
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
HIS Männliche Geschlechtsorgane
Mittwoch, 14. Juli 2021 · 31 min
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Shownotes
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HISTO 13: Siegfried's Weg
- Was ist Entstehung des Lebens? Wo kommen wir eigentlich her? Das sind Fragen, denen wir uns in dieser Folge widmen. Wir begleiten unser Spermium Siegfried auf seiner langen Reise durch das männliche Geschlecht und berichten über jeden Drachen gegen den er zu bestehen hat! Viel Spaß
Kapitel:
() - Hoden und Spermatogenese
() - Nebenhoden und Ductus deferens
() - Drüsen und Prostata
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zur makroskopischen Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane (tinyurl.com/ana-situs-3) zum Wiederholen :)
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eben immer weiter durchlaufen, also quasi immer näher an diesen an diesem Stadium. Ich bin ein Spermium, Siegfried ist entstanden.
Ich bin ein Spermium.
Freunde, heute gibt es einen philosophischen Einstieg. Wo kommen wir eigentlich her? Was ist der Sinn des Lebens? Nein, Spaß. Also heute geht es um die Damen und Herren der Reproduktion, die Organico El Geschlechtico, so heißt zumindest.
Das ist der Arbeitstitel, aber wir haben da auch ein generelles strukturelles Problem bei unserem Podcast, nämlich dass wir schlechte Folgennamen haben. Und wir müssen da ein bisschen... Ach was, ich finde die toll. Findest du toll?
Ja gut, ich habe sie halt gemacht, deswegen finde ich sie toll.
Es ist auf jeden Fall noch viel Potenziale nach oben da. Dankeschön.
Wir können ja mal im Laufe der Folge jetzt hier mal überlegen, ob uns Folgentitel einfallen und dann, wenn es was gibt am Ende, reden wir drüber.
Na gut, also zumindest geht es heute um das männliche Geschlechtiko. Und als Verständnis muss man sich das quasi als ein langes Kanalsystem vorstellen, von quasi Anfang bis Ende, was verschieden heißt, verschieden aufgebaut ist, aber an sich ist es mehr oder weniger ein langer Kanal, der mehrfach gerollt ist.
Ich glaube, fast 70 Meter sind da, sind da so ein Hoden drin, hatte ich mal gelernt.
Ich weiß die Zahl nicht mehr, aber es war beängstigend.
Aber zumindest geht es darum, dass wir quasi vom Hoden die Tubuli seminiferi contorti zu den Tubulirecti, zum Mediastinum und dem Retetestis, dem Nebenhoden und den Duculi Efferenz, dann den Ductus epidydimis, oh mein Gott, den Ductus deferenz, dann den Zufluss zu Eretra und am Ende gibt es noch Zufluss von den akzessorischen Drüsen.
Das ist mal ganz kurz und knackig zusammengefasst, worum es heute geht. Das ist eine Übung, die Dinge auszusprechen.
Und man kriegt auch gleich so einen spanischen Akzent. Oder vielleicht ist auch Italienisch, weiß ich nicht, ich kann beides nicht.
Ich weiß es nicht, ich auch nicht. Naja. Genau, und das ist quasi das, was wir ablaufen. Und deswegen quasi den Weg eines Spermiums. Beginnen ja gerne Wege, habe ich so das Gefühl. Den Weg eines Spermiums beginnen.
Wir gehen gerne Wege. Ja, ist das so, oder? Ja, doch so. Was eine Überleitung, ja. Achso, stimmt, wir haben mit diesem Pizzastück und so. Ja, genau, ja.
Und der Otto-Sauerstoffatom und so einem Scheiß, haben wir alles schon gemacht. Und jetzt gehen wir den Weg von irgendwas mit S? Sven Spermium. Stefan. Stefan das Spezium.
Siegfried auch schön eigentlich. Nehmen wir Siegfried.
Siegfried. Siegfried das Spermium. Stefried im Spermium, unbesiegbar. Ganz kurze Werbung.
Ich benutze eigentlich seit Semester 2 ein Programm namens Anki. Da kann man so mit digitalen Karteikarten lernen, was das Lernen einfach viel effizienter macht. Fürs Physikum gibt es da zum Beispiel auch vorbereitete Decks. Und das Coole ist, dass man Anki selbst nochmal erweitern kann. Und zwar mit sogenannten Add-ons.
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unknown Das war's schon.
Also es geht mal jetzt los mit dem Hoden und entgegen der Meinung weit verbreiteter Memes passiert im Hoden nicht die Sammlung des Urins. Hat man schon immer wieder mal gedissen. Ich weiß nicht, ob ihr das Meme kennt. Aber im Hoden passiert tatsächlich die Spermienproduktion und zwar von Stefan dem Spermium.
Wir hatten Siegfried gesagt. Ach, Siegfried, haben wir jetzt, okay, sorry.
Entschuldigung, Siegfried.
Genau. Also der Hoden ist letztendlich umgeben von einer binnegewebigen Kapsel, unter anderem der Tunica alboginea und unterteilt und segmentiert in eben verschiedene Lobuli. Und in einem Lobulus liegen dann einige tubuli seminiferi contorti. Also ich habe am Anfang bin ich auch immer wieder über dieses Wort gestolfert, so langsam geht's.
Und das ist im Prinzip einfach nur ein sehr stark aufgeknäueltes Schlaufsystem. Und dann geht es eben weiter über die tubuli recti und das mündet dann letztendlich in dem Mediastinum Testis.
Kann man sich quasi so vorstellen wie irgendwie so ein, ja, also diese Tubuli Seminiferi Contorti, die sind quasi wie so ein Schlauch, der sich dann irgendwie schließt und dann vorne raus über die Tubuli recti fließt es dann eben in dieses Mediastinum Testis. Es ist quasi einfach nur so ein System, wo irgendwie alles zusammenläuft.
Aber auch wenn das aussieht wie mehrere Schläuche, finde ich, im Querschnitt auf so einem Objekträger, ist es am Ende nur ein einziger Tubulus seminiferus contortus, der quasi in einen Tubulus rectus übergeht. Davon gibt es halt mehr in den einzelnen Lobuli. Ja, genau, in dem einzelnen Lobulus.
Und das ist eben der ganz zentrale Ort der Spermienbildung, also der Spermatogenese. Und die Epithelien, die wir hier finden, haben ganz spezielle Charakteristika. Und zwar sehen wir einmal hier sehr Toli-Zellen, deren Funktion liegt primär in der Aufrechterhaltung der Blutharnschranke. Und hier sind eben die Bluthahn-Schranke.
Ja, ich dachte gerade, Bluthodenschranke.
Okay, da ist ein...
Ja, aber das war natürlich eine Anlehnung an deinen Witz vorhin. Ist ja logisch, oder? Ja, ja, ne? Ja, ne? Genau. Also Bluthodenschranke.
Also die Epithelien der Tubuli, die haben auch spezielle Charakteristika, so wie überall im Prinzip. Und zwar gibt es hier die Sertoli-Zellen, deren Hauptfunktion liegt in der Aufrechterhaltung der Bluthodenschranke. Und hier sind dann eben Tide-Junctions. Das kennen wir ja schon aus den bisherigen Folgen.
Das gibt es ja immer wieder in Epithelbereichen. Und was ist der Sinn des Ganzen? Das Blut soll nicht in Kontakt kommen mit dem Sperma und dass eben keine Autoimmunreaktion stattfindet. Also dass irgendwie die Spermienzellen als körperfremd erkannt werden und dann irgendwas, das Immunsystem dagegen reagiert.
Und deswegen gibt es eben diese Schranke. Außerdem gibt es hier natürlich dann Schutz vor Fremdkörpern und die Sertolizellen bilden das androgen bindende Protein ABP. Insgesamt ist es dann noch so, die sitzen einer Basalmembran auf und man kann sich das so vorstellen, dass diese Zertoli-Zellen die Spermatozonen oder die ganzen Zellen, die sich in der Entwicklung befinden, umschließen.
Und das ist manchmal nicht so leicht, das abzugrenzen, was jetzt welche Zelle ist. Und da ist der große Hilfsfaktor, den man sich da nehmen kann, der Zellkern. Der ist nämlich bei den Zertoli-Zellen recht groß und hell. Und genau, das ist dann soweit die Abgrenzung. Außerdem finden wir dann eben noch Leidigzellen.
Das sind so kleinere Inseln zwischen den Tubuli. Und hier findet die Produktion von Testosteron statt, was natürlich, wie wir alle wissen, ein sehr wichtiges Sexualhormon ist.
Uga-Uga.
Und nur die Kombination aus FSH, also dem folykal stimulierenden Hormon und Testosteron, ermöglicht dann eben letztendlich die Spermatogenese. Und da die Leidigzellen als Testosteron-Produzenten Steroidhormone da eben bilden, haben sie auch die klassischen Eigenschaften dafür.
Bestimmt schon mal in der Endokrinium-Folge irgendwie mal kurz thematisiert, denke ich, war da nicht dabei, aber bestimmt.
Die kommt noch.
Ach, kommt noch! Diese.
Gut, auf jeden Fall finden wir tubuläre Mitochondrien. Also normalerweise kennt man diesen klassischen Typ Christell und hier ist es eben ein bisschen anders, sind Tubuli, Philiglattes, endoplasmatisches Reticulum und Lepidtröpfchen. Und dann genau insgesamt finden wir eben in der Lamina propria dann noch Myofibroblasten und wie ich gerade schon gesagt habe, die Vorstufen der Spermienzellen sind dann immer so ein bisschen dazwischen.
Das erklärt jetzt aber, denke ich mal, der Moritz noch mal ein bisschen genauer.
Genau, aber da muss man sich jetzt das wirklich hier klar machen an der Stelle. Also wenn man hier hört von den Sertoli-Zellen und von den Leidigzellen, das sind die Zellen, die wir in Verbindung bringen müssen mit dem männlichen Geschlechtsorgan, mit dem Hoden. Und die sind da eben auch in der Embryogenese ganz entscheidend, weil dann eben die Sertoli-Zellen, die produzieren dann eben dieses Antimüller-Hormon.
Also die Müller-Gänge wären quasi so die Vorstufen von den weiblichen Geschlechtsgängen. Und das Antimüller-Hormon ist dann dementsprechend das Hormon, das quasi verhindert, dass diese weiblichen Geschlechtsgänge ausproduziert werden oder ausdifferenziert werden und dann eben in Kombination mit den Testosteron produzierenden Leidigzellen sind das eben die charakteristischen Zellen.
Erstens für das männliche Geschlechtsorgan und zweitens aber eben auch für die Entwicklung zum männlichen Individuum. Machen wir eigentlich Embryo irgendwann noch? Bestimmt, gell?
Ja, vermutlich.
Eine extra Reihe dazu.
Eine extra Reihe, weil es ist einfach alles ein bisschen viel war. Aber das machen wir dann auch nochmal.
Genau. So, und jetzt beschäftigen wir uns mit The Rise of Siegfried.
Kommt die auflassen.
Ja, also es geht los mit den Stammzellen, wenn man so möchte. Also aus irgendwelchen Zellen muss es sich heraus differenzieren. Und aus diesen geht es los mit einer Phase von Mitose-Stufen. Also erstmal nur Zellteilungen, dann eine ganze Reihe von Meiosen, die hier sich anschließen, also die Meiose 1 und die Meiose 2 und anschließend dann noch eine Ausdifferenzierung von den dabei entstehenden Spermatiden.
Was hier Mitose und Meiose ist, ist jetzt nicht Thema an der Stelle hier gerade, aber sollte euch eben eben klar sein, was resultiert am Ende bei der Meiose und warum haben wir die Meiose genau hier jetzt vor Ort vorliegen. Ziel ist nämlich natürlich, dass bei den Zellen, die hier entstehen, nur haploide und nicht diploide Chromosomensätze bei rauskommen und genau deswegen muss hier natürlich eine Meiose stattfinden.
Gut, es geht los, wie gesagt, mit den Mitosen, die hier vorliegen und im Stadium der Mitosen sprechen wir von den Spermatogonien. Wir müssen uns vielleicht noch einmal kurz räumlich orientieren. Also wir sind jetzt genau da, wovon die Sumia gerade gesprochen hat. Wir sind quasi auf der Höhe von diesen Zertoli-Zellen und in diese Zertoli-Zellen oder im Bereich dieser Zertoli-Zellen haben wir jetzt alle möglichen Vorstufen, die sich jetzt von basal nach adluminal, also quasi zum Lumen der Tumuli-Seminiferikontorti hin entwickeln und dabei eben diesen Prozess, den ich gerade beschrieben habe, Mitose, Meiose, Reifung, eben immer weiter durchlaufen, also quasi immer näher an dieses Stadium, ich bin
ein Spermium, Siegfried ist entstanden.
Schön, dass du dich da so identifizierst, das freut mich.
Ich bin ja nicht weiterentwickeln können, genau. So, und dieses erste Stadium, also diese Mitose-Stufen, da spricht man von den Spermatogonien. Und da unterscheidet man.
Sperrose Spermatogonien. Ja, genau.
Und da unterscheidet man eben auch nochmal die Spermatogonien Typ A und die Spermatogonien Typ B. Und die, die mitotisch aktiv sind, sind hier die Spermatogonien Typ A. Das muss man sich vielleicht als klausurrelevantes Wissen kurz verinnerlichen. Und dann differenziert sich daraus aus diesen vermehrten Spermatogonien, differenzieren sich die Spermatozyten.
Die Spermatozyten sind jetzt die Vorstufen, die in der Meiose vorliegen. So, und da haben wir eigentlich mikroskopisch wahrnehmbar nur eine Phase in diesem gesamten Meioseprozess, der hier erfassbar ist. Weil die anderen Schritte eben einfach viel zu schnell durchlaufen. Und einfach dann, das ist einfach eine statistische Überlegung, wenn wir das einfach zufällig anschneiden, dann sehen wir nun mal die Phase, die bei allen am allerlängsten dauert, nämlich knapp drei Wochen.
Und das ist die Meiose 1. Denn wenn wir uns das vor Augen führen, da gab es ja irgendwie was, haben wir bei Bio, glaube ich, besprochen, da gab es dieses Diktän, also die Phase, kurz bevor es dann weitergeht mit der folgenden Phase, also nach der Prophase 1. Und genau in dieser Phase bleiben diese Spermatozyten eben ziemlich lange stecken.
Und dann reden wir von den sogenannten Spermatozyten Typ 1. Und die haben tatsächlich auch noch einen relativ prägnanten Zellkern, da neigt man dazu, den zu verwechseln mit dem Zellkern von den Sertoli-Zellen. So, und dann würde es theoretisch auch noch die Spermatozyten Typ 2 geben. Das wären die in der Meiose 2, aber die kann man, wie gesagt, kaum wirklich wahrnehmen, weil es da einfach nur ganz schnell vorüber geht.
So, also was hatten wir bisher an lichtmikroskopisch wahrnehmbaren Vorstufen? Wir hatten die Spermatogonien und wir hatten die Spermatozyten Typ 1. Und am Ende von diesem Meiose-Prozess entstehen dann die Spermatiden. Das sind die Zellen, die eben nach der Meiose 2 entstehen. Und da unterscheiden wir nochmal in frühe Spermatiden und späte Spermatiden.
Weil diese frühen Spermatiden sind eben die, die noch nicht wirklich ausgeprägte Differenzierungsvorgänge durchlaufen haben. Die kommen jetzt hier gerade frisch aus der Meiose, aber das sind eigentlich noch nicht wirklich Spermien. Also Siegfried hat sich zwar vermehrt und hat die Meiose durchlaufen, aber Siegfried ist noch nicht wirklich ein Spermium.
Und deswegen brauchen wir eben dann diese Phase hier sehr adluminal schon, also sehr nah zum Lumen hin, wo jetzt diese späten Spermatiden entstehen. Und da kommt es eben zu verschiedenen Vorgängen. Unter anderem schmilzt oder schrumpft der Zellkern massiv auf nur noch 10% des Volumens vorher. Es entsteht die für die Spermien sehr typische Geißel und das Akrosom wird ausgebildet.
Das ist ein wichtiges Prinzip, ein großes Lysosom, das quasi an der Spitze von den Spermien steht. Es ist wichtig für die Embryogenese, reden wir wann anders drüber. Also der Zellkern schrumpft, die Geißel wird ausgebildet und das Akrosom entsteht. Gleichzeitig wird dann eben der Rest von Zytoplasma, nämlich der sogenannte Residualkörper, von den Zertolizellen phagozytiert.
So, was man spannend fand, ist noch, dass es macht noch Sinn, dass die Mitochondrien, das habe ich auch mal eine Frage zu gesehen, wandern Richtung Geißel. Also sind quasi ganz, ganz unten quasi an dem Geißelmotor dran. Es macht ja auch Sinn, weil da werden sie gebraucht, weil da wird die meiste Energie verwendet.
Das habe ich auch schon mal gesehen, dass die Mitochondrien quasi so ein bisschen wandern und so ein bisschen nach unten Richtung Geißel gehen und sich also rund um die Geißel anlegen. Kann man sogar, glaube ich, auf gewissen EM-Schnitt nahe sehen, aber ich bin mir nicht ganz sicher. Das weiß ich nicht so im Detail.
Aber zumindest das habe ich auch schon mal als Frage gesehen, deswegen.
Sei es erwähnt. Gut, also wir haben jetzt hier einen ziemlich langen Weg, sind wir durchschritten, bis wir tatsächlich jetzt bei den Spermatozonen, also Spermien, angekommen sind. Und deswegen müssen wir jetzt noch einmal kurz klar machen, wie sind diese Spermien, die jetzt hier fertig entstanden sind im Laufe der Zeit, wie sehen die tatsächlich aus.
So, die sind ungefähr 60 Mikrometer lang, also nicht besonders groß, aber jetzt auch nicht super klein. Super Aussage an der Stelle. Sie haben einen Kopf mit eben dem Zellkern und dem Akrosom, habe ich gerade schon erwähnt, und ganz entscheidend eben diese Geißel. Das ist einfach im Prinzip nur, wenn man so möchte, wie ein Kinozillium.
Es ist eben, hat auch diese typische Struktur, diese 9 mal 2 plus 2 Struktur, die wir in der Biologiefolge kurz thematisiert hatten. Außerdem haben wir die stabilisierenden länglichen Zytokeratin-Fibrillen, die sich hier quasi einmal von vorne bis hinten durchspannen. So, und dann unterteilen wir auch noch dieses außer dem Kopf eben auch noch drei Teile an dem Axonema, wenn man so möchte.
Nämlich haben wir da einmal das Halsstück, das Mittelstück und den Hauptteil. So, am Halsstück haben wir die unmittelbare Verankerung dieses 9x2 plus 2 Körpers, dieser Geißel im Zentrosom. Im Mittelstück haben wir dann die Mitochondrien, die hier auch noch vorliegen. Die sind zirkulär dann eben angeordnet.
Das wurde tatsächlich bei uns in der Prüfung schon mal gefragt. Finde ich wahnsinnig dreist, dass man sowas abfragt. Und vor allem bei uns, naja, egal. Also bei uns war irgendwie so eine Formulierungssache war. Das da wurde irgendwie gesagt, dass die Mitochondrien kreisförmig seien. Und da dachte ich, das ist falsch, weil die sind natürlich nicht kreisförmig, sondern die sind kreisförmig angeordnet.
Habe ich dann irgendwie falsch gemacht. Okay, egal. Und dann haben wir noch den Hauptteil. Und in diesem Hauptteil, da haben wir quasi neben diesen länglichen, stabilisierenden Zytokeratin-Fibrillen auch noch Ringfasern, die das Ganze hier eben in der Stabilität unterstützen.
Spermchen. Das heißt quasi, wir haben jetzt die Spermien produziert. Ist die Frage, was passiert mit unserem Siegfried?
Ja, das läuft weiter und kommt erstmal im Nebenhoden an. Der Nebenhoden ist im Prinzip wie so eine Kappe, der dem Hoden aufgelagert ist. Und hier finden wir zwei Arten von Gängen. Und zwar erstmal die Ductulie Efferentis und den Ductus epididymides. Und die Ductyle Efferentis, die haben auch einen ganz spezifischen Aufbau, den man kennen sollte.
Und zwar haben die einfach einen wellenförmigen Epithelverlauf. So das ist im Prinzip die Take-Home-Atsch, die Kerninformation, die man zu den Ductyle Efferentes sich merken sollte. Hier haben wir nämlich hohe Zellen, die einen Kinozilienbesatz haben und deswegen für den Transport zuständig sind. Also.
Und tiefe Zellen, die oder flache Zellen, wie man möchte, die einen Mikrowilli Besatz haben und dann eben für die Ernährung zuständig sind. Genau, und letztendlich gibt es dann noch Epididymosomen. Das sind Zellen, die Substanzen für die Reifung sezenieren. Genau, und dann gibt es eben noch den Ductus epididymides, das ist die nächste Stelle oder der nächste Teil des Schlauchsystems.
Und hier finden wir dann eben ein zweireihiges Epithel mit einem Stereozilien-Besatz. Also zur Erinnerung nochmal, Stereozilien sind im Prinzip wie Mikrovilli und nicht Kinozilien. Und die Funktion hier ist die Sekretion eines säurehaltigen Sekrets. Also hier ist auch wichtig für die Säurestarre der Spermien.
Also das bedeutet im Prinzip, dass die Spermien mehr oder weniger vorläufig inaktiviert werden und erst später im Verlauf dann wieder.
Ich glaube dann irgendwie im Bereich von der vom Zervix oder so, dann also quasi kurz vorm weiblichen Uterus ist dann wieder alkalisches Sekret und das macht die dann quasi wieder beweglich. Hier ist wahrscheinlich einfach eine Frage von Energiemanagement. Ja, vermutlich.
Und hier findet an der Stelle auch noch eine Resorption von älteren Spermien statt, die dann eben nicht mehr gebraucht werden. Und insgesamt ist dann noch eine wichtige Information, oder ja, was ist wichtig, eine Information, dass beide Gänge in eine Lamina propria eingebettet sind. Gibt es ja im Prinzip überall, wo es Epithel gibt.
Und hier finden wir zunehmend Myofibroblasten, die natürlich auch eine Transportfunktion haben. Also Myofibroblasten haben natürlich gewisse kontraktile Funktionen. Und das Lumen nimmt im Verlauf dann weiter zu.
Genau, den nächsten Kollegen, der jetzt kommt, der ist uns schon mal im Makro begegnet, weil wir denen quasi im Funiculus spermaticus schon quasi beschrieben haben. Und zwar der liebe Kollege Ductus deferenz.
Genau, da geht es jetzt im Prinzip dann um die Austreibung des Spermien, also quasi bei der Ejakulation, dann die schnelle Austreibung, die hier erfolgen muss. Und da münden aber quasi, also dieses der Ductusdefferenz selbst, der mündet dann eben im Ductus ejakulatorius zusammen mit dem Ausführungsgang aus den Samenbläschen in, also durch die Prostata in die Oretra.
Aber das haben wir ja in der Makroskopie alle auch schon durchgekaut im Prinzip. So, hier schauen wir uns jetzt den mikroskopischen Aufbau an. Und da haben wir jetzt eben wieder einen durchaus strukturierten, komplexeren Aufbau. Also wir haben die Adventitia, also quasi die ganz äußere Schicht. Dann haben wir die Lamina muskularis, hier jetzt durchaus strukturiert, also eine Längsschicht, eine Querschicht und wieder eine Längsschicht.
Und abschließend die Lamina epithelialis, also ein Epithelgewebe, das zweireihig und hochprismatisch ist und eben durchaus noch Stereozilien hat, die aber im Laufe der, also quasi immer je näher wir zu Oretra gehen, eben immer mehr abnehmen. Und insgesamt kann man sich eben auch dieses Trend beobachten.
Das hatten wir ja vorhin ja auch schon. Also wir haben in den Ductuli Efferentis, da haben wir noch Kinozilien, also da haben wir den Transporten rüber Kinozilien und dann wird eben auch schon im Ductus epididymides durchaus strukturierteres glattes Muskelzellgewebe bis zum sehr strukturierten Aufbau dann im Ductusdeferenz, weil es da dann eben tatsächlich keine Kinozilien oder sowas mehr gibt, die hier wirklich den Transport machen, sondern eben über die Muskelkontraktion wird hier dann eben das Ejakulat ausgetrieben.
So, ich habe mir noch aufgeschrieben, dass man ein bisschen aufpassen muss, dass man es nicht mit dem Ösophagus verwechselt. Das ist klingt immer so ein bisschen befremdlich. Aber wenn man das jetzt im Mikroskop vor sich hat, dann kann das durchaus passieren. Also man sieht hier irgendwie Epithel und Muskelgewebe und kann dann eventuell im ersten Moment daran drinken, oh ja, könnte doch vielleicht auch Ösophagus sein.
Aber wenn man sich das einmal im Detail anschaut, dann sieht man natürlich, wir haben hier kein mehr schichtig und vorhauen das Plattenepithel, wie wir es beim Ösophagus hätten. Die haben ein ganz anderes Lumen natürlich beim Ding.
Also ich meine, wenn ich es direkt unter Mikroskop sehe, gebe ich dir recht. Aber ich frage mich halt immer, ein Ösophagus ist ein Schlauch, ne? Und so ein Duktusdefferenz, also eine Frage.
Ja, aber es lohnt sich immer, das Präparat einmal kurz vor Augen zu halten. Dass man da so ein bisschen eine Reell... Größenordnung irgendwie sich vor Augen halten kann.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Sofaguss quasi ein ganzer Schnitt drauf ist. Das wird ja immer nur ein Ausschnitt sein, oder nicht? Also ich meine, das wäre ja schon ein ordentlich großes Objektträgerschild.
Gut, wir haben auch alle nur einen einzigen, einen einzigen Histokurs in die Präsenz gehabt, aber das ist ein guter Tipp.
Und wir wollten noch einmal ganz kurz auf die makroskopische Beziehung hier wieder eingehen, weil es natürlich dann im irgendwie auch im Verweis auf die mündliche Prüfung, die man eventuell dann auch im Physikum mal erwartet, wo man dann irgendwie Makro und Mikro so ein bisschen kombinieren muss. Ist das bedrängt?
Ja, davon können wir auch nur vom Hörensagen sprechen, aber wir haben gehört, dass man da eventuell Makro und Mikro kombinieren muss und deswegen sollte man sich klar machen, beim Phoniculus spermaticus, was zieht er so durch? Und das ist eben einmal der Ductus deferenz zusammen mit dem Plexus testicularis, ja, das ist ein Nervengeflecht und dazu noch zwei verschiedene Arterien, nämlich einmal die Arteria ductus deferentis aus der Arteria iliaca interna und die Arteria testicularis mit den entsprechenden Vene testicularis aus der Arteria renalis.
Bei den Vene testicularis spricht man eben dann auch vom Plexus pampiniformis.
Nee, da kann man sich zurück erinnern, wenn es abgeklemmt wird, dann wird es so schön dickes Ei, ne? Wenn man sich zurück erinnert, ich weiß nicht, wer hat nochmal Makro gemacht?
Ich glaube, ich war da dabei.
Ja, stimmt. Stimmt, es war so.
Es war froh, wie ihr mir nicht geglaubt habt, dass 180 Liter der Primärhahn sind.
Ja, ich erinnere mich erinnere mich. Genau, ja. Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme.
Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt. Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge. So und leider, was heißt leider Gottes, logischerweise, sind die Spermien nur ein relativ geringer Anteil von dem Ejakulat, was am Ende bei rauskommt.
Deswegen müssen wir auf dem Weg noch schön ordentlich Saft dazugeben, dass wir auch ein bisschen Masse haben. Dass wir da auch ein bisschen weit kommen. Und das Erste, was einem da so begegnet, wäre die Glandula vesikulosa.
Ja, und das ist vor allem auch wichtig, dass die Spermien auf dem Weg dahin überleben und nicht in der Zwischenzeit verrecken, weil sie nichts zu essen haben. Der Siegular ist. Genau, und deswegen ist die Glandula-Vesikulose, die spielt da eine sehr große Rolle. Die hat nämlich ihre Hauptfunktion darin, dass sie Fructose sezerni und andere spezifische Substanzen.
Die bildet, also das Sekret bildet 70% des Ejakulats, also einen Großteil aus. Und histologisch stellt sie sich so dar, dass wir eine aufgeknollte Drüse wieder haben, also aufgeknolltes Gangsystem, was dann am Ende eine Drüse gibt. Und hier ist es auch so, dass insgesamt 15 cm an Schlauchlänge quasi zusammengeknäult werden, also auch wieder eine ziemlich lange Strecke dafür, wie klein das am Ende ist.
Und wir finden hier zweireieig bis mehrreihiges Epithel. Ja, und wenn wir da durch sind, dann geht es direkt, oder wenn der Siegfried da durch ist, geht es dann direkt weiter in die Prostata. Und hier finden wir viele kleine tubulo-alveoläre Einzeldrüsen. Und die sind auch in der Regel so angeschnitten, dass wir verschiedene Zonen da entdecken.
Die sind jetzt nicht so super relevant, aber nur, dass ihr schon mal gehört habt, dass es da eine Unterteilung gibt. Dann finden wir eben in dem Stroma, also es gibt so ein fibromuskuläres Stroma, was die Drüsen umgibt, das ist im Prinzip Bindegewebe mit vielen glatten Muskelzellen und das ergänzt sich einfach auch ganz genau mit dem, was Moritz gerade schon gesagt hat, dass wir jetzt vor allem durch die Kraft von kontraktilen Elementen, also von Muskelzellen, denen das Ejakulat austreiben und oder beziehungsweise wir ich nicht, dass der das Gewebe...
Wir können es schaffen, ne? Wir können das schaffen.
Ich fühle mich da direkt rein. Okay, also weiter geht's. Es gibt, also die wichtigste Differenzialdiagnose der Prostata, ist, dass wir hier finden. Wir finden hier Prostatasteine im Lumen. Und das sind im Prinzip einfach nur Sekretbestandteile und abgeschilferte Epithelzellen. Also das ist so das, wie ihr das differenzieren könnt, auch von zum Beispiel der laktierenden Mama.
Da wird auch oft irgendwie davor gewarnt. Das besprechen wir in der nächsten oder übernächsten Folge, je nachdem, in der Folge zum weiblichen Geschlechtsorgan nochmal genauer. Aber so im Prinzip, sobald man diese Drüsen, die Prostatasteine entdeckt, ist eigentlich klar, dass es sich um die Prostata handeln muss.
Wir sehen zweireihiges Epithel und genau die Funktion an sich ist wieder eine Sekretion von vor allem leicht saurem Sekret. Und ganz spezifisch hier ist die saure Phosphatase, die auch in der Forensik, also in der Kriminalmedizin, verwendet wird, zur Aufklärung von Vergewaltigungsfällen zum Beispiel.
So, und jetzt ist man ein weiter Weg vom Siegfried, deswegen jetzt nochmal im Schnelldurchgang.
Genau, jetzt haben wir noch einmal kurz, weil ich das sehr verwirrend fanden, da mit diesen ganzen Drüsengängen und dann hat man irgendwie schon alle möglichen anderen Luminar irgendwann mal kennengelernt im Laufe der Zeit. Deswegen ist es manchmal wichtig, dass man sich irgendwie so für so die Blickdiagnose oder für das erste Verständnis immer so ein paar oder einzelne Kernkriterien vor Augen hält, was macht es denn jetzt wirklich unterm Strich aus.
So, und da fangen wir an mit den Tubuli seminiferi contorti. Hatten wir ganz am Anfang. Die haben ein hochprismatisches Epithel und wir sehen darin eben viele Spermienvorstufen, die sich dann irgendwie zu einem sehr dunklen Zellkern Richtung Lumen hin weiter differenzieren. Also hochprismatisch, viele Spermienvorstufen, das ist der Tubulus seminiferus contortus.
Und da geht es dann eben um die Produktion vom Siegfried. Und dann schließt sich daran eben, schließen sich die Dukduli Efferentis an. Die haben als Kernkriterium eben diesen wellenförmigen Epithelverlauf, also hohe und etwas tiefere Zellen im Wechsel. Da geht es um die Weiterleitung über die Kinozilien, also quasi diese höheren Zellen und die Ernährung über diese etwas tieferen Zellen und deren Sterozilien.
Und daran schließt sich dann wiederum der Ductus Epididymides an. Da sind wir jetzt im Nebenhoden. Kernkriterium Zweireigkeit. Das haben wir davor noch nicht gesehen. Jetzt sehen wir hier diese klassische Zweireigkeit. Da geht es vor allem dann eben um die Sekretion und mehr oder weniger kurzfristige Speicherung auch.
Und dann folgt daran eben der Ductusdeferenz, hatten wir mit einem etwas komplexeren Aufbau mit strukturierten Muskelschichten, wie wir sie davor einfach noch nicht gesehen haben. Und da geht es jetzt im Kern eben um die Austreibung des Erkulats.
Genau, so. Und da wir jetzt ein bisschen Zeit übrig haben, möchte ich euch ein bisschen in eine prekäre Lage bringen. Und zwar, ich weiß nicht, wer es war, aber irgendein Dozent, Dozentin hat mal gemeint, im Physikum wurde gefragt nach der Menge des E-Kulats. So, und ich hätte gerne, dass ihr zwar jetzt schätzt.
Ich habe gehört, dass in dem Physikum die männlichen Teilnehmer, Prüfungsteilnehmer das maßlos überschätzt haben. Möchte ich hier nochmal hinzufügen.
Habe ich nämlich auch gelesen. Wisst ihr noch, wie viel es war?
Ich weiß es tatsächlich, aber das lasse ich einfach. Ich habe es neulich sehr geschaut.
Ich muss mal liefern hier.
Da schieben wir einfach mal 3 Milliliter ins Rennen. Wahnsinn!
Zwei bis sechs. Ich habe auch 3 Milliliter gegeben. Was ich sehr, sehr weird fand. Ich habe gerade, um es nochmal zu verifizieren, das in eine gängige Suchmaschine eingegeben. Okay. Und der erste Suchvorschlag war Menge Jakulat-Hund. What the fuck? Wer will sowas wissen? Aber scheinbar gibt es relativ viele Menschen, die nach Hundeerjakulaten googeln und damit schließen wir die Folge jetzt ab.
Hast du einen Folgentitel? Habt ihr einen Folgentitel gefunden? Oh, keine Ahnung, also. Das mit Siegfrieds Weg? Siegfrieds Weg.
Ja, das ist süß. Packt euch nicht so.
Holt mich noch nicht so ganz ab, aber vielleicht finden wir auf dem Weg danach noch was.
Naja, damit ließen wir abgewürdig. Siegfrieds Weg, damit ich mich durchsetzen kann. Und dann sehen wir uns vielleicht bei den Beide.
Ich wünsche euch noch viel Freude. Bis zum nächsten Mal, gell?
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie an Arzt und Apotheker.