Dem Tod auf der Spur: Die Jagd nach dem Täter· Folge 190

E-Scooter: Warum die kleinen Flitzer so gefährlich sind

Freitag, 2. Oktober 2026 · 51 min

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Shownotes

Schnell von A nach B flitzen oder mal eben die Autotür aufstoßen – im dichten Stadtverkehr reichen Sekundenbruchteile für eine Katastrophe. Wenn E-Scooter-Fahrer zur eigenen Knautschzone werden und plötzliche Autotüren für Radfahrende zur tödlichen Falle werden, ist die Rechtsmedizin gefragt. Prof. Klaus Püschel und Bettina Mittelacher analysieren erschreckende Unfallstatistiken, erklären die biomechanischen Folgen ohne Schutzhelm und zeigen mit dem „holländischen Griff“ sowie dem Schulterblick einfache Kniffe, die Leben retten können.

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Willkommen zu dem Tod auf der Spur, dem True Crime Podcast des Hamburger Abendblattes. Ich bin Bettina Mittelacher, Gerichtsreporterin beim Abendblatt und das mittlerweile seit mehr als 30 Jahren. Bei mir ist wie immer der Mann, ohne den dieser Crime Podcast nahezu undenkbar ist, nämlich Rechtsmediziner Professor Klaus Püschel.

Moin Klaus, schön, dass du wieder dabei bist. Na klar, Bettina, immer gern. Hallo und ein herzliches Moin, speziell auch an unsere Hörer. Zuletzt haben wir in unserem Podcast über ein folgenschweres und tödliches Feuer in einem Krankenhaus gesprochen und über den Mord an einer transsexuellen Prostituierten.

Heute soll es um ein ganz anderes Thema gehen, nämlich um tödliche Unfälle im Straßenverkehr. Das ist wirklich sehr wichtig. Das Thema macht mich richtig an. Dem sollten wir uns tatsächlich unbedingt mal wieder widmen. Zur Information für unsere Hörer, bei Verkehrsunfällen ist die Rechtsmedizin regelhaft involviert.

Wir führen Sektionen durch, wir untersuchen auch lebende Unfallopfer, zum Beispiel im Krankenhaus. Manchmal machen wir auch spurenkundliche Untersuchungen. Ein sehr komplexes Thema. Es geht um die Rekonstruktion, klassische rechtsmedizinische Aufgaben. Fragen zum Beispiel, wer war der Fahrer, wie wurde der Fußgänger angefahren von rechts oder von links.

Ja, natürlich auch die Frage nach Alkohol- und Drogeneinfluss sowohl beim Unfallopfer als auch beim Fahrer. Also eine Reihe rechtsmedizinischer Probleme, die hier durchaus von zentraler Bedeutung sind. Heute wollen wir speziell auf Unfälle auf Zweirädern eingehen. Es geht um E-Scooter, auch um Pedelecs.

Vielleicht auch ganz speziell um Unfälle beim sogenannten Doring. Das kommt ja immer wieder mal vor und ruft dann große Aufmerksamkeit hervor. Also du hast gerade E-Scooter erwähnt, das soll ja heute unser großes Thema sein. Dazu würde ich gerne sagen, dass es speziell im Zusammenhang mit E-Scootern uns ja nicht darum geht, den Leuten den Spaß zu verderben. Wir wollen aber auf die Gefahren hinweisen.

Apropos Gefahren, Bettina, ja dazu gehören eben auch ganz typische und spezielle Unfallkonstellationen. Also lass uns zum Beispiel über das Doring reden. Doring-Unfälle, damit sind ja spezifische Unglücke im Straßenverkehr gemeint. Also solche, die sich ereignen, wenn Autofahrer nach dem Parken aus ihrem Wagen aussteigen wollen.

Ja, und wenn sie dann ohne auf ihr Umfeld achten, die Autotür aufstoßen. Ja, betroffen sind dann manchmal Fahrradfahrer, manchmal auch E-Scooter. Die dann gegen die geöffnete Autotür prallen. Genau. Manchmal übrigens sogar auch Fußgänger, die dagegen laufen. Das habe ich auch schon erlebt. Zuletzt hat es in Hamburg im August dieses Jahres, also kürzlich, einen solchen Dohring-Unfall gegeben.

Ein 59 Jahre alter Radfahrer war mit einer unerwartet geöffneten Autotür zusammengeprallt und hatte lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Wenig später erlag der Mann im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Leider kommt es immer wieder zu solchen verhängnisvollen Unglücken. Übrigens nebenher, Bettina, auch das will ich noch sagen, wir müssen auch unterscheiden können, ob der alte Mann dann seinen Verletzungen tatsächlich erlegen ist oder ob er einen Tod aus innerer Ursache erlitten hat. Das kann ausnahmsweise auch mal so sein.

Dass das sozusagen sich überlagert? Ja, das wäre dann ein zufälliges Zusammenkommen von zwei Ereignissen, selten. Aber es gibt ja tatsächlich auch den natürlichen Tod im Straßenverkehr. Darum geht es aber heute nicht. Nein, aber ihr würdet das dann anhand einer Obduktion sicherlich unterscheiden können, was die wahre oder möglicherweise dann doch einzige Todesursache ist.

Genau, deswegen sind eben Obduktionen bei Opfern im Straßenverkehr extrem wichtig oder wie gesagt auch bei überlebten Fällen die Untersuchung des Unfallopfers. Zurück zu diesen Doring-Unfällen, die wir ja heute auch thematisieren wollen. Wahrscheinlich erinnern sich viele Menschen an die Großstadtrevier-Schauspielerin Wanda Perdelwitz, die im Oktober 2025 bei einem solchen Doring-Unfall ums Leben kam.

Die 41-Jährige war auf ihrem Fahrrad unterwegs, als der Beifahrer eines PKW aussteigen wollte. Und die Schauspielerin dann gegen die geöffnete Autotür prallte. Ich erinnere mich noch sehr gut, auch an die Diskussion, die dann wieder entbrannt ist, bezüglich dieser Unvorsichtigkeit aus dem Auto heraus und was dadurch für folgenschwere Unfälle alles passieren können.

Zu solchen Unfällen kommt es ja immer wieder. Aber jetzt aktuell, manchmal sind auch E-Scooter in solche Unfälle verwickelt und andererseits ganz allgemein. E-Scooter, unser heutiges Hauptthema, spielen im Straßenverkehr eine immer größere Rolle. Und allein in der ersten Jahreshälfte 2026 haben sich schon über 600 Unfälle, ereignet. Genau genommen 664 wurden gezählt von der Polizei.

Mit der Beteiligung an E-Scootern. Genau. Also wir haben ja heute sowohl die, Pedelecs als auch die E-Scooter als Thema. Aber speziell die E-Scooter sind im Augenblick das aktuelle Thema. Darunter waren dann übrigens auch 218 Unfälle von Minderjährigen. Die rufen ja ganz besondere Aufmerksamkeit hervor.

Und wir haben übrigens diese Unfälle in der Rechtsmedizin schon wiederholt, sehr systematisch, wissenschaftlich ausgewertet. Ja, du erwähntest eben deutlich mehr als 600 Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von E-Scootern und 218 mit Minderjährigen, an denen Minderjährige beteiligt waren. Diese Zahlen zeigen, finde ich, sehr deutlich, wie gefährlich es werden kann, mit so einem E-Scooter unterwegs zu sein.

Andererseits gelten E-Scooter für viele Menschen vermutlich als cooles Fortbewegungsmittel. Man ist dabei schnell unterwegs. Viele flitzen damit nicht nur über Straßen, sondern auch über Radwege oder sogar Gehwege. Die E-Scooter, die werden übrigens offiziell Elektro-Kleinstfahrzeuge genannt. Ein sperriger Begriff.

Also diese E-Scooter gehören längst zum Stadtbild. Immer häufiger stehen auch Kinder und Jugendliche auf den Rollern. Man muss auch sagen, nicht ganz selten sind Sie das auch zu zweit auf so einem E-Scooter unterwegs. Ja Bettina, zunächst einmal will ich übrigens auch ausdrücklich als Mann mit vielen Enkeln, auch in dem Alter schon über 14 Jahre sagen, dass die jungen Leute das als wirklich ausgesprochen sinnvolles Verkehrsmittel sehen.

Also damit kann man kurze Strecken in der Stadt in Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs wirklich sehr, sehr gut zurücklegen. Also von der Bushaltestelle oder von der U-Bahn dann bis zum Ziel. Dafür sind E-Scooter allerbestens geeignet, ja auch zum Erkunden der Stadt. Also ein super gutes Fortbewegungsmittel und eine sinnvolle Ergänzung für den öffentlichen Nahverkehr.

So ein paar Details, finde ich, muss man aber trotzdem immer wieder ansprechen. Zu zweit auf einem E-Scooter zu fahren, das ist nicht nur nicht erlaubt, sondern es ist auch gefährlich. Es gibt ganz klare Regelungen für E-Scooter, an die man sich natürlich halten muss. Ebenso wenig, wie man zu zweit auf dem E-Scooter fahren darf, darf man auch nicht auf dem Gehweg fahren.

Das Mindestalter für dieses Fahrzeug liegt bei 14 Jahren. Es gilt übrigens eine generelle Versicherungspflicht mit Kennzeichen. Das ist für den privaten Bereich ausdrücklich wichtig, muss erwähnt werden. Und dann noch ein spezielles Problem fällt mir auch immer wieder auf. Die Nutzung eines Handys während der Fahrt ist natürlich verboten.

Das ist außerordentlich gefährlich, muss ich ausdrücklich sagen. Ich habe diverse, sehr unangenehme Unfälle damit untersuchen müssen. Und das wird ja tatsächlich dann auch wie bei einem Pkw mit einem Punkt in Flensburg geahndet. Also dass die Benutzung von Handys auf dem E-Scooter verboten ist und dass das dann auch konsequent geahndet wird, wenn man es doch tut, das finde ich richtig.

Denn ich denke, jeder hat schon die Erfahrung gemacht, wie sehr es ablenken kann, auch nur schnell etwas auf dem Smartphone zu lesen. Noch mehr abgelenkt wird man natürlich, wenn man eine Nachricht tippt. Ja, das ist für mich eine ziemlich gruselige Vorstellung, weil der E-Scooter dann natürlich nicht gut koordiniert gelenkt werden kann und eine Gefahr im Straßenverkehr darstellt.

Gar keine Frage, das geht überhaupt nicht. Was ich gerne noch ergänzen möchte, bei Alkoholkonsum gilt auch auf dem E-Scooter die 0,5-Promille-Grenze. Und das Tragen eines Helmes ist zwar nicht vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Da stimmst du als Rechtsmediziner doch sicher zu, oder Klaus? Unbedingt, Bettina. Das gilt für beides. Also das Thema Alkohol im Zusammenhang mit E-Scootern ist das leider ziemlich wichtig.

Bei unserer systematischen Auswertung haben wir dann festgestellt, dass tatsächlich, Fahrer von E-Scootern speziell abends, also so nach etwa 21 Uhr, ziemlich häufig alkoholisiert sind und dass dann auch besonders schwere Unfälle passieren. Nochmal, was man bedenken muss, 20 Kilometer ist wirklich nicht wenig mit so einem kleinen Gefährt.

Und dann muss man auch bedenken, die Fahrer stehen auf diesem Fortbewegungsmittel, in aller Regel weitgehend ungeschützt. Du hast den Helm erwähnt. Leider gibt es für E-Scooter keine Helmpflicht. Ich würde das ausdrücklich begrüßen. Aber die Vermieter sehen da viele Probleme damit, Helme bereitzustellen.

Aber bedenke, auf so einem Gefährt hat man keine Karosserie um sich herum. Kein schützendes Metall und man ist der einwirkenden Kraft direkt ausgesetzt und wenn diese Kraft auf den Kopf geht, was relativ häufig der Fall ist, dann gehen jedes Mal Gehirnzellenflöten, um das deutlich zu sagen. Ja, also die Gefahren, darauf hast du jetzt hingewiesen.

Grundsätzlich, man hat keine schützende Karosserie um sich bei so einem E-Scooter. Und anders als wenn man Fahrrad fährt, ist jemand, der auf dem E-Scooter unterwegs ist, mit seinem Körper sehr nah an der Fahrbahn, also niedrig. Der Vorteil ist vielleicht, wenn man stürzt, dann stürzt man nicht so tief, aber?

Das ist richtig, aber man stürzt übrigens auch besonders leicht. Also ein besonderes Problem, die E-Scooter haben sehr kleine Reifen und werden bei Hindernissen leicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Und der E-Scooter-Fahrer ist dann natürlich auch gleich am Hindernis, also zum Beispiel im Bereich eines PKWs oder, einer Seitenbegrenzung der Straße.

Und er ist dann im Grunde für sich die eigene Knautschzone. Also Verletzungen von Benutzern von E-Scootern sind zum Teil doch gravierend. Insbesondere gibt es relativ viele sehr problematische Kopfverletzungen und in einzelnen Fällen sogar Todesfälle, die sich mit der Zeit jetzt übrigens auch häufen.

Also du sprachst eben davon, dass E-Scooter-Fahrer sozusagen seine eigene Knautschzone ist. Damit meinst du ja, dass zwischen ihm und der Straße, auf die er prallt, eigentlich nichts mehr ist. Genau so ist das. Der Aufprall erfolgt also direkt mit hoher Geschwindigkeit. Denk daran, es geht bis zu 20 Kilometer pro Stunde. Das ist nicht wenig.

Und die Folgen sind, das wird wirklich überall beschrieben, nicht nur in Deutschland, in allen Städten auf der ganzen Welt, ja, die Folgen sind leider ziemlich schwere Verletzungen und das auch immer mehr, weil es immer mehr E-Scooter gibt. Ziemlich schwere Verletzungen, typisch wären, also ich denke sofort an Schürfwunden, möglicherweise auch Knochenbrüche. Du hast aber auch von Kopfverletzungen gesprochen.

Naja, von außen nach innen. Äußerlich sind es Abschürfungen, Hautaufreißungen. Der Körper bremst dann ja mit seiner Haut. Man hat aber vor allen Dingen auch sehr häufig Kopfverletzungen festgestellt mit der besonderen Problematik, dass auf E-Scootern nur ausnahmsweise überhaupt einmal ein Helm getragen wird.

Und von mir dazu nochmal wieder der Hinweis, wenn man diese E-Scooter irgendwo in der Stadt anfängt zu nutzen, also die bereiten E-Scooter, dann ist kein Helm in der Nähe. Das ist einfach bisher nicht vorgeschrieben. Und deswegen ist der Kopf besonders gefährdet. Naja, trotz all dieser Gefahren weiß ich natürlich, dass vor allem junge Menschen E-Scooter natürlich sehr passend finden.

Und sehr gerne damit fahren und ich kann das auch verstehen. Ich halte das eben für eine durchaus auch sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Also ich selber gehöre ja nicht mehr zu den ganz jungen Menschen. Ja, von mir ganz zu schweigen. Ich habe ja schon einige Zeit eine Sieben vorne. Aber ich weiß tatsächlich über meine Enkel ganz gut Bescheid und natürlich über die Analyse von Unfallabläufen, also von meinen Enkeln, wie diese E-Scooter benutzt werden, wie man sie in Gang bringt.

Und ich kann auch noch sagen, also auch meine Kinder, jetzt so zwischen 40 und 50 Jahren, die fahren gelegentlich mit dem E-Scooter. Kürzlich war mal eine ganze Familie, also aus dem Bereich Kinder, Enkel, von mir in London mit E-Scootern unterwegs und hat die Stadt erkundet. Also ich besitze kein E-Scooter. Ich habe aber mal kurz und testweise den E-Scooter eines guten Bekannten ausprobieren dürfen.

Ich bin damit in einer Wohnstraße unterwegs gewesen, wo so gut wie kein Autoverkehr herrscht. Das war auch eine Vorsichtsmaßnahme von mir, denn mit so einem E-Scooter kann man ja so richtig Tempo aufnehmen. Das ist wohl wahr. Ich bin versucht zu sagen, in vielen Situationen ist der E-Scooter zu schnell geworden.

Und ja, manche Fahrer von E-Scootern sind auch rücksichtslos, rücksichtslos vor allen Dingen in Bezug auf Fußgänger und sie sind leichtsinnig im Straßenverkehr. Und ich weise nochmal darauf hin, dass es viele Jugendliche sind, die auch keinen großen Erfahrungsschatz im Straßenverkehr haben und gerne etwas ausprobieren wollen.

Ja, und das machen sie dann eben mit ihren E-Scootern. Wir wollen jetzt vielleicht mal auf ein Beispiel zu sprechen kommen, wie schlimm ein Sturz mit einem E-Scooter enden kann. Das zeigt beispielsweise ein Fall vom Ende Mai dieses Jahres, also von Ende Mai 2026. Da war ein 43-Jähriger, der mit seinem E-Scooter unterwegs war, tatsächlich ums Leben gekommen.

Bei dem Sturz hatte der Mann lebensgefährliche Verletzungen am Kopf erlitten. Umgehend alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr sowie ein Notarzt hatten ihn, zunächst an der Unfallstelle versorgt und ihn anschließend dann ins Krankenhaus transportiert. Ja, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Dann gab es vor wenigen Monaten auch erst in Hamburg einen weiteren folgenschweren Unfall mit einem E-Scooter.

Ein Auto hatte im Mai diesen Jahres, also Mai 2026 in Hamburg-Willemsburg einen Jugendlichen, der auf einem E-Scooter unterwegs war, erfasst. Ja, besonders problematisch. Dieser Unfall ereignete sich nachts gegen ein Uhr im Bereich eines Zebrastreifens. Der 17-Jährige wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Also ich kann noch ein paar Zahlen beisteuern, die alarmierend sind, wie ich finde. Die Notaufnahmen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck hat seit dem Jahr 2020, bereits rund 1200 Patientinnen und Patienten nach einem Unfall mit einem E-Scooter behandelt. Demnach handele es sich bei fast jedem zweiten Unfall um einen sogenannten Alleinunfall, hieß es. Das heißt, ohne dass irgendwelche anderen Verkehrsteilnehmer involviert waren.

Und diese Auswertung zeigte offenbar auch, dass etwa bei jedem sechsten Fall, Alkohol- oder Substanzkonsum eine Rolle spielt. Also Alkoholkonsum, damit ist klar, was gemeint ist. Und dieser Begriff Substanzkonsum ist auch mir geläufig, aber vielleicht nicht allen unseren Hörern. Klaus, klärst du alle auf, bitte? Ja, kommt gleich.

Kurz noch mal zu den Untersuchungen aus dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Die Kollegen haben das auch schon wiederholt publiziert. Sie haben auf die besonderen Gefahren bei E-Scootern hingewiesen. Ja, auch auf dieses besondere Problem der ... Allein Unfälle, das zeigt nochmal, dass tatsächlich die Bedienung der E-Scooter, gar nicht so einfach ist und dass es eine Reihe von unerwarteten Unfallquellen und Unfallereignissen gibt, auch ohne, dass, jetzt sage ich mal, ein anderer Verkehrsteilnehmer dabei eine Rolle spielt.

Und diese kleinen Roller sind eigentlich nicht so wirklich gut geeignet für Unebenheiten, für Kannsteinen, für Rillen, Straßenbahnschienen und so weiter. Also deswegen gibt es relativ viele Alleinunfälle. Das Thema Alkohol haben wir ja auch schon angesprochen. Das gilt speziell in den Abendstunden und Substanzkonsum ganz allgemein.

Und das bezieht sich bei den Nutzern von E-Scootern neben Alkohol vor allen Dingen auf Cannabis, um diese Substanz mal klar beim Namen zu nennen. In einzelnen Fällen spielen auch andere illegale Drogen eine Rolle und manchmal auch der Konsum von Medikamenten. Also mal abgesehen davon, dass der Konsum von Drogen und Alkohol ohnehin gesundheitsgefährdend ist, man ist ja auch abgelenkt, wenn man jetzt am Steuer sitzt und trinkt oder, um zurückzukommen auf die E-Scooter, wenn man einen Lenker eigentlich bedienen soll und in der einen Hand ein Getränk hat.

Das darf man nicht, Bettina. Alleine das Rauchen, ja, Rauchen auf einem E-Scooter oder etwas trinken und dann nur mit einer Hand fahren. Also mit einer Hand fahren ist auch eine extrem problematische, gefährliche Quelle für Stürze. Ja, und unabhängig davon beeinträchtigt der Konsum von Alkohol und Drogen, weil du von Substanzkonsum vorhin sprach hast.

Der Konsum von Alkohol und Drogen ja auch das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit, uneingeschränkt klar zu denken. Also gerade, wenn man am Straßenverkehr teilnimmt, also zum Beispiel auf einem E-Scooter fährt, sollte man doch unbedingt einen klaren Kopf haben. Ja, auf jeden Fall. Also das Problem darf man nicht unterschätzen.

Ein E-Scooter ist gar nicht so einfach zu bedienen. Ich glaube übrigens, dass man die Gefahren, die du geschildert hast, noch genereller einordnen kann und sollte. Ein Problem der E-Scooter ist wohl, dass man bei Ihnen einerseits mit Tempo 20 oder manchmal sogar etwas mehr eine relativ zügige Geschwindigkeit erreichen kann.

Andererseits ist dieses Fahrzeug gar nicht so leicht zu bedienen und sehr zierlich gebaut. Also das Bedienungsproblem ist das andere. E-Scooter werden aber auch tatsächlich manchmal im Straßenverkehr leichter übersehen. Ja, sie sind ja relativ zierlich und schmal gebaut. Naja, und wenn man sie dann übersieht, das wäre natürlich fatal.

Allerdings nicht nur für die E-Scooter-Fahrer selbst, die dann bei einer Kollision beispielsweise mit einem Auto verletzt werden oder sogar zu Tode kommen. Fatal wäre das auch für den in die Kollision involvierten anderen Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Autofahrer, weil der dann mit dem Gedanken leben müsste, möglicherweise für den Tod eines Menschen, in dem Fall sogar eines Jugendlichen oder eines sehr jungen Menschen, verantwortlich zu sein.

Ja, auch das muss man bedenken. Rechtlich wäre das dann eine fahrlässige Körperverletzung oder wenn der E-Scooter-Fahrer sogar zu Tode kommt, dann eine fahrlässige Tötung. Ich habe oft als Gerichtsreporterin Prozesse begleitet, in denen Angeklagte mit so einem Vorwurf konfrontiert waren. Und nach meiner Erinnerung haben alle angeklagten Autofahrer dann geschildert, dass sie der jeweilige Vorfall noch sehr lange Zeit sehr stark belastet hat.

Eben der Gedanke daran, dass man für den Tod eines anderen Menschen verantwortlich ist. Genau, das entspricht auch meiner Erfahrung. So etwas geht an den allermeisten Menschen sicher nicht spurlos vorüber. Ja, sehr wahrscheinlich nicht. Klaus-E-Scooter-Unfälle und die möglichen Folgen war ja ein wichtiges Thema, finde ich.

Aber jetzt würde ich gern zu der anderen Thematik kommen, die wir eingangs erwähnt haben, nämlich die sogenannte Doring-Unfälle. Das halte ich auch für ein besonders wichtiges Thema, weil es ja ein typisches Unfallereignis ist, was man aber gut vermeiden kann und darüber sollte man unbedingt reden. Also im Zusammenhang mit Doring-Unfällen möchte ich gerne in Erinnerung rufen, was der Schauspielerin Wanda Perlewitz passiert ist.

Das war ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang. Und anschließend wurde in dem Zusammenhang gegen einen 28 Jahre alten Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bettina, um das nochmal zu sagen, Wanda Perlowitz war mit dem Fahrrad unterwegs. Ja, sie war mit dem Fahrrad unterwegs, genau. So, was hatten die Ermittlungen dann ergeben? Dieser 28-Jährige, den ich eben erwähnt habe, der hatte den Ermittlungen zufolge am 28.

September 2025 an einer Straße in der Nähe der Hamburger Universität die Tür eines haltenden Transporters von innen geöffnet und hatte dabei offenbar nicht auf den Radverkehr geachtet. Ja, und die Schauspielerin Wanda Perlewitz war mit ihrem Fahrrad dann gegen die sich plötzlich öffnende Autotür geprallt.

Dabei wurde sie schwer verletzt und starb später im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls. Klaus, allgemein gefragt, was für Verletzungen erleiden Fahrradfahrer typischerweise bei so einer Kollision bzw. bei so einem Sturz, wenn sie gegen eine geöffnete Autotür prallen? Also bei einem derartigen Mechanismus kommt es vor allen Dingen zuerst einmal zu Verletzungen in Höhe der Tür, der Türkante.

Also das betrifft dann Brustkorb und Bauch. Das ist der direkte Kontakt. Danach kommt es dann natürlich zum Stürzen und beim Sturz liegt die besondere Gefahr nun wiederum, im Bereich des Kopfes, also Kopfverletzungen spielen dann zusätzlich eine Rolle. Zunächst einmal direkter Kontakt Brust, Bauch und danach durch das Hinstürzen Kopfverletzung.

Das ist die unter Umständen katastrophale Konstellation. Und was Frau Perlowitz. In diesem Fall für Verletzungen hatte, darauf gehe ich jetzt aus Pietätsgründen nicht genauer ein. Das Allgemeine habe ich ja gerade erklärt. Genau, du hast auch erwähnt, dass der Kopf stark gefährdet ist. Dann kommen wir wieder zurück dazu, was kann man tun?

Deshalb ist es ja wohl unbedingt zu empfehlen, einen Fahrradhelm zu tragen. Ja, im Grunde dasselbe Thema jetzt wie beim E-Scooter. Das gilt auch für das Fahrrad. Und meine Empfehlung ist ganz klar, dass Fahrradhelme getragen werden sollen. Ich bin manchmal geradezu erschrocken, darüber zu sehen, wie wenige dies beherzigen.

Und eine Konstellation richtet mich besonders auf. Kleine Kinder fahren fast alle mit einem Helm durch die Gegend. Und dann sehe ich dabei die Eltern, die keinen Helm tragen. Und das kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Die Eltern sollten Vorbildfunktionen haben. Außerdem wollten sie sich natürlich auch selber schützen wollen.

Ja, beides. Also es wäre für das Kind ziemlich schrecklich, wenn das Kind... Was ja übrigens bei einem Sturz häufig geringer verletzt ist, also wenn es dem Kind gut geht und. Papa oder Mama fällt ohne Helm tatsächlich mit dem Fahrrad umstürzt und er leidet dabei schwere Kopfverletzungen, das wäre für das Kind auch ganz schrecklich.

Ja, also zusammengefasst, so ein Helm kann wirklich den Unterschied machen zwischen Leben und Tod. Ja, gar keine Frage. Meine eigene Erfahrung, kurz referiert, ich bin ja früher viel Rennrad gefahren. Ich bin tatsächlich dreimal, nicht weniger als dreimal, so gestürzt, dass ich sicher heute nicht mehr Professor wäre, wenn mein Kopf nicht durch einen Helm geschützt gewesen wäre.

Einmal bin ich mit dem Kopf tatsächlich gegen eine Leitplanke gestürzt, einmal gegen einen Baum und einmal an einem Straßenschild gelandet. Und ich glaube, in allen Fällen wäre ich ohne Helm im Bereich des Kopfes schwer verletzt gewesen. Also ich bin da wirklich ein Überzeugungstäter. Ja, da bin ich also sehr froh, dass du schon immer so umsichtig warst, den Helm getragen hast, dass es dir weiterhin gut geht.

Ja, danke. Aber also gerade wenn man mit zwei Rädern unterwegs ist, also sei es jetzt ein Pedelec oder ein E-Scooter oder auch ein Rennrad, gar keine Frage, Helm tragen ist zum Schutz des eigenen Kopfes extrem wichtig. Und ich Ich sage dann manchmal, das ist ein dummer Scherz, also wer keine Helm trägt, der hat offensichtlich nichts im Kopf, was er schützen will.

Das ist ziemlich. Das ist aber sehr zynisch, oder? Ja, ich sage das aber bewusst so, weil ich das sehr ernst meine und finde, dass das Helmtragen tatsächlich bei uns selbstverständlich sein sollte. Wenn wir jetzt wieder auf das Helm tragen und beziehungsweise die Doring-Unfälle zurückkommen, da erinnere ich mich, dass es in Hamburg eine Mahnwache gab, mit der Hunderte Menschen an einen tödlichen Doring-Unfall erinnerten.

Laut Polizeinamen sogar 800 Menschen an dieser Mahnwache teil. Daraus schließe ich, dass mindestens so viele Menschen auch Anteil an dem Schicksal des Opfers, Also das war in diesem Fall die Hamburger Schauspielerin genommen haben. Sehr sinnvoll wäre es, wenn sie alle noch viel mehr beherzigen würden, wie man solche Doring-Unfälle verhindert.

Und ja, das gilt letztlich dann nicht nur für die Teilnehmer an der Demo selbstverständlich, sondern für alle Autofahrer. Ja, lass uns noch darauf kurz eingehen. Ja genau, also wenn man Unfälle vermeiden kann, du hast da offenbar einen Tipp und ich weiß, was gemeint ist, aber eine Anführung für unsere Hörer wäre sicher gut.

Ja, darüber wurde ja schon wiederholt berichtet. Übrigens auch bei uns im Abendblatt, erinnere ich mich an verschiedene Artikel, also immer gern. Das geschieht mit dem sogenannten, man nennt ihn so holländischen Griff. Dahinter steckt, dass das tatsächlich die Niederländer viel mehr als wir schon sehr weitgehend verinnerlicht haben.

Damit ist gemeint dass autofahrer die tür mit der rechten anstatt mit der linken hand öffnen sollten, also mit der hand die weiter weg von der tür ist gemeint jetzt in diesem fall der fahrer also der fahrer sollte mit der rechten hand zur tür greifen und dadurch, Er muss beim Öffnen der Tür der Oberkörper zur Seite gedreht werden.

Herannahende Fahrradfahrer können so besser entdeckt werden. Dieser Griff sollte unbedingt in die Ausbildung von Fahrschülern integriert werden. Und dann, Bettina, bedenken, für einen Beifahrer ist das Ganze genau andersherum. Natürlich gibt es auch Gefahren beim Beifahrer, gerade wenn der im Bereich des Radweges oder des Fußweges ist.

Der muss dann also mit der linken Hand die Tür öffnen und nach hinten gucken. Ja, also du sprachst von diesem holländischen Griff. Du hast es beschrieben, was damit gemeint ist. Also ich finde, das wäre doch sicher sinnvoll, wenn man dies auch in die Straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften aufnehmen würde.

Ja, ob man daraus eine Vorschrift machen kann, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist das ein sehr, sehr wichtiger Ratschlag zur Prävention, um Unfälle zu vermeiden. Es gibt ja sogar eine Kampagne der Polizei Hamburg, die dazu beitragen soll, Doring-Unfälle zu verhindern. Diese Kampagne heißt Sei weise und zentral dabei ist eine Eule.

Ja, also das ist. Eine weitere Möglichkeit, ein spezieller Weg, um Doring-Unfälle zu vermeiden. Die Eule. Sie soll im Stadtbild häufig zu sehen sein, die Eule mit ihren riesengroßen Augen. Das ist so das Bild, was wir dann vor Augen haben. Sie fährt Cabrio, aber auch Fahrrad. Sie sitzt am Steuer eines Linienbusses.

In dieser Kampagne und stützt sich auf einen Rollator. Und sie blickt dabei nie nach vorne, sondern immer über ihre Schulter. Das ist das Besondere an der Eule. Genau darum geht es ja um den Schulterblick. Also ich finde in diesem Zusammenhang, eine Eule als Symbolfigur zu nutzen, ist richtig, richtig gut.

Also die Leute, die diese Kampagne inszeniert haben, haben, finde ich, so eine Art Geniestreich damit auf die Wege gebracht. Das sehe ich genauso. Sehr gute Idee. Einerseits passt es gut, weil die Eule ja als Symbol für die Weisheit gilt, zumindest in der griechischen Mythologie, also die Weisheit Unfälle zu vermeiden.

Und zum anderen hat die Eule die Fähigkeit, ihren Kopf sehr weit zu drehen, nämlich um 270 Grad. Also die kann ihn fast ganz im Kreis drehen. Das hat zur Folge, dass sie sehr gut nach hinten schauen kann. Ja, das wäre dann also sozusagen der Schulterblick, von dem wir heute sprechen. Und diesen stärker ins Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu rücken, das war ja nun auch genau das Ziel dieser Kampagne, über die wir gerade gesprochen haben, nämlich dieser Kampagne Seiweise macht den Schulterblick.

Genau eine wirklich sinnvolle Kampagne und toll umgesetzt, finde ich. Das thema schulterblick war ja verstärkt in den fokus gerückt nachdem im märz 2025 in, hamburg volksdorf ein sieben jahre alter junge auf dem weg zur schule ums leben gekommen war er war von einem müllwagen erfasst worden der hatte rechts abbiegen wollen, unter dem wettbewerbs motto er, Ja, dann super Trick, Schulterblick. Ich wiederhole nochmal, super Trick, Schulterblick, setzten im selben Jahr rund 570 Schülerinnen und Schüler die Botschaft kreativ um.

So entstand die Idee der Kampagne. Bettina, lass mich an dieser Stelle auch nochmal kurz erwähnen. Wir haben jetzt von Zweiradfahrern gesprochen, Pedelecs, E-Scooter. Fußgänger sind natürlich auch extrem gefährdet. Und im letzten Jahr gab es bei Fußgängern mehr als 400 Todesfälle. Also das sind schon ziemlich gräußliche Zahlen. Und wenn man dann auch bedenkt, dass es gelegentlich auch Kinder betrifft, dann macht mich das ja doch ziemlich nachdenklich.

Ja, ich finde auch, das macht wirklich betroffen. Diese Zahlen zu hören ist natürlich schon für sich sehr dramatisch. Aber wenn man bedenkt, dass hinter jeder diesen einzelnen Fälle wirklich ein Schicksal steckt, dann macht man sich, glaube ich, noch mehr bewusst, wie wichtig das ist, vorsichtig im Straßenverkehr zu sein.

Und wie wichtig eben dieser Schulterblick ist, mit dem man möglicherweise einen, schweren Unfall verhindern kann. Wie wichtig dieser Schulterblick ist, hat auch Hamburgs Innensenator Andi Grote betont. Und Andi Grote nannte den Schulterblick, ich zitiere jetzt, eine Lebensversicherung, wenn wir unterwegs sind im Straßenverkehr.

Er kann darüber entscheiden, ob ich, ob andere heil ankommen. Das sind unbedingt wahre Worte, denen ich auf jeden Fall zustimmen möchte. Ich habe leider viel zu viele Tote untersuchen müssen, bei denen ein rechtzeitiger Schulterblick das schreckliche Geschehen sicher, hätte vermeiden lassen. Ja, ich würde jetzt gerne doch nochmal zu den E-Scootern zurückkommen.

Nachdem es, wie schon erwähnt, in diesem Jahr in Hamburg bereits zu einer Vielzahl von Unfällen mit E-Scootern gekommen ist, schlägt jetzt auch eine Stiftung Alarm. Die nennen sich Mittagskinder. Diese Mittagskinder, diese Stiftung fordert, dass analog zum Mofa-Führerschein auch für die Nutzung von E-Scootern verpflichtend ein Theorieunterricht stattfinden solle.

Und zwar mit sechs Doppelstunden von jeweils 90 Minuten dauern. Für Mofa-Fahrer gilt dieser verpflichtende Unterricht schon ab dem Alter von 15. Und für E-Scooter-Fahrer soll das dann nach dem Willen dieser Stiftung Mittagskinder ab dem Alter von 14 gelten. Ja, im Sinne der Prävention von Unfällen macht das auf jeden Fall Sinn, denn E-Scooter dürfen ja schon von 14-Jährigen gefahren werden.

Eine, ja, ich finde wirklich sorgfältige Schulung in Bezug auf die Verkehrsregeln und konkrete Vorsichtsmaßnahmen befürworte ich auf jeden Fall vielleicht nicht. Kann ich mich ja mal mit den Mittagskindern, die du erwähnt hast, kurz schließen? Ich glaube, das wäre eine gute Idee. Ja, also ich könnte mir auch vorstellen, dass die sicherlich offen wären für weitere Anregungen.

Diese Mittagskinder, diese Stiftung bietet Kindern unentgeltlich regelmäßige Mahlzeiten, außerdem Hausaufgabenhilfe sowie sozialpädagogische Betreuung. Und deren Vorsitzende, die heißt Susanne Grünwald, die sagte in Bezug auf die Benutzung von E-Scootern, ich zitiere, Kinder können die Gefahrensituation überhaupt nicht einschätzen.

Dass in etwa ein Drittel der E-Scooter Unfälle Minderjährige involviert sind, findet der Vorstand dieser Stiftung bestürzend. Und die Vorsitzende Susanne Grünwald sagte auch, ich zitiere, aus gutem Grund gibt es den Beruf des Fahrlehrers. Vorschriften für Auto und Motorrad gäbe es schließlich auch zu Recht.

Ja, dem kann ich nur zustimmen. In Bezug auf E-Scooter ist Verkehrsunterricht sicher besonders sinnvoll. Es ist ja immer wieder festzustellen, schon in jungen Alter zählen diese, das ist gut dafür, viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Leihroller dürfen dabei eigentlich erst ab 18 Jahren genutzt werden, doch der Besitz eines eigenen Rollers gewinnt auch zunehmend an Beliebtheit.

Diese dürfen dann bereits ab einem Alter von 14 Jahren auf den öffentlichen Straßen genutzt werden. Noch jüngeren ist die Nutzung untersagt. Für sie ist das Fahren nur auf privatem Gelände, erlaubt und in Bezug von Anlagen, die tatsächlich abgezäunt sind und wo der allgemeine Straßenverkehr ausgeschaltet ist.

Sollen nicht im Jahr 2027 auch Veränderungen der Straßenverkehrsordnung gültig werden? Soll da nicht irgendwas angepasst werden? Klaus, das weißt du sicher. Ja, so genau weiß ich das auch nicht. Was mir bekannt ist, die verhaltensrechtlichen Regelungen sollen in vielen Bereichen an die Regelungen des Radverkehrs angeglichen werden, wodurch Kennzeichnungen wie Radverkehr frei auch für E-Scooter gelten wird, Verwarnungsgelder für das Befahren von Gehwegen oder die Nutzung mehrerer Personen eines Rollers sollen erhöht werden.

Zudem wird es eine verpflichtende Ausrüstung geben, die unter anderem Blinker und regelmäßige Ständerprüfung beinhaltet. Zum E-Scooter, was du gesagt hast, ist wahr. Die Frage ist durchaus, manchmal sind die nicht noch viel zu schnell. Und ich habe ja auch Enkelkinder oder, ich kenne die Probleme aus unseren rechtsmedizinischen Untersuchungen.

Und ich finde, die E-Scooter sollten weitergehend reguliert werden. Auch die Wege, die Straßen, wo man sie benutzt, die sollten natürlich besser geschützt werden. Und auf der Fahrbahn selbst wird es für die E-Scooter ja immer gefährlich. Und andererseits für die Fußwege, Fußgängerzonen muss man sagen, da sind die E-Scooter eher eine echte Last, finde ich jedenfalls als Fußgänger.

Und wenn die dann manchmal auch noch Slalom fahren durch teilweise behinderte Menschen oder um. Rollatoren herum, dann finde ich das unmöglich. Also im Bereich von Fußwegen und in Fußgängerzonen haben die E-Scooter sicher nicht zu suchen. Das ist rücksichtslos einfach. Naja, also insgesamt kann man natürlich allgemein zur Vorsicht mahnen, zur gegenseitigen Rücksichtnahme.

Das gilt ja sicherlich für alle Verkehrsteilnehmer, dass man da gut aufeinander aufpassen soll. Man möchte sich selber nicht verletzen, man möchte sicherlich auch nicht andere verletzen. Ja, also allgemein gilt, nehmt Rücksicht aufeinander, seid vorsichtig und. Ja, ich will aus meiner Sicht doch nochmal vielleicht ein paar Dinge besonders hervorheben.

Ich bin ja auch Mitglied im Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und da haben wir demnächst eine Tagung, die ist überschrieben, Rausch auf zwei Rädern. Damit sind sowohl Pedelecs gemeint als auch normale Fahrräder und E-Scooter. Ja, also das Thema Drogen und Alkohol spielt nicht nur für PKWs eine Rolle, sondern gerade auch für diese Fahrzeuge mit Zweirädern.

Da ist es sogar noch gefährlicher, weil das Thema Gleichgewicht dabei eine größere Rolle spielt. Also Alkohol und Drogen und E-Scooter vertragen sich überhaupt nicht. Ich lasse mich dann noch mal auf dieses spezielle Problem hinweisen mit alten Menschen. Das gilt nicht für E-Scooter, aber für Pedelecs.

Die Pedelecs dürfen ja bis 25 Kilometer pro Stunde fahren und das ist auch ein Geschwindigkeitsproblem. Hier mehr für die alten Menschen, nicht für die Jungen. Die Jungen fahren da ja eher noch mit normalen Fahrrädern, aber Reaktion, Koordination, ist auf diesen Elektrofahrrädern besonders problematisch.

Und deswegen sollten die auch weitergehend reguliert werden. Für alte Menschen, die natürlich gerne mit diesen Elektrofahrrädern fahren, kann es schon sehr problematisch werden. Da habe ich einige böse Unfälle erlebt, weil die zu spät reagiert haben und mit der Schnelligkeit dieser Pedelecs nicht umgehen konnten.

Also man unterschätzt das Tempo, das man mit denen erreichen kann auf dem Raum. Ja, bei beiden, bei E-Scootern und auch bei Pedelecs. Insgesamt zum Straßenverkehr finde ich, da haben wir hier auch in Hamburg noch keine... Ideale Situation erreicht. Andere Städte könnten da Vorbild sein. Die Trennung des Verkehrs, Fußgänger, Zweiradfahrer und dann PKWs ist sicherlich nicht ausreichend geregelt.

Die rot markierten Wege für die Zweiräder sind sicherlich sehr sinnvoll. Aber manchmal kommt man da, finde ich, durchaus ins Grübeln, wenn man sieht, dass der motorisierte Pkw-Verkehr tatsächlich diese speziellen Spuren für Fahrräder und E-Scooter kreuzt. Das ist nicht genau, nicht genug voneinander entflochten.

Und ich finde, unser Verkehrssenator sollte da noch viel mehr tatsächlich tun für die Zweiradfahrer. Und natürlich müssen Pkw-Fahrer und Zweiradfahrer und Fußgänger aufeinander Rücksicht nehmen. Aber dafür braucht man auch eine entsprechende Ordnung im Verkehr, die wir sicherlich lange noch nicht erreicht haben.

Aber ja, grundsätzlich ist Luft nach oben. Du hast eben den Verkehrssenator erwähnt. Vielleicht hat er ja den Podcast gehört, beziehungsweise vielleicht wird er ihn ja hören oder jemand aus seinem Umfeld hört ihn und gibt ihm dann einen kleinen Schubs nach dem Motto, da ist was Interessantes. Was das Abendblatt mitgeteilt hat oder was Professor Püschel über das Abendblatt im Podcast mitgeteilt hat.

Also vielleicht ist das ja eine Anregung, mit der man weiterkommen kann in Hamburg. Ja, als überzeugter Zweiradfahrer plädiere ich dafür, dass man im Straßenverkehr tatsächlich die Situation für die Zweiräder vermittelt. Und für die Fußgänger gegenüber den PKWs noch weiter verbessert. Einige hören das sicherlich nicht gern.

Diejenigen, die meistens oder nur mit PKWs fahren. Aber ich nehme mir heraus, doch noch mal auf die Regelungen in anderen Ländern, nördlich von uns in Dänemark oder auch in den Niederlanden hinzuweisen. Die da, glaube ich, schon ein paar Schritte weiter sind. Ja, den Eindruck habe ich auch. Mal sehen, was das noch für die Zukunft von Hamburg bringt oder vielleicht auch weitere Städte.

Ja, das war heute ein anderes Thema. Nicht Mord, nicht Totschlag, aber wie ich finde, ein sehr, sehr wichtiges Thema. Wie kommt man auf zwei Rädern möglichst sicher, möglichst gesund ans Ziel und was können andere Verkehrsteilnehmer dazu beitragen? Vielen, vielen Dank, Klaus. Ja, war wieder hochinteressant und ich freue mich auf ein nächstes Mal, wenn es wieder bei uns heißt, dem Tod auf der Spur.

Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de de slash podcast.

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