Thema des Tages

Warum der Krieg in der Ukraine nicht so bald enden wird | Torsten Heinrich

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 40 min

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Shownotes

Warum der Krieg in der Ukraine kein Ende findet und keine Seite gewinnen kann
Angriffe auf Städte und die zivile Infrastruktur. Russland setzt gerade alles daran, die Ukraine und vor allem ihre Bevölkerung vor den kalten Monaten unter Druck zu setzen. Hinzu kommt ein Verbündeter in Washington, dem das Schicksal des Landes inzwischen wohl egal ist. Steuert dieser Krieg gerade auf einen Entscheidungspunkt zu und sehr hat das Verhalten von Donald Trump den Kriegsanstrengungen des Landesgeschadet? Darüber sprechen wir mit dem Militärhistoriker und YouTuber Torsten Heinrich.

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Was muss passieren, damit der Krieg in der Ukraine entschieden wird? Derzeit sieht es ja nicht so aus als würde einer der Seiten der entscheidende Durchbruch gelingen. Wir schauen uns heute an was Russland und die Ukraine tun um eine Entscheidung herbeizuführen. auf welche Taktik setzen sie? Dazu begrüße ich heute hier im Standardstudio den Militärhistoriker Thorsten Heinrich vom YouTube-Kanal Militäre und Geschichte.

Herzlich willkommen! Danke für die Einladung Herr Heinrich, nicht wenige Beobachter vermuten dass wir uns in diesem Krieg derzeit auf einen sogenannten Kulminationspunkt hin entwickeln also ein Punkt an dem wirklich mal eine Entscheidung getroffen werden könnte. Wie sehen Sie das? gar nicht so einfach zu sagen.

Also wir haben einzelne Kulminationspunkte immer wieder gesehen und im Normalfall kennen ich die Nutzung dieses Begriffs eher als den Punkt, wo eine Offensive sich totgelaufen hat weil eben die Kräfte weit genug verbraucht sind dass der Angreifer stoppt. das konnten wir gerade beobachten bei der Operation Vivaldi wo die Ukrainer ja den Oskill, denn Scherebetz mehr oder weniger erreicht haben.

Sie jetzt erklärt haben, Operation Vivaldi sei vorbei. Aber das heißt nicht dass Angriffe an anderer Stelle nicht wieder weitergehen können und während die Russen im Norden des Festungsgürtels durch Operation Vvaldi zurückgeworfen wurden ist im Süden gerade bei Dupropylia geht die Offensive weiter. dort greifen sie weiter an.

was wir sehen ist dass beide Seiten in gewissem Maße erschöpft sind dass die russend Probleme haben Soldaten zu rekrutieren in ausreichender Zahl um ihre Offensivanstrengungen und Weise fortzusetzen, die ihnen Erfolg bringt. Also wir haben täglich Angriffe. sie greifen weiter an aber eben mit kaum noch messbaren Erfolgen.

Die neuesten Berichte über die Rekrutierungen sind auch die das wirklich. Personen rekrutiert werden, die eigentlich im Militär wenig zu suchen haben also wenn sie an die Front geschickt werden Man muss es fast hart und zynisch sagen eigentlich wenig mehr können als eine ukrainische Drohne verbrauchen, weil sie körperlich nicht fit sind.

Weil sie geistig nicht fit ist, weil nicht investiert wird in ihr Training um sie ausreichend gut auszubilden. das heißt von russischer Seite wird die Offensive weitergehen. Die große Frage ist also nicht schicken die Russen weiter Leute vor sondern führt dieses Vorschicken zu erfolgen und da ist es für den Moment zumindest nicht wirklich sichtbar, dass die Russen nennenswerte Erfolge erzählen werden.

Sie mögen hier-und dort mal ein Kilometer vorrücken aber Ende des Jahres wird die Karte kaum anders aussehen als sie es heute aussieht und wenn's so weitergeht auch Mitte nächsten Jahres nicht. Und von ukrainischer Seite hat man an zwei Bereichen der Front die Initiative an sich reißen können und man kann darüber diskutieren ob sie mit Kobiansk an einem dritten Bereich noch haben.

aber auch dort ist kein rasanter Vorstoß der Ukrainer zu erwarten. Wir sehen, dass teilweise monatelang Offensive durchgeführt wird und dies zu fünfzehn bis zwanzig Kilometern Gelände gewinnen geführt hat. Während beide Seiten zu Offensivtätigkeiten in der Lage sind, ist es so das die russische Taktik zu hohem Personalverbrauch führt und zu geringen Geländegewinnen auch zwangsweise, weil sie weniger Personal haben.

Personen sparen da, Personalsparen davor zu gehen und das benötigt enorm viel Zeit, weil es eben in kleineren Schritten stattfindet, weil Sie versuchen russische Posten, russischer Positionen zu erkennen diese zu neutralisieren sich wieder zurückzuziehen und das erfordert enorm viel zeit. Das heißt während wir ein Ende des Krieges oder der Offensivfähigkeit auf beiden Seiten meines Erachtens nicht sehen ist es momentan an dem Punkt Aber eigentlich auch schon seit zwei Jahren, wo die Front sich sehr überschaubar bewegt und heute wohl eher noch mehr als in den letzten zwei Jahren.

Wo zumindest lokale Durchbrüche taktische Art mal möglich waren und man Vorstoß von fünf Kilometern in zwei drei Tagen drin war. das scheint heute sehr unwahrscheinlich zu sein. also Beide Seiten sind zur Offensivoperation weiterfähig, aber auf beiden Seiten sind die Erwartungen dessen was mit den Offensiven erzielt werden kann überschaubar.

Was mich interessieren würde ob... Aktionen aus Washington in den vergangenen Wochen zur Offensive der Ukraine nichts beigetragen haben, das wäre der falsche Begriff. Sondern ob sie sich irgendwie behindert haben? Wir haben schon über Operation Vivaldi gesprochen. es gibt weitere Berichte oder gab es in den vergangenen Wochen darüber dass im Osten auch durchaus erfolgreiche Geländegeminne erzielt worden sind.

beispielsweise in der Region Luhansk hat sich eben durch die Abschaltung von Starshield und Starlink durch viele Warnungen etc. irgendetwas daran geändert. Grundsätzlich ist es so. Die Ukraine haben bei Vivaldi gesagt, dass sie dreißigtausend Angriffe auf die Logistik durchgeführt hätten. Ich bin nicht zu hundertprozent sicher ob das wirklich nur in diesem Operationsbereich war aber wir sehen, dass ein großer Anstrengung unternommen wurden um die Russen beider Versorgung ihrer Soldaten an der Front zu hindern.

deswegen gab es auch verhältnismäßig viele Gefangene bei Operation Vivaldy und die Logastik ist und bleibt der Schlüssel. Das sehen wir jetzt gerade ein Stück weiter nördlich in Kupijansk, wo die Ukrainer einen Tunnelsystem übernommen haben und die Russen weit zurück oder sogar herausgedrängt haben. Und jetzt russische Milblogger sagen wenn das stimmt werden wir uns zurückziehen müssen.

da wird keine andere Möglichkeit bestehen. Das heißt die Logistik ist von so großer Wichtigkeit dass es natürlich unmittelbare Folgen auf die Front hat. Da kommen wir dann zu Starshield beziehungsweise Starlink. Es ist so, dass die ukrainischen Drohnen, die auf ihrem eigenen Territorium operieren, inklusive dem besetzten eigenen Terratorium.

Dass sie in der Regel gerade wenn es was anderes als FPV drohen, dass diese sehr häufig mit Starlink Terminals funktionieren, die freigeschaltet sind für Starshield und das ist durch Elon Musk Das scheint der aktuelle Stand zu sein, behindert worden und gestoppt worden. Und das führt natürlich dazu dass der Angriff in der hinteren Front auf einen Lkw der Nachschuh bringt oder gar Soldaten bringt, dass er nicht oder nur deutlich schwerer erfolgen konnte.

und während es nicht komplett abgestellt war wurde die Höchstgeschwindigkeit verringert und dort gab es unmittelbar dann Berichte von russischen Millbloggern Dass die Intensität der Angriffe zurückgegangen sei. ich habe das vor allem vom Süden gelesen von der Landbrücke. Dort hat es unmittelbare Folgen gehabt auf die russische Logistik, die weniger effektiv angegriffen wurde.

Und selbst wenn die Angriffsdrohnen in der Lage sind langsam genug zu fliegen um die Verbindung aufrechtzuhalten ist natürlich ihre Abwehr deutlich leichter weil sie langsamer fliegen und damit sinkt die Effizienz der Angriffe geht es halt, das setzt sich dann relativ schnell an die Fronten fort. Wenn in der Lage sind mehr Munition und mehr Verpflegung nach vorne zu bringen, wenn sie in der Lagesend mehr Soldaten schneller an die front zu bringen weil sie näher heranfahren können, dann zeigt sich das natürlich in Wirkungen an der Front relativ schnell und dementsprechend.

Star-Links-Star-Shield war für Operation Vivaldi laut den Angaben, die die Ukraine machen ziemlich sicher von großer Bedeutung. wie entscheidend lässt sich dann noch debattieren? und dort ist es, wenn eine große Bedeutung wegfällt. Dann heißt das natürlich dass die ukrainischen Fähigkeiten dann spürbar verringert wurden.

also da fühlt kein Weg dran vorbei. Wenn ich die Logistik nicht fünfzig achtzehundert Kilometer hinter der Front angreifen kann, dann fährt der Feind sein Material näher heran hat dadurch mehr zur Verfügung und ist dadurch verstärkt in der Fähigkeit einen selbst zu bekämpfen. Jetzt haben sie gesagt, dass die Ukraine natürlich eingeschränkt waren in ihren Möglichkeiten aufgrund dieser Starlink-Einschränkung.

Aber konnten die russischen Truppen wiederum diesen Vorteil für sich nutzen? Recht lang war es ja nicht. aber Sie haben vorher schon beschrieben in einem Konflikt wo mehr oder weniger alles still steht könnten ja so kurzzeitige Vorteile durchaus einen großen Effekt haben. Also an der Front kann ich nicht wirklich etwas beobachten.

Es gibt immer ein paar Behauptungen von Gegeneingriffen und Territorialgewinnen, es gibt auch russische Behauptung man sei wo Operation wie Valdi operiert habe sei man zu Gegenangriff übergegangen und habe dort schon Territorium zurückerobert. Ich sehe davon zumindest laut Belegen nichts. also Wie gesagt sie haben halt realistischerweise mehr Material zur Verfügung Sie sind besser ausgestattet und sie haben mehr Soldaten Und das kann natürlich zu Vorteilen an der front führen.

aber ich sehe nicht, dass sie das hätten umsetzen können. Wo Sie es wohl eher umsetzten konnten war in den Angriffen im Hinterland weil dort ein Teil der Abfangdrohnen wohl durch Star Shield... gesteuert wird. also ich vermute das sind das sind repeater beziehungsweise mutterschiff drohnen. Die die abfang drohen auf größere höhe bringen und dann mit ihnen die verbindung aufricht erhalten uns so die steuerung ermöglichen, wenn die ausfallen dann funktionieren natürlich des abfang der einweg an griffsdrohnen nicht und die führen dann zu mir einschlägen.

also dort wird es Auswirkungen gehabt haben. aber ich sehe nicht dass es Auswirkung spürbare messbare Auswirkung an der front gehabt hätte. das zumindest konnte ich nicht beobachten. Aber vermutlich hat es zu mehr Todesfällen in der Ukraine geführt. Denn jene nicht abgefangene Drohne, die schlägt natürlich irgendwo ein und ab und an führt das auch zum menschlichen Opfer.

natürlich nicht jedes Mal aber häufig genug. Das ist ja gerade für die Zivilbevölkerung der schlimme Part an diesem Gespräch dass wir hier gerade führen. Also man kann wohl davon ausgehen, dass es Zivilisten mindestens verletzt oder auch getötet hat. Wenn wir bei den Offensivkapazitäten der Ukraine bleiben – Ihre Einschätzung was kann denn die Ukraine tatsächlich ganz ohne amerikanische und westliche Hilfe?

Es gibt da einen sehr interessanten Fall aus Mitte Oktober wo die Eigenbau-Raketen nebtun, der Ukraine bei einem russischen Militärflughafen mehrere sehr große Kampfbomber der Russen zerstört oder beschädigt haben soll. das heißt sie sind selber zusammengebaut und fliegen ohne Technologieunterstützung aus Amerika.

Was ist da möglich? Grundsätzlich ist es so, die Neptun zum Beispiel. der Beschuss dieses Flughafens dürfte aufgrund von Satelliten auf einem Amlerfolg sein. Und da ist natürlich die Frage wie schnell man an die kommt denn die Flugzeuge werden dort nicht ewig sein in reichweite ukrainischer Wirkmittel selbst wenn in dem Moment wo man weiß dass sie dort sind muss man den Einsatz planen.

das geht auch. Je schneller die Information kommt, desto wahrscheinlicher kann man einen solchen Angriff durchführen und dort müssen zwangsläufig die Amerikaner eine Rolle spielen. Ich muss hier klar sagen ich spekuliere hier natürlich aber die amerikaner haben deutlich mehr Aufklärungsmittel als sich die Ukraine im freien Markt einkaufen können und als sie durch Verbündete wie beispielsweise Frankreich erhalten.

und dann ist es ne einfache Rechensache wenn die amerikana eine Vielzahl an Satelliten haben, um ihnen diese Aufnahmen zur Verfügung zu stellen und die Franzosen ne Hand voll. Dann ist es wahrscheinlicher dass sie solche Angriffe nicht so einfach wiederholen können ohne die Aufklärungsdaten denn das dürfte in dem Fall der entscheidende Punkt gewesen sein.

Denn sowas ist relevant im zeitlichen Ablauf. Diese Kampfflugzeuge, die Suche auf den Dreißig, die dort getroffen wurden, die standen relativ nah beisammen Sie waren nicht irgendwie geschützt besonders. Und dann rentiert sich natürlich auch einer solch seltenen Rakete, denn allzu viele von den Neptun haben die Ukrainer ganz offensichtlich nicht.

Sie setzen sie ja relativ selten ein. Der rentiert sich dann weil das Ziel es wert ist. aber dazu muss man wissen dass es vor Ort ist und dazu sind Aufklärungsdaten notwendig. Den Angriff selbst die Navigation durfte wahrscheinlich auch mit amerikanischer Technik, aber zumindest ohne aktive Unterstützung der Amerikaner erfolgt sein.

Also realistischerweise werden in den Sensoren schon irgendwo amerikanische Chips und sonstige Teile verbaut sein. Aber die Aufklärungsdaten dürften dort das Entscheidende gewesen sein eben heraus zu wissen ah da sind Flugzeuge! Die sind ein Ziel was wir angreifen können. und dann eben den Punkt bis zum Abschuss.

dieser Weg muss so kurz wie möglich sein. können die Amerikaner durch die Vielzahl ihrer Satelliten eben helfen, dass solche Angriffe möglich werden. Das heißt auch in diesem Fall ist zwar die Rakete jetzt nicht aus einer amerikanischen Fabrik gekommen, die wurde wohl in der Ukraine gebaut aber die Infrastruktur-Satelliten da ist man trotzdem weiterhin darauf angewiesen.

Prinzipiell würde ich sagen sie können das auch ohne die Amerikane denn wie gesagt die Aufklärungsdaten, dass dort Flugzeuge sind kann man sich auch anders beschaffen. es ist nur schwerer Das muss klar gesagt werden. Also sie sind dazu in der Lage, ich sehe nicht wieso es ist nichts sind. und noch sehen wir zumindest aus den USA nicht dass man die Ukraine mit irgendeinem Embargo belegt das dort irgendwelche Chips nicht mehr geliefert werden dürfen oder Elektromotoren oder sonstige Bauteile.

Das heißt es geht hier. in dem Fall geht's vor allem darum wann wird die Satelliten Aufnahme gemacht? Und wie schnell geht die an die Ukraine? Und dann ist es klar wenn ich nur um Zahlen zu nennen fünf Satellite hab die das machen können oder ich habe hundert Dann ist natürlich wahrscheinlicher die Nation mit den Hundert schneller in der Lage ist, solche Informationen zur Verfügung zu stellen.

Aber eine der fünf französischen Satelliten, der diese Foto macht, wenn das den Ukraine weitergeliefert wird dann können sie den Angriff ganz genauso machen. Sie werden ihn nur selten da durchführen und wenn sie sich nicht auf die Amerikaner verlassen können, wenn sie den Informationen der Amerikanern nicht bekommen und sie werden es weniger erfolgreich durchfüllen können.

aber prinzipiell der Angriff sollte nicht auf Die Amerikane angewiesen sein. Herr Heinrich, wir haben in der Vergangenheit ja das Öfteren schon über ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe auf Russland gesprochen. Und auch auf den Fokus, den die russische Ermäder immer wieder gelegt hat. Wir haben beispielsweise über die Lagerhallen von Wildberries gesprochen und anderen Online-Händlern, die da getroffen worden sind.

Kürzlich ist immer wieder aufgekommen, dass jetzt auch Rechenzentren im Fokus stehen. Ihre Einschätzung – was ist denn derzeit der Hauptfokus der ukrainischen Angriffe? Sind es immer noch die Rechencentren? Ich habe sie den letzten Tagen nicht beobachtet. Es geht vor allem darum, den Russen wehzutun.

Jedes dieser Ziele kann ich eine militärische Begründung suchen. wie weit wirklich vollens überzeugend ist, ist dann Definitionssache. Ich meine wir müssen uns anschauen dass es Kriegsvölkerrecht ja auch nicht ganz eindeutig ist. da wird von Verhältnismäßigkeit gesprochen. Da dürfen nicht mehr als ein von zehn Objekten die dieses Versandhaus verschickt dürfen militärisch sein.

so was gibt's ja nicht. das heißt es ist viel Interpretationssache. jedes dieser Ziele hat einen militärischen Nutzen Das muss man klar sagen. aber wie weit der groß genug ist, um es als militärisches Ziel für sich primär zu identifizieren lässt sich in den Einzelfällen sicher diskutieren. Die rechtliche Rechtfertigung sehe ich also gegeben und daher gehe ich davon aus dass das einfach darum geht den Russen so viel wie möglich wehzutun.

denn wir müssen bei den Rechenzentren uns anschauen. die Russen haben Sanktionen von denen sie belegt sind und wenn die Hardware zerstört ist die gerade auch noch schwer zu bekommen ist wegen des KI-Warns der sehr hohen Preis hat in beschränkter Verfügbarkeit da ist. Dann tut es den Russen enorm weh, weil eine Unmenge an Geld verbrennt und man... nicht einfach eine Bestellung abgeben kann und in drei Wochen das neu zusammengebaut haben kann.

Dann kommen noch Fragen dazu, wie weit das Auswirkungen hat auf gespeicherte Daten? Wie viele von uns, von den Zuschauern lagern wesentliche Teile ihrer Daten in der Cloud und nicht mehr auf fünf separaten Festplatten? Wenn man Glück hat zerstört man so Daten von irgendwelchen Unternehmen die dann ein Riesenproblem haben, die die Waren weggeschickt haben aber die Zahlungen werden nicht verbucht für einen halben Tag weil des Backup zu alt ist oder irgendwas.

Das kann Wirtschaft Ruin bedeuten, je nachdem wie knapp genäht die Unternehmen sind. Also da kommen wir an solche Sachen wo der wirtschaftliche Schaden gigantisch sein kann. Der Ausfall von irgendeinem Online-Shop für drei Tage Es ist enormer Verdienstausfall. Meistachtens geht es schlicht darum, den Russen wirtschaftlich so weh zu tun wie möglich an so vielen Stellen wie möglich und gleichzeitig eben nur mit den Mitteln die man hat.

Das wäre sicherlich sinnvoller. könnte man zumindest argumentieren wenn man beispielsweise die Drohnenfabrik in Ala Buca zerstören würde. Dazu muss man allerdings soweit fliegen können. Dann hat die starke Flugabwehr und die Drohnen, die dort hinfliegen, die dann ankommen durch die Flugabwehre sind einfach zu wenige mit so kleinem Gefechtskopf als dass sich in Angriff aktuell offensichtlich rentieren wird.

ansonsten würden es die Ukraine machen. das heißt sie suchen sich ein Ziel dem, dass Sie tatsächlich treffen können, dass sie tatsächlich mit den verfügbaren Mitteln beschädigen oder zerstören können ist auf der anderen Seite der Rechnung den Schaden, denen sie damit an der russischen Wirtschaft und am russischem Militär anrichten.

Denn natürlich werden Rechenzentren auch vom Militäre benutzt. da sind Daten drauf Da wird die KI. wenn die Russen nutzen ja ebenfalls KI. Wenn die irgendwelche Bilder auswerten mit KI dann brauchen Sie dafür einen Rechen Zentrum Und das werden sie nicht jedes mal. also Amazon Web Services werden sich dafür nicht mehr buchen können.

und was sie da aus China machen können und wollen ist eine andere Geschichte und dort schwächt es sehr einfach. Die meines Erachtens schlagen die Ukraine einfach dort zu, wo sie können und wo es wehtut. Und wenn die leichteren Ziele beseitigt sind, dann guckt man ob man ein passenderes Ziel hat, ein besseres Ziel hat.

Jedes dieser Ziele wie gesagt hat einen klaren militärischen Nutzen dieses zu zerstören. aber es erzeugt eben auch gigantische wirtschaftlichen Schaden. Die Wildberries zum Beispiel, die Angriffe auf Arsons und Wildberries waren glaube ich zwölf Milliarden Dollar Infrastrukturschaden und Wachenschaden plus noch einmal zwölf Milliarden Dollar an entgangenen Verkäufen dadurch.

Und die Wirkmittel der Ukraine haben niemals vierundzwanzig Milliarden gekostet, das heißt da ist es einfach so. altes führt ja zu massiven wirtschaftlichen Konsequenzen und dann muss der russische Staat entweder subventionieren und Entschädigungen leisten oder er muss akzeptieren dass Firmen pleiter gehen und Steuereinnahmen wegfallen Leute arbeitslos werden was ihm in dem Fall vielleicht sogar dann ausnahmsweise mal angenehm ist.

Aber der russische Staat wird damit unter Druck gesetzt, denn er hat schlicht nicht das Geld, dass er danach belieben Entschädigungen zahlen könnte. und in diesem Art sehe ich die Strategie der Ukraine. Sie wollen das einfach nutzen um die russische Wirtschaft zu schädigen und es gibt einfach nur so und so viele Raffinerien und dann guckt man wo noch... Können wir zuschlagen, wo wir eine militärische Rechtfertigung haben?

Wo wir den Russen wirtschaftlich so weh wie möglich tun können. Denn das schwächt ja alles Russland! Ich meine, vierundzwanzig Milliarden entgangene Verkäufe wären... Wie viel Steuern gewesen? Zwei Milliarden oder sowas? Vermutlich ne Milliarde?! Das ist schon wieder eine Milliarde die die Russen nicht in Raketen und Aschflugkörper setzen können.

Aber wie erfolgreich ist diese Strategie Ihrer Einschätzung? Beziehungsweise, ich stelle die Frage an. Wie lange kann denn die russische Wirtschaft das überhaupt stemmen? Weil gleichzeitig beobachten wir täglich unzählige Drohnen- und Raketenangriffe Und Sie haben es vorher auch schon gesagt Auch die Rekrutierungen gehen weiter ohne auch die Kostengeld.

Ja also es ist so, ich bin natürlich kein Ökonom. Ich habe mich kürzlich wieder mal intensiver mit den Wirtschaftsraten beschäftigt. Es brennt an allen Ecken und Enden in Russland aber wir müssen verstehen dass das dritte Reich nicht untergegangen ist weil es pleite war. Man kann irgendwie das Geld noch zusammenkratzen.

Russland kratzt das Geld jetzt zusammen, es streicht Ausgaben an vielen Ecken. in die Forschung zum Beispiel wird fast nichts mehr investiert. Es hat seinen Grund warum man T-Ninzig M baut und nicht den Armata also nicht den modernen Superpanzer dem man vorgestellt hat sondern ein modernisiertes Modell aus den Neunzigern was ursprünglich sogar aus den Siebzigern stammt.

Das ist so dass heißt der russische Staat hat Geld. er muss allerdings massiv Priorisieren was zu Defiziten an gewissen Stellen führt. was dazu führt, dass Investitionen aus der Zukunft in die Gegenwart geholt werden. Denn die Forschungsausgaben, die ich jetzt nicht tätige, sorgen dafür das die Wirtschaft in fünf oder zehn Jahren schwächer ist.

Der Soldat, der jetzt als achtzehn-zwanzigjähriger in der Ukraine auf im Feld liegt und seinen letzten Atemzug tut wird keine Familie gründen und er wird auch nicht Wirtschaftsprofessor oder Physikprofessors werden und irgendeine hervorragende Weiterentwicklung machen. Das heißt Russland zieht mit dem Krieg Geld, was in der Zukunft anfallen würde.

Zukünftige Investitionen, zukünftigen Wohlstand in die Gegenwart um den Krieg fortsetzen zu können. es kann auch noch seine Goldreserven verkaufen. Es hat diverse Möglichkeiten um an Geld zu kommen und so wird es so schnell auch nicht pleite gehen. das ist zumindest das was ich erwarte. aber es ist eben zu sehr hohen Kosten Und die gehen auf Dauer auch nicht an der Bevölkerung vorbei Was dann eben moralische Auswirkungen hat.

denn wenn Die Großmutter in einem Haus ist indem dass die Heizung im Winter ausfällt und die erfriert. Und die Heizung wurde nicht repariert, aber man hat Geld in Waffen gesteckt dann ist der Enkel unter Sohn. Der Großmutter sind dann vielleicht etwas sauer und sind nicht mehr so Unterstützer der Regierung und sowas zieht sich natürlich durchs ganze Land.

Russland wird also Prinzipiell sollte es in der Lage sein, den Krieg noch eine Weile finanzieren zu können. Und dann reden wir noch gar nicht über die Möglichkeit einfach Geld zu drucken und die Inflation damit anzuheizen oder irgendwelche Rohstoff-Lizenzen an China zu verkaufen. Eine langfristige Verpachtung von irgendwelchen Öl bekommen oder sowas.

Russland hat theoretisch Möglichkeiten diesen Kriegen noch eine weile weiterzufinanzieren aber es wird immer höhere Kosten für es selber entstehen dabei, immer höherer Aufwand, immer mehr Schaden am Fundament. Wir können's vielleicht so vergleichen. ein sehr schönes Beispiel eine Brücke. Eine Brücke muss so oft gewartet werden, ich kann da ein zwei Wartungszyklen aussetzen aber dann ist nicht nur so dass die die Brücke fällt deswegen noch nicht zusammen.

Aber wenn ich dann eine Wartung durchführe, wird die mehrfach teurer sein weil die kleineren Arbeiten vermieden werden oder Auto. Ich kann den Ölwechsel ein zweimal ausfallen lassen aber irgendwann hat er dann einen Kolbenfresser auch wenn er noch dreißig vierzigtausend Kilometer fährt. und wenn nicht alle fünftausende Kilometer das Öl gewechselt habe sondern geht nach zwanzig tausenden Kilometern hin Dann würde mir der Mechaniker wahrscheinlich sagen jetzt müssen wir auch die Kolbenringe ersetzen und jetzt muss man auch das ersetzen Weil es Öl fehlt so schlecht war.

Und so ist es ein Stück weit. Russland lässt jetzt die Öl wechsel aus in seiner Wirtschaft um dem Motor laufen zu. Das kann es, das ist eine Weile. Aber das führt zu Mutterschäden die nicht sofort auftreffen, die irgendwann dann entweder zum Kolbenfresser führen oder aber dazu dass die Kosten um die Schäden wiederherzustellen so groß sind und da hat Russland eben nicht beliebige Finanzreserven.

Das heißt das wird zu einem riesen wirtschaftlichen Problem in Russland führen. Aber es ist klar des Ende der russischen Wirtschaft ist nicht übermorgen. Von russischer Seite ist man sich dessen natürlich bewusst. Das heißt, man geht einfach davon aus wie halten länger durch als die Ukraine. Das einzige was in diesem Krieg dann also zählt es geht nicht darum ob man den Krieg unbeschadet übersteht.

das ist ein Abnutzungskrieg der per Definition im beide Seiten abnutzt. hier geht es nur darum länger durchzuhalten als der Feind und das glauben die Russen dass sie's mit ihrer Wirtschaft können Und ich halte mich nicht für befähigt dem grundsätzlich zu widersprechen. Es ist möglich dass sie länger durchhalten aber Es wird eben anstrengend und es würden mit massiven Schäden für die Russland, für die Volkswirtschaft einhergehen.

Für die Bevölkerung weil man das Geld irgendwo herbekommen muss und dass nicht in den Ölwechsel schlägen kann. Verstehen Sie mich nicht falsch aber dann ist mir die Strategie der Ukraine nicht so ganz klar auf einer rein strategischen Ebene. das Ihnen da jetzt richtig zugehört habe. Gleichzeitig will man natürlich auch von ukrainischer Seite, dass die aktuellen Angriffe also die aktuelle Invasion aufhören.

Es ist aus Sicht der Ukraine verständlich aber was ist das genauer strategische Ziel wenn der Schaden dadurch erst in XY Jan auftreten würde? Der kriegt dort schon vierenhalb Jahre! Ich meine, als wir als wir zweiundzwanzig als dann Waffen geliefert wurden haben wir gehört. Die Ukraine schließt jetzt einen Vertrag und die Bundesregierung verspricht Panzerhau-Bitzen, die ab zweitausendfünfundzwundzig oder sechsundzwunzig ausgeliefert werden.

Haben gesagt sie brauchen Sie jetzt nicht zweitaussundsechsund zwanzig? Und das beantwortet es bereits. da wir in einem Abnutzungskrieg sind kann man sich nicht darauf verlassen dass der in einem halben Jahr garantiert vorbei ist. und je mehr man jetzt schädigt desto mehr Wirkung hat es auf lange Sicht.

Deswegen machen wir den Ölwechsel. Weil wir wissen, das Auto fährt weiter. Und genauso ist es! Sie die Ukraine wissen nicht wie lange der Krieg noch dauert aber für den Fall dass er eben länger dauert als die nächsten sechs Monate ist eine solche langfristige Strategie von großen Nutzen. selbst wenn sie heute die Raketenfabriken der Russen zerstören würden hätten die immer noch.

ich glaube die letzten Zahlen des GUR waren über siebenhundert ballistische Raketen das heißt sie könnten weiter monatelang beschossen werden. Aber halt dann irgendwann nicht mehr weil die Fabriken kaputt sind. und so muss man den Abnutzungskrieg führen. Man muss immer eben nicht nur an morgen denken, sondern in dem Moment wo der Krieg eine Abnitzungsphase gerät, muss man extrem langfristig denken.

jede Blockade Das weiß ich erst. der Weltkrieg, wenn die Briten die Mittelmächte blockieren. Die haben natürlich Vorräte, die können rationieren so schnell. das heißt nicht dass denen die Rohstoffe gleich ausgehen aber sie gehen ihnen halt dann in drei Jahren aus. und Wenn der Krieg drei Jahre dauert hat man ein Effekt wenn man ihn vorgewonnt hat auch gut Und zu muss man das denke ich mal verstehen.

es mag irgendwelche Hoffnung gegeben haben. Ich habe's von einem Kontakt gehört Der in der Ukraine war der gesagt hat Dass man dort im Frühjahr große hoffnungen hatte dass Es die ukraine in die knizwing würde. Wer hat die Hoffnung gehabt, wenn es irgendwelche offiziere mittlere Offiziere sind? Und Journalisten und sowas ist eine andere Geschichte.

Dass die ukrainische Militärführung davon überzeugt war man werde Russland in sechs Wochen in die Knitzwing haltig für optimistisch. klar ist Es In einem Abnutzungskrieg muss man landfristig denken und das tun die Ukraine damit. Und es tun die Russen ein Stück weit natürlich auch mit ihren Angriffen, wobei es dort in den russischen Millblogan gibt dass die Kritik gibt, dass sie zum Teil unkoordiniert sind, dass Sie zu wenig eine Strategie folgen.

also aber grundsätzlich sind zB Die Angriffe jetzt auf die Versorgung des Stromes im Winter. bislang hat's auch nie geklappt dass die Ukraine im Winter erfroren sind und deswegen gesagt haben wir kapitulieren lieber. Aber man versucht es weiter, man denkt langfristig irgendwann brechen sie und nach dem fünften Sechsten-Siebten Kriegswinter ohne Strom haben Sie halt dann vielleicht genug davon.

Also letztendlich können wir das auf beiden Seiten sehen – Sie erkennen der Krieg kann auch lange dauern. also müssen wir nicht nur an heute denken sondern langfristigt und das sehen wir mit diesen Ergriffen. Jetzt haben Sie mir schon einen Stichwort gegeben, nämlich der inzwischen fünfte Kriegswinter, der vor der Tür steht.

Und sie haben auch schon gesagt die Russen versuchen jedes Jahr. Korrigieren Sie mich da gerne aber es hat derzeit den Eindruck und wie gesagt korrigieren sie mich da gern als würden die Angriffe auf die Energienfrastruktur auf ukrainische Städte und anderes noch einmal zunehmen. Sehen wir hier quasi schon die Vorboten dieses Kriegswinters?

Ich denke die Vorbereitung läuft gerade oder beziehungsweise die Winteroffensive ist im Gange. Selensky selbst hat, glaube ich von ... Ich fand's Hundertseptzig Angriffen gesprochen seit Elften Oktober. Oder waren es nur Siebzig? Ich weiß es nicht! Also eine hohe Zahl an Angriffen hatte er genannt, weil Elfter Oktober war wichtig, weil dort Trump die Energiewaffenruhe verkündet hatte, die er mit niemandem abgesprochen hat und die stattfinden sollte, weil er sie verkündete.

Die Offensive läuft also das ist bereits im Gange. Sie greifen bereits Kraftwerke an. Sie Greifen bereits Umspannwerke ein. Sie sind im Prozess die ukrainische Energie und Wärme-und Wasserinfrastruktur anzugreifen. Das hat bereits begonnen, das wird weitergehen und das wird weiterhin Priorität der Angriffe in den nächsten Monaten sein.

davon ist zumindest auszugehen. Und wie sehr setzt dass die Ukraine derzeit unter Druck? ihre Einschätzung? Massiv natürlich unzweifelhaft! Die Frage ist also nicht tut es ihnen weh. Das tut ganz klar da braucht man nicht herum zu reden. Die große Frage ist nur bricht es sie? Und da gehe ich nicht davon aus, dass es das tun wird.

Aber auch dort natürlich Stetertropfen, Hültenstein jeder Winter auf diese Art und Weise führt zu Schäden die wirtschaftlich ausgeglichen werden müssen. eingefrorene Heizungen müssen ersetzt werden wenn man die Wohnungen weiter benutzen will. Das sind alles Kosten die entstehen auf ukrainischer Seite natürlich genauso zermürbend sind und die Bevölkerung mag in diesem Winter noch nicht brechen.

Aber sie mag im nächsten Sommer verhandlungsbereiter sein, weil sie Angst hat vor dem Winter. Siebenundzwanzig, achtundzwannzig. Und das ist eben Russlands Long Game um ihr Wort zu benutzen. Also ich gehe nicht davon aus dass die Russen damit diesen Winter den Krieg erzielen werden aber ich würde auch nicht davon ausgehen, dass sie ernsthaft glauben, dass es tut.

Das ist einfach eine Zermürbung die sie durchführen, weil Sie nicht genügend militärische Ziele finden, die Sie angreifen können. Weil Sie eben nicht wissen wo jede Fabrik ist, jede, die Ihnen bekannt ist greifen Sie auch an und soweit Sie es können, soweite Sie infrastrukturell dazu in der Lage sind, die nicht zu sehr unterirdisch liegt oder Ähnliches.

Und die Angriffe sind dann ein anderes Element so wie die Ukraine eben auf die Unternehmenszielen um wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Unternehmen, die militärischen Nutzen haben muss man dabei natürlich betonen, so greifen die Russen die Infrastruktur an und da gehört natürlich dann mit dazu, dass ich habe schon gesagt man kann die ukrainischen Angriffe durchaus völkerrechtlich rechtfertigen aus meiner Sicht.

Aber das ist ein Stück weit schwieriger bis hin zu unmöglich bei Angriffen auf Wasserinfrastruktur und auf Strominfrastrukturen im Allgemeinen denn es muss ein klarer militärischer Nutzen dabei sein und der Schaden einer Zivilbevölkerung muss verhältnismäßig sein was auch immer das ist. Das heißt das Kraftwerk das eine Riesenfabrik Riesenrüstungsfabrik versorgt.

Zu achtzig Prozent seines Stroms dürfte unstrittig sein, dass ich das angreifen darf. aber eines was einfach nur im Wohngebiet versorgt sehe keine militärische Rechtfertigung. Das müsste also auch ein Kriegsverbrechen sein, aber das ist ja nichts Neues. Allein der russische Umgang mit den Kriegsgefangenen widerspricht ja völlig der Genfer Konvention die Russland selbst ratifiziert hat.

Also das ist eine Normalfall. Jetzt haben Sie zu Beginn schon die Rekrutierungen angesprochen und ich kann mich erinnern, dass wir vor einigen Monaten darüber gesprochen haben. Dass eine mögliche Zwangsrekrutierung in Russland oder Teilmobil machen heißt zum ganz korrekt zu sein. Bevorstehen würde sehen sie das weiterhin brauchen?

Also aus militärischer Sicht würde ich sagen sie brauchen es. Aber auch dort denken wir am Wahlwahl wieder Kosten-Nutzenrechnung. Das heißt, was meine ich aus militärischer Sicht zu Wünsbrauchen? Wenn Sie mehr Soldaten zur Verfügung haben können sie Offensivtätigkeiten an der gesamten Front aufnehmen und das, was sie aktuell nicht in dem Maße tun.

es gibt Infiltrationen an vielen Orten aber eben nicht mit gleicher Intensität. Und wenn sie natürlich ein paar Hunderttausend Mann einziehen dann können sie mehr mehr Soldat nach vorne schicken. was die Ukraine mehr unter Druck setzt. wird es ihnen zum Sieg verhelfen? Da habe ich immer eine Zweifel, aber dass die russische Militär mehr Soldaten gebrauchen könnte und mir gerne hätte ist denke ich mal unstrittig.

Was hier die Entscheidung für den Moment zumindest offensichtlich ist, ist das man die gesellschaftlichen Kosten dafür vonseiten der russischen Führung nicht akzeptiert. eben dass die Bevölkerung reagiert wie im September, weil sie gezwungen wird an diesem Krieg teilzunehmen was eben bislang offiziell nicht der Fall ist und dadurch versucht Russland dies zu vermeiden.

Und es gibt aktuell klare Hinweise dass Russland sehr wohl mit Zwang rekrutiert aber eben das auf andere Art und Weise tut. Das heißt wir haben nicht den Mitarbeiter des Kreiswehr Ersatzamtes der die Einberufungsbescheide austeilt sondern es wird inzwischen auf die Schwachen in der Gesellschaft gezielt, in Teilen zumindest.

Und diese werden gezwungen. Das heißt es gibt Polizeibeamte oder sowas, die betrunken abholen und von der Straße weg glauben und die irgendwo hinfahren und dann dem befragen oder so was und dem ein Papier vorlegen und sagen okay wir sind hier fertig unterschreib hier. das war mit ihr geredet haben und dass ist dann einen Vertrag beim Militär den er in seinem Zustand überhaupt nicht verhandlungsfähig war.

Es gibt Berichte Die Russen haben eine Art Affiliate System, das heißt man kann bis zu drei tausend fünfhundert Dollar verdienen. Wenn man jemanden anderes dazu bringt zu unterschreiben und da müssen teilweise Gengs unterwegs sein die eben den Alkoholiker den Obdachlosen oder sonstwo einsammeln zum Kreiswehr Ersatzamt fahren ihn dort zwingt zu unterscheiden und dann mit dem Bargeld dieses verlassen um der Mann ist überhaupt nicht verhandlungsfähig und es auf diese Art und Weise beim Militär gelandet.

wie viel Prozent der aktuellen Rekrutierung des Ausmacht halte ich für kaum möglich über das zu überprüfen. Aber dass es passiert, gibt's sogar teilweise auf Videobereg, dass solche Ereignisse passieren. Das heißt, auf russischer Seite findet Zwangsrekrutierung statt. Sie findet nur nicht von oben organisiert per offizielem Dekret des Präsidenten statt sondern sie findet zum Teil in Eigenregis von den Provinzen statt und zum Teil durch Gangs die einfach auf die Art und Weise eine gute Möglichkeit haben Geld zu verdienen weil sich das Militär ganz offensichtlich nicht dafür interessiert ob der der bei ihnen im Büro sitzt und unterschreibt, ob er das aus freiem Willen tut.

Und so gibt es Zwangsrekrutierung. aber auf die Art und Weise kann man eben noch zumindest dafür sorgen dass die Bevölkerung nicht in dem Maße davon betroffen ist weit genug steigt und die Unruhen nicht entstehen. All das, was eben in dem Jahr ist, findet keine Massenflucht statt. wenn ich normaler Arbeitnehmer bin und bin eben nicht drogensüchtig obdachlos und alkoholiker dann ist es ziemlich unwahrscheinlich dass mir das passiert und dann werde ich in der Lage sein den Vertrag zu lesen.

also betrifft mich nicht. muss ich mich nicht sorgen darüber machen. so wird zumindest aktuell die Rekrutierung unterstützt. wie gesagt es gibt Berichte dafür Es gibt Videoaufnahmen dafür, aber ich kann nicht sehen und ich könnte nicht sagen wie viel Prozent der aktuellen Rekrutierung es ausmacht. Offensichtlich ist die Politik der Ansicht das es für den Moment ausreicht um noch nicht zwangsweise zu rekrutieren.

Das heißt nicht dass die Mobilmachung in den nächsten drei Monaten oder sechs Monaten kommt Aber vielleicht schafft es Russland auch das irgendwie noch länger hinauszuschieben. Dass das Militär mehr Soldaten gebrauchen könnte denke ich mal dürfte unsstrittig sein. Das ukrainische Militär braucht auf der anderen Seite natürlich auch mehr Soldaten.

Wie geht es denen derzeit, was die Manpower betrifft? Die sind... Was die grundsätzliche Krise angeht sehe ich nicht, dass sich was fundamental geändert hat. Mit dem neuen Oberkommandierenden hat sich die Stimmung im Militär, das ich beobachte erheblich geändert. Er hat Reformen durchgeführt, er hat dafür gesorgt, dass Offiziere, die als schlechter bekannt waren und Befehle befolgt haben, ungeachtet der tatsächlichen Erfolgsaussichten, dass sie dies nicht mehr tun – das hebt die Moral.

Das führt dazu, dass weniger desertiert wird. Das sind alles naheliegende Dinge, dass Soldaten, die den Eindruck haben es würden mir auf Sie geachtet eben motivierter sind.". Rekruterung finden weiter statt. Aber auch dort ist zumindest eines unstrittig, dass das ukrainische Militär gerne ein paar hunderttausend Mann extra hätte sollte klar sein.

aber wir sehen Das die Lage extrem angespannt ist. es wird Garantiert jeder in der Ukraine bestätigen, aber sie ist offensichtlich nicht kritisch genug. Man ist in der Lage Truppen zu konzentrieren für lokale Offensiven kleinere Art und man isst ansonsten in derlage mehr oder weniger die Front zu halten eben durch die Vielzahl an Drohnen und das System wie man jetzt mit Drohn arbeitet durch zunehmenden Einsatz von Bodendrohnen.

Aber dass das ukrainische Militär sein Sein Menpower sein Personalproblem gelöst hätte oder sowas halte ich Für realitätsfern. also das ist sicherlich nicht der Fall. Sie haben nur die negativen Auswirkungen halbwegs im Griff. Herr Heinrich, vielleicht abschließend ich frag Sie jetzt nicht und das wäre wahrscheinlich die typische Frage wer denn jetzt am Ende des Tages in diesem Abnützungskrieg vielleicht nach dem Winter vielleicht nächstes Jahr den längeren Atem haben wird und sich durchsetzen wird?

Das ist glaube ich auch schwer zu beantworten. Das haben sie ja schon mehrfach gesagt. was mich allerdings interessieren würde ist Ihre Einschätzung als Militärhistoriker Was muss denn passieren damit bei einer Seite der Atem ausgeht? Letztendlich wird es, ich habe das an anderer Stelle schon mal gesagt, es wird im Kopf entschieden.

Die Ukraine haben immer noch wahrscheinlich zwei Millionen wehrfähige Männer. Es gibt erste politische Initiativen oder Aussagen dass man eigentlich die Wehrpflicht auch auf Frauen ausweiten könnte. dann reden wir nochmal von zwei bis drei Millionen die theoretisch zur Verfügung stehen. Das heißt der Krieg würde nicht enden weil der letzte ukrainische Soldat seinen Gewehr fallen lässt nachdem er tödlich getroffen wurde.

und Der Krieg wird nicht enten weil den Russen der letzte Mann ausgegangen ist oder dem russischen Staat, der letzte Rubel als Einnahme verbucht wurden und einfach nichts mehr nachkommt. Sondern es wird entschieden in den Köpfen beider Seiten. wenn die Ukrainer sagen wir haben genug Wir sind nicht mehr bereit jeden Monat unsere Söhne unsere Männer oder gar unsere Töchter an die Front zu schicken, dann wird der Krieg auf der ukrainischen Seite enden.

Oder auch auf der russischen Seite wenn sie nicht mehr bereit sind den Krieg mitzutragen Wenn sich nicht mehr genügend Freiwillige finden, wenn man nicht mehr genug anwerben kann und die wirtschaftliche Lage im Hintergrund so groß ist dass der öffentliche Druck auf Putin weit genug steigt Dass er eben die Rüstungsausgaben verringern kann.

Die Sache die bei der Ukraine allerdings noch in Zukunft ist die das die vom Westen unterstützt wird ohne den Westen realistischerweise nicht kämpfen kann. Zelenski sagt, er braucht ich glaube hundertdreißig Milliarden oder sowas nächstes Jahr und hundertfünfzehn Milliarden Euro. Und forty-five davon seien zugesagt aber noch nicht angekommen.

Er muss für zwei tausend siebenund zwanzig siebzig Milliarden auftreiben. und wenn im Westen eben entsprechende Parteien an die Regierung kommen, die die Unterstützung versagen oder die Regierungen, die jetzt bestehen aus Angst vor diesen Parteien mit der Unterstützung aufhören. Dann wird es natürlich auch nicht viel helfen dass die Ukrainer Willen sind weiter zu kämpfen denn sie brauchen etwas umzukämpfen und die Drohnen müssen finanziert werden Und das werden Sie ohne Ausländeschilfe nicht ausreichend tun können.

Das wäre dann sozusagen noch eine Sache die die Ukraine unter Druck setzt und das dürfte der Hauptgrund sein warum die Russen weiterkämpfen Denn ernsthafte Hoffnung dass man zeitnah die Ukrainer bricht kann im russischen Militär nicht bestehen. So viel da auch an Falschmeldungen herumlaufen, ich kann mir beim besten will nicht vorstellen das Gerassimov jeden Morgen aufwacht und sagt haben wir sie heute Nacht jetzt besiegt?

Sind wir heute Nacht durchgebrochen? Das wird nicht passieren. Man geht davon aus, man wird aktuell nicht vorrücken aber wenn der Druck groß genug ist wird die Ukraine irgendwann nachgeben. den Druck groß genug zu machen ist, die Stärke der Gegenseite zu schwächen und dass das die Westen eben aufgibt.

Die Ukraine zu unterstützen in den USA war man erfolgreich. Und im Westen wissen wir alle da stehen Wahlen an in den nächsten Jahren, die in denen Parteien sehr vielversprechend sind, sehr gute Erfolgsaussichten haben, die die Hilfe für die Ukrainer reduzieren werden. Wenn ein zwei große Staaten rausbrechen was weiß ich wenn Deutschland wegbricht und Großbritannien und Norwegen oder sowas dann wird Frankreich.

Ja, Frankreich hilft aus eigener Tasche gar nicht so viel. Frankreich lässt sich es vor allem bezahlen. Insofern ist Frankreich zwar wichtig auch als Waffenproduzent für Skalp, die Raffael diese liefern wollen, die bezahlt werden, die eben nicht eine gratis Lieferung sind. das darf man dabei nicht vergessen.

Frankreich liefert viel aber es lässt sich dafür bezahlen in weiten Teilen. und wenn's nicht Altgerät ist was sowieso hätte ausgemustert werden müssen ohne das Geld geht es halt nicht weiter. Und wenn die großen Unterstützerstaaten aus innenpolitischen Gründen wegbrechen, dann wird nicht Italien plötzlich die Hilfe übernehmen, die bereits angekündigt haben ihre Hilfe sowieso schon zu reduzieren weil sie wirtschaftlich unterdruckst sind.

Das heißt dass ist die Hoffnung der Russen und das ist realistischerweise im Moment die einzige Hoffnung denn ich würde nicht davon ausgehen, dass die Ukrainer zeitnah brechen. Zeitnah den Sieg bescheren kann ist, dass die westliche Allianz die Ukraine nicht mehr unterstützt. Und wenn dies Geld nicht haben um Drohnen zu bauen dann können sie auch keine Russen mehr mit den Drohne aufhalten.".

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