Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast

414 The Texas Chain Saw Massacre (1974)

Freitag, 20. Februar 2026 · 3 h 36

MP3

Shownotes

414 The Texas Chain Saw Massacre (1974)

Es wird Zeit für eine neue Filmreihenbesprechung. Nach dem wir die Filme des Texas Chainsaw Franchises ganz zu Beginn von Devils & Demons zwar schön, aber nicht wirklich umfangreich besprochen haben, holen wir dies nun in den nächsten Monaten nach. Angefangen natürlich bei Tobe Hoopers Meisterwerk aus dem Jahr 1974. Funktioniert der Film immer noch so gut? Welche Botschaften stecken in dem Film? Ist Franklin wirklich der nervigste Horrorfilmcharakter aller Zeiten? Natürlich gibt es auch wieder die Wahl zum Kill of the Week, Survivor und Douchebag der Woche. Viel Spaß!

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20.03. Folge 418 The Substance (2024)

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The film which you are about to see is an account of the tragedy which befell a group of five youths. In particular, Sally Hardesty and her invalid brother, Franklin. It is all the more tragic in that they were young. But had they lived very, very long lives, they could not have expected, nor would they have wished to see as much of the mad and macabre as they were to see that day.

For them, an idyllic summer afternoon drive. became a nightmare. The events of that day were to lead to the discovery of one of the most bizarre crimes in the annals of American history, the Texas Chainsaw Massacre. Moin Moin und herzlich willkommen zur 414. Episode Devils and Demons. Ich bin der Chris und bei mir ist mein Goldstück die einzig legale und offizielle Horrorqueen unter dem Content Creator Theresa.

Hallo. Und der. Ich habe jetzt überlegt, wie ich dich nenne, ich habe mich jetzt für Master of Gore entschieden, André. Auch ein guter Titel. Nehme ich an. Der Gorbauer der Herzen. Moin. Sehr schön. Und es kommt heute endlich zustande, worauf ihr schon so lange wartet, nämlich wir besprechen wieder eine komplette Filmreihe.

Wir haben uns für das Texas Chainsaw Mastercam entschieden, für alle Filme, die es dazu gibt, die damit im Zusammenhang stehen. Wir haben... Das Original haben wir damals, glaube ich, in einer unserer ersten Episoden besprochen. Die einzige Folge, die zweimal aufgenommen werden musste, weil unser lieber Kollege Patrick Lohmeier von Bahnhofs Kino ja seine Aufnahme damals leider verkackt hat und wir das nochmal aufnehmen mussten.

Ich bin immer noch sehr stolz darauf, weil wir es fast geschafft haben, die Wortwahl 1 zu 1 zu rekreieren sozusagen oder zu reproduzieren. Das ist tatsächlich exakt dieselbe Aufnahme nochmal geworden. Und dann haben Pascal und ich glaube ich die Fortsetzung ein paar Wochen später nochmal besprochen, aber alle weiteren Filme in einer Stunde und 20 Minuten oder irgendwie sowas.

Also natürlich nicht das, was die Devils and Demons Fans heute gewohnt sind, Theresa. Hast du die Folge damals gehört oder irgendwann mal? Nicht als sie rauskam auf jeden Fall, da war ja, da warst du ja noch minderjährig, das ist ja schon ja, und mir war noch gar nicht so ganz das Konzept des Podcasts war mir noch nicht so klar, ehrlich gesagt, ich war noch nicht so meins damals das Konzept unseres Podcasts oder das Konzept Podcast an sich an sich, ich hab das recht spät irgendwie für mich entdeckt, dass das irgendwie was ist, was man machen kann, weil bei mir nicht klar war, dass es auch so, themenbezogene Podcasts gibt, was irgendwie logisch ist, aber irgendwie war mir das auch nicht klar.

Ich dachte immer, es gibt halt nur diese Leute, die sich halt hinsetzen und labern und da hatte ich halt nie Bock drauf. Und dann dachte ich irgendwann so, ah, oh, es gibt Leute, die ganz gezielt über das sprechen, was mich interessiert. Das ist ja spannend, da kann ich ja reinhören. Aber ich hatte die damals auf jeden Fall irgendwann dann gehört.

Ich erinnere mich da noch dran. Und das war auf jeden Fall noch effiziente Zeiten, würde ich mal sagen. Ja. Das war wirklich effizient. Und wahrscheinlich es gibt den ein oder anderen Film, ist es auch okay, wenn man da nur fünf Minuten drüber redet. Und da haben ja auch schon immer Leute, das wäre noch zu der Zeit, wo Leute sagen, eine Stunde Podcast ist schon echt krass viel.

Damals dachten wir, das ist lang. Ja, als wir angefangen haben, Chris, da gab es ja noch diese Empfehlungen, weil Podcast ja noch ein relativ neues Medium in Deutschland war. Immer dieses, ja, die ersten Statistiken ergeben eine Folge, die so im Schnitt 40 Minuten ist optimal, lieber kürzer, das hört sonst niemand.

Drei bis vier Minuten ist die optimale Länge. Wir haben da relativ früh schon auch den Rahmen gesprengt. Ja, und ja, wir haben ja auch, wir drei haben ja auch mal noch, tatsächlich ja nochmal über das Thema gesprochen in der wohl rarsten Episode, die es von Devils and Demons gibt, die wir für eine Mediabook-Veröffentlichung von Texas Chainsaw 3D aufgenommen haben.

Und die wurde auf, also unser Podcast wurde auf CD gepresst. Das muss man auch erst mal schaffen. Und wer das Media Book zu Hause hat, hat auf jeden Fall eine kleine Wertanlage bei sich im Regal. Ich persönlich würde die CD nicht hören, weil ich würde das Media Book eingeschweißt lassen und verkaufen dann irgendwann später.

Weil das ist ja schon dreistellig wert. Also allerdings nur, wenn es eingeschweißt ist, glaube ich. Das Birnenblatt Media Book war das. Ja, genau. Aber das war auch lustig, weil das war das erste Mal, dass ich dann die, also einzelne Filme hatte ich schon vorher gesehen, aber die komplette Reihe hab ich da dann für die Vorbereitung das erste Mal gesehen und ich weiß noch, dass ich den vierten Teil, auf Amazon dann gekauft hab, weil der genauso teuer war zum Kaufen wie zum Leihen, dann dachte ich so, ach was für also irgendwie eine Verschwendung, den jetzt zu leihen und gleichzeitig war ich mir todessicher dass ich den nie wieder schauen werde und jetzt sitz ich hier und weiß Little did she know.

Meine Zeit hat geschlagen genauso, kein Scheiß, genauso ging's mir mit vier, auch Teil vier witzigerweise. Er ist wahrscheinlich auch für 3,98 Euro da getauft. Da war der nämlich auch für 3,99 leihen und kaufen. Ich so, naja gut, dann, Ja, siehst du, ich hab nur 3,98 bezahlt. Habt ihr weise, weise Entscheidung getroffen.

Stell dir vor, ihr hättet die geliehen für den Preis und müsstet die jetzt nochmal besorgen. Das wäre wirklich schlimm. Genau, dazu zu unseren Berührungspunkten mit der Reihe kommen wir gleich. Noch zwei organisatorische Hinweise ganz kurz. Wir wollten uns einmal kurz bedanken bei unseren neuen Steady-Abonnenten bei Patrick, Oliver, Momme und Tim, die uns jetzt auf unserer Supporter-Seite unterstützen.

Vielen Dank dafür. Wenn ihr da auch Lust drauf habt, guckt auf support.devilsanddemons.de da findet ihr Bonus-Content von uns, Bonus-Folgen in allen Farbenlängen und Facetten. Dann wollen wir darauf hinweisen, ihr seid quasi die Ersten, die es erfahrt. Am 6.6. 2026 findet unsere zweite Saturday Night Fright in diesem Jahr im Hamburger Savoy-Kino statt und zwar haben wir uns einen ganz, ganz tollen Film diesmal ausgesucht, quasi eine Perle des französischen Terror-Kinos, André.

Ja, nämlich, oh, bestimmt der Film mit M. Fast. Wir gucken aber nicht Lougiers Film, sondern wir schauen den, ich wollte gerade den französischen Titel sagen, aber das ist mir zu unangenehm. Ne, wir schauen High Tension. Natürlich Uncut im Savoy im Kino. Also wer das nicht verpassen will, der Vorverkauf beginnt oder sollte jetzt schon laufen, wenn ihr auf die Savoy-Webseite geht, der direkte Link ist auch unter live.devilsanddemons.de immer abzurufen.

Genau, Könnt ihr jetzt ein Tickets kaufen? Am 06.06.2026, schönes Datum auch, wie wir finden. Hat es ein bisschen durch Zufall ergeben, aber eigentlich ganz passend. Und ja, ich habe am 06.06.2006, habe ich mal Metallica live gesehen. Das finde ich auch irgendwie cool. Ach stimmt, ja gut, ja, spielt sich auch an.

Ja, nee, das wird ganz toll und kommt unbedingt vorbei. Ansonsten gehen jetzt gerade die Olympischen Spiele zu Ende, aber ich sehe schon an euren Gesichtern, das ist so gar nicht das, was euch interessiert, oder? Ja, also ich glaube, es gibt schon so einzelne Disziplinen, die ich vom Konzept her eigentlich schon ganz interessant finde.

Aber ich habe da aktuell wirklich gar keine Zeit für, das irgendwie zu schauen. Und ich habe halt auch das Gefühl, wenn man anfängt, so Sportarten wirklich im Fernsehen zu verfolgen, dann muss man sich auch irgendwie damit so ein bisschen auskennen. und dass ich gerade auch nicht so die Kapazitäten habe, mich irgendwie in den Eiskunstlauf reinzufuchsen.

Und deswegen sehe ich irgendwie ab und zu ein paar Videos bei Instagram oder so, denke mir so, ach ja, nett, und scroll dann wieder weiter. Ja, geht mir auch so. Also ich verfolge Sport auch nicht im Fernsehen, aber es gibt auf jeden Fall einige Diszipläne, die ich auch einfach beachtlich finde, so von der Leistung her.

Wenn dann das zuguchst, wenn ich so, wow, Alter, was das für eine Körperbeherrschung ist oder was man da irgendwie leisten muss, auf jeden Fall höchsten Respekt. Aber nee, es ist auch nichts, was ich jetzt verfolge, aktiv. Ja, für unseren Freund Leatherface ist bei den Olympischen Spielen leider keine Disziplin dabei.

Aber wenn wir einen Lambert-Jack-Wettbewerb hätten, dann könnte er da durchaus mitmachen, nämlich beim Zersägen von Baumstämmen. Und das ist der Übergang zu unserem Thema, um jetzt ein bisschen in die Tiefe zu gehen. Wir sprechen heute über das Original, The Texas Chancellor Massacre. Und ich habe es hier sogar im Skript auch wieder falsch geschrieben, weil mich das so wahnsinnig aufregt, dass sie beim ersten Teil das Wort Shandsaw getrennt schreiben im Titel. Das hat mich schon immer aufgeregt.

Ist euch das mal aufgefallen? Also der Film heißt eigentlich Shandsaw, aber nicht als ein Wort, sondern getrennt, aber nur beim Original. Und das macht mich rasend. Das macht mich wütend, seitdem ich das das erste Mal gesehen habe. Kann ich aber verstehen, weil ich bin auch immer so ein Mensch, der ist bei so Wörtern wie zurückgegangen, immer erst mal bei Googlen, zurückgegangen, getrennt oder zusammen.

Also von daher, ich wäre der erste Mensch, der es auch so macht, wahrscheinlich. Nicht die Krise, ey. Genau, das Original aus dem Jahre 1974. Mich würde zunächst mal interessieren, wie eure ersten Berührungspunkte mit dem Original aussahen. Wann habt ihr den zum ersten Mal gesehen? Und was hattet ihr vorher schon gehört?

Und mit welcher Gefühlslage seid ihr damals da reingegangen? André, vielleicht zuerst. Ja, gehört natürlich genau wie andere aus dem Kaliber so zu den absoluten Videonasties. Finde ich die Krise, ey. Legenden, die am Schulhof auch schon irgendwie seine Runden gemacht haben und, als wir dann angefangen haben, eben so die typischen Klassiker dann auf VHS so langsam irgendwie zu bekommen, irgendwo war der dann auch sicher irgendwann dabei, also ich hab den so, sag mal, auch so mit 13, 14, 15 irgendwann mal so gesehen in dem Zeitrahmen, wo eben die ganzen die ganzen.

Splatter-Sachen und so, die Horrorsachen geguckt wurden, von Evil Dead eben bis TCM und ja, das war vor allem auch wieder so ein Film, wo im Vorfeld natürlich es wieder geheißen hat, da werden Leute zersägt und auch und da wird Blut und Gegröße und da werden Leute gehäutet und Gesichter abgezogen und was man nicht alles eben gehört hat.

Und wir wissen ja alle, was im Film dann letztendlich zu sehen ist. Und das war absolutes Paradebeispiel für genau dieses Hörensagen, weil das war natürlich so das Texas Chainsaw Massaker. Das klingt ja schon wie der blutigste Film aller Zeiten. Und ähm. Ja, genau, das war die Erwartung natürlich und dann war entsprechend, ich will nicht sagen die Ernüchterung groß, aber wir hatten schon irgendwie damals schon was deutlich dann irgendwie Brutaleres erwartet.

Trotzdem weiß ich noch, dass wir trotzdem ganz schön dann doch gut auch verstört waren oder zumindest uns widerlich gefühlt haben danach, ob der ganzen Atmo und trotzdem der Bilder. Also Kaltglas nach uns nicht, aber wir haben natürlich erwartet, dass da eben, wie gesagt, 500 Leute mit der Kettensäge zerstückelt werden, was der Film ja gar nicht bietet.

Ich bin aber gar nicht böse auf die Leute, das ist der einzige Film, bei dem ich nicht böse bin, wenn Leute damals erzählt haben, oh, das ist so krass und sowas und am Ende war der gar nicht so, weil ich schon verstehen kann, wie das zustande gekommen ist, da kommen wir später noch drauf zu sprechen, dass der Film das ja tatsächlich mittels seiner Stilistik und seiner Inszenierung ja einfach auch schafft, dass die Leute das denken, dass er heftiger ist, als er tatsächlich ist.

Ich mag übrigens auch den deutschen Titel, Blutgericht in Texas ist einer der wenigen deutschen Betitelungen, die ich wirklich mag irgendwie, das hat was, ist vielleicht sogar edler als der Originaltitel, wenn man so will. Zumindest etwas subtiler. Minimal. Ja, mein richtiges Blutgericht klingt jetzt ja trotzdem auch ein bisschen spektakulärer an Gewalt, als es dann am Ende trotzdem ist.

Aber ich finde das auch mal einen halbwegs eleganten Titel, ja. Ich habe den Film, ich hatte die Geschichte ja schon mal mehrfach erzählt, damals glaube ich in der Episode und auch bei unserer Saturday Night Fight zu Evil Dead, dass ich ja zweimal fulminante VHS-Käufe getätigt habe. Einmal Evil Dead damals durch einen Kumpel auf VHS und dann dachte ich, krass, jetzt habe ich diesen Film und das war ja dann die geschnittene Version.

Und dann auf Klassenfahrt in Dresden damals habe ich im Saturn auf einmal die VHS gesehen, Texas Chainsaw Massacre. Und vor dem Film habe ich doch in meinem Scream 1-3-Trilogie und der Teenie-Horror-Film-Buch gelesen, dass das einer der krassesten Filme überhaupt sein soll. Dann habe ich die Videokassette ja mitgenommen und habe dann abends die Leute alle da in diesem Videokeller von der Jugendherberge versammelt und haben uns den Film reingezogen.

Und ja, das war irgendwie nach, was war das, 61 Minuten oder so war das Ganze vorbei. Ich glaube 69. Oder 69, sowas. Ich glaube, ich hatte die Variante nämlich auch. Ja, stimmt, 69. Das war diese gekürzte deutsche FSK-16-Version, ja. Und ja, es waren alle ein bisschen enttäuscht, muss ich sagen. Aber hat sich trotzdem krass angefühlt, weil das ist schon irgendwie was Besonderes gewesen, damals den Firmen so auf Kassette zu haben.

Aber ja, später kommen wir noch ein bisschen kurz auf die Zensurgeschichte zu sprechen. Konnte man den ja auch legal dann ungeschnitten Anfang, ich glaube, 2011, ab 2011 sehen. in Deutschland. Was ich noch cool fand, war die Wiederaufführung im Kino jetzt zum Jubiläum 2024. Das ist 50 Jahre, ne? Wenn ich mich nicht verrechne.

Ja, 50 Jahre, ne? Ja. Das war noch mal ganz cool, den Film im Kino zu sehen, weil ich finde, der hat echt an seiner Kraft auch auf der Leinwand überhaupt nicht verloren. Das war ein echt schönes Erlebnis. Aber, Theresa, wie sah es bei dir aus? Bei dir war es ja dann vermutlich ein bisschen später, aber mit einer ähnlichen Erfahrung wie hier.

Ja, also ich hatte, hat sie auch schon mal erzählt, dass ich halt, ja, recht spät, was heißt recht spät, aber halt so mit 16, 17 angefangen hab, Horrorfilme zu schauen, aber damit halt komplett alleine war. Und ich war halt auch noch nie so ein Forenmensch, bedeutet. Ich hab das dann so komplett alleine erkundet und wusste entsprechend einfach nicht, dass es so was wie geschnittene Filme gibt.

Das war mir einfach kein Konzept so. Und ich hab dann irgendwann, als ich dann bemerkt hab, ah okay, es gibt irgendwie so große Reihen, hab ich die halt alle mal geschaut. Und ich weiß, dass ich zum Beispiel Freitag der 13. alle Teile geschaut hab und Halloween Aber ich glaube, ich habe damals nicht alle Text-Chainsaw-Massaker-Teile geschaut.

Und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich den ersten gesehen habe. Weil ich habe das natürlich dann immer auf Kinox und so geschaut. Und dann habe ich einfach nur Text-Chainsaw-Massaker angegeben und dann halt geschaut, was da halt aufgeploppt ist. Und ja, deswegen bin ich mir gar nicht sicher, ob ich da nicht vielleicht auch andere Varianten von geschaut habe, weil die ja nicht klassisch mit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 nummeriert sind. Und ja.

Aber ich hab den dann später mal auch auf Medimops gekauft, als ich dann angefangen hab, mir Filme auch selber zuzulegen. Aber zu einem Zeitpunkt, wo mir nicht klar war, dass es so was wie Zensur und Schnittfassung gab. Da kam der halt bei mir an und dann wollte ich den schauen. Und dann war ich auch schon irritiert darüber, dass der nur 69 Minuten geht. Und dann war zu allem übel.

Auch noch mit der DVD war es nicht in Ordnung. Und dann ging davon auch noch ein ganzes Kapitel nicht. bedeutet, ich hatte im Grunde genommen nur so 60 Minuten von dem Film und dann, ich glaube, es könnte aber tatsächlich dann der Film gewesen sein, mit dem ich quasi, der mir so suspicious wie kurz vorkam, wo ich dann gerafft hab, Theresa, du kannst nicht einfach irgendwelche Filme kaufen, du musst vorher im Internet nachschauen, es gibt sowas wie verschiedene Schnittfassungen, ja.

Also wahrscheinlich hab ich den so mit 17, 18 irgendwann das erste Mal gesehen und hab den auch vor zwei, drei Jahren im Kino nochmal gesehen mit einer Freundin zusammen, das war auch cool. Ja, wahrscheinlich dann auch in dem Zuge, ne? Der Grund des Jubiläums? Nee, ich glaube nicht. Es gab hier bei uns im Filmpalast irgendwie so eine Special-Horror-Reihe, wo so echt die most random Horrorfilme zum Teil auch lief.

Noch so was wie One Cut of the Dead oder Mandy oder so lief da. Immer im Freitag um 22 Uhr oder so für ein Film war. Also ich glaube, das war noch mal ein separates Programm. Da lief der irgendwann noch mal. Ja, wir haben uns vorgenommen, dass wir die Reihe ähnlich besprechen, wie wir es vor zwei Jahren mit der Freitag der 13.

Oder vor anderthalb Jahren mit der Freitag der 13. Reihe gemacht haben. Es ist tatsächlich, und das habe ich jetzt schon gemerkt in der Vorbereitung, es wird nicht ganz so einfach, das 1 zu 1 umzusetzen, weil, glaube ich, keine dieser großen Slasher-Reihen inhaltlich und auch von der Art und Weise, wie die Filme gemacht sind, so inkohärent sich darstellt wie die Texas Chainsaw-Reihe.

Also ich glaube, gerade so, wir haben ja, ihr erinnert euch vielleicht doch, wir wählen dann wieder unseren Helden der Woche, unseren Dude-Spec der Woche und so weiter. Und schon beim zweiten Teil, das werdet ihr ja nächste Woche hören, gab es irgendwie zum Beispiel nur zwei Figuren, die überhaupt zur Auswahl standen für diese Kategorien.

Also es ist alles ein bisschen anders, da baut wenig aufeinander auf. Die Filme ergänzen alle, scheißen alle auf ihre gegenseitigen Lore-Erfahrungen und so weiter und so fort. Also das wird dann ein bisschen lustiger, aber wir versuchen es trotzdem einigermaßen so einzuordnen. Ja, wir sind im Jahre 1974, das ist quasi, ja...

Der Zeitpunkt, so ungefähr, der jetzt nicht, weil da waren wir natürlich noch nicht geboren, aber der für mich horrorhistorisch, der Zeitpunkt ist, ab dem mich Horrorfilme so richtig interessieren. Also mich interessieren natürlich auch Filme aus den 60ern und älter und so weiter, aber Horrorfilme, die ich liebe, beginnen mehr oder weniger erst ab diesem Zeitpunkt. Also quasi mit, sag ich mal, Black Christmas und Texas Chainsaw Massacre.

Das sind so die beiden Filme, bei denen ich sagen würde, okay, ab da wäre meine Horrorliebe losgegangen, glaube ich, wäre ich damals live dabei gewesen. Und deswegen ist es eine interessante Zeit, weil es vorher, André, ja, wir haben ein paar Sachen schon auch hier im Podcast mal besprochen, da gab es die Universal-Klassiker, da gab es Hammer-Horror, da gab es gelegentlich mal so einen Ausreißer wie Hitchcocks Psycho zum Beispiel.

Aber es gab noch nicht so das, was wir heute so als Horror begreifen. Das war schon alles noch eine Nummer harmloser, das war alles irgendwie ein bisschen, ja, ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll, weniger Terror, als es ab diesem Zeitpunkt dann der Fall war und das ist schon so ein bisschen ein einschneidendes, ja, ein einschneidender Zeitpunkt in der Horrorfilmgeschichte, ne?

Ja, du hast davor vor allem eben Filme gehabt, die vor allem sehr, doch eher entschleunigt waren. Also selbst in den Horrormomenten war es immer eher was Getragenes. Du hast halt, gut, darauf kommen wir heute auch zu sprechen, du hast wenig Explizites gesehen. Es war wenn eher so Ergebnisse oder du siehst nur Anleihen oder Schemenhaftes.

Auf jeden Fall wurde immer viel angedeutet. Aber das auch vor allem die Atmosphäre war noch nicht so zermürbend. Egal, ob es jetzt Horror war oder einfach nur ein derbarer Thriller. Es war immer so ein bisschen Spannung, aber es darf nicht so ganz an die Substanz gehen. Es war immer so trotzdem ein bisschen entrückt. Es gab immer auch noch irgendwelche Nebengeschichten, die das Ganze, irgendwelche Liebesgeschichten oder irgendwas, was das Ganze so ein bisschen trotzdem auch für, sage ich mal, ein breites Publikum irgendwie trotzdem noch so halbwegs zugänglich macht.

Und es durfte nicht zu dreckig und zu schäbig und zu, ja, wirklich eben, wie du sagst, zu terrorhaft, zu martialisch sein. Und dann kam halt TCM. Und vor allem, Theresa, auch der Unterschied, Horror war vorher, auch nicht immer, aber sehr oft, entweder Fantasy-mäßig angehaucht, das heißt, wir haben eben Kreaturen gehabt, die es in der Realität nicht gab, Vampire, Frankenstein, Monster oder solche Geschichten, oder Sachen, die in der vergangenen, Oder Zombies. Zorro. Zorro auch.

Oder Dinge, die in der Vergangenheit gespielt haben, aber das Horror greifbar war und in der Gegenwart spielt, das war auf jeden Fall schon noch was anderes dann, ne? Ja, obwohl ich halt einfach zugeben muss, ich hab auch vor allem an Filmen vor den 60er Jahren echt wenig bis quasi gar nichts gesehen.

Da hab ich auch wirklich so einen kompletten Blindspot, weswegen ich es mir jetzt gar nicht unbedingt rausnehme, das irgendwie zu bewerten. Ich finde auch, die 60er Jahre haben auf jeden Fall auch ein paar Filme, die ich echt richtig gerne mag, aber ich mag eh auch so die, Ästhetik so von diesem späte 60er, frühe 70er Jahre, gerade auch so alles, was so aus Richtung Italien kam, mit diesen ganzen schönen Häusern und alles ist so ein bisschen trippy und die Frauen sind schön, das gefällt mir immer ganz gut.

Aber alles davor ist auch tatsächlich so ein Blindspot von mir. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich tatsächlich nicht dafür interessiere oder dass ich einfach immer Angst habe es heißt Angst, aber die Sorge davor, dass es mir dann doch zu anstrengend ist zum Gucken und ich das dann nicht richtig aufnehmen und würdigen kann und anstatt zu versuchen, lasse ich es dann einfach sein aber ja, ist eigentlich was, womit ich mich auch mal mehr befassen müsste, aber ich finde, dass der also es ist jetzt Taxi Chainsaw Massacre schon auch von anderen Filmen die ich so aus diesem Zeitraum gesehen habe, sich schon auch mal unterscheidet Weil ich hab ja gerade mal geschaut und es ist wirklich viel aus Italien irgendwie dabei.

Aber auch Filme wie A Bay of Blood oder sowas, die sind ja schon auch noch mal... Anders vom Gefühl. Also selbst die, die da schon so Slasher-Anleihen haben, sind schon nochmal auch anders. Ja, komplett. Ja, und ich glaube, ein bisschen verantwortlich dafür waren halt auch die historischen Ereignisse, die sich zu der Zeit abgespielt haben.

Also es ist ja quasi die Zeit knapp, jetzt muss ich selber überlegen, der Vietnamkrieg war da schon vorbei. Kurz vorher, glaube ich, wenn ich mich nicht irre. Und das hat auch zum einen die Berichterstattung in den Medien verändert. Also während sowas vorher irgendwie nie gezeigt wurde in den Medien, hast du plötzlich in Nachrichtensendungen brennende Menschen gesehen, Leichen von Soldaten.

Du hast amputierte Soldaten gesehen und solche Dinge. Also Sachen, die es eben vor Vietnam so weder in den Zeitungen noch in den Nachrichtensendungen zu sehen gab. Und die Politik hat sich verändert. Also es gab Dinge, die Mondlandung war ein einschneidendes Erlebnis, es gab eine große Ölkrise weltweit.

Die Leute hatten kein Vertrauen mehr in die Politik und in Regierungen nach dem, was in Vietnam geschehen ist und auch die Watergate-Affäre, insbesondere in den USA. Dann gab es so Sachen wie, André, als To Crime mit Streit, der wird es auch wissen, die Taten der Manson-Familie zum Beispiel, die die USA erschütterten.

Und das hat sich dann eben auch im Kino gezeigt. Es kam eben dann die Richtung des New Hollywood rein und plötzlich war der Film weniger auf Entertainment ausgelegt, sondern mehr ernste Themen und Gesellschaftsporträts rückten in den Vordergrund. So Easy Rider war zum Beispiel einer der ersten Filme, die so in diese Richtung gehen, aber dann in den 70ern, als dann auch die ersten Filme von Coppola kamen, von Scorsese kamen und so weiter und so fort.

Und da kann sich theoretisch eigentlich auch das Texas Chancellor Massacre so ein bisschen einordnen. vielleicht jetzt nicht, gar nicht mal so bewusst, weil ich glaube, vieles, was man heute in den Filmen hineinlesen kann, ist damals unbewusst geschehen. Also das kann man auch, ich hab auch noch ein bisschen so alte Interviews mit Tobi Hooper und so gelesen, da wurde auch drauf angesprochen.

Und ja, da ging's ja auch viel darum, um Kapitalismus bei dir gegen den Kapitalismus und die Städte gegen die Dorfleute und sowas. Ja, nee, eigentlich wollten wir den Leuten nur Angst machen. Das ist dieses Typische, du denkst so, okay, hier 50 Milliarden Essays und das ist die wahre Bedeutung vom Texas Chainsaw.

Und der Regisseur so, ja nee, eigentlich wollten wir nur Blut und Geköse haben und damit Geld verdienen, so wie bei Freitag der 13 oder sowas, hatten wir auch so ähnliche Aussagen von den Machern damals. Deswegen vieles ist glaube ich auch zufällig passiert, aber ähm, Ich finde schon, da werden wir nachher ein bisschen noch genauer drauf eingehen, ich finde schon, André, dass man den Film da einordnen kann, dass der irgendwie schon, zumindest retrospektiv, doch sehr politisch daherkommt oder zumindest gesellschaftsporträtierend, schrägstich kritisch.

Ja, das ist halt immer so ein bisschen die Frage, also wie du gerade schon sagst, wenn die Macher selber schon sagen, das war nie die Idee, aber ich meine, er ist natürlich einer der prominentesten und ersten großen Beispiele für im Grunde ja auch so ein bisschen Backwood-Horror, das, was dann später Wrong Turn irgendwie in Serie gemacht hat.

Kannst du über einen Turn ja quasi genauso andenken. So Städter gegen ländliche Menschen und die sind alle, diese Tropes, die sind alle zurückgeblieben und die smarten Städter kommen rein und denken, sie sind halt die coolsten und verlieren dann trotzdem, weil sie einfach die unterschätzen oder wie auch immer.

Das kannst du TCM alles reinlesen. Wie gesagt, der Gedanke war es zwar nie, aber vielleicht war es auch schon so ein bisschen trotzdem gleichzeitig der Kickstart für genau dieses Trope, gerade im Horror, weil das wurde ja nochmal später noch ein Nöcher aufgriffen, bis heute. Also das hat er bestimmt inspiriert, auf jeden Fall, ja. Es gab, ja, Theresa?

Ich wollte gerade noch sagen, nur weil es nicht bewusst mit eingearbeitet wurde, heißt es ja nicht, dass es nicht trotzdem, ja, ob das ein unbewusster Prozess war, würde man ja so schön in der Psychoanalyse sagen, der da irgendwie mit reinspielt, weil. Und klar überlegt man sich vielleicht nicht bewusst, in was für Zeiten leben wir, was ist aktuell unsere Krise, was hat sich in den letzten paar Jahren verändert, damit wir jetzt den Menschen so viel Angst machen können, sondern es ist ja einfach was, wofür man irgendwie ein Gefühl entwickelt, weil man einfach in dieser Zeit lebt.

Und wahrscheinlich war deren Idee halt wirklich einfach nur, ja, wir wollen halt einen gruseligen Film machen, aber so die Sachen, die dann, die Elemente, die da ja reinfließen, die sind ja trotzdem Teil von den Leuten, die es gemacht haben und deren Ansichten und so weiter, das kann man ja eigentlich nie abstreiten, deswegen ja eh eigentlich alle Sachen, die von Menschen gemacht wurden, ja auch irgendwie eine, ja, politische Bedeutung irgendwie haben.

Ja, das kann man ja schon auch irgendwie sagen. Wie groß die jetzt ist, ist nochmal eine andere Frage. Aber da stecken ja einfach immer implizite Annahmen hinter. Ja, und das sind einfach Dinge, die natürlich da zu der Zeit um sie herum passiert sind und Filme machen, das hat die immer wie beeinflusst.

Ob bewusst oder unbewusst. Aber klar spielt die Zeit. Deswegen betrachten wir ja auch Filme, gerade wenn es solche Filme sind, die so weit liegen, wie jetzt heute auch zum Beispiel. Beziehungsweise betrachten wir auch immer die Erscheinungszeit und auch inhaltlich, auch was Content Warnings angeht, weil natürlich entwickeln sich Sachen weiter, aber natürlich beeinflusst die Zeit damals immer das Werk.

Und ich meine, du kannst ja auch so Sachen sehen wie, keine Ahnung, zehn Jahre vor TCM gab es ja auch schon hier, wie heißt er, 2000 Maniacs von Herschel Gordon-Lewis, der hat im Grunde auch schon dieses Südstaaten-Ding so aufgemacht, und die Südstaatler, die Bekloppten und so. Und da spielt ja auch noch, und da war ja auch noch Sklaverei noch so ein Thema zum Beispiel und so.

Das ist ja alles genau diese Zeitspanne von 10, 15 Jahren, wo da super viel Entwicklung auch war. Du hast eben schon gesagt, Chris, auch Vietnamkrieg und so. Das sind ja alles Dinge, die täglich einfach alle beschäftigt haben. Und dass das irgendwie Einfluss nimmt oder jeder da irgendwie so seine kleinen Erfahrungen und Gedankengänge irgendwie rein impliziert, das lässt sich ja auch gar nicht verhindern beim Filmemachen.

Auch wenn du nur sagen willst, Kettensäge raus und goh. Irgendwas spielt immer rein. Und man sagt ja nicht umsonst, dass gerade das Horrorgenre das ist, in dem man am meisten den Zeitgeist ablesen kann. Was hat die Leute zu dieser Zeit beschäftigt? Was waren deren Ängste vor allem zu dieser Zeit? Und das gibt es, glaube ich, nirgendwo sonst so wie im Horrorfilm. Theresa?

Da wollte ich auch gerade nochmal drauf eingehen, weil ich auch über Herschel Gordon-Lewis nochmal nachgedacht habe, der ja eben auch schon sehr brutale Filme zu seiner Zeit gemacht hat. Ich habe jetzt nur zwei seiner Filme gesehen, Gore Gore Girls und 2000 Maniacs. Und da, die habe ich halt aber im Vergleich zu TCM ein bisschen komödiantischer trotzdem in Erinnerung.

Ich weiß nicht, ob ihr da irgendwie noch mehr Filme gesehen habt. Also ich habe das Gefühl, dass das so, was wahrscheinlich TCM von diesen Filmen unterscheidet, ist, dass der einfach in der Grundstimmung ernster ist. Jetzt weiß ich nicht, ob ich ausgerechnet die beiden Filme erwischt habe von ihm, wo das nicht der Fall ist. Aber André schüttelt schon den Kopf.

Okay, gut, dann war die Beobachtung ja nicht so falsch. Ich glaube, Gordon Lewis wusste immer schon, was er da für Quatsch macht. Also er wollte ja wirklich, er hat ja explizit, also er ist ja der Godfather of Splatter, er hat ja wirklich Splatter erfunden. Und er wollte ja vor allem Effekthascherei und er wollte möglichst übertrieben sein.

Und es hat immer mitgeschwungen, dass die Filme halt nicht so ernst wirken, weil die Effekte ja damals schon total übertrieben waren im Rahmen der Möglichkeiten und überzeichneten auch die Figuren, gerade in Maniacs sowieso, aber auch in seinen anderen Filmen, wie Wizard of Gore oder so, Das ist alles total drüber.

Und deswegen nein, auf keinen Fall. Also die haben eine ganz andere Grundstimmung schon als TCM, genau. Kurz vor dem Texas Chainsaw Massacre gab es schon zwei Filme, die in diese Richtung gingen. Einmal Bromero's Night of the Living Dead und dann natürlich auch das Letzte Haus links, also Letzte Haus on the Left von Wes Craven, an dem ja auch schon eine Kettensäge eine Rolle spielte. Darf man ja auch nicht erwähnt lassen.

Und das zeigt eben auch, dass diese neue Art von Filmemachern eben auch von diesen Studiofilmen so ein bisschen wegbewegt haben und das Ganze erst mal so im Independent-Bereich aufgegriffen wurde, also die politischen Stimmungen, die gesellschaftlichen Stimmungen dort und der Horrorfilm selbst. Und das ist ja so eine Sache, die darf man ja nicht vergessen.

Wenn wir heute so für uns das Horrorfilm irgendwie das Normalste auf der Welt, dass wir uns in irgendwelchen Discords austauschen, WhatsApp austauschen, du gehst auf irgendwelche Conventions, Horror-Conventions, Sonst gehst du ins Kino und weißt, da sitzen noch 500 andere Horrorfans neben dir. Das war halt damals nicht so. Also Horrorfilme waren halt zu dem Zeitpunkt Theresa und der Pornos angesiedelt in der, wie sagt man, in der ...

Wie ist das Wort? Hierarchie? Ja, Hierarchie. Im Ansehen, genau. Und Kritiker hassten Horrorfilme. Egal, was war, es wurde jeder Horrorfilm immer als schlecht für Kinder bezeichnet, schlecht geschrieben und das ist doch alles Unsinn, was ihr da verzapft. Und es gab auch keine Horror-Community. Also es ist so das, was wir heute so kennen, wo du irgendwie weißt, es gibt auf der Welt Millionen an Horror-Fans.

Das war, zu diesem Zeitpunkt war dir das nicht klar, dass es da andere Leute gibt, die auch auf sowas stehen. Das hat sich dann erst so in den 80er-Jahren entwickelt. Und das ist irgendwie völlig absurd, weil das für uns heute völlig normal ist, dass man sich mit Leuten über Horror austauscht. Damals undenkbar eigentlich.

Na gut, jetzt muss man ja aber auch sagen, dass wenn man sich die Vita von den meisten Horrorregisseuren der 70er Jahre anschaut, dann ist die Pornografie ja in der Regel auch nicht weit oder ein Teil davon. Das ist richtig, ja. Das muss man fairerweise ja schon auch sagen. Also von daher kann man es vielleicht auch gar nicht so übel nehmen.

Und so diesen, über diesen Community-Aspekt. Meinst du, da war einer, der hat jemand, der hat Pornos gedreht und da wurde er als nächstes ein Horrorfilm. Oh, davon würde ich aber die Finger lassen. Ja, mit diesem Community-Aspekt, ja, für mich schwer einzuschätzen, weil das natürlich so voll weit weg ist von mir, inwieweit es das schon gab.

Aber ich glaube, das ist ja eh generell durch die Möglichkeit der Vernetzung, die ja einfach gefühlt mit jedem Jahr mehr und besser wird, ist es natürlich auch was, was sich dann mit verändert. Und vor allem, wenn es vielleicht auch so ein Bereich ist, der eher so als tabu gilt, wo man dann halt auch nicht in der Schule irgendwie sagen kann, ja, ich hab jetzt diesen und jeden Film gesehen.

Und man weiß, dass man dafür jetzt nicht von allen geächtet wird. Es sind halt ja auch einfach dann nochmal andere Zeiten oder halt auch generell die Verfügbarkeit. Weil ich meine, jetzt knallt sich gefühlt jeder... Mensch, abends aufs Sofa und haut sich was bei Netflix rein. Das war ja irgendwie in den 70ern auch nicht so, dass da irgendwie dass man so hochfrequent irgendwas geschaut hat.

Stell dir vor, du bist irgendwie 17 im Jahre 1977 und irgendwie hast du einen älteren Bruder oder so und der sagte, ich hab 74, hab ich Texas Chainsaw geguckt. Geiler Film. Und du sitzt dann so neben den Off-Couch. Ja, schön für dich. Und das war's. Du kannst ja nicht sagen, ich geh jetzt mal den Film gucken oder irgendwie sowas. Das funktioniert ja nicht.

Ja, deswegen frage ich mich, ob es so ein horrorspezifisches Ding ist oder auch ein allgemeines Ding, aber da bin ich halt auch einfach keine Zeitzeugin für, die diese Frage beantworten kann. Ja, das stimmt. Und aber so war es dann auch, dass eben viele Leute, die jetzt hier am Texas Chainsaw Massacre mitgearbeitet haben, sei es jetzt Crew oder Cast, die haben dann eben auch erst Jahrzehnte später erfahren, was der Film in vielen Leuten auslöst oder wie viele Fans der hatte und was den Fans der Film bedeutete.

Das ist erst so ein bisschen durch diese Conventions dann auch so ein bisschen aufgekommen. Und irgendwie, ich glaub, André, ich glaub, wir haben den Vergleich schon öfter aufgestellt, aber man kann ihn nicht oft genug wiederholen. Es ist schon eine gewisse Parallele, ne? Horrorfilme und Heavy Metal ist irgendwie dasselbe, wenn man so will, ne? Was so Anerkennung angeht, ist dann später irgendwann doch massentauglicher geworden und hat mehr Anerkennung gefunden, hat dann plötzlich Grammys bekommen.

Oh, Horrorfilme können Oscars bekommen. So, aber immer noch sagen die Eltern, na, na, na, das ist nichts für euch. Und so ist es schon, finde ich, sehr parallel. Und es ist, glaub ich, kein Zufall, dass es so für Jugendliche auch so faszinierend ist, ne? Beides. Ja, war halt beides damals ein Reizthema, war eher für die Nische, ist dann da rausgewachsen und so weiter. Ja, absolut. Und...

Nicht umsonst gibt es natürlich auch große Überschneidungen in der Fanbase, muss man auch sagen. Das ist, glaube ich, kein Geheimnis, dass viele Metal-Fans gerne Horror gucken und viele Horror-Gucker gerne Metal hören. Da gibt es, glaube ich, große Überschneidungsschnittmenge. Und ja, wie gesagt, ist beides so ihren jeweils ihren Nischen über die Jahre entwachsen und hat dann Anschluss gefunden bis in Mainstream heute.

Ja, das ist echt sehr, sehr spannend. Und auch ungefähr auch so das Aufkeiben ist auch ungefähr zur gleichen Zeit passiert. Nicht umsonst waren natürlich auch damals ja viele Metal-Bands bis heute ja stark beeinflusst, natürlich auch von Horror. Also seien es irgendwie Namen von Bands oder Songnamen, aber auch Lyriks.

Es gibt Bands, die bauen ihre gesamten Texte komplett auf Horrorfilm-Lore auf. Also das hat natürlich damals schon natürlich auch viel gegenseitig sich beeinflusst. Oder wir wissen ja auch hier Alice Cooper taucht im Carpenter irgendwie auf und so. Also da gibt es wirklich eine riesige Überschreitungsmenge, sowohl bei Fans als aber auch bei den Schöpfern jeweils, ja.

Quasi das Texas Chainsaw Massacre ist quasi das Black Sabbath des Horrorfilms, wenn man so will. Ich würde sogar Zeitpunkt ungefähr passen. Ja. Aber das Interessante ist, und das passt dann auch wieder, diese Schnittmenge zwischen Metal und Horror, und das ist eben erst das, was die Wissenschaft ja später auch herausgefunden hat, dass eben beides deshalb so gut funktioniert und auch so intelligent ist, weil es sehr ...

Also natürlich, klar, Metal-Musik ist halt auch technisch vor allem sehr anspruchsvoll, aber auch, weil es sehr emotional ist, was du halt in kaum einer anderen Musikrichtung so sehr hast wie im Metal-Bereich, aber auch im Horrorfilm, ist eben das, was die Presse damals, die Kritiker nicht verstanden haben, dass der Film nicht immer unbedingt eine tolle Geschichte erzählen muss oder eine intelligente Geschichte erzählen muss, sondern der Horrorfilm sorgt dafür, Teresa, dass die Zuschauer mit den Figuren mitfiebern können, weil sie auf einer Gefühlsebene angesprochen werden, wie sie es vielleicht bei anderen Filmen oder bei anderen Filmgenres bis dato noch nicht so kannten.

Also, dass du wirklich so mitgehst, mitfieberst, mit Angst hast, mitleidest und so weiter. Und das ist, glaube ich, der Unterschied. Und das haben, glaube ich, viele Leute so in den 70er-Jahren noch nicht kapiert, dass ein Film auch auf dieser Ebene funktionieren kann. Also weniger was zum Denken in dem Fall, sondern wirklich mit für Kino.

Ich glaube, ich würde das nochmal differenzieren. Ich glaube, es ist eher so ein allgemeines Ding von, dass viele Leute nicht nachvollziehen können, warum man sich freiwillig einer negativen oder negativ konnotierten Emotion ausgibt. Sei es eben, indem man emotionale Songs hört, die einen vielleicht traurig machen oder irgendwelche Songs, die einen wütend machen.

Oder halt eben einen Film schaut, der einen vielleicht wütend macht oder traurig macht oder sogar ängstlich macht, dass man nicht schlafen kann. Also das ist ja ein Konzept, was heute viele Leute nicht verstehen können. Und es gibt ja auch immer noch ausreichend Leute. Die ja auch so drauf sind, mäßig, ja, nee, wütend bin ich nicht, brauche ich nicht sein.

Nee, Angst habe ich nicht, brauche ich nicht sein. Obwohl ja eben dieses Spektrum von Emotionen für uns total wichtig ist, weil ja jede einzelne Emotion irgendwie einen Nutzen hat. Und ich glaube, ich meine, Komödien lösen ja auch Emotionen aus, halt Freude. Aber das ist für viele Leute, glaube ich, was besser nachvollziehbar ist, warum man gerne glücklich ist, was, wenn man das so hört, jetzt auch irgendwie nachvollziehbar ist. Aber...

Ja, es kann halt auch genauso viel einem geben, wenn man sich halt in diese eher negativ konnotierten Emotionen reinbegibt. Und ich glaube, das ist eher das Problem. Gar nicht Emotionen per se, sondern halt alles, was sich nicht glücklich macht. Ich habe André noch nie so grimmig gucken sehen, wer jetzt gerade guckt.

Ah, jetzt lächelt er wieder. Sehr gut. Siehst du, haben wir auch was in ihm ausgelöst. Habt ihr zugehört? Ja, genau. Gucken wir uns mal ein bisschen die Details des Films an. Das übliche Prozedere der Film, also Texas Chainsaw Massacre hat auf Letterboxd eine 3,8 von 5. Auf der IMDb eine 7,4 von 10. Ist am 11. Oktober 1974 in die US-Kinos gekommen und am 25.

August 1978 in die deutschen Kinos. Der Film hat knapp 140.000 Dollar gekostet und hat damit ungefähr 31 Millionen Dollar eingespielt. Tatsächlich weiß man es aber eigentlich gar nicht so genau. aber dazu erzählen wir euch später noch was. Wenn ihr den Film gucken wollt, heutzutage ist es problemlos ungestürzt möglich.

Gibt's auf UHD, auf Blu-Ray, auf DVD, digital. Irgendwas werdet ihr schon im Zwinke-Zwinke im Katalog von Turbine-Medien finden, um diesen Film zu gucken. Die Filme haben den ja nur 700 Mal rausgebracht bis jetzt, also da ist für jeden was dabei fürs Regal. Oder durch die Game Boy Color Version. Ja. Der Film läuft Theresa 83 Minuten, nur nochmal damit du das nochmal weißt.

Ja. Ich habe dieses Mal, glaube ich, alles davon gesehen. Ja, sehr gut. Ich habe damals ein R-Rating bekommen, mittlerweile in Deutschland, eine FSK 18, seit 2011. Zuvor war der Film sehr lange beschlagnahmt, seit dem Jahre 1985 tatsächlich. Wenn ihr euch damit beschäftigen wollt, da gibt es super viele Texte zu.

Das wollten wir jetzt nicht noch mal aufarbeiten, die ganze Zensurgeschichte. So interessant ist die tatsächlich aus heutiger Sicht nicht mehr. Aber wer sich da mal einlesen will, da gibt es ein paar schöne Texte im Internet zu, wie da die Behörden auch teilweise wirklich willkürlich mit diesem Titel hantiert haben, nur einfach, weil er so heißt, wie er heißt.

Aber das wollen wir heute mal ein bisschen auslassen. Content Note, Kannibalismus, tote Tiere habe ich. Also habe ich nicht, aber da habe ich jetzt aufgeschrieben für den Film, Zerisa, wird dir noch irgendwas einfallen? Nee, ich glaube, eigentlich passt das so. Also ist nicht so wild eigentlich. Buddy-Count haben wir von vier. Das klingt erstmal nicht unbedingt nach einem Texas Chainsaw Massacre, aber da kommen wir dann gleich noch drauf zu sprechen.

Wie würdet ihr denn nun aus heutiger Sicht, sage ich mal, aber vielleicht auch noch ein bisschen mit dem Kontext von damals, die Brutalität des Films einschätzen? Dabei, ich glaube, bei dieser Reihe ist es vielleicht auch interessant, wenn wir uns da jetzt gar nicht mal unbedingt nur auf die grafische Gewalt fixieren, sondern wirklich auf das, was dort passiert.

Also, ob das jetzt nun, wenn jemand einen Hammer auf den Kopf kriegt, ist es ja trotzdem sehr brutal, ob du nun hektoliterweise Blut rausspritzen oder nicht. Also, dass wir das ein bisschen mit in Betracht ziehen, André. Wie würdest du den aus heutiger Sicht einschätzen für dich? Ich hab dem jetzt noch 3 von 5 gegeben auf der Brutalitätsskala, ich find halt der Film also wir haben es vorhin schon gesagt, natürlich die Schulhoflegenden waren natürlich viel aufgebauschter als er ist, das ist klar aber auch wenn der Film nicht explizit ist in Sachen Gewalt, versprüht der Film eine Art von Brutalität auch durch das nicht gezeigte einfach nur allein durch Andeutungen durch die Bilder, durch dieses Verrote.

Dieses Schmutzige der Film hat einfach eine unfassbar widerliche Atmosphäre. Und das gepaart mit smarten Schnitten und Kameraeinstellungen und einfach sehr plötzlich passierenden Dingen und Toden, bekommt das einfach trotzdem so eine Härte, die der Film einfach hat, ohne explizit zu zeigen zu müssen, wie jemand da irgendwie minutenlang zersägt wird.

Beziehungsweise, ich glaube sogar, es ist sogar noch viel effektiver eigentlich. Und deswegen habe ich trotzdem drei gegeben. Es ist nicht der gezeigte Gore, sondern es ist einfach diese Atmo und gepaart mit dieser absoluten Hoffnungslosigkeit, die der Film versprüht. Und das macht ihn für mich trotzdem auf eine Art brutal. Ja, also eine 3 bekommt er für mich auf jeden Fall.

Und aus heutiger Sicht, ja, natürlich kann man sagen, heute ist in jeder Amazon-Folge von The Boys mehr Gore, ja. Aber The Boys ist niemals so dirty und widerlich und gritty wie TCM irgendwie. Und ich würde mich niemals so schmutzig fühlen. Und das hat trotzdem eine ganz eigene Art von Härte, finde ich.

Ich finde, da sind so einzelne Punkte drin, Theresa, die mich auch heute noch irgendwie überraschen. Also ich bin da auch bei dem komplett, was André gesagt hat. Ich finde aber so Sachen, also als, jetzt muss ich gerade selber überlegen, Jerry ist der Erste, der stirbt. Nee, nicht Jerry, hier, Kirk. Kirk, ja. Kirk, ja.

Als er dann am Boden liegt, den Hammer ja schon auf den Kopf bekommen hat und einfach so seine ... Gliedmaßen noch so zittern, dieser Moment seines Sterbens und sein Körper sich noch so bewegt, da dachte ich schon so, wow, okay, das ist schon, das habe ich auch tatsächlich, sieht man das auch bis heute in relativ wenigen Horrorfilmen, tatsächlich, dass das so dargestellt wird, das finde ich nach wie vor ziemlich heftig und da sind so ein paar, ja, ich weiß nicht, also ich finde schon die Gewalt, die er, die stattfindet, die ist schon sehr heftig, nicht unbedingt die, die gezeigt wird, so wie André es auch schon gesagt hat, aber die, die auf jeden Fall stattfindet und die im Kopf ausgelöst wird,

die ist, ja, die ist schon ziemlich hart, muss ich sagen. Deswegen bin ich auch bei einer 3 von 5, unabhängig davon, was der Film uns tatsächlich nachher zeigt. Also wir sehen ja zum Beispiel nicht, als Pam diesen Fleischerhaken in den Rücken kriegt, aber wir spüren es. Und das macht es für mich dann doch irgendwie immer noch relativ hart.

Also ich bin auch bei einer 3 von 5. Ja, ich gehe da im Grunde genommen von der Begründung voll mit euch, aber bin trotzdem bei zweieinhalb, weil ich schon noch so ein bisschen mehr in Betracht ziehe, dass de facto nicht viel von, der Gewalt dann onscreen explizit zu sehen ist, aber prinzipiell gehe ich da bei euch auch hundertprozentig mit.

Wie sah es da mit eurer Anspannung, mit der Spannung des Films aus? Hat das für euch noch funktioniert? Also seid ihr da noch gethrilled und gepackt von dem Film, Therese? Ich muss sagen, ich hatte hab jetzt eher das so bewertet, wie ich mich daran erinnere, wie es war, als ich den im Kino gesehen hab. Das ist ja auch noch nicht lange her.

Ja, ich hab den Film jetzt auch noch mal vorher geguckt, aber es gibt einfach so Tage, da hat man keinen Bock auf bestimmte Filme und ich hatte keinen Bock auf den. Es war leider einfach so. Aber ich hab ihn trotzdem aufmerksam geguckt und, hab da aber schon bemerkt, das spielt da massiv natürlich mit rein, wie spannend etwas ist, ob man da wie so ein Stück Wasser in der Kurve auf dem Sofa hängt oder gefesselt im Kinostuhl sitzt.

Und ich weiß, im Kino ist mir auch wieder aufgefallen, dass ich den eigentlich schon auch sehr spannend finde. Jetzt hier zu Hause sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die fast auch eher so ein bisschen unfreiwillig komisch sind. Und bin da am Ende jetzt bei einer 3 von 5, weil der hat eine sehr dichte Atmosphäre, auch eine sehr unangenehme Atmosphäre.

Und er hat auch dass ich finde, dass einem nicht klar ist, ob man hier quasi ein überlebendes Final Girl hat oder nicht, wenn man den zum ersten Mal sieht, glaube ich. Einfach, weil der ja schon sehr rabiat ist und deswegen würde ich sagen, drei von fünf ist, glaube ich, angemessen. Das sind ein paar gute Punkte, auf die wir nachher noch mal ein bisschen genauer eingehen werden.

Ich finde auch tatsächlich, also ich finde spannend, finde ich den jetzt mittlerweile nicht, weil ich ihn einfach zu oft schon gesehen habe, aber ich finde, der hat immer noch zum einen, André, dieses. Wahnsinnig Belastende, was er einfach ausübt durch seine Soundkulisse, durch das Geschrei, ob es Sallys Geschrei ist, ob es Franklin genervt ist.

Du bist einfach, guckst den, im schlimmsten Fall guckst du den noch irgendwie mitten im August oder so, wenn es auch echt draußen warm ist. Und du spürst einfach, dass du so richtig genervt bist von der Hitze des Films, von den Figuren, von dem Geschrei, von der Geräuschkulisse und so weiter. Und das funktioniert für mich immer noch total gut.

Und Theresa, du hast vollkommen recht, da gebe ich dir auch den Punkt, also natürlich wissen wir heute, wie der Film ausgeht, aber ich finde, Vielen Dank. Dass der damals noch sehr unkonventionell funktioniert im Vergleich zu den Slashern, die danach kamen. Weil du hier wirklich, wenn du den Film zum ersten Mal guckst, weißt du wirklich bis kurz vor Ende nicht, ob es jemand rausschafft und wer es überhaupt rausschafft.

Weil der Film noch nicht nach diesen Mechanismen aufgebaut ist, wie wir dann so die Slasher ab Halloween sozusagen kennengelernt haben. Wo man dann irgendwie schon von der ersten Minute an weiß, wer das Final Girl hier ist. Hier weißt du es ehrlich gesagt nicht bis 20 Minuten vor Schluss. Und das auch nur, weil niemand anderes mal übrig ist. Also ich bin bei einer 3,5 von 5.

Also ich finde schon, dass der noch packt, auf jeden Fall, André. Ja, ich bin auch bei einer 3,5 von 5. Und gehe da auch mit, was du sagst. Ich finde auch, der... Der, wie gesagt, der ist nicht unheimlich oder irgendwie gruselig oder so, aber auch durch die Atmo wieder her, durch die Bilder, durch die Musik, durch dieses auch Zurückhaltende irgendwie, der ist ja so leise auch oft in seinen Tönen.

Der ist ja so ganz zurückhaltend, bevor es dann eben reinscheppert, wenn Leatherface dann plötzlich durch die Tür kommt so und dann wird es kurz richtig laut und Terror und dann ist er wieder sehr leise so und diese Mischung aus, Nahbarkeit, es fehlt oft auch der Score, es wirkt oft einfach auch durch die Inszenierung damals eben natürlich auch sehr amateurhaft und klein und fast wie so ein ja, was für eine Mockumentary teilweise ist, ob die einfach halt eine Cam dabei hatten irgendwie.

Und ich finde dadurch wirkt das alles so roh auch und dadurch ja so nahbar. Und das macht für mich einen Suspense Factor trotzdem aus, weil ich beim Gucken trotzdem immer noch dieses unangenehme Gefühl habe, dass es einfach so durch den Magen gegenzieht. Obwohl es eben, wie gesagt, man kennt es, hat es schon heute mal gesehen, es ist nicht wirklich explizit und trotzdem macht der Film was mit einem irgendwie.

Und das ist für mich immer noch da und funktioniert für mich auch immer noch gut. Und ich glaube wirklich, auch aus der damaligen Sicht irgendwie, es muss doch damals einfach unfassbar geschockt haben, die Leute. Also kann ich mir nicht anders, es muss sich doch, auch wenn du es vorher noch nicht irgendwie schon in der Herschel-Lewis-Film gesehen hast, was wahrscheinlich auch viele noch nicht kannten, weil es noch unbekannter war als Tobey Hooper.

Wenn du sowas zum ersten Mal wie im Kino gesehen hast, das muss sich auch komplett vom Sitz gefegt haben. Aber echt? Ja, das wäre schon krass, wenn man so einen Zeitsprung mal kurz machen könnte. Wenn man das mal erleben könnte, so unvorbereitet, vorher noch überhaupt gar keine Erfahrung mit Horror irgendwie zu dem Zeitpunkt, und dann siehst du sowas auf der Leinwand.

Ich glaube schon, dass das echt krass war. Das glaube ich auch, ja. Vor allem wenn du Texas gewohnt hast am besten noch gedreht wurde der Film von Tobi Hooper, andere hat es eben schon gesagt der war Eigentlich ein unbeschriebenes Blatt zu dem Zeitpunkt. Er hat fürs Fernsehen eine Dokumentation über die Band Peter, Paul und Mary gemacht zu dem Zeitpunkt und hatte seinen Debütfilm Eggshells, das ist ein experimenteller Film über so eine Gruppe von Hippies gewesen, schon rausgebracht, aber mehr nicht.

Und er war inspiriert von den sogenannten EC-Comics. Die haben ihren Fokus damals schon, also in den 40er und 50er Jahren, auf Horror und Crime gelegt. Er interessierte sich für Hitchcock-Filme, war auch ein bisschen belesen, was so Crime-Geschichten angeht. André wird uns dann noch mal ein bisschen was zu der Inspiration, Stichwort Ed Gean, sagen.

Und vor allem hatte er zu diesem Zeitpunkt, das muss wohl Weihnachten 1973 oder so gewesen sein, hatte er Wut auf die Leute, wie sie sich in der Weihnachtszeit verhalten haben. So in ihrem Kaufrausch, in den Kaufhäusern und einfach so allgemein. Er war einfach total wütend und hat gesagt, ich will jetzt Leute zersägen lassen, mehr oder weniger.

Also es ist wirklich simple as that und mit dieser Idee kam er auf seinen Kumpel, Kim Henkel, den er schon von Eggshells kannte und sie schrieben dann halt ein Drehbuch und ein interessanter Part ist die tatsächlich ziemlich undurchsichtige Finanzierung des Films, die ist wirklich sehr abenteuerlich und hat tatsächlich allen Beteiligten sehr, sehr viel Geld gekostet im Nachhinein.

Es war so, dass Kim Henkel und Tobi Hooper eine Produktionsfirma gegründet haben, die Vortex Incorporate. Sie hatten aber kein Geld. Sie hatten zwar eine Firma, aber kein Geld. Und das notwendige Budget haben sie sich dann so ein bisschen zusammengeholt. So sprang Tobi Hoopers Kumpel Bill Parsley ein, der hat 40.000 Dollar investiert, hat dazu direkt eine Kapitalgesellschaft gegründet, um damit dann die Einlagen weiterer Geldgeber zu verwalten.

Also so sprang zum Beispiel der Anwalt Robert Kuhn ein, der hat 20.000 Dollar dazugegeben. Es hat ein Drogenschmuggler, beziehungsweise ich muss sagen, ein vermeintlicher Drogenschmuggler namens Richard Sainz Geld dazugegeben und die Schwester von Kim Henkel. Ja. Es wurde dann abgemacht, dass Vortex, also die Gesellschaft von Henke und Hooper und die Kapitalgesellschaft von Parsley, die sollten 50% der Einnahmen behalten und die anderen Geldgeber sollten prozentual gemäß ihrer Einlagen dann ausgezahlt werden.

Das heißt, bevor auch nur eine Sekunde gedreht wurde, war quasi schon vor Drehstart die Hälfte des Filmwertes veräußert. Also das muss man sich auch schon mal vorstellen. Also 50% der potenziellen Einnahmen waren schon weg, bevor der Film überhaupt gedreht wurde. Und man hat auch Crew und Cast, weil man keine Kohle hatte, mit Gewinnanteilen abgespeist.

Was auch immer nicht so eine gute Idee ist, zumindest aus Sicht von Filmemachern. Und auch das ging von diesen Vortex-Anteilen ab. Und da das Geld dann immer noch nicht ausreichte, hat man dann noch 24.000 Dollar von einer Investmentfirma namens PITS angenommen. Auch für weitere 19% der Anteile, die eigentlich Vortex gehörten.

Und was daraus geworden ist, das erzähle ich euch dann noch am Ende. Was das für eine ziemlich blöde Idee war. Für Cast und Crew. Auf die wir gleich noch zu sprechen kommen, haben Huber und Henkel dann viele Leute von der ortsansässigen Texas Tech University um sich geschart. So war da zum Beispiel der Kameramann Daniel Pearl dabei, der frisch von der Schule kam.

Und man muss es ja so sagen, ein absoluter Hauptgewinn für den Film war. Ich weiß nicht, ob das Huber und Henkel damals schon bewusst war, wenn sie sich da an Land gezogen haben. Und ja, dieser Dreh gilt als einer der, glaube ich, furchtbarsten Filmdrehs, die es zumindest in der Horrorfilmgeschichte je gab.

Also man hört nur furchtbare Sachen darüber, dass wirklich durchgängig über 38 Grad außen und in Temperatur waren. Es wurden 12 bis 16 Stundentage eingelegt. Es gab keinen Entspannungsbereich, keinen Rückzugsbereich für die Schauspieler. Es gab keinen, nicht sowas, wie man es heute kennt oder wie man es auch von Hollywood-Produktion kennt, irgendwie einen Trailer oder sowas, wo die Schauspieler abhängen können. Gab es alles gar nicht.

Und die Crew und auch die Schauspieler, die trugen ihre Klamotten halt fast, also die Crew nicht, aber die Schauspieler, ein Monat lang durchgängig ungewaschen. Also man kann sich schon ungefähr vorstellen, was da für eine Atmosphäre war. Denkt einfach nur schon mal, Teresa, denk schon mal. Vor allem bei 38 Grad.

Denkt nur an diese Dinner-Szene mit diesem ganzen Fleisch, was da auch noch rumliegt und den ganzen, den Zorjas, die da alle in ihren stinkenden Klamotten rumrennen und du bist dann irgendwie Marilyn Burns, die dazwischen sitzt und denkst so, what the fuck. Ich will da nicht dran denken. Also es war furchtbar so und es war irgendwie guter. Ich bin ehrlich, ich glaube aber tatsächlich, ein Stück weit ist der Film so, wie er ist, genau deswegen.

Ich glaube, das hat am Set doch 100 pro so eine, trotzdem die Adpo dann verstärkt, weil es einfach so real dann war. Auf jeden Fall, ich glaube, Marilyn Burns hat gesagt, ihr Gesichtsausdruck, kurz bevor sie aus dem Fenster springt, am Ende des Films, ist einfach echt gewesen, hat sie gesagt, sie hat es einfach nicht mal ausgehalten, weil die auch echt so das in mehreren Takes am Stück gedreht haben, mehrfach, so ohne Pause und so und ich kann mir das echt vorstellen, so, wie gesagt, Independent Filmmaking, das ist, ich glaube, das war grauenvoll.

Wahrscheinlich war das nicht mal ein Stunt aus dem Fenster gesprungen. Das war einfach die Initialreaktion, dass sie sich dachte, jetzt reicht's, ich spring einfach aus dem Fenster. Jetzt springt man gar nicht im Drehbuch. Und dann schnell die Kamera drauf. Es gab ja, glaube ich, auch noch diese Geschichte, ich weiß gar nicht mehr, ich hab sie jetzt nicht noch mal nachrecherchiert, aber ich glaube, ich erinnere mich daran, dass Gunnar Hansen, der den Netherface spielt, ja, glaube ich, auch, er hat jetzt nicht Method-Acting gemacht, aber er ist in seiner Rolle so ein bisschen geblieben am Set außerhalb seiner Szenen und hat sich dann auch immer so weiter weggesetzt vor denen, sodass die Leute dann auch so ein bisschen

Angst vor ihm bekommen haben und so. Also es war alles nicht so das Wahre. So viel schon mal dazu. Schauen wir uns mal den Cast des Films an. Da muss man ja sagen, das ist eher unüblich, dass wir hier wirklich, und ich glaube, das ist einer der wenigen, wenn ich so drüber nachdenke. Startpunkte von großen Horrorreihen, in denen man einen Cast hat, der eigentlich danach weitestgehend unbekannt blieb.

Also du hast ja sonst so Paradebeispiel, J.B.D. Curtis in Halloween. Du hast irgendwie Johnny Depp in Nightmare on Elm Street oder so. Oder selbst die Leute, die zumindest im Horrorbereich bekannt geworden sind. Also müssen ja nicht mal irgendwelche Weltstars geworden sein oder so. Aber wenigstens im Genre dann hast du hier irgendwie gefühlt alles irgendwie so gar nicht dabei. Und das ist schon irgendwie unüblich, muss ich sagen.

Hm. Ja, das stimmt. Also eigentlich zumindest so ein, zwei Nasen gibt's dann ja immer, wo man dann danach drauf schaut und sich denkt, ah, stimmt. Und die war ja auch dabei hier schon. Und das hat man hier wirklich nicht. Und fast ein bisschen schade. Tut mir fast ein bisschen leid für die alle. Ja, find's gerade bei. Obwohl man auch sagen muss ... Ähm ...

Ist jetzt auch nicht die größte schauspielerische Leistung von den meisten Leuten da. Also es ist jetzt auch nicht, dass man denkt, was ist eine Vollkatastrophe, aber auch nicht, dass man das sieht und denkt, oh ja, aus denen wird mal was. Aus denen wird mal was, ja, das stimmt tatsächlich. Ja, und sonst halt alle jetzt, größtenteils ja auch posthum, dann eher in der Fan-Bubble natürlich.

Dann beliebt auf so Horror-Conventions, aber Groß-Durchbruch so außerhalb nicht, nee, gar nichts. Zumindest bei Meryl and Burns hat es mich doch ein bisschen überrascht, die ja so hier unsere Final-Girls-Teddy Hardest, die spielt. Weil die, finde ich, macht wirklich einen tollen Job, muss man schon so sagen.

Da wundert es mich dann doch, dass sie da keine größere Karriere hingelegt hat. Sie blieb ja auch irgendwie immer so auf Lebzeit mit diesem Franchise verbunden. Sie hatte in Teil 4 noch mal einen Cameo-Auftritt und in Texas Chainsaw 3D auch. Sie hat ja noch in Tobi Hoopers Nachfolgefilm Eat'n'Aliive mitgespielt, aber ansonsten eigentlich eher nix großartig, was von einem großen Namen gewesen wäre.

Ist ja mittlerweile jetzt auch schon zwölf Jahre tot. 2014 verstorben. Dann haben wir den Alan Danziger, der den Jerry spielt. Den kannte Tobi Hubert tatsächlich von seinem vorherigen Film von Eggshells. Der hat nach Texas Chainsaw Massacre ein Unternehmen gegründet, das so für Entertainment auf Firmenfeiern sorgte.

Also der ist auch komplett aus dem zumindest schauspielerischen Bereich ausgestiegen. Der lebt auch noch, der ist heute 83 Jahre alt. Dann schon mal vorweggegriffen, unser liebster Freund Paul A. Parton, der hier den Franklin spielt. Der eigentlich tatsächlich für die Rolle des Hitchhikers vorgesprochen hat.

Aber das hat Tobi Rupp also gar nicht gefallen. Da hat er gesagt, komm, ich habe da noch eine andere Rolle für dich, die nervigste Rolle der Horrorfilmgeschichte. Möchtest du nicht die spielen? Und dann hat er die eingenommen, hat dann auch 1978 seine Schauspielkarriere erfolglos beendet, hat dann noch mal kurz ein Comeback gegeben in den 90ern, unter anderem auch bei Texas Chainsaw Massacre 4, hat ansonsten als regionaler Sales Manager gearbeitet und verstarb dann 2005 auch an Krebs.

Aber was ich nicht wusste, Theresa, ist, dass Paulie Parton tatsächlich kein Rollstuhlfahrer war. Also er hatte keine Behinderung, sondern hat es tatsächlich nur gespielt im Film. Ich finde, er hat das eigentlich echt authentisch gemacht. So viel schon mal vorweg, finde ich. Ja, also das ist glaube ich eh so ein Ding, dass der auf einmal mit seinem Rollstuhl an Orte kommt, ohne Hilfe, wo man sich denkt, da kommt es vor allem, das ist ja auch nicht mal, mittlerweile gibt es ja auch so Aktiv-Rollstühle, die irgendwie nur so ein Kilo wiegen.

Aber das ist ja wirklich so ein oller Krankenhaus-Rollstuhl, den man ja nicht mal anständig kippen kann, um die Vorderräder irgendwo hochzuhieven und sich dann hochzurollen. Also das ist tatsächlich eher ein Punkt, den ich als eher unglaubwürdig tatsächlich eingestuft hätte. Aber ja, es ist auf jeden Fall so, dass er immerhin auch im Rollstuhl bleibt und man ihn nicht doch mal zwischendrin irgendwie noch im Hintergrund rumlaufen sieht oder so.

Von daher hat er das, finde ich, schon auch ganz okay gemacht. Aber wie gesagt, dieses Grundding von mit diesem Rollstuhl kommen die da halt einfach keine zwei Meter weit. Aber es ist schon krass irgendwie. Trotzdem, ich finde, er ist, also ehrlich gesagt, André, für mich ist er hier als Franklin tatsächlich noch erinnerungswürdiger eigentlich als Marilyn Burns, als Sally.

Weil immer, wenn ich an Texas Chanson denke, muss ich doch zuerst an Franklin denken. Also klar, die Rolle ist super nervig, aber irgendwie hat sie ja scheinbar auch einen Eindruck hinterlassen, ne? Ja, aber ich denke schon dann auch in erster Linie dann trotzdem auch daran, wie nervig der Charakter ist.

Also das Spiel, da schwingt das schon mit. Also ja, man denkt an ihn, aber es ist jetzt nicht unbedingt was Positives, weil ich finde schon, dass er da im Cast doch eher ein Lowlight ist. Aber darüber reden wir ja später noch. Ja, wir haben Edwin Neal, der spielt hier den Hitchhiker. Der ist heute 80 Jahre alt, lebt auch noch, hat auch in noch ein paar anderen größeren Filmen Nebenrollen oder ganz kleine Rollen gespielt, in JFK zum Beispiel oder in dem ziemlich kontroversen Spatterfilm-Mörder-Set-Pieces, den ihr euch bitte nicht anschaut.

Und hat auch viele Voice-Acting-Aufträge übernommen für Animationsfilme, für diverse Serien, auch für Videospiele und ist auch bis heute ein gern gesehener Gast auf Conventions. Jim Sido spielt hier den Cook, der hat im 2. Weltkrieg gedient, hat dann fürs Radio gearbeitet, bevor er sich dem Schauspiel widmete.

Texas Shirts und Massacre blieb aber so, zusammen mit der Fortsetzung, seine einzig wirklich bekannte Rolle. Er verstarb 2003 im Alter von 83 Jahren. Und dann haben wir Gunnar Hansen, der den Leatherface spielt. Hansen stimmt tatsächlich, das habe ich mich nie genau mit beschäftigt. Habe ich aber doch immer gefragt, woher sein Name stammt, ob er wirklich irgendwie vielleicht skandinavische Wurzeln hat.

Und er stammt tatsächlich aus Island, ist aber relativ früh mit seiner Familie in die USA gegangen, ist auch dort zur Schule gegangen, hat aber auch kurze Zeit nach dem Texas Chainsaw Massacre seine Schauspielkarriere beendet und widmete sich dann der Autorenschaft, hat dann später nochmal ein Comeback gefeiert, vornehmlich im Horrorbereich in ziemlich billigen Produktionen, hat in Texas Chainsaw 3D nochmal mitgespielt, spielt da ein anderes Mitglied der Sawyer-Familie zu Beginn des Films und verstarb ja dann leider im Jahr 2015 im Alter von 68 Jahren an Krebs.

Eine interessante Rolle noch nimmt hier John LaRocat ein. Der wird euch jetzt erstmal nichts sagen, aber das ist der Voice, wie sagt man, der Voice-Geber, der Stimmgeber für den Erzähler am Anfang von diesem Film, also der dieses. Textlaufband nachspricht, sowohl hier als auch im Remake und im 2022er Netflix-Film auch noch mal.

Der hat als Schauspieler tatsächlich eine relativ, ich sag mal, die größte Karriere, lustigerweise, von allen, die wir jetzt hier erwähnt haben, hingelegt und das finde ich interessant, weil ich schon, ich finde seine Stimme tatsächlich super markant. Das gehört für mich irgendwie, es ist super wichtig in dem Film, dass dieses Textband gesprochen wird von ihm, finde ich. Ja, finde ich auch.

Super erinnerungswürdig, absolut. ja. Ich kenne auch da wieder zum Thema wieder wären. Ich kenne glaube ich allein drei Songs Metal-Songs, wo Teile aus quasi dem Intro von 1 oder auch TCM 2 im Intro verwendet wurden irgendwie als, ja, weil das so markant von der Stimme auch ist, aber auch von, dem, was gesagt wird. Absolut, das gehört dazu, ja.

Ja, da gehe ich mit. Ich finde das auch sehr atmosphärisch. Gefällt mir auch immer wieder gut und es ist halt auch wirklich, man hört das und kann es irgendwie direkt zuordnen. Also ich glaube auch, wenn ich das in irgendeinem random Song hören würde, wäre ich direkt so, das kenne ich. Ja, wir spielen es jetzt an der Stelle auch mal ein, weil wir jetzt nämlich in den Film einsteigen und da passt es ganz gut, wenn wir das da einfach nochmal einspielen, dann wisst ihr genau, wovon wir reden.

Die Film, die Sie jetzt sehen, ist eine Geschichte von der Tragedie, die ein Grupp von fünf Jungs, in particular, Sally Hardesty und ihre Invalid-Brother, Franklin. Es ist alles mehr tragisch, in dass sie jung waren. Aber sie haben sie sehr, sehr lange Leben, sie konnten nicht erwartet, oder sie haben wished, zu sehen, wie sie das Madden und Macabre, als sie das heute sehen.

Die Texas Chainsaw Massacre. Und ich finde, besser hätte dieser Film schon gar nicht anfangen können, weil Teresa, er verkauft uns das Geschehen, das jetzt auf uns zukommt, als based on a true story. Und das ist ja eine Sache, die zumindest, also ich sag mal, heute funktioniert es vielleicht nicht mehr so gut bei mir, aber so bei meinen ersten Horrorfilmen, die ich gesehen habe, und dazu gehört ja auch Texas Chainsaw, da hat das immer sehr gut für mich funktioniert.

Da war ich sofort so, du sitzt so gemütlich auf dem Sessel, denkst, ich gucke jetzt einen Horrorfilm und dann so, diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Und schon rückst du ein bisschen weiter auf den Sessel auf und denkst so, okay, count me in. Ja, voll. Also, ich glaube, heute ist das eher was in Zeiten, wo einem so viele, also man ist ja einfach so viel damit konfrontiert, dass irgendwas einem als wahr verkauft wird. Und wenn man genauer hinschaut, ist es gar nicht wahr.

Ich meine, das ist ja allein irgendwelche Clickbait-Headlines, wenn dann da irgendwie steht, das Schlimmste, was Person XY jemals behauptet hat von sich. Und dann ist es irgendwie so, ja, ich mag eigentlich keine Dalmatina oder so. Ich denke so, okay, und das ist jetzt das, was hier schlimm gewesen ist.

Naja, also ich finde, das holt, glaube ich, heute niemand mehr hinter den Ofen hervor. Aber damals kann ich mir schon vorstellen, dass das auch gut funktioniert hat. Zumal wir es ja hier auch nicht mit übernatürlichen Personen zu tun haben, sondern mit echten Menschen. Und bei einer Geistergeschichte ist es schon wieder so, ja, vielleicht hat das in irgendeiner Psychose für irgendeinen Menschen tatsächlich so stattgefunden.

Aber nicht für alle anderen, die davon jetzt nicht betroffen waren. Aber deswegen, glaube ich, funktioniert das hier noch mal auch besser. André, hättest du ... Was mir auch noch gut gefällt, währenddessen oder halt danach kommt dann ja auch diese Fotos immer mit diesem lauten Blitzgeräusch von den Leichenteilen.

Und die sind ja wirklich auch immer, dass die in meiner Wahrnehmung so richtig lange nachwirken, weil dann zwischendrin ja immer so ein schwarzer Screen noch mal kommt. Und die sehen ja schon auch so aus, wie man sich vorstellt, dass so Polizeifotos von so einem Tatort aussehen. Und ich glaube, das kommt auch noch mal dazu. Und auch, dass die jetzt nicht, wie das vielleicht in einem Film von 2004 gewesen wäre, so bam, bam, bam, bam, bam, mit ganz vielen schnellen Schlitten hintereinander kommen, sondern wirklich eingeblendet.

Und dann kann man das erst mal auf sich wirken lassen. Ich wollte gerade scherzhaft sagen, Michael B. präsentiert Texas Chainsaw. Aber das ist ja gar kein Witz. Das war ja so. Ja. André, hättest du, versetz dich mal in die Lage, ich weiß jetzt auch nicht die einfachste Aufgabe, aber du sitzt da so 74 im Kino und dann steht das da.

Based on a true story, das ist hier, sie erleben das Schicksal von vier Jugendlichen, das wirklich geschehen ist. Hättest du das damals geglaubt, ja, oder? Ja, ich glaube, das war einfach eine Zeit, also da war das als Stilmittel noch einfach nicht, also es war den Leuten noch nicht im Kopf, dass das ein Stilmittel ist, sondern ich glaube auch, dass das einfach dann als gegeben war, okay, das steht da, dann wird das wohl so sein.

Sicherlich haben die Leute auch schon gedacht, okay, vielleicht nicht eins zu eins, aber das ist zumindest irgendwie von einem echten Kriminalfall, wo vielleicht wirklich jemand mit einer Kettensäge angegriffen wurde, inspiriert war. Ich glaube schon, dass das damals noch ganz gut funktioniert hat, aber nichtsdestotrotz, ich bin auch ganz bei dir, auch heute kriegt mich das irgendwie immer noch.

Also, wie du schon sagst, trotzdem hat das irgendwie gleich irgendwie einen anderen Eindruck, oder ich gehe zumindest direkt mal hin und will dann auch, jetzt gerade bei neueren Filmen, die das machen, recherchiere kurz, ob das stimmt und ob wir Quatsch verkaufen, ob da wirklich irgendeine Grundlage da war.

Doch, doch. Aber damals glaube ich schon, dass das schon noch gut funktioniert hat, weil das noch nicht so als bekanntes, einfach filmisches Mittel gesehen wurde. Ich habe das auch lange nicht gewusst, dass man das einfach sagen darf. Also, du kannst einfach zu jedem, also du könntest auch zu Star Wars drunter schreiben, based on a true story, wenn du willst, sozusagen.

Und im Zweifel kannst du immer sagen, naja, ich kannte schon einen Mann, der eine braune Jacke mal getragen hat. Den habe ich im Einkaufscenter gesehen. Der taucht halt auch in Star Wars auf, so based on a true story. Also ich hab das, glaube ich, erst vor, keine Ahnung, zehn Jahren oder so realisiert, dass das nicht stimmen muss, wenn man das da hinschreibt.

Was eigentlich auch echt fies ist, weil es ja eigentlich schon auch große Mogelpackung ist im Verbraucher, also im Produktbereich wäre das gleich wahrscheinlich ein Ding für den Verbraucherschutz irgendwie, wenn dann auf der Packung von irgendwas draufsteht. Keine Ahnung, basiert auf diesem Blass und dann ist das nicht drin oder so, dann kannst du gleich verklagen wahrscheinlich, im Entertainment-Sinne ist es dann scheinbar egal.

Zum Glück ist es keine Allergien gegen wahre Geschichten. Sonst wäre es tatsächlich strafrechtlich relevant. Ich glaube, hier ist das Stichwort auch basiert auf, was es ja so voll verwässert einfach und nicht. Es ist eine wahre Geschichte. Und ich glaube, damit kann man wahrscheinlich gefühlt, alles behaupten. Was ja hier zur Authentizität noch beiträgt, ist ja auch noch, dass das Datum erwähnt wird. Das macht es dann noch mal authentischer.

Wie gesagt, die folgende Geschichte hat sich am 18. August 1973 abgespielt. Dann denkst du so, okay, das muss ja stimmen. Ich meine, die haben ein Datum. Ich stelle mir vor, die haben auch eine Uhrzeit. Um Gottes Willen. Das muss ja passiert sein. Dokumentiert wurde es von und überhaupt. Aber was ich interessant finde, Theresa, ist die Tatsache, dass der Film uns eigentlich hier gespoilert wird.

Schon in diesem Lauftext, weil gesagt wird, das ist der, ich weiß jetzt, ihr habt es gleich eben nochmal gehört, weil ich es eingespielt habe, aber ich habe es jetzt gerade nicht im Kopf, aber es wird ja quasi gesagt, diese Geschichte, bla bla bla, vier Jugendliche werden sie nie vergessen, weil sie tot sind, so in dem Sinne.

Also es wird schon eigentlich erzählt, was jetzt auf uns zukommt, irgendwie ohne Umwege. Ja, das stimmt, aber ich finde, oft ist ja gar nicht unbedingt das Ergebnis, das, was an einem Film unbedingt interessant ist, was, glaube ich, auch dafür spricht, dass hier auch immer mal ja Leute unsere Folgen hören, ohne den Film zu kennen und danach dann vielleicht auch noch den Film schauen, obwohl sie ja eigentlich hier schon ziemlich genau hören, was sie zu sehen bekommen.

Aber es ist halt trotzdem noch mal was anderes, ob man es mit eigenen Augen sieht oder es halt einfach erzählt bekommt. Also solange ein Film jetzt nicht, ich sag mal, komplett auf so einem Twist basiert und nur darüber eigentlich richtig punkten kann, wenn man den kennt, ist es irgendwie schon nicht mehr so spannend, finde ich, tut das eigentlich fast nie einen Abbruch.

Also ich hab überhaupt gar keinen Problem damit, Filme zu schauen, bei denen ich im Grunde genommen schon weiß, was passiert, weil man ja einfach so viel auslässt, wenn man es nur darauf reduziert auf den Plot. André These, ist The Texas Chainsaw Massacre der cleverste Filmtitel aller Zeiten? Also jetzt werden wir mal aus, wie sagt man, aus rein kapitalistischer, gewinnorientierter Sicht sprechen.

Aus Marketing-Sicht sprechen. Ähm, Auf jeden Fall Top Ten, ja, mit Sicherheit. Vielleicht sogar Top Fünf. Also klar, ist super dankbar. Du musst ja wirklich nichts, braucht ja keinen Subtitle irgendwie. Der steht für sich. Also dafür, dass er dann nicht mal so richtig einlöst, wofür er ja steht, wie wir schon gesagt haben, ist das eigentlich das Lockmittel, um zu sagen, wir haben hier einen schockierenden Film.

Wenn du das sehen willst oder wenn du dich traust, das zu sehen, dann ja, doch, definitiv. Es gibt Theorien, die besagen, dass der Film nicht mal die Hälfte seines Geldes eingespielt hätte, wenn er einen Titel gehabt hätte. Ja, das kann ich mir vorstellen, ja. Also wenn er jetzt einfach, kommen wir noch zu, Leatherface-Guy ist nette, einfach 74 schon, dann wäre, glaube ich, schwierig gewesen, ja.

Es ist ja, lustigerweise, wir haben ja vorhin schon kurz Last House on the Left gedroppt als Titel, der ja kurz vorher kam, der hat ja auch gespielt, immer mit diesem It's only a movie auf seinem Poster, das haben sie ja auch ziemlich clever gemacht damals. Aber ich glaube schon, ja. Ich sag mal so, die Arbeitstitel waren Leatherface, ganz weit oben stand Head She's, Scum of the Earth und Saturn in Retrograde.

Das waren die eigentlichen vier Titel, die sie zur Auswahl hatten. Und irgendjemand kam dann einfach auf die stumpfe Idee zu sagen, ey komm, Texas Chainsaw Massacre, ja. Ich glaube, wir gehen das Risiko ein so. Ich glaube. Wir würden nicht reden über diesen Film heute. Zumindest nicht vier Stunden. Nie mehr Zuschauer gehabt, als er gekostet hat. Aber das finde ich irgendwie ein bisschen irritierend auch.

Ich weiß nicht, Chris, vielleicht kannst du mir das beantworten. Ich habe auch nochmal bei dem Mediabook in dieses nette Kleidheft zur Zensurgeschichte geschaut. Und da stand auch drin, dass sie das eigentlich quasi, dass die. Quasi einen 13er oder sogar einen 6er-Rating haben wollten für den Film. Das stand da drin. Und es hört sich aber schon so an, als wären sie schon auch sehr darauf ausgewiesen, dass es halt ein schockierender Film ist.

Deswegen war das generell so eine Info, die mich irgendwie irritiert hat, als ich die da drin gelesen hab. Boah, ein 13er-Rating wäre PG gewesen. Haben wir nicht letztes Mal gerade erst irgendwo geredet über irgendeinen Film, der das dafür gesorgt hat, dass es einen PG gab? Hatten wir das nicht gerade erst? Ich weiß nicht. Ich kann auf jeden Fall gleich noch mal kurz schauen, was da drin steht. Ja.

Nee, wüsste ich jetzt auch nicht. Aber kann ich mir schon vorstellen. Sie hatten jetzt, glaub ich, auch nicht die Absicht, dass das ein R-Rating-Film wird ursprünglich. Also, sie hatten auf jeden Fall die Absicht, dass der eigentlich so ist, dass man den problemlos ins Kino bringen kann und den quasi alle reinlatschen können.

Wo ich mich dann schon auch gefragt hab, wie fernab von der Realität kann man irgendwie so sein, wenn man vorher darüber nachdenkt, so eine Vision davon hat, wie dieser Film wohl am Ende aussehen wird, dass man denkt, ja, ach, die 12-Jährigen, die schaffen das schon. Du brauchst halt auch erst mal Richtwerte. Ich will jetzt, das ist jetzt rein aus meiner Erinnerung gesagt, ich glaube, so Filme wie 2000 Maniacs und sowas, das sind ungeprüfte Filme gewesen. Die haben sie, glaube ich, damals nicht prüfen lassen fürs Kino.

Und dementsprechend brauchst du ja dann erst mal einen Richtwert, dann gab's ja wahrscheinlich noch gar keinen Film, der so brutal war wie Texas Chainsaw, den man den Behörden in den USA vorgelegt hatte zu diesem Zeitpunkt. Und dann dachten die vielleicht, okay, dann kommt ab 13.00 und dann hat die Bürde gesagt, nee, das kann sein.

Eine Inspiration, André, war die wahre Geschichte des Serienmörders Ed Geed. Jetzt streiten wir uns, da erzähle ich gleich noch was zu, inwiefern das jetzt wirklich eine, sag ich mal, Inspiration war für Tobi Hooper, aber man ging zumindest, man geht eigentlich auch bis heute dazu aus, dass das so leicht abgewandelt davon, dass man sich zumindest so Triggerpunkte rausgesucht hat aus der Geschichte von Ed Geed und die hier übernommen hat.

Wer war denn dieser Ed Geed? und ich wollte jetzt sagen, was hat der Schönes gemacht, Ja, also viele, doch einige dürften ihn wahrscheinlich jetzt gerade erst recht frisch von Netflix kennen. Da gab es ja erst diese neue Staffel von Monster, die Ed Gein-Story mit Charlie Hunnam als Ed Gein. Da, wer die geguckt hat, kennt so ein bisschen die Figur, auch wenn die Serie auch wieder so ein bisschen, ja, sehr abstrakt war, das Ganze auch mit Filmschaffen und Hitchcock-Substory verbunden.

Das fand ich auch ganz weird, also ich fand ja nicht so gut, muss ich sagen. Aber ja, jedenfalls die Figur Ed Gein, wer das war, kennen daher vielleicht ein paar. Ich gehe aber mal so ein bisschen rein und mache mal einen kurzen Abriss über das Ganze. Ich beeile mich. Ja, Ed Geen gilt als einer der bizarrsten Serien mehr in der US-Geschichte, kann man sagen.

Und der diente halt als zentrale Inspirationsquelle eben für die Figur Letterface. Der hieß mit vollem Namen Edward Theodor Geen, wurde 1906 in Wisconsin geboren und lebte in völligem Rückzug auf einer abgelegenen Farm in Plainfield. Und der war stark von seiner sehr dominanten und religiösen Mutter geprägt.

Die Männer als sündhaft darstellte, also auch ihren eigenen Sohn und ihn auch weitestgehend von der Außenwelt eben abschottete. Also er durfte auch keine Frauen treffen und sowas. Also er hatte keine normale Entwicklung eben wie so ein Jugendlicher und auch im jungen Erwachsenenalter durfte er das alles nicht. Die Mutter hatte ihn halt wirklich komplett in der Hand.

Er hat über ihn geherrscht und 1945 starb die Mutter und das stürzte ihn in eine psychische Sinneskrise, weil die Mutter im Grunde ja sein einziger Bezugspunkt einfach war in seinem ganzen Leben. Und in den 50ern ging dann mindestens eine Reihe von Gräbern aus, man weiß nicht genau wie viele, und stahl dort Leichen, um Körperteile zu präparieren.

Und er fertigte daraus dann Gegenstände wie Lampenschirme, Sitzbezüge, Masken und auch Kleidungsstücke. Ja, das kennen wir so ein bisschen, wenn wir uns das Haus der Sawyer-Familie im Film angucken. Und er hielt auch Körperteile in seiner Küche auf und die Medien berichteten später von, sag ich mal, Dekorationen eben aus Knochenorganen, weshalb er dann als Plainfield Ghoul oder der Butcher of Plainfield bekannt wurde in den Medien und eben in den USA.

Und man konnte ihm dann später zwei Morde konkret nachweisen, neben den ausgegrabenen Leichen. Nämlich 1954 erschoss er eine Wirte namens Mary Hogan in Pine Grove und deren Leichen nahm er dann auch mit zu seinem Anwesen. Und 1957 tötete er die Ladenbesitzerin Bernice Warden in Plainfield. Und ihr Tod brachte dann auch die Polizei auf seine Farm, weil er auch beim Spurenverwischen nicht gut war, weil er einfach auch natürlich überhaupt gar kein erfahrener Verbrecher war.

Er hat einfach im Affekt gehandelt. Und ja, dadurch konnte er dann eben überführt werden. Und Gien gab die Taten auch offen zu. Er zeigte aber auch überhaupt keine Reue oder emotionale Regung. Und er verstand das auch gar nicht als Verbrechen, was er da getan hat. Und Gerichts- und Psychiatergutachten stuften dann Gien als schwer psychisch krank ein.

Ihm wurde zum Beispiel Schizophrenie diagnostiziert und wegen Schuldunfähigkeit kam er 1957 nicht ins Gefängnis, sondern in eine psychiatrische Anstalt, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1984 dann im Alter von 77 Jahren einsaß. Und in der forensischen Psychiatrie wurde er zugleich zu einem Medienphänomen und zu einer Ikone hochstilisiert, so zum gruseligsten Mörder Amerikas und zum berüchtigsten gilt er eigentlich auch bis heute, weil sowas in der Art niemand mehr danach getan hat, auch wenn es sicherlich viele weitere sehr, sehr.

Krasse Serienkiller gab, aber er war schon wirklich auch nochmal eine eigene Nummer, sag ich mal. Und ja, zur Verbindung nochmal zu Leatherface, also Toby Hooper und eben Kim Henkel nahmen ihn so als lose Vorlage eben für die Familie Sawyer generell, aber insbesondere natürlich für Leatherface selbst, aber nicht als jetzt direkte Biografie von ihm, sondern eher so Also atmosphärisch, ja, Inspirationsquelle, wie gesagt, für diese Einrichtung und das eben mit Knochen und Organen und alles mit Fleisch dekoriert ist, das ist so ein bisschen die Inspirationsquelle.

Und Gemeinsamkeiten sind eben auch die Farm, eben dieses familiäre und eben dieser morbide Alltag, der als eben so Tod- und Körperteilen besteht. Und das verwenden natürlich auch von Haut als Maske, was eben Geen auch nachweislich getan hat. Und eben Kannibalismus und die Kettensäge auch als Waffe von Letterface, das ist eben selbst erdacht, denn Gien selbst wurde nie Kannibalismus nachgewiesen.

Also es ist nie nachgewiesen, dass er seine Opfer gegessen hat. Er hat daraus nur Sachen gebastelt, immerhin. Und so viel zu Ed Gein. Genau, und in dem Leatherface war er ja auch Inspiration für die Norman Bates-Figur in Psycho. Und lustigerweise auch, obwohl du gerade gesagt hast, kein Kannibale tatsächlich auch für Buffalo Bill in Das Schweigen der Lämmer ist auch ein bisschen basierend auf Ed Gein.

Wer da noch ein bisschen mehr zuhören will, also ich kann zumindest empfehlen. Den Mehrteiler, Podcast-Mehrteiler von Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten, The Butcher of Plainfield, falls ihr da noch ein bisschen mehr hören wollt, könnt ihr euch da noch mal ein bisschen vertieft reinhören. Und tatsächlich basiert der Film dann, du hast es ja schon gesagt, André, gar nicht so viel auf Geen, zumindest nicht so viel, wie man lange Zeit dachte.

Es gab in Houston in Texas damals die sogenannten Candyman-Morde, die da wohl eine größere Inspiration waren. Man muss sich halt davorstellen, 1974 war jetzt Ed Geen auch kein Teil der Popkultur, so wie er es heute vielleicht in Anführungszeichen ist. Und dieses Based on a True Story-Ding ist halt, so wie wir es vorhin schon gesagt haben, mehr oder weniger ein reines Gimmick.

Hubert hat dann später auch zu Henkel erzählt, ja, ich hab mit 14 mal irgendeine gruselige Geschichte über einen Serienmörder in Texas gehört von meiner Oma oder sowas. Und das war's ja schon. Das ist so die Based on a True Story. Es geht ein Mörder in Texas um, mehr oder weniger. Vielmehr ist es dann auch schon gar nicht.

André hat vorhin schon ein bisschen was gesagt über einen Punkt, der auch für die Anspannung und für die Wirkung des Films sorgt. Und das ist tatsächlich, ich sag's jetzt bewusst, der Soundtrack und das meine ich jetzt gar nicht mal so musikalisch, wie es jetzt klingt, des Films. Der Soundtrack und das Sounddesign.

Da haben wir, Theresa hat es vorhin schon gesagt, dieses ikonische Kamerablitzgeräusch, was da zum Beispiel mehrfach auftaucht. Es gibt so generell einfach so eine sehr A-tonale Geräuschkulisse. Es gibt keinen, Andi, du hast vorhin gesagt, fast keinen Score, aber es gibt tatsächlich gar keinen Score. Es gibt keinen, ne?

Genau, absolut keine Musik. Der Soundtrack besteht hier quasi aus Geräuschen. Und ich finde, Theresa, das merkt man gar nicht, Weil diese Geräuschkulisse so großartig Ich empfehle jetzt das Fachwort dafür, aber so funktioniert, dass es wie ein schrecklicher, atonaler Score wirkt schon fast. Also wenn ich die Frage, wie ist die Musik in Texas Chainsaw, dann würdest du jetzt gar nicht im ersten Moment drauf kommen, dass es keinen einzigen musikalischen Ton gibt in dem Film, oder?

Ja, aber vor allem, weil es, glaube ich, einfach so unüblich ist. Und ich finde aber, hier ist das wie bei vielen Filmen, wenn man mich das fragen würde, dass ich denken würde, okay, das fügt sich so gut und natürlich in den Film ein, dass ich da gar nicht so drauf geachtet habe. Das geht mir ja tatsächlich oft so, dass es mir entweder auffällt, wenn es ganz besonders gut oder ganz besonders scheiße ist.

Aber hier, finde ich, fügt sich das so gut in diese dreckige Atmosphäre irgendwie ein. ähm, dass ich jetzt auch sagen muss, ich hab's auch nicht vermisst. Ich finde, das ist genau gut so, wie es ist. Also das ist ja auch ein Film, der wahrscheinlich auch eher davon profitiert, dass vielleicht an manchen Ecken halt auch eben mal, auf der auditiven Ebene nicht so viel los ist und es immer noch einen schönen Streicherscore im Hintergrund gibt oder ein paar panische Streicher oder sowas, sondern.

Ja, wo man dann doch eher so diese natürlichen Geräusche hat oder halt auch mal gar keine. Ja, und ich glaub, André, auch Und dieses Sounddesign sorgt, glaube ich, auch dafür, dass die Leute den Film immer brutaler in Erinnerung behalten haben, als er tatsächlich ist. Weil einfach diese Geräuschkulisse, was mit dir macht, die ist eigentlich schon brutal genug irgendwie und verstörend genug.

Dass, glaube ich, dann Bilder anders hängen bleiben als vielleicht mit einem gewöhnlichen Musikeinsatz. Ja, das ist, was ich meinte, was diesen Mockumentary-Stil unterstreicht. Zusammen eben mit der Kamera, mit dem ... Und ja, es wirkt ja auch nicht sehr cineastisch, obwohl die Bilder teils sehr cool sind, aber es wirkt ja nicht, es wirkt nicht perfekt. Es wirkt halt sehr roh.

Die fertige Filmversion, auch so gut sie heute auf UHD aussieht, wirkt halt wie so ein Rohschnitt irgendwie. Und das macht halt alles, trägt dazu bei, dass es halt eher wirkt wie so ein Fun-Footage-Film, obwohl es keiner ist und es wird alles viel näher dran und eben ungeschliffener als eben, wie gesagt, perfekte Ausleuchtung, wenn da eben ein bedrohlicher Squad rönen würde, wäre das alles nur halb so effektiv.

Es wirkt so krass, genau, weil es halt wenig filmisch ist eigentlich. Ja, auch da würde ich sagen, dass das einen sehr großen Anteil hat am Erfolg des Films oder an seiner Wirkungskraft. Also ich würde ihm durchaus locker 30, wenn nicht gar 40 Prozent an Erfolgszutat zurechnen, glaube ich. Ich glaube, das ist halt der Blair Witch-Effekt dann eben später auch, weil das auch so ungeschliffen war und so.

Natürlich auch da mit dem echte Begebenheit, das ist ja selbes Grundprinzip so ein bisschen. Genau, das würde ich auch auf jeden Fall sagen, dass das einen großen Anteil macht, warum der auch immer noch funktioniert, obwohl er eben nicht mehr top frisch aktuell aussieht. Nach dieser Eingangsrede von John der Roquette sehen wir erst mal, und in Credits sehen wir erst mal einen Shot auf, so eine ausgegrabene Leiche, die so wie so ein Monument aufgestellt ist, auf dem Friedhof.

Und da verweilen wir, glaube ich, locker, ich weiß nicht, korrigiert mich gerne, eine Minute, fast zwei Minuten einfach so drauf mit ganz wenig Bewegung. Und dazu läuft halt so eine Radioreportage so im Hintergrund, in der über Grabraubvorfälle und irgendwelche anderen Verbrechen gesprochen wird. Das passt nämlich auch wieder ganz gut.

Da ist dann wieder die Edgien-Anleihe, André, weil Edgien hat Gräber ausgeräumt, äh, ausgeräumt, ausgeräumt, ausgeräumt und auf dem Plainfield Cemetery und hier kommt es auch zur Geltung und da habe ich schon wieder gemerkt, so nach zwei Minuten, dieses, Das ist ja so feuerrot, das Bild, wie das Monument aufgestellt wird.

Du siehst richtig, wie der Sonnenuntergang so brennt förmlich. Ich weiß nicht, der Film sorgt einfach nach ein paar Sekunden dafür, dass ich komplett wieder in dieser schwülen, verschwitzten, anstrengenden Atmosphäre eintauche. Und auch diese Radioreportage dazu ist auch perfekt, muss ich sagen. Und da muss ich immer denken ... Und der zeigt auch so schön, wie man in Texas drehen kann, um in den Sepia-Filter was belegen zu müssen.

Wie es halt moderne Filme heutzutage machen. Hier hast du es halt wirklich OG und es funktioniert halt perfekt. Jetzt haben wir übrigens keinen echten Grabstein benutzt. Den haben sie dann noch mal separat aufgestellt dort auf dem Friedhof. Aber auch ein schönes Bild. Nächster ikonischer Shot folgt sofort.

Wir sehen dieses tote, es gürtelt hier nennt man das, Amarillo. Es gürtelt hier bei uns. Was dort auf der Straße liegt und auch irgendwie schon für diverse Poster-Motive oder irgendwelche Mediabook-Artworks und so herhalten musste. Dann sehen wir den vermutlich bekanntesten Van der Horrorfilm-Geschichte, in dem unsere Protagonisten sitzen.

Ein Volkswagen-Van. Ja, exakt. Wie es so schön heißt. Mit fünf Passanten an der Zahl. Und wir werden als erstes Franklin kennen, der dort von Kirk, glaube ich, also Franklin, der im Rollstuhl sitzt und von Kirk mit so einer Holzrampe aus diesem Van herausgeholt wird. Denn Franklin muss sein kleines Geschäft verrichten. Und das ist schon so ein erster Moment.

Der für die Figur von Franklin, glaube ich, total relevant ist, wie wir ihn wahrnehmen, für die er ja erst mal gar nichts kann. Er ist irgendwie darauf angewiesen, dass er nicht irgendwie, also generell sollte niemand wild pinkeln. Ich sage das jetzt mal als erwachsener Mensch hier. Aber wenn man das dann doch mal muss, dann geht man halt irgendwo tief ins Gebüsch und keiner sieht einen und so weiter.

Und Franklin ist halt an seinem Rollstuhl gebunden und muss dann dort in so eine Dose, so eine Blechdose reinpinkeln dort. Und im Hintergrund fährt dann so ein großer Truck vorbei. hupt und Franklin erschreckt sich und fällt dann beim Pinkeln den Abhang hinunter. Und das ist so, Moment, ich kann mich durchaus dabei erwischen, wie ich manchmal lache an dieser Stelle.

Das will ich jetzt hier nicht verbergen oder hinter einem Berg, wie weißt du es? Das wird sich hinter einem Berg halten. Ja. Aber gleichzeitig ist das natürlich schon ein Moment, der auch eine Art Mitleid generieren soll für Franklin. Und wenn man Franklin noch nicht kennt, Theresa, dann funktioniert das vielleicht ja auch schon.

Darf ich eine Sache einwerfen, bevor wir auf Frankl eingehen? Nur, damit ich es nicht vergesse. Das ist gerade doch eingefallen. Das ist eine Frage, die ich auch noch nicht hätte. Nie drüber nachgedacht so richtig. Fällt mir gerade ein. Meint ihr, Volkswagen findet das eigentlich geil, dass sie Free-Werbung in einem der berüchtigsten Horrorfilmen aller Zeiten haben?

Oder denkt ihr, dass ich finde das in dem Kontext richtig beschissen. Dass in diesem berüchtigten schlimmen Intro, von diesem schlimmen Horrorfilm ihren Namen genannt wird. Sorry für den Outbreak, aber das finde ich gerade spannend. Das habe ich nur übernachgedacht. Ich glaube, damals fanden sie es scheiß und wahrscheinlich ist es heute okay.

Ich sage, ich sage dir sowas. Mir ist es noch nie aufgefallen, dass es ein VW ist. Das heißt, du weißt ja gar nicht, ob der Werbeeffekt, egal ob positiv oder negativ, so da ist. Es wäre mir auch im Film nicht aufgefallen, wenn sie es nicht halt im Intro ganz klar sagen. Ach ja, stimmt. Ja, hast du recht. Ja, ja, stimmt. Der Narrator sagt das ja, in einer Volkswagen-Van. Deswegen hab ich's grad eben noch mal so betont.

Bei Product Placement gab's ja damals noch nicht, glaub ich, ne? Ich glaube nicht. Also, das wird einfach... Also, in dem Film auf jeden Fall nicht. Weil dann hätten sie wahrscheinlich das Budget schon zusammen gehabt, ohne diese ganzen Drogenhändler und Mafia-Leute da mit an Bord zu holen. Aber ich glaube, in dem Sinne... Ich glaube, auch nur die erwähnen den, damit es auch wieder noch realer wird. Authentischer.

Authentischer, genau. Die Marke wird auch benannt. Man weiß, was es für eine Automarke war. Aber das habe ich mich echt gefragt. Aber ich bin vielleicht bei Theresa, ja. Ich glaube, damals war es so, oh shit. Und heute ist es so, naja, okay. Ist halt Kulturgut, so, passt. Franklin sagte sich auch, oh shit. Was hattest du mitleiten mit ihm?

Also die erste Szene ist schon echt gemein, finde ich. Ja, gerne, Therese. Ja, ich fand, es sollte halt, ich hab's eher so verstanden als, ja, okay, das ist jetzt hier unser Comedy-Moment, um das irgendwie so ein bisschen, ja, aufzulockern einfach und ich hab's schon so wahrgenommen, dass es einfach ein Lacher für mich sein soll.

Direkt mal so ein Film eröffnen mit so einem ableistischen Gag oder was? Ja, genau, genau, so hab ich das eigentlich verstanden. Ja, also. Fand ich das lustig. Nee, irgendwie nicht so wirklich, weil dafür ist es dann auch zu plump. Und alles, was ich denken konnte, als ich diesen Van gesehen habe, dass ich wirklich dachte, boah, muss ich direkt eine Tomapurin einwerfen, weil ich schon Kopfschmerzen bekomme, wenn ich mir nur die Sonne und diesen Van inkompliert habe.

Ja, ja. Also das hat da so, ey, da dachte ich wirklich so, oh, ich spüre schon den stechenden Schmerz in meiner Stirn. Es ist ja wirklich absurd. Ich ziehe mal den Punkt vor, da wollte ich eigentlich erst später drüber reden, Aber es ist ja wirklich so, also ich kenne kaum einen Film, der es schafft, Hitze so spürbar und unerträglich darzustellen wie dieser Film hier.

Alle Leute schwitzen in dem Film, vor allem Franklin. Das ist komplett an Franklin auch absehbar, wie schlimm es tatsächlich da ist. Alle stöhnen die ganze Zeit, überall läuft der Schweiß runter. Die Sonne brennt förmlich auf der Straße und auf der Leinwand irgendwie. Alle Figuren sind angepisst von der Hitze. du spürst diese, auch während der Fahrt, die gleich kommt, diese Langeweile auch, die die haben während dieser Fahrt.

Und das ist alles so unerträglich und zeigt natürlich, also es war ja beim Dreh in echt so, mindestens 38 Grad, aber ich finde, es gibt keinen Film, der das so sehr vermittelt. Also ich habe wirklich so wenig Bock, immer schon, wenn ich den Film sehe auf Sommer, wirklich, ich habe den jetzt, wie gesagt, vorletzte Woche wieder geguckt, dachte so, nee, nee, lass mir mal meinen Schnee hier in Hamburg noch ein paar Wochen draußen, den Scheiß kann ich jetzt erstmal noch verzichten, weil es ist wirklich, das ist der heißeste Film, den es gibt für mich.

Ja, es gibt noch ein paar andere, so Hills of Ice Remake finde ich auch sehr gut drin, aber TCM macht es schon sehr, sehr gut. Wie gesagt, das vor allem alles ohne Filter, ohne alles, einfach wirklich rein durchs pure On-Set drehen und das halt sehr roh. Keiner durfte sich irgendwie wahrscheinlich mal 13 Stunden lang in den Schatten setzen, wenn in der Sonne gedreht wurde.

Ja, doch, definitiv, das ist schon sehr authentisch alles. Beziehungsweise bei The Hills of Ice kann ich mir schon auch vorstellen, dass die dann, wenn die irgendwie in den Trailern, irgendwas gefilmt haben, dass die dann wahrscheinlich auch klimatisiert waren und hier siehst du halt, ja, die schwitzen halt alle in Real Life, das ist nicht, da wurden ein paar Schweißperlen auf die Stirn getropft, sondern das ist real, du siehst die Schweißperlen.

Und ihr müsst euch vorstellen, es war ja in dem Van, also jetzt in Real Life, saß halt auch noch, also Tobi Huper hat diese Szene gedreht im Van, der saß da auch noch mit der fetten Kamera auch noch mit drin, ne, also das ist so unerträglich so, ne? Und Predator 1, finde ich auch, der erste Predator, weil da schwitzen auch immer alle in dem Dschungel.

Alle auch immer patschnass und, ja, aber sonst, ja, nee, TCM ist da wirklich schon sehr gut dabei, ja. Und Franklin bei mir, muss ich sagen, ich lache jetzt, weil ich weiß, was er für eine Figur ist. Ich glaube, beim ersten Mal oder halt damals habe ich nicht unbedingt gelacht oder vielleicht doch, ich weiß nicht.

Also es wirkt nicht wie ein Comic-Moment, sage ich mal, finde ich nicht unbedingt. Aber ja, für mich ist es jetzt heutzutage eher, weil ich halt jetzt ihn als Figur kenne und weiß, ob ich ihn mag oder nicht. Bei Franklin ist ja die Frage, also einerseits muss man den Film ja wiederum loben, weil ich meine, das findet ja bewusst statt, also offensichtlich war ja Paul Partyn hatte keine Behinderung, saß nicht im Rollstuhl, dass man an eine Figur gedacht hat mit einer Behinderung.

Also es ist ja eine Form der Repräsentation von Menschen mit einer Behinderung. Und da zeigt mir mal fünf Filme, die das tun oder fünf Horrorfilme, die das tun. Also das ist schon in einer gewissen Weise irgendwie sehr, Wegweisen ist jetzt Quatsch, aber seine Zeit weit voraus, aber die Zeit haben wir ja irgendwie gefühlt immer noch nicht erreicht, wo das normal ist, dass das repräsentiert wird und das finde ich eigentlich schon mal, ziemlich cool und das schenke ich es dem Film auch, dass sie jetzt keinen Schauspieler genommen haben, der eine echte Behinderung hat, weil dadurch allein, dass es repräsentiert wird, finde ich das schon mal positiv erwähnenswert.

Was jetzt aber smart ist, Theresa, wirklich clever ist, ist, dass du ja prinzipiell, das ist ja das, was André schon erzählt hat, prinzipiell mit Leuten, die eine Behinderung haben, dass du mit dem Mitleid hast, automatisch. Auch im Funk, Fernsehen, Film, Serien, wie auch immer. Aber was ist, und jetzt greifen wir schon mal vorweg, wenn gleichzeitig diese Person selbst maximal unsympathisch ist, so wie es Franklin ist?

Ist das nicht eigentlich super smart? Ähm ... Ich weiß es nicht. Also, ich finde es ... Ist das smart? Gute Frage. Ich glaube, ich hätte mir eher für Franklin gewünscht, dass er als angenehm porträtiert wird. Vor allem jetzt auch vielleicht im Sinne der Repräsentation, dass halt die eine Person, die halt gar nichts alleine auf die Kette bekommt.

Und deswegen, also im Grunde genommen, der wird da alleine mit seinem Rollstuhl irgendwo geparkt, mit diesem Komplett-Schrott-Rollstuhl, mit dem er halt auch alleine keine zwei Meter auf dem Gelände da halt kommt. Und dann würde ich auch rumschreien, wo alle sind. Also ganz ehrlich, das ist auch irgendwie eine bodenlose Frechheit, dass sie den ständig einfach irgendwo alleine lassen.

Ich habe tatsächlich jetzt bei dem Watch jetzt eher echt auch krass Mitleid mit ihm und dachte mir so, der ist saunervig, aber der tut mir halt auch leid, weil er da zu was mitgeschleppt wurde oder mitkommen wollte und sich aber niemand so wirklich für ihn zuständig fühlt. Und da hätte ich es, glaube ich, schon gut gefunden, wenn man das auch irgendwie so wie arschig eigentlich das von den anderen ist, wenn man das eher in den Fokus gestellt hätte, als ihn jetzt hier als den Nervigsten aller Personen darzustellen.

Ich meine, er ist in dem Film deswegen halt leider auch nervig, das möchte ich nicht abstreiten, aber ob es jetzt super smart war, keine Ahnung. Ich habe nachher eine ganz krasse Theorie für euch, die ich super, super interessant finde. Ich tease sie schon mal an, dass Franklin hier eigentlich gar nicht zu der Gruppe der jungen Leute gehört, sondern eigentlich eher zu der Gruppe der Sawyers gehört.

In seiner Art, wie er dort als Außenseiter in der Gesellschaft dargestellt wird. Und das finde ich tatsächlich super interessant, aber darauf lass uns später nochmal eingehen. André, wie findest du das generell, dass erstmal die Repräsentation hier stattfindet, aber gleichzeitig eben auch mit dem Kniff.

Einer maximal unsympathischen Figur verbunden ist. Ja, das ist mich auch der Punkt. Die Frage ist, wie die Intention nämlich war. Repräsentation super, aber war vielleicht der Gedanke auch eher von Hooper da auch eher so, und vom Writer, ey, wir nehmen halt eine Figur rein, die halt dann so ein bisschen hilflos ist und der dann halt immer nur quasi schon auch irgendwo, nicht Comic Relief unbedingt, aber der auch so eine Figur darstellt, wo dann alle irgendwie wie sie sich die ganze Zeit wünschen können, weil der so nervig ist.

Man stirbt ja endlich und das ist fast so ein kleiner Slasher-Jubel-Moment ist, wenn der halt irgendwie endlich drauf geht. Das passt zwar nicht zum Film, weil es ist ja nicht so der typische Slasher. Ich meine, in Friday the 13th in der Reihe hatten wir ja auch den einen Teil mit dem Rollstuhlfahrer.

Da ist der Kill ja auch schon fast zelebrierend inszeniert mit der Treppe und so. Wir erinnern uns. Aber da hatten wir alle Mitleid zum Beispiel. Ja, genau. Der war ein cooler Typ. Genau, der war aber auch ein cooler Typ und der wurde auch als sympathisch inszeniert. Und hier ist es halt nun mal zweifelsohne die Figur, an der du dich am meisten reiben kannst.

Und dann frage ich mich halt eben, was wirklich die Intention war. Wollten sie eine Repräsentation drin haben oder wollten sie die Figur irgendwie möglichst sperrig und dämlich inszenieren, der dir irgendwie nur auf den Zeiger geht, in seiner Art, damit du irgendwie nachher sagen kannst, wieder kurz aufjubeln kannst, wenn der es vielleicht, wenn den es endlich trifft.

Ja, das ist ein interessanter Punkt. Ich würde wieder einwerfen, Rollstuhlfahrer, Wieder die Zeit, Post-Vietnam-Krieg. Es kamen dann viele Veteranen zurück mit Amputationen oder im Rollstuhl saßen. Könnte natürlich damit im Zusammenhang stehen. Ob er jetzt einen Comic-Relief darstellen will, das würde ich anzweifeln.

Ich glaube, das war nicht die Intention. Weil mir dafür auch sein Tod nicht ... Also, der ist halt grausam, einfach nur. Da ist kein Moment bei, wo du sagst, ah, geil, jetzt wird er richtig zersicht. Das passt ja eigentlich zum Film, weil der hat ja diese Horrorüberhöhung nicht, wo du dich über was freuen sollst.

Der bleibt ja schon mal immer ernst und böse. Ich frag mich sogar, vielleicht haben sie gar nicht gewusst, wie nervig Franklin auf die Leute wirkt. Wirklich. Das kann ja auch einfach das Schauspiel sein von dem Schauspieler. Und dann haben sie ja später gemerkt, dass die Leute gar nicht drauf klarkommen.

Ich meine, ich wusste auch damals, als ich mich angefangen habe, über Franklin aufzuregen, da wusste ich noch nicht, dass es auch allen anderen Menschen auf der Welt gefühlt so geht, dass sie sich über den aufregen. Wir haben ja noch unseren anderen Freund, ich weiß gerade nicht mehr, unseren Friday-Typen, der die ganze Zeit die Leute prankt in Friday 3D. Shelley.

Das sind ja unsere beiden Spezies hier. Ja. Der war ja so angelegt schon als kompletter Relief. Der war ja einfach drüber, genau. Ja, ich weiß nicht. Der Film spielt in Texas. In dem Sinne nicht ohne Grund, weil alle Leute aus Texas kommen, die den Film gemacht haben. Aber Texas ist natürlich jetzt auch kein gewöhnlicher Bundesstaat.

Er ist wahrscheinlich auch allen Leuten, selbst den, also auch allen Leuten, die noch nie in den USA waren, ein Begriff. Der ist schon irgendwie was Besonderes. Und auch wenn du so Leute auch früher über Texas sprechen hörst, ist das im Moment schon ein Handlungsort, der per se schon Horror ausstrahlt, weil das so viel, es gibt zwar Städte, irgendwie Dallas, Houston, Austin und so weiter, aber es gibt halt auch sehr viel, wie sagt man, ähm.

Landschaft, die leer ist, wo einfach nichts ist, wo Wüste ist sozusagen. Und wenn du da irgendwie gerade früher, in einem Zeitalter, wo du noch keine Handys hattest und so weiter, wenn du da mal irgendwo stecken bleibst oder dich verirrst oder irgendwas, dann kann dich halt Texas sozusagen auch verschlucken.

Und das ist zum einen schon mal, finde ich, interessant an dem Setting. Es gibt auch halt super viele düstere Ecken, habe ich gelesen, auch wo du echt dich nicht verlaufen solltest oder verfahren solltest. Und dann hast du natürlich eben genau das, was du gesagt hast, diese Stereotypen, also das ist so, irgendwie die Hillbillies sind, es gibt auch ganz viele Geschichten über Inzest in Texas, es gibt die berühmten Mountain Man zum Beispiel, der Ku Klux Klan zum Beispiel ist da sehr aktiv gewesen in Texas und sonstige religiöse Fundamentalisten, also es ist schon etwas, was per se sehr tauglich für einen Horrorfilm ist, würde ich mal sagen.

Ja, und ich weiß gar nicht, wie das so Amerika intern wahrgenommen wird, vor allem jetzt in den 70er Jahren. Aber ich glaube, ich habe das Gefühl, für alle außerhalb der USA ist Texas auch so... Redneck. Ja, so der schlimmste Platz in Amerika. So der letzte Ort, an den ich wollte, wäre, glaube ich, Texas.

Oder jetzt der Bundesstaat. Obwohl es da sicherlich auch schöne Ecken gibt und so. Und auch anständige Leute und so, keine Frage, aber ja, es ist auf jeden Fall auch mein persönlicher Horror, glaube ich, wäre das, da hinzufahren. Zum einen, weil es halt heiß ist und ich das hasse, wenn es so heiß ist.

Dann, wie du gesagt hast, mit der, wenn du da halt untergehst dann und irgendwo dich nicht mehr zurecht findest, dann war es das halt wahrscheinlich mit dir, weil ja auch alles so weitläufig ist. Ich war ja auch noch nie in Amerika, aber was man sich so als Deutsche gar nicht so vorstellen kann, wie groß Distanzen sein können.

Und wenn du da halt dann irgendwie mehrere ja, mehrere hundert Meilen keine Tankstelle hast oder so, hast du halt Pech gehabt. Da stell ich vor, du wärst mitten irgendwie in der Nacht irgendwo da in den 70er-Jahren da auf dem Highway stecken oder auf so einer kleinen Landstraße, hinter die 100 Kilometer keine Stadt, vor die 100 Kilometer keine Stadt und vielleicht kommt dann halt auch mal für sechs Stunden kein anderes Auto da vorbei oder sowas. Also es ist schon... Das ist schon echt gruselig.

Wir schauen ja am Samstag hier im Kino ja auch The Hitcher, der spielt ja auch so ein bisschen mit dieser Thematik. Das funktioniert schon immer ganz gut das Setting, finde ich, so einsame Wüste, so ab und zu mal so eine, selbst die Tankstelle, die du hier hast, auf die wir ja gleich noch zu sprechen kommen, ist ja jetzt auch nicht so dahinten, also ist jetzt auch nicht gerade das, wo du Hilfe findest und so weiter und von daher ist Texas, finde ich, schon per se schon ein sehr funktionierendes Setting, André, ne, da kommt alles zusammen und da muss man nicht mal diese Tropes im Film erfüllt haben, die man so kennt, von Incest bis Hillbiddies und Kuckucksklan und so weiter und so fort.

Ne, es wirkt einfach generell, also ich meine, klar, auch in Texas es gibt natürlich Städte und so, aber natürlich sucht man sich hier Locations aus, die sehr abgeschieden sind, lange Straßen, allein diese lange, lange, lange, dieser lange Highway, wo links und rechts gefühlt halt nichts ist, dann irgendwann rechts mal so eine Farm irgendwie, aber um da reinzufahren, brauchst du auch erstmal wieder 500 Meter, bis du den ersten Briefkasten siehst.

Das ist natürlich alles so abgeschieden und du weißt halt, wenn du irgendwie hier eine Panne hast oder so, dann bist du auch fucked so, wenn nicht gerade bei jemandem vorbeikommt, der auch dann anhält. Und selbst wenn da ein Haus ist, wo jemand vorbeikommt, wer ist denn das? Ja, klar. Und du hast halt, also der nächste Nachbar ist dann wieder vier Kilometer weg mindestens.

Und ja, es wirkt halt eben wie nicht in der Zivilisation mehr. So ganz generell mal schon. Und damit spielt der Film natürlich auch. Und da wohnen natürlich auch nur irgendwelche Irren. Ich meine, denkt er, ne? Kirk wollte nur Kerosin holen und hast ja gesehen, auf wen er getroffen ist. Also, interessant finde ich tatsächlich die Gruppe an jungen Leuten, auf die wir treffen. Das sind ja, ich würde mal sagen, College-Studenten, so in dem Alter.

Fünf an der Zahl. Wir haben Franklin, den haben wir jetzt ja schon kennengelernt. Wir haben dann noch Kirk und Jerry, die jetzt, sag ich mal, ja, die kann man auch durchaus machen, die werde ich wahrscheinlich noch öfter im Laufe der Episode namentlich durcheinander bringen. Der eine hat halt etwas kürzere Haare, der andere hat lockige Haare.

Dann haben wir Pam, die sehr an Esoterik glaubt und Sally, die später zu unserem Final Girl wird, am Anfang erstmal gar nicht so wirkt. Ich finde tatsächlich, ich weiß nicht, wie es euch so geht, ich hab dann mal versucht, ein bisschen mehr darauf zu achten dieses Mal. Ich hatte das Gefühl, so die ersten 10, 15 Minuten könnte man easy auf den Gedanken kommen, dass es entweder ein Mann ist, wahrscheinlich sogar Kirk, oder Pam sein könnte.

Also jetzt mit dem, natürlich haben wir das Wissen, dass es nicht so ist, aber ich finde, die würden am Anfang, gerade dass es zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht so viele Tropes, Horrorfilme etc. Gab oder Slasher gab und wir auch noch das Prinzip des Final Girls ja noch gar nicht etabliert haben zu dem Zeitpunkt, also es wäre auch völlig normal gewesen, wenn hier ein Mann der Überlebende wäre also da muss ich sagen, da ist der Film sehr undurchsichtig, Theresa.

Ja, es sieht ja schon am Anfang auch eher so aus, als wäre eben irgendwie Pam und Kirk so die Hauptfiguren. Man folgt denen halt am Anfang, natürlich, weil sie als erstes sterben, aber das weiß man da ja noch nicht. Also ich kann das schon auch verstehen, dass das nicht so ganz eindeutig ist, wie das in anderen Filmen ist, wo du schon manchmal, da brauchst du eigentlich nur das Gruppenfoto zu sehen und du kannst schon sagen, jawohl, das ist die Final Girl.

Und das hat man hier, finde ich, nicht vor allem eben, wenn man jetzt nicht nur Fotos sieht, sondern auch den Film halt schaut, dass es wird keine Figur so explizit zur Hauptfigur stilisiert mit irgendwie mehr Background-Infos als bei allen anderen oder mehr Charaktereigenschaften als allen anderen. Das haben wir hier halt nicht.

Ja, du hast ja immer dieses Spot-the-Main-Character-Meme, also normalerweise in der Inszenierung, in der Kleidung, auch von der, wer besetzt ist, siehst du es eigentlich meist sofort. Genau, hier ist es komplett im Dunkeln, keiner kriegt einen eigenen Frame so richtig. Und ich meine, die hätten ja auch gepasst, so mit dem Pärchen.

Das Pärchen, wo es dann darum geht, so wer schützt wen oder wer rettet wen und so weiter. Das hätte ja auch voll gepasst als Main-Character, deswegen ist der Move dann auch, auch die als erstes dann zum Opfer werden zu lassen, eigentlich sogar relativ smart, ja. Was ich übrigens, und ich glaube, das trägt auch maßgeblich dazu bei.

Super interessant finde und super erfrischend finde, weil auch dieser Trope noch nicht existierte zu dem Zeitpunkt, alle Leute, die wir hier haben, alle fünf jungen Leute, die machen halt nichts falsch. Also die sind halt komplett gesetzestreu, die verhalten sich nicht anzüglich, da ist keiner übergriffig, die begegnen kein Verbrechen, die brechen nirgendwo ein, die lassen sich überhaupt nichts zu Schulden kommen, weder strafrechtlich noch auf moralische Art und Weise.

Und das ist ja das, wie Slasher später funktionieren. Daran konnte man ja früher auch immer schon erkennen, wer ist das Final Girl oder Final Boy und wer nicht, weil die halt moralisch vernünftig waren und alle anderen irgendwie die ganze Zeit rumgepoppt haben oder gesoffen haben oder Drogen genommen haben.

Und das passiert hier alles nicht. Also im schlimmsten Fall hier hast du halt fünf junge Kiffer, die da drin sitzen in diesem Van. Oder dass er vielleicht ins Sawyerhaus geht dann, weil die Tür offen ist und quasi Hausfriedensbruch begeht. Aber er ruft ja auch direkt, hallo, ist hier jemand? Und nicht, er klaut irgendwas, ohne zu fragen.

Also genau, ja, das stimmt. Hier gibt es sonst keine Vergehen, die sie machen. Und selbst Sadie und Franklin, die sind ja scheinbar weggezogen von dort und besuchen jetzt ihre Heimat wieder. Und das könnte ja auch super einfach sein, wenn die jetzt da rummetzeln, oh, guck mal, hier haben wir früher gewohnt.

Boah, das ist ja eklig, zum Glück, warum wir jetzt in der Stadt sind. Machen sie halt auch nicht. Sie sind eher total neugierig darauf, wie sich das hier so entwickelt hat, in ihrer Abwesenheit, wer hier noch wohnt und was auch immer, was mit dem Haus passiert ist und so weiter. Das ist halt echt interessant gemacht. Die haben halt eher Neugier und lästern nicht irgendwie.

Fand ich super interessant und super gut gelöst. Können sich heutige Filme mal gerne wieder eine Scheibe von absteigen, muss ich sagen. Und ich find's auch interessant, André, dass der Film aus ... Ich will mal sagen, ich sage nicht, dass die Dialoge smart sind und auch nicht, dass sie interessant sind, aber das sind simple Dialoge, wie sie von Leuten zu diesem Zeitpunkt in dieser Örtlichkeit dort in diesem Van fallen könnten.

Die unterhalten sich über irgendeine Banalität, die sie dort gerade in diesem Magazin finden, Astrologie, übrigens auch kein zufälliges Thema, also Astrologie ist Ende der 60er Jahre, Anfang der 70er Jahre riesengroß geworden in den USA, also da gab es eine riesige Nachfrage, aber die machen halt keine Expositionsdialoge, was ich super entspannt finde, dass die nicht den halben Film dort erzählen in den Dialogen, sondern einfach da rumsitzen und sagen, oh, guck mal, dein Horoskop sagt das, ach ja, okay, bin ich gar nicht so der Typ für so.

Das ist nicht interessant für uns als Zuschauer, was die erzählen, aber es ist irgendwie auch, trägt auch zur Authentizität bei, finde ich. Dass sie nicht erzählen, hier gab es früher mal eine Sawyer-Familie und die haben das und so weiter. Das ist, finde ich, gut gelöst. Das wäre ja auch der perfekte Einstieg für einen Horrorfilm, ganz typisch.

Wenn sie sich ja erstmal hier in der Gegend sollen, Leute verschwunden seien und du bist so, ja, okay, nee, voll. Das finde ich auch so. Das ist auch zu dieser Nahbarkeit bei und dieser Glaubwürdigkeit und dieser Mock-Climatary-Stil auch wieder von mir aus. Das ist so ein banales Skills, einfach nur eine Teenie-Gruppe.

Es wird, glaube ich, einmal erwähnt, wo sie hinwollen, sodass du einen groben Rahmen hast und was sie vorhaben, so ein Selbst-It. Sonst geht es wirklich nur um, was gerade so eben in dem Moment passiert. Das finde ich auch gut, ja. Ja, und auch, dass dadurch hier zwar wenig Charakterisierung stattfindet, was ich aber auf eine Art tatsächlich okay finde, weil dadurch hat man halt auch kein Ungleichgewicht, außer halt bei Franklin, der aber auch eigentlich nur negativ dadurch auffällt, dass er eine sehr anstrengende Stimmenfrequenz hat irgendwie.

Aber davon ab ist ja quasi niemand, der besonders unangenehm auffällt oder halt auch nicht, weil es jetzt quasi eben nicht den arroganten Sportler gibt und dann den Kiffer, der voll nervig ist, aber eigentlich ein ganz großes Herz hat und die Chill-Leaderin, die aber eigentlich auch voll die Liebe ist und keine Ahnung was.

Das finde ich eigentlich gar nicht so verkehrt, dass das hier wegfällt, weil das ist einfach auch nicht der Fokus vom Film. Ich fand es eine super angenehme Guck-Experience, irgendwie diese ganzen Tropes hier noch nicht drin zu haben. Die wirken auch echt, muss ich sagen, wie eine homogene Gruppe. Das sind halt so ein paar Hippie-Freunde und ich glaub denen das, dass die zusammen gerne was unternehmen.

Das nehme ich denen komplett ab. Das wirkt nicht unnatürlich. Und man darf ja auch nicht vergessen, André, zu dem Zeitpunkt, ich meine, es gab jetzt noch nicht so viele Horrorfilme, die überhaupt junge Leute in den Vordergrund rücken. Wir haben vorhin gesagt, denk an Hammer-Horror, denk an Universal-Horror, denk selbst an die italienischen Filme.

Das waren immer alles schon Leute um die 30 oder älter, die da irgendwie erwachsen halten. gut, das sind ja auch Erwachsene, aber ihr wisst, wie es meint, so halt, ne, College-Studenten, die ziehen. Ja, das war sonst immer eher Ü30, also deutlich älter, ja. Und da ist das schon fast revolutionär, was hier gemacht wurde.

Ja, definitiv. Und auch dieses, auch das quasi Kiffer in einem Van-Ding ist da auch noch kein Job gewesen zu der Zeit. Das kam später zig, hundert Mal danach, aber auch noch nicht vorher, ja. Die Gruppe fährt dann durch die Gegend und nimmt einen weirden Anhalter mit, den wir ab jetzt Hitchhiker nennt.

Teresa, ich habe mir schon die Frage wiedergestellt, warum nehmen die den mit? Also klar, hilfsbereite Hippies, alles okay, verstehe ich, aber erst mal ist es super heiß, der Van ist schon super voll mit Leuten und ganz ehrlich, der Hitchhiker sieht halt schon aus der Entfernung nicht gerade vertrauenswürdig aus. Warum nehmen die den mit?

Ja, vielleicht denken sie sich aber auch oh ja, wenn ich hier in der Sonne so rummarschieren würde ich wahrscheinlich auch so fertig aussehen aber ja, das ist eine gute Frage. Wahrscheinlich einfach, weil sie gute Menschen sind und das schon echt eine richtig beschissene Situation ist, in der Sonne da zu Fuß unterwegs zu sein, das muss man halt einfach sagen und sie haben ja den Platz aber ich glaube, ich hätte den früher schon rausgeschmissen also allein dann auch, als er dann da, die Fotos halt rausholt.

Von den toten Tieren hätte ich schon gedacht, so, okay, da ist die nächste Kreuzung, wir fahren jetzt dahin, wo du nicht hin musst und raus hier. Und ja, deswegen ja, gute Frage. Auch als sie sich dann die Hand aufschneidet, das ist irgendwie auch spätestens da hätte ich den rausgeschmissen. Er verhält sich auch sehr schnell schon sehr creepy und sie lassen das sehr lange passieren, was er da macht, ja.

Und gleichzeitig kann ich mir aber auch vorstellen, dass vor allem nachdem er sich halt die Hand aufgeschnitten hat, sie denken, ah okay, das ist ein crazy Typ, der ist bereit, auch hier sich selber zu verletzen, ohne mit der Wimper zu zucken und vielleicht halt auch andere, vielleicht wäre ich dann doch auch halt vorsichtig gewesen und hätte wahrscheinlich auch aufs Beste gehofft, dass der...

Einfach die Füße still hält, bis wir am Ziel angekommen sind. Und er dann einfach verschwindet, bevor er jemanden angreift. Sein Besuch im Van ist auf jeden Fall nichts für Veggies da draußen. Er erzählt wirklich eklige Sachen über die Schlachtungsmethoden damals von Tieren. Aber Franklin auch schon. Franklin auch.

Er erzählt auch schon, wie Kühe ausgenockt werden. Das kommt wieder passend in meine Theorie, dass Franklin eigentlich von seinem Status in der Gesellschaft zu den anderen gehört und nicht zu den vier anderen jungen Leuten dort in dem Bus. Er schneidet sich dann mit Franklins Messer in die Hand. Das Interessante ist, finde ich, dass hier auch so eine vegetarische Allegorie drinsteckt.

Weil wenn man genau zuhört, was der Hitchhiker sagt, stellt man später am Ende des Films fest, dass die Figuren, also unsere jungen Leute, exakt so im Film sterben, wie er es vorher mit Tieren beschrieben hat. Ja, das stimmt. Das ist super interessant. Ja, ja, absolut. Das ist quasi eine Art Foreshadowing. Ja, ohne dass man es mitbekommt.

Ich habe mir hier jetzt noch was... Sorry, ich dachte, du warst schon fertig. Ich hätte den, ja, also mitnehmen. Ich bin aber der Teresa. Ich glaube, die sind einfach, das soll auch zeigen, dass sie an sich so eigentlich eben gute Leute sind, dass sie gutmütig sind, dass sie ans Gute Menschen glauben.

Und ja, sie merken ja und wissen, was das für eine Temperatur gerade hat. Und genau, wenn Ihnen das passieren würde, glaube ich, wären Sie auch froh, wenn man anhält. Deswegen finde ich auch, dass Sie erstmal generell anhalten, finde ich auch vollkommen cool und wie nachvollziehbar. Und Sie sind ja auch erst alleine, ne? Und die sind halt so fünft so.

Das ist jetzt auch nicht, dass da ein, zwei Mädels alleine fahren, die einen Typen auflesen. Das finde ich völlig fein von der Nachvollziehbarkeit. Aber ich bin auch dabei, dass, ja, also ich glaube, ich hätte ihn früher rausgeworfen, auf jeden Fall. Schon nach den ersten ein, zwei Merkwürdigkeiten oder mehr als Merkwürdigkeiten.

Ich hatte mir jetzt hier noch aufgeschrieben, dass während er sich die Hand aufschneidet, Abbeat, Gute Laune, Musik läuft. Also in irgendeiner Form läuft doch Musik in diesem Film, aber ich glaube tatsächlich nur in dieser Szene. Das läuft im Radio. Im Radio, genau. Das hatte ich mir auf jeden Fall aufgeschrieben, weil ich das auch nochmal irgendwie so ganz besonders verstörend…

fand, wie er sich da die Hand aufsteigt im Hintergrund, so irgendwie gute Laune, Musik und alle sitzen nur da und sind so komplett entsetzt und man sitzt auch auf dem Sofa und ist so komplett entsetzt über das, was da passiert. Und hier erzählt der Film ja dann doch und das ist ja dann wirklich kein Zufall, deswegen glaube ich das schon, dass der Film das auch teilweise bewusst gemacht hat, weil ich meine, Tobi Hooper und Kim Henkel kommen aus Texas, die kannten sich da logischerweise ja auch aus.

Texas ist zum einen der Fleischstaat in den USA, also in keinem Staat wird mehr Fleisch gegessen Und das war auch damals schon so als in Texas. Und früher war eben oft auch der Schlachter oder der Schlachtbetrieb der größte Arbeitgeber in der Region. Und das veränderte sich dann zu diesem Zeitpunkt in den 70er Jahren durch die technischen Errungenschaften, durch den technischen Fortschritt, dass eben viele Aufgaben dort eben von Maschinen erledigt werden konnten und das menschliche Personal nicht mehr so notwendig war.

Und im Film lernen wir quasi ja nur Opfer und Verlierer diese Entwicklung kennen. Das ist ja auch eine Sache, die sich durch die komplette TCM-Reihe so durchzieht. Das haben wir auch gerade im Remake dann und im Prequel zum Remake, also im TCM The Beginning zum Beispiel. Da wird ja groß noch drauf eingegangen, wie unnötig dann sozusagen die menschliche Arbeit im Schlachtbetrieb geworden ist.

Und gleichzeitig auf der anderen Seite ist in den 70er-Jahren der Tierschutz groß geworden. Also da fingen die Menschen plötzlich an, sich mehr mit Tierleid zu beschäftigen, mit Fleischkonsum. Ist das überhaupt notwendig, was wir hier machen und so weiter. Und das trifft halt alles auf diese große Wirtschaftskrise, die es da halt gab.

Also in den USA zu der Zeit, gerade in Texas, sehr hohe Arbeitslosigkeit. Es gab eine Agrardepression. Die Landpreise waren extrem hoch. Viele Bauern hatten hohe Schulden. Es gab Armut auf dem Land. Die Leute mussten teilweise, und das fand ich dann irgendwie schon wieder absurd. Die mussten teilweise in den Wald gehen, um Essen zu jagen sozusagen.

Sagen, in den 70er Jahren noch. Und das sind halt teilweise echt Leute und das sind, glaube ich, auch die, mit denen wir es dann später hier im Film zu tun bekommen. Das sind Leute, die teilweise in ihrem ganzen Leben nie ihren Wohnort verlassen haben, die nichts anderes kennen, als das, was sie dort vorfinden. Und.

Die ihre Art des Lebens, das ist ja auch heute aktuell wieder so dieses Thema, auch in den USA, die Art ihres ursprünglichen Lebens weggenommen bekommen. Also die würden gerne so weiterleben, wie sie es schon die letzten 50 Jahre gemacht haben, aber das geht halt nicht mehr, weil die Gesellschaft sich weiterentwickelt, weil die Technik sich weiterentwickelt.

Und das, finde ich, kommt jetzt mal schon franchise-übergreifend, André, sehr gut zur Geltung in den Texas Chainsaw-Filmen. Das wird dann irgendwann ein bisschen repetitiv, wenn wir jetzt den achten oder neunten TCM-Film haben, wo es um dieses Thema geht. Aber gerade hier am Anfang, finde ich, wird das unterschwellig irgendwie gut erzählt.

Also ich glaube das so. Auch, dass die Sawyer-Familie so absurd und so, ich werde jetzt nicht das Wort krank benutzen, so, was ist denn ein Wort, das man heutzutage benutzt, so. Krass, wie die sind, drauf sind, dass das trotzdem gut zeigt, warum die auf eine gewisse Art und Weise so geworden sind. Vielleicht extrem.

Extrem, ja. Extrem drauf. Extrem ist gut, ja. Nee, total. Und es ist ja auch, dahingehend kannst du ja auch sagen, dass die Sawyer-Familie auch ein Beispiel dafür ist, für Tradition, auch wenn es halt hier eine sehr Extreme ist. Die aber immer so gelebt haben, die immer sich so erhalten haben. Das ist ja, gehen wir später noch drauf ein, das ist ja eine generationsübergreifende Familie, die ja auch da uns gezeigt wird. Und ich finde auch das mit dem.

So, dass da auch eine gewisse Geschäftlichkeit hintersteht. Das wird im zweiten Teil noch viel besser daraus noch rausgestellt. Dass es auch mit reinspielt. Und auch ein späterer TCM-Teil, wo wir auch noch mehr von so Schlachthöfen und sowas sehen. Dass es da auch eine große Rolle spielt, diese Industrie.

Und dass da eben Dinge nicht mehr so gemacht werden, eigentlich, wie sie es noch vorleben. Das bringt der Film schon raus. Und dass das für die, was sie da ja auch tun, wie sie da leben, in welchem Umfeld, dass das für die alles eine absolute Normalität ist. Und das ist ja vielleicht so die Allegorie da drauf, zwar nur sehr natürlich übertrieben in einer extremen Form, aber die Seuerfamilie zeigt eben, dass sie eigentlich eine Traditionsfamilie sind, nur eben mit sehr eigenartigen Formen davon.

Ja, die durften es quasi im Schlachthof nicht mehr machen, also machen sie es jetzt quasi zu Hause weiter. Ja. Ich finde, dass es im ersten Teil noch gar nicht so zur Geltung kommt, wofür die Reihe aber dann trotzdem ja wieder steht, Andi hat vorhin schon gesagt, Teresa, dass TCM ja auch so ein bisschen, ich weiß jetzt nicht, ob es der Initiator war, ich glaube der Deliverance-Film mit Bud Reynolds, ich glaube der ist 1972 gewesen, das ist noch ein bisschen früher, aber generell dieses Backwoods-Thema hat ja auf jeden Fall mitgeprägt, der Film.

Und das ist ja immer der Konflikt, der da entsteht, Teresa, dieses, hier sind die Leute, die studierten Kids aus der Stadt gegen die ungebildete Landbevölkerung, hier sind die Leute, die sich mit Technik auskennen gegen die Leute, die oldschool sind, sind die Leute aus dem Norden, gegen die Leute aus dem Süden, kennen wir alles schon und so weiter.

Auch dieses Thema, dieses American Dream, was da auch so ein bisschen drinsteckt, der nicht erfüllt wurde, für viele Menschen nicht erfüllt wurde, das hast du ja auch hier in der Sawyer-Film-Midrow, generell auf die Leute, die dort in dieser Gegend wahrscheinlich wohnen. Also die Sawyers sind zwar, wie wir jetzt eben gesagt haben, die extreme Variante, aber den anderen Leuten, die da in der Gegend wohnen, denen wird es ja wahrscheinlich wirtschaftlich auch nicht besser gehen.

Und das finde ich schon, dass die Reihe dafür irgendwie schon steht, auch für dieses Thema. Ja, könnte man finde ich schon auch so sagen, obwohl es in dem Film, wie du gesagt hast, ja noch nicht so extrem ist, dadurch, dass die hier ja keinerlei überhebliche Art an den Tag legen. Also die sind zwar, zeigen sich für die schon so ein bisschen irritiert über die Inneneinrichtung des Hauses, das kann man schon sagen, dass sie auch ein Stück weit schockiert darüber sind, aber ich glaube, das ist auch eine normale Menschheit.

Ich wollte jetzt das Sawyerhaus, ja, da wäre ich aber auch schockiert. Da wäre ich auch schockiert, wenn ich in Hamburg stehen würde. Ist ja auch geil. Aber die sind da ja dann irgendwie auch nicht, dass sie da irgendwie vorher schon drüber reden, dass dann irgendwie, wenn sie irgendwie auf den Hitchhiker zufahren, so, oh, was ist das wieder für ein widerlicher Typ, ey.

Immer diese Leute auf dem Land, ey, die können sich nicht mal waschen oder keine Ahnung was so. Das machen die hier ja noch nicht. Aber ja, es spielt in anderen Teilen noch eine größere Rolle. Und hier, finde ich, bemerkt man halt, dass es eigentlich egal ist, was das für Menschen sind, die da ins Sawyer-Haus kommen.

Die haben ja auch nicht mal die Chance, sich irgendwie unbeliebt zu machen. Die sind ja direkt einfach da die Opfer. Also, dass es ja wirklich gar nichts mit einer persönlichen Ebene zu tun hat. Auf den Stammpunkt kommen wir nachher auch noch mal zu sprechen, wenn ich sage, Leatherface verteidigt sich nur selbst.

Würdet ihr mir recht geben, wenn ich sage, dass die ersten 20 Minuten des Films auf positive Art und Weise eine echte Belastungsprobe darstellen für uns Zuschauer. Ich stelle immer wieder fest, die ersten 20 Minuten des Films, die kann ich eigentlich gar nicht richtig genießen, weil die so nervig sind.

Alles, was da passiert, was ja meistens nichts ist, also einfach erstmal diese Langeweile, dann die Soundkulisse, die Hitze, der Hitchhiker, der super nervt, Franklin, der super nervt, Also, dass eigentlich in den ersten 20 Minuten noch nichts passiert, wo ich sage, boah, das macht mir jetzt richtig Spaß.

Also, ich bin mir sicher, das war Intention von Huppa und Henkel, dass es genau so abläuft, aber habt ihr das auch so empfunden? Dass ihr die ersten 20 Minuten echt so, boah, das ist richtig anstrengend Gefühl, sich aufstellt? Mh... Ja, schon in einer gewissen Weise. Also ich gucke den Film schon so mit dem Hintergedanken, es wird erst so richtig interessant, sobald sie im Sawyerhaus ankommen.

Das stimmt auf jeden Fall. Ich finde es atmosphärisch schon gut und ich finde es von der Einführung nicht schlecht. Aber ja, du hast halt einfach am ganzen Anfang, wo sie noch auf dem Highway sind, du hast halt super viel Overacting. Gerade eben natürlich durch Franklin und den Hitchhiker. Du hast sehr extreme Figuren, die irgendwie sehr egozentrisch nach außen spielen und auch sehr vereinnahmen.

Alles ist auch so ein bisschen off, alles ist so ein bisschen seltsam. Auch schauspielerisch halt in der Extreme auch jetzt nicht so super stark, sondern halt wirklich einfach nur überdreht. Und das macht's halt schon ein bisschen anstrengend. Und wir haben ja schon gesagt, so inhaltlich von den Dialogen passiert eigentlich auch gar nichts.

Das ist zwar schön nahbar und realistisch irgendwie, aber eben auch nicht spannend. Und deswegen, klar hast du natürlich einen ersten, sag ich mal, Anführungszeichen Spannungsmoment mit dem Hitchhiker, wenn der dann anfängt halt weird zu werden. So, aber auch da finde ich, du hast nie die, ähm, das Gefühl, dass jetzt schon irgendwie Bedrohung herrscht, weil es sind immer noch fünf Leute gegen einen quasi, also ich hab nicht das Gefühl, also klar, der könnte so Knarre zücken, das wär nochmal was anderes irgendwie, aber, ähm.

Ich hab immer das Gefühl, die könnten in jeder Zeit quasi einfach übermannen, das tun sie ja quasi auch und schmeißen einfach raus. Deswegen, also es ist weder großartig richtig spannend, noch in der Form unterhaltsam, sondern eher so nervig unterhaltsam, Und wie gesagt, ich gucke ihn aus heutiger Sicht, wo ich genau weiß, wie der Film abläuft, gucke ich das auch eher so mit einem halben Auge und naja, ich warte mal kurz ab, bis es dann richtig losgeht gleich.

Ja, also mir ist jetzt ja noch mal mehr aufgefallen als zuvor, dass vor allem, wenn man nicht in der Stimmung für diesen Film ist, wie ich es jetzt nun mal leider war, dass das wirklich ... Ist krass, ne? Ja, also ich hatte, wie gesagt, die letzten beiden Male, wo ich den gesehen habe, hatte ich das nicht so wahrgenommen.

Aber dieses Mal, wo ich wirklich eher so in diesem jetzt TCM-Gucken-Modus war, war es schon, dass ich dachte, oh. Na gut. Hanna darf jetzt nicht wiederholen Ja, nee, so schlimm war es jetzt doch noch nicht Ich hab das auch im Kino gemerkt, im Kino gemerkt vor zwei Jahren wo ich dachte so, ah, die Leute man freut sich so geil, TCM, aber dann denke ich so wir wissen es ja von der Saturday Night Ride viele, die da im Kinosaal sitzen, haben diesen Film noch nie gesehen, Und dann denke ich mir so, oh Gott, die müssen jetzt diese 20 Minuten erst mal überstehen.

Vielleicht laufen die vorher schon raus und denken, was ist das denn für ein Film? Wir dachten, wir gucken jetzt irgendwie so ein 4-5-Sterne-Meisterwerk und dann diese ersten 20 Minuten. Da dachte ich auch so, okay, ist keiner aufgestanden, Respekt. Weil das ist echt anstrengend, ne, Theresa? Ja, ja, würde ich auch mitgehen. Also ich habe das Gefühl, wenn ich da Bock drauf habe, dann stört mich das trotzdem gar nicht. Dann kann ich das so mitnehmen.

Aber man muss einfach echt in der Stimmung für diesen Film sein. Der hat aber auch ein paar, finde ich, leicht humorige Situationen bei, die man auch, also man muss es ein bisschen drauf anlegen, glaube ich, das so rauszukristallisieren, dass es humorvoll gemeint ist, weil es auch wieder eigentlich theoretisch eher stressig und belastend ist.

Aber allein dieses Absurde, wie geil das ist, als der Hitchhiker von Franklin, André, das Foto macht und dann sagt, hier, gib Geld dafür. Und dann sagt Franklin, hey, gib dir doch kein Geld dafür. Und dann verbrennt er das Foto einfach, als Franklin kein Interesse zeigt. Das ist total lustig eigentlich, wenn man drüber nachdenkt.

Ist lustig, aber halt auch wieder so nervig, ich sag ja, drüber gespielt, dass es eben schon auch wieder irgendwie halt den falschen Effekt fast hat. Aber ja, ist eigentlich so ein Ja-Mark-Trick. Ja. So, mach mal Hütchenspiel oder so ein typischer Typ hier, guck mal, wähl mal eine Karte und kostet fünf Euro. Und dann, ja, ja, das ist schon eigentlich ganz funny.

Aber das ist dann auch wieder anzündet, ist ja auch schon wieder dann so drüber. Er kann's auch zerreißen einfach oder so. Aber naja, zündet's halt an. Ja, auf jeden Fall und das auch wieder merken, aber das habt ihr ja sicherlich auch gemerkt, ist es interessant auch hier, da liegt auch meine Theorie, auf die wir noch zu sprechen kommen, ist, dass Franklin trotzdem bis zu einem gewissen Grad eine Faszination für den Hitchhiker ausstrahlt.

Der findet den schon interessant und der findet auch, das darf man auch nicht vergessen, das ist einer, der beschäftigt sich mit Franklin. Denk mal an die anderen Leute, die da im Auto sitzen. Wie fühlen die mit Franklin da? Ich habe schon das Gefühl, dass Franklin da sich eher ein bisschen mehr angesprochen fühlt.

Naja, Franklin ist ja aber auch im Gegenzug ja auch der Einzige, der sich mit dem Hitchhiker unterhält. Weil die anderen interessieren sich ja auch nicht so wirklich für den, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe. Und Franklin ist ja der Einzige, der mit dem irgendwie so wirklich in Interaktion tritt.

Also von daher ist das wahrscheinlich so eine Wechselwirkung, die das dann hat. Wir fahren weiter. Also der Hitchhiker wurde rausgeworfen aus dem Auto, war den Leuten dann doch ein bisschen zu stressig und kommen an einer Tankstelle an, wo wir Theresa mit dem nächsten Sawyer, so viel sei es schon mal verraten, im Film wissen wir es natürlich noch nicht, Bekanntschaft machen, und zwar der Cook, der sich scheinbar hier erst mal als, wie nennen wir ihn immer noch, den Prophet, den Doom Prophet?

Ja, den Doom Prophet erst mal herausstellt. Er sagt, also Leute, der ist ein bisschen besorgt Aber gleichzeitig, auch hier vor Shadowing, er warnt explizit davor, dass die jungen Leute sich bitte von fremden Grundstücken fernhalten sollen und da nicht rumschleichen sollen. Also es gibt ihnen eigentlich direkt die Anweisung, die einzige, die notwendig ist.

Ja, gleichzeitig finde ich allein dieses ganze Setting, dass es einfach eine Tanke ist und Barbecue gibt es auch aus eigener Stachtung. Man denkt sich so, was ist das für eine Tankstelle? Ja. Dass die noch Cola und so haben, okay. Aber wie denn, du kannst in der Most Random Tankstelle in Texas, wo 80 Meilen Umkreis niemand isst, frisches Barbecue bekommen.

Hä? Ich wollte gerade sagen, jetzt ist Texas Baby. Ja, wirklich. Das fand ich wirklich auch irgendwie, ja, lustig. Und ich weiß noch, als ich den Film das erste Mal gesehen habe, fand ich den, habe ich wirklich auch nicht gedacht, dass der zu der Sippschaft dazugehört. Auch weil der Trope noch nicht bekannt war zu dem Zeitpunkt des Doom Profits.

Und mir ja erst recht nicht als Mensch, die mit Horror gerade erst reingestiegen ist. Aber ist euch mal aufgefallen, wie geil dieser Fensterwäscher ist? Der da rumläuft. Also falls nicht, falls ihr den Film jetzt da draußen, liebe Zuhörer, erst noch guckt im Zusammenhang mit der Vorbereitung oder so, achtet bitte auf den rothaarigen Fensterwäscher, der dort den Van putzt, der einfach sich so dämlich, anstellt mit seinem Wassereimer dort und der wirkt halt wie so, also du hast ja schon gesagt, die SchauspielerInnen sind jetzt alle nicht so die Besten, aber der schießt echt den Vogel ab.

Da hast du wirklich das Gefühl, dass der zufällig in die Szene reingerannt ist und gedacht hat, oh, jetzt ist ein Auto, das putzt sich, weil der Schauspieler hat halt gar nicht. Ist ein bisschen wie der Motorradpolizist bei Freire 13, der nicht Motorrad fahren kann. Und hier hast du das Gefühl, hier hat noch nie jemand ein Masser in meiner Hand gehabt. Ja, ja, ich weiß, was du meinst.

So geil. Das ist mir dieses Mal gar nicht so aufgefallen, aber ich weiß, was du meinst. Ja, das recht. Der stolpert da einfach nur wahllos rum. Da hat Tobi wahrscheinlich wirklich gesagt, ey, lauf da einfach mal ein bisschen rum, mach irgendwas, putz, tu was, ob du was putzt, ohne genaue Anleitung. Interessant finde ich noch, Theresa hat es eben schon gesagt, André, dass der Cook eben zwar der Doom Prophet ist, aber die nicht unbedingt davon ausging, dass der auch später was mit den furchtbaren Taten dort zu tun hat.

Und das finde ich auch, dass sie das smart gemacht haben, weil das genau das ist, was du vorhin gesagt hast. Da ist jetzt nicht Ed Gein vielleicht nicht das Musterbeispiel für, aber Leute wie Ted Bundy, die eben nach außen hin den normalen Bürger abgeben. Also es gibt quasi eigentlich ja keinen Grund, warum wir jetzt dem Typen an der Tankstelle dort misstrauen sollten.

Aber das ist eben diese Bürgerlichkeit, ist am Ende nur eine Fassade. Wir sehen es ja sogar, Sadie rennt ja sogar zu ihm zurück im Finale und denkt, das ist meine Hilfe. Und dann stellt sich heraus, nee, der ist doch vielleicht sogar der schlimmste Vogel von allen. Und das finde ich auch echt cool gemacht zu dem Zeitpunkt.

Ja, und das unterstreicht natürlich, das unterstreicht dann auch, dass wir vorher den Hitchhiker hatten, der schon mal einnordet drauf, wen wir hier als Antagonist wahrnehmen sollen, nämlich die durchgeknallten Verrückten. Und dann kommt halt der Cook, der in dem Moment, der dreht ja später auch noch gut frei, aber hier in der Szene verhält er sich erstmal relativ normal, man denkt halt so ein bisschen, ja halt auch so ein bisschen Hinterlandbewohner aber eben nicht sofort oh der gehört dazu, weil der ist genauso crazy wie der Hitchhiker und das macht schon einen Unterschied dass du vorher schon mal das Level hattest an Craziness und dann kommt er als Normalo und du bist erstmal so, ja okay, alles safe.

Ähm, es geht dann weiter. Nächste Station. Wir kommen dann am alten Hardesty-Haus an. Das ist ja quasi eigentlich Ziel der Reise sozusagen gewesen. Das Haus haben sie tatsächlich zufällig mitgenommen, weil sie es gerade gegenüber irgendwie von der Tankstelle oder so befanden. Dann dachten sie, okay, dann drehen wir da jetzt auch noch was.

Und das ist halt so Peak Franklin, diese Station. Das ist wirklich so das, wo sich die Wut des Zuschauers richtig entwickeln kann. Erstmal, was zum Teufel hat Franklin da für eine komische Fleischwurst in der Hand, die aussieht wie ein abgebissener Penis, auf den er da die ganze Zeit rumgnagt. Wirklich, ohne Scheiß. Das wäre noch nie aufgefallen. Was? Das sieht aus, der hat halt so Salamigumpen in der Hand, aber das sieht halt aus wie ein Schniedel, sag ich jetzt mal.

Den hat er aus der eigenen Schlachtung von der Tanke. Und den hat er die ganze Zeit wie so eine Zigarre im Mund und raut da so drauf rum. Das ist so ekelhaft. Das stimmt, ja. Was ich da halt spannend finde, dass man erst mal ja zu einem runtergekommenen Haus kommt und eigentlich schon denkt, ah, okay, wir sind da.

Aber in diesem Haus passiert ja erst mal noch gar nichts. Und das finde ich eigentlich auch ganz cool, dass man eigentlich da schon auch denkt, ah, okay, ich hab's verstanden, hier ist das weirde Haus. Das kann ich ganz genau sehen. Aber man weiß ja nicht, dass ein noch weirderes Haus kommt. Auf jeden Fall etabliert Franklin hier seinen ...

Diesmal mache ich ihn nicht nach. Ich glaube, ich habe ihm bei der letzten Episode zu dem Thema schon nachgemacht, wie laut der Sally schreit. Das kann diesmal jemand anderes machen. Mal gucken, vielleicht spiele ich es ein an der Stelle. Es ist wirklich... Wie der Ton lag halt auch wieder, wie Teresa schon sagt.

Harry! Das ist wirklich schlimm. Ich meine, auch da kommt wieder das Ding raus, das liegt bei Teresa. Auch da halt. Alle verpissen sich irgendwie, gehen nach oben und so. Er kann es halt nicht und sitzt dann halt da unten wieder alleine rum in dieser Ruine, wo ja auch nichts ist. Verruft dich doch jemand runter und sagt, Franklin, guck, wie toll das hier ist. Und er steht da unten so rum und denkt so what the fuck.

Ja, alle machen sich einen schönen Tag und er wird da halt zurückgelassen. Das ist halt einfach frech. Ist einfach frech. Es ist schon fies und blöd, aber ja, wie gesagt, er gibt sich dann auch keine Mühe, irgendwie so neulich sympathisch trotzdem zu sein. Klar darf er stinkig sein, aber irgendwie in seiner Art geht er mir einfach auf den Zünder, muss ich leider einfach so sagen.

Aber das Haus, ja, das Haus ist eigentlich das perfekte Haus, wo Michael Myers durchlaufen könnte jetzt. Das ist so ein typisches altes Slasher-Haus runtergekommen. Irgendwie genau. Und deswegen finde ich auch, ist eine schöne Trap so, ist eine schöne Falle, wo der Film sich erstmal denken lässt, so, das wird das Setting.

Ja, vor allem halt diese Spinnen, ey, die da so auf so einem Haufen in diesem einen Shot zu sehen sind. Diese tausende Weber-Knechte. Ja, richtig widerlich. Aber Franklin ist ja auch der erste, der quasi sozusagen die erste Spur findet, weil er ja diese Feder- und Knochenreste, diese Skulpturen draußen am Haus da irgendwie so baumeln sieht.

Ich sag übrigens auch Franklin, wenn man den Film anders gucken will, mit anderen Augen, könnte immer noch meinen, dass Franklin wirklich, jetzt unabhängig von meiner Theorie, die ich später noch ausarbeite, dass er auch wirklich zu den Sawyers gehört. Weil eigentlich ist er, denkt man genau darüber nach, verantwortlich für den Tod von allen anderen. Weil er die überall immer dahin schickt, in den Tod.

Oder mitnimmt. Also hier auch so, Kirk und Pam sagen so, wir wollen ein bisschen baden gehen und Franklin fällt plötzlich diese Stelle ein in der Nähe des Sawyerhauses, wo man ja vielleicht baden könnte und da gehen die dann hin und sterben deswegen. Franklin ist schuld. Nee, das ist voll die Schuldverschiebung.

Das macht er nur aus Eifer so und weil die ihn nicht mitmachen lassen da in dem Haus. Ja, ja. So kann man sich das alles schön zurechtbiegen. Ich finde Franklin auch nervig, aber ich verteidige ihn trotzdem. Ja, es sind ja auch, also die anderen verhalten sich gegen ihn ja auch nicht gut. Das muss man ja auch dazu sagen.

Das ist vielleicht das Einzige, was sich die anderen vorwerfen lassen können als schlechte Charakterzüge oder Verhaltensweisen. Ja. Aber er hat im Gegenzug dazu halt auch nur, dass er halt schreit. Ja. Also haben beide, alle haben eins, eins schlecht Charakterzug. Auf jeden Fall schickt er dann Kirk und Pam los. Die suchen diese Badestelle, die aber schon ausgetrocknet ist.

Daraufhin, ich hab diesen Punkt, den verpasse ich immer bei dem Film. Wie kommt, also Sie waren ja an der Tankstelle, da gab es ja kein Benzin, das habe ich richtig verstanden. Da gab es ja nur die Autowäsche. Aber eigentlich wollen Sie ja baden gehen und sind Sie auch mit der Absicht losgegangen, trotzdem Kerosin zu holen?

Oder ist das Kirk dann eingefallen, ach so, wenn wir jetzt nicht baden können, dann holen wir wenigstens Benzin? Oder das habe ich dazu ganz... Das wird nicht ausgesprochen, ne? Gute Frage, weil kann ich nicht beantworten. Ich meine, es ist auch nicht wichtig, aber ich vergesse über den Punkt, wo sie sagen, ach so, jetzt holen wir mal an den Häusern noch Kerosin, so wie sie darauf kommen, so in dem Moment, aber, ja, auf jeden Fall gehen sie da zu den nahegelegenen Häusern, dort sehen wir erstmal so einen Autofriedhof, sowas in der Art, wir sehen so einen, ja, so einen Farmbetrieb, mehrere Generatoren laufen, auch wieder diese Geräuschkulisse super nervig, diese lauten Generatoren, haben sie auch wieder schön, schönes Fingerspitzengefühl

gehabt, dafür was nervig ist und Kirk geht dann in dieses eine Haus, und er sieht sich kurz um, so für vier, fünf Sekunden. Es öffnet sich eine Metalltür, ein, ja, was denkt man im ersten Moment, ein sehr großer Mann, maskierter Mann oder eine Kreatur kommt aus dieser Metalltür, zieht Franklin rein, schlägt ihn mit dem Hammer und zieht die Metalltür wieder hinter sich zu.

Nicht Franklin. Kirk. Und das finde ich, André, beachtlich, weil wir kennen das ja von vielen Horrorfilmen, die gerade mit so einem Killer oder mit so was, Michael Myers, Freddy, Jason, whatever, spielen, dass das Feuer immer angeteast wird. Wir sehen schon mal hier irgendwie einen Schatten, wir sehen schon mal da irgendwie einen Hinterkopf oder im Hintergrund steht Michael Myers irgendwie an so einem Baum oder irgendwas sehen wir davon, aber hier gar nicht.

Der erste Anblick, den wir von Leatherface bekommen, ist seine volle körperliche Wucht und Präsenz. Die sehen wir für zwei Sekunden und dann ist sie wieder weg. Aber nicht irgendwie nur ein Ausstift von ihm. Wir sehen ihn komplett im Hellen nicht. Und dann ist er wieder weg. Und das funktioniert trotzdem als richtig krasser Horrormoment für mich.

Ja, absolut. Das ist halt der ganze Aufbau auch halt. Es geht so nahtlos ineinander. Du hast erst eben das Fake-Haus quasi, wo du denkst, es passiert was, es passiert überhaupt nichts. Dann einfach halt dieses, ja, wir suchen jetzt weiter Benzin, lass mal die Nachbarn fragen. So, wir haben ja schon gesagt, die Truppe ist ja auch sehr gutgläubig und kommt ja auch gar nicht drauf, dass irgendwas nicht stimmen könnte.

Und sagt ja, der Hausfriedensporus ist das einzige, was er sich zuzurechnen hat vielleicht. Aber nee, wie gesagt, er ruft ja, sie klopfen, es macht niemand auf. Und ja, auch da wieder kein Musikeinsatz, es ist ja alles ruhig, es ist noch am helllichen Tag, wie du schon sagst. Keine Anzeichen drauf, dass jetzt irgendwie eine unheimliche Stimmung aufkommen sollte, eigentlich erst mal.

Außer, dass vielleicht eben die Tür auf ist und niemand irgendwie antwortet. Aber ja, sonst gibt es ja kein Foreshadowing of jetzt irgendeinen Horrormoment oder irgendeinen harten Moment. Wie dann halt diese metallische Tür dann auffliegt und der Kill geht ja innerhalb von Sekunden und auch so, was mich dabei immer wieder so kriegt, ist diese Brachialität. Ja.

Halt, weil es einfach so Einschlag. Das ist so trocken, ne? Zu trocken und einfach so wuchtig und so. Es ist halt Einschlag. Das ist jetzt auch kein Kampf oder so. Es ist einfach nur, du siehst ja auch was für eine, du siehst auch den Größenunterschied da schon. Du siehst einfach nur ein unfassbar großer, wuchtiger Gestalt, schlägt einmal zu, der Typ landet auf dem Boden, wie du schon gesagt hast am Anfang, du siehst doch so wie er so dieses letzte Lebenszucken so ein bisschen.

Halt Schlag auf den Kopf, ne klar, macht ihn ja auch komplett Malle dann so, selbst wenn er noch im Leben war, ähm, Und ja, zieht ihn da rein, Tür fliegt halt zu. Und ich finde auch so geil, wie Gunnar Hansen, wie er die Tür auf und zu macht. Weil du siehst, dass diese Tür auch sauschwer ist. Ja. Und er da wirklich so reinlehnt und diese superschwere Tür da so zuhämmert.

Das ist so ein präsenter Moment, finde ich auch. Der ist super kurz, aber der schockt dich halt erst mal komplett, weil du so, what the fuck, was war das denn jetzt so? Ja. Das ist auch für mich, Theresa, eines dieser Horrorfilmbilder. Ohne Data Face schon. Du siehst einfach nur diese Metalltür und diesen roten Hintergrund mit diesen Knochenskulpturen.

Das ist für mich so wie der lange Flur im Hotel bei The Shining oder irgendwie sowas. Das ist einfach nur dieses Bild. Du weißt sofort, das ist Texas Chainsaw Massacre. Nur diese Metalltür und dieser rote Hintergrund. Das ist schon so... Eingeprägt irgendwie. Ja, das Einzige, was es vielleicht so ein bisschen an Foreshadowing gibt, aber jetzt auch nicht in Bezug auf Leatherface, ist halt, dass sie ja dann vor der Tür auch einen Zahn finden. Ja.

Ist vielleicht das Einzige, was man so ein bisschen in die Schiene stecken könnte, aber ansonsten, ja. Ja, es ist aber auf jeden Fall ein Moment, da gehe ich mit dir, den würde ich auf ein Foto, könnte ich das, glaube ich, auch immer sagen, wo das herkommt. Mit der abgeblätterten Tapete und so, das ist schon echt alles.

Das ist schon sehr ikonisch irgendwie. Und genau, Theresa, wir haben es vorhin gesagt, es ist überraschend, weil man, wenn man den Film zum ersten Mal sieht, Kirk eben als potenzielle Hauptfigur sehen könnte. Und der stirbt hier halt als erstes so. Durchaus überraschend. Was ich interessant fand, ist, ich habe mir, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, das ist manchmal auf manchen Horrorfilmen-Blu-rays drauf.

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