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Der ERCM Medizin Podcast

Dritthäufigste Todesursache weltweit! Warum COPD so gefährlich ist & wie Sie vorbeugen können

Montag, 19. Januar 2026 · 55 min

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Shownotes

COPD: Die unterschätzte Volkskrankheit – was Sie jetzt wissen sollten

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung zählt weltweit zu den führenden Todesursachen. Dennoch wird die weitverbreitete Erkrankung COPD häufig unter- bzw. fehldiagnostiziert – mit schwerwiegenden Folgen für Patientinnen und Patienten.

Prof. Dr. Ali Önder Yildirim erklärt im ERCM Medizin Podcast, was COPD ist – und warum frühzeitige Erkennung so entscheidend ist, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität Betroffener zu erhalten.

Spitzenforscher Yildirim ist Direktor des Instituts für Lungengesundheit und Immunität (LHI) sowie des Comprehensive Pneumology Center (CPC-M) am Helmholtz Zentrum München. Als führender Experte auf dem Gebiet der Immunmechanismen an der Schnittstelle zwischen Umwelt und chronischen Lungenerkrankungen, trägt er mit seinem Team seit vielen Jahren maßgeblich zur Weiterentwicklung zielgerichteter COPD-Therapien bei.

Am Ende dieser Episode wissen Sie,
• wodurch eine COPD entsteht,
• wie Rauchen und Vapen das Risiko für COPD und andere Atemwegsprobleme erhöhen,
• warum auch Nichtraucher erkranken können – und welche nicht tabakbedingten Risikofaktoren häufig übersehen werden,
• welche Warnsignale Sie nicht ignorieren sollten,
• wodurch sich COPD und Asthma unterscheiden,
• welche modernen Verfahren in Diagnostik und Therapie an Bedeutung gewinnen.

Professor Yildirim macht deutlich: COPD betrifft nicht nur die Lungen. Die chronisch entzündliche Multiorganerkrankung hat Auswirkungen auf den ganzen Körper – oft mit mehreren Begleiterkrankungen. Deswegen spielen Prävention, frühzeitige Diagnose und Behandlung eine zentrale Rolle.

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Prof. Dr. med. Ali Önder Yildirim:
Helmholtz Zentrum München: helmholtz-munich.de/en/lhi/ali-oender-yildirim
LMU München: med.lmu.de/de/fakultaet/wer-wir-sind/personen/…

Über das ERCM: Im Europäischen Radiochirurgie Centrum München (ERCM) setzen wir seit über 20 Jahren auf präzise Tumortherapien: hochmoderne Radiochirurgie und innovative Medizintechnologien zur gezielten und schonenden Behandlung verschiedener Tumoren – gutartige Neubildungen ebenso wie schwere Krebserkrankungen. Jahr für Jahr schenken uns mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten ihr Vertrauen auf dem Weg zu einer individuell abgestimmten Therapie. Unser Ziel: Personalisierte, präzise und vor allem patientenzentrierte Behandlungen, die auf eine effektive und nebenwirkungsarme Therapie bei guter Lebensqualität fokussieren.

Chapters
• Intro
• Was ist COPD? Definition und erste Symptome
• COPD in Deutschland: 6-7 Millionen Betroffene
• Risikofaktoren: Rauchen, Vapen und Umweltbelastungen
• COPD weltweit: Die dritthäufigste Todesursache
• Unterschied zwischen COPD und Asthma
• Früherkennung und Diagnostik: Lungenfunktionstest und CT
• Stadien der COPD: Von Gold 1 bis Gold 4
• Innovative Forschung: Biomarker und KI-gestützte Früherkennung
• Therapiemöglichkeiten: Der aktuelle Stand
• Lebensstil und Prävention: Was Sie selbst tun können
• COPD International Network: Weltweite Zusammenarbeit
• Digitale Zukunft: KI-Apps und moderne Diagnostik
• Lungentransplantation: Letzte Option für schwere Fälle
• Fazit: Prävention als Schlüssel zur Gesundheit

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Aktuell leben 6 bis 7 Millionen COPD-Patienten in Deutschland, aber sehr viele wissen nicht, dass sie eventuell COPD haben. Heute widmen wir uns einer der weltweit bedeutsamsten Erkrankungen, was aber vielen nicht bewusst ist, der COPD. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung gehört sowohl in Deutschland als auch weltweit zu den führenden Todesursachen.

Um dieses wichtige Thema besser einzuordnen und ein größeres allgemeines Bewusstsein zu schaffen, freue ich mich sehr, einen der Experten der COPD-Forschung begrüßen zu dürfen, Professor Ali Önder-Nildirim, der seit vielen Jahren auf dem Gebiet der pulmonalen Erkrankung tätig ist und maßgeblich zur Weiterentwicklung der Diagnostik und Therapie beigetragen hat.

Wie merke ich das denn, ob ich da gefährdet bin oder ob ich das haben könnte? Klassisch würde ich sagen, Atemnot oder Husten oder Auswurf, die sind das erste Zeichen. Aber das bedeutet nicht, wenn man dieses Zeichen hat, dass man COPD hat. Nun, man muss darauf achten, ob... Gibt es auch eine Therapie? Gibt es eine Tablette? Gibt es eine Spritze?

Gibt es irgendwas, was ich heute auch schon nehmen kann oder die mir der Arzt verschreibt? Herr Yildirim, was ist COPD eigentlich und warum ist es so relevant für unsere Gesundheit? Also... COPD, also steht für das chronische obstruktive Lungenkrankheit und ist eine Krankheit, eine chronische Krankheit der Atemwege und des Lungengewebes.

Das ist, wie ich beschreibe, das ist einmal, dass es, wird das so Atemwegen betroffen, was wir nennen chronische Bronchitis. Das ist, wird erhöhter Schleim und dann auch Entzündungs in den Atemwegen und das zweite ist das Lungenemphysema. Das heißt, der Verlust von den Lungenbläschen, wo die auch essentiell sind für den Gasaustausch, für die Sauerstoffabnahme und die Bläschen werden zerstört und dann dadurch entsteht eine Krankheit, die wir auch COPD nennen.

Wie merke ich das denn, ob ich da gefährdet bin oder ob ich das haben könnte? Das ist auch eine sehr gute Frage. Ich meine, das ist in Deutschland heutzutage auch AOK, Daten zeigen, leben ungefähr sechs bis sieben Millionen COPD-Patienten, die auch, eine noch dazu kommen. Sechs bis sieben Millionen in Deutschland im Jahr?

Im Jahr. Also aktuell leben sechs bis sieben Millionen COPD-Patienten und dann auch einiges nicht mehr wissen, dass die eventuell COPD haben. Das ist die Frage, wie erkenne ich oder wann kann ich erkennen, dass ich eine COPD habe? Sicherlich, COPD ist eine chronische Krankheit. Eine chronische Krankheit, dass man das sehr lange dauert, bis man das COPD bekommt.

Das erste Zeichen ist das Husten. Also morgen früh oder dauerhafter Husten. Also ich wache morgens auf und ich muss eigentlich mich schon so ein bisschen räuspern und husten. Und das regelmäßig. Okay, ganz genau. Wenn es ein regelmäßiges Husten gibt und dann noch dazu eine erhöhte Anzahl von Infektionen, dass man das hat, pro Jahr mehrere Mal Infektion.

Also mehr öfters erkältet. Ja, öfters erkältet. Und noch dazu, dass man eine Atemnot hat. Zum Beispiel, man geht Treppen hoch, aber das fühlt sich, dass dieses Atmen kürzer wird. Und klar, dass man das auch im Sport macht. Und dann plötzlich fühlt man sich sehr zunehmend erschöpft. Ich meine, klassisch sozusagen Atemnot oder Husten.

Atemnot oder Auswurf, das sind die ersten Zeichnungen. Aber das bedeutet nicht, dass wenn man diese Zeichnung hat, dass man COPD hat. Nun, man muss darauf achten, ob man dadurch auch andere Risikofaktoren hat. Sicherlich Rauch, Zigarettenrauch ist einer von den großen Risikofaktoren. Und gleichzeitig natürlich, wenn man das weiß selber, dass man als Kind sehr viele Infektionen hatte oder Frühgeburt.

Oder zum Beispiel, dass man in einem Umfeld lebt, wo sehr viele Feinpartikel da sind. Dass man sozusagen belastet ist für eine Lungenschädigung. Und dann kann man natürlich durch diese Kombination von Lungenzeichnungen, wo die Lunge ein Signal gibt, mir geht es nicht gut. Die Lunge fühlt sich, dass es nicht mehr normal ist.

Und noch dazu durch die Risikofaktoren. Auch natürlich Passivrauchen ist ein wichtiger Faktor. Auch Passivrauchen. Auch Passivrauchen natürlich. Weil heutzutage viele Jugendliche, aber auch erwachsene Leute, die auch durch Passivrauchen beträchtet oder beeinflusst waren. Ich sage da waren, nicht nur sind.

Auch wenn jemand auch Ex-Raucher ist, hat das auch einen Risikofaktor für das COPD-Entstehen. Und meine Empfehlung ist das, dass man das direkt, oder Hausarzt oder Lungenarzt gehen sollte, sich von den Lungenfunktionen untersuchen muss. Wie ist es mit Vapen? Ist das auch ein Risikofaktor? Bei den Jugendlichen ist ja, habe ich das Gefühl, Vapen fast mehr angesagt aktuell als wirklich noch Rauchen.

Ist das auch ein Risikofaktor? Es ist definitiv ein riesengroßer Risikofaktor, vor allem bei Jugendlichen. Bei Jugendlichen, die Lunge sich noch nicht so entwickelt hat, dass... induziert eine höhere Anfälligkeit für jede Art schädliche Änderungen, Noxen. Und dadurch, Vapen ist heutzutage auch einer der großen Risikofaktoren für die COPD-Entstehung, als auch gleichzeitig für die erhöhte Infektion.

Weil durch das Vapen, man inhaliert nicht wie Rauchen, auch dass zum Beispiel die Anzahl von Vapen so erhöht ist, dass die Jugendlichen oder die Erwachsenen auch, die Konzentration durch die Vapen, die sie inhalieren, sehr höher ist als das Rauchen. Und das verursacht auch eine größere Menge Ansammlung von schädlichen Noxen in der Lunge.

Und das induziert einen riesengroßen Risikofaktor. Einerseits... für die COPD-Entstehung, aber auch gleichzeitig andere Lungenerkrankungen. Aber das ist interessant, weil die Leute Vapen ja auch dann, weil sie denken, es ist gesünder als zu rauchen. Also, ich möchte gerne natürlich, dass sie es auch ein bisschen unterscheiden.

Also, wenn wir das, unsere Forschungen zeigen auch, wenn wir Zigarettenlauch per Puff anschauen, Zigarettenlauch hat über 4500 Komponenten oder Chemikalien drin. Mhm. Sicherlich... Per Puff hat man so viele chemische Strukturen drin. Und das ist schädlich. Vapen hat weniger. Also, ungefähr aktuell wissen wir schon, 100 Stück, 100 Fächer drin.

Deutlich weniger. Deutlich weniger. Mhm. Im Vergleich zu Zigaretten ist weniger schädlich, aber in Bezug auf die Schädlichkeit hat es immer noch eine sehr höhere Schädlichkeit. Und noch dazu... Raucher... Rauchen... Vielleicht pro Tag 20 Stück. Mhm. Aber Vapen, im Vergleich zu den Rauchen, Vapen so oft, so viel, und das ist im Vergleich...

Ich gucke nochmal wieder so zwischendurch. Ganz genau. Und das ist wie im Vergleich, als ob die pro Tag 100 Stück rauchen. Genau. Also, die Lunge wird quasi permanent immer wieder belastet. Ganz genau. Mhm. Und das natürlich verursacht, dass die Lunge einerseits permanent, also mit dem Schadstoff, von Vapen beeinflusst und dann beschädigt, und gleichzeitig kann sie sich nicht mehr regenerieren.

Mhm. Und das natürlich wiederum unter Druck, die Lungen, spezifische Immunsysteme, und das vereinfacht die Lunge, sich durch Infektionen, also Infektionen zu erhalten. Nimmt denn jetzt die COPD über die Jahre zu? Ja. Oder wie ist da so der... oder... Ja, ja. Wie ist das weltweit? Also, in der Tat, also weltweit nimmt die COPD leider mehr und mehr zu.

Es ist ja, wie ich gelesen habe, mittlerweile die dritthäufigste Todesersache. Das muss man ja mal so klar sagen. Das ist wahrscheinlich den meisten gar nicht bewusst. Nach Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebserkrankungen ist an Nummer drei dann schon COPD. Also, das hat natürlich allerhöchste Relevanz.

Und ist es in der Tat eine Volkskrankheit? Also, wie ich gesagt habe, in Deutschland leben sechs bis sieben Millionen. Weltweit wissen wir schon, über 400 Millionen leiden offiziell in der COPD. Aktuelle Daten aus China kamen, dass bis zu 200 Millionen COPD-Patienten leben in China. Die Daten sind nicht ganz veröffentlicht, aber wissenschaftliche Arbeiten zeigen das.

Wegen der großen Luftverschmutzung in den Megacities, oder? In der Tat. Also, das wollte ich gerade sagen. Einerseits natürlich diese wirtschaftliche Verbesserung von den Leuten, die einen schlechteren Lebensstil haben. Also, wie gesagt, es war bekannt oder es wurde immer definiert, COPD ist eine Raucherkrankheit.

Aber wir wissen heute, dass es nicht eine Raucherkrankheit ist, also eine schlechtere Ernährung. Das heißt eine Übergewichtigkeit oder eine erhöhte, also reduzierte sportliche Aktivitäten. Und auch gleichzeitig eine erhöhte in den staatlichen Umwelt zu leben, wo sehr viele Feinstoffpartikel oder Dieselpartikel beteiligt sind.

Und das ist natürlich alles Ursachen, dass die Lunge beschädigt ist. Und es entsteht dadurch eine größere Anzahl von COPD-Patienten. Weiß man, wie viel Prozent der Raucher so allgemein COPD bekommen, kann man das sagen? Also, die Daten, das ist so, ich würde gerne die Frage anders antworten. Also, wenn man auch COPD-Patienten anschaut, wie viele davon Raucher sind.

Ja. Die Daten stehen so. Über 80 Prozent, also COPD-Patienten, sind Raucher. Ja. Die Daten stehen so. Über 80 Prozent, also COPD-Patienten, sind Raucher. Das heißt, es gibt schon auch mittlerweile einige Nichtraucher, die auch COPD entwickeln. Insbesondere, die auch eine genetische Disposition haben.

Zum Beispiel eine genetische Defizition von den Alpha-1-Antitrypsin-Patienten. Die entwickeln mit der Zeit auch so eine COPD-Krankheit. Könnte man das messen im Vorfeld? Ja. Um zu wissen, dass man da gefährdet ist? Also, ja, das ist durchaus möglich. Die Krankenkasse erlaubt Menschen einmalig vor allem gegen Alpha-1-Antitrypsin-Defizienz zu messen.

Wie macht man das? Ist das über eine Blutabnahme? Also, über eine Blutabnahme. Das wird also genetisch untersucht und durch das genetische Bild, dass man das auch feststellen kann. Also, wie ist es denn jetzt im Unterschied zu anderen Lungenerkrankungen? Viele kennen ja Asthma, Asthma-Prontiale. Das ist ja auch ein zunehmendes Problem.

Wie unterscheidet sich die COPD von einer Asthmaerkrankung? Erstmal als Risikofaktor und dann auch natürlich pathologisch. Also, in der Asthma. Die Patienten sind auch Asthmatiker, weil die allergische Reaktionen haben. Also, das Immunsystem reagiert allergisch. Asthma ist immer eine allergische Reaktion?

Also, 90% allergische Reaktion. Also, man hat so eine allergische oder überreagierte Immunsystem. Dadurch hat man ein aktiviertes Immunsystem, Immunzellen. Und das induzieren in der Lunge ausschließlich in den Atemwegen einen erhöhten Schleim und dann gleichzeitig eine reduzierte, also erhöhte Lungenmuskelkontraktion, dass man nicht ein- und ausatmen kann.

Im Fall von COPD in der chronischen Bronchitis, dass da auch Atemwege betroffen sind, aber COPD hat eine zweite Komponente, sozusagen eine Lungenemphysema. Was das wiederum entsteht, was man nicht pathologisch bei den Asthmatikern beobachten kann. Also, diese aufgeblähten Lungenbläschen. Ganz genau. Und dann natürlich wieder zurück zu Umweltbelastungen oder auch Zigarettenlauch sind nicht unbedingt dieser Hauptrisikofaktor für den bronchialen Asthma-Patienten.

Aber die natürlich auch so ein großer Risikofaktor für den COPD-Patienten sind. Jetzt fragen sich die Leute vielleicht, viele haben ja in der Jugend oder da noch ein bisschen länger geraucht, aber haben dann eingesehen, das ist keine gute Idee und haben dann irgendwann aufgehört. Gibt es da so Grenzwerte, wo man sagen kann, okay, wenn du fünf Jahre geraucht hast, hast du kein besonders hohes Risiko oder ist jegliche Art des Rauchens in der Vergangenheit irgendwo ein negativer Faktor für eine Entwicklung oder ein positiver Faktor, wie man es sehen will, für die Entwicklung einer COPD?

Also, ja, das ist eine gute Frage. Natürlich, ich würde definitiv allen Rauchern sofort empfehlen, dass sie aufhören zu rauchen. Weil, klar, je früher man aufhört zu rauchen, desto besser für die Gesundheit. Ja. Das steht, keine Frage. Ja. Nun, wir wissen schon mittlerweile, wenn jemand auch sehr in der Jugendzeit oder auch bis zum 30, 40-jährigen Lebensjahr sehr viel und stark geraucht hat, hat eine Schädigung in der Lunge.

Und diese beschädigte Lunge kann sich mit der Zeit regenerieren. Nun, ich glaube, das ist eine gute Frage. Lunge ist ein Organ, hat auch sehr viele Assoziationen, Interaktionen mit der Umwelt. Das heißt, die Lunge und auch aktive Organe vor allem, hat eine nicht so ganz große Regenerationskapazität wie die anderen Organe, wie zum Beispiel Leber.

Ja. Und dadurch, wenn man weiß, dass die Lunge durch diesen langen Zeitraum, durch diese lange Rauchen beschädigt ist, sollte man erst einmal untersuchen lassen, wie weit die Lunge beschädigt ist. Das kann man auch durch einen CT oder mit einem einfachsten Lungenfunktionstest untersuchen. Und dadurch kann man ein Bild von eigener Lungengesundheit machen.

Und das natürlich, wenn das auch die Schädigung minimaler ist. Und das kann man natürlich, also durch diese Atemübungen-Technologie. Durch diese Atemübungen-Techniken und durch die bessere Ernährung und durch auch bewusst das Leben, die Beschädigung, Prozesse verlangsamen oder auch einiges verbessern.

Klar, wenn man nicht aufhört, weiter zu rauchen und dann kommt am Ende eine COPD. Das ist eine von den großen Herausforderungen von unseren COPD-Patienten. Patienten. Die Erkenntnis oder Diagnose entsteht sehr später. Obwohl Raucher oder die vielen Patienten erfahren sehr frühzeitig ein paar Signale von der Lunge, wie ich auch vorhin erwähnt habe.

Einfach morgen erhöhte Husten oder Auswurf oder Atemnot. Die ignorieren das öfter. Oder die beziehen das auf. Ich bin älter geworden. Ich habe in letzter Zeit keinen Sport gemacht. Ist ja normal. Gehört ja sozusagen fast dazu. Ja genau. Aber die sind als wichtige Zeichnung. Wenn man diese Risikofaktoren hat, sollte man sich nicht ignorieren.

Und alles später. Kann alles sehr spät werden. Aber die COPD ist nicht heilbar, oder? Wenn ich die Diagnose habe, kann ich die Erkrankung so stoppen, dass ich daran sorge, dass ich daran, sagen wir mal jetzt extrem gesagt, nicht versterben werde? Oder schreitet die COPD, so ziemlich egal was ich mache, immer langsam weiter vor?

Weil, wie Sie gesagt haben, es ist ja eine chronische Erkrankung. Aber die wird ja auch chronisch schlechter, oder? Also, wenn man nichts macht, wird eben natürlich weiterhin diese Risikofaktoren beibehalten oder weiterführt oder beeinflusst ist. Wird das natürlich Krankheit mit der Zeit. Mit der Zeit verschlechtern.

Ja. Heute, also es gibt natürlich eine riesengroße Forschung, woran wir auch in unserem Institut für Lungengesundheit und Immunität am Helmholtz-Zentrum München, aber auch gleichzeitig an dem Universitätsklinikum LMU, im Institut für experimentelle Pneumologie, wir forschen daran, zu verstehen, ob wir das sehr früh zeichnen, identifizieren können.

Das heißt, wenn man das COPD-Patienten anschaut, es gibt natürlich nicht, dass alle COPD gleich sind. Es ist, Krankheit ist auch sehr heterogen. Es gibt ja diese verschiedenen Stadien, ne? Ganz genau. Gold 1, 2, 3, 4. Genau. Es gibt verschiedene Stadien, die Gold 1 bis 4 und dann in Gold 1, Patienten sind auch wenig beeinflusst.

Oder? Haben sie niedrige COPD-Stadium, vergleichst du Gold 4? Gold 4 heißt es, ich brauche Atemunterstützung, ich brauche ein Atemgerät, weil meine Lunge selber schon so schlecht ist, dass ich selber nicht mehr genug Sauerstoff einatmen kann? Ganz genau. Also Gold 4 ist definiert als natürliche Lungenfunktionskapazität unter 30 Prozent.

Das heißt, diese Menschen haben nicht mehr als 30 Prozent Lungenkapazität. Und die fühlen sich so, atmen wie, als ob die durch eine Strohhalme atmen. Oder haben sie das Gefühl, als ob auf der Brust ein Stein liegt und das nicht mehr atmen oder ersticken Gefühl hat. Also man hat das Gefühl, ich kriege nicht genug Luft, das macht einem ja auch Angst.

Ganz genau. Ganz genau. Und ängstlich sind sie definitiv. Und dadurch, weil die nicht atmen können, isolieren sie sich von der Gesellschaft. Dann haben sie wieder Angst, allein zu sein. Sind sie auch öfter allein? Oder sie können nicht einfache Lebensfunktionen wie Spaziergehen, Freunde treffen oder einkaufen können sie nicht mehr betätigen.

Und das natürlich auch, lässt sie auch mehr und mehr von dem Leben isolieren. Und zurück zu den COPDler. Wir, also Forschung daran, also erstmal eine Seite sowohl durch die Technologie, durch heutzutage über die künstliche Intelligenz, dass wir Patienten früh erkennen und haben wir nicht nur eine klassische Immunsysteme oder entzündungshemmende Systeme, sondern auch verschiedene Biologikum.

Zu identifizieren oder targeten. Was untersuchen Sie da genau? Wie finden, nach was suchen Sie da für die Früherkennung? Welche Parameter werden da analysiert oder gesucht? Also was wir aktuell also machen, also wir untersuchen eine Seite der Atemluft, versuchen wir über den Atemluft so verschiedene COPD Muster zu erkennen, ob wir dadurch früh erkennen.

Eine. Und die zweite ist, dass was ich auch sehr viel, also hoffnungsvoll, also daran investieren wir, dass wir also in dem Blut eine spezifische Immunzellen also untersuchen. Und was wir bei den bisherigen Experimenten festgestellt haben, es gibt eine spezifische COPD-Patienten, spezifische Immunzellen, die durch diese langen Jahre rauchen oder vielleicht eine Risikofaktor.

Dass sie epigenetische Modifikation haben. Und diese Immunzellen, eine von, ich würde sagen nicht für alle COPD-Patienten, aber überwiegend COPD-Patienten, die wir identifiziert haben, dass die Immunzellen induzieren in der Lunge eine schnellere Schädigung. Was für Immunzellen sind das? Wie heißt das?

Also die sind Monocytin aktivierte Makrophagen, die auch eine spezifische epigenetische modifiziert sind. Das heißt letztlich, das kann vererbt werden? Nein, das ist nicht in dem Fall diese epigenetische Geerbtes, sondern das ist auch posttranslational. Also das heißt, wenn das Protein entsteht durch diesen DNA und RNA Differenzierungs und durch die Translation, das werden sie auch manche so Proteine durch diesen Arginin Amino Acid modifiziert.

Also durch die. Durch die Schädigung, durch Rauchen oder Umwelteinflüsse verändere ich meine Gene. Verändern Sie Ihre Proteine, nicht Gene, Proteine. Verändern wir unsere Proteine. Ganz genau. Und diese Proteine in den Monocytin Makrophagen induzieren eine schnellere Aktivierung von den Makrophagen, die dann in die Lunge ankommen.

Also von den Fresszellen. Von den Fresszellen. Und dann diese Fresszellen dann fressen die Lungengewebe und induzieren eine stärkere Schädigung. Das kann man sich vorstellen. Das klingt nicht gut. Ja, das klingt nicht gut. Aber wir haben natürlich jetzt einiges, also Medikamente, also einen Komponenten, also Medikamente entwickelt, um diese spezifischen Mechanismen zu verhindern.

Mhm. Und es ist natürlich noch nicht da, dass wir das bei dem. Es ist noch nicht da, dass wir ein klinisches Studium durchführen. Nun, wir forschen daran. Das ist rein experimentell bisher. Es ist aktuell rein experimentell, aber wir hoffen, dass wir in den nächsten Jahren, dass durch unsere experimentellen Forschungen an den Patientinnen und Patienten ankommen.

Also das wäre natürlich ein riesen, riesen Fortschritt. Und das ist der Grund, warum es so früh, es ist so früh wichtig, das zu erkennen. Aber wenn ich jetzt nicht, wenn ich nicht bei Ihnen jetzt im experimentellen Setup bin, wie? Was kann ich denn als, sagen wir mal, Normalsterbliche in Anführungszeichen machen, um diese ganz frühen Zeichen zu finden?

Kann ich eigentlich gar nicht, oder? Weil wenn ich jetzt schon schleimigen Auswurf habe und starkes Husten, das klingt ja für mich schon irgendwo ein bisschen fortgeschritten. Das ist ja nicht ganz früh. Richtig? Nein. Also wenn man natürlich nur Husten hat und nur ein bisschen Schleim in sehr frühen Jahren.

Dann, das könnte ein erstes Zeichen sein. Okay, was mache ich dann? Also, das Wichtigste wäre, wenn Sie, wenn man da einen Husten und Schleim und dann einen verschlechterter oder zunehmender Erschöpfungsgefühl hat durch diesen Atem. Meine erste Empfehlung ist es, suchen Sie bitte einen Hausarzt oder Lungenarzt.

Lassen Sie Ihre Lunge also Funktionen messen. Das wäre die erste Zeichen. Also mit der normalen Lungenfunktion, wo ich so reinblasen muss, kann ich da schon ganz gut erkennen, ob mit meiner Lunge was nicht stimmt. Ganz genau. Also natürlich, also das wäre dann das Erste, was ich empfehlen würde. Und jetzt sagt er, ja, Ihre Lunge ist schon im Stadium 1 angeschlagen.

Dann wird die Frage sein, okay, rauchen Sie? Nein, ich rauche nicht. Habe ich blöderweise trotzdem. Was kann ich dann tun? Also es gibt natürlich also nur 10 bis 20 Prozent Nichtraucher, die das COPD haben können. Es gibt immer noch, weil das eine Krankheit ist. COPD ist nicht nur auch durch das Rauchen, durch andere Faktoren entsteht und das auch eine systemische Krankheit ist.

Also das heißt Übergewichtigkeit oder sehr dünn, sehr was, Untergewichtigkeit ist auch riesengroße Risikofaktoren. Übergewicht und Untergewicht. Ganz genau. Und dann auch weniger Bewegung ist auch ein anderer Risikofaktor. Und was man natürlich machen, also wenn man nicht raucht, es gibt natürlich aktuell leider keine kurative Therapie für das COPD.

Es wird dieses Symptomen gelindert. Also man schaut, dass das so ist. Ob man das, dieses Fortschritt in den Faktoren, dass das, wenn das jemand nicht raucht, aber dafür eine Umweltbelastung hat oder übergewichtig oder untergewichtig ist oder man muss natürlich untersuchen, also individuell anschauen, ob man das, diese Risikofaktoren, die das auch die Verschlechterung der Lunge verursachen, verhindern kann.

Und kann ich das mit Lebensstilfaktoren sozusagen? Also wenn ich jetzt übergewichtig bin, ich nehme 10, 15 Kilo ab. Damit kann ich die COPD auch zumindest in ihrer weiteren Entwicklung einbremsen. Also es gibt einen Studie darüber, zeigt er schon, dass sowohl übergewichtig als auch untergewichtigste Menschen haben Anfälligkeit oder um COPD zu entwickeln.

Dadurch kann man kann man auch so unterscheiden. Kann man kann man auch so ein Zusammenschlüsseln sagen, wenn jemand, das übergewichtig ist, aber nicht raucht, nicht andere Risikofaktoren hat, das kann natürlich eine verbesserte Lebensqualität führen. Und das kann auch die Lunge helfen, sich zu regenerieren.

Und gleichzeitig, wenn man auch übergewichtig ist, hat man auch ein aktiviertes Immunsystem in den ganzen Körper. Und durch dieses aktivierte, das wir nennen Meta-inflammation, das ist also ein erhöhtes, sehr niedriges, aber chronisches Entzündungsparameter, induziert in den ganzen Körper, nicht nur die Lunge, aber auch andere Organe Schädigung.

Und durch diese Abnahme, das kann alles verbessert werden. Ja, das hatten wir auch ansatzweise in unserem Entzündungspodcast mit der Frau Prosakrit diskutiert. So ähnlich den Punkt. Aber sagen wir jetzt noch mal praktisch. Also sagen wir, ich rauche und ich bin übergewichtig. Gibt es ja leider relativ häufig bei uns in der Gesellschaft.

Rauchen ist trotzdem wahrscheinlich mit Abstand der stärkste Faktor. Das heißt, wenn ich sage, ich rauche weiter, aber nehme zehn Kilo ab, wird das einen Effekt haben? Oder sagen Sie, der Rauchfaktor ist so dominierend, dass wenn ich das mit dem Rauchen nicht lasse, dann sind die anderen abhängig? Oder sind die anderen Aspekte auch nicht mehr so wichtig?

Oder kann man das so nicht sagen? Ja, also man kann nicht so etwas sagen, weil sicherlich Rauchen ist ein großer Risikofaktor, aber nicht nur allein. Also ich möchte gerne eine Klarheit schaffen auch für die Gesellschaft, dass COPD nicht eine Raucherkrankheit ist. COPD ist eine Krankheit für das ganze System.

Also das heißt übergewichtig, untergewichtig. Oder auch Umweltbelastungen, dass man das sozusagen in einem staatlichen Teil lebt, wo man auch sehr viel Feinstaub hat oder in einem Arbeitsplatz oder wie Sie vorhin erwähnt haben, also passiv rauchen oder auch gleichzeitig wie das ist in einem Weben. Die sind alles Risikofaktoren für das COPD-Entstehen.

Es entsteht nicht nur durch einen Faktor. Es muss, es wird auch mehrere Risikofaktoren zusammenkommen. Und dann am Ende entsteht eine chronische, heutzutage nicht rückgängige Lungenschädigung. Ich habe jetzt so gefragt, weil man kennt es ja so im Freundeskreis, es gibt ja viele Leute, die sozusagen das mit dem Rauchen nicht lassen können.

Rauchen ist ja eine Art Sucht, ein Nukleotin und ich brauche das, ich kann und ich will es nicht lassen. Vielleicht ist es noch leichter, ein bisschen weniger zu essen, abzunehmen, aber mit dem Rauchen, das muss ich weitermachen. Deshalb frage ich so, okay, wenn ich dann zumindest sage, ich nehme ab, dann sagen Sie, das ist schon ein Faktor, es ist vielleicht nicht genug, aber es ist auch nicht nichts.

Also ja, definitiv aufhören zu rauchen ist es essentiell, aber wenn man nicht aufhören kann, kann man natürlich Rauch ansagen. Und wenn man es nicht kann, kann man es nicht auslösen. Ich finde es gut, wenn man an einem Tag die Zigarettenanzahl oder Puffanzahl reduziert. Wenn man pro Tag eine Schachtel 20 Zigaretten raucht und dann jede Zigarette mit 10 Puff nimmt, wenn man das also anstatt 10 Puff oder 5 Puff reduziert oder die Zigarettenanzahl reduziert, dann ist das immer noch eine Reduktion, das hilft immer.

Natürlich, wenn man das nicht aufhören kann oder reduzieren kann, aber dafür nimmt man ab und dann versucht man eine gesunde Ernährung zu machen. Ja, das stimmt. gesund ernähren oder einen besseren Atem oder ein Umfeld zu schaffen, wo eine saubere Luft ist, ist immer vorteilhaft. Also das möchte ich gerne unterstreichen.

Also es ist definitiv ein Fortschritt, sozusagen eine Verbesserung für die Gesundheit der Lunge. Das ist ja zumindest gut und wichtig schon mal zu hören. Wie ist es jetzt in dem Zusammenhang, die CT-Diagnostik einzuschätzen? CTs werden ja mittlerweile viel häufiger gemacht als früher. Sollte das nicht in so eine Art auch Präventionsprogramm damit aufgenommen werden?

Also unter der Prämisse, dass es ja so eine wichtige Erkrankung ist und so viele Menschen betrifft. Ich habe jetzt noch nicht gehört, dass man gesagt hat, ab dem 50. Lebensjahr oder so sollte man einmal ein CT machen, um die Lunge zu untersuchen. Es gibt solche Ideen oder ist es total weit hergeholt?

Nein, nein, es gibt solche Ideen. Es gibt da eine große Herausforderung, dass es nicht überall ein CT-Gerät gibt. Also sicherlich für die Prävention, für den COPD, also Frühdiagnose, neben der Lungenfunktion, ist CT die entscheidende Methodik, um die Frühphasen des COPD zu identifizieren. Man beobachtet ja durch die CT-Untersuchung, wenn erste pathologische Zeichnungen da sind.

Das heißt also, man hat dort entweder eine sehr geringe oder frühe Phase von COPD, dann kann man durch die CT-Untersuchung identifizieren, dass diese Person eine frühe Phase COPD hat. Natürlich, wenn Sie sagen, wir haben ja unsere Prävention. Also eine von unseren Fragen. Die Forschung ist auch daran, wir wollen auch früh identifizieren, bevor diese pathologischen Lungen, diese pathologischen Änderungen entstanden sind.

Wir versuchen das natürlich einerseits durch die Hilfe von KI, das als ein Bild zu machen oder über das Blut mit dem Fächer, mit dem Fächer deiner Entzündungsmarker identifizieren, zu zeigen, dass diese Person kombiniert, mit dem natürlich auch Lebensstil oder falschen Lebensstil wie Rauchen, wie der Umweltfaktor belastet ist, zu einem noch früher identifizieren, ob diese Person einen COPD entwickeln würde.

Aber das wird ja in der Routine noch überhaupt nicht gemacht. Wenn ich jetzt sage, ich mache einen Präventionscheck, dann wird vielleicht meine Lunge ein bisschen abgehört. Diese frühen Formen werde ich da ja voraussichtlich nicht feststellen. Sie haben recht. Also man kann natürlich, also dieses Vorschlag oder die Ideen, die ich gesagt habe, die sind noch nicht da, dass man das implementieren kann, so tägliche Routinen implementieren kann.

Also ideal wäre es natürlich, wenn ich dann bei meiner Blutabnahme, wie Sie sagen, schon irgendwelche Marker finden würde, ähnlich wie bei Leber- oder Nierenwerten, die dann vielleicht nicht stimmen. Aber das ist noch nicht wirklich etabliert und auch nicht definiert. Da kann ich nicht sagen, okay, eigentlich müsste das ja entsprechend der Dimension, was das Ganze hat, irgendwo im, sagen wir mal, Routine-Labor schon sein.

Also daran forschen wir, daran arbeiten wir. So weit ist es noch nicht. So weit ist es noch nicht, leider. Aber wir sind soweit in unseren experimentellen Forschungen, auch mit dem menschlichen Blut, dass wir diese frühen COPD-spezifischen Signale feststellen. Wir werden, wir arbeiten daran. Und das natürlich, hoffentlich sehr bald, das implementieren, dass wir das auch eine Routine untersuchen wird.

Wann wird es das geben? Was glauben Sie? Das ist eine sehr gute Frage. Wenn Sie mich fragen würden, ich würde gerne morgen machen. Aber ich denke, in den nächsten Jahren, dass wir soweit sind, dass wir das auch mindestens in einige klinische Studien reinbringen und dass wir untersuchen können, dass wir nicht nur Patienten, sondern?

Screening. Screening durchführen bei den Rauchern. Ist das jetzt eine deutschlandspezifische Sache oder ist das weltweit so? Gibt es, die USA ist ja oft ein bisschen weiter in diesen Dingen. Gibt es in den USA schon Protokolle, wo sowas untersucht ist? Oder ist das auch kein Unterschied? Also es gibt keinen, also keine spezifischen weltweit.

Das ist also ein Thema, wo wir jetzt in München das voranzutreiben und untersuchen. Ich möchte gerne. Natürlich dort gleichzeitig eine Initiative, die wir jetzt in München gestartet haben, erklären, das haben wir also genannt, also COPD Einheit. Das steht für COPD Internationale Netzwerk, wo wir jetzt monatlich von Sydney bis San Francisco über 200 Wissenschaftlerinnen und Kliniker treffen online und diskutieren wir, warum wir heute.

COPD nicht heilen können oder wann können wir eine Methode, außer CT, eine einfache Methode Biomarker entwickeln, dass wir den COPDler, bevor die erste Zeichen haben, identifizieren können. Und das haben Sie ins Leben gerufen? Das haben wir, das haben wir in Lebens gerufen, also in München. Und das ist das.

Das haben wir, also erste große Konferenz vor drei Jahren in München geführt und zweite Konferenz war in Boston, in Harvard. Und dann dieses Jahr, das ist vor ein paar Monaten, haben wir auch in Prag, in Europa getroffen und dann das werden wir weiterführen. Sehr gut, sehr gut, beeindruckend. Und jetzt nochmal, jetzt habe ich, ich habe einen Lungentest gemacht.

Ich bin Raucher. Ich habe jetzt irgendwo die Diagnose bekommen. Das eine ist ja jetzt, ich versuche die Noxen. Also Rauchen oder umweltschädliche Stoffe zu vermeiden. Aber das ist ja jetzt Vermeidung. Das ist ja jetzt noch keine wirkliche Therapie. Gibt es auch eine Therapie? Gibt es eine Tablette? Gibt es eine Spritze?

Gibt es irgendwas, was ich heute auch schon, also abgesehen von den Sachen, die Sie erforschen, die ich heute schon nehmen kann oder die mir der Arzt verschreibt? Also leider nicht. Leider nicht. Es gibt keine Medikation, es gibt keine Therapie, die kausal mir helfen. Würde, um meine Erkrankung zumindest einzudämmen.

Also leider nicht. Also das ist das auch eine von den Ursachen, warum COPD immer noch eine dritte häufigste Krankheit weltweit ist, weil es keine kausale Therapie gibt. Es gibt nur eine Symptomlinderung oder entzündungshemmende Medikamente und es gibt keine aktuellen Medikamente, die mir helfen. Womit wir das so einen Patienten behandeln können.

Also Prävention ist damit ja das A und O. Früherkennung ist das A und O, weil je weniger Lungenschädigung ich habe, desto besser und durch größte Wahrscheinlichkeit kann ich damit viele Jahre noch gut klarkommen und logischerweise, je weiter das fortgeschritten ist, desto weniger sind meine Chancen, dass ich die Situation irgendwo kontrollieren kann.

Also ja, Sie haben sehr gut zusammengepasst. In der Tat. Und Prävention, vor allem so eine Volkskrankheit, ist das Entscheidende. Es ist leider COPD nicht bekannt ist, weltweit, aber in Deutschland. Wir haben auf der Grundform, warum wir uns heute unterhalten, das ist ja total erstaunlich. Also ich finde das Thema, dass Sie das auch aufgerufen haben, finde ich sehr interessant.

Und dann auch danke nochmal an Ihnen für das Podcast. Ich wollte nur sagen. Wir haben auch, weil am 19. November war das Welt-COPD-Tag und vor einem Monat haben wir auch von unserem Zentrum und auch, wo ich das in der Stiftung Atemweg führe, gemeinsam haben wir eine COPD-Aufmerksamkeit-Kampagne gestartet.

Und in ganz Deutschland war die Kampagne über den Fächern der Kanäle veröffentlicht und 1,3 Millionen Leute haben geklickt. Und dann, wir haben auch. Wir haben gesehen, dort einen Test gemacht, dass es, ob das individuell ein Risiko für das COPD haben können. Und über 20.000 Leute haben geklickt und den Test durchgesogen.

Und wir haben festgestellt, ein Drittel von den Personen, die den Test durchgeführt haben, haben ein höheres Risiko für die COPD-Entstehung. Und wir haben ihnen empfohlen. Und wir haben ihnen empfohlen, erst wieder zu einem Hausarzt oder Lungenarzt zu gehen, um deren Lungen zu kontrollieren. Und zurück zu der Therapie für die COPD.

Ja, es gibt keine kausale Therapie, wo man das beim Arzt verschreiben lassen kann. Außer, wie ich gesagt habe, das ist entzündungshemmend. Deswegen, auch die Prävention steht sehr, sehr wichtig. Also, der Einsatz für den COPD zu kämpfen. Ich möchte gerne trotzdem einen unserer Erfolgs schildern, das ist in der experimentellen Forschung wieder, dass wir mittlerweile also einiges Mechanismen entdeckt haben, um das auch in den experimentellen Bereich, sowohl in den experimentellen Tierforschungen, als auch, dass es in den.

Ähm, humanen Lungengeweben, dass wir durch unsere Therapie die beschädigte Lunge reparieren oder generieren können. Also, es gibt einen sehr vielversprechenden Ansatz, woran wir jetzt arbeiten und dann hoffe ich, dass wir das in den nächsten Jahren mindestens erste klinische Studien durchführen können.

Also, es könnte in der Zukunft tatsächlich ein Medikament geben. Was die COPD therapieren oder vielleicht sogar heilen kann, zumindest vielleicht in frühen Stadien. Das ist das unserer große Vision. Das ist ihre Vision. Das ist ihre Zielsetzung. Genau. Also, unsere. Wir haben in der Tat auch so wichtig ist, erst mal früh erkennen, sehr früh erkennen und dadurch können wir eine präventive Maßnahmen wahrnehmen, damit sich jetzt gibt es nicht.

Ich habe irgendwas gelesen. Chicago oder irgendwo. Gibt es ein. Ein KI-gesteuertes Programm fürs Handy, wo ich über auch bestimmte Techniken, wo ich ins Handy sozusagen reinatme, wo ich über meine App quasi auch irgendwo COPD erkennen kann. Allein durch Atemgeräusche. Haben Sie da was drüber gehört? Ja, da habe ich darüber gehört.

In der Tat. Also, ich habe auch einiges auch gelesen diesbezüglich. Es gibt in der Tat auch. Sehr viele Möglichkeiten, heute zu sagen, durch diesem KI, sowohl über Handy als auch über eine kleinere Geräte, dass man gleichzeitig sowohl Atemfrequenz, Atemvolumen und aber auch Atemanzahl, dass man messen kann, dass das dadurch die erste Zeichnung, die wir auch ganz, ganz früher gesagt haben.

Diese, diese erste Zeichnung von einer verschlechterten Lungenfunktion identifizieren können. Sicherlich, dass es nicht bedeutet, dass jeder, das auch durch diese App identifiziert, einen, den reduzierten Lungenvolumen hat, hat eine COPD. Also, ich möchte gerne Klarheit schaffen. Also, das ist, aber das ist das Zeichen dafür.

Und diese Leute sollten sich definitiv auch bei einem Lungenarzt oder so präsentieren. Also, so vorstellen, um das zu klarstellen. Aber das wäre doch eine ganz moderne und sehr gute und auch einfache Möglichkeit, so ein Frühstadium zumindest mal zu checken. Ich meine, ich weiß jetzt nicht, was dann so ein Interface kosten wird.

Wenn das natürlich jetzt im experimentellen Stadium ist, wird es teuer sein. Aber da geht doch dann die Reise hin wahrscheinlich, oder? Auch in die Richtung. Ja, es gibt so viele Möglichkeiten, dass man gesund bleibt. Und durch diesen Interface. Also, mit dem KI oder durch diesen... Wir haben alle irgendwelche Tracker oder Ringe oder Herz und Rhythmus und Stresslevel.

Und kann ja so viel getrackt werden. Macht ja nur Sinn, dass sowas vielleicht auch mal trackbar ist. Also, ich finde, das ist eine super gute Idee. Also, ich weiß nicht aktuell, ob es in der Tat eine so große App gibt, die alle kombiniert. Ich meine, die haben eine App genau zu dieser Fragestellung. Und ist sicherlich, wie gesagt, noch nicht irgendwo marktreif.

Aber die haben damit auch große Erfolge in den ersten Runden verzeichnet. Und das ist ja irgendwo faszinierend, wenn das gehen würde. Also, das finde ich auch. Das finde ich auch sehr faszinierende Erkenntnisse, dass man noch, bevor man dann einen Arztbesuch hat, dass man das selbst als eigene Gesundheit oder Lungengesundheit...

Genau, weil der Arzt kann ja dann auch viel spezifischer gucken. Und vielleicht braucht er dann auch gar kein CT machen. CT ist natürlich Strahlenbelastung. Viele Leute wollen kein CT, sind eher vorsichtig. Obwohl heutzutage mit den Low-Dose-CTs auch die Strahlenbelastung, muss man mal ganz klar sagen, sehr, sehr gering.

Aber trotzdem ist es nicht null. Das wäre natürlich toll. Ich habe heute Morgen durch Zufall mit einem interessanten Kollegen gesprochen. Vielleicht kennen Sie ihn so genannt, den Kay Müller von EbenBuild. Das ist auch ein Startup. Das ist eine TUM-Ausgründung hier aus München. Und die machen so individualisierte, KI-gesteuerte Ventilationssteuerung bei Intensivpatienten.

Weil auch da ist ja das Problem, dass die meisten kriegen dann eine Ventilationstherapie. Aber das ist dann so ein bisschen standardisiert. Aber da gibt es viele minimale Unterschiede. Und durch eine geschickte Steuerung. Da wird eine Bildgebung gemacht. Da wird genau geguckt, wie ist die Lunge belastet.

An welcher Stelle kann ich über die Ventilationssteuerung da viel individualisierter drauf eingehen. Das ist also auch eine ganz hochinteressante Firma. Letztlich in ihrem Forschungsgebiet. Also auch da tut sich einiges in dem Bereich. Das fand ich sehr, sehr spannend. Kennen Sie zufällig die Firma? Nein, leider kenne ich die Firma nicht.

Das muss ich zugeben. Aber wie Sie so geschildert haben. Ich aber erkenne Sie. Ich habe ihn gleich gefragt. Okay. Noch mal eine Frage zum Ende zu. Wie sieht es aus mit Lungentransplantation? Also sagen wir mal, ich habe eine ganz schlimme COPD. Es ist klar, wenn es so weitergeht die nächsten fünf Jahre, kann ich damit nicht überleben.

Haben so Patienten die Chance auf eine Lungentransplantation? Oder würden die nicht auf so eine Liste kommen? Doch schon. Also wenn man sich heutzutage Lungentransplantierte Patienten anschaut, also ein Drittel davon sind die COPD-Patienten. Es gibt aber eine sehr klare Regel für die Lungen, die transplantiert werden sollten.

Die Personen dürfen fast über ein Jahr nicht rauchen. Also aufhören zu rauchen ist ein wichtiger... Gut, aber das ist ja, das muss ja auch so sein. Weil das wäre ja... Ich meine, es gibt so wenige Lungen zum Transplantieren. Und das dann sozusagen bei jemandem zu machen, der dann weiter rauchen würde, das wäre ja auch absurd.

Also ja, ich bin mit Ihnen gleicher Meinung. Also ich stimme Sie zu. Aber leider die Wahrheit ist, dass viele COPD-Patienten können oder wollen nicht mehr aufhören. Auch wenn die sehr schwer oder im späteren Stadium sind. Und die mit einem Sauerstoffgas laufen, rauchen sie trotzdem weiter. Kann ich das dann messen im Blut, ob jemand weiter geraucht hat oder nicht?

Ganz genau. Also es gibt so einiges Blutwerte. Das kann man über den, also Nikotinwerte vor allem. Das kann man über Blut also feststellen, ob jemand geraucht hat oder nicht. Das ist klar. Gut, aber das finde ich ehrlich gesagt, das ist vielleicht nicht so populär, das zu sagen. Aber das finde ich absolut fair.

Also das ist, weil das ist ein Hund für die, die eben nicht rauchen. Und die dann eben durch andere Situationen vielleicht auch Pech gehabt haben, die Erkrankung zu bekommen. Die müssen dann bevorzugt werden. Das ist ja klar. Nein, also klar. Also ich bin mit Ihnen gleicher Meinung. Also das ist definitiv, wenn man leben möchte, weiterhin, sollte man schon dafür oder dagegen was tun.

Und zwar selber. Und dann selber. Genau. Und dann natürlich, wie Sie gesagt haben, die Lungentransplantation. Lungentransplantation ist ein Thema. Es gibt nicht so viele Lungen. Und in Deutschland sind wir nicht so ganz gut, dass wir alle unsere Organspender supporten. Und dadurch kommt ja auch weniger Lungen und es gibt auch sehr viele Lungenkranke Patienten.

Und da sollte man schon dieses Privileg, die man das also Chance hat, sich weiterzuleben, trotz dass einen sowohl falsche Entscheidungen oder auch andere Faktoren, die man nicht mehr ändern kann, dass man das einmal COPD oder eine andere chronische Lungenkrankheit bekommen hat und dass man das eine Chance bekommt, so weiterzuleben durch diese Lungentransplantation.

Dafür muss man was tun. Und Minimum ist das, glaube ich, dass die aufhören zu lachen. Ja, vielleicht sollte man in dem Aspekt auch nochmal darauf hinweisen, dass wirklich so ein Ausweis für Organspende wahnsinnig wichtig ist. Und man vergisst es ja auch immer wieder. Man sagt dann, ja, ja, das wollte ich schon die ganze Zeit machen, aber morgen habe ich es wieder vergessen.

Also das ist so wichtig heutzutage und man kann damit so vielen Menschen weiterhelfen. Das ist eine Sache, die eigentlich will nicht jeder, aber an sich sollte das jeder in seinem Portemonnaie haben. Damit dann wird unsere Transplantationssituation in Deutschland, die ja, wie Sie sagen, leider nicht besonders gut ist, erheblich, erheblich.

Ja, also ich gebe Ihnen zu, also ich gebe Ihnen recht, dass definitiv sollten wir also alle daran denken, dass wir auch an dem Tag eine betroffene Person sein können. Genau. Und dann, wenn man betroffen ist, würde man sich wünschen, dass das ein Organ da ist oder jemand, das auch seine Organe also spendiert hat.

Und dann dafür sollte man sich erstmal anschauen und sagen, okay. Was habe ich dafür getan? Sollte es nicht jetzt sowieso so eingerichtet sein, dass wenn man keinen, also wo man es umgedreht hat, wenn man keinen Ausweis hat, dass man automatisch Organspender ist. Zumindest gibt es ja da Diskussionen.

Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie der Stand der Dinge ist. Also ich bin auch noch nicht auf der aktuellen Situation, aber das stimmt. Das war auch vor ein paar Jahren diese Diskussion. Also aber ich weiß auch nicht mehr genau, wo wir gerade stehen in den Diskussionen. Gut, da muss man dann aber recht stehen.

Aber das, also ehrlich gesagt, fände ich das einen logischen und richtigen Schritt. Ja. Da hat jeder die Freiheit, dann auch dagegen so zu stimmen. Aber die, die es immer machen wollten und dann vergessen haben, die wären auf jeden Fall dann dabei. Und das macht ja viel Sinn. Das ist ein sehr guter Vorschlag.

Das muss man mal dranbleiben. Okay, so zum Ende unseres Podcasts bitten wir immer unseren Gast einen Satz zu vervollständigen zu seinem Thema. Der Satz für Sie wäre, die größte Verbesserung in der Behandlung der COPD in der Zukunft sehe ich in … Also in der Prävention. Ja. Also ich sehe definitiv für das beste Therapie in meinen Augen ist das, nicht krank zu werden.

Und das heißt, bevor das Schädigung entsteht, sollte man also verhindern oder mindestens vermindern, dass das auch so Lunge beschädigt ist. Daher finde ich, wir als Forscher, die Aufgabe, die frühe Identifikation für Biomarker zu identifizieren, um das auch Menschen, trotz ihrer Umwelt, also untersuchen, screenen, damit, dass wir denen helfen oder schützen, dass die COPD entwickelt wird.

Also Prävention, vorausschauend lernen, zu leben, sich zu verhalten ist bei der COPD sehr wichtig. Also Prävention, vorausschauend lernen, zu leben, sich zu verhalten ist bei der COPD sehr wichtig. Aber letztlich bei allen Erkrankungen natürlich gleich wichtig. Also Prävention ist ja das große Thema unserer Zeit und sicherlich auch der Zukunft.

Die Medizin wird sich sicherlich drastisch ändern. Und da ist unheimlich viel zu erreichen mit dem richtigen Bewusstsein, was wir alle dafür brauchen. Ich glaube, wir haben uns heute sehr gut austauschen können über das so wichtige Thema COPD. Vielleicht könnten wir wirklich einige nochmal sensibilisieren, da genauer in sich reinzuhören und auch vielleicht mal den Schritt zum Pneumologen zu machen, falls da sich was andeutet.

Das kann auf jeden Fall sehr hilfreich sein. Und ja, ich danke Ihnen sehr herzlich für diesen Austausch. Vielen Dank. Das war auch sehr, sehr wichtig, auch für mich hier sein. Vielen Dank nochmal, Professor Morcewicz, dass Sie mich eingeladen haben. Und ich denke, die Aufklärung oder Aufmerksamkeit von COPD-Krankheit sollte mehr vor dem Grund stehen, weil wir einen...

Insbesondere in Deutschland eine zunehmende Volkskrankheit haben. Und vielen Dank für alles. Absolut. Vielen Dank. Danke.

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