
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
HIS Weibliche Geschlechtsorgane
Montag, 10. Januar 2022 · 39 min
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Shownotes
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HISTO 14: Der Besuch der Ekrimhilde
- Die Saga setzt sich fort! Der tapfere Siegfried kämpft sich langsam vor, um sein edles Ziel zu vollenden. Aber ohne die Hilfe der Ekrimhild hat er keine Chance. In dieser Folge begleiten wir die Eizelle Ekrimhild auf ihrem beschwerlichen Weg bis hin zu ihrem Besuch im Uterus. Hör rein, um herauszufinden, wie die spannende Geschichte der beiden endet!
Kapitel:
() - Ovar
() - Tuba uterina
() - Uterus
() - Vagina
() - Mamma
() - Übersicht weiblicher Zyklus
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zur makroskopischen Anatomie der weiblichen Geschlechtsorgane (tinyurl.com/ana-situs-4) zum Wiederholen :)
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nicht genau beschreiben, so fingernartige, so Tentakel irgendwie.
In dem Prepp-Kurs jetzt im Wintersemester, da gab es bei der Leiche bei mir, da gab es, also wir haben tatsächlich diese Filmbrien gesehen. Also mit unserem Auge. Das war mir vorher gar nicht klar. Und es war auch super die Attraktion bei uns im Präpsener, da kamen alle vorbei.
So, jetzt bin ich ja echt froh, dass wir dieses Mal nicht als Dreikerle die Damen machen müssen. Haben wir bei der Makro gemacht. Das fand ich ja schon ein bisschen weird, um ehrlich zu sein. Aber.
Also im Prinzip sagst du mir gerade, dass ich Quotenfrau bin. Vielen Dank.
Ja genau, das wollte ja lange sagen, ja. Wir haben immerhin ein Drittel, ne? Das ist mehr als so manchmal. Bei mir war es dir insgesamt einfach nur, weil du die Quoten brauchst.
Okay. Das hast du jetzt gesagt. Aber es war natürlich, also muss man schon sagen, das ist eine katastrophale Besetzung gewesen. Stimmt der Makro.
Also es war sehr weird. Ein Abbild unserer Gesellschaft. Aber auch wie in der Makro sind die Frauen immer anstrengender als die Kerle. Tut mir leid, aber spannender. Interessanter. Also, wie auch immer, zumindest jetzt legen wir einen Gang drauf, weil die Damen haben dann, vielleicht haben wir es so, die Damen haben mehr zu bieten als die Kerle.
Ist das lieber?
Ja. Ja, okay.
Alles klar. Haben wir das jetzt politisch festgestellt? Und zwar geht es heute um die Eizelle Krimhild. Eizelle was? Krimhild. Krimhild. Angelegt an Siegfried. Falls ihr die Belungen sager kennt, von dem Kerl mit dem Blatt auf dem Rücken so und die Karte. Die müssen doch eben mit E-Afan. Okay, die E-Krimhild.
E-Krimhilt auch. Ich merke noch. E-Krimhilt, alles klar.
Die Reise der Ekrimilt. Das klingt irgendwie wie eine Sage aus dem Griechischen, aber die Reise der Ekrimilt. Ganz kurze Werbung.
Im letzten Semester habe ich endlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditricks gelernt.
Merkhilfen wie zum Beispiel der campende Bäcker für den Campylobacter haben mir nicht nur einen Schmunzel auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.
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Also, wir fangen an mit der Entwicklung von Ekrimhilt und die ist spannenderweise jetzt, also im Gegensatz zu dem Rest von den weiblichen Geschlechtsorganen, etwas weniger kompliziert mit diesen ganzen Spermatozonen und sowas, das haben wir hier nicht. Sondern die wirklich spannende Komponente und das, was man sich hier vom Verständnis wirklich klar machen muss, ist, dass wir diese Mitosephase, die wir, also die wir quasi bei den männlichen Geschlechtsorganen quasi ständig haben bei diesem Reifungsprozess, diese Mitosephase, die ist bereits vorgeburtlich komplett abgeschlossen.
Es sind bereits alle von den späteren Eizellen, beziehungsweise Orozyten, sind bereits vor der Geburt angelegt, sodass wir quasi nach dieser Mitosephase bereits 6 Millionen von den sogenannten Oogonien haben. Und das sind eben quasi dann die aus der Stammzelle heraus entwickelten Eizellen. So, und dann geht es auch wie bei den Spermien jetzt direkt weiter in die Prophase 1.
Und da bleiben wir eben, wie da auch bei den Spermienzellen, sehr lange in dieser Prophase 1 stehen, nämlich im Diktiotän. Und da sprechen wir dann von den primären Oozyten, die dann hier als sogenannte Primordialfolikel vorliegen. Was das genau ist, dazu kommen wir gleich noch. Und von diesen 6 Millionen Zellen, die da quasi in der Mitosephase entstanden sind, von diesen 6 Millionen Oogonien, haben wir jetzt vorgeburtlich nur noch etwa eine Million von diesen primären Oozyten in der Prophase 1.
So, bis zur Geschlechtsreife, also quasi bis zur Menarche, verlieren wir nochmal 600.000 von diesen primären Oozyten, sodass quasi nur noch 400.000 primäre Oozyten bei Eintritt in die Geschlechtsreife vorliegen. So, diese Meiose 1, die hält nun wahnsinnig lange, nämlich bis zur Ovulation. Denn erst im Rahmen der Ovulation wird die Meiosephase 1, äh, die Ovulation ist der Eisprung, aber ich glaube, das ist allen eigentlich klar.
Im Rahmen von dieser Meiose 1 wird oder im Rahmen der Ovolation wird die Meiose 1 abgeschlossen und es entstehen die sekundären Oozyten, die dann in der Metaphase 2 stecken bleiben. Und die Meiose 2 wird dann eben erst nach der Konzeption fertiggestellt. Das ist ziemlich ein bisschen vertrackt an der Stelle und vielleicht irgendwie anders, als man sich das im Vorfeld denken würde.
Aber muss man sich vielleicht einmal die Grenzen klar machen. Nehme ich einmal in der Prophase 1 bleiben wir ganz lange stehen in diesem Diktioten, wenn quasi die Zellen warten auf die Ovulation. Die wird dann bei der Ovulation abgeschlossen und erst nach der Konzeption wird die Metaphase 2 abgeschlossen.
Komhaft, das war schon mal ein guter Einstieg. Jetzt kurz nochmal zusammengefasst, wie beim letzten Mal. Wir beginnen dem Ovar, dann wird es von der Tupoterina aufgeschlappert, ihr erinnert euch, die Fimbrien. Dann geht es über den Utrus, naja, wenn es nicht befruchtet ist, über die Wagner raus, an der Vulva vorbei, dem äußeren Anteil der weiblichen Geschlechtsorgane und dann sind wir draußen.
Genau. Und die Sachen rollen wir jetzt alle im Detail nochmal ein bisschen auf und wir fangen an beim Ovar. Der Ovar, das war quasi so links und rechts. Von dem Uterus, von der Gebärmutter haben wir quasi so kleine Eier, wenn man möchte, also eiförmige Organe, die, wenn man es sich funktionell vorstellen möchte, Brutkasten für die Folikel sind.
Ja, Folikel, diesen Terminus hatten wir gerade schon. Folikel sind die Kombination aus diesen Oozyten, primären Oozyten vor allem, und dem darum angelagerten Folikel-Epithel. Und diese Kombination bezeichnet man dann eben als Folikel. Und diese Oozyten, Folikel, Epithelzellenkombination, also die Folikel, die reifen eben in diesem Ovar.
Und um das Ovar herum haben wir jetzt noch ein Mesothel und im Ovar selbst unterscheiden wir zwei verschiedene Schichten, nämlich einmal die Rinde und in dieser Rinde, da haben wir das spinozelluläre Bindegewebe. Wir erinnern uns, es ist eine sehr spezielle Form des Bindegewebes, die hier vorkommt. Und in diesem Bindegewebe haben wir alle möglichen Folikelstufen, zu denen gleich Sumia was sagen wird.
Wir haben den Gellkörb, Gelbkörper, wir haben artretische Folikel, genau. Und im Mark, das nicht so klar davon abzugrenzen ist, haben wir keine Folikel, also im mittleren Teil, sondern eben verschiedene Nerven und Gefäße, die wir anfangen können.
Und wenn man auch schon das Wort Folikel-Refungsstufen hört, riecht man die MC-Fragen ein bisschen rüber. Deswegen da jetzt wirklich mal besonders fokussieren, weil das ist wirklich so ein Ding, die Einzelneigenschaften, die muss man recht gut drauf haben.
Sehr wichtiges Thema. Dabei bewegen wir uns im Prinzip von außen nach innen. Also es ist so, dass außen finden wir die ganzen Primordialfolikel und von diesen Primordialfolikeln entwickelt sich eben eine Gruppe weiter und dann am Ende entsteht ein Eicelli. Genau, ein Grafolikel, eine schlussendliche Eizelle.
Und in der Rindenzone fangen wir an, also ganz außen, und da finden wir die Primordialfolikel, die ein einschichtiges Epithel aufweisen. Das ist kaum bzw. fast gar nicht eigentlich sichtbar unter dem Lichtmikroskop. Es gibt einen sehr prominenten Nukleolus und die verharren eben bis kurz vor der Ovulation im Diktyoten, wie gerade schon gesagt, deswegen nur nochmal erwähnt, weil es sehr wichtig ist.
Dann der Primärfolikel ist gekennzeichnet dadurch, dass er dann schon ein eindeutig sichtbares, isoprismatisches Epithel hat, einschichtig. Und die Basalmembran ist auch schon deutlich sichtbarer. Wenn wir jetzt weitergehen zum Sekundärfolikel, der grenzt sich vom Primärfolikel dadurch ab, dass er schon ein zweischichtiges Epithel hat.
Auch hier ist die Basalmembran deutlich sichtbar. Und was jetzt neu ist, ist die sogenannte Zona pelucida. Und die hat zwei Funktionen. Und zwar einmal die Artensperre, das heißt im Prinzip einfach nur, dass ein Mensch sich nicht mit einem anderen Lebewesen fortpflanzen kann als einem anderen Menschen.
Manchmal so eine russische Zarin, die so ein Pferd sich aufgehängt hat.
Weiß es nicht.
Sorry. Auf jeden Fall irgendwie, ich glaube, bei Eseln und Pferden funktioniert es nicht so gut. Genau. Deswegen gibt es halt Mauertiere.
Ja, aber wir haben diese Artensperre, beziehungsweise ja. Und die andere Funktion ist der Polyspermie-Block. Bedeutet im Prinzip, wenn ein Spermium angekommen ist, also in der Regel, wenn ein Spermium angekommen ist, dass da nicht noch ein weiteres reinkommt.
Ich hübschte.
Genau, weiter geht's mit dem Tertiarfolikel. Und zwar wird der etwa erreicht am siebten Zyklustag ungefähr. Und hier bildet dann die Epithelzellen eine große Zellgruppe. Und zwar die Zona granulosa. Die bildet eben im Inneren, also die bildet so eine Höhle aus. Und diese Höhle im Inneren des Folikels bezeichnet man als Antrum Folliculi.
Und da ragt dann der Cumulus Oophorus rein. Das ist, ja, ich weiß nicht, wie man sich das vorstellen kann. Im Prinzip, wir werden dann noch so eine Faust in den Kreis reingeht.
Also so eine Ausstülpung von dieser Crumula-Granulosa da rein.
Und die Zellen der Granulosa sind dann eben, also der Cumulus Oophorus sind dann Zellen der Granulosa mit dem Folikel in der Mitte. Und unmittelbar um diesen Folikel spricht man dann von der Corona-Radiator.
Das war dann auch so ein leichter Schockmoment, dass ich das gelesen habe hier. Corona Radiator. Ach komm, jetzt lass mal.
Also, weiter geht's mit der Basalmembran. Und zwar ist die um die Granulosa außenrum. Und darum legt sich dann die Theka. Und das ist jetzt eine neue Struktur, die ganz charakteristisch für den Tertiarfolikel ist. Und die wird unterteilt in eine Thek interna und Theka externa. Die Thekner, die enthält hormonbildende Zellen und zwar produzieren die Östrogenvorstufen im Folikel.
Und letztendlich dann im Gelbkörper produzieren die dann das Progesteron. Aber auf die Zykluseigenschaften, da kommen wir dann auch nochmal wann anders drauf. Und die Thek externe, das sind dann Myofibroblasten, Fibroblasten und die sind bedeutend bei der Ovulation. Der letzte Schritt in der Synthese von, wie heißt sie jetzt, ekrem Hild ist der Grafolikel.
Und das ist dann am Ende nur noch ein Größenwachstum und zwar auf 2,5 Zentimeter. Das ist ja auch nicht. Das ist richtig groß. Also es ist wirklich sehr groß. Und wenn dann eben das nicht, also bei einem, genau, was wir vorher gesagt haben, ist, dass eine Gruppe von Primordialfolikeln weiterwachsen. Und aber nicht alle von denen werden natürlich zur letztendlichen Eizelle, die dann den Eisprung macht, sondern nur eine.
Und vor allem ist es ja auch nur so, dass, oder es ist auch so, dass nur in einem Ovar, also nicht rechts und links, sondern nur eine, einen Eisprung macht. Und deswegen muss es natürlich irgendwie einen Untergang der Zellen geben, damit die wieder sich zurückbilden. Und das nennt man dann artretische Folikel.
Das heißt, die gehen zugrunde, das kann in allen Stadien passieren. Und dann bilden die so eine dicke Basalmembran aus und es sprichst ein Gefäße rein, es wird bindegewebig und letztendlich schrumpfen und verschwinden die einfach.
Also die dicke Basalmembran ist da ein wichtiges Kriterium dann wirklich. Also die ist wirklich hyperdimensional dick. Und das kann man dann vielleicht auch zur Abgrenzung zum Gelbkörper oder sowas nehmen.
Genau. Und dann nochmal kurz als Zusammenfassung, die Primordialfolikel erkennen wir dadurch, dass es kaum Epithel gibt. Die Primärfolikel durch das klare, einschichtige Epithel und die Basalmembran, die Sekundärfolikel durch die Zweischichtigkeit und die Tertiarfolikel, die sehen wirklich, die kann man eigentlich nicht übersehen, die sehen komplett anders aus.
Die sind doch riesig dann natürlich. Ja, genau, die sind richtig groß, haben einen Thek und einen Antrum.
Ganz kurz, was mich verwirrt hat bei den Präparaten, dass man manchmal quasi nur das Antrum sieht, aber jetzt kein Cumulus orophorus. Kann natürlich einfach sein, dass er nicht angeschnitten wird. Und deswegen kann es sein, dass man eben quasi nur Antrom sieht.
Genau. Ja, und wie jeder biologische, medizinische, was weiß ich, Vorgang ist auch dieser reguliert.
Genau, jetzt die Frage, nämlich, was Sumir schon angerissen hat, nämlich was mit diesen Primordialfolikel, die entwickeln sich ja immer weiter und da muss ja irgendein Mechanismus dahinter stehen. Und das sind im Großen und Ganzen zwei Phasen, nämlich einmal die Gonadotropin-unabhängige Phase und die gonadotropinabhängige Phase.
Und diese Gonadotropin-unabhängige Phase, die läuft bereits vor dem tatsächlichen Zyklus ab, ja, also bis zu sechs Monate und völlig unabhängig von irgendwelchen Östrogenen und FSH und so weiter, reifen hier eben die Primordialfolikel bereits bis zu den Tertiärfolikeln an. Also eine ganze Gruppe von Primordialfolikeln, die reift heran und wird zu Tertiärfolikeln.
Und da sind irgendwelche anderen Wachstumsfaktoren irgendwie völlig irrelevant, aber ich glaube, irgendwie BMP 9 oder sowas und irgendwelche Faktoren, die da mitspielen, aber eben nicht die Hormone des weiblichen Zyklus. Also anders aber bei der gronadotropinabhängigen Phase. Das sind die ersten 14 Tage vom weiblichen Zyklus.
Und dort wird eben quasi unter dem Einfluss des folikelstimulierenden Hormons aus der Hypophyse, werden die Theka und Granulosa-Zellen stimuliert und produzieren dann Östrogen. Und dieses Östrogen wirkt sich fördernd auf das Wachstum von diesen von den Oozyten aus, ja, und von diesem gesamten Folikel.
So, und dadurch haben wir quasi jetzt in diesen ersten 14 Tagen, also in dieser gonadotropinabhängigen Phase, einen hohen Östrogenspiegel, der zunächst hier das Wachstum bedingt. Dann haben wir aber, das ist ein kleiner Ausblick auf die Hormonfolge, diese Rückkopplung von dem Östrogen auf die Hypophyse, sodass weniger FSH ausgeschüttet wird.
Und deswegen fällt dann der Östrogenspiegel relativ abrupt, relativ schnell dann eben wieder. Und deswegen setzt sich ein einzelner dominanter Folikel durch, weil sich aus noch nicht ganz verstandenen Gründen, meine ich, eben nur ein Folikel herausbildet, der eben mit diesem relativ niedrigen Spiegel an Östrogen umgehen kann und der wird dann eben zum Graffolikel.
Und aus diesem Graffolikel wird dann eben ungefähr in der Mitte des Zyklus entsprechend bei der Ovulation durch einen Peak im luteinisierenden Hormon, LH, entsprechend dann die Orozyte nur mit ihrer Corona-Radiator eben ausgeschüttet. Und da muss man sich ein bisschen, das ist eine potenzielle Falle für MC-Fragen.
Dass nämlich diese Reifung eben nicht nur in den ersten 14 Tagen erfolgt, sondern es eben diese gonadotropienunabhängige Phase bereits sechs Monate vor dem weiblichen Zyklus gibt. Das muss man sich hier eben klar machen.
Traumhaft. So, und jetzt ist unsere E-Krim-Hild soweit und kommt frei in die Welt.
Genau, dann ist natürlich die Frage, was passiert mit den ganzen Bros von der Ekrim-Hild? Hier von dem ganzen Folikel, das muss ja auch irgendwas daraus werden. Und daraus wird dann nämlich der Gelbkörper auf Schlau der Corpus Lucium. Also der gesamte Rest hatten wir ja vorhin, dieser Tertiarfolikel ist ja ein Riesenapparat.
Und aus diesem ganzen Rest muss ja irgendwas Sinnvolles werden und deswegen entsteht da eben der Gelbkörper draus. Und das ist jetzt quasi dann eben der entscheidende Player in der zweiten Phase vom weiblichen Zyklus, also von diesen Tagen 15 bis 28 in etwa. Und dort wird eben unter dem Einfluss des luteidisierenden Hormons bei der Ovulation entsprechend die TK-interne, aber auch die Granulosazellen werden so umgebaut, das ist ein biochemischer Vorgang, dass sie jetzt Progesteron produzieren können.
Und dieses Progesteron ist jetzt eben das entscheidende Hormon in der Sekretionsphase, in der Lutealphase, also der zweiten Phase des weiblichen Zyklus, weil es eben für die Aufrechterhaltung der Gebärmutter Schleimhaut verantwortlich ist. So, und deswegen haben wir quasi eben diese Aufrechterhaltung des weiblichen Zyklus in der zweiten Hälfte, aber auch im Fall einer Befruchtung, also im Fall einer Schwangerschaft, noch in den ersten Monaten der Schwangerschaft.
So, und deswegen haben wir eben einen positiven Rückkopplungsmechanismus aus den befruchteten Eizellen heraus. Da bildet sich nämlich eine Struktur um die Eizellen, der sogenannte Synzyziotrophoblast bei der Befruchtung. Und dieser Synzyziotrophoblast, der bewirkt dann eben oder der produziert dann eben das HCG-Hormon.
Und dieses HCG-Hormon bewirkt nun eben, dass der Gelbkörper eben nicht zugrunde geht.
Es ist auch übrigens das, was man bei so Traufpinkel-Schwangerschaftstest misst. Ja. Und deswegen kann man das, wie man hier sieht, schon relativ in einer relativ frühen Phase relativ gut feststellen.
Ja, genau. So. Und in dem anderen Fall, wenn sich eben quasi, wenn wir kein HCG aus dem Synzyotrophoblasten, also der befruchteten Eizelle, bekommen, dann geht dieses Corpus Lucium nach 14 Tagen zugrunde und es bildet sich eben dann, ja, es bildet sich zurück, man nennt es dann auch Corpus albicans oder das Gesamte nennt man dann auch Corpus Lucium Menstruationis im Vergleich zum befruchteten Fall eben Corpus Lucium Gravitationis.
Aber im Grunde genommen ist das Wesentliche, wenn wir kein HCG haben, nach 14 Tagen geht es zugrunde, deswegen wird kein Progesterol mehr freigesetzt, deswegen kommt es zum Abbau der Gebärmutterschleimhaut und deswegen kommt es dann zur Regelblutung.
Wahrhaft.
Ja, dann haben wir jetzt quasi unsere Ekrim-Hill beigesetzt. Und jetzt geht's quasi die Frage, wie geht's weiter?
Ja, und da geht es jetzt weiter in die Tuba Uterina und ich fand es eigentlich ziemlich cool, als ich das erstmal gehört habe, wie die Eizelle dann aufgenommen wird vom Eyeliter, weil die Tuba Uterina, die hat an ihrem Ende, das ist jetzt so ein bisschen Marco, die hat so Filmbrien, also quasi so geschlappert.
Ich kann das nicht genau beschreiben, so fingerartige, so Tentakel.
Also in dem Prepp-Kurs jetzt im Wintersemester, da gab es bei der Leiche bei mir, da gab es, also wir haben tatsächlich diese Filmbrien gesehen. Also mit unserem Auge. Das ist der Wahnsinn, das war mir vorher gar nicht klar. Und es war auch super die Attraktion bei uns im Preppsaal, da kamen alle vorbei.
Boah, boah, ich sage mal Filmbrien.
Aber tatsächlich größer als man denkt. Genau, also ich muss mal gucken, ob ich im Internet ein Bild dazu finde. Das ist das nächste, woran ich noch hinkomme. Auf jeden Fall finde ich es ziemlich cool, weil die suchen auf dem, also die tassen quasi das Ovar ab nach der Stelle, an dem der am meisten entwickelte, also an dem der Grafolikel vorliegt.
Und dort, wenn dann die Ovulation stattfindet, also der Eisprung, dann saugen die das direkt, nehmen die den Grafolikel direkt auf. Beziehungsweise nicht den Grafolikel, die fertige Ozyte.
Komischer Mechanismus eigentlich, finde ich. Dass es da nichts Smarteres irgendwie gibt. So ein Aufschlabbern, gell?
Ja, quasi, dass man irgendwie sagt, keine Ahnung, es geht direkt ein flüssiges Rohr darüber oder so. Und das halt immer an derselben Stelle, das Ding rauskommt. Aber irgendjemand schlaues. Aber es ist nicht immer an der gleichen Stelle. Deswegen meine ich es.
Aber irgendjemand Schlaues hat sich bestimmt was beigetrutzt. Auf jeden Fall, ich finde es irgendwie trotzdem ziemlich cool. Tuba Uterina. Die ist zuständig für die Aufnahme, wie gesagt, und für den Transport der Eizelle zum Uterus. Und der Aufbau ist folgendermaßen. Und zwar, wir haben einmal von innen nach außen die Mucosa, dann die Muskularis, eine Subserosa und eine Serosa.
Serosa bedeutet, dass wir einen Peritonealüberzug haben.
Gab es da auch noch so ganzer Krempelz, ne? Wenn so kleine Fleisch tief irgendwo klingelt, genau.
Und wir finden hier ganz hohe Schleimhautfalten. Und die Mucosa ist eben einschichtig, hoch hat einschichtig hochprismatisches Epithel und dann zwei spezifische Zelltypen, und zwar einmal Flimmerzellen, also Epithel mit Kinozilienbesatz und Drüsenzellen, die haben eine sekretorische Funktion und dienen zur Ernährung der Oozyte.
Und das ist im Prinzip eigentlich äquivalent zu dem, hier, zum Ductus Duli Efferentes beim Mann. Die haben nämlich auch hohe Zellen mit Kinozilien Besatz und tiefe Zellen mit Mikrowilli. Also ist im Prinzip Eine gewisse Parallele, ja. Genau, eine gewisse Parallele, die man hier finden kann. Ja. Und dann ist es eben so, dass die, ach die nächste Struktur, die wir dann finden, ist die Muskularis.
Also einmal längs, Ring und Längs. Merke ich mir irgendwie wie so eine Armbanduhr. Da hat man ja auch, also das Band, dann in der Mitte das Runde. Ja, okay. Also vielleicht hilft es irgendwie, vielleicht noch nicht. Ja. Und die Muskularis hat im Prinzip auch eine Transportfunktion, ist aber auch logisch.
Subserosa, lockeres, kollagenes Bindegewebe und die Serosa eben viszerales Piritoneum. Und wie erkennt man jetzt einen Querschnitt, wenn man da ein histologisches Bild vor sich hat? Einmal an einem Lumen, natürlich, dann das einschichtig hochprismatische Epithel, Kinozilien und Drüsenzellen.
Es gibt irgendwie noch diese Stiftchenzellen, glaube ich, aber da bin ich besser.
Ja, keine Ahnung.
Weil an sich sind das jetzt alles nicht so mega knackige Kriterien, genau.
Also zumindest in dem EM-Bild erkennt man das sehr gut, weil das wirklich diese zwei Arten von Zelltypen sind. Einmal die mit den Kinozilen, vielleicht ist es das, was du meinst mit den Stiftigen.
Ja, und da gibt es auch diese, ja stimmt, diese Kinotosomleiste, die es eben nur bei eben manchen Zellen gibt und anderen nicht.
Ja, ja, genau. Klappt schon. Naja. Genau. Zum Football.
Genau, also es gibt dann eben noch den Uterus, der, wenn jetzt nicht gerade irgendwie da ein Baby drin ist, ziemlich klein ist, nämlich ungefähr nur so Faustgroß, ja, und der eben aber bei der Schwangerschaft um ein Vielfaches wachsen kann. Und da haben wir eben tatsächlich einen spannenden Wandaufbau, der aber im Prinzip relativ ähnlich ist zu dem von der Tuba-Uterine, aber halt eben entsprechend andere Proportionen hat.
Wir haben einmal das Endometrium, das ist eine Mucosa, die wir uns gleich nochmal im Detail anschauen. Wir haben darunter ein Myometrium, eine Muskelschicht, die wir uns auch im Detail gleich nochmal anschauen. Und darunter wiederum ein Perimetrium, ja, eben entsprechend Subserrosa und Serrosa nach außen hin.
So, und in diesem Endometrium, also quasi jetzt zum Lumengewand, da haben wir einschichtiges hochprismatisches Epithel und unterteilen noch einmal in ein Stratum Funktionale und ein Stratum Basale. Und dieses Stratum Basale ist eben der Teil, der völlig zyklusunabhängig immer da ist, während das Stratum Funktionale eben im Laufe der ersten 14 Tage des weiblichen Zyklus sich aufbaut und dann am Ende des Zyklus entsprechend abgebaut wird.
Außerdem finden wir da eben noch die relativ charakteristischen Spiralarterien, die dann in der Regel eben relativ oft angeschnitten sind, da sie eben so Spiralig verlaufen und die eben dann auch eine entscheidende Funktion haben in dem entsprechenden Abstoßen von dieser Uterus-Schleimhaut, da eben irgendwann zyklusabhängig die Blutzufuhr gedrosselt wird.
In dieses Epithel rein quasi verlaufen dann eben auch diese tubulösen Drüsen, die sich dann eben auch zyklusabhängig verändern. Dazu sagt Sumir gleich noch ein bisschen was und die produzieren dann eben auch ein alkalisches Sekret.
Ja, genau. Und zum Thema Endometrium ganz kurz noch. Das war das Krankheitsbild der Endometriose, ich glaube, das wird jetzt immer bekannter, die meisten haben das wahrscheinlich schon gehört, leiden wohl etwa 10 bis 15 Prozent der Frauen dran, aber ich glaube, das ist sehr schwierig zu diagnostizieren, weil um das endgültig festzustellen, müsste man eine Endoskopie machen.
Und was da genau passiert ist, dass Endometriumgewebe außerhalb des Uterus auftritt. Also zum Beispiel meistens im Bauchraum, also irgendwie an den Eierstöcken oder am Darm, aber kann auch an der Lunge vorkommen.
Das ist natürlich dann die Gefahr von einer extrautherinen Gravidität, die dann potenziell da mit einhergehen kann.
Ja, also vor allem das Problem. Das Problem ist vor allem zyklusabhängige, sehr starke Schmerzen, weil man überall blutet, wo es nicht sein soll.
Nicht so gesund, blutenden Bauch, aber. Das ist mal jetzt noch eine Vorkliniker als Meinung.
10 bis 15 Prozent ist ja echt jede Zehnte. Sogar noch mehr eigentlich. Ja, dann Myometrium. Genau, und im Myometrium unterscheiden wir quasi eine innere Längsmuskelschicht, eine Ringmuskelschicht und eine äußere Längsmuskelschicht. Und wenn man das versucht, eben zu abstrahieren, dann kann man der inneren Längsmuskelschicht die Funktion der Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuordnen, der Ringmuskelschicht die Blutstillung während der Menstruation und der äußeren Längsmuskelschicht dann die konkrete Austreibung des Kindes.
Ich glaube, diese Funktion müsst ihr auch nirgendwo konkret benennen, soweit ich weiß. Aber ich fand es einfach nur total.
Das ist doch schwer abgrenzbar, dachte ich, ja, weil die vergreifen sich irgendwie so ineinander und so.
Also ich weiß nicht genau, aber ich fand es auf jeden Fall irgendwie spannend, auch einfach mal zu checken, okay, warum gibt es denn überhaupt diese Schichten und welche Funktionen gibt es da. So. Weiter geht's mit den zyklusabhängigen Veränderungen des Uterus. Das ist ein bisschen, ja, muss man sich ein bisschen reindenken, aber eigentlich auch total spannend.
Und zwar am ersten Tag der Menstruation ist der Zyklusbeginn. Und der Zyklus, der weibliche Zyklus, dauert im Durchschnitt zwischen 35 und 31 Tagen. 25. Äh, 25 und 31 Tagen, genau. Und beginnt an Tag 1 mit der Desquamationsphase. Also im Prinzip, wir kennen es alle, wenn die Frauen bluten. Und was genau passiert da eigentlich?
Also, hier kommt es zu Gefäßspasmen dieser Spiralarterien, die der Moritz gerade schon beschrieben hat. Und das Stratum Funktionale, das wird abgestoßen. Also hier liegt ja jetzt eine niedrige Progesteron-Konzentration vor. Der Gelbkörper geht unter, weil der Gelbkörper untergeht. Und deswegen wird eben diese oberste Zellschicht, die oberste Epithelschicht, abgestoßen.
Die nächste Phase ist dann die Proliferationsphase, also ab dem Tag 4 in etwa. Die steht unter dem Haupteinfluss des Östrogens. Gerade eben wurde ja quasi das ganze Stratum funktional, also großer Teil des Epithels wurde einfach abrasiert und jetzt muss es wieder aufgebaut werden. Und hier finden wir jetzt auch vor allem unverzweigte und glatte Uterus-Drüsen.
Dann gibt es eben ganz charakteristisch hier einen LH-Peak, also eine sehr hochschießende Konzentration des glutenisierenden Hormons. Das wird ausgelöst durch so einen positiven Feedback-Loop durch das Östrogen. Was genau oder wie das genau funktioniert, da würde ich jetzt auch nochmal auf die Hormonfolge verweisen.
Im Prinzip kommt es dadurch aber, also dieser LH-Peak ist extrem wichtig für die Ovulation, für den Eisprung. Und wenn der stattgefunden hat, in etwa Tag 14, aber auch da ganz wichtig, der Körper ist jetzt kein Uhrwerk, sondern das kann variieren, dann kommt es zur Sekretionsphase. Und zwar steht die jetzt unter dem Haupteinfluss von Progesteron, also dem Gelbkörperhormon, und die ist vor allem zuständig für die Differenzierung des Endometriums.
Und hier kommt es dann zu einer Ausbildung der sogenannten Prädez-Dezidar-Zellen oder auch Pseudo-Dezidua-Zellen genannt. Das sind im Prinzip einfach Stromazellen, die Glykogen und Lipide aufnehmen und speichern. Und die dann eben für später für einen, also für die Einlistung einer befruchteten Eizelle als Energielieferant schon mal ziehen sollen.
Und wir finden in dem Gewebe gezackte Uterus-Drüsen. Also gerade eben waren sie noch unverzweigt und glatt in der Proliferationsphase und jetzt haben die so eine ganz charakteristische Sägeblattform. Also vielleicht könnt ihr euch das merken, mit Sekretionsphase es Sägeblattform auch wieder ist. Und außerdem sehen wir hier dann retronukleäuhen, das sind im Prinzip einfach nur so glykogenen.
Genau.
Also man sagt das zakuolen, aber eigentlich sind es nicht Vakuolen, sie sehen nur aus wie Vakuolen, eigentlich sind es Glykogeneinlagerungen quasi hinter dem Zellkern, die aber eben quasi dann im Rahmen von dem Aufbereiten von diesen Präparaten eben ausgewaschen werden.
Okay, genau. Und beim Ausbleiben der Schwangerschaft kommt es dann zu einem Abfall des Progesteronspiegels und wir fangen dann wieder von vorne an, das ganze Spiel, und wir befinden uns dann wieder in der Diskrammationsphase. Was man sich dann eben jetzt merken kann, ist, dass in der Proliferationsphase Metosefiguren finden.
Und in der Sekretationsphase verzweigte Sägeblattdrüsen und diese retronuklearen Vakuolen und eben auch sekret in den Drüsen. Ganz kurz noch zur Histologie des Zervikalkanals. Und zwar finden wir hier Plike, also genau finden wir hier Plike Palmate und Krypten, das ist so charakteristisch dafür. Das Epithel ist hochprismatisch und hat alkalisch und schleimproduzierende Zellen.
Warum ist es jetzt alkalisch? Das dient der Steigerung der Spermienbeweglichkeit. Wenn ihr euch noch erinnert an die letzte Folge hatten wir die Säurestarre durch die saure Phosphatase. Im Prinzip ist es jetzt genau der Gegenspieler dazu. Und dann bildet sich hier so ein Schleimpropf auch als Keimbarriere für den Uterus und bei der Ovulation verändert sich dann eben auch zyklusabhängig, verändert sich auch die Konsistenz des Schleimes und der wird dann zeelflüssig und spinnbar.
Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten dann was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördkäfe findest.
Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf dervorklinikpodcast.de.
Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan auf Biobarmwolle gedruckt. dervorklinikpodcast.de. Und jetzt noch zum allerletzten Weg der Vagina, falls wir halt eben dann doch nicht befruchtet sind oder halt eben neu später in ein bisschen anderer Form, unsere Ekrim-Hilde.
Genau, und da haben wir jetzt wieder auch eine Mucose, eine Muskularis und eine Adventitia. Und das spannende hier ist die Mukosa, ja, denn wir haben hier ein mehrschichtig unverhaundes Plattenepithel, das dann eben wie das mehrschichtig unverhorente Plattenepithel nun mal ist: Basalzellen, Parabasalzellen, Intermediärzellen und Superficialzellen vorweist und die Konstitution von diesem mehrschichtig unverhauenten Plattenepithel, die verändert sich jetzt zyklusabhängig.
Nämlich ist es so, dass wir vor der Ovulation den höchsten Stadium an oder die höchste Ausgebildetheit quasi von diesem Epithel haben. Also das Epithel ist am ausgeprägsten und hat auch im Rahmen der Differenzierung am meisten Glykogen eingelagert. Und nach der Ovulation wird dieses Stratum superficiale, also diese Zellen, die jetzt gerade das Glykogen beinhaltet haben, abgeschilfert.
Kann man jetzt sagen, cool, spannend, aber was bringt es denn? Dahinter steckt echt ein cooler Mechanismus, wie ich finde, weil nämlich diese abgeschilferten Zellen dann natürlich auch das Glykogen freisetzen und dann in einer fast symbiotischen Beziehung mit den Döderleinbakterien, die da eben vorliegen, also quasi im Vaginalkanal vorliegen, diesen dann hier das Glykogen bereitstellen und die setzen dann eben das um zur Milchsäure.
Und diese Milchsäure bewirkt dann, dass der pH-Wert eben entsprechend in einen sehr sauren Bereich in der Vagina abfällt. Und das ist dann natürlich entsprechend antibakteriell und quasi eine Hilfe für den menschlichen Organismus an der Stelle. So, besonders kritisch ist auch der Übergang von den Epithelien quasi zwischen Gebärmotorhals und Vagina.
Das muss man hier einmal kurz in Raum stellen, weil da eben entsprechend diese Metaplasie vorliegt.
So ist es. So, und jetzt nehmen wir mal an, unsere E-Krim-Hilde wäre befruchtet worden, kommt nach neun Monaten raus und hat sie Hunger, auch wenn ich jeden hinterfragen würde, der sein Kind E-Krim-Hilde nennt. Aber wir bleiben jetzt mal dabei und deswegen brauchen wir noch die Mama.
Genau, die Mama ist die Brust, die weibliche Brust, beziehungsweise die Brustdrüsen. Und da gehen wir jetzt einmal kurz durch. Und zwar ist die aufgebaut aus 10 bis 20 Drüsenlappen und die sind eben umgeben von Fett- und Bindegewebe. Letztendlich ist es so, dass diese Drüsenendstücke in so ein Gangsystem dann über den Hauptmilchgang in die Marmille enden.
Also ja. Und diese Globuli glandulae mammariae, also einfach diese kleinen Drüsen, das sind tubulo-alveoläre Drüsen, die zweischichtig sind. Und das ist jetzt wichtig, innen prismatisches Epithel und außen Myoepithelzellen. Also auch wieder kontraktile Bestandteile da drin. Genau, und dieses Milchgangsystem ist, kann man, ich würde es jetzt einmal so durchgehen, wir fangen an beim Terminalductus, also ganz, also erstmal bei den Drüsen, tubulalveoläre Drüsen, dann Terminalductus, Ductus lactiferi, lactiferi, dann der Ductus lactiferi colligens, also der Hauptmilgang, den es für jeden Lobulus oder für jeden Lobus gibt, der Sinuslactifer und dann letztendlich die Marmille.
Ein Fact, der bei uns auch sehr gerne gefragt wird, ist die Terminalductus Lobulus-Einheit, T DLE. Die ist eine Funktionseinheit der Brustdrüse und beinhaltet Stammzellen. Und das ist ein bevorzugter Entstehungsort von Mamakarzinomen, also von Krebs an der Stelle. Was wir schon mal in der letzten Folge kurz angeteasert haben, ist, dass die lattierende Mama, ganz wichtig ist, so logisch zu unterscheiden, ist von der Prostata.
Also in der Laktierenden Mama haben wir eine stark vergrößerte Lobulusstruktur mit eben wieder diesen Endstücken. Und in der Unterscheidung würde ich vor allem auf die Prostata-Steine eingehen. Ich glaube, dadurch wird es am ehesten klar. Und eine weitere Differenzierung zum Thymus sind dann eben die interstiziellen Zellen, die man in der Laktierenden Mama findet.
So und abschließend wollen wir nochmal kurz jetzt einen Überblick geben über den weiblichen Zyklus im Gesamten und so versuchen, die Sache nochmal ein bisschen zu integrieren, weil ich durchaus verstehen kann, dass das Ganze eine gewisse Abstraktheit hat, besonders wenn man mit den Mechanismen des weiblichen Zyklus und vor allem den hormonellen Mechanismen und den Hypophysen, Hypothalamussteuerungen und so da nicht so bewandert ist.
Deswegen hier nochmal kurz das Ganze zusammengefasst. Also wichtiger Fakt, den man vielleicht im Vorfeld sich klar machen muss, FSH und LH werden von der Hypophyse ausgeschüttet und werden aber wiederum gehemmt in ihrer Ausschüttung von Östrogenen und Progesteronen. Das muss man sich einmal klar machen.
Und dann kann man die einzelnen Mechanismen so, also die einzelnen Phasen durchgehen. So, in der Folikelphase, nämlich am Anfang, da wird entsprechend LH und FSH freigesetzt, da wir hier keine Rückkopplung haben, also keine Hemmung durch Östrogene oder Progesterone. Und weil LH und FSH freigesetzt werden, kann nun eben quasi, wie wir es vorhin erklärt haben, können die Folikelepithelzellen getriggert werden, vor allem durch das FSH, und produzieren entsprechend Östrogene.
Es setzt sich ein dominanter Folikel durch. Es kommt zum Wachstum bis zur Ovulation. Dann durch diesen Mechanismus des LH-Peaks entsprechend zur Ovulation. Und die Ovulation leitet dann die zweite Phase ein, nämlich die Lutealphase. Und in dieser ist nun quasi die Luteinisierung der Granulosazellen, quasi der Umbau zum Gelbkörper, das entscheidende Event, das hier stattfindet, getriggert durch das LH im Rahmen des LH-Peaks.
Und es liegt nun quasi für die Lutealphase entsprechend der Gelbkörper vor. Was macht der Gelbkörper? Dieser produziert viel Progesteron und Östradiol. Das heißt im Umkehrschluss, dass in der zweiten Phase entsprechend FSH und LH wegen dieser negativ Rückkopplung entsprechend in einer sehr niedrigen Konzentration vorliegen.
Und das Progesteron selbst bewirkt nun, dass in der Schleimhaut des Uterus dieses Stratumfunktionale aufrechterhalten wird, über die gesamte Sekretionsphase hinweg, beziehungsweise auch noch in die potenzielle Schwangerschaft mit rein. Und geht dann der Gelbkörper zugrunde, weil eben entsprechend kein HCG vorliegt, dann wird auch kein Progesteron mehr vom Gelbkörper produziert.
Es fällt die Hemmung für FSH und LH weg an der Hypophyse. Das heißt, es werden FSH und LH wieder freigesetzt und dieser ganze Kreislauf geht wieder von vorne los, nämlich das FSH und LH bzw. vor allem das FSH bedingt das Östrogen an den Folikelepithelzellen ausgeschüttet wird.
Ja, traumhaft. Da haben wir es abgeschlossen, ist unsere E-Krim-Hilde bereit, die Welt zu bereisen und groß zu werden.
Falls ihr euch jetzt fragt, was mit der Plazenta ist, die würden wir gerne bei Folgen zur Embryologie besprechen.
Also mit der richtigen Befruchtung, so ist es. Da mit einem habt ihr jetzt alles über Organico-Geschlechtiko gelernt. Und zwar Feiz müsste der Liebefreude alles zu Siegfried und Kremehilde gelernt.
Also dann bestimmt Sieg macht.
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Für riesigen und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.