Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast

Wovor gruselt sich eigentlich...? #20 Timo Asmussen (Filmkrtiker, Content Creator, DerVideothekar)

Dienstag, 28. Juli 2026 · 1 h 38

MP3

Shownotes

Wovor gruselt sich eigentlich...? #20 Timo Asmussen (Filmkrtiker, Content Creator, derVideothekar)

Timo weiß selbst nicht so ganz was er ist: zu analytisch und kritisch für Content Creator, zu Social-Media für Filmkritiker. In jedem Fall liebt er Filme und hat eine Menge Ahnung, die er in Podcasts und Videoformaten anbringt und das mit Familie und seinem Beruf als Lehrer unter einen Hut bringt. Doch was hält er vom Horror-Genre? Lässt er sich gerne gruseln? Und welche Eindrücke hat er von der heutigen Jugend bei unserem Lieblingsthema? Das alles klären wir, wenn wir Timo fragen: Wovor gruselt er sich eigentlich..?

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Ich bin André und bei mir ist heute ein wunderbarer Gast, nämlich der liebe Timo. Grüß dich. Hallo André und schön, dass ich da bin. Ich war sehr gespannt auf die Vorstellung. Ja, die ist noch nicht fertig. Du bist Filmmensch, sag ich mal. Wir haben eben im Vorgespräch schon darüber gesprochen, wie man dich vorstellt am besten.

Und wir sind darauf gekommen, man weiß es nicht so richtig. Du bist Filmkritiker, du bist Filmcontent-Creator, du bist vor allem YouTuber, warst aber auch schon früher in diversen Podcasts zu hören, hast Artikel geschrieben für Filmblogs, und du bist auf jeden Fall ein großer, filmbegeisterter Mensch und wir werden herausfinden, wie deine Affinität zu Horror aussieht und was das Thema so mit dir macht, aber stell dich auch gerne mal ein Eigenwort kurz vor.

Ja, also das ist ja ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Also wenn du mich vor Corona gefragt hättest, dass ich mal einen Podcast mache oder einen Podcast zu Gast, mir hätte ich gesagt, Pod was? Weil das wirklich nie der Plan war. Es war schon immer so, dass mich Film mega interessiert hat.

Also ich kann mich daran erinnern, dass meine beste Schulfreundin im Abi-Buchartikel geschrieben hat. so, wenn Timo irgendwie in der Pause dann da rumläuft, dann erzählt er dir entweder, welche Platte gut ist oder welchen Film man gucken muss. Das hat man wahrscheinlich so in meinem Jahrgang, ich bin Baujahr 84 und hab Abi 2.4 gemacht, da hat man das wahrscheinlich als da gab's das Wort noch gar nicht, aber das wäre wahrscheinlich so der Nerd gewesen, wobei das nie so dieses Außenseiter-Nerd-Ding war, sondern es war schon eher so dieses, also das können sich unsere Hörenden ja gar nicht mehr vorstellen, aber früher war das ja cool, Filme und sowas, nicht nur zu gucken, sondern auch darüber zu sprechen und da vielleicht sogar was zu schreiben.

Und das habe ich schon immer ein bisschen gemacht. Und so kam das dann irgendwann in Corona, als es in Anführungsstrichen. Die Gefahr groß war, dass Langeweile aufkommen könnte, was man im Nachhinein wirklich mit einem so dermaßen großen Hahaha, eigentlich feedbacken könnte, dass ich angefangen habe, ich glaube, bei Instagram irgendwie über Filme wieder was mehr zu machen.

Und irgendwann habe ich da auch in der Zeit Letterboxd entdeckt. Also es wurde mir irgendwann gefragt, hast du ein Letterboxd-Account? Da habe ich gesagt, was ist das? Ja, da kann man so Filme loggen und eintragen. Ja, dann melde ich mich da mal an. Und irgendwann merkt man ja so, verselbstständigt sich das.

Dann wirst du irgendwie über eine WhatsApp-Gruppe angefragt für einen Podcast. Dann bist du auf einmal beim Telestammtisch dabei und da wird dann mit den coolen Vorabzugängen und PV'n, also mit Pressevorführungen geworben. Und dann bist du auf einmal da drin und dann sitzt du in Nullkommanix in deiner ersten Pressevorführung und dann merkst du so, und dann muss ich noch dazu sagen, dass ich immer über Podcast hören, euch alle in Anführungsstrichen kannte.

Das heißt, ich habe immer erst die Stimmen gekannt und nicht die Gesichter. Und dann denkst du immer so, mein erste PV war Black Widow, weiß ich nicht, noch zu Corona-Zeiten. Und dann steht da hinter dir so ein Dude mit Maske, Brille und Käppi und steht an der Toilettenschlange und sagt, oh, ich gehe erstmal anrauchen.

Und du denkst, die Stimme kenne ich, aber ich weiß nicht, wer das ist. Und da läuft dann, das habe ich Antje auch schon mal erzählt, da lief dann so eine blonde Frau mir über den Weg und ich dachte, Mensch, die sieht aber gut aus. Und dann hat sich irgendwann rausgestellt, ach, das ist Antje Wessels.

Ah ja, okay, so sieht die aus. Alles klar. Ja, und so ist man dann irgendwie dann reingerutscht über Tele-Stammtisch, über Blog-Einträge für Filmtoast. Da habe ich echt fünf Jahre lang, das muss man sich auch immer, also wenn ich mir das so vergegenwärtige, wie viel Zeit das mittlerweile auch schon ist, die vergangen ist, Das habe ich dann wirklich vor fünf Jahren angefangen zu schreiben, Podcasts zu machen und irgendwann aber auch gesagt für mich so, ich möchte eigentlich, es klingt so ein bisschen blöd, aber ich möchte eigentlich immer selber bestimmen, was ich wann machen möchte, denn das haben wir ja im Vorgespräch auch schon so gesehen.

Habe natürlich ein begrenztes Zeitkontingent, weil ich noch einen normalen Beruf habe und ich habe auch nicht immer Lust, irgendwie so auf Zwang, den Algorithmus zu füttern und irgendwie Content zu createn, sondern wenn ich eine Idee habe, denke ich, ja gut, dann stelle ich jetzt eine Kamera hin und mache was und wenn ich keine Idee habe, dann mache ich halt auch erstmal ein paar Tage nichts.

Wenn ich Lust habe, meinen Instagram-Account zu füttern mit Content, muss man ja sagen, oder mit Bildern, dann habe ich Lust dazu und dann gibt es so Phasen, dann mache ich ganz viel und dann gibt es wieder Phasen, da mache ich halt nichts. Und das ist die Freiheit, die ich habe, das ist immer ganz cool.

Das ist eigentlich sehr gesund, muss man sagen. Ich kenne das ja selber von mir so. Ich mache immer lieber mehr zu viel als zu wenig. Und man überschlägt sich dann teilweise auch echt schon so ein bisschen. Ich probiere jetzt auch so gerade seit diesem Anfang des Jahres ziemlich viel auf Videocontent aus, auf Kurzvideocontent auf Social.

Und ja, da kommt man schon dann irgendwie so in diesen Struggle so, ich hatte jetzt keine Zeit, mir so richtig Gedanken zu machen. Ich brauche irgendeine dumme kleine Idee. Was gibt es denn gerade? Was kann man denn so machen? und dann kommst du aber auch an so einen Schludern und dann denkst du, nee, das ist so billig. Ich will ja schon was machen, wo ich hinterstehe und nicht irgendein Cash-Grab. Was heißt Cash-Grab?

Geld verdiene ich damit eh nicht, aber es ist so eine, einfach nur schnell, einfach was gemacht zu haben. Ich finde, da hört dann auch irgendwie der Spaß dann manchmal auf. Deswegen finde ich eigentlich sehr gut, so eine Dosis zu finden, die man für sich so verargumentieren kann, wo man auch sagt, okay, das ist inhaltlich auch genau, was ich machen will, irgendwie, wo ich mir Gedanken zu machen kann in Ruhe.

Das finde ich schon cool. Ja, du bist auf YouTube unterwegs als der Video.tk. Verlinke natürlich auch alles in den Show Notes. Klick gerne rein. Und jetzt muss ich aber natürlich mal eine Immersion brechen, weil du bist ja gar kein Videotheker. Nee, und das ist eine der größten, also ich könnte fast weinen, also es klingt so ein bisschen Tarantino-esk, aber mein Traumberuf als Nebenjob war immer, ich möchte mal in der Videothek arbeiten.

Das muss so geil sein, wenn man sich das alles einfach mit nach Hause nehmen kann und alles gucken kann, jederzeit. Und es war auch wirklich, ich habe, als ich 18 wurde, war mein erster Step nicht, jetzt hast du einen Führerschein, sondern den habe ich echt erst vier Monate später bekommen, sondern ich bin jetzt 18 und zwei Tage später war ich in der Videothek und habe gesagt, ich möchte eine Videothekenkarte, ich möchte mich hier anmelden, ich möchte heute Filme ausladen.

Weil ich aus einer Familie komme, in der Medien nicht verteufelt wurden, aber da war nicht so eine Kultur drin. Also meine Eltern haben zwar immer auch mal Filme geguckt und gerade meine Mutter geht heute auch noch immer gerne ins Kino. Aber mein Vater ist vor kurzem verstorben. Der hat zum Beispiel 20 Jahre lang einfach kein Kino getreten, weil es ihm zu laut war. Und da habe ich immer gedacht, ja, Vater, das ist aber der Punkt von Kino, weil du natürlich auch ein bisschen, das ist so die, da kam ich mit dem großen Wort Immersion. Und er so, was?

Ja, nee, also da bist du halt drin im Film. Und da muss so Akustik stimmen, das Bild muss stimmen und so weiter. Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern irgendwann bei Feinkorst Albrecht, wie man bei uns immer sagte, sich einen Videorekorder gekauft haben. Und das war bei uns zu Hause ein Gamechanger.

Dann durften wir Sachen aufnehmen. Also meine Mutter hat dann ganz viel aufgenommen auf so Videokassetten und bloß nicht diese Sperre. Also da konnte man, das muss man den Kids von heute erklären, da war so eine Ecke und die konnte man rausbrechen. Dann konnte man die Kassette nicht mehr überspielen.

Und das hat meine Mutter sehr gerne gemacht. Ja, und irgendwann wollte halt klein Timo, um so ein bisschen die Sozialisation noch mitzunehmen, wollte halt wieder sein DuckTales, Jäger der Verlorenen Lampe heißt, ich glaube ich, gucken. Das war halt dummerweise von meinem Bruder, der drei Jahre älter ist, Terminator 2 noch im Videorekorder. Und das hatte damals bei Premiere sich ein Kumpel wohl aufgenommen und der hatte die Videokassette weitergegeben.

Und da fehlte auch der Anfang vom Terminator. Aber dann guckte halt der achtjährige Timo zum ersten Mal natürlich heimlich und alleine Terminator 2 und war... Geflasht von dem, was er da gesehen hat und fand das schon ziemlich geil. Natürlich mega gruselig, also wer sich an den Film erinnert. Und das sind ja hoffentlich alle.

Die Szene, wo dann die Hand aufgeschnitten wird und der metallische Arm zu sehen ist, war natürlich mega creepy. Und ich finde auch, dass Terminator 2 für ein R-Rated oder für ein FSK-16-Film ganz schön ordentliche Härten hat. Also das macht schon Spaß irgendwie. Sicher aus, ja. Und ja, das war einfach der Beginn sozusagen dieser filmischen dieser filmischen Laufbein. Jetzt bin ich wie ein Politiker und habe die Frage eigentlich beantwortet. Da warst du angefixt.

Ja, ich war angefixt und Videotheken, ich kann mich erinnern, dass wir mal bei einem, das muss glaube ich ein 15. oder also maximal ein 16. Geburtstag gewesen sein, da haben wir die Mutter von meinem besten Schulfreund bequatscht, dass die uns bitte Starship Troopers ausleitet aus der Videothek. Weil ich gehört hatte von meinem Bruder so, der hatte den am Wochenende auf einer Party gesehen und ja, da wird so das Gehirn aus dem Kopf rausgelutscht, so voll eklig und ich so, hm, das klingt Interessant, das möchte ich mir ansehen.

Die geilen Schulhoferzählungen, ja. So ist es. Und du denkst natürlich, wenn du das siehst, denkst du, ach so, das geht ja. Das ist ja gar nicht so schlimm. Und das ist so ein bisschen, was sich ja durchzieht durch so vieles. Nicht bei allem, da kommen wir wahrscheinlich auch gleich zu. Aber bei vielen denkst du so, du hast das gehört, wie schlimm das sein soll.

Und du hast so gehört, was das für ein geiler Film sein soll. Und da sind wir mittlerweile ja auch beide so ein bisschen versaut. Und ja, aber auch glatt so dank auf einer Weltlinge. So dieses Gehyptwerden und dieses selber auch so diese Spitzen haben. Also dieses, das ist der ultimative Horrorfilm oder das ist der ultimative Scheiß.

Da sind wir ja beide eher so immer so, dass wir in der Mitte sind. Das ist natürlich im YouTube-Game, was ich jetzt ja auch erst so ein knappes Dreivierteljahr auf eigene Faust sozusagen mache, ist man da natürlich immer so ein bisschen okay, interessant, weil das natürlich, das Spiel lebt ja davon, dass man so zuspitzt.

Und das Spiel habe ich aber keine Lust mitzuspielen. Und das ist ja so so ein Balanceakt, den man immer treffen muss, mit Thumbnails, mit Titeln und das sind natürlich Dinge, die man dann immer, also ich mache das nicht mit KI, sondern ich mache mir halt selber wirklich Gedanken, wie das heißen soll.

Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Weil man, wie gesagt. Hättest du mich vor einem halben Jahr gefragt, willst du mal eine Videokritik zu einem Uwe-Boll-Film aufnehmen? Hätte ich gesagt, auf gar keinen Fall. Also niemals im Leben. Und auf einmal merkt man so, dass es in einem brodelt und man hat so das Bedürfnis, sich vor einer Kamera, das habe ich nie gedacht, dass ich das mal hätte, man hat das Bedürfnis, sich vor eine Kamera zu setzen und zu sagen, so Leute, kommen alle bitte runter.

Und also Film ist wirklich, da finde ich passt dann das Wort, der Film ist wirklich absoluter Dreck. Der ist wirklich scheiße und wir müssen jetzt mal kurz klarstellen, was hier eigentlich gerade Phase ist und das habe ich versucht dann in so einem Video aufzunehmen und das ist, merkt man vielleicht auch am Berufszweig oder an der Berufswahl, natürlich ist da jetzt nicht immer der Erziehungsauftrag dabei, aber man merkt schon, dass da bei mir, zumindest versuche ich das, ich bin jetzt nicht der große, ich bin jetzt nicht Wolfgang M.

Schmidt, der da irgendwelche diskursanalytischen Dinge herauszieht, ich versuche das halt immer so ein bisschen auf die humorvolle Art zu machen und gleichzeitig aber auch klar zu machen, so Leute, kommt mal runter, oder das ist jetzt vielleicht nicht der nächste große Hype, sondern es ist ein okayer Film.

Mein häufigster Satz in meinen Kritiken ist, macht euch ein eigenes Bild. Und das finde ich immer ganz wichtig. Ja, das ist sowieso generell was, finde ich immer, was sowieso, es wird ja auch immer vorgeworfen, immer häufiger, dass man als Kritiker, dass man dann, wie gesagt, bekommt, lasst die Leute doch selber gucken.

Ja, that's not the point, Leute, das ist nicht der Punkt. Das soll jeder machen, natürlich. Ich gebe ja nur eine Einschätzung. Aber gerade auch so auf TikTok und so, die Leute checken das irgendwie nicht mehr. Die verstehen nicht mehr, was eine Filmkritik ist. Das ist immer dieses, da will mir jemand sagen, was ich zu tun oder zu gucken habe. Da will mir jemand sagen, eine Meinung aufdrücken. Nein.

Das ist krass, dass ganz viele das nicht mehr verstehen, was eine Filmanalyse oder eine Filmkritik ist oder ein Filmreview ist. Und das, wie so ein Angriff schon fast werten, der will mir sagen, ich darf den Film nicht gucken. Egal, natürlich, du darfst dir alles angucken. Ich sag dir nur, ob es sich lohnt, aus meiner Sicht.

Aber ja, das ist crazy. Das glaube ich. Wie ist das so bei YouTube so bei dir so, wenn die Kommentare so sind, sind die auch eher so aufgeschlossen oder hast du da auch mal, also klar, jetzt grad bei so einem Bollding, wir sprechen natürlich über seinen letzten politischen Ausrutscherfilm mit Armie Hammer, ich nenne den Müll jetzt gar nicht beim Titel.

Hast du schon gute Leute, die dir auch Zuspruch geben und die da entspannt sind oder hast du auch mal blöde Kommentare dazwischen, Wir kennen ja beide das Internet schon ein paar Jahre und wir wissen natürlich, dass das so ein bisschen ein Stahlbad ist. Also es gibt wirklich in der schönen Balance unter den Kommentaren, die ja noch immer, ich bin ja wirklich ein kleinstes Licht bei YouTube.

Gerade wenn du jetzt über den Bollfilm sprichst, da gibt es, haben sich natürlich, ich muss das auch leider sagen, ich bin wirklich sonst kein Freund, aber da haben sich natürlich die Trottel der Welt versammelt. Film ist geil und der spricht aus der Seele und so weiter. Dann merkt man natürlich, da schlagen so zwei Seelen in der Brust.

Einerseits denkt man, ach komm, gib dem eigentlich keinen, versuch das nicht noch mit einem Kommentar irgendwie auch noch so Pseudo zu würdigen. Gleichzeitig denkt man, naja, Kommentare mag der Algorithmus und gleichzeitig bin ich dann auch immer so, dass ich denke, nee, das kann ich jetzt so nicht stehen lassen. Also wenn ich dann so einen Müll lesen muss, wie das spricht mir aus der Seele und genau so ist es ja in der Welt dann nicht so nie.

Das will ich ja keinem abtun. Das ist ja gerade auch ein Film und da hast du auch einen Punkt angeschnitten. Filme sind ja mittlerweile manchmal so hoch emotional. Debatten sind immer so emotional. Und ich versuche das dann auch gerne mal, Das gelingt mir auch nicht immer, auf so eine Sachebene runterzubrechen.

Und wenn jemand meint, das spricht einem aus der Seele, weil er in seinem direkten Umfeld schon etwas in dieser anekdotischen Evidenz erlebt hat, dann mag das so sein. Dann ist das echt tragisch und das. Soll es nicht klein machen. Wenn Leute in prekären Situationen, Wohnsituationen sind oder in Stadtteilen wohnen, wo Kriminalität von Menschen mit Migrationshintergrund häufig beobachtet wird, ja, dann habt ihr das in eurem kleinen Kosmos so erlebt.

Ich erlebe es aber anders. Ich erlebe es nicht so wie du. Ich habe halt auch so eine, also ich gebe dir einen schönen Satz aus dieser Jack-Ryan-Verfilmung, Das Kartell, wo der, ich weiß gar nicht, wie er im Film war, Henry Cheney sagt einmal zu Harrison Ford, die Welt ist grau, Jack. Und die Welt ist halt grau.

Es gibt dunkle Flecken, es gibt helle Flecken, es gibt Scheiße, die in der Welt passiert, aber bitte versucht doch nicht anhand so eines wirklich dilettantischen Films mir zu verkaufen, dass hier ein. Mensch, der immer einen akademischen Grad hat, wie auch immer er den bekommen hat, dass der gerade hier versucht, also auf billigstem Populismus Geld zu machen.

Denn das ist, also wenn wir jetzt über die Causa Boy sprechen, das ist ein Mensch, der damit Geld verdienen will. Das ist ja kein Künstler. Das ist ja nicht irgendwie jemand, der jetzt eine künstlerische Vision hat. Und ja, da waren die Kommentare, einige wirklich auch tolle Kommentare, die gesagt haben, hast du schön gesagt, wobei das war wirklich so ein Video, das habe ich eher mit Schaum vom Mund gemacht, muss man ehrlicherweise sagen, weil mich wirklich das aufgeregt hat und ansonsten sind die Kommentare.

Ich würde sagen im Normalbereich, also gerade jetzt bei The Odyssey, da sind auch viele Kommentare und da gibt es natürlich auch wieder die Dudes die sagen, historisch nicht akkurat, welches historische, also das erlebst du natürlich. Aber da gibt es wirklich tolles Feedback. Man merkt es natürlich auch an so einem ganz simplen Ding wie Abonnentenzahlen.

Ich sag mal so, wenn ich jetzt da nur Scheiße erzählen würde, würden, ich hab damit ja, ich glaube, im November selbstständig angefangen, im November 2025 und hab mir von meiner Tochter monatelang anhören müssen vorher, Papa, wieso hast du eigentlich immer noch einen neuen Abonnenten auf deinem Kanal?

Und da hab ich nur gesagt, ja, weil ich da ja nichts mache. Also das ist ja nur, ich bin halt, ich habe einen Account. Und wenn man dann so merkt, dass die Zahlen so in einer ganz, ganz moderaten Art und Weise langsam steigen, dann hat man zumindest das Gefühl, dass man jetzt nicht komplett Scheiße erzählt.

Ja, auf jeden Fall. Aber es klingt doch halbwegs gemäßigt irgendwie. Und ich habe immer das Gefühl, dass YouTube immer noch, gibt es auch viel Shit natürlich, aber immer noch ein bisschen humaner oder differenzierter ist als gerade so diese schnelllebigen Plattformen wie Instagram und TikTok. Weil die Leute sich da länger mit dir beschäftigen, als sich einfach nur kurz im Feed zu sehen, kurz drunter zu kotzen und weiter zu gehen irgendwie.

Das ist auch so ein bisschen der Grund, warum ich mit TikTok, also klar, Kurzformat-Videos mache ich ja auch. Aber ich komme A mit dieser Benutzeroberfläche von TikTok nicht zurecht. Daran merke ich, wie alt ich werde. Und B ist, glaube ich, da die Stimmung nicht so meins. Also was ich da so an wirklich Shit sehe, der da auch verbreitet wird.

Nun weiß man ja auch, dass eine Partei, die keine Alternative für Deutschland ist, da sehr aktiv ist. Und man da eigentlich auch wieder nach dem Prinzip Leben müsste schön gegen angehen. Aber ich fürchte, da ist tatsächlich auch schon Hopfnummern verloren. Das ist natürlich etwas, was so meine Klientel sehr viel konsumiert.

Also da wird sich sehr viel über TikTok informiert. Meine Schülerinnen und Schüler, ich bin Lehrer im normalen Berufsleben, die fragen auch immer mal wieder, ob ich einen TikTok-Account habe. Ich sage immer, ja, aber ich bespiele den nicht. Hä, wieso denn nicht? Ja, weil es mir irgendwie nichts gibt.

Wieso tanzen sie denn da nicht? Ja, genau. Wieso machen sie denn keinen 10 Sekunden da? Dafür ist dann auch mein Bereich, mein Metier irgendwie dann wieder, also ich kann ja nicht in 10 Sekunden einen Film erzählen, warum der gut oder schlecht ist. Es fällt schon in 60 Sekunden oder in 10 Minuten in so einem Video manchmal auch schwierig.

Schwierige Zeit. Aber ja, du bist kein Videotheker, du bist Lehrer. Das ist auch ein super spannendes Ding, da würde ich gerne nachher nochmal drauf zurückkommen, weil ich da echt noch ein paar Fragen zu hätte. Aber lass uns jetzt mal komplett den Bogen, wir haben jetzt erstmal sehr viel, über dich gesprochen, damit Leute ein bisschen dich kennenlernen.

Perfekt, aber lass uns erstmal zurück zum Anfang kommen und jetzt einmal wirklich, mal die Frage stellen, die ich immer erstmal zum Anfang generell stelle. Wir haben jetzt über deine Filmleidenschaft gesprochen, wie du reingekommen bist, dass du einfach generell natürlich Filme interessiert bist, klar, dass du gerne über Filme sprichst, Mitmenschen über Filme sprichst, alleine über Filme sprichst, Filme gerne einordnest und auch.

Das, sag ich mal, filmpolitische Umfeld dir auf jeden Fall auch wichtig ist. Aber jetzt wollen wir natürlich auch mal wissen, zu unserem Kernthema Horrorfilme. Du hast jetzt schon gesagt, Terminator 2 war sehr früh bei dir, aber mal ganz generell, ich weiß es natürlich, wir kennen uns jetzt auch schon eine Weile, aber erzähl doch mal unserer Hörerschaft, wie stehst du denn generell eigentlich so zu unserem Steckenpferd hier, dem Horrorfilm?

Ganz from the top of your head. Das ist eine wechselhafte Beziehung. Also wenn man den Beziehungsstatus beschreiben müsste, wäre es dieses... Genau, es ist kompliziert. Also ich bin, wie ich ja schon gesagt habe, mit einem großen Bruder aufgewachsen und ich kann mich an so den ersten, rein Horrorfilmen, den wir geguckt haben, würde ich dann schon sagen, es ist der erste Scream.

Und ich hatte aber, weil der natürlich popkulturell und auch im Horrorgenre so viel schon voraussetzt, habe ich glaube ich beim ersten Mal damals gar nicht alles verstanden, aber doch vieles. Und fand den natürlich, ich meine, wir haben den uns aus einer Videothek ausgeliehen, haben Decken vor die Fenster gemacht und haben quasi uns so ein eigenes privates kleines dunkles Kino gemacht und fanden den halt wirklich, also damals schon sensationell und gruselig.

Und das war so der erste Lohnspunkt. Da war ich schon, also ich würde mal sagen 13. Ja, okay. Ja, 97, ja. Also 13, 14, also auch zu früh natürlich, wie immer bei sowas. Aber man war ja auch früher so, also ich weiß, dass meine Eltern, wir hatten sehr früh in unserem Kinderzimmer auch einen eigenen Fernseher.

Und natürlich hat dann mein Bruder irgendwann mal sich entweder rüber gemacht ins große Wohnzimmer und hat da irgendwie abends um elf in der ARD irgendwelche Shaolin-Martial-Arts-Filme geguckt. oder halt auch mal einen Gruselfilm. Und das war bei mir aber am Anfang noch nicht so der Punkt. Aber so durch Scream war für mich der Einstieg so bereit, dass mich das Genre so interessiert hat, weil ich das schon interessant fand, sich zu gruseln.

Gleichzeitig hat man natürlich als junger Mensch immer noch ein bisschen mehr Schiss vor vielen Dingen. Und so war das so eine Zeit lang wirklich so mein Go-To-Genre. Also diese ganze Teenie-Slasher-Reihe mit ich weiß, was du letztens noch mal getan hast und was da alles so im Fahrwasser lief und düstere Legenden.

Die haben wir selten im Kino gesehen, natürlich, weil ich da noch nicht 16 war, sondern dann einfach aus der Bibliothek ausgeliehen und dann zu Hause geguckt und ich fand die alle, also wirklich, du weißt das natürlich in dem Alter noch nicht, wie gut oder wie schlecht ein Horrorfilm ist, aber ich fand die alle irgendwie sensationell und hab das sehr gefeiert.

Dann kam, glaube ich, 2, 3 dieses Text, das Chainsaw Massacre Remake von... Nispel, also von Bay produziert und da dachte ich so, ja, also den legen wir uns mal zur Seite. Also das war in der Zeit, da bin ich sehr wenig ins Kino gegangen, sondern hab das wirklich immer lieber zu Hause geguckt und dann hatte ich mir so eine geile DVD-Premium-Edition hab ich mir gekauft und hab mir die dann.

Nachdem ich bei meiner damaligen Freundin war, hab ich mir die morgens an einem Donnerstag um neun angeguckt und hatte so Schiss auf einmal, was ich dachte, diese ganze Atmosphäre, dieses ja, wobei, es ist ja gar nicht so subtil, das ist ja eher so ein brachialer Film. Aber da dachte ich so, okay, das Genre nimmt jetzt so, nimmt bei mir so einen Platz ein, der jetzt schwierig wird, weil ich mehr so Beklemmung bekomme.

Und das hat sich bis heute auch nicht so ganz geändert. Also wenn du mich jetzt fragen würdest, würdest du lieber einen Horrorfilm gucken oder einen guten Actionfilm, würde ich glaube ich immer erstmal den Actionfilm präferieren, aber dich vorher fragen, ist das ein guter Horrorfilm? Denn das, was man ja so merkt, wenn man das Genre ein paar Jahre meidet, Also ich habe so in der Hochzeit, so 2007, als so diese französischen Regisseure wie Aja so rüberkamen.

Und zum Beispiel dieses Hillseif Ice Remake finde ich sensationell so als Replik auf das Terro-Kino der 70er. Aber wer mich dann gar nicht gecatcht hat, war so ein Eli Roth mit Hostel. Das war dann einfach für mich zu eklig. Und da hat man sich versucht, so Stimmungen zu machen. Habe ich mich auch in der Studentenbude, habe ich alleine gewohnt, habe mir auch alles abgetrunken und dachte so, ja, das ist aber gar nicht gruselig, das ist einfach nur eklig.

Und deswegen sind Horrorfilme bei mir immer schwierig. Das liegt ein bisschen jetzt daran, dass ich vor einiger Zeit angefangen habe, so Panikattacken zu entwickeln. Deswegen ist es immer ein bisschen eine Herausforderung. Aber das ist ja gleichzeitig eine schöne Herausforderung, weil man mir auch so merkt, wenn das wirklich...

Und die Befriedigung, die man nach einem guten Horrorfilm hatte, diese Erleichterung, die kann einen auch so durch so einen Tag grooven. Und gleichzeitig hast du ja auch so Beispiele jetzt, das ist natürlich der Obsession-Meter, der jetzt bei Devils and Demens anschlägt. Und ich meine, wenn du sowas nicht siehst, weil du sagst, ich mag keine Horrorfilme, dann verpasst du meiner Meinung nach nicht nur einen der besten Horrorfilme der letzten 20, 30 Jahre, sondern einfach auch einen sehr, sehr guten, interessanten Film.

Und das hat mich dann wieder so ein bisschen vorgelegt. Oh, so fünf, sechs Jahren wieder so mehr ins Genre reingebracht, dass ich so gemerkt habe, so jetzt, in Anführungsstrichen, stell dich doch mal den Schissi-Sachen, also sowas wie das S-Remake, das waren natürlich so Sachen, so aus der Kindheit kannte ich immer aus der Fernsehzeitung dieses S-Bild, von Tim Curry und da dachte ich so, ja gut, das finde ich jetzt nicht gruselig, aber irgendwie ist die Prämisse schon ganz interessant und dann habe ich damals, ich habe das Original nie gesehen, sondern habe gleich das Remake gesehen und finde das halt wirklich gruselig und ich grusel mich auch vor sehr vielen Dingen.

Und deswegen ist Horror, ich sag mal, ich hab das ja schon gesagt, wenn es ein guter Horrorfilm ist, bin ich an Bord. Wenn das so ein, in Anführungsstrichen, schlechter Horrorfilm ist, der so Elemente hat, die mir nicht gefallen, dann würde ich immer eher was anderes bevorzugen. Ja, verstehe ich. Das ist schon mal ganz spannend. Also, reingekommen ja auch eher, genau, mit den leichtfüßigen Slashern, diese Teenie-Dinger.

Genau, dann halt gemerkt, okay, grad dieser Torture-Porn ist nicht so deins. Gar nicht. Früher auch sowas wie Saw und so war dann wahrscheinlich auch nicht deins. Das geht. Den ersten Saw habe ich damals, ich musste Zivildienst leisten. Kids, das musste man früher. Und da musste man immer so einen Wochenenddienst leisten. Da ging man Freitagabend ins Institut und kam Montagmorgen erst wieder raus. Und zwar, man war auch die ganze Zeit mehr oder weniger alleine.

Und sonntagsabends kam immer aber ein Kollege, ein Zivilkollege aus einer anderen Stadt. Und der hatte dann immer irgendwas mitgebracht. Also immer irgendeinen Film. Und den einen Sonntag war es der erste Saw. Und ich dachte so, krass, also das ist ja verjährt. Das war natürlich ein Film, der da noch eigentlich in Deutschland im Kino lief, aber in den Staaten ja, glaube ich, schon vorgestartet war. Deswegen hat er ja den so auf...

Was war das? So Super Video CD oder wie das hieß? Und dann haben wir den halt geguckt und ich fand den sensationell. Also ich mochte den richtig gerne. Den ersten Saw würde ich auch wirklich als einen der, so aus der 2000er-Riege würde ich wirklich, ich habe heute, glaube ich, bei Instagram so wie diese üblichen Spiele, so such dir einen Film per Horror-Dekade raus.

Und es war wirklich, ist es jetzt Final Destination oder ist es Saw? Und ich habe mich dann für Final Destination, entschieden, weil ich da das Kinoerlebtes noch so im Kopf hatte. Aber ich finde Saw 1 wirklich einen sensationell guten Film, weil ich auch finde, dass da die Horrorelemente so gut eingebunden sind.

Das wird dann ja im Laufe der Reihe, ich bin bei Saw 3 ausgestiegen. Ja, ich wollte gerade sagen, der erste ist ja auch noch nicht so ein Gore-Fest. Das würde ja dann erst zunehmen mit der Reihe, ja. Ja, das ist ja, glaube ich, also wenn du da die berühmte, in Anführungsstrichen, Fußabtrenn-Szene nimmst, wenn du die halt erzählst, dann erzählst du die ja auch 15 Mal heftiger, als es im Film letztendlich ist.

Aber ab Saw 3 merkte ich so, nee, das ist jetzt nicht mehr so mein Cup of Tea, wenn dann so Knochenbrüche so offen da sind und so. Also wenn es dann zu eklig wird, dann bin ich da sehr häufig ausgestiegen. Aber wie gesagt, ich wollte irgendwann einfach nicht mehr in Anführungsstrichen Filme verpassen, nur weil sie Horrorfilme sind, also gute Filme verpassen.

Und deswegen ist man dann natürlich irgendwann so wieder an Bord. Und mittlerweile gucke ich Horror doch wieder echt gerne. Das Problem ist halt, meine Frau, das darf ich hier, ich weiß gar nicht, ob ich es noch näher sage, also meine Frau hat, ich bleibe mal ein bisschen kryptisch, meine Frau ist jetzt nicht die größte Horrorfilm-Frau.

Die hat auch schon damals von so einem Film wie Iron Legend Albträume bekommen. Das heißt, ich muss Horrorfilme fast immer alleine gucken. Und das ist in einem Haus oder im Kino alleine manchmal auch eine kleine Herausforderung. Ich schleppe dann manchmal meinen ehemaligen Nachbarn mit und sage, also ich musste meinen Nachbarn zum Beispiel, ich wollte Obsessions unbedingt noch ein zweites Mal sehen. Und er meinte so, Timo, Wir haben ja letztes Jahr Weapons zusammen gesehen und du hast ja gemerkt, also das ist wirklich, daran merke ich, dass ich jetzt wieder im Genre ein bisschen besser drin bin als vor sagen wir mal sieben Jahren, dass ich schon daneben sitze und eher, ich bin nicht gelangweilt, sondern ich bin etwas abgehärteter.

Und er hat sich da gewunden und gedreht und versucht abzulenken und dann sagte er, bevor wir über Obsessions sprachen, Timo, ich glaube, das ist kein Film für mich. Und dann sagte ich, du, also, und das ist jetzt vielleicht auch ein bisschen geflunkert, muss ich ja im Nachhinein sagen, der ist gar nicht so schlimm, habe ich ihm dann gesagt.

Der ist auf einer anderen Ebene ein bisschen creepy, aber der ist nicht so schlimm. Und er muss jetzt auch sagen, Werbung für mich, die Empfehlung war auf jeden Fall gut, weil er danach auch sagte, danke, dass du mit mir den Film nochmal geguckt hast, weil er ihn wirklich gut fand. Und das ist halt dieses Ding. Ich will nicht einen guten Film verpassen, nur weil ich so das Genre nicht generell mag.

Ja, nur weil ich ein bisschen sträubst. Genau, weil der Puls auf einmal geht und man merkt so, ach, es ist irgendwie unangenehm. Aber es ist ja trotzdem eine Sache, wie gesagt, die auch viele Horror-Fans und viel Gucker ja auch trotzdem dann ein bisschen beneiden manchmal, weil, klar, man wird abgehärtet, du sicher auch mehr als früher, aber wenn du immer noch trotzdem sagst, auch ein Horrorfilm, gerade wenn du ihn alleine gucken musst irgendwie, auch wenn keiner zu Hause ist oder so, dann macht er trotzdem noch was mit dir.

Das ist ja eigentlich geil, weil ich bin ja wirklich an einem Punkt, wo ich manchmal wirklich so creepy er sein mag. Manchmal, es gibt Filme, die catchen mich, dann ist so ein besonderes Element drin, was mich gerade kriegt oder ein Thema. Oder so. Oder natürlich auch mal ein Jumpscare, der einfach gut gemacht ist.

Gibt's ja manchmal immer noch. Aber es gibt natürlich auch wirklich viele Horrorfilme, so die Standardwahl, sag ich mal, wo ich wirklich da sitze und denke mir, ich würde gerne, dass du mich mehr irgendwie gerade reinziehst. Ich will ja, was du sagst, diese Euphorie haben, diese Anspannung, um danach diese Erlösung zu haben und genau dann mit einem guten Gefühl rauszugehen.

Das war wieder dieses Safe Space Gruseln. Mir kann eigentlich nichts passieren, aber während des Films spüre ich halt was. Aber das hast du ja dann trotzdem immer noch und das ist ja eigentlich auch was Cooles dann. Ja, das habe ich extrem. Also wenn du mich auch fragen würdest, wovor hast du denn Angst? Ich habe vor so vielen Dingen Angst und finde auch so viele Dinge unheimlich.

Ich kann mich noch erinnern, also auch in dieser Scream-Phase, wo man in Anführungsstrichen so mit diesem soften Einstieg reingegangen ist, weiß ich, also ich musste zu Hause bei meinen Eltern immer so eine Treppe hoch und das war die Phase und die hat auch bis heute nicht aufgehört. Ich kann einen Raum nicht betreten, ohne das Licht anzuschalten.

Also es geht einfach nicht. Ich bin auch manchmal auf Treppen so, also zu Hause, nicht jetzt in öffentlichen Bereichen, dass ich mich abends, wenn ich nach oben gehe, umdrehe. Wir haben bei mir zu Hause so eine Haustür. Die hat so ein Glas auf der einen Seite. Und wenn ich da so wie jetzt, ich bin jetzt gerade ein paar Tage alleine, wenn ich da jetzt hingehe und das Licht ausschalte, abends denke ich immer so, bitte lass da jetzt keinen stehen. Und selbst wenn er nur irgendwie mit dem Hund Gasse geht, ich würde halt einen Schreck des Lebens bekommen.

Also es ist jetzt nicht so wie bei Scream, wie der Hausmeister, der Schulleiter, der sich immer vor seinem eigenen Spiegelbild erschreckt. Also so schlimm ist es nicht. Aber es ist schon so, dass ich, also das Kopfkino ist bei mir noch sehr präsent und sehr, sehr aktiv, wenn ich so über Szenarien nachdenke. Und das ist dann manchmal sehr, sehr gruselig. Und ich finde auch wirklich viele Dinge immer noch sehr gruselig. Auch wenn ich viel gesehen habe.

Was funktioniert denn bei dir so am besten? Also was lockt dich am meisten aus der Reserve? Was sind so Elemente im Horrorfilm, wo du weißt, die creepen mich richtig oder die bekommen mich, was sind das so in der Regel? Also erstmal muss die Atmosphäre stimmen. Ich muss drin sein in dem Film. Das sorgt bei mir, also genreübergreifend ist es immer über die Figuren erstmal.

Wenn mich die Figuren interessieren, wenn mir die was, also wenn mir die am Herzen liegen, ist es vielleicht zu groß, aber wenn mir die was bedeuten, wenn ich so das Gefühl habe, okay, ich kann mit denen irgendwie connecten, die haben zumindest einen Anflug von der Charakterisierung, dann bin ich schon mal eher an Bord.

Und dann sind es so diese, ich sag mal so die klassischen Elemente des Horrorfilms, dieses Spannung aufbauen über Musik, über, ich finde so extrem, diese typischen klassischen Streicher in Horrorfilmen, also dieses creepy rüberziehen des Bogens, was sehr schön ist, weil meine Tochter spielt Geige und wenn ich dann sag, mach mal das, sitze ich da schon so mit so einer Anspannung.

Mittlerweile gibt es ja so Tropen im Horrorfilm, die man zwar durchschaut, aber die mich immer noch kriegen können, also so mittlerweile ist es ja nicht mehr so der Jumpscare an sich, klar, ich bin ich mag Jumpscares, aber gleichzeitig bin ich so ein schreckhafter Mensch, dass sie mich manchmal so rausbringen, ich kann mich, noch erinnern, als ich, ich hab mal Holland Drive das erste Mal gesehen, da war ich auf jeden Fall zu jung für den Film, aber nicht im Sinne von von der Altersbeschränkung, sondern einfach vom Kopf her da war ich kein Lynch-Fan, Aber woran ich mich erinnern konnte, jahrelang, war der Jumpscare.

Weil er einfach so, also du weißt ja, dass er kommt. Aber wie er kommt, ist halt sensationell. Also wer den Film nicht gesehen hat, oder wer ihn schon gesehen hat, wird wissen, was ich meine. Wer ihn nicht gesehen hat, auf jeden Fall gucken. Auf jeden Fall gucken, weil Lynch mittlerweile, da muss man wahrscheinlich ein bisschen gesetzt dafür werden.

Den hab ich als damals 20-Jähriger nicht verstanden. Mittlerweile kann ich das viel mehr wertschätzen, was der so macht. Aber das sind halt so diese Mechanismen. Also die Musik schwillt an, Die Kamera zoomt vielleicht auf sowas Abseitiges hin. Figuren sehen vielleicht etwas noch nicht, was ich schon sehe.

Finde ich auch immer spannend. Also wenn man so im Hintergrund die Figur oder, der Jumpscare sich schon andeutet, mag ich auch ganz gerne. Ja, die klassischen Elemente, es sind natürlich so Dinge wie. Also wie soll ich das, Gore ist ja jetzt nichts, was einen jetzt irgendwie schrecken lässt, sondern es ist dann eher eine Sache des Geschmacks.

Also für mich ist zum Beispiel so, mich reizt sowas wie Terrifier ja gar nicht, weil das gibt mir nichts. Das setzt mich eher unter Spannung, weil ich denke so, okay, was kommt da denn jetzt Ekliges? Und ich hab von dem Terrifier 2, also von Terrifier 2, ich glaub bei Twitter wurde die berühmte Damenszene, nenn ich's mal, wurde so ein Ausschnitt gezeigt, ich hab das geguckt und dachte, Gottes Willen, das ist ja furchtbar, das brauch ich mir gar nicht erst angucken.

Also das reichte mir dann schon. Und mich kriegt echt vieles, es gibt so, also so No-Gos würde ich gar nicht sagen, aber es gibt so Dinge, die kriegen mich eher und es gibt Dinge, die kriegen mich weniger. Früher war es echt so dieses Slasher-Ding, also dass ich so dachte, es ist gruseliger, wenn das eine echte Person ist. Also natürlich ist jetzt Michael Myers so überlebensgroß und so unkaputtbar, wie er nur in zwölf Teilen und drei Storylines sein kann.

Aber ich fand das am Anfang immer gruseliger, wenn das so wie bei Scream halt, x beliebige Menschen sind. Mittlerweile finde ich auch so Dämonen-Horror ist schon gruselig für mich oder so Kreatur die dann auf einmal so auftauchen, da sind schon ein paar Dinge dabei, die mich kriegen. Ja, ist spannend, weil oft sagen ja Leute entweder A oder B.

Also entweder finden sie das eben relatable, wie du sagst, der Killer, der plötzlich auch abends, nachts vor der Tür stehen könnte, wenn du allein zu Hause bist und das Licht anmachst und die Tür abschließt dreimal. Und andere sagen halt wiederum, das ist mir egal, aber irgendwie Paralormativity, wenn ich etwas Ungreifbares habe, dann kriegt mich das.

Also bei dir geht beides, solange aber die Atmo eben stimmt und es irgendwie dich reinzieht. Aber ich meine, klar, wenn du früher auf die Slasher gefeiert hast, dann ist das ja klar, dass du da herkommst. Aber was ich ja wieder abzeichne, ist bei dir ja wirklich die Gewalt. Also das verpasst ja total gut, was du auch sagst, dass dir Figuren so wichtig sind. Weil gerade in diesen Filmen, wie Hostel, aber auch Terrifier, meistens sind die Opfer dir ja komplett Wumpe.

Es gibt ja keine gute Figurenzeichnung. Und überhaupt, was bringt dir der krasseste Gore-Effekt so für dich, wenn die Figur dir egal ist. Ja, und dann finde ich es echt, also ich finde es wirklich doof, dass das auch bei, zum Beispiel bei Inner Violent Nature, dass das bei den extremen Szenen, finde ich zumindest, fast immer Frauen trifft. Also das finde ich dann irgendwie ein bisschen, Bisschen lame, also mich kriegt das viel eher so, also.

Milder Spoiler für das Texas Chainsaw Remake, aber mich hat das damals ziemlich umgehauen, dass halt die erste Figur, die stirbt, die Figur ist, die es ist und ich dachte halt, okay, ihr nehmt quasi den raus oder die Person raus, von der ich das am wenigsten jetzt gedacht hätte. Wo du dachtest, der wäre echt ein Lied.

Ja, genau, wo du halt so denkst, also überrasch mich doch. Und das fand ich dann, finde ich dann schöner, egal ob dann die Figurenzeichnung gut ist oder schlecht, als dieses ja, wenn ich mal eine Frau, das ist so eine Dämsel in Distress und ja, dann weiß ich nicht, hacken wir die zu, 80 Kilo Hackfleisch. Das ist dann nicht so meins.

Ja, ich meine, klar, gerade natürlich das Horror-Genre, gerade das Slasher-Genre auch, da gehört ja Misogynie leider dazu. Ich meine, mittlerweile, inzwischen wird es oft aufgebrochen, was schön zu sehen ist. Aber klar, gerade früher, aber auch eben in solchen Hommagefilmen wie die Terrifier-Reihe, steht das ja immer noch ganz oben irgendwie.

Und klar, das hat immer so einen Beigeschmack. Das verstehe ich absolut. Aber ja, wie gesagt, das ist ja das Ding, dass dir da, da steht ja die Effekthascherei, die Effektarbeit über allem so. Und das ist ja dann, ich kann das gucken, eben zum Fun, aber ich weiß halt das vorher schon, dass ja null Substanz dran steckt.

Aber wenn man da auch sagt, ey, das gucke ich mehr, das brauche ich gar nicht, dann verstehe ich das auch. Komplett auch irgendwie, wenn man sich da darauf lieber auf Qualität oder sag ich mal, auf Substanz konzentriert, ja. Aber welche, generell auch so, welche Subgenres funktionieren bei dir am besten denn eigentlich?

Hast du welche so to go, wo du sagst, wenn da was kommt, da bin ich auf jeden Fall am Start oder hast du auch was zum Beispiel, also jetzt mal so go, Torture-Porn ist mal ausgenommen oder hast du aber auch so Subgenres im Horror, wo du sagst, so ey, die weiß ich schon, die brauche ich gar nicht anfassen.

Also ich mag echt gerne Tierhorror, also. Gute High-Horror-Filme, also ja gut, der erste Anaconda ist kein guter Horrorfilm, aber immer wenn so Kreaturen dabei sind. Ja, der ist wirklich, ich meine J.Lo ist da drin und es ist 1997, natürlich fand ich den toll. Aber sowas wie Crawl, sowas wie Lake Placid mag ich total gerne.

Ich habe keine Spinnenphobie, aber ich finde Spinnen, also das fände ich ganz cool, wenn sie mir aus dem Weg gehen und dann ist natürlich sowas wie Vermin fand ich letztes Jahr echt gut, ich mag sogar diesen ich weiß nicht, ob man den kennt ich glaube der heißt bei uns A Rack Attack im Original heißt der Eight Legged Freaks hier mit David Arquette das ist so eine junge Skala Transistor glaube ich auch drin zu sehen, und da wo so Riesenspinnen dabei sind oder Arachnophobie, das sind halt so Dinge da, merke ich so also auch so das Gefühl, ich sitze jetzt hier und hinter mir könnte jetzt so eine Spinne, so eine Riesenspinne sein, creept mich richtig doll.

Deswegen Tierhorror mag ich echt gerne. Ich fühle mich genau wie dir. Ich habe keine Phobie, aber sie können gerne draußen bleiben. Und wenn dann, ich bin in meinem Haushalt mit drei Mädchen, beziehungsweise drei weiblichen Personen und wenn das heißt, ah, da hast du eine Spinne, dann gucke ich dann manchmal so, das ist doch jetzt ein kleines Ding. Ja, mach die weg.

Ja, okay, dann mache ich die jetzt weg. Und wenn die aber auch schon größer werden, also wenn sie bei uns im Haus sind und dann der Körper so münzgroß wird, denke ich, schon so, ist das eklig. Ich rufen kann mal ja. Ja, genau. Und mittlerweile weiß man ja, also einfach nach draußen bringen ist jetzt auch nicht so einfach, weil man dann immer irgendwie so ein Brett oder sowas braucht. Aber natürlich haue ich die dann nicht so klump.

Ich mag total gerne, weil er mich dann auch an meine Ekelgrenzen bringt, Body Horror. Also ich fand The Substance letztes oder vorletztes Jahr richtig gut. Da fehlt mir aber auch noch eine Menge, also eine Menge guter Sachen. Also ich habe zum Beispiel das Cronenberg Fliege Remake noch nicht gesehen.

Da freue ich mich jetzt schon eigentlich drauf. Was nicht so ganz meins ist, ist so diese Exorzismus-Nummern. Also ich hab den Exorzisten selber noch nie gesehen, aber so alles, was im Feld drumherum ist. Ja, ja, der fehlt auch noch. Also da sind einige blinde Flecken bei mir. Aber so diese Dämonen-Horror-Conjuring-Sachen.

Ich hab irgendwann gemerkt, eigentlich wäre meine erste PV mal Conjuring 3 gewesen und irgendwann merkte ich, ich hab Teil 1 und 2 noch gar nicht gesehen, vielleicht soll ich das mal vorher machen. Und die finde ich okay, aber das ist jetzt nicht so mein bevorzugtes Genre. Aber findest du die creepy oder findest du die langweilig?

Nee, ich find sie gruselig, ich find sie richtig gruselig, also das muss ich dazu sagen, aber weil sie dann irgendwann, finde ich, immer wieder in das doch ähnliche, in ähnliche Gefilde landen und auf ähnliches drehen und dann doch auch immer eher den Jumpscare bevorzugen. Das muss der, das hat der durchschaut, ne?

Ja, das find ich immer schade und ich mag wirklich, ich mag's, wenn das Genre so ein bisschen nicht gebrochen wird, aber wenn man so ein bisschen Genre übergreifend arbeitet. Deswegen ist natürlich der Einstieg so als Kind auch immer ganz spannend. Und ansonsten, ich wiederhole mich, wenn das ein guter Horrorfilm ist und der wirklich so die Knöpfe bei mir richtig drückt und ich drin bin, dann ist es manchmal sogar fast egal, ob das ein gewisses Subgenre ist, was ich mag oder nicht mag.

Ich bin heute noch immer, also ich weiß nicht, wir haben ja beide diesen Prime mitgesehen und wenn du so merkst, so die Figuren sind dir halt richtig nicht noch scheißegal, sondern sie nerven dich, dann rootest du natürlich in dem Fall für den Affen. Das ist natürlich völlig klar. Und du feierst dann auch mal, das mache ich echt selten, aber dann feierst du auch, wie der sadistisch ist.

Aber ansonsten ist das wirklich, wenn das Genre mich packt und wenn das Genre übergreifend vielleicht auch mal ist und wo das so mit verschiedenen Genre-Aspekten spielt, mag ich das echt gerne. Ich mag es gerne, wenn ich in einem Moment lachen kann und im nächsten Moment mich irgendwie, ja... Mir quasi die Hose einlässe, weil das so gruselig ist. Was Obsession jetzt zum Beispiel super gemacht hat, ja.

Wir haben ja bei einer Zweitsichtung, also es war deine zweite, meine erste Sichtung, haben wir näher meinander gesessen und ich dachte immer so, hoffentlich fällt André nicht auf, dass ich es gerade super creepy finde und dass ich das gruselig as fuck finde. Wobei das die lustigste Anekdote eigentlich ist, bevor ich das immer vergesse.

Stichwort schreckhafter Mensch. Wir saßen beide hintereinander, glaube ich, in einer PV zu einem Marvel-Film. Ich weiß gar nicht mehr, welche es war. Und ich hab mich einmal so erschreckt bei einer ganz normalen Sache, weil das so laut war und ich dachte, oh Gott, ist das peinlich und hinter dir sitzt André Hecker von Devils and Demons und er hat jetzt gesehen, dass du bei einem Marvel-Film dich so erschrocken hast.

Aber ich glaub, du hast das gar nicht bemerkt. Hab ich, glaub ich, nicht mehr bekommen. Wahrscheinlich bin ich schon eingeschlafen, weil Marvel ist so langweilig. Das ist möglich, ja. Ja, aber ey, das ist mir aber auch schon passiert. Also manchmal, wenn die Bildtonschere so ein Arschloch ist und also manchmal, es ist ja dann einfach wirklich, es ist ja nicht mal, es ist ja wirklich einfach ein Reflex.

Also den kannst du nicht mehr unterdrücken. Es ist, selbst bei, ich glaube bei Odyssey, ist mir das auch passiert irgendwie. Es ist einfach, der war beim Savoy auf Anschlag gedreht. Also sind mir fast die Ohren weggeflogen teilweise. Von daher, das passiert ja manchmal einfach. Da kam ja auch teilweise einfach gar nichts für. Aber hast du mal, einen Horrorfilm abgebrochen? Gab's mal einen Horrorfilm, wo du gesagt hast, nee, hier mach ich jetzt aus. Entweder auf der Qualität oder aber auch, es wurde zu doll, zu guselig, zu whatever.

Ich hab The Sadness abgebrochen. Den hatten wir redaktionell als Screener und ich hab den angefangen und fand das interessant und ich merkte in mir, nee, das ist glaube ich nicht für mich, also sowieso an dem Tag, es ist manchmal auch so tagesformabhängig. Aber es war so nicht meins. Es war nicht meins, weil es mich so unter diese ungute Anspannung gesetzt hat.

Und ich muss dazu sagen, ich habe dem auf einem iPad beim Abwaschen bzw. Beim Geschirrspüleauspacken angefangen. Und natürlich bist du aber irgendwann, also irgendwann braucht das Geschirr eine halbe Stunde und du bist eher beim Film. Und ich dachte so, also ich habe glaube ich bei der U-Bahn-Szene bei dem, also irgendwann habe ich gedacht, nee, da bin ich raus.

Und da habe ich versucht irgendwie zum Ende zu skippen, um zu gucken, wie es aufhört und dachte irgendwann zwischendurch nur, nee, lass mal lieber. Also ich glaube, ich möchte den mittlerweile schon auch gerne mal zu Ende gucken, weil, du hast es ja schon gesagt, man härtet oder man wird etwas abgehärteter und manchmal siegt dann ja auch die Neugierde und, in den letzten Jahren gab es wirklich viele infizierten Horrorfilme und ich glaube, ich würde den dennoch gerne einmal sehen.

Aber den konnte ich nicht zu Ende gucken, weil der mich zu sehr unter Anspannung gesetzt hat. Und sowas wie, über den Serben brauchen wir nicht reden, sowas kann ich mir nicht angucken, also es geht einfach nicht. Da reicht es mir, das ist dann meine Neugierde leider auch zu groß, da reicht es mir, um durch den Schnittberichte Artikel zu skippen und zu gucken, was passiert da jetzt genau? Oh nee, das will ich nicht sehen.

Oh nee, das will ich auch nicht sehen. Nee, das will ich auch nicht sehen. Und nee, das will ich nicht. Und das ist aber, den nennt ja wahrscheinlich jeder Zweite, dass das so Filme sind, die er nicht gucken will, weil das einfach, ich möchte mir nicht meinen Hirn kaputt machen, also mein Hirn wäre danach wahrscheinlich kaputt oder zumindest so geprägt, dass ich sage, ich habe Dinge gesehen, die möchte ich nicht wiedersehen und.

Da ist bei mir so eine Grenz überschritten und wenn es ein schlechter Horrorfilm ist, also wenn der nicht weh tut und nicht allzu lang geht, dann gucke ich den zu Ende, also ich habe vor ein paar Jahren. Bei einem Podcast mitgemacht, wo es um so Weihnachtshorrorfilme ging oder um, ein guter Film, ein schlechter Film, also einmal so ein gutes Schrottwichteln und einmal ein schlechtes Schrottwichteln und da war halt, ich glaube, der hieß Wish Upon...

Habe ich gesehen und dachte, okay, da quäle ich mich jetzt zu Ende, aber ich finde ihn richtig schlecht. Ja, der war mies. Also wenn die schlecht sind, ist es nicht so schlimm. Wenn ich so merke, es bringt mich an eine emotionale Grenze, die ich nicht überschreiten möchte, dann würde ich es immer ausmachen.

Aber das ist bisher wirklich nur bei Sadness so gewesen. Ich finde das überhaupt nicht schlimm. Da muss ich ja kein Mensch vor feilen und schämen, wenn man merkt, das tut einem gerade nicht gut. Ich habe es voll, verstehe ich total. Dann verstehe ich das und Sadness ist halt auch mal fucking nihilistisch, der ist so ein nihilistischer Film, da gibt es keine Überhöhung, der ist nicht lustig der ist einfach nur bösartig okay, es gibt eine Überhöhung mit dem Präsidenten später aber.

Der ist schon echt bösartig und doll und ich meine, der basiert ja auch auf diesen Crossed Comics wozu der Regisseur jetzt auch, also Rob Jabez dreht ja jetzt einen Crossed Film kennst du diese Crossed Comics? Nee, muss er einmal mit, nehme ich mal mit Das ist halt auch so Post-Apokalypse ein bisschen wie Walking Dead gedacht.

Alle Menschen haben sich in irgendwelchen crazy Kommunen zusammengefügt, irgendwelche Banden und keine Ahnung, irgendwelche Weirdo Vereinigungen. Und ja, es ist halt, alle sind nur noch am Vergewaltigen, Morden, Menschen essen und da wird halt vor nichts halt gemacht. Vor gar nichts. Inklusive Kinder, Babys, Frauen, alles so komplett.

Das sind wohl die mir so, ich hab einen Band mal bekommen, Gruß an Matze von Commander Amateur bei uns auf dem Netzwerk, der hat einen Band davon mal mir ausgeliehen. Und ja, also es ist natürlich im Comic nochmal irgendwie anders, weil es halt so krass übertrieben auch gezeichnet ist und so eben man sagt ja immer in Filmen, es hat so Comic-Gewalt so ist es da eben auch, es ist jetzt nicht so ultra-realistisch gezeichnet, es ist super drüber es ist sehr exploitativ, aber es ist halt krass, ja, es ist krass, also da gibt's wirklich keine Tabus, und auf diesen Comics basiert Sadness und deswegen macht eben der Regisseur jetzt auch einen richtigen Crossed-Film, das heißt, er macht Sadness nochmal in noch krasser,

und es ist halt einfach, das ist halt einfach halt es ist halt fucking nihilistisch und und menschenfeindlich. Und ja, wenn man da sagt, nee, das ist gerade gar nicht meine Stimmung, verstehe ich das total. Das klingt jetzt sehr pädagogisch, aber das sind auch so Dinge, die mir wirklich dann auch, ich frage jetzt nicht, was stimmt denn nicht mit denen, sondern ich frage mich immer.

Wie kann das mir in meiner Situation was geben? Ich finde schon das Marketing, was jetzt ja der Leone für Terrifier 4 macht, das wird wie Terrifier 2 nur auf Crack. Und ich denke so, ja. Also ich glaube, die Grenze ist halt irgendwann so weit dehnbar, dass man, also ich frage mich dann immer, ob die Grenze irgendwann ist so, wollen wir das nicht mal in echt machen? Also wollen wir das mal probieren, ob wir das irgendwie mit einem echten Menschen machen können?

Und das ist natürlich jetzt komplett übertrieben und überspitzt und auch nicht ganz ernst gemeint, aber es ist halt so, das gibt mir wirklich rein gar nichts und ich bin sehr gespannt. Ich meine, der Jabaz, der hat ja nun auch im Marketing zu The Sadness glaube ich relativ klar gemacht, was der so für ein Dude ist.

Auch da ich bin gespannt. Ich entscheide dann immer im Einzelfall selber, ob ich das sehen möchte oder nicht. Bei The Sadness, wie gesagt, ich habe mittlerweile ein bisschen mehr Lust bekommen, den zu gucken, weil natürlich auch die Neugierde am Ende doch manchmal siegt. Es gibt immer noch ein paar Sachen, wo ich sage, die Neugierde kann nicht groß genug sein, um das zu überwinden, aber bei dem wird das mal so der Fall sein.

Gab es vor kurzem bei K-Platt, glaube ich, im Angebot. Ja, für 11 Euro. Ja, Jabaz hatten wir ja im Podcast hier zu Gast. Der hat mit uns eine Stunde gesprochen. Den haben wir einfach angeschrieben, einfach in den Podcast gekommen. Das war super cool. Super netter Typ auch. Aber ein crazy Typ auf jeden Fall. Und ich finde es ein bisschen schade, weil er hatte damals im Podcast erzählt, dass sein nächster Film ein Monsterfilm wird. Da hatte ich richtig Bock drauf von ihm, aber den scheint er irgendwie gecancelt zu haben und dafür macht er jetzt irgendwie Crossed.

Deswegen ein bisschen schade, weil letztendlich wird es halt quasi Set des Zwei, weil es von der Thematik und von der Inspiration und genau das Gleiche ist. Aber mal schauen. Aber ja, wie gesagt, verstehe ich alles total. Wie gesagt, finde ich es aus Selbstschutzgründen. Deswegen auch gerade so zum Thema Tagesabhängig und Tagesform.

Wir bereiten ja gerade ein neues Format vor, kurz Eigenwerbung an der Stelle nochmal. Ist ja schon angekündigt, Devils and Demons Extreme, wo wir jetzt für unsere Steady's, unsere Supportenden mal reingehen wollen, so in die Abgründe der Menschheit, die du dir nicht anguckst, die uns eigentlich auch nicht, beziehungsweise, im Hauptformat nie besprechen würden. Das haben wir ja immer ausgeschlossen, dass wir da so eine gewisse Grenze einhalten wollen, weil es irgendwann auch Filme einfach gibt, über die kannst du auch nicht so, analytisch, so wie wir es mit normalen Filmen machen, einfach sprechen so, weil das es einfach vielleicht auch nicht hergibt von der Deepness her.

Aber wir haben gesagt, ey, es gibt trotzdem Leute, die das irgendwie trotzdem, immer wieder mal einfordern und wir haben gesagt, okay, dann machen wir es in so einem Bonus-Ding. Dann brauchst du auch nicht so eine Regelmäßigkeit oder zumindest nicht so wöchentlich. Ja, da haben wir jetzt halt schon eine Liste zusammengestellt an Filmen und wenn ich da drauf gucke auf die Liste immer wieder.

Wir wollen jetzt gerade so ein bisschen was vorbereiten, schon mal so für August, September. Dann sehe ich diese Liste und denke mir so, ähm. Mal gucken, wann ich in der Stimmung bin, dann meine Filme zu gucken, so. Also, ich kann es mal kurz auch hier, wir gucken hier mal die Kamera auf, ne, da sind wir gerade, da muss ich gerade rein jetzt, ja.

Aber guck mal, da bist du dann ja auch, da sagst du, da musst du rein, das heißt, das ist jetzt auch kein, also es ist nicht vergnügungssteuerpflichtig für dich. Ja, genau, also, es geht um Guinea-Pick, um die Reihe. Haben wir, glaube ich, auch schon geschrieben. Aber ja, also ich kenne die alle schon. Es ist nicht so, dass ich dich nicht schon gesehen hätte. Aber es sind natürlich auch keine Filme so, die du jetzt mal easy, auch geil, Sonntag nachmittag, ich hab mal voll Bock heute auf Guinea-Pick.

Geh ich ins Freibad oder geh ich Guinea-Pick gucken? Ja, genau. Das ist so ein immer dieses Ding, so, ich mag ja auch, ich mag ja Grenzauslotungen. Ich gucke ja schon, ich suche ja, also ich suche nicht unbedingt, aber ich gucke schon, wenn ich was unter die Finger kriege. Ich will schon immer so mal sehen, was sich getraut wird.

Solange das natürlich alles fiktiv ist, natürlich, ne, wir reden natürlich nur von Filmen, reden nicht von irgendwelchen komischen Eisberg-Achte-Grad- und Sammlungen von echten Tötungen, irgendwelche Scheiße so, so echter Gore und sowas, da bin ich raus. Solange das filmisch ist, solange das alles mit Consent ist und solange das alles Kunst ist, bin ich da offen.

Aber ja, es sind natürlich Filme, die du eben nicht mal eben lockerflockig jeden Tag einfach dir mal reinschieben kannst. Und deswegen da verstehe ich das voll, wenn ich auf die Liste gucke, bin ich auch schon so, oh ja, mal gucken. Wer hatte diese Idee? Ach, das war ich ja selber. Ja, genau, scheiße.

Der Serbe wird auch ein Diskussionspunkt sein, ob wir den in diesem Format vielleicht irgendwann mal machen sollten. Wir haben ihn im Hauptformat auch ganz klar ausgeschlossen. Wissen wir noch nicht, wenn man ihn richtig einordnet. Ich meine, ich habe den Serben, bin ich jetzt nicht stolz darauf, das soll kein Prahlen sein, aber ich habe den auch schon dreimal gesehen in meinem Leben.

Einmal alleine, weil ich eben sehen wollte, was was the fuss about. Dann habe ich ihn einmal mit Chris geguckt damals, weil ihn auch noch nicht kannte und ihn auch mal sehen wollte. Und dann habe ich ihn auch mit meiner Freundin geguckt, weil die ihn auch mal sehen wollte. Die ist nämlich auch gar nicht zimperlich, was.

Also die sagt auch so, ich will jetzt einfach wissen, was ist das? Zeig mir das. Ich höre davon immer seit zehn Jahren, was ist das? Das heißt, ich habe den dreimal gesehen und auch da, es ist absolut widerwärtig, auf jeden Fall. Aber es ist immer noch ein Film. Das ist das Einzige, was ich gut schreiben kann.

Und ja, das ist auch so eine Diskussion eben. Nimmt man den dann da mal mit rein, ordnet man den mal richtig ein und so weiter. Aber gleichzeitig ist das alles schon auf zehn Mal passiert, von daher, mal gucken. Aber jedenfalls, back to topic, Selbstschutz finde ich in solchen in solchen Fällen absolut völlig fein und sollte auch jeder einfach tun.

Also da muss man sich gar nicht durchquälen, wenn man merkt, ey, das geht gerade gar nicht. Dann mal raus. Dann guck, auf was du Bock hast und was dich happy macht. Guck mal, da ist aber die Reihe total interessant für mich, weil ich dann, also bevor ich mir das natürlich ansehe, würde ich es mir immer eher beschreiben lassen und dann wäre ich auf jeden Fall an Bord und würde mir das anhören, wenn ihr dann, über den Serben zum Beispiel, über den spricht ja auch jeder nur so, wie wir jetzt gerade drüber sprechen, und so, ja, kann ich verstehen, dass man nicht gucken will.

Aber man kann ja über den Film auch wahrscheinlich ganz anders reden. Natürlich. Du kannst ihn ja auch, wie gesagt, du kannst ihn ja analysieren und einordnen, gar keine Frage. Und du musst nicht drüber reden wie, Alter, hast du das gesehen? Das ist, boah, die Szene. Nee, das soll es ja auch gar nicht werden.

Also das Extreme-Format wird schon, die Folgen werden schon aufgebaut wie normale Folgen. Also wir wollen da jetzt nicht irgendwie unsere inneren kleinen Gorbauern einfach nur abbefriedigen, die sich ja irgendwo ins Stummern. Aber das ist jetzt nicht die Idee, da einfach nur so genau dieses, Facebook-Gruppen-Horror-Besprech da einzuwenden, sondern die Filme sollen schon ganz normal filmkritisch besprochen werden mit all ihren Ecken und Kanten und vor allem ihren vielleicht Überschreitungen der Grenzen.

Von daher, ja, mal gucken. Aber ja, wie gesagt, ansonsten bin ich aber ganz bei dir. Da sollte jeder ganz klar sich selber einschätzen, was man irgendwie verträgt. In dem Zuge würde mich total was interessieren, wenn wir jetzt eh schon bei dem Thema sind. Und dann möchte ich gerne einmal auf deinen Lehrerberuf zurückkommen.

Jetzt wird's spannend. Ja, du bist ja nah dran. Und ich würde gerne mal wissen... Wie nimmst du denn Horror aktuell wahr bei deinen Schülern und Schülerinnen? Welche Altersgruppe unterrichtest du? Ich bin ja eigentlich ein gelernter Gymnasiallehrer und hätte sonst 5 bis 13. Klasse, also von 10 bis 11 bis 18, 19. Ich habe aber mittlerweile nur noch bis zur 10. Klasse. Das heißt, die sind dann im Maximalstfall mal 18.

Das sind dann aber auch schon die besonderen Kinder. Aber eher so die Jüngeren. Okay. Ist Film, also wahrscheinlich ist Film schon irgendwie mal ein Thema bei, ich meine, du gerade mit deiner Expertise. Ich dräng's ihn auf, ja. Genau, du drängst ihn auf. Ist das gut? Filmische Früherziehung, wichtig und richtig? Unheimlich wichtig.

Aber ja, kriegst du so Horror als Thema da irgendwie mit und kannst du so ein bisschen einschätzen, wie das bei der Zielgruppe so ankommt und was da auch so besprochen wird und was da so geht? Kriegst du das so ein bisschen mit? Das würde mich voll interessieren. Die sind natürlich komplett TikTok-sozialisiert und mit Serien werden die groß gerade.

Also ich mache in meinen neuen Lerngruppen immer so eine Vorstellungsrunde, weil ich das echt wichtig finde, dass man so ein paar Sachen übereinander weiß und nicht irgendwie nur so, also ich kann das nur aus meiner Schulzeit erinnern, dass mein Lehrer da noch ein Dreivierteljahr, nachdem, wir gestartet waren, immer auf den Sitzplan gucken musste und dann den Namen sagte, weil er es einfach sich nicht merken konnte.

Ich habe mittlerweile anderes Verständnis dafür, wenn man so Gruppen nur einmal die Woche hat und nur eine Stunde, verstehe ich das, aber ich berühme mich immer mit dem schönen Satz, ich kann innerhalb von einer Stunde euren Namen und werde sie auch nicht wieder vergessen und das ist auch wirklich so.

Und dann mache ich immer eine Vorstellungsrunde und dann frage ich immer nach Lieblingsfilmen und mittlerweile bin ich rüber geswitcht zu oder Lieblingsserien. Du weißt das ja, ich bin nicht der größte Seriengucker, ich gucke echt wenig Serien, auch unter anderem sowas wie Walking Dead ist mir einfach zu lang.

Ich habe das mal angefangen und merkte so, wie viele Staffeln gibt es davon? Ne, schaffe ich nicht, aber sowas ist zum Beispiel bei denen ein großes Thema, also so Sachen wie Pennywise. Also die kennen das dann über ganz viele Memes oder über diese Kurzvideos. Die kennen Dinge wie The Walking Dead, die kennen Squid Game.

Das heißt, die kennen so im Genre von Thriller, von Horror, kennen die schon ein paar Sachen ab. Gucken das aber wahrscheinlich auch immer eher mit dieser Neugier-Mutproben-Brille. Also wenn ich sowas merke, also gerade bei den Jüngeren muss ich dann ja auch immer mal den Satz sagen, aha, das hast du geguckt, das ist ja doof, weil das ist ja erst ab 16 oder sogar ab 18, das darfst du ja noch gar nicht gucken.

Dann sage ich gleich im Anschlag dazu, naja, ich habe als junger Mensch auch mal Dinge geguckt, die ich noch nicht gucken durfte, aber ich muss das ja einmal sagen, dass das natürlich nicht gesund ist. Einmal kurz den pädagogischen Auftrag erfüllen. So ist es. Also was heißt gesund? Gesund war auch das falsche Wort. dass das natürlich nicht erlaubt ist und ich finde es halt wichtig und ich merke das ja selber auch als Vater, dass man, Was ich so schade finde, ist, wenn man die Kinder nicht selber daran gewöhnt, sondern sich dem so selber überlässt.

Und das ist wirklich etwas, das war bei uns natürlich irgendwie auch so, aber anders. Also natürlich wussten meine Eltern nicht und ich war so dumm, wenn man sich das heute vorstellt. Also man guckt heimlich Terminator 2 und guckt den halt immer wieder und macht das dann irgendwann aber freitags nachmittags, während der Vater auf der Couch liegt und die Mutter gerade einen Kaffee trinkt und mein Vater irgendwann sagt, jetzt mach mal den Scheiß aus und man denkt so, ja, warum bin ich eigentlich auch so dumm und gucke das jetzt mit denen quasi.

Die wissen doch, dass ich das nicht gucken darf. Also, ja, auch so wie Timo macht auch manchmal dumme Dinge. Kurz mal vergessen, weil man es schon so einfach random oft geguckt hat. Genau, was sind daran schlimm, was findet ihr daran schlimm? Was ist denn das Schlimm, ich habe den doch schon sechs Mal gesehen.

Ja, ich wollte gerade sagen, also ich habe den heimlich, egal. Aber das war anders, man hatte irgendwie immer das Gefühl, dass so, also meine Eltern wussten zum Beispiel auch nicht von dieser Starship Troopers Nummer, aber das war denen glaube ich. Deine Eltern waren da auch jetzt nicht super cool mit so, die haben schon drauf geguckt, was du selber auch guckst.

Also und das ist das Ding. Ich glaube, wenn ich heutzutage groß geworden wäre, also ich würde mal den Erziehungsstil meiner Eltern jetzt nicht als laissez-faire bezeichnen, aber es war schon so, also wenn ich auf Partys gegangen bin, war nicht diese Ansage, du kommst aber um eins zurück, sondern die Frage war, wann bist denn du wieder zurück und musst du abgeholt werden.

Ich meine, ich komme jetzt eher aus einem ländlichen Bereich im Norden von Schleswig-Holstein. Da war es halt auch manchmal ein Problem mit den Fahrereien und so weiter. Das heißt, die haben mir nie zum Beispiel sowas gesagt wie, das und das darfst du nicht. Die haben quasi immer gesagt, also mach deine eigenen Erfahrungen, sei es mit Rauchen, sei es mit Alkohol, sei es mit anderen Substanzen.

Und haben dann aber auch danach, als ich zum Beispiel das erste Mal gekifft habe, haben die danach, weil sie es glaube ich selber nie gemacht haben, gefragt, ja und wie war es? Würdest du es wieder machen? Und die haben aber nicht gesagt, also wie kannst du nur, du bist nicht mehr unser Sohn. Okay, ja, das ist aber cool.

Und das hat bei mir und bei meinem Bruder, gut, sollen andere beurteilen, ob es gut funktioniert hat, für mich hat es funktioniert. Und ich habe wirklich viele Dinge geguckt, ohne dass sie das wussten. Also natürlich hat man sich nachmittags mit Kumpels getroffen und irgendwelche Sachen geguckt und gedacht, das sollten wir jetzt eher nicht tun, aber egal, wir machen es natürlich trotzdem.

Ich glaube, wenn man das heute macht mit der heutigen, das ist natürlich auch ein ganz billiger Aristoteles-Ansatz, dass man jetzt über die Generation, die nachkommt, immer wieder meckert. Aber ich glaube, heute ist so das Problem, dass viele Eltern ihre Kinder so damit alleine lassen und das auch gar nicht thematisiert und das auch gar nicht wissen wollen.

Meine Eltern haben natürlich dann gefragt, was hast du da gesehen oder was habt ihr da gemacht? Also die haben auch nach Partys gefragt, was da so gemacht wurde und was sich für irgendwelche Spiele gemacht hat oder wir haben einmal Jackass nachgemacht, das war auch eine Riesenidee, aber das haben die halt gefragt, so was ist das und was habt ihr da gemacht?

Heute ist es ja eher so ein Kind ist da, wird vor einem Medium abgestellt und geht dann irgendwann, ja schlafen. Müsst ihr halt gucken, wann das soweit ist also ich selber, ich gehe dann ins Bett und die machen das nicht und das ist so etwas es ist jetzt ein bisschen ab vom Thema, aber das ist etwas, was ich sehr schade finde und was dann auch dafür sorgt, dass so diese in Anführungsstrichen Pädagogenohren immer so ein bisschen umgehen.

Offener sind und ein bisschen besser hinhören, wenn so erzählt wird, was die so am Wochenende gemacht haben, was die geguckt haben, dass ich dann auch mal so sage, so hm, also dann auch ernst gemeint, das ist aber eigentlich noch nicht gut für dich oder das ist eigentlich noch nicht was, was du sehen solltest.

Ich glaube, die kennen zum Beispiel fast alle die beiden S-Remakes. Ich vermute mal nur den ersten Teil, aber die erzählen mir dann so Sachen, ich sage so, hm, also wenn ich jetzt ehrlich bin, das ist wirklich kein Scherz, ich habe schon häufiger mal von dieser Pennywise-Fratze geträumt. Ich weiß jetzt nicht, wie das bei dir ankommt. Du bist jetzt irgendwie noch so 30 Jahre jünger als ich.

Und dann sind sie manchmal so ein bisschen ertappt und du merkst so, in zwei Minuten ist er auch schon wieder vergessen. Und das ist so ein bisschen das Ding. Die gucken glaube ich echt viel. Die gucken glaube ich auch manchmal sogar härtere Sachen als das, was ich so gucken würde. Aber für die ist das halt so ein Konsumieren. Das guckt man halt.

Und das ist so ein bisschen schade. Ich versuche sie so ein bisschen immer reinzubringen, wenn sie mir erzählen, was sie zuletzt gesehen haben, dass ich so frage, so und wie war es? Was fandst du daran gut? Und die kommen dann halt mit langweilig oder nee, war scheiße und dann denke ich so, okay, was genau fandst du denn jetzt doof oder was hat dir nicht gefallen? Sehr gut.

Du nimmst schon mal die Leute den Wind aus dem Segeln, damit sie später nicht in die YouTube-Kommentare bei irgendwelchen Creatern gehen und drunter schreiben, der Film war Müll. Ja, das ist genauso wie, es ist ja bei allen Dingen so, dass ich frage so, also, nee, das ist scheiße, sag ich, du findest das scheiße und warum, was genau findest du daran denn blöd? Oder was gefällt dir denn nicht daran?

Was weiß ich? Ich find das und das eklig. Ja, ich mag das aber gerne. Also deswegen, oder das ist ja so eine alte Kindererziehung, wenn Essen auf den Tisch kommt, sagt man nicht äh. Und dann sag ich so, ja, also ich würd das jetzt essen. Wenn du das eklig findest, niemand zwingt dich das zu essen, mach es nicht.

Und genauso würde ich das auch immer bei Filmen sagen. Da sag ich auch, also wer zwingt dich denn das zu gucken? Also du musst das ja nicht gucken, nur weil du da irgendwie am Wochenende nichts zu tun hattest. Das ist halt so, wenn wir, glaube ich, Filme eher ich will jetzt nicht sagen genießen, aber wir nehmen Filme anders wahr und Serien wahrscheinlich auch als, Die Klientel, mit der ich zumindest umzugehen habe, die sind dann eher so Content-Konsumenten.

Und die sind auch viel am Handy, glaube ich, dabei. Viel mehr als wir. Ja, das glaube ich auf jeden Fall. Das Second-Screen-Ding, ich meine, wir wissen es alle, wie Netflix-Writing funktioniert und so. Das glaube ich auf jeden Fall. Ich finde es aber cool, dass du das auch irgendwie A, erfragst, B, ein bisschen einordnest.

Weil ich komme auf das Thema auch so ein bisschen, weil ich hatte gerade ein Interview mit Eli Roth zu seinem neuen Film Ice Cream Man. Ich will es jetzt viel für wegnehmen, weil das kommt jetzt demnächst auch bei Devils and Demons und auf anderen Kanälen. Aber eine Sache, kurzer Spoiler zu dem Interview schon mal, weil das in dem Kontext interessiert mich jetzt voll, was du darüber denkst.

Ich hab da halt die Fragen gestellt, weil in dem Film geht es ja darum, dass Kinder Erwachsene töten. Die halt durchdrehen, weil sie Eiscreme fressen und dann bringen sie halt die Erwachsenen um. Sehr nah an der Realität, das mit der Eiscreme. Absolut, Eiscreme macht gewalttätig. Absolut. Regen Dasch ist ein Serienkiller.

Ist natürlich total übertrieben und quatschig und Funsplitter, so alles gut, aber ich wollte halt schon wissen, wie die das on Set mit den Kids gemacht haben. Weil in dem Film ist es nicht so, dass man mit irgendwelchen Gegenschnitten kaschiert, so, ne, die Kinder sind gar nicht am gleichen Set wie der Gore. Nein.

Da springen Kinder mit gedärmem Hüpfseil und werfen die köpfliche Eltern in Basketballfarbe. Das ist schon richtig derbe. Und das mit Dutzenden von Kindern in der Stadt, ne. Ich wollte schon wissen, wie die das gemacht haben, was da für parental. Und wir hatten nur diese eine antwort mit kleiner spoiler schon mal vorweg er hat quasi gesagt das war alles überhaupt kein ding weil die eltern dieser kinder sind alles fans von ihm weil die mit hostel aufgewachsen sind weil es sind alles junge gen sie eltern und, Also beziehungsweise, ne, so jetzt gerade so vielleicht maximal Anfang 30 eben junge Eltern und die Kids, und die sind ja im Film alle so zwischen, sag ich mal, 6 und 11 so im Schnitt, die Kids werden schon mit den Horrorfilmen

ihrer Eltern sozialisiert. Die ganzen Kids da am Set kennen alle Terrifier. Und nicht nur aus Memes und aus Fortnite, weil Art the Clown ja in Fortnite als spielbarer Charakter, als Skin auch drin ist zum Beispiel. Ah, okay. Das musst du dir mal vorstellen. Eines der meistgespielten Spiele von Menschen unter 15.

Arte Clown ist da als Skin drin, den kannst du da wählen. Hm, okay. Diese Kids haben Terrifier schon gezeigt bekommen von ihren Eltern. Und die sind halt acht oder so. Das scheint in den USA völlig normal zu sein. Und da würde ich gerne mal wissen, hast du sowas auch schon mal mitbekommen, dass da wirklich auch Kids waren, die wirklich auch schon so richtig krasse Sachen kannten oder mal was gesagt haben?

Und generell, was hältst du davon? Ja, also Ich beantworte den ersten Teil. Ich hab das schon, genau der Film, also Terrifier 2 ist es, also ich glaub, der erste ist ja bei vielen nicht so schlimm. Wie gesagt, ich kann dazu nichts sagen. Der hat, glaub ich, auch nicht so gespiked. Das kam erst mit Teil 2. Teil 2 wurde er zur Ikone. Teil 1 war, ist noch relativ untergegangen. Ja.

Und da hörte ich mal auch von einem meiner Leute, dass sie den gesehen haben und da sagte ich, oh. Also, das, und hab ich auch gesagt, das ist ein Film, den guck ich nicht. Da reichte mir eine Szene als Ausschnitt, dass das nichts für mich ist. Und dann habe ich gesagt, mich wundert, dass das was für dich ist.

Und dann ist das natürlich so ein bisschen der Gildtrip und das kleckerte dann auch so aus in der Diskussion, weil dann natürlich auch schon wieder 17 andere Sachen zwischendurch passiert sind. Eli Roth. Das ist ein interessanter Ansatz, den er wählt. Ich muss ja ein bisschen versuchen, offen dazu zu sein.

Ich verstehe das nicht so ganz. Also es gibt ja so Videos von den Dreharbeiten vom It-Remake, wo so Muschetti und die Kids und der Skarsgard so ein bisschen rumalbern. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig für die gewesen, weil das ja junge Menschen waren, dass die so checken, das ist hier Fiktion und das ist hier der Schauspieler und jetzt spielt er jemanden, der uns quasi Angst einjagen soll.

Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, da in Sachen Medienpädagogik, echt ein schwieriges Thema, aber dass man da so rangeht, dass man die Kids daran, gewöhnt, dass das jetzt gerade eine fiktionale Sache ist. Und ich glaube nicht, dass das, also ich halte das für nicht so eine gute Idee, das darüber zu machen, indem man ihnen andere fiktionale Stoffe zeigt, sondern dass man an so einem Beispiel, also wenn ich jetzt Eli Roth gewesen wäre, hätte ich gesagt, so pass mal auf, der Film, und da hat die Thematik und das wird relativ heftig.

Aber das sind alles nur Effekte, das ist nicht in echt. Und den Satz, das macht ihr bitte auch nicht in echt, ist natürlich, der ist ja Schwachsinn, den brauchen sie nicht. Aber ich glaube, den Ansatz zu sagen, nur wieso, die kennen das alles schon. Also, okay, Tobi, fair. Nein, sowas haben sie natürlich schon gemacht.

Also klar, haben die mit den Kids gesprochen, das ist eingeordnet. Aber die Kids waren wohl selber so schon vorhyped. Die haben quasi ihn drum gebeten, ey, bespritzt mich mit so viel Blut, wie es geht. Und ich will hier die Gedärme herumwerfen. Also die Kids waren schon so da drin und hatten so Bock auf das Ganze, dass sie, er musste ja gar nicht viel machen, so quasi.

Weil die schon irgendwie das Wissen, dass das Film ist und dass das Spaß ist. Er meinte, das war wie eine Riesenparty, nur halt mit Fake-Gedämen. Also das fände ich halt krass, dass die Kids da schon so eingenordet sind. Und er meinte halt auch so, weil Halloween ist halt ein Thema, die verkleiden sich an Halloween alle als Arte-Clown schon und bei denen ist es halt einfach viel doller und die Kids kamen von sich aus schon da rein und waren so, Alter, lass mich losblättern.

Also jetzt kann man natürlich wieder den Kulturunterschied klar machen und Und dass in Amerika auch was Zensur und was Ratings angeht, Gewalt immer gar nicht so das große Thema ist, sondern eher die berühmte Nacktheit und das Sexuelle und vielleicht auch die Schimpfwörter. Das ist, glaube ich, ganz klar. Ich finde das spannend, was Roth da sagt, weil das natürlich, also ich würde jetzt mal sagen, das ist jetzt nicht normal, dass Kinder mit sieben oder mit acht sowas wie Terrifier gucken. Ich hoffe nicht.

Ich versuche auch das normal so. Es gibt ja so Altersbeschränkungen, die sind ja nicht umsonst so. Und das ist jetzt bei Terrifier ja auch so. Ich meine... Ich mache immer vieles streiten, aber Terrifier ist nun mal halt absolut Schwerspitze in Sachen, das ist ein bisschen doll. Ja, also das sind auch so Sachen, Na klar, das ist ja auch wieder zweischneidig.

Das komplett weghalten ist schwierig, weil irgendwann wird die Neugierde ja noch viel größer und dieses, okay, ich darf's nicht, dann mach ich's erst recht. Aber diesen Ansatz finde ich schon spannend. Ich würde jetzt mal sagen, dass Ila Roth auch bei einer Klientel gecastet hat, die vielleicht da eher so in dem Genre affiner ist. Ich hoffe das zumindest.

Weil ich den Ansatz von ihm spannend finde. Zu sagen, die wollten da mehr. Wir können es ja nicht verifizieren, ob es auch so stimmt. Ich glaube ihm das auch mal. Es klingt natürlich aber auch im Marketing von so einem Film ganz geil zu sagen, wieso die waren da voll drauf und waren da voll abgefahren drauf.

Absolut, vielleicht hatten die Kids, vielleicht stimmt's auch nicht, die Kids haben seitdem alle ein krasses Trauma und träumen jede Nacht. Wer weiß, was die später noch anstellen. Nee, Quatsch. Aber du hast den Film auch schon gesehen, es gibt auch mit Sicherheit ein Embargo. Mir reichten die Trailer, um zu sagen, okay, das ist halt wieder der gleiche Ilar Roth, also was er kann ist halt, er ist halt so Effekt-Department-Typ, der kann sowas, was der für mich nicht erzeugt und deswegen ist Ilar Roth auch so jemand, bei dem hab ich nicht so viel Bock auf neue Filme, der erzeugt bei mir halt so ein kaltes Schulterzucken, weil mir das einfach, also atmosphärisch gar nichts gibt. Da ist kein Spannungsaufbau dabei.

Das geht eigentlich immer nur um dieses, guck mal, was ich alles so edgy kann. Der hat irgendwie auch so ein Penetrationsding. Also ich finde es immer sehr spannend, dass in vielen seiner Filme irgendwas immer mit Ohren und Reinstecken passiert. Das war, glaube ich, bei Thanksgiving auch schon so. Ich habe bei, wenn ich an den Trailer denke, bei Ice Cream, wie heißt der?

Ice Cream Man? Ice Cream Man. Da habe ich, glaube ich, auch so was erinnert. Ich fand den Trailer halt, also das ist halt, das ist dann wieder so, das ist ja lustig. Und ich habe mich bei dem Trailer eher gefragt, also Also wie sehr hat Eli Roth, der dann ja sagt, das habe ich schon seit 20 Jahren die Idee gehabt.

Naja, also Weapons hast du schon auch gesehen. Und dann schon gemerkt, dass das ganz gut funktioniert. Ich bin gespannt. Ich weiß noch nicht, ob ich mir den Film geben werde im Kino. Irgendwann werde ich den auf jeden Fall gucken. Aber wie gesagt, das ist so Horror oder so Splatter-Horror. Den gucke ich und denke so, ja, okay.

Ja, also es ist der typische Roth. Ich habe einen Barrow, aber genau, es ist der typische Roth. Und es ist halt wirklich nicht ernst zu nehmen. Das kann man auf jeden Fall sagen. Aber nichtsdestotrotz ist es doll. So, das ist schon... Es ist schon so Terrifier-Niveau auf jeden Fall. Nur mit Kindern. Ja, und das ist natürlich der Maßstab oder die Messlatte ist jetzt hochgesetzt worden in den letzten Jahren von Sadness, von Terrifier.

Da werden halt Leute natürlich immer das Wagnis versuchen und sagen, so, da versuche ich jetzt nochmal die Messlatte ein bisschen höher zu legen. Das ist ja klar. Ich meine, der letzte Evil Dead hat ja auch nun bei der Freigabe große Probleme gehabt. Ich hab den selber noch nicht gesehen, hab aber echt Lust auf den.

Auch wenn der hart ist, weil mich der Regisseur das ist ja der Regisseur von Vermin, weil mich der interessiert. Jetzt wart ihr ja so alle nicht so angetan, deswegen ist man dann schon so, wenn, das klingt ein bisschen... Ich fand den gut. Ich war ja gar nicht so negativ. Ich weiß, aber wenn so, also bei so einem Film ist bei mir schon so, dass da muss die Euphorie halt richtig krass groß sein, dass ich sage, da muss ich sofort ins Kino rennen, denn, ich hab das ja schon gesagt, das Zeitkonto ist begrenzt und das sind dann auch so Sachen, da denke ich dann manchmal, ich glaub, den kann ich dann auch in vier bis sechs Wochen zu Hause gucken.

Und verpass jetzt nicht so viel auf der Kino-Leinwand. Ja, das auf jeden Fall, das stimmt, ja. Aber ja, echt spannend. Wie gesagt, halt gerade solche Nummern halt, um auf deine Kids zurückzukommen, solche Nummern halt, wie einfach Art of Clown in Fortnite reinsetzen, ne? Die Entscheidung ist halt schon einfach so wild, weil die wissen ja natürlich, dass die Kids jetzt dann spielen und das noch nicht vorher kennen wollen, die dann wissen, was ist denn das?

Und dann fangen sie an zu googeln, dann reicht ein TikTok und dann haben sie irgendeine Batszene gesehen aus Teil 2, Ausschnitte vielleicht und dann bist du drin. Ich meine, wir wollen jetzt auch nicht so tun, als wenn früher sowas, also es gab ja auch sowas wie, zu Verhövens Robocop gab es ja Spielzeug, also so geiles Spielzeug und der Film selber ist jetzt auch nichts für Kinder, auch heutzutage nicht, auch nicht mit anderen Sehgewohnheiten, weil der auch schon, ja, es ist halt Verhöfen, der splattert halt wirklich gerne ein bisschen rum.

Aber ich finde, es hat mittlerweile so ein Maß angenommen, dass man das so versucht, so reinzusneaken. Und das gefällt mir nicht so gerne. Ich finde es immer besser, in Promo und in solchen Sachen mit offenen Karten zu spielen. Und sowas zu machen, wie Art the Clown in Fortnite zu packen. Ich meine, die wissen ja genau, welche Klientel Fortnite spielt.

Und das ist halt nicht, ich sag mal so, das ist jetzt nicht die 30- bis 50-Jährigen auch wahrscheinlich. Bin jetzt halt im Gaming gar nicht drin, deswegen hab ich da nicht so viel Ahnung von. Aber ich weiß halt, dass Fortnite vor, auch ehrlich gesagt, schon so vor zehn Jahren so in Schule ein großes Thema war. und mittlerweile eher schon so ein bisschen auskleckert wieder.

Ja, ja, absolut. Nee, also klar, wie gesagt, wir waren früher auch nicht besser, natürlich, in anderen Bereichen. Heute ist es natürlich nur noch viel massenkomplatibler und einfach breiten Streuter. Und es verbreitet sich viel schneller alles. Ich meine, wenn du ihn in Call of Duty packst, ist zumindest das 18er-Logo auf dem Spiel drauf. Das spielen auch genug Minderjährige natürlich, klar, gar keine Frage.

Aber gerade bei Fortnite halt ist es ab 12, immerhin, das haben sie nochmal hochgesetzt auch vor der Weile, das war ja mal ab 6. Aber ja, im Game für Zwölfjährige halt Arte Clown reinpacken, das ist halt schon irgendwie eine wilde Entscheidung irgendwo und wie gesagt, deswegen fand ich das sehr spannend und, wie du halt sagst, die kommen natürlich auch heute ganz viel einfacher und schneller mit solchen inneren Kontakt auch als wir einfach, weil nun mal als wir groß waren, gab es kein Social Media.

Ja, und ich glaube, bei TikTok siehst du so reale Sachen, die passieren, die auch, also da gibt es ja auch keine Instanz, die da einschreitet. Deswegen ist es, ich würde mal behaupten, können mich gerne irgendwelche Forscher widerlegen, dass die Abgestumpftheit größer ist als vor 20 Jahren oder auch vor 10 Jahren.

Weil wir einfach mittlerweile, weil vieles ja auch durch die Smartphone-Generation, man kann halt mittlerweile eigentlich alles immer mit dem Handy irgendwie filmen. Das heißt, man kann immer irgendwie was aufnehmen, was man vielleicht auch gar nicht aufnehmen sollte. Was weiß ich. Enthauptungen, sonstige Sachen, die Kinder einfach nicht sehen müssten, aber die natürlich dann auch in gewissen Kulturkreisen leider ein bisschen an der Tagesordnung sind, wenn die aus Ländern kommen, die solche Situationen haben.

Und da sieht man schon krasse Dinge. Also ich glaube, die sehen heute halt viel, viel schneller, viel, viel krassere Dinge als früher. Ja, das denke ich halt auch. Ja, ja. Und deswegen sind sie dann, glaube ich, bei Filmen noch abgestumpfter, weil es sehr viel. Ja, von daher, aber ja, spannendes Thema, danke da für die Insights, das finde ich nämlich wirklich sehr, sehr spannend und finde es cool, dass du da auf jeden Fall auch so ein bisschen ja, für Gesprächsstoff da ein bisschen sorgst, so ein bisschen mit reinbringst, das Thema, das finde ich echt wichtig und wie gesagt, ist ja auch mal gut reinzuhören, was da so passiert und auch was da so ankommt in der Altersgruppe, ja.

Ja, weil das ist ja auch so ein, es wirkt ja so, es wird sofort ein Fass ohne Boden eigentlich, weil so dieses was ist echt, was ist was ist jetzt KI generiert, was ist gefaked. Na gut, das kommt ja nochmal rum drauf, ja. Ja, und da bin ich natürlich immer sofort gewarnt, weil ich so denke, Leute, ey, also ich weiß noch, dass ein Schüler mal zu mir kam und meinte, also ein Schüler mit Migrationshintergrund kam aus dem Irak und erzählte mir irgendwas von, ab morgen müssen wir alle weg.

Und ich sag, was, wo wollt ihr hin? Ja, wir müssen alle gehen, hat doch die AfD gesagt. Ich sag, okay, wo hat das die AfD wann gesagt? Ja, bei TikTok. Ich sage, okay, und warum müsst ihr gehen? Ja, die haben so ein Gesetz beschlossen. Und man sitzt da oder steht vielmehr da und denkt, okay, wie erkläre ich ihm das jetzt so einfach für möglich? Und hat dann einfach nur gesagt, das, was da auf TikTok alles so rumgeistert, das musst du nicht alles glauben.

Ah, okay, dann heißt es, ich kann also hierbleiben. Ja, du kannst auf jeden Fall hierbleiben, weil die AfD hier noch nichts zu melden hat. Und es ist schade, dass wir noch sagen müssen. Das ist ein anderes Thema. Das ist ein anderes Thema, aber absolut wahr und krass. Ja, ja. Also, das sind falsche Informationen, was die schon reingetrichtert bekommen all day.

Ich meine, ja, die sind auch gleichzeitig trotzdem mehr alert, als unsere oder vor allem noch unsere Elterngeneration. Wenn meine Mutter, wenn meine Mama mir wieder erzählt, was die alles bei ChatGPT wieder reingeschrieben hat mit ihren persönlichen Daten, dann kriege ich Ausschlag. Das ist nochmal ein ganz anderes Level von Erziehung. Aber die kriegen, die sind zumindest, die werden ja gleichzeitig mitgeschult, auch aufmerksam zu sein, darauf zu achten und kriegen schon so ein gewisses Learning mit.

Aber in der Flut, in der es kommt und in dem Perfektionismus, den es immer weiter annimmt. Kannst du es einfach teilweise gar nicht mehr unterscheiden. Und dann, wenn ein junges Hirn dann noch nicht genug irgendwie auseinanderdividieren kann, dann passiert genau sowas. Das ist schon krass. Das ist heftig.

Es ist mir letzte Woche selber passiert. Ich meine, wir nehmen jetzt kurz, ich glaube, eine knappe Woche nach dem WM-Fußballfinale auf und es gab so ein Video, wie einer der Spanier den WM-Pokal in so einer Tüte trägt. Also in so einer Plastiktüte, eher so einen Müllbeutel. Und ich habe das gesehen und im ersten Moment gedacht, ey, guck mal, der ist ja lässig, dass der den in so einer Plastiktüte trägt.

Und natürlich war das ein KGI-generiertes Fake-Video, also das ist, aber das ist so, ich gucke hin und swipe weiter und habe auch nicht mehr darüber nachgedacht und weiß, dass gerade so in der Jugendgeneration ist sowas gerne mal so dieses, die regen sich schon sehr schnell über solche Dinge auf und wenn man dann sagt, Leute, das ist gar nicht echt, dann ist das manchmal so ein, du merkst so, wie so die Bubble platzt, so dieses Ja, okay, also die ja, ja, ja, okay, also die die Emotion kommt vor dem Hirn, Ja, definitiv.

Aber da sind wir wieder beim Thema YouTube. Das ist ja auch sehr häufig so, dass man so denkt, okay, mit Schaum vor dem Mund was drehen war vielleicht nicht so eine gute Idee bei Boll, aber mit Schaum vor dem Mund so Kommentare schreiben ist gar nicht gut. Also sollte man vielleicht lieber lassen. Ja, genau. Aufwechslung hat es spannend, drei Sekunden und dann erst mal die Emotionen rausschütten und dann 18 Minuten später denken, ach, das ist gar nicht echt.

Ja, aber ja, hatte ich auch schon selber, natürlich, klar. Bin auch schon auf Videos, sag ich mal, reingefallen, wo ich zumindest fünfmal hingucken musste und es erst nicht gepeilt habe. Wie gesagt, da sind wir jetzt. Ich will nicht wissen, wo wir in fünf Jahren sind. Das, glaube ich, das wird wild. Ja, das wird interessant. Dann kriegen wir, wir kriegen ja noch Elon Musk's The Odyssey, hat er ja angekündigt.

Ja, geil, oder? Also ein komplett KI-generierter, eine historisch akkurate Version von The Odyssey. Das ist ganz wichtig. Mit ihm als Odysseus, das wäre nicht so. Nee, muss ich irgendwie verpassen. Diese Ketamine muss man echt auch irgendwann mal weglassen. Aber egal. Mann, Mann, Mann, ey. Okay, wir reden uns zu dir in Rage. Wir kommen mit dem Gefilde, da wollen wir nicht hin heute. Nee, genau. Wir kommen noch einmal zurück zum Film.

Und ich würde sagen, so langsam, lass mich jetzt auch ausklingen für heute. Ich würde jetzt nochmal dich fragen, das machen wir immer auch zum Schluss, für unsere Zuhörende da draußen. Wir möchten Timos Personal Favorites hören. Wir möchten hören, was würdest du den Leuten mitgeben? Ich sage immer, das müssen jetzt keine absoluten Underground-Geheimtipps sein, darum geht es nicht.

Es geht darum, was würdest du persönlich Horrorfilme mit deiner Einschätzung, mit dem, was du liebst, was würdest du Leuten einfach empfehlen? Ich bin ja ein sehr großer Freund von elegant gefilmten Filmen. Und da sind mir, ich habe mich natürlich im Anführungszeichen ein bisschen darauf vorbereitet, dass ich wahrscheinlich irgendwie erzählen muss, welche Filme ich da besonders gelungen finde.

Ich mag von De Palma Dress to Kill. Also man wird jetzt wahrscheinlich eher sagen, das ist eher so Psychothriller-Horror. Aber den mag ich richtig gerne. Der hat mich so, ich habe den damals als auch sehr junger Mensch auf Kabel 1 gesehen und fand den ultra gruselig, weil der ganze Aufbau, die Atmosphäre, die Kameras sind halt klasse.

Und dann gibt es einen zweiten Film von ihm, der ist ja eher so in die Richtung, ja, es ist eigentlich auch ein Horror-Thriller. Der heißt Mein Bruder Kain. Der ist mit John Lithgow, den unsere Hörenden wahrscheinlich kennen aus sowas wie Dexter, vierte Staffel, Rule of Jenny Penn. Rule of Jenny Penn, gerade bei HBO Max zum Beispiel, genau. Genau, also der spielt da in einer Doppelrolle jemanden und jetzt bleibe ich mal kryptisch, weil ich glaube, den haben noch nicht so viele gesehen.

Und das ist so ein, also es ist halt von der Ausgangsprämisse her, ist das ein ganz simpler Film, aber der ist natürlich durch die Primers Spiel so mit visuellen Sachen ist der halt, finde ich, sehr, sehr sehenswert. Also die beiden Filme würde ich so von die Primer nennen, die ich echt gerne mag. Den habe ich sogar noch nie gesehen tatsächlich.

Große Empfehlung. Also mochte ich gerne. Habe ich mal auch sehr jung gesehen im Fernsehen. Lief auch, glaube ich, auf Kabel 1 und dann habe ich mir den vor zwei Jahren. Es gab von Turbine gibt es eine ganz normale und es gibt ein Media Book und im Media Book ist auch noch so ein Directors Cut dabei, der so ein paar Szenen mehr zeigt.

Und der ist schon ganz nice. Ich mag sehr gerne Peter Jackson's The Frighting Years, also den mit Michael J. Fox. Finde ich underrated. Super underrated. Also auch da, zweimal Turbini jetzt in einem Podcast, auch da gibt es mittlerweile ganz viele tolle Editionen von denen zum Film. Aber die muss man sich auf jeden Fall mal drauf schaffen. Den mag ich wirklich gerne, den finde ich gruselig, den finde ich lustig.

Der hat das, was ich so mag. Der spielt einfach mit verschiedenen Elementen, was Emotionen angeht. Ja, dann habe ich schon gesagt, dass ich bin halt ein Riesensucker für Scream. Ich habe mal so eine Whisky-Doku aus Schottland gesehen und da sagte ein Whisky-Verköster, er sagte, es gibt keine guten oder schlechten Scotches, es gibt nur gute und weniger gute.

Und bei Scream ist das bei mir genauso. Ich mag die Reihe super gerne und der letzte gerade hat mich im letzten Drittel echt auf die Probe gestellt, aber auch den finde ich noch immer sehenswert und ich gucke Scream, den ersten gucke ich einmal im Jahr. Also der kommt, ich bin sonst nicht so dieser Schocktober-Horror-Fam, dass ich das in dem Moment gucken muss, aber Scream muss einmal im Jahr geguckt werden. Das ist wirklich einer meiner Lieblings-Horror-Filme, weil ich den natürlich auch zuerst gesehen habe.

Dann hoffe ich ja, dass du im August zu unserem Screening kommst. Aber selbstverständlich. Selbstverständlich. Ich bin schon pikiert, dass ich nicht mit einigen zusammen auf der Bühne stehe. Nein, Quatsch. Nee, aber das ist wirklich, das ist so ein toller Film. Natürlich, komplett, ja. Der ist so, der ist, den habe ich auch so, der habe ich eine Kritik zugeschrieben für Filmtost.

Dann habe ich da Videos zugemacht. Das sind so Dinge, ich glaube, den fünften und sechsten habe ich jeweils nicht in der PV erwischt. Und im siebten Jahr gab es ja gar keine. Und es war jedes Mal so, das sind, das war ein Film, habe ich gesagt, da möchte ich am Starttag ins Kino, weil ich die ganz schnell sehen möchte.

Also die mag ich richtig gerne. Ja, ich mag die Reihe auch total gerne. Dann habe ich vor kurzem nochmal wieder gesehen und habe mich ein bisschen gewundert, weil ich den als Kind, also den habe ich mal, der lief da mal im NDR und ich frage mich bis heute, weil der in der FSK 16 hat, warum der um 21.15 Uhr lief und ich mich an keine Schnitte erinnern konnte.

Das ist von 1975. Angst über der Stadt heißt er. Das ist ein Belmondo-Film. Und das ist quasi die Blaupause für das, was Belmondo danach gemacht hat. Nämlich diesen, ich sag mal so, ultra harten, auch mal über die Gesetze hinweggehenden Kopf zu spielen. Und der Film, ich hab den vor kurzem nochmal gerewatcht.

Und beim Anfang dachte ich, krass, ich würde mal unterstellen, dass Kevin Williamson den Film auf jeden Fall kennt. Denn der fängt quasi an wie Scream. Die Frau sitzt im Hotelzimmer und dann fängt das Telefon an zu klingeln und es klingelt aber nicht normal, sondern es klingelt auch noch, weil das so früher an der Decke auch noch so ein Telefongong gab und das klingelt halt die ganze Zeit in einer Lautstärke und die Frau ist mega panisch und du hast eigentlich als Zuschauerin, hast du gar keine Ahnung, was passiert, was ist denn jetzt, also es klingelt doch nur das Telefon, und dann nimmt sie irgendwann, weil das so schält, nimmt sie das Telefon ab und da lacht einfach nur jemand in den Hörer rein und zwar,

auch in der deutschen Synchro, eine fiese Lache. Also so eine. Lache. Und ja, Spoiler-Alarm, die Frau kommt dann irgendwann ums Leben und da entspinnt sich so ein Film, der dann eher so in so Serienmörder- Thriller-Gefilde reingeht und dann hat der. Beim Rewatch hab ich dann gemerkt, der geht über zwei Stunden und das sind irgendwie auch so zwei Filme in einem, weil Belmondo auch noch so einen, Cop-Killer sucht und den gleichzeitig irgendwie dann auch immer von diesem eigentlichen Fall, wo es um diese Telefonanrufe geht, immer wieder abgezogen werden will, aber die immer sagen, nee, nee, du bist unser bester Mann, du musst das weitermachen.

Und der hat so wirklich creepy gesehen. Und als ich den als Kind gesehen habe, war ich wirklich, ich glaube, acht oder neun, fand ich den so gruselig. Da gibt es dann so Szenen, wo so ein Auge im Türspion drin ist und am Ende kommt dann raus, der Killer, der es dann ist, hat dann auch so eine Sehbehinderung.

Und das fand ich immer ultra creepy. Und den finde ich heute noch richtig gelungen. Und wenn ich jetzt natürlich unseren Hörnern erzähle, dass wir beide, musst du gucken. Also musst du unbedingt gucken. Du wirst irgendwann sagen, der zieht sich ganz schön, das ist natürlich 70er Jahre, also so Bluteinschüsse sind halt sehr rot, also sieht sehr ketchupig aus.

Aber der macht schon Laune und ich mag Belmondo halt total gerne, weil neben dem Horroraspekt, ich meine, der Typ stellt sich halt auf so eine Metro, die fährt dann nur mit 60 da lang, aber das ist halt Belmondo, der hat ja seine Stunts so häufig selber gemacht, und das ist so ein bisschen quasi der Tom Cruise seiner Zeit, und das macht schon Spaß, das zu sehen, weil du natürlich wie immer, ich habe ja schon gesagt, Kamera ist wichtig für mich, du kannst halt ganz anders drehen, wenn du weißt, der Typ macht das selber und muss nicht irgendwie von hinten immer tricksen.

Ja, und dann erzähle ich jetzt unseren Hörenden nichts noch. Ich mochte Backrooms echt gerne und ich fand Obsession so neben Hereditary. Aus den letzten zwei Jahrzehnten jeweils die beiden Horrorfilme neben It Follows, die man finde ich gesehen haben muss, wenn man Filme mag, weil das wirklich neben dem Aspekt, dass sie herausragend gute Horrorfilme sind, einfach extrem interessante, gute Filme sind.

Auch wenn man bei Hereditary vielleicht im letzten Akt so ein bisschen irgendwann denkt so Was passiert hier? Aber der hat auch so, wir sprachen vorhin darüber, was so für Elemente er haben muss. Wenn sich, ich weiß leider nicht, wie der Darsteller heißt, aber wenn der sich zum Spiegelbild dreht und dann dieses Grinsen ist, das sind so Momente, da stellen sich bei mir sämtliche Nackenhaare auf und ich kriege so eine derbe Gänsehaut.

Das sind so, und das brauchen Horrorfilme. Also es muss mindestens zwei, dreimal dieses Gefühl haben, hier kriegt gerade etwas meinen Nacken hoch und, das haben die Filme, die ich gerade genannt habe, alle immer irgendwie geschafft. Und das ist eine wichtige Eigenschaft. Wenn sie es dann auch sogar im Reward schaffen, wie bei mir Obsession, dann ist es Perfektion.

Wenn ich Lust habe, einen Horrorfilm mehr als einmal zu gucken, hat er es geschafft. Also das ist ein bisschen wie Komödien. Ich finde Komödien, es gibt nur eine Handvoll Komödien, die ich mir mehr als einmal angeguckt habe und angucken will. Lebowski kann ich auch gefühlt einmal im Jahr gucken. Ich kann auch mit meinem Bruder gefühlt nur Gespräche über diesen Film führen, über Dialoge.

Und das ist bei Horror genauso. Und Obsession war so einer, den wollte ich unbedingt noch ein zweites Mal sehen. Sowas wie Backrooms merke ich so. Das reicht mir erstmal. Den kann ich nochmal zu Hause gucken, weil der der hatte so eine coole Atmosphäre, aber der hat so im letzten Drittel, ich habe das in meiner Kritik auch gesagt, der hatte für mich so dieses Lost-Problem, dass du so das Gefühl hattest, hier sind ganz viele coole Ideen.

Aber so vom Ende her gedacht ist das nicht, sondern es ist eher so, wir haben hier ein paar Ideen, wir schmeißen die erstmal rein und ja, wie wir das lösen, gucken wir mal. Und das war neben dem Aspekt, dass ich so diese ganze Psychologisierung nicht so ganz cool fand und auch nicht so ganz schlüssig fand, ehrlich gesagt, war das so das Problem, was ich mit Backrooms hatte. Fand ihn aber trotzdem unheimlich sehenswert und würde ihn mir definitiv auch noch mal anschauen.

Ich war ja zwei beim Kino und hatte genau die gleichen Gedanken nach dem ersten Mal und die haben sich leider bestätigt bei mir, ja. Ja, okay. Also dann ist das, ich finde das hier spannend. Ich finde ihn gut und ich finde ihn wichtig, aber ich finde ihn echt nicht ganz rund leider, nee. Und das ist, also es zeigt ja auch so, die Longevity von Obsession ist natürlich, also das erleben wir jetzt die nächsten Jahre auch nicht so.

Aber es hat sich, finde ich, auch gezeigt, wie unter... Also wir packen die beide in eine Schublade, weil junge YouTuber und ich meine, der Parsons ist 20, der Curry Barker ist 26 oder 27. Die sind natürlich krass junge Leute und natürlich eint sie dieses, okay, sie sind YouTuber oder als YouTuber quasi in die Branche gekommen.

Aber wie unterschiedlich das war, also Backrooms, der quasi so einen mega frontlastigen Start hatte und bei Obsession, wo sich das so sukzessive gesteigert hat und diese Mund-zu-Mund-Propaganda ja auch super gut funktioniert hat. Und ich meine, wir haben den ja beide nochmal, du hast ihn nochmal, ich hab ihn auf dem Fantasy-Filmfest auf den Nights gesehen und wenn du dann halt siehst, dass irgendwie von den vier Leuten, die ihn in Hamburg schon gesehen haben, drei wieder da sitzen, dann denkst du, okay, dann ist er wohl wirklich gut. Der macht was richtig.

Ich hab ihn ja dreimal im Kino gesehen dann. Wir hatten ihm ja nochmal die Preview dann im Savoy vorgestellt dann, wo ich kurz ein bisschen moderiert hab und dann hab ich einfach gesagt, ich guck den jetzt einfach nochmal. Mich hingesetzt und nochmal laufen lassen. Es war auch so ein dritten Mal. Hat es genauso funktioniert. Und dann denke ich mir, okay, das ist dann wirklich der Film, der funktioniert. Es ist keine Einbildung, der Film ist einfach verdammt gut.

Und da liebe ich es natürlich auch immer, die Reaktion der Leute zu sehen. Du weißt schon, was passiert. Dann kannst du dich mal so ein bisschen umgucken. Jetzt weißt du gleich so eins, zwei, drei und ah ja, das ist schön. Ich war auch einmal, ich mag das selber gar nicht, wenn man sowas mit mir macht, aber ich musste mich, ich weiß gar nicht mehr, bei welcher Szene war es denn.

Ich weiß es nicht mehr, aber es war immer so, dass ich mit meinem Nachbarn drüber mich überdrehte und ihm einmal vorwarnte und sagte, ach ja, natürlich, es war die Autoszene. Du musst gleich ein bisschen aufpassen, du wirst dich gleich erschrecken. Und er so, echt? Okay, danke. Das hast du aber auch nur gemacht, weil du ja weißt, dass es erschreckhaft ist. Genau, also ich bin nicht wie, ich habe in meiner Schuhzeit so viele Leute erlebt, die das Ende von Fight Club und Sixth Sense den Leuten gespoilert haben. Das war damals einfach eine Frechheit.

Das hätte ich natürlich nicht gemacht, aber ich wusste, dass das Unbehagen schon da ist und dachte ich, pass mal auf Vorwarnung warte mal ab gleich, passiert was. Ja, nee absolut deswegen, also es ist ja auch total, ich liebe es ja auch zu sehen wie diese beiden Filme halt performen ich finde es geil, das ist super wichtig auch und dass Horror jetzt auf jeden Fall auch so eine Hype hat und auf dem Hoch ist, Es werden sich natürlich auch aus dem entstehend wieder jede Menge Schund dazu gesellen, natürlich in den nächsten Monaten und Jahren, die das alles irgendwie aufreiten wollen.

Und auch gerade bei Backrooms, muss ich sagen, glaube ich, zieht jetzt Hollywood wieder auch die falschen Schlüsse, wenn ich wieder höre, welche Internet-Memes, aus dem Reddit und NoSleep und 4chan irgendwie gerade alle, gepachtet werden von Siren Head über Cartoon Cat, das hast du nicht gesehen. Weil man jetzt wahrscheinlich wieder denkt, ah ja, geil, endlich, wenn Backrooms geht, dann können wir uns das nächste Horror-Meme nehmen und machen einfach einen Film draus, wird schon. Das wäre nicht der Ansatz.

Gleichzeitig trotzdem, sage ich seit Jahren, dass da in dieser ganzen Creepypasta, und Internetmythen, Truhe, wahre Schätze lauern für Hollywood eigentlich, die sich nur mal jemand nehmen muss. Slenderman hatten wir ja schon leider, nur leider halt sehr schlecht, aber auch da warte ich immer noch darauf, dass endlich mal jemand einen guten Film macht, kann nicht so schwer sein eigentlich.

Es ist eigentlich alles da, aber du merkst halt, es muss auch jemand kommen mit einem richtigen Mindset dafür, mit Bock, mit Ahnung, wie eben Kane Parsons damit aufgewachsen ist selber, der das versteht, was da der, was der Settingpoint sein muss. Auch wenn der Film jetzt wieder nicht rund war, ich glaube nicht, dass es aber nur an ihm lag, also ich, ich sage ja auch, das ist so, das ist ja mein, mein hottest, ich weiß nicht, was ein Hot Take ist, aber das ist mein Take.

Ich sage, Backrooms ist auch bei, leider bei A24 falsch aufrufen gewesen. Ich hätte den gerne von einem anderen Studio gesehen, weil ich glaube schon, dass da man weiß einfach ja, wie A24-Filme zu funktionieren haben. Und ich finde, der hat sehr viel A24-Stempel einfach. Ja, also jetzt kommt wirklich ein Hot-Tag, der mit Genre nur so bedingt zu tun hat. Ich meine, A24 ist ja nun aber auch durch Horrorfilme wie Hereditary zu ihrem Ruf und zu ihrem Renommier gekommen.

Ich finde, das ist so eine Produktionsfirma, die mittlerweile ja sehr viel einkauft und dieses Label. Also es ist so wie früher so Dinge, die besonders waren und dann auf einmal im Überfluss da waren. Und du hast ja mittlerweile, finde ich, keinen Monat, also manchmal auch keine Woche mehr, wo nicht eine A24-Produktion startet. Also ich finde, das hat sich so ein bisschen, die Qualität hat sich echt verwässert.

Es kommen so Dinge ins Kino, also sowas wie Materialists, also mit Verlaub. Eine super langweilige Rom-Com, die als Spoiler-Alarm, die als Konklusion hat, dass Dakota Johnson sich bei Pedro Pascal und bei Chris Evans beide mal sagt, ja, also eigentlich bin ich, ihr seid zu gut für mich. Und man denkt so, ja, aber was ist denn jetzt der Punkt? Und dann wird so im Off erzählt über Materialismus und dass das immer so ganz wichtig ist.

Und man denkt so, Alter, das ist, also, das klingt jetzt ein bisschen hart, das ist nicht mehr mein A24, wo es einfach Filme gab wie Everything, Everywhere, All at Once, oder Hereditary, wo man einfach so aus dem Kino gegangen ist und gesehen hat, und das Gefühl hatte, ich hab jetzt gerade was Besonderes gesehen und das hat sich bei A24 echt in den letzten zwei, drei Jahren, finde ich ordentlich verwässert.

Und ich glaube auch, dass Neon für Backrooms ein besserer Verleih gewesen wäre, weil sie mittlerweile ja so was Marketing angeht, das war bei Backrooms finde ich solide bis okay, ich glaube, die hätten da was ganz anderes schon mit angestellt. Also das Beispiel Long Legs, der Film, wir sind ja beide nicht die größten Fans davon, aber das Marketing ist der Hammer. Also die PR-Masche, die hat da so gut funktioniert.

Das hätte Nihon, glaube ich, bei Backrooms auch besser hinbekommen. Ja, und deswegen, vielleicht wäre der einfach noch ein bisschen, weil ich finde ihn halt dafür, dass der halt ein Thema behandelt, das ein Gen-Z-Thema ist, oder sogar Gen-Alpha, weil das Backrooms-Phänomen ist erst sechs Jahre, sieben Jahre alt, fühlte der sich halt sehr nach einem Film, eigentlich eher für Millennials an.

Und das fand ich halt eine weirde Entscheidung irgendwie, dass der halt nicht so knallig war. Und ich glaube, deswegen knallt Obsession auch noch mehr, weil der einfach diese junge Dynamik einfach hat. Ich fand auch das, jetzt gehen wir sehr auf diesen Film nochmal ein, aber weil du ihn zweimal gesehen hast, würde ich dich nochmal fragen.

Ich fand, dass die Entwicklung von Edgifur, das hat mich dann am Ende so ein bisschen so, okay, wann ist denn das passiert, dass er quasi so. Ich sag mal so, in diesen Bann gezogen wurde, weil das hab ich irgendwie nicht gespürt. Nee, das zeigt der Film dir auch nicht. Das sollst du einfach wissen, dass er halt, der Film suggeriert dir, er war halt wahrscheinlich monatelang in den Backrooms.

Das zeigt der Film dir aber nicht. Es gibt halt keine, natürlich keine Texttafel, drei Monate später oder sowas. Du siehst es halt daran, wie viele Rechnungen sich in seiner Tür stapeln. Als die Therapeutin dann bei ihm in den Möbelladen rein will und in der Tür klemmen ja so einen Stapel fette Briefe.

Ich glaube, das soll einfach suggerieren, dass er schon monatelang da drin war und in dieser Zeit halt komplett gesnappt ist. Aber ich finde, der Film verkauft dir das sehr schlecht. Ja, das finde ich auch. Und dafür, dass er so lang ist für das Genre, hätte er dann lieber von diesem sehr langen Ende was wegnehmen können und mir da eher mehr zeigen können.

So wie dieser, ich meine, das ist ja so das, was ich geil finde, wenn so Figuren so langsam wahnsinnig werden, so peu à peu nicht mehr wissen, was sie machen und ob das jetzt real ist oder nicht. Das hätte ich da, hätte ich mehr den Fokus drauf gelegt, als auf diese psychologische Nummer. Weil ich auch den Therapeuten-Charakter, boah, da wurde auch immer so A24, so eine Backstory angeteased, aber für mich auch nicht richtig eingelöst.

Da hab ich den Punkt nicht so ganz verstanden. Ja, ging mir genauso. Aber ja, deswegen, ich finde auch, dass A24 da so ein bisschen, um nochmal den Take aufzugreifen kurz, ja, die müssen ein bisschen aufpassen, dass die ihren Label nicht, dass die ihren Ruf nicht einreißen. Oder auch sowas wie Undertone jetzt. Wird eingekauft, kommt dann jetzt hier schon einfach random auf Netflix in Deutschland ohne großes Herrar.

Alles irgendwie, ja, es ist nicht mehr, genau, es ist nicht mehr dieses garantierte Gütesiegel, was es mal war. Das ist es halt nicht mehr. Das haben sie sich selber so ein bisschen verbaut, muss ich sagen. Ja, das finde ich auch. Aber gut, wir haben vor wie gefühlt halben Stunde schon gesagt, wir kommen zum Ende.

Sehr langer Epilog. Ich würde sagen, wir kommen jetzt auch mal zum Ende. Aber Timo, es war fantastisch. Vielen, vielen Dank, dass du Zeit hast heute. Ja, sehr gerne. Hat sehr viel Spaß gemacht. Schöne Insights bekommen von dir. Ihr habt die Tipps am Start. Genau, guckt euch die Filme an. Ich habe auf jeden Fall auch nochmal zwei Sachen mitgenommen, die ich auch noch auf jeden Fall gucken muss.

Der Angst über der Stadt, der Team, wirklich sehr gut. Der kommt gleich auf die Liste. Ansonsten verlinke ich natürlich deine ganzen Kanäle in den Show Notes. Klickt bei Timo auf jeden Fall gerne rein, bei YouTube, Insta und so, können überall folgen, der Videotikar. Auch wenn da kein Videotikar ist, wie wir geklärt haben.

Wann Zweitkanal, der Lehrer. Ja, großes Thema. Lehrerkontent bei Instagram mittlerweile. Ja. Eine Subnische, die ich krass finde. Meine ich sogar ernst. Nur mal für den Hinterkopf vielleicht. Lehrerkontent verbunden mit Film. Genau, über was wir heute gesprochen haben. Das ist ein guter Elevator-Pitch, aber ich muss den noch zu Ende denken.

Ja, ja, ich sag's nochmal. Ansonsten genau, folgt gerne rein. Ansonsten, wir hören uns wieder hier regulär natürlich am Freitag, wenn unsere Italo-Wochen weitergehen. Und ansonsten natürlich gerne bei unseren Bonus-Formaten hören wir bei Steady. Ihr kennt den ganzen Drill. Und ansonsten wünschen wir euch eine gute Zeit und bis zur nächsten Folge bei Wo verruselt sich eigentlich? Danke, Timo. Und macht's gut. Ciao.

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