SPRIND – der Podcast der Bundesagentur für Sprunginnovationen

#134 Matthias Spott

Montag, 7. September 2026 · 47 min

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Shownotes

Kann man mit einem Flugzeug ins All fliegen? Wann wird es eine Mondkolonie geben? Und wie erkämpft sich Europa seinen Platz in der "Orbital Economy"? Unser Host Thomas Ramge spricht mit Matthias Spott, Gründer, Investor und SPRIND-Innovationsmanager bei SPRIND für "Space & Defense".

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Alle schielen wir da drauf, was in den USA passiert und natürlich namentlich durch SpaceX. Aber es ist immer das gleiche Thema auch wieder in Europa! Wir können es alles – wir wollen es oft schon gar nicht frühzeitig sehen. Wir sind superskeptisch und überlassen anderen das Feld. Und genau in diesem Sinne müssen wir jetzt einfach mutiger nach vorne denken denn es hat uns in der Vergangenheit immer wieder ein Zint ertreffen gebracht.

Danke für euer Interesse. Herzlich willkommen zu Sprint, dem Podcast für Menschen die Neues-Neudenken! Mein Name ist Thomas Rammgündig und freue mich sehr auf unseren heutigen Gast Matthias Spott. Matthias ist Luft- und Raumfahrtingenieur und er hat zu Beginn seiner Karriere auch bei klassischen Luft-und-Raumfahrtunternehmen gearbeitet.

EADS DASA GE Aviation war Unternehmensberater bei Roland Berger Und hat dann aber, in den letzten Jahren, für sich die Entscheidung getroffen. Ich verlasse den klassischen Karrierefahrt und erkundete zunächst vom Silicon Valley aus der New Space also das damals gerade entstehende Ökosystem neuer Start-ups, die das all kommerziell erobern wollten.

Er hat dann selbst gegründet heute ist Investor und Berater und Netzwerker im Bereich New Space und zu dem ist ja seit gut einem Jahr darüber sind wir natürlich sehr froh Bei uns bei der Sprint zusätzlich Innovationsmanager für das Feld Space & Defense. Zusammen mit unserem Kollegen Chris Gernreich hat Matthias kürzlich das Strategie-Papier Orbital Economy geschrieben, Leitfrage wie kann Europa technisch souveräner und wirtschaftlich erfolgreicher ins All gehen?

Und natürlich auch über Matthias spannenden Lebensweg in den Newspace – darüber sprechen wir heute! Danke Matthias dass du dir die Zeit nimmst. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr! Für uns ist das letztendlich der neue Überbegriff, weil wir Raumfahrt neu denken müssen. Raumfahrts ist eben nicht mehr nur Technologie es ist nicht mehr eine Branche an sich sondern es entsteht ein Wirtschaftsraum im Low-Earth Orbit in dem Bereich von zweihundert bis zweitausend Kilometern Erde entfernt und perspektivisch auch auf dem Mond, wo Dinge passieren werden.

Raumfahrt ist dann Infrastruktur aber letztendlich sind die Nutzer andere Industrien wie aus den Bereich Pharma Biotech Automobil Logistik Energie die Fans AI künstliche Intelligenz Computing Materialien all die Bereiche die auf der Erde heute wesentliche Wirtschaftsfakturen darstellen. Maß klappen wir erst mal aus zumindest in Europa oder?

Ja, ich glaube auch weltweit ist der Maß sicherlich aus der Technologieperspektive und für Menschen wie vielleicht auch ein Elon Musk immer so das ultimative Ziel. Es treibt uns vielleicht auch an Sprunginnovationen zu entwickeln die dann auch für die Erde irgendwann etwas Nützliches bringen können aber im Sinne eines Wirtschaftsraums der auf dem Mars entsteht.

Ich glaube da reicht unsere zeitliche Perspektive nicht mehr ganz. soweit reicht bei uns jetzt erstmal der Mond und vor allen Dingen irgendwie zweieinhalb bis zweitausend Kilometer, wenn ich die richtig verstanden habe. Das Ding unter Paper heißt ja Orbital Economy. eine Economy ist ein Markt hat einen Markt.

wie groß ist dieser Markt? Also da gibt es unterschiedliche Schätzungen aber man geht davon aus dass bis zum Jahr zwei tausend vierzig wir an die Zwei-Billiarden heran kommen werden. Und im Grunde, wenn man sich auch den Weg dorthin anschaut. Bisher haben sich die Marktdaten, die so vorhergesagt worden sind eigentlich erfüllt oder gar übererfüllt und wichtig ist dabei zu verstehen dass eben maximal die Hälfte vielleicht davon das ist was heute klassischerweise die Raumfahrt ist.

Im Grunde starten von Dingen da hoch der Bau von Satelliten oder anderen Infrastrukturen zukünftig. es ist der wesentliche Treiber genau in den anderen Industrien Die die Raum Fahrt Infrastruktur nutzen werden Und die sind dann im Wesentlichen auf der Erde? Oder ist es eigentlich auch eine Ökonomie quasi vom All zum All, normal.

Ja absolut! Ich meine schon heute ist natürlich der Weltraum und die Weltrauminfrastruktur etwas ohne dass unser tägliches Leben auf der Erde nicht vorstellbar ist. Ich halte viele Vorträge über dieses Thema und stelle gerne mal die Frage am Anfang wer von ihnen hat mit Weltraum zu tun? und dann zeigen die wenigsten Menschen auf.

Und wenn ich dann die Frage stelle, wer von ihnen hat denn ein Smartphone? Zeigen alle auf! Und dann stelle ich die erste Frage nochmal und jeder fühlt sich dann so ein Stück weit ertappt. Denn tatsächlich das Smartphone, wie wir es heute nutzen – die Navigation, die Kommunikation, die Wetterberichte, Finanztransaktionen könnten wir ohne Weltrauminfrastruktur nicht machen.

Es steckt in so vielen Prozessen unseres täglichen Lebens drin, im privaten Leben wie im geschäftlichen. So das Raumfahrt eigentlich schon heute nicht wegdenkbar. ist aber die Orbital Economies eben mehr. es entstehen da oben Infrastrukturen Raumstationen jetzt in der Zeit nach einer Internation Raumstation der ISS Die Ende der Dikade außer Dienst gestellt werden wird die kommerziell betrieben werden Nicht zu Zorschungszwecken alleine sondern vielmehr eben auch um dort Dinge herzustellen.

zunächst einmal noch für die Erde. Aber es ist natürlich sich gut vorstellbar auch, dass man immer mehr auch da oben für da oben produziert. Denn alles was ich nicht von der Erde da hoch bringen muss macht Raumfahrt wieder billiger. Das Klischee wäre jetzt erstmal das Europa in dieser Optical Economy noch nicht viel zu sagen hat und nicht so wahnsinnig viel Wertschöpfung betreibt usw., stimmt das Klischees?

Nein überhaupt gar nicht! Natürlich alle schielen wir darauf was in den USA passiert und natürlich namentlich durch SpaceX. Aber es ist immer das gleiche Thema auch wieder in Europa, wir können es alles! Wir wollen es oft und schon gar nicht frühzeitig sehen, wir sind superskeptisch und überlassen anderen das Feld.

Und genau in diesem Sinne müssen wir jetzt einfach auch mutiger nach vorne denken denn es hat uns in der Vergangenheit immer wieder ins Hintertreffen gebracht. Dass Europa in der sogenannten Launcher-Krise steckt, wie dieser Generalsekretär vor einigen Jahren selbst gesagt hat und noch immer nicht wirklich überkommen ist liegt auch daran dass wir Raumfahrt viel zu lang institutionell und teuer betrieben haben, nicht kommerziell genug gewisse Technologien nicht sehen wollten wie zum Beispiel wieder verwendbare Raketen die Raumfahrte einfach günstiger machen oder auch das Thema Satelliten Internet.

ich meine das ist ja nun ganz stark auch ein Teil meines Werdegangs. Ich habe ja dazu mal ein Unternehmen mitgegründet. Und wir haben ja selber erlebt, in zwei Tausend vierzehn fünfzehn acht bis zweitausend zweiundzwanzig wie wir hier in Deutschland angeguckt worden. What did you smoke in Silicon Valley?

Es braucht solche Dinge nicht! Es wird immer so sein, wie es immer schon war und das ist natürlich eine Einstellung die uns immer wieder ins Hintertreffen bringt. Da gehen wir gleich nochmal genauer drauf ein. Das ist natürlich wahnsinnig einer. Wie wäre das ein pivotal Moment oder sowas deines Lebenswegs?

Aber ich hab dir eben schon gesagt, du bist gelernter Unternehmensberater. Oder unter anderem hast auch einer der großen Strategie Beratungen gearbeitet und die Unternehensberate machen noch immer status quo und erlüsen. wo steht Denn zur Zeit, nachdem wir wieder ordentlich Dinge verschlafen haben. Europa in der Orbital-Economie wenn du es mal nicht im Klischee darstellst sondern differenziert runterbrechst?

Wie schlimm ist es? Wo gibt es auch klare Chancenfelder? oder wo ist das vielleicht gar nicht so schlimm wie man als klassischer europäischer Schwarze ja dann jetzt darstellen würde? Also ich glaube tatsächlich Wir müssen einfach verstehen was dort jetzt passieren wird Weltraum und wie die Orbital Economy entstehen kann.

Und im Ende ist es, wie jeder neue Wirtschaftsraum der entsteht – insbesondere und am Anfang erst einmal die Infrastruktur. Das haben wir gesehen als sich Amerika entwickelt hat. Da begann es mit Häfen, es begann mit Eisenbahnlinien und das Land wurde erschlossen. Es beginnt mit dem Internet. Am Anfang war das Internet einfach an Infrastruktur gewesen.

Der Rest des Geschichtes, was da drauf gekommen ist Genauso ist es mit dem Weltraum. Raketen sind das absolute Einstiegsthema, wenn ich nicht dorthin komme dann habe ich natürlich ein Problem. aber wir sind schon so unendlich viel weiter als eben nur mit vertikal startenden Raketen dahin zu fliegen und Satelliten zu verbringen sondern der Aufbau von Raumstationen der in Amerika schon wieder vorangetrieben wird jetzt eben in der Nachfolge der internationalen Raumstation.

Schon in wenigen Jahren werden wir kommerzieherbetriebene dort oben sehen und das sind alles Themen, die können wir hier auch. Wir haben in der Vergangenheit auch schon Module für die Raumstation gebaut. Wir müssen einfach nur erkennen dass wir eine Transition von der institutionellen Forschungs getriebenen Raumfahrt hin zu einem Geschäftsmodell haben Und das ist der allererste Gedanke den wir zulassen müssen.

natürlich denken dann viele Weltraumfahrts ist so teuer aber sie wird auch immer wiederum günstiger. Innovationsbudget ist auch in anderen Branchen angucken. Was dort für Milliarden bewegt werden, damit können wir in der Weltraumfahrt immer schon sehr viel erreichen und da sind wir schon auf einem Weg so langsam erkannt zu haben.

Das kommt jetzt mehr aus dieser Verteidigungsperspektive heraus wie wichtig eben auch militärische Raumfahrt ist. Da sind ja signifikante Mittel bereitgestellt worden, thirty-fünf Milliarden bis Ende der Dekade. das wird natürlich die Industrie hier bei uns deutlich boosten. jetzt im kommerziellen Bereich bewegen.

Das muss auch nicht nur staatliches Geld sein, sondern das ist allen Vorräumen natürlich auch privates Geld. Wenn es teuer ist ... dann kann's ja auch sehr lukrativ sein. Ganz billig ist es immer noch nicht selbst wenns billiger wird also das Kilo in Orbit zu schießen. Wobei? Das ist ein sehr spannender Punkt jetzt.

Also wir wollen uns mal die klassischen Kostenkurven anschauen. Weltraumfahrt hat als begann in den neunzehnten und sechzigern Jahren Bis in die zwei Tausende hinein waren es so ungefähr hunderttausend Dollar pro Kilogramm in den Low-Earth-Orbit, in den Erdniedrigen Orbit. Mit SpaceX und den Raketen und zunehmenden wiederverwendbaren Raketen sind wir auf ein Niveau runtergegangen von zehntausenden US-Dollar pro Kilgramm.

Wir sind jetzt bei einigen tausend und mit dem Starship – das ist dieser große Raum – transportet den SpaceX wiederholt getestet hat und langsam an den operativen Einsatzer rankommen wird, werden wir in dem Bereich von hundert Dollar pro Kilogramm kommen. Das ist ein richtiger Game-Changer weil es nicht nur günstiger werden wird sondern wir können mit dem Starship auch Mengen oder auch Größen und Gewichte transportieren die deutlich größer sind als das was wir bisher gekannt haben.

Wir gehen dann vielleicht von den dreißigvierzig Tonnen, die gewisse Schwerlastraketen heute transportieren eher in die hunderthundertfünfzig Tonnen und Dimensionen. Sechsunddreißig auf neun Meter können wir ganze Industrieanlagen da hochbringen. Und genau das werden wir sehen. Die müssen auch nicht mehr unbedingt immer ganz super leicht gebaut werden weil eben ich auch schwere Dinge kosten günstig da hoch bringen kann.

Das ist genau diese Verschiebung im Aufbau einer Infrastruktur. wenn das erst funktioniert, dann werden wir diese Infrastrukturen aussehen. Das ist das, was ihr in eurem Paper erst mal als souveräner Zugang zum All bezeichnet. Die erste Ausbaustufe um jetzt zügig mit europäischer Perspektive die Orbital Economy mit zu bespielen.

Lass mich kätzlerisch zurückfragen also gerade wenn du jetzt diese Großträgerakete nennst ne? Ist da nicht ha-ha der Zug abgefahren? weil also die Ariane sechs oder sieben? die wird es ja nun nicht reißen vermutlich Also tatsächlich und so haben wir das Papier ja aufgebaut. Es steht auf insgesamt fünf Säulen oder Handlungsfeldern, wovon die ersten beiden im wesentlichen Auffohlen bedeutet wo wir in der Vergangenheit Dinge versäumt haben.

ich gehe da gleich noch etwas näher drauf ein auch um deine Frage zu beantworten. schon Säule drei ist im Grunde die Gegenwart wo wir jetzt den nächsten Zug nicht verpassen sollten. also der steht eigentlich schon im Bahnhof und wir stehen am Gleis. jetzt sollten wir dann auch einsteigen. genau Stufe drei ist industrielle Wertschöpfung im Orbit.

Genau, und Stufe vier und fünf der Mond- und perspektivisch der Maß. wir sprachen Eingang schon darüber. das sind die Dinge die eher in der Zukunft liegen wo wir durchaus auch schon gerade aus der Perspektive Sprung Innovation hinschauen sollten. welche Technologien haben wir da? Auch um vielleicht dann auf der Erde Dinge davon zu nutzen und letztendlich das ganze Thema Kreislaufwirtschaft noch mal sehr viel besser auch zu pushen wie wir es eben brauchen werden.

Aber ich möchte auf die ersten beiden Themen kommen. Das ist nämlich genau der Zugang zum Weltall und der Aufbau dieser Infrastrukturen für die digitale Kommunikation und Infrastruktur, die wir da brauchen. Ja! Wir haben diese Launcher-Krise und es verpasst. Und ja – wir haben sehr viel versprechen Unternehmen in Europa auch aus Deutschland heraus den vertikalen Staat erschließen möchten, neben dem staatlichen Programm oder institutionell getriebene Programm Ariane.

Das sind diese sogenannten Micro Launcher Companies und bekannteste ESA. Zum Beispiel ESA Aerospace. Aber wir haben natürlich auch die Rocket Factory oder IAM Pulse, die da ähnliche Ambitionen haben. Dazu muss man aber wissen wenn die dann erfolgreich fliegen? Sind wir ungefähr da wo SpaceX angefangen hat?

das heißt die Trajektorie muss sehr steil sein um überhaupt und kommerziell dann auch wettbewerbsfähig zu sein. Ich persönlich halte das für eine sehr große Aufgabe, die wir gehen müssen weil wir wollen diesen souveränen Zugang haben. Aber und auch das beschreibt ja unser Papier Wir sollten uns eben nicht nur auf einer Aufholjagd begeben sondern auch alternative Starttechniken uns anschauen.

Und da gibt es eben auch hier in Deutschland das Unternehmen Polaris Raumflugzeuge dass horizontal starten und landen Raum Flugzeug entwickeln wird. Das ist eine neue technologische S-Kurve die komplementär zu den anderen Systemen uns dann auch nach vorne spielen kann, weil tatsächlich im vertikalen Staat gegen SpaceX anzukommen wird.

eine große Herausforderung. Ja der müssen wir uns stellen aber ja wir müssen auch alternative Technologien zulassen. Wie wahrscheinlich ist das? Dass wir jetzt bald wie so ne Boeing abheben oder wie ein Airbus abhebnen natürlich und dass das Ding so steil anflägt, dass es dann plötzlich Richtung Mod fliegen kann Naja, also ihr wer damit dann zum Mond fliegen und vor allen Dingen einer Stufe.

Und dann vor allem auch bemannt? das wird sicherlich noch einige Zeit brauchen aber auf dem Weg dorthin macht das Unternehmen sehr viele Fortschritte und wird noch in dieser Dekade zumindest auch zweistufig mit einem fliegenden Plattform oder einer sogenannten Oberstufe da drauf in den Orbit gehen. Wir reden hier nicht über Science-Fiction.

Das sind Technologien. die sind in den sechziger siebziger Jahren in ihren Grundlagen schon im sogenannten Sängerprogramm entwickelt worden. Es gab dann nochmal so eine Phase rund um die neunziger Jahre, wo wir diese Technologien vorangepusht haben aber niemals wirklich auch in den Markt geführt haben.

Natürlich Fortschritte bei Technologie, aber eben auch die Möglichkeit unabhängig von institutionellen Mitteln Dinge voranzubringen hat diesem Unternehmen zurückgegeben und nicht zuletzt die Bundeswehr glaubt daran. also auch an der Weltraumstrategie wird explizit das Raumflugzeug genannt als ein souveränes Mittel.

Denn der Vorteil ist auch, ich kann im Grunde von jedem Platzflughafen dieser Welt starten und von dort Missionen im Wesentlichen in allen erreichbaren Orbits dann noch ausführen. Das gibt maximale Flexibilität! Und dass das dann auch dazu führen wird zukünftig kommerzielle Flüge zu machen, ist offensichtlich – und es ist ja nicht nur der Hinflug.

wenn ich da oben ein Wirtschaftsraum habe wo ich Dinge produziere für die Erde möchte ich ja auch punktgenau zurückkommen und das kann natürlich einen Flugzeug am besten leisten. Das konnte auch die Challenger schon einwegs, ne? Also das war ja gewissermaßen ein Flugzeug was aber nicht normal starten sondern nur normal landen konnte.

Richtig genau und dann auch von der Komplexität her nicht wirklich an jedem Flugplatz, sondern das waren ja dann schon spezielle. Klar, ich kann mich erinnern, der Sänger das war mal so ein europäischer Traum. Was kann Technologie heute oder welche Welche Bausteine von Technologie haben sich so verändert, dass damals ein visionäres aber technisch wohl doch zu schwieriges Konzept heute realistisch möglich ist?

Also es ist eben nicht nur die technologische Dimension. Schon immer war für mich auch persönlich gerade das das Faszinierende an der Luft- und Raumfahrt. Es ist neben der Technologie eben immer auch Wirtschaft und Gesellschaft und Gesellschaft bedeutet Politik. Es ist lange in Europa einfach politisch gewollt gewesen, vertikal zu starten aus verschiedensten Gründen.

Alternative Technologien waren damals nicht so sehr im Fokus und wurden auch entsprechend nicht gepusht um die Technologin dann entsprechend weiterzuentwickeln. Natürlich sind wir auch weiter in gewissen Technologiebereichen um diese Technologie zu ermöglichen. zum Beispiel der drei D Druck von Materialien.

wenn ich mir Antriebssysteme für solche Raumflugzeuge angucke Dann reden wir über die sogenannte lineare Aerospike-Technologie. Die kann ich umso besser herstellen, je filigraner ich auch Kühlkanäle zum Beispiel dort mit einbauen kann und das funktioniert im drei D Druckverfahren natürlich sehr viel besser.

Auch im Bereich Hitzeschutz was ja so wichtig ist für den Wiedereintritt habe ich einfach Materialien mittlerweile verfügbar, die so vielleicht vor Jahren oder jahrzehnt noch so nicht verfügba waren. Wir erinnern uns die verdammte Kachel. Stufe zwei, digitale Infrastruktur im Orbit. Wie schon angedeutet Eng verwoben auch mit einer persönlichen Unternehmerbiografie?

Wo steht Europa da, ne? Erste Gedanke an Starling kommen wir ja nicht vorbei, kommt ja niemand vorbei. Wie können wir da aufholen? Wir können ein Alternativesysteme aufbauen in einem realistischen Zeitrahmen, realistisch finanzierbar. Also tatsächlich dieser zweite Bereich ... Den hat wir bewusst eben auch digitale Infrastruktur genannt, weil es geht da nicht nur um Kommunikation oder um Erdbeobachtung oder Navigation.

Elemente und Komponenten die wird zum Teil ja schon sehr gut beherrschen andere nicht so sehr. ich komme gleich auf das Thema Starling Starling Wettbewerber noch zu sprechen aber Es geht hier darum dass diese Infrastrukturen genau das digitale Rückgrat sind für eine Digitalisierung aus dem Weltall Denn ohne Erdbeobachtungsdaten, ohne Kommunikation, ohne Navigation wird hier eben auf der Erde nichts funktionieren.

Wir haben noch darüber schon gesprochen und in der Erd beobachtung sind wir sehr gut einfach an institutionell getrieben. da müssen wir nur darauf aufpassen dass wir belastbare Geschäftsmodelle draus machen weil sonst werden wir immer weiter Steuergelder dafür nutzen um tolle Technologien zu machen. Hier müssen marktfähige Geschäftsmodelle entstehen und das ist auch am Kommen, aber das gilt es natürlich weiter auch zu unterstützen und natürlich auch mit der künstlichen Intelligenz einfach dann das Thema Datenanalyse sehr viel besser noch zu machen die im übrigen auch zunehmend dort oben im Weltall gemacht wird.

weil warum soll ich hundert Prozent der da oben generierten Daten auf die Erde bringen, um sie dann in Rechenzentren hier auf der Erde zu verarbeiten. Um die fünf Prozent an Informationen da auszuziehen, kann ich natürlich auch im Edge Computing-Ansatz direkt auf dem Satellit schon mal die Vorverarbeitung nehmen und dann nur das Relevante darauf die Erde schicken.

Das hat viele Vorteile. Das ist so ein Stück weit die nächste Stufe dort. Das scheint übrigens auch sehr viel einfacher als direkt das Rechen Zentrum in den Alt zu schicken oder? Ja ich komme auch gerne gleich noch auf das Thema Rechenzentrum, weil es treibt mich tatsächlich auch persönlich sehr um. Da habe ich auch eine klare Meinung schon seit vielen Jahren aber ist genau die richtige Brücke dahin, die du da schlägst.

Aber vielleicht gehen wir vor noch auf die anderen Themen. Vom Edge zum Rechencentrum ist wahrscheinlich noch ein Schritt. Das sind dann ziemlich weite Brücke. Sag bitte vor Edge jetzt hab' ich die Hinterbrüche. Bitte geht zurück auf den Punkt, den du hast. der Satellitenkommunikation des Breitband-Internet aus dem Low Earth Orbit.

Wurde lange nicht gesehen, wir hatten natürlich schon viele Jahrzehnte Satellite Kommunikationen, die ja beim sogenannten Geostationärenbereich stattfeinden, ist es ein dreißigtausend Kilometer hoch quasi ein ortsfester Punkt. dort kreisen die Satellieten mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Air Protektion wurde genutzt zum Beispiel für Fernsehsignale.

Ein schönes Beispiel, wenn man sagt hat, bin du draußen im Sommer Die Fußballweltmeisterschaft schaust, dann fällt das Tor im Fernsehen immer ein bisschen später als im Radio. Der Nachbar weiß schon vor wann das Tor kommt und du es auf den Bildern siehst. Das liegt einfach daran dass das Laufzeitsignal zum Satelliten und wieder zurück so lang ist wie eine Latente haben die sich genau so zeigt.

Das ist der große Vorteil wenn ich tiefer fliege Ich kann echtzeit oder nahezu echtzeit Anwendungen unterstützen Und das bringt ganz neue Technologien auch am Boden mit sich Und das haben wir lange in Europa nicht sehen wollen. Das ist wie auch Teil meiner Reise gewesen, jetzt sehen wir und wir haben damit SpaceX Starlink wieder den Markt überlassen.

Und das ist ja das was auch heute im Wesentlichen der sehr profitablen Bereich von SpaceX ist zum einen, zum anderen SpaceX damit seventy-fünf Prozent ungefähr der aktiven Satelliten im Lowers Orbit heute betreibt. Da haben wir ein unglaubliches Wachstum an Satellitern gesehen und da geht es dann natürlich schon um Vormachtstellungen und wer zu spät kommt muss halt gucken.

im wahrsten Sinne ist war auch das wo es für mich noch Platz. Physischer Platz in nutzbaren Orbits, physischer Platz im Funkfrequenz Spektrum oder auch physischer platz im Sinne von Wo kann ich meine Antenne auf der Erde noch an Kunden bringen die dann letztendlich ein Geschäft machen? Du hast gesehen vor zehn Jahren was schief gelaufen.

erzählt uns kurz deine Geschichte. Okay ja sehr gerne. also. Wir hätten sogar schneller sein können, weil Fun Fact. Wir waren zehn Tage schneller als Elon Musk wie wir hinterher erfahren haben in der Anmeldung der nötigen Funkfrequenzen für so ein System. Wäre Europa seinerzeit entschlossen an das Thema gegangen, hätten wir große Vorteile gehabt?

Weil im regulatorischen Prozess zählt jeder Tag den du vor deinem Wettbewerber bist First-Camp, First-Surf. Aber tatsächlich hat man in Europa dieses Thema diese Technologie die Use Cases nicht sehen wollen. Sowohl sag ich jetzt mal auf Politik und Regierungsleiter, aber auch bei den Nutzerindustrien von der Automobilindustrie angefangen.

Über all die anderen Industrieen, die eigentlich Echtzeitkommunikation haben müssten gerade in einer Welt wo wir vernetzt sind. Und es ging auch da gar nicht so sehr in unserem Ansatz darum die anderen fünfzig Prozent der welt Bevölkerung zu versorgen. das war am Anfang der ansatz der amerikanischen Wettbewerber weil die ihre Geschäftsmodelle dorthin ausruhen wollten.

Wir haben von Anfang an gesagt, wir möchten die anderen achtzig Prozent der Welt Oberfläche bedienen. Wo wir niemals terrestrische Funkmasten haben? Weil für uns ist also Satelliten Internet nicht im Wettbewerb zur terrestrischen Technologie sondern ergänzend komplementär und das war etwas was auch bei den Kambins aus dem Platz Hirschen in der Telekommunikationsbranche nicht gesehen worden ist.

Und so war es dann auch für uns seinerzeit sehr schwierig Investoren zu finden. In Amerika brauchte Matthias nicht so gehen, wenn Elon vor dem Zimmer war um solche Dinge zu positionieren. in Europa hat man es nicht gesehen. wir lebten damals noch an anderen geopolitischen Zeiten. Wir hatten dann Investoren aus China an Bord geholt.

Anfang ging's auch recht gut los bis sich die Weltpolitik die geopolitische Lage sehr deutlich verändert hat und wir in eine völlig neue Situation gekommen sind. Das war schon eine sehr wechselvolle Geschichte. das Unternehmen wurde neu ausgerichtet Und noch heute geben sich so viele Streitigkeiten mit den ehemaligen chinesischen Investoren.

Was wirklich bedauerlich ist, jetzt nicht nur aus meiner eigenen Perspektive und Erfahrung sondern insgesamt für Deutschland, für Europa weil jetzt und spätestens mit dem Ukrainekrieg haben wir gemerkt wie entscheidend diese Technologie ist. und möchte man sich davon einzelne Personen abhängig machen oder hat man dann doch lieber die Unternehmen im eigenen Zugriff?

Ich glaube, die Frage hat jeder mittlerweile für sich beantwortet. Europa macht auch da jetzt eine Aufholjagd sowohl staatlicherseits... Die EU hat ja das Iris Squared-Programm. Es gibt das ein oder andere kommerzielle Vorhaben im Wettbewerb zu dem was ich seinerzeit mit gegründet habe. aber das ist ein Thema.

den Zug hätten wir nicht abfahren lassen sollen. Sag nochmal Drei Sätze zu, wie hieß die Firma? Wer waren die Gründer? Wie kamt ihr auf die Idee? also quasi so den Anfang der Gründungsgeschichte. Also die erste Firma war die AT-Leo. Die AT für Achtzig Leo Low Earth Orbit. Zunächst waren die Achtzig tatsächlich Achtzlich-Satelliten in unserer Konstellation.

später hat dieses Thema Architektur Sechshundertsatelliten gezeigt aber die Aachzig passten immer noch weil es eben genau die anderen Aachtzig Prozent der Welt Oberfläche waren, die wir abdecken wollten. Daraus wurde dann das deutsch- chinesische Joint Venture Die Clio Connect und jetzt hat das Projekt die Rivaderspace Networks weitergeführt ein Unternehmen das eben heute aus München heraus auch noch agiert Mein Mitgründer der Michael Oxford und ein weiterer Business Angel der uns am Anfang unterstützt hat.

Ja, wir waren so ganz früh im Mitstreit und haben dann so ein Team von acht Leuten am Anfang zusammengebracht. Die in den ersten Monaten fast zwei Jahren mal das technisch-kommerziell regulatorische Konzept auf den Weg gebracht haben um dann eben genau ins Fundraising zu gehen und das Team noch raufzubauen.

Waren da auch über hundert Mitarbeiter zum Teil? Und wie sind wir darauf gekommen? also es war tatsächlich auf meinen Reisen im Silicon Valley. Also ich habe im Jahr mein eigener Destruktion gemacht. Ich bin da drüber, weil ich über diese aufkommende New Space Bewegung schon gehört habe. In Europa war die zu der Zeit noch überhaupt nicht bekannt und gesehen.

Und es war eben auch die Zeit als die Big Boys Elon Musk, Mark Zuckerberg Richard Branson aus den genannten Gründen anfingen sich über Satelliten Internet zu befassen und damit zu beschäftigen. Im Anflug von Größen waren wie du einen E-Mail um Silicon Valley haben kannst, hab' ich dann gesagt das braucht Europa auch.

Der Berater in mir hat gesagt eigentlich gar nicht so schwierig. Du brauchst Funkfrequenzen, du brauchst eine Technologie, die funktioniert und trotzdem kostengünstig ist. Und das war damals für die europäische Raumfahrt neu. Du brauchtest Kundenmärkte- und Anwendungsfälle. Also Raumfahrт war dann kein Selbstzweck mehr, sondern Mittel zum Zweck!

And last but not least... ...du brauchst die richtigen strategischen Partnern und Investoren. Und sicherlich war Letzteres aus den genannten Gründen schon gerade auch die größte Herausforderung, die wir seinerzeit hatten. Verstanden. Wo grad es... Thema China auch bei euch viel, als Co-Investoren dann.

Euer Paper ist ja stark getragen von dem Gedanken wie schafft es Europa im New Space wirtschaftlich geostrategisch geopolitisch souverein zu werden? Wir reden viel natürlich wenn's um New Space geht über die USA und natürlich ganz viele über Elon Musk Langsam aufkommenden amerikanischen Wettbewerber.

Wo steht China da? Wo steht Indien da? Also, Indien ist auch schon lange eine ambitionierte Weltraumnation mit eigenen funktionierenden Raketen und einer aufstrebenden Industrie aber natürlich kein Vergleich zu China wo auch das natürlich eine sehr staatlich gelenkte Industrie ist die eine unglaubliche Unterstützung findet auch durch das chinesische Militär.

Auch da in der westlichen Welt werden wir nicht alle vorhaben kennen und das, was öffentlich bekannt ist muss man dann sicherlich auch immer wieder hinterfragen. Aber gerade im Bereich Satelliten Internet ja unser Investor hat dann – das ist Teil des Vertragsbruchs auch – angefangen eine eigene Konstellation in China aufzubauen die letztendlich das chinesische Starling werden sollen.

Und auch da gab es schon sehr viel früher als in Europa, die Weitsicht, die Erkenntnis wie relevant solche Systeme sind und ich glaube dass ist genau das Learning weil wir können die Vergangenheit nicht zurückdrehen Wir müssen einfach nur darauf achten was kommt eigentlich als nächstes? Das ist so sehr erkennbar.

mit dürfen das Feld eben nicht mehr den anderen überlassen Nicht unseren systemischen Bewerbern. aber auch In anderen Situationen haben wir erkannt, dass es auch gut ist ein starker Gegenpult zu den USA zu sein. Nicht zuletzt um vielleicht auch ernst genommen zu werden. Optimistisches Szenario in drei bis fünf Jahren – wo steht europäische industrielle Wertschöpfung im Armit?

Dass wir ganz weit vorne mit dabei sind diesen sogenannten nächsten wichtigen Schritt from lab to fab auch zu schaffen. damit meine ich eben raus aus dieser institutionellen Forschung die auf der internationalen Raumstation seit vielen, vielen Jahren machen. In industrielle Anwendungen hineinzubringen im Biopharma-Bereich zum Beispiel, im Materialbereich und die Sprint hat dazu ja auch jetzt vor einigen Wochen eine eigene Challenge gestartet – Die Orbital BioWorks Challenge.

das war mir schon eben auch mit dem Einstieg bei der Sprint vor knapp einem Jahr Wirklich Herzensthema, weil das ist innerhalb unserer Säule drei. Diese Industrialisierung dieses Raumes wirklich die Brücke zu schlagen und auch Taylor des Todes zu überkommen wo Märkte vielleicht noch nicht funktionieren, wo auch noch nicht ausreichend privatwirtschaftlich Finanzierung ist aber wo eigentlich die Technologie darliegt.

und jetzt einfach auf die nächste Stufe gehoben werden muss. Und ja in drei bis fünf Jahren kann Europa da federführend sein auch da wiederum uns nicht in Abhängigkeiten zu begeben. Wir sollten noch darüber nachdenken, eine eigene europäische kommerzielle Raumstation auf den Weg zu bringen weil sonst sind wir wieder darauf angewiesen dass uns die kommerziellen Anbieter aus den USA auch den nötigen Platz geben.

und stellen wir uns nur mal vor die Dinge entwickeln sich so wie wir das sehen dann wird es auch wieder ein Engpass geben. und ob dann Europa den Vorzug bekommt oder andere Die Frage lasse ich jetzt mal unbeantworten. Rhetorische Fragen braucht man ja auch nicht beantworten, was ist gerade der Sinn von rhetorischen Schragen?

Ein zentrales Stichwort in diesem Zusammenhang in eurem Paper lautet Schwerelosigkeit als neuer Produktionsfaktor. Erklär uns das mal, warum ist es plötzlich cool eine Schwerelosigkeit zu produzieren? und was kann ich da produzieren, was sich unter den Bedingungen auf der Erde mit der Erziehungskraft nicht produzieren kann?

Das ist genau das So der ein oder anderen Formel anschaut, wo die Gravitation mit drin steckt. Wenn ich die rausnehme oder nahezu eliminiere dann habe ich ganz andere Verhaltensmuster und das ist eben heute schon erforscht und sind auch schon Anwendungsfälle bekannt im Bio-Fahrerbereich oder Materialbereich, wo ich ganz andre Materialeigenschaften herstellen kann zum Beispiel im Materialbereich für die Halbleiterindustrie.

Dort kann ich Rollinger aus denen ich die Wafer schneide da oben in einer Qualität und Reinheit, und später auch dadurch vielleicht Größe herstellen wie es auf der Erde nicht könnte. Also eine unglaubliche Produktivitätssteigung oder Leistungsfähigkeit der Mikrochips-Dicht daraus herstelle aber eben auch in der Prozesseffizienz weil ich einfach ganz andere Größendurchmesser dann realisieren kann.

In der Forschung funktioniert das schon. jetzt gilt ist das kommerziell zu skalieren. Oder auch im Biopharma Bereich Und darum geht's ja genau auch an unserer Challenge die wir gestartet haben Tatsächlich die Medikamentenherstellung, die Vorstufen dazu bis hin zum Druck von künstlichen Organen. Also wir werden weil eben die Schwerkraft die Gewebestruktur nicht einfallen lässt sehen dass wir dort künstliche Organe drucken oder Medikamente herstellen die eine ganz andere Viskosität haben und ganz anders auch auf der Erde dann verabreicht werden können und damit den Patienten auch helfen schneller und besser geheilt zu werden.

Wahnsinn klingt toll! Und der Mond? Oder wie ihr schreibt, der cis-lunare Raum. Ein Begriff hat sich noch nie gehört. Was machen wir auf dem Mond? Cis-Luna auch deshalb weil eben tatsächlich der Mond Lunar ... Der hat natürlich auch letztendlich ein Nahbereich so wie wir ihn bei der Erde auch haben. und wenn ich den Mond so ähnlich auch erobern möchte, wie die Erde.

Dann werde ich dort ein Navigationssystem, ein Kommunikationssystem um den Mond herumfliegen haben und Erdbeobachtung betreiben. Ich brauche vielleicht Brückenköpfe, um von dort dann die letzte Meile auf dem Mond zu machen. Das sind alles Infrastrukturen, die rund um den Monten entstehen. Aber warum der Mond überhaupt?

Es ist davon abgesehen, dass der Erde relativ nahe liegt... Zum einen, dass wir dort Rohstoffe vermuten wie Helium-Dreit zum Beispiel oder auch andere seltene Erden die wir gut gebrauchen können. Auf der einen Seite auf der anderen Seite ist natürlich auch eine hervorrunde Absprungbasis um in den ferneren Tiefen der Galaxie noch abzutauchen.

also wenn ich nicht eben erst die Schwerkraft der Erde überbinden muss sondern dann vom Mond wo ein Sechstel der Schwerkraft herrscht dann direkt abzufliegen und dann möchte ich da natürlich auch so selbst erhalten wie möglich sein. Ich möchte nicht alle Materialien dahintransportieren. Das heißt, ich möchte vielleicht meine Infrastrukturen und meine Häuser dort aus Regulit bauen im Breiteedruckverfahren, also dem Mondgestein.

Ich möchte Treibstoffe vielleicht dort gewinnen auf Wasserbasis? Ich möchte andere Dinge abbauen und dann entsteht da tatsächlich ein neuer Trabant der letztendlich ähnliche Dinge braucht wie auf der Erde. wir brauchen Mobilität dort Menschen müssen leben und wohnen Und das ist dieser cis-lunare Raum, wo eben so viel passieren wird und kann.

Wirdest du in so eine Mondkolonie einziehen? Ob ich das würde! Auch mal vorbeischauen. Würde ich schon machen ja. Urlaub auf dem Mund. Ja an den Tourismus, denen wird's auch geben aber ich glaube tatsächlich, dass es eher ... Nein, ich würd da mal so ne Erkundungsmission hinmachen. Was ist realistisch?

Man wirds ne Mondkolonie geben... Ja, da gibt es jetzt unterschiedliche Zahlen. Aber ich halte das nicht wohnrealistisch, dass wir das schon ab dem Jahr- und Dreißig sehen könnten ja. Wow! Und das ist dann sowas... Das muss man sich erst mal wahrscheinlich vorstellen wie so eine Arktisstation oder so.

ne? Ja, ich glaube, das ist... Da gebaut ein paar Gebäude mit ein paar Menneken oder Frauen drin, oder?! Genau, also wir müssten jetzt ja erst mal wieder Wand zum Mond zurückkommen. Das haben wir vor vielen Jahrzehnten schon einmal geschafft. Wir merken jetzt gerade wieder das ist gar nicht so triviales was natürlich die Leistung aus der Zeit damals nochmal wieder auch ein ganz anderes Licht stellt.

Aber früher oder später wird uns das dann sicherlich auch gelingen wieder zurückzukommen und eine Art regelmäßigen Verkehr zu ermöglichen. Und dann tatsächlich wird es so etwas sein wie stehende Raumstationen, eine Polarstation und wo wenige Menschen dann auch wieder mit der Erschließung beginnen werden.

Und von da aus weiterzugehen. Spannend. Deep Space Stufe fünf passt ja räumlich quasi in die Logik eures Papiers passt dann auch in die logik der Raumberung darf Macht ihr einen ganz starken Connect zwischen KI, hochautomatisierte Robotik und so per se schlüssig? Aber sagt doch noch ein paar Sätze dazu.

Inwieweit ist gewissermaßen jetzt die nächste Frontier der Deep Space Eroberung erst mal eine radikale Weiterentwicklung oder radikal Innovation in der Robotik? Ja wir hatten es anfangs ja schon. das ist wirklich der Bereich wo ich dann auch den Mars mit rein zählen würde. als Fernziel auch um Sprung Innovation rein technologischer Art zu treiben ist das wahrscheinlich genau das richtige Fernlicht, was ich da einschalte.

Weil ich muss Technologien entwickeln um ein Leben weit weg von der Erde zu ermöglichen. Ich muss dahin kommen und wie gesagt lebensfähig werden weil der Rückweg dann auch nicht mehr so einfach. Also das sind Technologienen Und natürlich je mehr ich dort automatisiert machen kann desto weniger menschliche Exposure werde ich haben wenngleich auch die werden wir weiterhin sehen.

Aber während Technologien entwickeln, Lebenserhaltung, Kreislaufwirtschaft, Wassergewinnung, Anbau von Nahrungsmitteln – das sind alles Dinge, die auch der Erde helfen können. Denn wenn wir das für die schwierigen Umgebungen im Deep Space machen, dann können wir natürlich auch damit Technologie nutzen in klimagestressten Bereichen auf der Erde und das ist eigentlich das Ware was mich da motiviert.

Für mich ist persönlich der Deep Space aus wirtschaftlicher Perspektive noch wirklich weit weg. Aber die Technologien sind sehr interessant, weil sie eben schon auch sehr zeitnah einen Nutzen entfalten können hier auf der Erde. Verstehe ja also wenn wir Kartoffeln auf dem Mars züchten können dann kriegen wir hier aber so dicke Kartoffel auch unter den schlimmsten Bedingungen des Klimawandels hin.

Du hast offensichtlich den Masjana gesehen. Er kann sagen er gelesen haben ihn sogar. Siliken Welle habe ich sogar in den Auto mal kennengelernt gerade als das Buch rauskam. Ja, ja. Toller Auto! Und dann hätten wir endlich quasi das was Teflon immer versprochen hat aber gar nicht aus der Raumforschung als Abfallprodukt kam sondern sich irgendwie als populärer Mythos irgendwie etabliert hat oder?

Wir müssen natürlich genau da aufpassen aber es wird natürlich immer genau als Beispiel genommen warum Raumfahrt auch für die Erde macht. Aber ich glaube es ist eben, wenn wir uns das wirklich vor Augen führen wo es schon heute überall drin steckt also nicht das Teflon sondern der Weltraum dann werden wir erkennen dass es ohne nicht mehr geht.

und das ist auch nicht nur die Welt ist nicht genug. Ich muss die Erde verlassen nachdem ich sie schon zugrunde gerichtet habe. nein es geht eigentlich darum darüber das normale Handeln und Wirken des Menschen ein Stück weit auszudehnen was in Natur der Sache liegt aber auch um dann vielleicht auch die Erde zu einem besseren Ort zu machen Weil auch das, und unter uns meine persönliche Meinung, Terraforming Maas ist wahrscheinlich schwieriger als die Erde zu retten.

Und wir sollten uns alle bemühen, die Erde zur retten und dafür den Weltraum zu nutzen. Ich glaube, dass es wahrscheinlich in diesem Satz können wir streichen oder? Wahrscheinlich! Sehr gut, sehr gut... Ihr habt ein tolles Papier geschrieben. Natürlich mag ich ein bisschen beißt sein, ein bisschen Kollegen, aber ich finde das wirklich sehr schlüssig im Aufbau.

Sehr gut strukturiert. sehr durch Drohungen von Faktenwissen und kluger Sortierung von Gedanken. Nun wissen wir alle, dass Papier geduldig ist – selbst dann wenn es sich um tolles Papier handelt! Wie können wir? Wie könnt ihr dafür sorgen, dass das Papier in der Schublade bleibt sondern möglichst viel von den Inhalten eures Papiers sich tatsächlich auch in die Realität rüber retten können?!

Danke für diese wirklich wichtige Frage, weil ja dieses Papier reflektiert schon auch meine Gedanken, die ich da mit dem Chris auch sehr intensiv immer diskutiert habe wie wir das mal strukturieren sollten. Dieses Thema Entstehung eines neuen Wirtschaftsraums und ich glaube dass ist schonmal das erste was dieses Papier auch im politischen Bereich bewirken soll und muss.

Raumfahrt ist nicht mehr Technologie alleine, es geht nicht um Raketen und Satelliten sondern es geht wirklich um Infrastruktur die nur geschlossen und ganzheitlich zusammen eben diesen Wirtschaftsraum erschließen lassen. Und wenn wir es nicht tun weil wir wieder skeptisch sind, weil wir glauben wir brauchen das nicht oder denken es könnte technologisch nicht funktionieren werden es andere machen bei der Launcher-Krise gesehen haben oder bei der verpassten Chance des Satelliteninternets.

Deswegen möchte ich dieses Papier auch ganz stark dafür nutzen, dieses Bewusstsein zu schaffen – es geht mehr als nur um Technologie! Es ist ein Wirtschaftsraum wo neue Chancen liegen und wenn andere Industrien verschwinden. Das ist das eine. Zum anderen hilft es uns natürlich auch als Sprinde in der Kommunikation an interessierte Unternehmen die mit zusammenarbeiten möchten und es hilft uns intern auch, vielleicht die richtige Auswahl zu treffen um unseren Instrumentenkasten einzusetzen.

Das beginnt bei Validierungsaufträgen. das sag ich mal einfachste Instrument für den Einstieg in eine Zusammenarbeit mit der Sprint wo wir ja Teams unterstützen darin in Form eines Auftrags Technologien mit uns weiterzuentwickeln anzuschauen zu validieren. natürlich gucken wir dann passend die in einer dieser fünf Säulen haben die eine Relevanz dieses Papier weiter entstehen zu lassen.

Das ist mal der erste Weg! Wir sind also dann nicht mehr nur auf Serendipity angewiesen, sondern ganz gezielt auch Teams unterstützen. Zweitens hilft es uns natürlich dann auch Challenges zu definieren so wie wir jetzt die Optal BioWorks Challenge definiert haben, die genau in diesem dritten Bereich die Entstehung der Produktionsumgebung Mikrogravität ermöglicht.

und drittens wenn wir auch über Großfinanzierungen nachdenken wo wir gezielt Unternehmen unterstützen möchten die auch aus Markt- und Souveränitätsgesichtspunkten eine kritische Rolle spielen. Auch da kann das Papier uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und dann auch umzusetzen.". Kassandt!

Welcher Aspekt in dieser ganzen New Space Diskussion, damit sie interessiert, mir jetzt auch schon seit gut zehn Jahren führen ist? In deiner Wahrnehmung der am stärksten Übersehende? Worauf gucken wir nicht?". Also selbst die, die sich für das Thema interessieren oder ein bisschen interessieren? Ja ich glaube dieser ganzheitliche Blick auf das Potenzial eines entstehenden Wirtschaftsraums so wie es das Internet einmal gewesen ist.

So wie es die Besiedlung vielleicht von Nordamerika irgendwann war wirklich zusammenpuzzeln verschiedener Bausteine, die wir sind doch oft noch auch mit Menschen die sich auskennen zu sehr in dem Bereich Raketen und Satelliten unterwegs. Und es ist ebenso sehr viel mehr, nicht nur Raumfahrt für die Raumfahrts, sondern die Raumpfad baut die Straßen, die Eisenbahnwege, die Brücken, die Schifffahrtswege die es braucht um Wirtschaft zu ermöglichen.

Deswegen heißt euer Papier auch Orbital Economy... ...und nicht irgendwie so Die Aufholjagd im Newspage oder so was? Oder die Sprint-Raumfahrt-Strategie. Wir haben es da sehr wohl etwas bei gedacht, weil wir möchten als Sprint auch natürlich in Zusammenarbeit mit den anderen institutionellen Einrichtungen, die ja auch mit staatlichem Geld die Raumfahrt voranbringen hier eine Ergänzung auch zu bringen wirklich Technologien in die Märkte hineinzuführen, Märkte entstehen zu lassen und uns dort souverän und unabhängig aufzustellen.

Welche Rolle bleibt eigentlich noch für die klassische staatliche Raumfahrt? Die wird weiterhin ihre Bedeutung haben. Insbesondere für die Technologie, Forschung oder institutionelle Programme, die wir haben werden also insofern ganz bewusst die Positionierung der Sprint hier auch. Wir nutzen diese Technologien, die auch durch diese institutionellen Einrichtungen mit nach vorne getrieben werden um genau daraus dann auch eine Return und Society zu machen nicht Rückfluss der Mittel, die eingesetzt worden sind.

Nicht im knallharten Investoren Sinne sondern im Sinne von entstehen hier dann auch Arbeitsplätze bringen wir unsere Wirtschaft voran haben wir neue Themen die wir auch exportieren können. das ist genau die Rolle des Sprint. und natürlich wird es auch bedeuten dass wir im weiteren Verlauf dieses Papier mit diesen weiteren Organisationen auch diskutieren und schauen wie man da auch die Zusammenarbeit verbessern kann.

Hier geht's nicht um Wettbewerb sondern hier gehts um die nächste Stufe. Matthias, das ist jetzt eine herzlichen Einladung zum Dialog weiter an. Aber du bist ja sowieso mit allen wichtigen Akteuren auf diesem Feld im engen Austausch und im Gespräch. Meine letzte Frage kennst Du? Die stelle ich ja alle meinen Gästen.

Welche Sprunginnovation die in deinem Fall nix mit New Space oder überhaupt mit Weltall zu tun haben sollte. Wünsch Du Dir für Dich für Deine Lieben für das Jahr zwanzig fünfzig! Tja, und da habe ich viel darüber nachgedacht. Weil ich kann ja nur Weltraum! Und was soll ich denn darauf antworten? Welche Sprung-Innovation?!

Für mich ist die Antwort – das klingt jetzt vielleicht ausweichend – nicht die eine Technologie, die ich sehe sondern für mich ist es eigentlich dass wir es geschafft haben in zwei tausend fünfzig unseren Wirkungsraum im guten Sinne erweitert zu haben. und für mich is Sprung Innovation. die beginnt oft dort wo die Vorstellungskraft des etablierten Systems aufhört.

Und es würde mich sehr freuen, wenn man im Jahr ist wie normal betrachten, dass wir dort auch wirken und mit den Dingen, die wir da tun dann auch dem Menschen unter Erde etwas Gutes tun können. Okay war ausweichend aber ich lass das geheilchen. Das Denkensprung zu innovieren könnten wir so zusammenfassen?

Aber bringt's auch nicht am Punkt glaube ich. Matthias ganz vielen Dank für dieses ... Facettenreiche, interessante Gespräche für die Einblick in deine Biografie. Die ja auch mit so ein paar wunden Punkten verbunden sind, wenn ich das richtig zwischen den Zahlen rausgehört habe. und ganz viel Erfolg mit euren Paper und vor allen Dingen damit der Fähigkeit, die Themen in euren Papers dann tatsächlich in die Transformationen in die Umsetzung zu bringen.

Danke schön! Auch euch liebe Hörerinnen und Hörern wie immer ganz herzlichen Dank für eure Zeit und für eure Aufmerksamkeit. Wenn euch unser Podcast gefällt, dann freuen wir uns sehr wenn ihr ihn abonniert. Wenn ihr diese oder andere Folgen mit Freundinnen oder Freunden teilt und wenn ihr uns vielleicht eine kleine Review oder ein Rating in der Podcast-App hinterlasst.

Produziert wurde diese Folge wie alle anderen auch von Max Zöller. ganz herzlichen Dank, Max! In vierzehn Tagen kommt dann die nächste Episode und bis dahin gilt wie immer bleibt neugierig.

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