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staYoung - Der Longevity-Podcast· Folge 130

Eierstockkrebs: Früherkennung nicht möglich. Daniela (Betroffene) warnt dich! Nina Ruge & Prof. Dr. Kiechle

Freitag, 22. Mai 2026 · 49 min

MP3

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München, und mit Daniela Maria Grob, einer mutigen Patientin, die mit Eierstockkrebs im vierten Stadium lebt und eine BRCA1-Mutation in sich trägt. Eierstockkrebs ist einer der wenigen Krebsarten, gegen die es bis heute keine Früherkennung gibt. Selbst wer regelmäßig zur gynäkologischen Vorsorge geht, kann ihn nicht rechtzeitig entdecken. Etwa 70 Prozent aller Fälle werden erst in einem späten Stadium diagnostiziert. Bis zu 25 Prozent dieser Fälle sind erblich bedingt, oft durch eine Mutation in den BRCA1- oder BRCA2-Genen, jenen Genen, die durch Angelina Jolie weltweit bekannt geworden sind. Wir sprechen darüber, wann ein Gentest sinnvoll ist, wer ihn bezahlt, warum auch die väterliche Familienseite zählt, und welche Möglichkeiten der Prävention es gibt. Eine bewegende Folge, ein Weckruf für jede Frau mit Krebsfällen in der Familie.

In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen:
• Warum etwa 70 Prozent aller Eierstockkrebsfälle erst in einem späten Stadium entdeckt werden.

• Warum die regelmäßige gynäkologische Vorsorge bei Eierstockkrebs nicht ausreicht.

• Was die BRCA1- und BRCA2-Mutation für das Krebsrisiko bedeutet.

• Warum auch die väterliche Familienseite für das Vererbungsrisiko zählt.

• Warum 30 bis 50 Prozent der Frauen mit familiärer Belastung nie einen Gentest erhalten.

• Wann die Krankenkasse den Gentest bezahlt und welche Kriterien gelten.

• Wie Tumor-Risiko-Sprechstunden und Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs helfen können.

• Wie Danielas Weg von ersten Symptomen über mehrere Fehldiagnosen bis zur Diagnose verlief.

• Warum BRCA1-Trägerinnen häufig gut auf eine Chemotherapie ansprechen.

• Was die neue Immuntherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitor bei Eierstockkrebs leistet.

• Wie die vorbeugende Entfernung der Eierstöcke das Risiko fast auf null senken kann.

• Warum Angelina Jolie zur Symbolfigur für Frauen mit BRCA-Mutation wurde.

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Marion Kiechle findest du hier:
professoren.tum.de/kiechle-marion

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Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin.

STY-290

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Willkommen bei Stay Young, heute ein Thema, das mich sehr betroffen macht. Es geht um den teuflischen Eierstockkrebs und um familiäre Vorbelastung, sprich wie wichtig ist ein genetischer Test für Frauen, die Brust oder Eierstockkrebs in der Familie haben, um selbst nicht zu erkranken. Hier ist eine Patientin, die als Betroffene heute vor allem 1 bewirken möchte.

Frauen aufklären, zum Gentest motivieren wenn diese Krebsarten in der Familie sind. Sie hat die gefürchtete Mutation im Brca 1 Gehen und Eierstockkrebs, sie wird von ihrer Erkrankung und von der harten Therapie erzählen, um so vielen Frauen wie möglich ihr eigenes Schicksal zu ersparen. Wir danken dir so sehr für dieses Anliegen, für diesen Mut.

Daniela Maria Grob willkommen bei Stay Young. Vielen herzlichen Dank, Liebe Nina. Vielen herzlichen Dank, liebe Frau Professor. Genau die kommt jetzt. An sie noch ein Danke. Das gilt nämlich der Top Expertin für genetische Krebsrisiken, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München und Professorin für Frauenheilkunde an der TU München, Marion Kiechle.

Willkommen bei Stay Young, danke. Danke für die Einladung, liebe Nina. Wir duzen uns, kennen uns ganz, ganz lange. Daniela, du natürlich als erste. Dein Wunsch diesen Podcast zu machen, erzähl uns einmal noch ein bisschen mehr von deinem Beweggrund. Also ich persönlich bin sehr dankbar, dass ich hier sprechen darf, weil ich finde, es ist ein ganz wichtiges Thema. Ich habe das Gefühl, Krebs allgemein wird immer schlimmer und Eierstockkrebs meiner Erfahrung nach ist leider ein verkanntes Thema und mit gewissen Vorkehrungen hätte man auf meine Situation also wirklich nicht verhindern, aber zumindest, dass es nicht so ausgeartet wäre. Behandeln können und ich möchte gerne andere Frauen ja davor bewahren und aufmerksam machen

auf dass. Sie achten müssen. Danke noch mal. Ja, dass du bereit bist, deine Erkrankung, deine Therapie und deine Situation jetzt für uns zu schildern. Und es braucht genau das, dass das ne Frau auch wirklich tut, weil ich hab den Eindruck, dass uns Frauen das Risiko BACA 1 oder 2, also die genetische Veranlagung für Brust oder Eierstockkrebs, meist überhaupt nicht bewusst ist. Und die Gefahr, die darin lauert. Ja, absolut.

Also wir wissen aus Untersuchungen und Studien, dass Frauen, obwohl eine familiäre Belastung vorliegt, daran kann man nämlich so ne genetische Veranlagung auch kennen, anhand erkennen anhand der Familienanamnese, dass die nie ne genetische Testung erhalten. Schätzungen zufolge sind es etwa 30 bis 50% der Frauen, obwohl in der Familie Krebs vorkommt, dass sie eben so einen Test gar nicht bekommen.

Das kann aus Unwissenheit meistens passieren oder dass sie nicht die richtigen Anlaufstellen finden. Dass auch der Hausarzt oder der Frauenarzt gar nicht Bescheid weiß. Und es ist eigentlich sehr, sehr tragisch, denn wenn man so etwas weiß und dann diesen Test durchführt, kann man wirklich buchstäblich Leben retten.

Denn wenn man so eine Mutation hat, ist es nicht so, dass man das einfach hinnehmen muss, sondern man kann vorbeugend auch tatsächlich etwas tun, damit man nicht an Krebs erkrankt. Daniela, Du hattest ja auch ne gewisse Befürchtung, ne, du wusstest ja, dass Brustkrebs zumindest nicht Eierstockkrebs.

In deiner Familie war aber beim Vater und daran denken ja viele überhaupt nicht, dass die Mutation bei beiden Elternteilen sein kann. Und auch wenn das in der Familie des Vaters vorkommt, gefährlich sein kann. Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte mich mit dem Thema Krebs nur mit Brust, also nur mit in Anführungszeichen bitte mit Brustkrebs befasst, weil ich auch immer bisschen Knoten in der Brust hatte und da war Gott sei Dank nie was.

Und weil meine Urgroßmutter und meine Oma an. Brustkrebs verstorben sind. Ich habe keinen Kontakt zu meinem Vater gehabt und ich wusste auch nicht, ob da Krebsfälle sind, das weiß ich bis heute nicht, aber an das habe ich im ganzen Leben nicht gedacht. Das waren eben Großmutter und also von dir und Urgroßmutter väterlicherseits ne. Nein, mütterlicherseits.

Aha, also vielleicht. Sogar von beiden Mutterlicherseits. Aha, Marion, wie ist es überhaupt, wie dominant ist denn diese? Dominant wie dominant gibt es nicht diese Mutation. Was heißt das für die Nachkommen? Es heißt, dass es so ist, dass jedes, jeder, jedes Kind oder also Sohn oder Tochter es ist, nämlich unabhängig vom Geschlecht eine Chance hat, zu 50% dieses veränderte Gen geerbt zu haben. Und es reicht bei so einer dominanten Vererbung aus, wenn eine Genkopie verändert ist.

Also wir haben ja immer von jedem gen, was wir in uns tragen. 2 Stück 1. Was wir von der Mutter bekommen haben und 1 vom Vater und eben eine dominante Vererbung reicht aus, wenn ein Gen verändert ist. Und das Ganze läuft wie gesagt unabhängig vom Geschlecht ab. Deswegen ist es auch wichtig, nicht nur die mütterliche Seite zu betrachten, sondern eben auch die väterliche Seite. Angela Wahrscheinlich kam das Gen von Deiner oder die Mutation von der mütterlichen Seite.

Hatte deine Mutter irgendein? Thema mit Krebs. Überhaupt nicht. Und die hat sich auch nach meiner Situation testen lassen und meinte dann Gott sei Dank, bei ihr ist nichts. Das heißt, bei der. Väterlichen Seite. Frau Professor, ja, dann es gibt dann 2 Möglichkeiten. Entweder es kommt über den Vater, über die väterliche Linie.

Oder es kann auch eine sogenannte Spontanmutation sein, also eine Veränderung der Keimbahn selbst, weil unsere DNA wird ja dauernd angegriffen und kann sich verändern. Aber ich glaube, dass es eher vielleicht von der väterlichen Seite her kommt kann. Man im Augenblick ja auch nicht feststellen, weil kein Kontakt zum Vater.

Du hattest ja, das war. Väterlicherseits Entschuldigung, es wurde ja bestätigt, weil dann wurden ja Tests gemacht. Also es ist definitiv vom Vater. OK, aber bei Mutter war eben in der in der Linie Brustkrebs. OK, genau. Also. Du hattest einfach ein mulmiges Gefühl und hast schon vor 20 Jahren gesagt, ich möchte mich eigentlich ganz gerne mal gehen, checken lassen, wie war das, was ist da passiert? Ja, also ich hab da so im Umfeld das gehört, dass man diese Tests machen kann und hatte mich dann erkundigt und es war gute 20 Jahre her und dann sagte man zu mir, ach nein. Und ich bin zu jung.

Und damals, wenn ich mich richtig erinnere, hätte das 1000€ oder so gekostet. Also das soll ich mir sparen und na ja gut, dann habe ich mir gedacht, dann ist es auch vielleicht ein bisschen Hysterie, im Nachhinein hätte ich das sehr gerne bezahlt, weil dann hätte ich mir natürlich auch die Eierstöcke, Brust und alles entfernen lassen, damit ich das, was ich jetzt erleben muss, nicht ertragen muss.

Wie alt bist du heute? Magst du das? Sagen ja natürlich 56 und 2022. Da hab ich eben die Diagnose bekommen. Sprechen wir gleich drüber. Vielleicht erst noch mal an Marion, nach welchen Kriterien geht denn das heute, wer bekommt denn einen Gentest empfohlen und bezahlt? Du hast ja schon angedeutet, es wird viel zu selten überhaupt gemacht, ja, von Seiten der Hausärzte, oder? Genüge also.

Es ist so, dass das ziemlich gut geregelt ist. In der Zwischenzeit also die gesetzlichen und privaten Kassen bezahlen das, aber es muss, müssen bestimmte Kriterien vorliegen, also es müssen. Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in der Familie ne erbliche Belastung gegeben ist. Das heißt, man muss einmal die in die Familienanamnese schauen.

Gibt es da Brustkrebsfälle, gibt es da eierstockkrebsfälle und vor allen Dingen, wann sind die Personen erkrankt, weil natürlich, wenn viele Krebsfälle vorkommen in der Familie ist das n kann kann das n Hinweis sein und wenn die Krebsfälle in besonders jungen Jahren aufgetreten sind. Und dann kann man sich beraten lassen in speziellen Tumorrisikosprechstunden, in sogenannten Zentren für familiären Brust und Eierstockkrebs.

Die gibt es in der Zwischenzeit und sind auch von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert, oder aber man kann Humangenetische Beratungsstellen aufsuchen oder niedergelassene Humangenetiker und Humangenetikerinnen und sich dort beraten lassen, und die kennen die Kriterien auch. Und wenn die eben erfüllt sind, dann zahlt es eben auch die Kasse. Oder aber es gibt noch eine andere Indikation, eben wenn eine Person erkrankt ist an Eierstockkrebs oder an Brustkrebs in bestimmten Situationen, dann wird es der Test auch durchgeführt, weil er therapeutische Implikationen hat, also davon man leitet davon dann spezielle Therapien ab. Ja, aber.

Vor 20 Jahren war das offensichtlich eben noch nicht so gut und klar geregelt und. Du hast keinen Test gemacht, aber du hattest auch noch früh Endometriose. Relativ jung kann das auch ein Hinweis auf brca Mutation sein? Marion? Eigentlich nicht. Also die Endometriose hat mit dem BRC 1 verursachten Eierstockkrebs eigentlich nichts zu tun, weil das der BRC 1 typische Ovarial typische Ovarialkarzinom ist.

Ein sogenannter seröser Subtyp. Es gibt noch andere Subtypen, das sogenannte Endometriode ide Ovarialkarzinom, und da hat man festgestellt, dass Frauen, die ne Endometriose haben, hier ein bisschen ein erhöhtes Risiko haben, so n endometrioides Ovarialkarzinom zu bekommen. Aber das ist ja bei Daniela grob nicht der Fall o. K.

Daniela jetzt also zu deiner Krankengeschichte. Wann wurde du hast eben gesagt, 2022 wurde der Krebs erkannt bei einem Routine Check oder wie? Nein, ich muss sagen, dass so Mitte 21 ging es mir immer schlechter und hatte immer unterleibskrämpfe, dachte aber das kommt von der Endometriose. Bin natürlich zum Gynäkologen gegangen, ich weiß jetzt nicht wie weit ich das kurz erzählen soll und dann wurde es immer schlimmer, dass mein Bauch angeschwollen ist.

Ich hatte immer weniger Kraft und. Halt auch Schmerzen und bin dann vom Hausarzt. Dann bin ich ohnmächtig geworden und kam dann der Notarzt, die haben gemeint ich bin schwanger, dann war ich in einem anderen Krankenhaus hier in München, die haben gemeint ich hätte ganz starke Koliken, Blähungen haben aber keinerlei Untersuchungen sonst gemacht und dann war ich bei einem anderen Hausarzt, der hat gemeint ich hätte diwacolitis und so ging das halt die ganze Zeit. Zum Schluss hatte ich dann nen 4 Liter Tumorwasser im Bauch und konnte also.

Nicht mehr gut sprechen und auch fast nicht mehr richtig gehen. Und dann bin ich zu meinem ursprünglichen Hausarzt, der blöderweise damals in der Praxis renoviert hat. Der hat mich dann untersucht. Und der ist wirklich weiß geworden und hat dann gemeint, also da wär von der Leber aufwärts Richtung Lunge Zwerchfell, wenn ich das so richtig sage, ganz dunkel und ich soll sofort ins Krankenhaus, und zwar sofort in welches ich möchte und dann hab ich gesagt, rechts der Isar, hab eine Bekannte angerufen, die ist Krankenschwester und die hat zu mir gesagt, denn Jena manchmal doch Stress und so hätte man auch so große Zysten oder so eigentlich an sowas hab ich gar nicht gedacht.

Ja und am nächsten Tag es war der 13. Januar 22. Ich habe ich dann diese schreckliche Diagnose bekommen, dass ich Eierstockkrebs im vierten Stadion hätte, also die Onkologin damals, das war nicht rechts der Isa, Ich war erst woanders, die meinte sogar 4 plus, keine Ahnung, ich kann das so nicht beurteilen, weil ich bin ja kein Profi. Mal ganz kurz von den ersten Symptomen bis dann zur Diagnose im Krankenhaus.

Wieviel Zeit ist da vergangen? Na ja, also ich würde sagen 45 Monate. Und wenn ich ehrlich bin, ich war bei meinem Gynäkologen, weil ich auch ja die Blase nicht mehr so plötzlich halten konnte. Und dann hat er sogar Ultraschall gemacht und hat gemeint, ja, ich komme in die Wechseljahre, das wäre normal. Da habe ich gedacht, Oh Gott, beckenbodengymnastik, danach hat er mir ja gesagt, dass er auch ein relativ großer Tumor auf der Blase war, dass eben auch da nichts mehr reingekommen ist. Also da ist einiges irgendwie schiefgelaufen, leider, und ich habe gehört, das passiert leider bei Eierstockkrebs sehr oft. Gleich Frage an Marion, ist das so? Ja, das ist leider so, weil für diese Art von Krebs gibt es keine Früherkennung.

Der Krebs, der fängt ja an zu wachsen an den Eierstöcken und an dem Bauchfell, was die Eierstöcke umgibt, und wer als Frau schon mal schwanger war, der kann das Glaube ich nachvollziehen, dass bis man mal merkt, dass da im Bauch was wächst. Das dauert ziemlich, also bis der Bauch mal so ein bisschen zunimmt.

Geht, vergeht, vergeht eine gewisse Zeit. Also das zeigt einem, dass da sehr viel wachsen kann an an Tumor, ohne dass man das merkt und wie gesagt, es gibt keine Früherkennung für für für Eierstockkrebs so also nichts, nichts Vergleichbares wie für Brustkrebs zum Beispiel, da gibt es ja die Mammographie Mammographie Screening oder für Hautkrebs oder für Darmkrebs gibt es früherkennungsmaßnahmen, die gibt es leider nicht deswegen.

Werden eben viele Eierstockkrebsfälle erst in einem sehr späten Stadium entdeckt, wenn der Krebs schon sich im Bauchraum breit gemacht hat oder sogar darüber hinaus, um hier mal ne Zahl zu nennen, etwa 70% aller Eierstockkrebsfälle werden in einem späten Stadium sowie bei Daniela Grob entdeckt. Ja, Wahnsinn.

Und auch beim Gynäkologen, beim jährlichen Check. Nicht bringt nichts, man hat es. Man hat hier mit Ultraschall versucht zu screenen und auch Tumormarkerwerte im Blut gemessen, das hat man auch alles getestet, auch sogar bei den Frauen mit erhöhtem Risiko, den also mit Frauen sowie Daniela, die eben eine BACR 1 Keimbahnmutation haben, auch da hat man gesehen, dass das gar nichts bringt, der Krebs entsteht so schnell und wächst so schnell, dass man mit mit Ultraschall oder mit solchen Tumormarkermessungen gar nicht hinterherkommt. Klar, das ist ein ganz, ganz großes Forschungsfeld. Man versucht, dem Krebs mit anderen Methoden früh beizukommen, aber bislang war man da noch nicht sehr erfolgreich.

Das ist ja eine der ganz wenigen Krebsarten, die tatsächlich richtig gut sich einfach tummeln können im Körper, ohne dass wir sie erkennen können bis heute. Ich glaube nicht, dass das uns allen bewusst ist, die jetzt hier zuschauen und zuhören. Also selbst wenn man halbjährlich zum Frauenarzt geht, bringt es gar nichts für die Früherkennung.

Wahnsinn. Daniela hat man denn dann gleich ein Gentest bei dir gemacht? Also ich muss ehrlich sagen doch, dass dass ich 22 so viel erlebt hab und jetzt wieder 25 auf 26 fehlen mir ich daraus mir gar nicht sagen, fehlen mir manchmal so bisschen die Zeit. Also es wurde auf alle Fälle dann diese Genanalyse mir gesagt, dass es eben väterlicherseits ist. Aber ich konnte jetzt nicht genau sagen, in welchem Zeitraum das war, also ich würde sagen relativ. Kurz BRCA wurde.

Diese Mutation wurde festgestellt. Ja. OK, 1 oder 2. Es gibt ja diese beiden Gene. Ich meine 1 also ja doch 1. Also auf Frau Professor Klehrer, er weiß das ja, ja. Und wir sprechen gleich darüber, was dann passiert ist. Marion aber vielleicht noch Daniela, aber vielleicht Marion erst noch mal. Wieviel Prozent der Brustkrebs und Eierstockkrebsfälle sind denn auf BAC 1 und 2 Mutationen zurückzuführen? In etwa.

Also bei Brustkrebs sind es etwa 5 bis 10% aller Fälle, die durch so ne Genveränderung verursacht werden und beim Eierstockkrebs sind es mehr, da sind es schon fast bis 25%. Deswegen testet man eigentlich auch bei der Diagnose Eierstockkrebs gleich auf so ne genveränderung, weil es auch therapeutische. Gründe dafür gibt.

Dazu kommen ja gleich noch. Also bei Eierstockkrebs ist es sogar relativ häufig, dass man hier so eine Genveränderung findet und meistens eben bei RCA 1 ist häufiger, dann ist. Doch das Thema Ich habe Brustkrebs, Eierstockkrebs in der Familie und dann machen wir einen Gentest, wenn das 25% der Eierstockkrebsfälle betrifft. Das ist doch absolute Notwendigkeit aus meiner Sicht also.

Deswegen gehört es heutzutage auch dazu, also bei der Diagnose Eierstockkrebs. Egal jetzt, ob in der Familie was vorkommt oder nicht, auf diese Genveränderung zu testen und das wurde bei Daniela auch gleich gemacht im Rahmen der Erkrankung natürlich und es gibt. Auch, und das müssen wir vielleicht noch kurz einschieben, auch noch andere genetische Ursachen für Eierstockkrebs. Vielleicht magst du es kurz noch. Ja, das sind die.

Häufigkeit sagen. Ja, das sind wie gesagt 15 bis 20 bis 25%, aber die häufigsten sind BAC 1 zweithäufigstes ist BACA 2 und dann gibt es noch so andere weitere Namen wie Rad 1 C, was übrigens bei uns entdeckt wurde, oder Rad 1 d und so weiter aber das sind so selten, die kommen relativ selten vor, das müssen sich nur die Experten merken, also die wichtig ist glaube ich zu wissen, dass beim Eierstockkrebs doch bis zu 25%.

Der Frauen so eine Genveränderung in sich tragen. Irre. Und vielleicht jetzt auch schon gleich erklären. Bei der Daniela wurde festgestellt, BRC 1 und was ist das eigentlich, das ist ja, sie hat ja nicht ein böses Gen, sondern ein gutes Gen ist mutiert, ein tumorsuppressor gen, das müssen wir vielleicht gleich erfahren, damit wir verstehen was dieser Krebs ist.

Ja, also das das sind BRC 1 und 2. Das sind sogenannte DNA. Reparaturgene heißt, wenn wir sind ja ein Organismus, der aus ganz vielen Zellen besteht, das heißt, die Zellen müssen sich teilen, erneuern, zum zum Teil und bei der Zellteilung können ganz viele Fehler passieren, also da kann ist es wichtig, dass dann danach sozusagen unsere Erbsubstanz, die DNA, noch mal gecheckt wird, ob alles in Ordnung ist und. Und das machen diese Gene oder auch wenn wir irgendwas essen oder Sonneneinstrahlung oder irgendwas, das sind lauter, lauter Dinge, die die DNA angreifen können, und deswegen sind diese Gene wahnsinnig wichtig, und wenn die eben nicht mehr funktionieren, dann ist die DNA Reparatur auch kaputt und dann kann schlimmstenfalls geht

die Zelle zugrunde oder aber sie kann Krebs zu Krebs zu einer krebszelle werden und entarten. Da müssten doch sämtliche Krebstypen bei Frauen mit dieser und Männern auch mit dieser Mutation auftreten. Ja, man hat noch nicht, weiß noch nicht so ganz genau, warum das so ist. Aber das hat etwas mit der gewebetypischen Ausprägung dieser Gene zu tun. Die werden nicht in allen Geweben exprimiert oder wie man sagt, ausgeprägt oder produziert, sondern hauptsächlich in hormonabhängigen Geweben. Wie der Brust, dem Eierstock oder auch der Prostata. Aha, das heißt, Männer mit diesem Gen können auch dann doch leichter Prostatakrebs, Krebs, richtig. Die haben auch ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Also die Männer kommen zwar

besser davon, aber sie haben ihr Krebsrisiko für Prostatakrebs, teilweise auch für Brustkrebs oder Darmkrebs ist erhöht. Also in allen Hormonabhängigen. Organen ist dann, wenn dieses Gen mutiert ist, BACA 1 oder 2. Da ist die Reparatur der DNA Knock Out. Ja und da kann dann der Krebs ziemlich leicht entstehen, zu wieviel Prozent oder wieviel Prozent der Frauen, die so ein Gen tragen bekommen denn dann Brustkrebs beispielsweise? Also das Risiko ist schon ganz hoch. Es hängt zum Beispiel also das höchste, das höchste Risiko haben BACA 1 Trägerinnen.

Da liegt das Lebens, das Lebenszeitrisiko vor Brustkrebs bei 70 bis 80% heißt 70 als 80% der Frauen, die so eine Genveränderung haben, die erkranken tatsächlich an Brustkrebs, aber heißt auch, dass eben 20 bis 30% nicht erkranken. Das ist übrigens ein Forschungsschwerpunkt für uns, herauszufinden, warum man nicht erkrankt, kann ich vielleicht noch später was zu sagen bei BACA 2 ist es nicht ganz so hoch.

Da liegt das Brustkrebsrisiko bei etwa 45 bis 70% und aber im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Da liegt es so bei 1012% ist es natürlich schon extrem hoch und bei Eierstockkrebsrisiko das Eierstockkrebsrisiko bei den BRC 1 und 2 mutationsträgerinnen liegt bei 40 bis 60% und bei den BRC a 2 mutationsträgerinnen bei 15 bis 25%.

Und das durchschnittliche Risiko, also bei Frau für Frauen, die eben so eine Genveränderung nicht haben, da liegt es etwa bei ein bis 2%, also man sieht auch hier eine deutlich deutlich erhöhtes Risiko für insbesondere für diese 2 Krebsarten. Ganz kurz gibt es auch Frauen, die dann beides kriegen. Die Trägerinnen dieser Mutation sind Brustkrebs und Eierstockkrebsrock.

Jawoll, das gibt es auch, die beides bekommen, ja. So also dich hat es erwischt, Daniela, was kam nach der Diagnose 2022 unten, als man dann wusste, dass es BACA 1 da wurde natürlich sofort operiert, ja. Nein, es wurde nicht. Also es war die Diskussion Operation oder keine. Ich war ja damals eben in einer anderen Onkologie. Und da wir die Situation so, dass die also rechts der Isar und diese Onkologin sich abgesprochen habe, und erst wollte man operieren und tatsächlich einen Tag vor der OP, hat man dann gesagt, doch nicht, weil man, also, das kann ich nicht so gut erklären, aber man muss ja, glaube ich, einen gewissen Teil an Organe auch entfernen. Damit das nicht übergreift, und

das wär zu gefährlich gewesen. Und dann hat man angefangen mit der Chemo und bei mir war es tatsächlich so, dass ich bei der zweiten, ich werd es jetzt nicht falsch sagen, zweiten oder dritten Chemo war, der 13 Zentimeter Haupttumor Weg und die Onkologin hat gesagt, das hat sie noch nie erlebt, dann hab ich noch eine vierte bekommen und dann hat man diese 9 Stunden lebenserhaltende Operation gemacht und danach hab ich noch mal 2 Chemos bekommen und dann hieß es Ich bin Metastasen und Tumor frei. Sehr den Fall angeschaut.

Marion, hast du noch was dazu? Also die BACR 1 Mutation hat, wenn sie, wenn man so will, auch was Gutes, weil die Frauen sprechen sehr sehr gut auf die Chemotherapie an und es war auch bei der Daniela der Fall und sie hat sehr sehr gut geschildert, dass dass der Tumor unter der Behandlung sehr, sehr gut geschrumpft ist und sodass man dann die Operation auch.

So durchführen könnte, dass man konnte, dass alles an weiteren Tumorgewebe, was noch im Bauchraum war, und das ist auch Ziel der Operation, dass man das entfernen konnte. Aber ich muss gleich dazu sagen, bei den bei den meisten Eierstockkrebsfällen muss beides sein, also Operation und Chemotherapie, ansonsten sind die Heilungschancen nicht gut.

Sie wurde ja Daniela wurde ja nach der S 3 Leitlinie, also nach dem höchsten aktuellen Stand selbstverständlich behandelt, vielleicht noch mal kurz beschreiben, wie geht so eine Therapie, du sagst also meistens zuerst Chemo und dann OP und was heißt lebenserhaltende Therapie? Es ist ja klar, dass man leben erhalten möchte.

Ja, also. Beim Eierstockkrebs kommt es ein bisschen drauf an, also entweder primäre Operation oder erst Chemo und Teil der Chemo und dann Operation und dann wiederum noch mal den die restlichen, die restliche Chemotherapie. Das kommt so ein bisschen auf die Situation an wie der Krebs im Bauchraum sich ausbreitet, wenn zum Beispiel Daniela hat es ja auch eindrücklich geschildert, dass sie sehr viel Wasser im Bauch hatte, und das ist ein Zeichen für eine ausgeprägte. Für n.

Für einen, für einen Ausbreitung des Tumors am Bauchfell, weil diese Ausbreitung am Bauchfell reizt, das Bauchfell. Und dann produziert es eben sehr viel Wasser, und dann ist es oft sinnvoll, zunächst die Chemotherapie zu geben, um dann auch nachher besser operativ erfolgreich zu sein, ne, aber auf jeden Fall die Kombination aus Operation und Chemotherapie gehört dazu. Und dann gibt es noch weitere Antikörpertherapien und ganz spezielle Medikamente, die eben bei Bracker oder BACA 1 positiven Genbefunden besonders gut wirken. Auch das hat man bei ihr ihr dann eingesetzt. Deshalb ist ja dieser Gentest auch so wichtig, weil das ganz speziell auf diesen Krebstyp dann natürlich auch zugeschnitten wird.

Daniela, erzähl uns mal kurz von den Nebenwirkungen der psychischen Belastung, die sowohl Chemo als auch Operation mit sich brachten. Also ich glaube, das ist natürlich bei jedem Menschen anders. Wie der reagiert im ersten Moment, ja, geht die Welt runter, weil ich hänge extrem am Leben, also ich finde, das ist das Wertvollste überhaupt und ja gut, dann haben wir natürlich gesagt, also wir kämpfen und ich möchte leben und ja, die Nebenwirkungen, also alle. Eigentlich hab ich jetzt mehr Nebenwirkungen als wir beim ersten Mal.

Zumindest wie ich mich erinnern kann, natürlich ganz schlimm ist. Also mein klar Gesundheit geht vor, aber es gehen einem die Haare aus. Ich hab ja jetzt auch wieder ne Perücke und als Frau die Haut wird extrem trocken, die Nägel gehen kaputt ja also ich hab jetzt sehr viel Gewicht verloren und das ging so schnell, dass natürlich die Haut da auch nicht schöner wird, aber das sind jetzt alles Äußerlichkeiten ansonsten halt.

Sehr groß die Erschöpfung und also Müdigkeit, Erschöpfung, oft Übelkeit, Probleme mit dem Essen. Was kann man essen, was nicht. Also so ist es zumindest bei mir, aber ich hatte ja auch diese Magen OP und ja, ich persönlich fühle mich manchmal gefangen in meinem Körper, weil ich so ein aktiver Mensch bin und mein Kopf möchte alles machen, aber der Körper macht halt noch nicht mit.

Magen OP warum? Ja, das war jetzt, weil eben der, also das war jetzt 25 oder ich. Mal dazu sagen, Pass auf, lass uns kurz noch einmal zurückgehen, damit wir das verfolgen können. Du hast ja eben auch schon gesagt, du galtest 2022 dann schon im Januar die Diagnose und dann galtest du aber im selben Jahr als Tumor frei. Genau.

Und dann hast du ein Medikament bekommen, das hast du mir im Vorgespräch gesagt, Ola Parib. Ja, dass du weiter nehmen solltest, hast du nicht gut vertragen und abgesetzt. Ja, und ich muss auch ehrlich sagen, dann hätte man mir eine Immuntherapie empfohlen. Ich weiß jetzt nicht mehr den Rhythmus und ja, das klingt jetzt natürlich blöd, im Nachhinein denkt man sich, wie doof war man, aber für mich war das psychisch so eine Belastung, wenn ich nur in die Klinik gegangen bin. Habe ich Schweißausbrüche gekriegt? Ich habe gesagt, ich schaffe kein CT mehr und ja und ich war so naiv zu glauben, Tumorfrei metastasenfrei ich bin jetzt gesund, also das war mein Gedanke, ich bin gesund und für mich war das Thema erledigt,

bisschen naiv im Nachhinein, aber ja, so war es halt. Die Ärztin dazu. Also in dem Fall war es meine, also Gynäkologe. Reicht es der Isa und der hatte mir dann noch einen, hat gesagt, wir sollten das halt irgendwie versuchen, aber nachdem ich so massiv reagiert hab und auch ehrlich bin ich. Dann Medikament.

Ja, ja. Oder parieren nach die genau und nachdem ich also ich reagiere sowieso extrem stark auf Medikamente, schon immer auch auf Alkohol. Ich kann nichts trinken und so weiter und sofort, ich bin da sehr empfindlich. Ja, habe ich mir halt gedacht, ich will nichts mehr nehmen, ich bin gesund und ja, das war natürlich dumm im Nachhinein, aber wie gesagt, die Psyche ist halt auch, die Spielen dann auch manchmal einen Streich und wenn es dir dann immer besser geht, dann denkst du ja gut, also mir fehlt ja nichts. Marion dazu.

Ist natürlich eine schwierige Situation, insbesondere wenn man das im Nachhinein beantworten soll. Ich meine das Ola Parib ist. Ist ist wirklich ein Medikament was? Sehr gut wirkt bei diesen bei diesen BAC 1 mutierten Krebsen, also bei Alstockkrebs. Auch bei Brustkrebs ist das der Fall und es ist eigentlich gehört zur Standardtherapie, dass man das nach der Chemotherapie noch nimmt, weil dann das, ich sag mal so, die Heilungschancen noch größer sind, aber es hat natürlich auch Nebenwirkungen, das möchte ich gar nicht verhehlen, es es kann Übelkeit machen, kann müde machen.

Blutarm kann man werden und kann natürlich die Lebensqualität stark einschränken. Dann sollte man bevor man n Medikament absetzt würde man erstmal natürlich es von der Dosis her reduzieren und um einfach zu gucken, dass die dass die Nebenwirkungen gut, dass man damit gut zurecht kommt, aber im Nachhinein wie gesagt jetzt darüber zu philosophieren, welchen Einfluss die das Absetzen jetzt hat.

Ich glaube, das bringt uns jetzt gar nicht weiter. Ich glaube, wichtig ist es jetzt nach vorne zu schauen und die die weitere Behandlung in Angriff zu nehmen. Die braucht es, weil Daniela hat es mir erzählt. Letztes Jahr kam der Krebs zurück. Ja, leider. Erzähl. Also ich muss sagen, ich habe mich so gut letztes Jahr wie lange nicht mehr gefühlt und ich liebe die Sonne.

Also ich gehe nicht. Also ich bin niemand, der da Sonnenbaden und brutzeln sich verbrennen lässt. Aber. Aber ich war an einem Tag, also einen Tag vor der Diagnose, war ich in der Sonne, ein bisschen, also ganz leicht unterm Sonnenschirm, und war total glücklich, weil ich gedacht hab, also Gott sei Dank, mir geht es immer besser. Und dann fing die nachts ganz extrem an, mein ganzer Körper zu jucken, also die ganze Haut am Körper, und am nächsten Tag hab ich den Spiegel geschaut und hab mir gedacht, boah, ich hab total gelbe Augen und dann sind wir in die Notaufnahme und ich hab ehrlich gesagt ja, also an das hab ich gar nicht gedacht. Und dann kam eine sehr lebe junge Ärztin, also die hatte auch Tränen in den Augen und hat

mir dann eben gesagt, dass der Tumor so auf die Galle drückt, dass also auf die Leber und Galle, dass das nicht abfließen kann. Und da wurde ich am nächsten Tag gleich operiert und hab Stans bekommen, in die Leber und Galle, dass das wieder abfließen kann und in dem Moment ist natürlich ne Welt zusammengebrochen, also im ersten Moment, ehrlich gesagt hab ich gedacht.

Ich springe jetzt vom Fenster oder so werde ich, stehe ich nicht noch mal durch. Wie macht man jetzt die Therapie weiter? Marion es gibt verschiedene Biomarker, die man dann beim Eierstockkrebs untersucht und die uns helfen, welche Therapie jetzt am besten wirkt und. Bei Daniela ist es so, dass eine neue Immuntherapie, die jetzt ganz aktuell erst bei Aerstockkrebs zugelassen ist, bei ihr jetzt zum Einsatz kommt. Im zusammen im Zusammenschluss mit einem Chemotherapeutikum. Und das ist eine ganz neuartige Therapie n sogenannter immun checkpoint Inhibitor.

Klingt ganz furchtbar, ich erklär es ganz kurz, das ist ein Medikament, was unsere weil eigentlich. Ist unser Immunsystem ja so ausgestattet, dass es fremde Zellen, also Tumorzellen, als fremd erkennt und dann zerstört und dieses Medikament demaskiert letztendlich die Tumorzellen, also die Macht, die wieder sichtbar für unser Immunsystem, sodass unser Immunsystem zusammen jetzt mit dieser Substanz und der neuen Chemotherapie letztendlich die Eierstock, die das Eier, den den Eierstockkrebs.

Demaskiert, sodass er zerstört werden kann. Von dem eigenen Immunsystem. Zusammen mit der Chemotherapie. Und das ist jetzt der Plan, den wir für Daniela haben. Beginnt schon morgen oder Daniela jetzt ganz? Gut, morgen habe ich Chemo, jetzt ist mein Port eingewachsen wieder. Ich habe ja und morgen.

Musst du kurz erklären, das kennt nicht jeder. Also genau kann ich es gar nicht erklären, aber das ist ein kleines Teil. Es wird in den Körper eingearbeitet. Ich hatte leider erst Pech, dass ich 8 Operationen jetzt schon hatte. Und ja, die hat jetzt super funktioniert. Rechts der Isa und Morgen wird dann das eben angestochen, da kann man Blut abnehmen, dass man nicht immer zerstochen werden muss und eben die Medikamente fließen dann so viel ich, wenn ich es jetzt richtig erklär, einfach direkt dann in die Venen gehen, weil so über die Venen Chemotherapie wär viel zu riskant fürs Gewebe. Ja.

Das ist so. Port heißt ja übersetzt Hafen, das ist so n kleines Metallteil, das hat innen drin einen Hohlraum und auf der einen Seite ist ein Gummi und von diesem Hohlraum geht ein kleiner Schlauch, der wird eingesetzt in die Vene und wie Daniela es schon so schön beschrieben hat, wächst es dann ein in unter der Haut, also man trägt es dann letztendlich unter der Haut. Und dann kann man, hat man sozusagen einen ganz sicheren Zugang in die Vene, sodass eben diese Medikamente, die sie bekommt, auch wirklich IV gehen, indirekt in die Vene, da wo sie wir sie haben wollen und nicht irgendwo daneben, wenn man das jedes Mal, wenn man die Daniela da jedes Mal pieksen würde, dann wird man die Venen letztendlich

kaputt machen und die würden leiden und so ist es für für sie wesentlich angenehmer und natürlich auch für den Arzt oder die Ärztin. Und die dann die Chemotherapie verabreicht. Ich erinnere noch mal, wir machen diesen Podcast mit dieser Offenheit von Daniela, um darauf aufmerksam zu machen. Vielleicht hättest du dir das alles ersparen können und vielleicht können sich das ganz viele andere Frauen aufgrund deines Berichts ersparen, wenn der Gentest gemacht worden wäre. Vielleicht also erstmal natürlich wahnsinnig viel dauern, ich denke alle die jetzt zu hören, drücken Dir alle Daumen, dass das gut geht, also dass das wirklich diese neue Therapie und.

Diesen zurückgekehrten Krebs tatsächlich zerstört, vielleicht noch mal auf die Ebene zu gehen, mental, was das bedeutet. Was braucht denn eine Krebspatientin wie du vom ärztlichen Personal an Zuwendung, kleine Überraschung, nämlich eine kurze Unterbrechung in eigener Sache? Unser Podcast hat ja 10 Tausende Zuhörerinnen und Zuhörer, aber.

Nur etwa 30% haben ihn abonniert. Mit seinem kostenlosen Abo auf dieser Plattform hilft sie ja mit, dass noch mehr Menschen unsere Experten Gespräche hören können. Also ich verspreche dir, alles dafür zu tun, dass dieser Podcast noch besser wird und die auch in Zukunft noch mehr Mehrwert bietet.

Abonnier bitte vielen Dank für deine Unterstützung und jetzt weiter in der Folge. Also ich glaube, jeder Mensch ist ja anders. Ich kann ja jetzt nur für mich sprechen. Ich glaube grundsätzlich, dass das Thema einfach ist, dass in der Klinik, also ich würde sagen, egal in welcher Klinik, die Ärzte, die Therapeuten, das Personal, die haben so viel um die Ohren, ich bin ja nicht leider, also was heißt ja leider nicht die einzige, es ist ja ein Wahnsinn, wenn man in die Zick schaut, wie viele Menschen da erkrankt sind. Und ich glaube einfach, dass der Stress so enorm ist, dass man einfach, also nicht alle, aber der ein oder andere, vielleicht auch manchmal das Gefühl nicht mehr hat, dass es jetzt hier um ein einzelnes Schicksal geht.

Aber grundsätzlich würde ich sagen, sind alle sehr bemüht, aber ich glaube, es ist auch wirklich sehr extrem anstrengend, um auf die Frage, also für für das Personal, für die Ärzte und so weiter. Noch mal die Frage zu beantworten, also was mich persönlich betrifft, mir ist es ganz wichtig. Also ich will kein Mitleid, das ist mir ganz wichtig, aber Empathie, Menschlichkeit, Mitgefühl und Hoffnung Hoffnung zu geben ist glaub ich ganz ganz n wichtiges Thema und einfach positivität.

Also das wünsch ich mir nicht nur von den Ärzten, sondern auch von den Mitbürgern, weil das ist ja leider manchmal auch schockierend, was man so erlebt, wenn man ne Erkrankung hat, wie Mitmenschen reagieren. Nicht alle. Es gibt ja ganz, ganz tolle, aber wie gesagt, ich glaube, das sind so die wichtigsten Punkte. Ja, manche ziehen sich einfach zurück, weil sie damit nichts zu tun haben wollen.

Marion das bedeutet natürlich auch für das Personal. Das braucht auch ja so eine gewisse Schulung, gell, um mit Krebspatienten umzugehen. Ja, also Daniela hat schon was Wichtiges gesagt aus. Natürlich gibt es kein Patentrezept, jeder Mensch ist ein bisschen anders gestrickt, aber was es wirklich braucht, ist Empathie.

Ehrlichkeit, weil Ehrlichkeit natürlich eine vertrauensbildende Maßnahme ist. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Und was wir wissen, ist, dass Frauen, die offen mit ihrer Diagnose umgehen, also sich auch Unterstützung wirklich holen, von Freunden, von der Familie, vom Partner oder auch professionelle Hilfe von Psychoonkologen. Dass die besser eine bessere Lebensqualität haben, also einfach offen sein, auch Hilfe anzunehmen, das, Glaube ich, hilft durch so eine schwere Zeit enorm. Und noch ein Punkt, den Daniela auch schon angesprochen hat, das ist aus ärztlicher Sicht auch wichtig, denn wir Ärzte und Ärztinnen wollen ja auch, dass unsere Patienten gesund werden oder unsere Patientinnen in dem

Fall, und wir haben die Hoffnung auch. Und sind wir letztendlich sehr froh, dass es immer wieder auch neue Medikamente gibt. Also das ist auch das Gute, die Entwicklung geht so schnell, dass wir Gott sei Dank immer wieder auch neue Medikamente haben, die dann auch eingesetzt werden können, und das gibt den Patientinnen Hoffnung und aber uns auch. Ja, wie ist es, das jetzt auch bei Daniela ab morgen eingesetzt wird?

Ist ja auch ganz ganz ganz neu. Hast du eigentlich Daniela von einem Psychoonkologen auch Unterstützung gesucht? Also ehrlich gesagt, aber wie gesagt, jeder Mensch ist da anders. Ich hatte 2 Gespräche, das war jetzt für mich persönlich nett, aber ja, also ich hab halt eben meinen Mann an der Seite, mit dem ich über alles reden kann und das ist jetzt für mich persönlich.

Besser aber wie gesagt, ich glaube, dass es auch für Menschen, die entweder einsam sind oder ja zusätzlich noch Unterstützung brauchen, auf alle Fälle sehr hilfreich ist. Und ich glaube, dass auch jeder das für sich herausfinden muss, was ihm guttut und was ihm nicht guttut. Also das ist da, glaube ich, ist wirklich jeder Mensch anders.

Lass uns kurz deinen Mann erwähnen. Du hast gesagt, wir dürfen das tun, du hast gesagt, ja, er ist ein Geschenk des Himmels, kannst du das? Jetzt wird einfach für uns alle kurz beschreiben. Also mein Mann wird das jetzt gar nicht wollen, dass ich das sag, weil der mag so öffentliche. Ja, also ich bin ja sonst nicht in der Öffentlichkeit, aber sonst nicht, aber ich muss wirklich sagen, ich glaube grundsätzlich, dass es für erkrankte Menschen, egal jetzt mit welcher Erkrankung, wichtig ist, dass zumindest ein Mensch da ist, der ihnen die Liebe gibt und die Zuversicht, egal ob das jetzt bei dem einen die Mutter, die Schwester oder irgendwas in meinem Fall ist es mein Mann. Ich hab das große Glück, das ist

die Liebe meines Lebens, das hab ich schon gewusst, wo ich ihn geheiratet hab. Vor über 30 Jahren und der tut alles für mich, also der ist Tag und Nacht bei mir, der ist auch immer mit im Krankenhaus, der kümmert sich um alles und jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht weinen Anfang entschuldigung und ohne ihn hätte ich das niemals so geschafft, der ist einfach der Fels in der Brandung und das wünsche ich jedem. Entweder als Partner, Partnerin oder wie gesagt ein Familienmitglied.

Freunde, was auch immer, weil ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig, dass man noch so ein Halt hat, weil ich hatte auch sehr, sehr dunkle Momente und da hat er mir wahnsinnig geholfen. Und das hatte ja auch Konsequenzen. Diese Konsequenz von ihm, dass er immer dabei ist und dich immer stützt, sowohl beruflich als auch finanziell für euch beide. Ja, auf alle Fälle.

Also ich meine, das ist ja sowieso dann so ein Thema für sich. Aber das ist natürlich dann auch sehr, sehr wichtig. Ja, vertiefen wir jetzt nicht. Aber selbstverständlich ist das auch, was die persönliche finanzielle Situation angeht, eine wirkliche Krisensituation, so Wakecop Call soll dieser Podcast sein, Marion soll unser Bewusstsein verändern, genetisch bedingten Krebserkrankungen gegenüber gib uns doch vielleicht noch mal.

Zum Schluss ein Überblick. Was ist die beste Prävention, was diese genetisch bedingten Brust und Eierstockkrebserkrankungen betrifft? Also natürlich der Zugang zu den Gentests, wenn in der Familie so etwas vorkommt. Das wäre natürlich der erste Punkt, weil einfach zu wenig Frauen getestet werden, dann klar gibt es Präventionsprogramme, die gibt es schon, aber natürlich, wenn ich nicht weiß, bin ich jetzt.

Habe ich so eine Genveränderung oder nicht? Dann dann nützt mir das Ganze gar nichts und bei Eierstockkrebs ist eigentlich die einzig effektive Präventionsmaßnahme die vorbeugende Entfernung der Eierstöcke, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Ne, also das ist wirklich sinnvoll, das kann man durch einen kleinen Eingriff machen, per Bauchspiegelung ist wirklich.

Mini, Mini Eingriff und dann kann man eben die Eierstöcke und die Eileiter entfernen, von denen der Krebs ausgeht. Und das reduziert praktisch das Risiko, mehr oder weniger fast auf 0. Ja bei muss. Angelina Jolie das müssen wir natürlich erwähnen, die hatte ja auch BR. Ich weiß es nicht, ob 1 oder 2 BRCA auch BRC 1, die hat das ja auch, sogar hat sich die Brüste abnehmen lassen. Ja empfehlt ihr das immer?

Also das wäre die andere. Also um den Krebs, um um den Krebs zu vermeiden, ist das die einzige Möglichkeit eben sich vorbeugend die Eierstöcke und auch die Brustdrüsen, das Brustdrüsengewebe entfernen zu lassen. Das hat Angelina Jolie gemacht, das war auch 2013 ist sie damit an die Öffentlichkeit gegangen, weil ihre Mutter relativ jung an Brustkrebs gestorben ist und sie hat dann gesagt, das möchte ich meinen Kindern nicht zumuten und.

Beim Brustkrebs oder bei bei der Brust gibt es noch ne Alternative als Präventionsmaßnahme. Da kann man noch in ein besonderes Früherkennungsprogramm reingehen, wo man eben jährlich eine MRT Untersuchung der Brust bekommt und halbjährliche Ultraschalluntersuchung, aber im Gegensatz. Zur vorbeugenden Entfernung des Brustdrüsengewebes verhindert diese Maßnahme nicht die Krebserkrankung, aber sie sorgt dafür, dass Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt wird und dadurch dann eben besser heilbar ist.

Er wächst. Relativ schnell ne, also von daher ab welchem Alter wird das? Ja du hast ja auch vorhin gesagt, du hättest das auf jeden Fall getan, ne? Ich hätte ja, und das bereue ich zutiefst und ich wollte sagen, die Brust OP war ja bei mir, also die Entfernung, also der Brust und Wiederaufbau geplant, aber durch das, dass ich ja nach den ganzen Chemos und Operationen ja auch nicht zu fit war, ist es bis jetzt noch nicht geschehen und jetzt kann man es auch, aber das ist also auch mein Ziel, dass man noch das ganze Macht, und ich kann es auch nur jedem empfehlen, der betroffen ist oder den Verdacht hat, betroffen zu sein.

Vielleicht noch kurz. Ab welchem Alter wird das empfohlen? Du hast gesagt, Marion, die Brust. Die. Bärdrüsenalter. Die Brustdrüsen OPOP ist, das ist unabhängig vom Alter, weil das ja nicht die Fruchtbarkeit einschränkt. Natürlich kann man dann nicht stillen, Brustkrebs kann eben auch früh richtig jung in jungen Jahren auftreten, nicht meine jüngste Patientin mit einer BAC 1 Mutation, die ich gesehen hab war 19.

Jahre alt, Eierstockkrebs kommt Gott sei dank erst später im Leben, also eigentlich meistens jenseits des 40. Lebensjahrs. Und deswegen empfiehlt man es eigentlich ab 40, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, spätestens dann ab 45. So also für mich ein bewegender Podcast. Muss ich wirklich sagen.

Ich möchte gerne euch beiden noch ein Schlusswort geben. Vielleicht erst Marion. Gibt es noch etwas, was du um all den Frauen und auch Männern, die uns zuschauen und zuhören, mit auf den Weg geben willst? Angelina Jolie ist die eine Frau und die andere Frau ist die Daniela grob. Ich wollte Ihnen persönlich ganz herzlich danken, dass Sie diesen Mut gefunden haben. Sich in diesen Podcasts zu outen und ihre Geschichte zu erzählen, weil sie auf jeden Fall etwas Gutes tun wird, das weiß ich. Sie werden dadurch viele Frauen auf dieses Thema aufmerksam machen und werden sicherlich dafür sorgen, dass mehr Gentests durchgeführt werden.

Und Daniela du? Ja, also ich möchte mich natürlich auch bei Frau Professor Kittel herzlichst bedanken, dass sie sich die Zeit genommen hat und auch bei dir, Liebe Nina, dass ich hier sprechen durfte, weil es ist schon seit langem ein Herzensthema und also unabhängig jetzt von Brustkrebs Eierstockkrebs.

Grundsätzlich wünsche ich allen Menschen, die eine schwere Zeit haben, dass sie stark bleiben, positiv bleiben und ja, ich bin der Überzeugung, alles wird gut. Du bist wirklich ein Vorbild. Daniela, vielen dank euch beiden. Geklaut. Alles wird gut. Ich weiß. Ihr lieben Tina Fett bei. Dir ist es wirklich sehr gut aufgehoben.

Ich danke euch beiden, Daniela Maria Group und der Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München und Professorin für Frauenheilkunde an der TU München, Marion Kichle Danke euch sehr. Herzlichen Dank. Alles wird gut, aber nicht von alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen, damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder Youtube.

Ich freue mich immer über Feedback und weitere Fragen von dir. Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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