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Ordentlich aufgeräumt – mit Melanie Pires Marques· Folge 39

#39: Wie 15 Minuten Marina irritierten und die Ausmist-Challenge plötzlich einiges veränderte

Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 40 min

MP3

Shownotes

In diesem Kundeninterview erzählt Marina, wie sie zu mir gekommen ist und was sie in meiner Freie-Flächen-Challenge erlebt hat. Sie spricht offen darüber, was sie an den magischen 15 Minuten am Anfang irritiert hat und wie genau das am Ende zu einer wichtigen Entscheidung beigetragen hat.
In dieser Folge sprechen wir darüber:
• Wie Marina zu mir gefunden hat und warum sie bei der Freie-Flächen-Challenge mitgemacht hat
• Was sie an den magischen 15 Minuten irritiert hat und was daraus entstanden ist
• Welche Erlebnisse sie während der Challenge hatte und wie sie ihr Zuhause heute erlebt
Links:
• Warteliste Alltagsleichtigkeit: raumtraum-ordnung.de/melaniepiresmarques-warte…
• 0€ Freie-Flächen-Ausmistchallenge (nächster Start im Januar 2027): raumtraum-ordnung.de/freie-flaechen-ausmistcha…
• Instagram: instagram.com/raumtraum_ordnung
• Website: raumtraum-ordnung.de
© Melanie Pires Marques | raumtraum-ordnung.de

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Bestimmt hast du auch schon mal von den magischen 15 Minuten gehört. Und ich erlebe das auch sehr oft, dass viele am Anfang denken, oh mein Gott, was soll ich denn in 15 Minuten bitte loslassen oder ausmisten. Weil 15 Minuten oft sehr wenig Zeit signalisieren, habe ich heute mal wieder einen meiner Kunden eingeladen und Marina interviewt, wie sie das mit den 15 Minuten am Anfang in meiner freien Flächen-Challenge erlebt hat und was für sie dann letztendlich zum Umdenken angeregt hat.

Hör heute gerne in meine Podcast-Folge rein, denn da geht es wirklich darum, die 15 Minuten, was sie alles bewirken können und was sie am Ende auch wirklich mit deinem Zuhause machen. Willkommen bei ordentlich aufgeräumt, deinem Podcast für mehr Einfachheit im Haushalt und leichte Ordnung in deinen Räumen.

Ich bin Melanie Pires Marcus und ich zeige dir, wie dein Haushalt mit all seinen Aufgaben ganz entspannt nebenbei funktionieren kann. Ohne Perfektion und ganz ohne Stress. Dafür mit mehr Leichtigkeit, mehr Übersicht und mehr Zeit für das, was dir wirklich wichtig ist. Herzlich willkommen, ihr Lieben, bei Ordentlich aufgeräumt.

Heute habe ich eine ganz besondere Folge. Ich habe nämlich heute meine Kundin, die liebe Marina, zu Gast, die auch gerne ein bisschen von ihren Erlebnissen zum Thema Ordnung und Ausmüsten berichtet. Stell dich doch mal kurz vor, Marina, wie geht's dir aktuell und wie bist du denn auf mich aufmerksam geworden?

Ja, ich bin Marina, bin 44 und um das ein bisschen einzuordnen und verheiratet, habe einen Sohn. Wir wohnen hier in einem Haus mit großem Garten, entsprechend auch ganz viel Platz und viel Platz zum Fehlsammeln. Genau, und auf dich aufmerksam geworden bin ich schon im Dezember, was haben wir jetzt? 2026, 2024 tatsächlich.

Da hat mein Mann einfach mal so in Instagram mir ein Reel weitergeleitet von dir. Und Mette, guck dir das mal an. Und ich gucke nur und ich kann dir heute nicht mehr sagen, welches Real das war, aber ich wusste, das hat mich sofort gecatcht. Ich dachte, okay, irgendwie, das war ein einziges Reel, aber du hast irgendwas gesagt und so auf den Punkt, ich weiß nicht, ich dachte, wow, okay.

Dann habe ich geguckt bei dir auf der Website, glaube ich, oder so. Und da hast du gerade im Januar so eine Challenge angeboten. Das wusste ich mal gerade, was war das? Lass los für mehr Platz, oder wie heißt die? Ich weiß nicht, wie die damals hieß. Freie Fläche, ja, ich glaube damals war die. Nee, lass los für mehr los tatsächlich.

Genau, ja, genau. Und die war gleich im Januar, dann habe ich mich direkt angemeldet.

Okay, ja, das ist ja auch spannend. Seit 2024 und vor allem mal eine ganz andere Angehensweise, dass dein Mann dir was weitergeleitet hat. Männer sind da ja eigentlich immer so ein bisschen, naja, braucht man halt aufräumen, gehört dazu, aber muss jetzt nicht unbedingt sein. Deswegen hätte ich ja auch gucken können, ne?

Ja, also auf jeden Fall sehr, sehr spannend. Finde ich richtig interessant, wie dann die Leute auch immer auf mich aufmerksam werden. Ja, ich meine, Instagram ist ja auch mein Haupttool, sage ich mal, ne? Weil man da ja natürlich auch viele Sachen zeigen kann. Und das finde ich auf jeden Fall spannend, ja.

Und wie war denn so aktuell deine Wohnsituation 2024 und was war dann so der Impuls, wo du dir gedacht hast, okay, jetzt will ich es einfach mal angehen und was genau?

Genau, also wir sind ja 2020 in das Haus gezogen und haben zwar vorher so versucht, irgendein Stück weit auszumisten, dann war es aber auch zeitbedingt, dass wir dann einfach umziehen mussten und dann auch nicht mehr viel ausmisten konnten, also haben wir alles erstmal mit ins Haus gebracht. Man hatte ja Keller, man hatte auch einen kleinen Dachboden noch so, man konnte ja alles abstellen, so ungefähr.

Und dann bis 2024 haben wir schon vier Jahre im Haus gelebt und es kam natürlich immer mehr dazu, irgendwie, weil der Platz natürlich auch dazu neigt, immer genutzt zu werden oder werden zu wollen oder weiß ich nicht. Und unser Sohn, der war damals ja auch noch recht klein und entsprechend kamen natürlich da auch immer mehr Sachen dazu und die alten und da ist er rausgewachsenen, Klamotten, Spielzeug wurde auch alles einfach in den Keller gepackt.

Wir haben halt nie wirklich ausgemistet, das wurde einfach immer irgendwo hingestellt, weil der Platz eben da war.

Okay, auch spannend, ja. Und das hat dich dann aber in der Zeit auch nicht so gestört oder war das schon immer so, dass du dir gedacht hast, wenn du sie siehst, ach, eigentlich müssten wir die mal ausmisten und angehen. Wie war das dann so?

Genau, also bei mir ist das immer so ein bisschen in Phasen. Es gibt Phasen, da nervt es mich unglaublich, dass das alles so rumsteht und so viel geworden ist. Und dann gibt es wieder Phasen, dann denke ich mir, ach Gott, sehe ich dann einfach gar nicht so ungefähr. Und mein Mann sieht es schon permanent, ist dann aber auch manchmal so, dass er sich denkt, okay, er sagt jetzt mal nichts, es wird schon wieder weggeräumt oder so.

Und es ist aber irgendwie, wenn du halt immer das Gefühl hast, wenn ein Besuch kommt, du musst vorher erstmal irgendwie drei Tage aufräumen, so jetzt übertrieben gesagt, dann ist es halt irgendwann nicht mehr schön, weil du auch das Gefühl hast, okay, spontan kommen ist irgendwie blöd. Und auch wenn der Keller immer voller wird und du gar nicht mehr weißt, wo du noch was hinstellen kannst und auch an die Dinge ja gar nicht mehr rankommst.

Du weißt teilweise gar nicht mehr, was du da hast überhaupt. Und dann habe ich auch gedacht, deswegen war es wahrscheinlich wieder so eine Phase, wo ich auch dachte, so um Weihnachten rum, wenn man die Weihnachtssachen so rausgeholt hat und dann gesehen hat, wie voll der Keller ist, dass ich auch dachte, nee, das geht so nicht.

Und dann kam das Real halt gerade passend und es hat mich in dem Moment, glaube ich, getroffen, wo ich auch dachte, nee, wir müssen wirklich was machen, weil das einfach, ich mich auch nicht so mehr wohlfühle.

Und dann kam im Januar die Challenge und da hast du dann mitgemacht. Und kannst du dich noch so dran erinnern, was da ja so dein Learning war, wo du irgendwie gesagt hast, so, Mensch, genau so habe ich das noch nie gesehen oder was war dann da so der Impuls?

Also ich habe gemerkt, dass ich, da hast du ja erstmal erklärt mit den 15 Minuten, maximal 15 Minuten, dass man sonst ja auch selbst überfordert. Bei mir ist dann immer natürlich, was du auch sagst, wenn man motiviert ist, dann sind 15 Minuten sehr wenig, weil man denkt, ich will ja eigentlich noch mehr.

Ich bin ja gerade motiviert. Ich musste mich so zwingen, nur diese 15 Minuten zu machen tatsächlich. Aber ich kenne das ja, dass ich teilweise dann auch vorher schon Tage hatte, dann habe ich wirklich das ganze Arbeitszimmer hier, wo ich gerade bin, alles auf einen Haufen geschmissen und nach zwei Stunden dachte ich, warum hast du das überhaupt angefangen, weil ich null Energie hatte, das noch wieder wegzuräumen.

Aber so konnte es natürlich auch nicht bleiben. Dann war ich völlig überfordert. Und bei dieser Challenge war es dann so, dass ich zum einen dachte, oh Gott, 15 Minuten, das ist ja gar nichts, das schaffe ich ja überhaupt nichts. Ja, und andererseits dachte ich aber, oh Gott, und jetzt muss ich das aber jeden Tag machen und so.

Also es war so, ich war so hin und her und hin und her. Und dann war die erste Übung ja das mit der Schublade, was ich so gerne genommen bin. Und dann habe ich gedacht, okay, jetzt nimmst du die Schublade im Wohnzimmer, die eine, die war recht überschaubar. Und ich habe wirklich erstmal alles ausgeräumt.

Und dann dachte ich, okay, also da sind Sachen zutage gekommen, wo ich dachte, wow, habe ich auch noch spannend. Kann ich aufgefahren. Und dann habe ich das so sortiert, hatte irgendwie einen Stapel, kommt wieder rein, einen Stapel, keine Ahnung, was damit ist und ein Stapel kann weg. Und das war dann so, wo ich dachte, 15 Minuten sind doch ganz schön viel.

Also man schaffte relativ viel in diesen 15 Minuten. Also allein das zu erkennen, war schon total krass, weil ich immer nur dachte, ja, 15 Minuten und ich weiß, wenn ich mehr mache, bin ich überfordert, aber 15 Minuten kann man nicht. Aber es war erstaunlich, dass das doch ganz gut geht.

Ja, das finde ich auch toll. Also danke für die Rückmeldung, ja, weil die Probleme entstehen ja dann meistens, wenn man einfach motiviert ist und zu viel Zeit dafür hat, also vermeintlich, und dann am Ende nach gefühlt drei Stunden sieht, oh Gott, es ist eigentlich gar kein Fortschritt da. Und natürlich ist es auch so psychologisch, die 15 Minuten denkt man sich, naja, also komm bitte, wie soll ich in 15 Minuten da jetzt wirklich was schaffen?

Deswegen macht man eigentlich diesen Umkehreffekt, dass man sagt, okay, dieses Stück für Stück fürs Chaos sorgen, kann man auch Stück für Stück entgegenwirken. Und man muss sich aber halt drauf einlassen. Und das hast du auch gut.

Genau, das habe ich nämlich auch gemerkt, weil bei mir auch ganz oft dieser Perfektionismus reinkickt, dass ich denke, wenn ich schon anfange, dann aber auch richtig. Das ist so ein Riesenproblem. Und das habe ich auch gelernt. Vielleicht, ich weiß nicht mehr, ob in der Challenge oder später bei dir, weiß ich nicht mehr genau.

Aber dass ich so dachte, okay, Perfektionismus hat erstmal überhaupt keinen Platz hier, weil ich muss ja erstmal irgendwie überhaupt anfangen. Und dann habe ich im Laufe der Zeit auch damit angefangen, dass ich gesagt habe, okay, ich nehme jetzt eine Schublade oder eine Kiste oder ein Regal oder irgendwie ein Eck und räume das aus.

Und dann gucke ich, was kann wieder rein, was kann weg und wo weiß ich einfach überhaupt nicht, was ich damit machen soll. Und das kommt einfach in eine Kiste rein. Dann habe ich zwar wieder eine Kiste, aber diese Kiste ist ja so viel weniger und da kommen ja von verschiedenen Regalen und anderen Sachen das rein.

Und dann habe ich aber diese eine Kiste, die ich mir dann, wenn ich emotional dafür bereit bin, einfach nehmen kann und nochmal durchgucken kann. Und so habe ich das erstmal zur Seite, habe einfach das wegräumen können, was ich geschafft habe. Und der Rest ist dann, also ob jetzt eine Kiste mehr bei 70 Kisten gefühlt, ist dann auch nicht mehr schlimm, weißt du.

Ja, das ist auf jeden Fall ein super Learning, was du da schon für dich mitgenommen hast. Und dann war ja so die Challenge zu Ende nach den Tagen. Und was war dann für dich so der Impuls oder das Aha-Erlebnis, wo du gedacht hast, okay, jetzt mache ich bei Alltagsleichtigkeit mit?

Ich fand die Woche halt schon total toll zum einen, weil du immer auch da bist. Ich muss ja mal sagen, ne, am Anfang, das muss ich noch erzählen, bei der Challenge dachte ich erst, ach Gott, ist sie streng, ne? Weil du immer gesagt hast, so nur dann und dann posten und dann auch manche Sachen nicht. Und ich dachte, ach oje.

Und dann fand ich das aber so, nee, ich fand das so gut, weil das einfach mir auch dann im Nachhinein so gezeigt hat, nee, das ist total richtig, weil sonst posten wir dort rund um die Uhr, es ist nur Chaos, was ich ja um mich rum schon habe. Das möchte ich nicht auch da noch haben und so. Und dann fand ich das total super, dass da diese Strukturen waren in der Gruppe und auch von dir immer die Ansagen total freundlich, respektvoll, aber total klar sind, weißt du?

Also fand ich total super. Und dann habe ich mir so gedacht, die Challenge, diese Woche hat mir schon so viel gezeigt, was möglich ist, dass ich dachte, das muss ich jetzt weitermachen, weil allein schaffe ich es nicht. Und mit dir zusammen fand ich das total toll und eben auch die Gruppe. Weil alle, man merkt, man hat so den ähnlichen, nicht unbedingt den gleichen, aber ähnlichen Struggle.

Und im Grunde wollen alle das Gleiche. Und man unterstützt sich, man gibt sich Tipps, man feiert auch zusammen so. Und ich glaube, wenn ich das nicht hätte und einfach wieder nur still im Kämmerlein werke, dann hätte ich so schnell aufgehört. Und deswegen habe ich dann gedacht, nee, da mache ich direkt weiter mit.

Ja, das ist ja genau auch der Punkt, warum mir das so wichtig ist, warum diese drei Monate am Anfang ich euch mit an die Hand nehme, weil ich natürlich auch aus Erfahrung weiß, wie es einem selber geht. Es ist ja nicht mal so, dass die Leute das nicht können, in die Umsetzung kommen oder sich mal mit dem Thema beschäftigen, aber es sind dann einfach so viele kleine Sachen, dann ist man selber angeschlagen.

Hormonell vielleicht auch in der Phase, wo eh schon alles wieder nicht gut ist. Oder es kommt dann einfach so ein Gegenstand, der einen so extrem fordert, weil irgendeine Erinnerung hochkommt und dann sitzt man da alleine und dann gibt man meistens auf, ist ja klar, weil wir sind ja auch so gestrickt, wir wollen es uns ja so einfach wie möglich machen.

Deswegen finde ich es ganz wichtig. Natürlich ist es auch wichtig, dass man sich in der Gruppe dann meldet. Es gibt ja auch so die Stillen, die dann ja sich Gott sei Dank melden, wenn es irgendwie schwierig wird. Aber da ist es mir ganz wichtig, auch schon am Anfang gleich die richtigen Wege zu ebnen, damit es eben langfristig auch funktioniert.

Weil es gibt ja immer mal Phasen, wo es dann einfach Privatprobleme gibt oder man ist einfach mal länger verreist, was schön ist, muss ja nicht immer was Negatives sein. Und dann weiß man aber, man kann gleich wieder einsteigen und es passt auch alles wieder dann, dass es auch funktioniert. Deswegen die Kombination, Online-Kurs und eben dieses Gruppencoaching hat dir sozusagen dann auch die Stärkung gegeben, da mal mit anzufangen.

Ja, definitiv. Also es ist einfach, weil du weißt immer, du hast, du kannst Fragen stellen, wenn es mal gar nicht weitergeht oder du einfach nicht weißt, was soll ich jetzt machen. Ich hatte ja auch neulich noch die eine Frage, was hatte ich dich gefragt, ob eine Seifenpackung, die da schon lange steht, wo nur noch ein kleiner Klecks drin ist, am Ende jetzt Müll ist oder ausmisten, so ungefähr.

Aber ich fand das super.

Ja, genau, meine ich. Das sind so banale Sachen, aber in dem Moment hat mich das so blockiert, wo ich dachte, ich frage dich jetzt einfach. Und du hast mir auch so eine super nette Antwort gegeben. Und ich dachte, okay, ist für mich im Kopf jetzt abgehakt, kann ich einordnen, wunderbar und es ging weiter.

Für andere doch den Zuhörern mal kurz, was deine Frage war. Weil es gibt bestimmt ganz viele, wenn die jetzt hier zuhören, denken sie sich, ja, stimmt, so easy. Und trotzdem steht man sich manchmal so mit simplen Sachen im Weg.

Ja, ich war im Bad, ich hatte irgendwie so ein bisschen aufgeräumt und dachte da, ich misste ein paar Sachen aus. Und dann habe ich so eine Nachfüllpackung von einer Seife gefunden, die ich so auf den Kopf gestellt hatte, weil da irgendwie minimal noch was drin war, dachte ich dann. Hab dann die Seife aufgeschraubt, wollte es reinmachen, da war vielleicht noch so ein Teelöffel Seife drin oder so.

Und dann habe ich das weggeworfen natürlich, weil es dann leer war. Und dann habe ich mich aber gefragt, zählt es jetzt als Ausmisten, weil ich es ja, war ja eigentlich noch was drin, es war ja noch zu gebrauchen. Oder ist es einfach nur Müll, den ich entsorgt habe, endlich mal. Ja. Und letzten Endes meintest du, ich bin ja schon fortgeschritten, es ist jetzt schon Müll.

Ja, genau. Es war für mich auch völlig okay. Es wäre sowohl das eine als auch das andere okay gewesen, wobei mir schon klar war, dass es Müll ist eigentlich. Aber irgendwie brauchte ich die Bestätigung.

Ja, aber das ist doch in Ordnung. Ich finde, das ist ja auch ein Beweis dafür, dass man sich ja auch wirklich mit so Kleinigkeiten auseinandersetzt und dass halt da auch einfach manchmal wirklich in so kleinen Entscheidungen dann eben eine kleine Hilfestellung für die nächsten großen Entscheidungen einfach der Weg viel leichter geht.

Ich glaube, das ist auch so ein Punkt, wo du es gerade sagst, mit Entscheidungen. Du musst ja, wenn du ausmistest, ich weiß nicht, wie viele Entscheidungen in diesen 15 Minuten auch treffen. Und ich finde das teilweise so unglaublich anstrengend. Und du hast ja auch gesagt vorhin noch, dass je nach Zyklus, ne?

Und mir war nie klar, mein Zyklus hat mich eigentlich so bewusst zumindest nie beeinflusst. Also habe ich immer gedacht. Aber bei dem Ausmisten, witzigerweise ist mir das immer mal klar geworden, dass ich in bestimmten Tagen, Wochen viel besser ausmisten kann als in anderen. Und dann habe ich das mal beobachtet und es ist genau der Zyklus.

Also an manchen Tagen funktioniert das einfach überhaupt nicht. Und dann weiß ich das aber mittlerweile auch und sage, okay, dann muss es auch nicht sein. Und an anderen ist es dann, okay, dann bin ich völlig beflügelt und dann funktioniert das super. Kann ich auch ganz viel wegschmeißen.

Ja, genau. Also das ist auch ein sehr gutes Bewusstsein, was du dir da selber geschaffen hast, weil das darf man nicht unterschätzen. Und oft ist ja dann, wie du auch vorhin schon gesagt hast, der Perfektionismus, der einen dann dahin treibt, man muss es jetzt unbedingt in dieser Woche machen. Aber es ist ja einfach unnötig, weil wenn man dann ein bisschen reflektiert, in der Woche, wo es gut ist, gehen ja viel mehr Sachen einfach raus und es geht viel leichter.

Also da darf man auch wirklich als Frau, ich würde es jetzt auch gar nicht alterabhängig machen, weil ich meine, selbst in den Wechseljahren hat man ja auch vorher einen Zyklus, einfach ein bisschen ein Gespür entwickeln und auf sich hören und auch akzeptieren, wenn die Phase jetzt nicht so locker geht oder wenn der Tag auch nicht so locker geht, dann machst du halt einfach am nächsten Tag weiter.

Oder du akzeptierst und sagst, wir machen einfach jetzt mal drei Tage gar nichts. Das finde ich auch ganz wichtig, ja.

Das muss man sich natürlich auch eingestehen, weil du am Anfang so motiviert ist und denkt, so, ich muss jetzt jeden Tag, weil wenn ich einen Tag nicht mache, dann ist schon wieder alles hinüber. Aber es ist ja gar nicht so. Aber das selber, sich eben zuzugestehen, auch zu sagen, nee, es ist okay, wenn du mal zwei Tage nichts machst, weil du machst dann ja weiter.

Ja, genau. Und auf Biegen und Brechen sich jetzt da eine Aufgabe am Tag widmen, wo eh vielleicht vorher schon irgendwas blöd gelaufen ist, bringt einen oft gar nicht weiter und dann werden auch immer Entscheidungen getroffen, die aus psychologischer Sicht mitgetragen werden. Also wenn du eine Entscheidung leichter triffst, weil es dir gerade von der Hand geht, dann hast du auch das Vertrauen, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde.

Und wenn du das jetzt so auf Biegen und Brechen machst, dann ist es oft so, dass das schlechte Gewissen schneller wieder da ist und dann man beim nächsten Mal wieder Unsicherheit hat. Und das ist genau der Punkt. Und als du jetzt dann so bei uns gestartet bist, was ist jetzt eigentlich so grundsätzlich dein Ziel?

Hast du dir da so ein bisschen Gedanken gemacht oder hast du gesagt, ich gehe das einfach entspannt an und lass es mal laufen?

Ja, also das Ziel ist ja nach wie vor mein Arbeitszimmer, was du auch schon gesehen hast, mit diesem tollen Raum hier. Genau, sehr schön. Ja, weil das wurde irgendwie, nachdem der Keller voll war, quasi. Nein, es wurde einfach immer, wenn ich dachte, unten räume ich auf, also Esszimmer, Wohnzimmer, Flur, die Sachen weg, die da mal eben abgestellt wurden, habe ich die meistens in eine Tüte gepackt oder in eine Kiste und einfach ins Arbeitszimmer gestellt, weil ich dachte, ja, ich muss ja nur kurz da nochmal durchgehen und dann ist es wieder weg.

Und so sammelten sich hier aber diese Tüten und Kisten im Arbeitszimmer. Und es ist so ungemütlich, weil ich hier jeden Tag sitze, nicht jeden Tag, aber sitze und arbeite. Und dieses Chaos um einen rum, das ist halt nicht so schön, wenn man sich konzentrieren muss und so. Und das war so eines der Hauptanliegen, aber eben auch, dass ich Routinen entwickle, dass es gar nicht so weit kommt, dass ich ständig diese Kisten packen muss, quasi.

Also dass ich halt im Prinzip in der Küche, ja, natürlich räumt man was weg, man lebt da, da passiert immer was, das ist total normal. Und es ist auch okay, wenn da mal ein Teller steht über Nacht oder so. Aber trotzdem ist es so, dass der Estisch zum Beispiel, das prädestiniert dafür, dass man vorne immer irgendwas hinstellt.

Also das ist immer, die vorderen 15 Zentimeter steht immer irgendwas. Ich weiß nicht warum. Es ist wirklich ganz schlimm. Und auch auf der Kaminkonsole im Flur bei uns, das ist immer, man kommt rein, legt den Schlüssel da ab und so. Und wenn es nur der Schlüssel wäre, okay, aber wenn der Schlüssel mal da liegt, dann kommt halt schnell ein anderes auch dazu.

Und das waren so Sachen, das hat mich irgendwie wahnsinnig gemacht, weil ich räume es weg, dann kommt ja was dazu, dann muss ich wieder wegräumen. Und dann dachte ich, es ist schon hilfreich, wenn man so Routinen hat, dass es gar nicht dazu kommt, dass es so übervoll ist, sondern man ist dann immer entweder für alles so einen Platz findet, mein Schlüssel, der kann auch da liegen, wenn man da eine Schale hat, was weiß ich, kann man ja alles machen.

Aber dass man dann auch bewusst sagt, okay, der Schlüssel darf auch da liegen, also einfach auch so ein Umdenken vielleicht. Dass es auch okay ist, wenn man sich bewusst sagt, das ist jetzt der Platz für einen Schlüssel und es ist okay, wenn der da liegt, dann ärgert man sich immer darüber, dass er immer da abgelegt wird.

Also so grundsätzlich, glaube ich, wollte ich Arbeitszimmer ausmisten, aber auch diese Rhodinen oder dieses Gefühl dafür kriegen, also einfach auch, wie so erklärt man das, dass ich beständig dranbleibe und nicht eben mal eine Woche richtig heftig und dann wieder Monate gar nicht, sondern beständig immer so ein bisschen Ordnung halten, weil eben das Leben immer dazu führt, dass täglich irgendwo irgendwas ist und es normal ist.

Dementsprechend muss ich dann auch darauf reagieren irgendwie. Und das will ich aber nicht im Stress oder in, oh Gott, jetzt muss ich wieder fünf Stunden aufräumen, sondern eben so, dass es für mich in den Alltag reinpasst und ich nicht denke, oh Gott, ich bin völlig ausgelockt, nur weil ich jetzt hier die paar Sachen wegräume oder so.

Ja, das stimmt. Warst du nicht diejenige, die das Foto gezeigt hat? Ist dein Büro nicht das mit den Dachfenstern? Genau, ja, ja. Ja, also es ist schade, dass ihr das jetzt hier nicht seht, die lieben Zuhörer, aber ich war damals so begeistert von diesem Foto und habe mir gedacht, so ein schöner Raum.

Also damit ihr euch das jetzt bildlich ein bisschen vorstellen könnt, also die Wannfarbe ist lila, so richtig schön flieder einladend. Und auch die Fenster waren jetzt nicht so daschrige Fenster, die ziemlich dunkel waren, sondern schöne Dreiecksfenster. Und dieser Raum war einfach so toll. Und ich habe mich dann versucht zu beflügeln, dass du den auf jeden Fall auframst, weil das einfach so schade wäre, wenn er so als Ablagefläche für Dinge, die keinen Platz finden, herhalten musst.

Und du gehst nicht.

Der geht teilweise ja für vier Meter in die Höhe oder so. Ja, da gibt es richtig Raum da, genau.

Also hat mich total beeindruckt und ja, also wirklich ein ganz toller Raum. Deswegen sehr schön, dass du den auf jeden Fall angehst. Der hat mich damals sehr beeindruckt, ja. Muss ich auch sagen. Wenn man mehr davon sieht, ist er auch richtig schön. Ja, du warst ja schon fleißig. Ich habe ja auch die Vorher-Nachher-Bilder gesehen.

Ja, genau.

Ich habe es auch geschafft, den großen Sessel der zu ran, dass man da wieder sitzen kann. Es geht ja voran, aber es ist trotzdem. Ja, weil hier natürlich viele Kisten stehen, die auch sehr emotional sind, weil die teilweise aus meiner Jugend noch sind und alles. Also das ist so schwierig, das auszusortieren.

Aber die Zeit darf man sich ja auch geben. Und ich meine, im Grunde genommen ist es ja oft schon ratsam, wenn man dann erstmal nur so den Müll wegwirft, der sich da ansammelt oder Dinge, die keine Emotionen haben und dann geht es ja schon Stück für Stück voran, ne?

Ja, es ist ja auch so, dass ich merke, wenn ich mal was darf, also wenn ich mir so eine Kiste nehme und dann wirklich mal ganz bewusst so eine Phase habe, wo es funktioniert, wo ich gut aussortieren kann und die Dinge dann auch wirklich wegtue, es stört mich im Nachhinein überhaupt nicht. Also ich vermisse sie dann auch nicht, es ist völlig okay.

Aber in dem Moment, wo ich so tief drinstecke, dann denke ich mir, nee, weil da hast du das und das gemacht, das willst du deinem Sohn später nochmal alles erklären und zeigen. Und das ist ja ein Zeitdokument und keine Ahnung, was ich alles denke in dem Moment.

Ja. Und dann denkt man sich so, ach komm, jetzt setzt man sich mit seinem Kind mal hin. Und das Kind denkt sich nur, boah, Mutter, ganz spannend. Interessiert mich halt gar nicht, ne? Wobei, muss ich sagen, also mein Mann, also die hatten immer einen Campingwagen selber ausgebaut. Und natürlich wollte keiner der drei Brüder den Campingwagen haben und sie haben es alle bitter bereut.

Ich meine, das ist jetzt natürlich ein extremes Beispiel, weil es ein Fahrzeug ist, ne? Aber so die Sachen ja, also ich sag euch ja auch immer, haltet nicht so lange dran fest und fragt vor allem die Kinder nicht, die können das gar nicht beurteilen, da müsst ihr einfach wirklich selber durch. Also bei den Entscheidungen.

Und Dinge, die halt die Kinder irgendwie betreffen, so Kindergartenprospekte oder Basteleien. Also wir haben das so gelöst, dass wir dann alles fotografiert haben und dann haben wir es bei Rewe oder bei DM haben wir dann einfach so ein Fotobuch gemacht. Das ist viel schlanker. Und dann waren die Sachen alle weg, weil wir hatten, glaube ich, gefühlt fünf von diesen Sandbildern und der Sand hält ja dann irgendwann nicht und hatte mal Spuren hinterlassen.

Und ja, die vergilben ja auch im Keller und eigentlich sind sie ja auch nur in der Tüte drin. Und so ist es ein dünnes Buch und es gucken die sich dann auch immer zu Geburtstagen an und es ist sehr lustig, ja. Also das so als kleiner Tipp.

Ja, mich würde jetzt. Nee, ich meinte nur mit den Fotos. Ich habe einfach von manchen Sachen von früher tatsächlich Bilder gemacht. Ich werde mir die Bilder wahrscheinlich auch nie wieder angucken und irgendwann werde ich die auch löschen. Aber in dem Moment hat mir das geholfen, die Dinge wegzutun. Und wenn es nur das ist, dass ich ein Foto mache, ja, dann ist das so.

Ja, das ist tatsächlich. Absolut, es hilft auch. Weil oft ist es ja gar nicht der Gegenstand, sondern die Erinnerung und die kann man ja durch ein Foto auch behalten. Ja, sehr gut gelöst auf jeden Fall, ja. Jetzt würde mich mal noch interessieren, gab es eigentlich, bevor ihr jetzt umgezogen wart oder bevor dein Mann dir das Video gezeigt hat, hast du dich schon mal mit so Ordnungsthemen beschäftigt oder hast du auch vorher schon mal ein bisschen was ausprobiert?

Ja, ich hatte auch von Marikondo das Buch gelesen und später auch nochmal die Serie geguckt, die dann kam, aber ich weiß nicht, wann die jetzt kam. Ich glaube, das habe ich sogar parallel hierzu geguckt, nochmal einfach aus schwarz, weil es, weil ich es, keine Ahnung, weil ich gerade so im Aufräumzieber baue.

Aber genau, mit Marikondo und in dem Zuge habe ich mir dann, glaube ich, ich weiß gar nicht, 150 oder 200 Kleiderbügel gekauft. Und ich weiß, sie faltet das, aber ich weiß nicht wie. Ich glaube, ich habe in dem Zuge darüber noch was anderes gefunden. Hier ist das, nee, man soll die ja nicht falten, man soll die hinhängen, alle T-Shirts hinhängen.

Und dann habe ich alles in den Kleiderschrank gehängt. Das war ganz toll, aber es hat. Und auch die dünnen Kleiderbügel, damit die nicht so viel Platz wegnehmen. Ja. Ich weiß gar nicht, das habe ich ein oder zwei Jahre gemacht und ich weiß nicht, warum es mich dann so genervt hat. Seitdem haben wir diese ganzen Kleiderbügel hier, aber die ich auch mal ausmisten müsste wahrscheinlich.

Genau. Ja. Nee, also ja, Marikondo war so, ich fand das so interessant letzte Woche. Bei dem Interview mit Elke meinte sie ja, ja, sie konnte damit nichts anfangen, macht mich dieser Gegenstand glücklich. Und mir wiederum hat das gerade irgendwie total geholfen. Ich weiß nicht warum. Aber ich habe dann immer gefragt, okay, macht mich das glücklich.

Und ich dachte mir, hm, also ich habe das schon hingekriegt, weil ich dachte, nee, eigentlich nicht. Und dann konnte ich ihn einfach weggehen, weil ich dachte, okay, gut. Und was sie auch gesagt hat, wie gesagt, wirklich, ja, her, als ich das gelesen habe, man soll sich von bestimmten Gegenständen, die man wegwirft oder so, verabschieden.

Und ich komme ja manchmal wirklich dämlich vor dabei, aber ich falte dann zum Beispiel irgendwie ein T-Shirt, was kaputt war, neuweilig falte ich und verabschiede mich wirklich von diesem T-Shirt und dann schmeiße ich das weg. Und man fühlt sich ein bisschen, ja, man fühlt sich so seltsam dabei, aber für mich funktioniert das, dann kann ich es weggeben.

Also das habe ich da, glaube ich, mitgenommen, aber sonst tatsächlich auch nicht viel nehmen.

Ja, sehr schön. Aber es ist ja immer super, wenn man sich trotzdem so einen Impuls mitnimmt, weil im Grunde genommen darum geht es ja, ne? Dass man sein eigenes Gespür entwickelt und seine eigenen Bedürfnisse nicht einfach unter den Tisch kehrt und sagt, so, das muss jetzt nach Schema F laufen, nur dann funktioniert es.

Also geht mir ja auch so, ne? Ich meine, ich bin ja da in der Branche drin und erlebe das auch ganz oft so. Dann kommt wieder was Neues, wo ich mir denke, okay, spannend, würde bei mir jetzt nicht funktionieren. Also Päckchen, Falten finden viele auch mega anstrengend. Für mich war es die perfekte Lösung im Kleiderschrank, weil man natürlich sich auch ein bisschen eingrenzt, indem man auch zeigt, so, da ist gar kein Platz mehr.

Also noch eine Hose, geht gar nicht, weil sonst musst du ja wieder einen neuen Organizer bestellen oder du legst es irgendwo in ein anderes Fach und das ist ja nicht das Ziel, ne?

Ja. Was ich aber auch gemerkt habe, was wiederum für deine 15 Minuten spricht, ist, Maricono hatte ja gesagt, bei Klamotten, man soll alles auf einen Haufen packen. Und dann gucken, was möchte ich, also was tut mir gut, was nicht und so weiter. Also das habe ich gemacht. Ich habe wirklich alles aufs Bett geschmissen.

Dann habe ich aber ewig und drei Tage gebraucht, bis ich das alles angeguckt hatte und wieder vom Bett runter hatte. Ich habe auch gesagt, ich schlafe auf dem Sofa die Nacht, weil das war wirklich so unglaublich viel und wesentlich mehr als 15 Minuten. Und das hat mich dann wieder überfordert, weil einfach die schiere Menge an Klamotten.

Weil ihr Ansatz sollte man sehen, aber ich kann das ja nicht alles auf einmal dann wegräumen. Dann ist man auch emotional so dermaßen drin, dass es irgendwann gar nicht mehr geht. Also dass man komplett blockiert dann auch, glaube ich.

Ja, und ich glaube, dass es auch nicht unbedingt die Lösung ist. Vielleicht kann das eine Studentin machen, die umzieht oder jemand, der Single ist oder alleine lebt, der hat da nicht so viel. Aber ich finde, mir ist es halt wichtig und das ist auch mein Ansatz, dass es einfach eine Ordnungsmethode ist, die dich durch dein Leben begleitet, egal wie du lebst.

Also die muss flexibel bleiben und es muss auch eine Art Training werden, dass es einfach in Alltag passt. Also ich finde, dass das Thema Haushalt und Ordnung mittlerweile auch so einen schlechten Ruf bekommen hat, weil die Leute eben so schlechte Erfahrungen gemacht haben. Also ich meine, das Thema Loslassen ist ja viel Psychologisches und da stecken ja viele Erziehungsmaßnahmen auch noch aus der Familie und aus den Großeltern, was man oft gar nicht so auf dem Schirm hat dahinter.

Und die darf man ja auch erstmal zulassen und auch selber erkennen. Deswegen finde ich immer, man muss da schon selber seinen Weg finden. Man kann das klar ausprobieren. Also für mich wäre das auch nichts, weil dann könnte ich ja natürlich auch sagen, so, ihr bestellt euch jetzt einen Container und wir gehen mal euren Keller an.

Und dann haut er erstmal alles in den Container und dann wieder zurück. Nee, ich finde, es muss eine Lösung sein, die einfach immer nach Lust und Laune auch in den Tag passt. Und die halt auch so funktioniert, so schnell wie die Dinge reinkommen. So soll es ja irgendwann auch mal sein, dass es dann nach außen klappt, dass man die Dinge loslässt, dass das nebenbei läuft und dass es auch nicht immer so eine Acht-Stunden-Aktion wird, die einen emotional dann so festhält, sondern wirklich mit einer Selbstsicherheit entspannt auch mal spontan, wenn du jetzt 15 Minuten Pause machst oder so, funktioniert.

Ja.

Also, was für mich auch gut funktioniert hat, war, wir hatten irgendwann mal über Küche gesprochen und irgendwelche Tupperdosen oder sowas. Also eine Gruppe. Und dann habe ich mir die ja von IKEA gekauft. Erstmal nur so ein paar zum Ausprobieren. Fand es dann ziemlich cool, habe mir dann noch mehr davon geholt und habe dann alle alten aussortiert.

Aber erstmal, es ist so mein Backup, ne? Ich habe das dann erstmal in eine Tüte in den Keller gepackt, aber ich habe jetzt dann gesagt, so, ich probiere das jetzt mal irgendwie zwei Monate aus, ob das für mich funktioniert, ob ich irgendeine Dose vermisse oder ob ich eine andere brauche. Brauchte ich nicht, also konnten die alle gehen.

Aber ich musste dieses Backup haben, dass ich, wenn ich noch eine brauche, die wiederholen könnte, so ungefähr.

Sehr gut, ja. Genau. Ja, also ist auch ein super Tipp von deiner Seite aus. So kann man das auf jeden Fall auch ausprobieren. Und es gibt einem ja auch die Sicherheit. Deswegen oft diese Sachen, die man dann aussortiert hat, wo man unsicher ist, die dürfen dann schon auch erstmal noch irgendwo in einen Raum verschwinden.

Klar, wie du schon gesagt hast, die nehmen dann nochmal Platz weg. Aber sie sind erstmal raus aus diesem Schema und oft können dann auch 80 Prozent davon wirklich gehen. Ja. Man darf es halt noch nicht vergessen, ne? Ja, genau. Deswegen sage ich ja immer eine Deadline im Kalender, ne? In drei Monaten.

Kiste, Keller, Fach links oben, ne?

Ja, genau.

Jetzt würde ich gerne noch wissen, also du hast ja jetzt vorhin schon gesagt, die Gruppe hilft dir total. Du hast ja bestimmt am Anfang auch gelesen, dass es eine Gruppe ist und dass du jetzt nicht alleine mit mir arbeitest. Wie war so der Eindruck? War das für dich eher so, wo du gedacht hast, oh, das finde ich super, dann bin ich nicht alleine oder war es eher so, dass du dir gedacht hast, oh Gott, da sehen die ja alle, was ich für ein Chaos habe, finde ich ein bisschen befremdlich.

Wie war da so dein Eindruck?

Nee, ich fand das total toll. Also ich finde, ich meine, eins zu eins mit dir wäre auch super gewesen, bestimmt, aber ich finde trotzdem auch nochmal eher garantiert. Aber ich finde gerade die Gruppe, wo man dann eben mitbekommt, dass es allen ähnlich geht und irgendwie, man ist nicht allein damit, sonst wären die Leute nicht in der Gruppe.

Es kommt ja keiner rein, nur mal zu gucken, wie es bei anderen im Wohnzimmer aussieht oder so. Es sind alle, die irgendwie die gleichen Struggle eben haben. Und ich habe ja eben dieses Arbeitszimmer gepostet und du hast ja das erste Bild gesehen, wie chaotisch es tatsächlich war. Und ich habe auch lange davor gesessen und dachte, soll ich das jetzt machen oder nicht?

Und dann habe ich gedacht, komm, es wird schon keiner was sagen. Und es waren so tolle Rückmeldungen, alle so, oh Gott, ja, das ist ja toll, was du geschafft hast. Und auch so, bei mir ist es genauso, aber ich traue mich nicht, das Bild zu zeigen. Also es trauen sich halt ganz viele nicht. Und dann dachte ich, ja, okay, jetzt habe ich es gemacht, ihr könnt gucken, es funktioniert irgendwie, wir schaffen das alle zusammen.

Also es ist einfach so ein Zusammenhalt und das finde ich total schön an dieser Gruppe.

Ja, obwohl man sich gar nicht persönlich ging. Und trotzdem ist es, ja, man schweißt sich trotzdem irgendwie zusammen. Also auch ganz individuell, die eine ist alleinerziehen, die andere ist allein stehen, die andere hat vier Kinder. Also das ist genau das, was es, was eigentlich auch das Ziel dahinter war, zu zeigen, dass es jedem ähnlich geht und jeder hat aber die Herausforderungen.

Weil oft wird einem ja auch so suggeriert, dass die Nachbarin ja alles immer Picobello in ihrem hat. Aber man weiß ja nie, wie viele Stunden sie vorher auch immer aufrannt oder welchen Stress sie mit ihrem Haushalt so hat. Ich meine, man sieht dann nur das Ergebnis. Und in der Gruppe kriegst du halt Einblicke, die dir dann auch mal zeigen, okay, bei der, was jetzt auch ein super Vorher-Nachher-Effekt spornt mich an, ich kriege das auch hin.

Oder wenn es mal einer nicht so gut geht, dass man dann sagt, okay, verstehe ich, mir ging es gestern auch nicht so gut.

Also, wenn man einfach ehrlich das auch mal sagen kann und wie es real ist und nicht nur, wie es dann auf Instagram oder wo auch immer gezeigt wird, bei Leuten, wie toll es dann aussieht, wo es dann hinter der Kamera aber alles einfach nur hingeschrieben wird.

Hast du gut erkannt, ja, genau. Aber ich glaube, der Trend ist schon vorbei, ne? Wahrscheinlich, ja. Genau. Ja, also sehr schön. Und wenn du jetzt so deine konkreten Veränderungen bei dir zu Hause mal benennen würdest, wie würdest du jetzt sagen, welcher Raum? Bist du schon ganz zufrieden? Welche Routine funktioniert schon super und wie war so der Weg dorthin?

Also ich habe, bei mir ist das immer in so Wellen, habe ich schon mal gesagt. Ich räume Sachen auf, also gerade jetzt im Arbeitszimmer, da kann man es am besten erklären mit den Wellen. Ich habe relativ viel wegbekommen. Dann hatte ich aber so eine Phase, da habe ich nicht mehr so viel Zeit gehabt, habe zwar immer wieder ein bisschen was gemacht, aber nicht mehr so regelmäßig.

Dann kam auch immer mal wieder was dazu, aber bei weitem nicht so viel wie vorher. Dann habe ich wieder das weggeräumt. Also es wird immer weniger, aber auch immer mal wieder mehr. Also es ist so in Wellen. Deswegen habe ich immer so das Gefühl, ach Gott, ich habe hier noch gar nichts geschafft, aber es stimmt gar nicht, wenn man es so objektiv mal betrachtet.

Aber es fühlt sich für mich manchmal so an, weil ich das ja schon längst fertig haben wollte. Aber gut, andere Bausteine. Genau. Und was aber super geklappt hat, ist tatsächlich das Erdgeschoss, weil ich da relativ am Anfang, ich weiß nicht, ob es sogar noch in der Challenge war, die Garderobe komplett umgeräumt habe.

Und es war so viel luftiger danach. Und auch wenn die Schuhe manchmal wieder so kreuz und quer dastehen, ich weiß aber genau, wie ich es aufräumen muss. Das ist innerhalb von, weiß ich nicht, fünf, drei Minuten wieder so, wie es sein soll und so. Und da kommt man halt rein und hat gleich so einen schönen Fall.

Nicht Raum, aber so eine schöne Ecke, die man sieht und das ist total genau so. Und auch das Wohnzimmer hat mir dann einmal komplett umgestellt tatsächlich, weil es irgendwie auch schöner war. Jetzt ist es so ein, das kann man jetzt gar nicht beschreiben, aber es war vorher so einfach hingestellt nach dem Umzug und wir wussten nicht so recht, wie es passt und so.

Und jetzt haben wir aber alles so umgestellt, dass es wirklich in sich, weil das ja ein riesen Erdgeschossraum ist, aber in sich so ein kleiner Wohnzimmerbereich, das ja total gemütlich ist. Und der ist auch, also Hissen immer schön hinstellen, dass es halt auch ordentlich aussieht, das habe ich ja auch gelernt, Decken zusammen, legen, also so Kleinigkeiten einfach, die es aber insgesamt viel gemütlicher machen und so.

Und auch die Küche, dass ich da, schaffe ich auch nicht jeden Abend, ehrlicherweise, aber dass ich abends das Aufräumen vom Tag, dass ich morgens, wenn ich aufwache, eben in eine aufgeräumte Küche komme. Und ich freue mich jedes Mal, ich mache ganz oft witzigerweise, du hast ja gesagt, wir sollen vorher Nachherbilder machen.

Ja. Ich mache jetzt, ich habe so viele Nachherbilder von dieser Küche, weil ich mich jedes Mal wieder freue, wenn die schön aufgeräumt ist. Sehr schön. Ich habe nur ein Vorherbild mal irgendwann gemacht, weil jetzt mache ich immer nur noch Nachherbilder. Ich finde das so schön.

Ja, das ist ja toll. Ja, Küche, wenn man da morgens schon, genauso wie beim Flur, so frei empfangen wird, dann kommt man ja gern nach Hause und dann macht es Kochen und die Küche ja auch viel mehr Spaß. Und wie du ja vorhin schon gesagt hast, obwohl man sich da oft aufhält, kriegt man es trotzdem hin, wenn man wirklich eine Routine trainiert?

Ja. Ja, sehr schön. Das klingt auf jeden Fall richtig cool. Ja, und wenn du jetzt mal so reflektierst oder wenn du jetzt mal so nachdenkst, was jetzt in der Zeit alles so eine Veränderung auch bei deinem Partner oder bei deinem Sohn stattgefunden hat, könntest du da auch was erzählen drüber? Wie war das so?

Also, könntest du jetzt sagen, dass die sich anstecken haben lassen oder hast du eigentlich gar nicht viel machen müssen? Waren die vorher schon ordentlich? Wie war das dann so mit deinem Sohn und deinem Partner?

Ja, also mein Mann war schon immer, also der ist auch nicht der ordentlichste Mensch, sagen wir so, aber er war schon immer bemüht, das ordentlich zu halten als ich. Tatsächlich, also er hat es immer schneller gesehen. Und immer wenn ich dann jetzt so, oder wenn wir sowas angegangen sind und aufgeräumt haben, dann ist er auf jeden Fall mitgezogen.

Trotzdem legt er auch mal Sachen weg, aber wenn ich dann sage, du hier, wollen wir ja nicht mehr, dann geht es auch ganz schnell wieder weg. Und er sagt auch zu unserem Sohn, hier bring mal deine Sachen jetzt schon in die Küche und nicht nur abstellen, sondern in die Spülmaschine und so. Unser Sohn, ja gut, also Kinderzimmer brauchen wir gar nicht drüber reden.

Das ist immer noch, geht gar nicht. Also da kommt zu und einfach nicht reingucken. Also okay. Nee, das ist noch nicht. Aber ich merke schon, wenn ich, also witzigerweise, wenn ich dann aufräume und er nebenbei nichts zu tun hat, dann fängt er ja tatsächlich auch an. Also das merke ich schon. Dann hat er ein bisschen runter, ja, Mama, ich habe jetzt auch zwei Sachen aussortiert, so ungefähr.

Das macht er hier, das macht er schon. Aber es ist jetzt nicht so, dass er total euphorisch ist, ich räume jetzt mein Zimmer auf. Also das haben wir noch nicht, aber vielleicht kommen wir da noch hin. Ich glaube, da muss ich noch ein bisschen mehr hier schaffen.

Ja, aber ich finde es schon spannend zu hören, dass er sich schon irgendwie, weil Kinder kopieren uns ja den ganzen Tag ganz bewusst, was wir aber gar nicht mitkriegen. Und wenn man das natürlich vorlebt, dann kriegen sie auf jeden Fall für langfristige Sicht und später auch so ein gesunden Ausmisstverhältnis.

Also deswegen ganz spannend, dass du erzählst, dass er da auch schon ein paar Sachen und dir das dann auch stolz, also sagt, also kriegt er das schon auf jeden Fall mit. Ganz toll, ja, auf jeden Fall. Wird hoffentlich noch mehr, aber nach und nach, ne? Ja, auf jeden Fall. Ich meine, das darf man nicht vergessen, wird nur leider mal oft vergessen.

Das Kraos ist ja auch nicht von heute auf morgen entstanden. Das hat ja auch oft über Jahre gebraucht, ne? Auf jeden Fall. Ja, und jetzt zum Abschluss würde ich natürlich gerne auch noch von dir hören. Was würdest du jetzt den Zuhörern empfehlen? Oder was so ihr Ansporn wäre? Wie würdest du empfehlen, sollten sie jetzt zukünftig vorgehen?

Oder was würdest du jetzt auch grundsätzlich empfehlen, mitzumachen oder zu verändern, es anzugehen?

Ja, genau, also erstmal ist es auf jeden Fall, wenn man einfach mal reinschnuppern will, so eine Challenge, die du machst, auf jeden Fall super, weil das ist, man hat innerhalb von einer Woche schon so viele Veränderungen miterlebt, also in kürzester Zeit, dass man sich fragt, was kann ich denn schaffen, wenn ich noch länger dabei bin?

Also das ist ja Wahnsinn, was man hinkriegen kann. Deswegen, so eine Woche ist schon total schön, um einfach, also diese Gruppendynamik da auch schon, weil man wird einfach mitgerissen. Also teilweise, weil es so viele Menschen sind, ist es vielleicht auch ein bisschen überfordernd, weil man denkt, oh Gott, oh Gott, die haben schon so viel gemacht alle und ich muss noch arbeiten und komme erst heute Abend dazu.

Aber davon darf man sich gar nicht stressen lassen. Man hat halt seinen Rhythmus und seinen Tag. Und trotzdem finde ich es immer sehr motivierend zu sehen, dass alle auch kleine Schritte machen und dass das funktioniert und dass man dadurch viel erreicht. Und wenn man das dann gut fand, dann würde ich definitiv empfehlen, in Alltagsleichtigkeit zu kommen.

Weil man einfach, wie gesagt, den Rückhalt der Gruppe hat, dein Feedback und egal was man für eine Frage hat, du bist immer relativ schnell beim Antworten und vor allem immer so auf den Punkt die Antwort. Ich finde das total super. Also ich kann gar nicht beschreiben, wie das ist, aber für mich ist es immer so, ich stelle eine Frage, ich kriege eine total liebefreundliche Rolle und auch sachliche, aber auch warme und vollhilfreiche Antwort von dir.

Das finde ich super. Und wenn man auch jetzt jahrelang schon versucht hat, alleine da was zu machen und immer mal mal mehr, mal weniger, aber nicht so richtig, dann finde ich es auf jeden Fall sinnvoll, da einzusteigen. Weil man dann dadurch kontinuierlich dranbleibt. Vielleicht in mini-kleinen Schritten, aber das ist ja egal.

Aber man bleibt kontinuierlich am Ball und das finde ich ganz wichtig.

Ja, sehr, sehr schön. Vielen Dank, liebe Marina, dass du uns da jetzt mitgenommen hast, mal so in deine Erlebnisse und auch deine Erfahrungswerte. Die sind für mich auch immer ganz spannend. Und ich hoffe, dass natürlich jetzt auch die Zuhörer da vielleicht für sich eine kleine Motivation finden. Also aktuell findet ja gerade die Challenge statt, aber die findet natürlich auch öfter statt.

Deswegen auf jeden Fall meinen Kanal abonnieren, damit ihr das nicht verpasst. Und dann würde ich sagen, herzlichen Dank für das Interview. Ich finde es super, dass du uns mitgenommen hast in deine Erlebnisse und in deinen Alltag. Und wünsche dir natürlich auch von Herzen, dass du dranbleibst. Aber da werde ich ein Auge drauf haben und du bist ja auch in der Gruppe sehr aktiv.

Deswegen bin ich da zuversichtlich, dass das auch klappt. Vielen, vielen lieben Dank! Und das war es auch schon wieder für heute. Ich hoffe, diese besondere Folge hat dir gefallen und du konntest dir etwas für deinen Alltag mitnehmen. Wenn du keine Folge mehr verpassen möchtest, dann abonniere meinen Podcast sehr gerne.

Und wenn dir ordentlich aufgeräumt gefällt, freue ich mich natürlich auch über eine positive 5-Sterne-Bewertung. Damit hilfst du nicht nur mir, sondern auch den anderen, diesen Podcast zu finden und vielleicht ebenfalls mehr Ordnung und einen leichteren Haushalt in ihr Leben zu bringen. Bis zur nächsten Folge, deine Melanie.

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