
Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast
437 Italo-Sommer: Don't Torture a Duckling (1972)
Freitag, 31. Juli 2026 · 2 h 12
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Shownotes
437 Italo-Sommer: Don't Torture a Duckling (1972)
Mit Don't Torture a Duckling besprechen wir in Folge 437 im Rahmen unseres Italo-Sommers einen Film, der für viele Kritiker und Fans als bester aus dem Schaffen von Lucio Fulci gilt. Was erst wie ein gewöhnlicher Giallo auf dem Land im Süden Italiens wirkt, entwickelt sich schnell zum Sittengemälde und Gesellschaftsportrait, das sich auch nicht vor drastischen und unangenehmen Themen scheut. Ob uns der Film gefallen hat, erfahrt ihr in der neuesten Episode von Teresa, André und Chris!
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Bildquelle: 84 Entertainment, Arrow Video
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Moin moin und herzlich willkommen bei Devils and Demons. Ich mache das ja nun seit jetzt, wie viele Jahren? Seit fast zehn Jahren. It's been 84 years. Und ich mache das ja, ich sage mal, in 98 Prozent aller Fälle wirklich identisch, die Begrüßung jedes Mal. Aber manchmal gibt es so Tage, da vergesse ich das einfach, wie die Reihenfolge ist. So wie heute.
Das mag auch dann liegen, dass ich heute den ganzen Tag Eurodance gehört habe und deswegen so meine Synapsen ein bisschen frittiert. Aber das sollte dich eigentlich auf Vordermann gebracht haben. Ja, okay, ich habe auch das ganze Wochenende Eurodance gehört, also vielleicht ist das schon zu viel. Das sollte dich erst recht auf Vordermann bringen.
Nee, drei Tage ist, glaube ich, schon der schädliche Part, glaube ich, angesetzt. Nee, ich habe mal glaube ich so ein, zwei Monate am Stück fast nur Eurodance gehört, aber ich bin auch nicht immer ganz sauber im Kopf. Und ich wollte gerade sagen, André, wenn das der schädliche Part nach drei Tagen einsetzt, was haben wir dann in den 90ern gemacht?
Ja, deswegen sind wir ja so heute. Ja, okay, ja, das ist ein Argument, ja. Und damit herzlich willkommen zur 437. Episode von Devils and Demons, der Horrorfilm-Podcast. Ihr wisst schon, wer da ist. So mein André. Moin. Theresa. Hallo. Und ich, der Chris. Ich kenne das aber von Ender mit Schrecken. Da haben wir auch eine gleiche Phrase.
Und es gibt einfach Tage, da fühlt sich das auch falsch an. Also da sagst du das und du denkst so, hä? Warum? Ja, es hat hier schon angefangen. Ich wusste jetzt gar nicht mehr, zieht das noch mal, wenn ich noch mal auf Italienisch begrüße, ist das jetzt schon durchgekaut. Und dann machst du dir zu viele Gedanken über so eine Bananensache.
Ja, bedanken wir uns da lieber an dieser Stelle an unsere neuen Supportenden auf Steady, nämlich Tobias, Paul und Lisa, die uns von nun an unterstützen. Und dafür ganz herzlichen Dank. Und ganz tollen Content bekommen sie dafür. Und um darauf schon mal hinzuweisen, in den nächsten Tagen, ich vermute mal.
Wahrscheinlich Richtung Wochenende, könnte es soweit sein, erscheint die erste Folge unseres neuen Formats, Devils and Demons Extreme. Und in diesem Format geht es um die ... Es wäre jetzt wie die Spiegel-TV-Reportage. Es geht um die Schattenseiten des Horrorfilms. Nee, es geht um die... Wir drücken uns am simpelsten aus, André, um die... Die Giftschrankfilme.
Die Giftschrankfilme. Wie man früher gesagt hat. Die Filme, die man da zu Hause, wenn man sie physisch hat, nicht öffentlich hinstellt, sondern irgendwo ein bisschen verdeckt, weil man sich so ein bisschen schämt oder beziehungsweise weil die dann doch niemand sehen soll. Ja, also sprich, es geht um Filme wie Flashdance, Dirty Dancing, Footloose. Genau.
Ganz recht. Ghost Nachricht von Sam. Boah, den habe ich gerade bei dieser komischen Italo-Aktion mitbestellt. Egal, jedenfalls geht es da um die Filme, die vielleicht normalerweise jetzt in unserem Hauptprogramm nicht alle Leute interessieren würden oder vielleicht zu doll sind für die. Und wir aber öfter schon Nachrichten bekommen haben, ey, könnt ihr nicht doch mal hier ein paar Filme wie, wie heißt es nochmal die Filme von Marian Dora?
Melancholie der Engel, Pesthauch der Menschlichkeit. Ja, so eine Sachen, Guinea Pig und ... Die fangen jetzt alle nicht mehr ein, die Filme. Ja, jetzt ist man gerade so, in Zugzwang. Ittenbach. Man Eater. Ja, Man Eater. Solche Filme halt so, ne? Auf jeden Fall das Derbste von Derben. Und wenn ihr diese Eisberge kennt im Internet, auf Reddit, diese Horror-Eisberge, da gehen wir dann schon echt so in Gefilde so sechs, sieben, so runter.
Alles noch Film natürlich, ne? Wir gucken uns jetzt nicht irgendwelche Faces of Death In-Real-Kram scheiße an, sondern alles natürlich fiktiv, aber eben doch der Derbe-Kram. Ja, und das gibt's in dem neuen Format. Die erste Folge bekommen alle gratis zu hören. Da könnt ihr mal reinhören, ob das was für euch ist.
Und alle weiteren Folgen gibt's dann exklusiv für unsere Supportenden auf Steady. Also freut euch da schon mal drauf. Ich hab mich, Theresa, tatsächlich auf unseren heutigen Film gefreut, auf Don't Torture Duckling, ja Duckling ist richtig, von Ujo Fulci. Und weil ich den nämlich total gerne mag, das soll an dieser Stelle schon mal verraten, wie sieht's bei dir aus? Hast du den Film vorher schon mal gesehen?
Hast du den jetzt zum ersten Mal gesehen? Und falls du ihn zum ersten Mal gesehen hast, was hast du dir gedacht, was könnte das sein bei diesem Titel? Also, ich hab den schon mal gesehen. Ich war vor. Ewigkeiten gefühlt bei Filmtoast mal, bei der, wie hieß das Format, Best of Horror oder so, wo die immer sich so ein Jahr rausgebrannt haben.
Und da war ich im Jahr 1972 dabei und hab jetzt gefühlt, jeden Horrorfilm aus dem Jahr 1972. Macht Sinn, als Zeitzeugin. Ja, weil ich hab ja schon eigentlich einen Sweet Spot für die Zeit, hab deswegen gefühlt jeden Film aus dem Jahr 1972 geguckt. Hatte bei dem aber ein Stück weit das Problem, dass ich den wieder irgendwo geschaut habe.
Ohne englische Untertitel, und dann irgendwie schon wieder das Problem hatte, dass ich die Hälfte nicht verstanden habe und dann einfach nicht drin war und irgendwie gar nicht wirklich wusste, worum es eigentlich geht. Weswegen ich mich dann da auch irgendwie das Gefühl hatte, irgendwie sagt der mir nicht so zu. Gleichzeitig musste ich mir eingestehen, dass ich auch im Grunde genommen nichts mitbekommen habe.
Deswegen der von mir erst mal so drei Sterne Platzhalter bekommen hat. Und dieses Mal habe ich auch... Damit kann man nichts falsch machen. Genau, da kann ja keiner böse wegen sein. Und dieses Mal habe ich ihn aber mit Untertitel geschaut, mir ordentliche Notizen gemacht und bin jetzt informiert darüber, was vor sich geht, glaube ich zumindest.
Sehr gut. Und ja, was hatte ich erwartet damals? Also ich wusste irgendwie, ich war jetzt auch fast ein bisschen irritiert, dass den auf Letterboxd nur 45.000 Leute auch gelockt haben, weil irgendwie hatte ich den schon so als, größeren Film im Kopf. Aber ich glaube, das ist wieder einfach... Die Verfügbarkeit.
Der war tatsächlich gefühlt so außerhalb Italiens irgendwie... Er war in den 90ern, glaube ich, gar nicht zu sehen irgendwo. Und auch in den 2000ern nicht. Und auch die deutsche Synco gab es ja nicht, glaube ich. Erst viel später. Also ich glaube, der war... Und tatsächlich erst Mitte der, also ich will jetzt nichts anderes sagen, korrigiert mich gerne, aber ich glaube Mitte der 2000 oder Anfang der 2010er ist der, glaube ich, erst zum ersten Mal zum Beispiel deutsch synchronisiert zu sehen gewesen. Und das gilt, glaube ich, auch für viele andere Länder.
Und der war einfach nicht verfügbar. Und ich glaube, deswegen haben den auch nicht so viele Leute gesehen. Ja, und trotzdem hab ich das Gefühl, dass der so eine Reputation hat. Also auch wieder, jetzt nicht, wenn man so ein Film wie Texas Chainsaw Massacre oder so, wo, glaub ich, auch Leute, die jetzt nicht im Genre drin sind, wissen, ah, okay, das war mal ein großes Ding, ein großer Skandalfilm früher, sondern, wenn man ein bisschen tiefer drin ist, hab ich das Gefühl, kennt man den Namen aber trotzdem.
Aber wusste tatsächlich jetzt auch schon im Grunde genommen gar nicht mehr, was mich erwartet. Ich wusste nur noch, dass es irgendwas mit einer Hexe gab und ein italienisches Dorf. Mehr Erinnerungen hatte ich da jetzt auch schon nicht mehr dran. Es ist ja auch ein sehr, André, sehr ungewöhnliche Titel. Ich finde immer schon, wenn man das schon hört, Don't Torture Duck, was soll das? Also man weiß natürlich, was es übersetzt heißt, aber was soll das im Filmkontext bedeuten?
Und ursprünglich sollte der Film ja Don't Torture Donald Duck heißen, beziehungsweise foltere nicht Donald Duck. Aber ich vermute, oder man vermute, dass es da relativ zügig einen Anruf von jemandem aus der Walt Disney-Abteilung gab. Rechte Abteilung gab. Mit Sicherheit. So wie die mit ihrer IP umgehen und dann gehört haben, wie Horrorfilm, ich glaube, da war schneller das Telefon in der Hand, dass du gucken kannst, ja.
Auf jeden Fall. Theresa hat es schon gesagt, ein Film mit großem Namen, der irgendwie eine große Reputation hat. Fulci selbst hat gesagt, es ist sein bester Film. Ich würde zumindest sagen, es ist einer seiner drei besten Filme. Wann hast du den zum ersten Mal gesehen und würdest du da so vielleicht schon mal vorab auch so mitgehen in dieser Tendenz?
Das ist einer der Futschis, die mir lange gefehlt haben, weil ich halt früher, ja klar, natürlich nur die Reißer geguckt habe, die Zombie-Reißer und die wir halt so kennen. Den habe ich jetzt erst gesehen 2018, als die Arrow Blu-ray rauskam, der neue Restaurierung, die habe ich mir gekauft und dann auch das erste Mal gesehen.
Und ich hatte aber jetzt auch schon wieder nicht die beste Änderung an den. Ich wusste, dass er mir damals gefallen hat, aber dass ich ihn auch ein bisschen sperrig erzählt fand. Aber dass ich ihn halt vor allem atmosphärisch stark fand. Und deswegen, ich wusste auch die Auflösung noch, aber ich wusste die Herleitung nicht mehr.
Und deswegen war ich jetzt schon gespannt auf einen Rewatch, wie er mir nochmal mit frischem Gedächtnis gefällt und ob ich ihn diesmal vielleicht mehr greifen kann als letztes Mal. Ich fand's auch interessant, dass für manche Leute, also Fulci hat ja vorher diesen Desert in the Women Skin gedreht, der ja auch ziemlich gut ist.
Auch perfekt reingepasst hätte jetzt in unseren Italo-Sommer natürlich. Und es wird dann immer gesagt, dass Duckling der zweite Jalloh von Fulci war und andere sagen, nein, das ist auf gar keinen Fall ein Jalloh, das ist eher so ein Sittengemälde, Gesellschaftsporträt, was Fulci hier versucht hat darzustellen.
Würdest du dem zustimmen, dem Ersteren oder eher dem Zweiteren? André? ich finde nicht, dass er ein Jalloh ist. Ich finde, dafür hat er so wenig Züge davon. Es gibt davon, es gibt ein paar Bilder und so, die daran klar erinnern. Er hat davon Züge, aber ich finde schon, dass das eigentlich echt fast ein klassischer Krimi ist. Also es ist eigentlich ein etwas härterer Krimi.
Ja, würde ich glaube ich auch mitgehen. Also ich habe gerade nochmal so überlegt, was macht ein Jalloh irgendwie aus? Und da tickt der relativ wenig Boxen. Also nur, weil er aus Italien kommt und irgendwie so ein Who-Dunit-Part drin hat, reicht das für Herrn Jalloh? Ich würde sagen, nein. Oder mal eine POV mit Händen oder so, aber das macht jetzt auch nicht allein Jalloh aus, ja.
Genau, also finde auch allein so von der ganzen Grundstimmung, dass der da nicht reinpasst, was ja aber trotzdem auch nicht schlimm ist. Zumal ja die Morde im Film, würde ich sagen, von der Gewichtung her eine untergeordnete Rolle spielen, sowohl von der Inszenierung her, also die haben was Spezielles an sich, da können wir später noch drüber sprechen, aber das sind ja keine, Das Besondere daran ist, wer die Opfer sind und nicht wie sie umgebracht werden.
Das ist jetzt nichts, dass du dann sagst, krass, endlich der nächste Kill und sowas. Das ist ja hier gar nicht der Fall. Und dass da doch eher die Figuren und ihre Rolle in der Gesellschaft und wie sie funktionieren und wie dieses Dorfleben funktioniert, dass das eher so im Vordergrund steht, finde ich.
Also nur ganz basic, so wie ihr das schon gesagt habt. Nur weil manchmal eine Ego-Perspektive ist und. Mal Hände zu sehen sind und wir einen Houdanit-Part haben. Genau, das ist eher nicht ... Das reicht nicht. Der Film aus dem Jahr 1972 hat auf Letterboxd eine Durchschnittswerte von 3,7 von 5, auf der IMDb eine 7 von 10. Ist am 29. September 1972 in die italienischen Kinos gekommen, wenn ihr den Film sehen wollt.
Teureren Varianten. Es gibt ein paar Mediabooks von 84 Entertainment mit der Blu-Ray. Es gibt von Arrow Video den Film auf Blu-Ray und mittlerweile auch auf UHD, wenn ich mich nicht ganz irre. Und wenn ihr Fennig-Fuchserin seid, dann könnt ihr den auf Tubi schauen oder auch auf Shutter zum Beispiel. Und auf YouTube ist auch eine Version, die habe ich jetzt aber nicht gecheckt. Teresa, ich frage vorsichtig, wie hast du den Film gesehen?
Auf YouTube tatsächlich mit automatisch generierten Untertiteln wie die echtes Nähe hast, wie ich bin. Ja, das ist schon wieder, dass so nachher ich wieder irgendwelche Sachen formuliert, die mir Markus Stiegler ganz ohn geflüstert hat und Theresa so, hä, bei mir haben die über Fußball geredet oder sowas.
Nee, ich habe schon das, also ich konnte dem Film dieses Mal gut folgen. Also auch, ich weiß, das hört sich vielleicht jetzt komisch an, nachdem ich vor zwei, drei Wochen wirklich gar nichts gerafft habe bei dem Film. Aber doch, doch, ich bin im Bilde, würde ich jetzt einfach mal behaupten. Aber das wird sich wahrscheinlich im Verlauf der Episode noch zeigen.
Der Film läuft 105 Minuten. In Deutschland gibt es keine Freigabe. Also der wurde, glaube ich, nie der FSK vorgelegt. Der ist ungeprüft in der einzigen deutschen Version, die es gibt. Content Note gibt es heute tatsächlich mal wieder einen ganzen Haufen. Es gibt Gewalt an Kindern, es gibt Gewalt an Tieren, es gibt Gaslighting, es gibt Abilismus, es gibt Hebiphilie-Pädophilie.
Also hier geht der Film in die Vollen, würde ich sagen. Aber es passt ja auch zum Thema, wenn wir darauf eingehen, Theresa, ich glaube, das Thema Sündhaftigkeit. Es steht im Vordergrund und es fällt alles da ja drunter. Genau, also ich würde schon, ich habe auch das Gefühl, gerade so für die Zeit nimmt der da wirklich erstaunlich viel mit. Ja.
Und gleichzeitig, du hast es eben ja auch schon angedeutet, zum Beispiel bei den Morden, die Kindermorde sind jetzt aber trotzdem nicht unfassbar gory dargestellt und exploitativ. Andere Sachen sind hingegen sehr explizit dargestellt, also nackte Haut gibt es hier auf jeden Fall, zumindest an einer Stelle mal.
Aber genau, das vielleicht noch so zur Einordnung. Ja, es ist ja tatsächlich, André, eher eine Seltenheit. Gerade wenn wir, also, ja, auch bis heute. Wir haben irgendwie, gerade hatten wir bei irgendeinem Film, hatten wir das doch gerade erst, wo auch Kinder die Opfer waren. Ich weiß jetzt gar nicht mehr genau, was es war. Aber ansonsten eher eine Seltenheit.
Ich habe vor ein paar Wochen mal diesen Who Can Kill a Child gesehen. Ja, den fehlt mir auch immer noch. Da gibt es das auch. Und natürlich auch in Kinder des Thorns oder so werden mal ein paar Kinder niedergestreckt. Aber es ist schon, da wagen sich jetzt nicht so viele Leute ran. Und in einem ernsthaften, nicht exploitativen Kontext ja noch weniger.
Und da, finde ich, ist jetzt hier dieser Film schon eine kleine Ausnahmeerscheinung. Definitiv. Also, dass der Film das auch sonst ernst nimmt und das Thema so behandelt, ist schon ziemlich einmalig. Das heißt einmalig, aber selten. Und ja, ich glaube, es hat ja auch immer einfach nochmal eine krasse Mehrgewichtung.
Und der Film war ja nicht umsonst so in Verruf oder hat so einen Skandal ausgelöst. Deswegen. Und ich finde Kinder als Opfer, meistens im Mainstreaming-Bereich wird es ja meistens einfach nicht gezeigt. Dann ist halt ein Kind weg und dann wird es halt erzählt oder so. Aber dass man wirklich auch irgendwie kinderleichtend sieht, das trauen sich ja dann doch eher die Wenigsten. Wenn, hat es dann wirklich auch einen fiesen Beigeschmack.
Von daher auf jeden Fall. Und ich weiß gar nicht, haben wir eigentlich den deutschen Videotitel genannt? Den gibt es ja auch noch. Quäle nie ein Kind zum Scherz. So hieß ja der deutsche Verleihtitel, Videotitel. Das klingt so grammatikalisch so falsch. Ja, da haben die, glaube ich, sehr krass versucht, dieses Don't Torture Duckling irgendwie in einen deutschen, Satz zu packen, Quelle nie ein Kind zum Scherz, wahrscheinlich aber auch angelehnt, ein Kind zu töten, wahrscheinlich auch, vielleicht so ein bisschen, ja.
Dein lieber Donald Duck. Dein lieber Donald Duck. Ach so, dann können wir es natürlich noch vervollständigen. Ich versuche mich nochmal wieder dran, der Film heißt im Originaltitel Non-Ci-Cevizia un Paparino. Klingt fast am besten, finde ich, von deinen Titeln. Genau, über den Regisseur haben wir eigentlich ja schon mal alles gesagt.
Wir haben ja schon mal unsere Lucho-Fulci-Wochen gehabt. Wir haben ja schon, glaube ich, fast alle seine Filme, seine Unholy Five haben wir auf jeden Fall schon besprochen. Voodoo, Glockenseil, Jenseits, Friedhofsmauer, New York Ripper, die haben wir glaube ich alle. Die müssen wir eigentlich alle haben, ja.
Genau, hat natürlich auch noch andere Sachen gemacht, natürlich auch in anderen Genres, hat auch sehr gute Western-Filme zum Beispiel gemacht. Im Spätherhalb seiner Karriere war es dann nicht mehr so doll. Kontraband. Auch genau, exzellenter Film. Aber alles so ab Mitte, Ende der 80er, Anfang der 90er war, da muss man leider so sagen, ich drücke es so drastisch aus, Sondermüll, den er da fabriziert hat, das ist wirklich alles Schrott gewesen.
Und 1996 ist der bis zu diesem Tag immer berüchtigte Reduceur, ja leider dann früh, also nicht super früh, aber schon relativ früh verstorben. Für diesen Film hat er wieder zusammen mit Roberto Giaviti das Drehbuch geschrieben. Die beiden haben ja öfter zusammen gearbeitet, das ist auf jeden Fall erwähenswert.
Und auch der Kameramann ist erwähenswert, Sergio Dovizzi, der hat nämlich später auch für Deodato Cannibal Holocaust abgedreht. Im Cast haben wir tatsächlich ein paar sehr viele interessante Leute und es passt auch wieder, weil. In vielen italienischen Genrefilmen, und das haben wir hier im Podcast auch schon öfter besprochen, werden die meisten, größeren Rollen eigentlich gar nicht von ItalienerInnen gespielt, sondern meistens von Leuten aus dem Ausland.
Und hier fällt es besonders auf, weil hier, glaube ich, von den, sage ich mal, fünf wichtigsten Rollen alle Darstellenden aus dem Ausland kommen. Und da haben wir zum einen natürlich die wunderbar bezaubernde Barbara Boucher, die 1943 in quasi den damals noch deutsch besetzten Gebieten Tschechens geboren wurde. Ich glaube, man nennt das Sudetenland. Ist das richtig?
Ich meinte das mal irgendwo gehört zu haben. Tatsächlich meine Großeltern kommen daher. Ah ja, vollkommen perfekt. Aber warum das perfekt sein sollte, weiß ich nicht. Aber es passt gerade. Und da ist sie unter dem Namen Bärbel Gutscher tatsächlich geboren und wurde dann später zu einem der sogenannten Sexsymbole der 60er und 70er Jahre.
Sie ist nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst mit ihrer Familie in die USA emigriert und hat dort da ihre ersten Schauspieljahre auch durchlebt, hat so kleinere Rollen gespielt. Zum Beispiel in Star Trek, kann man sich auf YouTube angucken, ihren Auftritt dort in der Original Series. Später hatte sie dann größere Aufgaben und zum Beispiel war sie, und das wusste ich tatsächlich gar nicht, es gibt ja von den James-Bond-Filmen, auch ein paar inoffizielle Sachen, und zwar den ersten Casino-Royale-Film zum Beispiel und da hat sie die Moneypenny gespielt.
Das war mir tatsächlich nicht so ganz bewusst, ich hab den allerdings auch noch nie gesehen bis heute. Und in den 70er-Jahren ist sie dann nach Italien gegangen, wurde auch Italienerin, relativ früh nach ihrer Ankunft dort und spielte dann natürlich in entsprechenden Jolly Mid, in Krimis, in Erotik-Komödien und ich würde sagen, neben Don't Touch I Duckling waren ihre bekanntesten Rollen in Amuk, in The Black Betty of the Tarantula, The Red Queen Killed Seven Times, Milano Calibre Nove, das waren so ihre bekanntesten Rollen, würde ich sagen.
In den frühen 80er Jahren hat sie dann ihre Filmkarriere beendet und hat dann eher kleinere Cameos und Gastauftritte noch abgelegt, zum Beispiel in Scorsese's Film Gangs of New York und ja, Boucher lebt heute auch noch, ist 82 Jahre alt und muss man schon sagen, Theresa. Ich muss immer wieder sagen, wenn ich sie sehe, gerade in diesen Rollen in den frühen 70er-Jahren, die ist schon unfassbar hübsch gewesen. Das kann man nicht anders sagen, mit ihren Augen und das Gesicht, also.
Aber ich finde, das sind die alle. Also, zeigt mir ein Film aus den frühen 70ern, wo die weiblichen Hauptrollen nicht hyper-extrem schön sind. Also, ich finde auch hier die, jetzt habe ich den Namen schon wieder nicht parat, die die Hexe spielt. Florinda Bolkan. Genau. Auch die, also klar, die wird hier versucht als zerloddert. Ist aber eigentlich ein brasilianisches Supermodel gewesen damals. Und das siehst du auch.
Also so zuerst aus können die Haare nicht sein, dass man das nicht mehr erkennen kann. Also die ist ja auch wirklich wunderschön. Ich finde, das ist bei den Filmen aus der Zeit eigentlich ja fast immer so. Also da hat man ja wirklich das Gefühl, dass eine Hauptdarstellerin, die mal etwas von der Norm abweicht, ist ja gar kein Raum für.
Also ja auch in den ganzen. Nachfolgenden Filmen, auch aus den 80ern finde ich es zum Teil auch noch, vor allem bei den italienischen Filmen, extrem auffällig. Vor allem, man kann auch ich hier gar nicht behaupten, bei diesen ganzen Filmen, dass man sagen kann, die wurden nur wegen ihrer Optik besetzt, weil die spielt halt auch alle gut trotzdem.
Also gerade jetzt die Florinda Bolkan zum Beispiel, die, wie gesagt, nicht nur Schauspielerin war, sondern die Brasilianerin war auch ein Supermodel sozusagen, hat auch als Schauspielerin, glaube ich, mehrfach den wichtigsten italienischen filmpreis gewonnen als beste schauspielerin und hat sowohl in von kritikern geliebten film mit gespielt als auch in vielen exploitation film, auf jeden fall war auch eine ganz große nummer vor allem in den 70er jahren und dann haben wir noch.
Thomas milian der eigentlich kubaner ist der aber in italien dann ein großer star wurde hat auch in vielen westernen mitgespielt vielen polizei film und ist in deutschland vor allem durch seine super bullen filme bekannt das sind auch italienische filme aber die so ein bisschen, Bud Spencer, Terrence Hill-mäßig so eingedeutscht wurden mit ihren Schlottersynchos und so weiter.
Und dadurch so ein bisschen er bekannt geworden ist. Und im Späthebst seiner Karriere ging er dann später noch mal in die USA, hat dort auch noch in vielen Hollywood-Filmen mitgespielt, ehe er 2017 mit 84 Jahren in Miami verstarb. Also, relativ namhafter Cast auf jeden Fall. Und dann würde ich sagen, das wird tatsächlich der Fall sein, weil die Zugänglichkeit oder Verfügbarkeit des Films echt beschränkt ist, werden den auch von unseren Zuhörenden vermutlich viele nicht gesehen haben.
Deswegen gibt es heute mal wieder etwas ausführlichere Inhaltsergaben und André, startet mal. Wie geht der Film denn los und wo vor allem André? Sorry, ich spreche das richtig aus. In Ascendura. Ah. Hallo. Italien, fünf Punkte. Erotik Faktor 4,0. In Ascendura, einem kleinen Dorf in der Region Basilicata in Italien, treiben die drei Jungen Bruno, Michele und Tonino allerlei Unfug.
Sie fangen den einfältigen Dorfbewohner Giuseppe und verhöhnen ihn, während er zwei Einheimische beobachtet, die sich mit angereisten Prostituierten vergnügen. Gleichzeitig. Führt in den umliegenden Hügeln die zurückgezogene lebende Hexe Masciera schwarze Magierituale durch. Sie gräbt die skelettierten Überreste eines Säuglings aus und sticht Nadel in die Köpfe dreier Tonpuppen.
Als Bruno verschwindet, strömmen Reporter aus dem ganzen Land in das Dorf. Inmitten wachsender Hysterie wird Giuseppe verhaftet, nachdem er ein Lösegeld abholt, das er von Brunos Eltern gefordert hat. Zwar führt er die Polizei zu Brunos vergrabener Leiche, beteuert jedoch, er habe den Körper lediglich gefunden, und die Eltern angerufen, um sich eine überraschend geringe Summe zu ergaunern.
Als kurz darauf auch Toninos Leiche entdeckt wird, erkennt die Polizei Giuseppes Unschuld. Ja, vielen Dank. Theresa, warst du bei Torso dabei oder war das Laura? Das war Laura. Achso, da muss ich André fragen. Ich habe mich gefragt, ob das dieselbe Brücke war. Habe ich auch tatsächlich überlegt, weil das sehr ähnlich aussieht, aber ich kann es nicht bestätigen.
Und das hat mich jetzt wieder dazu gebracht, dass ich nicht mehr weiß, ob ich als Kind, als wir immer nach Italien gefahren sind und ich so gesagt habe, ja, über Brennerautobahnen sind wir gefahren, da sah das genauso aus. Vielleicht sieht auch einfach jede Straße in Italien so aus, dass du zwischen zwei großen Bergen so 700 Meter in der Luft hast.
Aber es sieht auf jeden Fall ähnlich aus, definitiv, ja. Ja, und das ist ja aber schon mal ungewöhnlich, Theresa, denn wir haben hier nicht so ein Setting wie so in den ganzen coolen Jellos hier so mit modebewussten Leuten und alle haben tolle Frisuren, ja okay, hier haben auch ein paar Leute tolle Frisuren, aber sag mal, du weißt, wie ich es meine, sondern wir haben es hier eher mit einer ärmeren Landgegend im Süden Italiens zu tun und das, ist eher ungewöhnlich für so eine italienische Genre-Produktion aus der Zeit.
Total, also sonst haben die ja auch immer alle wirklich unfassbar schicke Häuser. Wie gesagt, sehen immer unfassbar gestylt, supergut, tippitoppi aus. Und das ist, finde ich, auch schon was, was den Film so eindeutig von den anderen unterscheidet. Was ihn, finde ich, schon aber auch alleine deswegen so ein bisschen aus diesem Giallo-Ding auch wieder rausrückt. Einfach, weil es sehr unüblich ist.
Aber muss sagen, dass ich das doch sehr erfrischend finde, auch mal eine andere Perspektive irgendwie zu bekommen. Auch so, wie das Leben irgendwie so ist auf dem italienischen Land in den 70er Jahren. Ich weiß jetzt nicht, wie akkurat das dargestellt ist oder nicht, da habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung von, aber es ist auf jeden Fall mal eine andere Perspektive und das ist ja erstmal was, was, finde ich, immer positiv ist.
Ja, wir können es tatsächlich nicht final beurteilen, André, wie akkurat das ist, aber Fulci musste sich ja schon den Vorwurf gefallen lassen, dass er, die Süditaliener sehr infantil und simplifiziert dargestellt hat und. Wie wäre da jetzt so dein Eindruck, also wie gesagt, Leineneindruck, wir waren natürlich jetzt weder in der Zeit noch in der Örtlichkeit zu der Zeit und können es nicht genau beurteilen, aber hast du das Gefühl gehabt, dass er da ein Urteil fällt? über die Süditaliener.
Ich weiß nicht, ob er allgemein ein Urteil fällt, aber ich meine, natürlich lernst du erstmal hier Giuseppe kennen, der halt erstmal als totaler Lüstling und Spanner dargestellt wird. Dann hast du im Dorf generell auch einige, die sehr einfach dargestellt werden. So ein bisschen, ich will nicht sagen dorftrottelig, aber die fühlen sich so ein bisschen abgeschieden an.
Es gibt halt diese Hexenlegende, an die irgendwie alle glauben. Also so ein bisschen abergläubisch, ein bisschen zurückgezogen, ein bisschen hinterher. Das kommt so ein bisschen rüber, so der Eindruck. Zumindest teilweise, ja. Was ich interessant finde, Theresa, ist die, wir sehen ja relativ am Anfang des Films schon die Jungs dort, die ja eine prägnante Rolle in dem Film spielen.
Und die kommen so gar nicht nett daher. Das sind so ein paar unschuldige Jungs, die da umherspielen. Aber in Fulchis Welt und schon gar nicht in Don't Torture Darkling ist irgendjemand wirklich unschuldig. Und dann sehen wir plötzlich, wie die rauchen, was auch ungewöhnlich ist. Also in Filmen, Kinder, die rauchen, sehr selten zu sehen. Die quälen Tiere, ganz schlimm. Da bin ich direkt wieder wütend geworden.
Und die mobben den Giuseppe. Also das ist erst mal nicht das Bild, was wir sonst so von Kindern in Filmen bekommen. Ja, auf jeden Fall. Also. Ich denke schon auch, dass es so gemacht sein soll, dass wir erst mal vielleicht nicht allzu große Sympathien mit denen haben sollen, mit den Kindern. Ist auf jeden Fall direkt ein anderes Bild, was gezeichnet wird.
Also allein dadurch, dass die da halt, ja schon rauchend am Anfang um die Ecke kommen und gleichzeitig gibt es ja auch direkt am Anfang schon eine Szene, wo die alle betend in der Kirche halt auch hocken, was ja, schon so ein erster Kommentar auch ist von okay, das passt ja irgendwie alles gar nicht zusammen, ne?
Das ist im Grunde, André, das, was Fujis Filme ja so häufig auszeichnet, dass er ja so letztendlich fast in jedem Film so ein richtig pessimistisches Weltbild darstellt. Absolut. Ich meine, hier, wie gesagt, auch diese Ausweglosigkeit, diese Hilflosigkeit des Dorfes, finde ich, kommt hier im Verlauf des Films gut rüber.
Und das zahlt ja so ein bisschen auf das eine, was du eben gesagt hast, so ein bisschen, dass er die vielleicht so ein bisschen auch, ja, sag ja, so ein bisschen hilflos darstellt. Also die ganzen falschen Pferden, klar, das kann, sag ich mal, jedem passieren. Also es ist ja eine Ermittlung, eine laufende so.
Aber ich finde halt, es wird halt sehr schnell, allein wie schnell so Giuseppe so quasi hier auch so angeklagt wird. Es geht direkt, am besten sofort lünchen, sofort aufhängen, anzünden. Also es ist sehr noch so, fast schon so mittelalterlich so irgendwie. Es ist ein Opfer gefunden, ein Täter gefunden.
Und sobald wir, bevor wir auch nur irgendwie die geringsten professionellen, Ermittlungen anstellen, ja, ist klar, Scheiterhaufen. Also es ist schon alles sehr überzogen, sehr düster und wie gesagt auch sehr grimmig in seiner Art natürlich. Was man aufgrund des Falles nicht verstehen kann, weil du hast natürlich total, aufgelöste Eltern, aufgebrachte Dorfbewohner, die natürlich, wenn da ein Kind stirbt und die, Gefahr sein könnte, es könnten weitere treffen, dass natürlich eine gewisse, was auf dem Spiel steht, aber das Vorgehen oder wie der Mob auch mobilisiert, das ist ja auch sehr.
Ja, das klappt nur, weil das nur eine kleine Gemeinde ist und das nicht halt mitten in Milano spielt oder so. Ich finde, das hat auch was Zeitloses, dieses Dorf. Also wenn du jetzt mal Patricia und alles, was Patricia mitbringt in den Film, also zum Beispiel ihr rotes Auto oder so, rausnimmst und auch den Andrea, also den Journalisten, rausnimmt. Also alles, was von außen reinkommt sozusagen ins Dorf.
Denn wenn er jetzt gestanden hätte am Anfang des Films 1942, Hätte ich auch geglaubt. Hätte man auch geglaubt, ja, total. Das finde ich auch nicht irgendwie ganz cool. Auf jeden Fall auch typisch Fulci sind eben diese Kinderfiguren. Die hat er tatsächlich ja in vielen seiner Filme drin, auch Kindheitsmotive, wo er teilweise eben auch seine Kindheit und Jugend verarbeitet hat.
Was mir aber besonders gefallen hat, André, und das wird auch gleich zu Beginn des Films klar, ist, dass das ein relativ komplex inszenierter Film ist. Also, weil er wirklich verschiedene Blickwinkel mit vielen verschiedenen Figuren aus verschiedensten, sagen wir mal, wie drückt man es aus? Verschiedene Typen von Menschen, sei es jetzt beruflich oder charakterlich.
Und das alles so funktioniert. Also, ich finde nicht, dass man da irgendwie die Übersicht verliert in dem Film, ganz im Gegenteil. Ich finde, der macht das erstaunlich stark. Und das ist umso erstaunlicher, weil es ja immer noch einer der früheren Filme von Fulci war und der ist ja schon relativ früh hier damit auf seinem Höhepunkt mit gewesen, was die Inszenierung angeht.
Ich muss echt sagen, ich fahre da echt, das hatte ich nicht mehr so in Erinnerung, dass der so gut inszeniert ist, sodass du wirklich weiß ich nicht, also der gerade am Anfang geht die Perspektive ja sehr oft hin und her und so und das hat aber für mich immer komplett funktioniert irgendwie. Also insgesamt auf jeden Fall. Es fällt auch auf, dass der Film handwerklich doch deutlich stärker ist als seine übrigen Top-Filme, sag ich mal.
Also das, wenn du es im Gleichvergleich auch mal guckst, merkst du gerade so Kameraarbeit und aber auch die reine, wie er mit Schauspielern umgeht, wie er das gerade craftet. Das ist deutlich, also das ist hochwertiger, aber es ist versierter. Es wirkt alles ein bisschen versierter, was aber auch vielleicht einfach an der ganzen Thematik liegt, der ganze Film ist einfach gesetzter natürlich, du hast nicht dieses absolut übertriebene übernatürliche, außerweltliche sondern es ist halt ja schon wie gesagt einfach ein Thriller Setting, aber ich finde auch, dass das auf jeden Fall alles wirklich handwerklich sehr rund ist und er da auch ein gutes Händchen einfach beweist für Übergänge, für Sets wie er dieses Dorf einfängt, was auch sehr dankbar ist als Kulisse
natürlich und das fällt schon auf dass er da, dass da deutlich mehr irgendwie doch Versiertheit irgendwie im Detail drin steckt, als üblich. Aber gleichzeitig muss ich aber auch sagen, was trotzdem wieder drin ist, ist sein... Ich finde, Fulci hat ja ein Problem damit, dann irgendwie das Ganze aber auch kohärent immer durchzuziehen.
Und ich finde, auch Duckling hat da so kleine Sprünge drin, wo du manchmal kurz den Faden verlierst oder weil du halt einfach kurz nicht weißt, wo du bist oder weil es vielleicht kurz irgendwie der Schnitt nicht so ganz rund war, der Übergang. Und das, finde ich, hat der aber auch. Also der hat trotzdem so ein paar kleine Fehler, die Fulschi einfach durch seine ganze Vita ziehen, wo er immer wieder manchmal für Verwirrung sorgt, irgendwie unabsichtlich, glaube ich, einfach, weil es gerade irgendwie holprig geschnitten ist oder holprig übergangen ist.
Aber sonst, finde ich, sticht der schon raus aus seiner Vita rein handwerklich, ja. Und ich muss auch tatsächlich sagen, gerade dieser Aspekt von, dass man die Figuren auch hier wirklich gut auseinanderhalten kann, dass ich das extrem hilfreich finde. Also weil wir das jetzt ja in den letzten Wochen auch zum Teil hatten, dass das nicht ohne weiteres möglich war, weil man halt hier einfach, trotz des kleinen Settings so unterschiedliche Leute irgendwie, okay, wir haben hier den Priester, wir haben den Journalist, wir haben die schöne Frau, die aus der Stadt kommt.
Wir haben die Hexe, wir haben Kinder, die auch wichtig sind, wir haben den Giuseppe und irgendwie, kann man die eindeutig zuordnen, dass man am Ende auch gar nicht irritiert ist, wenn da auf einmal jemand auftaucht und man nochmal überlegen muss, wer war denn das jetzt nochmal? Und das ist, finde ich, eine große Stärke, gerade eben auf der Handlungsebene, um der halt auch richtig folgen zu können.
Das hängt ja natürlich, Theresa, manchmal auch von der Qualität des automatisch untertitelten YouTube-Bildes. Nein, wir waren uns bei dem Scorpion's Tale-Ding schon einig, dass das nicht ganz leicht zu durchdringen war. Da waren wir uns schon einig drüber. Das stimmt. Das sagt auch an mir, aber nicht nur an mir.
Wir haben hier eine Situation, die auch zu Beginn des Films ist, die ich auch sehr interessant finde. Wie man sieht, wie die, also da so zwei männliche Dorfbewohner irgendwie von außerhalb auf jeden Fall, also, zwei Prostituierte von außerhalb rankarren und sich mit denen vergnügen und der Giuseppe da die ganze Zeit am Rumspannen ist.
Und auch da schon so eine Situation ist, wo genau aufgezeigt wird, wie hier diese Hierarchie in dem Dorf ist. Weil sie verjagen erst den Giuseppe so, ne? Geh weg so und du hast hier nichts zu suchen. Und die Jungs ärgern ihn ja dann auch deshalb, also die drei Jungs. Und dann geht Giuseppe ja nochmal an die Hintertür, glaube ich, und spannt nochmal und dann sagen die Männer so, ah ja, ich komm, das Zugucken hast du dir verdient.
Er ist schon sehr weit, also das ist eigentlich eher noch. Also man könnte meinen, sie belohnen ihn, aber eigentlich degradieren sie ihn noch weiter, weil so von wegen, ob du jetzt in den Zug guckst oder nicht, ist auch egal. Das sagt schon sehr viel darüber aus und es sagt vor allem auch, Teresa, sehr viel darüber aus, dass wir eben in dem anderen Italien sind, nicht hier Deutsche Vita und wie André schon gesagt hat, Milan und Torino und so, sondern das ist hier rurales Dorfleben sozusagen und das merkt man irgendwie von Anfang an.
Es ist aber auch eine interessante Art und Weise in so einen Film einzusteigen und eben auch die Leute zu porträtieren weil ich meine, im Grunde ist das Erste, was wir sehen, wie jemand ein Skelett ausgräbt und wie zwei Prostituierte von außerhalb ins Dorf fahren und das ist schon irgendwie, zeichnet jetzt wirklich da auch das beste Gut.
Die Kinder, die sind richtig hooked. Die sind auch richtig hooked. Also die sind da auch auf jeden Fall. Die haben ja quasi gewartet an der Straße und kommentieren dann auch noch die Oberweite und so. Doch, doch, also das ist auf jeden Fall ein, ja, man könnte schon sagen, irritierender Einstieg fast.
Ja, und dann gibt es dieses Voodoo-Ritual im Wald, das wir ja erst mal noch so anonym sehen, würde ich sagen. Also wir wissen nicht, wer das durchführt. Ist das ein Mann, ist das eine Frau und was genau geschieht da? Wir wissen nur, dass da eine Person so Nadeln, so in Puppen steckt, die ja auch irgendwie seltsam aussehen, Theresa.
Hast du zu dem Zeitpunkt noch geglaubt, dass der Film eine übernatürliche Ebene haben könnte dadurch? Tja. Oder anders, glaubst du, der Film will uns das weismachen? Weil dein erstes Watch ist ja auch schon ein bisschen länger her jetzt. Ja, würde ich schon sagen. Also ich war mir, ich wusste auch, die Auflösung nicht mehr und ich hatte schon wieder so ein Gefühl von, okay, doch die Hexe ist es nicht gewesen, aber wir sehen ja schon auch, das sind Frauenhände, zum Beispiel, die das ausgraben.
Ja, und es wäre jetzt ja auch nicht komplett abhängig. Wie findest du das? Ich finde, das ist nicht so eindeutig. Also man sieht, also es wird ja mehrfach dieses Voodoo-Ritual gezeigt in verschiedenen Stellenfilmen und ich finde nicht unbedingt, dass es relativ eindeutig ist, wessen Hände das sind. Also ich hatte mir jetzt hier aufgeschrieben, bei ganz am Anfang bei denen.
Boah, ich dachte schon, du hast Beweisfotos gemacht und dann lasst mich jetzt. Nee, ich hab's mir aber, also ganz am Anfang sehen, hab ich hier aufgeschrieben, eine Frau gräbt mit puren Händen ein Skelett von einem Baby aus. Okay, also da war mir offensichtlich klar, es ist eine Frau. Dann habe ich hier das nochmal ein bisschen offener gelassen.
Wir sehen jemanden, der verkohlte Figuren nadeln steckt. Ich habe aber auch weiter unten nochmal geschrieben, dass wir eindeutig Frauenhände sehen. Jetzt bin ich mir aber gerade auch selber nicht mehr sicher, ob es nicht vielleicht auch Szenen gibt, wo es bewusst andere Hände sind. Das kann ich jetzt gerade gar nicht mehr so genau sagen. Das kann schon sein.
Aber es gibt auf jeden Fall ein paar Szenen, wo es unklar ist, wer das macht, wo man aber glaube ich schon entnehmen kann, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit Hände sind, die zu einer Frau gehören. André, was mich überrascht hat, ist das hohe Tempo des Films. Das hatte ich nämlich nicht mehr so in Erinnerung. Also wir haben ja dann den ersten Mord an einen der Jungs, der wird ja so durch den Wald verfolgt und wird dann durch einen Schlag mit so einem dumpfen Gegenstand getötet.
Und dann macht der Film sofort einen Schnitt und wir sehen direkt die Suchaktion der Polizei und der Dorfbewohner. Und das, muss ich sagen, hat mich sehr positiv überrascht. Das war irgendwie richtig rasant und dynamisch. Und das hatte ich irgendwie ganz anders in Erinnerung. Auch gerade, wenn ich so wieder dachte, ach, okay, das war jetzt der 105-Minuten-Film in unseren Italo-Wochen.
Das zieht sich vielleicht ein bisschen. Aber nee, da wusste ich wieder, warum ich den Film so gut finde. Weil der ist gar nicht so, zumindest in der ersten Filmehälfte, so langsam. Auf jeden Fall. Ähm ... Das ist die Dynamik einmal, die wir vorhin angesprochen haben. Das ist gleichzeitig aber auch der gute Stil, der hier echt drin ist.
Der macht echt clevere Cuts am Anfang. Er zeigt eben, er scheut nicht davor, auch so den Mord anzudeuten. Aber wie wir schon gesagt haben, er startet ihn nicht exploitativ aus. Das heißt, du siehst jetzt nicht den klaren Kill, aber du siehst eben was mit dem Jungen oder das mit dem Jungen, was passiert.
Du siehst die Gewalteinwirkung einmal kurz und dann ist zack, Schnitt und du weißt halt sofort, okay, der ist halt was, der ist halt tot. Und du siehst sofort die Superaktion, die losgeht. Und finde ich auch, ein gutes Tempo, ein gutes Pacing am Anfang hält sich da nicht zu lange auf. Und ich finde auch, dass halt, dazu kommen wir auch später noch, wie gesagt, der Film hat trotzdem auch hier und da seine kleinen Pacing-Probleme, finde ich, trotzdem.
Aber gerade am Anfang so bis zum zweiten Mord eigentlich null. Das ist alles wirklich, es geht gut nach vorne, super dynamisch. Du hast halt eine gewisse Drastik auch in dem Mord, ohne aber, wie gesagt, zu explizit zu werden, was, glaube ich, ich will nicht wissen, wie full sich auf die Zunge beißen musste, dass er sowas nicht immer voll ausschlachten konnte, weil das war ja gewohnt.
Ich sag mal so, ich glaube, zu Polizei, da kommen wir ja später noch zu, musste er so oder so, also da hätte er jetzt keinen Unterschied gemacht. Nee, aber ich meine, wir reden über den Godfather of Gore, so wie er schon genannt wird, und dass das aber nur so angedacht ist. Ich dachte, das bist du. Wäre ich gern. Du bist ja Godfather of Gore Bauer.
Godfather of Gore Hamburg West. Nee, aber ich meine, dafür kennen wir ihn alle und dafür lieben wir ihn eigentlich. Dass er es hierhin bekommt, so die Intensität zu schaffen, ohne da jetzt irgendwie zu drastisch zu werden, dass es auch albern wird oder so, sondern wirklich einfach kurz prägnant, ist schon heftig einfach, es geht um Kinder.
Und dann aber auch die gleiche Dynamik weiterzugehen, das ist echt gut, ja. Ich finde auch, dass es, Theresa, eine weise Entscheidung, sogar war, also das, was André gerade geschildert hat, dass es eben nicht blutig wird, also blutig ja sowieso nicht, weil ja der Modus operandi des Täters ja auch sozusagen, das liegt ja im Erwürgen, was ja auch noch eine Bewandt, das im Film hat, weil das, können wir auch jetzt schon überreden, weil es ja, also Erwürgen ist, sagt man so, einhergehend, ist sexuell konnotierter Mord sozusagen, also weil es die, klingt jetzt ein bisschen abstrakt, aber weil es die intimste Form des Ermordens ist, wenn du jemanden erwürgst, sozusagen, weil du halt diesen Hautkontakt hast
und diesen Fleischkontakt hast, sozusagen. Und deswegen hat das nochmal eine besondere Bedeutung, dass er die Kinder eben hier erwürgt. Aber gleichzeitig, finde ich, liegt so der Fokus dann immer auf den Gesichtern der Kinder, wo du richtig die Angst siehst, wenn so diese Person auf sie zukommt. Und das finde ich viel.
Viel eindringlicher, als wenn er da jetzt in den Kopf abgehackt hätte, onscreen so. Ja, das ist ja oft auch gerade bei so, finde ich, sehr brutalen Filmen, das verliert ja manchmal auch durch die Drastik irgendwie seine Wirkung und Nachvollziehbarkeit. Und ich finde, auch gerade eben, damit wir diesen Film jetzt nicht als, okay, für Edge Lords Stempeltraue Feierabend besprechen können, ist, glaube ich, trägt das da schon auch irgendwie zu bei, dass diese Szenen eben eher ... Demnächst bei Devils and Demons Extreme. Ja.
Oh, das ist gut, das können wir mal als Artsy nehmen am Ende. Für Edge Lords Feierabend. Das ist unser Tatan immer. Ja, da brauchen wir eh eine eigene Rankingskala am Ende. Ja. Und einen Edge Lords-Steppel, den hätte ich ganz gerne. Wir können einfach unseren eigenen Eisberg machen. Das ist eine gute Idee.
Der Devils and Demons Eisberg, zack. So gehen Brainstormings bei uns. Ja. Und ich möchte einen Edge-Lord-Stempel haben. Wenn du dabei bist, darfst du den immer vergeben, genau. Gut. Ich lasse dir so einen eigenen Edge-Lord-Stempel. Genau. Die kriegen dann einzelne Leute auf die Störme. Wenn du so eine 10er-Karte vollgemacht hast, brauchst du nie wieder mitmachen.
10 Edge-Lord-Stempel ist einmal frei, einmal aussetzen. Ja. Nee, ähm, was war die Frage? Ja, finde ich gut. Das ist nicht so brutal. Und was ich auch noch sagen wollte zum Thema, dass der am Anfang ein gutes Tempo hat. Ich glaube, da sorgt halt aber auch das verhältnismäßig unkonventionelle Setting für, dass man halt das Gefühl hat, okay, ich habe das noch nicht so wirklich gesehen.
Dann hat man diesen komischen Einstieg mit dem Prostituierten, dann die rauchenden Kinder, dann auf einmal die Kirche, dann die nackte Frau und irgendwie das ist alles so, also wo man auch, das muss man erst mal verarbeiten, was man da sieht, weil das einfach irritierend ist. Und hab das Gefühl, nach hinten raus wird der dann weniger irritierend.
Und dann verliert der auch so ein bisschen am Pacing. Aber grad in der ersten Hälfte geh ich da total mit. Und ich glaub, es hängt halt auch damit zusammen, dass einfach viele Elemente drin sind, die man sonst einfach nicht gewöhnt ist zu sehen. Es wirkt fast wie so ein Highlight-Reel am Anfang. Als ob immer so das, was zwischen den Szenen passiert, einfach rausgelassen wurde.
Würde man bei anderen Filmen vielleicht kritisieren, wie gesagt, hier find ich's tatsächlich erfrischend. Weil eben das ja, muss man ja ehrlicherweise auch so sagen, wir sind ja alles junge Leute hier. Manchmal nicht mehr so zeitgemäß auf einen wirkt, so Filme aus den 70ern oder späten 60ern. Und da fällt das natürlich besonders auf, wenn da so ein Film mal aufs Gaspedal drückt.
Was dann typisch ist natürlich, nachdem die Leiche des ersten Jungen gefunden wurde, ist, dass ein Schuldiger gesucht wird. Und da ist es natürlich genau die Thematik, André, die wir vorhin schon aufgeworfen haben, dass die Außenseite in der Gesellschaft natürlich immer ... Als erstes verdächtigt werden. Das ist ja hier Giuseppe zum Beispiel.
Da bereitet uns der Film ja schon von seiner Inszenierung her darauf vor, dass der noch mal eine Rolle spielen wird. Und der wird dann vom Mob durch die Stadt gejagt und wird festgenommen. Und das ist so typisch. Dass die Person, die eine Behinderung hat oder die Person, die als Dorftrottel inszeniert wird oder wahrgenommen wird, dass die da als erstes verdächtigt wird.
Aber auch, und das war so mein erster Gedanke, auch zu der Zeit und so in Gegenden auf der Welt, Würde man jetzt vielleicht nicht unbedingt Süditalien normalerweise vermuten, aber in denen, die so ein bisschen abgeriegelt sind von der, in dem Fall jetzt so von der, in Amerika war das ja früher auch so, unter der Aufsicht des Nordens nicht so ganz stehen.
Die können da unten machen, was sie wollen im Süden sozusagen. Und das kriegt niemand mit. Und hier hätte ich mir auch vorstellen können, dass sie den einfach festnehmen, weil es leicht ist, dem das anzuhängen. Das wird ja auch später bei der Hexe versucht auch. Wenn man die nur ein bisschen unter Druck setzt, dann wird das schon irgendwann zugeben, dass er das war. Und dann ist der Fall geklärt für uns.
Ja, ja, absolut. Also es ist für die ja gar keine Frage eigentlich. Er ist eh, das soll ja angedeutet werden durch die Szene am Anfang, dass er eh, glaube ich, so ein bisschen stadtbekannt ist als so der Spanner, der Lüstling, der ein bisschen auch trottelige Typ. Und er ist ja gefunden, das Fressen. Und als er dann die Leiche auch, also als er weiß, wo die Leiche vergraben ist, ist das ja für die ist das für die schon ganz klar, wer es war.
Und er sagt ja dann auch direkt, ey, ich hab die Leiche nur gefunden, so. Ich wollte das Lösegeld abstauben, ich war das nicht. Gut, ist natürlich auch schwer, ne, da musst du erstmal, aber die Polizei sucht ja nicht mal am Alibi, sondern für die ist es ja eigentlich ganz klar, ey, der Typ ist eh ein Dulli, das wissen die hier alle, der ist es, wir brauchen hier einen Schuldigen, das typische Ding halt, ne, die den Mob beruhigen, indem man gleich einen Schuldigen vorweist und dann ist es auch für die schon gegessen.
Wir finden ja dann noch die nächste Kinderleiche, kurze Zeit später. Im Bild, okay, effektechnisch ist das jetzt nicht mehr so, der Hit, der Junge, der da tot im Brunnen liegt sozusagen. Du meinst eine Puppe, das hab sogar ich auf YouTube gesehen. Aber, die Art trotzdem mit dem aufgerissenen Mund und den weit aufgerissenen Augen, das hinterlässt trotzdem irgendwie so einen Eindruck und zeigt auch, wie schockiert quasi das Kind war in dem Moment, als es umgebracht wird.
Weil ja auch, das ist ja auch das Besondere, wenn wir natürlich später wissen, wer der Täter oder die Täterin ist, macht das natürlich noch mehr Sinn, dass die Kinder auch so dieses so der oder was, wie geht das so, ne? Das passt schon irgendwie dazu. Aber er sieht natürlich auch ein bisschen, wie gesagt, die Puppe, André. Ist jetzt kein Glanzstück des italienischen Effekt-Kinos.
Ja, auch Theresa erkennt es bei 460p, dass das nicht mehr so geil ist, auf Blu-ray noch mehr. Nee, klar, du siehst die Puppe ganz klar. Was legt dein Armbar in der Münze? Ich würde euch mir was wünschen. Aber ich finde trotzdem, wie du sagst, ich finde trotzdem als Effekt auch bei diesem schnellen Umschnitt, also beziehungsweise die Kamera fährt ja so runter und dann auch da so rein.
Das erste Mal, dass du die Leiche so erblickst, ist trotzdem krass. So, es ist trotzdem halt eine erträgte Kinderleiche. Aber der Effekt ist halt, wie gesagt, einfach leider ein bisschen schlecht gealtert. Ich weiß jetzt gar nicht, als wäre mal in seinem Leben, sei es irgendwo auf Fotos oder Videos oder gar nicht echt, Gott bewahre, mal eine Wasserleiche gesehen hat.
Das ist jetzt auch gar nicht so weit davon weg, muss man auch dazu sagen. Also das sieht ja schon sehr surreal aus, wenn, aber ich weiß nicht, ob der Effekt schon so schnell eintritt. Ich glaube, wenn jetzt irgendwie eine Leiche oder ein Körper ein paar Stunden oder einen Tag im Wasser liegt, dann wird das wahrscheinlich noch nicht so aussehen, aber zumindest nach ein paar Wochen auf jeden Fall.
Auf jeden Fall gibt es immer wieder diesen Schnitt gleichzeitig auf dieses Voodoo-Ritual, was uns dann immer wieder natürlich suggerieren soll. Könnte das in Zusammenhang stehen, wer weiß das schon. Aber Theresa, wie geht es denn erstmal weiter? Also, wenige Nächte später schleicht sich Michele während eines heftigen Gewitters aus dem Haus, um sich mit einer Person zu treffen, mit der er zuvor telefoniert hat.
Auch er wird von einer unbekannten Person ermordet. Seine Leiche wird am nächsten Morgen gefunden. Der römische Journalist Andrea Martelli trifft im Dorf auf Patricia, eine frühere Reporterin aus Mailand, die sich nach einem Drogenskandal im Haus ihres Vaters versteckt hält. Die Dorfbewohner meiden sie wegen ihres großstädtischen Auftretens, ihrer angeblichen Unmoral und ihres modernen Kleidungsstils.
Zudem verhält sie sich gegenüber mehreren Kindern des Dorfes auffällig, freundlich ausgedrückt, darunter Mikele, den sie zunächst verführerisch reizt und dann nackt zurückweist. Andrea lernt außerdem den freundlichen Dorffahrer, den freundlichen, nett ausgedrückt. Dorffahrer Don Alberto Avalone und dessen zurückhaltende Mutter Aurelia.
Ja, auch das kannst du in Anführungszeichen setzen. Zurückhaltend, nett ausgedrückt. Alberto leitet eine kirchliche Jungengruppe, der auch die Opfer angehörten und genießt ein hohes Ansehen im Ort. Ja, Theresa, das ist der erste Auftritt im Film von Barbara Boucher, direkt, ich sag's mal, es ist schwierig, das Ganze zu beurteilen.
Ich sag, weil dieser Auftritt ist ziemlich legendär. Zum einen, weil sie natürlich halt full naked zu sehen ist, komplett, liegt ja einfach umsonst sich in der Wohnung, am offenen Fenster, zur Sonne. Und da könnte man theoretisch ja meinen, dass Erotik im Raum liegt. Das ist ja erstmal ein, Jetzt oder uns, nein, ein netter Anblick.
Aber Fulci fordert uns dann heraus, weil ein kleiner Junge dort in dem Zimmer steht sozusagen und diese nackte Erscheinung von Patricia dort mit ansehen muss. Und das hat damals für einen richtigen Skandal gesorgt. Also Fulci musste sich tatsächlich vor Gericht verantworten deshalb. Und das ist absurd, weil, also machen wir da erstmal einen Punkt, absurd, weil ich finde, dass man sofort, also zumindest wenn man den Film heute guckt, sieht, wie das Ganze gedreht wurde.
Weil wir sehen ja nie die beiden in dem selben Bild. Das ist ja immer Schuss-Gegenschuss, mit der da montiert wurde. Und das ist ja offensichtlich, dass die sich nicht gesehen haben. Zumindest nicht, also vielleicht wurde das mit ihr gedreht, aber dann vielleicht in angezogener Version oder sowas. Aber dass sie da nicht nackt vor ihm stand, ist doch obviös.
Ja, aber gleichzeitig italienisches Kino 70er Jahre, findest du es so abwegig? Nee, aber dann finde ich es aber genauso abwegig, dass er sich vor Gericht verantworten musste. Ja, also ich verstehe das schon mal. So wie es gedreht ist, ist es schon, dass man denkt, okay, die waren nicht in einem Raum und gleichzeitig...
Könnte ich es mir irgendwie vorstellen, weil ich irgendwie auch davon ausgehe, dass die Kinder echte Zigaretten geraucht haben, obwohl die erst neun waren. Ich glaube, das war legitim. Da bin ich mir sicher. Siehst du, also von daher, also ich finde, wie gesagt, man bemerkt schon, also eigentlich habe ich das Gefühl, man bemerkt, diese beiden Menschen waren nicht im gleichen Raum. Aber ja.
Das Besondere ist ja daran, Theresa, dass wir. Natürlich so, gut, sie ist die einzige Frau im Raum, wenn ich jetzt sage, die schönste Frau im Raum sehen und alle, die das sehen, denken, oh wow, ist diese Frau hübsch, ist das fantastisch und Fulci dann diesen Kontrast inszeniert und sagt, ja, das mag zwar vielleicht die schönste Frau weit und breit sein, aber die versucht hier gerade, diesen kleinen Jungen zu verführen.
Sie fragt ihn ja auch direkt, natürlich mit so einer kleinen, wie sagt man, so einer kleinen Scherzhaftigkeit drin, so, willst du mit mir ins Bett gehen, so, sagt sie zu ihm, aber es steckt halt wie sich ja auch später im Film herausstellen wird eine Wahrheit dahinter, also die ist ich weiß nicht, deswegen, ich übernehme das jetzt mal, weil er es gut erklärt hat nochmal, das ist ja die wissenschaftliche Erklärung auch dafür, sie ist glaube ich in dem Fall, hat sie jetzt keine pädophilen Tendenzen, sondern hebifile Tendenzen, weil die Kinder ja schon, sag ich mal die sind ja schon elf, zwölf, dreizehn oder so, das sind jetzt keine Kleinkinder mehr oder sowas Ja, die sind schon aber eher vorpuppert Herr Hebefield
ist ja quasi der Pubertier. Aber fandst du, dass sie vor Pubertier waren, wenn sie sich selbst so schon für die Frauen und die Prostituierten und so interessieren? Ja, auf jeden Fall. Mich hat das nicht interessiert. Ich finde, man bemerkt bei denen auch ganz krass, die haben gelernt, dass sie sich dafür interessieren sollen und nicht, dass die sich da tatsächlich für interessieren.
Der wüsste mit der nichts anzufangen. Während zum Beispiel ein 14-Jähriger, glaube ich, schon eine Idee hätte. Was fange ich denn jetzt mit der Situation an? Der hat das irgendwie gesehen. Aber ich finde, man bemerkt schon auch, dass da eigentlich so dieser eigene Impuls gar nicht unbedingt so da ist.
Also ist so mein Gefühl davon, dass das, das macht die Situation ja auch so. Unangenehm, dass man ja auch bemerkt, der ist da eigentlich voll überfordert mit, spielt aber mit, weil er irgendwie gelernt hat, wie man sich in so einer Situation... Er sagt ja, glaube ich, auch schon, die wäre ja jetzt nicht die Erste, die ihm das anbietet.
Sie fragt ihn, glaube ich, so, ja, wie viele Frauen hattest du schon? Er sagt so viele und sie ist halt so, ja, come on. Das ist so wie diese TikTok-Videos, was ist dein Bodycount? Ja, genau. Das hätte sie immer fragen müssen. Was ist dein Bodycount? Und sie ist dann ja auch so, ja, hättest du ein, zwei gesagt, hätte ich es dir geglaubt, aber viele stimmt halt nicht.
Also ich finde aber, meiner Wahrnehmung nach ist das wirklich eher so, weil ich meine, es gibt ja gerade Kinder, die ja irgendwie auch. Mit Missbrauch früh in Erfahrungen gekommen sind, in Berührung gekommen sind zum Beispiel, die zeigen ja auch sehr früh ein sehr sexualisiertes Verhalten, ohne dass, ich sag mal, in dem Lust erleben, im klassischen Sinn.
Dass das da was mit zu tun hat, weil einfach der eigentliche Kontext im Grunde genommen fehlt, wann es angemessen ist, sexuelle Handlungen zu vollziehen oder nicht und das Gefühl hab ich hier tatsächlich auch. Also ich hab das Gefühl, ich hab auch keine Ahnung, wie alt Kinder sind. Ich weiß nicht, André, du glaubst, wie alt die sind. Ich hatte das Gefühl, die sind eher so neun, zehn.
Ja, so zehn, hätte ich gesagt, ja. Also, ich würde schon sagen, eindeutig vor Pubertär. Auf jeden Fall sind wir uns ja einig, dass das, was Fulsch hier macht, also ich muss wirklich sagen, ich finde, weil das so selten thematisiert wird in Filmen oder generell in der Gesellschaft und das muss man ja lobend in einem Film von 1972 anrechnen, überhaupt das, zu thematisieren, dass eine Frau und dazu noch eine, weil das ist ja das, was ja noch dazukommt, eine so hübsche Frau, diese Neigung zeigt.
Das ist ja zum einen schockierend und zum anderen ist es auch so ein finde ich so ein Realitätsbewusstsein, was er da ins Spiel bringt, weil das ist nichts, woran man denkt im Alltäglichen, aber was es gibt. Aber man hat ja so normalerweise so diese üblichen typischen männlichen Straftäter so in Erinnerung, aber das ist hier schon was, aber es gibt es ja auch. Das ist nicht so häufig.
Das ist ja klar, das ist ja auch statistisch nachgewiesen. Aber das gibt es. Und ich finde, das macht Fullsheet tatsächlich erstaunlich smart hier irgendwie. Nur ich verstehe trotzdem nicht ganz genau, ob er das... Ob er. Also wir wissen ja, wie er mit der Figur Patricia umgeht im Laufe des Films. Die wird ja schon so eine Art, zumindest macht sie ja ein Heldenteam ab am Ende des Films.
Und ob er das wirklich so gemeint hat, wie ich es jetzt gerade ausdrücke. Oder ob er dachte so, eigentlich ist das schon ein bisschen geil, wenn die jetzt den kleinen Jungen da anmacht, oder? So, das ist halt echt die Frage, ich weiß es nicht. Oder halt eher im Sinne von so, ja, schon ein krasser Schocker.
Also die Frage ist, kriegt Fulci den Edge-Lord-Stempel von mir? Und ich glaube leider, ja, ich glaube leider, der kriegt den Edge-Not-Stempel trotzdem auch, weil dafür wird sie uns halt wirklich sehr, sehr unkritisch in der zweiten Filmhälfte dargestellt. Tatsächlich. Also wäre auch mein Gefühl dazu. Vom Konzept her würde ich sagen, ja, das ist was, was.
Natürlich, wie du sagst, statistisch gesehen seltener vorkommt, aber was ein Thema ist, wo ja trotzdem auch einige Leute drunter leiden oder da eben Missbrauchserfahrungen gemacht haben, das darf man natürlich auch im Film darstellen und von daher, ja. Ich würde, André, tatsächlich glauben, was Fulci eigentlich damit aussagen will, ist einfach nur das, was wir am Anfang schon festgestellt haben.
Die mag ja noch so schön sein, noch so gebildet sein und aus dem Norden kommen und so weiter und attraktiv sein, aber keiner in diesem Film ist unschuldig. Und das ist das, was ihm eingefallen ist, um das darzustellen, glaube ich. Wahrscheinlich. Und ganz einfach halt natürlich auch ganz plump gesagt, jeder soll erstmal irgendwie komisch sein Motiv haben.
Das ist ja seine, also der Film ist zwar, der hat einen gewissen Anspruch, wie wir am Ende des Podcasts auch noch bewerten werden, aber er ist jetzt auch nicht so deep und so clever. Also am Ende des Tages ist das who done it vor allem dadurch aufgebaut, dass wir diverse Figuren haben, die erstmal weird sind, sich komisch benehmen, alle irgendwie gefühlt ein Motiv haben könnten oder zumindest halt irgendwie weird mit den Kindern umgehen oder so.
Also das ist ja einfach ein Grund, finde ich. So kommt es mir halt jetzt mal in Rewatch auch rüber. Das ist eigentlich nur eingebaut, damit sie weird ist und du denken könntest, vielleicht ist es auch sie. Ja, die Polizei sagt dann ja auch sowas wie, ja, wir haben jetzt zwei Leichen gefunden, aber eigentlich deutet es nicht auf ein Sexualverbrechen.
Allein, dass das in den Raum geworfen wird, dieses Wort Sexualverbrechen, dass das so reingeworfen wird, denkt man sich so, ah ja, wenn es ein Sexualverbrechen wäre, wüsste ich ja wenig verdächtigen. Hatten wir das nicht gerade mit dem, welcher Filmtitel war das nochmal, wo die Produzenten das umgedreht haben, war das bei Thor so?
Der Originaltitel, der übersetzt hieß irgendwie, die Morde haben und sie haben keine Zeichen von Sexualverbrechen und die Produzenten so, das keine müsst ihr streichen. Ja, das war so, glaube ich. Ja, ja, ja. Ja, ich finde es schwierig, weil ich bin mir gar nicht so sicher, ob dieser Whodunit-Part für mich wirklich aufgeht, weil, das können wir jetzt ja mal ruhig bei den Figuren abfragen einzeln, fandet ihr jetzt, Patricia, wirklich, jetzt von eurem Gespür wirklich verdächtig, konntet ihr euch vorstellen, dass der Film damit endet, dass sie für diese Morde an Kindern verantwortlich ist. Ich nämlich nicht.
Schwer zu sagen. Ich weiß auch, tatsächlich war das wieder so ein Film, wo ich relativ den Kopf beim Miträtseln ausgeschaltet habe. Also mir war irgendwie relativ klar, unsere Hexe wird es wahrscheinlich nicht sein. Aber ich hätte es nicht für unmöglich gehalten. Andererseits denke ich mir so, es wäre fast wieder zu auffällig gewesen, wenn sie es jetzt gewesen wäre, nachdem sie diese große, prominente Szene gehabt hätte.
Aber von Zeit zu Zeit gibt es ja auch die Filme, die dann halt genau die Karte aus dem Grund ziehen. Ja. Was sie natürlich wieder verdächtig macht, zumindest natürlich auch für die Dorfbevölkerung dort, ist, dass sie natürlich wieder eine Außenseiterin ist. Sie hat schon jahrelang im Norden gelebt, hat einen toll bezahlten Job gehabt dort und kommt jetzt wieder zurück sozusagen und wird natürlich von der Gesellschaft dort als Außenseiterin auch behandelt.
Der Film macht es später nochmal, Teresa, zwei oder einen, nochmal einen Versuch, sie verdächtig zu machen, weil sie ja vermutlich die Person ist, die mit Michele telefoniert hatte, weshalb er die Wohnung verlassen hat. Ich weiß gar nicht, war sie das am Ende wirklich oder ist es nur so montiert, geschnitten gewesen, dass wir das denken sollen? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr.
Ihr rotes Auto wird ja auch nochmal verdächtig inszeniert, einmal, glaube ich, gegen Ende. Genau, weil sie ja irgendwie in der Stadt rumfährt, um den Kopf abzuschalten, oder in der Gegend rumfährt und dann natürlich gesagt wird, ja okay, aber offensichtlich warst du nicht zu Hause und jetzt erzählst du dir, bist in der Gegend rumgefahren, das ist jetzt nicht gerade ein gutes Alibi.
Ich weiß nicht, ob das aufgelöst wird. Genau, ob sie es jetzt gewesen ist oder nicht am Telefon. Aber halt, wie gesagt, das mit dem Auto, da wird ja auch noch mal das so in den Ring geworfen. Und dann gibt's ja auch noch mal später die Szene, wo sie ja auch mit einem Mädchen spricht und der irgendwie so eine Puppe kaufen möchte.
Wo man die halt mit dem, was wir jetzt über sie wissen, irgendwie auch einen weirden Vibe hat. Also ich finde schon, man traut ihr nicht so wirklich. Also beziehungsweise man hinterfragt ihre Motive da sehr stark. Mir ging's zumindest so. Was spannend ist, André, ist die Sache, wie Fulci auch das wieder inszeniert, weil er allen Leuten.
Die nicht zu diesem Dorf gehören, also die nicht zu dieser Gesellschaft, Gemeinschaft gehören, auch nochmal farblich zum Beispiel besonders inszeniert, weil alles, was nicht zum Dorf gehört, ist grell. Oder alles, was sie nicht im Dorf haben wollen, das irgendwie mit knalligen Farben inszeniert. So siehst du das zum Beispiel oft bei Giuseppe, der, glaube ich, so ein rotes Halstuch trägt.
Und Patricia eben dieses grellrote Kleid trägt, die ein grellrotes Auto fährt, die sogar mit einem roten Telefon telefoniert. Und auch die Prostituierten am Anfang, die ja auch von außerhalb in dieses Dorf kommen, die tragen auch alle so grelle Farben. Und das so ein richtig krasser Kontrast ist im Vergleich zur Tristesse des Dorfes, sage ich mal. Also da versucht Fulci, glaube ich, irgendwie, So ein bisschen so diese Sinnlichkeit und Verführung darzustellen im Vergleich zum Bestesdorf.
Finde ich eigentlich, haben wir jetzt heutzutage auch schon tausendmal gesehen. Ja, würde ich gerade sagen, das ist auch wieder das Beispiel Not So Deep. Aber gleichzeitig, mir ist es auch wieder aufgefallen, es ist, glaube ich, auch ganz simpel, ein bisschen dieses ... Zumindest auf jeden Fall ja bei ihr auch ein bisschen dieses Moderne versus Altbodisch.
Sie kommt aus der Stadt irgendwie, sie bringt das Moderne ins Dorf und das ist alles bunt und. Farbenfroh und lebendig und das Dorf ist halt alles eher trist und grau-braun und einfach Altbodisch, Altbacken, traditionell und das ist halt für mich das Symbol dafür. Das sehen wir auch später nochmal, ihr Haus, in dem sie wohnt.
Das sehen wir auch von außen, wie das einfach komplett da nicht reingehört in das Dorf, was komplett viel zu modern aussieht. Und auch die Inneneinrichtungen von ihren Zimmern dort, das ist alles so modern, so artchick und die anderen, die wohnen alle gefühlt so in der Kuhscheune. Das ist schon ganz gut gemacht. Es ist auf jeden Fall so, wenn man die Leute dort im Dorf so als zumindest nach außen hin Prüde bezeichnen würde, was sie ja tatsächlich nicht sind.
Sie wollen es nur nicht zeigen sozusagen. Das sehen wir ja an, diese ersten Szene mit mit den zwei Männern und den Prostituierten zum Beispiel. Und Patricia ist halt eine, die das nach außen trägt, die das offensiv sozusagen bewirbt, wäre jetzt das falsche Wort, aber sich so darstellt auf jeden Fall.
Ja, und dann kommt der Priester ins Spiel. Den sehen wir zum ersten Mal im Wald mit den Jungs. Auch schon immer ein interessantes Bild, wenn so ein erwachsener, einzelner Mann mit Jungs im Wald ist. Irgendwie, weiß ich nicht. So, André, wir als True-Crime-Experten, da bekommt man automatisch immer schon ein unwohles Gefühl, finde ich, bei.
Vor allem, wenn der Erwachsene man nicht mal ... Und selbst das hätte ja nichts geheißen, wenn er mit denen verwandt wäre irgendwie. Also, das würde ja auch nichts bedeuten. Aber das war schon mal interessant. Und den fand ich, und da bin ich ganz ehrlich, auch schon beim ersten Mal gucken, ich weiß es noch ganz genau, verdächtig.
Und ich finde, der Film macht dann irgendwie, glaube ich, ein kleineres Geheimnis drum, als man denken könnte. Also meinst du dass es klarer ist, als der Film eigentlich will oder was? Ja, ich finde, er sticht halt optisch auch wieder sehr raus, weil er irgendwie sehr, ich meine, der Schauspieler hat halt irgendwie auch ein krasses Charisma, finde ich, und er ist sehr prägnant und ich glaube, er ist zu unscheinbar, damit es richtig funktioniert.
Ähm, aber ja, also deswegen, aber das, wie er agiert und die Zeichnung seiner Figur ist auf jeden Fall super sass, ja. Sie machen ja auch wieder dasselbe, Teresa, wie mit Baba Boucher, ne? Die Rolle theoretisch, sie sagen sich, die könnte verdächtig sein, aber wir machen die Person einfach mal super attraktiv, damit die Leute dann...
Ja, das ist genau, der ist halt viel zu hübsch schon wieder so, ja. Der ist hotter Priester auf jeden Fall. Ich wusste, dass du das sagst. Da kommt nur Josh O'Connor in wie hieß der neue Knives Out Film. Gleiche Rubrik auf jeden Fall. Ist ja auch ein geiler Titel, der neue Knives Out Film. Wake Up Dead Man oder so. Nö, der heißt jetzt der neue Knives Out Film. Genau.
Wichtig eigentlich nur Josh O'Connor, der Rest ist egal. Hast du The Mastermind schon gesehen? Nee. Das später auch mit. Nee, muss ich aber machen, weil ich bin bei Disclosure Day auch. Ja, ich weiß. Ich weiß. Ich gucke lieber noch 20 Mal Challengers, das reicht mir eigentlich. Es ist auf jeden Fall interessant, weil natürlich, also Süden Italiens ist komplett.
Katholisch geprägt und da ist so ein Priester natürlich nochmal unverdächtiger. Da würde niemand dran denken, ach komm, unser Priester von dem an, der verführt doch keine, oder tötet doch keine Kinder. Aber es ist schon irgendwie so ein bisschen, wie André schon gesagt hat. Ich frage mich halt, ob es sich auch gewandelt hat. Also ich glaube, einen Priester allein mit Kindern in den 70ern hat man anders bewertet als einen Priester allein mit Kindern heute. Ja, ja, auf jeden Fall.
Vielleicht war der damals weniger verdächtig und ich meine mit diesen ganzen Missbrauchsskandalen, die es ja noch und nöcher in der katholischen Kirche gibt und das Thema, Kindesmissbrauch wurde hier schon auch thematisiert. Das ist nicht außerhalb des Möglichen in diesem Film. Das kommt einem dann natürlich gleich nochmal doppelt verdächtig vor.
Von daher kann ich mir schon noch vorstellen, dass der vielleicht damals tatsächlich noch weniger Misstrauen genossen hat, als er es heute tut. Das meinte ich ja. Das war nicht mal ironisch gemeint. Also wie gesagt, damals werden die, glaube ich, die Kinozuschauer, die werden jetzt so von ihrem, was sie so von der Kirche denken und von einem Priester denken, die würden nie, hätten die gesagt, das ist auf jeden Fall der Verdächtige.
Aber jetzt, 50 Jahre später, ist das für mich der allererste Verdächtige im Film. Umso smarter wie Fulci da auch schon so ein bisschen, ich werde es nicht am Weg weisen, wollen jetzt auch nicht alle Priester unter einem Kamm scheren, sag ich mal so? Über einen Kamm. Über einen, ja. Und der wäre auch gut.
Aber der ist schon so, und es stellt sich ja dann auch heraus, dass er die Kinder so vor Sünden bewahren will, vor den Verlockungen und vor der Lust des Lebens bewahren will, und selber ja durchaus auch einen Verlangen hat, aber da würde ich sagen, sprechen wir am Ende nochmal drüber, wenn seine Motivlage, wenn wir die ein bisschen erläutern.
Wer hier noch dazu kommt, auch von außerhalb, Theresa ist der Journalist Thomas, äh nicht Thomas Millian, das ist der Schauspieler, Andrea Martelli, der hier ja quasi ein wenig die Rolle des Ermittlers übernimmt im Laufe des Films, weil wie der Klischee, weil die Polizei im Süden natürlich komplett unfähig ist.
Ja, obwohl das ja generell Horror-Thriller Evergreen ist. Außer es ist ein Polizeithriller. Dann sind die natürlich immer alle ganz kompetent. Oder ein Hotter-Polizist. Oh, richtig. Ja. Maniac-Gruppe. Was war die Frage? Ja, wie fandst du den Andrea Martelli? Okay. Fandest... Auf jeden Fall ganz gut, dass noch so eine weitere, klar, unterscheidbare Figur mit dazugekommen ist ins Ensemble quasi.
Und da hatten wir, finde ich, auch eine Person, die ich auf jeden Fall nicht verdächtig fand. Und das ist ja manchmal irgendwie auch ganz gut, so eine Person zu haben, auf die man sich so ein Stück weit verlassen kann. Und das war der für mich. Und ich habe das Gefühl, das hat dem Film auch ganz gut getan, dass diese Person existiert hat.
Weil alle anderen wurden ja schon so ein bisschen so, na weiß man nicht, so ganz mäßig gezeichnet. Und der Priester ist es aus heutiger Sicht unfreiwillig auch in die Rubrik gefallen. Und ihn fand ich tatsächlich gar nicht verdächtig. Und ich glaube, auf den wird auch kein Verdacht gelenkt, oder? Weil das versucht, nee, ich glaube nicht.
Anders als zum Beispiel beim Skorpion, André. Genau. Irgendjemand war immer nicht dabei bei irgendeiner Folge. Warst du beim Skorpion dabei? Beim Skorpion war ich nicht dabei. Hast du den gesehen trotzdem? Nee, leider nicht. Okay. Aber dann, Theresa erinnert sich, das wäre jetzt so die Figur von dem Versicherungsermittler da gewesen.
Die kommt plötzlich in den Film rein und am Ende ist es der Mörder, aber ist es hier nicht. Aber, sagen wir es mal so, André, er ist zwar hier vielleicht die Figur des Ermittelnden, aber ein guter Ermittelnder ist er auch nicht. Also da schließt er sich der Polizei durchaus an. Also bis der irgendwann später mal durch Zufall das Feuerzeug findet, sind aber auch schon 100 Minuten im Film vergangen.
Die sind alle nicht besonders gescheit. was das Entlarven des Täters angeht. Nee, nicht wirklich. Deswegen, also auch das ist ja so ein Ding, was sich ein bisschen durchzieht, sag ich ja. Ich finde, die Ermittelnden sind auch alle so ein bisschen, werden auch halt leicht als so leichtgläubig, trottelig dargestellt. Also sind es alles nicht die Sherlock Holmeses unter ihrer Gattung.
Auch das, finde ich, passt das Gesamtbild halt. Dieses Dorf ist. Dass sie so ein bisschen einfacher gestrickt sind, auch die Ermittler schnell zur einfachsten Lösung tendieren, wenn sie erstmal scheinbar auf dem Silbertablett vor ihnen liegt. Und es gibt ein André, und das ist jetzt super interessant, nach 45 Minuten, und das kennen wir heutzutage fast nur noch von, irgendwie, weiß ich nicht, von Herr der Ringe oder von indischen Filmen, es gibt eine Intermission im Film.
Und zwar nach 45 Minuten sieht man einmal, wie das Bild rausfährt und wir plötzlich sehen, dass das, was da auf dem Bild passiert, eine Leinwand ist. Und das ist natürlich erst mal zum einen eine Metaebene, die erstaunlich früh in der Filmgeschichte aufgemacht wird. Aber es ist tatsächlich eine Pause gewesen. Also in italienischem Film war es früher jetzt nicht super üblich, aber es kam schon mal vor, dass einer von zehn Filmen nach 45 Minuten eine Pause gemacht hat für die Leute von zehn Minuten.
Fand ich interessant. Vor allem auch der Zeitpunkt im Film, wann es hier gesetzt wurde. Also zeitlich 45 Minuten macht Sinn, aber im Spannungsbogen weiß ich nicht, ob das jetzt so förderlich war. Damals zumindest, wenn man die Pause wirklich machen musste. Ich hatte es auch vergessen, to be honest, dass das passiert und ich war auch kurz wieder verwundert und verwirrt und habe es nochmal nachgelesen.
Und ja, es ist seltsam, auch aus heutiger Sicht so, es ist sowas. Wie im Kino klappt das halt, da funktioniert das halt, auf der Leinwand. Dann verstehst du auch gleich die Übersprungshandlung, das wird gelichtigt an und das ist Pause. Wenn du jetzt aus heutiger Sicht guckst, das ist halt noch drin, zu Hause ist es halt, das reißt sich einem halt kurz aus dem Film raus, so unweigerlich.
Ich muss nicht zugeben, mir ist es so richtig erst aufgefallen, ich habe den Film zweimal geguckt, auch noch einmal mit dem Audiokommentar und da ist es dann offensichtlich, aber ist euch jetzt wirklich, wenn man den Film straight so guckt, fällt einem das auf, dass da diese Pause ist? Also mir nicht.
Ich finde das, weil das so krass gewollt ist. Und es zoomt ja schon über den Rand. Man sieht das ja schon, dass das kurz aus dem Bild geht. Nicht so super deutlich, aber wenn man es weiß. Es ist jetzt nicht super schlimm, aber es ist ... Ich finde es irgendwie krass, dass sie es drin gelassen haben. Hätte ein bisschen gemacht, zumindest so ein Frame rauszunehmen, damit das einfach nur ein normaler Zoom ist irgendwie.
Ja, weiter geht's, André. Die Polizei befragt Francesco einen exzentrischen Einsiedler, der sich ebenfalls mit schwarzer Energie beschäftigt und sein Wissen angeblich an seine Tochter Masiada weitergegeben hat. Gerüchten zufolge soll er aus einer incestuösen Beziehung mit ihr ein Kind gezeugt und anschließend getötet haben.
Da er nicht kooperiert, wird Masiada verhaftet. Unter Verhör gesteht sie die Morde, glaubt jedoch, dass ihre Voodoo-Puppen und Beschwörungen allein für die Todesfälle verantwortlich seien und zeigt keine Kenntnis über die tatsächlichen Tathergänge. Ein Alibi, das ein Polizist bestätigt, beweist schließlich ihre Unschuld.
Dadurch wird Masiara von einer Gruppe Männer grausam zu Tode gefoltert. Am nächsten Tag wird ein weiterer Junge tot in einem nahegelegenen Bach gefunden. Ja, Theresa, wir sehen dann die Masiara mal ein bisschen genauer bei ihrem Werk, sehen dann auch, wer da wirklich hinter steckt. Und dadurch wird natürlich wieder eine offensichtlich neue verdächtige Person hier mehr oder weniger eingeführt.
Wie war dein Eindruck von ihr und von dem, was sie da macht? Ja. Also sie springt ja auch vorher schon immer mal durchs Bild. Und ich finde tatsächlich, dass sie so mit die irritierendste Figur ist, alleine halt auch wegen, wie sie halt aussieht, weil sie halt super hübsch ist und halt auch offensichtlich geschminkt ist, aber offensichtlich auch eine zerlodderte Hexe sein soll.
Also das finde ich, ist sowas, was ich sehr authentisch spüre. Der kurze Einwand aus zeithistorischer Sicht, was ich jetzt auch aus der Inhaltsangabe rausgestrichen habe und so weiter, da fällt ja auch im Film das Z-Wort, was man, natürlich heutzutage nicht mehr benutzt, aber sie soll da schon so als das dargestellt werden, so ein bisschen.
Und man hat ja damals diesen Stereotyp so gehabt, dass diese Leute aus dem Personenkreis natürlich alle schmutzig sind und stinken und so weiter. Und das wollte der Film damit, glaube ich, noch mal ein bisschen darstellen, deshalb. Ja. Genau. Und das ist halt trotzdem irritierend, weil es passt halt einfach alles irgendwie nicht zusammen von der Optik alleine.
Insgesamt, finde ich, ist sie ja aber schon eine sehr tragische Figur. Und ich habe ihr eigentlich so diese böse Seite auch nie so wirklich abgekauft, weil ich finde, dafür war es dann auch irgendwie ... Also, wie es inszeniert wurde, ich weiß nicht. Ich finde, sie wirkt von vornherein irgendwie missverstanden.
Das ist ja mal das Interessante, André, an diesen Filmen aus der Zeit im Vergleich zu heute. Genau das, was Theresa, glaube ich, auch gerade damit ausdrücken wollte. Das ist jetzt voll offensichtlich irgendwie. Da ist eine Frau, die führt Voodoo-Rituale durch mit Puppen und danach geschehen Morde. Und heutzutage würdest du sagen, na ja, das ist jetzt schon ein bisschen obvious, wie mir hier dieser Red Herring hingeworfen wird.
Aber vor 50 Jahren hätte der Film auch so enden können. Ja, und sie war es auch am Ende. Also das ist das Interessante bei diesem Film, weil man selber nicht in dieser Zeit dabei war, als diese Filme gedreht wurden und man sie im Kino sehen konnte und diesen Zeitgeist nicht so ganz mit hat. Man weiß es, man kann es gar nicht einschätzen. Ist damals schon so ein Drehbuch so clever gewesen?
Oder ist ein Drehbuch so offensichtlich mit offenen Karten gewesen, dass man sagt, das ist die Hexe und am Ende hat sie die Kinder umgebracht? Ja, auch was kannten die Leute damals schon? Was waren die Sehgewohnheiten? Genau, das meine ich. Haben die das damals sofort gecheckt? War das für die, äh, als ob.
So, und ich glaube halt nicht. Ich glaube schon, dass die Leute erst mal dachten, natürlich ist die das so. Ja. Und wie gesagt, heute wissen wir natürlich, dass der Film da jeden Trick versucht. Aber sie wird ja auch von Anfang an gleich so gezeichnet. Sie ist eine der ersten Figuren im Bild im Film überhaupt.
Sie macht ganz Zeit nur weirde Dinge. Und du bist halt so, ja, natürlich. Also, wer soll es denn sonst sein? Das ist natürlich das Ding. aber damals wird es funktioniert haben, schätze ich erstmal, ja. Ja, deswegen, ich fand's dafür umso interessanter, dass am Ende diese, das ist ja auch ein Red Herring, diese Übernatürlichkeit, die der Film uns vorgaukeln will, dass diese Rituale wirklich irgendwas auswirken und am Ende hat's damit nichts zu tun.
Ist ja auch quasi auch ein Verdächtiger sozusagen nochmal, der damit zukommt. Was ich interessant finde immer wieder ist, André, die, die Bildsprache von Fulci, weil er immer mit sehr viel, wenn ich dir jetzt frage, ich weiß nicht, ob's dir mit deinem Horizont aufgefallen ist, aber der Film arbeitet mit vielen Close-Ups.
Das würde ich damit nicht formulieren, sondern ich weiß nicht einfach, ob's ... Wie formuliert man das jetzt, ohne dass ich jetzt André nicht digantiere, weil ich das gar nicht will? Ich weiß nicht, ob du deine Brille aufhattest. Weil es suggeriert, wenn ich frage, ich weiß nicht, ob's dir aufgefallen ist, dann suggeriert automatisch, ich weiß nicht, ob du aufgepasst hast.
Aber der Film arbeitet ... Kann einem nicht alles auffallen. Aber der Film arbeitet mit sehr vielen Close-Ups, finde ich. Und das macht so gerade in den Szenen, die dann doch mal ein bisschen härter sind oder die irgendwas Schlimmes zeigen, und, Also man kann keine Distanz aufbauen dazu. Das ist sowohl bei den Morden so, als auch bei dieser vermutlich schlimmsten und einprägsamsten Szene des Films später so, dass man da keine Distanz zu schaffen kann. Das ist durchaus interessant, finde ich. Muss ja Absicht sein von Fulci.
Ja, natürlich. Aber ich finde, wenn was Fulci auszeichnet, dann ja das. Aber das ist ja, das zieht sich seine ganze Vita, diese Close-Ups. Close-Ups sind ja immer schon sein Ding. Gerade in Gewaltszenen. Erinnert euch an die Spinnen, fressendes Gesichtsszene in Beyond und so. Es ist immer super nah dran, auch die Auspeitsch-Szene in Beyond am Anfang.
Es ist immer nah dran, immer das Make-up bis zum Anschlag in die Kamera gedrückt. Und deswegen, also gerade bei Gewaltszenen so nah drauf zu zoomen, das ist ja komplett seine Handschrift. Und das macht er hier halt auch oft. Gerade jetzt auch in dieser Folter-Szene mit Masjada ist das ja auch so. Wenn dann so ein Fleisch aufgerissen wird irgendwie, da geht die Kamera quasi in die Wunde rein. Das ist ja komplett full chill, ja.
Ja. Die Hexe wird dann durch den Wald verfolgt und festgenommen und gesteht dann die Taten quasi unter Druck, beziehungsweise sie gesteht, dass sie die Taten vielleicht ausgelöst hat mit ihren Ritualen. Was mir aber auffällt, und das ist direkt nach der Intermission der Fall gewesen, André, ist, dass die zweite Filmhälfte deutlich an Tempo nachlässt und schleppender daherkommt als die erste Filmhälfte, war jetzt so mein Eindruck.
Nicht, dass es den Film schlechter machen würde, aber ich finde, es fällt krass auf, wie der Film am Anfang Gas gibt in der ersten Hälfte und dann doch Slowdown macht, fand ich. Ja, ja, auf jeden Fall. Also nach der Intermission wollten sie, glaube ich, im Kino die Leute nicht mehr überfordern, nach ihrem kleinen Schläfchen.
Nee, aber das fällt auf, ja. Ich finde auch, dass der in der zweiten Hälfte an Tempo verliert, dass er da auch anfängt, das, was ich von Anfang meinte, da fängt der an, so ein bisschen konfus zu werden teilweise. Weil Fullstream ein bisschen die Führung fehlt, vielleicht auch aus dem Skript, aber auch im Dreh, da überschlägen sich die Ereignisse so ein bisschen und ich finde, da wird der, ja.
Da meandert der so ein bisschen rum. Da hat er diese Klarheit nicht mehr, da sind die Übergänge nicht mehr so smooth irgendwie, finde ich auch. In der zweiten Hälfte hat man erst, also in der zweiten Hälfte merkt man über fünf Minuten mehr als jemals in der ersten überhaupt. Und das ist leider auch wieder jetzt beim Rewatch mir aufgefallen.
Theresa, die Masjara wird dann freigelassen, aber das sehen die Dorfbewohner ein bisschen anders und in Form der Väter der toten Kinder, wird sie quasi auf dem Friedhof geschnappt von diesen Fanatikern, gelüncht und gefoltert bis zu ihrem Tode. Und das ist vermutlich das Kernstück, die intensivste, drastischste Szene des Films, für viele auch die beste. Was hat die mit dir gemacht? Ja.
Ja, also. Ich fand schon quasi diese Befragungsszene da irgendwie auch mit ihr, irgendwie hat die mich auch schon so ein bisschen mitgenommen, weil sie einem einfach so unfassbar leid tut, gerade wenn man halt noch so den Background bekommt mit, dass sie eigentlich mal schwanger gewesen ist und so. Und die Szene ist ja auch die erste, die eigentlich so richtig blutig ist, weil die Morde an den Kindern zuvor, die waren ja immer eher angedeutet und, das hat mich dann fast sogar ein bisschen irritiert, dass der Film das überhaupt noch macht, ja in dieses ja doch eher na goh, ist jetzt wirklich zu viel gesagt, aber doch ein bisschen explizitere Gewalt auch wirklich überzuschwenken und entsprechend haut die dann, aber wenn sie dann da ist, auch wirklich extrem rein.
Also ich finde schon auch, dass das irgendwie eine emotionale Szene ist, weil ich für sie irgendwie so viel Empathie habe und man wirklich einfach nur die Leute anschreiben möchte, so wie ich sage, oh Gott, lass doch die arme Frau in Ruhe. Die hat doch nichts getan. Die hat nur ein paar bisschen mit Voodoo-Puppen rumhantiert.
Und ja, lass die doch bitte einfach in Ruhe. Und fand ich schon, war eine sehr emotionale Szene. weiß vielleicht aber auch, die einzige Person ist, zu der ich so wirklich so eine emotionale Bindung habe. Halbwegs aufgebaut hab und wo ich mir auch sicher war, okay, die hat nichts verbrochen. Die ist vielleicht eigenartig, ja, aber die ist auch ein Stück weit da die Geschädigte ihrer Lebensumstände, warum sie ist, wie sie ist und das war schon, finde ich, eine sehr harte Szene.
Und ist mir tatsächlich auch näher gegangen als die Morde an den Kindern. Ja, das stimmt. André, das erinnert natürlich an die Hexenverbrennung auch so ein bisschen, in anderer Form. Ich würde Theresa da auch recht geben, Also für mich ist auch das zentrale Opfer des Films eigentlich die Masiara, weil sie irgendwie das Opfer von der Gesellschaft, von Korruption ja irgendwie auch ist und von der Ungerechtigkeit.
Also das ist so einfach so. Aber das ist so interessant, weil es gleichzeitig, also es ist schlimm, ich finde auch die Szene, ich finde sogar für 1972 würde ich es sogar als Gore bezeichnen, tatsächlich, weil da schon echt so, wenn da, die Wunden so aufklaffen und so, das ist schon echt drastisch und hart.
Aber gleichzeitig ist diese Szene, André, auch so unfassbar gut inszeniert. Das ist halt Fulci in Reinkultur, wie die Kamera, der Schnitt, die Gewalt und vor allem auch dieser geniale Musikeinsatz mit dem laufenden Radio. Das mit der Musik ist, das muss der Musik in der Szene ist unfassbar gut. Unfassbar gut.
Weil ja erst diese super happy Mucke da läuft, wo du denkst so, das passt, was ist das denn jetzt gerade? Das passt ja überhaupt nicht zu der Sequenz. Checkst dann halt, ja, das ist das Radio. Dann hörst du den Spruch so, ja, das reicht jetzt auch mal so. Und wir spielen jetzt mal hier die, wie heißt die, die den Cover, den Theme-Song auch singt.
Hast du die Artist gerade parat? Nee. Ich hab extra nochmal nachgeguckt, weil der Track, derselbe Track, der in der Szene dann einsetzt, der läuft auch bei der Arrow Blu-Ray in der, ähm, im Menü. Ah, okay. Und ich find den richtig gut. Ornella Vanoni. Ah ja, okay. Ornella Vannoni, genau. Und dann setzt dieser Song halt ein, der so richtig melancholisch ist und tragisch.
Und der Übergang, das passt so gut zu dieser Szene. Läuft der nicht auch noch in irgendeinem anderen Film? Möglich. Ist der nicht in Cannibal? Nee. Nee, ist ein anderer. Wie heißt die Sängerin? Vannoni? Ornella Vannoni. Und wie heißt der Song? Ist es La Punta Mento? Nee, ne? Das muss ich mal in der Spanisch-Könche rausholen. Äh, Italienisch-Könche rausholen.
Ja, Mailand oder Madrid. Hauptsache. Hawaii, Johnny, Inciem, irgendwas. Quai Gioni ins Jeme E.T. Entschuldige mit allen Italienern. Aber ja, dieser Einsatz, dieser Übergang ist super smart und der Song passt halt so krass zu dieser Szene. Und ist eh ein guter Song tatsächlich. Also wie gesagt, der läuft auch um in Blu-ray-Drew. Interessant.
Der Score ist ja von Ritz Ortolani. Der hat auch den Score gemacht von Cannibal Holocaust. Das war jetzt nicht das Stück, aber ein anderes Stück aus dem Film. Aber der passt, der hat den gleichen Vibe, dieser Vanonis-Track, ja. Aber das ist super gemacht, das ist richtig gut, ja. Ja, und das Krasse an dieser Szene ist halt einfach, also ...
Wie sie auch endet. Sie bringen sie ja quasi nicht sozusagen um. Also sie ist nicht tot, wenn die Täter abhauen, sondern sie schleppt sich ja noch, André, zu diesem Tor und lebt da noch und durchlebt diese Qualen so und stirbt dann erst. Und das ist noch mal krasser, finde ich, irgendwie noch so. Also es ist so schon krass, aber dass sie sich dann auch noch so, dass sie dann noch minutenlang sich so über diesen Friedhof zieht und so.
Zu dem Tor hin, ja, ja, total, total. Das ist eine krasse Szene. Also das ist halt wirklich dann Fulgi in seiner Prime. Aber da es so punktuell passiert und sich das halt nicht im ganzen Film so erstreckt, hat es eben auch eine ganz andere Wirkung hier. Und weil sie dir als Figur halt an dem Punkt auch schon so leid tut, weil du halt merkst, dass sie nicht die ist, für die du sie vielleicht die ganze Zeit gehalten hast und für die, die Menschen in dem Dorf sie gehalten haben.
Und das finde ich so interessant, weil das ist auch immer was, was man Fulsch immer so ein bisschen abspricht. So diese Empathie, gerade für Frauen ja auch, finde ich hier gar nicht. Also ich finde, man leidet hier, Theresa, in dieser Szene wirklich auch richtig mit, mit der Masiara und dass Fulci das auch will, dass du mitleidest und nicht denkst, ah, endlich mal eine Gewaltszene, das ist nicht der Fall.
Ja, wäre auch mein Gefühl dazu, dass das wirklich was ist, was uns auch wehtun soll. Also einfach zum einen die körperliche Gewalt, aber auch so diese emotionale Schwere, die sie da auch irgendwie, in sich trägt und dieser ganze Schmerz, der irgendwie auch in ihr einfach ist und das ist schon wirklich ein sehr bitteres Ableben.
Wie du auch sagst, wie sie sich dann da noch hochschleppt, das ist wirklich, man denkt sich, da denkt man sich so, oh Gott, bitte, bitte erlöse sie jetzt mal. Also das kann man sich wirklich nur ganz schwer anschauen. Und das ist, André, mir ist tatsächlich, das ist jetzt ein ganz weirder Vergleich, ich weiß, aber weil es ja immer noch ein aktuelles Thema ist und so.
Lieber Dr. Boll, hat sie nochmal gerichtet, so inszeniert man so eine Szene, die mit Selbstjustiz zu tun hat. Das ist ja hier auch ein Vigilantentum, was die Väter dieses Dorfes da an den Tag legen, nur in dem Fall ja noch unberechtigterweise. Und die wollen ja aber auch, dass die Ordnung zurückkehrt.
Und die Hexe ist ja entlastet worden sozusagen, die ist ja nicht festgenommen worden, sie ist also unschuldig und trotzdem wollen sie dort Selbstjustiz ausüben an ihr und so wie es da inszeniert ist, wie es dargestellt wird, ist das schlimm, ist das sackenbrutal auf die andere Weise, aber man sieht an der Art, wie es inszeniert ist, wie, sie noch um ihr Überleben kämpft und qualvoll da bis zum Tor geht das zeigt automatisch das ist falsch, was diese Männer da gemacht haben und das ist dann der Kommentar ohne, dass da jemand daneben stehen muss und sagen muss, ach, übrigens, Selbstjustiz ist falsch.
Nein, man sieht das als Zuschauer, dass es falsch ist, was die da gerade gemacht haben, André, ne? Und das, so ist die korrekte Darstellung von so einer Situation, finde ich. Ja, nee, absolut, komplett. Also, in der Szene macht das perfekt, auf jeden Fall. Und ja, Fulci hat auf jeden Fall viele sich anhören müssen in Bezug auf Misogynie.
Es gibt auch auf der Aero Blu-Ray ist eine sehr gute Audio-Kommentar einer, ich glaube, UK-Podcasterin oder auf jeden Fall einer. Filmwissenschaftlerin, die da ein Essay spricht über Beseguni in Turchi-Filmen. Und sie kommt schon zu dem Schluss, dass er auf jeden Fall. Ein Problem mit Frauen hatte, wenn man seine ganze Vita betrachtet natürlich, gerade für Filme wie New York Lüpper und so, also er hatte schon in seiner Vita zu viel Spaß am Leidensweg von Frauen, aber auf jeden Fall hier im Film, in der Szene jetzt hier, das ist auf jeden Fall, da kann man es auf jeden Fall nicht auslegen, weil das ist wirklich, du bist an dem Punkt schon, es ist eingeordnet, dass sie nicht, dass sie nicht die ist, für die sie hält, sie ist keine Hexe,
sie hat ja auch dann davor diesen epileptischen Anfall, wo du halt merkst, es kann ihr einfach keiner helfen, weil Leute gar nicht verstehen, was mit ihr los ist so. Und an dem Punkt weißt du, sie ist einfach nur falsch verstanden und deswegen dann die Quälereien ist ja nicht das Ausschlachten, sondern du siehst, das ist ja wie gesagt ein Leidensweg und du gehst ja voll mit ihr mit.
Und wie gesagt, das zusammenwirkt nochmal mit der Musik, wie gesagt, das ist perfekt. Ich finde es krass ist halt noch, dass Pulschi aber auch damit sagt, dass er diese zentrale Figur quasi umbringen lässt in dem Film, dass du halt hier wirklich keine Hoffnung mehr haben musst, dass hier irgendwie noch Gerechtigkeit vollzogen wird in diesem Film.
Weil wenn diese Figur stirbt, die dann wirklich die Einzige ist, die wirklich ... Also über die Kinder können wir natürlich streiten. Die haben ihren Tod natürlich auch nicht verdient. Aber da suggeriert uns der Film ja zumindest, dass sie irgendwelche Schuldhaftigkeit auf sich genommen haben. Aber diese Frau ja nun wirklich gar nicht.
Und trotzdem wird sie da hingerichtet. Und das zeigt eben noch mal das Weltbild von Fulci. Also wir brauchen uns keine Hoffnung machen, dass das hier irgendwie ... Naja, gut, ich meine, sie hat offensichtlich schon Mordfantasien. Sonst würde sie das mit den Voodoo-Puppen nicht machen. Aber ich finde es verständlich. Ich verzeihe es ihr.
Für mich ist sie auch unschuldig. Ein bisschen Mordfantasien from time to time darf man schon mal haben, solange man sie nicht auslebt. Das war wieder das, was Theresa einmal pro Woche von sich lässt. Was wir jetzt einfach unkommentiert stehen lassen. Ich hab damit nichts zu tun, liebe Schlafverfolgungsbehörden.
Ich auch nicht, weil ich bring niemanden um. Auf jeden Fall. Ich finde aber, das ist ja generell so die Sache, die sich durch den ganzen Film zieht, dass ja allein schon Kinder, die eigentlich per Definition, nicht schlecht sind oder immer irgendwie, wenn, dann Opfer ihrer Umstände, weil kein neunjähriges Kind eigentlich freiwillig rauchen würde, was in einem gesunden Umfeld, weil das ist einfach nur widerlich und stinkt und das ist eigentlich ganz fürchterlich.
Und das ist ja schon so ein Zeichen von, da ist einige schiefgelaufen, dass irgendwie Neunjährige der Ansicht sind, sie müssten rauchen. Also, dass selbst für die schon die ganze Hoffnung gefühlt verloren ist, das trägt sich ja durch den kompletten Film, dass so alles, was eigentlich im Kern erstmal gut und pur und rein ist, in diesem Film einfach komplett verloren ist.
Ja, das zeigt im Grunde nochmal diese Szene, wie das abläuft in so einer Gemeinschaft so, auch das immer das Recht der Starken und so weiter und wer hier ausbricht in irgendeiner Form, der wird auch in irgendeiner Form dann bestraft. Theresa, wie geht der Film zu Ende? Ja, also bei weiteren Gesprächen mit Alberto erfährt Andrea, dass dessen Mutter Aurelia eine sechsjährige taubstumme Tochter namens Malvina hat.
Andrea vermutet, dass das Mädchen Zeugen der Morde wurde, nachdem er beobachtet, wie sie zwanghaft die Köpfe ihrer Puppen abreißt. Offenbar eine Nachahmung der Taten. Am Tatort wird zudem der Kopf einer Donald Duck-Puppe gefunden. Als Aurelia plötzlich mit ihrer Tochter verschwindet, verfolgen Andrea und Patricia ihre Spur zu einer Hütte in der Nähe des Dorfes.
Dort finden sie Aurelia schwer angeschlagen vor, die sie anfleht, ihren Sohn aufzuhalten. Es stellt sich heraus, dass Don Alberto die Jungen ermordet hat. Nicht wegen ihrer Sünden, sondern um zu verhindern, dass sie später sündigen. Smart. Er versucht, seine Schwester von einer Klippe zu stoßen, doch Andrea greift rechtzeitig ein.
Nach einem Handgemenge stürzt Alberto schließlich selbst in die Tiefe und kommt zum Leben. Ja, der Film fängt dann erst und deswegen glaube ich tatsächlich, dass es mein moderner, Eindruck ist oder mein moderner Blick auf den Film, dass ich den Pfarrer so früh schon verdächtige, weil ich glaube, der Film will es erst jetzt machen im letzten Viertel sozusagen, weil er dann den natürlich so ein bisschen mehr in den Fokus rückt.
Auch der Erzählung, der ist ja, muss man auch dazu sagen, der ist ja, sag mal, für Dreiviertel des Films gar nicht so oft, glaube ich, zu sehen gewesen. Also zwei, drei Szenen, glaube ich, wovon auch mindestens eine auch nur so beiläufig ist, wo er sich mal mit irgendwem unterhält. Von daher. Aber Patricia ist auch immer noch so ein bisschen im Spiel, würde ich sagen.
So diese Sache, das Gespräch mit dem Jungen und mit dem Auto, das dort nochmal zu sehen ist und so weiter. Also es könnten beide theoretisch sein und dann wird ja die nächste Kinderleiche gefunden. Und dann findet dort ja auch noch der Andrea das Feuerzeug. Das war ja Patrizias Feuerzeug, logischerweise, ne?
Müsste ja, genau. Ja, und deswegen konfrontiert er sie ja damit. Und dann, das finde ich richtig gut vom Film, macht er zum einen ein Team-Up auf zwischen den beiden, weil das funktioniert hervorragend, obwohl die gar nicht so viel Zeit zusammen haben. Aber er macht keine Liebesgeschichte draus, Theresa. Und das finde ich sehr entschuldig. Ja, fandst du?
Aber sie versucht's doch, oder? Ja, aber sie versucht's bei jedem, also wirklich bei jedem. Ja, gut. Also, weil sie sagt ja, irgendwas so mäßig, ah, bedeutet das, ich weiß nicht mehr, was genau war der Kontext, aber irgendwas so mäßig, ach, bedeutet das, dass sie Kinder haben oder wartet eine Frau auf sie oder irgendwie sowas sagt sie, aber damit ist das ja auch vom Tisch.
Ich meine, kennen wir halt auch aus anderen Filmen, nur weil da eine Frau und Kinder sind, hat das noch niemand von irgendwas abgehalten, im Zweifel, wenn da so eine schöne junge Frau neben einem sitzt, vor allem nicht bei dieser Art Film. Und das finde ich tatsächlich auch gut, dass das hier nicht aufgemacht wird. Plus, Ja, ich hatte es ja auch am Anfang schon gesagt, ich habe da so ein bisschen Probleme mit ihr dann jetzt in dieser, sie ist quasi die Problemlöserin am Ende.
Da, weiß ich nicht. Ist das ambivalent oder hat der Film einfach nur ihre Sünden vergessen? Es gibt Sündenvergebung, wenn man hübsch genug ist oder reich genug oder so. Wie gesagt, ich finde es auch eine weirde Entscheidung, André. Also, dass sie quasi, eben wurde sie noch als, ob nun Hebi oder Pädophil, wie auch immer, dargestellt wird.
Und dann hilft sie quasi, zusammen mit Andrea den Fall zu lösen. Weiß ich nicht. Zum guten Main, ja. Das ist wieder eine Entscheidung, finde ich auch. Deswegen, aufgrund der zweiten Hälfte kann ich dann diese Entscheidung für diese Nacktszene da am Anfang, wo sie mit dem Jungen noch weniger verstehen, warum sie da ist, was sie wirklich aussagen soll.
Es gibt mir noch mehr das Gefühl, dass die Not dafür da ist, um sie irgendwie erst mal susz zu machen. Damit man irgendwie denkt, okay, die ist weird. Und dann am Ende zu sagen, ach nee, die ist einfach nur lustig. Keine Ahnung. Das macht es schon irgendwie absurd. Blenden wir das mal aus, was wir am Anfang von ihr erfahren haben, hätte ich mir trotzdem André gewünscht, dass sie, diese Zusammenarbeit zwischen André und Patricia ein bisschen früher im Film, vielleicht schon direkt nach der Intermission, hätten eingeführt.
Ich glaube, das hätte die zweite Hälfte ein bisschen mehr auf Trab gehalten, glaube ich. Ja, es hätte auch gleich eine andere Dynamik reingebracht, als sich erst mal wieder dann in dem Hudande zu verlieren, beziehungsweise hätte dem halt gleich einen neuen Anspruch oder eine neue Dynamik gebracht mit diesem Duo.
Das kommt zu spät, ja, gebe ich dir vollkommen recht, das kommt zu spät. Ja, und der Film bringt uns dann, André, auf die Erkenntnis, dass es doch der Pfarrer war, Alberto, und dass seine Mutter, die auch eine geile Szene, es gibt doch diese eine Szene, in der, der Andrea den Alberto doch auch konfrontiert mit ein paar Hinweisen.
Und du siehst dann in diesem Bild im Hintergrund die Mutter sitzt, die gerade irgendeine Hausarbeit macht, aber die ganze Zeit so zuguckt und zuhört und auch allwissend ist über alle Dinge, die da so vor sich gegangen sind. Und das ist so geil inszeniert, weil vorne erklärt Alberto, weiß ich nicht, habe ich nichts mit zu tun, keine Ahnung. Und die Mutter sitzt halt im Raum dahinter und weiß genau, dass Alberto das war und so. Das ist schon ziemlich gut gemacht teilweise.
Aber ja, da war es dann am Ende, der Alberto. Er wollte, wie Teresa schon gesagt hat, er wollte die Jungs vor der Sünde des Verlangens bewahren oder so ähnlich. Das ist so dumm. Das ist ja ein typisches Motiv, ne? Für so christliche Elemente. Ja, aber dann bringen doch die Leute um, die jetzt schon Sünde begehen, dann bringen doch die Patrizia um.
Und nicht den armen Jungen. In seiner Gedankenwelt ist es ja so, er lebt sie so sehr, dass er schon sieht, was aus ihnen werden wird, wenn sie älter werden, aufgrund all der Reize und der Unzucht in der Welt. Und er macht sie lieber jetzt schon, bevor sie dann überhaupt erst dazu kommen, schlechte Menschen zu werden. Das ist ja seine verklärte, kranke Logik.
Ja, aber in meinem Kopf wäre es halt trotzdem so viel logischer, die Leute umzubringen, die dafür sorgen, dass diese Kinder jetzt schon so hoffnungslose Fälle sind, sag ich mal. Absolut, du bist aber auch kein durchgeknallter sexy Priester. Tja, das stimmt. Auf jeden Fall ist auch noch seine kleine Schwester, die ja, glaube ich, auch eine Behinderung hat, glaube ich.
Nee, Taubstum. Genau, Taubstum. Ja, ja, genau. Und die will er dann auch noch aus dem Wege schaffen am Ende, in diesem spannenden, thrillenden Showdown am Ende an der Klippe dort. Auch die Donald Duck Thematik. André, die wird auch noch mal aufgeworfen. Ja, mit der Maske da. Aber wird's benannt? Haben sie Donald Duck auch gesagt?
Nee, nee, nee. Ich glaub, oder? Nee, ich glaub noch nicht. Ich mein nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob's eine lizenzierte war. Nee, das ist, glaub ich, so eine nachgemachte. Ja, und ja, ich muss sagen, ich fand den Show dann eigentlich ganz cool. Auch die Schlägerei dort an der Klippe hat durchaus, nee, das ist natürlich, hat nichts mit dem Actionfilm von heute zu tun, aber war schon okay.
Das ist naturisch ein bisschen holprig, finde ich. Ja, fandst du. Wortwörtlich holprig, wie er darunter holpert. Nee, nee, das ist ein Vorwärtschwund. Ich finde die Prügelei zwischen Andrea und Alberto, die ist ein bisschen ungelenkt. Sie prügeln sich erst, dann rollen sie sich halt so dramatisch auf dem Boden rum.
Sind halt keine Martial-Artists. Ja, wo ist The Furious, wenn man ihn braucht? Nein, aber es sind einfache Dinge wie. Dann nimmt unser Pfarrer diesen Stein, um ihn zu erschlagen. Und er ist quasi schon auf dem Weg dabei, den Stein nach unten zu bringen. Dann kommt aber so eine Hand ihm ins Gesicht. Dann hört er einfach auf.
Also wenn du einfach einen fetten Schnell in der Hand hast, du bist schon dabei zuzuschlagen und da kommt eine Hand in dein Gesicht, dann geht es einfach weiter, weil der Stein einfach schwer ist. Das sind einfach so inszenatorische Sachen. Man merkt, du hast dich noch nie in deinem Leben geprügelt. Nicht offensichtlich, nicht mit einem Priester, Kindermord, einem Priester, der mit Steinen wirkt.
Ich habe nur einmal, einmal in meinem ganzen Leben, einmal in meinem ganzen Leben habe ich wen geschlagen. Das war in der Grundschule. In der zweiten Klasse, da habe ich jemanden, der mich geärgert hat und da habe ich mich dann so verfolgt und dann habe ich ihm so einen richtig, richtig, richtig deftigen Tritt in den Arsch gegeben, sodass der umgefallen ist.
Also der ist dann von so einem Hügel runtergefallen und hat geweint ohne Ende und da habe ich Ärger gekriegt. Zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben. Das habe ich noch nie gegen irgendwem Gewalt angewendet. Nicht mal im geringsten Sinne, nur dieses eine Mal. Das habe ich richtig Ärger gekriegt. Ich muss nach Hause gehen für den Rest des Schultages.
Und das Geile ist, In meiner Vorstellung habe ich auch genau, jetzt wird es ein bisschen eklig, aber ich habe genau mit meiner Fußspitze habe ich ihn genau am Arnus getroffen, wirklich. Also, der hatte Sachen an, ne? Also, nichts, was nicht steht. Oh mein Gott, das habe ich mir da bekommen. Deutsche Don't Touch a Duckling, ja. Oh, ja.
Eieieiei, ja, ja. Komm, wenn die so das... Ja, aber ist doch gut, dann sind wir sehr pazifistisch hier unterwegs. Theresa, jetzt hast du mal jemanden gesteckt. Aber jeden, Fall, okay. Ähm, also Gestern erst Denkt an alles, was hier ist Nicht für die Strafverfolgungsbehörden relevant Nein, das ist verjährt Ich habe in der zweiten Klasse Auch in der zweiten Klasse, Die Marius damals Eine Backpfeife gegeben, weil Er in die Mädchenumkleide beim Sportunterricht gekommen ist.
Ja, das ist verdient. Finde ich auch okay. Und. Ich habe zwischenzeitlich mit einem Kumpel geboxt, aber nur ich habe auf ihn eingeschlagen und er im Grunde nicht auf mich. Das war tatsächlich fun. Es war nicht mehr fun, als er dann mal angefangen hat, so vorsichtig zurückzutreten. Da war ich wirklich in Angst und Schrecken versetzt. Also ich glaube, Prügeleien sind nicht so richtig was für mich trotzdem. Außer die Person wehrt sich nicht. Ich glaube, wir sind einfach der harmloseste Podcast der Welt.
Ist einfach so. Die gendern, die schlagen keinen. Außer Jungs, die in die Mädchenumkleide gehen. Die kriegen eine verpasst von mir. Wollen wir das Ding? Genau, beim Showdown. Theresa, du wolltest eben noch, der Pfarrer fliegt ja dann von der Klippe und zerfetzt richtig an dieser Klippe. Da können wir jetzt natürlich darüber reden, dass die Puppe genauso schlecht aussieht wie die Kinderpuppe im Brunnen.
Ja, aber dahinter steckt trotzdem ein richtig guter Trick, den sie gemacht hat. Ein richtig guter Effekt. Weil man sich schon, die Leute haben sich damals wirklich schon gefragt, hä, wie ging das? Also selbst die Puppe, die muss ja auch irgendwie, ne? Und sie haben einfach, du musst es so vorstellen, die Klippe siehst du ja so im Bild, ne? Hier ist der Abhang.
Aber gedreht wurde es so. Also vertikal und nicht horizontal. Und da konnten sie die Puppe immer so aufschlagen lassen, sozusagen. Und muss man mal drauf achten, wenn man den Film jetzt nochmal guckt, ist tatsächlich ein ganz guter Trick eigentlich. Sieht nur doof aus, weil die Puppe halt echt naja. Ja, aber ich finde es trotzdem insgesamt ist halt im Grunde genommen ja dann nur, also die zweite Szene, wo auch wirklich tatsächlich mal so ein bisschen, Gore abgeht und der Kopf und so, das zerfleddert schon ordentlich da und ja, man sieht, dass das eine Puppe ist.
Aber im Kontext irgendwie von dem Film hat es mich da jetzt tatsächlich fast weniger gestört als die Puppe von dem Kind, weil die halt so kacke aussah, dass das für mich schon ein bisschen den Impact aus der Szene auch rausgenommen hat, die ja einfach schockierend sein sollte. Und hier haben wir ja das erste Mal eigentlich im Film dieses, ach Gott sei Dank, er ist tot.
Also, dass man da sich auch irgendwie, oder ich habe mich ein bisschen gefreut, als er dann da den Abhang runtergepurzelt ist und jeden Stein mitgenommen hat mit dem Kopf, auf den man so aufschlagen konnte. Ja, es ist dann wirklich halt nur, das ist halt natürlich die Szene, die a sehr fulschi ist und das einzige Mal, wo der Film halt dann so ein bisschen auch mit der Effektarbeit natürlich aus heutiger Sicht, ein bisschen cheesy wird, einfach. Das ist halt einfach dann total übertrieben.
Die einzige Szene, wo er es auch drauf ankommen lassen will, ne? Das ist diese einzige typische Fulgi-Gewalt, dass da noch so ein Gesicht demoliert werden muss, ne? Ja, er ist alles aufplatzt und so und dass der aber dann so halt so, es gibt diese Folge bei den Simpsons, wo Homer so einen Abhang runterfliegt und auch so auf jeden Stein so einzeln aufschlägt, so das erinnert mich voll daran.
Das ist halt so richtig eine Mischung, fast schon aus Slapstick und an dieser krasse, aber schlechte aus heutiger Sicht schlecht getrickste Puppengor. Das ist der einzige Moment im Film, wo ich rausgezogen werde und sage, okay, das ist jetzt typisch full-cheesy, das kann ich auch nicht mehr ernst nehmen, nicht eben wie, wie gesagt, die Folter- Tötungsszene an der Nicht-Hexe.
Das ist super inszeniert, einfach auch, weil es sehr hart und einfach passend ist, das mit dem Priester hier, ja, es ist befriedigend, auf jeden Fall. Kindermörder stirbt, gut. Aber rein von der Inszenierung her, es ist halt so ein bisschen, ja, okay, hier will ich jetzt im Fulci-Film nicht mehr, also hier bin ich jetzt im Fulci-Film und nicht mehr im Ernst zu leben, im Thriller.
Das Interessante ist, finde ich, auch hier nochmal die Frage, was jetzt genau der Pfarrer eigentlich für ein Typ ist, ne, also zum einen, also der Film zeigt ja, oder Fulci würde uns ja natürlich auch sagen, dass diese, das ist ja auch ein Thema, die Katholiken, die sind ja immer so, oh Gott, jede Sünde muss bestraft werden, oder damals zumindest und darf nicht sein und so weiter, und was man damit dann für Monster erschafft, indem man dieses, diese Religion quasi sie so vorlebt, dass da halt auch sowas entstehen kann dabei.
Das wissen wir heute mehr, als die Leute damals wussten. Aber ich habe mich auch hier gefragt, ob der Pfarrer am Ende pädophil ist, tatsächlich. Bin mir da gar nicht so sicher, weil... Ich glaube, das haben sie halt auch, dafür gab es extra den Satz, dass es keine Sexualverbrechen sind, um das rauszunehmen.
Ich glaube nicht, dass er pädophil war, weil das wird ja explizit halt eben gesagt, dass an den Jungen sich nicht vergangen wurde, es sind reine Morde. Und ich glaube, dafür wird das extra gesagt. Ich glaube aber. Es könnte trotzdem sein und dass Fulci das zur Absicherung reingeschrieben hat, weil das hätte richtig Kontroverse gegeben, wenn der jetzt, wenn er gesagt hat, ja und der Priester, der ist übrigens pädophil auch noch.
Das hätte richtig Ärger gegeben und deswegen hat er, genau wie du sagst, es gibt zwar kein sexuales Verbrechen in dem Sinne, aber deswegen, das ist jetzt wieder nicht von mir, das ist von Dr. Stiegeläger, ich sag's natürlich, ich lege meine Quellen offen, er hat nämlich gesagt, dass die, was ich vorhin schon mal gesagt habe, dass dieses Erwürgen der Ersatz dafür ist sozusagen, weil, wie gesagt, Erwürgen, wenn du nur jemanden umbringen willst...
Gott, wir reden uns heute schon wieder Kopf und Kragen. Dann erwürgst du die Person nicht. Erwürgen ist so kriminalhistorisch die Form, die... Auch so Lust gewinnen, ne? Lust gewinnt oder, genau, Lustmord so am nächsten kommt, ohne eine Missbrauchfänge. Ich meine, da wird ja am Ende nochmal gezeigt in diesem Flashback, wo er auf dieser Wiese steht, die Kinder hängen alle an ihm.
Ja, genau, das kommt noch dazu. So mit nackten Oberkörpern, bei Fußballspielen und so. Und das ist immer die, angeblich die Perspektive, wie der Pfarrer sich mit den Kindern sieht. Nicht wie wir das sehen, sondern wie der Pfarrer sich sieht, wie die Kinder ihn so, oh, mein Held und du und oh, ihr seid meine Kinder und sowas alles so.
Also das ist so 50-50. Er sagt ja auch so wie seine Brüder. Es ist so 50-50. Auf Dialog-Ebene gibt es ja auch nichts. Er sagt ja auch nichts von wegen hier. Andeutungen dafür gibt es, kann man lesen. Und das ist dann halt unser Interessanter, Theresa, wenn wir nochmal die Patricia-Figur daneben stellen, die das halt ausspricht sozusagen.
Und das verurteilt der Film in dem Sinne ja am Ende ja gar nicht mal mehr. Das haben wir auch schon festgestellt. Und das ist halt so interessant, wenn der Pfarrer oder überhaupt irgendein Mann das gemacht hätte im Film, dann wäre das ganz anders ausgegangen. Wenn er jetzt plötzlich der Mann nackt da gestanden hätte und gesagt hätte, na, Mikhede, willst du zu mir ins Bett kommen? Der Film wäre ganz anders verlaufen.
Ja, gut, weil das ja auch oft ja auch wirklich so ein Fantasieding ist. Also ich finde, das hat man auch oft, wenn es mal irgendwie so Lehrerin hat, Schüler missbraucht, dass dann Hälfte der Kommentare ist, oh ja, der Glückliche. Also, und ich meine, klar, wahrscheinlich hat jeder mit 14 schon mal Crush auf einen Lehrer oder eine Lehrerin, aber das, einen Crush zu haben als 14-Jähriger oder als erwachsene Frau oder Mann, sich den Jugendlichen da aufzuzwängen. Das sind nochmal zwei ganz unterschiedliche Sachen.
Finde, worauf höre ich jetzt hinaus, weiß ich schon wieder. Aber warte kurz, denk nach, ich sag dazu noch kurz was, weil das ist nämlich genau der Punkt, das darf man nicht vergessen, wenn wir diesen Film betrachten. Zum einen war das früher, André wird sich auch noch erinnern können, so an die ganzen alten, so hier auch, ist jetzt kein italienischer Film, aber viele italienische Sexkomödien nenne ich sie jetzt mal, aber auch so Sachen, die wir in Deutschland geguckt haben, Eis am Stiel und sowas.
Die haben auch immer mit diesem Motiv gespielt, dass die, die waren natürlich ein bisschen älter, das war eine Teenager, aber auch da ging es immer darum, dass die irgendwie mit den Müttern von irgendwem anders da rumgemacht haben, mit irgendwelchen älteren Frauen und so weiter. Dieses Motiv diente schon immer dazu, Humor darzustellen, eine Art von Humor.
Und gar nicht mal dieses, was wir jetzt da rein interpretieren, sondern da haben wir gesagt, das ist halt lustig, wenn so irgendwie kleine Jungs oder Jugendliche sich da mit älteren Frauen vergnügen und so weiter. Das wurde nie so gesehen, wie es jetzt hier gerade ist. So ist das Milf-Ding entstanden. Ja.
Tja, hatte Freud doch recht mit den Mütterkomplexen. Guck mal, da hat doch mal, hat irgendjemand mal American Pie geguckt und hat danach gesagt, naja, also das, was da jetzt gerade passiert, das ist ja eigentlich sexueller Missbrauch. So, ne? Und nee, das ist ja lustig, das ist ja Humor so. Das war schon immer so. Ja, voll.
Und das ist, glaub ich, schon so was, was hier in dem Film extrem mitschwingt. Also, wie du sagst, das wird ganz, glaub ich auch, dass das ganz anders bewertet worden wäre, wenn es der Priester gewesen wäre. Wahrscheinlich hätte er auch noch mal extra eins auf den Deckel bekommen von der katholischen Kirche, wenn das tatsächlich so ausgesprochen worden wäre.
Und worauf ich noch hinaus wollte, ist halt, dass man es eben auch aus dieser Perspektive von, dass vor allem Kinder so ein übersexualisiertes Verhalten zeigen, wenn sie eben Missbrauchserfahrungen gemacht haben. Wo man bemerkt, das ist eigentlich gar nicht dem Alter angemessen und entspringt auch eigentlich gar nicht deren eigenen Ideen und was sie jetzt eigentlich gerne machen würden.
Das würde halt schon auch dafür sprechen, dass da irgendwas tatsächlich vorgefallen ist. Aber es bleibt spekulativ jetzt bei dem Film und ist halt auch die Frage, macht so einen großen Unterschied, weil offensichtlich hat der Typ den Schuss anyways nicht gehört. Und gleichzeitig ist es, das ist wieder das Ambivalente daran, dass man trotzdem sagen könnte, dass auch er jemand in dieser konservativen, strengen Gesellschaftsform dort in diesem Dorf war, der seine Rolle nicht spielen wollte und ausbrechen wollte.
Zwar auf eine Art und Weise, wie man es natürlich logischerweise nicht macht, aber er selbst könnte sich so gesehen haben, dass er nicht dieser. Gute Priester sein will, sondern das, ne, also er bricht auch ein bisschen aus aus diesem Konzept, das für ihn eigentlich vorgesehen war, in dem Sinne. Ähm, okay. Jetzt weiß ich nicht mehr, hatte sich Laura gewünscht, dass wir erst die TV-Movie machen oder erst das Fazit? Irgendwas war letzte Woche. Da war es auch immer, wie ich es mache, ist falsch.
Aber ich weiß jetzt nicht mehr, wie es Sinn macht. Ich glaube, letztes Mal hatten wir erst Fazit, dann TV-Movie. Ah, okay, dann probieren wir es jetzt mit TV-Movie zuerst. Hattet ihr Spaß für den Film? Ich fahre mal heute von hinten nach vorne an, Theresa. Joa, also Spaß ist irgendwie ein eigenartiger Begriff. Ich habe mich unterhalten gefühlt. Hat der Film dich unterhalten?
Ja, ich habe mich unterhalten gefühlt. Finde aber auch, dass der halt, also zum einen macht der halt ein paar schwere Themen auf, wo ich bis jetzt mir nicht hundertprozentig sicher bin, wie ich sie einzuordnen habe. Obwohl, gut, halbwegs geklärt habe ich es jetzt eigentlich für mich innerlich schon. Was dann natürlich schon auch ein Spaßdämpfer irgendwie ist, unterhaltend fand ich den Film trotzdem, hat ein paar.
Längen in der Mitte beziehungsweise, ja, vor allem in der Mitte, drei genau, drei von fünf, falls ich es noch nicht gesagt habe ja, ich würde dreieinhalb geben, wäre sogar fast bei einer vier, wenn die zweite Filmhälfte nicht ein bisschen schleppender wäre als die erste, aber ich finde, das ist ein, Also auch gerade nochmal für die Länge und das Alter, da habe ich mich erstaunlich gut unterhalten geführt. Deshalb dreieinhalb von fünf. André.
Ja, ich bin auch eher bei Theresa. Ich finde ihn unterhaltsam, aber eben, wie schon gesagt, er hat initiatorische Sprünge, er hat Pacing-Probleme auf jeden Fall zwischendurch. Er läuft gut durch. Ich bin aufgrund des Falles unterhalten, also ich bleibe dran, ich bin am Ball, weil das schon spannend alles ist.
Aber es gibt halt eben auch leider Aussetzer und kleine Hänger, deswegen bin ich auch bei einer soliden 3. Gewalt. Ja, also Gewalt habe ich dem jetzt zwei Sterne gegeben, weil, also wenn man es jetzt rein aus der Gore-Perspektive betrachtet, haben wir im Grunde genommen ja nur zwei Szenen, die jetzt und ich, das haben wir ja schon die letzten Wochen festgestellt, betrachtet, dass er aus jetziger Seelgewohnheit einen jetzt auch nicht so, was die Effektarbeit angeht, von den Sockenreißen, emotional würde ich sagen ist die Gewalt vielleicht, könnte man die auch bei drei Sternen nicht drei Stern, eher drei von fünf, einordnen.
Auf der Ebene, habe ich das Gefühl, ist der eher gewolltvoll als auf der klassischen blutigen Ebene. Ja, bei mir habe ich die Wirkung der Gewalt mit reingenommen, weil zum einen ist die Gewalt, wer sind die Opfer? Was sind die Kinder? Es ist die unschuldigste, du hast ja ein paar Gründe genannt, warum sie nicht ganz so unschuldig ist, aber die bemitleidenswerteste Figur, die dann glauben muss, die einen unglaublich sadistischen, qualvollen Tod stirbt in dem Film, der auch grafisch sehr drastisch ist für 1972.
Deswegen bin ich da bei einer 3. Weil auch diese, wenn die Gewalt dann ausbricht, auch dann immer wirklich sehr, irgendwie sehr krass daherkommt, weil der Rest des Films nicht so bis darauf anlegt. André. Ja, ich bin auch bei einer 3. Ich finde, der hat seine Härten. Die Härten zieht der aber hauptsächlich, finde ich, aus der Thematik.
Und eben, dass es vor allem um tote Kinder geht. Auch wenn das nicht explizit ist, aber wenn man halt sieht, wie dem Kind da wieder Schädel eingeschlagen wurde oder die Leichen dann Wasser treiben, ist das schon trotzdem eine Härte. Dafür muss es jetzt gar nicht eben Splatter sein. Plus dann eben solche Szenen wie mit der Folter und Auspeitschung.
Plus das Ende, eben Finale. Also der hat seine Härten, aber er geht jetzt nicht voll rein. Ist eben natürlich trotzdem einer von Fulchis humaneren Filmen, was das angeht, trotzdem rein auf der Effekt-hascherischen Ebene. Aber eine 3 hat er auf jeden Fall schon aufgrund der Kinderthematik, finde ich. Spannung.
Ja, im Grunde genommen die Äquivalenz im Spaß 3. Bin ich auch bei 3. Es ist, glaube ich, damals spannender gewesen als heute beim Gucken. Also es ist spannend, aber ich finde, dass es mir trotzdem, um so richtig einen Thrill zu erzeugen, mir dann doch zu offensichtlich ist, jetzt aus heutiger Sehgewohnheit, um zu entschlüsseln, wer da wie, warum, weshalb verdächtig ist und es am Ende ist. André.
Ja, bin ich dabei. Ich finde eine solide Spannung. Auch hier, es gibt Hänger. Es gibt Momente, wo es sich so ein bisschen ausdehnt. Aber im Grunde ist das Houdanit gut aufgebaut und bleibt eigentlich bis zum Ende auf jeden Fall spannend genug, damit du halt wirklich auch dran bleibst und wissen willst, letztendlich, wie es aufgelöst wird.
Habe ich überhaupt eh meine Bewertung gesagt? Nee, ne? Gewalt 3, Spannung 3,5. Fällt mir gerade ein, ich habe es ja gar nicht gesagt. Erotik, Theresa. Ja, also wir sehen eine sehr hübsche, nackte Frau und wir haben einen hotten Priester. Etch-Lot-Stempel, reicht. Fünf vor fünf. Nee, aber der Kontext der hübschen nackten Frau macht es dann doch eher, dass sich mir die Fußnägel hochrollen, weswegen ich die Szene irgendwie trotzdem, also verstörend und tatsächlich gar nicht erotisch finde.
Wenn man jetzt nur die Bilder von ihr hätte, ja okay, aber in dem Mix, könnte man fast sogar Minuserotik vergeben, aber ja, deswegen, ich kann da keine Wertung für vergeben, ich find's ganz, ne, weiß nicht. Ich blende das Thema aus für diese Bewertung, was dahinter steckt. Also ich finde, der Film ist einfach, hat so eine leichte Sleasigkeit drin.
Das ist so diese Szene mit den Prostituierten. Das ist so genau diese eine, so diese Nacktansicht von Barbara Boucher und so weiter. Der hat irgendwie was anrüchigeres, als wir in den meisten anderen Filmen der letzten Wochen drin hatten. Ich würde jetzt vielleicht doch nicht sagen drei, sondern eher so 2,5. Ähm.
Und allein die, ich muss das ganz einfach so sagen, die Anwesenheit von Barbara Buschi reicht schon, um das zu rechtfertigen. Weil die ist halt wirklich einfach hübsch, muss man wirklich sagen. Und die ist schon sehr hübsch, also sehr, sehr hübsch gewesen damals. Finde ich. 2,5. Barbara Busch. Wow. Habe ich jetzt nicht darauf geachtet, ehrlich gesagt. Aber wenn du es sagst. Waren die 70er.
Ich bin bei zwei. ich bin genau zwischen euch, ich seh's auch so ich kann die Szene nicht ausbilden, die Szene ist einfach weird auch wenn sie eine schöne Frau ist aber die Szene ist einfach so abstrakt und weird und seltsam und komisch und what the fuck, dass ich gar nicht drauf achte wirklich wie schön die Frau ist, sondern eher die ganze Zeit dran bin, warum zeigst du mir grad diese Szene ähm, aber trotzdem bin ich so ein bisschen bei Chris bei dieser leichten leichten Sliesigkeit trotzdem unterschwellig und dieses leicht verführerische in manchen Szenen, deswegen bin ich bei zwei Anspruch.
Ja, Dreieinhalb würde ich jetzt mal sagen, weil er uns offensichtlich viele Themen auch mitgibt, über die man nachdenken und diskutieren kann. Also es ist jetzt so kein Film, der so dahin plätschert und den man nach zwei Minuten wieder vergessen hat, außer man ist ich beim ersten Mal gucken. Aber wenn man aufpasst, dann ist es schon, finde ich, ein Film, der viel inhaltlich auch mitbringt, worüber man sich Gedanken machen kann.
Das ist schon auch so mein Verständnis irgendwie ein Stück weit von dieser Kategorie. Und genau, es ist auf jeden Fall ein Film, über den man sich auch, glaube ich, Gedanken machen muss, damit man irgendwie den richtig für sich einordnen kann und was rausziehen kann. Ja, bin auch bei 3,5. Wir haben ja zwar schon am Anfang gesagt, dass es kein Giallo ist, Aber wenn ich ihn trotzdem jetzt mit den anderen Filmen vergleiche, die wir besprochen haben, oder auch so mit anderen Filmen aus dieser Zeit, steckt hier einfach mehr drin, als nur dieses Whodunit.
Genau wie du es gesagt hast, Theresa, da stecken halt Themen drin, über die wir jetzt fast mehr diskutiert haben, sogar während der Episode, als über den eigentlichen Fall sozusagen. Und da würde ich den Film auch attestieren, dass der deutlich cleverer ist, als viele andere Filme aus der Zeit und bin auch bei 3,5.
Und das Fulci auch wirklich, muss man auch dazu sagen, das ist auch ein mutiger Film, das haben wir jetzt noch gar nicht so rauskristallisiert. Aber dass er diese Themen aufwirft zu diesem Zeitpunkt. In dieser Umwelt sozusagen, in diesem strengen religiösen Italien und so weiter, dass er sich traut, das anzusprechen, was dort alles passiert und zu sehen ist, gehört auch zum Anspruch dazu. Deswegen 3,5%.
Ja, das ist auf jeden Fall, wie gesagt, der Film hat nicht umsonst für Aufruhr gesorgt. Also klar, die Thematik ist schon für die Zeit, auch damals für Italien, sicher gewagt und fragwürdig. Aber ja, Anspruch auf 3,5 auf jeden Fall ist mit auf jeden Fall von Fulchis, bekannteren Film, auf jeden Fall mit der anspruchsvollste, definitiv einfach.
Der hat einfach eine andere Tragweite und wie gesagt auch diese Ernsthaftigkeit, die er sonst eher selten hatte. Von daher, ja, bin ich auch bei 3,5 das passt Italien, la dolce vita wir sind endlich mal in Italien angekommen und dafür gebe ich vier ich wollte gerade sagen vier Baguettes. Vier Baguettes also eins kann ich dir versprechen die Frankreich-Wochen machen wir nie vier Baguettes, Vier Spaghetti. Vier französische Baguettes. Vier Frucaccia kannst du vergeben.
Vier Spaghetti vergebe ich für den Italien-Vibe, weil ich ja irgendwie das Gefühl habe, also, irgendwie ist es das Italien-Rigste, was wir hier bisher hatten und gleichzeitig habe ich das Gefühl, das könnte schon auch trotzdem noch in anderen Ländern auch spielen und insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass der Film, mehr als alle anderen irgendwie so ein Stück weit, dieses Identitätsthema ja auch aufmacht.
Also nicht das individuelle Identitätsthema, sondern so das städtisch-ländliche Identitätsthema und sich zumindest im Subtext irgendwie so ein bisschen mit der Thematik befasst. Ja, ich vergebe. Und alle schwitzen krass den ganzen Film über. Und deshalb bekommt der Italien Faktor von mir vier Mozzarella oder?
Und ich bin auch der Meinung, es wird mir zu wenig gegessen und getrunken im Film, weil ich finde, es gehört einfach dazu, dass da mal so eine Pizza oder eine Lasagne oder irgendwas gegessen wird, oder das muss schon dazu, und auch, muss man auch dazu sagen, wir waren jetzt auch ein bisschen verwöhnt von schönen Menschen, in schönen Klamotten in den anderen Filmen, die auch mal so ein bisschen so Designersachen und so getragen haben, wie man das ja auch erwartet, in dem Land aus dem.
Scheiße, wie heißt es nochmal? Die Modezare? Elf mir nochmal. Da Vinci wollte ich gerade sagen. Wie heißen die da nochmal? Hä? Die teuren Klamotten. Designer? Na, Mann. Die Barken. Ja, Louis Vuitton und Versace. Ja, genau. So was meine ich. Und da warte ich auch in einem Film, der mir hier fünf Italien-Punkte abverlangen will, ein bisschen mehr. Deshalb gibt es nur vier.
Da brauchst du eine Gucci-Tasche. Du brauchst eine Gucci-Tasche im Dorf, ja. Genau, da musst du ein Lamborghini durch die Gegend fahren oder sowas. Also, da geht noch mehr. Aber ist schon sehr gut, finde ich. Also, für Süditalien. Aber ich bin eher Norditalien-Fan. So fair muss ich sein, das zu erwähnen. Also ...
Alle Rehm, wie sieht's bei dir aus? Du bist dazu auch ein Spalter. Ich geb's sogar 4,5. Ich finde auch, das ist wirklich sehr, sehr italienisch und sehr, sehr schön. Wirklich dieses kleine italienische Dorf eingefangen. Wer mal ein bisschen ländlicher in Italien unterwegs war, kennt das auch so, zumindest rein von der von der, Bauart her, von der Architektur, aber auch generell so der Vibe da in der Landschaft.
Das ist genau das. Und ja, wir haben endlich einen Film, der wirklich 100 Prozent das auch wiedergibt. Das war ja bisher immer so ein bisschen behauptet, oft in den Filmen, die wir bisher in dieser Woche hatten. Deswegen bin ich ja bei 4,5. Ich fühle das komplett, dieses kleine Dörfchen und diese Abgeschiedenheit da auch. Und trotzdem spürst du irgendwie das Ganze.
Und ja, den letzten halben Punkt, der wirklich gefehlt für irgendein Essen. Aber das kommt halt hier wirklich zu kurz. aber in einem Film, der sich halt so ernsthaft mit so einer Mordthematik an Kindern auseinandersetzt, kann ich es verzeihen, weil da jetzt keiner wie bei Absurd erstmal eine halbe Stunde in einem Wohnzimmer sitzt und Pizza frisst.
Aber in Amerika wohlgemerkt. Ich war super bei der Amerika. Okay, ja, Fazit machen wir ganz kurz. Also ich schaffe es zumindest ganz kurz, weil das hat sich jetzt, glaube ich, schon ganz gut abgebildet. Für mich ist der erstaunlich smart, der ist erstaunlich gesellschaftskritisch und macht das auch gut, hat einen aufgeladenen Plot, aber es funktioniert fast alles daran, ist trotzdem gleichzeitig auch ein spannender Krimi, auch ein düsterer Krimi, ist ein sehr, im Prinzip auch wenn fast nur die Sonne scheint, ist es ein sehr düsterer, pessimistischer Film, ist toll gefilmt, muss ich sagen, also ich wirke sehr, sehr elegant gemacht und da wo es spannend sein muss, ist es spannend gefilmt, da wo es nochmal, also der,
Fulci weiß, wie es funktioniert hier und ich war nochmal so überrascht, wie er die Gewalt dosiert, so dass es auch funktioniert, das ist ja auch nicht in all seinen Filmen so und toll gespielt, ist eine tolle Besetzung auch mit drin, muss ich sagen, gerade die drei, sag mal die beiden Hauptdarstellerinnen, ähm, Barbara Boucher und jetzt habe ich schon mal ihren Namen vergessen, Florinda Bolkan, die sind beide super.
Thomas Millian auch und ist toll gemacht, der Film. Also ich gebe dem wieder, wie auch damals, ich habe das zweite Mal gesehen, vier Sterne. Das ist ein echt guter Film, muss ich sagen. Die Frage ist, wie lang fasst sich André? Eher lang oder eher kurz? Wenn er kurz ist, darfst du... Wie lang? Immer.
André. Wir können ihm Ultimatum stellen. 30 Sekunden. Also. Nein. Der Film beginnt mit einer Brücke. Punkt. Nein. Jetzt sind schon 10 Sekunden rum, André. Einer, der auf jeden Fall, wie gesagt, ernst zu nehmen ist ein Full-Cheese. Gut gedreht, gut inszeniert. Schönes Pacing. Leider bis zur Hälfte. Dann nimmt es ein bisschen ab.
Aber wenn es Effekte gibt, sind sie gut. Tolle Atmosphäre. Am Ende des Tages finde ich, das ist schon einer der besten Full-Sheets, der aber trotzdem immer noch so viele kleine Probleme hat im Detail, dass ich ihn immer noch nicht komplett rund finden kann. Und ich hatte ihm 3,5 gegeben am 2018. Ich dachte bis zur Hälfte, ich werde ihn auf.
Und hinten raus war ich dann doch wieder bei 3,5. Und die habe ich auch wieder gegeben. Ich mag ihn, aber ich finde ihn immer noch nicht komplett so rund, wie ich ihn gerne hätte. Aber es ist ein starker Film, 3,5. Das war kein 30 Sekunden, aber auch keine ganze Minute. Das ist mal eine Leistung. Das ist auf jeden Fall das kürzeste Fazit dieses Jahres. Ja.
Ich bin auch bei dreieinhalb Sternen, hab auch das Gefühl, dass ich mir zum einen bemerke, dass es irgendwie so ein bisschen Abzug dafür gibt, dass mit dieser Patricia-Figur so komisch umgegangen wird. Dass der ein paar Längen hat, dass. Jetzt hab ich ihn komplett hängert. Zehn Sekunden noch? Ja, egal, dreieinhalb Sterne.
Ich finde, so eine Begrenzung ist auch irgendwie doof. Das beraubt auch unsere Charaktere hier so ein bisschen. Also André, wenn du willst, kannst du jetzt nochmal ein 30-minütiges Fazit dranhängen. Aber wir gehen schon. Mache ich nach dem Auto. André ist so, danke, dass du fragst. Ich dachte schon, du fragst, nee.
Kommt nach dem Auto, bleib noch dreieinhalb Stunden. Ja, nein, aber wir sind uns einig, es ist schon ein guter Film. Absolut, ja. Ja, und ist halt auch eine ungewöhnliche Firma für Fulci, wenn man so diese fünf, wie man sagt, Unholy-Films kennt, die wir vorhin erwähnt haben, Voodoo, Glockenseil, Jenseits, Friedhofsmauer und New York Ripper, dann erwartet man das gar nicht, dass der da auch sowas konnte, aber das konnte er tatsächlich.
In der nächsten Woche kann ich euch schon mal ankündigen, ich glaube, den habt ihr beide noch nie gesehen, den nächsten Film, den What Have They Done To Your Daughters, der auf Deutsch den wirklich unfassbar schönen Titel trägt, Der Tod trägt schwarzes Leder. Wie geil kann ein Titel sein? Muss man ganz ehrlich sagen.
Das ist wie Blutige Seide oder sowas. Aber jetzt erwarte ich schon noch wieder Ruhe Erwartungen. So geil einfach. Ich freue mich da drauf. Ich glaube, der könnte mir richtig gut gefallen. Den finde ich auch richtig gut. Und. Es wird immer noch nicht unser Abschluss der Italo-Wochen sein, weil der kann natürlich nur von Argento absolviert werden, aber das wird trotzdem noch mal ein Kracher.
Und da könnt ihr euch doch freuen, nächste Woche, wenn wir uns den Film angucken. Der heißt auf Italienisch La Polizia. Ach nee, ich hab keine Lust. Nächste Woche, ich übe das nochmal. Dann passt das. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Schreibt uns gerne. Genau, das muss ich jetzt nochmal äußern. Mein großer Wunsch.
Ich liebe unsere Zuhörenden. Ich liebe unsere Community, ich liebe unsere Fans, ich liebe die alle. Aber eins liebe ich nicht. Und das ist eure Faulheit, Feedback zu geben. Ich würde gerne mir wünschen, dass ihr uns mehr Kommentare, konstruktives Feedback oder einfach auch eure Meinung zu den Filmen, die wir besprochen haben, bei Spotify in die Kommentare schreibt.
Das würde ich mir wirklich wünschen, dass da nicht immer nur so drei, fünf, sondern dass da mal 15, 20 Kommentare drin sind. Ich antworte da auch drauf. Ihr kriegt auch ein paar Emojis drauf oder andere Antworten drauf, wie auch immer. Ihr kriegt auch einen Gorbauer-Stempel. Edge-Loud-Stempel. Und da würde ich mich sogar freuen. Was machen Leute ohne Spotify?
Die dürfen an Feedback at devilsanddemons.de schreiben. Nein, falsch. An Fanpost at devilsanddemons.de schreiben. Korrekt. Oder in Discord.com. Ja, oder in Discord. Also das würde ich mir auf jeden Fall noch wünschen. Das schaffen wir dieses Jahr noch, dass da mal ein bisschen mehr abgeht. Das Feedback ist doch unser Gold.
Wie gesagt, wenn sich keiner beschwert, ist auch alles gut. Also dann ist der Podcast sehr gut. Von daher auch okay. Aber ihr könnt auch reinschreiben, alles geil, nichts verbessern, danke. Das wäre noch besser. Super. Es ist nicht nachgewiesen, aber es ist oft so, wenn was abgeht in den Kommentaren, egal wo, dann steigert das so ein bisschen den Algorithmus.
Das ist bei Spotify jetzt, glaube ich, nicht der Fall unbedingt, aber wer weiß. Bei dem Fall gibt es nicht mal einen Algorithmus. Gefühlt. Bis zum nächsten Mal bei David's and Tiemens. Mit Andre, Theresa und mir. Ciao, ciao. Tschüss.