
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
HIS Isokortex, Hippocampus + Kleinhirn
Montag, 7. Februar 2022 · 41 min
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HISTO 18: Schwäne im Kopf
- Wie, ihr habt euch die Hippocampus-Formation noch nie anhand eines Schwans gemerkt? In dieser Folge lernt ihr, was der Hippocampus, eine Frischkäse-Rolle und eben dieser Schwan gemeinsam haben. Außerdem geben wir euch einen kompakten Überblick über die Histologie der Großhirnrinde und den Aufbau des Kleinhirns. Mit dieser letzten Folge haben wir die Histologie endlich geschafft. Viel Spaß beim Hören!
Hier findet ihr nochmal die Folge zur Einführung in die Neuroanatomie (tinyurl.com/ana-zns-1) zum Wiederholen :)
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Welcome to the level let's talk about it. Welcome to the toes in the toes in the offereggt.
Seid ihr auch aufgeregt?
Absolut. Oh ja, und nach dem Intro noch viel mehr.
Fabian Tim, heute hier. Für die Krone der Schöpfung. Histologischer Aufbau des Gehirns. Das, was den Menschen zum Menschen macht. Können wir leider Gottes nicht das ganze Hirn beschreiben, weil da gibt es Bücher voll, die das füllen. Aber prototypisch Kleinhirn, Isokortex, Hippocampus, das erwartet euch heute.
Dabei geht es um funktionelle Relevanz, einzelne Zellen, Verbindungen, einfach um eine gute Basis aufzubauen, damit die Sachen dann doch verständlich werden, aber nochmal als Tipp schon mal voraus nicht verlieren. Es gibt Leute, die studieren den Scheiß, die forschen da den ganzen Tag dran. Man muss sich einfach irgendwann mal sagen, ich weiß jetzt genug für die Prüfung.
Aber damit starten wir heute mit dem Cortex. Von außen nach innen, von groß nach klein. Ganz kurze Werbung.
Gerade beim Faktenlernen habe ich immer wieder mal so richtig Motivationsprobleme. Und meine Methode to go ist es deswegen, abwechselnd verschiedene Kanäle anzusteuern. Den Forclinik-Podcast gibt es also auf die Ohren und Meditrix bietet den perfekten visuellen Input aus Merktbildern und Erklärvideos.
Und das löst jetzt nicht nur mein Motivationsproblem, sondern verknüpft auch noch diese Lerninhalte und führt deswegen nachhaltig zum Erfolg. Und vor allem in Kombi mit dem 30 bzw. 50 Tage Physikumslernplan bietet Meditrix eigentlich den perfekten Begleiter durch die Vorklinik.
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Von der Endhirnrinde nach innen und ins Kleine hingehend. Also, Cortex, let's go! Der Cortex ist verantwortlich für, oder denkt man ist verantwortlich für das Fühlen, für das Bewusstsein, für die Identität des Menschen. Das alles findet dort statt. Die ganzen bewussten Prozesse werden letztlich dort initiiert.
Es ist ein super spannendes Feld und wir wollen uns jetzt erstmal der Histo annähern. Und dafür gehen wir so vor, dass wir jetzt mal sagen, wir haben hier so ein Hirn. Wir schneiden die Hirnrinde einmal durch und sehen hier zunächst mal erstmal relativ wenig. Wir haben hier was makroskopisch liegen, das kennen wir alle aus dem Makrokurs.
Da sehen wir die verschiedenen Areale vielleicht, aber mehr auch noch nicht. Mehr sehen wir nur, wenn wir es unters Mikroskop legen und dann auch färben natürlich. Da kommt dann der Schichtaufbau zum Tragen. Jetzt ist natürlich die Frage, okay, wie viele Schichten gibt es jetzt hier in so einem Kortex?
Da gibt es eine relativ am Anfang für uns auch verwirrende Klassifizierung, weil man da nicht so ganz klar ist, nach welchen Kriterien richtet sich das eigentlich. Es gibt hier nämlich den sogenannten Archibortex, den Paläokortex und den Neokortex. Und da muss einem einfach klar sein, dass das entwicklungsgeschichtliche Klassifizierungen sind.
Und man kann das jetzt aber auch histologisch einteilen und da hat man nur zwei Klassen. Das ist einmal der Allokortex und der Isokortex. Zum Allokortex gehören die ganzen alten Bereiche des Gehirns, kann man sagen. Die, die sich früh entwickelt haben, der Archikortex und der Paläokortex gibt es ja auch.
Paläodeät, also das ist alles, was alt ist. Der Neokortex, der gehört zum Isokortex. Und für die Histo sind nur diese zwei Klassen relevant, der Iso und der Allokortex. Was ist am Isokortex besonders? Der hat ein einheitliches Schichtungsmuster. Das heißt, dort finden wir immer sechs Schichten. Im Allokortex gibt es unterschiedliche Anzahl von Schichten.
Zu dem kommen wir dann gleich. Der Hippocampus ist ein Beispiel für diesen Allokortex. Jetzt aber zunächst mal zu dir, Tim, und zum Isokortex.
Genau, wie Farian schon sagte, haben wir hier immer sechs Schichten, die horizontal übereinander stehen. Und innerhalb der Schichten finden wir verschiedene Zelltypen. Die allerwichtigste Zellart, die wir dort finden, das sind die Pyramidenzellen. Das sind efferente Neurone, zum Teil auch Projektionsneurone, die sehr lange Axone haben können.
Die können von einem Millimeter bis zu mehrere Meter lang sein. Nee, wie groß du bist? Ja, stimmt. Aber zum Beispiel die Neurone der Pyramidenbahn, die haben natürlich besonders lange Axone, die dann auch bis ins Rückmark reichen müssen. Die Pyramidenzellen machen 85% der Neurone im Isokortex aus. Es gibt auch noch sogenannte Nicht-Pyramidenzellen.
Das sind verschiedene Neuronenklassen. Vor allem sind das Interneurone und die wirken meistens irgendwie inhibierend innerhalb ihrer Schicht. Man muss hier noch aufpassen, dass die Benennung im Kortex sich auf das histologische Aussehen der Neurone in der Nisselfärbung bezieht. Es geht also hier um eine morphologische Einteilung und man sollte beachten, dass Zellen, die hier im Isokortex zum Beispiel als Körnerzellen bezeichnet werden, sowohl kleine Pyramidenzellen sein können, die eben so klein sind, dass sie aussehen wie Körnerzellen oder auch Nicht-Pyramidenzellen.
Und das, was wir klassischerweise als Pyramidenzellen bezeichnen, da sind meistens die großen Pyramidenzellen gemeint. Jetzt habe ich schon kurz die Nissel-Färbung erwähnt. Das ist die Färbung für Nervengewebe. Da werden basophile, also negativ geladene Strukturen angefärbt. Negativ geladen wissen wir, sind zum Beispiel Nukleinsäuren, also RNA oder DNA.
Dementsprechend, da Ribosomen aus RNA hauptsächlich auch bestehen, sind die auch sehr negativ geladen. Und die Ribosomen sitzen ja am rauen endoplasmatischen Retikulum. Dementsprechend wird das hier angefärbt. Und die Neuronen haben relativ viel von diesem rauen endoplasmatischen Retikulum, weil die auch eine hohe Proteinsyntheseaktivität brauchen.
Und das endoplasmatische Retikulum, was da in den Perikarien liegt, wird durch die Nisselfärbung besonders angefärbt und man bezeichnet das hier als Nisselschollen. Und daran kann man auch erkennen, wo beim Neuron der Axonhügel liegt. Dort gibt es nämlich kein raus endoplasmatisches Retikulum, bei den ganzen Dendriten dagegen schon.
Und dann sieht man eben, der Fortsatz, der kein RER davor hat, das muss das Axon sein.
Genau.
Das ist jetzt auch mal ein relativ relevanter Prüfungsfact, denke ich, mit dieser Nisselfärbung, wo die auftreten kann, wo diese Nisselschollen auftreten im histologischen Bild. Und man kann sich es am ehesten, denke ich, so erklären, dass der Axonhügel, da muss es ja frei bleiben von raumendoplasmatischem Retikulum, weil da ja letztlich geht dann da das Aktionspotential ab und da brauchen wir kein raues endoplasmatisches Retikulum, deswegen ist da keine Nisselschollen da am Axonhügel zu finden.
Dafür haben wir da natürlich besonders viele Ionenkanäle, letztendlich muss ja dort das Aktionspotenzial entstehen.
So, deswegen genug Basics und jetzt Action, Action. Jetzt ab in die Schichten. Wir arbeiten uns bei der Cortex-Schichtung von außen nach innen vor. Und jetzt stellen wir uns einmal vor, im Prinzip fürs Verständnis ist, glaube ich, ganz gut, kann man sich denken wie so eine Art Hamburger. Wir haben oben eine Schicht, also quasi das Brötchen, eine oben und eine unten und zwischendrin immer abwechselnd genau zwei Schichten.
Einmal eine Körnerschicht und einmal eine Pyramidenzellschicht, die sich immer gegeneinander abwechseln. Von außen nach innen fängt es jetzt so an, dass wir einmal die Lamina Molekularis haben. Dort drin, da ist es mollig, wenig Zellen, viele Fasern, ganz weich, Molekularis.
Boah, du malst dein Bild, das ist unfassbar. Man sich ganz wohl hier.
Es wird gleich ganz warm im Tiefst.
Das bezeichnet man übrigens auch als Schicht 1, also von außen nach innen die Schichten werden durchnummeriert.
Genau. Die Schicht 2, auf dem Weg weiter nach drin, heißt dann Lamina granularis externa, also hier so eine Körnerzellschicht, und zwar die äußere Körnerzellschicht. Dort haben wir dann kleine Pyramidenzellen, was Körnerzellen sind und dass das eben meistens kleine Pyramidenzellen und Nicht-Pyramidenzellen sind, hat der Tim ja gerade schon gesagt.
Dann darunter kommt die Schicht 3, die Lamina pyramidalis externa, also jetzt eine Pyramidenzellschicht, wo wir mittelgroße Pyramidenzellen finden. Nicht-Pyramidenzellen kommen auch davor. Aber das Relevante sind hier die großen Pyramidenzellen. Deswegen heißen die auch nicht Körnerzellen, sondern eben Pyramidenzellen.
Die Schicht 4 heißt Lamina granularis interna, also wieder eine Körnerzellschicht, wo kleine Pyramidenzellen und Nicht-Pyramidenzellen vorkommen. Die Lamina pyramidalis interna ist dann die Schicht 5. Und hier kommen jetzt unterschiedlich große Pyramidenzellen vor. Die Pyramidenzellen hier heißen auch Bets Riesenzellen.
Und das Relevante ist hier, dass die Schicht 5 die Haupt-Output-Schicht ist. Das kann man sich eben so erklären, da wo große Zellen sind, da wird auch viel rausgeschossen an neuronalen Signalen und deswegen ist Schicht 5 für den Output zuständig. Und in der Schicht 6, die da drunter kommt, sozusagen das untere Burgerbrötchen, wenn man so will, ist dann die Lamina multiformis.
Hier sind auch wieder kleine Pyramidenzellen und andere Zellen zu finden.
Mit Folge zu Folge entwickeln wir uns immer mehr zu einem S-Podcast und weniger zu einem Medizin-Podcast. Jetzt ging es erst um Pizza, jetzt um Burger. Und ich habe Hunger. Kann nicht wahr sein, dass hier. Ja, das war aber gerade spontan.
Ich habe gehört, es gibt später Flammkuchen. Oh yeah.
Mein Munketsch.
Genau. Was ist noch wichtig zu wissen, Tim?
Ja, wichtig zu wissen ist vor allem, welche Schichten jetzt welche Funktion hauptsächlich haben. Und wir haben uns jetzt da zwei prototypische rausgepickt, nämlich die Schicht 4 und die Schicht 5, die man unbedingt kennen sollte. Die Schicht 4, hat Fabian schon gesagt, die Lamina granularis interna, das ist die Haupt-Input-Schicht.
Die empfängt Signale aus der Peripherie, zum Beispiel Berührung, und die kommen über die Körperperipherie in das Rückenmark zu einer Zwischenstation, nämlich dem Thalamus, werden dort in der Regel verschaltet und dann eben in die Schicht 4 des Isokortex geleitet.
So ein Tor zum Bewusstsein nennt man den auch, den Thalamus.
Ja, genau. Junge. Epig. An dem kommt nichts vorbei. Der Türsteher. Dann, ähm, genau, das ist wie gesagt eine Körnerzellschicht. Und dann haben wir die Schicht 5. Das ist die Lamina pyramidalis interna. Und das ist unsere Haupt-Output-Schicht. Hier haben wir ja diese Betz-Riesenzellen, also sehr große Projektionsneurone, die efferente Signale in subkortikale Bereiche senden.
Als subkortikalen Bereich kann man zum Beispiel auch das Rückenmark sehen. Und aus der Schicht 5 werden zum Beispiel die Axone ins Rückenmark geschickt, die man als Pyramidenbahn bezeichnet. Die werden ja dort dann auf das zweite Neuron verschalten und schicken ihr Axon in die Körperperipherie, um zum Beispiel Muskeln zu enervieren.
Übrigens gab es schon ganz früh in Deutschland den Herrn Brotmann und der hat, als man entdeckt hat, die Zytologie dieser Schichten des Kortex, hat der quasi so eine Einteilung vorgenommen und den Kortex in 52 sogenannte Brotmann-Areale eingeteilt. Und die richten sich aber zunächst mal noch nur nach der zytologischen Morphologie dieser Zellen.
Und das Interessante und eigentlich auch die Errungenschaft von diesem Brotmann ist jetzt aber, dass diese Areale heutzutage sehr gut korreliert werden können mit der Funktion oder mit einigen Funktionen, die in diesen Arealen ausgeführt werden im Kortex. Nur so als Nebenzutzung.
Und so kann man dann den Kortex in Rindenbereiche einteilen und zum Beispiel sagen, ein bestimmter Rindenbereich ist vor allem für Sensorik wichtig oder ein anderer Bereich vor allem für Motorik.
Genau, ja. So, jetzt das Neueste zuerst. Und jetzt geht es weiter in die Vergangenheit, in die Entwicklungsgeschichte. Vom Iso-Kortex in Richtung Allokortex und dafür das Beispiel des Hippocampus.
So ist es. Der Hippocampus ist ein sehr wichtiges Hirnareal und ist vor allem zuständig für das ganze Lernen, für die ganze Gedächtniskonsolidierung, also auch für Medizinstudierende, nicht nur sozusagen aus inhaltlicher Sicht wichtig, sondern auch um die Fakten quasi im Kopf zu behalten. Wo liegt der Hippocampus?
Er liegt im Temporallappen des Kortex und grenzt bis unter den Boden des Seitenventrikels. Der Hippocampus ist jetzt so der wichtigste Vertreter des Allokortex. Der Allokortex ist immer oder ist in diesem Fall aus drei Schichten aufgebaut. Den Hippocampus kann man jetzt in drei Regionen unterteilen. Also an der Stelle ist dann die graue Substanz in drei Bereiche zu unterteilen.
Drei Regionen. Quasi wie so Streifen. Von medial nach lateral lauten diese Gyrus dentatus. Dann kommt das Amonshorn oder Corno Ammonis und das Subiculum. Und jetzt haben wir oder ich mir überlegt, wie man sich das vorstellen kann, wie diese relativ komplizierte Faltung eigentlich sich darstellt. Und dazu schauen wir von hinten auf das Hirn und betrachten den rechten Hippocampus.
Wir nehmen jetzt also an, dieser Gyrostentatus ist wie ein liegendes Zeh oder wie so eine Schale, wie eine Wasserschale quasi. Steht dort und jetzt kommt von rechts ein Schwan angeschwommen. Ein Schwan. Ja, ein Schwan. Ein weißer Schwan. Ein schöner weißer Schwan mit einem langen Hals.
Okay, okay, okay, okay, ein weißer Schwan. Eigentlich ein grauer Schwan.
Von mir ist auch ein grauer Schwab. Oder ein schwarzer, ja gut, also ein Schwan. Ein Schwan kommt von rechts angeschwommen, um aus dieser Schale zu trinken. Warum der das macht, egal. Er kommt von rechts, trinkt aus dieser Schale und jetzt ist die Schale, der Gyrostentatus, und sein Hals ist ja jetzt quasi in Form eines Fragezeichens, ragt er jetzt von rechts oder nach rechts aus dieser Schale heraus.
Das heißt, das Amonshorn ist jetzt der Schwanenkopf und der obere Teil des Schwanenhalses. Der zweite Teil, die zweite Hälfte des Schwanenhalses und der Oberkörper des Schwans ist jetzt das Subiculum. Ihr seht schon, es geht bei dem Hals alles ineinander über, bei dem Schwan. Der letzte Teil dieses Schwans ist jetzt der entorinale Kortex.
Das ist dann quasi der Unterkörper oder der Schwanenarsch. Das gibt wieder ein E. Oh Mann. Okay. So, und dazu ist natürlich zu sagen, dass der entorinale Kortex streng genommen nicht zum Hippocampus im klassischen Sinne, sondern nur zu dieser ganzen Formation dazugehört. Okay. Zur Vorstellung, damit ihr es euch dreidimensional vergegenwärtigen könnt, ist auch noch wichtig zu sehen, dass im Endeffekt das hier nicht 2D zu sehen ist, wie so ein Schwanhalt, der aus irgendeiner Wasserschale trinkt in 2D, sondern im Prinzip wie eine lange Rolle.
Wie so eine Art ineinander gefaltete Rolle. Und das macht auch entwicklungsgeschichtlich durchaus Sinn, sich das so vorzustellen, weil es sich aus so einer Rolle quasi entwickelt, die sich einfaltet.
Ja, beziehungsweise am Anfang hast du quasi was Flaches, was sich dann einrollt. Deshalb sieht das auch so ein bisschen wie so eine Frischkäserolle immer aus.
Echt ein Food-Podcast ist hier, das gibt es doch gar nicht. Fischkäserolle, dann guten Schwarm, kann man sicherlich auch irgendwie essen. Achso, bitte. Ja, komm. Und dann einen schönen Burger und ich darf mal eins festhalten, wir sollten vor der Aufnahme der Podcast-Folgen was essen.
Nächste Mal. Schade sicherlich, bestimmt nicht. Okay, aber es hilft ja nichts. Wir machen weiter mit der Histologie jetzt dieser drei Regionen des Hippocampus.
Genau, und wir beginnen beim Gyrus dentatus, also diesem liegenden C bzw. der Schale. Der ist dreischichtig aufgebaut. Und von außen nach innen sehen wir da das Stratum molekulare, das Stratum granulosum und das Stratum multiforme. Im Stratum granulosum, also in der mittleren Schricht, liegen Körnerzellen, das ist aber auch Körnerschicht genannt.
Und deren Dendriten verzweigen sich außen im Stratum Molekulare. Die Körnerzellen, die hier liegen, sind quasi wieder kleine Pyramidenzellen und auch andere kleine Zellen. Die Axone von diesen Körnerzellen, die in das Stratum Multiformen ziehen, die heißen Moosfasern.
Ohne Moos nicht los.
unknown Genau.
Und im Stratum multiformen haben wir dann einerseits diese Fasern und auch noch verschiedene Zellformen.
Übrigens ist dieser Teil des Hippocampuses ganz spannend, dass es eigentlich als den einzigen Ort oder an einem der wenigen Orte des ZNS ist hier ein Ort, wo Neurone neu entstehen können, aus neuronalen Stammzellen. Es wäre natürlich auch forschungsmäßig irgendwie der Hit, wenn man da quasi die Info draus gewinnen könnte, wie man auch an anderer Stelle, zum Beispiel bei Querschnittsgelämmten oder so, quasi da neue, also Neurone dazu bringen könnte, irgendwie sich neu zu teilen oder neu zu wachsen oder so.
Ansonsten ist es ja im Z ⁇ S das Problem, dass es ein Ruhegewebe ist und sich eigentlich nach Verletzungen oder so nicht neu wachsen kann.
Aber es zeigt halt, dass der Hippocampus ein super plastischer Ort ist, wo viel passiert und eben auch neue Neurone entstehen können. Na gut.
Fein, okay. Das heißt, wir haben jetzt die, was war das, die Schale haben wir jetzt und jetzt geht's zum Schwan, ja?
Ja, jetzt geht's zum Schwan. Dann habe ich es verstanden. Okay, dann ab zum Schwan. Ab zum Schwan, ab zum Schwarnenhals, dem ersten Teil des Amonshorn oder auch Cornu Ammonis. Dieses empfängt jetzt Efferenzen aus dem Gyrus Dentatus, also aus der Schale quasi, und besteht vor allem aus Pyramidenzellen.
Auch hier haben wir wieder so einen Schichtaufbau, also Allokortex, aber diesmal haben wir nicht drei, sondern vier Schichten. Von der Vorstellung her könnt ihr da so rangehen, dass ihr euch eine große Pyramidenzelle vorstellt, die sich jetzt über alle von diesen vier Schichten erstreckt. Und in jeder Schicht ist quasi ein anderer Abschnitt dieser Pyramidenzelle zu finden.
Und wir gehen wieder von innen, oder was heißt wieder? Jetzt gehen wir von innen nach außen, also vom Inneren des Hippocampus zu den äußeren Schichten in dem Fall. Okay. Da haben wir als erstes das Stratum Molekulare. Da finden wir die Endaufzweigungen von apikalen Dendriten dieser Pyramidenzellen. Also die obere Antenne quasi.
Also da, wo die Moosfasern ankommen. Richtig. Um mal wieder den Bogen zu spannen zu deiner Schale. Damit damit doch das Wasser von der Schale zum Schwan kommt.
Genau. Okay. Du hast es verstanden. Okay, geil. Top. Als nächstes nach außen kommt das Stratum Radiatum. Da haben wir jetzt apikale Dendriten, wo die sich gerade aufzweigen. Also nicht die Endaufzweigung, wie im Stratum Molekulare, sondern einfach nur den apikalen Dendriten, der gerade in seine Aufzweigung geht.
Danach kommt das Stratum Pyramidale. Dort finden wir das Pyramidenzell-Soma, also das Perikarion dieses fetten Neurons, was wir uns vorstellen sollen. Danach kommt noch das Stratum Oriens. Da ist eigentlich die Aufzweigung basaler Dendriten, also die untere Antenne quasi dieser Pyramidenzelle. Und es gibt auch Axone, die dann dort diese Region verlassen und in die Fimbrien, also so Fingerförmige fingerförmige Region übergeht und so dann den Hippocampus verlässt und in das Phonix übergeht.
Das ist auch eine ganz wichtige Ausgabestation, dass Signale aus dem Hippocampus auch in andere Gehirnareale gelangen können. Und darum herum, wenn man sich jetzt fragt, okay, was gibt es da drumherum, aber da gibt es halt immer wieder außer jetzt diesen Pyramidenzellen halt Interneuren, die diese Pyramidenzelle in ihrer Aktivität beeinflussen?
Das Cornuarmonis kann man in sich nochmal unterteilen, in mehrere Regionen. Zum Teil unterteilt man es in vier, zum Teil in drei Regionen. Die erste Schicht, beziehungsweise die ersten Neurone, wo auch die Moosfasern hauptsächlich ankommen, das ist das Kornuamonis 3 oder auch CA3, dann geht es weiter mit CA2 und dann mit CA1, den Schwanenhals entlang.
So, jetzt nochmal ein kurzer Recap. Wir waren im Geostentatus, also in der Wasserschale, sind jetzt im Schnabel, haben den Übergang zum Hals des Schwans, nämlich das Cornuamonis. Und daran schließt sich wirklich kontinuierlich als graue Schicht das Subikulum an, quasi der Oberkörper und dann noch der entorhinale Kortex.
Subiculum und enthohinalen Kortex wollen wir jetzt aber histologisch nicht näher besprechen.
Ja, was ist so ähnlich, ne?
Ja, also jetzt ist natürlich funktionell jetzt ist natürlich funktionell die Frage, wie hängt das eigentlich alles zusammen? Wie rasen jetzt diese Signale durch unseren Schwan, durch unseren Hippocampus durch und wie ist das Ganze eigentlich verschaltet? Hier kommen wir zum trisynaptischen Weg. Das klingt wie so das drehmagische Turnier.
Genau, ja, sowieso wie so Harry Potter. Der trisynaptische Weg.
Ja, nee, da bin ich nicht so bewandert, aber gut, wenn ihr das sagt, also auf zum trisynaptischen Turnierstart. Das ist dann der entorinale Kortex. Von dort gibt es eine Verbindung zum Gyrosdentatus. Diese Verbindung heißt Traktus perforans und besteht aus Fasern aus der Schicht 2 des entorinalen Kortex.
Und dieser Traktusperforans wird jetzt als erste Synapse auf unserem trisynaptischen, also aus drei Synapsen bestehenden Weg bezeichnet. Die nächste Synapse geht dann vom Gyrosdentatus. Also ganz kurz, um nochmal bei der Analogie zu bleiben. Gerade bewegen wir uns quasi vom Zuflussrohr in die Wasserschale.
Ja, das ist ein guter Punkt, über den habe ich auch schon nachgedacht, dass jetzt natürlich der Schwanenarsch verbunden ist, wiederum mit der Wasserschale. Aber wird es nicht tiefer antworten. Nee, nee, nee, stopp, stopp. Deswegen habe ich ja gesagt, dass diese ganzen Bereiche halt supernah auch zusammenliegen in dieser Frischkäserolle.
Keine OK. Komm Schwanenarschwaschbecken, okay. Nehme ich. Okay, weiter. Das geht schon alles. Also, erste Synapse, Traktusperforans. Schön konzentriert bleiben. Ja. Jetzt Gyrosdentatus, Wasserschale auf zum Schwanenhals der CA3-Region. Was ist da die Verbindung? Das sind die Moosfaser. Ohne Moos nichts los.
Ohne Moos ist nichts los zwischen dem Gyrosdentatus und unserer CA3-Region. Die Moosfasern sind die zweite Synapse auf unserem trisynaptischen Weg. Okay, wie geht's jetzt weiter? Jetzt kommt unsere Abfolge von CA3, also Cornoamonis-Region zu CA2 zu CA1. Der Countdown. Der Countdown dadurch wird verbunden durch die Schafferkollateralen.
Die Schafferkollateralen sind dann die dritte Synapse und das sind Abzweigungen, die aus der CA3-Region und aus den dort liegenden Pyramidenzellen kommen.
Genau, tatsächlich haben da die Axone, nehmen da verschiedene Richtungen ein. Also die können einmal Richtung Fimbrien gehen und andererseits auch einfach in die andere Richtung abbiegen und diese Kollateralen bilden, die auch diese Schicht quasi durchtringen und wiederum zu den Dentriten bei den CA2 oder CA1-Pyramidenzellen gehen.
Genau.
Und jetzt gibt es natürlich noch die letzte Verbindung zu unserem letzten schwaren Teil, nämlich von der Kornuamonis-Region 1, CA1-Region, die letzte, zum Subiculum und dann weiter zum entorinalen Cortex. Und das ist ja dann wiederum das Ende und auch der Anfang für die nächste Runde, nämlich wieder über den Tractus perforans zum Gyrosdentatus.
Vom Arsch in die Wasserschale.
Ja, gut, jetzt wird es richtig wild. Das heißt, es ist dann das Wasser quasi aus der Wasserschale durch den Hals, durch den Körper des Schwans aus dem in die Wasserschale. Gut, also ein Kreislauf, ja. Hier fetzen quasi die Kreislauf. Auf jeden Fall, es hängt halt alles miteinander zusammen und wichtig ist hier nur zu sagen, dass das Ganze One-Way ist.
Also hier wird sozusagen, ja, ich lasse jetzt mal. Also es geht alles nur eine Einbahnstraße entlang. Ja, genau, weil das sind nämlich unidirektionale, exzitatorische Projektionsneuronen. Ja, ja, stimmt.
Okay.
Also, die Message nur hier unidirektional. Es geht nur in eine Richtung, weil es hier unidirektionale Projektionsneurone geht.
Gut, gut, gut, guck. Alright, okay. So schließt sich also der Kreislauf. Wie schon gesagt, das liegt ja alles sehr nah beieinander, deshalb ist das auch gut möglich. Man kann sich hier den Hippocampus analog auch als so eine Art Durchlauferhitzer vorstellen. Also diese Informationen, die da reinkommen, ja, sorry für die ganzen Bilder.
Die Informationen, die da reinkommen, die können da quasi ganz oft durchlaufen. Und es gibt aber natürlich auch Verbindungen vom Hippocampus, unter anderem in den Isokortex. Und auf diesem Weg, diesem Kreislaufweg quasi, werden sogenannte Engramme, also Gedächtnisspuren gebildet. Und ungefähr so kann man sich vorstellen, dass letztendlich Gedächtnis bzw.
Erinnerungen entstehen. Der Speicherort dieser Erinnerung ist aber nicht der Hippocampus, sondern der Speicherort ist im Isokortex. Der Hippocampus ist nur dafür zuständig, die Infos, die von außen kommen, in den Isokortex einzuschleusen. Das ist das, was wir als sogenannte Gedächtniskonsolidierung bezeichnen.
Quasi so der Verstärker quasi, ne?
Genau. Und wie gesagt, wir haben eben Verbindungen zu anderen Hirnarealen, Afferenzen, vor allem eben über den entorianalen Kortex. Da kommen sensorische Infos wie Geruch an, aber auch Emotionen spielen in das Ganze mit rein und das wird alles integriert. Efferenzen haben wir wiederum auch in andere Areale, vor allem über die Phonix.
Jeder wie hinten in so einem Bogen, einmal rum, also geht hinten aus dem Hippocampus raus, dieser Bogen, und dann vorne in die Karte.
Das scheiß Ding muss jeder schon mal auf einem Schnittbild erkennen. Phonix. Ja, gut. Oder?
Ja, aber schon ein was, was man schlechter erkennt. Ich finde, es gibt deutlich besser, sich bei einem Dinge.
Das ist ja das Schlimme dran. Okay, so, jetzt Final Countdown. Zum Kleinhirn haben wir Isokordex gemacht, Allokordex gemacht und jetzt kommt nochmal was ein anderes. Kleinhirn als sehr beliebtes Thema für den ein oder anderen aus dem IMP Perum.
Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördhäfe findest.
Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de. Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Biobaumwolle gedruckt.
derforklinikpodcast.de Das Kleinhirn Cerebellum hat sehr wichtige Funktionen. Die wichtigste ist sicherlich die Gleichgewichtsfunktion. Danach basiert auch die ganze Stütz- und Haltemotorik und unser ganzer Muskeltonus auf der Funktion des Cerebellums. Und auch zielgerichtete, komplexere Bewegungen und die ganze Koordination, also beim Sport zum Beispiel, wird alles durchs Kleinhirn gesteuert.
Und zuletzt, das ist natürlich auch noch ein wissenschaftlicher Forschungsgegenstand, hat das Kleinhirn auch kognitive Funktionen.
Das Kleinhirn muss diese ganzen Funktionen, die es hat, natürlich irgendwie auf zelluläre Ebene umsetzen, beziehungsweise auch auf Ebene von Afferenzen und Efferenzen. Die Afferenzen zum Kleinhirn stammen vor allem aus drei Regionen. Aus dem Großhirn, dem Hirnstamm und dem Rückmark. Aus dem Großhirn erhält es Infos vor allem über geplante Bewegungen.
Aus dem Hirnstamm dagegen hauptsächlich Infos zum Beispiel über die Gleichgewichtslage, die ja letztendlich aus dem Ohr, aus dem Vestibularorgan kommen. Und aus dem Rückmark kommen vor allem Infos über die Propriozeption, also letztendlich über die Muskelstellung und damit auch die Körperstellung im Raum.
Die meisten Afferenzen bezeichnet man als Moosfasern. Ach du, nicht verwechseln mit den Moosfasern im Hippocampus, das ist hier nochmal was ganz anderes. Wäre auch so einfach gewesen, den anderen Namen zu geben. Genau. Die Moosfasern hier, das sind eben Afferenzen aus dem Rückmark, außerdem aus den Nuclei pontes.
Das sind Kerne im Bereich der Pons, die ja die Verbindung Großhirn darstellt. Und außerdem gibt es eben Moosfasern aus dem Vestibularorgan. Es gibt noch eine andere Art Afferenz in die Kleinhirnrinde, das sind nämlich Kletterfasern. Und diese Kletterfasern kommen nur aus den Nuclei olivaris inferioris.
Die sind eingeschaltet in so eine Art Kreis zwischen mehreren Kerngebieten, vor allem Nucleus Ruber und dem Kleinhirn. Das ist letztendlich wichtig, auch wieder für Bewegungskoordinationen und ähnliches. Diese Afferenzen enden auf jeden Fall alle in der Kleinhirnrinde. Von dort aus gibt es dann wiederum Projektionen in Kleinhirnkerne und von da zurück ins Rückenmark, in den Hirnstamm und ins Großhirn.
Man kann das Kleinhirn jetzt funktionell einteilen in drei Bereiche. Und hier das Intuitive und auch gut, sich zu merken, ist jetzt, dass am Anfang des Wortes immer der Teil steht, wo die Informationen herkommen. Das werden wir gleich sehen und danach kommt einfach Cerebellum, das ist das Kleinhirn. Zum Beispiel erster Bereich, das Vestibulocerebellum, wo also Afferenzen aus den Gleichgewichtsorganen, also aus dem Vestibularorgan, hinkommen.
Der zweite Teil ist dann das Spinozerebellum, wo aus dem Rückenmark Informationen aus der Körperperipherie hinkommen. Und der letzte Bereich ist das Pontozerebellum. Da kommen über die Brücke, die Pons, Informationen zum Beispiel aus dem Großhirn, hin. Ins Kleinhirn. Und das Gute für uns, die gute Nachricht für uns ist jetzt aber, dass der histologische Aufbau und die Zellen überall im Kleinhirn ähnlich sind, egal welcher funktioneller Bereich angesprochen ist.
Jetzt kann man auch noch eine histologische Einteilung vornehmen, wie bei vielen Organen, in eine Rinde, einen Cortex quasi und ein Mark. Im Mark sind jetzt die Kleinhirnkerne enthalten.
Also Kleinhirnkerne, graue Substanz innerhalb der weißen Substanz des Marks nochmal.
Diese Kleinhirnrinde, also jetzt genau, zur Übersicht und jetzt zur Kleinhirnrinde, wo wir uns jetzt kurz den Aufbau von innen nach außen anschauen. Da haben wir als erstes ein Stratum granulosum, wo sich extrem viele, nämlich 46 Milliarden Körnerzellen befinden. Die sind ganz dicht gepackt und man geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller Neuronen im gesamten ZNS nur da drin sind.
Als nächstes die Purkiniezellschicht, Stratum Purkiniense, und als letztes, also ganz außen, kommt dann das Stratum Molekulare. Die wichtigsten Zellen in der Rinde des Kleinhirns sind die Purkiniezellen. Die haben ein großes Soma, was im Stratum Purkiniense liegt. Und jetzt senden diese Zellen, also vom Perikarion ausgehend, ihre Fortsätze ab.
Da haben wir einmal baumartig verzweigte Dendriten, die das Stratum Molekulare ausmachen, beziehungsweise da reinziehen. Das Axon der Purkiniezellen geht durch, also durch dringt das Stratum granulosum und reicht bis ins Mark zu den Kleinhirnkernen. Hier ist ganz wichtig, und das ist auch ein echter Prüfungsfact, dass diese Axone die einzigen Efferenzen des Kleinhirns aus der Kleinhirnrinde raus sind.
Okay, dann schauen wir uns jetzt mal den Weg eines Signals an. Und wir hatten ja schon gesagt, es gibt zwei Afferenzen, Kletterfasern und Moosfasern. Die Kletterfasern, die gehen vom Nucleus Olivaris inferior aus und ziehen direkt zu Dendriten der Purkiniezellen und die schlängen sich daran empor, so ein bisschen wie so eine Kletterpflanze.
Und eine Kletterfaser innerviert jetzt bis zu zehn Purkiniezellen. Eine Purkiniezelle wird aber maximal von einer Kletterfaser inerviert. Und dementsprechend kann so eine Kletterfaser natürlich dafür sorgen, dass mehrere Zellen zusammengekoppelt werden und somit zum Beispiel eine zeitliche Kopplung motorischer Abläufe und auch motorische Lernvorgänge ermöglichen.
Die Moosfasern, das sind ja wie gesagt vor allem sensomotorische Informationen über geplante Bewegungen, Propriozeption und Körperlage aus verschiedenen Bereichen. Die haben Synapsen zu den Körnerzellen im Stratum granulosum. Diese Synapsen, beziehungsweise die Region, wo die liegen, bezeichnet man als Glomeruli cerebillaris.
Die sind nämlich extrem stark ausgeprägt, sodass die Körnerzellperikalien hier verdrängt werden und quasi so eine Art Parenchyminseln entstehen. Im Stratum granulosum liegen neben den Körnerzellen auch noch deutlich größere Zellen, nämlich die sogenannten Golgi-Zellen. Das sind hemmende Interneuren, die auch an den Glomeruli cerebellaris beteiligt sind und diese Synapse hemmen.
Das Axon von der Körnerzelle im Stratum granulosum verzweigt sich jetzt im Stratum molekulare als Parallelfaser. Also es läuft quasi durch die Pyramidenschicht ins Stratum molekulare und verzweigt sich dort. Diese Parallelfasern laufen eben parallel zu den Schichtgrenzen, deshalb heißen die auch so. Die Körnerzellen sind in der Kleinhörnrinne die einzigen erregenden Neurone, die einzigen Glutamatergen.
Das wird oft gefragt auch. Und deren Axone, also die Parallelfasern, erregen jetzt vor allem die Pulkinierzellen. Außerdem aber noch viele andere Zellen, nämlich verschiedene Interneurone. Das eine kennen wir schon, die Golchi-Zelle, die hat da auch ihre Dendriten reinragen und wird hier auch aktiviert und hat dann quasi so eine negative Rückkopplung auf die Körnerzelle zurück.
Außerdem werden durch die Parallelfasern Sternzellen und Korbzellen erregt. Sternzellen liegen relativ weit außen im Stratum Molekulare. Und in der Silberimprägnation haben die eben sternförmig verzweigte Dendriten, deshalb heißen die auch so, die hemmen die Pulkiniezelle wiederum. Korbzellen werden auch durch Parallelfasern erregt, sind auch Interneurone, sind weiter innen im Stratum Molekulare gelegen.
Und die Axone von diesen Korbzellen, die ziehen weiter ins Stratum Pulkiniense und legen sich quasi korbartig um die Somata der Pulkinienzellen und hemmen die. Man kann sich kurz fragen, welcher Einfluss ist größer, Sternzellen oder Korbzellen. Natürlich haben die Korbzellen einen deutlich größeren Einfluss auf die Pulkinienzelle, weil die viel näher am Soma sind und damit auch näher an der Entstehung von Aktionspotenzialen.
Die Purkinierzelle hat jetzt diese ganzen Afferenzen bekommen und sendet selbst einen Axon aus zu den Kleinhirnkernen und diese Efferenz ist auch inhibitorisch. Wie gesagt, die einzigen exzitatorischen Neurone sind die Körnerzellen. Die Kleinhirnkerne bekommen jetzt also inhibitorische Signale von der Purkinzelle, irgendwie müssen die aber auch erregt werden und diese Erregung der Kleinhirnkerne erfolgt durch Kletter- und Moosfaserkollateralen.
Deren Zellkörper befinden sich ja nicht in der Kleinhirnrinde, sondern irgendwo außerhalb. Deshalb bleibe ich dabei, dass die Körnerzellen die einzigen erregenden Neurone in der Rinde sind.
Traumhaft. Also, wir brauchen scheinbar extrem viele Zellen, extrem viele Verschaltungen. Muss man sich einfach mal dieses Bild so angucken, was es auf allen gängigen Lehrmedien gibt. Dann ist es gar nicht mehr so schwer zu verstehen. Aber heißes Thema, am Ende einer heißen Folge, am Ende einer heißen Staffel.
So sieht's aus. Vielen Dank fürs Zuhören. Genau.
Kurz ein Recap noch before we end. Die wichtigsten Facts from heute. Körner cellen make the health of the neuron im ZNS aus. Kokinicellen the einzig efferenzen aus der kleinen Rinde. The Iso Cortex has sechs Schichten. Cortex Schicht vier davon sehr wichtige Empfangsschicht. Cortex Schicht fünf davon sehr wichtige Sendeschicht.
Alokortex im Gegensatz, Gegenzug, wie auch immer, ich konnte mich nicht entscheiden, hat drei Schichten und die wichtigste Struktur als Vertreter ist der Hippocampus. Und das als letzte histologische Info für diese Staffel. Ich bin gereizt, wenn ihr immer noch dabei seid, nach 37 Minuten 23. Und wir bedanken uns, auch von Sumia und Moritz, von allen, dass ihr immer noch dabei seid.
Und ich hoffe, ihr seid ungefähr genauso heiß wie wir für das Grande Finale der Biochemie und der Physiologie.
Es geht weiter. Wir begleiten euch weiter durch die Vorklinik, geben unser Bestes und freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid.
Genau. Deswegen, liebe Freunde, lasst Lob und Kritik da auf Social Media, Instagram, der Vorklinik Podcast findet ihr uns, dass wir noch besser werden für euch, mit euch. Und deswegen viel Freude und viel Spaß in der neuen Staffel.
Ja, danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Für riesigen Unwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.