Thema des Tages

Vertuscht Russland einen Lungenpest-Ausbruch? | Christoph Specht

Freitag, 9. Oktober 2026 · 48 min

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Shownotes

Wir sprechen mit dem Medizinjournalisten und Arzt Christoph Specht über den Verdacht auf Lungenpest in Russland und was dahinterstecken könnte
In einem Biolabor im russischen Sibirien stirbt eine 28-jährige Laborantin an einer Lungenendzündung. Der Verdacht: Sie habe sich mit der Pest angesteckt. Russland verneint diese Theorie und verweigert die Kommunikation. Dementsprechend besorgt zeigt sich der Rest der Welt. Wir sprechen mit dem Medizinjournalisten Dr. Christoph Specht über diesen Fall und welche Gefahren generell bestehen, wenn in Labors an gefährlichen Erregern geforscht wird, wie es auf der ganzen Welt passiert.

Foto :A. Dahms

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In einem Biolabor in Russland stirbt eine junge Laborantin, ein weiterer Todesfall geistert durch die Medien. Der Verdacht – es könnte sich um Lungenpest handeln! Vor allem die dauernde Geheimhaltung des Kremels sorgt international bereits für Sorgenfalten. Wir sprechen heute mit dem Arzt und Medizinjournalisten Dr.

Christoph Specht über diesen Fall und auch über die Gefahren, die bestehen wenn an hochgefährlichen Erregern generell geforscht und diese möglicherweise sogar verändert werden. Stichwort Bio-Waffen. Ich bin Daniel Retschitz-Ecker, das ist Thema des Tages der Nachrichten podcast The Standard. Und wenn ihr Thema des Tags einmal live erleben möchtet dann habt ihr am siebten November bereits die nächste Gelegenheit dazu.

Da sprechen Schold Wilhelm und ich im Radiokulturhaus über Trump's Endgame seine letzten zwei Jahre als Präsident. Zu Gast sind DOS Experten Sandra Navidi und Reiner Tainisch. Link zu den Tickets gibt es in den Show Notes. Wenn ihr mit dabei seid dann habt Ihr exklusiv die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Die Antworten gibt's auch nur vor Ort. Und wir freuen uns natürlich über ein Meet and Greet. und jetzt gehts los! Herr Dr. Specht, eine achtundzwanzigjährige Laborantin stirbt Anfang Oktober in einer russischen Forschungseinrichtung in Sibirien. Inzwischen ist bekannt dass wohl noch ein zweiter Mitarbeiter betroffen sein soll.

wie gesagt es ist nicht bestätigt aber es geht die Angst um es könnte sich um Lungenpest handeln müssen. Sie werden wahrscheinlich keinen Experten finden, der diese Frage wirklich kurz und knapp beantwortet. Aber wie sie mich vielleicht kennen, bin ich ja durchaus in der Lage auch solche kurzen Antworten zu geben?

Und da lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster und sage Nein! Die kurze Antwort lautet nein wir müssen uns nicht fürchten. aber natürlich kann die Antwort so auch nicht alleine stehen bleiben denn wenn wir jetzt sagen würden auch die entsprechenden Behörden können sich auf die faule Haut legen und sagen das war ja überhaupt kein Vorfall der da in Russland gemeldet wurde, da müssen wir gar nichts unternehmen.

Dann wäre das natürlich auch vollkommen verkehrt! Wir müssen davon ausgehen, dass viele der Informationen die wir haben zwar nicht stimmen aber manche vielleicht doch. Manche nur so zur Hälfte. da ist auch immer eben das Weglassen von Informationen leider ein großes Problem übrigens auf allen Seiten.

Das machen nicht nur die Russen so und dann ist es natürlich immer schwer rauszufinden was ist denn jetzt wirklich? Und Sie haben's schon genannt das was wir wirklich wissen. Achtendzwanzigjährige ich glaube davon kann man ausgehen. diese Mitarbeiterin dieses Pestlabors ist gestorben an einer Lungenentzündung.

Angeblich, und jetzt muss man schon wieder von angeblich sprechen nach russischen Angaben nicht bei einem Lungenerreger der sei also nicht gefunden worden das Bakterium Yasinia pestes sondern an was auch immer. allerdings muss man sagen sie ist ja wenn das stimmt für den angaben sehr schnell gestorbt Und das wiederum in Verbindung mit ihrem Arbeitsplatz spricht natürlich schon dafür, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte.

Lassen Sie uns vielleicht zu Beginn auch klären, worüber wir hier eigentlich sprechen. Wenn wir tatsächlich von der Lungenpest sprechen denn ich glaube bei dem Begriff Pests denken sehr viele gleich irgendwie ans Mittelalter an europäische Städte wo tausende Menschen wirklich klieglich verendet sind.

Wir haben jetzt glücklicherweise das Jahr zwanzig und in europäischen Großstädten sterben nicht mehr Tausende Leute an der Pest. Worüber sprechen wir also? Ja, es ist völlig richtig. Auch die Erinnerung an das Mittelalter ist richtig. damals der schwarze Tode war das natürlich eine riesen Sache. da mal sind man weiß es nicht genau zwischen vierzig und sechzig Prozent der Bevölkerung dahin gerafft worden.

Natürlich gab's keine Antibiotika Man wusste gar nicht mit was man zu tun hatte. nur auf der anderen Seite Die Vorstellung Pest gebe es heute gar nicht mehr. dass wäre etwas was in dem mittelalter stehen geblieben. Es wäre falsch. wir haben auch nach wie vor pesterreger Natur. in Russland kommt es. Einzelnen vor, eher bei Wildtieren.

Es gibt aber auch immer wieder einzelne Kontakte zu Menschen. Deswegen ja auch schon seit vielen Jahrzehnten dieses Labor in ihr Kurzquot jetzt dieser Fall aufgetreten ist. Aber auch in Amerika gibt es Fälle im Madagaskar. Wir erinnern uns alle wir lagen von Madagaska und hatten die Pest an Bord also da ist sogar ein bisschen was Wahres dran.

Madagasca Afrika ist immer noch ein Pestherd. dort ist das damals Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts hingekommen über Ratten mit Schiffen und im Rattenfloh. So wird ja die Pest übertragen, vielleicht wenn ich es mal kurz erklären darf, Pest das kennen wir ja aus Bildern eigentlich eher so als Bäulenpest, Bubonenpest auch genannt also eine Erkrankung, die man vor allen Dingen an der Haut zieht und die Menschen dann so dahin rafft.

hier haben wir's jetzt ja mit der Lungenpest zu tun. was aber nicht heißt dass das ein anderer Reger wäre ist genau das gleiche Bakterium Yasinia pestes. Und dieses Bakterium macht eben eine unterschiedliche Erkrankung, je nachdem welche Eintrittsforte es nimmt. Wenn es über den Floh – das ist der übliche Weg in den Menschen gelangt also von der Ratte über den Flow in den menschen dann gibt es eben diese Beulenpest.

Und wenn allerdings dann diese Pesterreger in diesen Menschen zum Beispiel ins Blut gelangen und dann auch zu einer Sepsis führen können, also zu einer Blutvergiftung oder über das Blut vor der Sepsiss noch Richtung Lunge gelangen. Dann kann es eben eine Lungenmanifestation geben die sogenannte Lungenpest.

und dann – und das ist das Entscheidende – ist dieser Lungen-Pest erstens mal sehr schnell tödlich innerhalb wenigster Tage da reden wir wirklich von zwei drei Tagen. Und außerdem ist es dann auch infektiös von Mensch zu Mensch über Tröpfchen. Nicht so bei einem normalen Pestbakterium, dass es wie zum Beispiel Corona oder Masan gar in der Luft per Aerosol verbreitet wird.

also klassischer Fall jemand hustet hat diese Erkrankung Geht in den Aufzug, fährt mit dem Aufzug irgendwo hin. Steigt wieder aus. zwei Stunden später kommt jemand hinein nicht immun gegen diese Erkrankung und bekommt es. das ist bei der Pest auch bei der Lungenpest nicht der Fall. die erreger sind in der Umgebung nur kurz haltbar aber wenn sie per Tröpfcheninfektion also wenn ich jetzt spreche singe was auch immer dann kommt da immer kleine Tröppchen raus die man nicht sehen kann.

diese Tröpchen wenn ich die abbekomme Dann ist diese Lungen pässt tatsächlich ansteckend für den nächsten und der bekommt dann auch die Lungen Pest. Und dagegen kann man noch nicht immun sein, oder? Es sei denn diejenigen, die es überlebt hätten wobei man sagen muss. Die Pest, die Bollenpest unbehandelt ist besser zu überleben als die Lungenpest.

allerdings die Lungenpest fast hundert Prozent Tödlichkeit wenn nicht mit Antibiotika die es sehr wohl gibt behandelt wird. Bei der Beulenpest ist es ein bisschen anders, als der Prozentsatz ein bisschen höher. Aber auch da natürlich kommt es darauf an zu behandeln und ganz wichtig eben extrem schnell!

Sie müssen wenn sie infiziert sind weil die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Symptomen so kurz ist... Sie müssen sofort handeln. Es muss sofort das richtige Antibiotikum gegeben werden. Sie können dann nicht eine Ansucht eines Bakteriums was man auch bitte nicht machen sollte, weil das viel zu gefährlich wäre.

Nicht abwarten und Sie können auch kein PCR-Test auf dieses Bakterium abwahrten. Das dauert so lange! Sie müssen sofort das entsprechende Antibiotikum einnehmen.". Ja, das sind zwar verschreibungswichtige Medikamente bei uns in Deutschland jedenfalls aus gutem Grund. Denn wenn das in der Bevölkerung einfach so eingenommen werden würde nach dem Motto ich habe irgendwie einen Husten und es wird bestimmten Bakterium sein die Nachbarin hat gesagt das hat mir ja gut geholfen hat er Doktor verschrieben Ich nehme das jetzt auch mal dann wäre das natürlich eine Katastrophe was die resistenzbildung angeht.

wir haben diese Entwicklung allerdings leider auch gerade in europa griechenland zum beispiel. da bekommen sie auch den apotheken leider diese Medikamente, auch wenn es anders geregelt sein sollte. Häufig einfach so oder es wird auch weitergegeben von Patienten zu Kai, Thunesien. das sind alles Probleme wo Resistenzen stark herkommen.

also da Problem haben wir. das sollte man nicht tun. aber Ihre Frage zählt ja darauf hin, sind das irgendwelche super High-Tech ganz speziellen Antibiotika? Sind es eigentlich nicht inzwischen Gängige die allerdings auch jetzt immer eingesetzt werden. Aber in der Apotheke wenn ich Ihnen jetzt ein Rezept dafür ausstellen würde würden Sie das in Ihrer örtlichen Apotheken bekommen.

Vielleicht nur kurz zur Vollständigkeit, weil Sie jetzt gerade von Deutschland gesprochen haben. Auch in Österreich sind Antibiotika ohne Ausnahmerezept pflichtig. allerdings wie Sie es schon gesagt haben auch hierzulande haben wir das Problem dass Antibiotika gerne auch gegen virale Effekte genommen werden obwohl der Effekt nahezu null ist und ganz im Gegenteil sogar schädlich sein kann.

stichwort resistenten resisten aber wie gesagt eine andere Geschichte. er ist nicht nur nahezuwirksam sondern überhaupt nicht bei einer viralen Erkrankung zu nehmen, nur das nochmal zur Sicherheit dazu. Sie haben absolut recht! Das war jetzt von mir zu vorsichtig formuliert. sagen wir mal so es ist komplett sinnlos.

vielleicht können was ganz direkt unterbrechen. gut wenn jetzt Antibiotika helfen diese Kranke zu behandeln und es zwar Ausbrüche gibt die aber jetzt nicht global gesehen wirklich relevant sind. Warum führt dann die Weltgesundheitsorganisation, die PEST immer noch auf einer Liste der wiederaufkomenden Erreger, die eines Tages tatsächlich eine Pandemie auslösen könnten?

Ja da muss man ein bisschen in die Biowaffengeschichte zurückgehen. das Pestbakterium war schon vor langer Zeit immer wieder als Bio-Waffe im Gespräch. Ich denke, wenn es die Kenntnisse heute erst gäbe würde man wahrscheinlich gar nicht auf die Bakterien kommen sondern eher an die Viren denken. aber das Ganze geht ja schon den ersten Weltkrieg zurück und Da gab es die Überlegungen eben Pest, Pesterreger als Bio-Waffe zu verwenden.

Und hier müssen wir jetzt die Aussagen nicht gerade getätigt haben was die Antibodika angeht ein bisschen einschränken. Was wir jetzt besprochen haben war die in der Natur vorkommende Pest. das ist eine Erkrankung die nach wie vor in der Welt eben krasiert sehr intensiv, das sind immer nur Einzelfälle.

Aber es gibt sie halt und solange man dort die Antibiotika zur Verfügung hat, vorzeitig behandeln kann ist das auch in Griff zu kriegen. Bei der Bio-Waffenforschung – das Bestbakterium war immer ein zentraler Untersuchungsgegenstand dabei – bei der Biowaffenforschung weiß man dass die Russen schon früher daran gearbeitet haben dieses Bakterium dahingehend zu verändern dass die entsprechenden Antibiotika nicht mehr wirksam sind.

Also ein wirklich sehr gefährlichen Erreger zu herzustellen, der eben eine hohe Letalität hat – das hat er von alleine schon, da muss man gar nichts mehr machen -, aber behandelt werden kann. Und wenn ich diese Behandlungsfähigkeit wegnehme, wenn ich einfach ein Gen-Teil dazu füge und das ist relativ einfach machbar – ich will da nicht in die Details gehen – dann hätte man natürlich eine dramatische Waffe.

Wenn man über ein solches modifiziertes Bakterium reden würde, dann würde nicht mehr gelten dass man mit Antibiotika wirklich gut dagegen vorgehen kann. Das ist ja, glaube ich eine dieser Fragen die sich in diesem russischen Beispiel durchaus stellt. Wir haben hier eine Mitarbeiterin die bestätigt gestorben ist einen zweiten Mitarbeiter wie gesagt wo die Informationslage noch etwas dünn ist.

aber wenn diese Person tatsächlich an der Pest gestorbt ist in einem Labor wo man eben an diesen Bakterien forscht dann wirkt es doch etwas seltsam dass man diese Antibiotika nicht sofort zur Hand hat. Man wird ja ausgestattet sein gerade in so einer Einrichtung und da ist natürlich eben diese Erzählung einer möglichen Biowaffe, ja durchaus naheliegend.

Was sagen Sie denn dazu? Das ist eine Verschwörungstheorie! Also es ist sehr gut dass sie genau das... Ansprechen. Natürlich muss man sofort fragen, ja Moment mal! Man kann ja eins und eins zusammen zählen. da habe ich also eine Person mit einer akuten offensichtlich schweren Lungenentzündung und die zufälligerweise arbeitet in einem... Ich verkürze das jetzt mal Pestlabor.

Das ist übrigens kein militärisch keine militärische Einrichtung in Sibirien sondern wir würden das zum Verbraucherschutz zäheln. diese Einrichting gibt es schon sehr lange. aber was wissen wir von außen? Was nun wirklich dort geschieht? diese beiden Dinge zusammenzähle, dann könnte man schon fragen genau was sie eben gefragt haben.

Warum sind die da nicht schneller hellhörig geworden? Haben gesagt, hoppla die hustet! Da ist irgendwas sich in Ordnung. sofort mal das entsprechende Antibiotikum. Wir wissen nicht, wenn es denn die Pest war wie sie dieses Bakterium akquiriert hat. Wir hören Sie hätte vorher auch eine Dienstreise unternommen an die mongolische Grenze.

von dort wissen wir dass dort Pest immer wieder Auftritt an von Tieren auf den Menschen übergeht. Hat sie's von da? Hat sie ihre Symptome möglicherweise nicht frühzeitig gemeldet? und frühzeitig heißt er innerhalb von weniger Stunden? Das wissen wir eben nicht und insofern ist es schwierig einzuschätzen, ob das jetzt dieser Erreger war oder ein anderer.

Es würde zum Beispiel helfen wenn die Russen jetzt tatsächlich ganz... Offensiv damit umgehen würden und zum Beispiel Röntgenbilder zur Verfügung stellen werden. Dann würde man schon eher einen Eindruck gewinnen können, was für eine Art Erreger da vielleicht dahinter stecken könnte? Auch da sind die Röentgenbildern z.B.

etwas unterschiedlich. oder wenn sie weitere Daten eben darlegen könnte ja was für ein Erregar soll es denn, wenn das nicht die Pestma, was soll es dann gewesen sein? aber hier sind wir halt im Bereich der Geheimhaltung. Und wenn ich das sagen darf, wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten glaube ich etwas eingeredet dass diese Geheim Haltung nur vielleicht bei den bösen Staaten, bei den Russen und vielleicht Nordkorea stattfinden würde.

Wir erfahren immer mehr, dass die gerade auch Biowaffenforschung mit entsprechenden Geheimhaltenstufen nie wirklich auf gehört hat. Vielleicht können wir da später noch zu eingehen, was es dafür Konventionen gab auch in den siebziger Jahren eben nur noch im defensiven Bereich zu forschen. aber das ist natürlich auch schnell mal nur ein Feigenblatt indem man sagt schaut her Wir arbeiten in diesem Labor und dass es erlaubt nur daran die Angriffe mit Bio-Waffen, mit eventuell entwickelten Bio- Waffen abzuwehren.

Natürlich entwickeln wir nichts Offensives! Das hören Sie von allen Staaten und von allen Geheimdiensten auch von den Britischen. Auch dort gibt es ein Biolabor, ein Biowaffenlabor natürlich ganz stark auf die Verteidigung ausgerichtet. Nichts Offensibles – so steht es da. bei den Amerikanern finden sie das überall.

aber was wissen wir schon? Was wirklich gemacht wird? Wir merken uns diesen Punkt auf jeden Fall, ich wird wahnsinnig gerne über diese Konventionen und auch darüber was denn weltweit in diesem Bereich noch passiert mit ihnen sprechen. Ich würde nur zu Beginn oder... Jetzt gerne noch bei diesem Beispiel aus Russland bleiben, denn ich finde diese Kommunikation ja durchaus interessant.

Denn russische Staatsmedien und Behörden sprechen nämlich plötzlich nicht mehr von der Pest. Da hat offensichtlich die russischen Sensor gegriffen. Das sind Artikel von Staatsmediens, von den Webseiten verschwunden. aber es gibt dann westliche Experten, die sich natürlich gehen. äußert haben, die aus der Distanz das ganze beobachten.

Zum Beispiel Roman Wölfel, er ist vom Institut für Mikrobiologie in München und der sagt es ist durchaus plausibel dass sie sich um die Pest gehandelt haben könnte. Was sagen Sie dazu? Ich sehe das genauso! Es ist durchaus plausibel. nur den letzten Nachweis wenn die Russen da ihre Archive ihre Daten nicht öffnen werden wir da nicht bekommen und sie sagen ganz richtig diese Informationen dass überhaupt jemand gestorben ist.

Woher haben wir das eigentlich? Das waren ja lokale Medien, die jetzt nicht unbedingt in Kremllinie direkt eingebunden sind und von daher hat man natürlich die Tendenz schon zu glauben, dass da was dran sein könnte. wenn ich das ergänzen darf es nicht nur der Todesfall dieser einen, achtundzwanzigjährigen Mitarbeiterin.

Sondern es ist ja auch das was drum rum passiert ist und dafür dass das stimmt spricht auch einiges. Es sollen zweihundert Kontaktpersonen in Quarantäne sein und Quarantine heißt nicht wir rufen sie mal an wie das bei uns vielleicht zu Corona Zeiten war und gucken ob sich noch gut geht sondern die sind wirklich kaserniert die können sich nicht da weg bewegen.

Da gibt's keine Bewegung. Es sind darüber hinaus sechs Krankenhäuser unter Quarantäne gestellt worden, auch da geht nichts. Da geht niemand raus und da geht niemand rein. Also das macht man – und übrigens für drei Wochen ist die Maximalzeit bei solchen Erregern, wo man so etwas verhängt – wenn es sich um die Pest, um so eine Erregerung handelt, dann ist das natürlich vollkommen richtig, dass so zu machen.

Aber ich sage immer auch, sowas macht man nicht so ganz umsonst. Wenn das also stimmt mit diesen Quarantine-Verhängungen der Krankenhäuser Dann spricht das schon dafür, dass da irgendwas passiert ist. Das macht man auf jeden Fall nicht wenn irgendwo ein Schnupfen ausbricht oder keine Ahnung Neurovirus oder irgendetwas mit Durchfall und Co., sondern es muss was Ernstes sein.

Davon jetzt auszugehen ja? Wenn wir uns diesen konkreten Fall ansehen, das finde ich sehr interessant und irgendwie auch fast schon ein bisschen skurril. beziehungsweise es klingt etwas unglaubwürdig... Unabhängiges russisches Exil-Medium im Ausland und die schreiben, ich kenne jetzt ihre Quellen natürlich nicht das die versturme Laborantin eine Reagenzglas zerbrochen haben soll.

Und sich so angesteckt haben sollen Das klingt ein bisschen nach Hollywood. ist es irgendwie plausibel? Ja in der Tat das klingt etwas nach Hollywood. dazu vielleicht gleich noch einer Anlehnung dass wir auch Beispiele haben dass das leider tatsächlich auch so vorkommen kann. genau das was wir in Hollywood zuerst gesehen haben sehen wir dann später in der Realität.

Es kann so gewesen sein, eine andere Erklärung ist es gibt dieses stille Postspiel. Wissen Sie da sagt ein Angehöriger etwas zu einem anderen der Nachbars dann so verstanden und schon kommt auch so ne Geschichte dann zustande weil man es vielleicht irgendwo mal beledristisch so gesehen hat. Denkbar ist es.

Es kann auch eine ganz andere Art und Weise gewesen sein, wie sie dabei in den Kontakt gekommen ist eigentlich gar nicht so entscheidend es sei denn man würde genau die Quelle wissen. wer sagt das? also? am besten jemand der dabei war oder zumindest diese Aussage von der dann verstorbenen Person hat.

aber wenn ich auf diesen Hollywood Aspekt noch mal kommen darf Die meisten unserer Zuschauer Zuhörer werden im Film Jurassic Park kennen und das ist natürlich reine Fiktion von einem Arzt Michael Crichton, zwischen leider schon gestorben. Dieser Mann wusste wovon er schreibt und der hat auch ganz andere Bücher geschrieben, neunzeigundsechzig Andromeda zum Beispiel.

Da ging es um ausländische, um außerirdische Erreger Alles Science Fiction, aber wenn man das liest und heute mit kritischem naturwissenschaftlichen Auge dann stellt man fest dass sehr vieles davon doch tatsächlich sehr real ist. Und zum Teil auch tatsächlich so gekommen ist außer die außerirdischen Erreger.

das haben wir bisher noch nicht Wenn ich mich an dieses Buch erinnern kann und noch in seine anderen Werke. Das war ja immer Das ging ja immer in die Richtung Wissenschaftskritik der Wissenschaftler quasi der großen, größten Wahnsinnige. Der eben mit Regern arbeitet oder wie gesagt bei Jurassic Park Dinos zum Leben erweckt.

ist das noch irgendwie zeitgemäß? Vielleicht will es heute fast schon unter die Kategorie Wissenschaftsfeindlichkeit fallen. Na ja, er beleuchtet eben etwas was durchaus real ist. Wir haben auf der einen Seite die Möglichkeiten der Gentechnik von heute, Chris Parcasse, Bellpreis für Frau Capentier, die jetzt gerade in Berlin die erste Therapie auf diese Art und Weise angewandt hat mit der Charité zusammen in Berlin tolle Sachen was man da machen kann bei einer Erkrankung die sonst unbehandelt zum Tod führen würde.

Auf der anderen Seite die damit verbundenen Gefahren und darauf hat Michael Crichton hingewiesen oder Richard Preston ist ein anderer Autor, der auch durchaus noch aktiv ist. Also die hatten schon und haben schon eine Menge Ahnung und weisen da auf wichtige Dinge hin. ich glaube eben dass es genau dieser Punkt ist den man ja gerne mit dual use bezeichnet der uns hier eben die Sorgen falten ins Gesicht oder an die Stirn bringt.

Es ist eben Technik immer gut und schlecht zu verwenden. Und das gilt eben auch hier, wenn wir in die Gain of Function Forschung noch ein Licht hineinwerfen wollen dann sehen wir das da ganz deutlich. Dieses Dual Use Prinzip. können Sie das im Bereich vielleicht für unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer und Zuschauer kurz erklären?

Wir kennen Zumindest sehr viele Zuschauer von uns werden es kennen aus dem Krieg in der Ukraine. Da redet man allerdings von Geräten, die in diesem Dual Use-Konzept gebaut oder verkauft werden. stichwort Drohnen mit denen kann ich was liefern und aber auch eine Bombe abwerfen. ganz banales Beispiel. Aber jetzt im Bereich Biomedizin.

Ja, Dual Use heißt ja nichts anderes als zweifache Nutzungsmöglichkeit einmal zivil und zum anderen militärisch. Und das haben wir bei Technik eigentlich fast immer. im Bereich der Medizin wäre es zum Beispiel wenn ich mal diese gerade Gain of Function Forschung herausnehme genau dieser Bereich dass man sagt also natürlich wollen wir nicht einen anderen Staat angreifen mit Bio-Waffen, indem wir irgendein Erreger gefährlicher gemacht haben.

Das heißt ja Gain of Function. Man gibt einem Erregar eine bestimmte Eigenschaft hinzu, die es den gefährlicher machen, entweder leichter übertragbar für den Menschen infektiös oder kränkermachend schlechter behandelbar was auch immer. Das würde natürlich kein Staat sagen. die sagen alle nein um Gottes Willen das macht man natürlich nicht.

aber umgekehrt aus Verteidigungsgründen müssen wir dieses diese Forschung machen damit kein anderer Staat der vielleicht so böse ist oder ein einzelner Schurke völlig unvorbereitet trifft. Also wir wollen gerne wissen, was könnte da alles passieren? Ich mache es jetzt mal ganz deutlich zwischen Amerikanern oder dem Westen und den Russen.

Was könnten vielleicht die Russen gebaut haben, was uns eines Tages erwischt? Können wir dagegen Impfstoffe bauen? Das bringt aber schon eine große Gefahr mit sich. Diese Dual-Use-Geschichte und vor allen Dingen diese Gain of Function Forschung, das sind meistens gar nicht bekannt wann es eigentlich so richtig angefangen hat.

Der sünden Fall sagt man, dass war in den Niederlanden. Dort gab es einen Wissenschaftler der an der Influenza, also an dem Erreger der Krippe arbeitete Und da ging es dann um die Vogelkrippe, die ja massiv tödlich ist den Menschen, H. Vn-I und er sagte sich ja wir müssen da forschen. wie könnte sich dieses Virus vielleicht verändern dass es dann für den menschen gefährlich wird?

dieses, wie könnte es sich verändern? Das wollen wir nicht abwarten. Sondern wir machen das schon mal im Labor, damit wir dann vorbereitet sind.". Hat er einen riesen Aufstand gegeben, hat das in Nature publiziert und unter Auflagen wurde es dann tatsächlich freigegeben – ein Riesenproblem, dass man gesagt hat, Moment mal!

Wollen wir das wirklich? Ist das nicht die Büchse der Pandora wenn wir das öffnen und so gefährliche Erreger haben? Das ist der Beginn eigentlich dieser Gain of Function Forschung. Nur, damit ich das richtig verstehe. Dieses Genophanction bedeutet eigentlich nichts anderes als dass man – wenn wir jetzt bei diesem Pestbeispiel bleiben, was wir schon durchgesprochen haben – beispielsweise dieses Pest-Pakterium hernimmt und es resistent gegen Antibiotikum macht um zu sehen wie es dann funktioniert, damit man quasi vorbereitet ist falls ein anderer Staat oder keine Ahnung eine terroristische Vereinigung einem dieses Bakterium auf den Hals setzt.

Man baut die Waffe damit man weiß wie andere die Waffen verwenden könnten Ganz genau. Das ist die Sicht aus der Defense-Richtung, der Verteidigungsrichtung. aber man sieht ja schon auch wenn man das formuliert wie eng da die Grenzen verschwimmen können. Woher wissen wir wer wirklich was macht? Vertrauen wir den Nordkoreanern zum Beispiel dass sie tatsächlich nur im Defensbereich einsetzen würden also um sich vorzubereiten oder den Russen oder umgekehrt?

vertrauen die Russen den Amerikanern, dass sie das nur in dieser Weise einsetzen. Denkt nicht vielleicht jeder im Hintergrund? Ja ja wir wollen ja lieb und nett sein aber die anderen sind es bestimmt nicht! Und damit das nicht passiert, wollen wir das gar nicht wirklich erforschen, damit wir's einsetzen Aber wir erforschnen jetzt trotzdem mal für den Fall da was kommt.

Also das ist einfach eine heikle Geschichte und wir sind hier ganz tief im Bereich der Geheimdienste. Es ist auch eine ethische Frage oder wie würden Sie es beantworten? sollte man das tun oder nicht? Ich sehe die Genofanxienforschung äußerst kritisch. Wir sehen ja, was passieren kann und nur um ein Schlaglicht darauf zu werfen.

Den meisten ist ja die Corona-Pandemie noch in Erinnerung. Sie kennen die Diskussion war das jetzt ein Laborunfall? Kommt diese Erreger aus dem Labor oder kommt er aus der Natur? Es ist eine Zoonose. am Anfang wurde es vollkommen abgelehnt massiv, so auffällig massiv das man schon sagen musste. Es kann eigentlich auch nicht ganz richtig sein dass es eine Labor Entstehung haben könnte und dann hieß es immer naja wenn man sagt ist ein Labor Virus dann wäre es ja ein komplett künstlich hergestelltes Virus.

und das ist es. das kann man ziemlich sicher sagen definitiv nicht. aber was natürlich immer noch völlig offen ist und was durchaus denkbar ist. Und es wo es viele Hinweise für gibt, dass das ein aus der Natur stammende Erreger ist, der aber verändert worden ist. Es gibt inzwischen viele Akten aus Amerika, dass eben die Kontakte auch gerade mit Wuhan, mit dem Labor gab, wo genau an diesem Coronavirus so geforscht wurde .

Es gibt Forschungsanträge aus Amerika ,die genau in diese Richtung gehen, es gibt diese berühmte Furin-Spalte, die in dem Coronavirus drin ist, die sonst nie gesehen und die eben ausmacht, dass sie für den Menschen so empfänglich ist. Also da gibt es so viele fragliche Punkte das ich schon sagen würde diese Gain of Function Forschung muss zumindest extrem stark reguliert werden.

Sie ist ja auch reguliert, aber dann kommen wir wieder zu dem Punkt wie gut lässt sich das eigentlich überprüfen? und gerade bei der Biowaffenkonvention haben wir eigentlich keine wirklich guten Überprüfungsmöglichkeiten. Was besagt eigentlich diese Biowaffenkonvention? Was darf man und was darf man nicht?

Ja, das war in den siebziger Jahren, also zweiundsiebzig, haben sich die Staaten zusammengesetzt und haben gesagt so Das müssen wir mal gucken, wie können wir das regeln? Und man hat sich dann darauf geeinigt, dass man eben diese Forschung im Bereich Bio-Waffen lädt Erreger. Im Wesentlichen heißt das Bakterien, Viren, Parasiten – dass man das nur zu Verteidigungsgründen macht also aus defensiver Sicht.

was wir gerade besprochen haben Das ist eine Konvention, die von vielen Staaten unterzeichnet worden ist. Übrigens nicht von Israel aber auch Eritrea und Djibouti haben es nicht unterzeichnete. Und bei den anderen Staaten weiß man eben nicht, wie gut halten Sie sich wirklich daran? Oder gibt es da nicht auch Graubereiche?

und ich bin ganz sicher. Wenn wir jetzt in Russland zäsen und würden diesen Podcast in Russlands machen, dann würden dort die gleichen gedanklichen Vorbehalte den Amerikanern gegenüber bestehen, wie sie auf unserer Seite bestehen gegenüber den Russen oder anderen Mächten. Sie haben vorgesagt, wir gehen hier ganz tief in die Geheimdienste rein und Sie haben auch gesagt das ist wahnsinnig schwierig zu überprüfen.

ist es denn so schwierig zu überprüfen? Liegt das ganz banal an der Größe, so ein Atomreaktor mit dem ich irgendwie waffenfähiges Plutonium herstelle. Das sind große Einrichtungen. Ich gehe mal davon aus im kleines Labor – das kann ich mir leichter verstecken! Ja in der Tat ist das einer der Punkte und man kann das leichter verstecken.

Und die Entwicklung, die Forschung hat dazu geführt dass die Möglichkeit der Umsetzung immer leichter geworden ist, also Bakterium zu manipulieren mit neuen Genen zu versorgen. relativ einfach. Da muss man nicht die tolle CRISPR-Cas Technologie, also die Gen-Scheren-Technologie verwenden da braucht es dann schon eine ganze Menge Kenntnis dazu.

aber auch da muss man sagen ein zeitaltenes Internet. ist da vieles verfügbar? Nein das geht einfacher über sogenannte Plasmide. Das ist das was die Natur auch macht. total verrückter Mechanismus. stellen sich zwei verschiedene Bakterien vor? ganz verschiedene Gattungen haben gar nichts miteinander zu tun.

diese beiden Bakterie können Genmaterial austauschen. Und zwar liegt Genmaterial nicht nur im Zellkern, sondern auch in sogenannten Plasmidringen nebendranne. und in diesen Plasmitringen. da können Gene drin sein die dafür sorgen dass ein Bakterium nicht empfindlich ist gegen ein bestimmtes Antipiotikum.

Und nun kann dieses eine Bakterium, was eigentlich atmäßig mit dem anderen gar nichts zu tun hat. Dieses Plasmid sozusagen mit dem Anderen austauschen und sagen, ich habe hier so eine tolle Eigenschaft gegen eine Resistenz gegen Antibiotika, willst du die gerade mal haben? Und schieb dieses Plasmids herüber!

In der Natur tatsächlich passiert, kann man im Labor relativ einfach machen auch mit Elektrostimulationsmethoden. Also das sind alles Möglichkeiten und deswegen ist es natürlich schwerer solchen Laboren dann oder solche Entwicklungen auf den Grund zu gehen. Es kommt aber noch ein Punkt hinzu. Es fehlen die vereinbarten Kontrollmechanismen wie wir das zum Beispiel bei Atomwaffen-Sperrverträgen haben wo also tatsächlich Kommissionen weitestgehend tatsächlich die Anlagen anschauen können.

Das ist leider hier versäumt worden.". Wie viele Geheimdienste bzw. Staaten verfügen Ihrer Einschätzung nach dann über solche Einrichtungen, wo solche Erreger auch für militärische Arbeitsoffensive oder defensive Zwecke erforscht werden? verlässliche Schätzungen und man geht von zwei bis drei Dutzend solcher Staaten aus, die solche Labore haben.

Russland jetzt ohne das Labor in Ertursk was ja kein Militärisches Labor ist hat alleine drei. Die Amerikaner haben so etwas natürlich in Fort Detrick, in Maryland. Die Engländer haben sowas in Port and Down – das ist in der Nähe von Sellisbury. alles Hochsicherheitstrakte zum Teil dort. auch zivile Institutionen sind dort untergekommen.

Stellen wir das einfach dann sehr lustig vor, wenn da die Mitarbeiter eigentlich in einem ganz kleinen beschaulichen südenglischen Dorf wohnen wo sie vielleicht Landwirte und sonst was um sich herum haben und dort aber an hochgefährlichen Erregern forschen. also dass ist schon das was wir sonst nur von John Le Carré vielleicht kennen.

Das findet alles tatsächlich statt! Das ist absolut real. Eigentlich muss man sich umgekehrt wundern, dass bislang alles scheinbar gut gegangen ist. Das wäre gleich meine nächste Frage gewesen. Gibt es denn Beweise über den Einsatz von solchen Virenbakterien irgendwo auf der Welt die tatsächlich zurückzuführen sind auf ein Labor als wirklich militärische Zwischenfälle?

nicht das mir bekannt wäre. Es wird ja immer wieder diskutiert, dass bei Corona gerade ein solcher Fall wäre. Dafür sehe ich ehrlich gesagt keine Hinweise. aber ums auch verwechseln zu nehmen werden es nie wirklich endgültig wissen. militärisch sehe ich da weniger das im Labor an Fledermaus-Coronaviren geforscht wurde, ist überhaupt kein Zweifel.

Das ist so. und dass es die Anträge gab dieses Coronavirus genau dahingehend zu verändern wie wir es dann später vorgefunden haben auch das ist belegt, das liegt vor. in Amerika war diese Forschung nicht möglich. dort wird sie gebannt. Aber es ist auch bekannt, dass es dann eben diese Ausweichgeschichte mit Wuhan gab.

Wo dieses spezielle Labor steht und da starke Verbindungen zu den Amerikanern gab. Und ich glaube wie gesagt nicht das es einen starken militärischen Charakter hatte aber ein Gain of Function war's in jedem Fall. Möglicherweise ist das ein Beispiel dafür, wo es dann – wenn es ein Lab-Leak war wie es so schön heißt also eine undichte Stelle aus Hamburg heraus – ist es dann ein Beispiel für etwas Schiefgegangenes.

Was ich von staatlicher Seite und kann auch mal mögliche terroristische Aktionen aus nicht ganz verstehe ist, wo denn der Sinn solcher möglichen Bio-Waffen tatsächlich liegt. Denn zu kontrollieren sind die ja alle in Wahrheit nicht. also das kann ja durchaus über Umwege dann wieder in mein eigenes Land zurückschwappen und dann habe ich die Pandemie wie gesagt vor der eigenen Haustür, die eigentlich nur für das andere Ende der Welt gedacht war.

um das jetzt ganz banal runterzubrechen Ist es wirklich sinnvoll? Also Es ist grausam und man soll sowieso nicht machen aber aus einer militärischen Perspektive Absolut. Und diese Frage stellt sich natürlich jeder auch im ganz anderen Bereich bei vielen politischen Entscheidungen, wo man sich fragt aber ihr müsst doch mal einen Schritt weiter denken das ist doch nicht gut für uns oder die Menschheit ja kann man verstehen aus unserer Sichtweise.

ich glaube aber dass wir da falsch denken. diejenigen die diese Entscheidungen treffen denken schlichtweg anders. sie sind in anderen Sphären unterwegs und ich glaube ein weiterer Punkt ist ganz stark das Gefühl haben, nicht der Letzte sein zu wollen. Nicht der Unterlegende sein zu will. Da ist immer die Beratung entsprechender Experten in dem entsprechenden Land dass die andere Seite jetzt dieses Erforscht, dieses Macht und jenes macht und man dann leicht das Gefühl bekommt ja gut also dagegen müssen wir uns mapmen da müssen wir irgendwas gegen tun und schon haben wir eben dieses Aufschaukeln aufrüsten.

letztendlich und da braucht es aus meiner Sicht, dass wir das was wir in den Beginn in den siebziger Jahren hatten im Ostwestkonflikt mit Menschen wie Herrn Brandt aus der Bundesrepublik oder Egon Barr. Dass wieder hier Verständigung hineinkommt und Vertrauen auch zuletzt bei der deutschen Wiedervereinigung, dass da Menschen sind – das waren meistens Männer die dann aufgrund ihrer Männerfreundschaft tatsächlich Dinge durchbekommen haben, die man heute sich überhaupt nicht mehr vorstellen kann.

Damals mussten die Leute ja auch einfach vertrauen sozusagen im das Blaue in den Augen desgegenübers alsbare Münze nehmen und sagen ich vertraue dir Ja wir machen das so. Das wäre hier auch notwendig. Ich sehe aber ehrlicherweise momentan uns eher eine ganz andere Richtung marschieren. Gut, da würde ich Ihnen zustimmen.

Ich glaube diese Vertrauensbasis die existiert in vielen Bereichen nicht mehr. aber wenn wir das theoretisch durchspielen würden man sagt okay man einigt sich irgendwie auf eine biologische Abrüstung in diesem Bereich. wie lässt sich das denn Ihrer Meinung nach besser kontrollieren als wir tatsächlich die Situation jetzt haben?

Ganz schwierig. Da habe ich keine einfache Antwort, weil man ja bei Atomwaffen schon gesehen hat wie schwierig das Ganze ist. Denken Sie an den Iran wo wir auch nicht so ganz genau wissen also wir hier in der Bevölkerung schon mal gar nicht aber ich denke auch die entsprechenden Stellen und Geheimdienste der Länder nicht genau wissen was jetzt wirklich dort vor sich geht und im Biowaffenbereich ist es genauso.

Wir haben das Jahrzehntelang in dem Bereich Wir haben vorhin schon mal kurz drüber gesprochen, in Fiction hingesetzt und das ist immer so ein bisschen spannend. Das ist Thriller geeignet. Denken Sie an die vielen Filme Hot Zone oder auch was ja letztendlich auch darauf fuß des Contagion. Ein großer Blockbuster-Film.

Peterson hat das als Regie mit Energie gemacht. also Das waren immer Thriller-Bereiche und das war der nette Krusel, der aber nicht wirklich real war. Ich glaube wir müssen insofern aufwachen dass wir sehen sowas kann tatsächlich real sein und real werden einmal weil wir immer mehr Verbindungen haben zusammen gewachsen sind aber nicht nur im guten Sinne sondern eben was auch Informationsverfügbarkeit angeht und Dass die Technologie so weiter fortgeschritten ist Entwicklungen so stark vereinfacht haben oder technische Umbauten an solchen Erregern ermöglicht haben, was früher gar nicht gewusst wurde und wenn es gewusst würde, technisch gar nicht umsetzbar war.

Und vielleicht das auch noch? Es müssen tatsächlich – und das geht dann schon fast wieder in die Idee von solchen James Bond Filmen – es müssen nicht unbedingt die ganzen Staaten sein. Der klassische durchgeknallte Wissenschaftler, also irgend einer der vielleicht entsprechenden Geldgeber hat solche Dinge in seinem Labor macht.

Es ist vieles nicht ganz so einfach wie es vielleicht erscheint aber wir haben doch bei vielen Techniken gesehen so ganz soviel braucht's gar nicht dazu. In diesem Fall blöderweise aus der Flasche. oder also man kriegt ihn nicht mehr zurück. Die Technik ist da, sie wird sich weiter fortentwickeln und die Zeit werden wir nicht zurückdrehen können.

Das ist so. ich glaube das muss man genauso erkennen. es ist so ein bisschen wie Bei der Entwicklung eines Menschen vom Kind zum Erwachsenen, wenn sie einem Kleinkind erzählen und am Vierundzwanzigsten kommt der Weihnachtsmann. Dann kann man das ohne Weiteres tun, weil das in der Welt des Kindes völlig in Ordnung ist.

Und die Erwachsen wissen natürlich, nein, den Weihnachtsmann gibt es nicht! Und Sie müssen in der Regel dem Kind gar nicht erklären später dann, dass es den Weihnachtsmann wirklich nicht gibt, sondern dieses Kind sieht einzelne ... Beweise, Hinweise zunächst einmal. Dass es in Weihnachtsmann vielleicht doch nicht gibt dass das der Papa war oder die Mama war und irgendwie so gleitend kommt er dann im Erwachsenenleben an in der geänderten Vorstellung mehr Richtung Realität Und so ähnlich siehst bei uns.

wir hatten eine ungewöhnliche Situation In der Menschheitsgeschichte gesehen, ungewöhnliches Situation seit dem Zweiten Weltkrieg. Und wir konnten uns in einem... Alle die wir jetzt leben kann man sagen ...in einem unglaublichen Luxus bewegen. Luxus nämlich dass wir Frieden hatten, dass wir den Eindruck hatten das war auch meine Vorstellung in den achtziger Jahren Das mit Aufkommen der Technik, der Kommunikationstechnik Mobilfunk und so weiter Dass ich dann damals gesagt habe wie viele andere Menschen auch Naja also guck mal Jetzt wo wir so tolle Techniken haben Da werden die uns doch nicht den Schädel einschlagen wollen, sondern sie wollen doch auch eine gute Wirtschaft haben.

Die wollen auch so ein Mobilfunk haben und dann werden die doch alle sagen ja komm lass uns mal diese Streitigkeiten beiseite legen das ist ja gar nicht gut für uns. Das war ihre Frage von vorhin. lasst uns doch lieber wirtschaftlich zusammenarbeiten hat vielleicht einen Moment geklappt aber diese Uhr dieser Urtrieb scheinbar sich gegen den anderen durchzusetzen schlauer zu sein als der andere und den anderen doch zu besiegen.

Und Fründe abzujagen, das kam sofort wieder durch und da müssen wir glaube ich aufwachen auch wenn wir es gerne wollten so sicher und ruhig und vor allen Dingen so wie wir gedacht hatten. wir überlassen die Sicherheit in Amerikanern und können uns selbst um die Wirtschaft kümmern. So sicher ist es nicht und wird es auch nach meiner Einschätzung nicht mehr sein.

Wandel durch Handel und das Ende der Geschichte, zwei Konzepte die leider nicht aufgegangen sind. So schade es auch ist. also ich würde mir wünschen dass dieser Optimismus des auslaufenden zwanzigsten Jahrhundert tatsächlich etwas verändert hätte und wir uns eben heute nicht mehr die Schädel einschlagen würden oder Bio-Viren auf den Hals jagen könnten.

wie gesagt anderes Thema können wir vielleicht mal eine Ethik Diskussion anfangen finde ich persönlich sehr interessant. aber egal wenn man vielleicht nochmal ganz zurück kurz zurück kommen zu diesem Fall in Russland. Ich find's ja Und vielleicht um das abzurunden auch interessant, wie das Ausland auf diesen Fall reagiert.

Denn vor allem die Amerikaner zeigen ein sehr großes Interesse. Trump bittet seine Hilfe an und die WHO fordert mehr Informationen. Das ist logisch. aber auch beispielsweise der US-Verteidigungsminister kritisiert die Informationspolitik da Russen. Irgendwie erinnert mich dann doch ein bisschen an den Beginn von Corona wo das Auslands anderen Informationen eingefordert hat.

Es ist nichts passiert außer dass die große Pandemie ausgebrochen ist Um von hinten anzufangen, eine Pandemie sehe ich jetzt hier nicht. Dafür eignet sich das klassische Pestbakterum jedenfalls nicht gut. wir wissen nicht wie ist es verändert worden aber ganz ehrlich die Wahrscheinlichkeit halte ich für sehr sehr sehr gering.

Dieses Angebot des amerikanischen Präsidenten Hilfe anzubieten, das ist eine ganz klare Schiffe für Rückmal raus mit den Informationen. In dem man es einfach so formuliert wir bieten euch die Hilfe an und natürlich für die Hilfe brauchen wir eure Informationen selbstverständlich. Das ist allerdings auch eben diplomatischer Umgang und damit völlig in Ordnung.

Ich finde es richtig, dass die Amerikaner das durchaus ernst nehmen und mit entsprechenden Stellen eben sprechen wollen. Das ist die einzige Möglichkeit da an Informationen heranzukommen. Dass sie's ernst nehmen wird auch den Hintergrund haben, den wir besprochen haben, dass hier schon Hinweise dafür bestehen – Es is nicht nichts!

Passiert. und natürlich hätten wir uns vor allen Dingen zu Corona Zeiten von China viel mehr Informationen gewünscht, um einen kleinen Punkt hineinzubringen. Es war ja immer die Frage Labortheorie oder eben Wuhan mit dem Web Market also eine Zoonose. man hat zugesagt dass man selbstverständlich die Tiere um diesen Markt in Wuhan alle untersuchen wird.

PCR mäßig guckt. haben die da Corona Viren? Und wenn ja welche? wie sehen die aus? Diese Ergebnisse sind nie vorgelegt worden. Die Vermutung ist, sie sind auch deswegen nicht vorgelegt worden weil sie vielleicht gemacht wurden. aber da keine Coronaviren gesehen worden sind wäre das so gewesen und hätte man vielleicht noch weiter zurückverfolgen können das könnte man heute rückwirkend machen dass im Tierreich irgendwo ähnliche Viren, vielleicht adaptierte ein bisschen adaptierte Viren aufgetaucht werden.

Wenn man das finden würde ja dann wäre es natürlich ein starker Hinweis tatsächlich für eine Zornose Theorie. aber Diese Hinweise scheint man nicht zu haben und die Chinesen waren sicher nicht ehrlich am Anfang auch zu erzählen, wann das Ganze wirklich stattgefunden hat. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das Ganze nicht im Oktober zwanzig neunzehn begonnen hat sondern weit früher in August oder noch früher.

Da hätten wir natürlich Informationen haben wollen und genau das will man jetzt natürlich auch haben Und die WHO-Wildinformationen haben bietet umgekehrt dann Hilfe eben auch an. Ich habe die Befürchtung, dass da Russland allerdings nicht viel Informationen herauslässt. Mit welchen Folgen Ihre Einschätzung nach?

Also was könnte da passieren? Das kommt genau darauf an, was da jetzt wirklich vorgefallen war. Meine Vermutung ist nach wie vor immer noch das es ein lokales Ereignis war sicher lokal dramatisch und erst recht dramatisch für diese betroffene Person oder Personen. ich gehe momentan nicht davon aus dass aus diesem lokalen Ereignis einen landesweites, russisches oder auch nur provinsweites oder gar weltweites Problem wird.

Davon gehe ich nicht aus aber wir können es natürlich nicht genau sagen. würde es so sein? Würde es eine Entwicklung geben dann wäre das natürlich eine Katastrophe und dann wäre Corona ein Spaziergang gewesen. also dass ist überhaupt nicht miteinander zu vergleichen vor allen Dingen wenn der Pesterreger tatsächlich besser übertragbar wäre.

ansonsten ist der Pesterreger eigentlich so wie es beschrieben habe, gar nicht so ideal geeignet für eine große Verbreitung. Denn Sie müssen ihn ja tatsächlich per Tröpfcheninfektion verbreiten. Das war bei Corona schon ein bisschen anders. das der Reger hat auch länger gehalten, nicht so lang wie ein Masernvirus in der Luft aber das war schon leichter und die Ansteckungsfähigkeit war noch viel höher.

Aber was wissen wir? Was da gebastelt wurde? Das heißt wenn's der klassische Pesterreger ist Wahrscheinlich weltweit kein Problem, aber wenn die Gener Funktion Forschung da vielleicht ihre Finger im Spiel hatte. Kennt schon blöd aus schon theoretisch? Theoretisch ja wie gesagt ich glaube es nicht Aber ausschliessend kann man's natürlich nicht Herr Specht.

abschließend Kommen wir nochmal auf die ethische Frage zurück. Sie haben vor Schon Jurassic Park angesprochen und Ich würde da gern mit einem Zitat von Dr. Ian Malcolm den fiktiven Charakter der in Jurassic Park von Chef Goldblum gespielt wird enden. Der sagt nämlich In seinem wirklich sehr berühmten Zitat, your scientists were so preoccupied with whether or not they could.

They didn't stop to think if they should.". Sollten wir vielleicht in wissenschaftlichen Bereichen in Zukunft öfter darüber nachdenken ob wir das wirklich sollten? Nicht ob wir könnten? Das sollten wir in jedem Fall vor allen Dingen – das galt immer schon aber die Technik ist immer weiter fortgeschritten und hat immer größere Implikationen für immer mehr Menschen.

Stichwort Corona da hat man es gesehen. Das sollten wir unbedingt. allein. mir fehlt ein bisschen der Glaube, dass die Menschheit – und da können wir vermutlich gar nichts für so sind wie er wohl angelegt. oder vielleicht ist es auch ein Fehler aber so sind wir halt. Dass wir tatsächlich in der Lage sind diese ich würde schon fast sagen vorauseilende Vernunft also das wirklich überblicken unserer Handlungen die weitere Zukunft in die Gegenwart zu bringen und in der Gegenwart dann tatsächlich Handlungen sein zu lassen, obwohl wir sie machen könnten.

Wir haben das in der Medizin ständig, wir haben es auch im finanziellen Bereich. Es werden immer weitere Therapien erfunden, sensationelle Therapien, die vorher nicht möglich waren, die tatsächlich heilen können. Da würde ich nichts sagen dass wir das nicht tun sollten. aber wir müssen uns da natürlich auch immer fragen Wie können wir das noch finanzieren?

Diese Therapien sind unglaublich teuer. Wir reden hier von mehreren Millionen pro Fall. und da ist es einfach völlig klar, dass wir uns in welchem Sozialsystem auch immer... Das basiert ja immer auf einer dann nur, wenn sie überhaupt funktionieren sollen, florierenden Wirtschaft die wir nicht haben welche Leistungen wir uns für die Allgemeine überhaupt noch leisten können.

Das heißt wir kommen immer mehr in die Problematik Ja! Wir könnten dieses oder jenes tun auch im Guten aber Wir können es letztendlich eben doch nicht tun, weil wir es gar nicht leisten können. Weil wir es nicht finanzieren können auch im Guten. erst recht gilt das natürlich für die nicht so guten Ideen.

Ja Doktor Specht vielen Dank für Ihre spannenden Einordnungen. ich wünsche Ihnen alles Gute und beste Grüße nach Deutschland! Ich danke Ihnen Tschüss! Und wenn euch Thema des Tages gefallen hat, dann abonniert uns auf der Podcast-Plattform eurer Wahl oder auch auf YouTube. Damit sind wir immer öfter mit Video-Podcasts vertreten.

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