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The Holy Club

Endlich wieder HolyClub!

Montag, 16. Februar 2026 · 48 min

MP3

Shownotes

Nach der Pause ist der HolyClub zurück – mit einer Folge, die sich Zeit nimmt für das, was gerade viele umtreibt: politische Unruhe, geistliche Erschöpfung und die Frage, was Kirche in solchen Zeiten eigentlich leisten kann.
Moritz und Damian sprechen über die Situation in den USA, über Gewalt, Angst und Klage – und darüber, warum Schweigen für Kirche keine Option ist. Damian erzählt von einem Gottesdienst der Klage nach tödlichen Polizeieinsätzen, von Zittern in der ersten Reihe und von der Erfahrung, dass Räume für Trauer und Sprachlosigkeit dringend gebraucht werden.
Von dort aus weitet sich der Blick: auf Trainings für gewaltfreien Protest, auf kirchliche Traditionen als Ressource in Krisenzeiten und auf die Frage, was Methodismus konkret beitragen kann, wenn Gesellschaften zu zerreißen drohen. Moritz bringt Eindrücke von der Konferenz „Unruhige Hoffnung“ ein – ein Wochenende, das bewusst nicht vorschnell tröstet, sondern Passionszeit und Auferstehung zusammenhält.
Die Folge schlägt außerdem den Bogen nach Deutschland: zur politischen Lage, zu Protestformen, zu Liturgie auf der Straße und zum offenen Abendmahl als theologischer Gegenentwurf zu Ausgrenzung und Verhärtung. Es geht um Feindesliebe ohne Verharmlosung, um Würde ohne Naivität – und um die Einsicht, dass Hoffnung nicht aus uns selbst kommt.
Eine dichte, persönliche und politische Folge über Kirche mitten in der Welt, über Gemeinschaft als Kraftquelle und über einen Glauben, der nicht ruhig bleibt.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Endlich ist es soweit und endlich kommt wieder eine neue Folge Holy Club. Ich glaube, keine Frage habe ich in den letzten Tagen so oft beantworten müssen wie Moritz, wann kommt denn endlich am Montag wieder eine Folge? Endlich bin nicht nur ich vor dem Mikrofon, sondern auch unser geliebter Podcast-Host von Überm Teich. Hallo Damien, endlich bist du wieder da.

Hi, Moritz. Ja, endlich können wir wieder miteinander schwätzen über Methodismus, MethodistInnen und was so in der Welt los ist. Und ja, ich habe auch ein paar Fragen gekriegt. Wann geht es endlich weiter? Und das ist ja auch schön. Also, wenn ihr uns das schreibt, zwar nervt es auch auf der anderen Seite, weil wir haben ja unseren Plan, wenn wir weiter machen.

Nee, aber es ist sehr schön, wenn ihr das schreibt, weil das zeigt uns, dass ihr uns gerne hört und die Menschen gerne hört, die wir da interviewen. Von daher freue ich mich sehr, wieder am Start zu sein nach der langen Pause. Ja, ich habe dann zwischenzeitlich mich selbst hinterfragt, haben wir irgendwie nicht kommuniziert, dass es jetzt eine Pause gibt und ich dachte doch.

Aber es war wirklich ein bisschen missverständlich, glaube ich, weil wir in der Weihnachtsfolge, in diesem Special gesagt haben, es gibt eine Pause und dann kamen aber noch zwei Folgen und dann hat es halt einfach aufgehört. Also entschuldige. Entschuldige die Versuchung. Genau, wir haben aufgrund von unterschiedlichen Umständen dann nochmal Folgen rumgeschoben und dann ist es so passiert, wie es passiert ist.

Aber ich muss auch sagen, Moritz, das ist ja auch eine Krankheit von uns, von unseren Gemeindeklern. Du kannst was zwei-, dreimal sagen und trotzdem fragt dich nachher noch einer, wann ist denn das? Also ich habe heute, kurze Side-Story, weil du mich ja wahrscheinlich wieder fragst, dass ich irgendwas mit Filmen mache für die Passionszeit, mache ich nicht diesmal.

Aber ich habe meinen Praktikanten Henning und wir machen zusammen eine Reihe Fasten. Also im Englischen sagen wir Giving Up Bad Theology for Lent. Also wir fasten schlechte oder eigentlich, so wie wir es meinen, das ist mehr schädliche Theologie für die Passionszeit. Und das Konzept ist, also wir haben sonntags das eine Thema, also zum Beispiel das erste wird sein, wir fasten biblische, Wie heißt denn das im Deutschen? Wenn man sagt Unfehlbarkeit, genau. Bibelche Unfehlbarkeit. Oder Irrtumslosigkeit der Bibel.

Irrtumslosigkeit, Inerrancy, Irrtumslosigkeit. Und dann machen wir sonntags die Predigt. Und am Montag davor machen wir so eine Einheit mit Vorlesungen und Diskussionsrunde, wo wir noch mal tiefer in das Thema einsteigen. So, ich sage das seit Wochen. Kündige ich das an. Schreibt das in den Newsletter. Erklär sogar, dass Montagabend wird sogar auf YouTube aufgezeichnet, Livestream und später noch verfügbar.

Das habe ich jetzt mehrmals gesagt. Im Kirchenvorstand letzte Woche habe ich das nochmal erklärt, weil meine Musikdirektorin, die mein Musikprogramm macht, gesagt hat, hä, ist das jetzt länger als nur eine Woche? Ich sagte so, ja, Passionszeit, so ungefähr sechs Wochen. Aber okay. Und dann kriege ich heute Morgen die SMS von meinem Kirchenvorstandsvorsitzenden.

Die Vorsitzende. Und sie fragt mich, jemand hat mich gefragt, wird das aufgezeichnet? Kann man das noch einsehen? Und es juckt dann in mir zu sagen, sag mal, habt ihr es ja alle noch? Ich habe doch gesagt, es wird aufgezeichnet. Wir haben doch da sogar letzte Woche drüber gesprochen. Egal. Aber ja, kurzer Rant an der Seite.

Menschen hören manchmal nicht so zu, wie wir uns das hoffen. Sagen wir es mal so. Ja, aber da muss ich jetzt auch mal ganz selbstkritisch sagen, wenn ich darauf schaue, wie wir beim Holy Club unsere Terminfindungsprozesse so gestalten, du hörst auch wirklich nicht immer gut zu. Okay, ich habe Kritik angenommen. Es ist ja dann, ich würde es mal jetzt professionell ausdrücken und sagen, wenn ich mich über sowas auffrege, ist es wahrscheinlich der Spiegel, der mir vorgehalten wird.

Das kann gut sein. Ja, es ist ja so ähnlich wie ein Spiegel zumindest die Situation, wie wir aufnehmen. Wir sind einander zugeschalten. Wir sehen uns und wahrscheinlich habt ihr schon gemerkt, entweder wir lassen Sarah jetzt gar nichts mehr sagen und schauen sie nur an oder und das ist die leider realistische Variante. Wir nehmen heute zu zweit auf.

Wir nehmen auf am Valentinstag, der Tag der Liebe, der Tag der Liebenden und sind aber nur zu zweit, auch wenn sonst, wenn wir über die Liebe reden, eigentlich Sarah eine sehr wichtige Stimme dabei hat. Sarah hat das schon angekündigt sie muss ein bisschen schauen wo sie ihre Kräfte einsetzen kann, ist teilweise über eigene Grenzen gegangen und wir wissen selbst noch nicht genau in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt sie zurückkommen kann, hier ans Mikrofon beim Holy Club, aber das ist überhaupt kein endgültiger Abschied also sie ist immer noch Teil des Schiffs, Teil der Crew, Teil des Holy Clubs, und sobald sie irgendwie Luft, Zeit, Lust hat auf den Holy Club, dann schaltet sie sich wieder rein.

Und wir freuen uns jetzt schon, Sarah, wenn du wieder zurückkommst. Genau, da freuen wir uns sehr drauf. Ja, aber jetzt machen wir doch dann trotzdem mal los. So richtig. Wir starten mitten im Februar. Damien, was ist passiert bei dir so seit der Weihnachtszeit bis heute? Und vielleicht jetzt nicht so, dass du dein Tagebuch vorliest, was du natürlich in wesleyanischer Tradition pflegst, sondern was liegt so oben auf?

Ich schaue immer mal wieder rüber in die USA und ich stelle mir das schon ziemlich krass vor, da als Pastor tätig zu sein. Ja, das ist ein gutes Stichwort. Es ist schon krass, was hier so abgeht. Also ich gebe jetzt mal so ein bisschen meinen Eindruck, was wir auch so machen gerade. Aber schon mal so Voraussicht, Henning von der Theologischen Hochschule Heutzutage ist ein Deutscher aus München ursprünglich.

Und der ist gerade bei mir und macht ein Praktikum für sechs Wochen bei uns in der Gemeinde. Und der wird dann auch nochmal im Holy Club auftauchen und mal so ein bisschen erzählen, wie er alles so wahrnimmt, was auch der Unterschied zur deutschen EMK ist aus seiner Sicht. und es wird auch nochmal spannend.

Also er wird da wahrscheinlich auch nochmal so seine Eindrücke geben. Aber wir sind gerade hier in einer sehr, sehr ähm. Schwierigen, turbulenten, anstrengenden Situation als Kirche, als Menschen, die mit dem ganzen, was die Trump-Regierung macht, nicht einverstanden sind. Und das hat Auswirkungen, also ganz konkret, wenn wir mal ein Beispiel nennen, was das persönlich mit mir gemacht hat, war, ich weiß nicht, wie viele das in Deutschland mitbekommen haben, aber in Minneapolis, Minnesota, war ja somit der größte Attacke auf die Immigranten und auch auf die Community, die dort lebt, von Ice Agents hauptsächlich.

Und da ist ja dann nicht nur Renee Goode, eine Frau gestorben und erschossen worden, sondern die haben ja dann auch noch eine Woche oder zwei Wochen später Alex Prady, muss man jetzt einfach sagen, hingerichtet auf der Straße. Also ich empfehle das niemandem, sich das anzugucken, aber es ist wirklich keine, also da kann man nicht von Notfall oder irgendwas gehen.

Also ich habe es auch gesehen und also auf jeden Fall eine Triggerwarnung und schaut das nicht an, wenn es nicht sein muss. Es gibt da von der New York Times eine Beschreibung, wo die die Szene für Szene beschreiben. Das ist schon schlimm genug, aber für die, die es sich nicht ansehen wollen, aber die beschreiben es sehr gut, auch wie der war wehrlos und die haben ihn einfach erschossen.

Und dann saß ich am Sonntag danach, also Samstag passiert, Sonntag am Gottesdienst in der ersten Reihe und es war wirklich, ich habe innerlich gezittert, weil ich nicht wusste, was soll ich damit machen? Wie spreche ich das an? Ich weiß, ich habe Leute, die immer noch irgendwie gut finden, was Trump macht in der Gemeinde irgendwie.

Ich will nicht das, ich will aber auch nicht aus Emotionen daraus sprechen und dann irgendwie. Abranten, also so sauer werden und einfach so um mich werfen mit Emotionen und das auch nicht mehr reinfangen. Das ist ja auch ein Problem, ja. Und, aber ich habe gemerkt, wie der Heilige Geist, das war ganz drum ausgedrückt, da auch pusht und sagt, da irgendwas Das muss gesagt werden, weil ich mir überlegt habe, Ich erinnere mich noch an Holger Eschmann, Vorlesungen an der Theologischen Hochschule.

Man muss mit der Zeitung sozusagen predigen in der Hand. Also du kannst ja nicht, wenn jetzt sowas passiert wie dieser Tod oder so ein Anschlag, der in deinem Land passiert oder sowas, kannst du nicht am Sonntag so tun, als wäre nichts gewesen. Du musst das ja irgendwie adressieren. Und dann haben wir das zumindest in der Zeit der Gemeinschaft, in der Gebetsgemeinschaft, habe ich das dann erwähnt und einfach erstmal meinen Schock und meine Verunsicherung darüber erwähnt und dass wir dafür beten, für die Familie und für die Gemeinde in Minneapolis.

Ja, und dann haben wir aber als Gemeinde, also ich habe dann entschieden mit dem Gemeindevorstand, dass wir dann so ein Gottesdienst der Klage den Sonntag darauf machen und haben das organisiert. Und zu sehen, wie viele Menschen da kamen. Wir haben nämlich vorab auch eine E-Mail geschickt an alle und eingeladen dazu, dann an diesem Lament-Service teilzunehmen.

Das ist auch online, falls man da mal reinschauen will. Es war der vollste Gottessens in dem Jahr, den wir hatten. Wir haben gerade einen Schnitt 67 Gottessens-BesucherInnen und an dem Sonntag waren wir 85. Und auch von konservativen Kirchen kamen Leute, weil die auch nicht wissen, wie sie damit umgehen und ihre Gemeinden nichts gesagt haben und da ist so eine ganz, da ist eine Suche nach, wie adnen wir das ein, was macht das mit meinem Glauben, Und da so ein Gottesdienst der Klage anzubieten und dem Raum zu geben, auch für andere Dinge, weil ich hatte zum Beispiel, wir haben in der Gemeinde einen ehemaligen Veteranen, Kriegsveteran, der war im Vietnamkrieg und mit dem habe ich die Woche nach vorne

gesprochen und er sagte zu mir, weißt du, ich sehe die Bilder von Minneapolis insgesamt mit dem Militär gegen die MitbürgerInnen und es triggert mich von meiner Kriegszeit in Vietnam und als ich zurückkam und was da los war. Und auch das ist eine Realität, die wir vielleicht gar nicht so vor Augen haben, was manche Soldat oder Ex-SoldatInnen da mit sich tragen und wie das die triggert auf einer ganz anderen Ebene.

Von daher, das war ein guter Gottesdienst. Sehr viele Zeugnisse und Anschluss, die mir gesagt haben, wie wichtig das für sie war und wie sie das bewegt hat und dass wir das brauchen. Und da war ich auch super nervös, weil ich nicht wusste, wie das ankommt, was Leute damit machen. Aber es gab nichts Negatives, nur positiv.

Und ich habe so danach so richtig Frieden gespürt und habe gesagt, jetzt habe ich die Kraft, auch wieder aufzustehen, was zu unternehmen. Das klingt richtig gut. Also auch, ich finde mega gut, dass du da so deine eigenen Themen und Unsicherheiten und Reaktionen teilst, aber nicht nur dabei bleibst, weil ich meine, als Pastor hast du ja immer wieder die Gelegenheit, dein Zeug in ein Mikrofon reinzusprechen.

Sondern dass du den Raum auch öffnest und dann so einen Klagegottesdienst zu machen und da auch andere Themen dann noch daneben zu setzen, aber eben je nachdem, was die Leute bewegt, dem Raum zu geben. Das finde ich ist schon so ein kirchlicher Grundauftrag. Also da, ja, diese Klage gemeinsam auch vor Gott.

Also das macht ja einen Unterschied, ob wir das irgendwie als Selbsthilfegruppe machen oder ob wir das machen in dem Vertrauen oder in der Hoffnung darauf, dass Gott da mit in der Klage sitzt. Vielen Dank. Oder angeklagt wird auch. Oder angeklagt wird, genau. Das erinnert mich auch, gestern war ich bei einem Training für geistliche Führungskräfte, wie wir einen nicht gewalttätigen Protest organisieren.

Und da waren wir in der Episcopal Church oder anglikanischen Kirche, die amerikanische-anglikanische Kirche, und haben uns da getroffen mit Methodisten, Baptisten, Anglikanern, Lutheranern und ein paar Freikirchen, die keiner größeren Kirche zugeordnet sind. Und haben das diskutiert, viereinhalb Stunden Training gemacht, wie wir uns verhalten, was wir machen.

Und eine Sache war, deswegen sage ich das gerade, was wir da gehört haben oder wo wir drüber nachdenken sollten, war, was kann deine kulturelle Tradition als Kirche oder wo du kirchlich herkommst, anbieten, wenn Leute hoffnungslos sind, wenn Leute trauern, wenn Leute führungslos sich fühlen oder wenn Leute die nächsten Schritte wagen müssen.

Und das fand ich nochmal cool, darüber nachzudenken. Was ist denn wirklich unsere Rolle jetzt auch als Kirche in dieser ganzen Situation, in der wir uns befinden? Und dann hieß es, und ein Satz war auch, ihr dürft bei für den vier Fragen, was ist eure Antwort, darf nur einmal die Bibel vorkommen. Also nur einmal ein Bibelfers.

Das ist der Joker. Der Rest muss irgendwas anderes sein. Und das fand ich echt nochmal gut nachzudenken, weil wir haben als Kirche oder von unserem Glauben heraus doch echt einiges anzubieten für die Menschen, die gerade diese. Diese Zerbrochenheit spüren oder diese Unruhe, die Hoffnungslosigkeit. Und da, glaube ich, können wir echt was anbieten als Kirchen und müssen da auch voranbleiben.

Also zum Beispiel, das würde ich gerne erzählen, weil ich das auch beeindruckend fand, als damals 2019, glaube ich, diese ganzen Proteste in Hongkong waren gegen die politische Übernahme von China, da haben Kirchen dort die Türen geöffnet für die Protestierenden und haben gesagt, wenn ihr eine Pause braucht, wenn ihr was zu essen braucht, sogar übernachten müsst, weil die Proteste teilweise vier, sechs Stunden waren, haben die Kirchen die Türen geöffnet und haben den Menschen da Unterschlupf, eine Zuflucht geboten.

Und das sind so Sachen, also darüber nachzudenken, was können wir als Kirche machen, was ist unsere Aufgabe und ja, da sind wir glaube ich auf einem guten Weg gerade, aber es ist auch anstrengend natürlich. Ja, man kriegt das so mit über Social Media, über Nachrichten und so weiter, aber ich finde es echt wertvoll, dass du hier im Holy Club da auch nochmal so eine methodistische Perspektive aus dem Alltag irgendwie dazu legst.

Also vielen Dank und viel Kraft dir da fürs Weitermachen nicht aufgeben und ich hoffe echt, du kommst da heil durch und Amerika kommt da heil durch. Ja, danke. Ja, es ist echt. Aber es ist, was mir immer wieder wichtiger wird, ist zu verstehen, was trägt uns am Ende. Es ist so eine bedingungslose Gemeinschaft, also eine Gemeinschaft, die bedingungslos liebt und die uns zusammenhält.

Und das ist, ich bin mir auch klarer als je zuvor, warum ich diesem Jesus nachfolge. Also auch das wird nochmal klarer in so einer Situation. Ja, also von daher ist es super schwierig und anstrengend und beängstigend und gleichzeitig spannend, was da doch für ein Friede und für eine Hoffnung wieder aufkeimt in dem Ganzen.

Ja, krass. Ich war mit ähnlichen Themen beschäftigt. Du hast gerade vor ein, zwei Minuten gesagt, so eine Unruhe und so eine Hoffnungslosigkeit und so. Ich dachte, es gibt dir ein gutes Stichwort. Du hast mir eine super Brücke gebaut. Ich laufe mal drüber. Eins meiner Highlights auf jeden Fall seit den letzten Folgen Holy Club war für mich die unruhige Hoffnungskonferenz.

Ich habe hier im Podcast zwei, dreimal Werbung gemacht, aber bin dann da auch ein bisschen ins Ungewisse gefahren an die Akademie Biggesee. Und da haben sich verschiedene Podcasts getroffen und auch ein paar Leute, die einfach Tickets gekauft hatten und der Titel war eben Unruhige Hoffnung, weil wir uns einig waren, dass es eher unruhige Zeiten sind, dass wir beunruhigt sind, dass wir in die Welt schauen und durchaus eine gewisse Hoffnungslosigkeit, Orientierungslosigkeit, feststellen und wir wollten damit nicht alleine sein, sondern uns treffen, uns vernetzen und dann auch irgendwie überlegen, wie man da weitermachen kann, und ich fand es wirklich bewegend, wie das gelungen ist, da so ein Wochenende zu haben,

und so ein Wohlwollen zu spüren, so ein Interesse aneinander, an den verschiedenen Podcasts, an den Projekten, an den Menschen, die da waren, also nicht nur, wenn irgendwas auf der Bühne war, sondern auch beim Essen oder in der Kaffeepause oder so. Und ich muss jetzt erstmal ganz kurz ein Shoutout machen an die Holy Club Hörenden, die teilweise mit Merch da aufgetaucht sind und sich da nochmal ein bisschen abgesondert haben von den anderen, die einfach zur Konferenz gekommen sind.

Also ihr habt uns da sehr stabil vertreten und das war cool für mich zu sehen, dass echt Leute sich auf den Weg machen, weil sie hier im Podcast Sachen hören, die sie gut finden, die sie inspirieren und dann damit nicht bei sich bleiben, sondern eben zu so einer Konferenz gehen und sich einmischen und sagen, hey, wir sind MethodistInnen.

Und die ganzen Themen, die spielen bei uns voll die Rolle und wir haben da auch was zu geben. Und ich fand an diesem Wochenende, glaube ich, das deshalb so nachhaltig auch für mich inspirierend, weil es eben nicht nur ein Hoffnungswochenende war, sondern weil diese Unruhe auch einen Platz bekommen hat.

Also man hat nicht direkt Ostern gefeiert, sondern ist tatsächlich noch die ganze Passionszeit durchgegangen Und den Karfreitag und die komplette Niederlage, den Tod, hat man nicht ausgeblendet, sondern da wurde drüber gesprochen. Und das hat mir, glaube ich, sehr, sehr viel gegeben. Und gleichzeitig auch dann nicht da sitzen zu bleiben, also nicht in der Passionszeit stecken zu bleiben, sondern dann doch noch zu merken, die Hoffnung kommt irgendwie von außen, die wird zugesprochen, das ist ein Gnadengeschenk.

Und wir versuchen das irgendwie zu greifen und gleichzeitig merken, wenn wir tatsächlich uns auf diese Hoffnung ausrichten und auf die Hoffnung einlassen, dann hat das was Trotziges, weil die Unruhe ist dadurch nicht weg. Also die Welt liegt trotzdem noch in Trümmern, Und wir stehen aber trotzdem auf und versuchen gemeinsam die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen.

Auch wenn die Kraft nicht aus uns kommt, sondern von woanders. Und wenn wir es christlich deuten, dann eben aus Gott, aus Jesus. Und da wollen wir uns gemeinsam auf den Weg machen. Das war schon richtig schön. Und da waren katholische Podcasts dabei, evangelische, freikirchliche, methodistische, dekonstruierte, fromme.

Also wirklich so eine coole Mischung an Leuten und ich fand es richtig, richtig cool, da dabei zu sein. Also, falls jemand von euch zuhört, danke, dass ich da dabei sein durfte. Das war schon echt gut. Ja mega, vor allem dass die Mattos wieder mit dem Merch auftauchen das sind wir einfach das finde ich auch cool aber ich meine das ist ja, ich bin ja gerade überlegen, wo ich das triggere, dass bei mir was Positives mit dem trotz allem, ich bin mir nicht sicher, war das sogar Moltmann mit seiner Hoffnungstheologie irgendwie so ein bisschen Also im Prinzip finde ich, das ist ja unser Glaube, dass wir am Ende eigentlich immer sagen, und trotzdem, Jesus stand am Kreuz, und trotzdem ist die Auferstehung, und trotzdem dürfen

wir glauben, dass wieder was Neues kommt, und trotzdem entsteht was Neues aus Zerstörung. Also ich glaube, das ist... Das ist irgendwie auch ein Kernelement unseres Glaubens. Genau, und ich merke halt, alleine meine Trotzkraft ist halt nicht so stark, sondern die braucht dann diese Gemeinschaft und das sich austauschen, das sich vernetzen und gemeinsam eben weitergehen.

Und ich bin da echt inspiriert zurückgekommen, die Gottesdienste danach auch in meinen Gemeinden. Da hatte ich direkt was zu sagen und habe dann auch gemerkt, wieder mehr Motivation, auch jetzt für einen Holy Club oder für andere Sachen, weil ich so gemerkt habe, ja, es passiert schon was, wenn ich mich zeige mit meiner kleinen Kraft und wenn sich dann Leute zusammentun.

Und dann hatte ich jetzt noch ganz frisch, heute, also wenn wir aufnehmen am Samstag, hatte ich... Warten wir kurz, bevor du das erzählst. Ich habe noch einen Gedanken, der mir da anschließt, ist, ich habe mich so in letzter Zeit gefragt, oder auch damals schon in Deutschland, ganz oft, wenn da so Konferenzen waren, so wie das, was du erlebt hast, oder da gibt es dann irgendwas in Norddeutschland, man lädt da ein und dachte immer so, boah, das muss man da, zahlst du da 70, 80, 100 Euro und dann musst du noch da hochfahren und dann, und jetzt habe ich auch hier so ein Ding gehabt, da bin ich nach Austin, Texas geflogen und war dann dort für eine Konferenz für progressive Jugendarbeit und ich hatte echt so null Bock eigentlich.

Aber, und das glaube ich, es lohnt sich eigentlich total, weil dieses, wir müssen uns immer mal wieder auch, auftanken im Sinne von neuen Input bekommen, aber diese Gemeinschaft dann zu erleben und man merkt so, hey, wir strugglen mit demselben, wir haben dieselben Hoffnungsideen und ich bin also doch nicht allein in dem Ganzen und ich finde, das ist so wichtig und deswegen will ich auch nochmal ermutigen, wenn ihr da manchmal zögert, ach, eigentlich würde ich gerne am Sonntag lieber einen Spaziergang machen und am Samstag noch ein Schläfchen und ins Kino, hey, vielleicht nächstes Mal holt ihr euch einen Ticket für so eine Konferenz, macht's einfach.

Ich finde, es ist gut, investiert das Geld, aber Ja. Und was anderes, ja. Das wollte ich auch fertig sagen. Nee, voll. Man weiß es halt immer erst hinterher. Also ich war auch schon mal bei Konferenzen oder Treffen oder so, wo ich dachte, boah, hätte ich jetzt vielleicht auch was anderes machen können.

Aber jetzt in dem Fall, also die lohnt sich. Weißt du, die jährliche Konferenz? Also, was ich erzählen wollte heute... Nee, wir hatten den gleichen Gedanken eigentlich. Und ich will gleich nochmal auf was zurückgreifen, was du gesagt hast. Und zwar haben wir überlegt, was ist denn jetzt gerade hier in Deutschland oder in meinem Fall in Baden-Württemberg dran.

Und wir haben nächsten Monat jetzt Landtagswahlen. Und bundesweit merkt man einfach, dass die AfD in Umfragen stabil über 20, 25 Prozent bekommt. In Sachsen-Anhalt vielleicht die stärkste Kraft werden könnte bei den Landtagswahlen, die dort später im Jahr stattfinden. Und man merkt schon, es passiert was. Und wenn die tatsächlich die reale Option zur Macht haben, dann könnte das ganz schnell nochmal ganz andere Dimensionen auch annehmen.

Und jetzt kam unter anderem raus, dass eben Teile der AfD damit sympathisieren, auch polizeiliche oder paramilitärische Gruppen nach Vorbild der ICE-Agents tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen in Deutschland. Und wenn wir jetzt eben da zu dir rüberschauen oder zu euch und das sehen, also wie gesagt, ich habe das Video aus Minneapolis habe ich gesehen und andere.

Das ist wirklich eine Realität, die will ich mit allem, was ich kann und da bin ich zum Glück nicht alleine, verhindern. Und jetzt gibt es eine Bewegung, das sind die sogenannten Prüfdemos, die fordern im Prinzip, dass das Bundesverfassungsgericht sich mit rechtsextremen Verdachtsfällen oder gesichert rechtsextremen Parteien ein Prüfverfahren, also sich damit befasst.

Also es ist jetzt nicht direkt eine Bewegung, die ein AfD-Verbot fordert, sondern einfach eine rechtsstaatliche Maßnahme sozusagen, also dass der Staat seine Arbeit macht, dass die Parlamente das dann wollen und das Verfassungsgericht das dann durchführt. Und da dachten wir, okay, das könnte jetzt so ein Mittel sein, wo wir uns als MethodistInnen ganz gut dahinter stellen können, weil man da jetzt nichts Umstürzlerisches oder Linksradikales oder was auch immer.

Es gibt ja immer die Kritik, wenn man sich da jetzt positioniert. Aber davon ist es weit weg, würde ich sagen. Und wir können als Kirche, glaube ich, fordern, dass die demokratischen Institutionen ihre Arbeit machen. Auf jeden Fall wollten wir dazu zu dieser Demo einladen, Also ich und ein paar andere.

Und dann haben wir überlegt, ist es sinnvoll, jetzt einfach zu sagen, ja, hier ist eine Demo, geht da hin? Oder haben wir aus unserer methodistischen Tradition noch ein bisschen mehr zu bieten? Und dann haben wir jetzt eine kleine Aktion gemacht, haben das Schmuckhaus noch gefragt, ob die uns beim Plakate gestalten helfen.

Liebe Grüße Annalena und Janina, habt ihr mega gemacht. Und dann sind wir zusammengekommen und haben noch eine kleine Liturgie auch vorbereitet und sind dann sowohl auf soziale Bekenntnis zurückgekommen, wo wir einfach auch als MethodistInnen sagen, hey, wir sind involviert in dieser Welt. Wir sind Kirche nicht im frommen Rückzugsraum, sondern mittendrin.

Wir sind selber auch strukturell verankert in dem, was schiefläuft, also können uns da gar nicht irgendwie rausnehmen. Und dann haben wir noch ein Abendmahl zusammen gefeiert. Und das war das, was du vorhin erwähnt hast, glaube ich. Also die Grundlage ist, dass wir selbst beschenkt sind. Bedingungslose Liebe, ein Tisch, den nicht wir gedeckt haben, wo wir aber alle einen Platz finden. Und wo wir auch nicht einen geschlossenen Kreis machen, sondern unser Kreis bleibt immer offen, methodistisch offenes Abendmahl.

Alle dürfen kommen von dieser Liebe Gottes Kosten. Und ich habe es dann ein bisschen so gedeutet, dass dieses Abendmahl eine hereinbrechende Zukunft ist. Wo tatsächlich alle Menschen, wo die ganze Schöpfung Platz findet und gestärkt wird und isst und trinkt und Gemeinschaft erlebt mit Gott und miteinander.

Und das dann auch mit Menschen, bei denen ich es mir jetzt heute nicht so gut vorstellen könnte, mit denen an einem Tisch zu sitzen. Und das fordert mich theologisch heraus. Das ist nicht so einfach dahergesprochen. Aber ich glaube, das ist eine theologische, kirchliche, religiöse Ressource, die wir öfter feiern müssen, die wir öfter uns klar machen müssen, weil da diese theologische Realität der Gemeinschaft mit Gott spürbar wird, schmeckbar wird.

Und ich bin jetzt mal gespannt, ich feiere morgen zufällig in meiner Gemeinde auch gleich wieder Abendmahl und werde da ein paar Gedanken mitbringen, ob das dann auch so funktioniert, wie jetzt bei dieser explizit irgendwo politischen Versammlung oder ob es dann im Gemeindekontext noch mal eine andere Richtung kriegt. Aber ich glaube, so grundsätzlich.

Merke ich, ja. Also ich lebe nicht aus mir selbst und ich lebe nicht alleine. Das sind vielleicht so die zwei Grundgedanken, die mich gerade sehr umtreiben. Ja, mega also die, ich glaube das ist auch ein Unterschied ich merke auch mittlerweile, ich versuche auch schon drüber nachzudenken hast du schon auch nochmal einen Unterschied für uns als ChristInnen oder auch MethodistInnen die zum Beispiel zu einer Demo gehen, vergleichst du vielleicht einfach Leute die demonstrieren weil sie auch dagegen sind oder für was anderes stehen und was können wir nochmal einen anderen Akzent ersetzen und sowas in einem Abendmahl und auch im Glauben zu verordnen und ist ganz wichtig, weil und das haben wir gestern in dem Training auch nochmal gelernt und nochmal gesagt bekommen ist,

der beste Weg, wie wir da Veränderungen auch hervorbringen können, auch mit den Polizisten oder den Eiseltchen, denen wir dann gegenüberstehen, ist sie eben nicht zu dehumanisieren. Sondern eben genau das Gegenteil zu machen. In die Würde, das Menschen auch wieder zuzusprechen und zum Beispiel in Konversationen gehen und sagen.

Hast du nicht Angst, was das mit dir macht, wie du mit deiner Seele machen würdest? Oder einer hat auch gesagt, ich sage immer, du wirst auch irgendwann die Waffe niederlegen und mit uns hier stehen, auf unserer Seite. Und dann werde ich mit unseren Armen gekommen heißen. Und der eine hat erzählt, der Jer, der war in Minneapolis, der war bei Protest in Courtland in Seattle.

Der sagt, das ist seine Aufgabe, wenn er zu diesen Protesten geht. Er steht in der ersten Reihe und in der Haltung der Liebe, aber auch natürlich herausfordernd, aber er redet auf die einen und er beobachtet, wie die Eiseltchen sich gegenseitig abtappen, weil einer quasi mental quasi dann nicht mehr zusammen da stehen kann.

Und dann wird der rausgenommen und dann ein anderer Eiseltchen kommt rein. Also es macht einen Unterschied. Und ich finde es, glaube ich, ganz wichtig, dass wir uns als Christen auch nochmal. Gründen oder auf Fundamenten stellen. Wir sind beschränkt, wir sind geliebt, so wie wir sind. Und das gilt auch für die, wo wir Schwierigkeiten haben, die so sehr anders sind und sehr anders reden, als wir.

Ihnen das dann auch zuzusprechen, ja. Ja. Das finde ich cool. Ja, also ich glaube so. Du wirst mal schicken, die Liturgie, die du da gemacht hast. Hast. Ich kann dir sie schicken, ja. Nee, die Feindesliebe ist, glaube ich, so, dass Jesus ja einfach am krassesten nochmal sagt, hey, also Gott ist wirklich für alle, für alle da.

Und das bedeutet, liebe nicht nur deinen Nächsten, sondern liebe deine Feinde und bete für sie und segne sie. Und das ist schon in solchen Zeiten, wo man so Polarisierungssachen und Dämonisierung von Menschengruppen oder sowas hat, echt herausfordert. Total. Also ich meine, wenn du, gestern auch, wir haben dann Bilder gesehen von vier, fünf, sechsjährigen hinter Gittern.

Ich habe mich sehr erinnert an die Kinder hinter Gittern im KZ, wenn du die Bilder von damals anguckst. Also gar nicht so weit weg. Und welche Reaktion löst das aus? Wut in erster Linie und da dann meine Menschlichkeit nicht zu verlieren, sondern nicht mich von Wut leiten zu lassen. Es ist nicht einfach, aber ich glaube, das ist deswegen immer wieder wichtig, dass wir uns da auch in unserem Glauben wieder erden und dann den offenen Tisch wirklich ernst nehmen, den wir da haben. Ja.

Ich glaube, es ist doch nicht so einfach, wenn man vielleicht was verdämmt. Nee, es ist nicht so einfach. Und ich finde es uns eigentlich... Der Jesus. Der Jesus macht uns nicht leicht. Der hat schon echt in sich. Er hat gesagt, sein Joch ist leicht, aber sein Kreuz ist schwer. Sein Kreuz ist schwer.

Sein Kreuz ist schwer. Ach ja, das ist schon krass, ja. Ja, ich habe vielleicht noch eine andere Geschichte jetzt aus dieser Woche. Ich hatte meine erste Beerdigung in meinem neuen Bezirk. Ich bin ja seit September jetzt in zwei neuen Gemeinden und weil wir gerade davon gesprochen haben, wie schwer das manchmal ist, sich so selbst auch zu orientieren und zu wissen, was richtig ist.

Ich fand das eine krass schöne Erfahrung, die ich jetzt mit der Familie der Verstorbenen durchlebt habe, sowohl beim Trauergespräch als auch dann bei der Aufbahrung und dann auch jetzt letzte Woche bei der Bestattung, wie klar meine pastorale Rolle da war. Und das merke ich immer wieder, dass ich als Methodist mit nicht so einer hohen Amtstheologie oder wie sagt man das?

Amtsverständnis? Ja genau, also ich sehe mich als Pastor nicht so sehr als irgendwie überall stehend oder ganz oben in der Hierarchie und merke, dass das manchmal auch für Unklarheit sorgt in irgendwelchen Vorstandsterminen oder auch in dem, wie ziehe ich mich jetzt an im Gottesdienst. Ich merke dann in der Ökumene, da haben die halt Talare an und dann ziehe ich meins auch an.

Und das fühlt sich dann für mich aber wie eine Verkleidung an. Aber jetzt bei der Beerdigung hatte ich es auch an. Und das war das erste Mal, dass ich mich nicht verkleidet gefühlt habe, sondern dass es für mich wirklich stimmig war, so aufzutreten. Und ich fand es mal wieder echt bewegend, wie viel ich mitbekommen habe von einem Leben, von einer Person, die ich jetzt nur ganz kurz kannte und wie nah ich ran durfte an ihren Mann, an ihre hinterbliebenen Söhne, was wir geteilt haben an Geschichten, an Momenten, an Tränen, an Umarmungen.

Und da dachte ich dann doch bei allem Frust, den ich manchmal habe mit meinem Beruf oder mit meiner Kirche, es ist schon echt auch schön also bei all dem was man da auch an Schwerem und an Traurigen miterlebt und es hat mich nicht unbewegt oder unberührt gelassen aber ich fand es echt eine schöne Aufgabe, da zu sein und einen Rahmen zu finden wo dann Trauer auch ihren Platz hatte und auch eine Hoffnung zu verkörpern das dachte ich erzähle ich mal so klassisch pastoral bin ich selten unterwegs.

Es ist schon Faszinierende in dem Beruf, welche, Lebensereignisse, wie wir eigentlich alles mitgestalten dürfen. Und anfangs hat mich das auch schon, hat mir das großen Respekt eingeflößt, also wo man da unterwegs ist und in welchen Bereichen. Aber dann zu merken, wie wichtig das ist und wie viel wir Menschen da geben dürfen mit unserem Sein und unserem Job, das, ja.

Cool. Ich glaube, hoffen, für die, die da draußen sind, überlegen, werde ich vielleicht auch mal Pastor oder Pastorin? War das vielleicht ein gutes Zeugnis? Ja, ihr müsst nur lange Theologie studieren, aber an der Theologischen Hochschule in Reutlingen geht es ein bisschen schneller vielleicht als an der Universität.

Kleiner Werbeblock. Kleiner Werbeblock. Ja, ja. Und ich sage euch, ihr werdet euch vielleicht verfluchen an der einen oder anderen Stelle. Aber wenn ihr drüben PastorInnen trefft, oder meistens Pastorenmännliche, die keine Ausbildung haben, da weißt du, warum du so 5 für 8 studierst. Das ist nämlich echt nicht ohne, was hier so rumläuft manchmal, muss man leider sagen.

Genau. Ich hatte noch irgendwas im Kopf, mir fällt es nicht mehr ein, was ich noch anmerken wollte. Aber ich glaube, das ist dann auch nicht so wichtig gewesen anscheinend. Zu dem, was ich gesagt habe oder so grundsätzliche Anmerkungen? Irgendwie so, irgendwie was du gesagt hast, glaube ich. Aber jetzt frage ich mich noch ganz raus, was machst du in der Passionszeit mit deiner Gemeinde?

Ich mache auch sieben Wochen ohne tatsächlich. Also du machst ja sieben Wochen ohne schädliche Theologie machst du. und wir machen hier sieben Wochen ohne Härte und dafür mit Gefühl. Und wir werden verschiedene Gefühle und Gefühlswelten durchgehen. Und ich glaube, also ich habe mich jetzt noch nicht ganz detailliert vorbereitet, aber ich finde es wichtig, Kontakt zu meinen Gefühlen zu haben und tatsächlich eine gefühlvolle Welt mitzugestalten und nicht zu verhärten angesichts dieser Umstände.

Ich muss mal jetzt schauen, ob das Material, was wir dazu haben, zu dem passt, was ich jetzt so mir vorstelle unter dem Titel. Aber vor allem haben wir da Gesprächsgruppen und dann Gottesdienste und da können ja alle möglichen Leute mitreden. Und da freue ich mich schon drauf. Also gerade so eine Gruppe, die sich dann findet und ein paar Wochen miteinander unterwegs ist und vielleicht mal die eigenen Gefühle nicht nur kennenlernen, sondern auch den anderen mitteilt.

Ich glaube, das könnte was sein. Ja, du bist doch, bist du im Schwabenland eigentlich? Na klar, na klar. Ja, da ist es glaube ich ganz wichtig, weil Schwaben Gefühle. Weil kleiner, kleiner Stichleiner rüber, wir haben zu viele Gefühle. Aber Achenau, Nebenstory, mein Praktikant ist ja aus München und da machen wir auch die ganze Zeit, betteln wir uns hin und her mit Bayern und Hessen.

Übrigens, wenn ihr mal sehen wollt, der Gottesdienst von letzter Woche, da hat er also letzte Woche heißt was ist das, der 7. Februar gewesen oder sowas. Da hat er war der 8. was, glaube ich, ne? Sonntag war der 8., ja. Genau, da hat er seine bayerische Tracht getragen. Da konnte ich es mir nicht verkneißen.

Aber hat er die von sich aus mitgebracht oder hast du ihm gesagt, du musst deine Tracht mitbringen, wenn du hier mal einmal wo immer die Stereotype bedienen. Er hat ihn mitgebracht. Ich habe ihn dann auch gefragt, weil er fragt mich, was soll ich am Sonntag tragen? Und da habe ich sogar gesagt, hast du deine Tracht dabei? Ich kenne ja die Bayern, die sind ja schon so.

Und dann hat er gesagt, ja schon. Da bin ich auch stolz drauf. Und dann habe ich gesagt, wenn du willst, kannst du tragen, da freuen sich die an mich, weil endlich mal ein stereotypischer Deutscher da ist, den sie mit mir ja nicht haben. Und dann hat er es getragen. Und er hatte keine Lederhose dabei, weil die zu schwer für den Koffer war.

Aber die Tracht war da und dann habe ich natürlich auch ein paar Sprüche rausgehauen. Könnte ich mir nicht verknallsen. Ja gut, ich glaube er wusste ja auf wen er sich vereinbest. Ja, ich weiß nicht, ob er das von einfach an so wusste. Aber genau, nee, war gut, war schön. Und dafür ein bisschen Spaß machen, auch mit den Schwaben, auch wenn ihr nicht so gerne lacht.

Ja, also auf jeden Fall, auf jeden Fall, machen wir weiter. Ja, ja, ja. Gut, ihr Lieben, lasst uns mal gucken, was wir noch jetzt vorhaben mit euch in den nächsten Wochen. Also der Moritz hat einen Gast für uns. Wen hast du denn das nächste Mal am Start? Oder vielleicht so ganz grundsätzlich. Wir haben überlegt, dass wir ein bisschen was umstellen wollen.

Also ihr merkt es noch nicht ganz, weil jetzt ist ja schon ein bisschen eine Vorschau, aber eigentlich haben wir gesagt, wir wollen bald die gemeinsamen Folgen wieder eher als Rückblick gestalten, wo man die Gespräche nochmal Revue passieren lässt. Das heißt, jetzt machen wir so einen Staffelauftakt zu zweit, aber dann kommen Gespräche und mein erstes Gespräch wird mit Michael Nausner sein, Den kennen vielleicht manche.

Der Professor Systematische Theologie war eine Zeit lang in Reutlingen, ist mittlerweile rumgekommen und berichtet nun aus Schweden. Und das haben wir noch nicht bisher im Holy Club. War ein sehr interessantes Gespräch. Theologisch geht es so um die Theologie der Teilhabe. Und gesellschaftlich und so persönlich haben wir ein relativ breites Spektrum abgedeckt.

Da freue ich mich, wenn ihr da zuhören könnt. Wen hast du zuerst am Mikrofon? Ich habe zuerst eine deutsche Folge mit dem Henning, mit meinem Praktikanten, Ich dachte, das ist auch nochmal ganz interessant, einfach zu hören von ihm eben, was er so erlebt hat Es ist auch ein Unterschied, deutsche EMK, amerikanische EMK, Und dann habe ich noch ein zweites Gespräch Das habe ich noch nicht aufgenommen, das kommt nächste Woche, Also nehme ich nächste Woche auf mit einem Englischen diesmal und das ist Patrick, der ist von meiner Konferenz der Kommunikationsleiter.

Und von ihm können wir auch nochmal ein bisschen hören, was bedeutet das, die Kommunikation für den Bischof, mit dem Bischof zu führen, aber für die Konferenz. Und er berichtet halt auch immer, was die MethodistInnen in den USA generell machen und macht da immer wieder in seinen E-Mails, die er uns schickt, einmal die Woche so eine Einordnung auch mit Minneapolis, was da so passiert.

Und ich glaube, das finde ich ganz spannend zu fragen, was ist denn eigentlich seine Rolle, wie nimmt er das wahr mit Amerika und auch eben für die Kirche so zu arbeiten als Kommunikator, wenn du nicht immer genau deine eigene Meinung auch sagen kannst. Genau schauen wir mal was da noch bei rumkommt, Ja, das klingt auf jeden Fall spannend und es geht danach weiter mit Interviews und wir haben so ein bisschen überlegt, auch aus Rückmeldungen, die wir bekommen haben, eben, dass wir danach nochmal inhaltlich auf die Folgen eingehen und nicht mehr ganz so freestylen in den gemeinsamen Holy Club Host Folgen.

Und das Zweite, was wir gemerkt haben, ist, dass wir ein bisschen zu spezifisch auf die sozialen Grundsätze eingegangen sind. Im Sinne von, wir haben uns immer eine Sektion vorgenommen und haben dann dazu Leute angefragt. Und das Problem dabei war, dass wenn uns irgendwer abgesprungen ist, spontan oder irgendwie ein Termin nicht geklappt hat, dann haben wir echt schwer Ersatz gefunden, weil das dann so spezifisch eben war.

Und deshalb haben wir gedacht, wir machen das in aller Freiheit. Soziale Grundsätze bleiben weiterhin wichtig und unser Schwerpunkt, also da werden wir vermutlich in jedem Gespräch auf jeden Fall einen guten Gesprächsteil drauf verwenden. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass dieser eine Monat dann den einen Schwerpunkt in den sozialen Grundsätzen hat, sondern die Bezüge, die stellen wir dann ja gemeinsam auch wieder her, wenn wir dann nochmal drüber reden, was wir da besprochen haben.

So habe ich zumindest unseren Plan verstanden. Damien nickt von daher. Ja, ich habe so halb zugehört gehabt. Von daher, das wird schon stimmen. Ist ja bei mir scheinbar so. Genau, aber ihr könnt euch jetzt auf jeden Fall freuen. Es ist wieder Montag. Es gibt wieder Methods auf die Ohren und ich freue mich auf die nächsten Folgen, auf die von dir, Damien, auf die von mir und ich hoffe, dass auch die Sarah ab und zu vielleicht mal wieder, hier reinspricht und reinhört. Wir denken an dich, Sarah.

Ja, und noch eine kurze Anmerkung, weil zum Beispiel wir jetzt wieder drei Männer haben und vielleicht manche auch dann sagen, ja, man muss das sein, habt ihr niemand anderen finden können. Ich glaube, also einfach nochmal, ich glaube nicht, dass jetzt jemand sich groß beschwert, aber einfach mal so die Grundverständnis, wie wir arbeiten.

Also bei mir noch mehr vielleicht als bei Moritz, aber bei mir ist ganz vieles immer so in der Woche davor, weil einfach erstens die Zeitverschiebung macht es für mich sehr schwierig, deutsche Termine zu machen, weil wir sind neun Stunden auseinander jetzt. Bei Moritz ist es jetzt schon 10 Uhr abends, bei mir ist es 1 Uhr mittags.

Das macht es schwieriger für mich, Leute zu finden und wenn dann einer abspringt, habe ich noch mal größere Probleme, das wieder aufzufangen mit einer deutschen Person und manchmal ist es einfach so, weil wir jetzt nicht so sind, dass wir schon mal sechs Aufnahmen vorab machen, bevor wir wieder durchstarten, dass wir eher so gucken, wer hat jetzt nächste oder wenigstens ihre Zeit und dann kommen zwar mal drei Männer, mal drei Frauen, mal drei Laien, mal drei PastorInnen.

Genau, also nehmt uns das nicht krumm, einfach nur, dass ihr ein bisschen versteht, wie wir arbeiten und wir bemühen uns da auch wirklich vielfältig zu sein. Das machen wir. Und im Großen und Ganzen läuft es ja ganz okay mit unserem Diversity-Management. Wir bemühen uns, so ist es wirklich, ja. Wir bemühen uns.

Wir wünschen euch, dass ihr gut in diese neue Woche kommt, dass die Fastenzeit, falls ihr was fastet, erträglich wird. Oder dass ihr vielleicht merkt, was euch da fehlt, je nachdem, auf was ihr verzichtet. Hast du irgendwas persönlich so, auf das du verzichtest, Damien? Ich wollte dich auch gerade fragen, ja. Ich bin noch am debattieren mit mir selber, aber ich glaube, ich werde am Mittwoch starten mit.

Fernsehen, also Streaming-Dienste und sowas, weil es ist, wenn ich abends nach Hause komme, so um neun, manchmal auch um zehn Uhr abends, dann wird noch eine Folge als zwei Folgen geguckt, anstatt was zu lesen oder einfach ins Bett zu gehen. Und ja, deswegen habe ich schon vorgegangen, ich glaube, ich werde jetzt Streaming-Dienste fasten und das wird viel Zeit freiräumen und hoffentlich vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit dann mit persönlichen Glaubenselementen füllen.

Hast du was? Ja, ich bin gar nicht so weit weg, nur dass ich merke, ich bin einfach noch tiefer drin im Social-Media-Sumpf. Also ich habe mir tatsächlich vorgenommen, so Doom-Scrolling zu fasten. Ich kann jetzt nicht ganz Social-Media wegmachen, sonst wäre so ein Teil meines Berufslebens auch weg. Aber bei mir ist es auch so, dass ich oft mal nach Sitzung erst um elf oder so nach Hause komme und nicht, also ich kann dann nicht direkt ins Bett gehen, das weiß ich auch, aber wenn ich dann in YouTube-Shorts hängen bleibe oder in irgendwelchen Instagram-Reels, dann ist mir eigentlich auch nicht geholfen und das schleicht sich schon immer wieder ein und da habe ich mir vorgenommen, das mal jetzt ganz bewusst sein

zu lassen und ich hoffe auch, dass ich da dann vielleicht ein bisschen bessere Schlafqualität kriege oder so, da muss dann meine Tochter auch noch mitspielen, aber das wäre, glaube ich, ein ganz guter Verzicht. Nee, das glaube ich. Ich glaube, das habe ich, was du gerade sagst, ist wahrscheinlich voll gut, einfach zu sagen, okay, jetzt nehme ich mir 20 Minuten, um meine digitale Arbeit zu machen, um was zu posten und dann weg damit wieder.

Das kannst du dich da so selber zu restrikten. Ja, genau. Schreibt da mal in die Kommentare, wenn ihr von dem Spotify oder wenn wir bei Instagram einen Post machen sollten. Den war ich noch, ja. Okay, super Moritz. Dann schreibt doch mal in die Kommentare, was ihr fastet. Das wäre doch cool. Und vielleicht auch mal Vorschläge, Leute, die ihr sagt, das wäre cool, wenn ihr die mal interviewt.

Schreibt die mal rein. Wir garantieren für nichts. Aber das, glaube ich, wäre eine Hilfe. Da kann man nochmal gucken. Jederzeit gerne. Genau. Und schön, dass ihr zuhört. Schön, dass ihr alles Mögliche fastet. Nur nicht den Holy Club. Der kommt jetzt wieder jede Woche. Mach's gut, Damien. So sieht's aus.

Ja, mach's gut, Moritz. Ciao, ihr Lieben.

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