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BAYRAKTAR + BAYRAKTAR - True Crime and Law· Staffel 1· Folge 40

Inga Gehricke: War die Suche von Anfang an auf der falschen Spur?

Dienstag, 29. September 2026 · 53 min

MP3

Shownotes

# 40 🎙️ Am 2. Mai 2015 verschwindet die fünfjährige Inga Gehricke während eines Grillabends auf dem abgelegenen Wilhelmshof bei Uchtspringe in Sachsen-Anhalt. Es folgt eine der größten Suchaktionen, die das Bundesland je gesehen hat: Hunderte Einsatzkräfte, Hubschrauber, Suchhunde, abgepumpte Teiche, am Ende eine Akte von rund 40.000 Seiten. Gefunden wurde Inga bis heute nicht.

Fast jeder kennt den Satz, mit dem dieser Fall erzählt wird:
Sie sei in den Wald gegangen, um Holz zu sammeln. Nur stand dieser Satz von Anfang an unter einem Vorbehalt – die Polizei selbst hat ihn 2015 ausdrücklich als Vermutung gekennzeichnet. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, was passiert, wenn aus einer Annahme eine Geschichte wird, die alle erzählen.
Wir sprechen über die zwei konkurrierenden letzten Sichtungen, über ein Bewegungsbild der Suchhunde aus dem Jahr 2015, das nur den Waldrand zeigt, über eine private Hundesuche, die angeblich 800 Kilometer bis nach Österreich führte, über eine Grabung mit Knochenfund im Dezember 2023 und über die drei Vorwürfe, die im Raum stehen. Dazu kommen die Antworten der Staatsanwaltschaft und die juristischen Weichen, an denen in diesem Fall fast alles hängt:
Wann wird aus einer Vermisstensuche ein Strafverfahren?
Was bedeutet eine Einstellung wirklich? Und kann jemand ohne Leichenfund verurteilt werden?
Im Juli 2026 lief der Fall erneut bei „Aktenzeichen XY … ungelöst". Danach gingen über 100 Hinweise ein, zehn davon gelten als besonders interessant. Ein Durchbruch ist das nicht, aber ein Anlass, genau hinzusehen.
Inga Gehricke wäre heute 17 Jahre alt. Die Ermittler behandeln den Fall ausdrücklich nicht als sicheren Todesfall.
📍 Zwei Rechtsanwälte prüfen, was andere True-Crime-Formate nur erzählen. Mit Rechtsanwältin Nurcan Bayraktar und Rechtsanwalt und Strafverteidiger Sayıl Bayraktar. 💬 Diskutiert mit:Unsere Frage an euch: Wie lange darf eine Behörde an einer frühen Arbeitshypothese festhalten, bevor sie verpflichtet ist, systematisch in eine andere Richtung zu prüfen?
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Danke, dass ihr da seid. ❤️ ⚠️ HinweiseAlle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen: Behördenmitteilungen und Fahndungsaufrufen, journalistischer Berichterstattung, veröffentlichten Stellungnahmen der Beteiligten sowie Gesetzestexten. Das Verschwinden von Inga Gehricke ist ungeklärt; es gibt keinen Tatnachweis, keine Anklage und keine gerichtliche Feststellung. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. Eigene Bewertungen sind als solche gekennzeichnet. Diese Folge ersetzt keine Rechtsberatung.

‼️ Ermittlungsgruppe „Cold Case Wald", Polizeiinspektion Halle (Saale)
Telefon: 0345 / 224-1291
E-Mail: cold-case-wald@polizei.sachsen-anhalt.de

Für Hinweise, die zum Auffinden Ingas oder zur Bekanntgabe ihres Aufenthaltsorts führen, sind insgesamt 50.000 Euro ausgelobt (25.000 Euro Polizei, 25.000 Euro true fruits GmbH). Gesucht werden ausdrücklich auch Beobachtungen, die lange zurückliegen.

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Stell dir einen Samstagabend Anfang Mai vor, den ersten richtig warmen Abend des Jahres und einen Hof mitten im Wald, auf dem es nach Holzrauch riecht, weil gleich gegrillt wird. 3 befreundete Familien, Erwachsene, die Getränke und Geschirr über den Weg zum Sportplatz tragen und dazwischen Kinder, die überall gleichzeitig sind.

Eines dieser Kinder ist 5 Jahre alt. Sie heißt Inga, und Sie ist an diesem Abend ungewöhnlich still gegen 20 vor 7 sitzt er auf einem Spielzeugpferd aus Blech, ein paar Schritte vom Grillplatz entfernt, neben ihr 2 ältere Kinder, und sie spielt nicht mit, sie sitzt einfach nur da. 10 Minuten später fällt auf, dass sie weg.

Ist. Und was dann beginnt, hört bis heute nicht auf. Hubschrauber, Hundertschaften, suchende Leergepumpte, Teiche und am Ende eine Akte von rund 40000 Seiten mitten in dieser Akte steht ein einziger Satz, den fast jeder kennt, der von diesem Fall gehört hat, er erklärt, warum die Suche begann, wo sie begann, nur war dieser Satz nie eine Beobachtung. Und somit herzlich Willkommen zu einer neuen Podcast Folge von by docter and by docter true cram and law. Ich bin Rechtsanwalt und Strafverteidiger, Stays Bidactor und gegenüber von mir sitzt meine atemberaubende Ehefrau. Nicht schon wieder diese Einleitung. Magst.

Du zunächst die Frage beantworten, wer sie. Rechtsanwältin Nojan Bidactor Hallo, Ich heiße euch auch willkommen. Aber damit habe ich die Frage beantwortet von vielen, die uns gestellt worden ist, ob wir Geschwister sind. Nein, sind wir nicht. Wir sind keine Geschwister, Leute, wir sind eh Leute.

So, heute haben wir echt einen interessanten Fall vorbereitet und die Frage, die ich mir seit Tagen stelle, nachdem ich mir diesen Fall mal durchgelesen habe, was passiert eigentlich mit einer Ermittlung, wenn aus einer Vermutung eine Geschichte wird, die alle erzählen? Ja. Fangen wir doch mal an. Fangen wir an mit Inga, und zwar genauso, wie die Polizei sie bis heute beschreibt, denn diese Beschreibung ist sage und schreibe inzwischen 11 Jahre alt und trotzdem immer noch die Grundlage jeder Fahndung.

Ja, das ist ein Gedanke, an den man sich erst gewöhnen muss. 11 Jahre, das ist schon eine Zeit. Inga Gericke wurde am 18 August 2009 geboren. Sie wuchs in Schönebeck auf und am Tag ihres Verschwindens war sie gerade mal 5 Jahre alt und knapp einen Meter 20 groß. In der Fahndung steht schlank und zart, blaue Augen, mittelblondes Haar, die an diesem Tag zu Zöpfen geflochten waren.

Dazu die Details, an denen ein Kind wiedererkannt werden soll. Die oberen vorderen Schneidezähnen fehlten ihr, sie hat eine Narbe am Hinterkopf und sie trug ein mintgrünes Langarmshirt mit einem aufgedruckten Schmetterling, Hose, haarspangen, neongelbe Haargummis. Und genau bei den Haargummis bin ich beim Lesen hängen geblieben.

Das sind. Die Dinge, die man einem Kind morgens ins Haar macht, ohne darüber nachzudenken und die dann 11 Jahre später in einem Fahndungsaufruf stehen. Ja. Ja. Schönebeck liegt übrigens an der Elbe südlich von Magdeburg und bis zu diesem Hof im Norden sind es rund 100 Kilometer. Für die Familie war das ein Wochenendbesuch bei Freunden, also genau die Art Termin, den man nicht plant, weil nichts daran besonders ist. Also keine Vorgeschichte, keine Drohung, nichts Auffälliges, an das man sich später klammern könnte. Ja, es war einfach ein ganz normaler Grillabend mit Freunden.

Und wenn Inga lebt, dann ist sie seit dem 18 August dieses Jahres 17 Jahre alt. Was man sich noch klar machen muss, weil fast alle Bilder, die im Netz kursieren, ein Kind zeigen, dass es natürlich längst nicht mehr gibt. Es existiert ein Alterungsbild, erstellt vom Landeskriminalamt Baden Württemberg, und das ist natürlich eine rein rechnerische Annäherung an ihr tatsächliches mögliches Aussehen.

Zur Familie ihre Eltern heißen Victoria und Jens Uwe Inga war mit ihnen und 3 Geschwistern zu Besuch, die Mutter ist über die Jahre zu einer sehr sichtbaren Stimme geworden, sie hat Kritik an den Ermittlungen geäußert und gefordert, dass eine andere Dienststelle übernimmt. Anwaltlich wird sie von der Magdeburger Rechtsanwältin Petra Kühlmay begleitet und in der Berichterstattung über die Akten tritt zunächst Rechtsanwalt Steffen Schope auf. Ja, du zögerst.

Nee, ich zögere nicht. Ich sortiere einfach das ganze mal. Wir werden heute mehrfach Vorwürfe von Angehörigen, Anwälten hören. Und ich möchte einmal vorab sagen, wie ich die so einordne, weil ich selbst auf dieser Seite des Tisches sitze, nur eben im Strafrecht. Ja, bitte. Also Angehörigen, Anwälte sind Parteien.

Das ist auch gar kein Vorwurf, das ist natürlich ihr absoluter. Job. Sie sehen Akten, die wir nicht sehen. Sie benennen Fehler, die sonst niemand benennt, und trotzdem ist ihre Sicht eine Sicht und keine und kein Verfahrensergebnis. Deshalb stellen wir heute jedes Mal die Antwort der Behörde daneben einfach und schauen mal, was die dazu sagen.

Ja, einverstanden. Auf der anderen Seite stehen die Ermittler, und auch die haben in diesem Fall eine Geschichte. 2015 arbeitete eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen Wald rund 30, Kriminalistinnen und Kriminalisten, geleitet von Holger Herrmann. Seit dem Frühjahr 2023 liegt der Fall in Halle beim Fachkommissariat für Straftaten gegen das Leben und die Gesundheit und die Gruppe dort.

Heißt coldcase Wald. Und wie der Name schon sagt, ist das für Fälle, die jahrelang liegen geblieben sind und neu aufgerollt werden. Mhm. Und weil das Wort in jedem zweiten Podcast gefühlt vorkommt. Was macht so eine Einheit eigentlich? Weil die Vorstellung aus Serien, also Pinnwand, rote Fäden, dramatische Musik, ziemlich sicher nicht stimmt. Ja, und das stimmt überhaupt nicht, weil am Anfang steht nur lesen, sehr viel lesen, sehr viel sortieren und dann die Frage, welche Spur damals aus einem nachvollziehbaren Grund nicht weiterverfolgt wurde und welche einfach untergegangen ist.

Und der Unterschied zwischen beidem ist die eigentliche Arbeit. Genau, genau der. Dazu kommt natürlich die Technik, die es 2015 so nicht gab und einen Vorteil, den man natürlich leicht übersieht. Eine Gruppe, eine neue Gruppe hat keine eigene Theorie, natürlich zu verteidigen. Ja, das ist für mich der stärkste Punkt an dieser Aufstellung.

Wer einen Fall von Anfang an begleitet hat, trägt seine eigene Entscheidung mit sich herum und es ist. Zutiefst menschlich an einer Linie festzuhalten, für die man Jahre gearbeitet hat. Ja, öffentlich gesprochen hat zuletzt Polizeihauptkommissar Michael Ribke, und seit diesem Jahr unterstützt zusätzlich das Bundeskriminalamt den Fall.

Ja, was für sich genommen schon ne Aussage ist. Ja, eine Landesbehörde holt sich nach 11 Jahren die Bundesebene dazu. Das macht man nicht aus Langeweile. Bleibt der Ort, und der ist hier fast eine eigene Figur. Der Wilhelmshof liegt bei Uchtspringer, nicht weit von Stendal und gehört zu einem Diakonischen Einrichtungsgelände, dem Diakoniewerk Wilhelmshof. Dort leben unter anderem Menschen mit Suchterkrankungen und mit Behinderungen, und dort wohnten auch die Freunde, die die Familie besuchte und.

Und an dieser Stelle werde ich einmal unhöflich deutlich, weil im Netz über diesen Ort sehr viel erzählt wird. Ja, mach. Also dass auf einem Gelände Menschen mit Suchterkrankungen oder Behinderungen leben, begründet keinen Verdacht gegen diese Menschen, nicht den Kleinsten. Wer aus einer Einrichtung.

Eine versucht, eine Gruselkulisse zu machen. Hat nichts über diesen Fall gesagt. Sondern. Nur ein Gefühl bedient. Was dagegen tatsächlich eine Rolle spielt, ist die Lage. Der Hof liegt nämlich abgelegen Rings um Wald und es gibt. Eine einzige Zufahrtsstraße, die Richtung Uchtspringe und zur Bundesstraße 188 führt. Einestraße rein, dieselbe Straße raus. Genau und merkt ihr das?

Das kommt nämlich noch mal, ja. Das ist nämlich einer der wenigen Punkte, an denen dieser Fall geografisch überhaupt greifbar wird. Kommen wir mal zu diesem Abend. 2. Mai 2015 es ist ein Samstag. Nach dem Mittagessen streifen die Kinder über das Gelände, es gibt eine Grillecke, dort halten sich alle auf und am frühen Abend fangen die Erwachsenen an, auf dem Sportplatz das Essen vorzubereiten. Ja, und jetzt kommt die Stelle, der die meisten Erzählungen über diesen Fall extrem sicher klingen. Ja, und an der wir extrem vorsichtig werden, weil es öffentlich nicht eine.

Letzte Sichtung gibt, sondern 2. 2. Ja, 2. Die erste stammt aus der Familie, der Vater hat in einem Interview geschildert, er habe Inga auf dem Fußweg gesehen, wie sie 2 große Wasserflaschen zur Feuerstelle trug, weil sie mithelfen wollte, und kurz darauf hätten 2 andere Kinder sie auf dem Rückweg beobachtet, in Richtung des Hauses, in dem die Freunde wohnten.

Und wie weit war das? Du keine 100 Meter angekommen ist sie aber leider nie. Und zeitlich. Zeitlich nach dieser Schilderung verschwand sie zwischen halb 27 vor 7 und hier wichtig, das ist eine Familienschilderung über ein Presseinterview. Behördlich bestätigt ist sie nicht, aber sie hat die Berichterstattung über Jahre geprägt. Und die zweite Version ist die, die wir alle vor ein paar Wochen im Fernsehen gehört haben.

Hauptkommissar Ribke hat dort als letzte Sichtung geschildert, gegen 20 vor 7 auf einem Spielzeugpferd aus Blech unweit des Fußballplatzes und des Grillplatzes zusammen mit 2 älteren Kindern, sehr still, seit sie gewesen, und sie habe mit niemandem gespielt. Und wenn du beide Bilder nebeneinander legst? Passen Sie nicht ohne weiteres.

Zusammen. Nein, also in dem. Einen ist sie ein Kind, unterwegs in Bewegung Richtung Haus. Sie hilft Ihren. Eltern sozusagen. Und in dem anderen sitzt ein Kind still an einem Ort in der Nähe des Grillplatzes. Und welche Beobachtung war die spätere, meinen beide denselben Moment und welche halten die Ermittler heute für die zuverlässigere? Also öffentlich ist das Ganze natürlich unbeantwortet und ich finde das nicht mal eigentlich skandalös, sondern einfach typisch bei einem Fest mit mehreren Familien sieht jeder das Kind irgendwann, natürlich zuletzt, und niemand schaut dabei genau auf die Uhr.

Was die Polizei heute in ihrer Fahndung schreibt, ist übrigens noch einmal etwas drittes. Und auch das wird ständig falsch zitiert. Dort steht, dass zwischen 8. 18:40 Uhr und 18:50 Uhr festgestellt wurde, dass Inga verschwunden ist. Ja. Festgestellt. Ja, festgestellt. Also der Moment, in dem jemand merkt, dass ein Kind fehlt.

Das ist nicht zwingend derselbe Moment, in dem dieses Kind weggegangen ist. Ja, das klingt natürlich nach Wortklauberei, ist aber der Unterschied zwischen einem Zeitfenster von 10 Minuten und einem, das womöglich deutlich größer ist. Und aus diesem Missverständnis entsteht natürlich im Netz ne Rechnung.

Jemand habe extra 10 Minuten gehabt, um ein Kind mitzunehmen und et cetera und das sorgt natürlich für viel Diskussion. Ja, und diese Rechnung trägt nicht, nee. Kein Stück, das öffentliche Zeitfenster belegt, weder eine Entführung noch wie lange sie gedauert hätte. Es belegt, wann jemand etwas, ja jemandem etwas aufgefallen ist.

Und damit man sieht, wie unsicher dieser scheinbar so präzise Fall ist. In früheren Mitteilungen taucht auch die Uhrzeit 20 vor 8 auf. Spätere Darstellungen nennen 06:30 Uhr die heutige Fahndung nennt 20 vor 7 bis 10 vor 7. Ja, also eine Stunde Unterschied zwischen der ältesten und der aktuellen Angabe. Ungefähr, ja.

Wir halten uns an die aktuelle Angabe der Polizei, weil alles andere eine Genauigkeit vortäuschen würde, die es nicht gibt. Ja. Und weil man sich auf jeden Fall noch klarmachen muss, wie solche Zeiten überhaupt entstehen. Niemand notiert sich natürlich auf einem Grillfest. Grillfest, wann er ein Kind gesehen hat die Uhrzeiten werden natürlich immer später rekonstruiert, aus aus Erinnerungen, aus Abläufen, manchmal aus einem Anruf, der zufällig gegen ihn protokolliert. Ist.

Ja, und jede Rekonstruktion verschiebt sich auch ein bisschen, sobald eine neue Erinnerung dazu kommt. Was danach passiert, kennen wir aus einer späteren Rekonstruktion nach der Chronik des MDR wird die Polizei um 20:13 Uhr informiert, um 20:22 Uhr trifft der erste Streifenwagen ein und ab 22:00 Uhr sind Suchhunde im Einsatz.

Zwischen dem Feststellen. Und dem ersten Streifenwagen liegen also rund anderthalb Stunden und ich weiß, wie das klingt. Ja, aber sage es trotzdem. Naja, in diesen anderthalb Stunden haben die Erwachsenen natürlich selbst gesucht. Die sind selbst die Gelände abgelaufen, haben Ränder Abgeleuchtet gerufen.

Wer schon einmal ein Kind kurz aus den Augen verloren hat, kennt natürlich diese Logik, man sucht erst da, wo man es am wahrscheinlichsten ist und. Und man ruft erst später die Polizei, wenn das einfach nichts bringt. Und genau das ist die Phase, über die später gestritten wird, weil in solchen Fällen selten der 20.

Tag über den Ausgang entscheidet, sondern die erste Nacht. Wobei die Behandlung als Vermisstensache in dieser Nacht erst einmal richtig ist, finde ich. Man sucht ein Kind, das sich verlaufen haben könnte und man sucht es dort, wo ein Kind hingehen würde. Diese Logik rettet jedes Jahr leben. Ja, mag sein, sie hat nur einen Preis, wenn die Annahme nicht stimmt, sucht man mit enormem Aufwand an der falschen Stelle, und zwar genau in den Stunden, in denen Spuren noch frisch wären.

Ja, da sind wir dann bei meinem ersten kleinen Jura Einwurf und ich halte ihn wirklich kurz. Ja, sehr gern also. Die Suche nach einer vermissten Person ist Gefahrenabwehr. Da geht es darum, einen Menschen zu finden, solange er zu retten ist. Und ein Ermittlungsverfahren dagegen richtet sich auf eine Straftat und Paragraph 152 der Strafprozessordnung verlangt dafür zureichende tatsächliche Anhaltspunkte. Und wie viele wieviel ist das?

Ja, weniger als die meisten tatsächlich glauben. Kein Täter, kein Tatort, auch keine Leiche, es reicht. Das mehr für eine Straftat spricht als eine bloße Möglichkeit und beides kann und soll übrigens auch nebeneinander laufen. Merken wir uns, weil wir auch darauf zurückkommen werden. Und weil wir gerade an einem Punkt sind, an dem wir beide gern mal stehen bleiben, würde ich doch euch. Gern etwas fragen.

Ja, und das wird keine Fangfrage versprochen. Nein, ehrlich nicht. Also stellt euch vor, ihr steht an diesem Abend auf diesem Hof, es ist 08:30 Uhr, es wird dunkel, ein fünfjähriges Kind ist seit anderthalb Stunden nicht mehr gesehen worden und ihr müsst entscheiden, wo zuerst gesucht wird, Wald, Gelände, Häuser oder die Straße.

Also ich sage ganz offen, ich habe beim Vorbereiten dreimal die Meinung gewechselt. Ja, und ich glaube, das geht vielen so. Schreibt uns doch eure Antwort gerne in die Kommentare, wir lesen die wirklich und wir nehmen die spannendsten in einer der nächsten Folgen auf, ja. Ja, und wenn Ihr das hier bis hierher gehört habt und Lust habt, dass wir so weitermachen, folgt uns gerne.

Egal ob youtube, Spotify oder Apple Podcast. Ein Klick und ihr verpasst keine Folge. Ja, und ausnahmsweise kostet das bei Anwälten nichts und uns hilft es mehr als von außen. Man denkt gerade bei ungeklärten Fällen ist Reichweite natürlich kein Selbstzweck, sondern auch manchmal genau das, was einen Hinweis in Bewegung bringt, und wir hoffen, noch in diesem Fall. Dass das vielleicht zu etwas.

Beitragen. Könnte ja und jetzt zurück in die Nacht vom zweiten auf 3.5. Genau, was am nächsten Morgen läuft, ist eine der größten Suchaktionen. Die dieses Bundesland je gesehen hat. In der Zwischenmeldung vom 3. Mai spricht die Polizei von rund 550 Einsatzkräften seit dem Vorabend von Suchhunden und mehreren Hubschraubern und das durchsuchte Waldgebet wird mit etwa 3500 Hektar angegeben. 3500 Hektar, damit man eine Vorstellung hat. Das ist ungefähr die Fläche von 5000 Fußballfeldern. 5000 fußballfelder, das muss man sich mal überlegen, also 5000 das sind keine 5, es sind 5000.

Fußballfelder kein. Wunder, dass so viele Hubschrauber natürlich im Einsatz waren und die gesamte Suchphase nennen. Spätere Darstellungen rund 1500 Einsatzkräfte und über 2000 verfolgte Spuren, die. Es werden sogar Teiche ausgepumpt und Gebäude mehrfach durchsucht. Und bei den Hubschraubern werden Wärmebildkameras eingesetzt. Und die Fotofallen im Wald wurden ausgewertet, als die Kameras, die eigentlich für Wildtiere aufgestellt sind und automatisch auslösen, wenn sich etwas bewegt. Ja, man kann also wirklich vieles über diesen Fall sagen, aber nicht, dass niemand gesucht hätte. Und parallel dazu läuft die eigentlich Fleißarbeit, nämlich Hinweise, die kommen aus dem ganzen Bundesgebiet. Manche sind konkret.

Viele sind gut gemeint und jeder einzelne muss überprüft werden. Hast du ein Beispiel? Ja, ich habe 1 aus den ersten Wochen, dass mir deshalb im Kopf geblieben ist, weil es so gewöhnlich ist. Eine Frau aus Baden Württemberg meldete, sie habe Inga in einer Berliner U Bahn gesehen, zusammen mit einem älteren Mann. Ja, und man ahnt ja schon, wie die Geschichte jetzt ausgeht. Ja, es war ein Großvater mit seiner Enkelin. Ja, und das erklärt mehr über Vermisstenfälle als jede Statistik.

Ein Hinweis ist natürlich eine Beobachtung plus eine Deutung, die Deutung ist meistens falsch, ohne dass irgendjemand lügt. Ja, und trotzdem sagen die Ermittler bis heute, sie wollen jede Wahrnehmung hören. Ja, natürlich, weil die Rechnung lautet lieber 100 Hinweise prüfen, die sich auflösen als den einen nicht zu bekommen. Ja, und man sollte finde ich auch einmal aussprechen, was so eine Suche für alle Beteiligten bedeutet, die nicht zur Familie gehören.

Feuerwehrleute, Bereitschaftspolizei, Hundeführerinnen, Leute aus dem Ort, die ihren Samstag abbrechen und in den Wald gehen, weil ein fünfjähriges Kind fehlt. Diese Menschen suchen tagelang und. Und sie finden nichts. Ja, und dann gehen Sie nach Hause und müssen damit leben, dass sie vielleicht an der falschen Stelle gesucht haben, ohne dass es vielleicht ihre Entscheidung war. Und genau deshalb finde ich es unfair, wenn im Netz pauschal über die Polizei geschimpft wird. Die Frage nach der Ausrichtung einer Ermittlung ist eine Führungsfrage, keine Frage an den, der mit der Taschenlampe durchs Unterholz geht.

Ja, und sie ist trotzdem eine berechtigte Frage. Beides geht, finde ich. Und jetzt kommt der Befund, der mich an dieser ganzen Recherche eigentlich am meisten beschäftigt hat. Und das Entscheidende daran ist, er stammt aus 2015, nicht aus seiner späteren Kritik. Wir sind gespannt. Die Suchhunde wurden damals mit Ortungssendern geführt, man konnte ihre Wege also aufzeichnen und daraus ein Bild davon bauen, wie sich Inga bewegt hatte. Und dieses Bild zeigte Bewegung im Waldrand, ja. Eine zusammenhängende Spur tief in den Wald hinein? Nein.

Und in denselben Tagen entsteht die Geschichte, die bis heute erzählt wird. Genau in der Öffentlichkeitsfahndung vom 3. Mai 2015 heißt es, Inga sei vermutlich in den Wald gelaufen, um Holz zu sammeln, weil am Abend ein Lagerfeuer geplant war. Vermutlich. Ja, vermutlich. Die Polizei hat das damals sauber gekennzeichnet.

Also das. Was es war eine naheliegende Annahme in einer Nacht, in der man irgendwo anfangen muss. Ja, nur hat dieses eine Wort die Reise natürlich durch die Jahre nicht überlebt. Kein Stück aus vermutlich in den Wald gelaufen wurde in Artikeln, in Foren, in Dokumentationen und irgendwann, ja, am Küchentisch. Sie verschwand beim Holzsammeln.

Ja, und das wäre. Nur ein Satz, der nach einer Beobachtung klingt. Ja, und keine war 10 Jahre später erklärt der MDR nach Auswertung der Ermittlungsunterlagen, sein Rechercheteam habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass Inga überhaupt in den Wald gegangen ist Das Team hatte nach eigener Darstellung Zugang zu rund 40000 Akten, Seiten und hat die über anderthalb Jahre ausgewertet. Und jetzt muss ich gleich mal bremsen, weil wir hier an einer Stelle sind, an der ich vorhin angekündigt habe, dass ich anders abbiegen werde.

Ja, ich habe mitgezählt. Also. Eine Waldsuche war richtig. Ein fünfjähriges Kind verschwindet am Rand eines Waldes von dieser Größe, es wird dunkel, es wird kalt, und wer dann nicht sofort mit allem. Was er hart in den Wald geht, handelt natürlich auch falsch. Dass später kein Beleg für diesen Weg auftaucht, macht die Entscheidung von damals nicht rückwirkend zum Fehler.

Ja, dem widerspreche ich ja auch gar nicht. Meine Frage ist eine andere und sie ist unbequemer. Eine Suche darf eine Annahme haben, aber wie lange darf eine Ermittlung eine Annahme behalten, ohne sie zu überprüfen? Das ist eine faire Frage. Wenn das Hundebild schon nach wenigen Tagen zeigt, dass keine Sportive in den Wald gibt, dann ist das doch der Moment, an dem jemand sagen müsste, Leute, was, wenn sie den Wald nie betreten hat? Und meine Antwort ist, dass man das im Nachhinein sehr viel leichter fragt als mitten in einem Einsatz mit 500 Leuten im Gelände.

Ja, da bin ich ganz bei dir. Nur es ändert halt nichts an der Frage. Ja, es gibt in der Kriminalistik ein bekanntes Problem, dass nichts mit Faulheit und nichts mit bösen Willen zu tun hat. Wenn eine Arbeitshypothese einmal steht, ordnet sich alles neue an ihr. Aus was passt? Wird zum Beleg und was nicht passt, wird dann zur Ausnahme erklärt.

Und niemand in diesem Prozess hat das Gefühl, etwas falsch zu machen. Ja, kein Einziger. Und dagegen hilft auch kein guter Wille, sondern nur Organisationen. Jemand muss den Auftrag haben, die Gegenthese zu vertreten, und zwar so, dass es nicht davon abhängt, ob gerade jemand zufällig widerspricht.

Ja, im Ernst. Und ob das, ob es das hier gab, wissen wir ja gar nicht und das wäre meine erste Frage, wenn ich zum Beispiel hier Akten an sich hätte. Aber jetzt? Kommen wir mal zu dem. Teil. Der mich fachlich am meisten irritiert hat und und der heißt Mantriling. Ja, aber erklär das doch kurz bevor uns die Hälfte aussteigt.

Also die Idee ist, dass ein speziell ausgebildeter Hund den individuellen Geruch eines bestimmten Menschen aufnimmt und ihm folgt, teilweise wirklich über sehr, sehr lange Strecken und lange nach dem Ereignis. In diesem Fall waren private Hundeeinsätze. Im Spiel und einer davon hat eine Geruchsspur über rund 800 Kilometer angezeigt bis Selz in Österreich. 800 Kilometer 8. 100 aufgeklärt hat es nichts, aber diese Einsätze haben über 40000€ gekostet, zuzüglich des Aufwands, den die Polizei dafür betrieben hat.

Jetzt. Sind natürlich viele vielleicht schockiert, weil sie 40000€. Für diesen Einsatz hören. Aber das ist wirklich. Nicht die Ausnahme. Um ehrlich zu sein. Und dann kommt noch ein Umweltchemiker zu Wort, der die behaupteten alten Autospuren bezweifelt und ein weiterer Kritiker hat anhand von Aufnahmen aus einem anderen Fall untersucht, ob Hunde durch ihre Führer gelenkt werden können. Die Hundeführerin hat jedenfalls über ihren Anwalt dessen Fachkunde bestritten und sich zum Fall enger nicht konkret geäußert.

Und dann gibt es noch die Sache mit dem zweiten Silz, die fast zu gut ist, um wahr zu. Sein ja, es gibt nämlich einen Ort desselben Namens in Mecklenburg Vorpommern, und es wurde bemängelt, wie dessen Überprüfung überhaupt gelaufen sei. Aber die Staatsanwaltschaft hält dagegen. Man habe umfassend ermittelt.

Eine Tatbeteiligung dort ist nicht belegt. Und jetzt mal ganz praktisch, weil das unsere Baustelle ist. Wie prüft man so einen Befund? Man prüft natürlich nicht den Grund, man prüft die Bedingungen. Also. Wie wurde die Geruchsprobe gewonnen, wie gelagert, wie zugeordnet wussten die Hundeführerinnen. Welches Ziel erwartet wurde?

Denn wenn sie es wusste, kann sie den Hund unbewusst lenken. Wurden auch die Fehlanzeigen dokumentiert, also die Momente, in denen der Hund nichts oder Falsches angezeigt hat. Und die wichtigste Frage von Allen gab es für das angebliche Spurende irgendeine unabhängige Bestätigung? Und wenn das alles nicht dokumentiert ist?

Ja, dann ist es kein Beweis, sondern nur ein Suchansatz. Ein Suchansatz darf falsch sein, das ist ein gutes recht, er darf nur nicht wie ein Ergebnis behandelt werden. Aber was man aus dieser Kontroverse aber auch nicht machen darf, dass so Hunde generell nicht taugen. Auf gar keinen Fall. Es geht um die Qualität eines konkreten Einsatzes, nicht um eine Methode insgesamt.

Was mich an dieser Episode am meisten beschäftigt, ist etwas anderes als die Frage, ob der Hund richtig lag, nicht. Ja, der Zug eine Spur, die 800 Kilometer weit führt, erzeugt natürlich Aufmerksamkeit, Ressourcen, Termine, Fahrten, Erwartungen. Und all das fehlt dann woanders. Das ist ein sehr guter Punkt und er gilt unabhängig davon, wer recht hat. Jede Stunde, die in eine spektakuläre Spur fließt, ist eine Stunde, die nicht in die Unspektakuläre fließt. Also in das mühsame Abklopfen des Umfelds. Ja, und unspektakulär ist statistisch der Regelfall. Ja, in den allermeisten aufgeklärten Fällen sitzt die Lösung nahe am Ausgangspunkt, nicht in einem Tiroler Dorf, aber nicht irgendwie 800

Kilometer entfernt. Das heißt nicht. Dass es hier so ist. Das heißt nur, dass man die Reihenfolge der Arbeit gut begründen. Können. Sollte. Ja, und Dezember 2023 eine private Initiative bringt. 4 Spezialhunde aus dem Saarland in die Gegend bei urspringe Hunde, die darauf trainiert sind, vergrabene menschliche Überreste anzuzeigen. Am 2.

Dezember zeigen sie eine Stelle an auf einem ehemaligen russischen Militärgelände. Mitte Dezember gräbt die Polizei. Dort mit. Kriminaltechnik und einer technischen Einsatzeinheit bei einem leerstehenden Gebäude einige Kilometer westlich von Stendal. Und sie findet Knochen. Sie findet Knochen. Ich hab beim Lesen kurz aufgehört zu lesen, ehrlich gesagt.

Man stellt sich unwillkürlich vor, was das für die Familie. Bedeutet. Weihnachten und irgendwo gräbt jemand. Am 23. Januar 2024 teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Knochen stammen nicht von einem Mädchen. Und so. Bitter das auch ist. Das ist einer der ganz wenigen Punkte in diesem Fall, an denen es eine klare behördliche Bestätigung gibt.

Alles andere bleibt Streit. Womit wir bei den Vorwürfen jetzt wären. Ja und? Zwar gibt es 3 Punkte, über die seither diskutiert wird, der erste. Nach Auswertung der Akten sei die Kriminalpolizei erst nach ungefähr 36 Stunden tätig geworden. So und jetzt hier müssten wir genau sein, weil es viele Diskussionen dazu gab.

Ja. Zu die Polizei habe. 36 Stunden nichts getan. Ja, und das ist nachweislich falsch, weil in diesen 36 Stunden liegt der große Such und Rettungseinsatz. Den die Polizei selbst. Zeitnah gemeldet hat. Die Frage ist nicht, ob. Gesucht wurde, sondern wann parallel dazu jemand anfängt, Kriminalistisch zu denken. Der frühere Ermittler Chris Schulenburg verweist. Auf die schwierige Ausgangslage und darauf, dass die Suche nach einem verirrten Kind zunächst die naheliegende Antwort war. Ja, und womit wir wieder bei dem vorherigen. Diskussion wären nur in Grün.

Der zweite Punkt ist deutlich. Heikler. Und zwar war die Psychologin, die 2016 eingeschaltet wurde, mit dem Ermittlungsleiter liiert. Also die beiden haben später auch geheiratet. Und der Restanwalt der Familie hat ihre fachliche Eignung bezweifelt. Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, die Beauftragung sei auf ihre Anweisung erfolgt, ursprünglich sei ein anderer Experte vorgesehen gewesen, der nicht verfügbar war, und der Auftrag habe zunächst ein kognitives Interview umfasst und sei später erweitert worden.

Ja, und was macht das juristisch mit dem Ergebnis? Ja, weniger als viele Hoffnung aus einer persönlichen Beziehung folgt mich automatisch, dass ein Gutachten falsch ist. Aber es gibt doch die Befangenheit. Die gibt es, und zwar an einer bestimmten Stelle. Das Strafprozessrecht erlaubt die Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit und dafür genügt der äußere Anschein, also man muss also nicht beweisen, dass jemand tatsächlich voreingenommen war.

Ja, klingt auf jeden Fall stark. Ja, ist aber ein Verfahrensrecht und ausgeübt wird es in einem laufenden Verfahren gegen eine bestimmte Person. Solange es das nicht gibt, gibt es auch niemanden, der diesen Antrag natürlich stellen könnte. Also bleibt es eine Frage der. Qualität statt. Einer Frage der Form. Exakt.

Und meine Fragen wären ziemlich unspektakulär. Wie kam die Auswahl denn überhaupt zustande, was genau war der Auftrag, welche Qualifikation lag denn überhaupt vor und ist die Methode nachvollziehbar dokumentiert, also so gesehen 4 getrennte Prüfpunkte. Und was ich ausdrücklich nicht sage, obwohl es in den Kommentaren ständig steht, dass hier etwas vertuscht worden sei, dafür gibt es keine Beweise. Bleibt der dritte Punkt die vielzitierten 1800 Seiten. Es wird kritisiert.

Dass Unterlagen zu einem Mann, der in der Öffentlichkeit als Martin H. Geführt wird verspätet. Einbezogen worden seien und die Staatsanwaltschaft erklärte damals, er sei mehrfach befragt worden und im Fall Inger nicht tatverdächtig. Und hier entscheidet. Die Sprachdisziplin über alles weil 3 Versionen im Umlauf sind, die völlig verschiedens bedeuten.

Verspätet. Berücksichtigt. In einer Kopie nicht enthalten oder verschwunden, ja. Belegt ist auf jeden Fall die Kritik an der Bearbeitung. Eine Vernichtung von Akten ist nicht belegt und diesen Unterschied muss man auch haushalten, auch wenn er weniger spektakulär ist. Dann gibt es noch eine vierte Stimme, die in vielen Erzählungen zum Fall gar nicht vorkommt, weil sie relativ neu ist im April 2025.

Stellte. Der Digitalforensiker Professor Dirk Labutte eine Überlegung vor Inga könne an diesem Abend angesprochen worden und anschließend weggelaufen oder mit jemandem mitgegangen sein. Und bevor sich jemand daran festhält, das ist eine Hypothese aus einer Fernsehsendung, muss man. Dazu sagen, entwickelt auf Grundlage. Der Aktenauswertung.

Es ist also kein. Ermittlungsergebnis und keine Bewertung der Behörden. Ihr Wert liegt für mich woanders. Dieselbe Akte, die jahrelang als Waldakte gelesen wurde, lässt sich offenbar auch völlig anders lesen. Ja, und das ist ehrlich. Gesagt, der unheimlichste Satz dieser Folge finde ich. Ja und jetzt der Teil, für den wir hier sitzen.

Und ich verspreche allen, wir machen keine Vorlesung. 4 Begriffe danach ist es vorbei. Nur 4, ja 4. Fangen wir mit dem an. Den in diesem Fall alle benutzen. Und kaum jemand meint Einstellung. Ja, Paragraph 170 der Strafprozessordnung kennt 2 Wege. Gibt es genügenden Anlass, wird Anklage erhoben, gibt es den nicht, wird das Verfahren eingestellt und jetzt der Satz, den ich mir gern auf ein Plakat drucken würde, eine Einstellung mangels Tatverdachts ist kein Freispruch, und sie stellt nicht fest, dass nichts. Passiert ist, sondern.

Ja, sie sagt nur mit dem, was wir jetzt haben, reicht es nicht. Deshalb kann so ein Verfahren bei neuen Erkenntnissen auch jederzeit wieder aufgenommen. Werden, was in diesem Fall ja auch passiert ist. Genau deshalb ist die Formulierung der Fall wurde neu aufgerollt, korrekt verwechselt wird das gern mit der Wiederaufnahme eines rechtskräftig abgeschlossenes Gerichtsverfahrens, und das ist völlig ja etwas völlig anderes.

Mhm. Zweiter Begriff beziehungsweise gleich eine ganze Familie davon Hinweis, Spur, Indiz, Beweis. Also ein Hinweis ist eine Information, die überprüft werden muss. Eine Spur ist ein möglicher Ansatz und sie darf sich erledigen. Ein Indiz ist eine festgestellte Hilfstatsache, aus der man auf eine andere schließt. Und der Klassiker ist zum Beispiel der Fingerabdruck, der nicht die Tat beweist, aber die Anwesenheit. Und am Ende steht die Beweiswürdigung ja Paragraph. 261 freie richterliche Überzeugung, geschöpft aus dem, was in der Hautfahndung passiert. Was ausdrücklich keine Stufenleitheit ist. Überhaupt nicht.

Ein einziger konkreter Zeugenhinweis kann alles entscheiden und eine Spur, die spektakulär klingt, sagen wir mal, wie zum Beispiel 800 Kilometer bis Österreich, kann vollkommen unergiebig sein. Und drittens die Frage, die uns unter jeder Vermisstenfolge gestellt wird. Geht eine Verurteilung auch ohne Leichenfund?

Ja, da gibt es keine Regel, die sagt, ohne Körper kein Mord. Entscheidend ist, ob sich Tod, tat und Täterschaft tragfähig nachweisen lassen und das aus der gesamten Beweislage. Und die meisten großen Verfahren, die wir aus den Nachrichten kennen, sind ohnehin indizienprozesse. Also es gibt kein Geständnis, kein Video, kein Zeuge, der Zitat gesehen hat. Genau, es sind viele kleine Teile, die für sich genommen nichts beweisen und zusammen trotzdem tragen können, wenn jedes einzelne überprüfbar natürlich ist und die Alternativen ernsthaft durchgespielt wurden. Und wo geht das meistens schief?

Ja, eigentlich immer an derselben Stelle. Man legt natürlich 10 schwache Teile nebeneinander und behauptet 10 mal schwach, er gäbe stark und es tut es nicht. Kommen wir zu viertens und das ist der kürzeste Verjährung. Mord verjährt nicht Paragraph 78 Absatz 2 Strafgesetzbuch für andere Delikte gelten dagegen ganz normale Fristen.

Ja, man muss dazu sagen, bei diesem Fall kann man das halt eben nicht sagen, weil hier sowieso alles unbegrenzt verfolgbar ist. Das hängt davon ab, was geschehen ist. Und genau das weiß ja gerade niemand. Und jetzt kommt der Teil, der im Gesetz nicht steht, mir aber aus Mandanten sehr vertraut ist.

Für Angehörige klingt eine Einstellung nicht nach einer juristischen Kategorie. Sie klingt wie ein Urteil über den eigenen Fall. Ja, es klingt so, wie ihr habt aufgegeben. Ja, genauso. Dabei ist eine eingestellte Akte nicht zu, sie ruht nur nur merkt das von außen niemand, solange sich nichts bewegt.

Man muss sozusagen, womit Kommunikation selbst ein Teil der Ermittlungsqualität hier wird. Wer erklärt, was eine Einstellung bedeutet, verhindert, dass Familien natürlich auch jahrelang gegen ein Missverständnis kämpfen. Und wenn ich das alles zusammenziehe jetzt, dann gibt uns das Recht hier keine Antwort. Es gibt uns nur eine sehr klare Unterscheidung zwischen. Es gibt keinen Beweis für eine Tat und es ist bewiesen, dass keine Tat vorliegt.

Ja, und diese beiden Sätze werden in der Diskussion über diesen Fall ununterbrochen verwechselt. Ja, kommen wir zum Verfahren und dem Stand heute. Wie ist dieses Verfahren also gelaufen? Und ich? Sage gleich dazu selbst das lässt sich öffentlich. Nicht auf einen einzigen Tag zusammenziehen. Na ja, also wir wissen, dass es eine formale Einstellung gab Anfang 2017 und dann eine elftägige Prüfung im September 2019 es gibt andere Quellen, die fassen. 2019 schlicht als Einstellung zusammen.

Was ja aber nicht dasselbe ist. Eine aufgelöste Ermittlungsgruppe oder eine abgeschlossene Überprüfung und die Einstellung eines Strafverfahrens sind 3 verschiedene Vorgänge. Sicher ist jedenfalls, was 2023 passiert ist. Im Frühjahr übernimmt Halle eine neue Gruppe, setzt sich an den Fall und ihre erste große Aufgabe klingt überhaupt nicht nach Kriminalistik.

Sie digitalisiert rund 40000. Akten. Seiten. Ja, und da kommt natürlich auch KI zum Einsatz, womöglich, weil ein Name, der in Band 3 auftaucht und in Band 17 zum Beispiel wieder den findest du in Papier nur, wenn sich zufällig jemand daran erinnert und in einer, ja durchsuchbaren elektronischen Akte findet KI das in 2 Sekunden, und das gehört auch zu einer Ermittlungsarbeit dazu. Und danach geht das jedenfalls Schlag auf Schlag. Grabungen im Dezember, 2023 erneute Waldsuche im März, 2024 im Oktober desselben Jahres wird ein Teich untersucht, der zuvor nicht abgesucht worden war, ohne Fund, und dann kommt das Anfang 2025 zu weiteren systematischen suchen. Ja, und im April?

Dieses Jahres kommt das Bundeskriminalamt. Dazu und am. 25. Mai, dem internationalen Tag der vermissten Kinder, nimmt das BKA den Fall in eine bundesweite Kampagne auf. Ja, und die Ermittler stellen dabei sehr konkrete Fragen. Wie? Wer hat Inga an diesem Tag oder danach gesehen? Wer hat verdächtige Personen oder Fahrzeuge rund um den Wilhelmshof bemerkt, wer war damals im Waldgebiet unterwegs und wurde bis heute nie befragt? Wurden irgendwo Kleidungsstücke gefunden? Ja, und eine Frage, die ich so selten gelesen habe, dass sie hängen.

Bleibt, ob jemandem Ungereimtheiten. In Erzählungen aufgefallen sind oder ob jemand Gespräche oder. Chatnachrichten mitbekommen. Hat in denen sich Personen über Inga austauschten, und zwar mit Wissen, dass sie eigentlich nicht haben. Können. Das ist im Grunde ein Aufruf an das Umfeld eines Menschen, der vielleicht etwas weiß. Ja, und es ist, glaube ich, die realistische Hoffnung. Die dieser Fall noch hatten.

Nach 11 Jahren kommen die Informationen seltener von einem Zeugen als von jemanden, der mir etwas zu schwer geworden ist. Und da kommt die Straße zurück, die wir uns vorhin gemerkt haben. Die Ermittler suchen ausdrücklich Menschen, die an diesem Abend rund um den Wilhelmshof unterwegs waren, also auf genau dieser einen Zufahrt. Ja, weil jeder, der dort.

Hineinfuhr auch wieder hinausfahren musste logischerweise. Genau deshalb wäre das für mich die interessante, interessanteste Frage. Dann die Ermittler. Gibt es überhaupt irgendeine Aufzeichnung von dieser Straße, von einem Fahrzeug, von einer Kamera, von irgendetwas 2015 war das seltener als heute, aber es war nicht unmöglich. Ja, und selbst wer nichts aufgezeichnet hat, hat vielleicht etwas gesehen, ja vielleicht ein Auto am Straßenrand, ein Gesicht oder halt eine Kleinigkeit, die damals.

Völlig normal wirkte. Ja, das ist überhaupt das Muster bei solchen alten Fällen. Die entscheidende Information liegt oft bei jemanden, der bis heute glaubt, der wisse eigentlich gar nichts. Und am 29. Juli dieses Jahres läuft der Fall dann im Fernsehen. Noch während der Sendung gehen. 66 Hinweise im Studio ein weitere 41 direkt bei der Ermittlungsgruppe in Halle, überwiegend mutmaßliche Sichtungen sind.

Das ja eine Woche später ist im Update des Senders von rund 170 Hinweisen die Rede. 10 davon bewertete Fabian Puchelt vom Landeskriminalamt Bayern als besonders wichtig und interessant. Genau. Und er? Sagte dazu etwas. Dass ich bemerkenswert finde. Sie beträfen vor allem Personen, die teilweise bereits bekannt gewesen seien und außerdem die Umgebung des Ortes, an dem Inga verschwand.

Also nicht unbedingt jemand Neues, der plötzlich im Bild auftaucht, sondern Menschen, die in dieser Akte ja schon vorkommen. Ja, und was? Nüchtern gelesen heißt, man schaut noch einmal hin. Ja, und genau das ist genau diese Arbeit eines Neuaufrollens, was es nicht heißt, und da muss ich leider die Stimmung dämpfen. 10 hinweise sind nicht 10 verdächtige 10 Hinweise sind nicht 10 bestätigte Sichtungen.

Und nichts davon bedeutet, dass ein Zugriff bevorsteht. Die Polizei hat außerdem gesagt, dass sich auch Menschen gemeldet haben, die ihre Wahrnehmung zum ersten Mal überhaupt mitgeteilt haben. Ja, und was nach 11 Jahren fast das Erstaunlichste an dieser ganzen Sache ist, ja. Stand heute, Ende September 2026 gibt es keinen öffentlich bestätigten Durchbruch, aber die Fahndung läuft weiter.

Ja, und über diesen Fall wird ja seit 11 Jahren nicht nur ermittelt, sondern es wird ja auch wirklich viel erzählt. Und dabei sind Männer in die Diskussion geraten, über die wir kurz sprechen müssen. Müssen wir das wirklich? Also ich finde schon, weil schweigen die Gerüchte nicht kleiner macht, weil ja nur bleiben wir bei der Regel kurz mit Entlastendem und ohne dass sich jemand wirklich zum Täter erklärt. Wird.

OK, dann leg los. Also der bekannteste ist der Mann. Der im Madeley MC Cain. Als Beschuldigter geführt wird und in der Berichterstattung als Christian B. Erscheint, im Juni 2020. Wurde ein möglicher Zusammenhang hier öffentlich geprüft und unter der Berufung auf Staatsanwaltschaft wurde berichtet, es gebe keine Hinweise auf eine Beteiligung, sein bekanntes Handy sei an dem Abend nicht im fraglichen Bereich eingebucht gewesen. Ingers Mutter, damals öffentlich kritisiert, die Prüfung sei zu schnell beendet worden und erklärt, der Name sei schon vor den Ermittlungen im Fall.

Mc Cann in der. Aktie ihrer Tochter aufgetaucht. Ja, was die Position der Familie ist behördlich bestätigt ist sie aber nicht. Ja, und juristisch? Ja, eine fehlende Handyregistrierung beweist für sich genommen weder Anwesenheit noch Abwesenheit. Das ist ein Baustein und nicht mehr, aber es gibt eben auch keine belastbare Grundlage aus einem Verdacht, in einem Fall einen feststehenden Verdacht im anderen zu machen.

Die aktuelle Fahndung benennt niemanden als Täter. Der zweite Name. Ist Martin H, den wir vorhin schon hatten und der Dritte gehört zu einem Fall, der Deutschland im Sommer 2015 erschüttert hat? Auch dieser Zusammenhang wurde geprüft, ein Bericht vom November. 2015 gibt die. Behördenauskunft wieder, wonach keine Verbindung zu Ingas verschwinden erkennbar.

War ja und was in den Kommentaren zusätzlich behauptet wird, nämlich ein veröffentlichter fallbezogener DNA Ausschluss. Ließ sich nicht belegen, also sagen wir es auch einfach nicht. Was mir an dieser ganzen Namensdiskussion auffällt, das Gewicht, das eine Person in der öffentlichen Debatte bekommt, hat nichts mit der Stärke der Beweise gegen sie zu tun. Ja, manchmal ist das sogar umgekehrt, weil der laute Name die leisen Spuren überdeckt.

Aber es gibt auch die andere Seite der Öffentlichkeit, und die ist in diesem Fall wirklich ungewöhnlich. Im November 2024 druckte ein Smoothie Hersteller Fahndungsbilder auf seine Flaschen und stockte die Belohnung um 25. 1000€ auf. Ja, und seither stehen insgesamt 50000€ zur Verfügung. 25000,00€ von der Polizei und 25000 von dem Unternehmen. Und wenn irgendwo nur von 25000€ die Rede ist, ist der behördliche Anteil hier gemeint.

Aber ich finde das schon stark von dem Unternehmen, da einen Beitrag zu leisten. Auf jeden Fall und die Familie selbst hat über die Jahre außerdem eine eigene Infrastruktur aufgebaut, eine Internetseite, über die Hinweise abgegeben werden können und auf den Flaschen führt ein QR Code genau dorthin und. Dann gibt es noch die BKA Kampagne, in der immer seit Mai läuft.

Und zwar stellt sie 6 vermisste Kinder und Jugendliche vor, die zwischen 1985 und 2021 verschwunden sind. Schon nach gut einer Woche gab es den ersten Erfolg, allerdings in einem anderen Fall 2. Seit Jahren vermisste Geschwister tauchten wieder auf, nachdem sich ihre Mutter selbst bei der Polizei gemeldet hatte. Ja, und was zeigt, dass Öffentlichkeitsfahndung wirklich wirkt, nur eben nicht in jedem Fall und nicht auf Zuruf. Ja, und um ehrlich zu sein, dieser Fall war schon 2015 ein fernsehfahndungsfall 2 Wochen nach dem Verschwinden liefen bundesweit Plakate und der Fall war in verschiedenen Fernsehsendungen.

Mhm, ja, das ist der Punkt, an dem mir die Frage dieser Folge erst richtig eigentlich aufgeht. 11 Jahre, maximale Öffentlichkeit, 40000 Seiten, Akte, Hunderte Einsatzkräfte, Hubschrauber, Hundetaucher, 50000€, Belohnung und bis heute eigentlich keine wirkliche Spur. Genau. Wir wissen heute nicht einmal sicher wo.

Dieses Kind zuletzt gesehen wurde. Ja, und wenn ich eine Lehre aus diesem Fall jetzt mitnehme, dann die der gefährlichste Satz in einer Ermittlung ist nicht der, den niemand beweisen kann, und es ist der, den alle für bewiesen halten, nämlich das mit dem Wald. Ja, und vielleicht ist es eine Stelle, um euch eine Frage zu stellen. Was denkt ihr darüber?

Das würde mich wirklich interessieren, wie lange darf eine. Behörde aus eurer Sicht? An einer frühen Arbeitshypothese festhalten, bevor sie verpflichtet ist, systematisch in eine andere Richtung zu prüfen. Ja, schreibt uns in die Kommentare, wir lesen wirklich mit, auch wenn wir nicht vielleicht auf alles antworten können, sofort, aber wir lesen tatsächlich. Alles.

Wer etwas vielleicht gesehen hat, gehört hat und irgendein Detail noch hat, woran er sich erinnert. Die Ermittlungsgruppe in Halle nimmt Hinweise entgegen, telefonisch unter 0345224, 1291 und per e Mail an Cold minus Case minus wald@polizei.sachsen-anhalt.de und beides steht auch in der. Beschreibung für Hinweise, die zum Auffinden Ingas oder zur Bekanntgabe ihres Aufenthalts führen. Sind insgesamt 50000€ ausgelobt und gesucht, werden ausdrücklich auch Beobachtungen, die lange zurückliegen und die jemand damals für bedeutungslos gehalten hat. Ja, sie wäre heute 17 Jahre alt gewesen, die Ermittler behandeln diesen Fall nicht als sicheren Todesfall, weil es keinen Beleg für das Gegenteil gibt, und ihr

merkt, meine Stimme ist mittlerweile auch am Ende, so wie unsere Podcast Folge. Auch, und deswegen sage ich. Schon mal Tschüss und auf Wiederhören. Und ich sage schön, dass ihr da wart. Passt auf euch auf. Bleibt. Vorsichtig und achtsam. By Doc

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