Beruhigt euch - der Podcast für Eltern· Staffel 1· Folge 10

#010 Warum Kinder dauernd Aufmerksamkeit suchen – und was wirklich dahintersteckt

Dienstag, 30. September 2025 · 30 min

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Shownotes

Kinder wollen ständig Aufmerksamkeit: mal laut, mal leise, mal durch Nörgeln, mal durchs Trödeln. Für Eltern fühlt sich das schnell anstrengend an. Doch hinter der Aufmerksamkeitssuche steckt mehr als bloß das "auf die Nerven gehen".
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Kinder Aufmerksamkeit brauchen, wie sich das bei ADHS verstärkt zeigt, und warum sogar passives Verhalten wie Trödeln oder Vergessen oft ein Ruf nach Beziehung ist. Du erfährst, wie du gelassen bleibst, klare Grenzen setzt und deinem Kind trotzdem das gibst, wonach es wirklich sucht: Nähe und Wertschätzung.

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Kaum setzt du dich hin, ist dein Kind auch schon da. Mama, guck mal. Papa, kannst du mal kommen, ich will dir was zeigen und nicht nur bei Kindern mit ADAS fühlt es sich manchmal so an, als wenn sie nie genug. Bekommen könnten. Aufmerksamkeit ohne Ende und du fragst dich, was steckt wirklich dahinter?

Willkommen bei beruhigt euch dem Podcast für. Eltern, die nicht perfekt, aber gut genug sein wollen. Wir sind Marie und Thorsten. Coach, Elternberater und selbst. Eltern von 4 Kindern mit und ohne Adas und Leben in einer Patchwork Familie. Heute sprechen wir über das Thema, warum Kinder dauernd Aufmerksamkeit suchen und was wirklich dahinter steckt. Wollen die Kinder uns zu Tode nerven oder wollen sie damit etwas anderes erreichen?

Marie? Sie wollen damit etwas anderes erreichen. Was könnte das sein? Na ja, zum einen gesehen werden natürlich ne wie das Wort Aufmerksamkeit ja im Grunde schon vermittelt, zum anderen wollen sie aber auch einen sinnvollen Beitrag leisten zu der Familie oder der Gemeinschaft. Ja, es gibt ja auch Kinder, die nicht in ihrer Ursprungsfamilie Leben, zu der Gemeinschaft, in der sie leben, sie wollen einen sinnvollen Beitrag leisten. Und Sie wollen darin gesehen werden. Wie erlebst du das denn?

Bei unseren Kindern leisten die einen sinnvollen Beitrag, wenn sie uns Mama und Papa nein. Aber genau das ist ja das, was kommt, wenn man ihnen eben nicht oft genug die Gelegenheit dazu gibt. Also im Grunde muss man ja erst mal hinterfragen, wie entsteht das überhaupt und vielleicht sollte man auch noch mal einen Schritt zurückgehen und.

Darüber sprechen, was die Suche nach Aufmerksamkeit überhaupt. Alles ist, weil es. Ist nicht nur das klassische Mama und Papa. Wie wir es immer. Liebevoll nennen, sondern es ist ja zum Beispiel auch kann ein Trödeln sein. Also wenn dein Kind sich morgens nicht anzieht und da in seinem Zimmer sitzt.

Und alles andere tut. Außer sich anzuziehen kann auch das die Suche nach Aufmerksamkeit sein, die Suche nach Aufmerksamkeit ist nicht immer laut und auch nicht immer aktiv. Indem die Kinder halt auf dich zugehen oder dich unterbrechen bei dem, was du gerade tust, sondern sie kann eben auch. Sehr passiv.

Sein, indem Kinder eben zum Beispiel erwarten, dass du ihnen. Irgendwas bringst Ihnen das. Brötchen schmierst, das Frühstück Hinstellst oder eben auch einfach trödeln beim Anziehen sich nicht fertig machen, Sachen vergessen, ihre Hausaufgaben nicht machen oder was weiß ich weil. Jetzt fragst du dich.

Wie ist das? Die Suche nach Aufmerksamkeit, wenn. Das Kind da gar nicht auf mich zugeht. Aber viele Eltern kennen das ja. Gerade so dieses Beispiel. Morgens trödeln, nicht anziehen und so weiter was machen denn die meisten Eltern in so einem Fall, wenn das Kind sich nicht anzieht und trödelt? Ja, meckern, das antreiben, genau zur Ordnung gerufen.

Sie gehen auf das Kind zu und schenken ihm Aufmerksamkeit. Vielleicht. Nicht unbedingt auf Positive. Art und Weise, indem sie sagen, wie schön, dass du da sitzt in deinem Zimmer und dich noch nicht angezogen hast. Sondern indem sie eben auf das Kind zugehen und sagen, jetzt komm schon los. Wir müssen in 5 Minuten.

Los, du bist. Ja, immer noch nicht angezogen, aber es ist ja ne aktive Suche der Eltern nach Kontakt mit dem Kind in dem Augenblick. Sie gehen ja auf das Kind zu und sprechen das Kind an, das heißt, das Kind bekommt von den Eltern aktiv Aufmerksamkeit dadurch, dass es passiv sich verhält und zum Beispiel trödelt, und auch das ist die Suche nach Aufmerksamkeit, das ist vielen Eltern gar nicht bewusst.

Dass auch das Suche nach Aufmerksamkeit ist. Und ja in dem Sinne auch Fehlverhalten. Ist Jesper Joule hat ja auch mal gesagt, Kinder kämpfen nicht gegen uns, sondern um Beziehung. Genau und. Das kann ja auf ganz unterschiedliche Art und Weise passieren. Und wenn ich weiß, dass ich dann am meisten gesehen werde, wenn ich eben gar nichts mache.

Dann werde ich wahrscheinlich. In Zukunft gar nichts machen. Und wenn es funktioniert, dass ich meine Eltern, Mama und Papa und sie reagieren. Dann werde ich wahrscheinlich dieses Verhalten verstärken. Das Ding ist, dass. Kinder. Planen das ja nicht. Bewusst. Die setzen. Sich ja nicht eines Tages hin und sagen so.

Jetzt Schmiede. Ich mir mal in Gedanken einen Plan und male mir eine. Skizze auf wie? Ich am meisten Aufmerksamkeit aus meinen Eltern rausquetsche, sondern die lernen ja, haben wir ja schon in vorherigen Folgen auch besprochen, indem sie eben merken, etwas funktioniert so und. Wenn wir Ihnen. Jetzt zum Beispiel sehr viel Abnehmen im Alltag.

Kann das auch dazu? Führen, dass Kinder verstärkt Aufmerksamkeit suchen, weil. Sie wollen sich ja beteiligen. Das heißt, selbst unsere besten Intentionen und vielleicht auch unsere Fürsorge kann dazu führen, dass Kinder sich nicht. Genug gesehen? Gewertschätzt fühlen, weil es ist für Kinder wichtig, das Gefühl zu haben, sie können.

Einen sinnvollen. Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Warum ist das? Wichtig, weil sie dann für die Familie. Oder eben die Gemeinschaft, in der sie leben. Von Wert sind. Sie empfinden sich dann also selber als von Wert. Wenn Sie das eben nicht. Von außen so gespiegelt kriegen, also, sprich Eltern gehen nicht.

Proaktiv. Auf ihre Kinder zu, um Ihnen Aufmerksamkeit auch unabhängig von den Situationen, wo sie es verlangen, zu schenken, oder? Sie haben eben auch. Durch das, was die. Eltern ihnen alles abnehmen. Zu wenig. Gelegenheit, auch wertvoll zu. Sein für die Familie und die Menschen, mit denen sie zusammenleben. Dann suchen sie sich eben unterbewusst Alternativen, um das zu kompensieren, also um dieses. Gefühl.

Wertvoll für jemanden. Zu sein. Oder auch. Gesehen zu werden. Weil das sichert ja für ein Kind im Grunde das Überleben. Ja, suchen Sie sich. Eben Alternativen. Um das zu erlangen. Bedeutet das, wenn unsere Kinder verstärkt diese Aufmerksamkeit suchen, entweder durch zum Beispiel trödeln, oder dass Mama und Papa das eigentlich an anderer Stelle was fehlt? Ja, zum einen das und zum anderen. Haben sie einfach gelernt, dass das gut funktioniert? Also man kann ja jetzt nicht pauschal sagen, dass. Dass Kinder.

Die so ein Verhalten. Zeigen. Viel zu wenig gesehen. Werden und viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Ja, aber vielleicht bekommen sie zu wenig Chance. Zum einen einen sinnvollen. Beitrag zu leisten. Und zum anderen, Vielleicht hat sich dieses. Verhalten ja auch. Durchgesetzt also sprich. Wenn du das.

Gefühl hast, dass. Dein Kind dich jetzt von früh. Bis spät. Pappert. Ne und? Eigentlich ständig in Kontakt mit dir sein will, heißt es ja nicht, dass. Es insgesamt gerade. Viel zu wenig. Kontakt mit dir hat, sondern dass es eben gelernt hat in den vergangenen Jahren, dass es diesen Kontakt mit dir am besten. Kriegt, wenn es sich genauso verhält. Und das sind dann.

Einfach Routinen, dass es. Gelernt. Gelerntes Verhalten. Und genauso wie du es. Wie das gelernt wurde? Kann man es eben auch umlernen. Das ist eine gute Idee. Nun ist es bei Kindern mit ADAS ja so, dass das Bedürfnis nach sofortiger Bestätigung noch stärker ausgeprägt ist und das Gehirn permanent auf der Suche nach Reizen ist. Das heißt, deshalb kommt es da verstärkt vor, Gemappert und Gepappert zu werden.

Nun ist ja aber eine typische Reaktion vieler Eltern. Entweder sich drüber aufzuregen, also genervt zu reagieren. Jetzt nicht habe ich jetzt keine Zeit oder es zu ignorieren. Was sind die Folgen davon, hilft das? Also wenn du ständig genervt. Bist, dann kannst du ja daraus schon mal was Wichtiges lernen und.

Zwar, dass es sich an der Stelle wirklich um konstantes Fehlverhalten handelt, weil. Das eigene genervt. Und gestresst sein über. Das, was das Kind. Von einem will ist eigentlich schon ein Indikator dafür. Dass sein Kind stark Aufmerksamkeit sucht, das heißt, dein eigenes Gefühl kannst du da schon mal mitnehmen als etwas sehr. Berechtigtes, wofür du dich selber als Mutter oder Vater auch nicht schlecht.

Fühlen musst, sondern es ist ja, man sollte es nicht als. Schlecht sehen, jeder Mensch. Ist irgendwann. Genervt und man sollte sich das auch nicht vorwerfen. Also ich glaube, viele Mütter und Väter denken, dann bin ich jetzt. Eine schlechte Mutter, ein schlechter. Vater, weil ich genervt. Bin von meinem eigenen. Kind so.

Nein, sind sie definitiv. Nicht aber sie. Sollten dieses Signal eben auch nicht übersehen. Das ist wieso eine Art Warnsignal, was ja seine Berechtigung hat, das ist da um dir zu. Sagen, da läuft. Gerade was? Schief und nicht du hast alles falsch. Gemacht, und das muss man. Eben auseinanderhalten.

Also man. Darf dieses Gefühl gerne ernst nehmen, auch um ja. Eben auch zu verstehen. Da ist etwas, was sich in der. Beziehung mit meinem Kind. Vielleicht ändern sollte, aber ohne sich selber dafür schuldig zu fühlen. Denn wenn wir permanent wirklich unterbrochen. Werden in dem, was wir tun, dann ist jeder irgendwann mal genervt und.

Das also sind ganz normale menschliche Gefühle. Die darf man sich selber auch nicht schlechtreden oder sich selbst gegenüber schlechtreden, ja. Also wenn du genervt. Reagierst. Dann kannst du daraus mitnehmen. Es ist ne Suche nach Aufmerksamkeit und. Wie kannst du daran arbeiten? Ist ja jetzt sicher die Frage, ne, ich hab ja gerade gesagt das ist n Indikator, dass. Man da mal nachdenken.

Sollte drüber, woher kommt das? Was will mir das sagen? So und. Wie kann man daran arbeiten? Und es klingt. Jetzt in der Theorie ganz einfach. In der Praxis ist es dann wesentlich vielschichtiger. Man darf dieses Verhalten eben einfach nicht mehr. Belohnen, so, das heißt. Wenn man jetzt. Aktiv genervt wird.

Wir haben ja gerade. Von dem Fall Kinder mit ADHS auch gesprochen, die da. Schwierigkeiten haben sich zu. Regulieren, dann ist es eben wichtig, dass man genau auf dieses Verhalten nicht mehr eingeht. So, wir kennen das ja. Aus unserer eigenen Familie. Das schaffen das die Kinder auch gut und gerne einen in Diskussionen zu verwickeln. Ja, und in endlosen Schleifen von Diskussionen. Eigentlich auch festzuhalten.

Wo man, wenn man ganz genau hinguckt, auch merkt, es geht eigentlich gar nicht um die Sache, die um die da. Diskutiert wird. Sondern. Es geht darum, dich in dieser Dauerschleife von Diskussion zu halten, weil. Das ja genau das Ziel. Ist es geht also. Gar nicht darum irgendwie Situationen XYZ. Oder?

Punkt XYZ. Mit dir zu diskutieren, was du dann als Vater natürlich. Denkst in der Sekunde oder als Mutter, dass es dem Kind. Wirklich um die Sache. Geht und. Die es gerade diskutiert, aber. Eigentlich geht es darum, dich in der Dauerschleife der. Diskussion zu halten. Denn. Solange du da drin steckst, beschäftigst du dich mit dem Kind. Das heißt das Ziel.

Deine Aufmerksamkeit zu kriegen. Ist allein durch das. Fortsetzen der Diskussion schon. Erfüllt. So und wenn. Du das einmal weißt. Dann fällt es dir auch viel leichter darauf. Dann gar nicht mehr. Einzugehen, worüber diskutiert wird so, sondern einfach. So was zu sagen wie, wir können gerne. Darüber sprechen aber nicht.

Jetzt. Ich werde das Gespräch. Darüber jetzt beenden und wir reden dann. In einer Stunde weiter. Wenn ich meine Sachen erledigt, hab ich Zeit hab oder was weiß ich und dich dann. Eben auch konsequent. Daran halten. Also wirklich, sofern es möglich ist, dann alles. Was vom Kind weiterkommt, wirklich auch zu.

Ignorieren, denn Kinder können auch nur lernen, die Grenzen von dir wahrzunehmen, wenn du sie. Selber auch setzt. Ne, also du kannst ja nicht von einem Kind was wesentlich kleiner und unerfahrener und. Jünger ist. Als du. Erwarten, dass es deine eigenen Grenzen wahrnimmt, wenn du sie auch nicht klar ziehst.

Gerade bei Kindern mit. Adhs haben Sie ja. Sowieso schon eine größere. Herausforderung. Das heißt, da musst du. Im Grunde auch noch. Deutlicher sein beziehungsweise noch beständiger. Das ist wichtig, dass du das eben auch ganz konsequent dann umsetzt, wenn du sagst, eine Stunde dann meinst. Du auch eine Stunde. Und zum Thema.

Ignorieren, um auf deine. Frage da noch mal einzugehen. Natürlich. Sollten wir unsere Kinder grundsätzlich nicht einfach so. Ignorieren. Aber wenn wir. Eben wie ich eben angesprochen habe, vorher diese Grenze ziehen, dann ist es auch unser Recht, hinterher das einzufordern. Also. Sprich ein Kind einfach.

Zu ignorieren, grundsätzlich ohne ihm irgendwie eine. Information darüber zu geben. Warum wir das tun, ist vielleicht nicht ideal so, aber wenn du deinem Kind eben sagst, ich werde das jetzt zu Ende machen, ich komme in einer Stunde auf dich zu und das Kind macht dann weiter, dann kannst du natürlich auch einfach mal das so unkommentiert lassen.

Ja, weil in dem Fall würde ja jede weitere Aufmerksamkeit, die du. Dem dann eben schenkst, weil du. Noch mal in die. Diskussion gehst jetzt lass mich doch, es dauert. Doch nur eine Stunde. Ich will das eben fertig machen, Baba ne und umso mehr. Du dich da. Noch Rechtfertigst und erklärst und immer wieder in die. Erklärung gehst, ist es auch immer wieder ein Schenken. Von Aufmerksamkeit.

So, das heißt idealerweise. Belohnst du dieses Verhalten nicht, indem du Aufmerksamkeit schenkst, sondern ziehst deine Grenze und handelst dann eben genau danach. Es macht dich. Ja, auch als. Eltern sehr verlässlich. Wenn du einfach machst, was du sagst. Du kannst dir einen zeitlichen Rahmen vorgeben, kannst sagen, wann du wieder Zeit hast, wann du dich kümmern. Wirst kannst auch einen Timer stellen. Oder dem Kind die Zeit auf der Uhr. Zeigen, das hilft.

Denen auch oft. Dann zu wissen okay bis dahin, dann fühlt es. Sich nicht so. Endlos an und. Sie wissen. Eben auch, was als nächstes kommt, macht das. Berechenbar macht das für Kinder auch leichter in dem. Fall. Aber du kannst eben auch deine. Grenze wahren. Und dann? Wäre es natürlich sinnvoll, wenn du die Kinder dann im Anschluss auch proaktiv. Mit Einbindest, sodass sie.

Eben auch lernen. Ich bekomme Aufmerksamkeit auch so, auch wenn. Ich sie nicht aktiv einforder. Und das muss immer. Gar nicht unbedingt das jetzt. Eine Stunde spielen. Mit Ihnen sein das. Reicht auch, wenn du ihnen hinterher dann sagst, komm. Ich koch jetzt das Abendessen. Hast du Lust, mir zu helfen?

Ich könnte wirklich deine Hilfe gebrauchen. Es wär wirklich eine Erleichterung für mich, wenn du schon mal den. Tisch deckst so und so kannst du diese. Energie. Eben auch in Positive. Bahnen lenken, dass man was Schönes zusammen macht und dass es eben nicht nur Aufmerksamkeit gibt für Situationen, die vielleicht für andere unangenehm sind, ne oder für dich? Selber auch.

Weil du ständig unterbrochen wirst. Zusammengefasst verstärkt Ablehnung. Also wenn ich jetzt. Genervt reagiere und sage jetzt nicht, eigentlich eher das Gefühl von Unsicherheit und ignorieren löst das Problem ja auf Dauer nicht, sondern verstärkt es teilweise sogar. Ja, da hast du. Gerade einen sehr guten. Weiteren Punkt angesprochen.

Das Thema genervt sein. Also viele Eltern sind ja dann genervt, gestresst. Und schaffe es verständlicherweise dann auch nicht immer, das vor dem Kind nicht durchblicken zu. Lassen. Aber was macht? Das denn mit dem Kind? Wenn es Eltern vor sich hat, die dann halt. Sagen. Warum musst du immer und kannst du mich jetzt nicht einmal das in Ruhe zu Ende machen lassen oder ne in so einem Ton dann eben mit ihrem Kind sprechen?

Natürlich das Kind auf der einen Seite hat sein Ziel erreicht und kriegt deine Aufmerksamkeit. So es bekommt sie aber. Auf ne negative Art und Weise, was er unbedingt nicht unbedingt dazu führt, dass es sich angenommen fühlt oder besonders gewertschätzt oder geliebt fühlt. So, das heißt, man ahnt jetzt schon.

Das ist ja sowieso ne Art Spirale. Ja so n Kreislauf wo 1 das andere bedingt. Ja was mache ich denn wenn ich mich nicht richtig angenommen oder gewertschätzt fühle, dann suche ich wiederum die Bestätigung, dass ich hier doch sicher bin, indem ich vielleicht noch weiteres Fehlverhalten zeige. Ja, diese Suche nach Aufmerksamkeit noch verstärke, um eben für mich selber zu überprüfen, werde ich hier noch gesehen, bin ich hier noch Teil des ganzen und eben auf die Art und Weise versuche mich einzubringen.

Deswegen umso eher ich es schaffe, meine Grenzen klarzuziehen und vor allem das auch richtig einzuordnen, umso. Leichter fällt. Es mir ja dann auch eben nicht genervt zu reagieren, sondern meinem Kind das klar und freundlich zu sagen und dann eben ohne schlechtes Gewissen mich auch abzuwenden und zu machen, was ich vorhabe zu machen. Es ist sogar sehr wichtig, dass wir das tun, um unseren Kindern auch klare Grenzen zu vermitteln, wir wollen ja auch Kinder haben, die später selber Grenzen setzen. Und nicht ihre eigenen Grenzen permanent von anderen überschreiten lassen.

Dafür sollten. Wir für Sie. Natürlich auch Vorbilder sein, indem wir eben auch selber Grenzen setzen und unseren Kindern vorleben, wie funktioniert das überhaupt. Ja, meine eigenen Grenzen wahrzunehmen, die zu setzen und von anderen auch einzufordern, da sind wir die besten Beispiele, von denen sie lernen können, ja, und das Thema Beziehung ist da eben ganz wichtig, also umso mehr wir. Unsere Grenzen setzen, desto weniger reagieren wir. Genervt am Ende.

Und ich denke, für viele Eltern ist es auch schon eine Erleichterung. Also für mich persönlich war es eine riesen Erleichterung, als ich mich angefangen habe mit dem Thema. Zu beschäftigen. Zu. Wissen, ich kann jetzt auch mal guten Gewissens meine Sache einfach zu Ende machen, weil ich glaube, viele Eltern, die sich da schwer.

Tun, die fühlen. Sich auch unter Druck also die fühlen sich unter Druck gesetzt von ihrem eigenen schlechten Gewissen. Wenn ich mein Kind jetzt einfach ignoriere, dann fühlt es sich ausgeschlossen, ausgegrenzt, das Gefühl will ich meinem Kind ja nicht geben und. Und ja, vernachlässigen eigentlich ihre eigenen Grenzen und Gefühle, um bloß dem eigenen Nachwuchs kein emotionales Haar zu krümmen. Der Gedanke ehrt auf der einen Seite, aber zum einen bringen wir unseren Kindern damit bei, dass es OK ist, unsere. Grenzen permanent zu überschreiten. Zum anderen bringt uns das irgendwann an nen Punkt, wo wir wahrscheinlich selber überfordert sind. Und dann eben auch.

Mitunter mal ungehalten reagieren können. Was natürlich auch nicht positiv im Sinne ja einer positiven Beziehung ist. Ne und Vertrauen und Berechenbarkeit, dass unsere Kinder eben auch. Wissen ja, was. Wie verhält sich Mama und Papa? Auch wenn sie genervt sind, sind sie dann stabil, geben sie mir trotzdem Orientierung und dafür ist es sehr wichtig.

Da auch auf sich selber aufzupassen. Und. Die Führung zu übernehmen. Der Schlüssel ist also auf jeden Fall, immer ruhig zu bleiben. Und das, obwohl die Kinder ja oft in den unmöglichsten Situationen Mama und Papa, also wenn ich gerade telefoniere oder in einem Video call bin, also zur Situation, wo es überhaupt gar nicht reinpasst. Wie kann ich in diesen Situationen dann das schnellstmöglich auflösen, indem ich es anpöbel ja nicht. Nein.

Garantiert nicht. Nein, aber. Ich habe ja dann auch keine Zeit, mein Telefonat zu unterbrechen und meinem Kind jetzt minutenlang zu erklären, warum es jetzt nicht geht. Ja, würde. Ich auch nicht tun. Also da sind wir jetzt wieder. Beim Thema Situation sofort. Auflösen. Meistens treten diese. Situationen ja häufiger auf.

Du hast ja nicht. Immer wieder komplett neue Situationen, sondern so dieses Thema. Ich muss arbeiten, mein Kind funkt dazwischen, wenn ich am Telefon. Bin ist ja etwas. Was in der Regel häufiger vorkommt. Das ist schon so n bisschen und täglich grüßt das Murmeltier. Richtig so. Das heißt, dann ist es beim ersten Mal vielleicht so, ja, dass das Kind dazwischen funkt und danach haben wir ja die Möglichkeit, uns mit dem Kind hinzusetzen und das zu besprechen, dann kannst du deine Grenze klarmachen. Kannst ihm auch sagen, wie es sich verhalten kann, kannst ihm Alternativen anbieten, was es dann eben tun kann. In welchen Fällen, wenn es irgendwas braucht, das gibt ja vielleicht auch mal ganz

wichtige Situationen. Ja klar, wenn das Geschwisterkind gerade von der Leiter gestürzt ist oder so bewusstlos auf dem Boden liegt, dann sollte unser Kind natürlich schon zu uns kommen können, auch wenn wir gerade telefonieren. Solche Sachen müssen wir natürlich mit unseren Kindern besprechen, aber das machen wir am besten in Ruhe.

Und dann besprechen wir aber auch die Konsequenzen, was eben passiert. Nächstes Mal, wenn das nicht ernst genommen wird. Eltern können das natürlich auch vorbereiten zu sagen, ich habe jetzt ein Telefonat, das geht eine Stunde, hier ist der Timer so, danach machen wir das und das so, damit die Kinder davon jetzt eben nicht überrascht sind, dann ist das angekündigt und klar, und dann forderst du das eben auch ein und das. Würde ich auch, egal was da kommt, dann eben genauso machen. Also du widmest dich dann diesem Telefonat, wenn kein weiterer Notfall oder irgendwas eintritt ja und bleibst dann eben auch dabei.

Also der größte Fehler den Eltern da machen können ist sich selber nicht dann daran zu halten ne und dann doch immer wieder sich zu kümmern, drauf einzugehen, also sprich das Kind kommt rein und sagt Mama, kann ich jetzt Nudeln kochen? Papa kann ich jetzt, dies kann ich jetzt das und dann darauf einzugehen und zu antworten, damit brechen wir ja im Grunde schon das, was wir gesagt haben, also wichtig ist, dass wir uns dann selber zu 100% auch an das hält halten, was wir vorher angekündigt haben. So lernt unser Kind das dann auch ernst zu nehmen, vielleicht nicht beim allerersten Mal, aber mit der Zeit. Das ist ein guter Punkt.

Erstmal zu verstehen, dass Kinder sowas nicht mit, also uns nicht mit Absicht nerven wollen und nicht in den Wahnsinn treiben wollen, sondern sie kapieren es ja oftmals nicht, dass sie in eine Situation reinplatzen, die überhaupt nicht passend ist und Eltern zurecht nervt. Das muss man ja auch sagen mit den mit deiner, mit deinem Vorschlag, mit dem Timer habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, weil Kinder also. Kleinere Kinder haben da noch kein Zeitgefühl und wissen überhaupt gar nicht, was 10 Minuten sind. Ich könnte ihnen auch sagen 10 Sekunden, das wäre für die genauso hilfreich und mit dem Timer haben Sie dann ein Werkzeug an der Hand, wo sie auch selber sehen können, ja wie lange dauert es jetzt noch und

wenn er piept ist zu Ende und das erfordert aber natürlich, dass ich mit dem Kind vorher bespreche, bevor der Timer nicht gepiept hat, musst du gar nicht wieder reinkommen. Blöder natürlich blüht natürlich, wenn das Telefonat dann länger dauert als 10 Minuten. Ja, aber selbst dann sollte unser Kind das akzeptieren.

Ne, dann müssen wir es vielleicht noch mal mitteilen, dass es doch noch länger dauert, aber auch dann sollten wir uns nicht davon abhängig machen. Am Ende, also letzten Endes sag ich ja, wir wollen alle für unsere Kinder das Beste ja und wollen natürlich auch in so viel Liebe und Aufmerksamkeit. Wie möglich schenken und das ist auch genau gut und richtig so.

Wir sind aber genauso Mensch und haben auch das Recht unsere Sachen zu erledigen, unsere Sachen zu machen, unsere Freunde zu treffen, unseren Hobbys nachzugehen und was weiß ich und das Kind muss das eben auch akzeptieren. Wenn ich jetzt zu Hause solche Kinder habe, die permanent Aufmerksamkeit. Suchen was brauchen denn diese Kinder? Also wie schon erwähnt, ist das Allerwichtigste erstmal dieses Ziel nicht mehr zu bedienen.

Ich glaube, du hast vorhin gesagt, die Kinder machen das nicht bewusst oder nicht absichtlich. Ja ja, kann man so sagen, man darf aber nicht vergessen, dass es trotzdem zielgerichtet ist. Also natürlich sitzen sie wie gesagt nicht da und schmieden jetzt den großen Masterplan, aber es ist schon so, dass sie unterbewusst damit ein bestimmtes Ziel verfolgen. Sie machen das also nicht einfach so, sondern sie wollen damit schon was erreichen, auch wenn sie nicht bewusst darüber nachdenken.

Ja, so, das heißt, dieses Ziel darf erst mal nicht mehr bedient werden, so, und das machen wir eben, wie gesagt, indem wir da klare Grenzen setzen und darauf auch einfach nicht mehr eingehen oder eben auch unser eigenes Verhalten einstellen. Was das eben. Bedient. Also wir haben ja vorhin gesagt, das ist ja nicht immer nur aktiv, ne, dass die Kinder. Dann vielleicht anfangen zu nerven und zu Maman und zu papern, sondern dass sie ja auch das ja auf ne sehr passive Art und Weise auch machen können, indem sie zum Beispiel trödeln oder Sachen vergessen und so weiter so auch da bedienen wir ja das Ziel, wenn wir immer wieder auf sie zugehen und ihnen nachlaufen und hinterher rennen und so weiter so und in dem einen oder anderen Fall, egal ob

nun aktiv oder passiv, ist total wichtig, dieses Ziel einfach nicht mehr zu bedienen, sprich. Wenn ein Kind trödelt, lauf ihm nicht mehr deswegen nach. Lass es die Konsequenzen erleben, was eben passiert, wenn es trödelt, dass es eben nicht mehr losgehen kann oder zu spät zur Schule kommt oder zu spät zu seiner Reitstunde kommt oder was nicht.

Alles, was da eben jeweils ansteht. Aber natürlich nicht, ohne das vorher mit dem Kind zu besprechen. Ja, man sollte natürlich sagen. Nicht einfach ins Messer laufen. Lassen nicht einfach ins Messer laufen lassen? Nein, das sollte man sowieso nie. Also die Konsequenzen sollten ja immer vorher und. Angekündigt sein, aber man kann es zum Beispiel mit seinem Kind besprechen, indem man sagt, Pass auf, als du ein Baby warst. Ja, da musste ich ja ganz viel für dich machen, weil du es ja selber noch nicht alleine konntest. Jetzt habe ich blöderweise den Fehler gemacht und habe das bis heute nicht eingestellt und machte seitdem viele Sachen und nehme sie in meine Verantwortung, die eigentlich deine Verantwortung sind.

Das habe ich falsch gemacht, das möchte ich jetzt ändern und. Und deswegen machen. Wir es ab morgen. So also nimm ruhig die Verantwortung dafür auf dich, weil letzten Endes hast du als Mutter oder Vater ja nun wirklich den Punkt verpasst. Die Verantwortung an dein Kind abzugeben und da sollte man auch so fair sein und sagen, das ist jetzt nicht deine Schuld, dass du da dich nie drum gekümmert hast, weil wenn wir es unseren Kindern immer abgenommen haben bisher, dann weiß das Kind ja gar nicht, dass es dafür verantwortlich ist. Selber ne, weil wir die Verantwortung dafür an uns gerissen haben.

So deswegen ist es schon wichtig, da vorher einmal drüber zu sprechen. Und eben zu sagen. Mir ist der Punkt entgangen, wo ich es hätte an dich übergeben sollen. Das möchte ich jetzt nachholen, so ab heute bist du dafür verantwortlich und wenn du es eben nicht in Time machst, dann kommt Konsequenz XYZ kommt drauf an worüber wir jetzt reden ne wenn du nicht rechtzeitig fertig bist, wirst du eben den Bus verpassen oder?

Ne, wenn du nicht rechtzeitig weiß ich nicht zu deiner Reitstunde fertig bist, dann wirst du sie eben verpassen oder was weiß ich. Das ist ja jetzt situationsbezogen, gibt es ja da die verschiedensten Beispiele, was dann eben die natürliche oder logische Konsequenz sein könnte. So also das ist ganz wichtig, Verantwortung abgeben, das Ziel nicht mehr bedienen, aber dann eben auch auf der anderen Seite muss man ja überlegen, was möchte so ein Kind das möchte hab ich ja vorhin schon gesagt, beteiligt werden. Das heißt, wir sind natürlich auch in der Verantwortung, unserem Kind Alternativen zu bieten. Also sprich, wenn du dieses Fehlverhalten nicht mehr zeigst, jetzt was anderes, was ich dir

biete, was dir ja das Gefühl der Gemeinschaft auch gibt, ja, und das Gefühl, von Wert zu sein für diese Familie, also indem wir es beteiligen. Indem wir es um Hilfe. Bitten ihm einfach mal. Einfach mal so Aufmerksamkeit schenken in einer Sekunde, wo es die diese Aufmerksamkeit überhaupt nicht verlangt. Also zum Beispiel, wenn es da ruhig sitzt und es malt gerade ein Bild, dann könnten wir ja auf es zugehen und mit dem Kind über das Bild sprechen oder es einfach mal in den Arm nehmen oder sagen, ich hab dich lieb oder was weiß ich ne so, dass das Kind eben auch lernt, ich muss mich gar nicht ständig um Aufmerksamkeit bemühen, ich werde auch so gesehen. Und ich kann eben auch n sinnvollen Beitrag leisten. Ich werde vielleicht auch

gebraucht in meiner Familie, ja, indem ich bei kleinen Aufgaben mithelfe, das Kind gerne mit einbinden in sämtliche Aktivitäten des Alltags, also es sagt ja auch keiner, dass man mit Kindern immer nur stundenlang irgendwelche Kinderspiele spielen muss, ne, sie können beim Kochen helfen, sie können helfen Wäsche zu sortieren oder Wäsche zusammenzulegen, machen unsere zum Beispiel ja auch gerne ne.

Da gibt es ja 1000 Möglichkeiten und wenn man sich dann bei dem Kind auch noch bedankt und sagt, Mensch, du hast mir jetzt wirklich viel Arbeit gespart, danke. Dass du mir mitgeholfen. Hast jetzt bin ich doppelt so schnell fertig geworden dank dir, dann kriegt unser Kind viel mehr Wertschätzung auf positive Art und Weise, als es durch einen Mann jetzt nerv doch nicht immer jemals kriegen könnte.

Ne oder wann ziehst du dich endlich an? Das habe ich dir doch schon 1000 mal gesagt, also dann doch lieber so. Und hinterher sagen können, vielen Dank für deine Hilfe, das hat mich wirklich weiter gebracht und mir einen Haufen Zeit gespart. Was würdest du lieber hören? Dass ich dir einen Haufen Zeit gespart und du dich bei mir bedankst, ganz klar.

Kinder, die dauernd Aufmerksamkeit suchen, sind nicht schwierig. Sie zeigen dir, dass sie gesehen, gebraucht und wichtig sein wollen. Bei ADH. S. Ist dieses Bedürfnis oft noch unmittelbarer und. Das macht es für. Eltern besonders herausfordernd. Wenn du beginnst, die Signale deines Kindes als Wunsch nach Verbindung zu verstehen, kannst du besser reagieren mit geplanten Zeiten. Mit deiner vollen Aufmerksamkeit und mit Grenzen, die dich entlasten und deinem Kind Orientierung geben. Perfektion brauchst du dafür nicht, es reicht. Schritt für Schritt.

Diese. Veränderung in den Alltag zu bringen. Dein Kind spürt dadurch recht schnell. Dass es dir. Wichtig ist und du spürst, ich darf meine Ruhe haben. In diesem Sinne herzlichen Dank, dass du uns zugehört hast. Folgt uns auch auf. Instagram unter calmi dot Official dort kannst du gerne mit uns kommunizieren.

Wir freuen uns da auf den. Austausch mit euch. Schreibt uns auch gerne eine E Mail an beruhigteuch@calmi.com. Wenn ihr Vorschläge habt mit Themen oder bestimmte Situationen habt, für die ihr immer noch keine Lösung gefunden habt. Wir helfen euch gern bis nächste Woche und Bye bye. Bye Bye. Willst du das sagen? Du das sagen nicht das Leben, dann Reiß die Arme hoch und zeig der ganzen Welt.

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