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Shownotes
🎙️ Willkommen im Holy Club, Bischof Philipp!
In dieser besonderen Folge des Holy Club begrüßt Moritz niemand Geringeren als den frisch gewählten Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland: Werner Philipp (emk.de/meldung/werner-philipp-ist-neuer-bischo…).
Was dich erwartet:
✨ Authentische Einblicke in Werners Weg: von der DDR-Scheidungsfamilie über die Taufe mit 15 bis zum Bischofsamt
🔥 Schnelle Entscheidungen bei unseren Holy-Club-Entweder-Oder-Fragen (inkl. Pizza Hawaii & Donald Trump!)
🛠️ Vom Dachdecker zum Bischof – ein Berufungsweg mit Hürden, Hoffnung und Humor
🎵 Musikalische Highlights:
• Werners Lieblingslied: „Schöpfer der ganzen Welt“ Nr. 42 – ein Charles Wesley-Hymnus, der das gesamte Credo besingt → Bonus: Taizé-Gesänge & Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“
• 🌍 Glaube, Wissenschaft & Astronomie – warum Methodist:innen beides lieben dürfen
• 💬 Offene Worte zu Kirchenkrise, Relevanzverlust und strukturellem Stillstand
• 🌱 Ein leidenschaftlicher Aufruf zu gelebtem Glauben, befreitem Denken & tätiger Liebe
🧭 Werner teilt seine Vision einer hoffnungsvollen Kirche, die nicht nur über Veränderungen redet, sondern sie lebt. Eine Folge voller Inspiration – für Haupt- und Ehrenamtliche, Skeptiker:innen und Hoffnungsträger:innen.
🔔 Jetzt reinhören, teilen & Teil der Bewegung werden:
"Die Kirche ist eine Bewegung der Hoffnung." – Werner Philipp
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Music. Welcome, welcome to the Holy Club. My name is, nein, wir hatten schon genug englische Episoden in letzter Zeit, habe ich aus dem Feedback genommen. Heute wird wieder Deutsch gesprochen. Mein Name ist Moritz und ich freue mich auf einen ganz besonderen Gast hier im Holy Club. Der oberste Methodist, sozusagen, könnte man in Deutschland ganz frisch das Zepter übernommen.
Herzlich willkommen, Bischof Werner Philipp. Ja, schönen guten Tag an alle. Richtig schön, dass du dir die Zeit nimmst. Ich kann mir vorstellen, dass dein Terminkalender wahrscheinlich in den letzten Wochen und Monaten noch voller geworden ist, als er davor schon war. Willkommen hier im Holy Club und willkommen in deinem neuen Amt.
Wie waren die letzten Wochen für dich? Die letzten Wochen waren sehr spannend und aufregend zugleich. Ich durfte viele neue Bereiche des bischöflichen Dienstes kennenlernen, auch schon einige Reisen tätigen. Und natürlich war das Büro einzurichten und der Übergang zu gestalten. Aber ja, ich bin gern am Werk hier und freue mich auf die kommende Zeit.
Ja, richtig schön. Wir haben uns auch ganz kurz kennengelernt. Die Zuhörenden wissen das. Ich war bei der außerordentlichen SJK in Herrenberg vor jetzt zwei, drei Wochen und da haben wir ganz kurz die Hand geschüttelt, aber ich war einer von Hunderten. Von daher freue ich mich über das Privileg, jetzt hier als Podcast-Host nochmal ein bisschen näher mit dir ins Gespräch zu kommen, dich kennenzulernen, weil es ist ja schon so, wir sind nicht so eine große Kirche und man kennt sich, aber über die Konferenzgrenzen hinweg gibt es dann doch gar nicht so viele Berührungsprobleme.
Mit allen Methodisten und Methodistinnen. Wie war denn dein erster Eindruck jetzt? Du kommst aus der ostdeutschen jährlichen Konferenz, hast mal in den Süden geguckt. Warst du im Norden auch schon oder kommt das noch auf dich zu? Im Norden war ich noch nicht, das kommt noch auf mich zu. Das wird meine erste jährliche Konferenz sein, in der ich da vorstehe und sie leite.
Ja, ansonsten, ja doch, ich kenne schon auch viele aus dem Süden und dem Osten sowieso. Und ja, an dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich bedanken für alle Glück- und Segenswünsche, die mich erreicht haben. Es gab eine große Resonanz und ich fühle mich wirklich getragen von euch allen und das macht wirklich Spaß und gibt mir Rückenwind für alles, was bevorsteht.
Ja, richtig gut. Ich bin schon auch beeindruckt, so eine Aufgabe anzunehmen, stelle ich mir immer wieder auch wahrscheinlich überfordernd oder sehr fordernd auf jeden Fall vor. Ich hoffe, dass du da Menschen um dich rum hast, die dich da gut ins Amt begleiten und an alle meine Kollegen, Kolleginnen und Konferenzmitglieder aus dem Süden, lasst uns das so einfach und angenehm wie möglich machen, wenn wir uns im Juni dann in Reutlingen treffen.
Werner, wir sind hier per Du, das hast du im Vorfeld gesagt. Das ist vielleicht auch was Besonderes im ökumenischen Bereich, dass wir als MethodistInnen den Bischof duzen. Und wenn wir uns auf der Konferenz dann sehen, dann werde ich dich mit Bischof ansprechen. Und hier bist du einfach als Werner. Wir wollen dich, ja, sei ruhig noch. Also so hat Harald Rück mir das erklärt.
Ich weiß nicht, ob du das auch so fortführst. Jawohl, das führe ich auch so fort. und wir können Gampardou sein und im Kirchenrahmen sprechen wir uns dann eben so an mich vereinbart. Wunderbar. Die Einstiegsfrage hier beim Holy Club ist normalerweise hier dein Lieblingsgesangbuchlied und darauf werden wir auch zu sprechen kommen.
Ich habe mir aber überlegt und mit unserer Instagram-Community abgesprochen, dass wir dich ein bisschen ins kalte Wasser schmeißen. Und zwar bekommst du jetzt ein bisschen symbolisch aufgeladen, zwölf Entweder-Oder-Fragen, wo du ganz schnell dich für eine der beiden Optionen entscheiden musst. Ich gebe dir großzügig, wie ich bin, einen Joker.
Also einmal darfst du dich aus der Affäre ziehen. Und wir schauen mal, wie schnell du dich hier entscheiden kannst. Bist du bereit? Ja, es kann losgehen. Alles klar, dann erstmal eine Holy Club Einstiegsfrage. Herr der Ringe oder Harry Potter? Keines von beiden. Okay, damit hast du bei Damien gerade alle Sympathiepunkte verspielt, aber für mich ist das okay.
John oder Charles Wesley? Charles Wesley. Okay, bist du da eher musikalisch oder wie kommst du dazu? Ja, also die Frage ist natürlich relativ gemeint, aber man kann beide natürlich nicht ausspielen. Der eine hat von dem anderen profitiert und ihn aufgenommen. Aber in der Tat habe ich Methodistische Theologie immer auch als Singentheologie erlebt.
Und von daher sind meine Präferenzen. Und mag ich Charles Wesley sehr. Schön. Abendmahl oder Taufe? Taufe? Auch das sind keine Alternativen. Aber ich habe meine Taufe als Jugendlicher erlebt. Und das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, eine beeindruckende Erfahrung und das Abendmahl feiere ich natürlich auch gern.
Ich kann mir vorstellen, dass wir da später nochmal drauf kommen, wenn wir dich ein bisschen zu deinem Leben befragen. Dann vielleicht eine Frage, die auf jeden Fall nach einer Entscheidung schreit. Pizza mit oder ohne Ananas? Mit Ananas. Pizza Hawaii gehört zu meinen Favoriten. Also ihr Lieben, ihr wisst, was es zum Abendessen geben kann, wenn ihr den Bischof gnädig stimmen wollt. Britzer Hawaii.
Liturgische Kleidung oder Anzug? Anzug. Liturgische Kleidung ist auch selten mal der Fall. Ich war jetzt in den letzten Tagen in Kopenhagen zur Bischofswahl dabei und wir haben den Bischof eingeführt, Knut Refsdal. Und da macht es auch Spaß und Freude mal so ein Gewand zu tragen. Aber ansonsten bin ich gerne im Anzug und etwas Lecher unterwegs.
Und auch im Dienst. Auch im Dienst. Jetzt gerade sind wir ja auch hier nicht ganz hochgeschlossen. Gestaltete Mitte oder kreatives Chaos? Gestaltete Mitte. Da wirst du klassisch unterwegs. Ja. Lieber aus dem Kirchgesangbuch singen oder modernen Worship? Ja, auch das ist so eine Alternative, die sich schwer beantworten lässt.
Könnte man auch auf den Rahmen des Ganzen an. Ich singe gerne auch aus dem Gesangbuch. Und ja, in meiner Andacht nehme ich auch gerne mal die Flöte zur Hand und spiele das andere Lied. Vielleicht kriegen wir zur zweiten Staffel unseren Django mit Flöte vom Bischof. Das wäre doch eine Idee. Engagierst du dich lieber im Begrüßungsdienst oder im Kirchencafé?
Also ich würde mich dann im Kirchencafé engagieren. Beim Begrüßen, da geht es oftmals schnell. Muss nicht, aber man reicht die Hand, man spricht einen guten Satz oder ein Willkommen aus. Aber beim Kirchencafé, da hat man mehr Zeit, auf dem Gespräch zu sein und auch als engagierter Mitarbeiter, Mitarbeiterin kann man sich da mehr austauschen.
Wenn du entspannen willst, Urlaub lieber am Meer oder in den Bergen? Also ich fahre gerne in die Berge, weil ich die Bewegung auch brauche und sie sonst nicht so zahlreich vorkommt bei den vielen Sitzungen und Tagen und Gremien. Also in den Bergen genieße ich es sehr, dann wirklich unterwegs zu sein und straff zu wandern. Ja, sehr schön.
Dann haben wir noch drei Fragen. Jetzt muss ich ein bisschen überlegen. Die sind sehr unterschiedlich. Zuerst mache ich hier noch eine Frage von einem aus unserem Team. Wärst du lieber der geistliche Berater von Donald Trump oder von Wladimir Putin? Ich glaube von Donald Trump. Meinst du, der ist beeinflussbarer? oder? Ich glaube, das ist sehr beeinflussbar und an ihn kommt man vielleicht überhaupt erstmal ran, möglicherweise.
Hinter den eiseren Vorhang, in Anführungsstrichen, von Putin, ich weiß nicht. Und der Tisch ist auch sehr groß bei ihm. Also man müsste schon auch sehr laut sprechen, um ihn überhaupt zu erreichen. Das stimmt natürlich. Okay, aber da hätte ich gedacht, da zückst du den Joker. Cool, dass du da nicht um eine Antwort verlegen bist.
Dann haben wir noch zwei. Dachdecker oder Bischof? Ach Mensch. Ein bisschen habe ich auch recherchiert. Ja, also ich bin lieber Bischof als Dachdecker. Das eine kenne ich ja schon. Also strecke ich mich ganz nach dem aus, was ich noch nicht war bisher. Und das ist der Bischof. Und ja, beides wird seine Vor- und Nachteile haben.
Vielleicht laden wir dich am Ende der Amtszeit nochmal ein und mal schauen, ob die Antwort dann so bleibt. Okay, und letzte Frage. Lieber im K-Gesangbuch Lied Nummer 1, Mein Mund besinge tausendfach, oder 180, Stille Nacht? Die 1 liegt mir leer. Die 1 liegt dir leer. Und man hat da auch im ganzen Jahr mehr Möglichkeiten, das anzustimmen als Stille Nacht.
Dann bist du da ja auch konsistent geblieben, mit deiner Antwort, Charles Wesley zu mögen. Womit wir jetzt bei der regulären Einstiegsfrage wären. Was ist denn dein Lieblingslied, falls es nicht die 1 ist? Also ich habe das Lieblingslied Schöpfer der ganzen Welt auch ein Charles Wesley Lied. Und zwar gefällt mir das Lied deshalb, weil es das ganze Credo umsinkt, also das Bekenntnis zu Gott als Schöpfer zum Mensch gewordenen Sohn, der sich für uns hingibt und uns heil erwirkt hat, und auch der Geistkomfort als Kraft und als Trost für uns Menschen also das singe ich immer sehr gerne und sehr inbrünstig, Schöpfer der ganzen Welt, Das ist doch etwas Wunderbares, was wir an den Anfang unseres Gesprächs stellen
können und was ja auch Ursprung dessen ist, woraus wir schöpfen und wie wir uns wahrscheinlich als Kirche verstehen und in dieser Welt verorten. Also immer wieder mit Bezug zu diesem Schöpfer, der alles durchdringt. Ich muss mich dann doch durchaus auch entscheiden und ringen. Auch Bonhoeffers von Guten Mächten, Wunderbar Geborgen, ist mir ein Lied, was mir sehr, sehr wertvoll ist.
Und fast alle Taizé-Gesänge sind mir auch sehr lieb und wert, weil sie in aller Kürze und doch in aller eingängigen Melodie, unseren Glauben zum Ausdruck bringen und in eine Orfe an Betungen hineinführen, die mir sehr nah ist. Ja, richtig schön. Schön, dass du dir da Gedanken gemacht hast und die Lieder mitgebracht.
Werner, du bist jetzt Bischof und in ein paar Wochen und Monaten werden dich alle Methodisten und Methodistinnen, die so ein bisschen was mit Konferenzen zu tun haben, kennen oder kennenlernen. Wie waren denn deine Ursprünge? Wie bist du denn zum Methodismus dazugekommen? Also ich kam nicht aus einem methodistischen Erdwurst, sondern wuchs als Kind in einer nicht-christlichen Familie sogar auf.
Ich bin in einer Scheidungsfamilie groß geworden und meine Mutter hat dann nochmal geheiratet. Und da sind wir dann nach Beyerfeld, einem kleinen Ort im Erzgebirge, verzogen. Und dort habe ich Kontakt zur methodistischen Gemeinde bekommen. Ein Freund hat mich eingeladen und da bin ich dann dort hängen geblieben und habe dort Christsein überhaupt erlebt.
Es war eine sehr warmherzige Atmosphäre damals dort. Ich bin im Jugendkreis sehr willkommen gewesen und aufgenommen worden. Habe mich dort auch in die Gemeinde selber eingebracht und Brüster-Uncour gespielt und so weiter. Und habe dort meine ersten Schritte im Glauben so vollzogen. Also das war mein erster Kontakt. und wie du siehst, der bleibende Kontakt zur methodistischen Kirche.
Ja, beeindruckend. Das war ja dann damals noch in der DDR, nehme ich mal an. Ja. Hatte das dann auch direkt Konsequenzen so auf dein ganzes Leben? Also so dieses Christwerden, Methodistwerden von Taufe hast du vorhin schon mal gesprochen. Also scheint ja eine bewusste Entscheidung auch gewesen zu sein.
Kannst du das mal so skizzieren, was da alles dran hing? Genau. Also zum einen habe ich doch erstmal eine persönliche Gottesbeziehung aufbauen können. Ich habe ja gerade gesagt, dass ich in einer Scheibungsfamilie groß wurde und der Aspekt, dass Gott mir Vater wurde, das war mir irgendwie ganz wichtig und wertvoll.
Die Suche nach dem Vater hat also dann in den christlichen Glauben hineingemündet, wo ich mich dann geborgen gefühlt habe. Es war tatsächlich so, dass das auch Konsequenzen hatte. Also wir mussten damals dann auch durchaus Erfahrungen der Benachteiligung machen. Ich bin da in der Schulklasse und auch in der Schule durchaus immer kritisch angefragt worden, auf dieses Christsein hin, obwohl es in unserer Klasse durchaus einige gab, die sich zu Gemeinden im Ort und darüber nach was gehalten haben.
Aber beeinflusst war davon alles, was auch mit Studium und Berufswahl verbunden war. Damals kam gerade auf Schadde zu Pflüschern, dieser Aufnäher. Und ich wurde zur Direktorin zitiert und man hat mir gesagt, also wenn ich das nicht abnehme, dann dürfte ich nicht auf die erweiterte Oberschule gehen. Das war der Ort damals, wo das Abitur abgelegt wurde.
Und so kam es dann auch. Ich blieb da standhaft. Aber hatte eben diesen Nachteil, dass ich nicht das Abitur ablegen konnte und studieren konnte an der Universität. Sondern wie es die Kirche dann eben damals möglich machte, erst einen Beruf erlernt habe. Und da hatte das Wort Dachdecker wahrscheinlich für uns angespielt.
Ich wurde Dachdecker und bin dann ins Theologische Seminar nach Bad Lossel-Ausnitz eingetreten. Ja, das waren so Erfahrungen, die waren durchaus nicht ganz ohne, indem man den Weg junger Menschen eben verbaute, wenn sie sich zum Kassinen-Glauben bekannten. Die andere Seite war, der Raum der Kirche damals war eben auch so der einzige Raum, wo man mal frei denken und offen sprechen konnte.
Und das war nun wiederum ein Vorteil, den ich nicht missen mochte, dass mir Kirche damals eben auch einen Raum eröffnet hat, wo man jenseits dieser gesellschaftlichen Zwänge und politischen Zwänge, sich doch mal ein Stück entfalten, informieren und austauschen konnte. War ja auch jenseits der Methodistischen Kirche ein wichtiger Raum, wo gesellschaftliche Veränderung ja auch vorangebracht wurde.
Also so die Montagsdemonstrationen. Wir wollen jetzt keine Kirche in der DDR-Podcast machen. Wie hast du dann die Wendezeit erlebt? Ich überlege gerade, du bist Jahrgang 67, oder? Ja, da war ich jetzt 22 Jahre alt und war Student in Bad Kloster-Lausnitz, unserem Theologischen Seminar in der ehemaligen DDR.
Ja, und das war tatsächlich eine ganz spannende Zeit. Es gab sowohl Demonstrationen und Versammlungen, die den Wandel thematisierten vor Ort in Baden-Württemberg selber, aber ich erinnere mich auch, wie wir als Studenten nach Leipzig gefahren sind und dort mitdemonstriert haben. Und ich meine, ich war mit bei der zweiten großen Demonstration in Leipzig dabei, wo wirklich hunderttausend Menschen da im Ring liefen und eben riefen, keine Gewalt und so weiter.
Und das war also sehr beeindruckend für jemanden, der sowas wie Demonstrationsfreiheit vorher nie erlebt hat. Oder wir sind das Volk, dann später wir sind ein Volk. Das waren also Erlebnisse, wo Menschen mit Kerzen und Gebeten tatsächlich ein ganzes System zu Fall brachten. Von daher ist mir der geschichtsmächtige Gott sehr augenscheinlich damals geworden.
Und ich halte so gut wie für nichts unmöglich in dieser Welt, wo Menschen beten und demonstrieren oder auch Kerzen anzünden. Ja, das war eine geschichtsträchtige Stunde. Das spricht mich schon auf verschiedenen Ebenen an. Ich bin ja jetzt seit ein paar Jahren selbst Pastor und ich nehme junge Menschen und auch mich selbst immer wieder so wahr, dass die Welt ganz schön viele Fragezeichen stellt und so die Zukunftsperspektive, egal ob es jetzt Klimawandel ist oder die großen geopolitischen Themen, Krieg und Frieden, dass die Aussichten echt schlecht sind.
Und jetzt nehme ich bei dir oder bei manchen erfahreneren Menschen durchaus manchmal, wenn es gut läuft, eine hoffnungsvolle Gelassenheit und die sagen dann, ja, das war früher auch so mit Kalten Krieg und atomarer Bedrohung oder Leben in der DDR, da hätte man sich die Wende auch nicht vorstellen können.
Und dann kommt wieder was. Was gibt dir Hoffnung in der heutigen Zeit? Ist es dieser geschichtsmächtige Gott, an den du glaubst, den du erlebt hast? Ist es deine Erfahrung in dieser Welt, die einfach schon ein bisschen mehr ist als meine jetzt? Oder ist es nochmal was ganz anderes? Ja, tatsächlich. Der christliche Glaube hat mir eine tiefe Hoffnung auch für die Größe und Zusammenhänge gegeben. Du sprachst nochmal den äußeren Vorgang an, die DDR-Zeit und auch wie sich die großen Lager gegenüberstanden.
Durchaus auch in der Gefahr, einen weiteren großen Krieg auszulösen. Und immer an die Sirene ging, erinnere ich mich, bin ich wirklich zusammengeschrocken, zusammengezuckt, weil ich dachte, jetzt geht irgendein Krieg los. Und bis ich mir wirklich bewusst gemacht habe, dass wenn ich das glauben darf, was in der Bibel steht, dass Gott auf die liebende Vollendung nicht nur des Menschen, sondern auch der ganzen Schöpfung aus ist, dass dieser Krieg dann doch nicht stattfinden könnte.
Und das war so ganz tief in mir dann diese Hoffnung und das tiefe Vertrauen, dass am Ende doch die Liebe und der Frieden siegt und dass es nicht zu diesem Krieg kommt. Und ich weiß, das ist alles sehr, auch heutzutage wackelig und immer wieder in der Gefahr. Und wir sehen ja, dass weitere Kriege aussprechen.
Aber dass Gott am Ende unsere Welt so erhält und führt, dass es auch zu dieser Vollendung kommen kann, das war mir tatsächlich immer ganz wichtig und Grund meiner Hoffnung. Ja, also ich hoffe, dass wir noch viele solcher Wendungen erleben oder dass die Liebe auf welche Weise auch immer an ihr Ziel kommt.
Ich finde es manchmal wirklich nicht so einfach. Also sowohl im pastoralen als auch im persönlichen Leben oder wenn man so in die Geschichte guckt, gibt es ja, also ohne das jetzt zu vergleichen, aber noch dunklere Kapitel auch. Und je nachdem, wo man zu welcher Zeit lebt, ist es, glaube ich, nicht so leicht, daran festzuhalten.
Und gleichzeitig denke ich, als Kirche ist es die Aufgabe, da irgendwie mitzuarbeiten. Also diese Liebe, diese Hoffnung zu verbreiten und das geht, glaube ich, am besten, indem man sie lebt, indem man das miteinander einübt. Also Hoffnung ist was, was man tut, schon so ein bisschen. Hatte das damals so einen direkten Zusammenhang, also deine Spiritualität, dein Glaube mit diesem Engagement?
Auf alle Fälle. Also ich habe auch schon damals nicht Glaube und Beten als Alternative dazu gesehen, sich auch zu engagieren. War auch in bestimmten Friedensgruppen aktiv oder eben, wo wir diese Aufnäher hatten, statt zur Flugscharen und uns versammelt haben. Dann auch in der Wendezeit friedlich demonstriert haben, dass eben durch das offene Aussprechen von Wahrheit und dem, was Unrecht war, dass wir tatsächlich uns auch da eingesetzt haben. Und das ist auch heute wichtig.
Ich denke, dass Gott nicht ohne uns, sondern mit uns diese Welt eben zum Guten verändern will. Und ich glaube, das ist ja auch so ein Spezifikum für Methodismus, dass er nicht sagt, Gott tut alles und alles in seiner Gnade, Barmherzigkeit gelegen, Amen. Sondern, dass es heißt, Gott ist auf die Gnade aus, auf den Frieden, aber will genau uns dazu berufen und gewinnen, dass wir das Unsere dazu beitragen und uns dafür auch einsetzen.
Wie ist so dein Weg da rein? Also wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wachse da auf, Scheidungsfamilie, komme im Christentum irgendwie in Kontakt, ziehe da eine Stärke raus, trage Konsequenzen, muss dann einen ganz schönen Umweg gehen. Hast du früh so einen pastoralen Ruf gespürt, dass du dann gesagt hast, okay, du bleibst nicht beim Dachdecken, sondern bildest dich und beißt dich da durch? So ein Theologiestudium weiß ich, ist ja auch nicht so ohne.
Wie kam es dazu? Ja, bei mir war es tatsächlich so, dass das Christwerden auch sofort diesen Ruf hörbar machte, in den Verkündigungsdienst zu gehen. Also selbst den Dachdeckerberuf zu erlernen war ein gewollter Zwischenschritt, aber ich wusste, da bleibe ich nicht. Ich war dann auch noch anschließend in einem Pflegeheim tätig, in der Übergangszeit.
Und mir war von vornherein klar, wenn ich Christ geworden bin, dann möchte mich Gott auch in den Verkündigungsdienst rufen und von daher war das eine innere Stimme, die ich da vernommen habe und auch so eine Sehnsucht, wirklich für Gott in dieser Welt zu dienen, und das andere war natürlich dann auch den Ruf der Geschwister ringsum zu hören, ob denn diese Berufung echt ist oder auch sich als wahr erweist.
Und das habe ich dann in der Gemeinde erlebt und dann braucht man ja die ganzen Zustimmungen auch in verschiedenen Gremien. Und dann bin ich zunächst ins Vorpraktikum gegangen, im Vogtland, in Netschkau. Da war mein Vorpraktikumsort. Dann ging es weiter zum Studium. Und ja, ich habe so all diese Berufungs- und Studiumswege gegangen, die dazu nötig sind.
Hast du in der Zeit auch über andere Kirchen oder christliche Optionen nachgedacht oder war das immer Methodismus, das hat gepasst von Anfang an? Methodismus hat von Anfang an gepasst. Und dann frage ich direkt weiter, was ist es, was dich daran fasziniert oder so trägt durch all die Jahre, so spezifisch am Methodismus?
Ja, das Spezifische ist tatsächlich erstmal, dass ein Methodist jemand ist, der sich danach ausstreckt, was mit Gott zu erfahren oder zu erleben. Also ich denke, so ein praktisches Christsein ist ihm ganz eigen. Das ist nicht nur ein Kopfwissen oder ein Bekenntnis, sondern tatsächlich ein Leben mit Gott, mit Jesus Christus.
Vielleicht so ähnlich, wie es dann später der katholische Theologe Karl Rahner mal formuliert hat. Und der Christ der Zukunft ist ein Mystiker, einer, der was mit Gott erlebt hat oder erfahren hat. Und tatsächlich ist das etwas, was mich zeitlebens auch getragen und gehalten hat. Nicht nur ein Buchwissen oder ein erlerntes Bekenntnis, sondern die Sehnsucht, Gott zu begegnen und ihn tatsächlich auch zu erfahren.
Das Zweite ist tatsächlich der soziale Aspekt. Also Methodismus ist ein Glaube, ein christlicher Glaube, der die Gemeinschaft sehr betont und auch das gemeinschaftliche Leben, und zwar nicht nur in der eigenen Gemeinschaft, sondern darüber hinaus. Und dass er so praktisch wurde und wird, das ist mir auch ein wichtiges Anliegen und ist mir sehr wertvoll.
Und dann gibt es noch einen Aspekt, der ist auch seit meiner Jugend da. Also Methodismus war immer auch Glaube der Aufklärung und damit Aufklärung verbunden war. Und ich war von Anfang an naturwissenschaftlich interessiert. Und insbesondere die Astronomie hat es mir sehr angetan, die Sterbenkunde. Und das wollte ich immer irgendwie verbinden. In DDR-Zeiten wurde nämlich immer in der Schule behauptet, Glaube und Denken oder Glaube und Wissenschaft und Naturwissenschaft würde sich ausschließen.
Und da war ich dann immer schon von Anfang an auf der Spur, das irgendwie auch zu verbinden, weil ich gefühlt habe zunächst und dann später auch, denke ich, gewusst habe, dass diese Alternative nicht stimmt, dass sich beides ausschließt. Ich habe dann auch in meinem späteren Studium am Wesley-Seminar in Washington die MINT-Arbeit geschrieben über Astronomie und Glaube.
Und den Dialog der Wissenschaften. Und das war sehr inspirierend. Und das schätze ich am Meldismus, dass er sich dem Wissen nicht verweigert, sondern dass er genau diese Synthese herstellen will zwischen Glaube und Wissen oder Glaube und Wissenschaft und diesem Dialog förderlich ist. Denn ich meine, auch heute erreichen wir nur die Menschen, wenn wir auf dem Stand der Zeit sind, auch der Forschung sind und auch unser Weltbild entsprechend updaten.
Sonst werden wir unverständlich für die Leute um uns herum. Das ist sicherlich eine große Aufgabe in so beschleunigten Zeiten und wo es gar nicht so einfach ist rauszufiltern, welcher Stimme kann ich denn jetzt vertrauen und wer hat die Deutungshoheit dessen, was Wirklichkeit ist. Also das sind ja schon ganz neue Herausforderungen.
Aber du hast schon recht, ich glaube so Methodismus am Anfang war ja durchaus auch eine Bildungsbewegung und John Wesley war ja durchaus da auch aktiv und hat ja auch Geld verdient mit Bildungsliteratur. Das hat er dann wieder für andere Zwecke, also für die Menschen eingesetzt. Von daher bist du da nah dran an unserem Gründer mit so deiner Geschichte.
Ich denke, da haben wir heute auch wirklich wieder eine Stimme, gerade in Zeiten, wo ja einige wieder versuchen wollen, auch das wissenschaftliche Denken in Frage zu stellen und meinen, man könne Fakten auch alternativ beschreiben. Und ja, da könnten wir durchaus auch unser Gredo bringen und sagen, nein, das hat sein Recht und sein Wert und das Ganze ist auch vom Glauben her mittragbar.
Du hast bei deinem ersten Aspekt, da will ich noch mal kurz zurück, gesagt, dass Erfahrung und das gelebte Leben so ein wichtiger Faktor ist. Und ganz am Anfang hast du gesagt, die Taufe war für dich so eine einschneidende Erfahrung. Magst du davon noch erzählen, wann und wo und wie wurdest du getauft, sodass du dich heute noch so lebhaft daran erinnern kannst?
Ja, ich wurde, ich glaube, mit 15 Jahren getauft. Und es war wirklich der Schritt, der auch einen gewissen Weg hin zum Glauben erstmal kennen zum Abschluss brachte und natürlich einen weiteren Weg eröffnet hat. Also kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt. Und die Gemeinde damals, die war sehr, die war mir sehr wichtig und wertvoll.
Die hat mich da wirklich getragen auf diesem Weg und geleitet und begleitet auf diesem Weg. Ich bin deshalb nicht einer, der sagt, man könne auch nicht als Kleinkind irgendwie getauft werden. Das ist vollkommen in Ordnung für mich. Man muss sowieso dann auch in seiner Taufe leben und sie auch bewähren.
Insofern ist der Zeitpunkt jetzt nicht von letzter Wichtigkeit. Aber ich muss schon sagen, dass damals auch vor dieser Gemeinde das Bekenntnis abzulegen und dann auch Glied der Kirche zu werden, das war für mich ein ganz wichtiger Schritt. Der mir tief in Erinnerung bleibt und mich bestärkt war da. Die Möglichkeit gibt es ja im Methodismus auch für die, die als Kind getauft wurden.
Da hängt ja nicht dann automatisch die Kirchengliedschaft dran, sondern da gibt es dann im religionsmündigen Alter eben noch die Gliederaufnahme. Ich weiß noch, wir haben ja jetzt, meine Frau und ich, eine Tochter, die in zwei Wochen ein Jahr alt wird und die haben wir letztes Jahr getauft und das waren tatsächlich so die Überlegungen natürlich.
Und wie machst du das jetzt als Pastor? Machst du da eine Segnung, weil du betonen willst, dass das Kind sich später selbst mal entscheiden soll zu taufen? Sondern war mir der theologische Aspekt des Jahres Gottes zu meiner Tochter eben das, was ich da betonen und zeigen wollte auch, aber kann genauso gut verstehen, wenn man sich da für Segnungen entscheidet.
Und bei uns in Metzingen haben wir immer beide Alternativen. Also das kommt ein bisschen auf die Eltern drauf an, oder was heißt ein bisschen, das kommt ganz auf die Eltern drauf an, was sie dann für ihre Kinder wünschen und feiern wollen. Genau, beide Formen des Taubens haben ihre Berechtigung. Wir haben es unseren Kindern freigestellt und auch das ist in Ordnung.
Wie gesagt, in der Taufe zu leben und sich immer wieder zu erinnern und sie zu vergegenwärtigen, ist dann mindestens genauso wichtig, als der Fakt, getauft worden zu sein. Ich finde es auch spannend, dass ich als Pastor oder du dann auch als Pastor ja auch andere Menschen, Kinder wie Erwachsene vermutlich taufen durftest und da im Glauben begleitet.
Was waren denn so die Aspekte des pastoralen Dienstes, die dir am meisten Spaß gemacht haben? Also am meisten Spaß gemacht hat man tatsächlich das Verkündigen am Sonntag auf der Kanzel, muss ich sagen. Da habe ich auch viel Resonanz bekommen und viel Austausch angeregt auch. Und das Arbeiten mit verschiedenen Gruppen und Kreisen, das hat mich auch sehr bereichert.
Insofern bedauere ich etwas meiner heutigen jüngeren Kollegen, wo manchmal diese Vielfalt an Gruppen und Kreisen ja gar nicht mehr da ist in den Gemeinden. Wo nur bestimmte Altersgruppen noch präsent sind. Damals war das vielleicht noch eine größere Breite da. Wo die Kinder klein waren bei uns, war dann auch mehr Kinderarbeit und spürte Jugendarbeit, auch so mein Terrain.
Man hat also da auch lebensgeschichtlich meiste Schwerpunkte. Und ich war auch von Anfang an tätig in Arbeit mit sozial schwachen Menschen. Also in der Alkoholikerarbeit, in der Suchtkrankenarbeit. Also das war mir auch immer so eine wichtige Arbeit, wo ich erlebe, wie Menschen frei werden oder wie sie befähigt worden sind zum Leben.
Selterweise kam vielleicht auch jemand zum Glauben, aber das war auch nicht die erste Absicht, sondern Menschen Glaubens- und Lebenshilfe zu geben. Das war mir sehr wichtig. Okay, also das sind wahrscheinlich dann auch Aspekte, die du jetzt vielleicht vermissen wirst. Als Bischof hat man ja doch ein bisschen andere Aufgabenbereiche.
Welche Sachen oder welche Aspekte der Gemeindearbeit sind dann so, dass du sagst, es ist gut, dass du die nicht mehr machen musst? Die ich nicht mehr machen muss? Ich weiß ja nicht, was noch als Bischof auf mich zukommt. Und manches ist einfach nur auf anderer Ebene da, ähnlich wie in der Gemeinde. Wir sind ja auch in unseren Gruppen und Kreisen und Gremiengemeinde oder Kirche.
Ja, ich kann jetzt gar nicht so recht sagen, was mir da nur gar nicht gefallen hat. Es waren vielleicht durchaus gewisse Konflikte zu bewältigen, aber das mutmaßig mal wird mir auch als Bischof nicht erspart bleiben. Ein gewisses Übermaß an Administration, aber auch das ist mir als Bischof nicht erspart, habe ich schon mitbekommen.
Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Eben, eben. Aber. Genau, die inhaltliche Arbeit, das war mir schon immer richtig und denke, ich setze dich auch als Bischof fort. Es kommt immer darauf an, welche Schwerpunkte man selber auch setzen will. Man ist zwar auch in gewissen Sachzwängen, aber man kann Dinge so oder so betreiben.
Und dass ich jetzt sagen würde, das kann ich jetzt ablegen aus der Gemeindearbeit, das ist mir eigentlich gar nicht so nahe. Ich war ja vorher auch superendent. Da wollte ich gerade hin. Das ist gut, wenn du es ansprichst. Genau, du bist ja nicht nur in Anführungszeichen Gemeindepastor geblieben, sondern hast dich da auch auf Konferenzebene dann eingebracht und wurdest Superintendent.
Was macht diese Arbeit aus? Weil ich glaube, du bist der erste Superintendent, zumindest der jetzt da explizit drüber spricht. Rose Marie Wenner war, glaube ich, auch Superintendentin, aber die hat mehr über ihre Zeit als Bischöfin gesprochen. Aber Harald Rückert war subundent. Er ist natürlich als Subundent ins Bischofsamt gewechselt, aber war vorher subundent.
Und ich muss ehrlich sagen, ich war ja 2017, stand ich ja auch schon zur Wahl und muss im Nachhinein sagen, das Subundentenamt war schon nochmal ein wichtiger Zwischenschritt. Also eine gute Vorbereitung. Genau. Also man bekommt schon einen größeren Überblick. Man ist auch mit Personal- und Finanzverantwortung stärker befasst.
Und ja, Krisenmanagement auch und Konfliktbearbeitung. Also insofern war das eine sehr wichtige Zeit als Urundent, auch in Vorbereitung auf das Bischofsamt. Und okay, du hast jetzt gerade gesagt, du warst schon mal zur Wahl gestanden. Diesmal hat es jetzt geklappt. Kam die Initiative da von dir oder wurdest du von anderen angesprochen, dass sie dich als Bischof sehen oder wie läuft das denn ab, so eine Kandidatur?
Also ich weiß, es gibt eine Urwahl in Konferenzen, aber danach passiert ja noch einiges, was ich jetzt zum Beispiel nicht so mitgekriegt habe. Ja, also zum einen gibt es im Vorfeld schon immer auch mal Anfragen, kannst du dir das vorstellen oder kandidierst du wieder? War jetzt auch so eine Frage. Wir stellen es ja nicht selber zur Wahl, sondern tatsächlich, es gibt diese Nomination in allen drei jährlichen Konferenzen und da war wohl die Auflage, man kann drei Personen aufschreiben und eine davon sollte aus einer anderen Konferenz sein.
Und ja, die Kommission für das Bischofsamt ist eigentlich hier federführend. Und sie hat dann gesichtet, welche Personen am meisten vorkamen und haben sie dann entsprechend angefragt. Und was dort natürlich gesprochen oder welche Kriterien es dort gab, das weiß ich nicht. Aber aus dieser Urnomination heraus hat man eben dann die Kandidaten und Kandidatinnen mit den meisten Erwähnungen dann angefragt.
Und du hattest Lust drauf. Was reizt dich am Amt des Bundes? Bischofs. Jetzt mal so ins Blaue rein, ohne dass du schon in Gänze weißt, was alles passiert in den nächsten Jahren. Also schon die Möglichkeit der Gestaltung auf einer Ebene, wo man sehr viele Menschen in unserer Kirche erreicht. Und ja, was auch ein Aspekt ist, ich war schon lange Zeit auch in internationalen Gremien tätig und das Bischofsamt bildet auch nochmal die Brücke dorthin, zwischen unserer internationalen oder weltweiten Kirche und der Kirche in unserem Land oder vor Ort.
Und diese Brückenfunktion, die hat mich auch sehr gereizt, wahrzunehmen. Und du bist gerade in einer Lebensphase, wo du auch viel unterwegs sein kannst, nehme ich mal an. Genau, ich bin also verheiratet und habe vier erwachsene Kinder. Die sind alle selbstständig und insofern muss ich sagen, sind das wirklich die Bedingungen schon für das Superintendentenamt auch bei mir gewesen, aber auch jetzt als Bischof, wo ich sagen kann, ich kann das auch wirklich in Gänze wahrnehmen.
Ich hätte mich vielleicht wirklich gescheut, wenn Familie noch mit Kindern da gewesen wäre, das zu tun, weil man tatsächlich viel unterwegs ist, viel Zeit aufwendet. Und dass immer so eine Frage ist, wie kann man Arbeits- und Freizeit übereinkriegen. Ich habe es ja auch an meinen jungen Kollegen oder jüngeren Kollegen gesehen, als Subundent, dass es immer nur eine Herausforderung war für sie, Gemeindepastor, Pastorin zu sein und aber auch der Familie und den Kindern gerecht zu werden.
Ja, also das geht mir jetzt gerade genauso. Ich habe gerade das Privileg hier in Elternzeit zu sein. Ende Mai trete ich meinen Dienst wieder an und dazwischen mache ich so Sachen wie Podcast oder so. Aber das ist tatsächlich so, also gerade jetzt hier mit ganz kleinem Kind, es sind so Abendtermine und natürlich Wochenendsachen immer weg, wenn die Partnerin vielleicht sonst frei hätte.
Ja, ist glaube ich so, dass man da immer austarieren muss und ich bin da ganz froh bisher in Gemeinden zu sein, die das ganz gut mittragen. Was ist für dich die größte Veränderung jetzt, die du vielleicht schon in den letzten Wochen wahrgenommen hast mit dem Wechsel von Superintendent zu Bischof? Also es ist ein noch größeres Maß an Kommunikation auf dem Tisch.
Also es gibt viele E-Mails zu beantworten und viele Telefonate zu führen und man ist natürlich mit einer größeren Kontaktfläche unterwegs, in der Kirche, in die Ökumene hinein und international, als es vielleicht vorher der Fall war. Dann natürlich noch größere und längere Abwesenheiten als Rundent war ich auch schon viele Abende auch unterwegs, habe Bezirkskonferenzen gehalten oder Gremien zu halten, als Bischof sind es dann mit oder auch gleich mehrere Tage, manchmal auch Wochen, die man unterwegs ist, also das spürt man schon.
Und das Maß der Selbstorganisationen ist schon auch noch mal größer. Das habe ich jetzt in der ersten Woche schon gespürt. Aber man bekommt auch ganz viel zurück. Also wie gesagt, die Begegnungen sind auch viel gestaltig. Und auch was man da erlebt, ist schon auch noch mal sehr beeindruckend. Wenn du auf die nächsten Jahre schaust, auf deine Amtszeit, und du hättest einen Wunsch frei für deine Kirche, was würdest du dir wünschen?
Ich hatte ja mehr oder weniger spontan das Stichwort Hoffnung ausgerufen zu meiner Bischofswahl. Und was ich mir wünschen würde, ist tatsächlich, dass wir diese Hoffnung wieder ein ganzes Stück einüben und sie auch leben. Und zwar in dem Sinne, dass wir nicht nur immer vom Kleinerwerden denken und reden, also Downsizing ist so das Stichwort, sondern vielleicht auch nochmal bereit sind, auch für das Unerwartete, was Gott schenken könnte in Richtung Veränderung, Wachstum, in einer neuen Form von Kirche.
Und dass wir zumindest dafür offen sind, wir können es ja nicht machen, aber dass wir offen sind mit dem unverfügbaren Rechnen, das wäre mir sehr wichtig und lieb. Dass in uns die Sehnsucht wächst, eine lebendige Kirche zu sein und vielleicht an der einen oder anderen Stelle wieder neu zu werden. Und Menschen auch draußen, weil ich komme ja nur auch von draußen, mit dem Evangelium und der Frohen Botschaft zu erreichen.
Was sind die Hebel, die du als Bischof jetzt hast, um diesem Ziel näher zu kommen, die du vielleicht als Superintendent oder als Pastor noch nicht hattest? Was denkst du, kannst du da mehr tun jetzt? Ja, das Stichwort Hebel sind gewaltig. Das Erste, was ich schon mal als Bischof lerne, ist, dass ich gar nicht so viele Hebel habe.
Dass meine Funktion tatsächlich mehr des Moderierens ist oder eben auch des Einberufens oder des Berufens. Aber natürlich hat man in einer so verantwortungsvollen Position auch Gestaltungsraum. Und da war meine Rede bisher davon, dass ich diese ganzen Strukturveränderungen als wichtig und wertvoll ansehe und wir tatsächlich das Kleid auch kleiner stricken mussten.
Gemäß der Kirche, die vorhanden ist, aber dass wir uns wieder mehr auch auf die inhaltliche, geistlich-spirituelle, aber auch theologische Arbeit besinnen. Und das ist für mich der Hebel, dass ich vielleicht die Dinge wieder mehr auch von dieser Seite her angehen möchte und einladen möchte, mit den Inhalten neu zu gestalten.
Verkündigung als Leitung, das liegt mir am Herzen. Ja, Macht hat man im Gewissen vielleicht auch als Bischof, aber ich denke, das ist auch unserem heutigen Verständnis von Leiten und Gestalten nicht gemäß. Also man kann ja nicht top-down irgendwelche Dinge durchziehen oder durchdrücken, sondern wir sind gemeinsam unterwegs als Hauptamtliche, als Ehrenamtliche und müssen auch die Hörterung gemeinsam angehen.
Ein Einzelner kann da wenig bewirken. Ja, das denke ich auch. Was macht dir am meisten Kopfzerbrechen oder wo hast du Bedenken oder vielleicht Angst, wenn du jetzt auf die großen Aufgaben blickst? Ja, also das Bischofsamt ist schon eine große Herausforderung in jeder Hinsicht, ob das gesundheitlich ist, ob das physisch, psychisch, spirituell, in anderen Kompetenzen auch ist.
Das wäre meine Person betreffend. Was mir Angst macht, ist überhaupt der Gesamtzustand von Kirche in unserer Gesellschaft, dass wir scheinbar an Relevanz verlieren. Aber, wie gesagt, ich möchte von daher nicht nur von Verlust denken, sondern ich bin der guten Hoffnung, dass wir sie auch wieder gewinnen können.
Und die Krisen, die wir gegenwärtig durchleben, innerkirchlich, aber auch darüber hinaus in der Gesellschaft, in der Welt, könnten uns da einige Ansatzpunkte geben, wie wir wieder mehr gehört werden, Menschen ein befreites Leben einladen können, sie zum Glauben an Jesus Christus einladen können. Aber die schwindende Relevanz von Kirche und Glaube, das macht man schon auch wirklich zu schaffen.
Ja, auch die großen Zusammenhänge machen wir zu schaffen. Politisch, aber auch ökologisch. Du hast ja vorhin selber auch angesprochen, die Probleme, die wir in unserer Schöpfung haben, den Klimawandel, der jetzt auch scheinbar so zurücktritt im Bewusstsein der Menschen, obwohl die Zeichen der Zeit immer noch dieselben sind.
Und wir jetzt schon wieder einen Frühling haben, der viel zu trocken ist. Man es eigentlich sehen und spüren könnte, aber kaum jemand tut dergleichen. Und das macht mir auch Mühe und Angst teilweise, dass wir da nicht drauf reagieren in entsprechender Weise. Und die Kriegsgefahr. Ich habe vorhin gesprochen von meiner inneren Hoffnung und meinem Glauben.
Aber die Gefahr ist natürlich schon auch real, dass selbst in Europa sich dieser Krieg ausweitet in der Ukraine und da noch andere Dinge aufstehen. Das macht mir Angst, das schmerzt auch. Da bin ich schon gespannt, wie wir da zusammen irgendwie durchkommen durch die nächsten Jahre. Wir werden sicherlich immer mal wieder miteinander zu tun haben, ob direkt oder indirekt, wenn ich dann einer von 300 bin in der süddeutschen jährlichen Konferenz.
Was würdest du dir denn wünschen von den Methodisten und Methodistinnen oder solchen, die es noch werden wollen, die jetzt gerade zuhören? Du startest jetzt neu. Ich finde immer, wenn man irgendwo neu anfängt, dann ist da erstmal so eine Aufbruchsstimmung. Man weiß noch nicht, wie es wird. Und das ist so eine gute Zeit, um so zu überlegen, was könnte denn machbar sein.
Jetzt leihen dir ein paar hundert Leute ihre Ohren auf jeden Fall. Es ist deine Gelegenheit, Aufbruchstimmung zu verteilen. Wie gehen wir es dann an zusammen? Also so richtig cool finde ich eigentlich das Motto unter Theologischen Hochschule, wo ich ja auch im Hochschulrat einige Jahre tätig war, was ja lautet, gelebter Glaube, befreites Denken und tätige Liebe.
Und besser könnte ich es auch gar nicht zusammenfassen, Dass wir wirklich unseren Glauben überzeugend, authentisch leben, auch mutig verkündigen, dass wir dem befreiten Denken Raum geben und das habe ich immer auch in meiner Kirche geschätzt, dass da Freiheit war, also dass da keine Indoktrination stattfand, sondern wir wirklich frei waren, auch in unserem theologischen Denken, aber auch in unserer spirituellen Praxis.
Und die tätige Liebe, das ist wirklich was, was über allem geht. Also wir können zwar viel reden und sprechen und sagen und machen, aber wenn das nicht von der Liebe getragen und durchdrungen ist, ich glaube, das braucht unsere Zeit. Diese unbedingte Nähe zu den Menschen, ihre Wahrnehmung und dann auch diese konkrete Tat, dem Nächsten wohlzutun, zu seinem Heil und wohlzuhelfen, dazu würde ich alle gerne einladen und aufrufen.
Das Kleine, was Sie vielleicht auch nur beitragen können, aber das mit ganzem Herzen zu tun. Das will ich gerne tun und ich bin sicher, viele andere auch. Ja, wir sind jetzt hier schon eine ganze Weile im Gespräch und eigentlich frage ich zwischendurch immer und ich will nicht auf dem Ton dann enden, deshalb müssen wir danach noch ein, zwei Sachen machen, aber was frustriert dich denn an dieser Kirche?
Und da meine ich jetzt gar nicht, dass du als jetzt neuer Bischof zur großen Kirchenkritik ausholen musst. Ich glaube, das haben schon andere auch getan hier im Podcast. Aber wenn du so auf deine Erfahrungen als Methodist blickst, was schmerzt dich jenseits jetzt von Relevanzverlust oder sowas, sondern am Wesen der Kirche oder der Gemeinden oder des Methodismus weltweit, wo sagst du, da habe ich irgendwie Bauchschmerzen, Frusterfahrungen oder so irgendwas?
Also entgegen dem Anspruch, unter dem wir Methodisten angetreten sind, eben auch ein Christentum der Tat zu sein oder wirklich auch überzeugend zu handeln, erlebe ich halt unsere Kirche dann doch an vielen Stellen mit sich selbst beschäftigt, in Konflikt miteinander. Also für mich war auch ein sehr schwerer Einschnitt, was seit 2019 stattfand mit dem Streit um die menschliche Sexualität.
Und dass wir oftmals auch in den Gremien und Kreisen oft sitzen und reden, aber die Umsetzung dann doch mangelhaft ist. Das macht mich traurig, aber das erlebe ich natürlich auch nicht anders selber. Das kann man eigentlich nicht mal einen großen Vorwurf machen. Aber im Großen und Ganzen ist genau das, dass wir mit der Selbstbeschäftigung oft so befasst sind, dass wir nicht zum adäquaten Handeln kommen.
Das kann ich gut nachvollziehen. Also ich merke auch, dass ich ganz oft dann in so Sitzungen oder dann in Prozessen, in Konferenzen die kleinsten Detailfragen oder dann hier noch eine Debatte und irgendwie ist alles super wichtig, aber das eigentliche Kirche sein geht dahinter ein bisschen verloren. Für mich ist da meine Podcast-Kollegin, die Sarah, ein ziemliches Vorbild.
Weil von ihr habe ich so gelernt, wenn man eine Idee hat, einfach mal machen. Also so ist dieser Holy Club auch entstanden, dieser Podcast, weil sie gesagt hat, hey, lass uns darüber reden, Leute einladen und jetzt machen wir das einfach. Wir haben vorher nicht irgendwen gefragt, ob wir das jetzt machen können und wie man das macht oder so, sondern einfach mal los.
Und dann ist jetzt da was entstanden, wo immer mehr Menschen zuhören und ins Gespräch kommen. Und das wünsche ich mir eigentlich auch so, also diese Mentalität auch auf anderen Ebenen. Und das gibt es ja stellenweise, das sagst du auch, aber ich habe schon auch den Eindruck, dass bei manchen Gemeinden auch zu jeder Bezirkskonferenz dann doch wieder die gleichen Themen besprochen werden wie in den letzten Jahren.
Da bin ich sehr gespannt, ob das einen Unterschied macht. Ich weiß gar nicht, wie jetzt dein Vorgänger darüber gedacht hätte. Vielleicht hätte der es genauso gesagt wie du und wir sind halt alle in diesem System irgendwie auch drin. Hast du eine Idee, wie wir das noch besser umsetzen könnten? Ich denke, wir müssten sehr viel mehr noch auf Begegnung setzen.
Also die Rahmenbedingungen, in denen wir uns auch versammeln, die sind doch auch sehr abgegrenzt oder sehr mit uns selber befasst. Ich denke an eine jährliche Konferenz, die mal der ÖHK stattgefunden hat, wo wir einfach als Konferenzgemeinde mal ausgeströmt sind in die Umgebung und haben dort verschiedene Einrichtungen besucht.
Also ein Taubstummenhaus oder die Polizei. Und es waren noch viele Erntereinrichtungen auf dem Plan. Und dann kamen die Leute alle zurück und haben berichtet, was sie dort erlebt haben. Und das war so inspirierend und so bereichernd, dass diese Begegnungen aus sich heraus tatsächlich etwas gemacht haben.
Mit den Menschen hoffentlich dort selber, aber auch mit uns. Und wenn wir das irgendwie in die Wege leiten könnten, dass wir mehr rausgehen, auch ganz wörtlich. Diese Begegnungen mit anderen Menschen, mit Randständigen, mit Leuten, die uns sonst nicht zugänglich sind und da in Austausch treten würden, da würden wir wahrscheinlich auch Gott erleben. Unterfahre.
Das können wir ja wunderbar in methodistische Theologie einbetten. Die vorauseilende Gnade, die überall auf uns wartet, Gott, der schon dort ist, wo wir dann hinkommen. Lieber Werner, ich bin sehr gespannt, was auf uns wartet, die Nächsten Jahre. Ich freue mich. Ich wünsche dir Gottes Segen für all dein Tun, für all dein Leiten.
Viel Freude auch bei der Arbeit. Ich glaube, das darf nicht zu kurz kommen. Sonst macht es nämlich auch keinen Spaß und man verändert dann doch nicht so viel, wenn es immer nur unter Druck passiert. Für mich war das jetzt eine schöne Gelegenheit, dich ein bisschen kennenzulernen. Ich hoffe, dass ihr da draußen auch einen guten Eindruck bekommen habt.
Gibt es noch was, was du mir oder uns mitteilen möchtest, so am Ende dieses Gesprächs. Ja, ich möchte das Ding mit der Hoffnung schon nochmal bringen, weil es wirklich was ist, was mich trägt und ich hoffe auch euch alle trägt, die ihr hier zuhört. Darauf gestoßen bin ich eigentlich in der Zeit der Pandemie, als einige in Gesellschaft und Politik die Kirchen aufriefen, genau diese Hoffnungsträger zu sein.
Da dachte ich damals, wieso müssen die uns dazu aufrufen? Sind wir es nicht? Und selbstreflektierend habe ich dann wahrgenommen, ja, also manchmal gehen wir auch zu sehr mit gebeugten Haupt durch die Welt. Wir haben tatsächlich eine Hoffnung, die einen Namen hat, die Mensch geworden ist, die sich hat kreuzigen lassen und auferstanden ist.
Und wir leben ja jetzt in der Passionszeit, wo genau das nachvollziehbar wird. Wir haben eine lebendige Hoffnung und das möchte ich uns allen nahe bringen. Übrigens, Knut Revstal, der zum neuen Bischof gewählt worden ist, der Nordeuropäischen Zentralkonferenz, hat das auch in seiner Predigt zum Ausdruck gebracht. die Kirche ist eine Bewegung der Hoffnung.
Und übrigens, Papst Franziskus hat eine Biografie geschrieben mit dem Titel Hoffe, also als Imperativ. Es scheint irgendwie ein Thema zu sein, was uns als Christen jetzt in besonderer Weise bewegen kann und soll. Und wenn das geschieht, also nicht ein Zweckoptimismus, ich denke, der Optimismus, dass alles gut ausgeht, da kann auch manchmal sehr naiv sein.
Sondern im Sinne von Watzlaff Havel, Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht. Wenn das uns trägt und verbunden ist mit unserem Herrn, dann können wir Dinge wirklich anschieben und verändern. Das sind doch große, warme, ermutigende, Hoffnung machende und ein bisschen inspirierende Worte unseres neuen Bischofs hier aus Deutschland.
Liebe Grüße an alle, die zuhören, an alle, die beim Holy Club mitmachen. Wir wünschen euch eine gesegnete Passionswoche. Gedenkt dem Tod und feiert das Leben am nächsten Wochenende. Vielen Dank, Werner, für deine Zeit, für deine Worte und alles Gute auf deinem Weg als Bischof der Methodistischen Kirche in Deutschland.
Gern geschehen und seid alle Gott bewohlen. Tschüss. Music.