
staYoung - Der Longevity-Podcast
Experten warnen vor dem Kollaps: Leopoldina Papers mahnen Umbau des Gesundheitswesens
Mittwoch, 6. August 2025 · 1 h 11
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Shownotes
Heute spreche ich mit Prof. Andrea Maier und Prof. Björn Schumacher über ein Thema, das unser aller Zukunft betrifft: den demografischen Wandel und die medizinischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, die damit einhergehen. In diesem kompakten Gespräch beleuchten wir, warum es neue Versorgungsmodelle braucht, wie wir Altersmedizin und Prävention neu denken müssen und weshalb die „Leopoldina-Papers“ genau jetzt so wichtig sind. Freu geballtes Wissen über gesunde Langlebigkeit, eine alternde Gesellschaft – und das, was wir alle daraus machen können.
In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen:
- Wie kann die Gesundheitsversorgung dem demografischen Wandel gerecht werden?
- Warum braucht es ein Umdenken in der Altersmedizin und Langzeitversorgung?
- Welche Rolle spielen Prävention und gesunde Lebensjahre für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem?
- Wie wirken sich alternde Gesellschaften auf die Ressourcenverteilung im Gesundheitssystem aus?
- Warum sollten medizinische Fachkräfte stärker auf geriatrische Versorgung vorbereitet werden?
- Welche neuen Versorgungsmodelle braucht es für eine alternde Bevölkerung?
- Wie können Forschung und Innovation die Lebensqualität im Alter verbessern?
- Welche politischen Maßnahmen sind nötig, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen?
- Warum reichen aktuelle Konzepte in Pflege und Medizin nicht mehr aus?
- Wie lässt sich medizinische Versorgung besser auf individuelle Lebensphasen abstimmen?
- Welche konkreten Impulse geben die Leopoldina-Papers für ein resilientes Gesundheitssystem?
Weitere Informationen zur Leopoldina findest du hier: leopoldina.org/leopoldina-home
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Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin.
STY-231
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Willkommen bei Stay Young. Heute ein echt wichtiges Thema. 2 super Top Experten und deshalb ein etwas längeres Opening und das hat seinen ganz besonderen Grund auch, denn es ist 5 vor 12 wer öfter dabei ist bei Stay Young, der weiß ich neige ja nicht wirklich zur Übertreibung, also in Deutschland.
Ist jeder von uns am Ende des Lebens rund 11 Jahre lang krank? Viele leiden an mehreren Alterskrankheiten zugleich, die medizinische Versorgung wird immer besser, ist sehr schön und immer teurer, ist nicht so schön, die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung sind jetzt schon erschreckend hoch.
Und allein der Bundeszuschuss aus Steuermitteln für sie beträgt, wie ihr vielleicht wisst, derzeit sagenhafte 14,5 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland. Bei den Krankenkassen droht die Insolvenz was tun, und zwar schnell die Antwort, die Medizin vom Kopf auf die Füße stellen, komplett umdenken bitte, und das gilt für alle, die mit Gesundheit zu tun haben, für Ärzte, für Gesundheitspolitiker, Versicherer, für jeden von uns, für uns alle.
Und wie kann das gehen? Im November hat sich diedan.de La Creme von Alternsforschern und Long javity Experten zu einem Workshop in Halle an der Saale getroffen, um für die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften, ein Diskussionspapier zu erstellen, Titel Konzept für eine neue Medizin in einer alternden Gesellschaft Mitte Juni wurde es veröffentlicht, und wer jetzt denkt, noch ein Paper, was soll's. Der sollte wissen, dass die Leopoldina, das zentrale Beratungsgremium der Bundesregierung ist. Ihr hört man zu.
So, das war die Einleitung, und 2 der Leopoldina Top Experten habe ich jetzt bei Steyang großartig euch begrüßen zu dürfen, eine der international führenden Alternsforscherinnen, heute Professorin an der Universität von Singapur und dort ist sie jetzt auch. Dort auch Co Direktorin des Center for Healthy Long Javity und Gründerin der Ski Long Javity Klinik Professor Andrea Mayer.
Danke, dass du aus Singapur dabei bist. Willkommen bei Stay Young, Andrea. Dankeschön. Danke für die Einladung. Und aus Deutschland der Initiator des Leopoldiner Diskussionspapiers, führender Molekularbiologe und Leiter des Instituts für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung. Klammer auf. Er untersucht also, wie DNA Schäden die Alterung vorantreiben.
Am Cecat in Köln, Professor an der Uni, dort ist er auch und bereits zweimal bei mir ist der Young gewesen, Björn Schumacher, danke, dass du dabei bist. Ja, schön wieder bei euch zu sein. So, das war's. Die Einführung und ich habe eben behauptet, was von der Leopoldina kommt, dem hört die Politik zu, die Medien dann auch. Was ist dein Eindruck, Björn stimmt das. Wir haben ein ein reges Medieninteresse in der Tat ausgelöst.
Mit diesem Papier, und da war wirklich das oder ist das Interesse wirklich signifikant, dass in die das Interesse der Öffentlichkeit, der Medien, in der Politik habe ich das Gefühl, man hat das Problem noch immer nicht verstanden, man redet ja heute aktuell viel über Krankenpflegeversicherung, über Rente, über alles mögliche, aber.
Über die Strategien, die man wirklich langfristig jetzt angehen muss, damit wir den demografischen Wandel auch wirklich bewältigen können, sozial und gesundheitlich, das ist in der Politik wirklich immer noch nicht angekommen. Es war jetzt gerade in Berlin der erste große Präventionskongress. Ich weiß nicht, ob du vielleicht davon gehört hast. Die Gesundheitsministerin Warnke hat ihn immerhin eröffnet, also so.
Ein halbes Ohr ist jetzt an der Thematik dran, aber ins Handeln offensichtlich oder in irgendeine Diskussion auf dieser politischen Ebene noch nicht angekommen, wollen wir vielleicht Andrea Kurz noch einmal vorweg definieren, worüber wir eigentlich reden, um den Weg aus der Krise zu benennen. Healthy Long Javity ist ja leider inflationär und leider oft kommerziell missbraucht, so dass es eine neue Vokabel braucht, wird es geromedizin, was du ja denke ich eingeführt hast als Vokabel.
Präventionsmedizin worüber reden wir? Naja, es macht nicht so viel aus, wie man es nennt. Wir wissen jetzt, dass altern nicht länger nur als Folge von Erkrankungen betrachtet wird, sondern wirklich war als eigenständiger therapeutischer Ansatz und wenn man etwas Neues einführt in einem neuen therapeutischen Ansatz, dann braucht man ein Wort. Und darum haben wir die Geromedizin introduziert Ziel der Geromrotektion das Ziel der Geromedizin ist wirklich die gezielte Prävention von dem biologischen Alter, von den biologischen Ansätzen, warum wir die Krankheiten am Ende haben, wie zum Beispiel Krebs, Demenzin, Herz, Kreislauf, leiden und so weiter und die Prävention Medizin. Ist sehr, sehr wichtig, aber ich
denke, dass mit der Geromedizin wir wirklich auch die biologischen Alternsprozesse wirklich auf den Vorgrund setzen. Und deswegen ist es für mich ganz, ganz wichtig, diesen dieses neue Wort zu introduzieren wie Geromedizin, um wirklich biologisches Altern zu attackieren, um etwas dagegen zu machen.
Ja, Gero heißt ja Alter, von daher ist es ja wirklich naheliegend und viele denken so ein bisschen, ja, präventionsmedizin, das ist eben da. Spiegelung, und das ist ein bisschen Bluttest. Und um das wirklich in seiner ganzen Fülle in der neuen Dimension zu kommunizieren, ist Gero Medizin und Gero Protektion, denke ich, auch ein super Begriff, so der Workshop an der Leopoldina im letzten November, da wart ihr beide dabei, da waren wirklich die Top Experten aus, nicht nur aus Deutschland, auch eben auch zum Beispiel aus Kopenhagen etc.
Dabei mögt ihr kurz sagen, was so für euch die wichtigsten, die sensibelsten Punkte in der Diskussion waren. Björn und Andrea vielleicht Andrea, fängst du an. Erst möchte ich sagen, dass wir einen ganz, ganz tollen Leiter hatten. Dieser, dieser Round Table, und das war Björn Schumacher, vielen, vielen, vielen Dank, um wirklich dieses Paper am Ende zu haben, für mich ganz, ganz wichtig ist, dass sehr pragmatisch geredet wurde an der Tat und gesagt wird okay, wir haben ein großes Problem.
Wir brauchen einen Paragigmawechsel und die Hauptabsage. Wirklich ist, dass die Geroprotektion, dass wir es machen können und dass wir es einfach einführen können und für mich ist es ganz, ganz wichtig, wie erreichen wir den den Wechsel in der Medizin, dass wir die Geroprotektion und die Geromedizin wirklich einführen können und da sehr, sehr wichtig ist, sind die Forschungskonzepte, das heißt, was müssen wir machen, um wirklich eine evidence based. Medizin einführen zu können und mit den Forschungskonzepten ist es ganz, ganz wichtig, um zusammenzuarbeiten. International, wenn wir die Strategien haben, wie, wie bringen wir es dann in die klinische Praxis, das heißt, wie kann ich als als Patient
behandelt werden, dass ich wirklich weiß, dass es, dass es basiert auf der Evidence, das heißt wirklich. Die die Forschung, um das zu Koppeln, an die medizinischen Strategien und wie wir es machen. Und ich denke, dass wir jetzt in in den nächsten Fragen da wirklich drauf eingehen können, was es ist.
Aber vielleicht Björn, möchtest du, wir haben 7 Punkte und das ist nur die Zusammenfassung. Ja, also das war wirklich ein, ein, eine ganz spannende und intensive Diskussion, die wir hatten und. Wir wollten wirklich dieses massive Problem, was wir derzeit in unserer Gesellschaft haben. Das Problem der des Alterns, des demografischen Wandels, der zunehmenden alternsassoziierten Krankheiten, da wollten wir neue Konzepte entwickeln, vor allen Dingen eine Diskussion anstoßen in Deutschland, was kann Deutschland als der größte Wissenschaftsstandort in Europa, was kann Deutschland tun?
Um hier wirklich Lösungen zu finden. Und da war es wirklich sehr, sehr spannend, dass wir sehr verschiedene Perspektiven hatten, von Medizinern, von Wissenschaftlern und auf international uns wirklich top Experten eingeladen haben, wie Andrea zum Beispiel, die uns dann eben auch den den internationalen Stand mit einfließen lassen konnten, also dass wir wirklich sehen, was passiert in der Welt. Und wo liegen unsere Stärken, unsere Notwendigkeiten? Und wie können wir wirklich diesen Paradigmenwechsel in der Medizin erreichen?
Und da ist es eigentlich ziemlich klar, dass wir, wir haben eine sehr starke wissenschaftliche Basis in in Deutschland, die wir nutzen können, aber die wir auch erweitern müssen, um dieses Thema der Alternsforschung ein ganz, ganz zentrales Thema, und was wir dann verbinden müssen. Auch mit Grund von Grundlagenforschung in die Erforschung von Humandaten, also in menschliche Verläufe des Alterns. Und da gibt es ein riesiges Manko in Deutschland, dass wir nicht genügend Humandaten erheben, überhaupt, da sind internationale andere Länder sehr viel weiter und dann als nächsten Punkt, wie setzen wir es denn um in neue Therapien, in diese Geoprotektiven.
Therapien, von denen Andrea auch gesprochen hatte. Und dann natürlich, wie bringen wir diese Viromedizin, das heißt, wie verändern wir komplett die Art und Weise, wie wir an Medizin denken, die Medizin eben nicht daran setzt, wohin die Krankheit da ist, sondern die Krankheit gar nicht erst entstehen lassen. Also diese Dinge konnten wir wirklich da diskutieren und wirklich einen breiten Konsens finden. Für konkrete Handlungsanweisungen was müssen wir jetzt heute tun in Deutschland, um wirklich unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen? Ja, ihr habt ja zentrale Handlungsempfehlungen dann auch gegeben und ich finde deinen Hinweis so wahnsinnig wichtig auf Andrea und diese internationale. Ich sag jetzt mal
adlerperspektive und da würde ich gerne kurz noch mit einsteigen, weil vielen ist gar nicht so bewusst, weil in unserer. Deutschen Medienlandschaft wird gar nicht so viel über den aktuellen Status der Gesundheitsversorgung und dessen, was da tatsächlich im Argen liegt und was es für uns bedeutet, jetzt für die nächsten 5 bis 10 Jahre diskutiert. Und ich denke mal so ein bisschen, wir haben da Nachholbedarf, da würde ich nämlich gerne vorweg die Andrea Fragen, sind wir in Deutschland in Sachen Präventionsmedizin oder Geromedizin, sind wir da ein bisschen hinten dran, Singapur, du berätst auch die Vereinigten Arabischen Emirate in ihrem Programm.
Aber auch China holt unheimlich auf und und entwickelt Programme auch in den USA. Wie siehst du das aus deiner medizinischen Geroprotektiven Adlerperspektive? Ja, danke für die sehr wichtige Frage. Die Geromedizin ist ein ganz, ganz neues Fachgebiet, Wir sind sehr jung, wenn ich zurückschaue vor 20 Jahren wollte ich schon die Geromedizin betreiben, aber ich bin geriaterin geworden und Internistin. Aber immer mit dem mit der Sichtweise okay wie kann ich dafür sorgen, dass ich die Krankheiten, die Alterskrankheiten, die so häufig da sind, wie kann ich sie präventiv anpacken?
Die Geromedizin ist nicht nur jung und wird im Moment entwickelt, wir haben sehr viele Ärzte zusammengebracht, um überhaupt zu sehen, können wir die Geromedizin jetzt schon in die klinische Praxis etablieren. Und vor 2 Jahren haben wir das in Singapur gemacht, weil wir einfach genug Grundlagenforschung hatten, aber auch humane Daten, um dann zu sagen, OK, es ist effektiv, aber es ist auch safe, das heißt, wir können es machen, ohne viele Krankheit zu zu induzieren und und Nebenwirkungen zu induzieren.
Dass wir vor 2 Jahren im August 2023 die erste Klinik eröffnet haben, in einem normalen Krankenhaus mit einer normalen Versorgungsstruktur in in Singapur, weil wir einfach unterbaute Daten haben, Menschen, wir haben in Singapur, ich denke in unserem Stadtstaat. Eine besondere Situation, dass die Menschen hier sehr, sehr alt werden.
Wir sind rekordführer, wir werden 8485 Jahre, aber die Fertilitäts Rate ist sehr, sehr niedrig, es ist rund 0,9 und das heißt dann einfach, dass die Regierung sich sich fragt, OK, was, wie wird die die Altersstruktur aussehen in Singapur in 2030 Jahren. Und es hat einfach dazu geführt, dass wir sehr viel Grundlagenforschung machen konnten hier, dass wir die humanen Daten in Kohorten, aber auch in Interventionsstudien ausprobieren konnten.
Und das hat dazu geführt, dass wir jetzt die klinische Implementation machen könnten. Wir sind nicht die einzigen, auf der auf der Erde, auch in Shiba in Israel hat eine eine Praxis eröffnet, in einem normalen Krankenhaus, und auch die Meo Klinik in der USA. Hat eine eröffnet und wir arbeiten zusammen, um andere Länder dann auch von guten Grundlagen zuzugeben, um dann zu sagen okay, wie etabliert man wirklich war. Die Human Daten in die klinische Praxis und du hast gerade schon gesagt, die UAE ja Department of Abu Dhabi ist sehr sehr in in den Startblöcken um es wirklich zu etablieren und haben uns. Unser Papier, was wir etabliert haben mit der Health Long Gevity Medicine Society haben das haben
das akzeptiert. Im Oktober letzten Jahres in 2024 hin. Seitdem ist die Geomedizin wirklich geboren, dass die erste Department of Health wirklich gesagt hat, ja, wir akzeptieren, dass es jetzt eine eine neue Disziplin gibt und wir müssen jetzt einfach die Disziplin auch besser regulieren. Und müssen schauen, wie wir die Konzepte weiterentwickeln und nicht nur in Abu Dhabi, aber Welt weltweit, das heißt für mich seit ungefähr einem Jahr, sind wir wirklich in den Startblöcken, um mehr Protokolle zu schreiben und es einfach besser zu etablieren und überall zu etablieren, das heißt, dass ja, wenn neue Medizin geboren wurde. Björn, Das klingt wirklich hoffnungsschwanger ja, aber wenn ich mir das anhöre.
Die in Singapur haben wir schon die ersten beiden Kliniken, einmal die Ski und einmal ist es ja auch in der öffentlichen Klinik und dann in Israel, in den USA, in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das Gesundheitsministerium aufgewacht, und wenn wir uns jetzt anschauen, Deutschland, wir haben jetzt dieses Tolle, diese tollen Wissenschaftler, wir haben ganz, ganz tolle Grundlagenforschung in vielen Bereichen, aber ich habe den Eindruck, wir haben da wirklich Nachholbedarf und das Du hast es vorhin gesagt.
All diese Erkenntnisse, die weltweit schon existieren, auch die Praxis, die schon die man sich abgucken könnte, die kommt hier überhaupt nicht zu den Menschen. Woran liegt das, was, was sind das für Scheuklappen? Ja, das liegt natürlich daran, dass das an einer Gewissen, an einem gewissen Konservatismus, dass man natürlich Medizin so lernt, auch als Medizinstudent, wie es, wie es konventionell ist, das heißt spezialisierte Disziplin, dass man sich wirklich. Organspezifisch anschaut, das hat natürlich auch alles sein Bewandtnis.
Krankheiten sind komplex, der Mensch ist komplex und natürlich ist es wichtig, dass wir Krankheiten, wenn sie entstehen, auch adäquat therapieren können, aber es gibt überhaupt noch nicht diese Geromedizin auf als ein Fall das dann wirklich von von auf Medizinstudenten schon schon. Sich erarbeitet wird, sodass es in die Anwendung kommt, in wirkliche Prävention und Geromedizin.
Das heißt, dass wir wirklich unsere Medizin, die wir heute machen, komplett vom Kopf auf die Füße stellen, indem wir sagen, wir wollen Gesundheit erhalten, und da kommt dann hinzu, dass wir unser ganzes System, unser sogenanntes Gesundheitssystem ist ja krankheitssystem, das heißt, es wird immer nur darauf auch da finanziert.
Wo es Krankheiten gibt und nicht wo Gesundheit erhalten werden muss. Also wir haben Krankenkassen anstatt gesundheitskassen und genau so sind auch diese ganzen, ist diese ganze Inzentivierung, das heißt es wird immer da Punkt abgerechnet wo ich eine Krankheit behandeln kann, wo ich einen Stent einbauen kann, aber es wird nicht da wirklich Geld ausgegeben, wo ich zum Beispiel den Herzinfarkt von vornherein verhindern kann, und den kann ich sehr sehr gut verhindern.
Durch langfristige Strategien, und das heißt ich muss, ich muss das System schon aufbrechen. Man muss wirklich sagen, wir müssen hier in die Gesundheitsversorgung hingehen und nicht in die Krankenversorgung ausschließlich, und damit sparen wir am Ende auch sehr, sehr viel Geld, denn viele, viele Erkrankungen lassen sich wirklich verhindern, Herz, Kreislauf, Erkrankungen sind ja glaube ich, das beste Beispiel dafür, wie fulminant es funktionieren kann, Krankheiten zu verhindern.
Und das hilft uns allen, denn es ist ein ganz anderes, ein anderes Leben, dass man führt, wenn man zum Beispiel einen einen schweren Infarkt hat. Und wenn man den verhindern kann, dann hat man wirklich gesunde Jahre dazu gewonnen und genau darauf müssen wir abzählen, wir müssen unsere Inzentivierung des Systems ändern, wir müssen wirklich zur zur Gesundheitsvorsorge kommen und unsere neuen Erkenntnisse umsetzen. Und da brauchen wir natürlich auch endlich, dass wir in Deutschland systematisch Gesundheitsdaten der Menschen erheben und die Menschen mit ein sich mit einbringen können, mit ihrer Gesundheit in die Entwicklung wirklich dieser dieser neuen, dieser neuen Geromedizin. Ja, dann werden wir gleich
drüber sprechen, auch gerade über das Thema Nationale Datenbank. Ein bisschen ist ja in Deutschland, das muss man der Ehrlichkeit oder einfach der der. Akzeptanz auch des Gesundheitssystems wegen, sagen, Wir haben ja mit Blutdruck jetzt breiterer Blutdruckmessung mit Statinen et cetera et cetera.
Wir haben ja manches schon in den Griff gekriegt, aber es geht ja viel, viel mehr, und ich habe ja am Anfang gesagt, es ist 5 vor 12, wenn ich mir jetzt anhöre, was du sagst, eben, dass wir eine Struktur aufbrechen müssen, dann wird mir ganz schwindlig, weil ich denke, huch, das sowas braucht Zeit und wir haben die nicht. Deshalb braucht es Leuchttürme.
Und was Andrea eben beschrieben hat, ich denke, das würde jetzt ganz, ganz viele interessieren. Die Kliniken, die ihr in Singapur gerade eröffnet habt vor 2 Jahren, wie arbeiten die denn viele, also ich denke, niemand weiß so was, denn jetzt so eine Geromedizinische Klinik, die implementiert ist in eine in eine klassische tolle Klinik, die ja auch auf hohem Niveau arbeitet, was die anbietet darüber hinaus.
Ja, in diesen Kliniken ist es ganz, ganz wichtig. Dass wir, dass wir die Diagnose stellen und dann die Therapien geben, wie wir es normal intern normalerweise auch in der normalen Klinik machen müssen. Ich bin Internistin, und ich habe die Diagnose, der Blutdruck ist zu hoch und die Therapie ist. Ich gebe ein Medikament, um den Blutdruck zu senken, und dann Messe ich den Blutdruck wieder und genau dieses Konzept etablieren wir in die Geromedizin. Wir haben ne Diagnose, ne Therapie und wir messen wieder ob es funktioniert hat.
In der Geromedizin messen wir unter anderem auch den Blutdruck, aber wir messen viel viel viel mehr, weil wir einfach wissen möchten, wie der ganze Körper funktioniert und es nicht nur wie der Körper funktioniert, aber auch wie die geistige Gesundheit ist, wie die mentale Gesundheit ist. Wir nehmen das die ganze Umgebung des des Menschen mit, um zu sehen, wo wir therapieren können.
Wichtig in der Geromedizin ist, dass wir nicht nur nach dem chronologischen Alter schauen. Das heißt, die die Anzahl der Jahre seit der der Geburt jeder weiß, wie alt er ist. Und es ist ganz, ganz einfach viel häufig in der in der normalen Medizin schauen wir auf das chronologische Alter, aber in der Geromedizin haben wir wirklich jetzt es geschafft, um das biologische Alter feststellen zu können und das biologische Alter ist sagt dann auch, welche Therapien man machen sollten und nur als Wiederholung.
Ich denke, dass jeder das biologische Alter selbst messen sollte, aber das biologische Alter ist wirklich ein Maß in neue neue Messung für die funktionellen und physiologischen Zustand einer Person dann im Vergleich zu der Durchschnittsbevölkerung, das heißt, wenn man 50 ist, dann sollte man. Wenigstens wie 150 Jähriger funktionieren und besser das biologische Alter sollte reduzierter sein. Das heißt man sollte wie 140 Jähriger funktionieren und dann ist die Frage okay wie wie macht man, wie macht man das und das ist natürlich auch dynamisch, manchmal fühlt man sich besser und schlechter und daran haben wir einfach in der Geromedizin die Gerodiagnostik etabliert wie alt man ist und. Um dann die biologischen, das
biologische Alter nicht nur von dem ganzen Körper, aber auch von Organen zu messen, sei es in der klinischen Praxis, habe ich Tests für das Gehirn, für das Herz, die Lungen, für Hallo organsysteme und wie die dann auch zusammen funktionieren. Und da gebrauchen wir nicht nur die normalen Messinstrumente, die wir in der Inneren Medizin oder in der Geriatrie haben.
Aber auch neue, sehr moderne Biomarker etablieren wir gerade, wie zum Beispiel die epigenetischen oder die metabolischen Messverfahren. Das heißt, nach Stunden von einer Etablierten von Messungen werden wir dann schauen, okay hier und hier und hier ist das Problem, der Alterungsprozess ist vor allen Dingen in bischofigen Organen, zum Beispiel im Gehirn oder im im im Herzen.
Und dann haben wir Therapien, die wir dann dem Patienten geben. Wir warten 45 Monate, um dann wirklich wahr zu sehen, ob es funktioniert hat, wir messen wieder und dann adaptieren wir die die Therapie mit dem Ziel, um das biologische Alter des Menschen, um um es des Patienten, um es zu verringern und meistens nach. 456 Monaten kann man schon sehen, wenn man es gut schafft, dass das biologische Alter mit 23 Jahren herunter gegangen ist.
Und warum ist es so wichtig? Weil das biologische Alter ist nicht nur sehr valide, jetzt sogar zu messen, aber es sagt auch, wie das Risiko ist, in 1020 30 Jahren, um welche Krankheiten man hat, und das möchten wir einfach präventiv angehen, die Krankheiten, die sollen nicht entstehen und. Und wir haben jetzt neue neue Messverfahren für das biologische Alter, und das ist etabliert in der Geromedizin.
Ist ja ein super sensibles Thema, interessiert mich brennend und es gibt ja auch das Konsortium für die Entwicklung und Zertifizierung von Biomarkern und da sind ganz viele Leute, die uns jetzt zuhören und zuschauen, die sich für diese Themen sehr interessieren, die sind so unsicher, genauso wie ich und. Es gibt evigenetische Uhren, es gibt ganz viele Biomarkermessungen von Telomeren angefangen bis hinzu Brain Age und manches ist eben noch nicht so weit entwickelt, dass man sagen kann, die, die sind wirklich aussagekräftig, die sind Evidenzbasiert, welche würdest du jetzt nur ein paar Beispiele, damit die, die jetzt viele Fragezeichen im Kopf haben, so ein bisschen beruhigt sind. Welche sind denn
Biomarkermessungen sind deiner Meinung nach tatsächlich heute schon einsetzbar und Stichwort Zertifizierung? Da sind wir auch ein bisschen bei der Leopoldina und bei dem Paper, das ist natürlich auch wieder ein zeitaufreibendes Thema, aber muss passieren. Ja. Wichtig ist, dass jeder Hausarzt schon die Biomarke, die Biomarke der des Alterungsprozesses messen könnte.
Wir brauchen nicht. Besondere Marker, zum Beispiel wie epigenetische Veränderungen und epigenetische Signale zu messen in Blutdruck, ist schon sehr, sehr wichtig zu wissen. Der Zuckergehalt im im Blut ist ist sehr, sehr wichtig. Ein EO 2 max und few to Max um wirklich wahrzusehen wie der Sauerstoff, wie die Sauerstoffaufnahme im im Blut ist. Es sind Marker die jeder Arzt in der Praxis im Prinzip machen könnte.
Und die einfach sehr, sehr deutlich, die das Risiko angeben für Demenz, für heiß, Herz, Kreislauf, Erkrankungen und so weiter das heißt, das normale und dann die normalen Werte nicht als normal zu sehen, aber zu sagen, OK, ich möchte es optimalisieren, wenn man zum Beispiel ein HBA 1 C hat, das heißt ein ein Marker für für das Risiko, ob man.
Langzeitzucker. Sie ganz kurz, die Andrea ist so im Englischen, ich finde es irre, wie du dich jetzt im deutschen extrem flüssig ausdrückst, weil seit Jahrzehnten sprichst du eigentlich kein. Deutsch mehr Entschuldigung, aber jedes Mal denke ich OK wie wie spreche ich es im im Deutschen aus? Super. Das Kompliment wollte ich noch los. Wir waren beim beim Langzeitzucker HB 1 C. Yes langzeitzucker es sollte schon 5% sein und nicht 5,5 oder 6% so so niedrig möglich und dann optimalisieren wir den Körper und das ist wichtig.
Das heißt, dass wir nicht normal ist, gut genug in der in der Präventionsmedizin in der Geromedizin akzeptieren, wir möchten es optimalisieren wir möchten es besser machen. Und das ist einfach der Unterschied. Das heißt, dass wir jetzt einfach auch die die Messinstrumente gebrauchen, die, die jeder Arzt schon hat, aber wir interpretieren es anders, wir interpretieren es stracker wir interpretieren es, um es zu optimalisieren.
Und Björn, Ich denke, da kommt dazu, was auch dieses Diskussionspapier wieder zeigt, diese neuen Biomarker also, die zum Beispiel auslesen können, wie Alt ein Organ ist und. Oder die zusammen das Zusammentragen dieser ganzen Daten, die der klassische Schulmediziner schon erheben kann. Alles zusammen und und auch noch eben neue Biomarker Daten, wir brauchen da eine AI basierte Auswertung, die wir in der Form noch gar nicht haben, oder?
Ja, das ist ja alles möglich. Es ist ein hochdynamisches Feld, also zum Beispiel diese epigenetischen Uhren des. Biologischen Alters. Das ist etwas, das ist ja noch ganz neu, das hat sich erst in den letzten Jahren überhaupt entwickelt, und es ist unglaublich dynamisch, also da kommt schnell, da entwickelt sich sehr, sehr vieles, wird immer besser, genauer, es lassen sich auch wirklich Prognosen machen, also wirklich voraussagen für die Zukunft der Gesundheit, krankheitsrisiken voraussagen, also ein hochdynamisches Feld. Und diese, diese neuen, diese neue Art der Biomarker, diese, das sind so omix Methoden, also so ganz große Datenmengen, die man aus einer einzelnen Blutprobe schon gewinnen kann. Ob es Epigenom ist oder ob das
Transkriptom, das Proteom, das Metabolom, das sind alles so große Datenmengen. Physiologischer Zustände unseres Körpers, die man einer einzigen Blutprobe erheben kann und in der Tat ist es so, dass diese Algorithmen, mit denen man jetzt errechnet, aus solche aus unglaublich vielen datenpunkten Tausende von Datenpunkten errechnet, wie biologisch alt der Mensch ist. Das sind natürlich ganz klar I basierte Methoden, die man da natürlich zu Hilfe nimmt, also das Machine Learning, es gibt da komplexe Algorithmen und die.
Das sind Hilfsmittel, die man sich da, die man sich da dazu nimmt und die dann eben helfen, wirklich immer bessere und bessere Vorhersagen zu generieren, genauer und genauer zu sagen, was ist mein Zustand heute in der Relation zum Alter, in der Relation zu im Verhältnis zu den Krankheiten des Alterns und vor allen Dingen, und das ist ja das Entscheidende, was.
Für Intervention funktioniert und kann ich messen, kann ich erstmal vorhersagen, welche Intervention am besten funktioniert und kann ich dann nachverfolgen? Kann ich dann messen, wie ein Erfolg dieser Methode kann ich da auch erkennen, dass ich auf vielleicht bestimmte Behandlung nicht so gut reagiere und eine andere Behandlung für mich das Beste ist. Und all solche Sachen, die kann man eben heute mit diesen. Mit dieser State of the Art Methoden mit den ganz neuen Methoden, die die in sehr, sehr einem sehr dynamischen Umfeld sich gerade entwickeln, die kann ich eben besser und besser anwenden.
Und da sind eben, und das ist für viele gar nicht so klar, da sehen wir die Schulmedizin als, ach, das ist alt und brauchen wir nicht. Nein, das sind Schulmedizinische Biomarkermessungen, die aber in diesem. Großen Umfeld mit vielen anderen Biomarkermessen und vor allem der Auswertungsmöglichkeiten ne ganz neue Bedeutung bekommen.
Das wird auch in den Kliniken, ja international, die Andrea vorhin genannt hat, schon eingesetzt, aber eben bei uns noch nicht und viele sagen sich jetzt, ich denk halt immer von unseren Zuhörerinnen und Zuschauern her, die sagen sich, ey, das klingt jetzt echt interessant, aber was hab ich in den nächsten 10 Jahren davon, deshalb die Frage kurz nur an dich noch mal Björn. Mir kommen in letzter Zeit immer mehr so diese niederschwelligen Themen ja in den Kopf.
Und dann reden wir wirklich über die Handlungsanweisungen oder Vorschläge, die die Leopoldina gemacht hat. Aber egal, ob ich mit dem Biök, dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit. Mit Bundes oder auch Landesgesundheitsministern spreche oder auch dem Chef, der der charité in Berlin oder wem auch immer, die sagen alle ja, aber was wahnsinnig wichtig ist, wir müssen dieses Thema Gesundheit vom Kopf auf die Füße stellen, von Sikkia zu herske, wir müssen das in die breite Bevölkerung und jetzt schon ringen, wer da nicht so ein Ansatz zum Beispiel die Apotheken sind, könnten Anlaufstellen für Präventionsthemen werden. Auch unsere Wearables könnten schon so genutzt werden, dass da einiges ausgelesen werden kann.
Auch die Ärzte, die jetzt niedergelassen sind und keine Präventionsausbildung speziell haben, können da schon kleine Kurse machen und können das anschieben, also dass wir dieses tolle große Bild, der ich rede jetzt sehr lange, aber das muss sein, dass dieses tolle große Bild der hervorragenden geromedizinischen Kliniken jetzt schon mal ausrollen für jedermann, Punkt Fragezeichen, Björn.
Und auch sehr gerne Andrea. Also es gibt viele Players, es gibt viele Teile unserer unserer gesamten Gesundheitswirtschaft, die ja mega groß ist, auch in Deutschland, die da mitmachen können und mitmachen sollten. Wir brauchen natürlich Pionierzentren wie Andrea das zum Beispiel beschrieben hat, die brauchen wir auch in Deutschland, das können natürlich die leistungsstarken Unikliniken sein, die so Pionierzentren sind, das heißt, die eine Ambulanzaufbau für Geromedizin und. Und dann auch systematisch diese Daten anwenden, verwerten und dann eben auch diese KI basierten Algorithmen mit da einwirken lassen können, einfließen lassen können und die so zu referenzzentren werden eigentlich in dieser geromedizin du hast vollkommen recht, vieles
davon kann man sowohl beim Hausarzt als auch selbst bei den Apotheken ausrollen. Ja, also zum Beispiel Blutproben nehmen auf. Dann zu sehen, wie kann ich Feedback geben, denn eine eine Diagnostik alleine, ja ob ich jetzt ein Großes, jetzt ein Blutbild nach Hause geschickt kriege oder ob ich irgend so eine Angabe von so einem biologischen Alters Test nach Hause geschickt habe, kriege, da kann ich ja noch nichts mit anfangen, sondern ich brauche dann auch die Ansprechpartner, die mir eben sagen können, OK, das ist jetzt, das bedeutet das jetzt.
Da hast du vielleicht n Risiko, da kannst du mehr machen und es geht wirklich. Diese Interventionen haben ja ein, das ist ein ganz breites Spektrum, zum Beispiel wissen wir die die beste Intervention, die funktioniert, ist Sport, das ist ne unglaublich gute Intervention, aber ich muss es ja auch messbar machen, ich muss ja auch dann sagen, OK, das Programm ist gut für dich, denn in Iron Man zu laufen ist nicht unbedingt ne gute Idee, wenn es um Gesundheit geht.
Aber es geht eben darum, vom Lifestyle, von den Interventionen, die man sehr gut kennt, die gut funktioniert, nachzuweisen, wie gut sie für den Einzelnen funktionieren. Dann dahin zu gehen. Welche Medikamente können helfen, denn viele, viele können langfristig so Lifestyle Sachen gar nicht, kann mich wirklich umsetzen, welche Medikamente funktionieren für wen, wie lange muss ich sie nehmen, wieviel muss ich nehmen und da wirklich dann.
Diese diese permanent Messung zu machen, also regelmäßige Messung. Wie ist denn mein langfristiger Gesundheitszustand? Das kann wirklich dann alle mit beinhalten, also von den Apotheken bis zu leistungsstarken Unikliniken brauchen wir da alle im Boot Pioniere, als auch dann das Ausrollen für für den, für den normalen, für den den normalen Menschen.
Das bedeutet wahrscheinlich, wir brauchen ja unbedingt, du hast gerade genickt, du musst unbedingt ich. Liebe es Björn, Ich liebe es, aber es dauert so lange, bis jeder Hausarzt wirklich war, den Patienten fragt, kann ich bitte schauen auf ihr Wearable Device, wieviel sie bewegen und was sie essen und so weiter ich würde alle Zuhörer Fragen, nächstes mal wenn Sie beim Hausarzt sind. Bitte schauen Sie hier.
Hausarzt Ich habe Invarable Device möchten Sie wissen, wie gut ich schlafe? Und dann möchte ich gerne die Reaktion von den Hausärzten sehen, weil häufig werden werden wir Hausärzte werden wir Internisten nicht damit konfrontiert, dass eigentlich der Patient dann die Leitung nimmt um das System zu verändern und ich denke das wäre einfach wunderschön, wenn wir auch von den Patienten mehr mehr A Drive sehen um echt das System zu verändern.
Ich denke, dass wir. Als als Berater von Systemen echt eine Veränderung bringen können. Aber es ist langsam, wenn jeder sagt, Hey, ich habe einen Varible Ring oder ich habe eine Uhr, möchten Sie wissen, was ich wirklich mache, muss ich mein Medikament verändern oder muss ich mehr oder weniger nehmen? Möchten Sie wissen wie ich wieviel ich bewege? Ich denke, dass es dann eine Revolution mit sich mit sich herbringt.
Absolut also der Pull Effekt muss auf jeden Fall da sein und vielleicht eben eine, da sind wir wieder bei Datenplattformen, vielleicht eine zertifizierte Plattform für alle. Es ist natürlich ein Traum wo der Arzt zugreifen kann, wenn er die Erlaubnis bekommt und sagen kann hier ich habe von dem Patienten schon die und die und die Daten vorausgearbeitet vorliegen, das wäre handhabbar. Gab es dazu eine Diskussion, bei der bei der Leopoldina Session. Absolut.
Das ist ja ein ganz zentraler Punkt. Wie können wir Daten erheben, denn es ist ja so, dass wir im Moment Daten einfach wegschmeißen, wir haben Verlaufsdaten zum Beispiel von jedem Menschen, jede Krankenkasse weiß genau, was wer zu welcher Zeit mal verschrieben hat, was, was die Arztbriefe sind und so weiter und nichts passiert mit diesen Daten und. Die sind ja sehr, sie können ja sehr hilfreich sein, auch für mich selber.
Als Patient können Sie ja sehr, sehr hilfreich sein, wenn diese Verlaufsgeschichte ausgewertet wird und mir vielleicht dann vorher schon gesagt wird, bevor ich eine schwere Krankheit kriege, hier schau mal, diese Intervention funktioniert genau bei den Menschen, die sein Profil haben und solche Gesundheitsdaten brauchen wir in einer nationalen Datenbank und.
Die können wir immer umfassender machen. Andere Länder machen das längst. Also die Ideen, da kann jeder Forscher auf Gesundheitsdaten der Krankenkassen zurückgreifen. Die Skandinavier erheben systematische Daten jeder, der in Finnland ein Krankenhaus betritt, ist automatisch Teil einer klinischen Studie, natürlich, weil diese Daten ja wertvoll sind, wir sind ja auch Teil einer Gesellschaft, einer Gemeinschaft, das heißt, wir wollen ja auch, dass das Erkenntnisse von uns anderen Menschen helfen.
Und so helfen andere, die Daten anderer Menschen auch uns mit unserer Gesundheit und genauso etwas wie ein Vertrauenssystem brauchen wir in Deutschland, das muss national organisiert sein, da kann nicht einfach jeder klinische Abteilung ihre eigene Biobank irgendwo haben, wo Daten nicht geteilt werden und es keine systematischen Erhebungen gibt, man schaut mal in nach großbritannien.uk Bio Bank, ein fulminantes Projekt, wo wirklich systematisch und. 10 tausende 100 Tausende von Menschen Daten erhoben werden und die dann auch der Medizin helfen, die helfen jedem Einzelnen für eine bessere Gesundheit und da müssen wir wirklich endlich mal unsere Blockade hier aufgeben, dass Daten, die was ganz, ganz geheimes sind, was niemand,
irgendwie niemanden irgendetwas angeht, nein, wir brauchen auch die menschlichen Daten, um dann auch. Jedem Einzelnen zu helfen, seine Gesundheit besser zu managen. Und da müssen wir alle gemeinsam dieses Ziel ergreifen und es ist eben auch die Verantwortung jedes einzelnen, Verantwortung für seine Gesundheit oder ihre Gesundheit zu übernehmen und so können wir gemeinsam dieses Ziel erreichen, bessere Gesundheit langfristig für jeden Menschen bei uns Wirklichkeit werden zu lassen. Wer ist denn eine Handlungsempfehlung der Leopoldina?
Auch die Datenschutzgrundverordnung in Deutschland zu ändern und zu lockern, um das möglich zu sein? Wir brauchen. Also wir, wir brauchen eine Nationaleres Referenzzentrum, eine Biobank, wo Daten gespeichert werden können, abgegeben werden, zentral analysiert werden können von der Wissenschaft natürlich.
Gibt es viel sinnvolle Anonymisierung und solche Dinge? Natürlich müssen diese Daten geschützt werden, sie sollen nicht einfach irgendwo in der Welt verteilt werden, sondern natürlich in geschützten Räumen nur für die wissenschaftliche Analyse, und natürlich ist der Datenschutz ganz klar, aber er muss eben national organisiert werden, also nicht mehr ganz lokal. Jedes Krankenhaus macht ihre eigenen Abläufe, sondern es muss national organisiert werden.
Aber Andrea ein Thema ist ja total wichtig und das interessiert mich, wie ihr das in euren Kliniken schon macht. Es müssen ja die Ärzte Zugriff haben zu allen Daten eines Patienten und gibt es bei uns gibt es zwar die die elektronische Patientenakte ist überhaupt nicht vergleichbar mit so was habt ihr tatsächlich schon die Möglichkeit, sozusagen digitalen Zwilling für einen Patienten zu bauen und mit dem dann auch zu arbeiten. Ja, wir, wir haben unsere eigenen elektronischen Patienten Akten, und da haben wir nicht nur die die Daten, die ganz normal sind, zum Beispiel ein ein Blutbild und so weiter wir haben sehen continuo, was, was, was, was die Wearable Device Daten uns uns geben, das heißt,
dass wir ein System etabliert haben in in Singapur, aber auch in in meiner Privatpraxis, dass wenn. Meine Patienten, die Zustimmung geben, um die Daten zu sammeln, dass wir als Ärzte und als Healthcare Professional, dass wir diese Daten kontinuierlich sehen können. Das heißt, dass wir da noch ganz gezielt eingreifen können, wenn zum Beispiel jemand schlecht isst oder einen hohen Blutzuckerwert hat oder schlecht schläft, dass wir dann einfach anrufen, hey, was passiert, können wir etwas helfen.
Könnte die Medikamente anders anders geben? Das heißt, dass der der Datenschutz wird hier sehr, sehr, sehr seriös genommen und ich denke, dass das das Grundprinzip ist. Aber es ist auf so einem hohen nationalen Niveau, dass wir einfach die wegen der der Datensicherheit die Option haben, sogar die Devarable Device Daten jetzt zu koppeln, an die normalen etablierten Krankenversorgungsdaten. Ja, die Diskussion in der deutschen Politik mag ich mir gar nicht ausmalen.
In dieser Hinsicht aber, dass so ein Papier sticht da in die Wunde, und das finde ich wahnsinnig gut. Eine Handlungsempfehlung ist auch, ihr habt beide jetzt schon Medikamente genannt und das finde ich, müssen wir unbedingt diskutieren. Zu den Handlungsempfehlungen gehört ja auch die Umwidmung bereits zugelassener Medikamente, man nennt das ja Drug Repurplacing, also neuen Sinn geben, den bereits schon seit Jahrzehnten zum Teil zumindest im Einsatz befindlichen Medikamente.
Das schneller zu machen, worum geht es da? Björn und alle beide und was kann man sich davon erwarten? Also das Spannende ist ja wirklich, dass Medikamente gefunden worden sind, schon heute die verschiedene Krankheiten, die die Risiken von verschiedenen Krankheiten senken, und das ist eigentlich der Beweis, dass Geromedizin funktioniert. Und das Beispiel dafür ist also, das kommt selbst schon von Statin.
Die Senkung von Bluthochdruck hat unglaublich viele positive Effekte auf die Gesundheit, das heißt, das ist was sinnvolles ist, was geroprotektives, das schützt mich vor einer Krankheit, genauso ist es zum Beispiel mit Zimmerglutid, wo man festgestellt hat, dass abnehmen abnehmen. Genau das Thema abnehmen spritzen.
Wir haben ja. Natürlich mit Leben in der Pandemie, der Fettleibigkeit. Fettleibigkeit ist ein riesiger krankheitsfaktor Krankheitsrisiko und mit Lifestyle Intervention hat man es ja Jahrzehnte versucht, hat ja wirklich nicht funktioniert, muss man also sagen, und das kann man eben heute medikamentös behandeln und dann hat man festgestellt, dass diese Menschen nicht nur abnehmen, sondern dass sie geschützt sind, weniger Risiken haben, von ganz verschiedenen Krankheiten, nierenkrankheiten, Herzkrankheiten. Und jetzt sogar bei Alzheimer gibt es gibt es Studienergebnisse, die sagen, selbst Alzheimer Risiken sind gesenkt dadurch, und das ist der Beweis, dass sowas funktionieren kann, und das muss ich natürlich
irgendwie detektieren, das muss ich irgendwie erkennen, ja, und da ist es natürlich so aktuell mit den Abnehmenspritzen, weil gerade riesige klinische Studien da vorgenommen werden, und da kann ich dann erkennen, OK, ja, aber. Diese riesigen Studiengruppen, da müsste es ja viel, viel häufiger jetzt eine Nierenerkrankung geben, aber die pickt nicht auf, das heißt, da kann ich erkennen, dass das dafür produktiv funktioniert, und deswegen ist es ja so wichtig, dass wir diese Biomarker einschließen in diese ganzen klinischen Studien, das heißt, laufen ja unglaublich viele klinische Studien an allen möglichen Kreisen in Deutschland wie auch in der Welt und. Da wird ja normalerweise immer
nur ein ganz spezifischer klinischer Endpunkt angeschaut. Überhaupt, in so einer Studie, ob das einen Effekt hat oder nicht. Also hat es einen Effekt auf eine Krebstherapie oder nicht? Ja, aber mit diesen Biomarkern, mit einer einzigen Blutprobe, aus der ich die ablesen kann, könnte ich bei jeder klinischen Studie, bei jeder Medikamentengabe im Prinzip erkennen, ob es langfristig positive Effekte gibt. Ob es positive Effekte gibt, andere Krankheiten später zu verhindern.
Und dann kann ich sagen, wenn ich das feststelle, dann kann ich eben das Medikament für andere Dinge, für andere Indikationen auch nutzen, und dazu kommt, wir haben unglaublich viele Small molecules, unglaublich viele pharmakologische Substanzen, die entdeckt worden sind über die Jahrzehnte, riesige Libraries, auch sehr viele.
Selbst zugelassene Medikamente, die schon da sind, bei denen ich nur erkennen muss, was die langfristig bewirken. Und so kann ich eben dann auch wirklich sehr schnell neue Therapien identifizieren. Dadurch, dass ich einfach mir anschaue, was schon zugelassene Medikamente auf die Gesamtgesundheit des Menschen macht.
Und die Leopoldina? Ihr sagt Andrea, kommt sofort, ihr sagt, Mach das Bitte und mach das schneller, du hast eben nethormin, Rapamicin und all das noch nicht genannt, aber das mit Sicherheit auch dabei, Andrea, Du setzt das wahrscheinlich auch, antworte wie du möchtest, aber vielleicht ist das noch n Aspekt, du setzt es bestimmt auch zum Teil schon, obwohl die eben noch nicht evidenzbasiert altersschützend sind in den deinen Kliniken ein. Ja, nicht.
Wir sind sehr zurückhaltend, weil die Beweislast ist, ist einfach bei uns, dass es dann dann funktioniert und wir brauchen einfach viel mehr humane Daten. Aber wie Björn das schon beschrieben hat, es ist so fantastisch, um zu sehen, dass Menschen mit zugelassenen Medikamenten sehr häufig ein weniger Risiko haben, um dann eine nächste Krankheit zu haben, das heißt ja, es passt, es passt in das Prinzip. Dass sie einfach weiter weit, weit gebraucht werden werden können.
Bei uns liegt die Beweislast und das machen wir im in Singapur gerade diese zugelassenen Medikamente können die gebraucht werden bei Gesunden, um sie gesunder zu machen, und das ist, denke ich, was wirklich die Geromedizin machen möchte, die Gesunden, noch gesunder, und dafür brauchen wir einfach viel mehr, mehr Daten. Und Metformenvicard schon genannt wurde in Rapa mitziehen, um dann die die GLP, One Analoga und die GLS. Wir haben so viele, wir haben eine Liste von von 15 Medikamenten, wo wir schon einen Beweis haben, aber epidemiologischen Beweis im Kohorten, dass dass es Sinn machen würde um sie groß und weit zu zu testen in zum Beispiel Phase 3 Studien.
Und da ist Singapur grad sehr, sehr hungrig. Um diese Studien zu machen und wirklich zu beweisen, dass Gesunde gesunder werden können und dass wir die Krankheiten, dass wir die aufhalten können, dass wir wirklich den Alterungsprozess verändern können, das wird, dass wir den abschwächen können und dass wir das biologische Alter zurück drehen können, das heißt, dass wir Menschen gesunder machen.
Und wir gebrauchen. Wir brauchen diese, diese Medikamente, wir schreiben die die vor, aber sehr zurückhaltend und immer nur für eine kurze Periode mit mit sehr definierten Auskunftsmarken, dass wir wissen, ja, es es hilft, wir wissen die die Entzündungswerte, wir messen den Blutdruck und so weiter, um wirklich zu sagen, Yes funktioniert bei dem Patienten und wir würden niemals in größeren Gruppen und so weiter außerhalb von von Studien geben.
Ja, und das ist ja die Forderung auch dieser Leopoldiner Wissenschaftsexpertenrunde, dass sie sagen, mach das Bitte, und zwar auch von von oben, ja von dem Gesundheitsministerium beziehungsweise wem auch immer, welchen Töpfen finanziert, damit das schneller geht, vielleicht auch andere Therapien wie zum Beispiel Senolytika, also die sogenannten Zombizellen eliminieren oder die Stammzellenverjüngung der Hartmut Geiger, der Professor aus Ulm, war ja auch dabei.
Bei der Leopoldina, der ja ein tolles Molekül gefunden hat, oder partielle epigenetische Reprogrammierung. Was empfiehlt denn der Expertenrat da noch sollten, sollten wir auch solche Entwicklungen in Deutschland beschleunigen? Ja, ich würde sagen absolut, aber nur in der Forschungsphase. Ich denke von den Sinolithikern, das heißt man hat die Zombizellen und die Zombizellen, die seneszenten Zellen, die Akkumulieren, die häufen sich an im. Im Körper.
Und dann macht es einfach Sinn, sehr wahrscheinlich, um die dann zu reduzieren. Aber wir haben den wissenschaftlichen Beweis noch nicht, um das jetzt in die Klinik zu zu bringen, wir schreiben sie absolut nicht vor, die ersten Studien mit Dasatinib sind sehr, sehr vielversprechend, aber absolut nicht geeignet, um jetzt bei gesunden Menschen meiner Meinung nach zu geben, das heißt Denolithiker, aber auch stammzelltherapien, Exposomtherapien. Andere Peptide therapies da sind so so viele Möglichkeiten, die absolut nach meiner Meinung nicht klar sind, um in die klinische Praxis zu etablieren, sehr vielversprechend, aber klinische Frühphase, Experimente sollten einfach gemacht gemacht werden, das heißt auch die
Zuhörer, wenn sie konfrontiert werden mit mit solchen möglichen Lösungen, um das biologische Alter zu senken, denken sie nicht nur zweimal nach, aber dreimal nach. Der Beweis, der ist einfach noch nicht da. Das sagt ja auch die Leopoldina gar nicht oder der Expertenrat, sondern die sagen, Hey, genau das ist es, was Andrea sagt, Das ist die Zukunft, aber bitte gebt Gelder für die Forschung und da könnte, und das fand ich interessant, als ich das Paper gelesen habe, steht auch in den Handlungsempfehlungen drin, die Pharmaindustrie mit eingebunden werden, die waren ja bisher relativ zurückhaltend, die machen es ja immer so, dann lass mal die Start UPS machen und wenn die was Tolles haben, dann
kaufen wir die. Aber jetzt scheint da auch so ein gewisses Umdenken zu sein. Wie seht ihr das, wäre die Pharmaindustrie nicht auch ein super Partner, um all diese Entwicklungen zu putschen? Ja, ich denke schon. Also es ist natürlich wichtig, dass diese Dinge auch wirklich in Therapien umgesetzt werden. Also ich glaube, was aus unserer Diskussion jetzt wirklich ganz klar rauskommt, ist die Notwendigkeit, mehr zu porschen, also wir haben ja die.
Wenn man sich sich anschaut, was wird investiert in Alternsforschung versus was wird investiert in in Krebs oder Demenzforschung an sich, dann gibt es da riesige Ungleichgewichte. Also es ist immer noch viel zu wenig, was wir tun, um in die Forschung zu investieren, denn Verhinderung dieser Krankheiten ist viel, viel, viel wichtiger, und wir müssen eben deswegen noch sehr viel mehr erforschen, wie auch diese neuen Dinge. Ob es jetzt die Synolytiker sind oder stammzelltherapien oder neue molekulare Ansatzpunkte, eine Ursache des Alterns. Wir brauchen viel mehr Investitionen in Forschung, wir haben die Voraussetzung dafür in Deutschland, wir haben ein gutes Wissenschaftssystem, aber wir
brauchen ganz klar mehr Investitionen in die Grundlagenforschung, im Moment kommt alles von von Bodom ab, das heißt, ein Wissenschaftler überlegt sich, möchte gerne was zum Thema Altern erforschen. Und versucht dann, Mittel dafür zu finden. Wir haben keine strategischen Investitionen in dieses Thema, überhaupt nicht in Deutschland, das kaufen wir unbedingt, damit diese zukünftigen Therapien, die jetzt in der in den experimentellen Phasen sind, wirklich in der nahen Zukunft umgesetzt werden können.
Die Pharmaindustrie hat natürlich eine, es spielt eine wichtige Rolle, aber hier, die sind natürlich darin gebunden, womit sie als Medikamente Geld verdienen können. Und da ist unser System nun mal so, dass eine ganz bestimmte Krankheit behandelt werden muss, damit eine Zulassung gegeben werden kann. Und das ist bei der Pharmaindustrie eben immer noch das konventionelle Modell und deswegen muss man hier auch neue Endpunkte schaffen.
Das heißt, wenn ich jetzt erkenne, durch systematische klinische Studien, dass es möglich ist, medikamentös Krankheiten zu verhindern. Dann muss ich dieses verhindern, auch Indikation zulassen. Das heißt, dann muss ich es zulassen, dass Medikamente entwickelt werden können und klinisch getestet werden können auf Ihre ihr Potenzial, das biologische Alter zu verlangsamen, Krankheitsrisiken zu senken, denn dann kann ich wirklich auf die Pharmaindustrie mit ins Boot holen, nicht mehr so diese absolute Notwendigkeit besteht, dass ich erstmal krank sein muss.
Damit ich irgendwo einen klinischen Endpunkt habe. Das müssen wir ändern und dann können wir auch da die Kräfte freisetzen. Ich fand das spannend. Ich hatte letztes Mal also nur ein kurzer Einwurf, mit dem Deutschland Chef von Ella, Lily Gesprächen, die sagten, Wir wollen gerne in Richtung Prävention, auch unsere Produktpalette entwickeln, aber genau diese Veränderungen in den in der Gesetzgebung brauchen wir Andrea.
Ja, ich denke, dass dass es zusammenhängt mit den Definitionen von was ist krank und was ist gesund, wenn man nicht krank ist, ist man gesund und ich denke, dass wir einfach sagen, gesund ist nicht gesund, man kann noch gesünder sein und wir könnten es messen mit dem biologischen Alter, und ich denke, dass die Definition, die wir haben, mit der World Health Organisation WHO, dass wir einfach jetzt umdenken müssen und gesund neu definieren sollten.
Und dann können wir neue Endpunkte definieren. Und dann haben wir auch die Big Pharma, dann können wir Medikamente zulassen für eine Indikation, wir brauchen eine Indikation und es kann nicht nur das biologische Alter sein. Und da muss man dazu sagen, dass die Andrea ja auch die Weltgesundheitsorganisation berät.
Und ist da wirklich an den zentralen Schalthebeln extrem engagiert tätig? Vielleicht noch ein Punkt aus den Handlungsempfehlungen, da sind wir im Grunde jetzt schon. Ganz nah dran die interdisziplinäre Alterungsforschung oder Alternsforschung vernetzen, das klingt jetzt so abstrakt, aber auch gerade für eure Forschung.
Sowohl Andrea an der National University of Singapur als auch du am Zekat und an der Uni in Köln. Ihr forscht ja, wie wichtig seht ihr das in diesem Zusammenhang? Also es ist ganz entscheidend, dass wir die Gesamtheit des Alterungsprozesses verstehen und die. Methoden allein schon. Also wir hatten KI angesprochen, ja, wir hatten Biomarker angesprochen, das heißt, wir haben heute eine eine, die die Stärken, die wir wirklich entfalten können, ist, dass wir verschiedene Forschungsgebiete mit reinbringen, mit ins Boot holen, also dass ich Informatiker mit ins Boot holen, sogar Physiker sind mittlerweile interessiert an der biologischen Altersforschung, dass ich Biologen mit ins Boot hole, dass die Mediziner mit mit Reinhole.
Und auf diese ganzen verschiedenen medizinischen Disziplinen. Denn in jeder Klinik ist heute schon Realität, dass die die überwiegende Anzahl der Patienten schon älter ist. Das, und nicht nur an der einen Krankheit leidet, sondern oft dann, was wir Multimorbidität nennen, also dass dass verschiedene chronische Krankheiten gleichzeitig vorliegen, das heißt auch hier, die verschiedenen medizinischen Disziplinen mit reinbringen, dann müssen wir ja auch sehen. Wie bringe ich es an, den Mann und die Frau? Das heißt, wir brauchen hier auf dann wirklich die Umsetzung, wie können wir am besten gemeinsam mit der Bevölkerung diese Dinge umsetzen, wie kann ich auch die Verantwortung bei dem den einzelnen Menschen stärken, für
für die Gesundheit etwas zu tun, das heißt Interdisziplinarität auf sehr vielen Ebenen ist absolut notwendig. Und da kommt dann auch wirklich was vollkommen Neues raus, denn da ist wirklich das ganze mehr als die Summe der Teile, denn es entstehen wirklich richtige Synergien, gerade aus der Vernetzung von neuen bioformatischen Methoden zusammen mit Genetik, mit Biologie.
Da kommt wirklich ganz, ganz ungeahnte neue Erkenntnisse kommen da raus, also deswegen plädieren wir auch dafür, so einen Systembiologischen. Ansatz zu fahren, wo sowohl Humanda gesammelt, analysiert werden und dann im in den experimentellen Modellen in der Biologie erforscht werden, was für neues Lernen über die Ursachen des Alterns, über Wirkmechanismen von Medikamenten, also da Interdisziplinarität ganz wichtig, aber dafür eben auch ein Zentrum schafft. Ja, Andrea dazu noch.
Ja, ich denke, dass alle Disziplinen in der Universität zusammenarbeiten sollen und auch die Universitätskliniken, die Spielen eine Schlüsselrolle, wirklich um Geromedizin zu implementieren. Wir brauchen einfach die, die Grundlagenforschung, mit der mehr humanen Forschung und dann die Integration, in die die Regelversorgung in die klinische Versorgung. Und ich denke, dass da die Universitätskliniken wirklich eine Rolle spielen.
Das heißt, wenn ich in die Zukunft schauen dürfte, dann würde ich hoffen, dass alle Universitätskliniken in den nächsten nächsten 5 Jahren wirklich die Geromedizin umarmt haben, und das nicht nur in der Forschung, aber vor allem dem auch in der Lehre. Wir sehen, dass dass wir lange Wartezeiten haben von Patienten, die einfach die die neue Versorgung haben möchte, aber wer?
Wer wird am Ende das das, das das machen können? Wir brauchen ein neues Talent in der Forschung, wir brauchen damit in der Lehre und in der Krankenversorgung, das heißt, dass wir die Lehre nicht nur nicht unterschätzen sollten, wir können forschen, forschen, forschen, aber wir brauchen einfach die die sehr talentierten jüngeren Menschen, die, die es auch machen, und wir brauchen die Ärzte, die zertifiziert sind und so weiter, das heißt Universitätskliniken.
Bitte nehmt die nehmt, nehmt die Verantwortung. Also das, das klingt so machbar. Ja, also das ist relativ schnell machbar, in die Universitätskliniken Geromedizinische Klinik, Teile mit einbauen und in die Lehre Geromedizin einbauen, das ist ja kein Hexenwerk, das kann man ja ziemlich bald machen, kann man dann.
Ja. Entschuldige wir. Sind wir sind in Deutschland. Bei uns ist manche Sachen sind kompliziert, also ein ein, ein Medizinstudium zu verändern ist n dickes Brett zu bohren, das ist natürlich notwendig und auch ja, die Unikliniken sind die sind die, die am besten dafür geeignet, diese geromedizinischen Zentren zu bauen, aber irgendjemand muss es auch bezahlen.
Also die Universitätsklinikum in in Deutschland, das ist wirklich sehr, sehr, sehr knapp gerechnet, die haben, die machen Verluste in dem derzeitigen System und es werden überall Kosten gespart, die die die Ärzte, die Pflegekräfte sind vollkommen überlastet, schon heute. Und das heißt, es muss auch da investiert werden.
Es muss dafür auch dann die Incentive geben. Ein klinischer Direktor kann ein ärztlicher Direktor kann mich plötzlich irgendeine Abteilung aufmachen, wo gar nicht klar ist, wie kann er es denn finanzieren, das wird einfach nicht funktionieren deswegen, man muss Geld in die Hand nehmen, aber das rechnet sich denn im Moment, du hattest sein eingangs gesagt, Milliarden werden schon Steuer finanziert, in die Krankenkassen gegeben, die Pflege.
Versicherung, das ist ja, das ist ja eine Fata Morgana, die wird ja komplett auseinanderbrechen in unserem demografischen Wandel. Wenn jetzt die Babyboomers in 5 Jahren in Rente geht, das ist der absolute Wahnsinn, was da passiert an Kostenexplosion, und da kann ich wirklich in der, die Geromedizin ist, wirklich eine richtige Investition, wo man vorhersagen kann, das, was man wirklich vorhersagen kann, ist, dass sie sich auszahlt, denn wenn ich eine Krankheit behindert habe, dann habe ich viel, viel mehr Geld gespart.
Als mir so eine geromedizinische Abteilung kosten kann. Aber ich denke, dass es absolut war, die die Gesundheits ökonomischen Argumente, die müssen wir einfach viel mehr betonen. Wir wissen, dass wenn wir eine Demenz verhindern oder wenn wir es, wenn die wenn die später später diagnostiziert wird, dass wir einfach auch auch viel mehr.
Manpower haben, um dann wirklich war die die Arbeiten zu können, das heißt, die Produktivität nimmt nimmt zu und damit die Kosteneffektivität. Das heißt, dass wir vielleicht auch anders, und das machen wir in Singapur, nachdenken müssen, wer finanziert wirklich die Forschung, ist das das Gesundheitssystem, ist es der Minister für die für die Gesundheit oder ist es, sind es andere finanzielle finanzielle Mittel, die wir einfach angreifen müssten.
Und wir haben ja jetzt zum Beispiel in Berlin, ich denke tatsächlich, es könnte ja in diese Richtung gehen, dieses große neue Präventions oder kardiologische Präventionszentrum, das an die charité angegliedert wird, und dass die Friede Springer finanziert hat mit 70000000, und wahrscheinlich brauchen wir viel mehr noch, die sagen, ich mach das jetzt einfach mal, bevor wir noch ein Sondervermögen begründen, von dem wir wissen, dass es politisch nicht mehr durchsetzbar ist. Ja, aber das ist n großes Fragezeichen, das durch die Leopoldina und das Diskussionspapier in die Welt gesetzt worden ist.
Ich hab noch n paar Fragen, aber ich ihr habt mir jetzt schon so viel Zeit geschenkt. Ich fürchte, ich muss gegen jetzt langsam zum Ende kommen. Darf ich nur fragen, weil ich könnte mir vorstellen, das interessiert jetzt total viele. Hat haben diese Handlungsempfehlungen auch in irgendeiner Form so eine Art Liebe, Politik, liebe Versicherer, liebe Medien, liebe Öffentlichkeit, macht man Punkt 1.2.3 also tatsächlich so ganz praktische Schritte, die jetzt als erste in Angriff genommen werden sollten?
Ja, wir haben ja ganz konkrete Handlungsempfehlung gegeben, das war ja auch unser Ziel, also nicht nur. Das Feld beschreiben, das Problem beschreiben, sondern wirklich sagen ABC, was müssen wir machen. Ja, und da ist es vollkommen klar, wir brauchen die Vernetzung, der der, der der Forschung mit Humandaten, ganz klar, wir brauchen die nationale Datenbank dafür, wir brauchen auch Reformen, was zum Beispiel das Tierschutzgesetz angeht, damit wir auch wirklich forschen können in Deutschland, damit wir das nicht alles auslagern müssen in einem.
Storm. Du kriegst n Shitstorm sofort und es ist wichtig das zu sagen, um menschliche Gesundheit. Also man muss es sagen, ja. Aber es ist ganz wichtig es, es lässt sich nicht also nicht ersetzen. Das Altern und die Krankheiten des Alterns, ganz komplexe biologische Prozesse sind, die sich eben nur im.
Organismus untersuchen lassen können. Und da gibt es ja ganz verschiedene Modelle. Natürlich spielen Organoide auch ne Rolle, aber wir brauchen immer noch den ganzen Organismus, um Altern zu verstehen. Und ganz kurz, nur Organoide sind eben außerhalb des Körpers gezüchtete Kleinstzellhaufen, an denen eines Menschen, die man dann zum sehr gut zum Testen nutzen kann. Es ist aber kein Mensch und aber wir wollen, ja, wir wollen jetzt Gesundheit des Menschen verbessern und nicht nur nur Einzelner.
Einzelner organähnlicher Strukturen und deswegen ist das eben so wichtig. Die Biologie ist komplex, deswegen brauchen wir Forschung am gesamten Organismus, da müssen wir einfach nur umsetzen, wasdie.eu uns uns schon ins Buch geschrieben hat, das heißt, Wir brauchen ein Tierschutzgesetz und das das, das darf eben nicht irgendwo beim Landwirtschaftsministerium sein, das sind vollkommen andere Dinge, ob ich ob ich Landwirtschaft betreibe oder ob ich Forschung betreibe, die haben miteinander wenig zu tun.
Und wenn ich das sagen darf, das finde ich ein wichtiges Argument, die.eu hat das ja schon ausformuliert, wir müssen es nur in deutsches Recht. Genau, wir. Wir sind noch irgendwie die die Schlafmützen und und und und stellen uns immer selber ein Bein dabei, denn wir sind ja, es ist ja wichtig, dass wir Forschung auch in Deutschland machen können und nicht immer irgendwo ins Ausland aufs Ausland warten müssen, bis bis bis die das für uns machen.
Das können wir hier machen, das können wir umsetzen, das ist wirklich sehr, sehr wichtig, das ist, das ist unglaublich, bürokratisiert, die Bürokratie ist auch in der Forschung ein wirklich ein hinderungs Grund, und dann brauchen wir natürlich die Umsetzung, eine viel bessere Translation, wir brauchen auch Risikokapital, um auch in Deutschland im Biotech Sektor zum Beispiel Unternehmensgründung zu haben in diesem in diesem Sektor, wir müssen uns ja auch überlegen.
Wo geht unsere Wirtschaft in der Zukunft hin? Unsere Wirtschaft wächst seit Jahren nicht, wir haben eine sehr traditionelle Art der Wirtschaft in Deutschland und hier diese, diese, diese ganze Geromedizin, die Geroökonomie, die ist ja nicht nur in Deutschland die Ökonomie der Zukunft, wir haben ja einen demografischen Wandel, der geht von Japan, China ist sicher, wo haben wir schon gesehen, bis in die USA und und und, und selbst in Entwicklungsländer haben einen demografischen Wandel, das heißt, die die Wirtschaft der Zukunft. Wird eine ganz, ganz andere sein. Und wenn wir da Pionierleistung haben, wenn wir da jetzt die Start UPS auch finanzieren, neue Ideen fordern, mit Risikokapital endlich auch mal in Deutschland
angehen, dann können wir eben die neuen Entwicklungen haben und dann brauchen wir die Umsetzung, da können wir auch wieder Pioniere sein, wenn wir ein leistungsstarkes Gesundheitssystem der Giromedizin entwickeln. In Deutschland hat das auf Ausstrahlung auf unsere gesamte Wirtschaft, und es verhindert eben, dass wir immer nur zu einer. Einer schrumpfenden Gesellschaft werden auch wirtschaftlich schrumpfende Gesellschaft, sondern dass wir endlich in dieses neue Zeitalter, was schon angebrochen ist, mit dem demografischen Wandel, dass wir da auch wirklich der Major Player sind.
Next Steps Andrea. Ich würde sagen, dass Deutschland ein sehr, sehr großes Potenzial hat und einfach gebraucht werden muss, umgesetzt werden muss und macht es. Die Grundlageforschung ist so gut, es sind so viele Talente in in Deutschland und. Und so viele Barrieren reduziert, die um um wirklich war die nächsten Schritte zu machen. Als Deutsche kann ich sagen, dass die Versorgung in Deutschland sehr, sehr gut ist.
Wenn man es vergleicht mit anderen Ländern und es könnte einfach viel, viel besser sein, und ich denke, dass jeder drauf wartet, um die Gesundheitsversorgung noch besser zu machen. Ich würde sagen, dass Deutschland die das beste Medizinstudium weltweit hat. Man weiß so viel Lied, es ist so integriert in der in der Forschung, wenn man wirklich war, die Geromedizin da integrieren würde, es würde weltweit so viel Potenzial haben, um um die die ganze. Nation White Developments um es zu verbessern. Mein Ziel für Deutschland, das packt das Potenzial. Ich kenne kein anderes Land, wo wo die wie die Grundlagen so gut sind, um wirklich die ja die Innovation zu fördern. Also ich werde diesen Podcast an
die Gesundheits bundesgesundheitsministerin weiterleiten, das gesamte Kabinett, und werde sagen, ihr müsst bis zum Schluss durchhalten und den Appell am Ende, den müsst ihr bitte übermorgen umsetzen. Ich bedanke mich Björn. Bist du eigentlich von der Politik irgendwie mal aufgefordert worden oder gebeten worden, an einer Präventionsstrategie mitzuarbeiten? Da gibt es sehr, sehr wenig Entwicklungen, also da, da warten wir wirklich hier noch drauf, dass die endlich mit uns gemeinsam an der an der Strategie der Zukunft arbeiten. Okay auch bis zu diesem Punkt bitte zuhören. Wir laden wirklich die Politiker auch ein, in Singapur zu schauen, mit und ohne Crash Course zu nehmen und. Ich kann Ihnen sagen, dass wir
sehr, sehr viel Interaktion haben mit den Politikern, um dann einfach die Nation White, um es um die Struktur zu ermöglichen und zu verbessern. Wir kratzen an der Tür, das mache ich ja. Ich bedanke mich bei euch beiden, also ich mache das tatsächlich wahr, ich schicke diesen Podcast an alle, die es hören wollen und auch die es nicht hören wollen, ja sag den er ist lang.
Er ist unglaublich gehaltvoll und ergibt unglaublich viel von dem wieder, was in dem Leopoldina Papier drin steht, aber vor allem auch zu den Hintergründen dazu. Sonst versteht man es vielleicht auch gar nicht so richtig, deshalb möchte ich mich in aller Form und mit Schleifchen und Konfetti bedanken für Eure so engagierte Teilnahme an unserem Podcast und ich hoffe, dass wir ganz, ganz viel bewirken können damit und ich fühle mich sehr geehrt, dass ihr mir diese Zeit geschenkt habt. Das ist zum einen die Professor Andrea Meyer. Von der National University of Singapur und Herr Professor Björn Schumacher vom C.
Cat und der Uni in Köln danke sehr. Gerne. Danke fürs Zuhören. Ich hoffe diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen. Damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter gefunden werden.
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