
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 229
Christian Jankowski: Spielraum Mut
Freitag, 20. Dezember 2024 · 1 h 16
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Shownotes
Was geschieht, wenn sich Kunst und Alltag begegnen – auf humorvolle, kritische oder auch völlig überraschende Weise?
Wie weit darf Kunst gehen, wenn sie gesellschaftliche Themen aufgreift?
Und wie gelingt es, die Kunstwelt mit anderen Bereichen unseres Lebens zu verbinden, ohne ihre Leichtigkeit zu verlieren?
Um diesen Fragen nachzugehen, lade ich euch ein, einen außergewöhnlichen Künstler kennenzulernen – Christian Jankowski (christianjankowski.com). Mit seinen Installationen und Performances zeigt er, wie Kunst nicht nur Räume, sondern auch Menschen verbindet.
Bevor wir tiefer in Christians Gedankenwelt eintauchen, bin ich natürlich gespannt zu erfahren: Was war der Moment oder die Erfahrung, die Christian zur Kunst geführt hat?
GOOD TO KNOW!
GAST:Christian Jankowski (christianjankowski.com)
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Music. Und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der, Mein Name ist Claudia Linzel und ich freue mich sehr hier auf spannende Persönlichkeiten der deutschsprachigen Kunst- und Kulturszene zu treffen. Was passiert, wenn Kunst und Alltag sich begegnen? Auf humorvolle, kritische oder auch völlig überraschende Weise.
Wie weit darf Kunst gehen, wenn sie gesellschaftliche Themen aufgreift, Und wie gelingt es die Kunstwelt mit anderen Bereichen unseres Lebens zu verbinden ohne ihre Leichtigkeit zu verlieren. Um diesen Fragen nachzugehen, lade ich euch ein außergewöhnlichen Künstler kennenzulernen. Christian Jankowski, Mit seinen Installationen und Performances zeigt er, wie Kunst nicht nur Räume, sondern auch Menschen verbindet, lieber Christian, bevor wir tiefer in deine Gedankenwelt eintauchen, bin ich natürlich ganz gespannt zu erfahren, Was war der Moment oder die Erfahrung, die dich zur Kunst geführt hat, Schön, dass du da bist, so dass ich bei dir sein darf. Herzlich willkommen. Wie? Das ist natürlich immer wieder,
gute Anfangsfrage, so viele verschiedene Geschichten könnten erzählen, wie es losging. Aber ich würde sagen, spielerisch und im Spaß fing das an. Also ich hatte, paar Freunde auch in der Schule und wir sind einfach so um die Häuser gezogen und haben uns Sachen ausgedacht, irgendwelche Streiche oder irgendwelche Leute irritiert Und irgendwie erschien mir diese Richtung in die Kunst zu gehen als als ein Weg, wo man viele Wahlmöglichkeiten hat, sich immer wieder, anders für Weltverhalten kann, wo die Bahn nicht so nicht so absehbar und vorhersehbar sind.
Und deswegen habe ich dann irgendwann angefangen, Ja, mich an Kunsthochschulen zu bewerben und diesen Weg des Künstlers zu verfolgen. Du bist Ende der 60er Jahre in Göttingen geboren. Jetzt bin ich natürlich total gespannt, welche Streiche du da später. Das ging mit ganz banalen Sachen los, wie irgendwelche, langen Alurohre, in denen dann Erbsen an irgendwelchen Nachbarhäuser Fenster geschossen haben, die nachts erleuchtet waren. Aber ich hatte auch so ein paar lustige Freunde, die da aus der linken Szene kamen und ich weiß was, ich fand, wir haben ja noch zu Hause gewohnt. Auf einmal standen meine beiden Freunde da und hatten schon alte Badewanne, die aufm Sperrmüll gefunden hatten, so zwei Stockwerke hoch in die Richtung der Wohnung meiner Eltern geschleppt und meine Mutter kam irgendwann bei mir ins Zimmer, also das sind zwei Freunde, die wollen was für dich abgeben und es war natürlich tolle Momente,
Und ich denke hinterher, dass einige dieser Aktionen, die ich auch mit denen durchgeführt habe und die wir so gemacht haben, dass das so. Dass das weitergetragen worden ist, die Badewanne spielt ja dann viel später nochmal eine Rolle, als ich nach Hamburg gezogen bin, wo ich dann dachte, ach, da steht ja wieder eine eine alte Badewanne rum. Mit der kann man ja noch was machen und das hat dann zu dem öffentlichen Bad geführt, wo in der Schaufensterwohnung, in der ich da gewohnt habe, dann Passanten eingeladen worden sind, diese Badewanne dann natürlich mit frischem Wasser aufgefüllt, immer wieder zu besteigen. Für dich vor deiner Mutter geschämt, als Badewanne da auf einmal vor eurer Wohnungstür stand? Äh nein, also das war ja das war das war lustig. Die waren eben auch irritiert, aber die haben den Humor dann auch verstanden. Aber das
Spannende war immer dabei, diese Ernsthaftigkeit, mit denen dann Jonas und Malte süßen, die waren die wieder in einem Flur standen und wie sie das komplett ernsthaft vermittelt haben, dass jetzt diese Badewanne abgewickelt werden müsste und das ist ihr Auftrag ist, äh der jetzt ausgeführt werden muss.
Also höhere Wesen befallen sozusagen, ja. Man nimmt sich was man nennt sich was vor und macht das dann einfach, ja. Was habt ihr damit gemacht? Ja, ich glaube, die passt dir hinterher gar nicht so richtig da äh durch dieses Haus. Also ich jedenfalls nicht lange in meinem Zimmer gestanden. Die wurde dann doch wieder entsorgt und stand wahrscheinlich kurze Zeit später wieder vor der Tür. Deine Eltern sind das Kunstaffine Menschen? Ich würde sagen, ja, beide sind Beamte.
Haben in dem Sinne keine künstlerischen Berufe, aber haben Berufe gehabt, die mit Kunden zu tun hatten. Mhm. Also meine Mutter war in der Bank am Schalter, mein Vater war in an der Krankenkasse der AOK auch mit Kunden im Gespräch. Und ich glaube, so eine Art von Offenheit und Neugier der anderen Menschen gegenüber war vorhanden, was, Ich manchmal, was mich auch geschämt hat, dass, die immer wieder auf Urlauben oder wo auch immer, wann mit der Familie unterwegs war oder im Restaurant, Nachbartische anquatschten und so fort, so eigentlich da keine, keine Grenzen kannten, so in anderen Leuten, die die Privatsphäre einzubrechen und solche Eltern. Genau. Aber auf der anderen Seite war es eben auch kein Beruf,
sehr groß thematisiert worden ist, den sie gemacht haben. Ich habe weder irgendwas über das Bankgeschäft oder über das Arbeitsfeld einer Bank gelernt oder einer Krankenversicherung. Da kann ich ehrlich gesagt kaum darüber referieren oder irgendwas erzählen, was Mein Vater da eigentlich so viele Stunden gemacht und viel mehr war der Fokus meiner Eltern.
In allem, was da drum stattfand. Also Familie, die Wochenendausflüge, die Urlaube, die geplant wurden, die Urlaube, die dann auch noch auf Super acht festgehalten worden sind oder ein Foto erhalten. Also das war dieses, Auch sich selbst präsentieren und auch selbst in anführlichen Abenteuer in diesen Urlauben zu erleben. Das war viel zentraler und war viel mehr Teil dieses gemeinsamen Familienlebens. Und auch zu konservieren, ne? Du sagst, super acht. Genau, das Konservieren und auch eben da der Umgang, sowohl, dass man, Wir als Kinder, mein Bruder und ich dann ab und zu eben bestimmte Fotos auch von meinen Eltern machen sollten, aber viel mehr waren wir ja die Hauptmodelle. Wir wir wurden dann gefilmt. Er
in der Aktion oder solltet ihr schon etwas performen, euch irgendwo vorstellen was ich dem Selfie der 70er Jahre? Na ja es gibt einerseits diese Klischees der Fotografie so Vordergrund macht bildgesund, dass da vorne irgendwas reinragt, dann irgendwie baut sich so eine ganze so eine ganze Landschaft, so eine ganze Komposition auf. Da gab's sehr genau vor, auch meines Vaters auch, was die richtigen Uhrzeiten betrifft. Da gibt's soeben diese Magic Hour oder ganz früh und so weiter.
Ja und manchmal gerade in in bewegten Bild ist man manchmal nicht schnell genug, dann muss man eben noch mal irgendwo lang laufen. Das zweite Mal nur zu tun, als ob. Unsere Eltern sind sich wahnsinnig ähnlich wie mein Vater, der hatte auch eine Kamera. Und hat alles gefilmt, wirklich alles. Das ging ja noch. Aber wenn dann hinterher Freunde und erweiterte Familie eingeladen wurden, um zu zeigen was Claudia oder meine Geschwister. Mhm.
Das hat mich immer ein bisschen gestört. Wie ging's dir? Ja, teilweise auch, obwohl ich schon gestehen muss jetzt im Nachhinein ist das natürlich was Tolles sich das anzugucken ist einfach diese festgehaltenen Momente auch wenn man weiß wie viel davon inszeniert und auch nicht ist und wir auch, vordergründig heile Welt einer Familie auch da teilweise oder ja auch vorgespielt wird. Damals schon, nicht erst seit Instagram. Ganz genau. Ganz genau und ja das hat mich natürlich oft zum skeptischen Beobachter auch solcher Momente des Aufnehmens gemacht. Man sieht mich oft in den Filmen eher mit so ein bisschen skeptischem Blick das Ganze, so wie gerade. Ja genau. Das kannst du beobachten. Und dann hast du dir überlegt, so jetzt werde ich
Videokünstler. Nee, gar nicht. Ich habe gerade jetzt fertig ganz großer Maler und äh genau, ich hatte mein Atelier dann eingerichtet, da auch erst bei meinen Eltern sogar und dann später in einer anderen Wohnung und fing dann an zu malen und jetzt bewerbe ich mich, Und das hat sich dann aber anders entwickelt, weil ich nach Hamburg kam, Und da eigentlich in einer ganz anderen Szene gelandet bin. Aber vor Hamburg warst du doch auch noch in Brasilien. Ja, aber das war jetzt schon einfach eine Reise. Das war eine ich hatte zwischendurch ja so eine Phase auch, in der, Der Künstler eher ein musikalischer Künstler werden wollte.
Oh, da hängt keine Gitarre. Ja, genau. Ich habe, ja, ich habe lange in Göttingen auch mit verschiedenen Bands gespielt und habe da auch also tolle Sachen. Miterlebt mit der Spaß gemacht, auch vor Publikum zu spielen und eigene Kompositionen mit denen zu machen und auch das Ziele wechselten sich so ähnlich wie in der Kunst auch, dass man da so Entwicklungen durchgeht. Vielleicht fängt man in der Malerei mit abstrakten Expressionismus an, dann kommt irgendwann was Figurliches und irgendwann wird's immer komplizierter.
Im Moment hast du immer Fragen gefragt Flöte AC. Das war noch in der Schule. Dann kam die Melodika auch noch dazu, aber dann kam die äh Wandergitarre durch diese Pfadfinderzeit. Das ist eine Akkorde-Kloppensonne. Du warst Pfadfinder. Ja. Von den blauen Wäldern kommen wir und so. All das, Alters tue ich, genau. Und Orgel. Und genau, da ging das weiter zur, klassischen Gitarre und E-Gitarre und dann auch in der E-Gitarre dann von ja von der ersten Smoke Conto Water bis zum Free Jazz. Oh, ich kann mit einem Blick dann auch vorstellen, da war er wahrscheinlich so ein bisschen leidend. Mit Sicherheit. Sehr ernst. Ja, natürlich. Ihr ernst.
Heute mein Sohn spielt ein Instrument und ab und zu machen wir so, kleine Session zusammen. Ich äh habe ihm neulich das natürlich auch die Nostalgie dieser alten Instrumente, den DX 7 gekauft, der natürlich das Trauminstrument der Achtziger war und, Ich habe auch meine ganzen Gitarren, die verkauft. Die gibt's alle noch. Nee, aber du sparst auf Brasilien an. Das war eben auch so eine Mischung aus ja, mein Vater das tollste Land, was es wohl geben muss, zwei Brasilien und da war er aber noch nie und dann dann muss ich doch mal hin und gleichzeitig, habe ich auch diese Akkorde geliebt, die da war, auf einmal in Borsanova da waren und habe dann mit der Gitarre rasiert aufgenommen und habe da so ein bisschen rumgeklampft,
Und habe dann aber öfter in Sessions so das Gefühl gekriegt, dass die gesagt haben, leg mal lieber die Gitarre. Da war es doch. Ja, aber ist doch in Ordnung. Enttäuschungen müssen sein. Du, genau. Genau, aber Ja, toll war's trotzdem. Du, Anna, sag noch mal ganz kurz, was haben denn deine Eltern gesagt? So ein grundsolider Beruf, klar, die Liebe zum Reisen, zum Film, Fotografieren und dann kommt der Sohn auf die Idee.
Also dass die's jetzt auch nicht, dass ich dafür immer weg wollte. Das war nicht ganz klar wie lange, aber so mindestens ein halbes Jahr. Und ich war davor auch schon ein paar Mal so in Asien mit einem Freund zusammen für drei Monate. Das haben die schon akzeptiert. Das fanden die in Ordnung, ja. Und dann zurück nach Deutschland, nicht Göttingen, sondern Hamburg. Ja, genau.
Also auch aus dem Gefühl, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, weil ich habe die Grafikdesignbewerbungen nicht erfüllt und auch die ersten Ablehnungen gekriegt von, Zwei oder drei verschiedenen Hochschulen in ich habe mich noch für Berlin beworben irgendwann. Nichtsdestotrotz gab's dann irgendwann auch erst nachdem ich da schon hingezogen war, in Hamburg geklappt, ja. Warum denn Grafikdesign? Das war auch so eine Zwischenprozessentwicklung. Das ging eher von der Musik her, weil ich da schon immer für Plakate auch dann später nicht nur, Für meine Band, sondern auch von anderen Bands, die Grafik gemacht habe, Plakatentwürfe, Logos entwerfen et cetera. Und du wolltest Covergestalter daherkommen, ganz genau. Und dann doch in die freie Kunst
Mhm. Warum? Ja, ich glaube, auf der einen Seite war das eine Begegnung mit jemandem, den ich da in Hamburg getroffen habe. An die Härte, das waren Filmemacher, den habe ich in der Kneipe da kennengelernt und der sagte, du wenn du dich jetzt so auf da schon für Grafikdesign beworben hast, dann ich kenne da so eine Hochschule hier, der Hochschule für Bildende Künstler Hamburg.
Ich habe da studiert, guck doch da mal vorbei und ich bin die Hochschule da rein und mir gefiel die Atmosphäre von Anfang an sehr gut und ich dachte, ah, das ist der Ort, hier will ich hin. Und auch wenn es da nicht gleich geklappt hätte, war dann auch die Entscheidung klar, dass ich dachte, ich muss jetzt, Einfach Göttingen adieu sagen und mal neu anfangen in Hamburg.
Und bin dann als Schwarzhörer da in die Vorlesungen rein und habe mich dann auch selbst in der Grundkasse, eigentlich nicht war herumgetrieben und habe da auch gleich diesen, Professor, das war Mike Henssler, der damals die Grundklasse da geführt hat, der hat mich da auch gleich, reingelassen. Wie war die Stimmung damals in Hamburg? Ja, ich fand's unglaublich toll. Das war große Grundleistung, toller Raum und alle machten da irgendwas. Es gab immer wieder Möglichkeiten.
Ich kann doch mich erinnert der Mike hatte auch zu so einer Schweizer Kunsthochschule und dann hatten wir zusammen mit denen was gemacht. Das Land, der sich Weltraumeintopf also Da kann man sehr vieles drunter vorstellen, was da so zusammenkommt. Aber es war natürlich eine wahnsinns gute da andere Leute kennenzulernen, Und da auch zu merken, mit wem kann man, mit wem kann man da weniger und welche Leute findet man? Ja, es ist spannend und möchte mit denen mehr machen und, So bilden sich dann Klicken und auch Vorlieben und Freundschaften. Weltraumeintopf Also ich habe jetzt natürlich so eine ganz eigene Vorstellung, aber was hattest du für eine Vorstellung und was war's letztendlich?
Ich merke jetzt grade, wie sich's alles von einem. Zum anderen entwickelte natürlich als ich in Hamburg war, war ich auch zu Anfang ein bisschen einsam, dachte, na gut, nebenan gab's die Kneipe, da da habe ich gearbeitet, um Geld zu verdienen, Und in diesem gleichen Ding gab's auch erst recht alternative Szenen Altona gegenüber vom Zeisik-Kino-Friedensallee. Da gab's auch im ersten Stock Konnte man eben so Tanzkurse und alles mögliche machen. Die machten da Tango und alles mögliche. Du warst Tanzlehrer? Nein. Nein. Aber ich, spielen? Nein, aber ich hätte natürlich in bei hier dieses Capoera da gesehen, wie die das in Salvador gemacht haben.
Ausgerechneten Brasilianer, der dann Capoera Kurse gegeben hat, da habe ich gesagt, ich bin dabei und ich und ein paar Blondinen Weil das ist auch eine lustige Mischung. Es zieht ja dann irgendwie auch so Gegensätze an, die dann zu Capo ihrer Lehrern und den Brasilianern gehen. Ja, wir haben ich habe dann garantiert anderthalb Jahre oder so. Capoera da gemacht.
Zweimal, dreimal die Woche. Das war natürlich, auch ein guter Fitnesssport, aber für den Weltraumeintopf und darum erzähle ich's, habe ich diese ganze äh Szene von Capoera Leuten da in die Kunst zur Schule gebracht und wir haben da eine Capoera Performance gemacht, ja. Schon damals gerne mit Menschen zusammengearbeitet?
Ja, ist auch genau das so eine Gruppe, eine andere Gruppe trifft, die so Mit anderen Maßstaben, mit anderen mit anderen Interessen so auf dann auf eine andere Gruppe trifft, Also wie sich manchmal so Systeme begegnen oder die man dann, In irgendeiner Routine, irgendeinen Rat verstellt und da was anderes dazu bringt, äh was dann anders ja wieder Bedeutung schaffen kann, weil das äh, Ist da auch ein bisschen angelegt.
Ich mach's nicht alleine, ich mache das in der Gruppe. Ich bringe die mit in die wenn ich da noch nicht aufgenommen bin, muss ich ein bisschen. Die Capoera Fighter Weltraum eintragen. Bild war ein Topf. Da passten die hin. Mal bitte noch mal aufnehmen. Ich würde gerne die Version 2024 davon eingeben. Werde sicherlich mal interessant, wie ich jetzt so ein also ein so ein Ratschlag aber ich muss gestehen auch später habe ich das öfter noch in meinem Tanzstil integriert, auch in der Kunst ist ja immer, Nicht nur wichtig eben finde ich interessante und gute Ausstellungen zu machen, sondern ähnlich ist ja dieses Gesellschaftliche und wer kann feiern und wer feiert wie und wie exzessiv oder wie frei geht so eine
freier danach weiter. Das spielte da auch eine Rolle. Ja und ich finde es auch ganz interessant, diese kleinen Details, die einen als als jungen Menschen prägen, dass die durch das ganze Leben. Jetzt bist du ja ein bisschen älter als ich. Mehr Erfahrung. Ein halbes Jährchen oder was? Allerhöchstens. Aber wie sich diese kleinen Details immer wieder wiederholen, wann sie neu, Ich habe vor ein paar Monaten in Georgien, dass man's ganz stolz berichten sozusagen ein Move dieser anderthalb Jahre in Hamburg, da tatsächlich vollzogen habe. Wir haben da eine lange Party.
Und ich habe da so einen Handkopf-Stand hingekriegt aus dem aus dem Tanz heraus, ja. Also, Dass ich da ein paar Punkte erfahren habe. Ich denke jetzt an deinen Vater bei der Versicherung, denn du denkst, Junge pass auf über. Und dann hat sich an deine Badewanne erinnert und dass die in Hamburg in ein Schaufenster gesetzt Na ja, ich glaube, dass das schon eine große Fügung und großes Glück war, dass sich diese.
Ladenwohnung da mieten konnte? Du hast ja auch gewohnt, oder? Ich habe da gewohnt, genau, gewohnt und gearbeitet. Es wird gleichzeitig als Atelier, Dann, weil's dieses Schaufenster, was eigentlich noch mit einem Vorhang zu war, dass man halt nicht in diese Räume dahinter so gucken konnte, in den Ladenraum, der nicht abgetrennt, und da habe ich dann immer mal irgendwas reingestellt. Wie hat sich das denn angefühlt in einem Raum zu leben, in dem es eigentlich ums Verkaufen geht?
Du aber eigentlich vielleicht dort deine Ruhe finden möchtest, Oder hast du es natürlich jetzt mal während von der Badewanne benutzt, einfach auch mal juristisch die Vorhänge aufzuzählen und zu zeigen meine Ruhe wollte ich nicht finden. Okay. Hätte ich mir nachdenken können. Das war toll, das war äh wirklich ganz anderes Gefühl zu leben, als ich das so davor gewohnt war.
Denn das könnte man da durch diesen Vorhang sehr wohl bestimmen, inwieweit man jetzt Menschen da einen Einblick gewährt oder in so eine Kommunikation eintritt oder auch nicht, sitzt ja auch öfter in Cafes oder in Restaurants hinter einer Schaufensterscheibe, aber gleichzeitig dann doch einfach ein Essen ist, was man damit, paar Freunden gemacht hat oder dass Geburtstag gefeiert worden ist, dann sind einfach Passanten vorbeigekommen und dann oh können wir mitmachen und so und dann hat man sich die angeguckt.
Ja oder nein? Weitergeschickt, aber manchmal entwickelten sich einfach auch eine tolle tolle Partys aus diesem Zufall, wer dann gerade vorbeikam und. Der Ort, der dann zu Anfang äh ich hatte das Schaufenster der Alltäglichkeiten genannt. Mhm. Da waren dann kleine Aktionen, dass ich Ebenso langweilige Handlungen wie wie Bügeln oder oder Wäsche aufhängen, denn einfach in dem Schaufenster stehend gemacht habe und da, Mich damit amüsiert habe, eben diese Öffentlichkeit zur Schau zu stellen. Also diese Hausarbeit eigentlich, die Arbeit, die keiner sieht, die einfach nur gemacht werden muss, dass ich die so zelebriert habe da vorne, dass das also äh quasi eine Vorführung wurde, wo dann Leute, Denn ich habe dann auch Kommentare oder mal so einen Daumen nach oben gekriegt und aus diesen,
Performances, des Schaufensters, der Alltäglichkeiten entwickelten, sich dann andere Performance, unter anderem auch dann diese Badewanne oder das öffentliche Schemen im Schaufenster, wo Passanten sich schämen konnten oder der sichere Ort, in dem ich Das erste Mal dann Geld von der Kulturbehörde Hamburg gekriegt habe und das an an, Sicherheitsunternehmen gegeben habe, die dann kugelsichere Folie aufgetragen hat auf den Schaufenster, Und eigentlich ein Aufenthaltsraum da drin gestaltet worden ist, wo für den Zeitraum für 24 Stunden, Jeder, der wollte, sich da drin der Sicherheit aussetzen konnte, äh beschützt von fünf Bodyguards und vorne wurden mit Metalldetektoren erst mal alle Menschen durchleuchtet, sozusagen auf Gefährlichkeit.
Und ich stand 24 Stunden vor der Tür und habe alle Passanten, alle Menschen eingeladen, hier entweder zu nächtigen, denn es gab auch sechs Schlafplätze oder so 30 Stühle zum Sitzen. Was für Ängsten kamen die Menschen? Es kam auf der einen Seite ein Kunstpublikum. Es kam natürlich Kunststudenten, Freunde von mir, die vorbeigeschaut haben. Es war auch eine Ausstellung, Die unter sei dabei, mehrere Off-Spaces, in Hamburg zusammengefasst hat. Insofern hatten wir schon auch eine eine Kunstszene, die jetzt nicht nur so spezifisch die Kunst zur Schule in Hamburg war, sondern auch andere Alternative Orte waren da. Dann am Radiosender darüber berichtet, Und so kamen auch ein paar Neugierige, die das im Radio gehört hatten.
Aber auch bestimmt die Hälfte der Leute waren einfach zufällige Passanten oder Nachbarn, die dann reinkamen und dachten, was ist jetzt hier wieder los. Und haben Sie sich mitgeteilt, welche Angst oder Sorge äh Sie antreibt, wovor Sie sich schützen wollen oder ist das geblieben? Es ist teilweise für mich im Verborgen geblieben, weil ich wieder aufgezeichnet habe. Ich stand ja die 24 Stunden durchweg vor der Tür und die habe die Leute eingeladen und es kamen natürlich Menschen raus und es gab Diskussionen davor.
Wo natürlich die Sicherheit auch umschlägt, überhaupt dazu erst dann Angst zu erzeugen, dadurch dass man jetzt auf einmal damit, Was ist hier eigentlich los? Also dieses Gefühl von Sicherheit oder Unsicherheit ist dann in dem Moment äh besonders erwartbar, dass man da drin sich beängstigt fühlt jetzt in Altona ist jetzt auch nicht so ein gefährliches Stadtteil, wo man mit viel Gewalt rechnen müsste. Andererseits waren doch ein, zwei Leute, reingekommen, die dann sich eher auf einmal so ein bisschen gefährlich echauffierten und vielleicht auch die Situation provozierten.
Kurze Zeit später wurde ich eingeladen auch von einem Ort in London eine Arbeit zu machen, die es dann das war in der Nähe von Krings Cross, also eine relativ raue Londoner Gegend und, Allein die Anwesenheit dort von Security Guards, die dort standen. Das war ein altes Bankgebäude, was schon viele Jahre leerstand, was wir da übernahm.
Das war sozusagen die zweite Version dieser Arbeit. Die war erheblich aggressiver. Da waren auch, Menschen vor der Tür auf einmal, die auch gespürt haben, dass wir so Eindringlinge sind, die erst nicht das überhaupt nicht einordnen konnten. Also eher so eine bisschen eine Drohungsszene, ein bisschen eine eine Szene, die eher, Ihr Territorium dort, auch verteidigen wollten, vor jetzt allen Dringlingen. Aber auch, Dort gab's wiederum Obdachlose, die reinkamen und sehr wohl und sehr gerne diese Orte angenommen haben und, Dazwischen haben sich eben auch, Da habe ich das noch mehr erlebt, weil ein Freund von mir sehr lange da drin war, der das auch beobachteten konnte, dass da plötzlich einer ein Arzt war, der jemand anderen einfach gesagt hat, du kommst bei mir
ich bin Zahnarzt, ich mache dir deine Zähne klar in den nächsten Tagen, wenn du willst. So also das, eben Szenen und Menschen sich unter diesen Vorzeichen des Unbestimmten, was ist der Securite-Pace? Da drin gibt's Möglichkeiten für neue Begegnungen und das berührt mich oft und das erfreut mich, wenn man merkte, ergibt sich etwas Neues. Andere Menschen, kriegen neues Bild von jemand anderen und zusammen.
Gibt's eigentlich durch dieses Cam dann auch die Möglichkeit, irgendwo anders weiterzugehen. Und standst du da auch vierundzwanzig Stunden? Ja. Davor? Ja. Was ist dir in den 24 Stunden durch den Kopf gegangen? Auf der einen Seite die Beobachtung und gleichzeitig das Reflektieren? Ja, es sind auf der einen Seite, weil ich ich muss sagen, ich bin ein-, zweimal sogar rein, weil es wurden da, Wir waren kurz davor. Ich wollte nicht, dass die Polizei noch dazu gesagt, wir müssen das einfach mit unseren Security-Leuten, die ja private Securitys denn da auch hinkriegen, Aber das gab einen kleinen Tumult, der fast vor dem Raum, weil Menschen, sagt, ihr habt hier nichts zu suchen, verschwindet und man muss versuchen, deeskalierend zu gucken und dann denen erstmal was zu Kunst zu erzählen, dann merkt man auch, dass es natürlich.
Sehr bunte und eine sehr diverse Welt ist und dass Leute auch sehr ja natürlich eine Meinung haben, die relativ, Schwer zu ändern ist und auch nicht wenn man sagt, du bist ja auch eingeladen, hier reinzukommen, aber wenn dann jemand wirklich mit recht langen Fingernägeln dich beschimpft und die Fingernägel in Richtung deiner Augen, die kommen immer näher, dann denkst du schon, oha, klar, es ist nicht jeder zu überzeugen hier.
Das war in den neunziger Jahren, wenn man die Situation jetzt auf heute übersetzt, dann hat das ja schon eine sehr politische Dimension. Das ist mein Bereich. Du darfst hier nicht rein. Ich beschimpfe dich. Und der Unterschied war ja, in dem sicheren Ort, den den wir da inszeniert haben, durfte ja jeder rein, solange er niemand anderen gefährdet. Mhm. Das war kein exklusiver Ort, auch wenn durch diese, ich sage jetzt diese Bodyguards, die davor standen, der Anschein geweckt worden war. Das ist jetzt hier um eine ganz exquisite Veranstaltung. Ist wohl nicht jeder reinkommt, was eigentlich durchlässig.
Mhm. Und ich glaube, in dem Moment, wo meine die Öffentlichkeit geht, wird fast alles politisch. Also in deinen eigenen vier Wänden, gell, gibt's niemanden, der das beobachtet. In dem Moment, wo man, ja, wo man nach draußen geht, wo man auch was mit anderen Menschen macht. Mhm. Ja, wo andere Menschen teilnehmen und dann auch aufgenommen werden, denn es war der sichere Ort, Wir hatten paar Security-Kameras installiert, ja und dieses Security-Kameras wiederum machen diesen 24 Stunden Film, der das Dokument, das bleibende Kunstwerke, also die medialisierte Form einer Performance sind, auf den man die Menschen auch nicht wirklich gut erkennen kann muss man sagen. Das ist Equipment und auch wie die Kameras angesagt
und angebracht sind halt die Menschen doch sehr als abstrakte Figuren da fest und das hat sich dann auch in dem Machen der Performances mehr und mehr rauskristallisiert, das ist nicht einfach ein Mehr darum ging, das alleine zu machen, sondern dass auch irgendwas übrig bleibt, etwas davon transportiert, was da stattgefunden hat. Und ich merke auch an deinen Fragen jetzt, was wurde da geredet? Was ist da passiert? Was ging in den Leuten vor? Das ist ja spannend und deswegen ist diese, Zusammenwirken aus Bild und Wort, also immer für meine Arbeit sehr wichtig.
Mir wurde auch am Anfang in Hamburg von Professoren prophezeit, dass ich nur in Deutschland aktiv sein würde als Künstler, weil ich so sprachlastige Kunst machen würde. Und weil wir das da Videos festgehalten worden ist und ich merke auch, dass ich jetzt. Wenn ich zurückblicke auf die vielen Arbeiten, die in vielen Ländern stattfindet, dass ich jetzt Arbeiten von koreanisch bis rumänisch, als wir das einfach so viele Sprachen dann eine Rolle spielen, die natürlich dann immer wieder untertitelt werden.
Und auch Untertitel in verschiedene Sprachen werden. Der Kernpunkt ist, dass dieses dass irgendwann relativ früh würde ich sagen da in den in den mit Neunzigern diese Medienformate eine große Rolle spielten. Und dann, als der Professor zu dir kam und sagte, du bist zu deutschlastig, hast du dir einfach den Pfeil und Bogen, aus der Kindheit geschnappt?
Ja, das war ja eigentlich alles davor, weil das ist zum Beispiel eine Arbeit, die genau, die hat ganz Anfang noch stattgefunden in dieser Phase, als ich noch nicht an der Hochschule war. Allerdings muss ich sagen, durchaus schon Kontakte hatte, paar Vorlesungen gehört hatte zu den Wiener Aktionisten und überhaupt zur Performancekunst. Und durch dieses, Vielleicht dann auch abwenden von der doch recht einsamen Tätigkeit im Atelier als Maler hin zu dem, gemeinsam erarbeiten in Form von Strukturen, von Orten, auch die man besucht, wie den Supermarkt, den du gerade anführst, der auf einmal dann zur Bühne wird, indem die Performance stattfindet. Also immer wer macht mit, wo und wie lange, Und warum
die denn da vorher um Erlaubnis gefragt oder bist du einfach ingegangen? Nein, äh man muss einfach also es da kriegt man keine Erlaubnis für Spitzenfeilen durch die Gegend zu schießen und dann im öffentlichen Raum und natürlich bin ich oft von da rausgeleitet worden aus dem Supermarkt, bin dann eben in den nächsten Supermarkt gelaufen. Das einzige Gespräch, was es kam, war ja eine Performance, die auch für eine Woche.
Festgeschrieben war, dass ich mich in der Zeit wirklich von Sachen ernähre, die ich auf die Art und Weise aus den Supermarktregalen erlegt habe. Mhm. Und es gab einen damaligen Freund von mir, der bei Spiegel TV arbeitete und der hatte dann gesagt, ja du, ich Nehmt das auch gerne mal mit meiner Beta-Kamera auf. Peter kam eine teure gute Fernsehkamera damals und ich denke, ein Glück hat er das aufgenommen.
Aber da musste man doch kurz mit der Kassiererin reden, aber vielleicht war auch der Hintergrund, dass dort jemand von Spiegel TV war, Wiederum interessant für die Mitarbeiter des Supermarktes. Und es kann durchaus sein, ich kann mich jetzt nicht erinnern, ob dieser Kameramann auch aus der Routine heraus, weil er ja oft so Diese Drehs ad hoc gewohnt ist, nicht vielleicht doch den Filialleiter mal gesprochen hat. Oh Gott, hier Spiegel TV. Wir gehen ja einmal kurz durch.
Jetzt wollte ich beinahe sagen, bekannter Künstler, vielleicht ist es zu dürfen. Der Möchtegern-Künstler geht einmal hier einkaufen und dann haben wir das gefilmt und wir haben auch gefilmt. Die Sachen dann eben auf dem Counter vor der Kasse eben lagen und dann auch gescannt und von mir, bezahlt worden sind. Teilweise merkt man ja, was einem fehlt, wenn man den Kühlschrank.
Aber oft, das mache ich bis heute eigentlich so, dass ich hier mich vor Ort auch inspirieren lasse, wenn ich da durch die Gegend gehe. Und natürlich konnte man dann nur noch diese H-Milch-Geschichten oder so oder äh die Tüten kaufen. Bestimmte Sachen, man guckt einfach anders, etwas anders, aber ich denke, es kam doch recht alltägliche, normale Dinge des täglichen Gebrauchs daraus, Brot.
Schon verpacktes Brot zu kaufen da. Ich habe damals noch geraucht, auch die Zigaretten musste ich mir schießen. Da ging dann natürlich immer ein paar Flöten. Wie weit bist du denn bereit zu gehen, um deine Vorstellung eines Werkes zu vollenden? Also ich sah immer, Ich finde das immer auch spannend, wenn es ein ernstes Spiel bleibt, die Kunst. Mhm. Das, Das Handeln auch vielleicht im Werk eine Konsequenz hat auf das Werk, dass nicht alles abgekartet ist.
Oder dass auch, Das ist nicht nur Dritte sind. Mhm. Es gibt Werke von mir, in denen ich schon eher hinter der Kamera oder eher das versuche zu arrangieren. Es gibt andere Werke, in denen ich auftrete. Und ich glaube immer. Das ist auch wichtig ist, teils zu nehmen und dabei zu sein und dann kann man auch wieder andere Werke machen. Aber so ausschließlich auf der anderen Seite zu stehen, find's auch immer gut, sich zu fühlen da drin. Mhm. Und tue, wie weit man gehen will. Ich fühle mich jetzt nicht dadrin verletzen. Natürlich will ich keine anderen verletzen oder auch vorführen, aber eine gewissen Sinn irritieren oder auf auch diese Frage genau an diesen Grenzen zu arbeiten. Ist das jetzt, Skulptur. Ist das jetzt Kunst oder ist das Leben, also an diesem in der Schnittstelle zwischen Kunst und Leben finden eigentlich die interessantesten Diskussionen statt. Mhm. Weil da Kunst eben noch nicht definiert ist.
Ich liebe auch Malerei und ich liebe auch Kunst, wo man sagt, die endet am Ende der der Leinwand. Aber auch wenn ich Bilder produziere, ist doch die Geschichte dahinter, auch noch sehr entscheidend. Ich habe ja so eine Reihe gemacht mit neuer Malerei, wo aufgrund von. Großen Gemälden aus der Kunstgeschichte, Diese Themen aufgegriffen werden und ich ich fange dann Reinterpretation dieser Bilder ein, indem ich im Internet finde, Wenn Menschen Tablovivance machen, also die Stellen dann sozusagen Gemälde nach. Tabloviva war ja eigentlich so im 18. Jahrhundert, auch eine Form von einem, spektakuläre Massenmedium. Da wurde wahrscheinlich zu Hof oder im wohlhabenden Bürgertum äh wurden Performer eingeladen oder Menschen machten damit dann eben Gemälde nachzustellen und zur großen Unterhaltung und
Es gab auch durchaus Nacktheit da drin, da durften also sozusagen selbst nackte Menschen regungslos stehen, ohne dass es zu anrüchig war. Also es war auch so eine Schnittstelle, wo es was akzeptabel, gesellschaftlich und wo ist das nicht akzeptabel? Na ich führe jetzt aus, aber das mich interessieren dann diese Nachstellung, diese Aneignung von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen diese Kunstgeschichte noch mal nachspielen. Du und sag mal, wenn du in deinem Alltag unterwegs bist.
Und du spürst so eine Schnittstelle, so eine so eine Grenzsituation kommt dann der Moment und wenn du mal legst, hier möchte ich gerne ansetzen und ein neues Werk schaffen. Das ist jetzt meine Inspiration. Ich merke nur, dass meine Strategie ist, Ich denke nicht ausm Atelier heraus. Mhm. Oder sehr selten, glaube ich. Ich denke, mehr von dem Ort aus, wo ich ausstellen werde. Also viele ein Großteil meiner Arbeiten ist aufgrund von Ausstellungsmöglichkeiten entstanden. Das ist, Auch nicht ganz typisch für einen Künstler. Oft finden er Atelier erstmal sozusagen. Da findet die Arbeit statt, die Werke entstehen dort und dann wird es übertragen in den Ausstellungs- oder Galeriebereich und bei mir lag dann oft so eine Möglichkeit vor, ich weiß nicht, vielleicht bei einer Biennale mitzumachen oder in einem bestimmten Haus auszustellen und ausgehend,
von einerseits, Meinem Gefühl da, vielleicht auch eine Art von Zufall, der stattfindet, weil grade ein ausgerechnet als ich da hin komme, passiert das und das. Also jetzt ganz konkret, ich arbeite an einem Werk für an der Biennale in Timmy. Das ist äh eine Stadt in Rumänien. Die haben jetzt, ich weiß nicht, glaube ich, schon die achte oder neunte Biennale findet da statt. Noch eine relativ kleine Biennale.
Aber als ich jetzt zur Vorbesichtigung davor anderthalb Monaten war, ich hatte schon ein paar Ideen, er hatte schon so gedacht, na ja, ich habe gelesen, dass IKEA, Der größte Privatbesitzer von rumänischem Wald ist. Da gibt's ja in Rumänien noch eine Menge Naturwälder, die aufgrund, dass die eben einfach nicht weggeschlagen worden sind, auch zu Zeiten des Kommunismus et cetera existierten, sind die jetzt übergegangen, also in Privateigentum. Ausgerechnet von IKEA, den da wahnsinnig viel Wald gehört. Na ja, das war jedenfalls zu meiner Recherche hier vor Ort. Ich hatte da schon Ideen, wie ich Ikea, was da auch in ziemlich warer existiert, eben so ein Baustamm Anfang mit meiner Kettensäge zu bearbeiten, bis er am Ende als Porträt des Gründers von IKEA mitten im Wald von Rumänien landet.
So das war meine ET da. Mit einer Menge irgendwie Recherche hier angefangen. Aber dann komme ich da an den Hauptplatz von Timmy Joshua und sehe da so Menschen, die, im Kostüm von so Habstburgern am alten, Platz von Timmisch war da auflaufen und mit einer Trommel und der Kanone hinter sich herrollen so aus dem auch siebzehnten Jahrhundert und ich finde auf einmal, dass so ein, Also so ein verrücktes Bild, auch in dieser Kulissenhaften Stadt, die ja auch, Viele alte Architektur da beinhaltet, viele Filme werden dort gedreht, wenn man so ein bestimmtes Sideboard dreht, Und ich lese dann über diese Vergangenheit und auch über die Vergangenheit, dass da zwischen den Habsbürgern, zwischen den Ungarn, zwischen auch dem Osmanischen Reich und so weiter, so viel Kriege auch stattgefunden haben und das so eine wichtige, strategische Position war.
Und dann denke ich, Mensch, irgendwie sind ja auch Biennalen in Vaders. Gekommen. Da machen sich Kuratoren aus New York einen New Yorker Kuratorin auch, die da diese Biennale mit kuratiert. Und man macht sich so Vorstellungen, was da, für die Menschen, für die Einheimischen, interessant wäre, aber was gleichzeitig auch eine Strahlkraft nach außen entwickeln soll als Thema. Also im Moment, es gibt ja so einen bestimmten fast imperialistischen.
Den man auf Birnalen werfen könnte, Und das hat mich auf einmal, dass das zusammengefühlt, aber mal hat's klick gemacht und ich bin im Moment viel begeistert davon der Idee, jetzt zu sagen, wir machen so ein, Film mit diesen realen Actern Die sind die Verteidiger ihrer Kultur ihrer Stadt. Die gehen sozusagen an diesen Bereich, wo auf hinzu sich eine Gruppe bewegt Und zwar das Kuraturenteam, die Künstler, die Leute dieser Biennale, die lade ich ein zu einem, Frühjahrsspaziergang und wir bewegen uns sozusagen von den Feldern, von auf zu. Das will ich dann sozusagen filmen, aber der Film wird hauptsächlich gedreht aus der Perspektive.
Dieser Habsburger. Also es sind natürlich die Einheimischen und die unterhalten sich. Man kennt ja auch diese Genre in dem Film, also von, habe das jetzt den Amerikaner zum Vietnamkrieg sind, die den Vietcong beobachten. Dann sieht man da, man ist in diesem Platoon der Amis und guckt dann den Feind, den sieht man eher abstrakt und genauso sieht man, diese Biennale eher abstrakt von der Entfernung. Und vielleicht wird irgendwie eine weiße Fahne gehisst und einer von den Leuten, der Biennale bewegt sich auf einen, der Habsburger zu, und die unterhalten sich dann bisschen, was die einen von den anderen wollen und was zugelassen wird oder nicht. Ich meine, ich fange jetzt an schon. Das ist mein Fantasiegespinnst, ja? Letztendlich soll's ein kurzer Film werden.
Miteinander verhandelt wird. Basis von Gesprächen, die ich davor mit diesen Einheimischen führe, mit den rean Actors und mit den Invators sozusagen diese ganze Szene der Biennale ist. Mit denen werde ich auch mit den Kuratoren Interviews führen und das Skript dieses Films ist informiert, Aus einer Kritik an Bienalen aus den spezifischen, Wünschten, die die Kuratoren haben an diese Kunst, an die Vermittlungsarbeit, an den Audience Development, die dann gelingen soll dort vor Ort und an der Skepsis oder den Wünschen, die dann von den Menschen in Rumänien, geäußert werden. Genial. Ich glaube, das könnte sehr spannend werden. Ich find's super. Ja und ich finde das eben auch ganz toll, dass das nicht auf der Biennale in Venedig
gemacht wird, sondern in Anführungsstrichen auf einer kleineren Biennale Tee sozusagen damit für alle anderen Bianalen stehen sollen. Ich möchte darin auch eine Diskussion reinbringen über und die Kultur der Biennalen, in der ich ich muss schon sagen, auch seit. Jetzt siebenundneunzig, weil ich auch meine ersten Biennale und seitdem habe ich bestimmt 30 oder 35 Bienalen da teilgenommen. Für viele von denen neue Arbeiten gemacht und insofern ist das, Ich merke vielmehr, dass dieses neue Werk mich jetzt mehr interessiert, Als die Geschichte von IKEA. Es klingt auch wie so ein Abrunden von diesem Gesamtblick, den du erlebt hast, dass du quasi jetzt in so ein Finale starten kannst mit du hast also und das war was was du meintest muss immer ein Werk, musst gleichzeitig auch irgendwas in mir widerspiegeln, wo ich merke, dass jetzt hier vielleicht auch eine Art von Lebenserfahrung mit den Biennalen als Biennale Künstler denn
Es gibt ja im in der Kunst sagt man auch, da gibt's auf der einen Seite die Biennale Künstler und dann gibt's da mehr die Marktkünstler und die einzelnen eher in den Kalerien zu Hause, die anderen da. Meine ich versuche da auch immer, ich liebe diesen Weg in der Mitte. Ich finde es toll, wenn das beides zusammen stattfinden kann und deswegen nicht, dass mir das nicht auch gefallen würde mit Kettensägner-Holzskulptur zu schnitzen, aber ich merke hier ist mein Interesse und irgendwas, was will resoniert stärker nach. Und kommt die Holzschnitz Porträtarbeit dann in den Ordner, vielleicht noch mal irgendwann. Ja, genau. Mhm. Ja, die wird auch vielleicht noch irgendwann gemacht. Ist ja nicht vielleicht die letzte Ausstellung da in Rumänien.
Und ich finde das durchaus ein wahnsinnig spannendes Thema. Natürlich ist das die Frage, wie weit wem gehört der Wald? Also wir haben jetzt die ganzen Naturkatastrophen vor unseren Augen. Das natürlich alles rein, diese Verantwortung, die auch dann so ein Unternehmen leisten kann und so weiter und wie sieht eine Form von Protest aus dazu und so und das sind, unglaublich spannende Fragen. Und dann muss ich dann irgendwann, da muss man alles auf eine Karte setzen und jetzt da, versuchen, dass das dass das gelingt. Ich kenne den Moment ganz gut, wenn ich, Gespräche vorbereite, die natürlich immer so ganz leicht herausgesprudelt wirken und dann in dem Gespräch entwickelt sich ein ganz anderer Strang, der mich,
Während des Gesprächs noch viel mehr beglückt. Wie geht dir das in solchen Momenten, wenn du eigentlich gut vorbereitet. An einen Ausstellungsort kehrst und auf einmal noch etwas viel Wunderbareres entsteht in deinem Kopf und viel Vollkommendereres, Gut, es ist natürlich ist das toll, dass derart dieses Flow ist. Mhm. Ja? Dass man auch solange noch nichts festgeschrieben ist. Auch in dem Dreh selbst und von der Skript geschrieben ist, äh muss es natürlich dadrin immer noch Luft geben. Da muss irgendwie eine Möglichkeit des Ausbruchs da sein und oft sind das die wichtigsten Stellen. Man braucht natürlich auch die Grundarbeit.
Man muss da unten sozusagen die Basis haben, um dann sein free Jazz-Solo, um wieder zurück zur Musik zu kommen, um dann eben die Blue Notes da einzuführen oder irgendwas Überraschendes da einzuführen. Aber dafür braucht's trotzdem eine Unterstruktur. Gibt es solche Momente in deinem Leben, wo du feststellst, da war eigentlich der Plan in die und die Richtung und auf einmal kam dieser Free Jazz-Moment rein und eine völlig andere Wendung genommen? Ja, das gibt's oft, also ich stelle ja auch dann erst oft mit dem Abstand fest, was so ein Werk überhaupt bedeutet von mir Viele Leute denken eher, da ist Kunst was mit Bedeutung zu tun hat. Ich glaube, er hat das die Bedeutung sich einfach auch wandelt und das ein gutes Kunstwerk eben auch sehr viele Bedeutungen haben muss. Wo hast du das ganz intensiv gespielt? Na ja, ich habe das
Zum Beispiel gespürt auch in Ablehnung oder Zuneigung zu meinem Werk, Wo man merkt, wie wie sehr auch die eigene Geschichte natürlich in dieser Lesart, die jemand mitbringt, mitspielt, hätte so eine Arbeit. Vor Jahren mal gemacht. Die hieß the holy Artwork. Da habe ich mitm Televangeles aus Texas zusammengearbeitet und, Dann hat sich ein ein sehr guter Sammler von mir abgewandt von meiner Arbeit.
Vorübergehend kann ich ein Glück sagen aber weil ich dann hinterher einfach gehört habe auch gut, der hat äh innerhalb der Familie da ist jemand Newborn Christian und ganz abgewandert in einer Art von Sekte und, man merkt natürlich, dass auch, Themen und die Welt ist gefährlich. Das können in alle Richtungen ausschlagen, ne. Also organisierte Religion kann eben, Leute dazu beflügeln, ihre Freiheit sich zu erkämpfen für ihre Rechte einzustehen und kann natürlich genauso gut die Leute kleinmachen Und konditionieren und beängstigen und manipulieren. Und ich glaube, das muss man einfach akzeptieren. Es tut natürlich auch als Künstler möchte man ja geliebt werden.
Oder ich möchte geliefert werden. Ich glaube, das geht dich lieb. Also das heißt es erst mal so, kann man mit Ablehnung oder das muss man auch erlernen, mit umzugehen. Kann jetzt da durch ein paar solcher Erfahrungen auch besser mit umgehen. Das ist auch durchaus ein Recht hat. Ich habe ein anderes Werk auch gemacht jetzt für die Biennale in Quenka vor anderthalb Jahren und, Da ging's um eine Art von Polizei, die sahen aber fast eher aus wie ein Militärpolizei.
Und ich habe da eine Art von Manöver über über Gerüche, mit denen ich habe Parfüms, kreiert, mit verschiedenen Begriffen, die alle aus dem Kuratorischen Text entnommen sind. Also dieser Kuratorische Text beschäftigte sich mit sehr vielen Problematiken der Welt. Von Sustainability to Demo Cracy to ediology oder Soft Power. Es fand viele Begriffe oder Conspiris Eary. Also Begriffe tauchten da drin auf.
Ich bin ja auf eine Art Vielleicht auch ein bürokratischer Künstler, der ähnlich wie meine Eltern vielleicht in Papiere durchgehen, nämlich so ein Kuratorentext sehr wichtig und unterstrich Diese ganzen Begriffe, die mir irgendwie da drin, wichtig erschien und hinterher habe ich dann also 20 Begriffe gehabt und habe gedacht okay, ich versuche jetzt mal zu diesen Begriffen Parfums zu entwickeln.
Um einfach so ein bisschen was von der Schwere, weil ich war fast erdrückt von den ganzen Problematiken und auch der Hoffnung. Die verbunden sind mit an Künstlern sich damit jetzt auseinandersetzen zu sollen. Wie geht man vor? Also du hast dann ein Wort, was dich irgendwie natürlich ich bin kein Mensch, der diese Gerüche selber zusammenmixt. Ich hole mir dann jemanden Ein Parfumeur, der hatte die gute Nase und hat da Substanzen hingestellt und fing an, ja ich dachte auch Corruption, das musst du süß und so, dass man eigentlich nicht nein sagen kann.
Riechen, ja und dann hat er das vorgeschlagen, ich muss gestehen, dass ich Bei den meisten Sachen hat er mir da manchmal zwei Möglichkeiten gegeben und dann habe ich mich entschieden, aber es war im Großen und Ganzen auch seine Arbeit und da hat der Mensch auch Humor hatte, denn ich glaube, zu ernsthaft Kann man das Ganze auch nicht angehen. Man muss da auch seinen Grund instinkt folgen eigentlich und die Geschmäcker verschieden sind kommen natürlich durch deine Vorgeschichte auch, kommen andere Erinnerungen hoch. Mhm.
Ist ja was ganz subtiles, ein Geruch und deswegen ist diese Lesbarkeit eben überhaupt nicht für alle Menschen gleich. Das wäre natürlich anmaßend, das zu denken, dass das jetzt ein gültiger Geruch für Cruption wäre, den wir da hergestellt haben. Aber darum ging's auch nur bedingt. Es ging eigentlich auch um dieses Vermögen und Vermögen dazu zu dem Thema etwas Sinnvolles zu kreieren. Das ist ja auch eine Metapher dafür, ein Kunstwerk zu erstellen, dieses Perform zu machen.
Und dann haben diese Polizisten eben jeweils ein Parfüm, per Zufall bekommen von mir und haben zwei Gruppen gebildet und haben in einem Übungsgelände sind sie dann nachdem sich jeder einmal mit seinen Parfüm besprüht hatte, aufeinander zugegangen und haben sich dort gegenseitig dann, wenn sie sich getroffen haben, aufeinander gestoßen sind sozusagen abgeschnuppert.
Und bei dem Riechen mussten sie dann und das ist eben auch ein sehr sehr also diese Form der Geruchserinnerung. Sie haben davor Die Gerüche der Gegenpartei als Proben gehabt, um sich da einzuriechen, um sich dann die Begriffe zu merken, die zu dem Geruch passen auch. Und dieses Mellmanöver, so heißt diese Arbeit, war eben auch anders. Zu einer anderen Diskussion, die ich auch gerade geführt habe, wo man auch sagen kann, natürlich haben wir gerade so viele schlimme, Kriege da am Laufen, dass auch der Beruf des Soldaten oder des Polizisten, dass das ein Umgang ist, der natürlich, Der hat auch was Spielerisches, an Stellen auch was Ungesehenes und dadurch auch komisch ist, Ich sehe oft auch, dass die Amis sagen ja auch Love Dress is the last Line of defense, ne? Also das Lachen als letzte.
Struktur, als letzte Abwehr, dass man dann, wenn man nichts mehr kann, dann fängt man an hysterisch zu lachen oder gibt einfach auf, resigniertes Lachen, all das. Deswegen, stecken da einfach diese Gefühle, diese Emotionen auch sehr stark nebeneinander und, mit seinen Diskussionen, die ich da zu dem Werk hatte, fanden, dass sie eben auch Menschen geschmacklos mit Menschen, die aussehen wie Soldaten in etwas, in so einem, das war in den Anden eine Ruine. Sie sei wirklich ein bisschen wie entweder Kriegsgebiet oder wie ein Übungsgelände aus und da drin so etwas zu veranstalten. Ich kann in dem Moment immer nur sagen, jeder hat komplett das Recht, das als geschmacklos zu empfinden. Ich, man sieht einfach in der Welt auch geschmacklose Dinge und für die kann auch Platz sein, aber es gibt eben unterschiedliche Empfindungen dafür.
Und das, was mir Vertrauen gibt, ist wie gelingt's denn, Wie ging's den Polizisten selbst? Wie war das denn, Mit denen habe ich gute Gespräche geführt und ich habe durchaus gemerkt, dass erst eine große Skepsis da war. Ich habe zu Anfang schon gemerkt, wie sich auch so ein Projekt entwickelte. Die erste Vorstellung, ich komme da in Ecuador an.
Da 1 Cranker, wir gehen in dieses Polizeigelände, werden in so einem kleinen Raum geleitet, recht spartanisch mit, drei Leuten der Körnel und zwei Mitarbeiter einer, der die Pressearbeit macht, Und jemand anderes, der noch als Supervisor das mitnotiert, was wir da geschrieben haben. Wir pitchen dieses Projekt mit den Kuratoren zusammen. Wir wissen nicht, ob's gut war oder schlecht. Totale Ruhe. Dann auf einmal kriegen wir eine Nachricht, oh ja, wir können das und dann vielleicht machen.
Und wir hurra, dann wird das noch mal nach hinten verschoben. Dann bin ich am Drehort, habe diese ganzen das Drehteam zusammen und die, Polizisten kommen nicht. Über eine Stunde lassen die auf sich warten. Ich denke, also es sind ja so lauter Sachen, die völlig in der Luft stehen, was dann ist. Dann merke ich, aha, Erst hieß es, sie kommen mit ihrem Männerbataillon da an. Jetzt ist es eine gemischte Gruppe von Frauen und Männern und es hat natürlich auch etwas erotisches aufeinander zuzugehen, aneinander zu riechen und natürlich hat das unter Männern auch etwas homoerotisches.
Und Dotti auch, ja ist ja auch toll, dass die Frauen dabei sind. Es sind ja auch, Polizistin durchaus da vertreten, die er in Straßen patrouillieren und so weiter. Alles gut. Und dann denke ich, unter welchem Vorsatz sind jetzt, wie sind diese, Polizisten eingeweiht in das Werk. Das heißt, mit einer Übersetzerin habe ich dann erst noch mal das Projekt allen vorgestellt, weil mir auch wichtig ist, dass, merken, dass sie nicht einfach nur irgendetwas machen. Ich möchte nicht nur, dass die mir zu befohlen wird, da irgendetwas zu machen.
Und dann habe ich doch durchaus noch gemerkt, dass in den ersten Viertelstunde zwanzig Minuten war das alles noch so ein bisschen unklar, aber es entwickelte eine zunehmende Dynamik, die dann auch Durchaus lustvoll durchaus spannend und ja irgendwie auch, Auch die Leute bereichert hat als Erfahrung und das habe ich in Gesprächen danach mit den Polizisten gemerkt und einfach an der Stimmung, auch weil ich nicht besonders gut Spanisch spreche, aber ich habe natürlich an den Reaktionen von denen gespürt, dass ihnen das Projekt an sich gefallen hat.
Und das gibt mir am Ende das Gefühl, Ja das kann man machen. Kunst darf das. Wie kommst du denn an all diese Menschen? Also natürlich unfassbar charmant äh es ist, immer eine eine Mischung auch, wie spricht man die an und es gibt durch die Biennale, es gibt natürlich auch da drum eine Politik. Mhm. In der Biennale war es natürlich wichtig, dass Quenka sich identifiziert, Mit der Biennale. Mhm. Die sehen sich für Lateinamerika mit Kuba und der Sankt Paulo Bionnale als die älteste, wichtigste Biennale, die es da gibt.
Und das ist ein großes Stadtfest, wenn die eröffnet. Also wie sich Lokano auch mit einem Filmfest identifiziert et cetera und da macht's natürlich auch für Politiker und die Stadt ist das eine Instanz. Ich bin nicht einfach nur irgendjemand, der das jetzt plant, sondern ich bin, Künstler, der aus dem Ausland kommt, da extra was für diese Biennale macht. Und grundsätzlich ist die Stimmung dem gegenüber erstmal aufgeschlossen und das ist ein großer Pluspunkt und auf die Casting Jesus-Arbeit, war's ja das Schwierige den Vatikan zu überzeugen und da ging's.
Durch also viel Klinken putzen, dass man sich hocharbeitet, war eine Sache, aber ich glaube, eigentlich nicht die hat nicht das Entscheidende gebracht, weil da habe ich viel Zeit auch mit verbracht alleine. Wichtiger war dann, als ich einen jemanden kennengelernt in in Rom, Und sie kannte wiederum einen früheren Bürgermeister.
Fahre sogar aus der Familie, entfernte Verbrannte und dann hat dieser frühere Bürgermeister im Vatikan angerufen und ich hatte ein paar Tage später einen neuen Termin und zwar nicht mit irgendeinem Priester, sondern schon mit einem Monsignore, der schon einige Ränge da drüber war. Und der Monsignore sagte dann, ja, ich mache das, Und dadurch war sozusagen das Eis gebrochen und auch die anderen beiden Teilnehmer waren dabei. Was war dir wichtig in der Arbeit? Das ist die Frage nach der Bedeutung, man könnte viele Geschichten dazu erzählen jetzt, weil du gerade über die Pfadfinder gesprochen, da gab's natürlich Bibelarbeiten, also unser geprägtes Bild der Umgang mit Religion und auch dieses subtile vom Christensein geprägte Form. Mein Name ist Christian, mein mein Vater ist aus der Kirche ausgetreten
Also ich sage das nur deswegen, weil du mich daran hast denken lassen. Auf der anderen Seite dachte ich in Rom natürlich auch an großen Weg, den viele Künstler aus dem Norden gegangen sind, um in Italien die Kultur aufzuschnappen, den Malstil zu kopieren et cetera, et cetera, also ich war ja da als Stipendiat der Villa Massimo dieser Orts, wo, deutsche Künstler sich schon seit 100 Jahren äh eben dann für Monate nach Rom begeben, um dann da arbeiten zu können und.
Im Zusammenhang dieses Stipendiums habe ich da Erinnerungen recherchiert und habe dann natürlich auch mir meine Rolle angeguckt. Ich komme jetzt auch nach Italien und mache Italien weg. Da dachte ich ist gut, sich anzugucken, wie auch an der Jesusfigur sich immer wieder wie in der Kunstgeschichte aus Stile ablesen lassen, von Mittelalterkunst bis zur Renaissance, wie sich die Christusfigur im Äußeren auch, geändert hat und auch ändern musste, um neue Wirkformen gestellterische Wirkform, um auf das Publikum wieder wirken zu können, muss man an seiner Form arbeiten.
Und das haben auch die Jesus-Darsteller begriffen, denn Auf einmal sah Jesus wieder anders aus und dadurch war er frisch, weil wieder neu belebt. Und deswegen ist dieses Casting Jesus vielleicht dieses Arbeiten am Äußeren, so wie Deutschland sucht den Superstar im Gesang, aber auch, so etwas wie das Topmodel. Das Gleiche gibt's ja auch für Models. Deswegen lag das auf der einen Seite als Genre wiederum nah. Und ich habe ja vorhin kurz was auch gesagt zu diesem Umgang mit, Fernsehformaten, dass dadurch auch die Form wiederum gegeben ist wie eine tatsächlich.
Veranstaltete Performance in diesem alten Hospiz, neben dem Vatikan, tausend Jahre altes Gebäude. Das war ja Ort, Dieser Performance, denn, drei Menschen vom Vatikan, den wurden 31 Jesus hervorgeführt, die ich von einer Agentur, einer Casting-Agentur, einer Schauspieler-Casting-Agentur gekriegt habe und die, sind dann gegeneinander angetreten. Erst ging's nur darum, wie laufen sie auf die Jury zu, als zweites, wie breiten sie die Hände aus, wie sehen sie von allen drei, vier Seiten aus, wenn sich einmal im Kreis drehen, dann, wurde aber auch einfach um die Wette Brot gebrochen.
Wer macht's Jesushafter bis zu dem einen Zitat aus der Bibel von Jesus zitieren? Also ist eigentlich eine klassische Form des Castings, auch der Schauspieler, muss davor ein Teil des Skripts vorsprechen vor dem Regisseur, bevor er heute sie gecastet werden. Dann war das so, dass in dem Raum gab's die Performance, die Video aufgezeichnet wurde und diese Videoaufzeichnung wurde dazu live in den Nebenraum, der genauso groß ist auch so eine Riesensaal vor das römische Live-Publikum gezeigt. Die sieht man im Video hinterher gar nicht. Ich habe den extra in zwei verschiedene Räume genommen, dass Zuschauer, Raum und den anderen, weil ich wollte, dass das ein sehr intime Stimmung beim Casting selbst gibt,
Aber die Einzigartigkeit, dass es eben alles nicht inszeniert ist, sondern dass man merkt, diese Gruppe des Vatikans berät sich, Und die hatten eben auch ähnliche Mikros, wie wir grade solche Mikros, die jeder auch nebenan gehört hat. Und man hörte eben in dem Moment, wenn dann die Gruppe sich von 13 auf 7 auf drei, auf einen, verjüngte immer.
Maßstäbe, die angesetzt wurden, den einen oder anderen rausfallen zu lassen. Was natürlich interessant war. Was für Maßstäbe waren das? Vor allen Dingen war es einfach schon da, ja das geht gar nicht. Die Nase ist viel zu groß bis zu der eine hat viel zu übertrieben ist, viel zu albern in seiner Übertriebenheit, also viel zu theatralisch.
Und dann merkte man aber auch schon, dass eins, zwei Kandidaten, durchaus gleichen Stauen verursacht und ich muss sagen, mir ging es ja auch so, Auch ich hätte diesen Robin gewählt, weil der das einfach so fantastisch gemacht hat, der es in seiner Rolle durchweg geblieben das Äußere. Jesus hätte ich auch ausgesucht. Also ich muss da sagen, für mich ging's man man begegnet in Rom auch so viel Kultur, zu einer langen Kultur und deswegen war Jesus da eine wahnsinnig finde ich gutes Modell, um Kunstwerk zu machen, Und ich hatte mir auch ein paar Tage vorher diese Sammlung im Vatikan angeguckt.
Und habe festgestellt, dass ich grade die zeitgenössische Kunst ziemlich schlecht vertreten fand, dass es dann irgendwann auch mit dem Anfang der Moderne so einen Hang auch innerhalb der Verantwortlichen Vatikanen gab, so eine Art von Kunst zu sammeln, die finde ich nicht mehr die gleiche Kraft hatte, die da in Jahrhunderten vorher gezeigt worden ist. Und da fand ich der, Auftraggebende Faktor, dass auch dieses Verhältnis zwischen Kirche, die sich dann natürlich mit der Moderne davor auch zum Bürgertum verwandelte, dass das Bürgertum, der Hauptauftraggeber war, dadurch war man unabhängiger auf freier Zoo zu kritisieren.
Da sowohl diese ganz ironische Seite auch nicht so spannend mehr finde. Sicher war es notwendig, solche und es ist nach wie vor notwendig, solche Kunst zu zu machen, die sich so kritisch, auch mit dem Christentum oder überhaupt mit Religion befasst und die da eher eine ironische und eine kritische Seite einsieht. Mir ging's da auch eher um ein Werk, was ich genau auf so einer, der Schwelle befindet, was einerseits für eine gute Bibelarbeit taugt, aber andererseits eben auch für ein ziemlich, radikale Kritik. Also dieser Moment, wo der Betrachter rausgefordert ist, seinen eigenen Standpunkt gegenüber des Werks zu finden. Meinst du?
Dieses Werk hält Einzug in die Sammlung des Vatikans? Ich finde, da gehört sie hin. Eigentlich habe ich jetzt letzte Art des Proof zurückgehalten, entweder für dieses tolle Zoom-Tour-Museum in Köln. Mhm. Kolumba. Kolumba, ganz genau. Oder aber da wärst du natürlich, noch trefflicher untergebracht, ja. Aber es ist mir auch klar, dass das auch eine Herausforderung ist, dann so etwas zu kommunizieren. Man man spürt ja auch, Finde ich schon häufiger auch, Dass das Einbetten der Arbeit ja auch wichtig ist, darum zu kommunizieren und auch Schläge rechtzeitig aufzufangen wieder. Du bist ganz schön mutig Na ja, ich glaube nicht, dass ich besonders mutig bin. Ich glaube, es gibt verschiedene Ebenen des Muts. Ich glaube, dass in solchen Situationen und beim Kundenbauen einfach auch etwas Mut von vielen Leuten eingefordert wird, denn.
Das mitmachen braucht auch Mut, die Menschen, die mitmachen dabei, dann kommt danach auch das Zeigen braucht Mut und danach braucht's auch noch mal nach dem Zeigen auch, haben ja auch Institutionen oder Galerien oder wer dann immer, mit wem man dann so eine Ausstellung macht, generell Ausstellungsmacher.
Brauchen auch Mut, was zur Verteidigung und für was zu stehen, denn du kannst dir, wie gesagt, nicht überall Freunde machen. Dann wird's auch langweilig. Und auch wenn die Criticality, die ja auch sich sehr viele grade Biennalen auf die Flagge schreiben und auch sehr viele angelernte Jungkuratoren, die Criticality, die Gelehrte ist einfach auch ein zu abgekartetes Spiel.
Deswegen finde ich das Wichtige eben immer wieder auch andere Menschen reinzuziehen in das Kunstsystem, ob das dann in Werken, Chirurgen sind oder jetzt eben, Diese Bauarbeiter. Die Bauarbeiter, richtig von den Luftschlössern, dass man wirklich versucht, andere Szenen zu binden. Ist natürlich auch für mich eine Chance und es ist für mich auch ein ein Spiel als Künstler oder eine Möglichkeit, nicht kein Spiel, das fasst auch, eiskaltes Kalkül, dass dadurch Sachen auch in Anführungsstrichen schiefgehen können oder auch mal Sachen geäußert werden können, die mutiger sind, weil man ja sagt, okay, das hat jetzt zum Teil der Bauarbeiter gesagt in dieser Situation.
Weißt du, was ich meine? Mhm. Es geht also da drum, dass auch Autorenschaft geteilt ist. Das heißt, es wird was maskenhaftes. Da gibt's ein Gesicht, aber gibt's mehr Sicht davor und man weiß jetzt nicht genau, wer spricht. Und das gibt dir natürlich eine Möglichkeit, sowohl vielleicht dann über privatere Themen oder eigene Meinungen, spielerisch anders zu sprechen. Aber man kann sie zumindest auf den Tisch bringen. Du ziehst unterschiedliche Menschen in deine Werke ein. Wie funktioniert das bei Antikstübchen?
Das war auch eine sehr ungewöhnliche Situation, denn Harald Falkenberg war wirklich ich würde sagen. Der bedeutendste Sammler von mir. Der hat von Anfang an was gekauft bis, Bis jetzt zum Schluss hat er sich immer wieder für meine Arbeit interessiert und hat das auch in seine Sammlung übernommen. Das hieß, als mich seine Witwe anrief, Machst du noch an einer Arbeit? Wir haben uns überlegt, wir würden gerne noch mal zu Harald's Ehren, Ausstellung in der Villa Schöning machen und wir dachten, wir zeigen bestehende Arbeiten, aber eben auch ein Werk noch mal speziell für ihn gemacht. Und ich habe, sofort sofort sofort natürlich mache ich da was, das interessiert mich und ich bin zu Larissa und, kriegt ihr dann mit, also dass die Witwe und redet damit, dass sie diese Wohnung am Auflösen war, weil sie woanders
hinziehen würde und dass da sind schon einige Ebene durch gewesen, dass man seine Bibliothek woanders hingebracht hat. Altkleider wurden wohin gebracht. Also es war schon die Pole nicht mehr so, wie ich sie kannte von den Besuchen davor. Und. Dann habe ich gedacht, dieser Moment der Auflösung eines Haushalts von den ganz profanen Dingen, die da so stehen, vom Bügelbrett bis zur irgendwelchen Zeitungsstapeln, auf denen noch Notizen stehen und Bemerkungen daneben sind. Das Material interessiert mich.
Und da kommt vielleicht auch meine Strategie beim Arbeiten rein durch diesen professionellen, naheliegenden Berufszweig, des Entrümplers, den ich mir dann zur Seite genommen habe, entstand auch sozusagen gleich eine wie eine Partitur für mich. Was geht? Ich hole jetzt mir Hilfe aus, dem Internet suche ich dieses Rumpelwelt hieß diese Firma, die mir gleich vom Namen gefiel, ne, Unterwelt, Rumpelwelt, Eine ganze neue Welt. Also das fand ich so einen poetischen Titel, dass ich sage, die werde ich jetzt mal ansprechen und zufälligerweise hatte ich jemanden an der Strippe sofort und der war auch, ich habe gedacht, ich mache hier so ein Kunstprojekt, wir bringen Sachen von Hamburg in ein Ausstellungsraum,
nach Berlin, nach Potsdam und schon waren wir da im Gespräch und, Dann habe ich auch Larissa den Vorschlag gemacht wir nehmen jetzt alles da rüber. Und lassen aber Rümpelwelt diese Dinge neu, in Stapelform, so wie sie das normalerweise, wenn die ein zur Haushaltsauflösung kommen, machen sie auch einen Teil, der geht direkt zum Recyclinghof, andere sagen sich so, Altpapier, dann gibt's Vintagemöbel, dann gibt's elektrische Sachen, elektrisches, Da haben sie überall verschiedene Unterhändler für, denen sie das dann weiterverkaufen, Und genauso wurden dann diese ganzen Gegenstände in der Villa Schöning in verschiedene Objekthafen sortiert von den.
Und das war sozusagen auf der einen Ebene gegeben und dann wusste ich, das wird gefilmt und ich habe ein Interview mit all diesen Entrümplern gemacht. Auf der einen Seite der Pfad. Wie es Ihnen geht, wenn Sie so Orte reinkommen und auf einmal eben was umstrukturieren und auch sind ja auch Portraits von Menschen, diese einzelnen Wohnungen und das waren sehr, Ja, ich fand's sehr schöne Bemerkungen, die da kamen, Beobachtungen. Und auf einer ganz anderen Ebene habe ich mir seine Texte von Harald hat ja auch tolle Texte geschrieben, habe ich die Texte durchgelesen und habe da gesehen, auch wie er an den Worten gefeilt hat, als, Jurist und später als auch über die Fasanjurist der Kunst, also der hat sich ja so für die Kunst eingesetzt, hat so dafür gestritten auch und,
Seine Freude an Titeln, sowohl für Werke als auch für Texte. Es gab nichts, was ihn mehr amüsierte als ein trefflicher für ein Werk oder so ein toller Titel für einen Artikel oder auch für seine Texte hat er natürlich dann den gleichen Anspruch drauf gehabt und die sind ja teilweise auch dann veränderte Texte. Wir kennen auch dieser, Schule Arla Kippenberge und Büttner und Mike Kelly und so weiter, die ja auch in bestimmten Sprachwitz da drin entwickelten. Und diese Titel, der Texte von seinen eigenen Texten, die habe ich genommen und mit Grafiken von, Werbeschildern von Trödlern und Antikläden zusammengebracht. Diese zwei Ebenen verschmelzen. Die Überschrift, die Essenz.
Der Trigger der Textträger zusammen mit dieser Werbemaßnahme eines Entrümplers, der eine eigene Ästhetik hat, der auch unterschiedlich Ästhetiken hat von verschnörgelten Antikläden, bis zur Megaumzüge der ganz groß da in der fetten Heilvetica da steht mit kleinen Piktogrammen, wo man alte Lampenschirme sieht oder irgendein jemanden, der so einen Wagen hinter sich herkarrt, weil er dann da drin was zu transportiert. Wo ist er wieder, der Grafikdesigner? Ja, das kommt die Grafik, hast recht.
Freut mich auch, so ein Krokodil, was du den Daumen nach oben macht. Auch, tolles Bild. Die habe ich eins zu eins übernommen von den Grafiken, aber eben vermischt mit Haralds Texten. So und die wurden, Über diese Objektgruppen arrangiert in dem Ausstellungsraum. Und so gibt's eine große Installation, die eben aus diesen Leuchtkästen, Zusammen mit den Objekten, die neu geordnet sind und am Ende das Video, wo sich alles miteinander vermischt denn die Rümpler, von denen teilweise diese Schildergrafiken kommen, die habe ich noch dazu gebeten.
Zitat von Harald nachzusprechen und zwar sind das immer ausgewählte Zitate von mir, wo eine Sammlung sich reflektiert, Zum Beispiel warum er sammle oder nach welchem System er sammelt. Also das ist einfach, Sehr interessante Aussagen, wo man ihn als Person spürt und wo er sozusagen noch einmal auflebt in den Zitaten, die dann diese Sammler in ihren Shops verlesen.
Jeder dieser Shop, Jeder dieser Trödler hatte immer drei Zitate von mir gekriegt und ich habe jedes Zitat ihm erklärt, um auch zu sagen, du, hier deine ganzen Biedermeier Möbel, die du hier sammelst. Das ist dein Spezifiker oder, Porzellan ist ja auch eine Sammlung. Da kannst du dich doch vielleicht auch mit diesem Kunstsammler und seiner Überlegung identifizieren und vielen, ging das so. Und die haben dann auch einen Text genommen, den einfach vorgelesen und das sind die verschiedenen Stimmen, die man im Video auch hört.
Die fühlen mich in ihren Orten ab und die kommen immer als Intermezzo in diesen anderen Filmen, wo man die Trödelwelt nach, Potsdam fahren sieht, unter Einrichten und einladen und ausladen sieht, Jetzt habe ich aber eine sehr lange Werkbeschreibung gemacht. Wunderschön. Ich müsste es wahrscheinlich anders beschreiben, weil auf eine Art ist diese Sache natürlich ein Zitat unten Portrait von Falkenberg. Aber auf der anderen Seite, Spielt da auch vieles eine Rolle, nämlich von der Wertigkeit und Neusortierung der Sammlung. Was passiert mit den Dingen auf dieser Welt? Wir alle haben irgendwie Zeug um uns herum und irgendwann stehen andere Leute davor und sagen, was mache ich damit?
Und für mich sind diese ja Alltagsgegenstände da von Harald eben im übertragenen Sinne auch eine Metapher für seine Sammlung. Seine Sammlung ist in meinen Augen viel, auch eine Geschichte oder einen großen Teil der Sammlung, wie wie eine Geschichte dir etwas zeigt, die auch eine ganz spezifische Geschmack und Perspektive und Welteinstellung zeigt.
Eigentlich auch jemand benutzte dann im Vergleich auch zu den Gebrüder Grimm, die nimmste wie eine Märchensammlung. Das ist irgendwie geht da was durch, in diesem Werk, das nicht alles ex Beliebige zusammengesammelt und wenn man das jetzt verkauft und wenn das jetzt in andere Sammlungen einfließt, geht etwas von diesem Erzählstrang. Natürlich verloren.
Der Lauf der Dinge, so ist das immer und so wird's immer sein. So ist es auch meistens. Aber dennoch gibt's ja auch Optionen, Und das ist die Diskussion, die gerade mit Harald Falkenberg-Sammlung stattfindet. Ob das Ganze nicht auch in eine Institution eingeht, anstatt von, Auktionshäusern in aller Winde zerstreut Versteigert zu werden und eben dazwischen zu surfen. Wie findet so eine Neuordnung statt, wofür steht diese Sammlung? Das waren so ein bisschen für mich die Scheinwerfer, mit denen ich das so beleuchten wollte. Ist ja auch der allerpersönlichste Abschied, den man sich vorstellen kann von einem, ja, lieb gewonnenen Menschen, um das Wort lieb wieder also, da einfach in die Texte wieder einsteigen zu können. Ich war so oft da am Lesen und musste laut auflachen und mein,
Was liest denn du da gerade, wenn ich sage, ja, Harald Falkenberg? Also, der hat da schon sehr oft ins Schwarze getroffen, meiner Meinung nach. Und der hat sich natürlich auch. Auch getraut etwas zu sagen oder aber mit dem Trauen hat er da natürlich auch was für was gekämpft, was streitbar ist. Was ich auch total faszinierend finde ist, Ich vermute, dir sind Titel enorm wichtig. Du spielst mit den Worten. Ich weiß nicht, ob es ein Werk OT gibt.
Gibt's nicht für mich. Ohne Titel ist Feige, Entschuldigung. Ja und dein wichtigster Sammler, ihm sind Worte so wichtig und am Ende seines, seines Zykluses, trefft ihr auf dieser Ebene, auf der Literatur, auf dem Wort zueinander. Dieses ganze Gespräch, was wir jetzt hier führen, umkreist ja immer wieder eine Begebenheit, ergibt die nächste. Richtig. Eine Situation wächst aus der und bei diesem wunderbaren Werk, was ich, extrem emotional empfinde. Ja. Ja. Kommt genau dieses zum Punkt. Ja, es sind total ja, aber sind auch so Schlüsselmomente hier. Ich meine, äh, zunehmender Alter ist es zunehmend wahrscheinlicher, dass man eben irgendwann mal in einem Haus steht oder gestanden hat, wo jemand drin gelebt hat, der einem sehr wichtig und wie geht man mit solchen aufgeladenen Objekten um?
Kann man das so einfach weggeben? Also wenn man auch dass diese Haushaltsauflöser auch teilweise seelsorger sind und dass das auch nicht so spurlos an dem einen oder anderen vorbeigeht. Und dann eben ja, das ist doch wirklich verrückt, das ist doch das spuckt ja fast so ein Objekt plötzlich. Dass man dann so einen alten abgeranzten Sessel denkt, der kann jetzt aber nicht zum Recyclinghof. Mhm.
Merci. Also mir hat's Spaß gemacht hier mit dir mich zu unterhalten und das Ganze auch wieder so diesen Film da zurückzugehen und abzutauchen in diese Vergangenheit. Und, Wenn du jetzt auf Messi anspielst, die Arbeit Visitors äh eine Neonarbeit, wo ich einfach aus Gästebüchern schon seit Jahren immer wieder Zitate und mit kleinen Zeichnungen nehme, wo Menschen einfach, das rauslassen, was ihnen eine Ausstellung angetan hat, insofern einen positiven Willen im negativen, jeder kennt das, wenn man aus einer Galerie oder Institution geht, liegen da diese Gästebücher um und dann ist mit, Mit dem Aufnehmen als Rezipient, was man da mitgenommen hat, entladen sich dann manchmal eben diese Bemerkungen. Und zusammen mit Zeichnung finde ich sie besonders spannend.
Und dieses Messie ist so ein kleiner Stierkopf. Und ich meine, das hat die Enkelin von Picasso, gezeichnet. Und zwar in der Ausstellung, wo diese Institution Pigcasso geehrt hatte. Also da schreibt sie Messi und macht. Eine echte Picasso-Zeichnung noch mal das Gästebuch. Das fand ich doch sehr trefflich und auch besonders.
Und ich finde dieses Gespräch ganz besonders, wirklich. Das ist mir so eine Freude gewesen, hier zu sitzen bei dir in deinem Studio und, Ja. Dir beim Reflektieren zuzusehen, ist wirklich schön. Danke. Danke für diese für diese wunderbare Zeit. Danke. Das war's für heute. Die nächste Folge erscheint in einer Woche und um sie nicht zu verpassen, folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner, Wenn dir diese Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlasse doch gerne fünf Sternchen sowie eine wohlgesonnene bewähr, Freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich auch weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartnerinnen, Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der Kunst nutzen oder eine E-Mail an folgende Adresse schreiben,
at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Danke fürs Zuhören und tschüss bis zum nächsten Mal. Music.