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Shownotes
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Sadomaso-Atmung
- Jetzt mal Hand aufs Herz: Die Atmung gehört zum größten Rotz des vorklinischen Medizinstudiums. Punkt. Da wir alle hier aber leicht masochistisch veranlagt sind, haben wir uns nochmal durch die Physiologie der Atmung gekämpft. Alles mit dem Ziel, die Qual beim Lernen und Wiederholen für euch möglichst gering zu halten. In diesem Sinne: Gebt der Atmung eine letzte Chance. Los geht’s.
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zur makroskopischen Anatomie (tinyurl.com/ana-situs-6) sowie Histologie (tinyurl.com/his-organe-1) der Atemwege zum Wiederholen :)
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() - Ventilation Druckverhältnisse
() - Pleuradruck und Atemvolumina
() - Compliance und Resistance
() - Lungenfunktionstest
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Errata:
• Positiver Pleuradruck ist z.B. bei forcierter Exspiration auch physiologisch möglich
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Geht da weniger raus, dann ist das ein Zeichenzeichen. Zeichen von Rheinland.
Der Fucklinik. So Freunde, hallo und herzlich willkommen zu Sidus Universus, der Folklinik-Podcast. Heute mit mir. Ich bin der Leo. Hallo, ich bin der Moritz.
Und ich bin der Fabian.
Wir starten wieder eine weitere neue Mini-Reihe. Es startet schon wieder sehr fröhlich-musikalisch Bild. Sehr starker Kontrast, die einleitenden Worte, die mir zurechtgelegt wurden.
Ach, nicht mal selbst die Verantwortung übernommen.
Nein, überhaupt nicht. Mit der Überschrift Hardcore-Doppelpunkt.
Nicht erschrecken.
Ja. Ich rezitiere. Sadomasochismus ist laut der ICD-Kodierung f 56.5. 65.5. 65.5 Selbst in den Störungen der Sexualpräferenz. Ihr denkt euch vielleicht, ihr könnt ja aus Versehen irgendwie mal in der Podcast-App auf Abwege geraten sein. Aber nein. Wir erklären euch heute, worum es geht. Sardismus bezeichnet die Freude daran, anderen Leid hinzuzufügen.
Masochismus hingegen beschreibt den Lustgewinn an Schmerzen, die einer Person passiv zugefügt werden. Ohne jetzt dem Lehrplan direkt sadistische Züge unterstellen zu wollen, kommt die Quellerei der vorklinischen Medizinstudierenden mit dem Thema Atemphysiologie, die sind doch relativ nah. Und da wir als Titus Inversus leicht masochistisch veranlagt sind, haben wir uns selbst lange, lange durch die Mangel genommen, viel diskutiert, viele Grafiken studiert, bis dabei diese Folge entstanden ist, die euch den Masochismus beim Lernen wiederum möglichst gering halten soll.
In diesem Sinne, tief durchatmen und macht euch für die nächsten 30 bis 40 Minuten auf die atemberaubende Physiologie bereit. Ganz kurze Werbung.
Im letzten Semester habe ich endlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditrix gelernt.
Merkhilfen wie zum Beispiel der kämpfende Bäcker für den Campylobacter haben mir nicht nur einen Schmunst auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.
Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, dann klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code Siduz vs15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditricks-Abo. Siduzin vs15. Jetzt sichern. Das war's schon. Ja, das hast du stark einstieg.
Es hätte auch ein, äh, ich sehe gerade, es hätte auch eine zweite Variante gegeben. Ja, ich war mir einfach nicht ganz sicher. Da geht's los hier. Achtung, nur erst jetzt machend aufs Herz. Die Ratmung gehört zum größten Trotz auf dem Medizinstudium. Punkt, Punkt.
Auch eine starke Anleitung, aber wir sind hardcore, wir geben uns das Ganze. Ja, ja, stark. Also die Jungs haben sehr, sehr viel diskutiert bei der Ausarbeitung des Folgen-Skripts. Ich habe es nur im Rande mitbekommen.
Wir haben uns dann irgendwelchen über diesem Plättismographen verrannt.
Aber das nur zu Beginn. Wir besprechen in den nächsten zwei Folgen die Atmung.
Ja, ich hab mir gedacht, nur noch, um euch einmal kurz abzuholen, warum atmen wir überhaupt? Das ist relativ offensichtlich. Aber nur um das uns einmal nochmal zu vergegenwärtigen, wir brauchen den Sauerstoff, um daraus Energie zu gewinnen, nämlich aus der Kombination aus dem O2 und unseren Makronährstoffen, den lipiden Kohlenhydraten und Proteinen.
Deswegen wollen wir den in unser Blut hineinbringen. Und wir wollen genauso altes, also quasi verbrauchtes CO2 ausstoßen und diesen Prozess von O2-Aufnahmen und CO2 ausstoßen.
Ich muss mal kurz festhalten, dass man braucht Sauerstoff eigentlich nur, um die Müllelektroden am Ende von der Atmungskette irgendwo loszuwerden. Das ist eigentlich schon dafür, dass Sauerstoff immer so Sagenwoben ist, eigentlich schon eine ziemlich ranzige Aufgabe.
Dass wir halt dafür so einen Aufwand machen, ist krass.
Ja, einfach nur, um irgendwo diese Elektronen loszuwerden, machen wir so einen riesen Aufriss.
Wird dieses Sauerstoffbasching gerade nicht gut. Ich würde Sauerstoff gern weiter hochhalten. Okay.
Ja, vor allem wir sägen an unserem eigenen Ast, weil es quasi in der Folge primär darum geht und dann auch noch in der nächsten. Ja, auf jeden Fall, wir halten fest, dieser Prozess ist der Gasaustausch und dafür brauchen wir jetzt ein Organ, was diese Atemgase in unseren Körper und auch wieder hinauspumpen kann, genannt Lunge.
So, und dieser Prozess der Atmung, den nennt man auch die Ventilation. Und das ist im Prinzip die In- und die Expiration, die ist im Grunde genommen wird, die einem schon gewissermaßen aus dem Common Sense irgendwie ist es einem klar. Und spätestens in der Anatomie versteht man dann auch, wie das Ganze funktioniert.
Aber trotzdem hier nochmal kurz, um alle mitzunehmen, wie funktioniert es mit der Atmung bei den einzelnen Ein- und Ausatmungen, also bei den Inspirationen und Expirationen. Als Analogie kann man sich da einen sogenannten Blasebalg vorstellen. Und an der Stelle muss ich vielleicht mal kurz offenbaren, dass ich nicht wusste, was ein Blasebalg ist.
Nicht gebildet. Offenbar wussten das alle anderen Beteiligten hier im Raum. Das sind, also wer es nicht weiß, der kann es ja mal kurz in irgendeine Suchmaschine eingeben und dann weiß man das sofort, das sind hier diese Pustezyharmonikas.
Guter Briff. Wenn man zum Beispiel dieses Feuer anfachen will, man will ja jetzt nicht selber sich die Lunge rauspusten, dann nimmt man diese Teile, wo quasi zwischen so zwei Stöcken zum Zusammendrücken so eine Membran ist und ein Luftkörper und da kann man dann die Luft rauspressen und wieder reinziehen.
Und das nun mal so als ganz grobe Analogie für die Lunge.
Genau, weil du dann quasi, wenn man diesen Blasebalg auseinanderzieht, ja, dann ist ja quasi, entsteht ein Unterdruck und da wird Luft eben reingesaugt in diesen Blasebalg. Und genau das ist eben auch das, was bei der Inspiration der Fall ist. Luft muss in die Lunge rein, dafür steigern wir das Thoraxvolumen über zwei verschiedene Wege.
Ganz entscheidend ist hier das Diaphragma, also das Zwerchfell, das kontrahiert und dadurch den Lungenboden nach unten zieht und dadurch eine Verlängerung der Lunge in der, Achtung, kraniokaudalen Achse, also von oben nach unten. Übertreibst du verlängert und auf der anderen Seite eben auch die Rippen, die sich aufstellen.
Als zweite wichtige Ebene nehme ich dann in der ventroposterioren Achse, also quasi vorne hinten. Das wäre dann eben die Thorakalatmung, im Wesentlichen über die Atemhilfsmuskulatur des Thorax und die kann man dann eben auch bei so Atemstress irgendwie, wenn jetzt irgendwie, weiß ich nicht, ein Ostmatiker oder so gerade eine kleine Krise hat, dann würden die in der Regel ihre Hände irgendwie so auf den Oberschenkeln abstützen oder so typische atemunterstützende Körperhaltungen gehen, um die Atemhilfsmuskulatur eben zu, ja, an diese Bauchatmung noch hinzuzufügen.
Genau, aber das kennt man ja vielleicht auch von sich selber, dass wir bei Stress, dass man bei Stress eher in die Thorakal-Atmung rutscht und so ein bisschen dann auch nah dran ist an der Hyperventilation. Und da ist man ganz gut beraten, dieses tiefe Einatmen, man benutzt sein Diaphragma und man atmet tief runter in den Baum.
Genau. Und dann entsteht dann eben dieser Unterdruck dadurch und die Luft wird durch den Druckgradienten reingesaugt. Und das absolute Gegenspiel ist dann einfach die Expiration, die Luft muss wieder raus, das Thoraxvolumen verringert sich, ja im Wesentlichen durch diese passiven Rückstellkräfte und man kann eventuell auch noch, also es gibt natürlich die Entspannung dieser inspiratorischen Atemmuskulatur und man könnte sogar auch noch die forcierte Expiration über die Muskuli interkostalis interni und die Bauchmuskeln ergänzen und dadurch quasi die Expiration, die eigentlich von alleine funktioniert, durch die passiven Rückstellkräfte, also dieses Zusammenziehen des Thorax, könnte man durch die
Muskeln noch ein bisschen ergänzen. Also alles kein Hexenwerk, einfach dadurch, dass wir quasi von außen Druck aufbauen, haben wir einen Überdruck, der hier in der Lunge entsteht. Die Luft strömt raus entlang des Druckgradienten dahin, wo weniger Druck ist, nämlich nach draußen. Und dann gäbe es noch die Atemruhelage, die wir einmal klären müssten.
Die Atemruhelage ist so der Bereich, in dem wir einfach normalerweise atmen, auch wenn wir so gerade parallel am Reden sind oder so, kann man auch als Mittellage bezeichnen, die Normalposition, die ohne jetzt irgendwie starken Kraftaufwand bedient wird bei der Atmung. Und das erreichen wir quasi einfach, wenn ihr ganz normal atmet, am Ende einer normalen, nicht forcierten Ausatmung, da ist man in genau dieser Atemruhelage gerade zu Hause.
Also quasi, wenn wir von dieser gerade beschriebenen, ruhigen Atmung, wenn wir da gerade am Ende eines Ausatemprozesses sind, da sind wir dann in dieser Atemruhelage.
Genau, soweit zu den Atemgrundbegriffen. Wir haben jetzt die ganze Zeit oder generell die ganzen nächsten zwei Folgen sprechen wir sehr viel von Druck. Man muss da sehr genau unterscheiden, wo wir diesen Druck gerade messen. Bis jetzt haben wir nur über den intrapulmonalen Druck gesprochen, also den Druck der Luft innerhalb der Lunge, die in der Lunge drin ist.
Das ist aber leider nicht der einzige Druck, den wir brauchen, um es zu beschreiben. Denn, wie wir aus der Anatomie schon wissen, befindet sich zwischen Thorax und Lunge der Pleuraspalt, der ist mit Flüssigkeit gefüllt, wie auch immer. Und wir müssen auch den Druck in diesem Pleuraspalt betrachten, um am Ende die Atemphysiologie voll und ganz zu verstehen.
Okay. Und dieser intrapleurale Druck, der muss negativ sein. Das hat natürlich den Sinn, dass sich diese zwei Schichten, aus denen die Pleura besteht, nicht voneinander trennen. Das heißt, die Lunge an der Thoraxwand gehalten wird. Über einen Unterdruck, kann man sagen. In Atemruhelage liegt der bei minus 0,5 Kilopascal.
Kilopascal bzw. Pascal ist hier einfach die Einheit für den Druck. Bei Inspiration jetzt weitet sich ja der Thorax und zieht quasi on unserer Pleura, um the Lunge to weiten. Das heißt, for the intrapleural drug, that it no negativer. Und zwar so zwischen 0,7 bis knapp 0,8 Kilopascal liegt er dann bei Inspiration.
Bei der Expiration passiert jetzt das Gegenteil. Der Thoraxwand drückt von außen auf den Pleuraspalt, um das Lungenvolumen zu verringern und die Luft auszutreiben. Und jetzt haben wir also weniger Unterdruck in unserem Pleuraspalt. Und zwar quasi mehr als 0,5. Also so in Richtung 0,4, 0,3 Kilopascal.
Aber der Druck wird trotzdem nicht positiv. Er darf nie positiv werden in dem Pleuraspalt, weil sich sonst die Lunge von der Thoraxwand ablösen würde und wir hätten das Riesenproblem eines Pneumothorax.
Okay, also jetzt haben wir geklärt, es gibt einen intrapulmonalen Druck und einen eher intrapleuralen Druck. Was wir jetzt noch brauchen, um wirklich einsteigen zu können, sind die Definitionen der verschiedenen Lungenvolumina. Die sind, also da gibt es einige, die wir jetzt, die wir jetzt schon in Ruhe durchgehen.
Und die braucht man, um später in der Klinik die Spirometrie, also quasi Umgangssprachig sagt man, glaube ich, Lungenfunktionstest zu verstehen. Denn tatsächlich, die Lungenkrankheiten sind relativ häufig. 10% der Bevölkerung leidet ungefähr an COPD, dieser irreversiblen entzündlichen Erkrankung, sehr, sehr schlimm.
Also es ist wirklich echt nicht schön, wenn man darunter leidet. Nichtsdestotrotz brauchen wir halt eben oder bestimmen wir im klinischen Alltag viele von diesen Volumina, um halt eben herauszufinden, wo genau das Problem beim Atmen oder wo genau das Problem der Lunge liegt.
Um euch jetzt da ein bisschen abzuholen, mit diesen ganzen Atemvolumina, das kann nämlich ein bisschen verwirrend sein, machen wir mit euch was Interaktives und zwar Atemyoga.
Du bist unser Yogamann, kann das sein?
unknown Ja.
Jetzt Finger-Yoga, jetzt kommt Atemyoga.
Genau, also Yoga heißt bei uns halt einfach, dass wir irgendwas beschreiben. Ihr sollt es nachmachen. Okay. In dem Fall jetzt den Atemrhythmus. Musik ab. Ich würde euch erstmal bitten, euch auf euch hinzusetzen und aus so einer ganz entspannten Haltung heraus ganz normal einzuatmen und wieder normal auszuatmen.
So, was ihr da jetzt eingeatmet habt, war das Atemzugvolumen. Also was ihr bei einem normalen Einatmen in eure Lunge an Luft reinholt. So, und das sind im normalen Zustand 0,5 Liter, die ihr da einatmet und die danach bei der Expiration einfach wieder ausgeatmet.
Und wenn ihr von dieser, in dieser sehr entspannten Atemruhelage, jetzt gerade quasi in dem normalen Atemzugvolumen euch befindet und einfach in einem normalen Atemprozess seid und in diesem normalen Atmen eingeatmet habt, normal atmet, und wenn ihr dann jetzt noch sehr tief einatmet, quasi also on top von diesem normalen Atemzugvolumen noch einen tiefen Zug nimmt, dann ist das das inspiratorische Reservevolumen.
Also das heißt, wir haben noch eine ganze Menge an Volumen, das in die Lunge reinpasst, über das Atemzugvolumen hinaus. Also kann man definieren als das Volumen, das noch zusätzlich zum normalen Atemzugvolumen benutzt werden kann.
Das braucht man halt, wenn man seine Leistung zum Beispiel steigern will. Wenn man vom Segelbildzahntiger wegrennen will, braucht man mehr Sauerstoff im Körper und deswegen auch mehr Lungenvolumen.
Ja. Ich habe zum Beispiel am Freitag nach ungefähr fünf Jahren mal wieder bei einem Fußballverein vorbeigeschaut und da habe ich ganz schön viel forciert.
Heißliga B.
Und auch die Hände übrigens auf den Oberschenkeln gehabt. Okay. So, also, und das ist so ungefähr, sind das übrigens wahrscheinlich auch, kann man das nicht so konkret sagen, aber hier also ein Wert von 2,5 Litern on top zum Atemzugvolumen, also quasi als maximale Inspirationsvolumen, also inspiratorisches Reservevolumen wird oft angegeben, aber da gibt es bestimmt auch sehr große inter individuelle Unterschiede.
So, also wir hoffen, ihr habt die Luft jetzt nicht angehalten. Wenn das so sein sollte, dann dürft ihr ganz entspannt wieder ausatmen und nochmal durchatmen. Weil jetzt atmet ihr bitte wieder ganz entspannt und atmet ganz normal aus. Seid also in der Atemruhelage und jetzt presst ihr noch alles, was geht, aus eurer Lunge raus und atmet so weit wie es geht weiter aus.
Noch ein bisschen, noch ein bisschen weiter weiter.
Drücken, drücken, drücken, drücken.
Drücken, drücken, drücken. Und gut. Was ihr da jetzt rausgepresst habt, war das expiratorische Reservevolumen. Also das, was ihr on top zur normalen Ausatmung noch weiter ausatmen könnt an Luft aus eurer Lunge. Aber, ja, genau, das sind so, je nachdem, 1,5 Liter Ab Atemruhelage, die ihr noch mehr ausatmen könnt.
Genau. Ihr könnt jetzt aber pressen, so viel ihr wollt, da wird immer noch was in der Lage bleiben. Also dann bleibt immer noch ein Volumen von ungefähr 1,5 Liter da. Also selbst nach der maximalen Ausatmung verbleibt noch Restluft in der Lunge, vor allem damit sie nicht kollabiert und auch der Gasaustausch gut stattfinden kann.
Und da spricht man von residual volume.
Was jetzt nur noch zu merken is, sind die Lungenkapacitäten. Kapacität beschreibt in dem context jetzt ein etwas, was aus verschiedenen Atemvolumina zusammengesetzt ist. Zum Beispiel die Vitalkapacität. Es setzt sich zusammen aus dem Atemzugvolumen 0,5 Liter, mit dem inspiratorischen Reservevolumen 2,5 Liter und mit dem expiratorischen Reservevolumen 1,5 Liter.
Und Vitalkapazität ist also 4,5 Liter. Das ist das ganze Volumen, was ihr quasi maximal bewegen könnt in eure Lunge rein und aus eurer Lunge raus. Ist quasi vital für euch und braucht man, um in jeder Situation leben zu können. Die Inspirationskapazität beschreibt jetzt alles Volumen, was ihr einsaugen könnt in die Lunge und setzt sich zusammen aus dem Atemzugvolumen und dem und dem inspiratorischen Reservevolumen.
Und das sind drei Liter, die man also maximal einatmet. Die Expirationskapazität gibt es jetzt auch. Nee, die gibt's nicht. Es gibt nur die funktionelle Residualkapazität. Das ist das Volumen, was nach normaler, funktionierender Ausatmung noch in der Lunge verbleibt und setzt sich zusammen aus dem expiratorischen Reservevolumen und dem Residualvolumen.
Wieder kacke, dass es da wieder so einen Sondernamen gibt, ne? Ja, klar, selbstverständlich.
Auf jeden Fall die funktionelle Residualkapazität, die also wirklich essentiell ist, um eure Lunge offen zu halten, die beträgt 3 Liter. Okay, und was ist insgesamt in der Lunge eigentlich drin? Die totale Lungenkapazität, das sind jetzt alle Lungenvolumina, die wir durchgesprochen haben zusammen. Sechs Liter.
Krank, ne, so 6 PHT-Flaschen hätte ich nicht getippt aus dem Bauch raus.
Wenn man mich gefragt hätte, ich hätte vielleicht gesagt, so 3 Liter. Ja, ich finde es vor allem krass, dass man eben gar nicht alles davon verwenden kann.
Du kannst aber so sechs Spufflaschen da rein kippen und dann ist erst voll. Verrückt.
Um euch nochmal ein bisschen einzubinden ins Game hier, deine Zwischenfrage. Und zwar, wenn ihr nochmal euch das jetzt vergegenwärtigt, welches Lungenvolumen ist sowohl an der Vitalkapazität als auch an der funktionellen Reservekapazität enthalten? Denkt mal kurz drüber nach. Am Ende der Folge gibt es die Auflösung.
Ich habe noch ganz kurz, mir sind gerade eingefallen, Merkspruch zu den Atemzugvolumina. Ich habe irgendwann gelesen, dass wenn man ein geübter Trinker ist, dann hilft einem das, weil ein halber Humpen ist das Atemzugvolumen eines Erwachsenen. In Sektgläsle ist das von einem Kind und ein Schottgläsle ist das von einem Säugling oder Neugeborenen.
Ist stark, oder?
Ja, ja.
Auf jeden Fall eingängig. Ja. Okay. Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt.
Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge.
Dann machen wir jetzt weiter mit zwei ganz wichtigen Begriffen, die euch bestimmt auch schon in den Vorlesungen über euch begegnet sind. Und das sind die Compliance und das ist die Resistance, wirklich total relevant. Die Compliance, die kennt man ja schon auch so irgendwie aus irgendwelchen Patientenkursen, die ihr vielleicht auch schon hattet.
Da wird ja davon geredet, wie gut Patienten mitarbeiten. Also ob Patienten compliant sind oder nicht. Und da könnte man das quasi auch bei der Lunge, da kann man das gewissermaßen übertragen. Also es geht hier darum, arbeitet die Lunge gut mit? Gewebe quasi. Genau. Ist die Lunge dehnbar? Und geht eben quasi bei den Bewegungen, die wir uns so durch unsere Atmung versuchen, da zu übertragen, geht die da gut mit.
Also die Compliance beschreibt die Dehnbarkeit des Lungen- und Thorax-Gewebes. Und man kann sich hier merken, eine Compliance ist, also erstmal gut, ja, also eine Patientenlunge ist compliant, wenn sie gut mitmacht und das Gewebe sich ausdehnt. Bei dieser Compliance, da haben wir vor allem limitierende Komponenten, die hier eine wichtige Rolle spielen.
Also es ist jetzt nicht so, also man kann sich grundsätzlich die Lunge schon ganz einfach wie so einen Luftballon vorstellen, wo man irgendwie so reinpustet und dann dehnt er sich aus. Aber wir haben da eben quasi bei der Lunge noch so zwei Faktoren, die da relativ stark dagegen arbeiten, gegen diese Dehnbarkeit, also quasi gewissermaßen so Gegenspieler sind von der Compliance.
Und das ist einmal sind das die Rückstellkräfte der Lunge. Das definiert ungefähr so ein Drittel dieser Limitation. Und das sind einfach die ganzen elastischen Fasern, die wir so haben, die wir aus der Histologie auch können, auch kennen. Und die natürlich die Ausatmung dann erleichtern, was wir ja gerade schon hatten, wenn wir nicht gerade forciert irgendwie atmen müssen, geht es ja von alleine, aber die natürlich beim Einatmen und bei der Dehnbarkeit da gewissermaßen dagegenarbeiten.
Und der zweite Faktor, das ist die Oberflächenspannung der Alveolen. Die haben nämlich eine sehr starre Oberfläche und sind deswegen wenig gut dehnbar. Und da gibt es ja auch diesen physikalischen Zusammenhang, dass auch bei steigendem Durchmesser bzw. steigendem Radius in diesen Alveolen der Widerstand ansteigt, weil die Oberflächenspannung ansteigt.
Das wird zwar durch den Surfactant etwas herabgesetzt, aber trotzdem ist das ein limitierender Faktor bei der Dehnbarkeit und definiert es ungefähr zwei Drittel von dieser Limitation der Compliance. Also gegen die Compliance arbeiten die Rückstellkräfte der Lunge, die Fasern und die Alveolen, ganz entscheidend.
Und wenn man die Compliance physikalisch greifbar machen will, dann bietet es sich dazu natürlich an eine Formel und das ist so, dass die Compliance besteht aus dem Delta-Volumen durch den Delta Druck. Also wir schauen uns quasi an bei einem gewissen bei einer gewissen Drucksteigerung, wie gut macht die Lunge mit, wie weit kann sie sich aufdehnen.
Das heißt, wie weit steigt das Volumen. Das ist eigentlich ganz sinnvoll. Als Volumen ist hier definiert das Lungenvolumen. Punkt. Man kann nichts mehr dazu sagen. Und als Druck sehen wir hier den Nettodruck in der Lunge. Das heißt, wir müssen erstmal den intrapulmonalen Druck, also alles, was in der Lunge an Druck messbar ist, nehmen und davon den intrapleuralen Druck abziehen.
Weil wir wollen ja nicht den Unterdruck, den die Lunge quasi auf die Lunge überträgt, den die Pleura auf die Lunge überträgt, wollen wir da nicht als Störfaktor drin haben. Deswegen müssen wir ihn rausrechnen und erst dann haben wir den tatsächlichen Druck, der nur auf dem Lungengeweb ruht. Und in der Ruhenlage ist der Normwert für diese Compliance, also diese Dehnbarkeit, ein Liter pro Kilopascal Druckanstieg.
Und jetzt schauen wir uns eine ganz wichtige Kurve an, die auch diese beiden Faktoren, also Compliance und also vor allem erstmal die Compliance hier, eben sehr stark nochmal aufschlüsselt und verständlich macht. Die wird euch allen schon begegnet sein und das ist wirklich nicht ganz einfach. Wir reden von der Ruhe-Dehnungskurve.
Ich habe echt eine Weile gebraucht, um es zu checken. Ich glaube, ich habe es heute so final verstanden. Und lass uns versuchen, da ein bisschen ranzugehen. Also vielleicht ist es auch gar nicht so wichtig, dass man so jede einzelne Kurve bis das letzte Detail versteht, aber ich glaube, wir haben so die wichtigsten Punkte, die wir euch einmal erzählen würden.
Diese Ruhe-Dehnungskurve beschreibt auf der X-Achse den Druck und auf der Y-Achse das Volumen. Und da gibt es erstmal so zwei Kurven, die da im Vordergrund stehen, nämlich einmal die Lunge an sich und dann einmal der Thorax an sich. Also quasi, wenn die in einem fiktiven Szenario alleine da sein würden.
Und da wird quasi beschrieben, wie sich das verändert, wie sich der Druck im Thorax oder in der Lunge verhalten würde, wenn sich das Volumen ändert, oder? Ob man kann es auch andersrum beschreiben. So, und jetzt schauen wir uns mal erstmal die Lunge an. Wir hatten ja schon gesagt, die Lunge, die kann man so ungefähr verstehen, also eine relativ krasse Vereinfachung, aber wie ein Luftballon vielleicht, ja, der erstmal, wenn da kein, wenn der mehr oder weniger in Ruhe ist, also wenn da jetzt kein besonderer Druck besteht, einfach erstmal leer ist, mehr oder weniger.
Es ist nicht ganz leer die Lunge, weil ja auch irgendwie so ein bisschen Gewebestaatig dabei ist, aber die ist relativ leer. Und demgegenüber steht der Thorax. Der Thorax, man stelle sich vor, man würde so ein Thorax einfach aufbauen und den hier irgendwie auf den Tisch stellen, dann ist der, dann hat der einen gewissen Stand.
Der hat ja einfach dieses Knochengerüst, der füllt ein gewisses Volumen aus, wenn da kein Druck besteht. Und deswegen kann man hier eben sehen, dass wenn wir bei der X-Achse quasi am Punkt 0 sind, dann ist der, ist die Lunge eben relativ leer, fast leer, fast bei 0. Und der Thorax, der liegt so bei seinen 4 Litern ungefähr.
So. Und jetzt gibt es aber ja nicht den Thorax und die Lunge alleine, sondern immer nur die Kombination aus den beiden. Und da schaut euch vor allem die Punkte an, wenn wir in der Atemruhelage sind. Da liegt nämlich hier der Fokus bei dieser Kurve drauf. Wenn wir nämlich in dieser Atemruhelage so ungefähr bei drei Litern sind, dann wirkt ja der, also hatten wir gesagt, Atemruhelage ist der Punkt, wo kein, also quasi wo nicht gearbeitet wird, sondern wo die Lunge und der Thorax gemeinsam so in Ruhe sitzen würden.
So. Und bei diesen drei Litern, da müssten wir die Lunge für, muss ja aufgepustet werden, damit sie da hinkommt. Und hatten wir gesagt, wie ein Luftballon, wenn der aufgepustet wird, die Lunge, dann entsteht da ein Überdruck. Also da will ja quasi die Luft aus dem Luftballon wieder raus. Dieser Thorax, hatten wir gesagt, der ist ja bei 4 Litern, steht er in aller Seelenruhe am Tisch, da geht es dem gut.
Wenn wir den jetzt auf 3 Liter zusammendrücken, dann wird ja das, oder die Luft rausgezogen wird auf 3 Liter, dann will der sich ja wieder ausdehnen. Also da entsteht quasi ein Unterdruck. Ein Zwang sich, also quasi dass es sich wieder ausdehnen will, wieder seine 4 Liter erreichen will. Und gemeinsam gleichen die sich, da die ja verbunden sind, über die Pleura aus.
Und bei 3 Litern sind wir also gerade ungefähr bei diesem, also gesamtgesehen bei 0. Also quasi bei einem Druck von 0. Ich hoffe, das war verständlich für euch. Das ist der eine Aspekt, den man verstehen sollte, wie wir finden. Aber der andere und wirklich der Kernaspekt von dieser ganzen Kurve liegt darin, dass die Steigung die Compliance beschreibt.
Die Steigung ist ja immer die Änderungsrate. Also quasi wie ändert sich das Volumen abhängig vom Druck. Und wenn diese Kurve quasi sehr steil ist, also sich das Volumen schnell ändert beim Druck, dann ist das natürlich eine hohe Compliance, eine hohe Dehnbarkeit, ist die Steigung gering, dann haben wir eine geringe Änderungsrate, also quasi bei gleichem Druck nur eine relativ geringe Zunahme an Volumen und deswegen eine reduzierte Compliance.
Und da ganz ein letzter Punkt noch. Und da fällt dann quasi auf, dass hier so in der Atemruhelage, wenn wir uns so bei drei bis vier Litern bewegen, dass eben dort diese Kurve am steilsten ist. Und das ist natürlich hier dann sehr sinnvoll konfiguriert von der Natur, dass wir hier in diesem Bereich die größte Compliance haben und am wenigsten Arbeit für die Atmung aufbringen müssen.
Ja, genau. Aber stresst euch an der Stelle auch nicht so sehr mit diesen Kurven. Das ist letztlich nur die Visualisierung und dass man die Hauptaussage checkt, dass das die Darstellung ist von der Compliance letztlich. Und dass man sieht, inwiefern ist die Lunge dehnbar und wo ist sie am dehnbarsten.
Und dass man versteht, dass die Steigung dieser Kurve die Compliance ist. Aber da gab es ja noch diesen anderen Begriff, die Resistance. Natürlich die Frage, okay, einfach, ist das nicht einfach der Widerstand? Hallo? Ja, ist an sich richtig, aber man muss sehen, welcher Widerstand genau gemeint ist.
Und zwar geht es bei der Resistance um den Atemwegswiderstand. Er wird zum Beispiel durch die luftleitenden Wege, in der Trachea und in den Bronchen erzeugt. Und der Hauptanteil der Resistance ist der Strömungswiderstand. Also ihr müsst euch vorstellen, das ist der Widerstand, den die Luft in den Atemwegen überwinden muss, um da überhaupt reinzukommen.
Das ist einfach so an diesen Oberflächen der Atemwege, da kommt es zu Verwirbelung, da kommt es zu Reibung und das erzeugt alles ein Widerstand, der quasi der Luft entgegengerichtet ist. Ganz plastisch. Es ist viel schwieriger, durch einen Strohhalm ein- und auszuatmen, weil da so ein geringes Volumen drin ist und viel Atemwiderstand an der Stelle ist, als durch zum Beispiel ein dickeres Rohr, zum Beispiel Digeridoo.
Die zur Hölle, kommst du auf Digi-Ridoo?
What the fuck? Ja, ich bin da geprägt, weil mein Vater fand es irgendwie früher total geil und hat sich Digi-Redoo zugelegt und uns dann jeden Morgen vor der Schule erstmal da ein bisschen was vorgedrückt. Eingedrötet. Und wir fanden es halt, wir haben es halt gemacht. Kann der das wirklich oder hat er.
Nee, er kann es nicht wirklich. Er hat einfach versucht reinzutröten und normalerweise, also die richtigen Pros, die können auch scheinbar irgendwie gleichzeitig ein- und ausatmen und haben da irgendeine abgespacte Technik. Mein Vater konnte es nicht so gut. Er hat den Kurs auch, glaube ich, nie besucht, der ihm da geschenkt wurde.
Auf jeden Fall, ich will nur sagen, er hatte zumindest eine leichtere Voraussetzung, durch dieses dicke Rohr ein- und auszuatmen, einfach weil er da weniger Strömungswiderstand drin hatte, als hätte er jetzt wirklich einen Stroh haben genommen. Macht Sinn. Auf jeden Fall. Die Formel zur Resistance ergibt sich aus dem intrapulmonalen Druck durch die Volumenstromstärke.
Und Stromstärke ist ja immer Volumen pro Zeit. Das heißt, als Normwert haben wir jetzt hier 0,2 Kilopascal mal Sekunde, also mal Zeit pro Liter. Genau. Und jetzt ist die Frage.
Die Stromstärke ist ja eigentlich Liter pro Sekunde. Aber da das Ganze ja unterhalb vom Bruch steht, so mit dem Kehrwert multiplizieren und so, also haben wir dann quasi in der Form Kilopascal und dann Sekunde pro Liter. Was ja genau der Kehrwert ist. Daher kommt das.
Genau, also man kann sich grob merken, Resistance ist Druck durch Volumen pro Zeit. Druck durch Volumen wäre ein bisschen vereinfacht, dann wäre einfach die Resistance ja nur der Kehrwert der Compliance. Ja, ganz so ist es nicht.
Es ist auch einfach falsch. Es ist auch einfach, das ist dann, glaube ich, nennt sich dann Volumen, Elaszität oder so.
Aber damit wollen wir jetzt nicht durcheinander würfeln. Wir wollen euch lieber sagen, wie das klinisch relevant ist.
Genau, wir bleiben bei Compliance und Resistance, weil das ist genau das, was sich jetzt so ein Lungenfacharzt, Lungenfachärztin halt eben anschauen. Durch diverse Tests wird nämlich einmal quasi die Compliance und die Resistance untersucht. Und je nachdem, was da jetzt wie quasi erhöht, erniedrigt oder was weiß ich ist, kann man die Erkrankungen einteilen.
Wenn man sich jetzt die Compliance anschaut, dann ist bei vielen Erkrankungen die Compliance tendenziell verringert. Zum Beispiel, wenn ein Patient eine Trichterbrust hat oder zum Beispiel eine Lungenfibrose, bedeutet, gerade bei der Lungenfibrose werden die elastischen Fasern ausgetauscht durch einen pathologischen Prozess zu unelastischem Bindegewebe, unelastisches Kollagen.
Das heißt, die Lunge lässt sich nicht mehr so gut ausdehnen und ist nicht mehr so compliant. Und das nennt sich dann eine restriktive Lungenerkrankung. Das heißt, die Patienten müssen viel mehr Atemarbeit leisten, um die Lunge zu füllen, weil sich die Lunge nicht mehr ganz so gut ausdehnen kann. Und das ist halt sehr unangenehm und das ist halt eine Form Lungenerkrankung.
Natürlich, wenn wir mit der Compliance arbeiten, können wir auch mit der Resistance arbeiten. Bei der Resistance ist es meistens der Fall, dass die erhöht ist. Bedeutet, dass ich einen erhöhten Widerstand habe. Zum Beispiel im Falle von Asthma oder von COPD zum Beispiel, dass bei Asthma wäre das ein Zuschwillen der Bronchien, bedeutet, dass wir quasi weg vom Digi-Redo hin zu Strohhalm kommen und dann einfach auch mehr Atemarbeit leisten müssen, weil halt eben, weil wir dann viel höheren Druck erzeugen müssen, weil das Rohr halt kleiner ist.
Und das nennt man dann obstruktive Lungenerkrankung. Weil Obstruktion irgendwie, das ist zu, das ist zugezogen und das ist dann eine obstruktive Lungenerkrankung. Und jetzt ist nur noch die Frage, was machen denn Kliniker überhaupt, um herauszufinden, ob es jetzt die Compliance oder die Resistance ist?
Und deswegen haben wir ja die Lufus, die guten Lufus, die Lungenfunktionstests und da unter anderem wird da einmal ein Pneumotachograph eingesetzt. Also spricht dann von der Spirometrie. Haben wir eigentlich schon von der Konstanz von P mal V gesprochen? Ich glaube nicht, ne? Also das quasi Druck und Volumen bleiben konstant.
Ich glaube, das ist Boyle-Marriott-Gesetz. Wenn man sich vorstellt, man hätte ein Gehst aber steil. Ist es so? Ich glaube schon. Ich glaube schon. Hot Call, aber ich könnte sein, das stimmt. Also man stelle sich vor, in einem, ja, wir würden das Volumen verringern, zum Beispiel in einem Schuhkarton irgendwie oben drauf drücken, dann würde der Druck natürlich in diesem Schuhkarton größer werden und das kann man in allen möglichen Richtungen durchspielen.
Also P mal V ist einfach konstant. Also ist das eine größer, wird das andere kleiner und umgekehrt. Okay. Und deswegen kann man quasi aus diesem, bei diesem Pneumotachograph wird in einem normalen Atemprozess oder dann auch bei forcierter Expiration, Inspiration kann man sich in allen möglichen Richtungen ausspielen, wird die Druckdifferenz gemessen vor und nach einem Strömungswiderstand.
Und weil eben dann der Druck proportional zum Volumen ist oder diese Abhängigkeit besteht, kann man dann eben den Volumenstrom messen. Und daraus kann man dann das forcierte Expirogramm sich erstellen. Das ist dann immer das, wo quasi auf der Y-Achse, auf der X-Achse die Zeit und auf der Y-Achse das Volumen ist, also dieser große Berg, der da nach oben geht, habt ihr bestimmt schon mal alle gesehen.
Und da wird immer ein entscheidender Parameter sich angeschaut. Also da werden die Patienten aufgefordert, jetzt mal so richtig mit richtig Tempo auszuatmen, mit vollem Einsatz. Und da werden ja auch richtig angefeuert von den ganzen Leuten, die dann diese Tests durchführen. Erstmal maximal einatmen und dann aus dieser Stellung alles raus, was geht, so schnell wie es geht.
Also unter vollem Einsatz, das steht die ganze Station daneben, alle feuern an, komm, gib alles. Und genau, da wird dann ein wichtiger Parameter angeschaut, nämlich FEV1, Forced Expiratory Volume in One Second. Und das beschreibt eben quasi, wie viel Volumen man in einer Sekunde rauspumpen kann.
Starker Wert.
Sagt genau das, was er soll. Starker Wert. Ey, richtig stark. Da könnten sich viele auch mal ein Beispiel dran nehmen. Und dazu gibt es auch noch quasi einen relativen FEV1, das wäre der Tiffano-Index. Tiffano hat es direkt schon wieder versaut. Dass er das Arm reinbringen muss. Aber gut, das beschreibt es immer im Verhältnis zur Vitalkapazität.
Und dieser Wert, also quasi das, was man in einer Sekunde rausdrücken kann, im Verhältnis zur gesamten Kapazität, sollte mindestens 70% betragen. Geht da weniger raus, dann ist das ein Zeichen. Zeichen. Zeichen! Das ist ein Zeichen. Das ist ein Zeichen für. Das ist so ein Rheinland. Das ist ein Zeichen für eine obstruktive.
Genau, das wäre ein Zeichen für eine obstruktive Atemwegserkrankung. Bei den restriktiven Atemwegserkrankungen wäre das nämlich auch, also wäre der reine FEV1 auch reduziert, weil bei denen aber auch die Vitalkapazität so stark reduziert ist, wäre quasi die relative FEV1, also der Tiffino-Index, der wäre normal, aber in Abgrenzung zu den obstruktiven Erkrankungen ist der eben bei den obstruktiven stark reduziert.
Mit so einem Spirometer kann man jetzt natürlich nicht nur dieses komplette Eskalationsprogramm, was wir da gerade beschrieben haben, fahren, wo man einmal die PatientInnen sich komplett verausgaben lässt, sondern man kann auch einfach die Atmung im Normalzustand messen. Nennt man dann Fluss-Volumen-Diagramm.
Auf unserer X-Achse haben wir da das ausgeatmete Volumen bzw. auch das eingeatmete, also einfach das geatmete Volumen. Und auf der Y-Achse haben wir den Fluss. Den Volumen-Fluss haben wir wieder also Volumen pro Zeit. Im negativen Bereich, also quasi unter der Y-Achse, befindet sich dann der Bereich der Inspiration, wo die Luft reinkommt und im positiven Bereich oberhalb der Y-Achse befindet sich der Bereich der Expiration.
In der Atemruhelage hat jetzt diese Kurve, könnt ihr euch ja mal kurz visualisieren, je nachdem, wo ihr gerade seid, eine horizontale, ovale Form. Es geht gleichmäßig, wird Luft reingesaugt, dann ist man wieder, das wäre ich in Normallage und dann wird es wieder rausgepresst in der Expiration. Was machst du da mit deiner Nase an dem Mikro?
Hast du da gerade gerade mal geschnuppert wieder mit?
Ich muss mich kurz nochmal ein bisschen drehen, weil ich Schallschmerzen kriege langsam. Okay.
Okay, also Grundaussage, horizontal-ovale Form in der Atem-Ruhrlage und normale Ein- und Ausatmung. Wenn wir jetzt forciert ein- und wieder ausatmen, dann wird diese Kurve zu einem großen Halbkreis unter der Y-Achse, weil wir ja tief einatmen. Und dann, stellt ihr euch vor, schießt der Fluss über die X über die Y-Achse zum Peak, ja, zum höchsten Punkt des Berges.
Der höchste Fluss findet nämlich am Anfang der Ausatmung statt. Und von dort fällt es dann langsam nach rechts ungefähr linear ab. Das ist dann der Zustand bei forcierter In- und Expiration. Welche Infos gewinnen wir jetzt daraus? Zunächst mal können wir die Atemvolumina bestimmen. Wir können auch die Vitalkapazität, also alles, was maximal rein und raus gepumpt werden kann, sowie die maximale Atemstromstärke bestimmen, die ja bei bestimmten Erkrankungen, zum Beispiel bei erhöhter Resistance, auch vermindert wäre.
Ich dachte, du bist fertig und ich kann weitermachen. Ich hatte nur mit halben Auto gehört. Alles gut.
Die zweite Info, die wir gewinnen, ist, oder die Grundaussage ist, dass der Großteil der Vegitalkapazität am Anfang der forcierten Expiration ausgearnet wird. Deswegen auch der Wert FEV1, also da will man wissen, was in dieser Anfangsphase in der ersten Sekunde maximal rausgeschossen werden kann aus der Lunge.
Und dann ist noch wichtig zu wissen, dass natürlich bei bestimmten Pathologien diese Form des Flussvolumen-Diagrammes verändert ist. Also zum Beispiel bei obstruktiven Lungenerkrankungen ist dann der Peak Flow, also unser Berg, einfach geringer. Und die eigentliche lineare Expirationslinie, die dann die Abfahrt den Berg runter darstellt, die hat dann so eine Delle, weil wir ja nicht so konstant Luft aus unserer Lunge rausbekommen.
Okay, alles schön und gut. Wir haben jetzt einige Lungenvolumina damit als messbar dargestellt über die Spirometrie. Aber das Residualvolumen, das bekommen wir ja, das können wir ja nicht bewegen. Das bleibt die ganze Zeit da drin. Wir bekommen es weder raus aus der Lunge, noch können wir es irgendwie einatmen, weil es halt ständig da drin ist.
Und dafür brauchen wir dann die sogenannte Bodyplatismography.
Genau. Und das ist auch der Grund, warum ich gerade nur mit halben Ort zugehört habe, weil ich mich da gerade nochmal parallel ein bisschen einlesen muss. Muss ich nochmal sammeln? Ja, ja, ja. Ja, ja, alle sind bereit.
An der Stelle würden wir euch auch nochmal bitten, euch kurz zu sammeln fürs große Finale jetzt.
Genau, also schnellt euch an. So, Body Platismograph verrennt euch nicht zu sehr in den Details. Wir haben es versucht. Nicht geklappt. Er hat halb geklappt, aber wir haben halt, er kann nicht nötig.
Und wir können das auch nicht hier so darstellen. Das ist auch nicht so gut.
Das stimmt. Es bringt nichts. Aber die Idee dahinter. Also wir hatten das Boyle-Marriott-Gesetz jetzt gerade schon, P mal V bleiben konstant. So. Achso, erstmal muss ich das ganze Setting erklären von dem Versuch. Also ihr sitzt oder der Patient sitzt in einer Kabine mit einer Tür und ist Luftdicht verschlossen.
Und also es wird quasi in dieser Kabine wird der Druck gemessen. Und der Patient atmet über ein Atemrohr, das mit der Außenluft verbunden ist. Okay? Und wir haben quasi jetzt hier zwei Räume, die uns interessieren und die wir messen. Nämlich einmal die Lunge als Raum und einmal die Kammer als Raum. So.
Und bei diesen beiden Bereichen schauen wir uns jetzt eben dieses P mal V an. Also P mal V bleibt konstant. Vor und nach der Atmung, zu der wir den Patienten auffordern. So, und dann kann man hier diese beiden Funktionen aufstellen, kann ja relativ viel davon schon bestimmen, weil wir ja quasi wissen, wie viel Volumen ist in der Kamera, wie ändert sich der Druck in der Kamera, das können wir ja messen.
Wir können auch messen, wie sich der Druck in der Lunge verändert, aber wir wissen eben nicht, wie das Volumen in der Lunge ist.
Wir haben eigentlich von unserer Gleichung, wo vier Variablen drin sind, haben wir drei, können wir ganz klar messen.
Genau. So. Und jetzt können wir aber diese beiden Konstrukte zusammen, also dieses Thema Lungenvolumen und das Thema Volumen und Druck und Raumvolumen und Druck können wir zusammenführen, daher, weil nämlich die Veränderung der Lunge, des Lungenvolumens, sich natürlich auch automatisch widerspiegelt in einer Veränderung des Volumens in der Kammer.
Und das ist quasi das verbindende Element zwischen diesen beiden Systemen, die wir messen. Ja, müsst ihr euch klar machen. Also ihr sitzt da in dieser Kammer, der Thorax dehnt sich aus und deswegen verändert sich das Volumen bzw. der Druck in der Kammer und daraus kann man die Volumenänderung eben ableiten.
Also zum Beispiel Lungenvolumen wird größer, ihr atmet ein, dann muss das Volumen in dieser kleinen Kammer drin geringer werden.
Genau, und dadurch steigt der Druck minimal, okay? Und wenn man das zusammenführt, crazy umrechnet, dann kann man eben dieses Residualvolumen und parallel noch irgendwie verschiedene Zusammensetzungen und so weiter der Ausatemluft bestimmen. Aber vor allem, was eben die Überlegenheit gegenüber Spirometrie und so weiter ist, wir können das Residualvolumen hier bestimmen.
Und das ist eigentlich das mehr oder weniger einzige, was wirklich gefragt wird im Physikum. Dass man einen Ganzkörperplätismographen braucht, um das Residualvolumen zu bestimmen. Was geht man dann in normaler? Mündliches Physikum kann natürlich sein, dass man da Atemspezialisten erwischt. Kommt drauf an, wie steil da der Prüfer, die Prüferin auf Atmung geht.
Okay, so, wir haben ausgeatmet für heute. Was haben wir heute alles eratmet? Wir haben eratmet, dass die Atemruhelage sich am Ende einer normalen Expiration befindet. Der intrapleurale Druck ist die ganze Zeit und immer negativ. Im besten Fall.
Die Risikogruppe sind doch irgendwie so junge, schlanke Männer, ne?
Genau, ja. Dann kann es nochmal ein spontan Pneumotorax geben. Nicht so gut. Weil da halt eben genau dann der interpleurale Druck mal spontan positiv wird. Aber wünschen wir euch nicht. Die Compliance ist die Volumendifferenz, die durch eine Druckdifferenz erzeugt werden kann und bezeichnet quasi die Dehnbarkeit der Lunge.
Die Resistance hingegen ist der Druck, der durch die Volumenstromstärke definiert ist und gibt den Atemwiderstand an. Mit dem Spirometer kann man nur die mobilisierbaren Lungenvolumina messen und die nicht mobilisierbaren Lungenvolumina, da braucht man den ganz Körperplädismographen für.
Also aka Residual.
Genau. Der Tiffno-Index ist das forcierte expiratorische Volumen in einer Sekunde geteilt durch die Vitalkapazität und die Werte unter 70% können ein Hinweis auf eine obstruktive Störung sein. So, und jetzt hätte ich gerne noch die Auflösung.
Jetzt haben wir hier noch eine Frage gestellt und euch jetzt zugegebenermaßen hart auf die Folter gespannt. Die Frage war, welches Lungenvolumen ist sowohl in Vitalkapazität als auch in funktioneller Reservekapazität enthalten? Und es ist das expiratorische Reserve-Pacon.
Also ob ihr es richtig hattet oder nicht, schreibt uns mal auf Insta, at der Focking Podcast, schickt uns ruhig mal eine DM und sagt uns mal, ob ihr es richtig hattet. Wir machen aber bestimmt nochmal eine Umfrage.
Und wir sind auch immer sehr dankbar für jegliches Feedback, das ihr alle uns lasst, weil das natürlich für uns die Möglichkeit ist, uns zu verbessern und mit euch auch irgendwo in Kontakt zu stehen. Ganz ehrlich.
Das war sie der Focking-Podcast mit Atmung 1. Wir sehen uns dann demnächst wieder mit Atmung 2. Wir wünschen euch noch groß atmen und bis zum nächsten Mal.
Immer später.
The podcast can in the roof from Vorlesung nicht ersetzen.