Behind Science

Mary Kenneth Keller: Holy Computer Science

Samstag, 8. August 2026 · 24 min

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Shownotes

In dieser Folge kommen Software und Spiritualität zusammen. Denn die Ordensfrau Mary Kenneth ist legt ungefähr zeitgleich zu ihrem ewigen Gelübde ihre Prüfung im Mathematik-Studium ab. Und das wird erst der Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere sein. Technik für mehr Gerechtigkeit – das ist ihre Version.

Bis wir uns wieder hören, könnt ihr im Junge Presse-Podcast (open.spotify.com/episode/5yKD8ru528pSHdRGqKZwP…) hören, wie man Wissenschaftsjournalistin wird. “Behind Science” gibt’s samstags – am Science-Samstag. Zwischendurch erreicht ihr uns per Mail und Instagram, und hier gibt's unsere Links (linktr.ee/behindscience), die gerade wichtig sind.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Schönen Science-Samstag! Hallo! Ich habe mich neulich gefragt, ist mir aufgefallen, man hört, finde ich, oft bei uns im Podcast nicht so viele Hintergrundgeräusche. Und das, obwohl wir ja eigentlich, also ich wohne zum Beispiel mitten in der Stadt in Köln. Ja, stimmt. Und ich höre aber auch nicht so viele Kirchenglocken, obwohl hier eigentlich recht viele Kirchen sind. Ist doch ungewöhnlich, oder nicht? Köln hat wirklich sehr, sehr viele Kirchen. Ja! Also ich wohne auch direkt bei einer Kirche und die höre ich schon sehr laut.

Also, ich liebe dieses Geräusch. Ja, das ist für mich irgendwie so, wirkt so immer ganz heimlich. Weiß auch nicht. Aber wir stimmen uns ja gar nicht ab auf Kirchenglocken hier beim Aufnehmen. Nee, das stimmt. Dass das bis jetzt immer geklappt hat. Ich glaube, einmal haben wir bei dir aber, war das Kirchenglocken?

Und dann Hundebellen mal sehr laut. Ja, das stimmt. Ihr könnt auch gerne mal schreiben, wenn euch Geräusche auffallen. Können wir so Geräusche raten. Ja, stimmt. Das geheimnisvolle Geräusch bei Bad Science. Doch, also ich finde Kirchenglockengeräusch auf jeden Fall ein schönes Geräusch. Also ich finde, das hört sich immer so nach Nachhausekommen an. Oh, schön.

Ja, ich habe auch eine Freundin, die wohnte auch direkt neben der Kirche. Also da konntest du quasi, warst du Auge in Auge mit der Kirche und da brauchtest du auch wirklich ab sieben keinen Wecker mehr. Ja, also ich weiß nicht, wie das jetzt da bei dir in der Nähe ist. So ist es, so extrem ist es nicht. Nee, okay, nicht so jede Stunde wird dann irgendwie die Uhrzeit gezählt. Nee, okay. Das wäre mir ja dann ein bisschen viel.

Aber ein Geräusch fand ich neulich noch ungewöhnlich, das kam hier auch von der Kirchengemeinde, die bei mir um die Ecke ist. Da war nämlich neulich... Sonntagmorgens oder so keine Glocken zu hören, sondern so sehr laute Blasmusik und die hat sich auch noch bewegt. Die haben nämlich eine Prozession gemacht hier durchs Viertel. Da war ich auch wach.

Verstehe ich. Das ist auch so typisch Köln. 2 Uhr morgens, Karneval, kommt irgendwie eine Blaskapelle um die Ecke. Das ist so geil. Das war halt eine Kirchenprozession. Eher lustig. Da haben wir zum Glück keine Aufnahme gemacht, Aber es ist auf jeden Fall auch eine Soundkulisse, die zur heutigen Folge passen würde.

Denn wir sprechen heute über eine Frau, die wahrscheinlich auch sehr oft Kirchenglocken zumindest gehört hat. Und zwar über Mary Kenneth Keller, eine Ordensfrau, die die Programmiersprache BASIC mitentwickelt hat. Behind Science – Geschichten aus der Wissenschaft Mit Marie Eickhoff und Luisa Pfeifenschneider Musik, Bei dieser Recherche ist mir eine neue Quelle aufgefallen, die uns jetzt ansonsten auch noch nicht so groß untergekommen ist bei unseren Recherchen, und zwar domradio.de.

Das war wirklich ganz spannend. Kennst du gut, stimmt? Ja, Domradio habe ich ja mal im Praktikum gemacht. Im Journalismus ist es ja so, dass man... Ständig und in jeder freien, verfügbaren Minute Praktikum irgendwo macht. Und da habe ich auch mal nach dem Abi beim Domradio Praktikum gemacht und das war toll.

Ja, das war richtig, richtig toll. So ein nettes Team. Also falls hier jemand zuhört, liebe Grüße. Würde ich aber auch sagen, wenn keiner zuhört. Also wirklich ganz, die machen ganz tolle Arbeit. Hat mir sehr gut gefallen und ist natürlich direkt neben dem Kölner Dom. Das war schön. Ja, schöne Location.

Aber die kam jetzt ansonsten bei, also wenn wir jetzt so anfangen zu suchen, zu den Menschen, zu denen wir recherchieren, kommt da selten, dass da jetzt irgendwie ganz weit oben domradio.de aufblockt. Das stimmt. Eher noch nie. Er noch nie, genau. Aber dieses Mal schon, denn die Forscherin, über die wir heute sprechen, war nicht nur.

Ein bisschen vielleicht dem Dom zugewandt und ein bisschen gläubig, sondern aus vollem Herzen Ordensfrau. Und ich glaube, das hatten wir jetzt ansonsten hier, vielleicht bei der Folge mit Hildegard von Bing, da kam es vor, aber ansonsten ist das schon eine Besonderheit in unseren Folgen, dass wir es jetzt hier mit einer Ordensfrau zu tun haben, und vor allem bei Hildegard von Bing, die hat sich dann eher so für Natur und für Menschen und den Körper interessiert und bei Mary, da ist es jetzt so, sie kombiniert ihren Glauben mit einer Vision für Technik und Und mehr Gerechtigkeit.

Und wie das für sie zusammenpasst, das werdet ihr heute erfahren. Also sie ist wirklich da ihrer Zeit weit voraus mit ihren Gedanken. Sie wird 1913 geboren, also vor 113 Jahren. Sie wird in Ohio geboren als Evelyn Marie oder Mary wahrscheinlich Keller. Ja, wir haben ja wieder eine Marie am Start. Bei ihr ändert sich also im Laufe des Lebens nicht der Nachname, wie das häufig hier der Fall ist, wenn die Frauen dann irgendwann geheiratet haben, sondern der Vorname.

Sie heiratet eben nicht, sondern sie wird mit 19 Jahren Ordensfrau und zwar tritt sie in den katholischen Orden der Sisters of Charity of the Blessed Virgin Mary ein und Mary Kenneth wird von dem Moment an ihr Ordensname, also ja, ein neuer Name. Wir hatten schon mal einen sehr ähnlichen Erfinderinnamen hier. Mary Kenner.

Die hat was ganz anderes erfunden und zwar ein Menstruationsgürtel. Also ja, die beiden kannten sich glaube ich nicht. Mary Kenneth, über die wir heute sprechen, ist Ordensfrau, ist Nonne und ist auf einem ganz anderen Feld bekannt. Und alleine, wenn man sich jetzt nur mal ihre wichtigsten Eckdaten im Lebenslauf anguckt, sieht man schon, dass sie da zwei sehr große Themen in ihrem Leben hat, die erstmal ein bisschen unterschiedlich wirken, aber sie vereint die.

Und zwar legt sie 1940 ihre ewigen Gelübde ab. Das heißt, in dem Moment beschließt sie, dass sie für immer Teil dieses Ordens sein möchte und nur drei Jahre später macht sie aber einen Bachelorabschluss in Mathematik. Und das klingt jetzt für mich erstmal sehr gegensätzlich, aber das ist damals so, dass sie als Ordensfrau auch lernen darf.

Sie ist da nicht in einem Orden, in dem sie nur in Klausur ist und den ganzen Tag betet und in Stille sein muss, sondern sie studiert und zwar an der DePaul University, einer katholischen Uni. Und an dieser Uni ist es auch so, dass da manche ihrer Mitschwestern den Unterricht machen. Also die sind alle da sehr gebildet.

Das ist nicht richtig toll. Und ein bisschen geht es auch in eine ähnliche Richtung wie die Geschichte vor zwei Wochen, die wir hier erzählt haben von Caroline Herschel. Weil sie war ja auch nicht verheiratet, hatte keine Kinder. Ja, sie musste einen Haushalt führen. Also diese Verpflichtung, die quasi den Frauen da traditionell zugeschrieben wurde, gab es schon.

Aber deswegen, weil sie eben so frei war, konnte sie sich auch so stark weiterbilden. Und das soll jetzt hier kein Aufruf gegen die Ehe sein. Im Gegenteil, um Gottes Willen, heute sind wir da ja zum Glück sehr viel weiter. Aber früher war es eben dann häufig so, und die beiden Frauen, Mary und Caroline, die sind ja auch schon viele Jahre auseinandergeboren.

Aber trotzdem zog sich das ja so durch die ... Jahrhunderte, ist ja noch gar nicht so lange, dass das nicht mehr so ist, dass eben Frauen, sobald die verheiratet waren, Kinder bekommen haben, auch gar nicht mehr die Zeit hatten oder eben die Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Und deswegen war es eben häufig dann auch einfach dieser Weg ins Kloster, der einem dann diese Welt erst erschlossen hat. Das finde ich irgendwie ganz interessant.

Und Mary stoppt aber auch nicht bei einem Abschluss, bei dem wird es nicht bleiben. Sie macht noch einen Master in Mathe und Physik und beginnt dann, Anfang der 60er-Jahre, sich mit Computern zu beschäftigen. Nicht nur so ein bisschen als Hobby, sondern Computer werden ihre richtig große Leidenschaft.

Und irgendwie ist es in meinem Kopf immer noch so, das so zusammenzubringen. So eine Frau, die ins Kloster eingetreten ist und da quasi so in Enthaltsamkeit mit Gott lebt und dann aber halt irgendwie so eine große Leidenschaft für Computer entwickelt. Das finde ich irgendwie stark wieder, diese Welt.

Und sie beginnt dann nach dem Master als erste Frau am Computer Science Center des Dartmouth College zu arbeiten. Das ist damals ein reines Männerinstitut, aber sie machen eine Ausnahme für sie, weil ihre Begabung wohl auch auffällig zu sein scheint. Und an diesem College sind gerade zwei Männer dabei, eine neue Programmiersprache zu entwickeln.

Die Männer sind John Kameny und Thomas Kurz und ihre Programmiersprache heißt Basic und da ist sie natürlich sehr, sehr interessiert dran. Ja, das ist jetzt eine sehr spannende Zeit. Programmiersprache vielleicht ganz kurz. Also das ist eben die Sprache, die Computer benutzen und mit der du dann Software entwickeln kannst, also mit der du Code schreibst und so.

Also die Sprache brauchst du, um überhaupt mit Computern zu arbeiten und die weiterzuentwickeln. Deswegen ist es so total essentiell, dass man eine Programmiersprache hat, die... Auch einfach genug ist, dass damit alle arbeiten können. Und diese Sprache Basic, die bedeutet, also übersetzt stehen diese Buchstaben für Beginners All-Purpose Symbolic Instruction Code.

Und das soll eben eine Sprache sein, die besonders einfach ist und die dann auch für die Elektrotechnikstudies an diesem College als Einstieg dienen, damit sie überhaupt anfangen können zu programmieren. Also finde ich sehr sympathisch, dass sie da auch sagen, ja, wir wollen auch, dass die Elektrotechniker hier hinterher kommen.

Wir machen da jetzt mal eine etwas einfachere Basic-Sprache für die. Denn bis jetzt konnten eigentlich nur ausgebildete Software-Programmierer irgendwas, ja, überhaupt so entwickeln. Also wenn wir jetzt entwickeln, sagen, meinen wir Softwaren schreiben und das ändert sich eben, als es diese Sprache Basic gibt.

Damit ist es jetzt viel einfacher, ja selber was zu entwickeln. Deswegen ist diese Programmiersprache so eine große Revolution, weil sie viel mehr Menschen ermöglicht, dass sie mitschreiben können am Thema Software und da Teil von sein können. Ja, und davon ist Mary total begeistert. Sie beginnt davon zu träumen, wie schön eine Welt wäre, in der Computer Menschen schlauer machen und lernen, selbstständig zu denken.

Also die Computer sollen selbstständig denken. Für manche auch eine gruselige Vorstellung, sie finde ich erst mal toll. Habt das auch direkt gedacht? Ja. Und sie sieht in der Bildung durch Computer ein riesiges Potenzial, also dass Menschen sich eben mit Computern weiterbilden können, weil die Computer eben Informationen weitergeben können.

Und sie verliebt sich jetzt so sehr in dieses Informatikfeld, dass sie einen PhD-Abschluss, also einen Doktortitel in Computer Science macht. Also wirklich krass, dass sie da nochmal so die volle Wissenschaftlerinnen-Karriere durchläuft. Und sie ist damit die erste Frau in den USA, die promovierte Informatikerin ist. Also sie ist da wirklich, sie sieht da quasi so ein bisschen die...

Den heiligen Gral vor sich, den sie irgendwie jetzt erforschen will, mit dem es eben Menschen möglich ist, dass ja auch Lernen und Wissensvermittlung auch gerechter wird. Ja, und also sie ist die erste Frau in den USA, die promovierte Informatikerin ist und sie gehört zu den ersten zwei Menschen überhaupt, die einen Doktor in Informatik bekommen.

Und das ja alles noch zu einer Zeit, in der Frauen an technischen Forschungsprogrammen eigentlich gar nicht beteiligt sind. Also Mary, zum Beispiel bei ihr ist das jetzt auch so, sie ist daran beteiligt, diese Programmiersprache Basic weiterzuentwickeln, entwickelt vor allem auch Schulungsmaterial dafür, damit dann anderen diese Sprache lernen können.

Sie unterrichtet das auch selbst, auch für viele Erwachsene. Aber so richtig bekannt wird sie damit eigentlich nicht. Also diese zwei Männer in ihrem Forschungsteam, das sind die, von denen später berichtet wird. Sie geht da wieder leider so ein bisschen unter. Kennt ja auch schon hier solche Geschichten.

Aber ich glaube, für sie ist das in dem Moment nicht so ein Riesenthema, weil sie ja trotzdem weiter forschen kann. Und für sie ist jetzt der nächste logische Schritt, dass sie selbst einen Lehrstuhl für Informatik eröffnet und zwar am Clark College in Iowa. Und da kann sie es jetzt auch so machen, wie sie es sich selber wünscht.

Sie kann nämlich auch andere Frauen für dieses Fach Informatik ermutigen und organisiert da zum Beispiel Computerkurse für berufstätige Mütter. Und an diesen Kursen ist besonders, sie dürfen ihre Kinder mitnehmen in den Unterricht Und so kann Mary eben gewährleisten, dass diese Frauen auch als Mütter mit ihren Kindern arbeiten, Informatik lernen können. Gefühlt sind wirklich diese beiden Fächer, ja so dieses religiöse oder dieses Leben, was so sehr stark von der Religion bestimmt ist und dann eben diese Welt der Computer und Informatik und Programmiersprachen so weit auseinander.

Deswegen bin ich die ganze Zeit so irgendwie, ich finde das so faszinierend, dass sie sich ausgerechnet dieses Feld ausgesucht hat. Also weil Hildegard von Bing gut, natürlich sehr, sehr viel länger. Hat sehr viel früher gelebt, aber die hat sich irgendwie gefühlt sowas ausgesucht, was noch so mehr Bezug zur Schöpfung hatte.

Das stimmt, ja, genau, stimmt. Während Mary ja irgendwie so auf was gegangen ist, was ja jetzt quasi von Menschen erschaffen wurde und nicht ursprünglich da war. Und deswegen finde ich das irgendwie so interessant, dass ausgerechnet das ihr so eine Faszination gibt. Aber natürlich, klar, wieso sollte sie nicht irgendwelche eigenen Interessen da nochmal entwickeln?

Und für sie ist es ja vor allem auch eine gesellschaftliche Mission. Also sie möchte eben den Zugang zu Computern für alle ermöglichen, eben vor allem auch für Frauen, für Kinder, für benachteiligte Gruppen. Und damit will sie eben das erschaffen oder will sie schaffen, dass Technologie ein Werkzeug für alle wird, also zur geistigen Entfaltung und für soziale Teilhabe.

Das ist wirklich so ihre Vision und ein bisschen kriege ich da Gänsehaut, weil ich mir denke, boah, irgendwie soziale Teilhabe und soziale Netzwerke sind alles andere als sozial mittlerweile. Es ist so traurig, dass ihre Vision da eigentlich in die andere Richtung abgedriftet ist. Auch nicht überall, aber schon vielfach, finde ich.

Ja, aber sie legt da eben sehr christliche Werte in ihre Vision, in ihre Mission, könnte man sagen. Und Religion und Wissenschaft passen für sie eben auch perfekt zusammen, weil bei ihr bündelt sich dieses Aneinandergreifen von Religion und Wissenschaft in einem Wort und das lautet Ethik. Das ist so ein bisschen ihre Begründung. Ja, das ist halt natürlich auch die schwierigste Knackpunktstelle an diesem Thema.

Denn sie appelliert da in Vorträgen und Veröffentlichungen immer sehr stark für, dass man Technik ethisch reflektieren sollte, damit sie auch wirklich im Sinne von allen, im Sinne des Gemeinwohls genutzt wird, diese Technik. Heute wissen wir, das ist ein bisschen das Problem. Ja. Aber bei Mary ist es so, sie sieht Computer nicht nur als Rechenmaschinen, sondern für sie sind das Instrumente des Denkens.

Und deswegen möchte sie, dass die für alle zugänglich werden, damit wir einfach mit diesen Hilfsmitteln noch besser denken können. Und dass das Denken irgendwie und das Wachsen durch Denken so fair verteilt wird. Das ist ihre Wunschvorstellung. Ja, ja. Ja, und sie ist damit eine der ersten Personen, die erkennt, welche wichtige Rolle auch Computer spielen werden.

Also, dass das keine Eintagsfliege ist, die dann bald wieder vorbei ist. Aber sie schaut eben immer positiv auf die Zukunft von Computern, eben als Mittel für Bildung und so weiter. Und deshalb gibt es an ihrem Lehrstuhl auch den Master Computer Applications in Education. Also eigentlich das, was jetzt gerade irgendwie teilweise besprochen wird.

Also dass man irgendwie mit Tablets in der Schule lernt und Computer zur Verfügung gibt. Also dass man, genau, dass man halt durch Computer lernen kann und eben das alles noch bevor es zum Beispiel auch die erste Suchmaschine gibt. Also sie erkennt da schon viel, was dann später noch kommen wird. Und Mary hat auch über AI, also künstliche Intelligenz, gesprochen.

Sie hat zum Beispiel einmal gesagt, for the first time we can now mechanically simulate the cognitive process. We can make studies in artificial intelligence. Und das sagt sie, die Frau, die 1913 geboren wurde. Das muss man sich wirklich mal überlegen. Und ja, also sie sagt quasi da auch schon ein bisschen voraus, dass eben Computer irgendwann ihr selbst denken können. und selbst kognitive Prozesse ablaufen lassen können. Simulieren zumindest, ja.

Und eben denkt, dass Menschen damit vor allem lernen können und sie beim Lernen unterstützen können. Also finde ich total Wahnsinn, dass diese Frau das schon erkannt hat, wo ich das irgendwie vor einem Jahr oder so oder ich glaube viele auf dieser Welt noch für unmöglich gehalten habe. Und jetzt ist AI ja wirklich ...

Alltag. Und an dieser Stelle noch ein kleiner Podcast-Tipp, falls euch das Thema, künstliche Intelligenz interessiert. Allerdings ein bisschen auch mit einer unheimlichen Note dieser Podcast. Und zwar ist das die Open AI Story vom Deutschlandfunk. Ein wahnsinnig guter Podcast. Hört da gerne mal rein.

Da geht es um Open AI und die Entwicklung von diesem Tool, was mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Und das eigentlich die Macher auch selber gar nicht so genau wissen, was sie da gerade erfunden haben und wie das funktioniert und so. Also ganz spannender Podcast, kann ich sehr als Nachklapp zu dieser Folge hier empfehlen. Ja, und das muss man vielleicht auch nochmal betonen, Mary hat von diesen Entwicklungen ja gar nichts mitbekommen.

Natürlich. Also alle ihre Gedanken sind noch so hauptsächlich in ihrem Kopf und haben damals noch nicht so viel mit der Realität zu tun. Also ich weiß nicht, wie sie zum Beispiel das jetzt auch alles beobachtet hätte, würde Das würde mich sehr interessieren. Weil es ja eigentlich auch wieder genau das Gegenteil von ihrer Mission jetzt bedeutet.

Also dass Leute, die Zugang zu künstlicher Intelligenz haben, also sprich mehr Geld in die Hand nehmen können, um künstliche Intelligenz zu nutzen, besser lernen können als die, die das Geld eben nicht haben. Also es macht eigentlich wieder ein Ungleichgewicht. Und sie war ja eigentlich daran interessiert, dass alle Menschen damit besser lernen können und dass das Gleiche verteilt ist.

Naja, wer weiß, wie sich das noch entwickelt. Ja, genau. Und immerhin, also klar, wir können es alle auf dem Handy haben. Das stimmt, ja. Aber das ist ja nur der Testballon sozusagen von vielen weiteren künstlichen Intelligenzen. Es wird noch spannend bleiben. Es gibt auf jeden Fall heute einige Labore und Stipendien und Schulen, die Marys Namen haben.

Und die Programmiersprache BASIC, die hat sich auch noch mal wesentlich weiterentwickelt. Mitte der 80er, da mussten fast alle, die einen Computer hatten, ein bisschen BASIC kennen, weil wenn man den Computer eingeschaltet hat, dann, Hat eigentlich direkt schon dieses Programm gestartet und auch das erste Betriebssystem von Microsoft, das hatte ein Basic Interpreter.

Heute wird die Sprache auch noch eingesetzt, vor allem um Leute so ans Programmieren heranzufühlen, also wirklich so ein bisschen Menschen, die später mal Software entwickeln wollen, die, lernen Basic kennen, um so reinzukommen, vielleicht oder auch im Informatikunterricht. Vielleicht habt ihr es ja auch irgendwo schon mal damit geübt.

Falls das so war, erzählt uns gerne davon und wie ihr die Sprache so fandet, ob sie so einfach war, wie Mary gesagt hat. Das wäre auf jeden Fall ganz in ihrem Sinne, dass das jetzt immer noch so für Lernzwecke genutzt wird. Sie hat sich eben auch als Pädagogin mit sozialer Mission gesehen und nicht nur als Wissenschaftlerin. Sie war eine Programmierpädagogin.

Vielleicht können wir es so zusammenfassen. Ja, sehr gut. Leider taucht sie nicht in so vielen Büchern auf, wenn es um diese Programmiersprache Basic vor allem geht, aber wir haben euch das jetzt hier nochmal in Erinnerung gerufen und es gibt aber, finde ich, sehr coole Fotos von ihr. Also ich finde, die sehen einfach cool aus, weil sie darauf natürlich immer ihr Ordensgewand anhat und dann steht sie neben so riesigen Rechenmaschinen.

Weil diese alten Computer sind ja auch noch so, die stehen aus tausend Knöpfen und so. Und das sind schon coole Fotos. Voll, auf jeden Fall. Man denkt so, wenn man das Foto sieht, ohne einen Zusammenhang zu haben, würde man denken, der hat irgendwie... Die hat irgendwie einen Ausflug gemacht, um sich das mal anzugucken, aber nicht, dass sie da quasi selbst mitgewirkt hat. Also einfach, weil man das im Kopf nicht so ganz zusammenbringt.

Und wie kommen Sie hier hin? Ja, ich bin promovierte Informatikerin. Das ist schon cool. Okay, ja, toll. Sie hat auf jeden Fall mit sehr vielen Vorteilen, die anscheinend auch wir im Kopf haben, gebrochen. Ja, richtig interessante Geschichte, toll, was sie sich da aufgebaut hat, neben dem, was sie als Ordensfrau ja gemacht hat.

Auf jeden Fall inspirierend für jeden und jede von uns. Ihr könnt uns ja gerne mal schreiben, wenn euch noch ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin einfällt, der oder die euch geprägt hat. Wir sammeln hier gerne Vorschläge für weitere Folgen. Oder einfach so eingeprägt. Also so, die auch irgendwie auffällig waren für euch, die euch so im Kopf geblieben sind. Können ja auch besonders unsympathisch gewesen sein in eurer Erinnerung.

Okay, das wird eine schöne Folge. Aber ja, warum nicht? Hatten wir ja auch schon hier Leute, die wir nicht so sympathisch fanden. Wir werden unsere Emotionen hier teilen. Und wenn ihr ansonsten noch Emotionen mit uns teilen wollt, dann könnt ihr auf jeden Fall in den Links in unseren Shownotes immer sehen, wie ihr uns erreicht.

Und falls ihr jetzt in der Zwischenzeit noch was hören möchtet, wie man eigentlich Wissenschaftsjournalistin wird, das habe ich kürzlich in einem Podcast der Jungen Presse erzählt. Vielleicht habt ihr Lust, dir da auch mal reinzuhören. Wie heißt der? Junge Presse. Der Podcast, glaube ich. Einfach Junge Presse, der Podcast. Okay. Verlinke ich mir.

Schön. Habt ihr auf jeden Fall viel, um die Zeit zu überbrücken, bis wir in zwei Wochen wieder für euch da sind. Bis dahin, macht's euch schön und tschüss. Tschüss.

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