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OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen

Senioren-Mord in Eilshausen: Warum die Polizei an einen reisenden Mörder glaubt

Donnerstag, 6. November 2025 · 27 min

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Shownotes

Das Verbrechen an der 71-jährigen Irmgard B. (Name geändert) ist eines der wenigen unaufgeklärten Tötungsdelikte im Kreis Herford.
Irmgard B. (Name geändert) wird am 11. Mai 2003 leblos auf ihrer Terrasse gefunden. Sie wurde mit mehreren Messerstichen getötet. Trotz umfangreicher Ermittlungen fehlt von ihrem Mörder und der Tatwaffe jede Spur. Der gewaltsame Tod von Irmgard B. aus Eilshausen wird zum Cold Case. Jahre später wird der Fall erneut aufgenommen, doch auch DNA-Untersuchungen führen zu keiner heißen Spur. Auch 22 Jahre nach dem Tod von Irmgard B. bleibt offen, wer sie getötet hat.

Achtung, OstwestFälle ist mit zwei spannenden Fällen zurück auf der Bühne! Am 9. und am 16. Dezember live zu erleben im Spiegelzelt in Bielefeld. Jetzt Tickets sichern unter nw.de/events.

Ostwestfälle S4 | E14 Senioren-Mord in Eilshausen: Warum die Polizei an einen reisenden Mörder glaubt
Gast: Jobst Lüdeking
Redaktion: Dana Johanna Stoll
Gestaltung: OWL Digital 

Mehr zur Serie “OWL-Crime” findet ihr auf unserer Themenseite.

Habt ihr Anregungen oder Kritik? Schreibt uns gerne unter podcast@nw.de

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Nach den uns vorliegenden Informationen war es eigentlich so, dass sie am Abend des elften Mai gefunden wurde. Die Tat muss allerdings bereits am Samstag, also einen Tag zuvor am zehnten Mai, passiert sein. Sie wurde von einem Nachbarn entdeckt, der sich wunderte, dass also über mehrere Tage die Terrassentür der Frau offen stand und er fand sie dann auf dem Bauch liegend.

Neben ihr saß der Hund und wie sich danach herausstellte bei der späteren Obduktion, war sie von dem Täter angegriffen und dann eben halt auch mit mehreren Nässerstichen niedergestochen worden. Ostwestfälle, der True Crime Podcast der Neuen Westphädischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern und mit den Berichterstatterinnen und Berichterstattern der NW.

Spannend, nah und made in OWL. Es ist der elfte Mai, zwei-tausend drei. Die seventy-jährige Irmgard B. liegt regungslos auf ihrer Terrasse. Neben ihr sitzt der Mischlingsröde, der darauf wartet, dass ein Frauchen wieder aufsteht. Doch das wird sie nicht, denn sie wurde mit etlichen Messerstichen getötet.

Auch zwanzig Jahre nach dieser brutalen Tat fehlt vom Täter jede Spur. Dieser Cold Case ist diesmal Thema bei den Ostfestfällen. Mein Name ist Birgit Gottwald und bei mir im Studio ist der Kollege Jobst Lödiging. Hallo Jobst. Hallo Birgit. Jupps, ich kann mir vorstellen, dass diese brutale Tat die kleine Gemeinde Alshausen im KSHR-Fort doch arg erschüttert hat.

Das ist richtig. Also wir haben es ja nicht nur mit der Tat an sich zu tun, sondern eigentlich mit einer vorausgegangenen Tat, die sich Tage vorher ereignet hatte und deshalb halt eben auch in Altshausen für weitaus mehr Angst sorgte, als es dann, sagen wir mal, ein normales Tötungsverbrechen tut. Und zwar ist in einem Seniorenheim in Herford eine Seniorin umgebracht und bzw.

vergewaltigt und dann umgebracht worden. Und das löste natürlich, in diesem Fall hatten wir Sicht um den zweiten Frauenmord, ganz besondere Ängste aus. Und ich kann mich noch daran erinnern, dass die damaligen Ermittler von Staatsanwaltschaft und Polizei, also die Mordkommission und halt eben die Mordkommission halt eben sehr schnell betonten, dass es sich dabei nicht um ein Verbrechen handeln würde, das in der Art und Weise, wie es begangen wurde, an diesem Fall im Altenheim.

Also kein Serientäter. Genau, kein Serientäter. Also man hatte tatsächlich Angst, dass es da jemanden geben würde, der es dann gerade auf ältere Frauen abgesehen hätte und die dann umbringen würde. Da hatten die Ermittler also wirklich sehr viel Wert drauf gelegt, da den klaren Unterschied aufzuzeigen.

Aber dass das natürlich Wellen schlägt in Alshausen ist klar? Das ist klar. Also die Tat an sich hätte auch... hat auch für erhebliche Erschütterung gesorgt, für sehr viel Verunsicherung. Aber wie gesagt, durch diese zweite Tat oder beziehungsweise diese erste Tat, die sich in Herford ereignet hatte, wurde die Wahrnehmung noch mal verstärkt.

Das Opfer, wir haben gerade B, war in Eilshausen keine Unbekannte. Sie lebte da schon sehr, sehr lange, aber sie lebte sehr zurückgezogen. Es ist eigentlich jemand, der natürlich durch den Job bei einer Bank von vielen Leuten bekannt war, der aber im Privatleben ganz anders war und vielleicht zurückgezogen oder auf sich bezogen lebte.

Sie hatte das Haus ihrer Eltern geerbt, so ein typisches Siedlungshaus aus den fünftiger Jahren und lebte dort eigentlich seit Roundabout-Fürzig Jahren. Und die Nachbarn beschreiben sich ja als auf sich bezogen. Teilweise auch ein bisschen als Einsiedlerin. Und die hat eigentlich so ganz zufrieden gelebt.

Hat sich aber eben halt auch nicht so sehr in der Gemeinschaft wohlgefühlt offenbar. Zumindest sind das die Schilderungen, die dann für uns jetzt noch greifbar sind. Und ab und an hatte sie auch mal irgendjemanden als Untermieter. Ja, wie gesagt, die lebte dort forty-fünf Jahre und hatte zwar Verwandtschaft, aber da soll der Kontakt auch eher so sporadisch gewesen sein.

Aber was sie hatte, war ihr Mischlingshund. Und ja, mit dem lebte sie. Das war Putzi, das war ein Mischling und ja, das war wohl so ein ganz harmonisches Zusammenleben. Jupps, wenn die Frau so zurückgezogen gelebt hat, wie lange hat sie Da vermutlich schon auf der Terrasse gelegen, ohne dass sie gefunden wurde.

Und weißt du, wie die auffinde Situation war? Also nach denen uns doch vorliegenden Informationen war es eigentlich so, dass sie am Abend des elften Mai gefunden wurde. Die Tat muss allerdings bereits am... Samstag, also einen Tag zuvor am zehnten Mai passiert sein. Sie wurde von einem Nachbarn entdeckt und der sich wunderte, dass also über mehrere Tage die Wohnung, die Terrassentür der Frau offen stand und er fand sie dann auf dem Bauch liegend, neben ihr saß der Hund.

und wie sich danach herausstellte bei der späteren Obduktion, war sie von dem Täter angegriffen und dann eben halt auch mit mehreren Messerstichen niedergestochen worden. Aber es war klar, es ist kein Sexualdelikt gewesen. Es ist kein Sexualdelikt gewesen, also die Kleidung war nicht angerührt worden.

und wie gesagt, das ist was, worauf die Mordkommission damals explizit abhob, um überhaupt keine Parallelen zu dem Herr Vorderfall Tage zuvor aufkommen zu lassen. Du hast gesagt, die Irmgard B. wurde am Sonntagabend gefunden und die Tat selbst war am Samstag oder in der Nacht von Freitag auf Samstag.

Das weiß man, glaube ich, gar nicht so genau. Weißt du, ob die Frau gleich tot war? Darüber gibt es keine Informationen. Das entzieht sich dann unserer Kenntnis. Da sind eben auch Informationen, die aus dem gerichtsmedizinischen Gutachten hervorgehen. Und das liegt nach wie vor bei der Akte der Mordkommission und wird für den Fall, dass dann der Täter gefasst wird, auch eine Rolle spielen.

Aber das ist Täterwissen, deswegen wird das nicht veröffentlicht. Das ist gut. Wahrscheinlich ist der Täter auch davon ausgegangen, dass das Opfer tot ist. Und in ähnlichen Fällen kann es durchaus sein, dass der Tod nicht sofort eintritt, sondern dass das Opfer eben zunächst lebensgefährlich verletzt liegen bleibt und dann aufgrund der Verletzung verblutet.

Aber wie gesagt, das sind alles Informationen, die uns nicht vorliegen, zu denen wir auch keine Stellung nehmen können in dem Zusammenhang. Was ist das da für eine Gegend, in der die Tat passiert ist? Das ist eine reine Wohngegend? Das ist eine reine Wohngegend. Das sind Häuser, die, wenn ich mich recht erinnere, auch so unter anderem im Bereich der fünftiger Jahre gebraut wurden.

Also so ganz normale, wie soll ich sagen, Wirtschaftswunderhäuser. Und wie haben die Nachbarn reagiert? Was du damals vor Ort? Ich bin erst Tage später dort gewesen, weil ich zu dem Zeitpunkt erst noch Urlaub hatte und Ich hatte mich vor allen Dingen dann auch mit dem Altenheimfall beschäftigt. Und die Menschen haben schon geschockt reagiert, weil ein Tötungsdelikt oder ein Mord in direkter Nachbarschaft, das kann sich natürlich niemand vorstellen.

ganz offen zu sagen, Hindenhausen, speziell Altshausen, ist jetzt nicht unbedingt eine Gegend, die Probleme mit Kriminalität hat. Also Altshausen ist ein Stadtteil von Hindenhausen? Genau, Altshausen ist ein Stadtteil von Hindenhausen, der Tatort an sich liegt, also in der Nähe der Bündner Straße, die ist ziemlich lang, also von daher, wir wollen auch nicht drauf eingehen, wo das Haus jetzt ganz genau liegt.

Aber das ist jetzt nichts, wo man sagt, das ist ein Hotspot der Kriminalität, ganz im Gegenteil. Das ist eher ländlich. Die Menschen kennen sich und passen auch aufeinander auf. Die Polizei gründet wie in solchen Fällen üblich eine Mordkommission. Was sind die ersten Maßnahmen, die ergriffen werden? In diesem Zusammenhang, das ist natürlich ein Standardprozedere, das dann teilweise einsetzt.

Es wird natürlich nach der Mordwaffe gesucht, die bis heute fehlt, muss man dazu sagen. Was die Ermittler nachher gefunden haben, war eine Perlenkette, die möglicherweise der M-Grad B zugeordnet werden kann. Das ist aber auch noch offen, aber wie gesagt, die ist in der Nähe des Tatortes entdeckt worden.

Man muss sich das immer so vorstellen, dass zur Absuche eines solchen Tatortes meistens Beamte der Bereitschaftspolizeien zugezogen werden, die auch speziell für sowas geschult sind. Das ist Teil der polizeilichen Ausbildung. Und die gucken eigentlich sehr genau hin und nehmen auch wirklich alles mit, was man sich vorstellen kann.

Weil wirklich der kleinste Hinweis kann in einem solchen Mordfall natürlich dazu führen, dass der Täter überführt werden kann. Was glaubt die Polizei denn? Ist am zehnten Mai als Haus passiert? Also eine Hypothese ist, dass der Täter sich dem Haus genährt hat und dann bemerkt hat oder beziehungsweise dann ums Haus gegangen ist, festgestellt hat, dass die Terrassentür offen stand und dann reingehen wollte, um dort eben einen Bruch zu begehen, beziehungsweise halt auf der Suche nach Schmuck und Wertsachen, beziehungsweise nach Geld durch das Haus zu rennen.

Und dabei muss ihm dann wohl die Frau entgegengekommen sein. Und er muss dann reagiert und die Frau dann bzw. seinen Opfer dann niedergestochen haben. Um halt zu verhindern, dass sie die Polizei ruft. und ja, das ist wie gesagt die Hypothese. Es gibt auch eine weitere Annahme, dass der Täter im Alter zwischen achtzehn und zwanzig.

liegen müsste, bzw. das Alter des Täters zwischen achtzehn und fünfzwanzig liegen müsste. Das haben nachher Experten des Landeskriminalamtes nochmal wieder ermittelt. Das ist aber auch nur ein Anhaltspunkt jeweils. Kommen wir nochmal auf die Spuren zu sprechen, die am Tatort sichergestellt werden konnten.

Gab es da relevante Spuren, also die Perlenkette? Das andere, was wirklich überaus relevant ist, ist eine DNA-Spur. Und diese DNA-Spur konnte damals nicht zugeordnet werden. Das heißt, die Polizei hat bestätigt, dass es diese Spur gibt. Sie hat aber keine weiteren Angaben dazu gemacht, was es für eine Spur ist.

Also ob das Haare, Blut? Haare, Haut, Blut, das ist eigentlich alles noch offen. Und die Tatwaffe wurde nicht gefunden? Die Tatwaffe ist bis heute verschwunden und die Ermittlungen in dem Fall sind dann also auch nach mehreren Wochen. Also man muss sich da so vorstellen, dass die Mordkommission oder die Mordkommissionen, die hier in Herford eingerichtet werden, eigentlich zunächst immer... von der Hansa Straße in Herford ausarbeiten.

Manchmal auch vom Bündner aus, aber in der Regel sind die in Herford ansässig. Und dann wird halt der Großteil der Arbeit von Herford aus erledigt. Und nach einigen Tagen, einigen Wochen, das kommt dann jeweils auf den Fall an, werden die Ermittler nach Bielefeld zurückverlegt. Aber das bedeutet nicht, dass die Ermittlungsarbeit aufhört.

Aber wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, geht die Polizei von einem völlig Unbekannten aus, der die Frau überfallen und getötet hat. Also Nachbarn oder näheres Umfeld wird komplett ausgeschlossen. Man hat nachher nochmal den Versuch gemacht, mithilfe einer DNA-Probe sowas auszuschließen. Damals sind, aber vielleicht...

Kommen wir gleich noch mal zu. Die Polizei geht jetzt erst mal davon aus, dass es kein Täter ist, der aus der Nachbarschaft kommt, sondern dass jemand war, der sozusagen auf der Durchreise war. Kann man das so sagen? Genau. Die A-Zwei liegt ja in Unwüllbaranee und es ist damals immer wieder so gewesen, dass wir Tätergruppen hatten, die hier in Herford, ich sage jetzt mal, mit einem Auto vorfuhren, sich verteilt haben.

Dann in Wohnungen eingebrochen sind. Also das Verfahren läuft dann sehr einfach ab. Die Klingeln wird geöffnet. Ist klar, dass jemand zu Hause ist. Das heißt also der Versuch ist mehr oder minder untauglich. Dann sagt man, oh, ich suche gerade jemanden. Wissen Sie, wo das geschätzt XY ist. Und wenn niemand öffnet, dann guckt man sich einfach mal das Haus an.

Ja, geht dann rum und schaut, ob ein Fenster auf Kipp steht. Und in diesem Fall von Imgard B ist es ja so gewesen, dass die Teressentür offen stand. Das heißt, das ist... durchaus schon mal vorgekommen, in der Zeit, dass da solche Banden sozusagen unterwegs waren im Kreis und haben geguckt, ob sie übereinsteigen können.

Genau, wir haben ja zeitweise ganz große Probleme damit gehabt, mit organisierten Gruppen, die dann oder beziehungsweise auch banden, die dann wirklich von der Autobahn kurzfristig abgefahren sind und dann wieder verschwunden sind. Und das ist natürlich für die Polizei sehr, sehr schwierig. Zum einen erst mal überhaupt diese Struktur.

Beziehungsweise Hinweise auf diese Strukturen zu finden, weil die Täter sind ja relativ schnell wieder weg. Und in einem Fall, in einem Tötungsdelikt, bei einem Tötungsdelikt, wie jetzt im Fall Irmgard B, ist das ja nochmal eine Spurschwierige, da jemand ein Ding festzumachen, weil der Mann die Person mag, Gott weiß wo sein.

aber eben halt möglicherweise nicht mehr in Deutschland. Also zu fassen sind solche reisende Täter, das gibt sogar in der Kriminalistik diesen Ausdruck, die sind eigentlich nur zu fassen, wenn sie inflagranti ertappt werden. Ja genau, oder halt eben dann, wenn man die entsprechenden Spuren hat und sie ihnen eindeutig zu erörten kann.

Das funktioniert dann recht gut. Und in diesem Fall, um nochmal auf die DNA-Spur, im Fall Irmgard B zurückzukommen, ist das natürlich ein Punkt, auf den die Ermittler natürlich setzen. Das heißt, sollte diese Person in irgendeiner Form mal in den nächsten Jahren in Zusammenhang mit einem Verbrechen auftauchen und bei ihr eine DNA-Probe genommen werden, dann gibt es einen Treffer und dann, denke ich mal, wird man auch aktiv werden und sich diese Person einfach oder beziehungsweise diesen Mann einfach mal genauer anschauen.

Zurück zu unserem Fall, dem Gewaltsamt tot von E mit B. Der Täter kann nicht ausfindig gemacht werden, aus welchen Gründen auch immer. Der Fall wird zum... Cold Case. Jetzt kommen wir wieder auf diesen Massengehntest zu sprechen. Also vier Jahre nach der Tat werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Warum zu diesem Zeitpunkt? Hat das einen Grund? Die Ermittler sind eigentlich regelmäßig dabei, sich alte Mordfälle anzuschauen. Auch im Hinblick auf neue Erkenntnisse, Prüfungen. Und der Fall war ja zu dem Zeitpunkt relativ jung. Und man hat dann gesagt, gut, wir versuchen noch mal weitere Ermittlungsansätze.

Und ein Ermittlungsansatz war dann halt, dass man sagte, na ja gut, möglicherweise war es dann doch kein reisender Täter. Und vielleicht kommt die Person, die für die Tat verantwortlich ist, kommt der Mörder aus dem Umfeld, also aus Altshausen oder beziehungsweise aus Hindenhausen irgendwo her. Und man hat dann eine Liste aufgestellt von Roundabout, drehundert Personen.

die in dieses von Experten erarbeitete Profil passen und hat die Personen dann zum den Artest gebeten. Kannst du einen Treffer? Nein, negativen. Und das ist natürlich einer der Gründe, weshalb halt eben der Fall von Irmgard B nach wie vor einer der Cold Cases ist, mit denen sich jetzt unter anderem Auch die Mordkommission, beziehungsweise das KKL, in Bielefeld beschäftigt.

Der Fall ist aber, wenn ich mich recht erinnere, auch als sogenannte Cold Case an diese Spezialabteilung des LKA geschickt. Diese Cold Case, genau. Genau. Wie stehen die Chancen, dass der Täter doch noch gefunden wird? Also es sind ja jetzt zweiundzwanzig Jahre vergangen. Wenn wir jetzt einfach mal an den Mord, an dem Kioskbesitzer hier in Bielefeld denken, da sind es ja, glaube ich, mehr als dreißig Jahre.

Das heißt also, wir haben gute Chancen, dass so eine Person irgendwann mal wieder auftaucht. Das heißt also, auch wenn es so scheint, als hätte die Polizei keinen Erfolg gehabt, läuft die Zeit immer gegen den Täter. Oder sagen wir mal, fast immer gegen den Täter. Denn es gibt diese Spur. In dem Fall, wie gesagt, dass diese Person oder dieser Mann irgendwo mal wieder auftaucht und bei ihm eine DNA-Probe genommen wird, wird dann unweigerlich dazu führen, dass er im Fokus der Ermittler steht, im Visier der Ermittler.

Und dann, denke ich mal, werden wir einen ähnlichen Fall haben, wie gesagt, wie jetzt im Bielefeld, Mord an einem Kioskbesitzer. Wir haben einen zweiten sehr prominenten Fall gehabt, bei dem das ähnlich gelaufen ist. Und zwar war das der Mord an der Bertha L. einer vierundachtzigjährigen Rentnerin aus dem Flutor Ortsteil Exter.

Genau. Kannst du uns da noch mal ein bisschen auf die Sprünge helfen? Die Frau wurde jetzt zwei Tausend Vierzehn getötet. Auch sie wurde erstochen. Genau. Es ist eigentlich so, dass dieser Fall ähnlich erschien wie der von Irmgard B. Also Bertha L. wurde in ihrem Haus niedergestochen. Sie hat selbst noch dem Täter die Tür geöffnet und es stellte sich dann also zunächst mal die Situation so da, dass man auch dort alles versucht hat.

Also Aktenzeichen X, Y wurde eingeschaltet, um nach dem Täter zu suchen und es tat sich eigentlich nichts. Und erst acht Jahre später. gab es den entsprechenden Treffer. Da war es dann so, dass man an der Kleidung des Opfers den A-Spuren des Täters noch gesichert hatte. Und jetzt auf einmal gab es einen Treffer, der zu einer weiteren Person zu einer Person führte.

aus dem Bereich Herford, die überhaupt nicht im Fokus gestanden hat. Die hatten den gar nicht aufgeschlagen. Nein, die hatten den, wenn ich das richtig, wenn ich mich recht erinnere, war der überhaupt nicht im Visier der Ermittler. Der gehörte also auch nicht mal. sagen wir jetzt nochmal zum Kreis der Personen, die man für, ja, verdächtig hier.

Also es ist ja so, dass die Ermittler ja irgendwo auch Theorien aufstellen, wie sich denn der Täter hat verhalten können, wo er einzuordnen ist, was es für eine Person ist. Und ja, wie gesagt, dieser Mann passte zunächst mal gar nicht in das Schema, von dem man zunächst ausgegangen war. Wie muss ich mir das vorstellen?

Da wird DNA archiviert sozusagen? Genau. Und wenn jetzt, wie in dem Fall, mit Bertha L. von jemanden so eine DNA-Probe genommen wird und eingefügt wird in die Datei oder in die Datenbank, dann ploppt das auf einmal auf. Dann schrillen die Alarmglücken und wird gesagt, hallo, die kennen wir schon, die DNA.

Genau. Das heißt also, es gibt bei bestimmten Straftaten bzw. bei bestimmten Verbrechen ist eigentlich die DNA-Probe, also die Entnahme von Genmaterial aus der Mundschleimhaut, standart. Das heißt jetzt nicht, dass jeder Ladendieb damit rechnen muss, aber für Raubüberfälle, Gewaltdelikte etc. da werden DNA-Proben genommen, zwangsweise auch genommen und die landen dann in einer großen Datenbank des Bundeskriminalamtes.

und in dieser Datenbank Ja, ist eigentlich stetig Bewegung und du weißt selber, wie schnell so ein Computer arbeitet. Der kann dann halt eben im Laufe der Zeit bestimmte Suchvorgänge durchlaufen lassen und liefert dann also auch entsprechende Treffer. Im Fall von Bertha L gab es aber keinen Prozess. Nein.

Also in diesem Fall ist es so, dass der tatverdächtige Suizid verübt hat. Ja, ich kann mich noch daran erinnern. Genau. Jobst. wir beide? hatten im Oktober vergangenen Jahres schon mal über genau diesen Fall gesprochen. Und wer sich diese Episode noch mal anhören möchte, kann das machen. Einfach Ost-Westfälle eingeben, ich glaube vom Cold Case zum Erfolg.

Und dann ploppt die Folge gleich auf und dann kann man das Ganze noch mal nachhören. Also im Fall Bertha L. haben wir gesehen, dass solche Verbrechen auch Jahre später noch aufgeklärt werden können. Was glaubst du, ist das im Fall um den gewaltsamen Tod von Ihrem Grad B auch möglich? Wie ich schon sagte, also die Zeit läuft in der Regel gegen den Täter und für die Polizei, für die Ermittler.

Und wir müssen uns halt eben auch vor Augen halten, dass Tötungsdelikte in der Regel zu weit mehr als neun neunzig Prozent aufgeklärt werden. Echt? Also wenn ich die Zahlen jetzt, es kann sein, dass sich das verändert hat, aber die Chance, nach einem Tötungsdelikt ungeschorent davon zu kommen, die konvergiert eher gegen Null.

Irmgard B. wird am elften Mai, im Jahr two-thousand drei, tot auf ihrer Terrasse gefunden. Die einundseipzig-Jährige wurde mit etlichen Messerstichen getötet. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnten weder Täter noch die Tatwaffe gefunden werden. Der Tod von ihrem Gott B wird zum Cold Case. Jahre später wird der Fall wieder aufgerollt, an Massengehentests durchgeführt.

Der oft Durchbruch in dem Fall bleibt aber aus. Auch zwanzig Jahre nach dem gewaltsamen Tod von ihrem Gott B bleibt offen, wer sie getötet hat. Das war es für heute mit dem TrubCon Podcast der neuen westfälischen Redaktion. Hatter Dana, Johanna Stoll und zu Gast im Studio war der NV-Kollege Jobst Lüdeking.

Vielen Dank, Jobst. Gerne wirklich. Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der nw-plus-app in der Serie Oval Crime. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast. Und natürlich überwünsche, welche Ostwestfälle wir demnächst für euch besprechen sollen.

Schreibt uns eine E-Mail an podcast.nw.de. Mein Name ist Begit Gottwald. Bis bald.

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