
Kaffee, Herr der Ringe und Brücken bauen (oder doch lieber nicht?) - unsere Recap Folge zum März
Montag, 31. März 2025 · 51 min
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Shownotes
🎙 März-Recap: Überraschungen, Erkenntnisse & große Pläne! 🎙
HolyClub im März? Ein einziges Gefühlschaos! 😱 Von großen Abschieden bis zu neuen Perspektiven war alles dabei – und natürlich ein bisschen Nerd-Talk.
🔥 Diese Folge bringt:
✅ Patrick Streiff verabschiedet sich – aber nicht ohne eine letzte Einladung! 🏆
✅ Lukas Springer hat unser Logo designt – aber kann er auch theologische Debatten pixelgenau führen? 🎨🤔
✅ Damaris Hecker spricht über Feminismus in der Kirche – und bringt uns ordentlich ins Nachdenken! ✊💡
✅ Und dann war da noch diese absurde Diskussion über Kaffee & Kanzeln… ☕⛪
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Music. Ja, es ist Samstag Nachmittag, bei Damien ist es noch früh morgens und wir freuen uns aufzunehmen für den Holy Club, für eine Recap-Folge. Hallo ihr zwei, wie geht's euch denn? Hallo. Hallo. Hi. Ich habe was Angst zu sagen, weil ich hier immer angemacht werde. Ich würde zu viel reden und zu lange.
Dann übernimm doch du die Begrüßung, Damien. Da hat Sarah gemeint, die kannst du gut und dann kannst du schweigen. So Fastenzeit, Damien, schweigt. Ja, ich faste mal. Ich faste auf jeden Fall keinen Hellerringen, um das mal kurz zu droppen. Mir geht es auf jeden Fall ganz okay. Wie Sarah hat es schon schön gesagt, bei mir ist mega früh, also mega früh 8.20 Uhr morgens, aber es war eine lange Nacht oder eine kurze Nacht, sagt man so.
Insgesamt geht es mir gut. Wir haben gerade Spring Break, das ist schön. Ich habe keinen Unterricht und Gemeinde macht Spaß. Wir sind mitten in den Ostervorbereitungen, wie man das ja so kennt. Und für alle, die so hundevernaht sind, mein Frodo wächst und gedeiht. Das macht auch Spaß zuzugucken. Ja, genau. Also mir geht es gut soweit.
Ja, mir geht es nicht so gut. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen unserer Instagram-Community gegenüber. Weil da habe ich am Dienstag gepostet, dass heute Abend Aufnahme ist und ob jemand noch was hat, was wir unbedingt besprechen sollen. Und dann habe ich das so gemacht in der Story, habe gefragt und immerhin eine Antwort kam auch.
Und dann schreibe ich hier in unseren privaten Team-Chat und sage, hey, kommt ihr nachher, alles gut? Und dann habt ihr euch einfach beide den Termin nicht eingetragen. Und jetzt bin ich seit Dienstag einfach mit Schuldgefühlen durch die Gegend, weil ich da unsere 300 Follower einfach angelogen habe. Ich hoffe, ihr könnt mir Absolution erteilen.
Ich glaube ja, dass wir nicht schuld sind, sondern dass Meta schuld war, weil Damien und ich haben die Nachricht irgendwie zu spät bekommen oder gar nicht bekommen. Ich weiß gar nicht mehr. Also ich glaube nicht, dass es unsere Schuld war. Das war Zuckerberg. Also für mich klingt das nach einer fiesen Ausrede, aber gut.
Aber wir schaffen es jetzt. Das ist auch gut. Wir schaffen es jetzt und so nah dran an Ausstrahlung waren wir noch nie, also richtig aktuell jetzt heute. Nee, Spaß. Also mir geht es ganz gut. Ich habe mal wieder richtig Kirchenluft geschnuppert. Wir hatten letzte Woche eine außerordentliche süddeutsche jährliche Konferenz, weil wir im letzten Jahr unsere Dinge nicht fertig geregelt haben.
Dann gab es nochmal zwei Zusatztermine, einmal im Oktober und einmal jetzt im März. Und dann können wir uns im Juni nochmal treffen, um dann wieder in unseren regulären Rhythmus zurückzukommen. Das heißt, ich habe ganz viele MethodistInnen an einem Ort gesehen und soll von ein paar Leuten Grüße sagen.
Also wir werden breit rezipiert. Am meisten hat mich, glaube ich, gefreut, dass zwei in Gemeindegründungen tätige Pastoren gesagt haben, dass es voll gut ist für Neuankömmlinge, also die nicht methodistisch sind, um einen Eindruck vom Methodismus zu kriegen, wenn sie uns zuhören. Das will ich euch jetzt hier auch sagen. Also Sarah, gute Idee.
Damien, schön, dass du dabei bist. Cool, dass ihr da mitmacht. Ich glaube, unsere Arbeit lohnt sich an der Stelle. Kriege ich so eine Partizipationsscherpe oder wie das heißt jetzt. Schön, dass ich dabei bin. Ich sage Teilnahmeurkunde, ja. So wie bei den Bundesjugendspielen früher. Und ein zweites MedHotEast-Shirt, das bekommst du vielleicht.
Ich habe keins mehr. Ich glaube, die sind alle ausgewaschen und jetzt habe ich keins mehr. Ach so, dann weißt du, was du bekommst. Also, wenn die Community zuhört, ich habe extra large at the moment, wenn ihr mal was zuschicken wollt, ich kann euch die Adresse schicken. Okay, ich glaube, Damien geht es schon zu gut. Sarah, wie geht es dir denn?
Eigentlich gut. Ich merke, es gibt ja verschiedene Ebenen. Also die Ebene private Sarah, der geht es gut. Die ist ein bisschen müde, die ist spät ins Bett gegangen. Ich habe noch mit Freunden gezoomt. Dann gibt es diese so weltöffentliche Person, der geht es nicht so gut. Mich beschäftigt, was abgeht in der Welt.
Und morgen habe ich eine Losung für den Gottesdienst von den Herrenhuttern und da kommt die Gerechtigkeit vor. Also aus der Bergpredigt, selig sind die, die der Gerechtigkeitswillen verfolgt sind oder werden. Und ja, ich merke, das ist ein Thema, das mich gerade echt beschäftigt und auch sorgebereitet, was auf der Welt gerade passiert.
Nicht nur in Amerika, also ich sehe da auch andere Teile der Welt. Und ja, da ist es ein bisschen schwierig. Und die berufliche Sarah, die ist einfach total eingespannt. Also ich merke, ich komme jetzt so diesem Pastorinnenleben näher. Und holy shit, das ist echt viel, viel Arbeit. Und ich muss das in 40 Prozent reinpacken.
Und ich weiß nicht, ob mir das gelingt. Und das macht mir auch ein bisschen Sorge. Aber eigentlich ist es auch cool. Also ich freue mich auch. So ein bisschen beides. Macht ihr das in der Schweiz anders? Ich dachte, PfarrerInnen arbeiten nur sonntags. Ja, nein. Also wir machen das immer Montagabend und dann Sonntagfrüh.
Und dann ist es, weil wir machen ein bisschen mehr. Wir sind ja doch so, also Hauptsache Wirtschaft. Von daher ein bisschen mehr ist schon. Aber ja, also Spaß beiseite. Es ist eigentlich gut, aber aufregend und viel Neues. Und ich muss einfach wirklich noch reinkommen. Also das ist schon... Genau. Ja, und ich weiß nicht, wie geht es euch, ihr lieben Leute?
Moritz hat es jetzt so ein bisschen angesprochen auf Instagram. Schreibt uns wirklich gerne. Wir freuen uns mega über Feedback. Und das ist auch irgendwie wichtig. Ich glaube, man vergisst es manchmal, dass man jemanden was rückmeldet. Und Fahrpersonen oder Podcaster, die mögen das auch, wenn man zurückmeldet, wie man das gefunden hat, was die da so rausgelassen haben.
Solange es nur positiv ist. Oder ein T-Shirt. Also ich fand es wirklich cool, jetzt da bei der Konferenz nochmal mit Leuten ins Gespräch zu kommen und ein bisschen konstruktive Kritik war so auf jeden Fall auch dabei. Aber alleine mal Gesichter zu haben hinter den Zahlen, die man so sehen kann, wer uns zuhört, das sind schon ein paar hundert Leute mit jeder Folge, aber es ist natürlich sehr indirekt oder abstrakt, wenn man so digital Feedback bekommt.
Und wir wollen den Podcast ja weiterentwickeln. Also wir interviewen jetzt noch ein paar Monate irgendwie Leute und dann überlegen wir. Und da sind wir auf Feedback angewiesen, weil wir wollen ja nicht das machen, was jetzt Damien und Sarah und ich toll finden, sondern wollen ja schon einen Mehrwert für euch, die zuhören und für unsere Kirche irgendwie produzieren.
Und das können wir nicht zu dritt entscheiden. Habt ihr denn jetzt gerade konkret aus den letzten Folgen irgendwie was, was ihr gedacht habt, das ist so gut? Also das muss ich irgendwie jetzt weiterdenken. Wir hatten ja doch einige, also jetzt zwei Leute, die schon auch sehr innovativ unterwegs sind.
Gab es da was, was ihr euch gerade erinnert? Im anderen Interview mit dem Patrick Streif, da ist mir was gekommen. Ich fand es super angenehm, also als Bischof, okay, der hat ja viel zu sagen, aber auch einen Kirchenhistoriker zu haben. Das habe ich gemerkt, dass ich das super spannend fand, dass er da diesen wissenschaftlichen Hintergrund hatte und manche Sachen einfach in den letzten Jahrzehnten erforscht hat. Und das fand ich total spannend, dazu zu hören und den einen oder anderen Zusammenhang zu hören.
Und dann dachte ich vielleicht, das muss nicht jede Woche sein, aber so ab und zu mal eine Folge mit so einer Expertin oder einem Experten auf dem Feld des Methodismus, und da gibt es auch ein paar, das könnte ich mir ganz gut vorstellen. Also das fand ich zumindest spannend. Sehr cool. Auf jeden Fall. Ich fand die Folge auch cool.
Und ich dachte auch so, ja, das sind ja mal zwei Nerds beisammen. Das hätte eigentlich der Titel der Folge sein müssen. Ich weiß, Sarah, du findest es ja auch so spannend mit der Kirchengeschichte. Ich dachte so, wow, das war im Studio schon auch sehr zähl. Also, aber es ist wichtig. Ich fand es ein cooles Ding.
Und ich habe auch so gedacht, weil jetzt zum Beispiel sozusagen Grundsätze in allen Folgen irgendwie immer wieder vorkamen, auch in vielen Folgen vorkam oder jetzt beim Patrick Streif, beim Bischof, Kennzeichen eines Methodisten, was das bedeutet. Da habe ich gedacht, naja, vielleicht können wir ja auch in der nächsten Staffel oder so mal so einen theologischen Schwerpunkt nehmen und den so ein bisschen belabern von verschiedenen Winkeln, was bedeutet das eigentlich und so.
Oder mal durch die sozialen Grundsätze durchgehen oder sowas. Vielleicht auch noch nicht jede Woche, aber so als ein Hauptthema, so einmal im Monat, wo wir uns das genauer anschauen und mit jemandem zusammen diskutieren. war so eine Idee jetzt, die da hochkam bei mir. Hattest du schon eine Idee im Hintergrund, als du jetzt gerade gefragt hast, Sarah?
Eigentlich nicht, nee, aber ich merke, dass mich das so, ich habe das mitgenommen jetzt von Lukas, Folge mit Lukas Springer, einfach so diese, der macht ja ganz viel Online-Content und ihm ist einfach ein Anliegen, dass man das irgendwie auch zeigt, dass Christentum halt ganz breit ist und jetzt gerade im methodistischen Sinne dieses Denken und Denken lassen, was ja so ein uraltes Ding ist, aber dass es in der heutigen Zeit einfach noch viel, viel wichtiger geworden ist.
Und ich mache mir einfach Gedanken eben mit meiner Sorge, die ich derzeit so ein bisschen mit mir rumtrage, wie schaffen wir das noch mehr so in die Gesellschaft einfließen zu lassen, dass es okay ist, unterschiedliche Meinungen zu haben, aber dass es auch wichtig ist, dass man sich positioniert in den Werten, die wir als Christmenschen vertreten.
Also Liebe, Gerechtigkeit, Hoffnung, Vertrauen, so all diese guten göttlichen Früchte eigentlich. Und ich bin einfach am Denken und so ein bisschen am Suchen irgendwie. Und ich muss auch sagen, Moritz, du hast mich in einer Folge, hast du mich dann eiskalt erwischt. Also ich habe gemerkt, ich habe fast Tränen bekommen. Das war, glaube ich, auch mit Lukas.
Ich kann dich jetzt nicht mehr ganz genau zitieren, aber du hast dann gesagt, hey, der Methodismus ist so anschlussfähig für Menschen, die dekonstruiert haben, die vielleicht auch geistigen Missbrauch erlebt haben. Heisst nicht, dass es bei uns nicht passiert. Aber die Theologie ist halt wirklich sehr, sehr weit und sehr offen.
Und dann hast du irgendwie gesagt, wir haben so viele nette Methodistinnen und Methodisten und die warten auf euch. Irgendwie so. Und ich fand das so rührend, weil das ist genau das, was ich ja derzeit erlebe. Und es hat mich einfach beschäftigt. Und ich habe mir überlegt, wie können wir das übersetzen, dass es wirklich viele, viele EMKs gibt, die offen sind und da können Leute echt dazukommen.
Das ist voll schön, dass du mich hier so faszinierst. Wir fallen zu diesem Gedanken zwei Sachen ein und ich finde, das sind so zwei Seiten. Also wenn du gerade zuhörst und noch nicht Methodistin bist. Dann hör diesen Satz und raff dich auf und sag, ich probiere das mal aus. Wenn du aber jetzt zuhörst und schon Methodist oder Methodistin bist und fest in einer Gemeinde, dann frage ich dich, warum wartet ihr in eurer Kirche, dass die Leute reinkommen?
Das wird nicht funktionieren. Dann überlegt euch was anderes, wie man vielleicht dieses offene Herz und diese Herzlichkeit, diese Wertschätzung, von der Lukas auch gesprochen hat. Wie kriegt man das an die Leute, die nicht schon in der Kirchbank irgendwie oder auf den Stühlen mitsitzen? Ich glaube, das ist ja auch ambivalent in unserem Podcast.
Wir feiern super viel, was den Methodismus angeht und stellen da vieles Positive und Haltgebende heraus. Aber ich habe super viele Anfragen auch und bin kritisch oder frustriert und finde, an ganz vielen Ecken lebe ich auch in meinem Beruf das nicht so, wie ich es eigentlich gern machen würde. und ich will dafür gar niemandem die Schuld geben, sondern wir stecken da ja alle zusammen drin.
Aber für mich ist das so die Aufgabe und das wäre für mich auch was, was wir im Podcast überlegen können. Wie können wir denn Kirche sein, wie können wir christliche Gemeinschaft sein auf eine Art und Weise, die in die Zeit passt, die offen ist, die anschlussfähig ist und die Leute anspricht, die das so nicht in ihrem Leben haben.
Also das wäre so ein bisschen das, wo ich vielleicht hin will und auf welcher Ebene wir das dann machen, weiß ich nicht. Da frage ich dann meinen erfahrenen Kollegen Damien Carothers. Genau, das kannst du dann machen, aber nicht jetzt. Das muss man mal so stehen. Eine zu schwere Frage am Morgen für Damien.
Und ich würde gerne so sagen, dass ich ja glaube, dass wir das nicht besser machen als andere. Also das ist ja auch so ur... Was? Alles machen wir nicht besser. Come on, vielleicht den Podcast. Nee, aber es ist ja wahr. Wir sind ja nicht anders als andere Menschen. Aber ich glaube, was es eben auszeichnet, das Methodist oder Methodistin sein, das ist das, was bei uns drei jetzt hier in diesem Podcast passiert, was bei denen passiert, die zuhören und bei denen, die bei uns jetzt zu Gast waren, da passiert einfach Menschlichkeit irgendwie.
Man versucht sich irgendwie zusammenzufinden. Das ist diese Konnexio, die wir ja kennen. Also so dieses, wir gehören halt irgendwie zusammen. Und das finde ich sowas Schönes. Das ist nicht einfach. Das ist manchmal ganz schön herausfordernd. Es ist schwierig. Es sind viele Charakteren. Es ist unfassbar viel Bürokratie auch manchmal und Diskussion und Ringen, aber es ist so menschlich und ich glaube, das ist einfach, ich glaube, das war auch das, was du sagen wolltest in diesem Hey, da gibt es Leute, die sind in den Gemeinden und das sind ganz coole, normale Menschen und die haben eine offene Tür, ein offenes Herz, und ja, irgendwie müssen wir das schaffen, dass wir alle zusammenkommen egal ob jetzt in der Kirche oder wie bei Damaris zum Beispiel, in so einem Projekt wie Leif Kollektiv.
Fand ich es auch nochmal echt cool, dass Bischof Patrick Streif hat das eigentlich auch nochmal auf den Punkt gebracht mit zwei Sachen. Das eine war ja, dass er nochmal auf die Kennzeichen eines Melodisten hingewiesen hat und sagt, eigentlich geht es eben direkt am Anfang schon darum zu sagen, Melodisten sind nicht anders, wir sind einfach Christen.
Und was bedeutet das, ist, dass Liebe im Zentrum steht. Und wenn andere das genauso sehen, dann sind wir zusammen unterwegs. Das fand ich schon immer cool. Und dass er halt dann auch gesagt hat, dass wir uns eben nicht über Abgrenzung definieren. Was eine Tendenz ist was er ja auch sehr gut wobei ich jetzt wahrscheinlich noch ein bisschen scharfer formuliert aber das jetzt eher so wir werden mehr individualistischer wir sagen, das ist was, wofür wir stehen und grenzen sich ab, ab, ab, ab und dass er sagt, dass das eigentlich nicht melodistisch ist und dass wir da offen sein sollten was mich dann aber zur Frage führt, weil wir hatten mit Damaris dann ihr Projekt und eigentlich in der Vision, die sie beschrieben hat ist ja schon eine Abgrenzung drin.
Willkommen sind alle, die alle willkommen heißen. Hat sie ja selber auch so ein bisschen selbstkritisch erwähnt. Fände ich auch nochmal spannend, wenn wir da nochmal drüber reden wollen. Also wie bleiben wir offen, aber gleichzeitig vielleicht müssen wir uns auch ein Stück weit abgrenzen, um uns und andere zu schützen.
Das war ja eigentlich schon so ein bisschen die Leitfrage, auch die Lukas im Gespräch mit mir geäußert hat. Also durch diesen Online-Auftritt, den er da hat, Und da war ja auch so das Anliegen irgendwie, Kontrastprogramm zu so rechtsoffenen Christfluencerinnen oder sowas oder Positionen zu geben und gleichzeitig halt trotzdem nicht so eindeutig zu sein.
Und das fand ich super spannend, weil das nicht so einfach ist, das auch darzustellen. Das würde mich mal interessieren. Ich meine, Sarah, Damien, ihr habt ja beide schon länger auch Social-Media-Erfahrung. Wie macht ihr das? Weil ich finde, euch gelingt es auf unterschiedliche Weise eigentlich ganz gut.
Ja, das hat mich kürzlich jemand gefragt, bekommst du eigentlich viel Hass-Nachrichten und so? Ah, das war Moritz. Nee, das hat mich sonst noch jemand gefragt, tatsächlich. Naja, egal. Ich bekomme echt wirklich ganz, ganz wenig. Und ich glaube, das liegt daran, dass ich, ich meine, ich bin provokant teilweise und ich bin auch nicht immer mega diplomatisch.
Aber ich glaube, ich versuche es mit Humor zu machen und ich möchte mich auch entschuldigen, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Ich habe auch schon Sachen gelöscht wieder, weil ich plötzlich gemerkt habe, das war vielleicht ein bisschen zu viel. Habe das dann aber auch kommuniziert. Also ich glaube, ich versuche so eben dieses in der Mitte, versuche ich wirklich zu leben.
Das fällt mir nicht immer so leicht, aber ja, ich habe jetzt eben morgen zum Beispiel diese Predigt zur Gerechtigkeit. Und ich finde, als Methodistin bin ich dazu aufgefordert, eben alle so ein bisschen zumindest zu versuchen, in die Mitte zu bringen. Also wir haben unterschiedliche Meinungen, wir haben unterschiedliche Haltungen, aber wir können uns zum Beispiel darin treffen, eben wir sind Menschen und wir schaffen das nur zusammen.
Wenn wir es gut machen wollen, dann müssen wir alle an den Tisch holen, sonst klappt es nicht. So diese Dinge und ich glaube, das versuche ich irgendwie in meiner Arbeit immer wieder, mich darauf zu besinnen. Damien, wie machst du es? Ja, ich habe zum Beispiel jetzt ja, hatte ich ja gepostet, Social Media faste, um mich einfach auch zu schützen, so generell vom Lesen, von anderen Sachen, was die so schreiben und texten.
Persönlich bin ich, habe ich mittlerweile gelernt, weil ich ja auch im JEEP-Netzwerk bin und, was ich auch nochmal, Klammer auf, sorry, wenn ich jetzt zu viel rede, aber... Weil Lukas meinte, dass ja so progressive Kanäle gar nicht so viel Reichweite haben. Das stimmt. Aber wir haben zwei Flaggschiffe, würde ich sagen. Das eine ist Ja und Amen.
Und die haben, das ist die Maike, die hat 24.000 Follower. Und wir haben die Sarah Vetscherra, die hat ungefähr 15.000 Follower. Also da gibt es schon auch ein paar mit einer größeren Reichweite als nur 2.000 bis 5.000, was um das Thema war. Dann möchte ich ihr auch nochmal sagen, falls ihr da interessiert seid.
Aber da von denen habe ich gelernt, also Maike war damals eine, die hat zu uns gesagt, weil die sehr viel Kritik von der rechten Bubble kriegt und Angriffe kriegt und so mit ihren provokanten Posts, muss man natürlich auch sagen. Und sie hat gesagt, der Instagram-Account ist meine Haustür und wer sich da nicht nach meinen Regeln benimmt, den block ich oder lösche ich.
Da habe ich keine Hemmungen mit. Und ich glaube, das fand ich für mich auch nochmal eine gute Wahrnehmung zu sagen, ich muss nicht alles ertragen. Ich muss nicht jede Meinung stehen lassen. Also muss ich nicht. Das ist meine Haustür. Das ist meine Wohnung, mein Haus, was auch immer. Und da bin ich dann mittlerweile auch relativ rigoros, dass ich dann auch manchmal gar nicht die Diskussion suche und einfach sage, ich muss mich da selber, weil mich beschäftigt es da mental manchmal so sehr, was Leute schreiben, wobei bei mir jetzt auch nicht viel irgendwie an Hass, ich habe dann, also ich muss sagen, wenn derjenige das jetzt hört, ich hatte mit einem sehr, evangelikalen Menschen, oder ich will gar nicht evangelikal sagen, fundamentalistisch.
Immer wieder hin und her, hin und her, und bei jedem, ich wusste schon bei manchen Posts, wenn ich das jetzt mache, habe ich wieder eine Diskussion, mit die ich führen muss, und irgendwann habe ich mich entschieden, nee, das Ziel bei ihm ist ein ganz anderes als bei mir und ich habe das Gefühl da ist kein Bedarf oder kein Wunsch nach einer wirklich offenen Diskussion über das Thema, also habe ich geblockt die Person und habe gesagt und habe auch die Beiträge gelöscht, die ich feindlich gegenüber oder diskriminierend fand gegenüber anderen Gruppen, Menschengruppen und das ist meine Entscheidung das habe ich einfach so gemacht und da muss auch keiner.
Kommen mit Meinungsfreiheit und bla bla bla wo ich dann sage, ja kannst du ja die Meinung haben aber halt nicht in meinem Haus So sehe ich das dann. Ich glaube, was ich bei euch beiden oder auch bei Damaris jetzt, die kenne ich schon länger, was ich bei euch beobachte oder auch beeindruckend finde, dass ihr immer wieder schafft, emotionale Nähe zu zeigen oder euch auch verletzlich zu zeigen.
Also die Art von Content bei euch ist relativ unterschiedlich und so eine Ortsgruppe, die jetzt der Maris macht, ist auch nochmal was anderes. Aber was mir wirklich gefällt, ist, dass ihr euch zeigt als Person mit Gefühlen und die sind nicht immer nur positiv und gut und schaut mal, hier bin ich, sondern manchmal eben auch, von dir, Damien, habe ich so einen Post im Kopf, wo du mal gesagt hast, hey, mir geht es oft richtig beschissen und manchmal habe ich keine Energie für gar nichts.
Und dadurch wird ja eine Tür aufgemacht, dass andere Menschen auch ihre Erfahrungen in diese Richtung teilen. Und deshalb finde ich so, auf dieser persönlichen Ebene können wir da als Kirche voll gut hin oder auch als MethodistInnen, weil bei uns geht es ja schon auch darum, irgendwie das Menschsein in allen Facetten abzubilden und so wie du bist eben angenommen zu sein.
Das muss man ja irgendwie füllen und du bist nicht immer nur glücklich und immer nur energiegeladen. Für mich ist es nochmal ein bisschen eine andere Fragestellung, wenn ich jetzt auf sowas schaue, wie Lukas und Freddy mit Glaube Liebe Pizza machen, weil die ja schon versuchen, eher über Inhalte zu kommunizieren.
Und da finde ich es viel schwerer, so ein gutes Fingerspitzengefühl, solche Graustufen, solche Ambivalenzen irgendwie darzustellen. Also ich glaube, das sind so zwei Paar Schuhe. Aber erstmal Kompliment an euch, dass ihr euch da auch so verletzlich zeigt. Ja, danke. Also das ist auch eine Entscheidung, wie du deinen Kanal machst, ob du einen mehr informativen Kanal machst oder in meinem Fall ist eher persönlich.
Ich habe am Anfang mal kurz überlegt, will ich auch so, also mit, eigentlich wenn du Reichweite generieren willst und und und, musst du eigentlich jede Woche einen bestimmten Rhythmus posten, pladdiplup und so weiter. Und habe ich am Anfang überlegt, will ich das? Und dann habe ich gesagt, nee, die Arbeit ist mir eigentlich nicht wert.
Und die, die es interessiert, was ich so mache oder wenn ich mal einen Gedanken habe oder so, dann kommt der natürlich und dann später. Poste ich das und mache das nicht so, okay, ich muss jede Woche überlegen und planen, was poste ich nächste Woche. Und ich glaube, dann ist das eine Weise und dann bin ich da auch mehr rigoros, wenn es darüber geht, wer da schreibt und antwortet.
Aber wenn ich jetzt sowas wie, was Lukas macht, da musst du halt, die wollen ja Diskussionen, die wollen ein offenes Gespräch und die wollen ein Thema anbieten. Und das macht es halt dann auf einer anderen Ebene anstrengender oder auch komplizierter, weil du dann immer wieder auch in die Kommentare gehen musst und immer wieder die Konversation und die Diskussion suchen musst und das musst du wollen, sagen wir es mal so.
Ich glaube, bei mir ist es auch, ich versuche, ich komme jetzt halt wieder mit Methodismus, ich möchte ja auch nicht immer so wie das Metho-Fangirl wirken, aber ich finde einfach zum Beispiel unsere sozialen Grundsätze, die zeigen das ja einfach so unfassbar gut. Das Leben, das wir als Menschen hier auf dieser Erde führen, ist komplex.
Also in jeder menschlichen Frage, in den sozialen Grundsätzen, da geht es ja, wie man mit Weltrahmenschrott umgeht, wie das mit Abtreibungen eigentlich ist. Es geht um Sterbehilfe und so weiter und so fort. Und in jedem einzelnen Absatz wird man nicht davon lesen, dass es generell per se einfach abgelehnt wird, sondern es heisst immer, es gibt halt Menschen, die sind in einer Notlage und wir wissen, wir kennen dieses Schicksal nicht und wir müssen denen unsere Hilfe anbieten.
Wir müssen das verstehen, versuchen zumindest zu verstehen. Und ich glaube, das ist für mich eben so dieses in die Mitte kommen irgendwie, weil ich kann ja nur in mich selbst hineinschauen, ich kann nicht in euch hineinschauen. Ich weiss nicht, was in euch wirklich passiert ist, was habt ihr erlebt als Kinder, als Jugendliche.
Was hat euch dazu gebracht, dass ihr jetzt so seid, wie ihr jetzt seid? Und ich denke, es gibt so Grenzen wie jetzt bei Damaris, wo ich auch sage. Wenn Menschen, die mir anvertraut sind oder in meinem Umfeld sind oder auch nicht einmal, aber wenn diese Menschen abgewertet werden und auch gefährdet werden, dann ist es meine Aufgabe zu sagen, nein, das geht nicht.
Aber gleichzeitig möchte ich dann auch eben diese Menschen, die das tun, versuchen, in diese Mitte reinzuholen. Also es ist ganz schwierig abzugrenzen. Ab wann sage ich, du hast gar keinen Platz mehr? Also ich mache es vielleicht konkret. Ab Sommer bin ich Pfarrerin, bin ich verantwortlich. Ja, was tue ich denn, wenn jetzt an einem Sonntag plötzlich jemand entscheidet, der ist irgendwie, keine Ahnung, ein Nazi und der möchte jetzt aber in den Gottesdienst kommen. Ja, was mache ich dann?
Sage ich, ja, du kannst kommen. Sage ich, nein. Nein, das sind so diese Fragen, das finde ich wirklich schwierig und das begrenzt sich nicht auf Instagram, also das geht ja ins echte Leben hinein und ich bin da, ich bin noch nicht ganz am Schluss, aber ich versuche, ich möchte wirklich versuchen in die Mitte zu kommen, alle an den Tisch zu holen, mit Regeln, die man aufstellt, vielleicht auch gemeinsame Regeln und ja, keine Ahnung, ich habe eine große Frage aufgemacht.
Ja, das ist auch etwas, was mich jetzt nochmal beschäftigt hatte, nachdem ich Lukas Podcast nochmal gehört habe, eigentlich bei allen, also bei Patrick Streif mit dem wir grenzen uns oder wir definieren uns nicht über Abgrenzung Lukas, wie er die Diskussionskultur und versuchte auch dem rechten Flügel in der Christenheit da irgendwie, gegen Pol zu sein und dann bei Damaris die eine Art von Abgrenzung oder die haben in ihrer, also ich will es ja gar nicht so weit gehen, aber es mag für manche eine Abgrenzung sein, in deren Vision für ihr Projekt.
Auch nochmal auf einer anderen Ebene, hier gerade in den USA, ist die Diskussion halt auch da. Wie gehen wir, wenn wir jetzt auf der demokratischen Seite sein, mit den Republikanern gerade um oder mit dem Trump-Kult oder so. Und da kann man schon auch fragen, also spielen die eine Seite, so wird es jetzt gerade wahrgenommen, die eine Seite spielt die ganze Zeit nach den Regeln und will dann immer versuchen, da irgendwie noch alles möglich zu machen und wir finden einen Weg zusammen.
Und die andere Seite sagt die ganze Zeit, wir wollen euch eigentlich gar nicht und wir scheißen auf euch, auf gut Deutsch. Und dann ist halt die Frage, muss man immer die Hand reichen, um so einen Brücken zu bauen? Oder ist manchmal auch angesagt, okay, jetzt werden die Brücken halt abgerissen und jetzt blieben wir halt auch mal unfair, damit wir eigentlich die schützen, die wir schützen müssen.
Also ich sage es euch mal ganz ehrlich, ich habe zum Beispiel jetzt Angst, wenn ich im Sommer nach Deutschland gehe und zurückkomme mit meiner Dual Citizenship, dass ich da rausgezogen werde und mein Handy konfisziert wird. Wir haben jetzt Leute mit Green Cards, die wurden eingesperrt. Wir hatten eine Kanadierin mit einer Dual Citizenship, die für mehrere Stunden detained wurde, weil sie irgendwas anscheinend an einem der sozialen Medien gepostet hat oder so.
Also was dann alles immer genau stimmt, ist natürlich auch schwierig jetzt gerade rauszufinden. Da geht es auch heiß her. Aber es ist beängstigend, das zu hören, dass da Leute scheinbar einfach festgenommen oder zumindest am Flughafen mal mehrere Stunden einbehalten werden, weil sie eben nicht reine Amerikaner sind.
Und da sind solche Sachen, also wie müssen wir damit jetzt umgehen? Sind wir trotzdem noch einmal gefragt, handhalten, an den Tisch kommen und so weiter? Oder müssen wir jetzt auch mal ganz klarer sagen, so weit, bis hierhin und nicht weiter. Und wenn ihr das nicht abändert oder wenn ihr da nicht offen seid, dann haben wir auch keine Grundlage mehr zum Gespräch.
Ich glaube, das ist so ein wichtiger Faktor. Also wie verhalte ich mich? Da können wir, wie Sarah schon aus den sozialen Grundsätzen abgeleitet hat, nie eine Antwort geben, die in jeder Situation passt. Und ich glaube schon, dass wir unser Verhalten, unsere Kommunikation, unser Zusammenleben auch daraufhin abändern müssen, je nachdem, wie die Welt gerade so ist um uns rum.
Also wenn prinzipiell alle Grundrechte für alle Menschen gesichert sind, dann kann ich ja ganz anders eine Gruppenveranstaltung machen, als wenn ich weiß, okay, hier werden bestimmte Menschen gerade bedroht in ihrer Existenz. Dann muss ich die ja anders schützen, mit anderen Mitteln und dann muss ich vielleicht auch klarer abgrenzen, als wenn irgendwie für alle selbstverständlich ist, okay, wir haben alle ein Recht auf einer Ebene irgendwie zu leben.
Und das macht mir schon Sorge, dass diese Rechte eben auf jeden Fall mal angegriffen werden und zwar nicht nur von irgendwie kleinen, ohnmächtigen Gruppen, sondern teilweise eben mit Regierungsgewalt, je nachdem wo man ist oder auf dem Weg dahin oder durch die Parlamente und so. Und deshalb, also Sarah, bei mir zieht das auch ins Private, also das ist nicht nur was Teilöffentliches, also wir leben ja nicht nur als Pastor und Pastorin in dieser Welt, sondern scheiße, also das sind unsere Freunde, Freundinnen, Brüder, Schwestern und Bekannte, die da bedroht werden oder auch die Kirchen an sich, also je nachdem, wie du Christentum auslebst, ist das ja schon was, was ein Dorn im Auge sein könnte für gewisse Autoritäten.
Ja, und ich glaube, vielleicht muss man ja auch die Perspektive dann wechseln. Man muss nicht immer mit allem einverstanden sein. Das ist das große, große Thema jetzt innerhalb der EMK, das wir doch Gott sei Dank jetzt ein bisschen gelöst haben, aber halt immer noch im Raum steht, wie gehen wir mit queeren Menschen um.
Wir haben uns geöffnet, ja, aber es gibt immer noch Menschen, die innerhalb der EMK nicht glauben, dass das Gott gewollt ist zum Beispiel. Also wie gehen wir jetzt damit um, dass es Menschen gibt, die gerne in den Gottesdienst kommen, die selber queer sind und dann Menschen aber, die daneben sitzen und denken, ja eigentlich bist du jetzt nicht richtig hier.
Das ist so eine Spannung, wo ich denke, es gibt irgendwann eine Grenze, wo man sagen muss, sobald es darum geht, dass man dann jemand verteufelt oder irgendwie ausschließt oder sagt, du darfst jetzt hier nicht mehr sein, dann ist es irgendwie komisch. Ich wüsste jetzt zum Beispiel in meiner Gemeinde nicht, ob ich das will.
Ich möchte das nicht. Ich möchte das nicht dulden, dass andere Menschen entscheiden und verurteilen, wenn sie einen Lebensantwurf nicht verstehen von einem anderen Menschen. Und gleichzeitig möchte ich eben, das ist wieder so diese Schwierigkeit, ich möchte daran festhalten, an das, was wir glauben, nämlich dass Umkehr wirklich etwas ist, das passieren kann.
Also ich möchte daran glauben, dass Menschen, die komplett falsch gewickelt sind, die jetzt eben, wie Damien, wie du gesagt hast, irgendwie mager Anhänger oder wie auch immer, dass die plötzlich merken, nee, das, was da abgeht, das ist falsch und ich muss das wieder gut machen, ich muss das ändern. Und daran möchte ich festhalten, ich möchte das wirklich glauben, dass das möglich ist.
Und dann ist ja schon die Frage, was kann ich dazu tun? Also das ist natürlich ein Wirken Gottes, eine Gnade, wenn sowas passiert. Aber kann ich das irgendwie begünstigen durch mein Verhalten, durch meine Predigten, durch mein Leben? Das finde ich gar nicht so einfach, weil du musst ja irgendwie im Gespräch sein, du musst eine Beziehung anbieten und auch verlässlich irgendwie da sein, ohne dass du eben dadurch den Lebensentwurf oder dieses Urteil rechtfertigst.
Also ich finde es mega schwierig. Ja, also ich weiß, so ein Beispiel, das ich hatte, war, als ich neue Mitgliederaufnahme vor zwei Jahren hier in Chini, da ging es dann darum auch zu erklären, ja. LGBTQIA plus people sind willkommen und Kirche ist jetzt offiziell offen und da gibt es keine Diskriminierung mehr auf theologischer Ebene, die man machen kann oder eben auch in unserem Kirchendiensthandbuch und das habe ich halt auch erklärt.
Ich habe aber auch erklärt, weil ich wusste, da sind zwei relativ sehr konservative, die aufgenommen werden. Du kannst trotzdem deine Meinung haben, solange du bei den Regeln spielst, dass du Leute nicht aufgrund dessen irgendwie beleidigst, diskriminierst oder anders behandelst. Das war so zu sein. Und da kann man schon klar sein. Und ich glaube, dass dann auch die Menschen wissen, worauf sie sich einlassen und wenn sie dann trotzdem sagen, ich habe damit kein Problem, auch wenn ich selber das Gefühl habe, das ist nicht ein Lebensentwurf, dem ich zustimme, aber sie können trotzdem damit leben und behandeln die Person normal.
Also ich meine, Lukas hat ja so ein Beispiel genannt von Brustsal, wo ein paar Gemeindeklieder das Thema Homosexualität anders sehen als er oder vielleicht die Kirche nun. Und trotzdem sagt er, fühlt er sich nicht anders behandelt. Und sie sind immer noch gleich zu ihm seit seinem Coming Out. Also das geht ja auch. Und das würde ich erwarten. Und wenn da einer diese Grenze überschreitet, dann kann man ja auch ein Kirchenausschlussverfahren anstarten.
Also wenn die Person nicht von sich aus geht oder zumindest sagt, okay, stimmt, da habe ich einen Fehler gemacht oder da habe ich irgendwie eine Grenze überschritten. Und da müssen wir als leitende Personen, finde ich, sehr klar sein. Aber es hängt schon viel an, würde ich sagen, an PastorInnen. Welche Kultur wir in der Gemeinde auch schaffen und wie wir die fördern.
Da sind wir schon sehr gefragt, glaube ich. Ja, aber kommt ein bisschen drauf an, glaube ich. Also du hast ja mal gesagt, dass in den USA so der Pastor oder die Pastorin noch ein bisschen mehr zu sagen hat als jetzt in Deutschland. Ich finde, das ist ambivalent. Also ich gehe in eine Gemeinde oder jetzt komme ich ja in eine neue Gemeinde und da kann ich ja schlecht von Tag 1 irgendwie hier die Verantwortung übernehmen für die Atmosphäre und sowas.
Nicht die Verantwortung übernehmen, aber du kannst ja ein Vorbild sein, wie du sie gestaltest und wie du umgehst mit den Leuten, wie du die Predigten machst, wie du die Predigten provokativ die ganze Zeit, haust du ständig die Bibel um die Ohren. Also solche Entscheidungen führen ja zu einer Atmosphäre.
Genau, aber da würde ich sagen, die Grundvoraussetzung ist ja auch, wie die Gemeinde prinzipiell mal drauf ist, unabhängig von mir und wie bin ich als Person. Und dann im Zusammenspiel wird sich ja was ergeben. Also ich war jetzt auch schon in unterschiedlichen Gemeinden. Ich würde sagen, ich habe auch unterschiedlich gepredigt und die Atmosphäre versucht zu beeinflussen.
Von daher, ich bin super gespannt, wie es dann bei der nächsten Station wird. Ich wollte nur sagen, das sind ja verschiedene Faktoren, die zusammenkommen. Und sicherlich die hauptamtliche Person ist ein wichtiger Faktor. Aber halt nicht alles. Ich finde das so gut, ich war kürzlich in Winterthur in der EMK und da habe ich mit Pfarrer Markus Bach gesprochen.
Lieber Markus, wenn du das hörst, liebe Grüße. Liebe Grüße, Markus, ich kenne dich auch. Von mir keine Grüße, ich kenne dich nicht. Auf jeden Fall habe ich mit ihm gesprochen und ihn angefragt, wie er das macht, wenn er so viele unterschiedliche Leute im Gottesdienst hat. Diese vielen verschiedenen Meinungen, jetzt gerade auch politisch, die Schweiz ist da auch sehr, sehr, sehr gespalten.
Wie machst du das, Markus, habe ich ihn gefragt. Und er hat gemeint, naja, es steht ja in der Bibel, den Juden ein Jude, dem Griechen eine Griechin und so weiter und so fort. Also es ist ja schon eigentlich ein biblisches Prinzip, dass man sich auch ein bisschen anpasst. Also es heisst nicht, dass ich mich verstelle. Das ist nicht damit gemeint.
Aber vielleicht in einem anderen Beispiel, wenn ich weiss, ich spreche mit Kindern, dann spreche ich so, wie die Kinder das auch verstehen können. Oder wie du denkst, dass sie das verstehen. Ich habe es gelernt, von daher weiß ich das. Bei Moritz ist das dann wie immer. Ich bräuchte noch mal eine Privatstunde, Sarah. Wir haben hier gerade ein trotziges Kind.
Aber das finde ich irgendwie noch, das fand ich richtig gut, weil das hat mir wie so ein bisschen gezeigt, wenn ich, ich kann ja beruflich oder privat, kann ich ja auch verschiedene Rollen einnehmen. Und ich muss das nicht immer tun. Also das finde ich auch ganz wichtig. Ihr müsst euch nicht auf alles einlassen. Und ihr könnt auch mal sagen, nee, sorry, also wie Damien, dann blockt ihr mal jemanden oder ihr brecht was ab oder macht Gesprächsgrenzen aus oder wie auch immer.
Aber so dieses Wissen von, ich lasse mich jetzt ganz bewusst auf ein Gespräch ein und setze mich irgendwie auf Augenhöhe zu dieser Person hin. Ich finde es immer mühsam, gerade jetzt in der Theologie, wenn sich Theologinnen und Theologen so unfassbar akademisch ausdrücken, wo ich, wo eigentlich ja doch einigermaßen denken kann, mir fünfmal überlegen muss, was meinen die jetzt?
Das finde ich scheiße. Ich mag das nicht. Also spreche doch mit den Leuten so, dass sie das auch verstehen. Und ich glaube, das war für mich so ein Aha-Erlebnis. Ja, steht ja in der Bibel. Also begib dich doch einfach mal auf Augenhöhe. Ich glaube, also wir sind ja auch als Menschen immer ein bisschen anders oder andere Seiten von mir kommen zum Vorschein, je nachdem, wo und mit wem ich bin.
Ich merke das immer wieder so bei großen Geburtstagsfeiern, was für ein bunter Haufen Menschen da zusammenkommen und manche passen wirklich nicht so gut zueinander. Aber da sitzen wir dann und feiern ein bisschen und danach ist es auch wieder gut, wenn ich die Kontexte wieder ein bisschen getrennt voneinander habe.
Naja, und ich denke auch nochmal, die Position Pastor oder Pastorin macht auch nochmal einen Unterschied zu meinem normalen Privatleben. Also ich habe immer das Gefühl, als Pastor versuche ich viel mehr, der Brückenbauer zu sein auch. Und dann auch, wenn du so eine Geburtstagsparty zum Beispiel, dann setze ich mich halt mal an den unlieblichen Sammentisch, wo sonst keiner sitzen will und versuche Gespräche zu führen oder so.
Also wenn ihr jetzt mich das nächste Mal am Geburtstag seht und ich sitze am anderen Tisch, dann wisst ihr Bescheid. Ihr wisst auch Bescheid, wenn ihr da sitzt und Damien zu euch kommt. Genau, das meine ich. Ja, dann wisst ihr ja, oh, wir sind scheinbar der merkwürdige Tisch. Nee, aber das finde ich also wichtig für mich nochmal die Unterscheidung.
Und im Privatleben bin ich dann manchmal doch ein bisschen rigoroser, dass ich dann manchmal schon auch sage, also nee, da habe ich jetzt keine Lust, eine Brücke zu bauen, muss ich ganz ehrlich sagen. Und ich glaube, das macht auch nochmal Unterschiede, dass da Pastoren, PastorInnen da nochmal ein bisschen anders gefordert sind.
Und natürlich können wir jetzt nochmal exegetisch an diesen Text rangehen, den du gerade zitiert hast. Also ist der Kontext nicht im Sinne von Evangelisation zu sehen? Sonst könnte ich auch noch sagen, seit einem Kommunisten, einem Kommunisten, einem Nazi, ein Nazi, so weit wollen wir ja wahrscheinlich nicht gehen.
Also, da müssen wir noch mal jetzt, aber ich weiß, was du meinst, ich wollte es noch mal für die Nerds da draußen noch mal sagen, ja, exegetische Kontext würde wahrscheinlich eher ein bisschen noch mal das tun. Ja, das war nicht theologisch, akademisch, das war... Wir sind ja hier zum Diskutieren. Aber das ist vielleicht ein ganz gutes Stichwort und Sarah, was du gesagt hast.
Mir wurde rückgemeldet, dass unsere Feminismus-Folge teilweise auch ein wenig akademisch und hochtrabend war. Also das kann wohl auch bei uns vorkommen. Ich glaube, manchmal merkt man das selbst einfach gar nicht, woran man sich da verstrickt. War jetzt nicht irgendwie hier von zehn verschiedenen Leuten oder so, aber hast du uns verstanden, Damien?
Ich habe euch beide verstanden. Ich habe auch ganz gerne eigentlich zugehört. Ich fand es sehr informativ. Aber ich habe auch gedacht, wenn du nach der dritten Person sagst, du willst ein bisschen viel Informationen, dann kann man ja aufhören. Und dann machst du halt in zwei, drei Tagen nochmal weiter und hörst den Rest.
Weil es ist ja gut unterteilbar eigentlich, wenn man es so will. Du kannst ja nach jeder Frau, die ihr vorgestellt habt, kannst du sagen, reicht mir für heute, genug History und jetzt höre ich wieder meinen Mörder-Podcast oder so. Ich weiß auch gar nicht, ob man sich die so alle merken kann, wenn man das so einmal schnell hört und vielleicht nicht die Instagram-Slides noch vor sich hat.
Aber ich habe gemerkt, die Geschichte von Sarah Smith und dem Stillen auf der Kanzel, die habe ich jetzt schon zwei Leuten weitererzählt. Also das hat irgendwie Eindruck gemacht bei mir oder vielleicht auch, weil viele Babys in meinem Umfeld sind. Das ist eine coole Story. Also wenn ihr die noch nicht gehört habt, dann hört euch nochmal die Folge an.
Wir sagen euch nicht, welche von den fünf Personen, wo sie ist, Mitte, vorne, hinten. Hört die ganze Folge, würde ich sagen. Ja, und ich fand das auch, das rundet jetzt auch so ein bisschen ab, all diese Frauen, die haben nimmere Zeiten, als wir jetzt vielleicht durchgemacht. Manche waren gleich schlimm oder ähnlich schlimm. Aber die haben alle, nicht in einfachen Umständen gelebt. Und die sind ihren Weg gegangen.
Die haben das Beste versucht. Ich vermute, sie haben Türen geschlossen. Sie haben sie vielleicht nicht zugesperrt, dass man die wieder mal aufmachen könnte im Falle einer Umkehr. Aber ich denke, das ist so vielleicht auch ein Zeichen oder so ein Hoffnungsschimmern für mich persönlich. Wenn ich denke, ja, scheiße, die Welt geht unter, Endzeit und alles wird schlimmer.
Das kam schon oft. Es war schon oft schlimm. Und es haben so viele mutige Frauen und Männer, ja, so viele mutige Menschen haben das geschafft, die haben Wege gefunden und das schaffen wir auch. Auch wenn man manchmal Brücken nicht bauen muss oder nicht bauen kann, es gibt auch andere Wege, wie wir zum Ziel kommen.
Und das Ziel, das muss immer sein, Friede, Gleichheit, Gerechtigkeit, Liebe, so diese ganz, ganz basic Christian Values. Amen, ja. Ich habe noch eine kritische Rückfrage zu einer Folge. Das war ja ein ganz anderes Thema. Sarah, zu deiner Folge mit dem Bischof. Kannst du mir nochmal beantworten, welches Lieblingslied hat denn der Bischof?
Ah, das war so gut. Ja, also liebe Leute, falls ihr das nicht gehört habt. Bischof Patrick Streif weiß nicht genau, welches Lieblingslied er hat, weil er sich die nicht merken kann. Und ich finde das so super, weil er sich ja alles merken kann. Historische Daten und irgendwelche Ausschussnummern und so.
Aber die Namen und die Nummern, die kann er sich nicht so merken. Das fand ich richtig gut. Ja, ich fand das ein bisschen unfair, dass du ihn da vom Haken gelassen hast. Also ich hätte es gerne gewusst. Er muss ja nicht den Text zitieren, aber ich hätte währenddessen noch gesagt, also das Lied, und wenn er gesagt hätte, die Nummer 1.
Also ich hätte jetzt gerne nochmal eine Antwort davon. Aber gut, das fand ich jetzt, dass du ihn da vom Haken gelassen hast, Sarah, das fand ich schon schwach. Gerade du, Sarah, ja. Ja, gerade ich. Ich muss ja noch ein bisschen aufpassen. Am Schluss schicken die mich wieder irgendwo Dienstzuweisung zur Hand des Bischofs. Darf er das noch machen?
Nee, er eigentlich nicht mehr. Aber der hat wahrscheinlich schon noch seine Verbindung. Scheint so einer zu sein, der wird das nie machen. Also der wird ja nie die Verbindung nutzen. Das glaube ich bei ihm gar nicht. Nee, nee, nee, nee, das war ja Spaß. Aber was ich auch noch witzig fand, um noch eine lustige Note zu enden, da Maris hat ihr erzählt von ihren Instrumenten, die sie da kauft und anfängt und dann in die Ecke stellt.
Habt ihr auch so ein Instrument gekauft und in die Ecke gestellt? Also ich habe irgendwann aufgehört, aber also die Gitarre und die Ukulele und eine Trommel, da kann ich mich halten. Ich kann, glaube ich, vier Akkorde oder so und ich war einmal beim Gitarrenwochenende, wo sie jetzt hingeht. Bei mir hat es nichts gebracht, also nachhaltig zumindest. War trotzdem ein nettes Wochenende.
Ich habe es ähnlich, aber in einer anderen Form, nämlich dann geht es mehr Richtung Lukas. Ich kaufe mir irgendwelche Online-Programme und so, für Grafiken zu erstellen und dann nutze ich es nie. Also das ist so, ich gehe einfach in einer anderen Dimension. Ja, von Lukas die Frage, die hatte ich auch noch. Ich fand die Geschichte so lustig, die er mitgebracht hat mit der Atmosphäre vor dem Gottesdienst, dass die Stadtgemeinde, dass da irgendwie es geht runter und drüber und wir schnattern noch alle und die Dorfgemeinde, aus der ich ganz ursprünglich komme, da ist Totenstille, fünf Minuten vor Beginn.
Ich habe das ja auch schon ein bisschen gesagt, bei mir in Metzing immer super viel los und laut. In Albstadt war es, glaube ich, eher ruhig. Könnt ihr da irgendwie diese Feldstudie noch ein bisschen erweitern? Also was ich noch sagen will, an der Stelle Lukas, hättest du mal wenigstens erwähnen können, dass der beste Praktikant der Welt der Damien war, als du Bruchsal war.
Nur mal so, by the way, da war der Lukas aber auch noch, glaube ich, war der da vielleicht elf oder so? Also noch ein junger Kerl. Das stimmt aber, jetzt im Bruchsaal und auch in Münzesheim, wie sie alle heißen, exakt, das stimmt richtig, das war immer ein Problem. Hier in Chini habe ich das auch, also Chini ist so eine Mischung, eigentlich mehr Landgemeinde, aber wir haben schon 20.000 Einwohner.
Und die sind unfassbar, vorm Gottesdienst am schwätzen und auch am rumstehen, da wird noch Kaffee gekocht und weißt du, geil was, bis ich dann irgendwann einen Countdown eingeführt habe mit Musik, wo ich gesagt habe, ich will mal, dass die jetzt endlich reinkommen und auch in der Gemeinschaftsraum läuft auf dem TV der Counter mit Musik, sodass die dann irgendwann endlich mal reinkommen.
Und am Anfang hatten wir auch zweimal Leute so ein bisschen outgecallt. Also wir waren dann noch am Schwätzen und so. Und da haben wir gesagt, so Ide, kannst du jetzt mal dich reinsetzen, dass wir eigentlich mal anfangen können? Es ist 10 Uhr. Und das habe ich zweimal gemacht und seitdem läuft es. Also das ist ganz gut, ja.
Aber in Breyers-Bronn, wo ich ja auch war, ruhig. Also da ist es auch, vor allem im Vergleich zu der einen Gemeinden und der anderen. Die eine ist super ruhig, die andere noch relativ lange am Schnacken, sodass Leute aber auch angefangen haben zu sagen, kennt der Pastor mal für Ruhe sorgen vom Gottesdienst?
Und dann mussten wir, also wirklich fünf Minuten bevor Gottesdienst beginnt, hat dann einer von uns Pastoren dann gesagt, könnt ihr bitte Gottesdienst beginnen, wir wollen uns jetzt sammeln. Und da haben wir nochmal so zwei, drei, vier Minuten Ruhe gehabt, bis das Vorspiel begann. Also das fand ich auch krass. Ja, bei uns ist es ähnlich.
Also fünf Minuten ist einfach ruhig. Und dann hört man nur von außen, von Kirche, hört man die Kirchenglocken. Und ich finde das so schön. Und dann ist Punkt zehn und dann beginnt die Orgel. Und es ist jedes Mal so Gänsehaut. Ich bin halt anders aufgewachsen, muss man sagen. Ich bin so ICF-mäßig aufgewachsen.
Vielleicht nicht ganz so krass, aber so halt eben Countdown und boom, boom, boom und alle am Schnattern und so. Und ich merke, das ist too much für mich. Ich brauche das ruhig, ich muss einstimmen. Und wenn man eine Predigt hält, finde ich das auch nicht schlecht, weil ich bin immer noch ein bisschen nervös. Da komme ich ein bisschen zur Ruhe. Achso, ja, nee.
Also es gibt ja auch diese Krankheit bei manchen Leuten. Wenn ihr zuhört und ihr seid so jemand, dann hört auch zu, dass wenn du vorm Gottesdienst als Pastor, Pastoren sitzt da, erste Reihe meistens natürlich, und dann kommen die drei, vier Minuten, bevor es losgeht und ballern dir nochmal irgendwas rein von irgendwas, was die Woche los war oder sie müssen noch was sagen oder Pastor, kannst du nachher noch bla bla bla.
Das ist also auch eine Unart, finde ich. Also ich bin auch jemand, ich sammle mich dann vorher noch mal. Also in Chini, das hat keinen Wert. Die kommen da wirklich eine Minute vorher noch und erzählen mir noch von ihrem Urlaub letzte Woche. Also ist halt, wie es ist. Oder welches Modellschiff sie gerade bauen.
Aber ich sag mal so, es muss nicht sein, Leute. Ja, aber ich hatte auch schon einen Bezirk, da war ich immer sonntags in zwei Gottesdiensten und bin zwischendrin dann gewechselt. Und da habe ich dann schon immer geschaut, dass ich beim ersten Gottesdienst eine halb, dreiviertel Stunde vorher da bin, dass ich dann mit allen rede, dann ist Gottesdienst, weil ich wusste, danach bin ich halt nicht mehr da und habe schon gemerkt, das Verhalten ändert sich dann ein bisschen und ich musste da halt dann vorher irgendwie gucken, dass ich die wichtigsten Gespräche führe und dann die zweite Gemeinde hatte Glück, da war ich dann hinterher.
Aber das suchst du ja dann bewusst. Ja, aber schon halt aus der Not. Also manche Leute sieht man halt dann nur sonntags und dann nehme ich halt die paar Minuten, die ich habe. Aber ja, habe ich jetzt auch gelernt zum Beispiel, Sarah, vielleicht ist das so ein Tipp, den man dir noch mitgeben kann hier von den erfahrenen Pastoren.
Ich schreibe mir so Sachen direkt nach dem Gottesdienst einfach kurz auf. Also entweder Notiz ins Handy oder auf den Zettel, weil sonst ist bei mir alles weg. Also nach dem Gottesdienst, was da so reinprasselt, das kann ich mir nicht merken. Oder nicht alles zumindest. Ich weiß nicht, ob das bei dir jetzt auch schon so ist. Schreibt mir selber E-Mails nach dem Gottesdienst direkt.
Also wenn jemand mir was sagt, sag ich, Entschuldigung, ich schreibe es mir gleich auf, dann schreibe ich es in eine E-Mail und schicke mir die E-Mail, dann sobald ich alles nach dem Gottesdienst aufgeschrieben habe, was ich aufgeschrieben hatte. Ich habe noch eine lustige Abschlussstory. Gut. Zum Ende.
Weil wir sind jetzt vom Gottesdienst zum Kirchencafé gekommen. Das ist immer nach dem Methodistischen Gottesdienst gibt es Kirchencafé. Und ich habe kürzlich eine Nachricht bekommen von einem reformierten Kollegen. Grüße gehen raus, Fasser das hörst. und weißt, wer du bist, hat mich gefragt, wie wir das eigentlich machen, das Kirchencafé.
Sie finden das eigentlich ganz gut. Sie würden das gerne auch einführen. Und wie man das denn angehen könnte. Und ich musste dann erst ein bisschen lachen, weil ich gedacht habe, ja, das ist so. Ich glaube, das gibt es seit 300 Jahren bei uns, gefühlt. Und ich war dann so ein bisschen, ja, fangt einfach mal an. Die Kirche, habt ihr schon jetzt noch Kaffee dazu? Zack, fertig.
Ja, aber es ist eine gute Frage und ich fand Jillian damals, meine erste Folge, war ja dieses Zitat, Kirchenkaffee ist bei Mettus das dritte Sakrament. Aber ich möchte da eine Antwort geben, ist das okay? Also eine Lösung, wie starte ich sowas? Ja, unbedingt. Also es gibt zwei, es gibt die meditistische Lösung ist, wir machen eine Liste, wo man sich eintragen kann mit Datum, wer den Kaffee macht. Und am Anfang machst du einfach mal nur Kaffeebrauen.
Und je nachdem, wie groß die Gemeinde ist, musst du halt eine Filterkaffeemaschine oder du hast halt einen Automaten, wenn es jetzt nicht so viele sind, ist vielleicht okay, aber holst du so eine Kaffeemaschine und... Liste eintragen und dann noch eine Spalte machen für Cookies oder frische Früchte oder irgendwie sowas, Kekse. Also irgendwas kurzes, einfaches.
Was wir machen ist, jeder bei uns und jede, die auf der Liste ist, dass die Gottesdienst regelmäßig kommt oder Gemeindemitglied ist, ist in eine Gruppe eingeteilt und diese Gruppe kriegt pro Monat den Kirchenkaffeeauftrag. Dann ist jeder involviert und manchmal eben, selbst wenn Leute, wir haben so zwei Leute, die kommen nicht mehr in Gottesdienst, aus welchem Grund auch immer, aber wenn ihr im Monat dran ist und die kriegen die E-Mail, dann kommen die am Samstag und bringen irgendwie fertige Schnittchen oder gebackene Zimtschnecken oder so für den Kirchenkaffee, obwohl die selber nicht gehen am Sonntag.
Aber das hat so eine, das kann man auch machen. Also das Erklären, Einführen, sagen, wir würden das gerne probieren. Jeder wird in eine Gruppe eingeteilt, jeder kriegt einen Monat. Fünf Leute haben dann den Monat Mai oder so. Und dann geht's los. Kannst du auch mal so probieren. Einfach mal alle von vornherein sagen, ihr seid jetzt mal eingeteilt. Und wenn ihr nicht könnt, dann könnt ihr halt nicht. Das neue Register.
Fragt uns und wir antworten euch, wie ihr eure Kirchen oder Hobbys oder Alltag strukturieren könnt. Wir wissen Bescheid. So ein Kirchenkaffee weiß ich Bescheid. Gut, liebe Zuhörende, ich glaube, wir kommen langsam zum Ende. Das war eine wilde Folge. Ich bin ein bisschen konfus im Kopf und habe auch das Gefühl, ich weiß gar nicht, ob wir Dinge beantwortet haben oder irgendwie, ob das alles Sinn ergeben hat.
Moditz, war es gut für dich? Ja, du hast mich wunderbar durchnavigiert durch meine Gedanken und war viel dabei, aber ich fand es jetzt kurzweilig vor allem und ich hoffe mal, beim Zuhören war es das dann auch. Und Damien, wie war es für dich? Super, fast so gut wie Herr der Ringe. Ja, nee, also ganz kurzweilig, habe ich gesagt. Und nicht so einen zwei Stunden Baumspaziergang durch den Wald.
Wenn wir uns zu dritt mal treffen, dann schauen wir halt der Ringe zusammen. Aber die X-Tenant-Version. Ja, Damien ist dabei. Sehr gut. Naja, irgendwann mal dann, ja. Na, ihr kriegt dann von mir halt den Direktors Cut erzählt. Das ist halt, ich kann da nicht stülsen, ich erkläre dann alles. Bevor es jetzt ausartet, wünsche ich euch eine gute Woche. Startet schön.
Gebt eure Sorgen ab, wenn ihr könnt. Oder sprecht es aus, sprecht es an. Und fühlt euch so, dass ihr nicht alleine seid. Wir sind auch da irgendwo im Äther. Liebe Grüße und macht's gut. Adieu. Auf Wiedersehen. Music.