
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
PBC GIT: Pankreas, Galle, Peristaltik
Montag, 13. November 2023 · 45 min
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Dreier Packung TK Pizza
- Unser Pizzastück begleitet uns nun her schon seit vier Staffeln. In dieser Folge werden wir Abschied nehmen. Es ist soweit. Wir erlegen es in seine Bestandteile und nehmen es auf. Wieso man nicht direkt drei TK Pizzen auf einmal weghauen sollte, erklärt euch Moritz :)
Hört rein!
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zu GIT I (tinyurl.com/his-organe-4) und II (tinyurl.com/his-organe-5) aus der Histologie sowie die Anatomie des GIT (tinyurl.com/ana-situs-2) zum Wiederholen :)
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() - Darm Resorption und Peristaltik
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Ja, alles so der tägliche Reminder, wenn man dann vor der Tiefkühltruhe steht im Supermarkt. Vielleicht doch nicht die Dreierpackung von der Fertigpizza ziehen. Um ein bisschen den eigenen Cholesterinspiegel im Blick zu halten.
So liebe Freunde, hallo und herzlich willkommen zurück zu Gastrointestinaltag 2. Gastrakt, nicht Tag, Gastrointestinaltrakt 2. Beisitus in versus der Folkling-Podcast. Ich bin Leo.
Ich bin Moritz, seid gegrüßt und ich bin Tim. Hi.
Und wir verfolgen weiter unseren Peter. Peter, das Pizzastück, haben wir anfangen, oder haben wir in der letzten Folge schon angefangen zu verdauen. Schon klein gemörsert, klein gemahlen. Aber hatten noch nichts davon. Ja, bis jetzt irgendwie alles nur so klein gemacht, aber wir haben noch, wir haben es noch nicht belohnt.
Und heute müssen wir uns belohnen. Heute geht es darum, dass wir halt eben mal die schönen Fette aus dem Käse, die Kohlenhydrate aus dem guten Teig und die Proteine aus dem Thunfisch mal richtig schön aufnehmen und halt auch was davon haben, dass wir uns belohnen. Ist Pizza eigentlich so ungesund? Musst du gerade natürlich selbst rechtfertigen, weißt du ja nicht so.
Also ich meine, es ist dann auch nicht viel ungesünder als so ein Käsebrot, oder? Ja, aber isst du 30 cm Käsebrot?
Pizzateig hat schon weniger Ballaststoffe auch einfach, oder? Wenn du ein gutes Vollkornbrot nimmst, dann hast du schon mehr davon. Das hat noch nie einen einzigen Ballaststoff gesehen.
Das war die Diko platt obendrauf. Packst du noch so ein bisschen Leinsamen drauf oben.
Wir sind ja bei der letzten Folge ungefähr beim Duodenum stehen geblieben. Und schauen uns jetzt mal an, was so aus Punkers und Leber zum Speisebrei dazukommt.
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Einige von euch fragen uns manchmal auf Insta, ob wir irgendwie so Lernstrategien oder Lerntipps haben. Keine Ahnung, warum wir dafür die Autorität haben. Aber es ist ja schon so im Medizinstudium, es gibt so Sachen, die versteht man einmal und dann kann man die. Und dann gibt es so diese vielen Fakten, die man wirklich relativ stumpf auswendig lernen muss.
Und das hilft einfach nichts, die müssen einfach rein. In der Vorklinik erinnere ich mich an die Hirnnerven, die Anatomie oder sonstiges. Manche Sachen muss man sich einfach auswendig merken. Und da ist der Game Changer schlechthin tatsächlich Meditrix. Meditricks, das sind quasi Eselsbrücken als Bilder.
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Ja, und das macht dann einfach viel mehr Spaß. Ich glaube, das kann man sich auch schlecht vorstellen, wenn wir jetzt so drüber reden. Deshalb schaut euch mal die Demo auf meditrix.de an. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was euch da erwartet. Ja, genau. Und das lohnt sich auf jeden Fall da mal reinzuschauen, ob das was für euch ist.
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Das war's schon.
Wir erinnern uns, dass Pancreas ist ja ein endokrines und exokrines Organ. Also gleichzeitig Hormondrüse und Bauchspeicheldrüse, die so ein Verdauungssekret produziert. Und wir schauen uns jetzt den Verdauungsanteil an. Also alles, was außerhalb der lange handzigen Inselzellen liegt. Das Pancreas sezeniert sein Sekret über den Ductus pancreaticus gemeinsam mit dem Ausgang des Skalengangs in dieser Papilla Duodenimaor in den absteigenden Teil des Duodenoms.
Genau, und jetzt haben wir ja, wie gesagt, ein exokrines Organ, ja, also wir haben ja Anteile, die entsprechend die Sekrete für die Verdauung sezenieren. Und da müssen wir uns jetzt natürlich auch mit beschäftigen, welche Verdauungsenzyme das eigentlich hier sind. Und die werden ja quasi in diesen Drüsen, wie wir es auch schon aus den Speicheldrüsen kennen, werden die sezeniert, haben dann ja aber noch einen relativ weiten Weg, bis sie dann am Ende wirklich im Dündarm ankommen.
Und es wäre ja mal gnadenlos unvorteilhaft, wenn diese Enzyme da jetzt schon auf dem Weg anfangen, hier irgendwie so die Wände ein bisschen zu verdauen. Daher werden diese Enzyme als Proenzyme, sogenannte Zymogene, kann man das auch nennen auf intellektuell, sezeniert und werden dann, wenn sie am Ende im Duodenum sind, durch Trypsin aktiviert.
Und dieses Trypsin wird zwar auch schon von Anfang an mit sezeniert, aber es ist auch eine Vorstufe. Also es wird als Trypsinogen sezeniert, wird aber dann erst durch ein Enzym im Dündarm, nämlich die Enteroptidase, also im Duodenum, umgewandelt. Also es werden diese Proenzyme, also die Verdauungsenzyme, zusammen mit dem Trypsinogen zwar schon sezeniert, aber Trypsinogen ist noch nicht aktiv, wird quasi erst im Dündarm aktiviert, wird dann zu Trypsin und das Trypsin aktiviert dann die ganzen Verdauungsenzyme.
Unnötig kompliziert, oder? Na, weiß ich nicht, Link. Kannte man nicht die einfach direkt aktivieren?
Achso, ja, das ist vielleicht schon.
Warum muss man da noch so ein Trypsin reinknallen?
Du werden sie sich schon was bei gedacht haben.
Okay. Naja, also du hast halt auch einen Multiplikator, oder? Na gut. Ja, okay. Du musst dann nur ein Enzym von der Darmand aktivieren, was dann alles andere machen kann.
Okay. Nehme ich an, ist okay. Bisschen im Boot? Überzeug dich.
Okay.
Gutes Konzept. Weil, also wenn das nämlich hier ein Problem ist, ja, also wenn diese Enzyme zu früh aktiviert werden, zum Beispiel durch eine Verlegung der Gallengänge, weil der irgendwie jetzt sich so ein Gallenstein in diesen gemeinsamen Ausführungsgang geschlichen hat, dann staunen so diese Enzyme zurück und dann können die sich irgendwann selbst aktivieren und das kann dann zu einer akuten Pankreatitis führen, was eben gar nicht gut ist, weil dann eben quasi diese Pankreasenzyme den Pankreas selbst so ein bisschen andauen würden.
Aber jetzt werden wir mal konkret, welche Enzyme sind da denn so dabei? Also da ist jetzt wirklich so für alle möglichen Makromoleküle, also alle verschiedenen Stoffklassen, sind da dann verschiedene Enzyme dabei. Zum Beispiel für die Kohlenhydrate ist da die Alpha-Amylas dabei, für die Fette haben wir die Phospholipase A.
Bei den Proteinen, da haben wir die Elastase oder Carboxypeptidase und für die RNA verschiedene Ribonukleasen. Also kann man sich schon mal merken, so zumindest irgendwie so ein Beispiel oder so für die verschiedenen Klassen. Das kommt dann doch auch ganz gut, wenn man da irgendwie so einen zumindest irgendwie im Kopf hat.
Außerdem wird hier viel Hydrogencarbonat sezeniert. Dadurch wird es dann etwas basischer eben das ganze Verdauungssekret oder beziehungsweise der Verdauungsbrei, der da aus dem Magen kommt, der ja noch sehr sauer ist, weil der Magensaft ja extrem sauer ist. Das hatten wir ja in der Git-1-Folge. Und dadurch wird das Ganze schon etwas mehr neutralisiert hier eben.
Das Pancreas-Sekret muss ja auch irgendwie entstehen. Also diese Proteine werden einfach von den Arzinuszellen per Exozytose rausgebracht. Aber es gibt ja auch das Sekret drumherum. Und auch hier gibt es wieder die Einteilung in Primärsekret, was im Bereich der Arzinuszellen entsteht, und sekundärsekret, was dann durch die Veränderung im Gang gebildet wird.
Und das Primärsekret entsteht eigentlich mehr oder weniger genauso wie der Speichel im Mund. Also Chlorid wird basal an den Arzinuszellen sekundär aktiv eingeschleust und luminal, also zum Gang hin passiv eingeschleust. Und Wasser und Natrium folgen dann parazellulär nach. Beim Sekundärsekret läuft es aber anders als bei den Mundspeicheldrüsen.
Wir haben hier nämlich keine Rückresorption von Natrium und Chlorid. Und außerdem sind die Tide-Junctions zwischen den Gangepithelzellen leaky. Also die sind nicht wirklich undurchlässig, sondern lassen immer so ein bisschen Wasser etc. durch. Und dadurch wird das Sekret dann isotron und nicht wie im Mundspeichel Hypotron.
Hier werden übrigens spannenderweise nur ungefähr 20% des Sekrets in den Arcini produziert. Also das Primärsekret macht nur ungefähr 20% aus. Und der Rest des Pancreas-Sekrets folgt alles in den Gängen über den parozillären Weg.
Also fundamental anders als bei den Speicheldrüsen. Die müssen ja aber einfach mehr Masse machen. Ja, so ein bisschen da rumgeschlabbert im Mund. Aber halt so ein Pankreas, ich meine, der muss die ganze Markensaft ausgleichen.
Ja, kannst du ja mal ein bisschen hier rumgoogeln, wenn du Zeit hast, hier was hier mit, oder kannst auch jede andere Suchmaschine nutzen, wenn du willst. Zum Beispiel DuckDuck-Go. Aber genau, also ich fände es mal spannend. Also ob die jetzt wirklich volumenmäßig mehr produzieren.
Mal gucken. Aber der große Unterschied ist eben, dass hier der Großteil des Sekrets in Gang produziert wird. Und auch hier haben wir wieder diesen aktiven Transport von HCO3- im Austausch gegen Chlorid-Ionen ins Lumen, im Gang eben. Und auch hier wird es wieder angetrieben durch diesen Chloridkanal, den CFTR, der das Chlorid aus der Zelle zurück ins Lumen gibt und dadurch quasi noch mehr Austausch von HCO3- gegen Chlorid aus dem Lumen ermöglicht.
Basal ist dementsprechend auch noch eine Protonenpumpe als Schutz vor Übersäuerung dabei, die eben die Protonen aus der Zelle ins Blut abgibt. Und außerdem ein HCO3-Symporter, um eben Nachschub an Bicarbonat zu bringen, was dann APK-sioniert werden kann.
Wir haben schon manchmal Feedback bekommen, dass es sehr angenehm wäre, wenn man euch so als Zuhörerin so ein bisschen besser ins Boot holt, also immer wieder auch so eine kleine Rückfrage zu stellen, dass ihr mitdenken könnt. Von daher hier jetzt mal kurz, da kam mir gerade spontan die Idee. Also wenn ihr jetzt überlegt, also wir haben ja in der letzten Folge schon mal darüber geredet, dass bei Mukoviszidose dieser CFTR-Kanal nicht mehr so gut funktioniert.
Irgendwelche Mutationen liegen davor und der ist einfach nicht mehr so suffizient. Jetzt versucht mal kurz einen Moment nachzudenken, was das jetzt hier gerade, bei dem, was Tim gerade erklärt hat mit dem CFTR in dem Ganglumen, was das bedeuten würde, wenn der jetzt nicht mehr so gut funktioniert. Denken alle kurz.
Dim, dum, dum, dum. Genau. Und wie ihr natürlich richtig gedacht habt, spricht man ja bei der Mukoviszidose auch von der Krankheit des Zähnschleims. Habe ich noch nie gehört. Ja, doch. Sagt man das? Kann man so sagen. Okay, wild. Und das war hier ja gerade, hat es auch eine ganz entscheidende Rolle gehabt bei dieser Sezenierung von dem HCO3, was ja auch osmotisch aktiv ist und wieder Wasser nachziehen würde.
Und deswegen würde einfach dieses Pankrest-Sekret nicht nur deutlich weniger HCO3- haben und deswegen den sauren Magenbereich nicht so gut ausgleichen können, sondern es wäre auch einfach, es hätte einfach deutlich weniger Volumen und es würde weniger Flüssigkeit nachgezogen werden, es würde öfter mal verstopfen und die Patienten mit Mucoviszillose neigen unter anderem, es gibt ja auch noch den CFTR, an verschiedenen anderen Stellen, vor allem auch in der Lunge, da können wir auch mal drüber reden im Detail.
Aber man hat eben hier dieses sehr zähes Sekret im Pankreas und deswegen oft das Rückstauen und oft Pankreatiden, also Entzündungen im Pankreas, wie wir es vorhin schon besprochen haben. Okay, so, aber auf welchen Reizin wird dieses Sekret nun sezeniert? Ja, wir haben da ja gestern schon so ein bisschen über diese verschiedenen Phasen gesprochen.
Und hier sind wir jetzt ja vor allem in dieser intestinalen Phase aktiv. Und in dieser intestinalen Phase ist ja der entscheidende Player des Cholecystokinin CCK. Und das wird hier aus den I-Zellen ausgeschüttet, die auf die Aminosäuren und Fettsäuren im Duodenum reagieren. Also das macht ja auch auf jeden Fall Sinn, weil wir haben jetzt ja quasi hier, also die wollen wir ja abbauen und dann aktivieren eben quasi die Anwesenheit von diesen Molekülen oder von diesen Nährstoffen.
Würde dann hier eben diese I-Zellen aktivieren, die schütten Cholecystokinin aus und dadurch wird eben das Pankreasekret vermehrt sezerniert und es wird quasi die Verdauung angeregt von diesen Stoffen. Und wenn die dann abgebaut werden, sind sie nicht mehr vorhanden, reizen nicht mehr die I-Zellen und deswegen haben wir dann auch weniger Sezernierung von Pankreasekret, also limitiert sich dann irgendwann von selbst.
Das Cholecystokinin, das setzt an den Arzinuszellen an und bewirkt dort den Einbau von diesen Chlorid-Transportern, die wir der Basal haben, in die Arzinuszellen und fördert damit die Sekretion. Außerdem gibt es noch einen zweiten wichtigen Regulator hier und das wären die S-Zellen, die nämlich das Sekretin sezernieren.
Diese S-Zellen sitzen im Unum und reagieren dort auf sehr niedrige pH-Werte, also pH-Werte unter 4, sagt man so in der Regel. Und die bewirken dann eben eine Aktivierung von diesem CFTR und damit eine vermehrte HCO3-Sekretion. Und deswegen ein vermehrtes Ausgleichen von diesem sehr sauren Verdauungsbrei im, also von diesem sehr, sehr sauren pH-Wert oder niedrigen pH-Wert in diesem Chimus.
Genau, das heißt, jetzt haben wir schon ordentlich was an Enzymen zu unserem Pizzabrei dazu geworfen. Wir haben noch ein kleines Problem, weil der gute Büffelmozzarella, geiles Zeug übrigens, ist noch ein bisschen hartnäckiger, weil wir bekommen mit dem Pancreasaft selbst die Fette so nicht wirklich ganz gut zersetzt.
Aber glücklicherweise kommt aus diesem kleinen Löchlein im Duodenum nicht nur Pankreasekret, sondern auch noch Gallenflüssigkeit.
Die Hauptfunktion der Gallenflüssigkeit, die ja von unserer Leber produziert wird, ist die Fettverdauung. Und in der Gallenflüssigkeit finden sich dann sogenannte Gallensalze oder Gallensäuren. Und im Grunde sind die ähnlich wie das Spülmittel, was ihr in euer Waschbecken gebt, wenn ihr ein Geschirr abspült.
Ja, da ist ja auch oft irgendwie Fett dabei und dieses Fett will man ja vom Teller und so runterbekommen. Und dann gibt man eben Spülmittel dazu. Und was das bewirkt, ist letztendlich eigentlich eine Herabsetzung der Oberflächenspannung auf diesen Fetttröpfchen. Das bedeutet, Gallensalzen machen das Gallery auch, die bilden letztendlich mit größeren Fetttropfen wie Zellen und setzen die Oberflächenspannung herab und dadurch zerkleinern diese Fetttröpfchen sich zu vielen, vielen kleinen Fetttröpfchen.
Und diese kleineren Fetttröpfchen können jetzt viel besser von Pancreasenzymen erreicht werden. Und das hilft natürlich sehr dabei, die Fettverdauung zu ermöglichen. Und außerdem haben hat der Gallensaft, die Gale, die Funktion, den Saurentymus, also den saunenspeisebrei, weiter zu neutralisieren, zusätzlich eben zum Bicarbonat aus dem Pancreasekret.
Außerdem hat die Gale eine noch sehr wichtige Funktion neben der Fettverdauung, nämlich die Ausscheidung von nicht wasserlöslichen Abfallprodukten. Ja, also wasserlösliche Abfallprodukte werden ja klassischerweise über die Niere ausgeschieden, aber nicht wasserlösliche Produkte, wie zum Beispiel Cholesterin oder Bilirubin aus dem Hämoglobinabbau.
Und viele Produkte der hepatischen Biotransformation werden über die Galle mit ausgeschieden.
Galle ist schon echt ein ekelhaftes Wort, ne? Das ist mir gerade gesagt, aufgefallen. Also ich habe jetzt gerade mal, ja, sag du Leo.
Galle, das klingt so, da hast du ja sowas richtig, Gift, grün, gelb, ist irgendwie sowas Äzendes. Genau. Genau, ich habe mir nämlich gerade auch gedacht, ich habe die Zeit mal ein bisschen genutzt, hier mal so ein bisschen nach Redewendungen mit Galle zu schauen. Also man sagt, da kommt einem die Galle hoch.
Ja. Gift- und Galle-Speien sind auch so alles hier so Ausdrücke für, dass man irgendwie, dass man irgendwie ein bisschen aggro ist. Also die Galle hat echt eine schlechte Marketingabteilung. Aber es ist auch schlecht gewordet.
Es ist irgendwie Galle, das ist so. Galle, man sagt ja, Gallig. Kann man so viel ausspucken. Galleg.
Ja, irgendwie nicht so gut, ne? Okay, ja.
Okay, gut, okay, okay, okay. Also wir haben die Galle, kommt, wie wir es schon gesagt haben, kommt eigentlich aus der Leber, wird gespeichert in der Gallenblase, kommt in den Darm. Was wäre ja ein bisschen doof, wenn wir diese Galle jedes Mal wieder neu produzieren würden, wenn wir sie einfach auskackern.
Deswegen haben wir uns da Dreck überlegt.
Genau, das ist unsere Idee gewesen, nämlich der enterooplauf der enteroepathische Kreislauf. Nein, also den gibt es natürlich auch so. Also der enteroepathische Kreislauf ist einfach quasi im Prinzip so der Recycling-Zyklus von dieser Gallensäure, die einfach, ja, deren Produktion einfach relativ energieintensiv ist.
Und energieintensiv ist immer für die Evolution ein Grund gewesen zu sagen, das machen wir mal ein bisschen weniger. Genau, daher wird eben also ganz viel auch wieder aufgenommen in die Hepatozyten und die Hepatozyten, also die Zellen der Leber, das ist auch der Ort, wo sie grundsätzlich produziert werden würden.
Und dann werden die eben quasi in diese Gallengänchen da in der Lebereien sezeniert von den Hepatozyten ausgehend und landen dann in der Gallenblase. Und in der Gallenblase werden sie jetzt nicht nur gespeichert, sondern da wird diese Gallenflüssigkeit auch relativ stark eingedickt, nämlich auf nur 10% des Volumens.
Das ist relativ krass. Also da wird echt sehr viel Wasser entzogen, in der Regel gemeinsam mit Natriumchlorid und auch wieder unter Hinzugabe von Hydrogencarbonat, also HCO3-, weil wir hatten ja gerade auch schon gesagt, der soll ja auch wieder der Saurichimus, beziehungsweise der Förderungsbrei, auch ein bisschen neutralisiert werden wieder.
Über das Gallengang-System geht das Ganze dann in das Duodenum, ja, eben an diesem Sphinchter vorbei. Und größtenteils wird dann später alles wieder aufgenommen, ja, wie gerade schon gesagt. Und das sind tatsächlich 90%, die wieder aufgenommen werden. Das ist echt viel. Also wir haben ungefähr täglich einen Bedarf, ich weiß ja ehrlicherweise, es gibt wahrscheinlich auch starke Schwankungen, aber ich habe diese Zahl jetzt irgendwo gelesen.
Also wir haben täglich einen Bedarf von 30 Gramm pro Tag von diesen Gallensalzen, aber nur ein Pool von 3 bis 6 Gramm, die so bei uns im Körper unterwegs sind. Das heißt, es muss mehrfach täglich das Ganze hier raus und wieder rein befördert werden. Also da ist echt ganz schön viel los in diesem enteroepathischen Kreislauf.
Der Reiz zur Ausschüttung von den Gallensalzen ist in der Regel wieder durch eine vagale Reizung oder das Chulecystokinin aus den I-Zellen des Dudenums. Kennen wir auch schon von gerade eben aus dem Pankreas. Und der Fokus ist also hier dann entsprechend auf der intestinalen Phase, wie eben auch schon beim Pankreas gerade.
Da wird durch die vagale Reizung und das Chulecystokinin wird dann dieser Sphincter relaxiert, die Gallenblase kontrahiert und dadurch wird dann quasi die Gallenflüssigkeit in das Dudenum so reingepresst. Und dahinter steht jetzt hier noch in Klammern bei diesem Stichpunkt in unserem Skript. Wer die Rezeptoren wissen muss, darf sich erst beim Prof beschweren und anschließend diese nachschlagen.
Und dann später findet dann eben die aktive Resorption im terminalen Ilium wieder statt von diesen Gallensalzen, nämlich sekundär aktiv gemeinsam mit Natrium und aus dem Blut in die Hepatozyten, also dann in der Leber, findet dann ein Kotransport via diese NTCP-Transporter statt, das ist wieder ein Natriumsymport und die Abgabe in die Galle erfolgt dann über die sogenannten MDR-Proteine und das ist dann einfach ein aktiver Transport.
Die Synthese, also der genaue Syntheseweg der Gallensäuren, den werden wir zwar in einer Biochemiefolge behandelt haben, nämlich die Biochemie-Folge zur Leber. Aber hier nochmal ein kurzes Best-of, das kann man ja auch nicht oft genug hören. Also Gallensäuren werden ausgehend von Cholesterin modifiziert.
Also Cholesterin ist so der Ausgangsstoff und das wird dann weiter verändert. Die primären Gallensalze entstehen in den Hepatozyten, also den Zellen der Leber. Dadurch, dass Cholesterin an verschiedenen Stellen hydroxyliert wird, dann wird die Seitenkette verkürzt und dann werden noch Taurin und Glycin, also Aminosäuren, angelagert.
Und der geschwindigkeitsbestimmende Schritt, und das ist ja immer der, den man sich auf jeden Fall merken sollte, ist die Hydroxylierung an Stelle 7, also an C7 des Cholesterins, durch die Cholesterin 7 Alpha-Hydroxylas. Die sekundären Gallensalze, also die primären, sind noch nicht das Endprodukt. Die sekundären Gallensalze werden dann gemeinsam mit Bakterien im Darm gebildet.
Und dabei wird dann beispielsweise Taurin oder Glycin wieder entfernt und auch manche OH-Gruppen werden wieder entfernt, sodass man dann. Diese sekundären Geilensäuren hat.
Bevor wir jetzt in den Klinik-Exkurs gehen, kennt ihr das, wenn ihr in einem Supermarkt seid und seht so Weintrauben, wo man sich denkt, Alter, wie krass müssen die denn gedüngt worden sein, dass die so fett sind? Kennt ihr die? So richtig so. Also es schon so ganz schöne Bretter, ja. Und ich bin einmal im Pflegepraktikum auf einer Station gewesen.
Die ist so okay, die Patientin kam gerade aus dem OP, geh mal nach der gucken, ob die schon wach ist und ob die wieder fit ist. Und dann bin ich da reingegangen und ich hatte mich vorher schon ganz gut wieder verstanden, so ein altes Ömmchen, so eine Oma Erna, ganz klugig. Und die hielt mir dann so ein Plastikbeutel entgegen mit so einem Stück, was aussah wie so eine richtig mächtige Weintraube.
Dann meinte sie, guck mal, das sind meine Gallensteine, die waren vorhin noch in mir drin. Ich war so, was, was war's? Langsam. Denn die Galle kann auch Steine bilden. Ja, das ist genial, wie die immer so als Trophäe mitgegeben werden.
Oder wenn man irgendwie eine, also ich hatte ein paar Mal irgendwie so als kleinerer Stöpsel noch irgendwie den Arm gebrochen oder so. Und dann kriegt man irgendwie so einen kleinen Nagel da rein und dann kriegt man den dann nachts nach Hause, wenn der wieder rausoperiert wird. Und dann, ich habe den auch dann in meinen Ordner abgeheftet und so.
Und da war ich richtig stolz da auf den Nagel gewesen.
Also die Galle kann Gallensteine bilden, das ist so ein unfassbar unaussprechliches Wort. Schole, Doch, Lithiasis. Genau, also Schole von Galle, Doch Dingens von Gang und Lithiasis ist grundsätzlich der Stein, egal wo er ist. Die können ziemlich groß werden und ich stelle mir das extrem unangenehm vor, wenn da so eine riesen fette Weintraube in so einem kleinen Puppel Gallengang rumhängt.
Das klingt sehr schmerzhaft. Ganz spannend ist da, dass es da dieses witzige Murphy-Zeichen gibt. Das ist witzig, also dass wenn man in den rechten Oberbauch tritt, dann gibt es da sehr, sehr stechende Schmerzen. Aber gibt es nicht bei Galle auch diese Headzone an der Schulter?
Auch, aber grundsätzlich, dieses Murphy-Zeichen ist eigentlich ein, ich hole Zystitis-Zeichen, also ein Zeichen für die Entzündung der Gallenblase, was dann aber oft eine Folge von den Steinen ist.
Also ich habe auch noch nie von unentzündeten Gallensteinen gehört, also großen unentzündeten Gallensteinen.
Weil die Steine selbst sind ja nicht entzündet, ne?
Ja, lang genug rumgeeiert. Also tatsächlich, oft ist es ein Problem, dass halt eben diese relativ sensible Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit gestört ist. Und in den meisten Fällen ist das ein erhöhter Cholesterinspiegel. Und dadurch, dass halt eben da mehr Cholesterin drin ist, fängt an, fangen an, diese Gallen Salz und die Gallenflüssigkeit im Allgemeinen auszukristallisieren und bildet halt eben Steine.
Und die wachsen halt eben über die Zeit und werden immer fetter. Und wenn es halt irgendwann diesen Gallengang verlegt, dann gibt es eine Entzündung, das ist halt scheinbar recht unangenehm.
Ja, also so der tägliche Reminder, wenn man dann vor der Tiefkühltruhe steht im Supermarkt. Vielleicht doch nicht die Dreierpackung von der Fertigpizza zu nehmen, um ein bisschen den eigenen Cholesterinspiegel im Blick zu halten.
Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcastpreis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt.
Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge! Jetzt haben wir ja quasi alles das, was man so reinmischen kann, in unseren Speiseprei reingemischt. Es wird verdaut, was das Zeug hält. Wir haben es aber trotzdem immer noch nicht aufgenommen.
Ach, das bin ich. Ja, das bist du. Okay. Also wir sind ja auf einem sehr guten Weg tatsächlich mit unserem Pizzastück. Also das Pizzastück Peter ist ja inzwischen schon wirklich sehr stark zersetzt, wurde schon durchgeknetet und so weiter. Es wurde in alle Bestandteile aufgelöst. Aber wie schon angedeutet wäre es natürlich jetzt sehr hilfreich, wenn man diese ganzen guten Nährstoffe, die wir da durch die Zersetzungsprozesse freigesetzt werden.
Man denke zum Beispiel an diese nahrhafte Tomatensoße oder das schöne Vitamin B12 von unserem knackigen Kichererbsen-Belag. Das wäre natürlich toll, wenn wir das auch aufnehmen könnten, nachdem wir das jetzt alles freigelegt hätten. Pizzeria bist du denn, ey. Woher kommt auf einmal die Kichererbsen? Das ist eine Marktlücke.
Ist eine Marktlücke? Ist eine Marktlücke, auch mal eine Kichererbsen-Pizza. Okay.
Machen wir mal auf, oder? Gegenüber? Gut. Jetzt müssen wir rausschneiden, dass es keiner die Idee klaut.
Ja, einfach 5%, dann dürft ihr die Idee haben.
Wir waren ja bisher im Duodenum unterwegs, wo auch Galle und Pankreastekret dazukommen. Und weiter geht es jetzt natürlich im Iunum und Ileum. Im Duodenum geht es vor allem noch um die Neutralisation des Hymus und die Beimischung von Galle und Pankreastekret. Außerdem gibt es da übrigens, und das haben wir noch nicht erwähnt, noch so ein Sekret aus Brunner-Drüsen.
Das sind Drüsen, die sich im Duodenum selbst befinden und die auch ein basisches Sekret sezenieren. Und außerdem die Enteropeptidase.
Wo haben wir die nochmal gebraucht?
Für die Aktivierung des Tripsinogen.
Alle wach.
Im Ionum und Ileum folgt dann vor allem die Resorption von Nährstoffen. Die genauen Orte, da wollen wir jetzt nicht so krass drauf eingehen. Das könnt ihr euch, wenn das für euch relevant ist, nochmal zu Gemüte führen. Worüber man aber häufig stolpert, ist Vitamin B12. Und das ist ja auch so ein bisschen das verbindende Element unserer Gastrointestinaltraktfolgen.
Wir wissen ja noch, Vitamin B12 wurde im Duodenum an Intrinsic Factor gebunden, der im Magen produziert wurde. Und mit diesem zusammen wird es jetzt im terminalen Ilium, also am Ende des Iliums, resorbiert. Und dieser Komplex aus Kobalamin, also Vitamin B12 und Intrinsic Factor, wird dort Rezeptfaktor vermittelt aufgenommen.
Also deswegen die ganze Kacke mit dem Intrinsic Factor, um es mal aufzulösen. Genau.
Nach dem Dünndarm, also hier Unumilium, erfolgt ja noch der Dickdarm, also das Kolon. Und der hat eigentlich wirklich hauptsächlich die Aufgabe, Wasser zurückzuresorbieren und damit noch so übrig ist, das Ganze einzudicken. Und bis dann wurde ja eigentlich nur Flüssigkeit investiert. Ja, wir haben überall Sekret hinzugefügt, im Magen, aus dem Pancreas, aus der Leber.
Und das Wasser, was da immer dabei ist, müssen wir irgendwie zurückholen. Sonst müssten wir ja Unmengen trinken.
Sätten wir dünn Pfiff, ne? Genau. Und flotten Otto.
Ist auch gnadenlos unseriös, was du sagen, dieses Spiel.
Wir wollen uns hier nicht in Details verrennen. Es gibt aber grundsätzlich eigentlich für alle Nährstoffe eigene Transporter und für die Wasserrückesorption sogar verschiedene Mechanismen, je nach Region. Auch hier schaut euch die bei Bedarf an, aber generell ist hier der Aufwand vielleicht größer als die Punkte, die man damit im Physikum holen könnte.
Ja, guter Punkt. Also hier hat man ausnahmsweise nicht so einen Riesen MC-Alarm. Könnte man eher so ein Miniglocke. Wenn es ganz leise ist und keine andere glückelt, dann hört man die ja. Apropos Glückeln, Glockeln, Glockeln. Jeder hat das schon mal, dass dem Bäuchlein so rumort und sich bewegt und so.
Und es ist schon wild, dass da so ein Darm sich da so immer in so, da immer so hin und her bewegt, manchmal Glück hat es halt, wenn da ein bisschen Luft drin ist. Ja, unangenehm auch, ne? Sitzt du dann in so einem Gespräch.
Genau, und wenn man hörst du auf einmal, wie sich da einer meldet.
Gerade so nach so einer schönen Tassen schwarzen Kaffee, da gibt es ja schon mal einen Alarm manchmal. Die Frage ist halt, woher kommt es? Musst du es ein Gehirn machen? Kannst du das von alleine oder.
Ja. Funktioniert die Motorik im Gastrointestinaltrakt.
Genau, also ich habe gelacht, weil ich mir das mit dem Kaffee zusammenhang, war mir gar nicht so klar, dass der da offenbar so ein aktivierendes Element ist. Scheint so, ja. Scheint so bei dir zu sein.
Man weiß es nicht. Also bei mir Glück hat es offen am Kaffee. Keine Ahnung, ob das kausal ist oder nur eine Korrelation, ich weiß es nicht.
Okay, müssen wir mal ein Auge drauf haben. Also das Ganze wird geregelt, diese Motorik vom entherischen Nervensystem. Das ist ein, ähm, ja, kann man schon so ein bisschen sagen, sagenumwobendes Nervengeflecht im Abdomen. Also etwas übertreibend würde manchmal auch vom Second Brain gesprochen. Ich glaube, da ist man sich einig, dass das way too much ist.
Sorry, aber das hat wohl Scheiß im Kopf.
Aber es ist schon beeindruckend, weil es einfach sehr viele, sehr, sehr viele Neuronen sind, die, also was man jetzt nicht erwarten würde. Also ich meine, man hat ja jetzt einfach, es wird dann irgendwie oft so ein bisschen mystisch irgendwie gesagt, ja, das ist ja das Bauchgefühl, dass es so wieder gespielt wird.
Es scheint alles irgendwie zu viel zu sein, aber trotzdem ist es ein beeindruckendes Geflecht. Wie bitte? Wir beurteilen nicht über solche Theorien. Nee, aber ich finde es irgendwie krass. Also es sind ungefähr so viele Neuronen wie im Rückenmark. Und deswegen, ja, aber wird dafür oft ein bisschen stiefmütterlich behandelt.
Stimmt. Aber kommt in vielen Fragen auch vor, deswegen hier ein kurzer Einblick. Er ist wieder ein bisschen größere Glocke. Genau. Also wesentlichen Einfluss auf dieses enterische Nervensystem haben hier Sympathikus und Parasympathikus, also das vegetative Nervensystem. Und die modulieren dann eben das enterische Nervensystem, genau, wo es auch ein Bestandteil von ist.
Hauptbestandteile von dem enterischen Nervensystem oder zwei ganz wichtige Regionen sind zwei Plexus. Tim, ist Plural von Plexus Plexus? Ja. Schande, ne? Ja. Stark.
Man könnte meinen, du hättest Latein gehabt in der Frage.
Das bayerische Latinum wiegt einfach nochmal anders als das hessische. Von daher wollte ich mich da nochmal rückverlegen. Also da haben wir den Plexus myentericus und einmal den Plexus submocusus. Und beim Plexus myentericus spricht man auch vom Auerbach-Plexus und vom Plexus submocusus, vom Meissnerplexus.
Es ist jetzt natürlich irgendwie ein bisschen nervig, dass man offenbar hier die Entdecker davon, also ich nehme an, das sind die Entdecker, dass man die auch mitlernen muss. Aber man kann sich merken, beim Meissner Plexus, da haben wir ja beim Meißner 2S und bei Plexus hinten draus nochmal ein S, da haben wir dreimal den Buchstaben S und beim Wort Submucosus haben wir auch dreimal das S.
Also könnt ihr euch merken, Submucosus und Meißner Plexus gehören zusammen. Und wenn ihr euch dann quasi merken könnt, Meißner Plexus ist der Plexus Submucosus, dann wisst ihr auch, wo der liegt, nämlich in der Tela Submucosa, der Meißnerplexus, also der Plexus submucosus und der Auerbachplexus, also der Plexus myentericus, der andere liegt dann entsprechend in der Tunica muscularis.
Ich habe mir Auerbachplexus immer so gemerkt, der Auerbach ist außen von den beiden.
Ja, macht auch Sinn. Und der Meißnerplexus, der reguliert vor allem die Motorik von dieser Lamina muscularis, von der quasi luminalen Schicht, also diese mini-kleine Muskel, also diese mini-kleine Schicht an glatter Muskulatur und eben der darunter liegenden Telasubmucosa. Dafür vor allem eben die Drüsenaktivität und der Auerbachplexus ist vor allem für die größere Motorik, nämlich die der Tunica muskularis, ist ja die entscheidende Muskelschicht hier.
Dafür ist der Auerbachplexus verantwortlich.
Das ist mal logisch, dass die das machen, wo sie auch drin liegen, ne?
Ja, genau. Und grundsätzlich brauchen Muskeln ja immer irgendeine Innervation durch Nerven. Ja, das kennt ihr noch von Extremitäten bei Anatomie. Und auch im Darm ist das so, dass die Muskulatur irgendwoher Taktgeber braucht. Und so basale Taktgeber im Darm sind intestinale Kachalzellen, sogenannte ICCs, benannt nach Santiago Ramoni Cachal.
Ganz kurz, Moritz musst du das deswegen sagen, weil er letzte Woche aus dem dreihörigen Sprachkurs aus Barcelona kam. Also er kann jetzt Spanisch A1. Krank. Diablo. Bockstark. Diablo.
Cajal ist ja eigentlich bekannt als Vater der Neurowissenschaften und hat eben offenbar hier auch was zu beigetragen. Oder die wurden nur nach ihm benannt, da bin ich mir nicht sicher. Aber auf jeden Fall kann man sich das ganz gut merken, dass das eben Zellen sind, die zum enterischen Nervensystem gehören.
Und genau genommen sind das spezielle Fibroblasten, die Kontakt haben zu den Muskelzellen in der Tunica muskularis und außerdem synaptischen Input bekommen vom Plexus myentericus, also vom Auerbachplexus. Und diese intestinalen Kachalzellen. Was die machen, ist letztendlich so eine kontinuierliche rhythmische elektrische Aktivität.
Die bilden quasi Wellen von Depolarisation und diese Wellen werden als Slow Waves bezeichnet, weil es eben eher so ein gleitendes Hin- und Hergehen ist, ja. Und auch keine davon ist wirklich so überschwellig, dass da eine krasse Aktivierung draus entstehen würde. Und diese wirkliche Aktivierung funktioniert dann, wenn der Auerbachplexus noch Einfluss nimmt und quasi hier eine zusätzliche Aktivierung bewirkt.
Und dann werden diese Depolarisationen eben überschwellig und können dann über Gap-Junctions an die Muskelzellen weitergeleitet werden. Und jetzt schauen wir uns nochmal an, wie die Fortbewegung der Nahrung konkret abläuft. Und das ist eigentlich auch ganz cool, weil das ist so ein motorisches Programm, was hier automatisch ziemlich gut funktioniert.
Es läuft im Grunde so ab. Wir haben ja diesen Nahrungsprei, der sich durch den Darm bewegt. Und in der Darmwand gibt es auch Dehnungsrezeptoren, die die Ausdehnung wahrnehmen, wenn da eben so ein Speisebrei oder die Überreste von Peter ankommen. Und letztendlich wollen wir ja folgendes erreichen. Vor unserem Nahrungsprei soll der Darm sich breiter machen, sich öffnen, damit es da gut durchrutschen kann.
Und das passiert durch eine Hemmung der Ringmuskulatur, die dann relaxiert und quasi das Loch größer macht. Und durch eine Kontraktion der Längsmuskulatur, ja, also wenn so ein Schlauch langgezogen wird, passt er ja viel besser was durch, als wenn er zusammengefaltet ist. Und das funktioniert folgendermaßen.
Also die Dehnungsrezeptoren nehmen die Ausdehnung wahr und leiten dann eine Erregung weiter, und zwar an Interneuren. Und ab Oral, also zum After hin, werden aktivierende Interneuren aktiviert, und Oral, also zum Mund hin, werden inhibierende Interneurone aktiviert. Und dann gibt es noch ein nächstes Neuron.
Und dieses nächste Neuron macht grundsätzlich folgendes: Das hemmt die Ringmuskulatur und aktiviert die Längsmuskulatur. Das bedeutet, wenn wir jetzt Oral inhibierende Interneurone haben, die von den Dehnungsrezeptoren aktiviert wurden, dann inhibieren die Interneuren dieses nächste Neuron. Das heißt, die Hemmung auf die Ringmuskulatur, die dieses nächste Neuron normalerweise macht, wird dann weggenommen.
Das heißt, Oral kontrahiert die Ringmuskulatur. Außerdem wird aber auch die Aktivierung auf die Längsmuskulatur weggenommen. Das heißt, die Längsmuskulatur relaxiert. Das heißt, jetzt drückt schön die Ringmuskulatur und den Speiseprall weiter nach Aboral. Und dort muss sich ja wieder das Darmrohr öffnen und strecken.
Und deshalb werden da ja durch die Dehnungsrezeptoren aktivierende Interneuronen aktiviert. Was dazu führt, dass das nächste Neuron die Ringmuskulatur hemmt. Also das Ganze geht auf und die Längsmuskulatur aktiviert, also der Schlauch wird schön langgestreckt. Gut, das ist jetzt auch nur eine Verkürzung der Realität.
Natürlich sind die Verschaltungen komplexer. Und es gibt ja auch Peristaltik, dass dann Speiseprei hin und her geschüttelt wird, um ihn noch weiter zu verdauen und so. Genau, aber das mal als Beispiel, wie so eine Verschaltung hier im enterischen Nervensystem funktionieren kann.
Ja, und jetzt schieben wir den Speiseprei immer schön ein bisschen nach hinten raus. Aber es wäre ja doch ganz wichtig, dass er nicht einfach nur hinten rausfällt.
Genau, und da wollen wir jetzt auch nicht zu sehr im Detail verrennen. Ich meine, wir haben das auch schon mal in der Anatomie, so ein bisschen in funktioneller Anatomie auch beleuchtet. Aber wenn es dann um die Kontinenz geht, da sollte man schon so ein bisschen im Kopf haben, was sind hier so die wichtigsten Akteure und die drei wollen wir einfach mal kurz nennen.
Das ist vor allem der Levator Arni mit seinen Anteilen, also vor allem der Musculus puborektalis. Dann haben wir den Sphincter Arni externus und internus, mit deren Dauertoni. Und wir haben die gefüllten Schwellkörper, also diese Blutpolster, wenn man so will, für die Feinkontinenz. Und dann quasi am Ende des Australs, also wenn man dann einen Stuhldrang hat, das sind dann auch viele Reflexe und dann eben auch viel mit Anspannung irgendwie in der Bauchmuskulatur und so weiter, wird es dann eben ausgetrieben.
Aber das ist jetzt nicht so ein ganz spannendes Thema, wie wir finden, und auch nicht von extrem hoher Klausurrelevanz. Also zumindest was bei uns so, vielleicht ist es bei euch so, dann müsst ihr euch nochmal im Detail da einlesen. Aber wir finden, dass das hier damit gut abgehandelt ist. Und jetzt steht ja eigentlich bei mir nochmal so eine kurze Zusammenfassung von diesem Pizzastück, aber ich glaube, das haben wir jetzt schon oft genug gesagt.
Ich habe noch was anderes rausgesucht. Und zwar habe ich mir nochmal kurz reingelesen. Ich weiß, wir haben eigentlich keine Zeit mehr. Guck mich nicht so an, Leo. Aber es ist spannend. Also nehme ich Santiago da Moni Cajal. Ah. Der Boy hat 1906 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin bekommen. Und zwar gemeinsam mit Goodold Camilo Golgi.
Ist auch geil, oder? Dass die beiden einfach zusammen einen Nobelpreis bekommen. Ja, aber die mochten sich gar nicht. Die hatten ein Riesenlief, die Boys. Kennt sich da aus dem. Also ich habe es ja gerade gelesen, ich finde es ja genial, ne? Also Golgi, also es ging um das Nervensystem. Golgi war der Ansicht, ja, das ist im Prinzip, ist das hier alles eins.
Es gibt nicht einzelne Nervenzellen oder so, sondern die sind alle eins, so wie so Riesensinzyzien oder so. Also alle, alle Ein dickes Ding.
Genau, es war ja, also Kachals Vermächtnis war wirklich, dass er bewiesen hat, dass das Nervensystem aus Zellen besteht. Das war davor gar nicht so gesehen.
Genau. Und jetzt machen wir uns mal nichts vor. Also die haben sich offenbar, also die haben gemeinsam diesen Preis bekommen und haben sie den auf der Bühne auch so gegenseitig angekeift und so. Da muss es total genial gewesen sein. Aber jetzt machen wir uns doch mal nichts vor. Golgi, der hat ja, der lag ja komplett falsch.
Ja, einfach. Und daher würde ich jetzt hier gerne mal eine Petition starten. Also erstmal den Golgi-Apparat, da machen wir jetzt ein Karall-Apparat raus. Also das ist ja gladlos ungerecht, dass der, dass es hier nach diesem Golgi benannt ist. Der war ja falsch. Also ich würde sagen, wir müssen Karallen ein bisschen mehr pushen.
Golgi vielleicht ein bisschen weniger.
Gut, dann bevor wir jetzt die Take-Home-Matches nehmen, habe ich nämlich auch noch was vorbereitet. Und zwar würde ich gerne von euch wissen, ich schätze, wie viel Pankreasekret pro Trag produziert wird. Und deswegen, ganz kurz, denkt kurz drüber nach. Und was haben wir heute gelernt? Also, wir haben sehr, sehr viele wichtige Enzyme für die Verdauung, die kommen größtenteils aus dem Pankreasekret.
Die Sekretion wird durch Scholyzystokinin CCK angeheizt in der intestinalen Phase der Verdauung. Die meisten Enzyme werden als Vorstufen sezeniert und als erstes wird quasi Trypsin aktiviert, was dann alle weiteren Enzyme, aber erst im Dünndarm, dann aktiviert. Die Galle ist für die Ausscheidung und Emulgierung von Fetten sehr wichtig.
Und bei der Produktion ist die Cholesterin-7-Alpha-Hydroxylase, das schrittmachende Enzym. Und die werden aber tatsächlich bevorzugt recycelt, diese Gallensäuren. Resorption und Rückresorption ist die Keinaufgabe des Darms und das müsst ihr euch halt einfach nochmal im Detail kurz anschauen oder nochmal anhören.
Der Plexus Myentericus und Plexus submucosus stellen funktionell den Hauptanteil des enterischen Nervensystems dar. Wobei die Schrittmacherzellen und Vermittler zwischen den Muskelzellen sind die Kachalzellen. Und jetzt würde ich gerne von euch wissen, wie viel schätzt ihr, setzeniert der Pankreas pro Tag?
Ist ja schon ein Ding, also der Pankreas. Also ich war im PrEPCO enttäuscht, aber das ist ja schon ein Brett. Und er hat jetzt nicht viel mehr zu tun, als hier so ein bisschen Sekret zu produzieren. Von daher gehe ich jetzt hier mal mit 400 Milliliter ins Rennen.
Ich hatte einen Liter gesagt. 1,5 Liter, Freunde. Pro Tag. Pass mal auf, ihr habt ja vorhin die steile These aufgestellt, dass es deswegen so ton ist, das Sekret, weil er so viel Gas geben muss. Jetzt die kurze Frage: Wie viel produzieren jetzt die Speicheldrüsen im Vergleich, die halt einen ganz anderen Sekundärspeichelmechanismus haben im Vergleich?
Boah, die sind halt auch, die kann schon am Arbeiten, ne? Also wir wissen, 1,5 Liter Pankreas-Sekret, wie viel produzieren die Speicheldrüsen? Insgesamt? Insgesamt über den Tag.
Vielleicht so 500 Milliliter? Ich bleibe zwar meinen 300.
Zwei Liter, ich bin voll gegen die Wand gefahren. Wirklich, ich bin in meiner Theorie so krass gegen die Wand gefahren, dass nichts mehr übrig ist. Also vergesst alles, was ich gesagt habe, es ist vollkommener Schwachsinn. Das kann es nicht sein, warum das ganz isoton ist. Damit schließen wir ab. Liebe Freunde, das war Situs Inversus zu Git 2.
Wir haben den Gastrointestinaltrakt einmal durchwandert und haben unser Pizzastück Peter vollkommen verdaut wieder ausgeschieden. Das war Git mit Tim und Moritz. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns euer eure Lieblingspizzasorte auf Insta schreibt, weil wir haben eine coole Insta-Seite, at der Fucking Podcast.
Scheiße.
Also du hast dein Marketing ist vergleichbar mit dem von der Kamera.
Aber macht es trotzdem. Nur weil ich nicht abmoderieren kann, müsst ihr nicht die Insta-Seite ignorieren. Die ist wirklich echt nicht schlecht, die machen es wirklich gut. Die Jungs und Mädels, die die betreuen. Und deswegen lasst mein Herzchen da. Wir würden uns sehr freuen. Und als nächstes erwartet uns die Atmung, ne?
Oder das Blut? Yes, die Atmung.
Ja. Das Blut. Die Atmung kommt danach. Erst das Blut. Weil es geht ja weiter. Wir haben jetzt Sekunden gerade aufgenommen, wir wissen ja noch nicht, wohin. Deswegen, liebe Freunde, bis zum nächsten Mal. Guten Nacht und schlaf schön. Macht's gut.
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