
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Schreib uns einfach xD (buzzsprout.com/2625117/fan_mail/new)
HISTO 16: Gänsehaut
- Diese Folge geht unter die Haut! Denn wir beschäftigen uns mit eben dieser und den darunterliegenden Schichten. Wir steigen mit euch in die Histologie des ZNS mit den Sinnesorganen ein. Bevor wir uns an dieses Thema herantasten, schauen wir uns gemeinsam noch schnell das Auge an! Für hilfreiche Lernhilfen und spannende Fun Facts: Schaut rein!
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zur makroskopischen Anatomie des Auges (tinyurl.com/ana-kopf-hals-2) zum Wiederholen :)
Anzeige:
Hier der Link zu Meditricks: meditricks.de
Rabattcode: SitusInversus15
Ihr sucht eine Datenbank mit allen Merkhilfen? Oder eine Episodenübersicht?
Checkt jetzt unsere Web-App!
dervorklinikpodcast.de (dervorklinikpodcast.de)
Instagram:
instagram.com/der_vorklinikpodcast/ (instagram.com/der_vorklinikpodcast)
Kapitel:
() - Auge() - Haut
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Support the show (buzzsprout.com/2625117/support)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Direkt gefolgt vom Stratum Spinosa und direkt darüber folgt Stratum Granulosum Mit dem Stratum Ladum Common Lito in den Landes der Klinik Okay das war der kleine musikalische Einstieg von unserem Wir nehmen das nicht wirklich lieben professionellen Wimmern klar nehmen wir das nee klar juristisch fürbelangt wenn das passiert kein Problem mit ja das war unser Einstieg wir haben ein neues Thema also grundneues Thema wir sind jetzt weg von dem viszeralen Bauch geflabbelt sondern sind jetzt ab ins Hirn, zumindest in Richtung Hirn und starten jetzt mit den Sinnesorganen tatsächlich und ZNS dann als Krone der Schöpfung.
Heute hier mit mir der Herrn Wimmer. Auch genannt Moritz. Und die Frau Lutherbach.
Auch genannt Sumir.
Und wir werden euch hier mal schön durch die, also in zwei Folgen tatsächlich, durch die Sinnesorgane führen.
Es hat irgendwie ein ganz angenehmes Thema zum Einstieg für ZNS. Genau. Also weil es halt irgendwie so ein bisschen plastisch ist und man sich das drunter vorstellt.
Genau, deswegen, schnell euch an. Und seht zu. Komm.
Kriegst du einen kleinen Fingerapplaus. Okay.
Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen. Durch die Integration verschiedener Lernmethoden und das Ansprechen aller Sinne könnt ihr euch die Inhalte so viel besser und langfristiger merken.
Dabei sind die Erklärvideos und Merkbilder von Meditrix die perfekte Ergänzung zu den Folgen unseres Podcasts. Deswegen gibt es jetzt exklusiv für Situs Inversus Hörer mit dem Code SITUSINVES15 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Situs Inversus15. Jetzt sichern. Das war's schon.
Gut, wir starten mit dem Auge und da gebe ich jetzt erstmal einen kleinen strukturellen Überblick und dann nähern wir uns da nochmal auf eine andere Art und Weise danach an. Also grundsätzlich der Aufbau, wir haben hier drei Augenhäute. Einmal die äußere Augenhaut, bestehend aus der Sklera, die sich um den ganzen Apparat legt, beziehungsweise der äußere Teil des Apparats ist, und ganz vorne vor der Linse die Kornea.
Und der Übergang zwischen den beiden, der ist fließend und den nennt man Limbuskornea, ist aber echt einfach nur eine Beschreibung und hat keinen funktionellen Sinn, soweit ich weiß. Die mittlere Augenhaut besteht dann aus dem Ciliarkörper, der Iris und der Koroidea. Und die innere Augenhaut dann eben ist die Retina, also die Netzhaut, aus Parsoptica und Parzeca, also der optische Anteil und der blinde Teil, und hat eben noch einen Bezug zum innersten Epithel von Iris und Ciliarkörper.
Natürlich haben wir dann noch die Linse und noch einen ganz kleinen embryologischen Ausflug, weil das auch gerne mal gefragt wird. Der Augenbecher, der stülpt sich aus dem Neuroektoderm aus und bildet dann eben die Grundlage für die innere Augenhaut. Und die Linse ist als Linsenbläschen aus dem Oberflächenektoderm und eigentlich fast der ganze Rest ist dann Mesentym.
Ja, das eigentlich so ein bisschen.
Falls ihr mal keine Lust habt zu schlafen, dann guckt euch mal an, wie sich Augen und Gesicht entwickeln beim Embryo. Ich finde, das sieht so gruselig aus. Also das ist gerade das, was ich hiermit assoziere. Sieht so ein bisschen aus wie so ein Monster, gell? Ja, ne? Ja. Ja, okay, cool.
Ja, genau. Und also wie Sumia gerade schon angeteasert hat, sollte das gerade so einen kleinen strukturellen Überblick geben, es kann helfen, sich das in diesen Augenhäuten vorzustellen. Von der vom Verständnis her wird es aber wohl euch mehr bringen, funktionell an das Ganze ranzugehen. Also das Ganze ist sehr unübersichtlich, das Auge.
Es sind viele, viele Einzelteile, die man irgendwie erstmal auf die Kette bekommen muss, die auch im Einzelnen alle nicht so unkompliziert sein können, also wo man schon vor Probleme gestellt werden kann. Versucht euch da mal durchzuarbeiten, versucht euch ein Bild daneben zu legen, diesen Begrifflichkeiten klarzukommen, euch die Lokalitäten vorzustellen.
Dann könnt ihr euch das Schritt für Schritt dem Thema Auge zuerst eben auf dieser strukturellen Ebene und später auch auf der funktionellen Ebene ganz gut annähern, wie wir hoffen. Genau, also wir fangen an. Also ihr müsst euch vorstellen, also was macht das Auge? Leo, was macht das Auge? Wir sehen. Genau, und was brauchen wir, um was zu sehen?
Brauchen wir Licht, wir brauchen irgendwelche, irgendeine Form von, ist Licht, sind Wellen? Ja, gell?
Ja, Photonen, was weiß ich. Ja, was weiß ich. Also auf jeden Fall. Ja, wir sind so scheiße.
Es kommt Licht an und dieses Licht muss dann eben, da müssen wir irgendwie dafür sorgen, dass es auf der Netzhaut, auf der Retina landet. So, und damit es eben passgenau funktioniert, brauchen wir die sogenannte Lichtbrechung. Die relevantesten Strukturen für die Lichtbrechung sind einmal die Kornea.
Die Kornea macht so das Gros an Lichtbrechung und dann die Linse. Die Linse ist dann so für das Feintuning, das man auch mal anpassen kann, wenn was näher oder weiter weg ist. Das nennt man dann übrigens Akkomodation. Aber die im Tech-Team, die zusammen sorgen dafür, dass wir eben das Licht so brechen, dass es genau auf die Retina fällt.
Schauen wir uns die beiden Strukturen etwas mehr im Detail an. Einmal die Kornea und dann die Linse. Die Kornea hat einen fünfschichtigen Aufbau. Was glaubst du, Leo? Hat sie Gefäße? Hat die Nerven?
Naja, also wenn Gefäße. Wenn du mal drüber nachdenkst. Wenn, wenn ich ja Gefäße am Eingang des Lichts hätte, wäre schon ein bisschen doof. Ja, ein bisschen blöd, ne?
Könnten wir wohl nicht durchsehen. Aber er muss ja irgendwie versorgt werden. Wie wird es versorgt?
Kammerwasser.
Genau, ein bisschen Kammerwasser, so ein bisschen Tränenfilm an dem Limbus Kornea, da haben wir eben auch noch so ein paar Gefäße. Und Nerven, das wäre dann das zweite, also wir haben keine Gefäße, aber wir haben Nerven in der Kornea. Und das kann man sich einfach so merken, dass man ja diesen Reflex hat.
Also wenn ich jetzt hier irgendjemanden auf die Kornea Datsche, dann wird da ganz schnell das Auge zu sein. Da muss ja irgendwie gespürt werden, deswegen sind da wohl Nerven drin.
Und da haben wir auch so einen ekligen Versuch im Praktikum gemacht, da hat man so eine Brille aufgesetzt bekommen und da wurde einem da Luft ins Auge gepustet und dann haben sie einen massakriert damit. Ich musste das machen. Bastel da so ein Opfer.
Schnickschack verloren.
Nee, ich hab ganz unwissentlich wurde ich da einfach irgendwie reingesetzt. Ja, witzig.
Ja, deswegen immer das Skript vorlesen. Oder einfach nicht lesen. Okay, also wir haben einen fünfschichtigen Aufbau. Muss man sich einmal merken, was für Schichten das sind. Ganz außen haben wir ein mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel. Danach folgt eine zellfreie Schicht aus Kollagenfibrillen, die sogenannte Bowman-Membran.
Dann folgt der größte Anteil, nämlich ungefähr 90% der Dicke, nämlich das Stroma. Und in diesem Stroma, da haben wir jetzt vordergründig auch Kollagenfibrillen, aber dazu auch noch ein paar Keratozyten, die hier produzieren. Also keine komplett zellfreie Schicht. Und hier muss man sich jetzt merken, dass diese Kollagenfibrillen eben in so Paketen, in sogenannten Lamellen angeordnet sind.
Falls ihr euch mal da irgendwie so ein EM-Bild anschauen könnt, dann würde ich euch das auf jeden Fall empfehlen. Das sieht ganz spannend aus, weil die sind dann wirklich immer alle in einem genau passenden Abstand zueinander angeordnet, die Kollagenfibrillen hier, was irgendwas damit zu tun hat, dass das Ganze transparent bleiben soll.
Ja, Physik und so wieder. So, danach folgt die Dezement-Membran. Das ist ein bisschen.
Ich dachte auch lange, dass es Deszement heißt, aber es ist tatsächlich Dezement.
Dezement, habe ich das Zement gesagt.
Ohne bei uns aber nicht weiter.
Also keine Zementschicht, sondern eine Decement-Schicht und zwar die Dezement-Membran und zwar eben eine Kollagenschicht wieder und abschließend wieder ein Endothel. Okay, also nochmal kurzer Recap. Wir haben ganz außen, ganz innen eine Epithelschicht, in der Mitte das große Stroma und jeweils dazwischen eine zellfreie Schicht aus Kollagenfibrillen.
So, und an Stelle 2 ist es die Bowman-Membran und an Stelle 4 ist es die Decimet-Membran. Falls ihr euch versucht, das zu merken, denkt ans Alphabet. Der zweite Buchstabe im Alphabet, die Bowman-Membran, der vierte Buchstabe D, die Decimet-Membran.
Krass. Das ist matt. Das ist doch mal.
Ich glaube, die haben das Alphabet auf Grundlage von diesen Schichten.
Ja, klar, macht Sinn.
Genau. So. Und dann könnte man da noch kurz einen Bezug zur Sklera einmal schaffen, aber wir wollen eigentlich bei der Lichtbrechung bleiben. Die Sklera ist relativ ähnlich, hat eben auch sehr viele Kollagenfibrillen, aber ist eben einfach nicht transparent, weil das Ganze hier nicht so gut strukturiert ist.
Okay? Also Cornea, Lichtbrechung, Sklera hält das Ganze in Form. Die sind beide zusammen, bilden sie die äußere Augenhaut. Dann geht's weiter mit der Lichtbrechung. Wir hatten ja gesagt, wir müssen das Ganze noch fein einstellen, nämlich so, dass wir quasi auch nähere Sachen, ja, dass wir, zum Beispiel, wenn wir was näher haben, dann müssen wir ein bisschen mehr Lichtbrechung gewährleisten und dann müssen wir, das wird dann eben über die Linse reguliert, indem die Linse dann so ein bisschen zusammenfällt oder sich selbst zusammenzieht.
Und dann kann man eben etwas mehr Lichtbrechung gewährleisten und auch nähere Sachen sehen. Das nennt man Akkomodation, wie gerade schon beschrieben. Die Linse besteht eben vor allem aus sogenannten Linsenfasern. Das ist jetzt ein bisschen irreführend. Linsenfasern sind tatsächlich keine Kollagenfasern, sondern es sind vitale Epithelzellen, die aber im Laufe ihrer Reifung den Zellkern und die Organellen verloren haben.
Um diese Linsenfasern herum haben wir dann eine Kapsel aus Kollagen und darum wiederum eine einfache Epithelschicht. Diese Modulation von der Dicke der Linse, also die Akkomodation, funktioniert, weil die Linse angeheftet ist über die sogenannten Zonularfasern am Zilliarkörper. Denn in dem Ziliarkörper, da ist der Muskel, der das reguliert und wie genau das funktioniert, das erklärt euch jetzt die Sumir.
Dafür brauchen wir jetzt den Ziliarkörper. Und das funktioniert folgendermaßen. Wir haben ja den, also die wichtigste Funktion ist ja die Verankerung mit der Linse durch die Zonularfasern und der Musculus ciliaris, der da eine Rolle spielt. Man kann sich das eigentlich super vorstellen, wenn man sich die Linse wie so einen Kreis vorstellt und dann außenrum ist der Musculus Ciliaris.
Und wenn der Musculus Ciliaris kontrahiert, sich zusammenzieht, dann wird ja der Radius kleiner und diese Zonularfasern, die die Verankerung sind, die entspannen sich. Und dann kann die Linse, die so eine Autoretraktionsfähigkeit hat, also der einfach genau die Fähigkeit, sich im Prinzip. Wir wissen nicht, ob es diesen Begriff gibt, den haben wir uns gerade ausgedacht.
Aber es klingt eigentlich ganz gut und es erklärt den Begriff ganz gut. Also die Linse wird einfach wieder dicker von alleine. Die zieht sich da so zusammen und die Brechkraft geht hoch und dann sind wir eben in der Nahakkumodation. Das heißt, wir sehen in der Nähe und in der Fernakkumodation ist es eben genau andersrum, dass der Musculus Ciliaris dann entspannt und der ganze Prozess geht eben andersrum.
Die zweite wichtige Funktion des Ziliarkörpers ist die Kammerwasserproduktion. Und jetzt schauen wir es einmal den Aufbau an. Gibt es einmal das pigmentierte Epithel, das ist weiter außen und das nicht pigmentierte Epithel, was weiter innen ist. Und das dient eben dieser Kammerwasserproduktion. Und ganz kurz nochmal dazu, weil mir das nicht immer klar war, was jetzt innen und außen ist.
Also dieser nicht pigmentierte Anteil, der das Kammerwasser produziert, der soll ja auch weiter innen sein, dort an der Kammer, wo dann das Wasser auch hinkommt. Und der pigmentierte, also das pigmentierte Epithel weiter außen, eben auf der anderen Seite. Also außen Richtung äußere Augenhaut.
Genau.
Dann haben wir im Aufbau noch einmal die Parsplana, die ist weiter hinten und die Parsplikata weiter vorne. Und ich würde jetzt einmal noch auf den Kammerwasserzyklus eingehen, weil das nochmal ganz wichtig ist. Wir haben ja vorher schon gehört, dass der Sinn des Kammerwassers die Ernährung ist, weil vorne die Kornea nicht vaskularisiert ist.
Außerdem die Aufrechterhaltung des Augeninnendrucks. So, und wie ist das Ganze jetzt aufgebaut? Wir haben die hintere Augenkammer, die zwischen dem Glaskörper und der Iris sitzt. Und die vordere dann zwischen Iris und Sklera. Hinten wird das Kammerwasser produziert, am Zeliarkörper, und fließt dann von der hinteren in die vordere, durch die Pupille durch.
Und dann am Kammerwinkel, der ist am äußeren vorderen Rand der Iris. Dort wird dann die Flüssigkeit wieder aufgenommen, landet dann im sogenannten Schlemkanal und zieht dann ab über episklerale Venen.
Genau, also die Grenze quasi eben zwischen vorderer und der Augenkammer ist eben gerade die Iris. Das ist so, also wenn man sich das merkt im Prinzip, da schauen wir eigentlich alles.
Genau. Und essentiell für den Augeninnendruck ist hier jetzt klinisch, dass der zwischen 10 und 21 mm HG bleiben soll. Wie misst man den eigentlich?
Weißt du es jemand?
Also ich weiß nur, dass ich mal beim Optiker war und dann pustet dieses Gerät irgendwie auf mein Auge drauf und dann sagt er jetzt Augenindruck so hoch.
Also mein erster Gedanke war gerade ja zum Augenarzt gehen, aber eigentlich ein bisschen weiter ist das.
Also ich kann es ja nicht genau sagen, ich weiß nur, dass dieses Gerät einen irgendwie anpustet. Ah ja, okay. Das ist ganz seltsam.
Ja, also Probleme bei der Produktion dieses Kammerwassers können eben dann zu einem Glauben führen, deswegen muss man da wirklich aufpassen. Und ja, dadurch, wir haben jetzt gerade, sind das Ganze funktionell angegangen, aber müssen jetzt einmal auch der Vollständigkeitsändigkeit halberständigkeit halber.
Einmal kurz aus dem Schema rausgehen. Wir befinden uns jetzt gerade auf Höhe der mittleren Augenhaut und dann gibt es ja natürlich noch die Koroidea und die Iris.
Genau, aber auch da können wir uns kurz halten und uns auf das Wichtigste beschränken, nämlich vor allem auch die Funktion. Also die Koroidea hatten wir schon festgehalten, das Teil der mittleren Augenhaut liegt damit, also quasi so zwischen Sklera und Retina zum Beispiel. Und was brauchen wir irgendwo noch in dem ganzen Getriebe?
Wir brauchen irgendwo noch Versorgung. Ja, das Kammerwasser alleine kann das nicht regeln. Deswegen haben wir eben in der Koroidia noch eine ganze Menge an Gefäßen. Und zwar nämlich unterhalb der Sklera ein paar Atriolen innerhalb der Lamina vasculosa, darunter die Lamina Koroidocapillaris, in der Kapillaren vorliegen und eins weiter darunter dann die sogenannte Bruchmembran.
Die Bruchmembran stellt dann so quasi die innere Grenze zur inneren Augenhaut dar und in der finden wir dann vor allem elastische Fasern. Also die ermöglichen so ein gewisses Stabilität und man sagt auch, dass sie da als Gegenspieler zum Musculus ciliaris in einer gewissen Form dienen.
Wieder so eine Kackmembran.
Ja, genau. Das hatten wir schon. Aber jetzt passt es nicht mehr irgendwann. Jetzt haben wir gesagt Bowman, Decimat und dann wieder B.
Bruch bricht die Regel. Bruch. Und ist deswegen nicht in dem Koroidia-Dingens. Nee, es ist deswegen in der Koroidia und nicht in der Kornea.
Toll. Oder ist es ja auch ein bisschen so die Grenze? An der Grenze, da hat man oft so ein paar Spießer. Spießbeamte und er klingt sehr wie Brüch.
Weiter geht's.
Also wir haben noch dazu die Iris. Die Iris ist auch in Kontinuität zum Ziliarkörper zu sehen und hat auch dementsprechend so wie der Ziliarkörper etwas außen etwas mehr Bindegewebe und innen dann wieder zwei Schichten. In diesem äußeren Anteil, also wenn wir jetzt quasi auf Höhe der Iris sind, dann kann man sich das so vorstellen, quasi der vordere Anteil.
Also da können wir jetzt aus diesem Außen-Innenschema so ein bisschen rausgehen und von vorne und hinten sprechen. Der vordere Anteil, dieser stromatöse Anteil, der hat vor allem Bindegewebe, also vor allem Fibroblasten und Melanozyten. Und das ist eben auch das, was man bei Leuten sieht, wenn man ins Auge schaut und was man klassischerweise als Augenfarbe definieren würde.
Der Anteil an Melanozyten würde dann hier eben den Anteil oder die Augenfarbe bestimmen. Auch innerhalb von diesem Stroma ist dann noch der Musculus Sphincter Pupille, der würde ein Zusammenziehen der Pupille ermöglichen. Und der Gegenspieler von dem, der Musculus dilatator Pupille, ist dann eben der Muskel, der quasi von diesen gerade erwähnten inneren beiden Schichten die äußere bildet.
Und noch eins weiter hinten, also die innere Schicht von diesen inneren Schichten, also quasi die am weitesten hinten, ist pigmentiertes Epithel. Also nochmal wiederholen, stromatöses Bindegewebe mit dem Musculus fink der Pupille drin, danach folgt eine Schicht, die der Musculusdilatator-Pupille bildet und dann am weitesten innen pigmentiertes Epithel.
Ja, das darf man nicht vergessen, ich habe diesen Musculusdilatator-Ewigkeiten gesucht, den Bild habe ich nicht gefunden, weil das ja nicht so klassischer glatter Muskelhäufchen sind. Also das fand ich echt wild, das muss man sich mal angucken. Aber wenn man ihn einmal gefunden hat, dann findet man ihn immer wieder.
Genau. So, und jetzt müssen wir, jetzt können wir wieder zurück in unser Schema gehen und jetzt wird es dann auch ein bisschen knackig, aber das kriegen wir zusammen hin. So, nicht aufgeben. Jetzt folgen nämlich die Retina. Also wir hatten uns schon darum gekümmert, dass die Brechung vom Licht adäquat funktionieren muss, sodass quasi alles auf die Netzhaut adäquat treffen kann.
So, und darauf hat das Ganze abgezielt, deswegen müssen wir uns jetzt natürlich noch irgendwie damit auseinandersetzen, was passiert denn jetzt wirklich da am Ende auf der Netzhaut. Das Ganze ist ziemlich verworren. Es gibt ja alle möglichen Zellen, die irgendwie untereinander, übereinander liegen. Wir versuchen uns dem Ganzen jetzt Schritt zu Schritt anzuordnen und räumen das Feld von hinten auf, beziehungsweise von ganz außen erstmal.
Ganz außen haben wir die Pigmentschicht. In der Pigmentschicht haben wir vor allem, also haben wir erstmal ein abgeschlossenes, mit Tight Junctions abgeschlossenes Epithel mit apikalen Mikrovilli. Warum haben wir diese äußere Pigmentschicht? Das soll einfach nur dem dienen, dass eben dann nicht die Lichter wahnsinnig viel durch die Gegend reflektiert werden.
Dass quasi das nicht irgendwie dann von der Retina irgendwie noch zurückgespiegelt wird in den Bulbus rein oder in den Glaskörper hinein, sondern dass quasi das Licht bestmöglich geschluckt wird ganz außen. Und deswegen haben wir eben dann diese Pigmentschicht und diese apikalen Mikrowilli sind wohl so zu verstehen, dass man hier auch eine gewisse Versorgungsfunktion hat.
Für mir hat vorhin schon vom Augenindruck gesprochen. Eine wichtige Eigenschaft oder warum wir den Augenindruck definitiv brauchen, ist, dass die Retina eben in diese Pigmentschicht so ein bisschen reingedrückt werden muss. Die Retina ist nämlich nicht wirklich verankert in dem Ganzen, sondern ist da so nur leicht angelehnt.
Und wenn wir dann eine Netzhauttablösung haben, was wohl gar nicht so selten passieren soll, passiert das eben genau an dieser Stelle, nämlich zwischen Pigmentschicht und dem Rest der Retina. So, aber wir wollten uns ja eigentlich damit auseinandersetzen, was passiert jetzt mit der Lichtwelle, die hier irgendwie ankommt.
Und zwar wird die empfangen von Photorezeptorzellen. Die Photorezeptorzellen kommen direkt nach den Pigmentzellen etwas weiter innen. Und die sind nun die Zellen, auf die im Prinzip das ganze Auge abzielt. Nämlich die Zellen, die in der Lage sind, diesen Lichtreiz in einen elektrischen Reiz umzuwandeln.
Und darum geht es ja immer bei Sinn, dass wir es in irgendeiner Form schaffen, einen physikalischen Reiz, sei das Licht, sei das riechen, sei das Hören, dass wir es irgendwie schaffen, einen solchen Reiz umzuwandeln, in einen elektrischen Reiz, sodass das Gehirn eben damit umgehen kann. Und genau das passiert in diesen Photorezeptorzellen.
Diese Photorezeptorzellen haben nämlich einen lichtempfindlichen Forts und in diesem lichtempfindlichen Fortsatz, da haben wir ein, wie heißt denn mal, Rhodopsin heißt es, ne? Dieses Protein. Da haben wir nämlich ein Protein, das in der Lage ist, Licht wahrzunehmen und dann eine Depolarisation über einen relativ komplizierten Prozess oder auch eine Hyperpolarisation auszulösen in diesen Zellen und dann eben einen elektrischen Reiz zur Folge zu haben.
Man unterscheidet hier zwei verschiedene Typen von Zellen bei den Photorezeptorzellen, nämlich eine Stäbchenzelle und eine Zapfenzelle. Stäbchenzellen und Zapfenzellen. Von diesen Stäbchenzellen haben wir wahnsinnig viele, 120 Millionen und diese sind in der Lage, zwischen hell und dunkel zu unterscheiden.
Und wir haben deutlich weniger, nämlich nur 6 Millionen von den Zapfenzellen. Diese Zapfenzellen sind dafür da, dass wir Farben sehen können. Und nun gibt es eine Folge an Verschaltungen im Anschluss an diese Photorezeptorzellen, nämlich zunächst die bipolare Zelle und dann eine Ganglienzelle. Das heißt, der Reiz kommt an bei den Photorezeptorzellen, wird dann an die bipolaren Zellen weitergeleitet und von den bipolaren Zellen unmittelbar weiter dann an die Ganglienzellen.
Und diese Ganglienzellen haben dann wiederum einen entsprechenden Ausgänge, die sich dann zusammenlagern zum Nervus opticus und dann an der Papilla Nervi Optici, am blinden Fleck, wenn man so möchte, austreten. Auf der Ebene von diesen Ganglienzellen kann man jetzt auch noch ein wenig differenzieren.
Nämlich kann man einmal unterscheiden zwischen den On- und den Off-Zellen. Das ist vor allem jetzt von der Physiologie von Relevanz, dass nämlich manche bei Lichtfeuern, andere bei Dunkelheit, da gehen wir an anderer Stelle nochmal drauf ein, also bei anderen Folgen. Und eine zweite Unterscheidung wären die sogenannten magnozellulären und parvozellulären Ganglienzellen.
Das hat jetzt eine funktionelle Bedeutung, die wir einmal ganz kurz hier erklären wollen. Es gibt nämlich also die magnozellulären und die parvozellulären Ganglienzellen, die sich auch von ihrem Aufbau deutlich unterscheiden. Die magnozellulären Ganglienzellen, von denen haben wir deutlich weniger. Diese haben einen sehr großen Dendritenbaum.
Das heißt, es kommen ganz viele Reize bei diesen an von vielen verschiedenen bipolaren und auch Photorezeptorzellen. Und dementsprechend haben sie auch ein sogenanntes großes rezeptives Feld. Rezeptives Feld ist ein Begriff, der beschreibt, wie viele Inputs auf ein Ganglion fallen. Das heißt, viele Photorezeptorzellen, viele Bipolarzellen, die auf eine Ganglienzelle treffen.
Sie haben ein sogenanntes phasisches Antwortverhalten. Das heißt, diese Zellen reagieren nur auf Änderungen an den Zellen, die da vorgeschalten sind, und sie haben dementsprechend auch eine schlechte örtliche Auflösung, einfach weil so viele auf eins treffen. Genau gegensätzlich sind die parvozellulären Ganglienzellen, diese haben einen kleinen Dendritenbaum, ein kleines rezeptives Feld, ein tonisches Antwortverhalten, reagieren nicht nur auf Änderungen, sondern auf permanente Reize und dementsprechend eine gute Ortsauflösung.
So, und warum das Ganze? Weil sie nämlich grundsätzlich unterschiedliche Funktionen haben. Magnozelluläre Ganglienzellen sollen quasi Veränderungen andeuten. Ja, wenn ich irgendwo im Augenwinkel sehe, da passiert irgendwas, dann nehme ich das wahr, ohne schon im Detail die Form zu analysieren. Wenn ich quasi jetzt im Augenwinkel sehe, da passiert was, werden meine magnozellulären Ganglienzellen aktiviert, ich drehe mich um und dann gucken meine parvozellulären Ganglienzellen detaillierter drauf, um eine detailliertere Tiefenanalyse zu gewährleisten.
Wahnsinn.
Es gibt dann auch noch drei weitere Zellen, die wir einmal nur kurz beschreiben oder kurz nennen wollen, nämlich Zellen für die Quervernetzung. Zwischen der ersten Synapse wären das die Horizontalzellen und zwischen der zweiten Synapse, also quasi den Bipolar- und Ganglienzellen, dann die Amarrin-Zellen.
Die Gliazellen, die hier vorliegen, sind die sogenannten Müller-Zellen. Die durchspannen im Prinzip die komplette Retina. Okay, jetzt haben wir uns alles schon im Detail erarbeitet und wir gehen jetzt einmal noch das mikroskopische Präparat fort, wie wir es dann finden würden. Und zwar findet man hier typischerweise auch in allen Lehrbüchern beschrieben, zehn Schichten.
Und diese zehn Schichten könnt ihr euch eigentlich schon erdenken, wenn ihr gerade gut zugehört habt, wir gehen sie trotzdem noch einmal durch. Ihr könnt sie auch tatsächlich ganz genau so in jedem Präparat finden. Wir fangen wie gerade eben auch ganz außen an, gehen dann weiter nach innen. Ganz außen haben wir das Pigmentepithel, das Stratum Pigmentosum.
Dann folgen diese lichtsensiblen Segmente, die zweite Schicht, das Stratum neuroepitheliale. Es folgt das Stratum limitans externum, das ist eine Grenzschicht. Die entsteht dann einfach nur dadurch, dass wir so einen Kontakt haben zwischen den Müller-Zellen und den Photorezeptorzellen. Dem folgend Schicht 4, die Perikarien der Photorezeptoren, das Stratum nucleare Externum.
Dann muss natürlich die Synapse folgen, wie gerade beschrieben, die erste Synapse, das Stratum plexiforme Externum also. Daraufhin folgt wieder eine Schicht an Perikarien, nämlich das Stratum nucleare Inum. Dort finden wir nun vor allem die Bipolarzellen, aber auch noch ein paar weitere. Die siebte Schicht ist das Stratum plexiforme Inum, quasi die Weiterverschaltung, die zweite Synapse, also die zwischen bipolaren Zellen und Ganglienzellen.
Schicht 8 ist das Stratum ganglionicum, also die Perikarien der Ganglienzellen, von denen dann in der Schicht 9 die Fasern zu sehen sind, im Stratum Neurofibrarum und abschließend noch eine Grenzschicht, das Stratum limitans internum. Falls ihr einen Merkspruch dazu sehen wollt, dann könnt ihr diesen gerne bei unserer Insta-Page sehen, der-Forklinik-Podcast.
Ja, und ganz kurzer Hinweis oder ganz kurzer Einwurf noch dazu. Ich persönlich fand es immer relativ kontraintuitiv, dass die Fotorezeptorzellen ganz unten sind, weil das Licht kommt ja eigentlich von oder ganz ganz außen sind, weil das Licht ja eigentlich von innen da drauf trifft. Das heißt, da aufpassen, dass ihr euch das merkt, beziehungsweise dass ihr das einfach noch im Hinterkopf behaltet.
Ich habe mir gelesen, man kann sich diese Müllerzellen wie Glasfaserkabel vorstellen, dass sie auch die Funktion haben, lichtleitend zu sein, weil die reichen ja von oben bis unten und es quasi wie so Glasfaserkabel einmal durchleiten, ohne viel zu schlucken, damit am Ende noch genug bei ankommt.
Ja, gut. Dann weiter geht's mit.
Sonst haben wir im Auge das, was die Telekom nicht hat. Entschuldigung. Das ist wie in Heidelberg vor allem nicht.
Ja. Ja, also weiter geht's mit der Fovea Zentralis, also dem Ort des schärfsten Sehens, habt ihr bestimmt schon mal gehört. Und hier ist ganz besonders die Verteilung der Stäbchen und der Zapfen. Und zwar in der Fovea Zentralis ist die Dichte der Zapfen am allerhöchsten. Und nach Peripher hin bekommen wir immer mehr Stäbchen.
Also wir haben ja gerade schon gehört, die Zapfen sind dafür wichtig, wenn wir ganz scharf sehen wollen. Und die Stäbchen für Helldunkel. Genau, Helldunkel. Wir haben da die Marcula lutea. Das ist ein circa 3 mm großer Bereich der zentralen Retina, durch den dann auch die optische Achse verläuft. Und da in der Mitte im Zentrum befindet sich die Fovea zentralis als kleine Vertiefung.
Warum? Scharfes Sehen, gerade schon gesagt, fast nur Zapfen, hier ist eine hohe Packungsdichte und das rezeptive Feld der Ganglien, also das rezeptive Feld eines Ganglions, ist ein Photorezeptor, das heißt so eine sehr direkte Verschaltung.
Ein extrem kleines rezeptives Feld.
Genau, und die Retina-Schichten sind dann eben noch an den Rand gedrückt, die restlichen, die wir gerade besprochen haben. Eine letzte Sache noch dazu sind die Drüsen am Auge, die habe ich ehrlicherweise am Anfang so ein bisschen vernachlässigt, aber werden wohl auch gerne mal gefragt. Und zwar das Wichtigste ist hier die Maiboom-Drüse oder die Maiboom-Drüsen, die Glanduleta salis.
Das sind holokrine Teigdrüsen, die dann am hinteren Litrand münden. Und das kann man sich vielleicht damit merken, dass jetzt man sich irgendwie so einen Maibaum sich vorstellt, der ist sehr groß. Und dann gibt es eben noch kleinere Drüsen da. Das sind dann Zeiss-Drüsen, das sind reguläre Teigdrüsen und Maul-Drüsen, das sind dann apokrine Schweißdrüsen.
Und dann gibt es jetzt noch ein paar Themen, die wir jetzt nicht besprochen haben, einfach aufgrund der Zeit, die man sich aber auch mal anschauen sollte oder könnte. Einmal die Blutversorgung am Auge und dann auch den Tränenfilm, die Zusammensetzung davon.
Falls ihr jetzt genauso eine Gänsehaut habt wie wir, weil das Thema so gut ist, dann geht es direkt weiter, genau mit eben dieser Gänsehaut.
Glücklicherweise bei weitem weniger kompliziert als das Auge, die Haut. Ja, macht mir auch viel mehr Spaß. Völlig unkompliziert. Es sind einfach so ein paar Schichten und ein paar Zellen dazwischen. Geht kaum entspannter. Also erstmal makroskopisch kann man das Auge tatsächlich schon unterscheiden. Das Auge, ja?
Hab ich gerade Auge gesagt?
Mach kein Auge.
Ja, genau. Also man kann makroskopisch natürlich die Haut unterscheiden. Und zwar in die Leistenhaut und die Felderhaut. Also da habt ihr vielleicht schon mal gehört, die Begriffe. Leistenhaut ist das, was wir in unseren Hand- und Fußflächen sehen. Die Felderhaut ist im Prinzip der Rest. Also wenn man sich die Hand anguckt, dann sieht man hier auf der Handfläche, da sehen wir Leistenhaut und auf der Rückseite würden wir dann eben Felderhaut sehen.
Woher diese Namen kommen, erschließen sich eigentlich schon bei reiner Betrachtung mit dem Auge. In der Leistenhaut haben wir eben tatsächlich nur Schweißdrüsen, während wir an der Felderhaut eben Schweiß, Talk, Drüsen und auch Härchen sehen können, eventuell.
Aber das ist auch glücklicherweise nichts, dass man sich merken muss, kann man einfach gucken.
Schweißdrüsen haben alle Menschen Schweißdrüsen an der Leistenhaut?
Alle Menschen haben das hier Hände. Ja, ja. Manche mehr, manche weniger. Ich habe insgesamt schon.
Der Platoniker, ne?
Und mikroskopisch können wir das Ganze natürlich auch noch einteilen, wohl etwas relevanter sogar noch. Und zwar haben wir da zunächst unter dem Ganzen so ein bisschen die Subkutis. Das ist einfach nur Fettgewebe, das unter diesen ganzen Schichten ist und über der Subkutis dann entsprechend die Kutis.
Subcutis heißt ja einfach nur unter der Kutis, deswegen ist darüber natürlich die Kutis. Und die Kutis besteht aus zwei Schichten, nämlich der Dermis und der Epidermis. Die Dermis wiederum, die besteht aus dem Stratum retikulare und dem Stratum papillare. Ich glaube, dass Sumia das Thema vorbereitet, deswegen frage ich jetzt einfach mal nach.
Das Stratum retikulare ist, glaube ich, einfach nur einen anderen Verlauf von den Kollagenfasern da, oder?
Genau, ich glaube, das ist ein bisschen das von der Anordnung der Kollagenfasern einfach anders.
Ist das nicht festes Bindegewebe und das papillaris lockeres Bindegewebe? Also ganz kurz, wir haben einen Kurzschnitt gemacht, kurze Recherche. Und ich habe tatsächlich mal was Sinnvolles beigetragen zu einer Folge. Ja, Premiere, ne?
Nur mal, um es festzuhalten. Stratum, papillare, lockeres Bindegewebe, retikulare, straffes Bindegewebe. Klingt auch irgendwie, also vom Sound her, ne? Papillare klingt so locker.
Ja, und retikulare Retis ist ja auch das Netz, soweit ich weiß. Also netzartig, fest, kann man sich vielleicht damit merken.
Wahnsinn. Klasse. So, jetzt muss ich nochmal gucken, sage ich noch was.
Die Epidermis.
Genau, die Epidermis. Wieder gut vorbereitet. Die Epidermis ist jetzt der Teil, der wohl ja dann der vielleicht komplizierteste von dem Ganzen ist. Und zwar ist die Epidermis eine Schicht, in der im Prinzip eine Differenzierung stattfindet. Die Epidermis ist ein mehrschichtig verhorntes Plattenepithel.
Ich glaube auch der einzige Ort, wo wir wirklich mehrschichtig verhorntes Plattenepithel dann eben sehen können. Und das ist ein kontinuierlicher Differenzierungsprozess. Wir haben ja insgesamt fünf Schichten, die beschrieben sind und das geht los am Stratum Basale mit Basalzellen oder mit regenerativen Zellen.
Und die differenzieren sich dann quasi immer weiter Richtung außen, sodass am Ende tote kern- und organellenlose Zellen vorkommen. Und diese toten Zellen sind dann eben das, was wir ganz außen als Haut fühlen können. Und innerhalb von diesem Differenzierungsprozess haben wir dann eben diese fünf Schichten, nämlich zuerst das Stratum basale, dann das Stratum Spinosum, das Stratum Granulosum, dann das Stratum Lucidum und abschließend das Stratum Corneum.
Im Stratum Spinosum, da kommt es eben, sagt eben der Name auch, haben wir so stachelartige Zellen. Das entsteht dadurch, dass wir desmosomale Zellkontakte haben und wir sehen dann so klassische polygonale Zellen. Im Stratum Granulosum, da haben wir dann eben die Keratohyalin-Granula und erste Lipide, die abgegeben werden für die Wasserbarriere, weil, das muss man vielleicht auch mal ganz kurz sagen, wir haben hier dann eben tote Zellen, die dann eben auch keine Lipidschicht mehr außen haben und einen so einen kleinen Panzer um sich herum.
Und die haben da nicht mehr so einen ganz direkten Kontakt zueinander. Deswegen ist dazwischen dann, ja, werden so Lipide abgegeben, die dann hier eben so das Ganze ein bisschen abdichten. Dann würde noch eben folgen das Stratumlucidum, das wir eben aber nur bei Leistenhaut beobachten können und einen sehr homogenen eosinophilen Eindruck hinterlässt.
Und abschließend das Stratumkornium, wie gerade schon beschrieben, tote Kern- und organellose Zellen.
Gut, weiter geht's mit den Zelltypen. Welche Zellen finden wir denn überhaupt da? Das sind einmal hauptsächlich diese Keratinozyten, haben wir gerade schon gehört, deren Funktion ist, Melanin zu speichern. Und das kommt aus den Melanozyten. Also die produzieren das nicht selbst, sondern die schnappen sich das von den Melanozyten.
Diese produzieren das Melanin und verpacken das in Melanosomen und geben das dann ab. Und die Menge des Melanins ist auch Ausschlaggebend für die Hautfarbe. Also nicht die Anzahl der Melanozyten, sondern die Menge des produzierten Melanins. Und die befinden sich im Stratum Basale und das ist eigentlich auch logisch, weil von da können sie ganz gut alle Keratinozyten erreichen und die Melanosomen abgeben.
Dann gibt es ja noch lange Hanzzellen. Das sind antigen präsentierende Zellen des Immunsystems. Und die sind im Stratum Spinosum. Und ich habe mir da so eine kleine Merkhilfe überlegt. Und zwar stellen wir uns einfach so einen ganz langgezogenen Igel vor, der Hans heißt.
Der Igel, nachdem er über die Straße gelaufen ist. Uff.
Oh je. Und der Igel deswegen.
Das gibt Post, Leo, das kann nicht. Das gibt Post.
Der Igel deswegen, weil Straßenspinosum ist stachelig. Gut, weiter geht's. Die Zellen zur Sinneswahrnehmung sind einmal die Merkel-Zellen, dann die Meißner-Tastkörperchen, die Fata Paccini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und noch ein paar freie Nerven.
Die italienische Forschung. Pattini und Ruffini.
Ich könnte euch gerade vorstellen, welche Handbewegungen wir gemacht haben.
Nicht die ganze Zeit beim Reden. Also, ich habe mir jetzt noch zum Abschluss, zum grünen Abschluss, ein paar richtig gute, also für mich, nein, ich finde. Ich finde sie ganz gut. Ich kann mir damit die Sachen gut merken. Ein paar gute Merkelhilfen überlegt. Und zwar einmal, Merkel übt an der Basis Druck aus.
Putin in Russland dehnt sich erstmal. Und die Merkel bekommt Komplexe. Was heißt es jetzt Ganze? Also die Merkel übt an der Basisdruck aus. Merkel-Zellen sind für die Druckrezeption zuständig. Die befinden sich im Stratum Basale und die Komplexe kann man sich damit ganz gut merken. Es gibt Merkel-Zell-Axon-Komplexe.
Das sind im Prinzip einfach, ja, das sind Komplexe, die mit den afferenten, also die Merkel-Zellen mit den afferenten sensiblen Nervenendigungen dort verbinden. Und Russland und Putin, keine Ahnung, warum ich diese Assoziation hatte, aber Ruffini, Russland-Putin, keine Ahnung, für mich gab es einfach so eine Assoziation und der dehnt sich, also Ruffini-Körperchen sind für die Dehnung zuständig.
Wahnsinn.
So, die zweite Merkhilfe ist, der Vater findet einen in einen Schwamm eingewickelten Vibrator.
Können wir das wieder ein E dranpacken an die Folge?
Nee. Also, Vater Pacini-Körperchen dienen dem Vibrationsempfinden. Und histologisch sind die gekennzeichnet durch einen schalenartigen Aufbau aus Fibroblasten und eben diese lamellenartig angeordneten Schwannzellen. Also der Vater, Vater Pacini-Körperchen, Vibrator, Vibrationsempfinden und Schwanzellen der Schwamm.
Hier ist eigentlich auch noch ganz spannend, dass die Lokalisation von diesen Körperchen, die befinden sich nicht nur in der Haut, sondern zum Beispiel auch in der Vagina oder in Muskeln. So, und der letzte wäre, wir stellen uns vor, eine Meise hüpft auf einem auf einem Blatt Papier und das Ganze ist auf einem hohen Mast.
Die Meißner-Tastkörperchen befinden sich im Stratum papillare und dort sind auch viele Mastzellen, also Immunzellen unterwegs.
Ein Fact, der für mich unfassbar relevant erscheint, aber den Herren aus Mainz, wo sehr wichtig ist. Der Herren und Damen aus Mainz.
Ja, eventuell, also genau, ich finde, das kann man sich eigentlich auch ganz gut merken, deswegen. So, und dass hier diese Meißner-Tastkörperchen, die dienen dem feinen Tast sind Tastsinn und wo können wir am besten tanzen, also womit können wir am besten tasten, natürlich mit unseren Fingern. Also da merken wir uns, die sind vor allem in der Leistenhaut relevant, vor allem in den Fingerbeeren.
Und ansonsten gibt es eben noch diese freien Nervenendigungen, die sind relativ unspezifisch für Schmerzrezeptionen, aber auch Mechano und Thermorezeption. Ansonsten gibt es noch Anhangsgebilde, also irgendwie Nägel und Haut, das könnt ihr euch anschauen, wenn ihr wollt. Aus Gründen der Zeit lassen wir das jetzt mal weg, die sind auch weniger relevant.
Aber eine Sache fand ich richtig cool und zwar, ich habe gesehen, diese Musculi arectoris pili, also diese Haarbike-Muskeln, die sind cool. Und da gibt es jetzt eine wunderschöne Überleitung zu unserer Einleitung, weil die sind zuständig für die Gänsehaut, für das Aufstellen der Haare bei einer Sympathikus aktivitisch.
Ich krieg echt Gänsehautkraft, Freunde. Wahnsinn. Mit dem Bild der Gänsehaut entlassen wir die Sinnesorgane und verlassen wir die Sinnesorgane.
Und zwar eine Schätzfrage für euch. Oh nein. Ich habe jetzt die Lösung gerade nicht mehr parat, aber da gibt es. Die schauen wir uns dann, also die präsentiere ich euch dann in der Folge Sinne 2. Ja. Und zwar wäre die Schätzfrage für euch. Wie viele Lied?
Okay. Alles klar. Dann denkt mal zu mal nach. Wir sehen uns in der nächsten Folge und lösen das Ganze dann auf. Alles klar. Bis zum nächsten Mal, liebe Freunde. Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcastpreis in der Kategorie Beste Information.
Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt. Dauert nur fünf Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge.
Wir empfehlen das Studium von einstlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Für Risikenun fragen Sie an Arzt und Apotheker.
unknown Babe.