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Die Ungleichheitskrise verschärft sich weiter | Mit Dr. Martyna Linartas

Dienstag, 20. Januar 2026 · 16 min

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Shownotes

Die Vermögen deutscher Milliardäre sind 2025 inflationsbereinigt um 30% gestiegen, fast doppelt so stark wie im globalen Durchschnitt. Weltweit legten Milliardärsvermögen um 2,5 Billionen Dollar zu.

Ungleichheitsforscherin Martyna Linartas analysiert die erschreckenden Zahlen des neuen Oxfam-Berichts zum Weltwirtschaftsforum in Davos: Warum wachsen Milliardärsvermögen so stark? Und reichen Oxfams Vorschläge, wie eine 2% Vermögenssteuer, überhaupt aus, um die Ungleichheitskrise zu stoppen?

Außerdem: Warum Deutschland mit der geplanten Körperschaftssteuersenkung genau das Gegenteil von dem macht, was nötig wäre. Und warum es an der Zeit ist, nicht nur über Steuern, sondern auch über Vermögensobergrenzen und Entflechtung von Monopolen zu sprechen.

👉 Zum Oxfam-Bericht 2025: oxfam.de/publikationen/bericht-soziale-ungleic…
👉 Zu allen Beiträgen von Martyna Linartas: surplusmagazin.de/autoren/martyna-linartas

Kapitel:
Intro: 30% Vermögenswachstum in Deutschland
Die globalen Zahlen: 2,5 Billionen Dollar Zuwachs
Deutschland-Fokus: Warum 30% statt 16%?
Oxfams Vorschläge: Reichen 2% Vermögenssteuer?
Finanzierungslücken: 190 Milliarden Euro fehlen ab 2029
Monopolmacht: Tech und Lebensmittel entflechten
Warum Oxfam mutiger sein müsste
Limitarismus: Brauchen wir Vermögensobergrenzen?

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Collage: Surplus, Material: picture alliance/Ger Harley/EdinburghElitemedia, IMAGO/BE&W

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Dieser, dieser Mut in der Debatte fehlt. Und wenn nicht einmal die ganz großen Organisationen, die so Ungleichheit Reports erstellen, zum Weltwirtschaftsforum in Davos sich so klein machen mit Hut, wenn sie dann an die Leute in Davos herantreten und sagen, ey, wir hätten gerne 2%, also wie, wie soll dann da ein wirklicher Wandel stattfinden?

Das ist. Hallo, herzlich Willkommen zu einem neuen Video hier bei Circplus. Ich bin Lukas Scholle, Gründer und Chef von Circus und ich hab mit unseren neuen Herausgeberin Martina Linatas über den aktuellen Oxfam Bericht gesprochen, denn der hat es in sich. Die Vermögen der deutschen Milliardäre sind nämlich 2025 um 30% gestiegen.

Martina Ninatas hat uns das eingeordnet. Sie ist neuerdings unsere Herausgeberin seit unseren ersten circlers Geburtstag am 10. Januar. Martina ist Ungleichheitsforscherin an der FU Berlin, hat ein Buch geschrieben, unverdiente Ungleichheit im letzten Jahr ist damit ziemlich umhergetourt und hat die wissensplattform Ungleichheit Info gegründet, also ergänzt Sie unser unsere Bandbreite bei Circlers inhaltlich und personell super gut und. Ermöglicht uns jetzt hier, dass wir ein super spannendes Interview über den Oxfam Bericht gemacht haben. Also viel Spaß mit dem Interview. Ja Hi Martina, Es gibt einen neuen Oxfam Bericht wie jedes Jahr zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Und laut diesem Bericht, da sind

interessante Zahlen drin und da ist das Vermögen der Milliardäre global von 2 Komma mit um 2,5 Billionen auf 18,3 Billionen Dollar gestiegen, im letzten Jahr 2025, das sind 16% vermögenswachstum, was ja schon ne ziemlich relevante Höhe ist. Und deutlich mehr auch als in den Vorjahren. Was bedeutet das aus deiner Sicht für die globale Ungleichheit? Das ist eine unfassbare Zahl.

Also überhaupt, diese 2,5 Billionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg entspricht einfach mal fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung, also als mehr als 4 Milliarden Menschen insgesamt am Vermögen haben, das haben einfach die Milliardärinnen an der Spitze am Zuwachs gesehen, das ist wirklich krass. Und warum ist es nochmals krasser, also ich mein. Ja, wenn man sich n bisschen auskennt mit mit Wirtschaft und Finanzen, weiß man, dass 16% wirklich over the top ist. Man hat ja ursprünglich gerne in konservativen Berechnungen davon gesprochen, dass überreiche Menschen Wachstum ein Wachstum haben von jährlich um die so 7%, was bedeutet, wie würde alle zählen, Jahre verdoppelt sich

das Vermögen, aber jetzt reden wir plötzlich von 16% so das ist echt n absoluter Wahnsinn und in Deutschland ist es ja nochmals sehr sehr viel krasser. Das heißt, was wir einfach beobachten, ist wirklich dieses exponentielle Wachstum des Vermögens, und zwar in einem noch rasanteren Tempo. Und die Schere geht immer weiter auf und man darf echt bei solchen Vermögen nicht vergessen, wenn wir von Milliarden reden, dann geht es nicht darum, dass diese Menschen jetzt noch mal ein paar Häuser mehr kaufen oder den nächsten Privatjet dann dazu, sich sich dazu legen, sondern es geht auch wirklich um unser unsere Demokratie, es geht um macht, und es geht auch ums Klima. Du hast jetzt.

Den deutschen Raum gerade schon mal angerissen, da sind die Zahlen auch wirklich noch mal bestürzender. Also wir haben 16% Vermögenswachstum global und die deutschen Milliardäre, die haben inflationsbereinigt ein Vermögenswachstum um 30% auf einen Wert von 8,8 140 Milliarden US Dollar. Wie schätzt du diesen Unterschied 116% Vermögenswachstum Global 30% in Deutschland, was bedeutet das? Dass bei uns die Schere einfach noch mal rasanter irgendwie auseinander geht.

Also, das ist wirklich, das ist eine Sprengkraft, wo, wo ich ehrlicherweise auch gar nicht mehr so richtig weiß, wie ich das noch von Wort fassen soll, also what The Fuck 30%, das ist einfach irre irre viel. Und womit hat das auch zu tun, jetzt nicht nur damit, dass wir jetzt hier so ganz viele kluge, tolle Investoren eine Milliardärinnen haben, die alle total innovativ durch die Decke gehen, sondern einfach damit, dass die Politik wirklich absolut tatenlos zusieht.

Wie an der Spitze das Milliardenvermögen immer größer wird. Und das ist so absurd. Ich mein, wenn man sich das anschaut aktuell, dann haben wir Debatten, wie zum Beispiel, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können und dass die Bürgergeldempfänger Ende noch weiter drangsaliert werden müssen, das soll jetzt ja auch gar nicht mal Bürgergeld, sondern was anderes werden, die Grundsaison ganz, ganz toll, wir sprechen von von Sanktionen an der am unteren Ende. Und Bedenken überhaupt nicht durch unsere Steuerpolitik, wie sie gestaltet ist, dass vielleicht diese Menschen, die am allermeisten auch von unserem Sozialstaat profitieren, von unserem Steuerstaat profitieren, auch in irgendeiner Weise gerecht an dieser Verantwortung

eines Gemeinwesens beteiligt werden. So, und das sehe ich unfassbar kritisch, weil das auch wirklich Feinstoff für unsere Demokratie bedeutet. Vor allem gibt es ja jetzt auch noch die Körperschaftssteuersenkung, die einerseits gibt es Kürzungen bei den Ärmsten und Steuerentlastungen bei den reichsten, und das führt natürlich dazu, dass halt die Nettorenditen bei den reichsten einfach noch stärker ansteigen werden und diese 30% also du hast gesagt, es ist wirklich vollkommen absurd und wenn man damit auch noch mal das ausdrückt in der Verdoppelung des Vermögens, das ist dann halt 3 Jahre und ein bisschen zerquetschte, was natürlich dann auch. Noch mal absurd ist, dass diese immensen Vermögen in so kurzer Zeit dann noch sich verdoppeln.

Angenommen, es würde noch so weitergehen, gibt jetzt auch sicherlich ein paar Sondereffekte 2025, weil da vor allem der Finanzmarkt und so weiter sich sehr stark zugunsten der Ungleichheit entwickelt hat, aber. Aber Oxfam hat auch ein paar Vorschläge in ihrem Bericht, die sie mitgebracht haben, um diese Ungleichheit einzudämmen.

Und da würde ich einmal gerne deine Position zu hören, das sind einmal eine Vermögenssteuer von 2%, wo Deutschland auch international vorangehen sollte, meint Oxfam. Die zweite, der zweite Vorschlag ist, dass die Entwicklungsausgaben auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens fixiert werden sollten. Und die dritte Maßnahme ist eine Entflechtung und eine Prävention gegen Macht und Marktkonzentration, insbesondere in den Sektoren Tech und Lebensmittel. Was hältst du von diesen Maßnahmen zur Eindämmung der Ungleichheit, bringt das viel, bringt das wenig und genau wie schätze das ein.

Genau das Erste war jetzt die Reichensteuer. Ne 2%. Genau 2% Verbürgensteuer. Ich hab jetzt gerade das Buch hier fast durch Reichensteuer, aber richtig vom Gabriel Südmann. Da wird nämlich genau diese 2% Steuer besprochen und diese 2% Steuer, die kommt nicht von ungefähr, sondern die stammen auch aus der Zeit als Brasilien den Vorsitz hatte bei den G 20 Staaten, das heißt bei den mächtigsten Industriestaaten der Welt und südmanns Idee ist die folgende, Wir führen eine.

Reichensteuer ein, eine Vermögenssteuer für alle Menschen, die $100000000 haben oder mehr, also alle Zentimillionäre bis hinzu den Milliardärinnen. Das würde in Deutschland mehr Einnahmen bedeuten. Von die Schätzungen gehen auseinander zwischen 17 bis 28 Milliarden Euro. Ey, das ist so krass viel Geld, weil auf einen Schlag die Finanzierungslücke damit geschlossen wäre. Aber jetzt kommt der Clou und eigentlich hab ich jetzt für für meine Verhältnisse falsch angefangen, weil normalerweise fang ich nicht damit an, was kann man damit finanzieren, wie ist so die Lücke und so, sondern es ist auch ein ganz, ganz ausgeprägter Gerechtigkeitsaspekt, denn aktuell zahlen ja Millionäre und Milliardäre hierzulande weniger als es eine

Mittelschichtsfamilie tut, gemessen an ihrem Einkommen, und dieser Zusatz, gemessen am Einkommen ist wichtig, warum? Die Vermögenssteuer, diese Reichensteuer jetzt, die da vorgeschlagen wird, die würde ich gar nicht so sehr deuten als eine Vermögenssteuer im klassischen Sinne, dass da wirklich dann da vermögensstark dann belastet würde, sondern es wäre eine Ergänzung zur bestehenden Einkommenssteuerpolitik, weil die Einkommenssteuer in Deutschland einfach nun einmal nur taugt für die unteren 99.

Prozent, vielleicht auch 99,9%, aber ganz bestimmt nicht für die Menschen an der Spitze. Das heißt, diese Reichensteuer von 2% wäre das Allermindeste, was man machen müsste, damit überhaupt die reichsten Menschen des Landes ihren fairen Beitrag leisten, und das ist ein erster wichtiger Schritt, warum nicht nur jetzt im Sinne dessen, dass man mehr Gerechtigkeit etablieren würde, nicht nur im Sinne dessen, dass man da auch mehr Dinge finanzieren würde, sondern ich glaub, deswegen wird sich auch so stark dagegen gewehrt.

Weil man dann auch Daten beisammen hätte und herausfinden würde, wie krass sind eigentlich die Vermögen. Man würde die Strukturen schon aufbauen, um überhaupt darüber sprechen zu können, was man als nächstes auch machen könnte, rein theoretisch, weil wir ja aktuell wirklich im Dunkeln tappen. Also wir wissen einfach überhaupt nicht genau, wie groß die Vermögen von den Überreichen in Deutschland sind und dann könnte man auch weitergehen und da gibt es ja auch ganz gute Textszenarios.

Aber diese Reichensteuer, wie sie südmann konzipiert hat bei unter dem Vorsitz von Lula, da Silvia in Brasilien, die wurde von 18 von 20 GG 20 Staaten wurde sie für gut befunden. USA ist ausgeschert und Deutschland bei Christian Lindner so von daher auf Trump würde ich jetzt sowieso nicht setzen, in keinerlei Hinsicht, aber in der schon mal gar nicht und jetzt ist Lindner auch weg vom Fenster, das heißt also?

Also rein theoretisch könnte doch so ein sozialdemokratischer Finanzminister durchaus das Geld nach vorne pushen, würde ich gut finden zur zweiten Sache mit der Entwicklung, mit den Entwicklungsausgaben, das ist das absolute, also wirklich Bär Minimum 0,7%, aber auch das kriegst du natürlich nur gewohnt, wenn du, wenn du überhaupt erst einmal mehr mehr Einnahmen generierst. Also das ist ja auch das was.

Was wir jetzt auch gelesen haben, weil von den Wirtschafts weisen, die die ganz, ganz großen Finanzierungslücken, die kommen ja jetzt erst noch auf uns zu. Also wir sprechen von 30 Milliarden dieses Jahr, wir sprechen von boah, ich glaube, es sind 190 ab 2029, und zwar jedes einzelne Jahr, und solange wir diese Finanzierungslücken nicht strukturell angehen und nicht uns strukturell überlegen, was wir da machen wollen, wird da sich in Fragen von Entwicklungszusammenarbeit oder Entwicklungsausgaben.

Genau und gar nichts bewegen. Die würden wahrscheinlich ja sogar noch gestrichen werden. Das heißt, wir brauchen strukturelle Antworten darauf, auch auf unsere Finanzierungslücken ist es würde mich sehr freuen, wenn sich da mal die Bundesregierung ehrlich macht und klar klar aufzeigt, wenn wir nicht in der Steuerpolitik volle Kanne den Hebel umlegen, dann werden wir richtig, richtig krasse Probleme bekommen, wir können nämlich nicht ein Sondervermögen nach dem anderen da irgendwie aufziehen, sondern wir brauchen ne vernünftige Steuerpolitik und diese Mehreinnahmen von 190 Milliarden Euro. Durch Steuergerechtigkeit schon mal pikettiert, das wunderbar vorgerechnet in Kapital und Ideologie in seinem fetten Werk von 2020 wir könnten locker mehr

als 200 Milliarden einen Euro einnehmen, und zwar nicht, indem wir das große Bevölkerung mit mehr steuern dann auch noch weiter zuschütten, sondern dass wir wirklich einfach nur sagen, wir brauchen an der Spitze was, also da muss was weggesteuert werden und zum Dritten mit der Entflechtung absolut elementar.

Das ist nämlich das, was wir jetzt auch sehen im im Zuge des Neoliberalismus, auch im Unterschied zu der Phase in Deutschland zum Beispiel, als wir die Ordoliberalen an der Macht hatten, nach dem Zweiten Weltkrieg, da war das zum Beispiel auch in Jungs gefühlt, und man hat davon gesprochen, dass der der Staat sich n bisschen mehr zurücknehmen sollte, und der Markt sollte mehr agieren können, aber man hat immer davor gewarnt, dass es keine Monopol Bildung geben darf und dass der Staat in dem Sinne durchaus so n aktiver Akteur sein sollte. Und diese Entflechtung, gerade die Monopol, macht wirklich auch zu entflechten.

Im Bereich von Tech und Lebensmitteln. Ja, weil das auch der Bereich ist, wo wir jetzt gerade die ganz, ganz großen Vermögen sehen, wie sie sich mal weiter konzentrieren in den USA sehr, sehr viel mehr Tech hierzulande zum Beispiel der Zweitreichste Deutsche ist Dieter Schwarz, das ist Lidl, und das ist Kaufland, und es hat auch eine ganz konkrete direkte Bedeutung, wenn wir halt einfach hier in hierzulande nur noch 4 ganz große Ketten haben, die wirklich die Lebensmittelpreise auch bestimmen, mehr oder weniger.

So und im Alltag auch auch auch im Portemonnaie der Menschen ist es eindeutig zu spüren. Das heißt, diese Entflechtung bräuchte es definitiv. Also interessante Vorschläge. Die Oxfamir macht vor allem ich fand. Vor dem Hintergrund der 30 Prozentigen Wachstumszahl der Vermögen der deutschen Milliardäre 30% und dann schlagen sie 2% Vermögenssteuer vor.

Bedeutet, wenn man das beides Zusammennimmt, ist das ein Vermögenswachstum von 28% das ist natürlich vor dem Hintergrund ein bisschen absurd, aber hast du gesagt, dass natürlich trotzdem eine Weichenstellung und ein erster Schritt ist in dem Sinne also wäre das natürlich schon sinnvoll, aber genau kann auch nicht viel ausrichten, eigentlich nee, gar nicht. Genau.

Und, und das ist ehrlich. Ich jaweise bin ich auch in Day sich total enttäuscht. Also ja es sind es sind gute Dinge und klar es ist es ist aber alles so so unfassbar nah an dem Rahmen den man sich selber steckt, wo man glaubt, dass man eventuell sich ein Mühe in eine Richtung bewegen könnte. Nur so funktioniert aber nach meinem Dafürhalten und so wie ich die Politik kenne, einfach Politik grundsätzlich nicht.

Also wenn man eine Organisation hat, die sich auf die Farm schreibt, Wir wollen die Ungleichheit reduzieren, dann sollten Sie sich bitte so ehrlich machen und sagen, wenn wir die Ungleichheit reduzieren wollen würden, dann bräuchten wir ganz, ganz andere steuerkonzepte und ganz andere Steuerkonzepte findet man auch andernorts.

Also Oxford muss jetzt ja nicht die ganze wissenschaftliche Arbeit tätigen, sondern das finden ja auch im World and A Quality Lab und auch im World and a Quality Report, wo dann auch aufgezeigt wird, ey, wir müssen uns auch daran messen und auch unsere Ideen daran bemessen, die wir wirklich unter Ungleichheit reduzieren könnten, und da müsste man nicht nur in in Fragen auch der Steuerpolitik.

Viel, viel höher gehen und das hochschrauben, sondern auch überlegen. So was ist vielleicht zum Beispiel überhaupt das Maximum, also wieviel, wieviel Vermögen sollten überhaupt einzelne Menschen, Individuen haben oder einzelne Unternehmen an macht haben, wenn nämlich plötzlich halt keine Ahnung irgendwie ein Elon Musk mehr über mehr Vermögen verfügt als das ganze Bundesstaaten Bruttoinlandsprodukt, dann irgendwie hätten zum Beispiel ja oder irgendwelche Großkonzerne die das bestimmen.

Das mal also von von einem. Ingrid Robbins macht das so wunderbar, das ist ne Philosophin und Ökonomin aus den Niederlanden von der University of Utrecht, er hat das Buch Lemitarismus geschrieben, dass man auch sagt, auch darüber sollte man mal nachdenken, weil man ausgeht von der Demokratie und sagt, EY, das allerwichtigste gut für uns ist unsere Demokratie, und die können wir nun einmal nicht wahren, wenn plötzlich an der Spitze einige Menschen, einige wenige Menschen sehr konzentriert mehr macht haben als ganze Staaten zusammen. Das ist der eine Punkt limitarismus und danach über die Eigentumsfrage und Verhältnisse auch zu sprechen, das erachte ich auch als durchaus wichtig, dass man auch darüber nachdenkt, was geschieht denn eigentlich

also wirklich, die die großen Fragen aufzuwerfen, und ich gestehe auch selber, ich bin auf der Ebene von der von der wissenschaftlichen Ebene und der Forschung noch gar nicht an dem Punkt, wo ich das für mich selber schon klar konzipiert hätte, was ich jetzt so als allerbestes Mittel oder beste, bestes System begreifen würde. Aber dieser, dieser Mut in der Debatte fehlt. Und wenn nicht einmal die ganz großen Organisationen, die so Ungleichheit Reports erstellen, zum Weltwirtschaftsforum in Davos sich so klein machen mit Hut, wenn sie dann an die Leute in Davos herantreten und sagen, ey, wir hätten gerne 2%, also wie, wie soll dann da ein wirklicher Wandel stattfinden? Das ist eine Frage, die ich mir

stelle. Ja, das ist ne Frage, die sehr wichtig sein wird, auch in der Zukunft. Wir werden sehen, wo quasi die unterschiedlichen Reports und die unterschiedlichen Positionen von der Politik als auch von den Thinktanks hinwandern werden, aber erstmal an dieser Stelle vielen Dank für deine Einblicke zu diesem Thema.

Ich hab zu danken. Falls euch dieses kurze Video mit Martina gefallen hat, über den neuen Oxfam Bericht, dann lasst doch gerne n Abo hier auf youtube da oder Spotify eine Bewertung und ein Kommentar worüber ich sonst mal mit Martina sprechen soll. Ansonsten sehen wir uns aber auch beim nächsten Video wieder.

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