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Shownotes
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HISTO 17: Von der tauben Katze
- In dieser Folge ist uns nach dem Sehen auch das Hören vergangen! Wir schließen mit euch die Sinnesorgane mit Pauken(höhlen) und Trompeten ab. Neben der Histologie der letzten drei Sinne erfahrt ihr auch, warum es nichts bringt, weiße Katzen anzuschreien und wieso Nierenmedikamente taub machen können. In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zur makroskopischen Anatomie des Ohrs und der Nase (tinyurl.com/ana-kopf-hals-3) zum Wiederholen :)
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() - Hören() - Gleichgewicht() - Riechen() - Schmecken
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Was für eine Pizza schmeckst du jetzt?
Oh, ich muss sagen, ich finde ananasförmte Pizza ziemlich geil. Aber das spalte ich die Gesellschaft.
Wollen wir nicht zu politisch werden? Trommelwirbelfreunde, es gibt die Auflösung. Ich bin so heiß. Ich habe keine Ahnung.
Das war doch das Intro von irgendwo. Nee, das war das.
Copyright, copyright, copyright. Nein. Also, wir wollen noch wissen, wie viel ein Mensch weint. Kannst du das erstmal begrüßen? Und dann kannst du sagen, wer hier ist. Ich bin immer so aufgeregt. Okay, also ich bin hier, ich bin der Leo.
Binder Moritz? Ja, lassen wir mal vorzuteilen.
Ich bin die Sumir. Hi.
Ich bin der Moritz, hallo.
Okay, alles klar, haben wir das geklärt. Bisschen chaotischer Anfang, aber ich bin so aufgeregt.
Habt ihr denn jetzt euch eine Antwort überlegt?
Also ich fand deine Aussage mit zu viel auf jeden Fall schon mal gut.
Ich würde erstmal hier die anderen Leute abholen. Vielleicht gibt es ja hier Leute, die sind irgendwie Experten für die anderen Sinne und sind jetzt nur für die Ohren hier eingestiegen. Okay. Und deswegen hier noch kurz die Frage wiederholen. Also wie viel weint man in seinem Leben? Ein durchschnittlicher Mensch.
Ich frage mich auch, wer sowas misst, aber egal. Und wie sowas gemessen wird, aber es gibt eine Angabe, eine semi-seriöse Angabe im Internet, wie viele Liter man in seinem Leben durchschnittlich weint.
Zack jetzt einfach mal.
Du musst runterzählen.
Wer traut sich zuerst aus? In drei, zwei, eins, zwei. Zwei Liter. Fünf sagt Weihrauch und zu mir zwei. Vorstellen. Ganz schnell coole Hunde seid ihr. Es sind tatsächlich dann doch 80. Andere Quellen sagen 100. Was? Oder wie man als Ausstellung ist.
So viel Wasser kommt denn doch gar nicht raus, wenn du einmal weinst.
Oder wie man das als Medizinstudent auch nennt.
unknown Umsorg.
Naja. Ja, okay. Traurig. Aber ich habe ein schönes Thema, um davon abzulenken. Und zwar ist es jetzt schon dunkel draußen und ich habe saumäßig Hunger. Und deswegen kommen wir wieder zurück zu unserem Analogon de Pizza.
Na, danke für gar nichts.
Bitte, ne? Ganz kurze Werbung.
Ich benutze eigentlich Zeit Semester 2 ein Programm namens Anki. Da kann man so mit digitalen Karteikarten lernen, was das Lernen einfach viel effizienter macht. Fürs Physikum gibt es da zum Beispiel auch vorbereitete Decks. Und das Coole ist, dass man Anki selbst nochmal erweitern kann. Und zwar mit sogenannten Add-ons.
Und da gibt es ein neues von Meditrix, was wir im Team vorab testen durften. Da werden euch dann zum Beispiel im Physikumsdeck von AnkiFhil zusätzlich mehr Kilfen und Esusbrücken von Meditrix angezeigt, sodass es gerne nochmal viel abwechslungsreicher wird und mehr Sinne anspricht.
Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, da klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SidusInversus15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditrix-Abo. Sidusinversus15. Jetzt sichern. Das war's schon. So, es lauft das Wasser im Munde zusammen. Worum es nämlich geht, wir hangeln uns an die restlichen Sinnen außer dem Sehen.
Worum es nämlich geht, ums Ohr. Ja, es geht irgendwie andere Sinne. Es ist beim ersten Sinnesorgan hinkt es ein bisschen, aber wir haben uns überlegt, dass das Knacken der Knacken der Pizzakruste natürlich auch auditiv aufgenommen werden muss. Deswegen Ohr, Nase und Mund mit Schmecken. Folget auf das Auge.
Genau.
Und wir starten mit dem Ohr. Ein sehr spannender und nicht unkomplizierter, aber trotzdem handlicher Sinn, wie ich. Absolutes Lieblingsthema. Lieblingsthema? Ja, schauen wir uns so. Im jetzt so in Lampe Histo oder nur im ZNS-Bereich?
Nee, hier im ZNS-Bereich.
Ohr ist richtig cool. Okay. Ja, alles klar. Hab ich auch gehört. Spitzt eure Lauscher. Leo bist auch so ein Riesenfan. Nein, ich wollte einfach einen schlechten Witz bringen. Okay, also, also wir fangen jetzt mal an. Das Ohr. Ich starte mit dem Aufbau. Sumir versucht euch dann ein wenig funktionell abzuholen.
Ich versuche.
Sumir wird euch mit Ansichtheit angrenzender Wahrscheinlichkeit vielleicht funktionell abholen. Genau. So, also der Aufbau der Kochlea. Habt ihr vielleicht aus dem Preppkurs noch ein bisschen im Ohr. Das ist ja so ein Schnecken.
Das ist natürlich zu schlecht, ey. Katastrophe.
Gott, oh Gott, oh Gott. Okay, das habt ihr vielleicht noch so ein bisschen im Sinn, wollte ich eigentlich sagen, oder vor eurem inneren Auge. Also so ein schneckenförmig aufgerolltes Knochenrohr, wenn man so will. Also einfach nur ein Knochenrohr. Und in diesem Knochenrohr, man spricht, also man spricht bei diesem Knochenrahmen eben auch von dem knöchernen Labyrinth und innerhalb von diesem Knochenrohr, da ist eine zentrale Struktur, nämlich so ein Schlauch, wenn man so will, nämlich der Ductus cochlearis.
Man spricht dann auch von dem Endolymphraum, weil da eben quasi Endolymphe drin ist und in dem Bereich drumherum, der dann eben quasi außerhalb von dem Schlauch, also quasi außerhalb von dem Ductus cochlearis, aber noch innerhalb von diesem Knochen ist, das ist dann eben dann der Perilympraum. So, und dieser Ductus cochlearis kann man sich ungefähr so vorstellen, ja eben wie so ein Dreieck, das im Rohr liegt.
Nämlich quasi ein Dreieck, das drei Begrenzungen hat, wie das bei Dreiecken nun mal so ist. Und diese drei Begrenzungen. Und diese drei Begrenzungen, die können wir jetzt einmal durchgehen. Und nämlich haben wir oben außerhalb noch, also ich rede jetzt nicht von der. Ah, fuck. Und diese Begrenzungen können wir jetzt einmal durchgehen.
Und da haben wir nämlich oben die Reisnermembran, unten die Basilarmembran und an der Seite die Stria vascularis. So, die Reisnermembran ist einfach nur so ein ganz kleines Ding, also so eine ganz feine Membran, die auch funktionell nicht von so großer Bedeutung ist, aber wenn sie kaputt geht, Probleme macht.
Unten haben wir die Basilarmembran. Und an der Seite von dieser Basilarmembran, da sind die beiden Befestigungen davon, nämlich einmal auf der mittleren Seite, also quasi zum Ganglion Spirale hin, da kommen wir gleich noch dazu, die Lamina Spiralis ossea, das ist so eine dünne Knochenschicht, und an der Seite das Ligamentum spirale.
So. Dann haben wir noch die dritte Begrenzung, das ist nämlich diese Striavascularis. Diese Stria vascularis, die besteht jetzt aus mehreren Schichten und hat als wichtigste Eigenschaft die Produktion von dieser Endolymphe. Also die quasi in dem Inneren von diesem Dreieck, in dem Inneren von diesem kleinen Schlauch eben vorliegt.
Das wird über die Stria vascularis die äußere Begrenzung des Dreiecks produziert. Und tatsächlich haben wir hier vorkommend Melanozyten. Und das ist so ein bisschen überraschend, finde ich, warum sind auf einmal Melanozyten? Aber ist halt so.
Und da gibt es so einen kleinen Funfact dazu. Und zwar, weiße Katzen, die auch blaue Augen haben, sind meistens taub. Und das ist eigentlich super spannend, weil die haben einen Gendefekt, der dazu führt, dass sie einen Mangel an Melanozyten haben. Und dann zeigt sich natürlich in der weißen Farbe in den blauen Augen, aber eben auch daran, dass sie oft oder meistens taub sind.
Und es zeigt halt irgendwie überraschenderweise auch, dass diese Melanozyten irgendwie eine funktionelle Funktion haben. Also eine Relevanz haben, eine funktionelle Relevanz. Eine flexibelle Funktion. Ja, aber also, dass sie eine Relevanz haben für die Funktion. Also was ich zumindest überraschend finde, weil es mir nicht erschließt.
Das stimmt.
Farbe woher, okay.
Die scheint irgendwie wichtig zu sein in irgendeiner Form. Sonst können wir noch kurz zwei weitere Begriffe einführen, die ich bisher noch nicht genannt habe, nämlich die Scala vestibuli und die Scala Tympanie. Wir hatten jetzt nämlich schon die Begrenzung quasi oder die Grenze an der oberen Seite genannt, nämlich die Reisnermembran.
Und wenn wir quasi noch weiter hochgehen, dann ist da die Scala vestibuli. Und unterhalb von der Basilarmembran haben wir die Skala Tympanie. Das ist quasi eine Benennung von diesen beiden vorhin erwähnten Perilymphräumen. So, wir gehen jetzt aber wieder zurück in den Endolymphraum, also quasi in den Ductus cochlearis.
Da hatten wir die untere Begrenzung, nämlich die Basilarmembran. Und auf dieser Basilarmembran, da sitzt jetzt das zentrale rezeptive Organ für die Wahrnehmung von Geräuschen, nämlich das Kortiorgan. Und in diesem Kortiorgan, da haben wir eine ganze Menge Stützzellen, könnt ihr euch, wenn ihr da motiviert seid, euch gerne anschauen.
Aber so richtig relevant sind vor allem die rezeptiven Zellen, nämlich die Haarzellen. Da haben wir eine innere Haarzelle und typischerweise drei äußere Haarzellen, die, weil das Ganze natürlich nicht nur ein einzelnes Kortiorgan ist, dann eher quasi Reihen sind. Also eine Reihe innerer Haarzellen und drei Reihen äußere Haarzellen.
Ich fand das ganz cool, ganz kurz, es gibt eine Art von Stütz oder eine Art von diesen zusätzlichen Zellen, die heißen Claudius-Zellen, da muss ich immer an dich denken.
Ja. Die Insider wissen nämlich, dass ich einen zweiten Namen habe einen zweiten Namen? Ach, Paul. Leo Paul Weiroch. Oh, ich nicht. Du hast keine Angebot.
Leider nicht.
Ja, mein. Okay, egal. Also Claudius. Ich wollte gerade erzählen, dass mein erster Bruder, der hat irgendwie so acht zweiten Namen. Weil irgendwie meine gesamte Verwandtschaft bei dem untergebracht werden musste. Hätte ja keiner wissen können, dass danach noch sechs weitere Kinder kommen. Okay. Auf diesen Haarzellen, da sind jetzt dann Stereozilien.
Und diese Stereozilien sind untereinander verbunden mit sogenannten Tiplinks. Und das ist jetzt dann gleich von funktioneller Relevanz, wenn diese Stereozilien, die auf den Haarzellen sind, wenn die abknicken, dann öffnen sich Kaliumkanäle. Ja, und wie das Ganze zusammenhängt, das erklärt euch jetzt die zu mir.
Ja, wir schauen uns jetzt aber erstmal noch den Weg des Schalls von außen nach innen nochmal genau an. Und dafür hatte der Moritz eine super Idee, und zwar Chantal-De Schallwelle. Fand ich cool und das habe ich jetzt direkt aufgegriffen.
Ja. Also man muss halt irgendwie braucht einen Vornamen, der mit SCH anfängt.
Ich finchal die Schallwelle. Chanté. Super. Ja, genau. Also wir haben das Geräusch, wenn wir die Pizza auf die Pizza beißen, oder wenn jemand anders auf die Pizza beißt, die wir gerne hätten, dann landet es bei uns über die Ohrmuschel im Außenohr und dann über das Trommelfell im Mittelohr. Das Mittelohr wissen wir alle, da sind die Gehörknöchelchen, also Hammer, Amboss und Steigbügel.
Und die werden in Schwingung versetzt durch Chantal. Und dann kommen wir letztendlich über den Stapis. Der hat ja eine Verbindung zum ovalen Fenster. Und Chantal wird dann reingelassen durch dieses ovale Fenster und ist jetzt wo? Moritz?
In der Scala vestibuli.
Ganz genau. Und das ist eben im Perilympfraum, in dem oberen Anteil.
Was ich mir, also ich finde, also man muss sich ja irgendwie merken, es gibt eine Scala vestibuli und es gibt eine Scala Tympanica.
Tympani?
Tympanie, genau. Und ich finde, wenn man sich quasi vom Schall des denkt, der will erstmal weg. Weg, so wie V oder W irgendwie, also Scala vestibuli erstmal weg, ist quasi die erste Scala, die die Schallwelle quasi erreicht.
Ja, genau. Und die Schallwelle wandert dann Richtung Helikotrema, also Richtung der Spitze dieses Rohrs, was wir vorher schon definiert haben. Und auf dem Weg werden eben diese Schwingungen, also die Perilymphe in der Scala vestibuli wird eben in Schwingung versetzt. Und das führt dazu, dass die Reisner-Membrane in Schwingung versetzt wird und dann eben die Endolymphe und das Ganze auf die Endolymphe übertragen wird.
Wie und warum passiert das Ganze jetzt? Warum ist da überhaupt Flüssigkeit drin? Warum ist da nicht einfach Luft? Und da kann man sich eigentlich aus zwei einfachen Regeln aus der Physik bedienen, die eigentlich miteinander zusammenhängen. Einmal die Schallausbreitung in Flüssigkeit ist einfach sehr gut.
Im Vergleich zu Luft ist sie in Wasser sogar fünfmal höher. Und das zweite ist, dass Wasser nicht komprimierbar ist. Wenn ich jetzt irgendwie eine Wasserbombe nehme und da 200 Milliliter Wasser reinfülle, und dann will ich die in eine Box packen, die 190 Milliliter Volumen fasst. Also einfach nur so ein kleines bisschen kleiner ist.
Da kann ich noch so viel drücken, wie ich will. Das wird nicht reinpassen. Also das wird entweder zerplatzen oder ich kriege die Box nicht zu. Das heißt, was merken wir uns daraus oder was lernen wir daraus? Wasser ist nicht komprimierbar. Das heißt, wenn da eine Schwingungsenergie draufgegeben wird, dann ändert es nichts am Volumen, sondern es wird einfach übertragen auf das nächste Medium.
Und das ist jetzt im Fall der Perilymphe, die Reisnermembran und dann die Endolymphe. Was passiert dann letztendlich? Es kommt zu einer Schwingung, also zu einer Versetzung der Basilarmembran in Schwingung. Und jetzt wird es spannend. Wir haben ja gerade gehört, dass das Kortiorgan eine zentrale Rolle hier spielt.
Und zwar die äußeren Haarzellen oder die generell, ja doch, die äußeren Haarzellen, die Stereozidien der äußeren Haarzellen, die kommen in Kontakt mit der Tektorialmembran. Also nochmal eine Membran in diesem Endolymphraum, die dafür sorgen, dass diese Stereozilien besser abknicken können. So ein bisschen wie so Dominosteine eigentlich geht es aneinander.
Aber ich glaube, die sind so ein bisschen stabiler, diese Tektorialmembran. Genau, ja. Weil dann die Basilarmembran so ins Schwingen kommt, gehen die einfach näher aneinander und dann zack, zickt das.
Genau, das nähert sich so an. Und das kommt es zu einer Reizung dieser äußeren Haarzellen. Und was passiert? Hier kommt, es zu einer Depolarisation, führt dazu, dass die sich verkürzen. Und da ist das Prestin von hoher Relevanz. Es sitzt da so in der Seite von dieser Zelle drin oder ganz viele davon und verkürzen diese äußere Haarzelle.
Und das verstärkt dann die Auslenkung der Basilarmembran. Also die ist ja eh schon in Schwingung, das wird jetzt einfach nur nochmal weiter verstärkt. Und jetzt werden die inneren Haarzellen oder die innere Haarzelle, vielmehr an der Stelle, wird gereizt, indem es zu einem vermehrten Kontakt mit der Tektorialmembran kommt und dann es zu einem afferenten Sinnesreiz kommt.
Also es ist ein bisschen, muss man sich einmal klar machen, muss man sich einmal durchdenken, aber eigentlich ziemlich logisch.
Muss man sich klar machen. Ja, das wird hier inflationär verwendet. Von der Funktion. Also äußere Haarzellen reagieren auf einen Reiz, auf das Abknicken durch eine Verkürzung. Und die inneren Haarzellen, die reagieren eben quasi mit einer Ausschüttung von Glutamat oder so. Also das ist Key. Das müsst ihr euch sagen.
Genau, ja. So, und was macht dann Chantal weiter? Also Chantal läuft dann noch weiter zum Helikotrema, waren wir schon. Und dann über die Scala Tympanie. Also da ist ja, das ist ja eigentlich ein Raum, dieser Perilymph-Raum. Dann geht es wieder zurück Richtung Ursprung, aber nicht zum ovalen Fenster, sondern zum Runden.
Und dort wird dann die in Anführungsstrichen überschüssige Energie dann als Mittelohr wieder abgegeben. Also es geht nicht einfach irgendwo hin. Das jetzt erstmal zur Funktion. Dann haben wir noch einmal ganz kurz die Begriffe Endo- und Perilymphe hatten wir gerade schon, will ich jetzt einmal nochmal näher drauf eingehen.
Die Perilymphe ist natriumreich und vermutlich ein Ultrafiltrat des Liquors, das weiß man aber noch nicht ganz hundertprozentig genau.
Das ist also ungefähr vergleichbar mit extrazellular.
Ja, genau. Und die Endolymphe ist kaliumreich und entspricht etwa dem Intrazellularraum. Und ich finde, das kann man sich auch gut merken. Endoin-, Intrazellularraum. Und hier, das ist eben wichtig, das Kalium wird von der Stria vascularis sezerniert. Und zwar ist der NKCC1, ist jetzt nicht so relevant, welcher Transporter das ist, aber dieser Co-Transporter, der sitzt dann in der Stria vascularis und ist dafür zuständig, dass das Kalium in den Endolymphraum abgegeben wird.
Vielleicht habt ihr schon mal zufälligerweise in die Schleife-Dioretiker eurer Großeltern reingeschaut und habt dann in der Packungsbeilage gelesen. Was? Hast du noch was? Was?
Was machst du in deiner Freizeit? Junge! Geh mal raus, ja? Geh mal auf ins Fußballspielen, mach irgendwas. Oh leck, okay.
Nee, also ich lese gerne in meiner Freizeitpackungsbeilage.
Okay.
Nee, also ehrlicherweise habe ich noch nie eine Packungsbeilage gelesen, aber falls ihr das schon mal gemacht habt, dann werdet ihr vielleicht feststellen, dass bei den Schleifendiuretikern steht, dass sie dazu führen können, in seltenen Fällen, dass es zu einer Gehörminderung kommt. Und vielleicht fragt man sich, woran das liegt.
Das liegt eben genau daran, dass diese Schleifendiuretiker oft genauso aufgebaut sind, dass sie den NKCC2 aus der Niere hemmen. Und wenn sie den NKCC2 hemmen, dann werden sie wohl auch zu einem sehr großen Anteil den NKCC1 hemmen. Und durch die Hemmung des NKCC1, der dann eben im Ohr ist, kann dann eben entsprechend weniger Kalium seherniert werden, das dann eben von entscheidender funktioneller Relevanz ist.
Das ist aber tatsächlich relativ selten. Also das passiert nur, ist jetzt völlig unwichtig für Histo, aber das passiert nur, wenn man das in hohen Dosen intravenös gibt. Normalerweise macht man das nicht. Aber das ist jetzt so ein Ausflug aus der Pharma. Wild. Gut. Diese unterschiedlichen Elektrolytkonzentrationen in Peri und Endolymphe sind dann wichtig für die Entstehung des Aktionspotentials, jeweils in der afferenten und efferenten Nervenfaser.
Und das Kalium strömt eigentlich normalerweise aus den Zellen heraus. Kennen wir ja. Hier ist es aber ein Kalium-Einstrom, also auch das vielleicht nochmal.
Ja, aber das wollt ihr doch auch unbedingt wissen, dass es hier nicht daran liegt, dass das Kalium irgendwie einen krassen Konzentrationsgradienten hat, sondern dass es nur einem elektrischen Gradienten liegt. Und ich glaube, daher kommt dann vermutlich der Einstrom, weil ansonsten ist es ja relativ unnormal.
Ja. Aber naja, wild.
Jetzt noch ein ganz kleiner Punkt zum Gleichgewichtsorgan. Ich muss sagen, ich war damals ein bisschen enttäuscht, dass es so stiefmetterlich behandelt wird, aber es ist tatsächlich echt nicht so viel. Also da haben wir den Sacculus und Utriculus, die sind zuständig für die Linearbeschleunigung und da haben wir die Sinneszellfelder, die nennen sich Makule Staticae.
Und dann gibt es noch die drei Bogengänge, die kennt jeder, die sind zuständig für die Drehbeschleunigung und da haben wir eben die Christerampularis als Sinneszellfelder. Und die Funktionsweise ist im Prinzip fast gleich zum Quortiorgan. Ein sehr großer und eigentlich, also ja, wie wichtig das ist, kann man jetzt drüber streiten, aber ein Unterschied ist, dass die Haarzellen hier im Gleichgewichtsorgan noch zusätzlich ein Kinozillium besitzen und das haben die Haarzellen im Quartiorgan nicht.
Aber das war es eigentlich im Prinzip.
Vor allem für die Physio müssen wir da nochmal drauf. Freut euch da in der Physio auf ein schönes Praktikum. Also ein schönes Tagmus.
unknown Macht Spaß.
Geil. Ja, so, jetzt haben wir genug von der Pizza gehört. Jetzt, ich kann es ja schon fast riechen, weil ich so einen Kohldampf habe. Also, Moritz Lieblingspizza? Lieblingspizza? Ja.
Ich bin so ein klassischer, so ein natürlicher Typ. Immer noch eine Margarita.
Margarita, okay. Dann. Was ist denn deine Lieblingspizza? Meine Lieblingspizza. Also ich muss sagen, ich finde Capräse extrem geil mit so ein bisschen Basilikum drauf. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Was ist Capräse? Sorry. Das ist so mit Tomate Mozzarella. Margarita? Nee, ich glaube, das ist ein bisschen anders.
Zumindest hier die Pizzagute gegenüber hat Capräse und Margarita. Also muss es was anderes sein. Okay. Was für eine. Also du riechst jetzt deine Margarita, was passiert?
Ja, genau, also eine Sache möchte ich kurz vorneweg sagen. Und zwar haben wir jetzt beim Riechen primäre Sinneszellen. Das ist noch ein Faktum, das wir noch gar nicht so beleuchtet haben. Es gibt primäre und sekundäre Sinneszellen. Primäre Sinneszellen sind in der Lage, Transduktion und Transformation durchzuführen.
Sekundäre können nur die Transduktion durchführen. So, was heißt das jetzt? Transduktion ist der Prozess, dass quasi ein physikalisches Signal, zum Beispiel Licht, Hören, Riechen, was auch immer, umgewandelt wird in eine Erregung innerhalb der Zelle. Und die Transformation ist dann der Prozess, der folgt, wenn aus dieser Polarisierung der Zelle oder Hyperpolarisierung ein Aktionspotenzial transformiert wird.
Und das funktioniert eben im Fall von den Sinneszellen beides gleichzeitig. Deswegen redet man hier eben von primären Sinneszellen. Wenn man sich jetzt mal überlegt, was hatten wir gerade, gerade hatten wir die Haseneszellen. Die Hasineszellen sind tatsächlich sekundäre Sinneszellen, also sind nur in der Lage, eine Transduktion, aber eben keine Transformation durchzuführen.
Okay. Fangen wir an mit dem Riechen. Also das Riechen ist ein kleiner, nicht so wirklich relevanter Sinn. Wir haben das Riechepithel an der Decke der Nasenhöhle direkt unterhalb der Lamina Kribrosa. Lamina Kribosa kennt ihr noch aus dem PrEPkurs. Die relevanten Zellen sind hier die Sinneszellen, die gehen, ja, das sind so bipolare Zellen, die relativ länglich sind, haben apikal so einen kleinen Kolben, also so eine kleine Ausstülpung.
Und auf diesen Ausstülpungen sind olfaktorische Zilien und auf diesen Zilien, da sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren drauf. Und an diese G-Protein gekoppelten Rezeptoren binden jetzt diverse Orodantien, also die Gerüche aus der Luft und bewirken dann irgendwelche Polarisierungen oder so. Die Axone von diesen Sinneszellen, die ziehen dann durch die Lamina Kribosa und bilden gemeinsam den Nervus olfactorius, beziehungsweise erst den Bulbus olfactorius und dann eben den Nervus olfactorius als Hirnnerv.
Außer den Sinneszellen haben wir auch noch Stützzellen, die sind strukturgebend und stabilisierend, basale Basalzellen, die für die Regeneration zuständig sind und noch Mikrowillizellen, von denen man. Aber eigentlich nicht so richtig weiß, was sie denn für eine Funktion haben. Außerdem gibt es auch noch die sogenannte Bowman-Drüse.
Die ist da immer so ein bisschen am Rand bei diesem Epithel. Und die stellen eben das Orodant-Bindungsprotein her, das es erleichtert, dass diese Orodanzchen binden können an diese Rezeptoren. Was vielleicht noch bemerkenswert ist, dass wir eine relativ hohe und regelmäßige Regeneration haben von diesen Sinneszellen.
Das ist insofern bemerkenswert, als dass sie ja einen relativ weiten Weg ins ZNS zurücklegen. Aber scheinbar sind sie in der Lage, diesen Weg immer wieder neu zu finden und haben einen hohen Turnover, also eine hohe Regeneration.
Man vermutet übrigens, dass der Riechverlust durch Covid-19 durch eine Schädigung des Riechepithels selbst zustande kommt. Deswegen war am Anfang auch die Theorie, dass es eigentlich nach drei bis vier Wochen wieder weggehen sollte. Warum das jetzt genau bei manchen länger ist, weiß man, glaube ich, noch nicht.
Naja. So, weiter geht's mit dem Schmecken. Und zwar.
Hast du, was für eine Pizza schmeckst du jetzt?
Oh, ich muss sagen, ich finde ananasische Pizza ziemlich geil. Aber das spaltet die Gesellschaft.
Das spaltet die Gesellschaft, okay. Wollen wir nicht zu politisch werden.
Italienische Forschungsgruppe denken.
Gut, also losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcastpreis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gibt.
Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die Allerbesten. Viel Spaß bei der Folge!
Weiter geht's mit dem Schmecken. Die Wahrnehmung von Geschmackssinn von der Ananas auf der Pizza. Die findet durch Geschmacksknospen statt, die sich in den Papille Valate, Foliate und Funiformis auf der Zungenoberfläche befinden. Genaueres dazu, da würde ich jetzt einmal einfach auf die Gastrointestinalfolge von Tim und Fabian verweisen.
Wir machen jetzt einfach mal weiter mit den Geschmacksknospen selbst. Die sehen ziemlich ähnlich aus wie Zwiebeln. Ich finde Zwiebeln auf der Pizza übrigens auch ziemlich gut. Ja. Unterschreibe ich. Da sind wir dabei. Beinhalten circa 10 bis 50 Geschmacksinszellen. Wie viele es jetzt genau sind, da unterscheiden sich die Quellen sehr, aber wir bleiben jetzt einfach mal dabei.
Und die ziehen sich über die ganze Länge der Knospe jeweils. Und apikal zur Pore hin, tragen die Mikrowilli und das ist im Prinzip so eine Fläche für die Rezeption letztendlich von den, also da sind ja verschiedene Rezeptoren, die man auch in der Physiologie dann noch weiter bespricht. Und die befinden sich genau da auf dieser auf der Mikrowilli.
Wir haben ja eine Oberflächenvergrößerung und deswegen ist da viel Platz für die Rezeptoren. Basal haben die einen Kontakt zu afferenten Nervenfasern, also Geschmacksknospen oder diese Geschmackssinneszellen sind sekundäre Sinneszellen. Und da haben wir jetzt drei Typen, 1, 2 und 3. Ergibt sich ganz gut.
Typ 1 ist Stützzellenähnlich. Also man vermutet, dass die oder die haben eine unterstützen eben die Struktur hier und eventuell spielen die eine Rolle beim salzigen Geschmack. Typ 2 ist dann wahnsinnig wichtig fürs Schmecken, da haben wir G-Protein gekoppelte Rezeptoren für Süß, Umami, Fettig und Bitter.
Und die bilden jetzt keine Synapsen aus, sondern geben diffus ATP in die Umgebung ab und das stimuliert dann sensorische Axone oder Typ 3-Sinneszellen. Und diese Typ 3-Sinneszellen, die sind zuständig für die Wahrnehmung von Sauer, also dem Geschmack Sauer oder der Wahrnehmung. Und die bilden dann echte Synapsen aus.
Die Stützzellen geben, wie gesagt, einfach haben eine Haltefunktion und Basalzellen dienen dann eben der Regeneration.
Genau, und um da auch in der Kontinuität zu bleiben, vorhin zum Riechen, haben wir auch hier eine Drüse. Das ist aber hier nicht die Bowman-Drüse, sondern es sind die von Ebner-Drüsen oder die von Ebner-Shen-Drüsen. Die sind dann oft auch sehr eng assoziiert mit diesen Geschmacksknospen. Zum Beispiel, wenn man an diese Papille Ballate denkt, da haben wir zum Beispiel so, ja, wenn man sich diesen Wall vorstellt, haben wir da an der Seite von dem Wall die Geschmacksknospen und dann quasi ganz unten haben wir dann so eine von Ebner-Drüse und die Funktion ist eventuell hier auch vergleichbar mit diesem Funktion der Bowman-Drüsen, also dass ja auch sowas, so Art Bindeproteine freigesetzt werden.
Im Vordergrund steht aber wohl vor allem ein Durchspülen, ja, also dass diese Geschmacksknospen einfach quasi immer so ein bisschen durchgespült werden, dass neue Geschmacksstoffe eben entsprechend binden können.
Supi. So, und bevor wir beenden, ich habe jetzt einen Fun Fact rausgesucht. Hab ich schon gesehen hier gerade, wie du googelt hast. Und sagen wir Pizza. Was schätzt ihr, wie groß die größte Pizza der Welt ist? Oder wahr.
Oder habe ich mal gesehen, da gab es doch so eine Folge in Galileo oder so.
Die gebacken wurde. Wir haben ein paar Markennennungen hier gerade gehabt, egal.
Ah ja.
Er hat auch Google, aber ja, nur Gerisse.
Können auch ja alles. Schätzung jetzt, ne? Ja. Durchmesser? Ja, Durchmesser.
Du brauchst halt auch einen entsprechenden Ofen.
Ja.
Oder kann man sowas auch im Lagerfeuer machen? Keine Ahnung. Sag es einfach mal. Sag es einfach mal was. Durchmesser 4 Meter.
Okay. Ich war jetzt bei 15. Aber das wäre was.
Der Rekord Teigfladen, der von einem großen Heer von Pizzabäckern in Rom gebacken wurde, hatte 40 Meter Durchmesser. 40 Meter fucking Pizza. Ey, was gibt's so dumme Sachen? Der durchschnittliche Pizzabesteller heißt Christian. Ich glaube, wir treiben drauf wieder. Oder die am häufigsten mit Pizza am halb sieben sonntags bestellt.
Außer Neujahr. Dann sind um 13 Uhr am ersten. Das ist so dumm. Aber mit solchen Dummheiten schließen wir jetzt nicht toll, ist die Pizza. Haben wir auch richtig Hunger? Wir wünschen euch ganz, ganz viel Spaß beim Essen, was immer als nächstes essen. Wir werden es jetzt tun. Bis zum nächsten Mal, liebe Freunde.
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Für riesigen Monebenwirkungen finanziellen Arzt und Apotheker.