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Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 198

Folge 198 - Interview 152 - Marion

Freitag, 14. Februar 2025 · 1 h 43

MP3

Shownotes

Heute das Interview mit Marion, 58, die vor vielen Jahren mit Sack und Pack nach Süddeutschland umgezogen ist.
Seit gut 150 Tagen ist sie nüchtern und das nun hoffentlich stabil ;-)

Wenn Du an der Grußrunde zur 200. Folge teilnehmen möchtest, sende eine Sprachnachricht direkt an die Nummer oder als WhatsApp an
+4915165526335

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Wenn Du Deine Geschichte mit uns teilen möchtest - via Interview oder im Rahmen von "Deine Story", dann melde Dich gern bei mir! Ich brauche dringend Gesprächspartner und freue mich über jede und jeden, der/die/das sich bei mir meldet. Jede Nachricht wird beantwortet: kai@tanzenkannmanauchaufbrause.de

Lob, Kritik und Anregungen kannst Du natürlich auch jederzeit loswerden, ich freue mich über jede Nachricht.

Im richtigen Leben arbeite ich als Hypnose-Coach. Was das ist und ob das auch was für Dich sein kann: hidw.de

Dein Podcast Dein Statement? Hier findest Du vielleicht etwas zum anziehen, denn es gibt jetzt endlich einen "Tanzen kann man auch auf Brause“-Shop. (tanzen-kann-man-auch-auf-brau.myspreadshop.de)

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kai@tanzenkannmanauchaufbrause.de

Ewige Dankbarkeit und die Erwähnung Deines Namens im Podcast am Freitag sind Dir gewiss! .....

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Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch auf Brause. Die heutige 198 Folge und das Interview mit der Nummer 152 sollten eigentlich letzte Woche veröffentlicht werden. Ich sprach mit Marion und ich habe Marion versprochen, deine Folge kommt vor einer Woche raus. Und ich habe es irgendwie verpeilt.

Ich habe nämlich die Folge dann irgendwie auf meinem Rechner nicht gefunden. Ich war ein bisschen durch den Tüddel naja, dann hat der Jörg den Vortritt bekommen und Liebe Marion, es tut mir leid, dass ich dich dann nicht vergessen habe, du für den Moment aus meinem, aus meinem Fokus gerückt bist. Ich hoffe, ich kann das irgendwie wieder gut machen. Bevor ich über Marion spreche und mit Marion spreche, möchte ich ein paar Grüße loswerden.

Der erste Gruß geht an Sabine, die mir ein paar Brausen gespendet hat, diverse Brausen sogar, sie hat geschrieben, danke für deinen inspirierenden Podcast und deine guten Fragen, Dankeschön. Ich habe noch nicht alle folgen durch, aber ich bleibe dran. Das freut mich. Und tatsächlich kam deine milde Gabe zu einer Zeit, als die Folge von letzter Woche schon eingespielt war.

Also Wunder dich nicht, liebe Sabine, dass der Gruß erst jetzt kommt, dann darf ich mich ganz herzlich bedanken bei Rico, der mir geschrieben hat, ich soll so weitermachen und er steht am Anfang den Alkohol loszulassen und ich finde Rico, du machst es genau richtig. Irgendwann muss man ja mal anfangen und wenn es bei dir noch am Anfang ist, super.

Ich freue mich, wenn wir vielleicht irgendwann mal sprechen können und herzlichen Dank für deine großzügige Spende. Und dann geht noch ein großer Gruß raus an die Liebe Wiebke, die mir geschrieben hat, lieber Kai, ein paar Brausen für dich, ich bin jetzt über 13 Monate nüchtern, fast problemlos und das verdanke ich unter anderem dir und deinem Podcast. Wow Dankeschön, wenn die Zeit gekommen ist, würde ich auch gerne ein Interview mit dir führen. Ja, da freue ich mich schon sehr drauf. Liebe Wiebke, Melde dich bei mir, wenn du so weit bist. Und wenn du nicht weißt, ob du schon so weit bist, dann melde dich doch einfach mal bei mir, dann werden wir das ganz schnell gemeinsam rausfinden, was ganz

lustig ist. All diese netten Zuwendungen kamen über paypal, was in der Vergangenheit so gut wie nie vorkam. Meist wird dann, wenn überhaupt mal bei mir coffee.com genutzt. Aber paypal ist natürlich auch eine schöne Möglichkeit, vielen vielen Dank noch mal so Liebe Marion, jetzt endlich zu dir mit einer Woche und zweieinhalb Minuten Verspätung, es tut mir wirklich leid.

Marion lebt seit 150 Tagen nüchtern, lebte seit 150 Tagen nüchtern da ist ja jetzt noch ein bisschen was dazu gekommen. Hat mit 16 Jahren den Alkohol für sich entdeckt, denn der hat sie damals sicher gemacht und sie erzählt davon, wie sie heimlich getrunken hat, dass in einem Urlaub alles wieder losging. Und natürlich erzählt die Liebe Marion, wie sie es dann geschafft hat, jetzt vom Alkohol wieder loszukommen und das hoffentlich für immer.

Und ich habe sie am Ende der letzten Folge schon angeteasert. Wenn du in der 200 Folge, die möglicherweise eine reine Grußsendung wird, dabei sein möchtest, dann schick mir eine Sprachnachricht, die Nummer findest du in den Show Notes, ich sag sie hier mal ganz schnell 015165526335015165526335 schick mir eine Sprachnachricht am besten über whatsapp, dann wird deine Nachricht. In der Folge 200 mit Erscheinen.

Es geht mir nicht um eine Lobhudelei auf diesem Podcast, sondern wenn du Lust hast, mal deine Meinung zum Thema Alkohol. Zum Thema dieser Geschichten loszuwerden, dann ist es genau der richtige Moment zur 200 Folge dieses Podcasts. Ich würde mich sehr freuen, ich habe bisher erst eine Sprachnachricht bekommen und die kommt natürlich, wie könnte es anders sein, von der lieben Lydia, liebe Lydia, danke.

Also halt dich ran. N bisschen Zeit ist ja noch bis zur 200. Folge, aber dann möchte ich entscheiden ob ich ne Grußfolge mache oder ne ganz normale Folge mit n paar Grüßen vorneweg. So und in der heutigen Folge sprechen wir auch übers Rauchen. Wenn du mit dem Rauchen nicht aufhören kannst, dann melde dich bei mir, denn ich habe ein schönes Programm entwickelt, das relativ sicher dich dabei begleitet, sofort Nichtraucherin oder Nichtraucher zu werden und bevor es losgeht, ein kleiner Einschub, der Anfang dieses Interviews ist irgendwie verloren gegangen, ich glaube, wir hatten da technische Probleme, meine 0 815 Begrüßung fällt also leider heute weg und jetzt lehne dich zurück, ich kann es auch nicht mehr abwarten ruckel die Kopfhörer zurecht

hier kommt. Marion. Ich bin die Marion, ich bin 58 Jahre, lebe in Süddeutschland, seit gut 20 Jahren und habe 3 erwachsene Kinder 2729 fast 3031 genau ein paar Jungs und eine Tochter. Ah ja, wie bist du nach Süddeutschland gekommen? Mit meinem zweiten Mann damals bin ich nach Süddeutschland gekommen, und das ist auch ja ein bisschen Part meiner Geschichte. OK, da werden wir dann sicherlich gleich zu kommen. Fühlst du dich wohl in Süddeutschland? Ja, ich habe mich damit Ausgesöhnt, sagen wir mal, ja, es ist schon so als rein geschmeckter, wie die Schwaben sagen, nicht so einfach und ja, aber es ist, es ist jetzt okay, das Wetter ist hier viel schöner, ich komme aus NRW und ja, der Weg hat mich halt hier

hin geführt und dann gab es irgendwann für mich kein zurück mehr, weil meine Kinder nicht mehr wollten. Verstehe. Okay also du wärst gerne wieder zurückgegangen in deine Heimat. Jein. Also meine Familie ist halt da, ich habe hier halt keinen. Also ich habe jetzt zwar mittlerweile eine Freundin, aber ja, meine Familie ist halt ich, bin zwar einzelkind, aber meine Mama lebt noch in NRW und das sind halt gut 600 Kilometer und da fährt man nicht mal eben hin und die ist auch mittlerweile braucht sehr Unterstützung und ja das macht es ein bisschen schwierig, aber. Ja, von daher war es mir mit meinen Kindern auch immer wichtiger, da natürlich noch zusammen zu leben. Aber da würde ich gleich noch

was zu erzählen. Ja, okay, ich hätte gar nicht gedacht, NRW, Bayern, 600 Kilometer, das ist ja wahrscheinlich, denn vom nördlichsten Norden nrws bis zum südlichsten Süden Bayerns, oder? Ja, es ist nicht Bayern Süddeutschland. Ah okay okay. Ja, anderer Raum. Anderer Raum. Okay Baden Württemberg. Alles klar.

Und das sind 600 Kilometer. Ja. Krass okay. Ja, ich dachte. Immer. Ich hätte in der Schule ein bisschen aufgepasst, aber für mich waren immer die weitesten Distanzen immer von Hamburg irgendwohin. Es gibt nichts weiteres Weg ist als Hamburg von irgendwas. Ja, hier sagen die Leute, ich bin eine Norddeutsche.

Ich bin zwar eine Norddeutsche, weil ich in Flensburg geboren bin, aber lebe, bin halt aufgewachsen in ja. Bestehe ja. OK, und du hast mir geschrieben vor knapp 2 Wochen, da warst du 137 Tage nüchtern, wenn ich das richtig gesehen habe ne OK. Jetzt sind es halt ein paar mehr. Ich könnte auf Handy gucken, aber sind ein paar mehr. Irgendwie genau.

Also ich sag ja immer die ersten 100 Tage sollte man schon hinter sich haben. Da hab ich auch drauf gewartet. Ja, finde ich gut. Also ich mach ja vorher auch keinen Check. Ja, ist derjenige mit dem ich spreche oder diejenige jetzt wirklich bereit dazu oder nicht? Das muss ja auch nicht immer dann funktionieren ja auch nach 100 Tagen, auch nach 1000 tagen ja die Möglichkeit noch mal irgendwie zurückzufallen. Aber du fühlst dich sehr stabil, wenn ich das so. Richtig, habe ich, hatte so eine persönliche Challenge. Ich wollte erst alle deine Podcasts hören, um die 100 Tage natürlich auch um zu haben und das war jetzt so zum Jahreswechsel, dass ich wirklich dann ganz auf dem aktuellen Stand war und dann den letzten

Podcast gehört hatte, dann ganz aktuell, vorher war es ja immer in der Vergangenheit und dann habe ich so gedacht, jetzt, jetzt könnte ich jetzt könnte ich mir das auch vorstellen, am Anfang meiner Reise. Weise habe ich gedacht, nee, wenn ich da mit Leuten darüber gesprochen habe und so mit meinen Vertrauten, die meinen Weg jetzt auch mitgegangen sind, die da habe ich gedacht, nee, also ich höre mir das gerne an, aber da selber dabei sein, nee, das das war irgendwie gar nicht meins, das ist so gewachsen und ja, jetzt hatte ich so das Gefühl, jetzt ist es soweit. Stark finde ich, finde ich wirklich großartig. Ich finde es natürlich auch großartig, dass du alle Folgen gehört hast.

Meine Güte ist ja inzwischen fast 200 ne, wann hast du in welcher Zeit hast du dir weggebinscht? Ja, ich bin ja im. Ich hatte ja noch mal einen kleinen Aussetzer. Ich bin eigentlich im im Juni angefangen, aber das zählt jetzt zu den Tagen nicht dazu und bin dann in meinem Urlaub noch mal rückfällig geworden im Sommerurlaub und danach habe ich halt den Timer wieder auf 0 gestellt, habe mir dann auch diese App runtergeladen und.

Dann ging es halt noch mal los und ich hatte vorher schon ein paar Podcasts gehört und bin dann weiter im September weiter gestartet und dann jetzt eben bis zum Jahreswechsel. Ja, was war für dich der Grund, den Alkohol wegzulassen? Also beim ersten Mal. Was war der Grund? Mir ging es richtig schlecht, das Ganze war so gekippt, ich habe wirklich viele, viele Jahre getrunken.

Eigentlich ja. Es hat sich natürlich verändert, aber die letzten Jahre, so die letzten 3 Jahre, war es so extrem, dass sich alles nur noch in meinem Leben um den Alkohol gedreht hat. Also ich bin morgens wach geworden und mein erster Gedanke war, was habe ich denn noch zu trinken, da, wo gehe ich heute einkaufen, in welchem Supermarkt war ich gestern was. Ja, es war wirklich mein erster Gedanke am Morgen und ich fand das so erschreckend, dass sich das alles ich habe funktioniert. Ich habe meinen Job gemacht, ich habe mich um alles gekümmert, aber trotzdem war der Alkohol so präsent, natürlich gab es auch ganz viele, viele Morgende, wie es auch schon so viele, viele gesagt haben, wo ich gedacht

habe, heute nicht, heute trinkst du mal nichts und. Du hattest gestern wieder dein Pensum und heute Abend schaffst du das und heute Abend trinkst du nichts und dann war es mittags. Dann war der Nachmittag, dann kam der Feierabend immer näher und dann war dieser Vorsatz wieder gebrochen und ich bin dann doch wieder in den Supermarkt und habe mir meine Flasche Wein gekauft, die ich dann. Auch ziemlich schnell.

Also nicht an allen Abenden, habe ich sofort angefangen zu trinken, wenn ich zu Hause war. Ich mache auch viel Sport, habe auch da zu der Zeit noch Sport gemacht und dann war immer meine Challenge, ich gehe direkt nach meiner Arbeit ins Fitnessstudio, weil ich wusste, wenn ich erst nach Hause gehe, so hänge ich zuerst an der Flasche und. Trinke was und dann schaffe ich es nicht mehr zum Sport. Also musste ich erst zum Sport gehen, um dann das Ganze so nach hinten rauszuschieben.

Das war schon, ja, das hat mich beängstigt und ich habe auch gemerkt, mein Körper macht nicht mehr mit, mein Körper hat nicht mehr mitgemacht, ich habe dann. Auch alles Mögliche gegoogelt sind das Leberschmerzen. Dann habe ich gelesen, eine Leber kann gar nicht Schmerzen, aber ich hatte so einen Druck im Oberbauch, habe nachts viel geschwitzt, bin wach geworden, hatte Panikattacken, es wurde immer mehr, Bluthochdruck habe ich schon lange und nehme da auch schon lange Medikamente, habe das aber nie auf den Alkohol geschoben beziehungsweise mein Hausarzt hatte auch nie 8 Mal am Anfang glaube ich gefragt. Ja, und dann, wie auch so viele andere habe ich das auch beschönigt.

Ja, ich trinke schon mal ein 2 Gläser Wein am Abend, aber nicht regelmäßig und ja, also er hat das auch nie weiter. Ich habe immer gedacht, hoffentlich machen sie keinen Bluttest. Wie lange ist Alkohol im Blut nachweisbar und aber das war beim Hausarzt überhaupt kein Thema, Ich habe dann diese blutdrucksenkenden Medikamente bekommen und. Bin dann auch irgendwie nach einem Jahr noch mal da gewesen und hab dann musste dann noch mal regelmäßig Blutdruck messen und hab dann diesen Aufstieg mitgenommen und dann hat er gesagt, Oh das ist immer noch alles zu hoch. Dann musste ich morgens und abends eine Tablette nehmen und dabei ist es auch geblieben und ich hab es dann auch immer tun nichts vermieden zum Hausarzt zu

gehen um mich so durchchecken zu lassen ich hab. Eine gute Freundin, die hat auch immer gesagt, Oh, sie geht regelmäßig einmal im Jahr und lässt alles checken und alles testen. Und ich habe dann immer so, ach, ich bin so gesund, ich bin so fit, ich mache ja Sport, was soll ich da einmal im Jahr mich testen lassen, das ist Quatsch, ich bin ja gesund, weil ich hatte einfach Angst davor, dass er irgendwie doch was merkt. Ja, und du hast gesagt, du hast gesagt, dass dein Trinkverhalten hat sich natürlich verändert.

Wann hast du denn gemerkt, dass es sich verändert? Ja, soll ich mal einfach von Anfang an anfangen? Wenn das für dich am am Schlausten erscheint, dann machen wir das. Ja, ich glaube, das ist so, wie bin ich zum Alkohol gekommen. Das ist ja auch immer so eine Frage. Also ich bin so mit 1516 bin ich angefangen, abends wegzugehen, wir waren eigentlich offiziell mit einer, mit einer Freundin war ich immer unterwegs.

In einer Disco vom Jugendzentrum sind da aber nie lange geblieben, sind dann immer in die nächstgrößere Stadt getrennt und auch wirklich schon so ins Nachtleben. Damals hieß es ja noch Discotheken, heute sagt man ja Clubs eingetaucht und immer so, auch meine Eltern wussten das, meine Mama wusste das nicht, meine Mama war mit mir alleinerziehend und ja, wir haben dann quasi die Nacht zum Tag gemacht. Ich habe dann auch ein bisschen gemogelt, immer. Ich schlafe bei einer Freundin, ich bin beim Babysitten und ja, und da war immer Alkohol mit im Spiel. Wir mussten uns um in die Welt der Großen einzutauchen, wir waren ja noch relativ jung, das wurde auch nie so kontrolliert am Eingang, wie alt man ist.

Und das waren auch mal so ganz coole Läden, ich war auch so in dieser waver Szene vorher mal ein bisschen Punk und dann? Hat man sich damit den Mut angetrunken und hat sich dann sicher und gut gefühlt und das Gehörte einfach dazu? Also Alkohol hat mich da schon sehr, sehr sicher gemacht damals und hat dann unsere Abende begleitet, aber das war halt immer, wir sind viel weggegangen, es war meistens freitags, samstags, vielleicht noch mal einmal in der Woche, ja dann habe ich mit 18 meinen ersten.

Mann kennengelernt beziehungsweise auch meinen ersten Freund damals meinen ersten richtigen Freund und da war dann so, dass wir auch zusammen weggegangen sind. Wir haben uns beim Trampen kennengelernt, er hat mich beim Trampen mitgenommen und da war ziemlich schnell auch, dass wir, wenn wir abends zusammen weggegangen sind, hat man dann vorgeglüht wurde, eine Flasche Weißherbst gekauft, die im Keller der Eltern versteckt und. Und wenn es dann losging?

Wir konnten dann zu Fuß gehen. Er wohnte in einer größeren Stadt, ich konnte dann auch schon bei ihm übernachten und dann haben wir die Flasche aus dem Keller geholt und dann auf dem Weg dorthin wurde die dann geleert und dann hatte man schon mal einen gewissen Pegel und hat dann gefeiert und hat dann getanzt und dann brauchte man da nicht mehr so viel zu trinken, aber es war immer so, diese Verbindung weggehen und Alkohol, das gehörte immer zusammen zusammengezogen und haben dann.

Ja, irgendwann so mit 2324 gemeinsam entschieden, das ist es nicht mehr so, dieses nur in Diskotheken gehen. Wir wollten auch andere Sachen machen und wir waren damals beide Paten. Und haben uns dann unsere Patenkinder ausgeliehen und mit denen auch so die Wochenenden verbracht. Sind wir dann mal in den Urlaub gefahren nach Norderney und hatten so dieses Family Dasein.

Irgendwie hat uns total Spaß gemacht, ich bin also beruflich mit Kindern unterwegs und ja da ist das Ganze dann von diesem Partyleben ist dann weggekommen und ja wir haben dann so Familie gespielt, geübt und dieser. Dieses Familie war auch in unserem Kopf und dann haben wir mit Mitte 20 dann entschieden, wir wollen Eltern werden und bin dann auch relativ schnell schwanger geworden mit meinem ersten Sohn und da war dann alkoholpassé, also Schwangerschaften, Stillzeit wurde nicht getrunken und. Und ich habe immer so gesagt, es war halt auch so. Ich war 6 Jahre lang ununterbrochen entweder schwanger oder habe gestillt, und das war ja, das war dann so, vorher muss ich noch sagen, nach unserer Partyzeit war dann Alkohol am Wochenende Thema,

also so freitags abends haben wir uns ja eine Flasche Wein gegönnt und dann auch gemeinsam getrunken, aber das war nicht bedenklich. Das war ja, das war auch, denke ich, im normalen Rahmen. In einer Woche wurde nichts getrunken, also da ist das Ganze doch lange nicht gekippt, dann hatten wir die 3 Kinder, haben dann zusammen gemeinsam Haus gebaut, Reihenhaus gekauft und ich habe gemerkt, meine Ehe ist verläuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Wir waren zwar so, als Eltern haben wir funktioniert, aber als Liebespaar. Lange schon. Die letzten 2 Jahre gar nicht mehr und dann ja, ich hatte dann einen Bekannten und viele Vermutungen, die ersten Vermutungen in die Richtung hatte ich schon, als ich meinen zweiten Sohn geboren hatte, also bevor das dritte Kind gezeugt wurde und um es kurz zu machen, ja mein erster Mann, also der Vater meiner Kinder, ist homosexuell und.

Und hat sich dann ja mit viel Druck von mir geoutet und da war meine Kinderheit klein. Meine Tochter war 2, der mittlere war 4 und der älteste war 6 und kam gerade zur Schule, da stand ich dann da mit 3 Kindern, Haus hoch verschuldet, das waren damals noch Zeiten, wo die Zinsen echt hoch waren, hatte zu der Zeit nicht gearbeitet, war gerade eigentlich so in den Sprung, wieder ins Berufsleben zurückzukehren und. Alles brach zusammen.

Ich habe damals gedacht, so was hatte ich von den Filmen gesehen, das gibt es im Film ja, OK, jetzt ist der mein schwul, der ist verheiratet, aber ich habe immer gedacht, das gibt es doch nicht im wirklichen Leben, und wenn es das im wirklichen Leben gibt, dann bitteschön nicht in meinem, das war mein.

Leben also du hast vorher schon geahnt, dass da. Dass er möglicherweise schwul ist. Ja genau, also den ersten Gedanken hatte ich, als ich meinen zweiten Sohn im Krankenhaus, als ich im Krankenhaus war und ihn geboren hatte und da mein Mann dann zu Besuch kam und ich ihn gefragt habe, was hast du denn gestern Abend gemacht und er hat dann erzählt, er wäre bei einem Arbeitskollegen gewesen und ich kannte weder diesen Arbeitskollegen nicht, er hat dann gesagt, er hat gekocht für den. Mein Mann, der sich nicht mal einen Spiegel einbraten konnte, so ungefähr.

Weil ich aber auch immer alles gemacht habe, war irgendwie da. Habe ich so das erste Mal gedacht, EY, und dann ja, es hat dann 1, kam zum anderen, er hat sich dann körperlich auch verändert, er ist zum Sport gegangen, hat auf einmal einen ganz definierten Buddy gehabt, hat andere Klamotten angezogen, sehr körperbetont und wenn ich immer wenn ich ihn darauf angesprochen hatte, hat er gesagt, du.

Deine Fantasie geht mit dir durch. Das ist nicht so und er wollte es auch nicht. Also er hat, er hat mich auch schon geliebt auf eine andere Art und Weise und er wollte auch diese Familie nicht verlieren. Als es dann letztendlich rauskam, war dann so die Sache, dass wir dann noch 5 Monate zusammen waren in dem Haus gemeinsam gelebt haben und dann habe ich gemerkt, nee, ich, ich will noch mal eine Chance haben, glücklich zu werden und.

Mir hat es nicht gereicht, dann mit ihm als so Bruder, Schwester, Beziehung zusammenzuleben. Er hat schon auch dann sein Leben gelebt, er hat es auch schon vorher gelebt, was ich aber nicht gewusst habe. OK, Mhm. Und er hat dann nicht in dem Moment erst angefangen, seinen Neigungen nachzugehen, sondern das hat er auch schon vorher gemacht.

Aber ich habe das nicht gemerkt, er war dann beruflich unterwegs, er war mit Freunden unterwegs und Kumpels und hat immer gesagt, Mensch, hier zu Hause ist nur Family und immer Halli Galli und ich brauche auch mal Zeit für mich, war beruflich sehr eingespannt und ja, ich habe ihn dann gehen lassen und wenn er nach Hause kam. Wenn wir gemeinsam was gemacht haben, dann war er auch immer ganz ausgeglichen.

Dann war er wieder anders und das habe ich dann auch genossen und ich war eh so eingebunden in dieses Mama sein und bin auch total gerne Mama gewesen und habe das dann auch so, dass das nicht so parallel, aber in dem Moment, wo es dann rauskam, was mit ihm ist, weil. War es dann so ein Befreiungsschlag auch? Also dass ich gedacht habe, okay, jetzt sind endlich diese ganzen Vermutungen und dieses ganze Rumgeeiere, was ist mit uns, was ist mit unserer Ehe, war dann klar, und ich wusste jetzt.

Müssen wir irgendwie hier einen Schlussstrich ziehen? Wir wollten als Eltern schon auch noch gemeinsam funktionieren, und das haben wir auch bis zum heutigen Tage, wir hatten nicht immer gute Zeiten, aber wir sind die besten Freunde, also wirklich und haben es auch über die Entfernung, da komme ich später zu, weil wir lebten zusammen in NRW genau und da ich habe mich dann an meinen Freund Alkohol so ein bisschen aus der Jugend und jungen Erwachsenen dann erinnert.

Und ich war oft einfach abends fix und fertig. Ich hab dann auch wieder angefangen zu arbeiten, ich wollte den Kindern ihr Haus, also unser ihr, zu Hause halten. Hatte dann wirklich 4 Jobs parallel, die ich gemacht habe, weil wir finanziell halt noch irgendwie klarkommen mussten. Die Kosten fürs Haus liefen weiter, ich habe dann zwar Unterhalt gekriegt, wir sind auch verheiratet geblieben, um ganz klar diese Steuerklassen zu halten, hatten dann so ein Deal mit dem zweiten Wohnsitz von meinem Mann.

Weil der Arbeitsweg war weiter. Also so haben wir versucht überall Geld rauszupressen, um dass ich mit den Kindern in diesem Haus bleiben kann, aber abends war es dann so. Ja, da habe ich dann auch angefangen regelmäßig zu trinken, aber wenn ich jetzt so ich habe mich auch ein bisschen jetzt auf unser Gespräch vorbereitet, wenn ich jetzt so überlege. Wie oft.

Also da war es absolut noch nicht jeden Tag. Ich habe das dann am Wochenende waren dann auch die Kinder alle 2 Wochen immer von Freitag auf Samstag waren die immer bei ihrem Papa und dann bin ich auch abends mit Freunden losgezogen, da war ich dann damals gerade 30 und da fing dann so mit ü 30 Partys an und ich habe immer gerne getanzt und.

Und dann bin ich halt mit Freundinnen losgezogen und da haben wir dann auch immer vorgeblüht abends wie? Alt waren die Kinder damals. Die waren ja, die waren dann 24 und 6, die waren dann immer von freitags auf samstags bei ihrem Papa jede Woche, weil er hat gesagt, so dieses, was man eigentlich macht, das ganze Wochenende, alle 14 Tage, dieses offizielle Besuchsrecht, das war ihm dann zu viel, er hat auch in einer kleinen Wohnung gewohnt und.

Und ich habe dann, ja, ich bin ja in dem Haus geblieben, und das war für ihn auch voll stressig. Er hatte einen stressigen Job und wir hatten uns dann auch diesen einen Abend pro Woche geeinigt. Wir hatten dann freitags nach Feierabend abgeholt und samstags nachmittags Punkt 15:00 Uhr standen sie bei mir wieder auf der Matte. Ja, Kinder haben dich gar nicht trinken sehen, ne? Nein, die haben mich nicht trinken sehen. Auch abends, wenn ich dann mal, ich weiß gar nicht, was ich da an Mengen getrunken habe, vielleicht 2 Gläser oder so, abends da Wein getrunken habe, dann haben die das nicht mitgekriegt, ich habe das immer erst gemacht, wenn die im Bett waren.

Ja. Genau dann bin ich 2 Jahre lang so Single gewesen, bin halt weggegangen, habe auch eine die ein oder andere Bekanntschaft gemacht und. Ja, da war dann immer, wenn ich dann mal ein Date hatte und jemanden kennengelernt hatte, das war dann meistens auf diesen ü 30 Partys habe ich mir auch ein bisschen gut zu Hause dann vom Gläschen Wein getrunken und dann war auch klar, wenn man dann bei diesem Date war, irgendwo essen gegangen ist, wurde auch immer was getrunken, aber im Rahmen.

Also ich habe mich da nicht abgefüllt, ich hatte dann immer zu Hause einen Babysitter oder meine, die Kinder waren, meine Mama kam und ich bin dann mit dem Fahrrad irgendwo zu einem Date gefahren und. Also die Kinder waren betreut und aber es war nicht leicht. Sobald ich dann erzählt habe, ich habe 3 kleine Kinder, ist das Ganze dann immer ziemlich schnell gekippt, also wenn dann so im Nachtleben war oder dann dann gingen die Jungs an die Theke oder gingen aufs Klo und waren nicht wieder gesehen, also dann.

Das war auch immer so. Ja, meine Last, wer will dich denn noch mit 3 kleinen Kindern? Das war für mich auch immer schwierig auszuhalten, also so jemanden kennenzulernen, das war nicht schwierig. Also ich war glaube ich, auch ganz attraktiv zu der Zeit. Also bist du doch immer noch Marion. Danke.

Ja, also das war fiel mir nicht schwer. Ich war dann auch gelöst, habe mich natürlich auch mit dem Alkohol, den ich dann immer im Blut hatte, lockerer gefühlt und ja, das. Du hast den Kerl nicht vorgemacht, dass du keine Kinder hast, oder? Nein, immer gleich gleich Karten auf die. Freundin gegangen. Ich habe eine gute Freundin gehabt, die auch mit mir gerne weggegangen ist und.

Und die hat immer. Der Ehrspruch war immer Marion Tätowierst dir doch auf die Stirn, ich habe 3 Kinder, sie hat immer gesagt, du machst es falsch, du musst den Typen das nicht gleich auf die Nase binden und ich habe immer gesagt, nee, das gehört zu meinem Leben, meine Kids sind so wichtig, keine Chance, wenn ich irgendwie auf dem One Night Stand, war ich eh nicht aus oder auf was in der Richtung.

Ich wollte jetzt nicht sagen, ich will jetzt sofort einen neuen Papa für meine Kinder. Meine Kinder hatten Vater und der hat das auch gut gemacht, kann ich nicht anders sagen und die Kinder hatten auch ein gutes Verhältnis zu ihrem Papa, aber ja, ich wollte halt jemanden kennenlernen, es musste auch nicht sofort sein, dass wir mit den Kids was zusammen gemacht haben, aber ja, es war klar, mich gab es nur in dieser Kombi meine 3 Kinder und mich. Ja, und wann hast du denn deinen zweiten Mann kennengelernt? Genau, auch auf so einer ü 30 Party Jahre später. Er war der beste Freund von dem Freund meiner Freundin so und er hat mich an der Theke angesprochen mit dem Spruch Ah du bist also die Mary mit den 3

Kindern und dem z 3. Man muss dazu sagen, mein ex Mann, also mein der Vater meiner Kinder, fuhr zu der Zeit. Das war sein großer Lebenstraum und den er sich dann verwirklicht hat, nachdem er sich quasi in. Sein Leben ein bisschen zurückgezogen hatte diesen z 3 zu fahren, und da passten natürlich nicht die 3 Kinder rein und ich forschte derzeit ein Ford Känguru mit Schiebetüren wo man Fahrräder aufrecht reinstellen konnte.

Also das Ideale für mich Familienauto und dann haben wir immer getauscht, also wenn er die Kinder geholt hat hat er den Känguru genommen und ich habe den z 3 gekriegt, ja es war dann auch immer cool damit mal so ein bisschen durch die Gegend zu cruisen. Ja und dieser. Mein späterer zweiter Mann, der Jörg, hatte mich dann angesprochen und ja, das und ist mit mir im Gespräch geblieben, war ein tolles Gespräch, es kam dann zum Austauschen von Telefonnummern und wir hatten dann auch ein erstes Date, ein zweites, ein drittes und kannten uns circa 9 Wochen, da habe ich dann das erste Mal gesagt, wenn du magst stelle ich dir meine Kinder vor. Da war unser unser erstes Treffen ging. Es ging gemeinsam in so ein

Spaßbad und Ey, das war so schön, wir haben ja er hatte, er hatte keine Kinder, seine Schwester hatte 2 Kinder, dadurch war er so ein bisschen erprobt und für mich war er das Naturtalent mit Kindern, er hat Klassen gemacht und. Und die Kinder? Meine Kids haben ihn super angenommen, er ist dann mit denen verrückte rutschen gerutscht und ja, hat ja, es war ein toller Tag, den wir da gemeinsam verbracht hatten und ich habe dann irgendwie gespürt, das könnte was werden und wir sind dann.

Ja, wir haben dann am Wochenende mit den Kindern gemeinsam was unternommen, haben uns natürlich auch abends zu zweit getroffen. Der kam dann vorbei, wenn die Kinder im Bett waren und ja, daraus wurde dann schon auch eine Beziehung, eine gute Beziehung, in der eigentlich am Anfang Alkohol keine Rolle spielte, wenn wir zusammen feiern waren, habe ich schon, auch wenn wir abends weg waren. Was getrunken?

Und wenn man natürlich, wenn man irgendwie Pizza essen war, gab es ein Glas Wein dazu, aber es war alles im Rahmen. Also es gab zwar keinen Abend, kein Weggehen oder kein Event ohne Alkohol, aber es war immer so, ja im normalen Maße sage ich mal. Okay. Ja, und wir kannten uns ein ja, und dann musste er beruflich nach Süddeutschland. Und ich?

Und ja, wir haben uns gerne gemocht und er ist dann gegangen und hat sich eine Wohnung genommen und ist dann aber im ersten halben Jahr jedes Wochenende zu mir hoch gekommen, hat sich ins Auto gesetzt und da war so für uns, ey, das ist wirklich liebe, das ist. Es hat sich gut angefühlt und die Sehnsucht war immer. Wir haben am Anfang dann gesagt, das ist so ein weiter Weg, komme ich einmal im Monat zu dir und aber dann war es immer so donnerstags und so, ich setze mich morgens ins Auto, ich komme und ja, und dann musste er Sonntag halt abends wieder fahren oder er hat sich den Wecker auf 3 04:00 Uhr gestellt und ist die Nacht montags morgens halt gefahren, wir haben dann abends telefoniert.

Handys und E Mails und sowas gab es da noch nicht. Das war dann so das klassische Telefon, Festnetzanschluss ja und dann haben wir, nachdem wir dann ein halbes Jahr das mit dieser Pendelgeschichte gemacht haben, haben wir dann überlegt oder habe ich dann gemeinsam mit ihm überlegt, ich setze jetzt alles auf eine Karte und ich komme mit und habe alle Brücken hinter mir abgebrochen also. Meine Mama war damals gerade Rentnerin geworden. Ich hab ihr die Enkelkinder entzogen, ich hab den Vater der Kinder, seine wöchentlichen Besuche der Kinder entzogen, ja, ich hab ihn schon mit ins Boot geholt und es war. Natürlich nicht leicht für ihn, aber er hat auch gemerkt, es klappt gut mit uns und er hatte

meinen Freund auch kennengelernt und die haben sich auch verstanden. Wir haben dann auch gemeinsam so Kindergeburtstage gefeiert, ich habe auch dann Weihnachten mit beiden Männern unter dem Tannenbaum gesessen und das haben wir so, dieses Patchwork hat für mich war immer ganz wichtig, ich wollte immer, dass das mit den Kindern funktioniert. Kinder nicht darunter leiden und das haben wir auch gut hingekriegt.

Also ich wirklich, das hat gut geklappt, ja, und dann sind wir halt weggezogen, ja, und dann war ich in einer fremden Stadt, die Kinder mussten, dann waren, meine Tochter war damals in der ersten Klasse, der mittlere war in der zweiten und der älteste in der Vierten, das. Wir haben dann erstmal ein Haus gemietet, hatten dann damals das große Glück, dass die Firma meines damaligen Freundes den Umzug und so alles bezahlt hat.

Sind dann mit 2 Lkws und meinem ganzen Hausstand runtergezogen. Ich habe mein mein Haus vermietet, weil ich gedacht habe, jetzt, wir müssen ja erstmal. Üben. Wir hatten zu der Zeit noch nicht zusammengelebt, also er hatte noch nie mit Kindern zusammengelebt. Wir hatten die Wochenenden zusammen verbracht, aber wie Alltag aussieht, ist dann doch noch mal eine andere Hausnummer. Ja.

Und das hat gut geklappt eigentlich. Also ich war zufrieden und jetzt kommt der Alkohol wieder ins Spiel, aber ich war verdammt einsam. Er war beruflich sehr eingespannt, hat auch noch mal einen großen Karrieresprung gemacht durch dieses. Gehen durch dieses Weggehen die Firma in unserer Heimat wurde geschlossen und er hat dann, aber es war der gleiche Mutterkonzern, ja, und da habe ich angefangen abends, ich habe mich dann so in den schwäbischen Wein, sage ich mal, verliebt in die Mischung und. Und habe dann abends angefangen.

Immer wenn ich dann so nach dem Abendbrot die Kinder waren versorgt, ich habe dann mit meinem Freund, wir haben dann abends immer nur zu zweit noch gegessen, die Kinder haben vorher gegessen weil es ein bisschen später war, dann habe ich mir in der Küche halt ein Glas Wein eingeschüttet und dann noch ein zweites Glas und dann gab es zum Essen noch ein Glas und ich bin aber viele die. Jahre glaube ich also.

Wir waren insgesamt 12 Jahre dann hier zusammen, haben dann nach 2 Jahren geheiratet. Ich musste mich erst mal scheiden lassen, aber das war alles so in unserem Deal drin muss gerade mal ein Stück trinken und ich bin dann immer mit so einer Liter Flasche Wein so 3 Tage rausgekommen, das war so mein Pensum, ich habe meistens so am Wochenende meinen Wocheneinkauf gemacht und da waren immer 2 Flaschen Wein drin und es war dann immer. Ja, so meine Entspannung.

Ja. Ja, und dann sind wir ja so war es auch, aber die Menge hat sich gesteigert, dann war es irgendwie, dann bin ich mit einer Flasche 2 Tage ausgekommen und ich wusste auch, ich habe mich so gefreut auf diesen Wein oder eher auf dieses Trinken, das hat mich schon ein bisschen damals auch Angst gemacht. Ja, also wann ging das los am Tag gegen Mittag oder wann? Nein, dass ich was getrunken habe. Aber nein, das Gefühl, dass du dich freust auf den Wein. Ja, das ging ja da noch so nachmittags los. Also da habe ich morgens nicht an, da war ich beschäftigt mit Kids fertig machen zur Schule, ich habe dann selber auch wieder angefangen zu arbeiten, erst nur 2 Tage später waren es 3 Tage und ja hatte.

Meinen Job habe aber so Freundschaften nicht aufgebaut. Auch gemeinsam mit meinem späteren. Wir haben dann geheiratet, ich habe mein Haus dann in der Heimat verkauft, wir haben dann hier gemeinsam ein Haus gekauft und das Familienleben war so komplett und hat sich auch gut angefühlt, aber diese Entspannung abends, das habe ich schon genossen, war schon so dabei, das.

Dann waren wir ja gut 10 Jahre zusammen, haben jetzt gemeinsam gelebt, unser Familienleben gelebt. Dann ist die Firma insolvent gegangen, in der mein Mann dann tätig war und von heute auf morgen ist für ihn eine Welt zusammengebrochen, und er ist ja, ich sage im Nachhinein, er hat Depressionen bekommen, er hat es damals aber nicht wahrhaben wollen, ist auch ich habe.

Ihn versucht zu unterstützen, habe aber sehr doch dann so in meiner Welt gelebt. Ich bin er hat eigentlich kam nicht mehr so aus sich raus und hat dann auch viel gezockt am PC und ich bin ins Fitnessstudio gegangen, habe mit den Kids was gemacht, habe abends meinen Wein getrunken und habe so ich habe immer für mich gesagt du bist Mario, Du bist deines eigenen Glückes Schmied, mach dir dein Leben glücklich.

Gemeinsam kriegen wir es nicht mehr hin. Das Glück zu halten, ja, da wart ihr wie lange zusammen 10. Jahre. Und da hast du schon, also da hast du euch quasi aufgegeben zu dem Zeitpunkt ja. Wir haben immer wieder geredet, aber es kam nichts von ihm. Also ich habe dann auch als die Kinder, die waren dann auch schon in der Pubertät. Hatten dann auch nicht mehr so Lust so sonntags so Familienausflüge zu machen.

Das war weggebrochen. Also das haben wir viele Jahre immer gemacht, dass wir sonntags war immer unser Tag, wo wir dann gemeinsam mit den Kids auf indirekten Tierparks waren, spazieren waren, wandern waren, rodeln waren, was man halt so macht war immer so unser Family Tag und irgendwann wollten die Kids nicht mehr, dann war das öde und langweilig und dann haben sie lieber alleine was gemacht und.

Ja, ich bin dann viel zum Sport gegangen und er saß viel am PC, hat gezockt oder irgendwas anderes gemacht. Ich weiß es nicht, wir haben so nebeneinander her gelebt. Und gearbeitet hat er nicht. Also er ist denn zu dem Zeitpunkt nicht wieder auf die Füße gefallen, hat sich was Neues gesucht. Ja, er hat sich viel beworben und hat aber nicht was Adäquates gefunden.

Er war dann, sage ich mal auf diesem Level, dass er gerne wieder ganz oben im Management einsteigen wollte. Und das hat nicht geklappt. Nicht so in der Region, dass wir hätten wohnen bleiben können. Ich war dann auch so weit, dass ich gesagt habe, ey, dann ziehen wir woanders hin und fange an, deutschlandweit zu suchen, und ich komme mit dir überall hin, also ich habe schon versucht ihm zu vermitteln, wir machen das gemeinsam, aber ich kam nicht mehr an ihn ran.

Und zu der Zeit hat er dann auch über Facebook eine alte Bekannte wieder getroffen und ist dann auch das ist nie so richtig rausgekommen, aber er ist dann zweigleisig gefahren. Er hat dann offiziell seine Eltern besucht, seine Mutter hatte zu der Zeit Brustkrebs und hat immer gesagt, ich will noch viel Zeit mit meiner Mama verbringen und ich habe dann gesagt, du denn fahr übers Wochenende, fahr, mach das.

Aber er war dann nicht nur bei seinen Eltern, sondern er war dann auch bei einer anderen Frau und das kam dann irgendwann raus und dann brach für mich wieder eine Welt zusammen. Ich habe dann auch in diesem Alkohol so ein bisschen Trost gesucht, es wurde dann auch mehr und ich habe dann immer nur gefühlt entspannt, wenn ich abends was getrunken hatte, dann bin ich auch nur noch so. Dann habe ich vielleicht auch schon eine Flasche getrunken und dann ging es auf einmal ganz schnell. Der ist ja von heute auf morgen ausgezogen, da war meine Tochter 17 1921 waren sie da und wir sind dann hier gewesen, er war weg, erst wieder in die Heimat zurück und dann war die Frage, gehe ich auch wieder zurück,

aber meine Kinder sind hier zur Schule gegangen. Hatten schon eine Ausbildung angefangen zu studieren angefangen und meine Kids haben alle 3 gesagt, NÖ, wir wollen hier nicht mehr weg. Ja. Wie hatten hier Freunde, die waren angekommen hier, die waren wirklich angekommen. Ich habe zu der Zeit dann auch schon mehr gearbeitet und dann war die Frage, Puh, was passiert jetzt mit dem Haus mit unserer, da hatte ich wieder diese Angst jetzt. Mein Mann wollte dann auch ziemlich schnell die Scheidung. Ich glaube, nach einem Jahr, nachdem er ausgezogen sind, nachdem er ausgezogen ist, hat er dann auch schon nach der Scheidung verlangt.

Schon nach einem Jahr bei mir ging das damals schneller durch. Ich wollte die nach 4 Wochen. Wir mit dem ersten Mann war ich noch 10. Jahre alt, Eieiei, okay ja, ja. Offiziell ja. Und für mich war das dann schnell nach einem Jahr, weil ich habe gedacht, ja, ach, das können wir doch noch so weiterlaufen lassen und er wollte dann da einen Schlussstrich ziehen und er ist dann auch nachdem er weg war, habe ich ihn anderthalb Jahre gar nicht mehr gesehen. Er nach anderthalb Jahren seine Möbel geholt hat. Und er wollte dann halt auch ganz schnell den Anteil seines Geldes aus dem Haus raus haben und ich musste dann mit der Bank sprechen, dann noch mal meine Arbeitsstunden aufstocken, gucken finanziert mir die Bank

diesen Kredit, den ich dann brauchte, eine ziemlich hohe Summe und stand dann da. Ja, mit einem hohen Kredit, mit Abzahlungen, die ich nur schaffen konnte, mit viel Arbeit und das erste halbe Jahr war grausam, weil ich habe immer noch an unsere Ehe geglaubt, oder ich hatte daran geglaubt und stand jetzt wieder vor einem Schermhaufen und da war Alkohol schon auch weiterhin immer extremer.

Mein Tröster, also ich habe immer nur abends getrunken. Konnte natürlich zu der Zeit, die Kinder waren ja schon groß, die Kinder alleine lassen. Wenn ich dann am Wochenende mit Freundinnen weggegangen bin, waren dann auch weiterhin noch die ü 30 Partys, obwohl ich ja dann schon gut ü 40 war, wurde halt immer dabei was getrunken, ich hatte immer irgendwie mir das so organisiert, dass ich war nie der Fahrer oder die Fahrerin, ich hatte immer so. Machen meine Bekanntschaften, meine Frauenbekanntschaften, die dann gefahren sind, sodass ich was trinken konnte. Ist denn zu der Zeit mal irgendjemandem aufgefallen außer dir, dass du zu viel trinkst?

Nein. Also du hast es ja ganz interessant. Du sagst, du hast unter der Woche getrunken um dich zu entspannen und am Wochenende hast du getrunken um lustig zu sein. Genau. Also hast immer getrunken, ne. Ja, eigentlich habe ich immer getrunken und ich muss dazu sagen, dass ich habe nie einen Kater gehabt.

Ich habe all die Jahre nie einen Kater gehabt, mir ging es morgens gut, jetzt im Vergleich zum nüchtern sein, merke ich mir, geht es natürlich jetzt viel besser. Ja, ich habe zu der Zeit, also ich hatte nie einen dicken Kopf, ich hatte nie Kopfschmerzen, es war nichts, ich habe mich morgens. Vermeintlich gut gefühlt.

Ich konnte arbeiten gehen, ich konnte mich um meine Kids kümmern, die waren ja dann auch schon älter. Aber ja, Haushalt lief, ich habe es sieht immer picobello bei mir aus, die Wäsche war gewaschen, ich habe immer frisch gekocht und die hat immer funktioniert. Das. Das Tragische ist natürlich, wenn man jetzt keine körperlichen Symptome hat, nach dem Alkohol, dann kriegt man auch gar nicht mit, was man dem Körper damit antut in Wirklichkeit oder ist natürlich tragisch.

Ist jemand, der, der dann wirklich körperlich auch leidet, merkt, hey, ich schädige mich hier ne, das hast du nicht, das hat dein Körper dir nicht signalisiert. Erst jetzt am Schluss, wo ich wirklich dachte. Aber da bin ich noch nicht. Dann war ich ja wieder Single, habe ein halbes Jahr getrauert und dann habe ich gedacht, so Meri, jetzt komm mal wieder auf die Füße und habe mich dann an so einer Partnerbörse angemeldet, dann auch ziemlich schnell, ich glaube nach 3 Wochen jemanden kennengelernt, mit dem bin ich dann auch zusammen gekommen und der ist relativ schnell bei mir eingezogen nach 5 Monaten schon.

Es kam dann raus, dass diese Person in der Privatinsolvenz war, was ich nicht wusste. Und ja, und das Verhältnis zwischen ihm und meinen Kindern war miserabel, war miserabel, er war extrem eifersüchtig. Ich habe so oft gesagt, ich stehe dazwischen, ich stehe zwischen meinen Kindern und dir, ich möchte gerne euch zusammenbringen, aber es hat nicht funktioniert. Dann kam auch relativ am Anfang raus. Dass er hat er mir auch erzählt, dass seine Ex Alkoholikerin war und ich dachte, Scheiße, der hat das jetzt, der war, er hat echt aufgepasst, was ich trinke oder wie ich trinke und dann zu dem Zeitpunkt, wo ich mit ihm.

Entschuldigung. Wie ich mit ihm zusammen kam, habe ich angefangen, heimlich zu trinken. Ei. Weil ich merkte da schon, ich muss was trinken, also. Also es war mir schon klar, mich hat es es hat umgeschlagen, der Alkohol hatte mich da echt schon im Griff. Wie lange ist das her? Das ist jetzt her. Insgesamt war ich mit ihm 6 Jahre zusammen, seit 5 Jahren sind wir getrennt, auch schon wieder 10 Jahre. Also das mit der Privatinsolvenz. Das ist natürlich nicht schön, aber. Aber es ist jetzt ja auch kein kein absolutes No Go, oder? Nein, nein, aber ja.

Aber das Schlimmste, das traurige für mich war, dass er mit meinen Kindern nicht klar. Verstehe. Und ich echt da so zwischen den Stühlen stand. Und ja, wenn ich mit ihm alleine war abends oder so hat. Waren wir wir hatten auch. Man muss dazu sagen, Wir hatten ein ein gemeinsames Baby, das war unser Hund, wir haben uns ziemlich schnell, er hat es schon von großen Neufundländern angeschafft und ich bin auch in dieser Hundemamarolle aufgegangen und es hat mir auch Spaß gemacht und das war so unsere Gemeinsamkeit, aber das Familienleben war keine Gemeinsamkeit. Und das hat mich schon, das war schwer und ich habe immer ja im Nachhinein habe ich auch ein ganz schlechtes Gewissen gegenüber meinen Kindern, dass

ich ihnen das so angetan habe. Mein ältester Sohn ist dann ziemlich schnell ausgezogen, ist damals in eine WG gezogen, meine Tochter habe ich, glaube ich, auch mit ihm so ein bisschen aus dem Haus getrieben, die ist dann damals auch ausgezogen, nur der mittlere Sohn, der wohnte noch mit uns zusammen.

Ist natürlich schwierig für jemanden dann. Eine Entscheidung, Zufällen möglicherweise für den Partner oder für die Kinder? Ich finde es irgendwie. Konnte ich auch nicht. Nee, muss ich ja, verstehe ich ja, das ist so eine bescheuerte Situation. Es lief nur nebeneinander her. Und ja, damit ich das.

Ich habe immer damals gedacht, damit ich das überhaupt so verkraften konnte. Musste ich trinken. Ich habe mir mein Leben schön. Getrunken? Ah, noch ein Grund ich. Habe mir mein Leben schön getrunken und da ich vor ihnen nicht trinken konnte, habe ich dann so angefangen. Wir haben einen großen Keller, da habe ich auch so meine Wäsche und meinen Trockner, meine Waschmaschine im Schrank stand dann da meine Flasche Wein oben im Schlafzimmer stand meine Flasche Wein und dann bin ich halt in den Keller gegangen und habe vermeintlich Wäscheaufgang habe ich dann auch und dann habe ich mich halt an der Weinflasche auch bedient und zu der Zeit habe.

Zeit ist es dann auch umgeschwenkt. Ich habe dann nicht mehr aus Gläsern getrunken, sondern ich habe dann, damit es schnell ging, aus der Flasche getrunken. Wow, jetzt wird ja dein Freund damals kein Töffel gewesen sein, der wird ja mitgekriegt haben, wenn du getrunken hast, oder? Also nein, ich glaube, er wollte es nicht wissen.

Also er hat mich eigentlich fast nie drauf angesprochen. Ich habe dann vielleicht auch in der Küche so ein kleines proforma Glas stehen gehabt, während ich dann abends immer für uns gekocht und er hat dann also schon auch. Aber ich, ich meine immer, ich hatte mich so weit im Griff, dass ich konnte auch einiges vertragen, dass er das nicht so, dass er vermeintlich hatte ich dann für ihn ein Glas getrunken hatte, aber schon eine gute halbe Flasche initus.

Hat er dir denn gesagt, dass er nicht will, dass du trinkst oder wie? Wie war? Das, nee, aber er hat immer wieder so abfällige Bemerkungen darüber gemacht. Was hat er gesagt? Wie Schlimmes war, dass seine Ex getrunken hat. Und ja, Alkohol geht gar nicht und aber immer so so negativ irgendwie. Es ist ja auch was Negatives das. Wissen, was soll er machen?

Ja. Aber es war immer so, so eklig, abwertend. Er hat nie gesagt, wenn er gesagt hätte, du, Mary, ich glaube, du hast ein Problem, vielleicht kommen wir doch zusammen raus oder sag doch mal, weil denn wusste er, wenn er das so. Verständnisvoll angesprochen hätte, dann hätte ich gesagt und du weißt, warum ich das mache. Warum klappt das nicht?

Er hat auch meine Kinder nie mit Namen angesprochen, es war für ihn, mein Sohn war der Fauli Bär, meine Tochter war die Schlange und mein ältester Sohn war der Dummi. Eieiei. Immer gesagt, es war so extrem kalt, ich habe. Ich hätte mich schon viel eher daraus befreien sollen, dass ich das überhaupt so lange mitgemacht habe und ertragen habe.

Ich habe immer gesagt, Ey, meine Kinder haben Namen, die habe ich dem bewusst gegeben, die heilen ja, aber wenn er nun mal ein fauli Bär ist, dann kann ich ihn auch nur so nennen. Oh Gott. Ich habe so dazwischen gestanden und dann war. Hast du einen Zeitpunkt, hast du ihn geliebt. Ich weiß nicht, ob das Liebe war. Ja, schon, ich habe dieses, ich war seit ich 18 war, wo ich meinen ersten Mann kennengelernt habe, ich war nie alleine, meine Freundin hat immer gesagt, sie hat das gut mit viel mitgekriegt, ich habe eine Freundin hier, die habe ich auch immer noch, unsere Söhne waren sind auch immer noch gut befreundet, mein mittlerer Sohn und ihr Ältester sind beste Bros.

Beste Kumpels und wir waren zusammen im Elternbeirat, in der Schule und so sind wir zusammen gekommen. Und die hat immer gesagt, Ey schieß dem in die Füße, seh zu, dass du den los wirst. Und da hab ich immer gesagt, ich kann auch nicht alleine sagen, ich schaff das nicht. Jetzt verrate ich dir mal was. Es gibt ja auf der Welt noch mehr Männer, ne als ein der seine Kinder die ganze Zeit beleidigt also. Ja, und das konnte ich mir irgendwie. Ich.

Will nicht sagen, ich war so was diese Männerwelt betrifft, auch ein bisschen geschädigt von meinem ersten Mann, der hat mir auch immer vermittelt, ja er hat mich auch immer so ein bisschen klein gehalten und jetzt weiß ich auch, ich wusste ja dann später auch, warum und wieso, ich war halt eine Frau und er hat sich für Männer interessiert und dann hatte ich so diesen Stempel auch. Wer will dich denn schon mit den 3 Kindern? Das habe ich auch mal so mitgetragen. Also dass ich immer gedacht habe, mit 3 Kids im Schlepptau ist es auch nicht einfach, jemanden zu finden, war auch bei meinen Schwiegereltern, bei meinen zweiten Schwiegereltern, die haben mich nicht an sie rangelassen, ich hatte ihr ihren Sohn weggenommen und dann bringt

er eine Frau mit, die 3 kleine Kids hat, das hatten sie sich nicht für ihren Sohn so vorgestellt. Na super. Obwohl wir denn richtig verheiratet waren mit Hochzeitsfest und allem. Aber die haben mich. Ja, Sie haben mich akzeptiert, aber nicht geliebt oder irgendwie wie eine Schwiegertochter behandelt, wie man hätte, wie man hätte behandelt werden sollen. Also da muss ich wirklich meine erste Schwiegermutter, die hat mich auf Händen getragen, weil endlich hatte ihr Sohn eine Freundin.

Wie lange wart ihr verheiratet? Ich war jeweils mit beiden Männern 12 Jahre verheiratet, war irgendwie meine magische Zahl gewesen. Dann habt ihr euch getrennt und jetzt erzähl mal, wie ging denn das mit dem Alkohol weiter? Ja, wie ging das weiter? Nachdem ich dann mit diesem Freund denn dieses heimlich trinken zelebriert habe, kam dann im fünften Jahr unserer Beziehung raus, dass er zweigleisig fährt und schon seit anderthalb Jahren eine feste Freundin hat. Hä?

Aber ihr wart verheiratet, oder? Nicht, nein, nein, das war ja mein Freund, denn ich war ja denn geschieden. Und hab dann über über diese Dating App diesen Hugh Mann kennengelernt, mit dem ich zusammen gewohnt habe, der meine Kinder nicht mochte. Ach so, ich dachte, den hättest du geheiratet. Nee, nee, den zweiten Mann hatte ich gar nicht, wegen dem ich nach Süddeutschland gezogen bin.

Ach so, ja, Entschuldigung das. War jetzt meine dritte lange. Weile eiei genau durch den Mann. Der auch wieder fremdgegangen ist. Und in dem Moment, wo ich das erfahren habe, habe ich ihn von heute auf morgen vor die Tür gesetzt. Das war so der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, ich war ja eh schon nicht mehr glücklich mit ihm. Betrügerbär Betrügerbär ja.

Und dann sagte er damals, Wo soll ich denn hin? Ja, sag ich zu deiner neuen oder so, mittlerweile ist er mit ihr verheiratet, das habe ich noch mitgekriegt, aber. Habe keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt. Das ist gut. So und ja, und dann ging das wieder ganz schnell. Da kam man Nummer 4. Ich war eine Woche ganz frisch getrennt, bin dann mal wieder tanzen gegangen und habe dann meinen jetzigen Partner kennengelernt. Der mich angesprochen hatte und mich mir seine Visitenkarte gegeben hat, gesagt hat auch würde ich gerne mal, du bist eine tolle Frau, eine interessante Frau würde ich gerne mal zum Essen einladen.

Ich habe gedacht, Oh ich kann hier jetzt wieder, ich bin ja wieder Single und bin mit ihm zum Essen gegangen und ja fühlte sich gut an und dann gab es so ein Date das andere und ja und zum Thema Alkohol. Hat er mich dann zu anderen Sachen gebracht? Also ich habe mit ihm meinen ersten Apropos Spritz getrunken, meinen ersten Gentonic, meinen ersten Wodka und für ihn, er hat mich so in diese Welt des harten Alkohols, sage ich jetzt mal herangeführt, er hat aber nicht gewusst, dass ich ein Problem mit Alkohol hatte, wir haben uns nur am Wochenende gesehen, am Anfang unserer Beziehung auch mal mittwochs und. Und es war dann irgendwie so.

Wenn ich dann bei ihm war. Ich war dann meistens bei ihm, weil bei mir gab es halt dann immer noch meinen Sohn, der bei mir gewohnt hat und bei ihm war ich dann so zu frei, er hatte eine Wohnung, eine nette Wohnung und lebt in der Nachbarstadt und es war dann immer so mein Eintauchen in eine andere Welt und da konnte ich dann so, ja, da waren dann nur wir beide.

Ja und? Mit ihm bin ich dann so an die anderen Sachen gekommen. Wir haben dann griechische Nächte gefeiert, also haben Griechisch gekocht und dabei gab es einen Usu und da habe ich mir dann so Sachen angewöhnt wie ich habe uns in der Küche einen Usu eingegossen, habe dann schnell schon 2 weggekippt, habe dann den offiziellen Usu mit ihm getrunken, hatte dann aber schon 3 intus, habe die Gläser weggeräumt und habe dann noch mal schnell mir was eingeschenkt. Das heißt?

Weil ihr euch nur am Wochenende gesehen habt, hat er nicht gewusst, dass du jeden Tag trinkst oder wusste er? Das. Wusste er, dass du jeden Tag trinkst? Nein, das wusste er erst zu dem Zeitpunkt, als ich bei meinem Zusammenbruch erzählt habe. Also ich habe schon mal vor einem guten Jahr versucht aufzuhören, bin da aber gescheitert, habe gedacht, das kontrolliertes Trinken wäre möglich, da habe ich ihm irgendwann alles gebeichtet. Was hat er dazu gesagt?

War Ralf rocken und hat aber gesagt, das schaffen wir, ich unterstützt dich, hat mich auch gut unterstützt, aber ich hab dann da war irgendwie. Eine kurze Zeit abstinent und habe dann aber ziemlich schnell gedacht, Ah ja, am Wochenende mal ein Gläschen und nur mit dir und ich trinke in der Woche nicht mehr. Ich verspreche dir, ich trinke in der Woche nicht mehr, nur wenn ich bei dir bin und dann haben wir gesagt okay, wir lassen jetzt die harten Sachen weg, wir trinken nur Wein oder einen Sekt, das hat aber nicht lange angehalten, dann stand da doch wie eine Flasche Kuchen.

Wie lange, wie lange hat das funktioniert? Nicht lange, 23 Monate. Und ich habe dann auch dann heimlich wieder meinen Wein in der Woche zu Hause getrunken. Ja. Und habe dann ziemlich schnell gemerkt, ich bin wieder da, voll drin. Aber es lief halt parallel in der Woche der Wein, am Wochenende die anderen Drinks, aber dann gab es zum Essen auch noch mal eine Flasche Wein. Also wir haben dann vorher was weiß ich 23 uzo getrunken oder ich habe 3 uzo getrunken, eher nur einen so als Aperitif, dann haben wir schön gekocht, dann gab es den Wein dann. Dann lief der Abend weiter und ich war auch so ein Austrinker. Das weiß ja auch, ich habe dann irgendwie im Laufe des Abends die Flasche Wein, musste dann

noch weg, die konnte ich daher nicht stehen lassen, obwohl ich gemerkt habe, eigentlich habe ich schon längst genug. Und er dachte, dass du nur am Wochenende trinkst, oder? Ja, genau am Wochenende mit ihm. Und. Und er ist davon ausgegangen, was ja jemand, der jetzt kein Alkoholthema hat, auch denken kann.

Ja, das denken ja die meisten auch die ein Alkoholthema haben, dass man eben nur am Wochenende trinken kann. Genau. Aber hat er denn gewusst, wie wie groß dein Problem zu dem Zeitpunkt schon war? Wahrscheinlich nicht so in dem Maße ne. Nein. Das hast du ihm aber auch, denn wahrscheinlich nicht so auf die Nase gebunden.

Nein, nein, habe ich nicht. Das habe ich nur immer. Also die ganzen Trinksachen habe ich immer nur mit mir selber ausgemacht, ich habe immer nur gedacht, das ist mein Körper, nur ich bin der Rechenschaft schuldig. Am Ende ist es ja auch so, weil du dafür auch allein verantwortlich bist. Das ist schon klar.

Nur ist es natürlich schwierig. Also wie soll dir jemand helfen, der nicht weiß was? Was tatsächlich Phase ist. Ich wollte mir zu dem Zeitpunkt aber auch nicht helfen lassen eben und war so wichtig für mich. Ich konnte mir nicht vorstellen, ohne ich konnte es mir nicht vorstellen, ich habe immer gedacht, ich muss es hinkriegen zu funktionieren. Also den Tag zu schaffen.

Es sind dann langsam angefangen so soziale Sachen zu bröckeln, der Alkohol war mir wichtiger als mich mit meiner Freundin zu treffen, der Alkohol war mir wichtiger als zum Sport zu gehen, da bröckelte dann langsam so diese diese Welt. Ich habe dann gedacht, nee, dann gehst du heute halt nicht ins Fitnessstudio, fahre nach Hause und dann habe ich halt schon um 16:30 Uhr mein erstes, mein erstes.

Ist klar, es gibt. Übrigens ein sehr guter Indikator. Ich hab kürzlich mal wieder so ein Test gemacht. Haben Sie ein Alkoholproblem? Ja nur Spaß und hab das mal so beantwortet wie ich es damals beantwortet hätte, da war mir wieder klar, man kann ja solche Tests so hinmogeln, dass es irgendwie noch OK ist.

Ne so an der Grenze, aber eine Frage ist eben auch, ist ihnen Alkohol manchmal wichtiger als andere Dinge? Das hab ich natürlich immer mit Nein beantwortet, ja. Aber so was wie zum Beispiel? Na ja, ich bleib lieber zu Hause. Ja, und in Klammern trink lieber was. Ja. Als mich mit einer Freundin zu treffen und die Aussage wäre dann gewesen. Na ja, Ach, ich bin heute müde, ich bleib einfach zu Hause. Ja, das hat jetzt nichts mit dem Alkohol zu tun. Ja, aber eine gute Erkenntnis, dass das auch schon. Als Sozialleben eingegriffen hat dann. Ja, ich habe so immer gedacht, der Alkohol war viele Jahre für mich so das Sahnehäubchen, so nach einem erfolgreichen Tag, nach einem geschafften Tag so

das Sahnehäubchen des Tages. Ich trinke was und irgendwann ist das Ganze gekippt und es war der Kaffee, also der Alkohol war der Kaffee selber so das Grundnahrungsmittel was ich brauchte, es war nicht mehr das Topping obendrauf, sondern es war das was für mich. Wichtig war, so wichtig war und hat immer mehr Raum eingenommen. Und ja, ich habe dann auch mit meinem Freund abends oder am Wochenende dann auch nicht mehr viel gemacht. Eigentlich haben wir nur noch Trinkpartys gemacht und waren dann an den anderen Tagen, also dann tagsüber. Ich habe wirklich letzten Winter, wir haben dann. Im Bett gelegen und eine Netflix Serie nach der anderen geguckt und ich fand das dann irgendwie.

Ich habe immer gesagt, ja, warum gehen wir nicht mehr spazieren, warum machen wir nichts mehr, manchmal haben wir samstags nachmittags schon angefangen zu trinken oder ich und war denn eigentlich wir waren morgen shoppen und kamen dann nach Hause Ach das war jetzt so erfolgreicher Shopping Tag lass uns doch mal ein Glas darauf trinken.

Das hast du gesagt, oder hat er das gesagt? Eigentlich wir beide, aber ich glaube, er hat es eher für mich gesagt, weil er wusste, dass ich das so gerne mochte. Aber jetzt muss ich mal fragen, habt ihr, habt ihr euch mal ausgesprochen zu dem Thema jetzt? Jetzt ja okay dann kommen. Wir gleich zu.

Ja, ja, okay, also ihr habt am Wochenende, wenn ihr euch gesehen habt, habt ihr nur gesoffen und faul rumgelegen. Ja, ja, am Schluss, am Anfang nicht. Wir sind jetzt 5 Jahre zusammen gewesen, da haben wir viel gemacht, aber da lief es immer noch so, wir haben abends was getrunken, wir waren morgen, wir waren tagsüber im Freibad, waren im Sommer im See schwimmen und alles gut und ja, das war eigentlich nur so der letzte Winter jetzt also nicht vor einem Jahr, und dann wuchs diese, dass ich das schon immer gemerkt habe, jetzt wird es aber langsam richtig brenzlig und.

Und aber ich konnte mir nicht vorstellen, aufzuhören zu trinken. Was hast du da gemacht, damit du es, damit du denn tatsächlich den ersten Anlauf gemacht hast? Was ist denn passiert? Was ist denn passiert? Das war letzten Sommer im Juni, meine Mama kam für eine Woche zu Besuch und das müsste ich vielleicht auch noch kurz erzählen, also mein leiblicher Vater ist Alkoholiker gewesen.

Und meine Mutter hat sich von ihm getrennt, als ich in der ersten Klasse war. Und wir haben in Flensburg gelebt und meine Mutter ist dann mit mir nach NRW. Sie kam eigentlich aus NRW zurückgegangen und so, mein Vater war für mich immer so, ich nenne es das Alkoholmonster, also immer wenn mir von meinem Vater erzählt worden ist, war es nur, der war immer besoffen und ich habe als Kind aber das nicht mitgekriegt, früher immer regelmäßig besucht in den Ferien und. Aber ja, ich habe mir wurde halt immer von meiner Mama erzählt. Dein Vater trinkt, der hat getrunken, dass es der Grund, warum ich mich von ihm getrennt habe, ja, das war so, ja, das war seine Geschichte, und irgendwann habe ich dann, weil ich auch gemerkt habe, ertrinkt,

da war ich 12, habe ich dann entschieden, ich will ihn nicht mehr besuchen, auch das letzte Mal, wo ich ihn gesehen habe. Ja, ich habe ihn nochmal besucht, einmal mit meinem dritten Lebenspartner, mit dem ich den Hund zusammen hatte, der so böse zu meinen Kindern war. Da hatten wir einen Urlaub in Norwegen mit einem Wohnmobil geplant und sind dann durch Flensburg gefahren und da habe ich dann spontan meinen Vater besucht, das war auch so, da habe ich ihn dann nach vielen Jahren eben das erste Mal wieder gesehen.

Ich habe an der Tür gestanden und habe geklingelt und er. Er hatte gar keinen. Wir hatten gar keinen Kontakt mehr. Er wusste auch nicht, dass er Großvater war, er wusste nichts von seinen 3 Enkelkindern, wow, er hat irgendwann mich gesucht mit dem Detektiv, er wusste, ich wohne in Süddeutschland und ich habe auch einen Brief von ihm gekriegt, er hatte mir in dem Brief dann auch geschrieben, dass er nicht mehr trinkt, aber ich habe das nicht an mich rangelassen, weil ich habe gedacht, mit dem Typ habe ich keinen Vertrag mehr. Aber er hat dir ja eigentlich nichts getan, oder? Ja, er hat in Zeiten meines jungen, erwachsenen Lebens hat er telefonterror betrieben, sage ich mal da es war, als ich mit meinem ersten Mann, Vater meiner

Kinder, zusammen war, hat er mich ganz oft nachts im betrunkenen Zustand angerufen und hat ich mich beschimpft, hat geweint, hat ich weiß nicht, ich musste am nächsten Tag arbeiten, und das war zu der Zeit. Wo man nicht einfach das Telefon ausstellen konnte. Ich habe dann immer so Besetztzeichen gedrückt und den Hörer neben das Telefon gelegt, damit es nicht nachts durchklingelt.

Also er hat über viele Wochen und Monate hat er mich nachts tyrannisiert mit diesen Anrufen, was mir damals von meinem Freund auch super peinlich war, wir haben gerade zusammengewohnt und. Dann habe ich für mich entschieden, ich gehe da nie wieder ran. Ich rede nicht mehr mit ihm und das habe ja, sage ich mal, 15, fast 20 Jahre durchgezogen, bis ich ihn dann da, wo wir auf dem Weg nach Norwegen es jetzt ungefähr 10 Jahre her, besucht habe. Er war wirklich nüchtern, hat zu der Zeit, er hatte vorher erzählt, er hat auch mit Anfang 50 aufgehört zu trinken. Ist glaube ich 70 geworden.

Er ist vor ein paar Jahren verstorben, aber ich habe da bei diesem Besuch meinen Frieden mit ihm gemacht. Also es war auch das Erste, was er gesagt hat, Mario und ich trinke nicht mehr, ich trinke nicht mehr, ich habe ganz, er hat gebrochen gesprochen, weil er hat einen Schlaganfall wohl gehabt, das hat er mir auch gesagt, er hat in ärmlichen Verhältnissen gelebt und ist, glaube ich nie wie er war, mein erfolgreicher Mann, er hat sein eigenes Bauunternehmen, er.

Er hat sich, er hat alles versoffen, sage ich. Warst du auf seiner Beisetzung? Nein, er ist anonym beerdigt worden, auch dann. Ich muss das Erbe ausschlagen, meine Kinder mussten das Erbe ausschlagen, da waren auch nur noch Schulden, er ist nie wieder, er hat am Schluss in der Sozialwohnung gelebt, er ist nie wieder auf die Beine gekommen, also. War mal ein erfolgreicher Mann und ja, der Alkohol hat sein Leben zerstört.

Tragisch. Aber ich habe jetzt in der Zeit, wo ich aufgehört habe zu trinken, habe ich auch irgendwann meiner Mama das erzählt, dass ich nicht mehr trinke bzw sie hat immer. Es war immer so. Vor ihr musste ich immer aufpassen, weil sie hat immer mein ganzes Leben, hat mich dieser Satz begleitet, Pass auf, dass du nicht wirst wie dein Vater.

Du hast diese Gene in dir, hat sie immer gesagt, das ist vererbbar. Du trinkst zu viel, wenn wir so auf Familienfeiern waren. Und ja, seit ich jugendlich bin, hat sie immer, das war eh so ein Damoklesschwert, was über einem schwebt, werd nicht wie dein Vater, der hat sein Leben nicht im Griff gehabt und pass auf, dass dir das nicht auch passiert, deswegen habe ich mich auch meiner Mutter gegenüber nie geoutet. Erst jetzt, vor einem halben Jahr, als ich dann wirklich diesen Schritt gegangen bin, habe ich, habe ich ihr irgendwann am Telefon erzählt, zu Mama, ich trinke nichts mehr, ich will nichts trinken, ich will nie wieder was trinken, da war ich irgendwie 2 Monate oder so nüchtern, und dann hat sie mir gesagt, das war für mich wie

ein Sechser im Lotto. Ja, dein Vater hat das ja auch mal probiert, sage ich wie. Mein Vater hat das auch mal probiert. Ja, der hat mal eine Therapie gemacht, da musst du so 3 oder 4 gewesen sein, der ist zum Arzt gegangen und hat gesagt, er will vom Saufen loskommen und das war zu einer Zeit. Ich habe das dann gegoogelt, ab wann Alkohol als Krankheit, das war irgendwie 1900, ich weiß es jetzt nicht mehr genau, Ende der 60er Anfang der 70er Jahre, dass Alkohol konkret. Dass man das über eine Krankenkasse abrechnen wurde, dass es offiziell als Krankheit.

Anerkannt. Wurde anerkannt wurde und ich habe dann gedacht, Ey, mein Vater ist diesen Schritt gegangen. Damals war alles noch nicht so weit, er war Mann der ersten Stunde, der gesagt sich eingestanden hat, ich bin Alkoholiker, ich will davon wegkommen, ich wollte seine Familie nicht zerstören, das hat mir so gut getan, als mir meine Mutter das vor einem halben Jahr erzählt hat, ich habe nur gedacht, er.

Ey Mama, warum hast du mir das nicht schon viel eher erzählt? Warum hast du mir immer nur die schrecklichen Sachen von meinem Vater erzählt? Weil es war auch immer so, dass mir gesagt wurde, oh, du bist wie dein Vater, du hast auch ganz viele charakterliche Eigenschaften deines Vaters, ich habe die Nase von meinem Vater und ja, also ich.

Man ist ja immer so eine Mischung aus beiden Eltern. Der Genpool mischt da wild was hin und her und lässt daraus Menschen entstehen und da war mein Vater ja auch schon dran beteiligt an mir, an meiner Persönlichkeit seit. 1968 gilt übrigens als krank in Deutschland und. Ich bin 66 geboren und ich muss 34 gewesen sein als.

Und es dauert ja bis dann sowas, auch wenn das 68 anfing. War er für mich so Mann der ersten Stunde? Ja, Wow, stark Marian. Ich würde gerne mal zu dem Buch kommen, wo du denn für dich erkannt hast, ich muss jetzt, ich kann jetzt nichts mehr trinken. Genau das war letztes Jahr im Sommer. Meine Mama war zu Besuch, eine Woche und ich habe dann die ersten 2 Tage heimlich vor. Meiner Mama habe ich auch nichts getrunken und. Und musste dann wieder, weil ich ja dann die hat, hier geschlafen.

Sie war ja dann da und ich konnte, musste dann wieder diesen heimlich Modus mein Trinken im Keller anwenden und habe mich dabei, nachdem ich ja dann jahrelang ganz normal im Haus trinken konnte, mich nur von meinem Sohn so ein bisschen, er wusste das in. Er hat auch gern Bier getrunken und er hat aber nie was dazu gesagt.

Aber ich habe nicht dieses ganz heimliche machen müssen, als meine Mama zu Besuch war, aber schon die ersten 2 Tage und dann und ich hatte eine Woche Urlaub um mich um Zeit für meine Mama zu haben. Man muss sagen, meine Mama hat Parkinson und braucht auch viel Unterstützung. Und ich wollte mir dann auch die Zeit nehmen und habe die ersten 2 Tage dann auch. Ja, ich hatte ja wie gesagt nie einen Kater, aber ich habe dann gedacht, wie mache ich das jetzt heute Abend, ich muss ja noch Wein kaufen, ich habe auch immer nur den Wein gekauft, den ich getrunken habe, da, wenn ich mehr zu Hause hatte, hatte ich auch immer Angst, dass ich mehr trinke. Ja, wie Mogle, wie mogle ich jetzt die Flasche Wein rein und das hat mich so gestresst und.

Und dann habe ich nachts noch bin ich wach geworden und hatte dann wieder Schweißausbrüche, Panikattacken. Mir ging es nicht gut und der Druck war so groß, dass ich dann gesagt habe, ey, ich probiere das noch mal, ich trinke morgen nichts, ich trinke morgen nichts. Montag, sie kamen am Wochenende, Montag, Dienstag habe ich noch getrunken, an dem Mittwoch habe ich dann entschieden, ich trinke nichts, ich kaufe heute keine Flasche Wein.

Das habe ich dann geschafft. Auf einmal habe ich es geschafft. Okay. Bin dann mit meiner Mama nachmittags in eine andere Stadt gegangen und wir wollten also einen kleinen Stadtbummel machen und meine Mutter sagte, machen wir mal Eis essen gehen und ich habe sowas wie Eisbecher Essen, Kuchen essen, Süßigkeiten immer vermieden weil ich wollte ja lieber die Kalorien in Alkohol aufnehmen. Ich habe das was ich essen muss, aber einen Eisbecher. Nö, habe ich jahrelang nicht gegessen. Ja, und dann habe ich wirklich an diesem Nachmittag gesagt, ja, und ich habe vor diesem Eisbecher gesessen und habe gedacht, ja, ich trinke ja heute keinen Alkohol, da kann ich jetzt ja einen Eisbecher essen

und habe gefeiert innerlich, aber ich durfte es mir ja nicht anmerken lassen, aber weißt du, den Tag werde ich wahrscheinlich nie vergessen und diesen Eisbecher, oh Gott, boah, schmeckt der jetzt lecker? Und hatte aber tierisch Angst vor dem Abend und habe aber mit meiner Mama dann zusammengesessen. Wir haben gequatscht, wir haben irgendwie weiß ich gar nicht, ob ihr abends noch, ich habe dann lauter was gekocht und bin abends ins Bett gegangen und am nächsten Morgen wach geworden und habe gedacht, Ey, ich habe nichts getrunken Tag 1 und ich muss dazu sagen, ich habe vorher schon ein paar Wochen durch die Podcasts von der Natalie.

Mich mit dem Thema intensiv auch auseinandergesetzt, aber ich habe diesen ersten Schritt nicht gewagt. Ich hatte tierisch Angst vor diesem ersten Schritt. Warten Sie jetzt mal. Jetzt muss ich mal fragen, was der erste Schritt, ja, aber was was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn man das mal ausprobiert?

Was ist das Schlimmste, was passieren kann, ich? Weiß es nicht. Ich hatte nur Angst. Ich hatte so Angst. Ich habe gedacht, ich fange an zu zittern, obwohl ich ja nie gezittert habe irgendwie. Ich musste auch nichts morgens trinken oder mittags trinken, ich habe immer abends getrunken, ich wusste nicht, ich wusste nicht, was macht das mit meinem Körper, was macht das mit meinem Kopf, ich hatte einfach Angst. Aber es war so schwammig ich, ich habe mich einfach nicht getraut.

Aber ich verstehe das, also ich ja, aber. Aber also ich plädiere dazu, einfach das Mal auszuprobieren. Ja, weil man. An einem Podcast noch nicht diese. Nee, aber weißt du, die Frage, die ich immer stelle, die ich mir auch manchmal Stelle und meinen Klienten stelle, ist ja, wenn du was ausprobierst, was du nicht kennst. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Ja und dann sagen, wenn man denn mal einen Schritt zurück geht, dann sage ich, wenn ich bei mir ist, was das Schlimmste, was passieren kann und.

Okay die Antwort ist dann in der Regel, ich sterbe nicht, ich falle nicht tot um und die Sonne verwandelt sich auch nicht in ein Spiegelei. Also irgendwas wird geschehen, was händelbar ist. Ja und selbst wenn die, wenn der Körper anfängt zu zittern, ja dann ist es so und dann weißt du zumindest verbindlich, dass du nicht nur ein Problem hast, sondern ein ganz, ganz ernstes Problem.

Ja, das wäre das Schlimmste, was passieren kann. Ja, ich weiß, aber ich habe es trotzdem nicht, mich nicht getraut, weil dann wieder abends der Druck so groß war, was trinken zu wollen, dass ich dann. Ich muss jetzt noch was einschieben, das hätte ich fast vergessen, wenn natürlich der der Alkoholkonsum so hoch ist, dass es zu körperlichen Erscheinungen führt.

Ja, und dann den Alkohol weglassen, das kann natürlich fatale Auswirkungen haben, das muss ich jetzt noch mal einschieben als Disclaimer ja, also bei sehr starkem Alkoholkonsum, den einfach wegzulassen, das kann natürlich tödlich enden, aber das ist ein anderes Thema. Ja, das das war ja bei mir nicht.

OK, also du hast den ersten Tag, du hast denn. Einen Tag nichts getrunken. Genau und habe dann im Nachhinein habe ich gedacht, es war so toll, dass ich diese Woche frei hatte diese Woche Urlaub hatte, weil dann konnte ich mich den ganzen Tag immer wieder, ich habe dann angefangen. Zu meiner Mama hab ich gesagt, ich hör Musik, hatte dann Kopfhörer im Ohr.

Sie hat dann auch viel geschlafen und immer irgendwie. Zwischendurch hab ich mich mit dem Thema beschäftigt, hab dann auch schon bei Amazon die ersten Bücher bestellt und auf einmal war denn ja dieses ich will nichts trinken so groß. Dass ich mich dann auch. Ich bin dann abends, habe ich dann zu meiner Mama, ah Mama, ich bin müde, ich gehe schon ins Bett, um mich ins Bett zu legen, Kopfhörer ins Ohr und deine Podcasts zu hören oder natalies Podcast über hab ich dann irgendwann von dir gehört, hab dich dann gegoogelt, hab das dann auch gefunden und es tat so gut es gibt noch andere die das auch machen und. Ich habe mich dann so von Tag zu tag, sie fuhr dann sonntags und dann war ich schon bei Tag 4.

Hatte mir dann diese App runtergeladen, musste dann montags wieder arbeiten gehen und hatte dann aber Angst vor jedem neuen Schritt, den ersten Tag gearbeitet schaffst du es trotzdem heute Abend, das ging das erste Wochenende wieder mit meinem Freund verbracht nachdem ich mit ihm keinen Kontakt hatte während meine Mutter da war. Und dann wieder dieses.

Ich hatte es ihm dann schon gesagt, wir haben jeden Abend, also wir telefonieren immer jeden Abend und haben dann auch da telefoniert und ich habe ihm das alles erzählt und habe dann gesagt, ich ich will das jetzt bei dir am Wochenende auch, ich will es weitermachen, ich will dabei bleiben und dann hat er gesagt, ja jetzt kommst du erstmal sage ich nicht, jetzt komme ich erstmal ich trinke bei dir nichts.

Ja, sehr gut. Und dann hat er gesagt, ja, okay so, und ich war bei ihm. Aber in der Küche stand Wein, er hat so ein Weinregal in seinem Wohnzimmer, im Vitrinenschrank stand noch eine Flasche Wodka und eine Flasche Uso oder irgendwas, ich weiß nicht mehr genau, welche Flaschen und ich habe dann gesagt, Stefan, Ich schaffe das jetzt, aber wenn ich nächstes Wochenende komme, bitte stelle allen Alkohol weg.

Ja, ich will das nicht sehen, dass ich wusste, dann auch schon von diesem Triggern, dass mich das Triggern kann, dieses, dass man ein Quaving haben kann. Also ich habe mich dann schon, sage ich mal, schlau gemacht, mich mit Begrifflichkeiten umgeben, die ich ja vorher gar nicht so kannte, weil ich mich ja auch nie damit befasst habe und mich damit auseinandergesetzt. Habe.

Und so habe ich mich dann von Tag zu Tag gehangelt und. Auf einmal schlief ich gut, besser. Ich habe das Erste, was ich so gefeiert habe, ich schwitze nicht mehr nach. Ja komisch ne. Oh, ich habe so viel geschwitzt. Ich habe, natürlich habe ich ja meine ganze Trinkerkarriere, da sind auch meine Wechseljahre mit reingekommen, aber da bin ich eigentlich schon seit ein paar Jahren mit durch. Und hab aber noch weiter geschwitzt. Hab dann immer gesagt, Ach das sind Spätfolgen der Wechseljahre, hab zwar meine Menstruation nicht mehr, aber ich kann ja trotzdem, mein Hormonhaushalt kann ja trotzdem noch irgendwie so, dass ich wegen dem Alkohol so schwitze, hab ich nicht so, ich hab so geschwitzt, ich hab mir nach. Nachts.

Ich habe meinen Tag nachts ein Handtuch mit ins Bett genommen, um mich abzudecken, das war echt heftig, ich musste ewig das Bett oft neu beziehen und es war so das erste und die erste Nacht ohne Schwitzen yeah ich habe es so gefeiert. Ich habe dann auch angefangen, ein bisschen Tagebuch zu schreiben, weil ich dann auch so Tipps hatte durch Natalie, was ich denn gelesen hatte und aber dafür fehlte mir dann ein bisschen die Zeit, weil ich dann auch ganz intensiv wieder ins Fitnessstudio gegangen bin, jeden Tag.

Ich habe mir jeden Tag bewusst gut gehen lassen, ich habe auch schon immer gerne Sauna gemacht, wir haben einen tollen Saunabereich im Fitnessstudio, aber sonst war immer. Sport machen schnellen Saunagang nach Hause trinken und jetzt war es so, dass ich gedacht habe, ja, ich muss ja nicht mehr nach Hause, um zu trinken. Ich kann mir ja mehr Zeit nehmen, dann habe ich auch noch mal einen Saunagang gemacht, mich in den Ruheraum gelegt, da war ein Podcast gehört, noch einen zweiten Saunagang gemacht, habe ein bisschen geschlummert und kam so richtig entspannt und gechillt nach Hause habe.

Habe dann gleich immer die Kopfhörer ins Ohr gemacht und das war die Zeit wo ich dann deine Podcasts alle gehört habe. Also das war dann so, ich musste mir neue Rituale schaffen, abends zu Tee zu Tee machen, Podcast hören, eine Zigarette rauchen. Also ich rauche, aber ich rauche wenig. Das ist so das nächste, was ich angehen werde. Das gibt es ja auch nicht.

Aber ich hatte dann auch, du kannst nicht auf einmal beides weglassen, ich komme so mit 34 Zigaretten am Tag raus, ich habe immer so Ritual Zigaretten, wenn ich Feierabend habe, dann im Laufe des Abends und noch mal eine Form zum Bettgehen gar nicht, ja, aber. Danach putze ich mir die Zähne. Anderes Thema. Ja, ja, das ist so, ja.

Ja, das habe ich noch so beibehalten. Ich merke überhaupt, dass ich ein Mensch bin, der immer so dieses Gleichbleiben braucht, so wie ich gleichbleibend immer zur gleichen Zeit getrunken habe, muss ich jetzt, das ist auch geblieben, gleichbleibend die Dinge machen. Du weißt ja, dass Veränderung möglich ist.

Ja, du kannst dir eine Veränderung, wenn du sagst, ich muss immer das Gleiche machen, dann musst du auch immer weiter trinken, musst du nicht. Nee, deswegen, das habe ich ja dann auch geschafft, musst du auch nicht immer weiter trinken, oder ich muss zum Sport gehen. Ja, genau. So solche. Aber das muss ich jetzt.

Kommen wir mal bitte kommen wir mal zu deinem zu deinem Rückfall Sommer. Wir waren im Urlaub und dann. Wir waren im Urlaub am Comer See. Ich war auch schon in dieser. Rauschloss glücklich gucken und habe das auch. Ich habe, glaube ich das danach mal gepostet, ich weiß es gar nicht genau, wir sind in den Urlaub gefahren und mir war eigentlich ganz sicher, ich hatte mir ganz viel Tee mitgenommen, wir hatten eine Ferienwohnung zur Selbstversorgung so Tee den man auch im kalten Wasser auflösen kann und hatte auch alles besprochen, wir trinken nicht, das geht gut ich.

Bin bin jetzt, da war ich zu dem Zeitpunkt, ich glaube, es ist gut 2 Monate nüchtern und wir sind dann über einen Splügenpass gefahren und sind diesen Pass, diese Passstraße runtergefahren und irgendwie war dann so, Oh, das war alles so nervenaufreibend und da ja oder was meinst du, sollen wir vielleicht doch nur in diesem Urlaub abends ein Glas Wein, ja.

Ist doch schön. Und dann haben wir wirklich dann schon bevor wir in der Ferienwohnung ankamen, an so einem Laden gehalten und uns eine Flasche Wein gekauft und dann abends auf der Terrasse gesessen, also auf dem Balkon Blick über den Comer See so richtig klassisch alles schön Sonnenuntergang und ein Glas Wein getrunken und dann ja, aber wir trinken es nur so, nur mal abends und wir trinken keine harten Sachen, ich glaube an Tag 3 habe ich schon eine Flasche Grappa gekauft. Weil wir denn gesagt haben, es kam immer von mir aus, nicht von meinem Freund.

Die Italiener, die machen ja so einen guten Grappa und wir haben ja früher auch, wir trinken abends doch noch mal einen Grappa und du glaubst nicht, wie ich dann, ich glaube ab Tag 4 oder so wieder ruck zuck war ich wieder in diesem wir trinken abends einen Grappa und Marion hat sich beim Kochen heimlich während der Freund auf dem Klo war schnell 2 Grappa weggekippt.

Das hatte mich so schnell wieder so schnell wieder, dass ich dann war, der ruckzuck war. Diese diese 07 Flasche Grappa leer, da gab es noch eine Flasche Ramazzotti och. Gott. Also wir waren 2 Wochen in dem Urlaub, also dann noch mal und weinen habe ich irgendwie am 3.4. Tag, das ist ja zu anstrengend jeden Abend hier eine Flasche Wein zu kaufen, wir trinken ja auch zu zweit daraus, da haben wir dann eine Kiste gekauft.

Da musste man unsere Ferienwohnung war oben am Berg und man kam auch nicht mal eben in den Laden. Wir mussten also immer Serpentin runterfahren unten zum See und wenn wir dann am See waren oder was gemacht haben auf dem Rückweg hat man dann noch eingekauft und dass man jetzt nicht jeden Tag einkaufen musste, wir sind ja auch mal essen gegangen, da haben wir dann mal eine Kiste Wein gekauft, da hatte ich ja immer ein paar Tage Ruhe.

Wann kam dir denn in den Sinn, dass dass du jetzt wieder in dem alten Muster bist? Am vorletzten Tag im Urlaub. Ich habe natürlich dann auch, es hat 34 Tage gedauert, habe ich wieder so geschwitzt, bin nachts wach geworden und hatte so eine Panikattacke. Ich weiß, ich weiß jetzt, dass man das, glaube ich, Panikattacke nennt, ich bin einfach wach geworden, war hellwach und hatte tierische Angst. Ich hatte Diener so Angst, dass ich meinen Freund geweckt habe und gesagt habe, ey, mir geht es voll scheiße, mir geht es voll Scheiße.

Ich habe gestern, glaube ich, viel zu viel von diesem Grappa getrunken, vor dem Ramazzotti, ich weiß gar nicht, das war dann der Ramazzotti, die Grappaflasche war schon leer, ich hatte das erste Mal Angst. Ich habe gesagt, ich würde jetzt am liebsten hier aus dem Fenster springen, ich hatte das erste Mal so einen Selbstmordgedanken in meinem Leben.

Eieiei. Alles in mir so zugeschnürt innen drinne. Mein Herz hat sich gefühlt verkrampft und ich habe gesagt EY. Ich muss das ganz schnell wieder fassen. Er bringt mich um, ich bin voll wieder drinnen, er hat das gar nicht gemerkt, ich habe gesagt, ich bin so wieder drinnen, ich hatte dann ganz schnell wieder das so raus, er geht auf Toilette, ich setze mir ganz schnell die Schnapsflasche an den Mund und trinke, er zieht sich, holt sich eine Jacke oben aus dem Schlafzimmer, aber die Wohnung war aber 2 Etagen, ich habe jede jede Chance genutzt. Um schnell was zu trinken.

Und dass er das nicht sieht. Und am Ende des Urlaubs war dir aber klar. Am vorletzten Tag, ich habe gesagt, da war noch einen Tag Urlaub übrig. Ich habe gesagt, wir sind runter gegangen, wir haben die Reste weggeschüttet, also die Küche war unten, das Schlafzimmer war oben und ich habe gesagt ich darf nichts mehr trinken, ich schaffe das nicht, ich schaffe das nicht kontrolliert zu trinken, ich schaffe es nicht. Hat das dein Freund denn nicht gemerkt das so ganz verstehe ich es nicht, ehrlich gesagt.

Er sagt, er hat es nicht gemerkt. Okay, na gut, jetzt ist er nicht da. Können wir nicht fragen. Ja ja, und dann hast du gesagt, jetzt, ich muss wieder, ich kann nicht kontrolliert trinken, ich darf nichts trinken. Genau. Und bin dann nach Hause gekommen und bin dann. Habe dann quasi da weitergemacht, wo ich vom Urlaub aufgehört hatte, wieder diese Rituale mit Tee trinken und Podcast hören und von Tag zu Tag kommen, jeden Tag feiern, wenn ich es geschafft habe, ja. Das macht dich sicher, Marion, dass das nicht wieder passiert. Ich weiß, kontrolliert trinken geht gar nicht. Und also.

Einer meiner tragenden Gründe war auch, ich will noch alt werden, ich will noch Oma werden, ich will noch leben, ich will leben, ich will gesund leben und ich will mich nicht ständig, es hat sich ja alles um Alkohol gedreht, wann trinke ich, wo trinke ich, wie trinke ich und wie besorge ich das, wie entsorge ich die Flaschen, es war so mächtig, dass es alles gestimmt hat, da will ich nie wieder hingehen.

Verstehe mein. Nie wieder. Und jetzt hast du es ja auch mit diesem Podcast öffentlich gemacht. Ja, ja. Das ist gut und machst du. Also es ist immer ein guter Tipp, so etwas verbindlich zu machen, ja für sich selbst, anderen gegenüber. Habe ich auch gemacht. Also ich habe zuerst meinen einen Sohn eingeweiht.

Dann habe ich meinen zweiten Sohn eingeweiht, an meinem Geburtstag. Ich habe Anfang September Geburtstag, es war so mein letztes Kind, also als erstes habe ich natürlich meinen Freund eingeweiht, da habe ich meine Tochter eingeweiht und die ist so ein bisschen ja gesundheitsmäßig war auch mal Vegetarierin und da habe ich so ein bisschen Angst gehabt, wenn ich ihr das erzähle, wie reagiert sie darauf? Und die hat so toll reagiert.

Kai, an meinem Geburtstag habe ich gesagt, habe ich mich hingestellt und habe gesagt, ihr wundert euch vielleicht, warum es keinen Sekt gibt, wir wollten später essen gehen und sonst gab es immer Ritualmäßig zum Anstoßen ein Glas Sekt, wenn man Geburtstag hatte, ich muss euch was verkünden, der Verlobte, der Freund meiner Tochter war auch da, ich trinke nichts mehr und habe da gestanden und dann sagte sie irgendwie klar ich weiß nicht mehr genau, aber ey Mama finde ich voll klasse, wie bist du denn darauf gekommen? Und dann haben wir so an meinem Geburtstag dieses Gespräch darüber geführt, es war einfach zu viel und ich habe ausgetrunken und was und da habt ihr dann später noch mehr erklärt, wir haben dann sie

wohnt 70 Kilometer von hier, also wir sehen uns nicht so oft, aber wir telefonieren dann viel und ich habe ihr dann auch viel erzählt von diesem Weg, den ich jetzt gehe. Habe ihr erzählt, wie viele Bücher ich gelesen habe, dass ich diese Podcasts höre, wie gut es mir damit geht. Ich habe so Gesuchtet nach dieser nach dieser rosaroten Wolke, wie die immer beschrieben wird, und ich will nicht sagen, es war eine Wolke, aber es waren viele kleine Glücksmomente, die ich immer wieder hatte und gehabt habe.

Wo ich gedacht habe, ey, ist das schön, tut es gut. Ich habe morgens viel Energie, ich bin gelassener im Job, ich bin mit viel mehr Energie im Fitnessstudio, ich genieße alles. Viel, viel. Was haben denn deine? Wussten deine Kinder, dass du ein Alkoholproblem hast? Jetzt an Weihnachten habe ich meine Tochter mal gefragt, wie war ich denn früher so für euch und da hat sie gesagt, hören wir mal, du warst eigentlich immer besoffen, da sag ich, das hört sich jetzt so hart an, da dachte ich ja, du warst halt immer lustig und jetzt bist du so tiefgründig, jetzt kann man ganz anders mit dir reden, also ich war immer auf diesem lustigen Level unterwegs, so spaßig also.

Sie haben mich nie in dem Sinne, ich habe nicht gelallt oder ich habe mich nicht daneben benommen. Ich habe nicht getorkelt, ich war aber immer so Angeschickert, nur damit ich angeschickert war, musste ich schon ganz schön viel trinken, aber das wusste ja keiner, das wusste ja nur ich. Ja, das, was manche nach einem Glas Sekt haben, hatte ich dann nach einer Flasche Sekt. Gruselig, oder?

Ach, schon. Also du bist nüchtern und du bleibst nüchtern für den Rest meines Lebens. Ich will das. Sehr gut. Marion finde ich gut, ja, gewöhne dir noch das Rauchen ab, denn. Ja, ist wirklich eine Challenge. Ich fahre meine Tochter hat jetzt tatsächlich zum 1. Januar aufgehört zu rauchen, mein mittlerer Sohn hat es schon von glaube ich einem guten Jahr sein gelassen und ja, meine Tochter, ich fliege mit meiner Tochter im März eine Woche nach Ägypten und. Dann habe ich gesagt, das wäre ja mal eine Maßnahme, dass ich mich da mit einklinke, sage ich, du trinkst mir nichts vor und ich rauche dir nichts vor.

Und ja, da haben wir jetzt am Wochenende noch drüber. Gesprochen, du weißt ja, der beste Tag zum Aufhören ist. Heute. Eben. Bis dann immer. Ja, heute sind wir heute erst nicht morgen, sondern ist heute. Ja, ja. Mit jedem Tag wird es schwieriger, ne. Und ich weiß noch die erste Zeit. Oh, ich hatte so Angst. Vor allem das erste Mal im Supermarkt oder die ersten Male. Ich bin mit einem großen Bogen mit meinem Einkaufswagen um die Wein um den Weingang rum gegangen, ich hatte auch immer gedacht, Oh.

Die Schnapsflaschen an der Kasse, obwohl ich mir dann den Schnaps gekauft habe. Ich konnte gar nicht hingucken, ich habe vor so vielen die Augen zugemacht und habe es so gefeiert, dass ich jetzt beim Einkaufen bin und es mich gar nicht mehr interessiert. Ich stehe dabei, ich gucke dann vielleicht jetzt mal bei den Schokoladen, wo ich sonst nicht geguckt habe, gönn mir mal eine schöne Schokolade, die ich dann ganz bewusst aussuche und wo ich weiß, oh, die schmeckt.

Ist ja auch eine schöne Belohnung. Dann Marion, Wir plappern jetzt schon so lange okay sag mir doch bitte mal, wen du grüßen möchtest. Nee, erst mal sagst du mir mal welchen Tipp du hast für deine Hörerinnen und Hörer. Ja, ich habe mir sogar den Tipp aufgeschrieben. Ich habe mir ja vorhin ein bisschen Gedanken. Gemacht?

Ja, ist gut. Und mein Tipp, Obwohl das kann ich, will ich jetzt gar nicht ablesen. Ich sage es so, ist versuche, wenn du auf diesem Weg bist. Versuche, die kleinen Glücksmomente zu genießen, bewusst wahrzunehmen. Geh durch deinen Tag und wenn es nur die Sonne am Horizont ist oder irgendwas, wo du spürst, ey, das Kitscht mich jetzt das bewusst wahrzunehmen als bewusste Wahrnehmung, das nehme ich jetzt wahr, weil ich nicht mehr trinke. Das hat es ja vorher auch gegeben. Aber es ist so an mir vorbei geglitten und jetzt nehme ich es bewusst wahr.

Und Ups, du bist weg. Hallo, Zeit ist um, du warst weg. Tschuldigung, alles klar. Also jetzt nimmst du es bewusst wahr. Ich nehme es jetzt bewusst wahr und als Tipp nimmst du es bewusst wahr, so meine Metapher ist. Seht jeden Glücksmoment als kleinen Legostein und mit diesen vielen Legosteinen baut ihr zusammen Haus und irgendwann steht das Haus stabil da. Toll, schönes Bild, sehr schön Marion, Danke dafür und wen möchtest du grüßen?

Wen möchte ich grüßen? Auf jeden Fall meine Kids, mein Adna, der wirklich, auch wenn er mit mir zusammen ist, nichts trinkt, der ja meine Kinder und. Meine Freundin, die das gar nicht verstehen konnte, als ich ihr das erzählt habe, die mich jetzt hier im Ländle begleitet. Die ganzen, sage ich mal, letzten 15 Jahre auf jeden Fall, du hast getrunken, ist mir nie aufgefallen und ja, ich habe sie auch heimlich gemacht und ich war der Meister da drin, die Meisterin im Heimlichtrinken und dem Moment, wo ich es ihr gesagt habe, sie hat mich jetzt auch schon. Öfters begleitet und nüchtern.

Ich habe natürlich, ich liebe es jetzt, auf Brause zu tanzen, war das erste Mal ganz aufgeregt. Es gibt hier auch eine Tanzveranstaltung, wo man auch in meinem Alter noch hingehen kann und ja, und es war schon ein bewegender Abend als aber ich nehme die Musik so anders und so bewusst war, man sieht viel mehr um sich rum. Und das ist eine schöne Erfahrung und sie hat mich nie aufgefordert zu trinken.

Warum trinkst du jetzt nichts? Es war klar, Marion trinkt jetzt ein Wasser oder eine Koka, aber kein Alkohol mehr und ja, die möchte ich grüßen und ich möchte auch alle die Grüßen, die auch so mutig waren bei dir im Podcast zu sprechen. Und jetzt sagt man mal zum Schluss, Frage von mir, war es jetzt schlimm mit mir zu sprechen?

Nein, ich weiß nicht. Ich bin gespannt, wenn ich selber höre, mich höre, wie sich das anhört, ob ich mich vielleicht doch zu viel ausgeholt habe oder zu ausschweifend erzählt habe, wie sich das nachher so anhört. Weißt du, das ist ja mein Format, ist ja so, ich lass dich reden, ja, ich habe keinen festen Rahmen, das ist mir wichtig, und wenn das dazu führt, dass du deine Lebensgeschichte erzählst, weil sie dir wichtig ist.

Ja, dann ist das so. Dann ist sie für mich auch wichtig. Ja, das finde ich, das ist entscheidend. Ich gebe dir keine Fragen vor, ja, du kannst, du erzählst, was dir wichtig ist. Ja. So, und dann ist es genau. Für mich gehörte das heißt du meine Alkoholstorm. Ganz genau. So, das ist ja so so mein Leben.

Und wie der Alkohol mich begleitet hat beziehungsweise wie er dann irgendwann so mächtig wurde. Und jetzt kann ich nur sagen, ich feiere es jeden Tag nichts mehr zu trinken und das ist. Toll. Fühlt sich gut an. Ich drücke dir die Daumen, dass es soweit dabei bleibt. Ich bin guter Dinge, ja, du hörst dich sehr hoffnungsvoll an und du hast ja einen Schritt anderen voraus, du bist noch mal richtig auf die Nase gefallen damit und weißt wie schnell das gehen kann.

Ja, das. Habe ich jetzt im Nachhinein auch gedacht. Ein Jahrerseits war ich erschrocken und habe mich dafür so innerlich bestraft. Ey, du warst jetzt schon, jetzt musst du wieder bei Tag 0 anfangen zu zählen, du warst schon so weit, aber letztendlich hat es mir auch gezeigt wie schnell das wieder geht und dass mir das nicht noch mal passieren darf, es geht nicht kontrolliert zu trinken, für mich geht das nicht.

Es geht für die Leute nicht, die ich. Ich sag jetzt mal zu gern trinken ist ja so, ja und ich glaube jeder der das, der ein Thema mit Alkohol hat oder denkt, dass er ein Thema mit Alkohol hat, wenn man sich reinhört, der kommt ganz schnell diese Stimme, ey, dieses kontrollierte trinken, ja. Das geht halt nicht.

Die meisten sind dann austrinker. Ja, das bin ich auch gewesen. Ich konnte doch nie eine Flasche Wein wieder in den Kühlschrank stellen. Ja, mein Freund konnte das immer oder der kann das auch jetzt noch und ich hab ich hab erst meine inneren Frieden wenn das Ding leer ist. Genau, alles Gute für dich, liebe Marion. Ja, vielen Dank.

Wir sehen uns in der Gruppe. Tschüss. Okay, Tschüss. Danke, liebe Marion, für dieses nette Gespräch und nochmal sorry, dass die Folge der Woche zu spät rausgekommen ist. Man soll nichts versprechen, was man denn nicht hält. Versprechen kann ich, dass es in der nächsten Folge in der nächsten Folge auf jeden Fall eine Woche geben wird, das auch und ich verspreche, dass es nächste Woche eine Folge gibt, nämlich mit rené.

Warum kann ich das Versprechen, weil das Gespräch schon stattgefunden hat? Ja, das Gespräch mit den Sober Mamis, das wurde verschoben und das findet jetzt auch statt und zwar mit einer. Einer ist so bei Mami, da weiß ich aber noch nicht genau, wann diese Folge rauskommt. Also noch mal der Appell, der Aufruf zur 200 Folge schick mir deine Grüße, schick mir deine Gedanken zum Thema Alkohol, wie du damit umgehst, was du so denkst und wie das alles so weitergehen soll und dann wird deine Stimme auf jeden Fall gehört, du kannst das auch anonym machen, du kannst dir die Stimme verstellen, du kannst da so ein.

Lustigen Spracheffekt drauflegen, damit man deine Stimme nicht erkennt und du nicht erkannt wirst. Oder du kannst auch mit deiner normalen, lieblichen Stimme einen Gruß hinterlassen. Ich freue mich, mach das, die Telefonnummer habe ich am Anfang der Folge gesagt, Sie steht in den Shownotes und bis zur nächsten Folge denk immer dran, tanzen kann man auch auf Brause.

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