe, was ich weiß, dass ich nichts vergesse.

Und dann irgendwie, ah, okay, ich muss die Changes von dem Solo von Overjoy nochmal irgendwie, nochmal irgendwie ein paar Mal rundspielen, dass es irgendwie so geht. Genau. Und dafür waren schon, ja, genau, da war genug Zeit, Gott sei Dank. Und natürlich, was vor so einer CD-Aufnahme immer hilft, ist, wenn man das Stück irgendwie abspielt.

Also wenn man es wirklich mit dem Orchester und auch überhaupt selber vielleicht auch mal, keine Ahnung, mit Klavier oder irgendwie sowas dann spielen würde, einfach mal vor Leuten. Das ist natürlich ein die Kilometer, die einfach gold wert sind, das kenne ich ja auch aus meinen Projekten und so, dass das einfach eine ganz andere Geschichte ist.

Wird dir wahrscheinlich genauso gehen. Wenn du eine Generalprobe machst, wo ein paar Leute da sitzen, dann fühlt sich das ganz anders an, als wenn man immer nur quasi trocken spielt. Und die Möglichkeit hatte ich nur bedingt jetzt in dem Fall. Das war jetzt gerade bei Igtrasil ein bisschen, wie soll ich sagen, ja, einfach mit der heißen Nagel gestrickt, ein bisschen auf Kante genäht, aber Gott sei Dank ist es dann eigentlich ganz gut gegangen.

Und die Zeit vor Ort war natürlich auch noch extrem wertvoll. Also das einfach auch da immer wieder, auch immer wieder zu spielen. Also auch bei den Proben und so, das ist natürlich dann das Allerbeste, wenn du dann vor Ort mit den wirklichen Menschen, mit denen man es auch auf die Bühne bringt, in dem Saal, wo man auch irgendwie spielt, das Ganze machen kann.

Das hat schon optimale Bedingungen, auch dahingehend, ja.

Hattest du vorher ein MIDI oder so, dass du wusstest, was im Orchesterausdruck passiert? Ja, ja, natürlich. Also auch zum Üben, um zum Durchspielen, einfach mal zu gucken, wie ist das?

Klar, ich hatte so Layout natürlich von Matthias, was aber gerade bei der Musik natürlich, wenn es ein bisschen agogisch wird, eh dann nicht so ganz, aber es hilft schon extrem genau. Und die Partitur und so, also ich habe mir das schon natürlich auch da. Ich hatte nicht nur mein Notenbüchlein, wo meine Stimme drin sind, sondern habe versucht, auch das große Ganze zu erfassen und zu gucken, okay, wo, was passiert da drumherum, mit wem muss ich irgendwie da quasi ein Duett spielen gerade, ganz kurz, weil das ist natürlich das, was auch auf der Bühne dann vor einem Orchester irgendwie auch spürbar wichtig ist, dass man die Musik wirklich gut, gut kennt.

Weil die Hörsituation ist natürlich total speziell. So, die Laufzeiten, also die Entfernungen auf so einer riesen Bühne, sind natürlich, ja, wie soll ich sagen, eh schon mal komisch und da einfach zu wissen, ah, okay, diese Stelle, da bin ich jetzt kurz mit der Bracho zusammen, da muss ich schauen, da spielt ihn auftakt und dann kommt meine Eins und so solche Dinge.

Also je klarer man weiß, was passiert, desto leichter kann man auch das spielen und desto leichter wird auch das Trompeterische Spielen, finde ich, weil man einfach irgendwie den ganzen Organismus, das Atmen und alles, was dazu gehört und was nun mal einfach wichtig ist, dass es gut klingt und dass es sich rund anfühlt, das kann man einfach irgendwie so ein bisschen synchronisieren mit dem ganzen Orchester.

Und da ist es eben wichtig, finde ich, dass man die Musik gut kennt, genau. Und das hat eigentlich ganz gut hingehauen. Hast du das ganze Ding eigentlich auswendig gespielt am Konzert? Nee. Ich hab's, also ich hab Ycdrasil nicht, alles andere habe ich auswendig gespielt, weil es eh, das viel mir leicht, bei Yktrasil war mir es einfach noch zu frisch.

Aber ich hatte, man hat es eigentlich kaum gesehen, glaube ich. Also die Leute haben es, also viele haben es gar nicht wahrgenommen, so, weil ich hatte einfach so den Notenstanders sehr weit unten und hab einfach, ich habe diese Orientierung gebraucht. Die Stellen an sich hatte ich in den Fingern, das war nicht das Ding, aber einfach da einfach zu wissen, ey, wann, wie viele Takte einfach, ich habe so eine Guideline gebraucht, das war genau, das ist genauso dieser, dieser, wie soll ich sagen, Status, indem man so, dieser Schwebezustand, der jetzt, wo einfach noch ein, zwei Aufführungen haben, dann noch gefehlt und dann hätte ich es auch so easy auswendig spielen können.

So, dann habe ich es drin, aber es ist irgendwie, war mir da einfach noch ein bisschen zu heiß. Und es war auch nicht wichtig an dem Abend. Nein, es ist auch nicht, aber wie. Ich finde es auch immer einen Unterschied. Es ist echt, also auch da, Auswendig spielen, ja, nein. Für was benutzt man die Noten?

Sind die wirklich nur, sag mal, auf Hüfthöhe ein Notenständer, wo man einfach nur kurz den Ablauf ein bisschen braucht und du bist aber eigentlich präsent für die Leute? Oder habe ich, stehe ich da vorne und spiele ein Stück, das ich wirklich nicht auswendig kann und habe den Notenständer auf gefühlt Kopfhöhe.

Und dann kann die Präsenz eigentlich nur bis zum Notenständer reichen. Dann haben die Leute einfach nichts von dir auf der Bühne. Deswegen, es ist absolut legitim, irgendwie, finde ich, auch unten ein bisschen was hinzulegen, wenn man einfach da was braucht. Aber du brauchst einfach trotzdem die Strahlkraft als Person auf der Bühne.

Das gilt generell und das finde ich auch wahnsinnig wichtig. Auch wenn ich Musik höre oder Leuten zuschaue, genieße ich es unglaublich. Also mich verstört es immer wieder, wenn ich jetzt irgendwie da so einen Notschnitt da vorne sehe. Das finde ich einfach irgendwie echt ein Störfaktor. Voll schade irgendwie einfach auch.

Gerade solistisch. Also im Ensemble ist nur was anderes. Und aber wenn jemand solistisch spielt, ja, da möchte ich doch eigentlich in direktem Wege quasi eine Leitung legen zum Publikum, zu jedem Einzelnen, zu jeder Einzelnen und da ist einfach so ein Brett vorm Kopf ein bisschen kontraproduktiv.

Ja, kommt drauf an, wie es steht, finde ich. Wie du schon sagst, also wenn er halt direkte vorher ist, dann nicht, wenn er irgendwo weiter weg und so ist tatsächlich jetzt gar nicht. Das meinte ich, ja.

Genau. Das ist die Frage, wie man es, aber deswegen meine ich, bist du auswendig oder nicht, da gibt es ja verschiedene, wie soll ich sagen, Graustufen von der ganzen Geschichte, wie viel man da wirklich auch hinschauen muss. Das merkt man natürlich auch, wenn es wirklich nur so Sicherheitsding ist und du bist trotzdem mit dem Blick und mit der Präsenz draußen, dann ist doch cool.

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Bist du da relaxed? Also du wirkst zumindest von außen immer sehr relaxed, sehr ausgecheckt. Toyst das oder ja.

Oder bist du es wirklich? Irgendwas dazwischen wahrscheinlich. Beides wäre so ein bisschen, wie soll ich sagen, nicht wirklich treffend, weil einfach relaxed zu sein und zu sagen, ich bin einfach relaxed, natürlich bin ich mir zu 100% bewusst, was da, wie viele Augen und Ohren da quasi gerade auf einem gerichtet sind.

Zumal am Anfang, man kommt da hin, das ist ja immer so dieser erste Eindruck, du kommst irgendwie zu einem Klangkörper und dann geht es immer darum, am Anfang einfach einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, weil den gibt es nur einmal, das ist leider auch so, ja. Und dann ist es wieder entspannt und dann gibt es natürlich dann, wenn du dann plötzlich am Ende, da dieses Livestream-Konzert, das wo du natürlich auch weißt, das geht quasi in alle Richtungen der Welt hinaus, da weiß man natürlich auch, es sind viele Ohren da und Augen und auch da ist es einfach wichtig, wie soll ich sagen, sich dessen bewusst zu sein.

Aber ich habe mich im Vorfeld, also ich war mir dessen bewusst, einfach, wie groß dieser Schuh ist, den ich mir da anziehe und auch wie natürlich auch frei gewählt, weil ich hätte ja sagen können, hey, ich bin mir nicht so ein riesen Stück ans Bein, ich moderiere den Abend nicht irgendwie selber. Ich mache irgendwie, also quasi einfach, das war ja so irgendwie selbst verantwortet, diese Aufgabe, die da ist.

Aber irgendwie hat es sich rund angefühlt und ich habe dann im Vorfeld schon mir auch da Unterstützung geholt. Ich war tatsächlich bei einem psychologischen Coach zweimal, glaube ich, im Vorhinein. Einfach mit der, auch in dieser, ich sag mal, team-gedanken, dass ich sagen, hey, why super components and arrangeure on the side that I not so good can let me not iron coache or unterstützen auf their side, so we're not.

Vielleicht a Profisportler auch machen, wenn er jetzt irgendwie, keine Ahnung, in a grosses Spiel spielen muss oder so. Und das war extrem interessant, weil ich dann natürlich auf ganz clear and logische Dinge gekommen bin, nämlich that wirklich that auf meiner. Das ist ja klar. Und nicht von außen. Namlich, this is let's end it, warum is this so ein großes Ding?

Warum ist der Schuh so gross? Die Gedanken mache ich mir selber. Weil es wird vielen Leuten relativ wurscht sein, was ich da mache und wie es ist. Es ist im Großen und Ganze gesehen relativ ein ganz kleines kleines Ding. Und für mich ist der Schuh sehr groß. Und einfach da, von innen sich ein bisschen gnädig zu sein und eben auch einfach sich dessen bewusst zu sein und auch so natürlich das Ganze von hinten aufzurollen.

Nicht diese Angst, okay, was muss ich denn da alles machen, oh Gott, oh Gott, oh Gott, sondern einfach zu wissen, hey, ich bin gut vorbereitet, ich habe gute Leute, ich bin irgendwie, habe auch eine gewisse Komfortzone, weil ich sein darf und nicht irgendwie in diesem ganzen Projekt irgendjemand anderes sein muss oder irgendwas spielen muss, was mir auferlegt wurde.

Das ist ja auch wiederum ein Luxus, dass ich den ganzen Abend, alles, was ich gemacht habe, kam, war letztendlich natürlich von mir, ja. Und das ist, da ist man ja wahrscheinlich am besten irgendwie drin, wenn man einfach das macht, was einem liegt, ja. Genau. Und das hat dann schon geholfen. Aber natürlich war ich nervös.

Also das ist klar. Und ich glaube, ich war aber lustigerweise am ersten Tag der Produktion angespannter und nervöser als beim Konzert. Also das Livestream-Konzert war wirklich, das ist ja auch im Nachhinein für mich, wenn ich das anschaue, echt, echt cool, weil ich das einfach echt genießen konnte in dem Moment.

Lag sicher auch daran, dass es, dass die Planung sehr optimal war, dass wir halt da irgendwie en bloc waren und ich eigentlich am Tag des Konzerts, was jetzt die Leute gesehen haben, die die Videos anschauen oder die im Konzertssaal waren oder die auch irgendwie jetzt diese Videos anschauen im Nachhinein oder gestreamt haben live.

Da war ja eigentlich alles schon erledigt. Da hatten wir schon ein Konzert davor gespielt ohne Aufnahmen. Wir hatten drei Tage die Platte aufgenommen, wir hatten nochmal eine Generalprobe für die ganzen Videosachen oder so. Also es war eigentlich so gefühlt, ja okay, jetzt ist, also warum soll es denn jetzt noch schief gehen?

Jetzt hat es irgendwie siebenmal hingehauen. Und das ist genau das Gefühl, was dann, warum dann vielleicht Icdrasil da auch schon jetzt doch irgendwie runterwägt, als wenn man da am ersten Tag hinkommt. Also das war sicher, da ist, da war, glaube ich, die Lernkurve oder dieses Zusammenspielkurve, die war sehr steil einfach innerhalb dieser zehn Tage.

Ich würde kurz nochmal zu dieser psychologischen Betreuung geben, weil ich das total spannend finde und sehr cool finde, dass du damit so offen umgehst. Das ist ja in der Musikwelt nicht zwingend gegeben, dass man sagt, okay, man holt sich, also es wird immer mehr, es gibt ja auch an Hochschulen jetzt immer mehr auch Mental-Coaching und so, aber es wird trotzdem immer noch super wenig drüber gesprochen und jemand sagt, ich hole mir da Unterstützung.

Vor allen Dingen auch in deinem Fall ja quasi irgendwie schon vorbeugend, weil du weißt, okay, da kommt ein Projekt, warum nutze ich das nicht, wenn es das schon gibt? Aber wenn du sagst, ja, der Druck kommt von einem selbst, das ist klar. Ich glaube, das weiß auch jeder, wenn er realistisch ist, weiß er, dass der größere Teil des Drucks von einem selber kommt.

Aber wenn wir mal ehrlich sind, so klein ist das ja nicht. Also du weißt ja ganz genau, dass die Blaser-Szene und die Blasmusik-Szene auf dich guckt. Also es ist ja jetzt nicht so, dass, wie du gesagt hast, das interessiert keinen. Das stimmt ja nicht.

Du meinst, wenn was schiefgegangen wäre, meinst du? Ja, zum Beispiel. Das stimmt, ja, das stimmt. Es ist halt einfach die Frage, wie hart bin ich da zu mir selber, oder? In dem Moment. Also das ist genau das Ding. Und ich habe für mich festgestellt, und das ist jetzt, es war vorbeugend natürlich, aber ich hatte schon auch einfach, also ich spüre, ich kenne Nervosität sehr, sehr gut und bin eigentlich oft angespannt vor wichtigen Dingen.

Aber lustigerweise lässt sich das manchmal überhaupt nicht auf die Schwierigkeit der Aufgabe münzen. Also es ist nicht so, dass wenn ich zum Beispiel ein unglaublich schweres Konzert habe, dass ich dann so viel mehr nervös bin, als manchmal in gewissen Settings. Es hat mit Umfeld zu tun. Es hat, wie wohl ich mich da fühle.

Manchmal mit komischen, wenn ein Mensch im Publikum ist oder so, oder man irgendwie mit Leuten zusammenspielt, wo man halt einfach gut sich nichts leisten will oder so. Das ist spannend. Und ich habe da mittlerweile einfach so ein bisschen meine Tools gefunden. Eine ganz viel Überatmung, eben so ganz diese typischen Mentaltrainingsatemübungen, dass man grundsätzlich einfach mal das Ausatmen nicht vergisst.

Und das ist für mich mittlerweile einfach so, wie ich merke auf, jetzt hätte ich fast das F-Wort gesagt, auf der Bühne so gedanklich, jetzt merke ich irgendwie, mir geht die Kraft aus oder ich merke irgendwie, ich kriege es nicht mehr ganz fokussiert oder keine Ahnung, ich bin zu fest, dann hat man ja auch so ein bisschen so Routinen, die man, die man vielleicht kurz macht, man bast vielleicht oder man macht, was auch immer, was jeder hat.

Und wenn ich auf der Bühne sitze oder in einer Situation sitze und merke, okay, jetzt kommt dieses, keine Ahnung, angespannte Gefühl, das Kribbeln in den Fingern. Man hat, also so, ich will jetzt nicht sagen, ich will nicht sagen Panikattacke, weil das ist immer so, das klingt immer so groß. Es ist einfach ein Teil, dass man merkt, was ist mit mir los gerade?

Ich bin irgendwie so hippelig, ja. Dass ich in dem Moment einfach weiß, okay, ich kriege das, ich kann einfach mit ein paar Abendzügen, mit dem Fokussieren kriege ich das wieder weg. Und das Bewusstsein, dass ich dafür ein Tool in der Tasche habe, das gibt mir Sicherheit. Und dieses Gefühl habe ich einfach immer wieder, eigentlich regelmäßig bei Konzerten an gewissen Dingen.

Das hat sicherlich auch mit allgemeinen, mit Umfeld zu tun. Keine Ahnung, wie bin ich gerade drauf? Was passiert gerade in meinem privaten Umfeld? Ist da gerade irgendwas im Busch oder bin ich gerade irgendwie nervös? Also es gibt, man ist ja keine Maschine so da oben. Und da einfach genauso wie ich trompeterische Tools an der Hand habe für mich, um mich herzurichten und gewisse Dinge zu machen oder auf die ich mich fokussieren kann, habe ich da jetzt mittlerweile tatsächlich auch ein paar mentale Dinge für mich gefunden und das hat mir da schon geholfen irgendwie, ja.

Kannst du eine Sache mit uns teilen, außer jetzt Atmen? Hast du noch irgendwas?

Na, es ist das Atmen. Bei mir ist es voll. Ich bin jemand, der auch beim Spielen einfach mittlerweile gemerkt hat, dass das Atmen so unglaublich wichtig ist. Also dass das, dass das einfach, dass das so viele Probleme löst. Und also das Bewusstsein. Und ich merke halt einfach, dass ich mir wirklich da genau einfach dieses, dieses, keine Ahnung, was man immer sagt, so vier Schläger einzuatmen und dann einfach acht Schläger auszuatmen.

Einfach wirklich ganz lange auszuatmen oder einfach mal die Luft anzuhalten, mit leerem, also ausgeatmet, einfach mal die Luft anzuhalten und da sich runterzubringen. Und das ist so ein Ding. Und dann in irgendeiner Form auch positive Stimulation. Also mir, das klingt so doof wie es ist, aber so dieses innerliche Lächeln, einfach zu sagen, hey, ich bin keine Ahnung, es ist doch einfach ein Wahnsinn, was ich gerade hier erleben darf.

Es ist doch ein Riesengeschenk, es ist doch eigentlich total herrlich, mit diesen Leuten hier gerade zu spielen, in dieser Halle oder wie auch immer. Und das irgendwie auch zu spüren und einfach irgendwie gerade so ein bisschen Euphorie aufkommen zu lassen im Körper. Und grundsätzlich merke ich, ist es für mich immer leichter, wenn ich mich, wenn ich einen gewissen Fehler, wenn ich gewisse Freiheiten habe.

Also wenn ich mich zum Beispiel auch ein bisschen bewegen darf oder so. Das merke ich. Also wenn es Bands gibt, wo man einfach, wo man weiß, das wäre gar nicht unnatürlich, wenn man einfach mal quasi ein paar Schritte rechts und mal links geht und so, das finde ich total, da passiert das viel, viel weniger, als wenn ich merke, ich bin jetzt irgendwie quasi so, weißt du, so orchestermäßig, wo einfach weiß, okay, ich muss jetzt da zwei Stunden sitzen, eben noch ewig warten.

Sowas ist irgendwie, finde ich, eigentlich ein stressiger Moment, der gar nichts mit diesem Spielen zu tun hat, sondern einfach nur so ein bisschen dieses, dieses, ich will nicht sagen klaustrophobisch, weil es ist ja nicht klein, aber einfach zu wissen, ich bin jetzt in einer Situation, da komme ich gerade nicht weg.

So. Und das, genau, da finde ich sowas extrem. So einfache Mittel helfen mir da tatsächlich. Und genau. Und auch irgendwie eben das anzuerkennen, aber das spü, das, das schon nicht sich überrumpeln zu lassen von so einem von so einem unguten Gefühl. Und dann denken, ach Gott, ich bin jetzt, das ist ja so die, was hat man da?

Man hat ja die Angst, irgendwie umzufallen, oder? Oder irgendwie zu kollabieren. Und dann kommt, dann denkt man dran, was passiert denn, wenn ich jetzt kollabbiere? Ach Gott, dann ist ja das Konzert und alles. Also das sind ja diese wirren Gedanken, die in dem Moment überhaupt gar kein Bewandtnis haben eigentlich.

Also es muss, man kann den Blick dann auf die andere Seite legen, so einfach sagen, hey, ich hab's unter Kontrolle, ich bin mir dessen bewusst, dass mein Körper mir jetzt gerade vielleicht sagt, da ist jetzt gerade Anspannung da und so und dem, das nehme ich ernst und dann versuche ich das besser daraus zu machen.

Das ist so ein bisschen der, glaube ich, der Weg, wenn ich es jetzt irgendwie beschreiben würde. Ich habe das jetzt, keine Ahnung, hoffentlich irgendwie halbwegs auf den Punkt gebracht. Jetzt ist es auf jeden Fall nicht so richtig quasi. Also wenn ich sage, nie drüber geredet, das stimmt nicht, weil ich es auch in meinen Kursen und überhaupt auch, oder wenn ich Leute irgendwie coache oder betreue, dann ist das ja immer ein Thema einfach.

Hast du sowas noch wie der innere Kritiker? Natürlich habe ich das. Auch wenn einem im Konzert?

Oder kannst du den da ausschalten? Ja, doch. Das ist manchmal mehr, manchmal weniger. Also genau, dieses. Das hängt ein bisschen eh auch da vom Setting ab. Wenn ich in einer Situation bin, wo ich weiß, da ist jetzt irgendwie alles, wie soll ich? Ich möchte alles hundertprozentig machen, dann wird es meistens eh schlechter.

Also ich kann es nicht immer steuern. Und ich weiß auch, dass es bescheuert ist, dann den Tönen hinterher zu weinen, wenn irgendwas schief geht oder so oder wenn was nicht so war. Weil im Großen und Ganzen ist es ja manchmal dann auch so, dass man für einen selber eben das ganz anders empfindet einfach.

Und naja, da habe ich schon oft auch irgendwie jetzt, glaube ich, ein bisschen die Erfahrung machen dürfen, dass sich es für mich irgendwie mal unrund angespült hat, angefühlt hat oder auch irgendwie, also im Tun, im Spielen und ich dann eben Aufnahmen gehört habe oder irgendwie auch im Studio und merke, okay, es ist eigentlich, es ist eigentlich gut.

Es stimmt gar nicht so schlecht, wie ich denke, oder es ist irgendwie, es ist irgendwie, es klingt schön und so, ja. Genau. Aber am leichtesten fällt mir das beim Improvisieren, liegt auf der Hand. Da mache ich die Augen zu, dann bin ich einfach, dann ist es, dann geht es dahin, ja. Genau. Und das war natürlich, gerade bei Iktrasilomit auf das Album so zu kommen, natürlich, da waren 90% des Stückes sind natürlich mehr oder weniger notiert und da geht es um das Reproduzieren.

Und grundsätzlich stresst mich das mehr, als schnell irgendwie, keine Ahnung, irgendwas zum Laufen zu bringen. Also irgendwie mal schnell ein Stück irgendwie parat zu haben oder auswendig irgendwas zu machen. Da kann ich ein bisschen auf meine Instinkte, musikalische Instinkte vertrauen und eben nicht nur auf die reine Reproduktion.

Deswegen ist da mehr, wie soll ich sagen, zwangsläufig natürlich ein bisschen mehr die Chance, dass mich das unter Druck setzt.

Welcher ist dein Lieblingssatz von den vier?

Ja, jetzt will man natürlich auch keinem Unrecht tun, aber ich finde, dieser zweite Satz ist eigentlich für mich, den finde ich so schön. Also das ist irgendwie einerseits, der ist auch so farbenfroh. Also der Anfang ist ja der, man hat das Gefühl, man steht einfach mitten in der Natur, diese ganzen Tierchen, die da so rumgehen.

Und dann dieses tolle Thema, dieses strahlende Thema, wo das dann aufgeht, wo einfach so diese Schönheit der Welt und klar irgendwie vor meinen Augen kommt. Und dann eben dieses irdische, dieses menschliche, dieses Volksmusikantische halt auch, was der ja auch hat, diese Dambi, dieser fünf Achtel, sechs Achtelwechsel.

Was halt auch wieder ein typisches Matthias Werner-Thema ist, was einfach im Kopf bleibt, aber nicht banal ist. Und das ist total schön und den finde ich super. Also den, das ist, glaube ich, mein Favorite. Der hat irgendwie einfach unglaubliche Kraft.

Es sind ja noch ein Stück von dir drauf, Lallebei. Genau. Und wie hat es denn oder wer kam auf die Idee, Blue Rondo à la Turk drauf zu machen? Auch eine Nummer, die mir in so einer Besetzung, also ich zumindest noch nicht gehört habe.

Ja, ich glaube auch, dass es da wenig großorchestrale Bearbeiten von gibt. Ich glaube, das war Chris, der die Nummer ins Boot gebracht hat, tatsächlich, weil wir noch eine Schlussnummer gesucht, letztendlich. Also wir haben gewusst, wir brauchen noch eine Abschlussnummer irgendwie, wo man irgendwie auch so ein bisschen frei von der Leber wegspielen kann.

Und genau, dann war die Nummer natürlich toll, weil das, ja, jeder, der die Nummer kennt, die hat ja auch verschiedene Ebenen und immer dieser Wechsel zwischen diesem Straight, dem Swing und dann eben diesem ganzen neuen Achtel und diesen Verschiebern, das ist schon cool, genau. Und das finde ich, das hat das Arrangement von Chris auch wirklich sehr cool, weil es eben verschiedene filmmusikalische, einfach klare Bilder so hat.

Das ist toll. Also Farben und normal ist die Nummer ja einfach eine Jazz, Quartett-Nummer oder Trio, was ist Death Bruback? Ich glaube, es ist eine Trio-Aufnahme eigentlich, ja. Genau. Oder? Ja, ich glaube, ja. Auf jeden Fall ist es natürlich, da ist der Farbkasten schon ziemlich aufgegangen. Und genau, das war natürlich auch ein total befreiendes Stück dann nach diesem Monsterwerk, so danach irgendwie da noch das hinten drauf zu klopfen und irgendwie einfach Blues zu spielen und Klaviersolo und Drum Solo und dann einfach am Ende ja los freispielen.

Das war total cool.

Ein Supporter dieser Folge ist Buffet Gramp Europas größtem Hersteller von Blasinstrumenten mit Sitz in Markneukirchen und Gerritz Reed. Buffet Grampant stellt alle Arten von Blasinstrumenten her, vom Schülerinstrument bis zum Profi-Instrument. Wenn ihr mal wieder auf der Suche nach einem neuen Instrument seid, weil euer Instrument entweder alt ist oder ihr vielleicht einfach mal auch was Neues ausprobieren möchtet, dann lege ich euch wirklich ans Herz mal bei den verschiedensten Marken von Buffy Crampon zu stöbern.

Den Link dazu findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Hattest du diese Paramount Rhapsody, die vorher schon mal gespielt? Oder war die auch neu für dich?

Nein, die war nicht neu für mich. Das ist ja von Peter Graham und die habe ich zum ersten Mal gehört auf der damals zu der Zeit letzten CD von der Black Dike-Band. Er hat sie nämlich geschrieben für Phil Cobb von London Symphony und eben auch, du kennst Phil Cobb, oder? Genau. Genau. Und der hat, ähm, das wurde für ihn geschrieben, eben als Tribute zu, wie soll ich sagen, an Harry James und das Paramount Theater in New York.

Das ist so die Story dahinter. Und eigentlich hangelt sich dieses Stück letztendlich am Trumpet Concerto von Harry James entlang. Das ist so die Blaupause dafür, ganz, ganz bewusst. Was natürlich eines meiner Kernstücke, irgendwie, was ich so oft gespielt habe und was auch super passt, wie die Faust aufs Auge.

Genau. Und Peter hatte mir für vorher schon mal eine Blasorchesterversion davon gemacht, weil es gab nur diese Blassband-Version und ich habe ihn dann angeschrieben und gesagt, ich würde das gerne spielen. Und dann hat er das auch wahrgenommen oder irgendwie dann auch gecheckt, was ich so mache und habe gesagt, ja cool, ich mach dir einfach eine Blasorchesterversion.

Und aus dieser Blasorchesterversion haben wir dann wiederum die Orchesterversion oder Matthias in dem Fall aufgeblasen in dem Sinn. Genau. Also, genau. Ich habe die Blasorchesterversion, ich habe die auch schon gespielt. Das Stück hatte ich auch, habe ich einmal vorher abgespielt mit der Stadtkapelle Offenburg.

Nein, Entschuldigung, mit dem Landespolizeiorchester Baden-Württemberg in Offenburg, am Konzert von der Stadtkapelle Offenburg. Das war mit denen, genau. Und genau, das hat natürlich total geholfen, weil du einmal, wenn du einmal die Nummer herrichtest, so zwei Monate davor und muss sie dann spielen, dann weiß man gleich mal, wo es lang geht und was da los ist.

Genau. Und mittlerweile ist es auch ein Repertoirestück, was ich oft spiele. Also Harry James Konzertoffice, eigentlich fast nicht mehr. Oder eigentlich nicht mehr. Weil diese Paramount Rhapsody natürlich, das ist cool. Das ist ein neues Stück, die hat genau die gleichen Farben drin, passt super und spielt halt keiner, ja.

Irgendwie, weil es einfach auch keine Noten gibt. Und das ist sehr cool. Also das Orchester kommt auch ein bisschen auf seine Kosten. Das ist sehr cool. Also auch das Blasorchester-Ding ist sehr schön. Ich liebe diese Nummer. Zu Recht.

Du hast vorhin gesagt, ihr saß zusammen und habt auf dem Zettel so ein bisschen zusammen gebrainstorpt. Gab' Stücke, die erst zunächst auf dem Zettel standen, die es dann doch nicht geschafft haben ins Konzert, die ihr dann aus irgendwelchen Gründen verworfen habt?

Ja, ja, da gab es schon, da gab es schon Stücke. Boah, in alle möglichen Richtungen. Ich glaube, ich krieg's jetzt nicht mehr ganz zusammen, was da jetzt, aber es waren einige Nummern irgendwie drin, die man irgendwie hätte. Oder auch Farben, es war natürlich auch so ein bisschen die Idee, nicht nur konkrete Stücke, sondern einfach zu überlegen, was kriegt, wie kriegt man vielleicht auch noch so irgendwie Instrumentierung oder so was Kleineres noch mit rein.

Das war mal ein Wunsch irgendwie damals am Anfang, dass man irgendwie noch eine Nummer hat, die vielleicht nur mit Streichern ist oder irgendwie so, aber das hat sich dann irgendwie nicht mehr. Das war dann irgendwie hinfällig, weil natürlich, es gibt ja auch genügend, in diesem ganzen großen Ding, was dann kam, gibt es ja auch genügend Parts, die so sind, wie sie sind.

Also auch klein, kammermusikalisch, sag ich mal, besetzt, gerade in Iktrasil. Gibt es ja ganz leise Parts auch, wo wirklich nur ganz leise Streicher spielen und ich dann mich darüber legen darf, dass genau. Ja, also natürlich, die Motivation war groß und wir haben einfach mal rechts, links geschaut und einfach auch mal geguckt, hey, was machen denn andere?

Und bei warum nicht an den größten orientieren, an den dicksten Fischen und an den Besten. Und dann habe ich natürlich, keine Ahnung, mir eben Chris Bowdy und so angehört, hey, wie machen die das? Wie klingt das auch? Irgendwie, wenn es jetzt um diesen Hollywood-Sound und solche Dinge geht. Und auch da, auch bei Mission und auch bei der Produktion dann danach, da war natürlich irgendwie sich einfach die, wenn wir uns eigentlich so die Aufnahmen hergenommen, die wir einfach am besten fanden.

Keine Ahnung, Diane Crawl oder so, also einfach wirklich, wo man sagt, das ist, das ist so die Weltspitze. Irgendwie von den Typen, die da sitzen und von den Studios, die die haben und von den Möglichkeiten und so, also wirklich so die LA-Produktion halt und dass daran einfach versucht, so nahe wie möglich irgendwie da ranzukommen, dass es am Ende auch cool klingt und auch gut rüberkommt, die ganze Geschichte.

Weil das ist natürlich auch nach dem Spielen, wie du wahrscheinlich auch weißt, sind es ja noch sehr, sehr viele Schritte, die irgendwie dann gerade bei so einem Riesenprojekt mit so vielen Beteiligten einfach auch zu machen sind. und alles, was dazu gehört. Und das war genau auch das war spannend. Da lernt man einfach voll viel.

Das war auch natürlich ein riesen Learning dieses ganze Projektes. Bin da auf jeden Fall rausgegangen und hatte, bin wahrscheinlich auch besser geworden dadurch, für mich selber irgendwie und das ist schön, dass es bei aller Anstrengung, allem Druck oder aller Herausforderung irgendwie auch natürlich irgendwie so eine Art Station ist, wo ich merke, hey, das habe ich Erfahrung gewonnen und kann sagen, dass das nächste Mal wird sowas leichter auf jeden Fall.

Oder weil es einfach schon mal der Weg schon mal gegangen wurde.

Gibt es was, wo du jetzt sagen würdest, okay, wenn ich das nächste Projekt mache, mache ich den Punkt anders?

Nicht konkret. Ich glaube, das sind dann wiederum die kleinen Dinge, die vielleicht irgendwie, die man vielleicht, also keine Ahnung, ne, mir fällt jetzt nichts Konkretes ein. Also vor allem ich werde ja nicht mehr genau dieses Projekt wiedermachen. Ja. Also mit den gleichen Dingen und für dieses Projekt hat es jetzt voll gut gepasst, so wie es war.

Wenn wieder sowas kommt in irgendeiner Form oder egal was es ist, dann muss man ja immer genau da hinschauen. Aber ja, also einfach nichts konkretes. Es ist eher so ein Grundgefühl, das da in mir herrscht, natürlich auch in irgendeiner Form ein gutes Gefühl und zu wissen, hey, das hat hingehauen und wenn es um die Wurst geht, wenn ich weiß, ich muss mich irgendwie herrichten und ich muss irgendwie da funktionieren oder es ist so ein Ding, dann kann ich mich auch irgendwie darauf dann vorbereiten, da in Shape zu sein und so.

Weil natürlich, seien wir ganz ehrlich, das ist, ich bin nicht immer auf diesem, sag ich mal, spielerischen Fitnessniveau, wie ich jetzt da einfach an diesem Abend war. Das ist einfach eine Kurve, eine Arbeitskurve, die dahin zielt schon über Monate irgendwie immer wieder mit dem Fokus und so weiter.

Ich kann jetzt nicht irgendwie sagen, ich hole jetzt Igdrasil aus dem Schrank und dann spielen wir es morgen. Also ich kann es probieren, aber es wird nicht funktionieren. Und das ist irgendwie aber auch, finde ich, ein ganz natürlicher Zugang für mich, also auch zu sagen, es ist jetzt gerade, zum Beispiel in meinem Kalender sind jetzt einfach mehr Repertoire-Konzerte gerade, wo ich einfach jetzt nicht so viel Neues lernen muss oder so, dann gestehe ich mir schon ein, mich so fit zu halten für das, was ich brauche und nicht immer quasi kurz unterm Peak irgendwie dahin zu schimmern und das nicht auszunutzen.

Das ist so, auch die Energie stecke ich dann woanders rein, irgendwie, glaube ich. So ticke ich. Und deswegen braucht es natürlich einfach ein bisschen Vorlauf.

Und wenn es nur am Haus was ist, Energie reinzustecken.

Absolut, ja, weil wir heute schon gesprochen haben, ja. Es ist eine andere Energie, es ist eher so die Muskelkraft, die man dann da braucht dafür.

Ja, aber auch, das ist doch befreiend zu wissen, dass die Zeit dafür da ist, das auch zu tun, ohne im Hinterkopf zu haben, okay, eigentlich muss ich das machen und ich muss das üben.

Ja, das ist aber trotzdem da, weil es ist ja nicht nur üben und Betonplatten legen. Also leider ist das bei dieser ganzen Heimwerkerei, die ich ja eigentlich auch gern mache, das ist ein bisschen das Manko, dass ich weiß, ich lasse immer Dinge hinten liegen, weil die To-Do-Listen sind ewig und eigentlich könnte ich die Zeit auch für andere Dinge benutzen, aber es ist natürlich auch cool, sowas zu machen.

Aber ja, ich träume von dieser romantischen Vorstellung, Zeit zu haben und zu sagen, okay, ich baue mir jetzt, ich tischlere mir jetzt einen Schreibtisch und ich dabei quasi nehme ich mir die Zeit und die Ruhe und die Hingabe, weil ich weiß, ich lasse nichts zurück und keiner nervt mich und ich hänge mit nichts hinterher in irgendwelchen Fristen und so oder was zu oder Deadlines, sondern es ist einfach quasi Zeit für mich, leider wird es glaube ich noch ein bisschen gehen, bis das dann ist.

Oder es wird nie passieren.

Aber da muss ich jetzt nachfragen, weil ich kenne dieses Problem und du hast zwei Kinder, ich habe zwei Kinder. Wir haben auch ein Haus, wir sind jetzt auch schon wieder so ein bisschen am Umbauen, weil ich in Elternzeit bin und ich kenne dieses Problem, okay, machst du da was, bleibt auf der Seite was liegen.

Kannst du gut damit umgehen?

Boah, was heißt gut? Ich weiß es nicht, das müsstest du jetzt quasi mein Umfeld fragen, wahrscheinlich von beiden Seiten, also beruflich und privat. Also es ist schon unglaublich intensiv, das Leben gerade. Also es ist aber auch mit allen Leuten, die man spricht, die halt einfach kleine Kinder hatten und irgendwie parallel dazu irgendwie vielleicht den Musikerberuf herausgeübt haben oder viele andere Berufe sind auch so, es ist schon, es gibt einfach keine freie Sekunde mehr am Tag.

Es ist einfach so, alles ist einfach mit irgendwas belegt. Aber ich habe ja den Luxus, dass ich einen Beruf machen darf. Ich bin gerne unterwegs, ich bin auch gerne irgendwie auf Reisen und spiele natürlich Konzerte, aber auch das Unterwegsein ist für mich eigentlich Zeit, die ich irgendwie genieße und das brauche ich auch irgendwie für meine, das in meiner DNA drin und ich bin mir natürlich bewusst, dass das Wegsein, schon alleine mal, zu sagen, ich fahre jetzt irgendwie sieben Stunden Zug nach whatever und habe da mal sieben Stunden, wo eigentlich niemand was von mir will.

Ich kann, sitze zwar sieben Stunden da mit meinem Laptop und arbeite die meiste Zeit. Aber auch das macht ja manchmal dann auch Spaß und es ist einfach mal, eigentlich ist es Me-Time. Me-Time für Workaholics vielleicht so. Das könnte man sagen. Die Zeit am Laptop, wo keiner was will. Genau. Aber umso schöner ist es natürlich dann auch mal irgendwie, ich kann schon auch mal den Laden zumachen.

Also im Sinne von, wenn ich nach Hause komme, das habe ich auch lernen müssen, aber es ist schon auch einfach mal gut, dann eben präsent zu Hause zu sein und kleine Kinder fordern das halt einfach ein und spiegeln einem das extrem zurück. Weißt du wahrscheinlich auch, ob du gerade da bist oder eben nicht und es läuft einfach runter und genau, deswegen, es ist eine Aufgabe, es ist anstrengend, aber ich bin ganz glücklich damit, so wie es ist.

Okay.

Ich habe noch eine Frage zum Album. Du hast ja gesagt, und wenn man auf YouTube guckt oder das ja auch gesehen hat, weiß man ja, dass das ja eigentlich 23 schon war. Warum kam das Album jetzt erst?

Ich habe zwei Kinder, ich habe ein Haus, ich habe also eigentlich ist es letztendlich ist dieses Album, das war einfach in der Prioritätenliste des Lebens, einfach nicht weit genug oben. Das muss ich einfach sagen. Und ich hatte natürlich auch irgendwie mir dann, ich habe auch eine Weile überlegt, wie bringe ich das denn raus?

Das war ja genau das Thema, mache ich eine CD, einfach nur eine CD zu machen mit einem Projekt, wo man eigentlich nicht live auf Tour geht oder nicht regelmäßig spielt, das ist eigentlich, wie soll ich sagen, für die Cuts, weil die Leute kaufen meines Erachtens die CDs nach dem Konzert, wenn sie geflasht sind, wenn sie das Erlebnis hatten, nehmen sie was mit nach Hause.

Aber jetzt, dass jetzt CDs bestellt werden oder so, das ist marginal, ja. Und irgendwann wurde es immer weniger und dann habe ich mir verschiedene andere Dinge überlegt und irgendwie überlegt, aber es war irgendwie dann einfach nie so richtig präsent und unterm Strich, irgendwann habe ich dann Zeit dazu gehabt, diesen ganzen, das Ganze anzuschmeißen, irgendwie diese ganze Maschinerie, die dahinter steckt und es irgendwie dem Raum zu geben.

Und jetzt ist es raus und mir war es immer klar, ich möchte es unbedingt veröffentlichen. Es muss einfach da sein als, als, zumindest als Zeitdokument und eben auch, finde ich, eben für als Grundlage für hoffentlich die Trompeterzunft, die sich dieses Stück krallt und nachspielt und übt und macht und das ist irgendwie, also in Yktrasilitz in dem Fall, deswegen war es klar, es soll kommen, aber es hat einfach eine Zeit lang gedauert.

Es waren einfach intensive Jahre.

Aber hat der WDR da nicht irgendwie auch mal gesagt, hallo, wir haben das doch aufgenommen, wollen wir das nicht irgendwann mal fertig machen?

Nee. Denn ist das völlig wurscht. Nein, das ist auch nicht. Obwohl das geplant war als CD, du hast also kann man schon so sehen, ja, aber der WDR ist ja eigentlich niemand, der, also das ist ein öffentlich-rechtlicher Sender und Anstalt, die die ja auch mit dieser ganzen CD nichts zu tun haben. Das ist auf meinem Mist gewachsen.

Also die haben das aufgenommen und ich habe letztendlich als Außenstehender jetzt endlich quasi den WDR, man könnte sagen, dieses ganze Ding abgekauft und die Lizenzen davon quasi erworben, um damit jetzt das Ganze rauszubringen können. Für WDR ging es eigentlich nur um das Senden, um die Videos, um die Sendung.

Das Ding ist ja auch im Radio gelaufen, das Konzert und so weiter. Und genau, aber sie sind mir nicht aufs Dach, überhaupt nicht. Also das war jetzt auch cool, dass es ist und wieder eine Kontaktaufnahme und so alles, aber unterm Strich gesehen habe ich da keinen Druck gehabt, Gott sei Dank.

Okay. Wenn du die CD nimmst und deine vorherige Solo-CD, wie würdest du sagen, hast du dich weiterentwickelt?

Das ist eine schöne Perspektive, die habe ich mir noch gar nicht bisher nicht überlegt, ja. Ich muss es gar mal überlegen. Ja, also ich glaube, ich bin insgesamt schon reifer geworden. Künstlerisch reifer, einfach die erste CD ist wahrscheinlich deutlich plakativer, noch so irgendwie, so klischeiger irgendwie.

Ist ja auch eine Brass-CD, muss man auch sagen. Also es ist einfach mit dem Blechauf und die Besetzung ist natürlich enger gefasst und so. Und man hat auch irgendwie auch ein engeres Publikum, dass ich das da irgendwie vielleicht, also enger gefasstes Publikum, eine klarere Szene so. Eben die Blasmusik und Brass-Szene, die man da irgendwie so ganz klar bedient.

Das war jetzt in dem Fall nicht klar definiert. Klar höre ich das meine Leute, die mir folgen und die vielleicht das toll finden, was ich mache, aber es kriegen ja auch ganz viele andere Leute mit, die eigentlich vielleicht eher aus einem anderen, wie soll ich sagen, aus einer anderen Bubble kommen, irgendwie, die vielleicht klassischer unterwegs sind oder einfach Radio hören, ja.

Naja, was habe ich weiterentwickelt? Ja, ich glaube, es ist irgendwie trompeterisch gesehen, naja, doch, ich bin, also ich spiele es sich ja anders, ja. Also ich spiele viel klassischer jetzt. Ich klinge anders. Ja, würde ich schon sagen. Definitiv, ja natürlich. Also das ist jetzt, wenn ich zurückblicke, das liegt aber einfach daran, ich war da an einem anderen Punkt in meiner musikalischen Laufbahn.

Ich habe andere Projekte gemacht. Das war 2018, überleg mal, da war gerade nur Hornsection und Big Band und alles, da hatte ich, da war eben noch nichts von Federspiel und irgendwie so Dinge. Die solistischen Sachen sind losgegangen, aber zu dem Zeitpunkt hätte ich mir es nicht, ähm Entschuldigung, zu dem Zeitpunkt hätte ich mir es nicht zugetraut, glaube ich, sowas wie Iktrasil zu spielen.

Das hat sich jetzt schon geändert, das ist schon. Also da kam schon, das wurde einfach klassischer, glaube ich, mein Spiel. Aber auf der anderen Seite klingt, also wird es mir wahrscheinlich jetzt auch schwerer fallen, diesen Bigband-mäßigen Sound, irgendwie dieses aggressive Schafe vielleicht, jetzt so eins zu eins gleich mal abzurufen.

Also es hat sich einfach ein bisschen gewandelt, glaube ich, ja.

Könntest du dir vorstellen, irgendwann als Professor an der Uni zu gehen? Soll ich dir erklären, warum ich die Frage stelle oder soll ich so stehen lassen?

Also ich kann mir das schon vorstellen. Ich glaube, die Frage ist, du musst die Uni finden, die genau quasi meine Rolle, die ich habe, nämlich das zwischen den Stühlen zu sitzen, als Professur ausschreibt. Und ich glaube, das ist ein bisschen das Thema. Genau. Aber sag doch mal, warum, fragst du.

Ich habe das Album mir angehört, dann habe ich zu meiner Frau gesagt, ich will dir was zeigen, weil ich das ein wunderschönes Album finde. Und ich habe gesagt, ich finde, dass du zumindest im deutsch-europäischen Gebiet einer der flexibelsten Trompeter unserer Zeit bist. Würde ich jetzt so behaupten.

Große Worte, uiuiui. Jetzt sind wir wieder bei den großen Worten, ja, vom Anfang. Und dann habe ich mir gedacht, eigentlich ist das. Und dann hat sie gesagt, naja, bestimmt wird er irgendwann profession. Dann habe ich gesagt, ich weiß es nicht, ob er das überhaupt möchte. Aber rein für die Studenten wäre das natürlich ganz geil.

Ein studierte Jazztrompeter, der aber auch weiß, wie das andere funktioniert und beide Welten kennt. Das ist ja eigentlich ein super Bereich, weil die Musikerwelt wird ja schon auch offener. Also wir kommen ja jetzt doch langsam auch ein bisschen dahin, dass natürlich Orchester eine Option ist, aber es gibt halt auch noch 300 Möglichkeiten nebendran.

Und wenn man realistisch ist als Student, sollte man zumindest noch drei andere kennen. Absolut, ja.

Bin ich ganz deiner Meinung und ich bin eigentlich auch gerade ganz froh und aber auch eigentlich eh, wie soll ich sagen, das bestätigt natürlich so ein bisschen das, was du sagst. Ich war jetzt die letzten Male und bin es auch jetzt immer wieder, eben mehr und mehr ein Unis zu Gast. Eben, genau, weil eben die Professorenschaft, glaube ich, das auch so sieht und checkt.

Und weil es teilweise Unis gibt, die dann auch, wenn ich dann da bin, die Jäger und die Klassiker zusammenwerfen. Und dann hat man da eine Klasse, wo eben, wie jetzt, ich weiß zum Beispiel in Hamburg bei Matthias Höfs, der mich da wirklich sehr toll empfangen hat und ich hatte da zwei Tage mit seiner Klasse zu tun.

Und in Rotterdam, in Linz beim Florian Klingler, und es kommen auch noch einige andere Dinge. Und das ist eigentlich genau das, was du sagst, mache ich da. Also ich mache das, was ich mache, und die Klassiker spielen mir ein Böhme vor und ich sehe es aus meiner Brille, gebe ich quasi das Feedback, was sicherlich eine andere Brille ist als ein ganz klassischer Trompeterbrille.

Und kann man einfach so annehmen. Es ist nicht richtig oder falsch, aber ich glaube, es ist durchaus eine Bereicherung, ja. Und ich glaube, es ist auch so ein bisschen ein Role Model, das man den Studierenden halt einfach vorlebt, dass man eben sagt, hey, es geht auch dazwischen, es geht auch freiberuflich, aber du musst natürlich, da sind wir wieder beim kompletten Musiker, sage ich mal, man muss einfach mehr Verantwortung übernehmen für sich selber, musikalisch und alles drumherum auch, und eigentlich mehr Skills mitbringen, dass es funktioniert, als nur der klassische Orchesterjob, ohne das jetzt in irgendeiner Form abzuwerten.

Das meine ich gar nicht. Das ist einfach nur, auch das ist die Frage, kann ich das ein Rädchen zu sein und da eben immer so zu funktionieren in diesem Ding?

Und da kommt es ja auch immer aufs Orchester an. Es gibt ja auch welche, die müssen deutlich mehr bedienen, stilistisch als andere, wenn ich jetzt zum Beispiel an unseren gemeinsamen Freund Manuel denke, ja, auch von Harry James, der Maler spielen muss, ist ja auch ein bisschen.

Und der wird natürlich auch gefeatured im Orchester, was ziemlich cool ist, weil er einfach auch ein Typ ist, der das, der das kann und der das aber auch genießt. Und das finde ich natürlich super. Ich finde es eher auch toll, wenn die Orchester eben auch mal ihre eigenen Leute irgendwie vorlassen. Das ist ja auch nicht unbedingt immer Usus.

Dann braucht es halt immer den internationalen Solisten oder Solistin, obwohl man irgendwie super Leute irgendwie auch drin hat, ja. Aber um auf deine Frage zu kommen, also ich bin dem nicht abgeneigt, aber ich bin jetzt, warte jetzt auch nicht darauf, weil es gibt diese Professur, also rein organisatorisch gesehen, Hochschulsystemtechnisch müsste da einfach, glaube ich, der Wille da sein, das so zu gestalten.

Weil ich würde mich mit einer klassischen, klassischen Professur nicht wohlfühlen und ich würde mich auch mit einer klassischen Jazzprofessur nicht wohlfühlen, weil ich auch das irgendwie nicht verkörpere und weiß, dass ich einfach auch nicht mehr so nah dran bin an den Strömungen, die irgendwie da dazugehören.

Und Professor zu sein, ist schon eine Verantwortung. Da hast du einfach wirklich Verantwortung für junge Menschen, denen man den Weg irgendwie auch ein bisschen vorlebt und begleiten muss. Und ich bin jetzt mit diesem System, das ich eingeladen werde für Masterclasses, total happy, weil ich das natürlich in meinen Kalender gut einplanen kann.

Und dann bin ich auch wieder weg und ich kann dann aber auch auf Hochschulniveau einfach mit Leuten arbeiten und das macht natürlich wahnsinnig Spaß. Das ist herrlich. Und es ist natürlich total cool, wenn du jetzt sag ich mal in Hamburg in die Klasse von Matthias Höfst kommt, wo fantastische Leute sind, das ist wirklich aus aller Herren Länder und die dann mit dem Zweitag daherkommen, wird dann irgendwie Duette spielen, weil die das cool finden.

Oder irgendwie dann irgendwie eine Egerländernummer spielen, weil die es auch schön finden. Und dann aber wieder Trompetenensemble und dann irgendwie das und überhaupt, also es sind auch da merkt man, es ist, glaube ich, da ist schon Bewegung da, ja, auf jeden Fall.

Es ist offener. Ja. Würde ich sagen. Also wenn ich zurückdenke vor 20 Jahren, als ich studiert habe, da war das noch strikter getrennt. Genau, ist doch schön. Also geht doch in die richtige Richtung. Auf jeden Fall. Gibt es neue Projekte, die schon anstehen, über die du schon sprechen darfst? Oder ist da noch vieles in Planung, wo du noch nicht drüber sprechen möchtest?

Boah, was ist denn los? Jetzt muss ich mal orientieren. Manchmal fällt mir das gar nicht so leicht, so ihm dann wieder den Ausblick zu geben. Naja, also ich meine, meine Haus- und Hofprojekte, mit denen ich jetzt meinen Alltag bestreite, die laufen alle weiter und haben alle einiges vor. Also gerade mit Federspiel haben wir wirklich schöne Dinge vor.

Da stehen tolle Projekte an, Kooperationsprojekte irgendwie mit zum Beispiel der Viviva Sileva mit der Schlagwerkerin. Ach cool. Die einfach ein Wahnsinn ist und das hat die Kooperation hat, haben wir, da haben wir schon zusammen gespielt und da wird es ein Konzert geben nächstes Jahr oder Konzerte im Sommer an super schönen Festivals.

Nicht Blasmusikfestivals, sondern andere Festivals in Deutschland. Die soll es auch geben, ja. Die soll es auch geben, genau. Genau, und da auch den Ball noch weiter. Also wir haben da, die Kooperation wird auf jeden Fall längerfristig weitergehen, genau. Und was ist denn dann noch? Da sind noch einige Sachen.

Dann mit dem Orchester machen wir was, Federspiel und Sinfonieorchester. Da sind einige Sachen geplant, 27. Also auch rein in diesem ganzen Federspielkosmos ist sau viel los gerade und das ist total schön. Das fruchtet gerade sehr schön und wir haben gerade jetzt ein neues Kinderprogramm auf die Bühne gebracht, was wahnsinnig Spaß macht, so ein Musiktheater, Grand Hotel Federspiel, wo wir alle quasi, also nonverbal, ein 50-Minuten-Programm für Kinder gemacht haben, was wahnsinnig anstrengend ist, aber wahnsinnig Spaß macht.

Ja, da gibt es zwar Ausschnitte auf Instagram, habe ich gemacht.

Genau, ja. Da waren wir jetzt gerade in Luxemburg und in Wien, also im Konzerthaus und jetzt im Brucknerhaus und wir kommen in die alte Oper. Im November kommen wir mit dem Programm und nach Köln in die Philharmonie kommen wir nächstes Jahr und dann gibt es noch einige weitere Geschichten, die jetzt noch nicht fixiert sind, aber da sehen wir es vielleicht.

Genau. Das ist großartig, weil das einfach auch eine ganz andere Baustelle ist, wo man eben mal nicht eben auf den, wo es nur ums Musikalische geht, sondern da rattert der Kopf einfach auf Volldampf und der Körper, weil es einfach schauspielerei ist und irgendwie man irgendwie versucht, an andere Dinge zu denken und Abläufe und Dinge.

Genau. Nö, ansonsten du, DKIB ist nach wie vor immer am Tun. Wir haben da neue Dinge und spielen Konzerte. Die Blasmusik Supergroup spielt nächstes Jahr wieder schöne Konzerte. Also es ist irgendwie alles im Tun und ich habe auch meine anderen Sachen, die immer wieder so weiterlaufen. Habe ich jetzt irgendwas vergessen, was wichtig ist.

Solistisch immer wieder Sachen. Also es ist jetzt gerade, es ist eh einiges los, genau. Und es entwickelt sich auch schon wieder Ideen für, ja, sag ich mal, vielleicht Folgethemen, die jetzt auf dem WDR-Ding aufbauen. Das ist noch nicht ganz buchreif, aber ich würde mich auf jeden Fall wieder freuen, auch mal wieder im symphonischen Kleid irgendwie mich einkleiden zu dürfen.

Okay. Also du machst ja jetzt seit einigen Wochen Bromo-Tour, hast ja schon viele Interviews über die CD und das Album gegeben. Gibt es irgendeine Frage, die dir bisher noch nicht gestellt wurde, wo du sagst, ach, ich würde so gern diesen einen Aspekt, diese eine Anekdote oder irgendwas erzählen, aber dich hat noch kein Mensch danach gefragt.

Dann wäre nämlich jetzt deine Chance.

Diese Frage ist gut, ja. Nee, mir fällt jetzt gerade ehrlich gesagt nichts ein.

Okay. Dann, lieber Christoph, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, jetzt gute eineinhalb Stunden nochmal über das Album zu sprechen. Siehst du, schon wieder die Zeit vergangen.

Ja, danke für die Wiedereinladung, lieber Andi.

Sehr gerne. Du hast jetzt durch den Rekord gebrochen. Du warst jetzt dreimal hier. Sowas.

Jetzt lasse ich euch mal in Ruhe, liebe Hörerschaft. Also ich bin jetzt erstmal weg. Ich bin dann mal weg.

Genau. Ich glaube tatsächlich, dass du jetzt mit dreimal der häufigste Gast warst. Dreimal, ah ja, natürlich die Kaffeefolge noch, ne?

Ja, genau. Ja, genau, genau.

Aber wir finden anscheinend immer noch genug zu reden.

Alle diejenigen, die bis zu diesem Punkt durchgehalten haben, die werden jetzt hören, dass ich eben so schnell wahrscheinlich dann nicht wiederkomme. Das passt gut. An alle anderen, die vorher schon weggeskippt haben, denen ist es sehr wurscht. Vielen lieben Dank. Danke dir, danke dir.

Das war die Folge mit Christoph Moschberger. Ich bedanke mich, dass ihr bis hierhin gehört habt und freue mich natürlich über jegliches Feedback von eurer Seite. Wenn ihr die anderen Folgen mit ihm noch nicht gehört habt, die sind euch auch recht herzlich ans Herz gelegt. Es gibt eine Café-Folge von Anfang des Jahres, da spricht er über seinen letzten veröffentlichten Noten.

Aber es gibt auch eine Folge, da war er zum ersten Mal zu Gast und da besprechen wir seinen ganzen Lebenslauf. Und das war kurz vor der Zeit, bevor er zu Fiederspiel ging. Das heißt, die ganzen Pop-Sachen waren dann noch sehr aktuell. Ich bedanke mich bei meinen Supportern der Konzertmeister-App, der Wurzhock Academy und Buffet Gramp für die Unterstützung dieser Folge.

Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder einschaltet. Da, wie gesagt, wird es etwas heftiger. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit. Euer Andi.

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