
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 253
Franziska Stünkel – Coexist, Nahschuss und 15 Jahre Sommer.Frische.Kunst. in Bad Gastein
Freitag, 1. August 2025 · 1 h 15
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Shownotes
Franziska Stünkel über Coexist und 15 Jahre Sommer.Frische.Kunst in Bad Gastein | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Was bleibt sichtbar – und was übersehen wir?Diese Frage liegt in Bad Gastein fast in der Luft. Ein Ort, der Gegensätze nicht glättet: verlassene Grand Hotels neben neuen Kunsträumen, bröckelnde Fassaden neben frischer Gegenwart. Und genau hier entsteht dieses Gespräch – in den Bergen, im Rahmen von Sommer.Frische.Kunst., einem Festival, das seit 15 Jahren zeigt, wie aus einer Idee eine Bewegung werden kann.
Im Mittelpunkt steht die Fotografin und Filmregisseurin Franziska Stünkel. Ihre Serie Coexist begleitet sie seit fünfzehn Jahren. Entstanden ist ein Langzeitprojekt, das sich nicht über spektakuläre Motive definiert, sondern über eine Haltung: beobachten, gehen, warten, sehen. Franziska Stünkel spricht über Street Photography als Praxis, über das Fotografieren ohne Ziel – und über Bilder, die nicht retuschiert werden, weil sie den Moment nicht glätten sollen.
Franziska Stünkel
Franziska Stünkel arbeitet seit vielen Jahren zwischen Fotografie und Film – mit einem Blick, der sich für das interessiert, was im Off liegt: Spiegelungen, Übergänge, Situationen, die sich dem schnellen Urteil entziehen. In der Serie Coexistverfolgt sie über lange Zeiträume hinweg eine fotografische Praxis, die aus Beobachtung entsteht und das Unterwegssein als Arbeitsweise ernst nimmt. Im Gespräch wird deutlich, wie sehr ihr Werk von Verantwortung geprägt ist: von der Frage nach Sichtbarkeit, nach Würde, nach dem Verhältnis von Nähe und Distanz. Dass sie zugleich Filmregie führt, wirkt dabei nicht wie ein Seitenweg, sondern wie eine zweite Sprache – mit anderen Mitteln, ähnlicher Konsequenz.
Coexist – Spiegelungen, Street Photography und ein Begriff, der sich verändert hat
Coexist beginnt mit Spiegelungen. Mit Situationen, in denen Wirklichkeit nicht frontal gezeigt wird, sondern indirekt: in Fenstern, Oberflächen, Reflexen. Im Gespräch erzählt Franziska Stünkel, dass der Begriff „Coexist“ sich in den letzten fünfzehn Jahren stark verändert hat. Was anfangs fast romantisch aufgeladen war – als Hoffnung auf friedliches Zusammenleben – hat sich in der Gegenwart verdichtet: hin zu Verantwortung, Herausforderung und der Frage, wie Zusammenleben überhaupt sichtbar wird.
Besonders eindrücklich ist der Moment, in dem sie über eine Spiegelung in Nordafrika spricht. Dort, wo Frauen im öffentlichen Raum kaum sichtbar sind, entsteht plötzlich ein Bild, das wie ein Porträt wirkt – und gleichzeitig wie ein stilles Statement. In dieser Passage wird klar, dass Coexist nicht als These arbeitet. Die Arbeit entsteht aus Situationen – und aus einer Sehnsucht nach Sichtbarkeit.
Nahschuss – Film, Reduktion und Verantwortung
Ein zentraler Teil des Gesprächs widmet sich Franziska Stünkels Kinofilm Nahschuss. Sie beschreibt die Arbeit an einem Stoff, der historische Realität und persönliche Verantwortung eng zusammenführt – und spricht dabei weniger über dramatische Effekte als über die Frage, wie sich Geschichte filmisch erzählen lässt, ohne sie zu überformen.
Besonders eindrücklich ist die Schilderung einer Szene mit Lars Eidinger und Luisa: Zwei Menschen, ein Raum, kaum Worte – und trotzdem ein hochintensiver Dialog, der im Bewusstsein entsteht, dass jedes Wort Konsequenzen haben könnte. Franziska Stünkel spricht über die Reduktion der Mittel – über Vertrauen in Spiel, Präsenz und Zwischentöne, über das Weglassen von Musik und Überhöhung, über eine Kamera, die nicht imponieren will, sondern begleitet. Nahschuss wird in dieser Folge so zu einer Frage der Haltung: Wie zeigt man Menschen in Extremsituationen, ohne sie zu benutzen?
Leica M – ein Werkzeug, das Nähe möglich macht
Ein sehr konkreter Strang dieser Folge ist Franziska Stünkels Verhältnis zur Kamera. Sie spricht über die Leica M, die sie seit vielen Jahren begleitet – klein, robust, beweglich. Die Kamera wird im Gespräch nicht als Statusobjekt beschrieben, sondern als Werkzeug, das eine bestimmte Form des Sehens ermöglicht: nah, unaufdringlich, auf Augenhöhe.
Ein biografischer Moment gibt diesem Thema zusätzliche Tiefe: Fotografien des Großvaters, Reisebilder aus den 1950er- und 1960er-Jahren, frühe Faszination für das Unterwegssein – und später das Wiederentdecken der eigenen Street Photography. Leica wird so zu einer Linie zwischen Generationen: nicht als Nostalgie, sondern als Fortsetzung eines Blicks.
Sommer.Frische.Kunst. – Bad Gastein als Ort des Wandels
Diese Folge ist auch ein Gespräch über Bad Gastein: über einen Ort, der Geschichte nicht versteckt. Und über ein Festival, das genau daraus seine Kraft zieht. Sommer.Frische.Kunst. wird nicht als Event beschrieben, sondern als kuratorische Praxis über Jahre hinweg: als Einladung, einen Ort neu zu lesen – zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Im Gespräch taucht auch eine zweite Perspektive auf: Andrea von Goetz, Initiatorin und Kuratorin von Sommer.Frische.Kunst. Sie spricht über die Entstehung des Projekts, über Verantwortung, über gesellschaftliche Veränderung – und über die Frage, wie Kunst Räume schaffen kann, in denen etwas sichtbar wird, das sonst leicht übersehen wird.
Zur Folge
Diese Episode verbindet Fotografie und Film, Ort und Haltung. Es geht um das Fotografieren im Gehen, um Spiegelungen als Bildstrategie, um Sichtbarkeit und um den leisen politischen Kern, der in vielen fotografischen Entscheidungen steckt. Und es geht um die Frage, wie sich ein Begriff wie „Coexist“ über fünfzehn Jahre verändert – weil sich die Welt verändert.
Gäste
Franziska StünkelFotografin und Filmregisseurin. Sie arbeitet seit fünfzehn Jahren an der Serie Coexist und verbindet in ihrer Praxis Beobachtung, Street Photography und gesellschaftliche Verantwortung.
Andrea von GoetzInitiatorin und Kuratorin von Sommer.Frische.Kunst. in Bad Gastein. Sie entwickelt seit 15 Jahren ein Format, das Kunst, Ort und gesellschaftlichen Wandel miteinander in Beziehung setzt.
Themen dieser Folge
Coexist · Spiegelungen · Street Photography · Leica M · Nahschuss · Lars Eidinger · Filmregie · Bad Gastein · Sommer.Frische.Kunst. · Verantwortung · Sichtbarkeit · Unsichtbares · Menschenrechte · Engagement
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Leica – Humanity (dieleichtigkeitderkunst.de/leica-fotografie-hu…) · 200 Jahre Fotografie (dieleichtigkeitderkunst.de/category/fotografie…) · Kunst und Gesellschaft (dieleichtigkeitderkunst.de/category/kultur-und…) · Künstler:innen (dieleichtigkeitderkunst.de/category/kuenstleri…) · Bad Gastein 2023 (dieleichtigkeitderkunst.de/der-zauberberg)
Links & Credits
Franziska Stünkel (franziskastuenkel.de) · Coexist (Kehrer Verlag) (franziskastuenkel.de) · Sommer Frische Kunst (artbadgastein.com) · Be an angel (be-an-angel.org)
Nahschuss im Stream u.a.: ZDF (zdf.de/filme/nahschuss-movie-100) · Amazon Prime (amazon.de/Nahschuss-Lars-Eidinger) · Apple TV (tv.apple.com/de/movie/nahschuss/umc.cmc.2uiq43…)
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026
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Music. Und herzlich willkommen zu meinem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst, Mein Name ist Claudia Linzel und ich freue mich, euch heute aus Bad Gastein. Ist ein Ort, der auf besondere Weise Gegensätze miteinander verbindet. Hier stehen verlassene Grand Hotels neben neuen Kunsträumen bröckelnde Fassaden erzählen von früheren Glanzzeiten und mittendrin entsteht etwas Neues, vielschichtig, tast, Ein Ort, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht nebeneinander existieren, sondern miteinander. Koexistieren.
Koexistieren. Wer oder was lebt im Alltag nebeneinander, vielleicht sogar ineinander, ohne dass wir es immer bewusst wahrnehmen, Ein Blick in eine Glasscheibe oder eine Fensterscheibe kann ein Anfang sein. Was sehen wir? Sehen wir uns selbst? Spiegelt sich unsere Umgebung oder richtet sich unser Blick durch die Scheibe hindurch? Auf das, was dahinter liegt, Und was geschieht, wenn beides gleichzeitig zu sehen ist, denn das dahinter und das davor ineinander fallen, sich überlagern, nicht mehr klar zu trennen sind, In einem solchen Moment verschwimmen die Grenzen sichtbares und unsichtbares Treten nebeneinander auf und werfen Fragen auf, was sagt die Oberfläche über das, was darunter liegt? Wer wird gesehen? Wer bleibt unbemerkt,
genau diesen Moment sucht die Künstlerin Franziska Stünke. In ihrer fotografischen Langzeitserie Q-Exist hält sie weltweite Spiegelungen fest, unbearbeitet, ungestellt, nicht inszeniert, begegnet Städten, Menschen und gesellschaftlichen Systemen mit einem offenen Blick und mit einer leisen, aber klaren Position.
In dieser Folge geht es um Beobachtung als Haltung, um Fotografie als Möglichkeit die eigene Wahrnehmung zu erweitern und um die Frage, wie es gelingt, in einer vielschichtigen Welt gleichzeitig zu sehen, zu erkennen und da zu sein, Ich lade euch ein zu einem Gespräch über das Fotografieren im Gehen, über das Suchen ohne Ziel über Bilder ohne Retusche und über eine Künstlerin, die das scheinbar unspektakuläre zum Spiegel unserer Gegenwart macht, liebe Franziska. So schön, dass wir uns hier in den Bergen zur Sommerfrische Kunst treffen und dass ich dich kennenlernen darf, Erzähl mir von dir.
Wie bist du zur Fotografin und Filmemacherin geworden? Erst mal freue ich mich auch sehr, dass wir uns hier in dem wirklich magischen Bad Gastheim begegnen. Und mein Anfang zur Fotografie und auch zum Filmemachen. Ich bin Filmregisseurin und Drehbuchautorin im Bereich von Kinofilmen, Das begann schon in der Kindheit und Jugend, muss ich sagen, Eine Kamera, habe damals analog fotografiert und zu Hause im Badezimmer eine Dunkelkammer eingerichtet. Das war so, halbwegs in der Familie angenommen, sage ich mal, weil wir hatten nur ein Badezimmer und das blockierte ich oft über Stunden. Mhm. Den Rest man sich vorstellen und habe abends auch am Tisch nach Fotochemie gerochen sage zumindest meine Schwester und,
Das war sehr früh da, auch der Prozess im Labor, dieser dieser Moment, wenn sich ganz langsam aus dem Fotopapier das Foto rausdrückt Und man so ganz langsam ein Gespür dafür bekommt, was da erscheinen wird und da ist natürlich ja diese Sehnsucht danach, diese Überraschung auch, die passiert, ist wirklich das auf dem Foto, was ich empfunden habe, was ich gesehen habe, ist das auch wirklich drauf.
Gab's dann so einen Moment in dem du das erste Mal eine besondere Kamera in der Hand gehalten hast oder verstanden hast, besondere Kameras. Es gibt bei uns zu Hause eine Kiste im Haus meiner Eltern und die gibt es auch heute noch und die habe ich als Kind, ja irgendwann das erste Mal geöffnet und das war ein sehr intensiver Moment. Da habe ich die negative meines Großvaters gefunden.
Und ich wusste, er war Architekt und er hatte eine Kamera, mit der er immer in die Welt gezogen ist. Ach, das liegt ja in den Genen. Erst in den letzten Jahren habe ich plötzlich gedacht, ja, ja, stimmt, also das, Es gibt da eine familiären Zusammenhang. Und mein Großvater hatte immer diese eine Kamera und mit der hat er fotografiert, wo immer er auch war. Das fing bei ihm früh an, schon während des Krieges. Das sind sehr, grausame, Ansichten kriege es immer grausam. Das sind negative gewesen, die mich als Kind sehr tief erschüttert haben und, Dann kam als Nächstes die Bilder aus den Reisen der fünfziger, 60er Jahre.
Alleine mit dem Käfer unterwegs durch Europa auch Richtung Asien, aber auch mit Familie zusammen. Und diese Bilder, die haben mich schon sehr früh auch fasziniert und ich habe das erst viel später mich wieder rückerinnert und gedacht, im Grunde lebe ich da zumindest ein ganz ähnlicher Ort wie mein Großvater und ich habe so richtig für mich diese Street for Talgaphy entdeckt, es kam ein hergehend auch mit einer Kamera, mit der Leica M, Die jetzt grade in diesem Jahr auch 100 Jahre alt wird. Mhm. Und mit dieser kleinen, robusten Leica M bin ich, seit 15 Jahren unterwegs, um meine Serie Co-Exist zu fotografieren auf den Straßen, Ja und diese Kamera und ich, wir sind wie eine Einheit geworden und äh damit einhergehend, also ich habe schon immer auf der Straße fotografiert, aber mit dieser Kamera einhergehend, die jetzt mein dauerhaftes Werkzeug seit so vielen.
Jahren geworden ist, ja. Ich finde die Geschichte mit deinem Großvater natürlich wunderschön und gleichzeitig total interessant. Ich glaube, die meisten Menschen werden durch Fotografie geprägt, indem heile Welt abgebildet wird. Mach doch was Schönes, zeig was Schönes, die Urlaubserinnerung und wenn ich dir zuhöre, spüre ich, dass du schon ganz früh mit einem unretuschierten, Abbild der Realität konfrontiert worden bist, könntest du bestätigen, dass dich das auch in deinem weiteren Gedanken geprägt hat? Es könnte, sicherlich einer der prägenden, Momente auch gewesen sein, also immer wieder in diese Kiste zu schauen und das auch schon sehr früh, die für mich diesen hohen Grad der Faszination für Authentizität gegeben haben,
Weil auf der Straße zu sein, das ist immer dieser ganz große Wunsch, dieser ganz große Sehnsucht möglichst authentisch, möglichst etwas zu zeigen. Was da ist und gleichzeitig können wir aber auch nie das objektive Abbild dessen sein, weil Wir alle, jeder von uns sieht mit seinem ganz persönlichen Blick das, was er sieht. Also deshalb es kann wird nie das objektive Abbild eines Geschehens sein, sondern immer das, wie ich es ganz persönlich sehe. Merkst du das auch auf deinen Reisen? Du reist als.
Weiße Frau über alle Kontinente dieser Welt. Also ich bin zu Gast, ich bin Reisender, also von da würde ich mir nie anmaßen zu sagen, dass ich eine Kultur vollständig von den Wochen oder Monaten, die ich dort verbringe, durchdringen kann Das ist nicht möglich, aber zumindest spüre ich doch, wenn ich als alleinreisende Frau auf den Straßen lang unterwegs bin, wie der Umgang teilweise in Ländern mit Frauen im öffentlichen Raum ist.
Da gibt es durchaus eine große Vielfalt und das ist einfach ein unmittelbares Erspüren. Das äh spürt man mit Körper, mit Seele, mit Geist und das ist einmal sehr eindringlich. Also ich werde dadurch auch immer wieder neugierig und versuche dann auch noch tiefer einzudringen, indem ich Gespräche führe, indem ich dann aber auch lese, indem ich versuche, da tiefer einzudringen.
Kann man das deinen Fotografien ansehen? Ja, also für mich gehört deshalb unmittelbar auch zum Fotografieren dazu, dass ich, mich auch gar nicht vorher, also ich recherchiere vorher nicht, wo macht es am meisten Sinn, hinzugehen? Ich fotografiere ja, wie du eingangs sagtest, Spiegelung auf Glas und natürlich könnte ich eine Recherche gehen und sagen, wo gibt es hier gläserne Gebäude oder Glasflächen und das interessiert mich aber überhaupt gar nicht. Also ich möchte meine Kamera nehmen und morgens losgehen bis tief in die Nacht hinein. Ich möchte möglichst Teil des Lebens auf der Straße sein, möglichst auch unentdeckt sein, beobachten.
Ich möchte darüber möglichst auch Erfahrung sammeln, hören, sehen und das äh mündet natürlich auch in einem Bild, also weil das, was wir, Haben, erlebt haben, auch was ich dann dort lebe und erlebe, das mündet wieder in dem, was ich sehe, Und ich suche schon auch nach Orten oder Ländern, die eine Aufladung in der Zeit haben. Das kann etwas.
Gesellschaftspolitisches sein politisches, das kann etwas Geographisch-spezifisches sein, also das etwas gerade auch in Bewegung ist in dieser Region und das bildet sich nicht in jeder dieser Spiegelung ab, aber es schwingt doch auch hier und da mit Und es ist mir schon äh sehr wichtig, dass das nicht losgelöst ein rein ästhetisches Abbild ist, sondern dass es tatsächlich möglichst auch das durchdringt, was in diesem Land stattfindet. Könntest du das anhand von einem Berg erklären?
Es sind oftmals die Kontraste, die doch das Leben in der Art, in der stattfindet, auslotet. Zum Beispiel es gibt eine Spielung in Asien, die fotografiert habe, dort sieht man eine Suppenküche. Man sieht aber auch dem gegenüber, große, namhafte Luxusbrands und äh moderne Gebäude. Es ist oftmals die traditionelle Architektur, die sich mit der modernen Architektur verzahnt, aber was mich am UR1 interessiert, ist der Mensch.
Auch da sieht man natürlich Lebensformen, die unterschiedlichen kulturellen, aber auch sozialen Gegebenheiten entsprechen und es bildet sich Armut auf der Straße ab, aber auch Reichtum und dieses, Zeitgleiche Miteinander und existieren, also danach suche ich in Co-Exist und, Es schwingt natürlich trotzdem auch immer, obwohl ich versuche da sehr durchlässig zu sein, aber es bleibt mein Blick, den ich in dem Moment gehe und das spüre ich dann auch als alleinreisende Frau zum Beispiel, gibt es eine Spiegelung, die ich in Nordafrika aufgenommen habe, gefunden habe. In der Region habe ich ganz selten Frauen im öffentlichen Raum, wenn ich ihn.
Sehr selten und da plötzlich sah ich Frauen eine Frau, die Brot angeboten hat auf der Straße, zwei andere vorbeigehende Frauen und hatte da die Möglichkeit, eine Spiegelung zu fotografieren, die ein Abbild und sowas wie ein Porträt der Frauen in dem Moment war und und ich hatte auch so eine starke Sehnsucht nach Sichtbarkeit, von Frauen, dass die sich dann irgendwie in dieser Arbeit manifestiert hat. Du arbeitest an Co-Existen 15 Jahren.
Wann kam denn der Moment, dass du dir über die Koexistenzen Gedanken gemacht hast? Tatsächlich bei meiner allerersten Spiegelung, die ich in Shanghai fotografiert habe. Ich habe vorher schon einen Street Art für Tophy Serien gearbeitet, aber es war so, dass ich mich Ausstellung verweigert habe, weil ich gesagt habe, es ist noch nicht das, was mich im ureigentlichen wirklich interessiert.
Und damals an der Hochschule galt es als sehr befremdlich, sich dem zu entziehen, aber mein Begriff von Kunst ist auch so, dass ich was nur in die Wand bringen mag und es als Kunst bezeichnen mag das Gefühl habe, es hat die Reife auch mit dem Betrachtenden in einen dialogischen Prozess zu gehen, sich ihm auch zu öffnen, das heißt auch wirklich eine Offenheit zu haben und eine Werkt, tiefer hoffentlich. Und als ich in meiner Kamera damals durch Shanghai ging, ist jetzt 16 Jahre her, sah ich das erst mal bewusst, eine Spiegelung, Und diese Verschränkung, diese hohe Aufladung von so vielen Menschen, die in unterschiedlichen Größen plötzlich miteinander in Berührung kommen, der ganz kleine Mensch, der große Mensch, sie laufen einander, diese Fragmente, die passieren,
surreale dass das abstrakte, was dort entsteht, ohne dass man das am Rechner erzeugt, ohne irgendeinen künstlichen Eingriff. Einfach auf diesem Glas Wenn man bewusst hinschaut, das hat mich so fasziniert, dass ich dieses Foto gemacht habe und sofort wusste, das war ein das war wie verlieben Dieser Moment war sofort da und ich wusste, dem will ich nachspüren.
Ich konnt's erst mal auch gar nicht artikulieren. Was es genau ist, das ist dann in der Folgezeit gekommen, dass ich das auch für mich geistig durchdringen konnte, was interessiert mich daran eigentlich? Aber da habe ich noch sofort diesen Begriff, noch an dem gleichen Tag, ich weiß nicht, saß auf dem Hotelbett, habe mir das Foto angeschaut in der Kamera und es waren die ersten Momente, wo es digital wurde bei mir auch und Habe gedacht, dass Co-Exist, das ist miteinander, das ist die Vielfalt im Miteinander und deshalb vor 15 Jahren kam der Begriff Co-Exist.
Der sich seitdem, muss ich sagen, auch stark verändert hat. Ich merke dann in den Ausstellungen, Part eins, Asia, also ich zog dann nach Asien mehrfach mit der Kamera, habe diesen ersten Teil fotografiert. Da war das noch fast romantisch aufgeladen, muss man sagen. Da hatte das was von, waren damals auf Welttournee mit diesem Begriff, hatten so ein so ein Logo rausgebracht, wo die Weltreligion sich vereinten und Coexist daraus geschrieben und auch so gab es grad zumindest in den regionalen Bereichen, den ich ausstellte, ein Großen, große Zufriedenheit und Frieden auch oder auch eine berechtigte Hoffnung auf ein langwirkenden Frieden in vielen Bereichen der Welt, Ja und das veränderte sich radikal
Also dass der Begriff Koexist sich mehr und mehr auch auflud in den letzten Jahren hin zu Verantwortung, zur Herausforderung auch. Und für mich auch immer klarer das wurde, was ich eigentlich und auch damit schon immer so für mich darin auch empfunden habe, aber was für mich dann auch immer klarer dastand, wir können uns nicht isoliert betrachten. Wir gehören jeder für uns nicht nur zu einer Weltengemeinschaft, sondern auch mit dem, was wir denken, fühlen, wie wir handeln. All das hat letztlich Auswirkungen auf alle und alles und damit lud sich eben auch Co-Exist der Begriff neu auf, damit lud sich auch meine, meine Haltung auch nochmal neu auf oder immer tiefer auf. Und deshalb hat Coexis bis heute auch für mich kein Ende gefunden. Deine Arbeiten, sie sind so frei von Hierarchien. Mhm.
Schön gesagt, frei von Hierarchien, Es geht um die Ebenen, also einmal visuell. Normalerweise, wenn wir vor Glas stehen, schauen wir durchs Glas hindurch. Wir schauen, was sagen wir, wir stehen auf der Straße, was in einem Restaurant passiert oder wir schauen auf das Glas und sehen, was sich darauf spiegelt. Wenn man sich aber konzentriert, kann man es so wie die Kamera sehen, nämlich dass beide Ebenen verschmelzen miteinander und dann gibt es tatsächlich keine Hierarchie. Dann steht alles gleichberechtigt miteinander auf einer Ebene.
Und da Das, was mich leitet, also meinen Leitfaden auch, muss ich sagen, in dieser sich so stark politisch verändernden Welt. Mein Leitfaden sind die Menschenrechte und, daran orientiert. Dieser ganz starke Wunsch mögen wir alle gleichberechtigt in dieser Welt leben können dürfen. Da setzt du dich doch auch ganz aktiv ein und hast einen besonderen Preis bekommen, nicht wahr? Ja, ich engagiere mich schon sehr lange ehrenamtlich, in verschiedenen Initiativen humanitäre Hilfsorganisationen beispielsweise Bearn Angel hat ein Freund von mir gegründet. Andreas Tölke die monetäre Hilfsarbeit leisten.
Aber auch in verschiedenen Gremien zur Demokratiebildung, aber auch Bildung junger Menschen, sozial benachteiligter, gesundheitlich benachteiligter Menschen, ja. Es ist mir ein großes Anliegen, auf der einen Seite etwas unterstützen zu tun, also weil ich denke, wir alle leben unter Bedingungen, wo wir sehr glücklich sein können, dass wir so leben dürfen und an diesem Leben auf dieser Art teilhaben dürfen und deshalb Ich bin so groß geworden und für mich war es eine Selbstverständlichkeit auch etwas wieder zurückzugeben und ich tue das auch, weil es ist eine für mich eine der schönsten Währungen. Es kommt so viel Kraft zurück. Und ich finde, gerade in dieser Zeit, der wir zwar das Gefühl haben, es ist immer weniger Zeit dafür da
noch etwas abzugeben an Energie oder an auch Finanzen, alles wird knapper für viele Menschen, also auch für uns Kunstschaffende, man ganz klar sagen, die Etats schrumpft und Kulturetat-Kürzungen und so weiter. Und natürlich könnte man auch immer enger werden, was die eigene Zeit und die eigenen finanziellen Möglichkeiten angeht, also enger im Sinne von darf und noch etwas abzutreten, aber ich kann nur ermutigen, es zu tun. Abgesehen davon, dass es Menschen hilft, ist es so, dass es stärkt das Gefühl, dass wir uns alle in einem Miteinander auch hier befinden, dass wir aufeinander acht geben können, dass wir füreinander da sind und dass wir Letztlich zusammengehören und in dieser Aufgehobenheit in einer Gesellschaft oder auch in einer Weltengemeinschaft dieses sich nicht isoliert und allein fühlen. Ich finde das
ist eine so große Kraftquelle gerade in dieser Zeit und deshalb bitte engagiert euch. Nicht isoliert und allein fühlen, finde ich ein schönes Stichwort. Ich war neulich in Ingelheim bei der Ausstellung Fotografinnen auf Reisen, wunderbar kuratiert von Katharina Henkel und da war auch ein Werk von dir und, Ich habe dachte, irgendwie erlauben es Franziskas Arbeiten, dass man sich in die Arbeit integriert.
Du arbeitest mit dem Wort Spiegelung, und gibst dem Betrachter gleichzeitig die Möglichkeit, sich in das Bild zu integrieren oder auch nicht. Und dann hat die ah, da kommt die Regisseurin durch. Also ja, das ist ein ganz großer Wunsch von mir gewesen, dass Medium Glas einmal wieder zurückzugeben und deshalb die Werke sind umgerahmt hinter Glas zu sehen.
Ich schätze Ausstellungssituationen extrem, also ich empfinde das als einen Raum der Einlassung, wo man Zeit hat, sich auch ganz bewusst hinein begibt, ganz ähnlich wie in ein Kino vor einer Arbeit stehen kann, verweilen kann und erst dann kommt das auch so immer mehr zu einem. Und dieser Wunsch, dass man sich selber wieder darin spiegeln möge, Teil der Koexistenz wird. Die Arbeiten haben keine Titel. Ich werde oft so ein bisschen provokativ auch gefragt, Mensch Sag doch mal, wo ist das aufgenommen und wann und warum steht das nicht dran und letztlich äh sie heißen all the stories, all die Geschichten von eins bis jetzt chronologisch durchnummeriert Sind sie jetzt das die hundertfünfzigste, hört sich viel an, aber in zehn Jahren sind das 10 pro Jahr, also allzu viele
gibt es gar nicht, die ich für substanziell so aufgeladen halte und für so, dass ich sie an die Wand bringe. Und wenn man in der Ausstellung, Davor steht ja, möge man sich selber wieder hineinspiegeln, auch der der umgebene Raum und deshalb dieser Wunsch auch, keine Zeit dem Bild zu geben, nicht zu sagen, dass es in Chicago zweitausendzweiundzwanzig entstanden, sondern die Zeit dem zu entziehen und auch den Gedanken der Koexistenzen durch Zeiten hindurch zu ermöglichen.
Weil alles koexistiert auch da, also, koexistieren mit unserer Vergangenheit mit der Vergangenheit, unserer Vorfahren, mit der Gegenwart, aber auch mit zukunftsgerichteten Bewegungen und Gedanken und aus dieser Haltung heraus. Wollte ich das weitergeben und auch dieses Gefühl vor Glas zu stehen. Diesen Moment, den ich da draußen auf der Straße habe, den erfühlbar zu machen.
Diesen Moment, der mich übrigens auch immer wieder fasziniert, weil wir haben ja einen Seewinkel, mit dem wir schauen, rein anatomisch und eine Spiegelung ermöglicht uns das zu sehen, was auch hinter uns ist. Und was zeitgleich passiert, was wir aber nicht sehen was unmittelbar in den wenigen Quadratmetern um uns herum stattfindet. Und das auch wieder als ein Gedanke, ein Symbol dafür.
Dass alles da ist, auch wenn wir es nicht sehen. Es findet trotzdem statt und es ist da. Wie erschließt du dir einen Ort? Durchs Gehen. Ja, schließe mir einen Ort durchs Gehen, ausschließlich durchs Gehen. Ich kann mir keine andere Bewegung vorstellen und das ist für mich eine organische Bewegung, so kann ich mich mit wirklich Menschen mitbewegen und auch im Privat nicht gehe wahnsinnig viel.
Und mit der Kamera ist es gar nicht anders denkbar. Ich arbeite mit der ganz kleinen Leica M, die auch genau vor 100 Jahren erfunden worden ist. Von Oscar Barnack auch eine sehr anrührende Geschichte, wie ich finde, weil er war lungenkrank, hatte schweres Asthma sein Leben lang, Und war bei Leica damals schon und hat dann aber überlegt, wie man diese schweren Plattenkameras, die es damals gab, die so gar nicht mobil waren, hat überlegt, so er mit seinem schweren Atem, wie's noch Vielleicht eine Kamera geben könnte, die man tragen kann, Die man mit sich führen kann und das war eine Revolution, die er ausgelöst hat in der Fotografie. Man konnte fortan, man mag sich das mal vorstellen, man konnte fort an alle Orte der Welt auf die Berge, man konnte zu allen Menschen, man konnte in die Krisengebiete, man konnte.
Bilder mitbringen und Like hat diese Kamera fast unverändert gelassen in der Optik und auch in der in der Reduktion es auf das Wesentliche reduziert der Fotografie und dieser kleinen Leica, Die habe ich fast immer dabei, die liegt jetzt auch neben mir, Mit der ziehe ich dann los und habe manchmal einen Schal auch drüber oder einen Mantel, habe die dann ganz versteckt, so weil ich oft gar nicht als Fotografin auch gesehen werden möchte, eben damit ich diese Authentizität des Momentes nicht zerkratze mit einer Wahrnehmung durch mich Ich muss ja zugeben, dass ich mich durch deine Art der Arbeit und deine Art der Betrachtung ganz schön inspiriert fühle, auch mit einem anderen Blick durch meine Umgebung zu streifen.
Und es macht mir so viel Freude an einer Scheibe vorbeizugehen. Und meine Umgebung unbemerkten zu können und selber zu entscheiden, inwieweit ich mich einbringen darf, kann, sollte, oder eben auch nicht möchte ich Teil der Spiegelung sein, möchte ich mich präsent hinstellen, möchte ich vielleicht auch nur an der Seite stehen. Denkst du manchmal darüber nach, wie mag sich der Betrachter wohlfühlen? Wo mag er sich platzieren? Also ich habe selten darüber nachgedacht, wie der Betrachter sich platziert oder was er fühlt vor den Bildern, weil ich versuche das sehr offen zu halten. Also es ist ein Angebot von verschiedenen Ebenen, die ich darin sehe, aber ich staune immer wieder und das freut mich auch ganz besonders und ich glaube, das macht Kunst auch erst aus. In dem Moment, wo es sich über das erhebt, was ich als Erschaffene dieses Werkes darin sehe und gesehen habe, sondern wenn es dann,
in demjenigen, der es betrachtet, eine Resonanz findet, die auch noch mal wieder etwas ganz persönliches ist und ganz individuell angereichert ist durch das, was derjenige in sich trägt. Und deshalb kann ich fast gar nicht mehr imaginieren, was derjenige fühlt oder denkt, wenn er vor meinem Bild steht, was er wohl zuerst sieht oder danach, sondern es ich Möchte nur diese Einladung formulieren, zu betrachten und dann seinen ganz eigenen Weg darin zu gehen, weil ich glaube, das ist eh das, was Kunst so.
Ausmachen kann und für mich immer wieder ausmacht, auch wenn ich die Werke anderer Künstlerinnen und Künstler sehe, dass diese eingegriffenen Selektionsprozess, wir alle selektieren ja wir wir können gar nicht alles zeitgleich wahrnehmen und alles denken Deshalb, wir haben einen starken Selektionsprozess, mit dem wir die Welt sehen und Kunst schafft es da reinzugreifen, richtig schön reinzugreifen und zu sagen, so, schau mal dahin oder fühl mal wieder das So und das, das ist ein unglaublich kraftvoller Moment, den Kunst ermöglichen kann und von daher und wo man dann da reingreift und was das genau auslöst, das kann ich als Künstlerin, möchte ich auch gar nicht imaginieren vorab, hoffe aber nur, dass dass es in dieses Wirkungsspektrum dann reinkommt. Jetzt dürfen wir so viel über die Fotografie erfahren. Wie bist du denn eigentlich zum Film gekommen?
Dass Filme machen, also besonders Kino, kamen auf zwei Arten in mein Leben. Einmal war es so, dass ich sehr früh im Kino war mit meinen Eltern, in Bernhard und Bianca damals. Das war auch mein erster Film, ja. Und es ist sehr, sehr lustig bei mir, weil mich hat das so traumatisiert damals meiner Eltern. Ich erinnere mich tatsächlich nur noch daran, wie ich auch wahnsinnig weinen musste und und dann einen wirklichen emotionalen Ausnahmezustand in mir. Es hat mich so mitgenommen die Gefühle. Ich Ich bin da so mitgegangen und äh mitgefiebert, wie man das vom Kino auch erwartet und kennt, aber so über die Maßen, dass ich selber auch nie wieder ins Kino wollte, weil's mich so überfordert hat, Aber genau das ist diese emotionale Wucht von Kino, die ich auf der anderen Seite auch so liebe.
Aber als Kind habe ich mich dem erstmal entschieden verwehrt und bin dann während meiner Jugend doch sehr stark noch mal mit Kino konfrontiert worden. Ich bin am Steinhuder Meer großgeworden. Da gab es ein Wanderkino. Das kam einmal die Woche, hat den Projektor aufgebaut. Und hat dann einen Film dreimal hintereinander gezeigt und das war damals Amadeus von Milosch Foreman und den habe ich in der Frühvorstellung gesehen und war so begeistert, dass ich noch die beiden anderen Vorstellungen mir gleich mitangeguckt habe und den dreimal hintereinander gesehen habe und da hat's mich erwischt. Also das war das Miteinander von Visualität, Des Bildes, aber auch die Wucht von Ton und dieses kraftvolle Erleben, was einem doch sehr tief in den Nacken kriecht im Kino
man da vor dieser großen Leinwand sitzt, in diesem großen, schwarzen Raum, sich auch bewusst in dieser Zeit darauf einlässt, einen Film zu sehen, in diese Zeit, die man dort verbringt, Und da bin ich wirklich rausgegangen. Das war wie eine Initialzündung und habe gedacht, ich möchte ich möchte Kinofilme machen, Ich habe mich dann an Kunsthochschulen beworben, mit Film und Fotografie. Das war sehr untypisch. Eigentlich galt es sich zu entscheiden für eine der Klassen. Ich habe aber eisern daran festgehalten zu sagen, ich möchte beide studieren dürfen.
Und habe da in der Filmklasse studiert an der Kunsthochschule in Kassel, in der Fotoklasse ähm für Kunst, bin dann noch nach Hannover gegangen. Auch dort in der Film- und Fotoklasse studiert und aber auch außeruniversitär tatsächlich Lehrkörper gefunden, die meinen Weg sehr beeinflusst haben, Beim Film schaffen waren das Morgans Ruckoff ein dänischer Drehbuchautor, der, mit Thomas Winterberg und Lars von Trier die Dogmoorbewegung gegründet hat, das festgeschrieben hat und das waren so, Ja, er war ein großer Einfluss. Was ist die Dogma-Bewegung? Dogma-Bewegung ist eine Bewegung gewesen, die es in Dänemark gab. Ein Land, was auch mit Wie viele Länder, mit eingeschränkten filmischen Mitteln wie Deutschland auch zu kämpfen hat, dass wir eben nicht für unsere Kinofilme aus dem Vollen schöpfen können und sie haben sich das auch unter anderem aufgrund von künstlerischen Überlegungen,
Haben sich selber einen Dogma auferlegt, die Filmschaffenden, haben Stogma Behörde sogar genannt, ein Manifest geschrieben, was vorsah, unter anderem keine Ausstattung, also kein Szenenbild, keine Filmmusik keine Kostüme, also dass dass man nicht große Anschaffung tätig, nicht große Sets inszeniert, sondern ganz natürlich mit dem, was man dann so da hat, umgeht, Und auch mit bewegter Handkamera dreht, die Musik, die vorkommt, ist nur die, die auch abgespielt wird. Also wenn jemand ein Radio anschaltet, hört man dann das.
Und das hatte zur Folge, dass diese Filme, die Filme der Dogma-Bewegung eine große Dokumentarische Nähe auch hatten, obwohl sie Spielfilme waren, eine große Authentizität und eine unglaubliche emotionale Wucht dadurch auch mit sich gebracht haben, breaking the waves aber auch die Lars von Trierfilm, die dann folgt oder eben das Fest von Thomas Winterberg, eine Familiengeschichte, wo man das Gefühl hat, man sitzt tatsächlich mit am Tisch. Und wie spürt man das in deinen Filmen heute? Ja und dennoch gibt es Tatsächlich also einmal höre ich immer noch die innere Stimme von Moritz Ruhkow in mir sprechen, der gesagt hat beim Drehbuch schreiben, du die ersten zehn Seiten, die lese ich gar nicht, die kannst du gleich wegschmeißen, das sage ich zu jedem, weil man braucht gar nicht so viel erklären.
Man kann einfach da sein, Mit der Figur gehen, mit dir ins Leben hineingehen, in ihr Leben hineingehen. Man wird schon erfahren, wer das ist anhand dessen, wie diejenige derjenige handelt Was ihm widerfährt und diese ganz langen Einführungen Establisher, diese ganz lange Erklärungen vertraue darauf, dass es nicht nötig. Das ist eine Sache, die geblieben ist und, geblieben ist auch, die Reduktion also immer wieder zu befragen, wie viel Mittel braucht es eigentlich und immer wieder bei Menschen zu landen, bei dem, was, ein Mensch mit sich oder zwischen einem oder mehreren Menschen verhandelt wird und dafür braucht's manchmal wirklich wenig.
Manchmal ist diese Reduktion, hatte auch manchmal eine ganz große Kraft. Es gibt zum Beispiel im Nachschuss, meinem letzten Kinofilm eine Szene, in der die Hauptfigur, das ist Franz, heißt er im Film, basiert auf dem Leben des Doktor Werner Teske, der 1981 in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet worden ist.
Dieser Franz trifft in dieser Szene auf seine Frau, gespielt von Luisa Heier, Franz wird gespielt von Lars Eidinger, Und er ist inhaftiert zu dem Zeitpunkt. Ihm wird vorgeworfen, als Stasimitarbeiter, Unterlagen entwendet zu haben und sie dem westdeutschen Nachrichtendienst im BND übergeben zu haben und, geflüchtet worden zu sein, was alles nicht passiert ist, weder in der, wahren Lebensgeschichte der historischen noch im Film auch. Und trotzdem setzt die Stasien so unter Druck, wer wird mit der Aussage konfrontiert, dass seine Frau sich von ihm trennen will, mit jemand anders bereits zusammen wäre.
Es wird in den Verhören klargemacht, er hat es sogar keine Möglichkeit, diesen Wahrheitsgehalt zu überprüfen, zeitgleich nicht, ob er daran zweifeln soll, ob's nur eine Finte ist oder ob das der Wahrheit entspricht und wird dann, rausgeholt aus dem Gefängnis in einem Wagen ohne Fenster, in eine konservative Wohnung gefahren. Dort sitzt er, weiß gar nicht, wo er ist, Es ein etwas surreale.
Villa ein konspirativer Ort und plötzlich kommt seine Frau zur Tür herein. Und wir gehen schon den ganzen Film mit ihm, die Kamerabewegung ist immer mit ihm den ganzen Film durch. Wir gehen wie das letzte Jahr seines Lebens mit ihm, Sie kommt rein und Sie sprechen kein Wort. Die ganze Szene ist ohne Dialog im Buch und auch gedreht entsprechend.
Ich bin der Luisa und lass Eidinger sehr dankbar für diese enorme, detaillierte, So differenziertes Spiel, dass sie das getragen haben, das was ich mir so sehr in der Bucharbeit erhofft habe, dass sich zwei Menschen dort gegenübersitzen und einen so intensiven Dialog wahrscheinlich das intensivste Gespräch ihres Lebens eigentlich führen würden, Das aber ohne Worte tun, in dem Bewusstsein, dass abgehört werden könnte und diese Reduktion, über die ich eigentlich sprechen wollte, diese Reduktion der Mittel, zwei Menschen, einen Raum, und noch nicht mal Worte und auch gar keine große, sichtbare Kameraarbeit, natürlich eine ganz feinstoffliche von dem Nikolai von Grevenitz, der die Opi des Films war,
Und dieses Beiwohnen den beiden und was dort passiert, was eben zwischen 2 Menschen verhandelt wird, dem zu trauen und das nicht aufladen zu müssen mit Musik. Viel Kamera, sichtbarer Kamera mit vielen Worten, mit großen Gesten, sondern, rein zu vertrauen, dass ein substanzieller Austausch zwischen zwei Menschen auch ohne Worte stattfindet Und ich werde manchmal gefragt, ob sich bei mir Fotografie und Film tuschieren in der Arbeit und es tuschiert sich nicht direkt. Ich habe nie die gleichen Themen. Also ich habe Coexist, meine Fotoserie.
Es ist allenfalls referiert es auf die filmische Arbeit, weil es ist die letztlich auch die Suche nach friedlicher Koexistenz, die ich damit immer erhoffe und die wir, glaube ich, alle. Mehr denn je auch in dieser jetzigen Zeit uns für die Welt erhoffen, und in meinen Filmen müssen gesellschaftspolitische Kinostoffe, ich arbeite auch grad wieder am nächsten Drehbuch für ein gesellschaftspolitischen Kinofilm, da versuche ich schon, den Finger so in die Wunde zu legen, hoffentlich auch in die Grautöne einer Wunde, also nicht in der Schwarz und Weiß nur, sondern in das, was dazwischen ist.
Wie schwer es ist sich zu verhalten, in bestimmten Situationen auch mitunter in bestimmten politischen Systemen, wie das auch in der Diktatur der DDR der Fall war und es touchiert sich vielleicht und deshalb Komme ich jetzt darauf auch, weil diese Szene, die die da so ohne Worte steht, das ist ja auch Fotografie und das ist auch Kunst, Das ist ein Bild und das spricht nicht und doch spricht es und da stehe ich vor dieser Fotografie und die bildet auch scheinbar, wenn man sich im Fotografie hineinbegibt, lange bildet sie eine ganze Geschichte ab.
Und dieses Vertrauen in Gestik, Mimik, in die Körperlichkeit, die aber zugleich auch ein Seelenleben ausstrahlt. In dir rein zu haben, immer wieder auch in der Fotografie auch in den so unterschiedlichen Ländern, in denen ich unterwegs bin. Ich spreche die Sprache der Menschen oftmals nicht, also die Landessprache nicht, Und trotzdem ist es diese dieses Gefühl von, dass uns die universelle Sprache, der der Gefühle ein, der Emotionen, die uns ja letztlich ja, das bilden wir alle ab, Und das können wir in eurem Foto ablesen. Also wir können erfühlen, ertasten. Vielleicht liegen wir nicht immer richtig. Aber, Wir können zumindest sofort eine These aufstellen, was dieser Mensch oder diese Menschen in diesem Foto fühlen,
Und da tuschiert sich bei mir Filme und Fotografie wiederum auch in dieses Urvertrauen. Es gibt mehr als das gesprochene Wort. Es gibt eben auch die Möglichkeit, darauf zu verzichten und so viel zu spüren und zu sehen. Hey, ich habe auch das Gefühl, dass die Beobachtung, ein essentieller Bestandteil deiner Arbeit ist, sowohl im filmischen als auch im fotografischen, Es geht immer darum, die Beobachtung auszuhalten. Hm?
Genau, also ich glaube schon, dass man eine ganze Weile braucht, um die Ebenen, da sind wir wieder bei den Ebenen, um die zu entkleiden so, also um wirklich sich da hinein zu begeben in eine Komplexität. Und komplexe Situationen sind ja letztlich immer das, was uns auch am meisten beschäftigt im Leben, sind die Dinge einfach zu lösen, einfach zu greifen, sind sie auch schnell wieder verschwunden und da brauchen wir auch gar keinen Beistand und Kunst ist manchmal wirklich auch Beistand und deshalb braucht es manchmal auch Zeit, um das auch zu spüren und zu sehen, diese ganzen Ebenen. Zeit vor einem Bild die man verbringt und fast verbringen muss. Also ich möchte niemanden zwingen, aber, Ich denke, es braucht diese Zeit. Es braucht auch diese Zeit im Film manchmal, auch wenn es verführerisch ist, dass es ein hohes Tempo braucht, um diese
Unterhaltung und auch die Dramaturgie zu wahren und man muss als einen Punkt im Schnitt genau finden, Prozesse des Schneidens ist auch ein sehr spannender, wann dieser Moment erreicht ist, wann dieser Durst gelöscht ist und auch die Möglichkeit in tiefere Schichten reinzuschauen, also wenn dieser Moment da ist, dass es sich auserzählt hat.
Zu wittern, ist in der doch sehr langen Arbeit des Schneiderraums auch wieder eine Herausforderung, weil man schon zu oft gesehen hat und es sich so oft wiederholt hat, aber es das noch zu spüren, diesen Moment. Und den auch am Set zu spüren, wann muss man nicht mehr eine Szene noch einmal drehen, wann war dieser Moment da?
In dem es lange genug da war, aber auch nicht zu lange da war, Und in der Fotografie ist es im Moment des Fotografierens auch dieses Wittern wenn die Dichte am höchsten ist und das alles und das deshalb ist dieses Wort Empathie, So wahnsinnig wichtig, das alles kann nur passieren mit Empathie, also wenn man Bereit ist, dass es da diese Bindungen gibt, also in beide Richtungen von mir als Fotografierende in das Bild hinein als Regisseurin in das Set hinein und umgekehrt, dass man da in einem guten Austausch steht und das wittern kann.
Wann es da ist, es diese diese Dichte. Kannst du das beschreiben, weil auf deinen Reisen, du bist zu Fuß unterwegs, du kannst es nicht inszenieren. Du musst auf den Moment hoffen, du unternimmst weite Reisen. Vielleicht. Mit dem Gefühl. Vielleicht wird sich auch gar nichts zeigen. Ja, es ist tatsächlich, also ich reise extra für Koexist, für die Arbeit und Coexist.
Wobei ich mittlerweile auch versuche, zu viele Flugbewegungen zu vermeiden aus Gründen des menschengemachten Klimawandels. Ich habe diese Reisen aber, die ich bisher gegangen bin, Natürlich sind es große Aufwände, die man da treibt, also finanziell, kräftemäßig, also zeitlich, die gehe ich extrem gerne, weil ist für mich um diese Welt um spannende, Kraft, die in dem Begriff Coexis liegt und auch die Möglichkeiten, die daran liegen, das funktioniert für mich nur weltumspannend, also für mich dieser Begriff Coexist, der Funktioniert fast nur weltumspannend, weil nur so kann ich Koexistenz begreifen.
Und deshalb war es für mich auch immer schon wichtig zu sagen, ich möchte diese Serie weltumspannend erzählen und möglichst auf vielen Kontinenten gewesen sein. Ja, wenn ich dann auf den Straßen unterwegs bin, dann ist das natürlich immer ein großes Risiko auch für mich, also ein Risiko, weil es geht natürlich im Vorfeld, ich muss finanziell investieren, ich muss Zeit investieren, Kraft investieren, das ist erst mal seit 15 Jahren immer wieder auch ein Angehen und als Künstlerin verfügt man selbstverständlich nicht, über viele finanzielle Mittel und deshalb ist immer wieder eine sehr bewusste Entscheidung auch zu sagen, Ich wage das, aber ich wage das für den Inhalt, weil ich glaube nur so wird er sich transportieren.
Wenn diese Serie sich irgendwann weltumspannend zeigt, sie ist jetzt langsam an diesem Punkt, wo es für mein Gefühl so dieses Gefühl von globalen gibt, weil ich war in Asien, Afrika, Europa, dem Mittelmeerraum, damals zu Zeiten der Flüchtlingsbewegung. In Amerika, aber auch in Australien jetzt jüngst für Koexist und, wenn ich dann aufbreche und das alles, ja, dann so auf mich nehme, ist natürlich die Hoffnung, da fündig zu werden und auch, Fotografien mit nach Hause zu bringen und gleichzeitig muss ich mich auf das verlassen, was passiert. Also ich bereite die Reisen nicht vor. Ich recherchiere nicht, wo es viel Glasflächen gibt. Ich ich fahre an Orte, die ich noch nicht kenne, Ich gehe dann einfach los. Ich nehme morgens die Kamera,
und gehe mit dem fast ersten Licht los und bis ich einfach nicht mehr kann nachts und es mit unter zwanzig, 25 Kilometer am Tag, das ist manchmal Hitze, das ist Kälte, das sind manchmal, Umstände sind Städte, in denen es auch Gewalt auf den Straßen gibt. Ich war in Südafrika unterwegs. Ich war in jetzt auch jüngstes nicht lange her in Mexiko City.
Ich habe auch schon viele Erlebnisse auf der Straße gehabt, die auch mich geängstigt haben, Trotzdem ist dieser Wunsch so stark alleine, mich auf der Straße zu bewegen, um möglichst Teil dieser Umgebung zu werden, um möglichst auch das miterfahren zu dürfen, mit leben zu dürfen und Deshalb immer allein, auch um Dinge nicht vorschnell zu bewerten, so schön es ist, gemeinsam etwas zu erleben und sich auszutauschen, so fatal empfinde ich es auch, weil man schnell ins Urteil geht und schnell sagt, och nee, Das ist aber komisch oder in die Überhöhung des Schönen geht und sagt oh da und so und schnell in diese Wertung geht und ich versuche immer, ganz wenig zu werten und einfach zu gehen, durchlässig zu bleiben und letztlich fast dokumentarisch und und,
möglichst äh der Authentizität verpflichtet zu sein, Ich sage fast ganz bewusst, weil letztlich ist es immer mein Auge und auch ein subjektives Abbild der Wirklichkeit. Das ist immer in der Fotografie, jeder, der ein Foto macht, macht keine objektives Foto, oftmals sich's noch so sehr wünschen würde, aber es ist immer und das hat ja auch die Schönheit, wieder, Die Subjektivität des Blickes, Nachschuss, du widmest dich einem autoritären System und wie der Mensch mit Nähe und Distanz auf diesen Druck, den man sich fast gar nicht mehr entziehen kann, begegnet.
Ich hatte fast den Eindruck, die Geschichte ist das eine, es geht vielmehr um das Aushalten der eigenen Gefühle. Jetzt könnte ich mir vorstellen, dass du, Der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten möchtest, wo spürst du, dass wir uns einem autoritären System, das gar nicht so sichtbar ist, aussetzen. Nachschuss ist ein Film, der 1981 in der DDR spielt, von daher auch historisch dort verhaftet ist.
Gleichsames für mich auch immer eine Parabel gewesen wie ein Mensch, ein einzelner Mensch sich innerhalb eines Er rigiden politischen Systems, autokratischen Systems einer Diktatur verhält. Muss mitunter und wie ein System auf einen einzelnen Menschen einwirkt Ganz im Zentrum steht hier der Franz und diesem Franz sind wir ganz nah, also ganz nah meine ich damit, dass, Kameramann, der Nikolai von Grevenitz und ich uns entschieden haben, mit einem Gimbel zu drehen. Das ist eine Kamera, die vor dem Körper, des Kameramanns ist und mit dem er sich frei bewegen kann. Und diese Kamera sollte immer wie ein Körper neben dem Franz sein.
Und diese Nähe zu ihm entwickeln und in diesem Wunsch, Auch die Komplexität aufzuzeigen, wie wie schwer das ist, man unter einem Druck steht, den diese Systeme auf einzelne Menschen ausüben, auch in einer unglaublichen Perfinität und auch in gar nicht so komplizierten Handlungen. Also, Sobald man in seinem Leben persönliche Bindung zu anderen Menschen hat, Loyalitäten, aber auch Bindung aus der Liebe heraus, Da kann man so schnell eingreifen. Also im Film ist es so, dass zum Beispiel seine Mutter dringend eine Operation braucht, die ihm verwehrt wird, wenn er nicht bestimmte Schritte bereit ist zu gehen.
Staatssicherheit hat aber auch ganz einfach eingegriffen, indem sie zum Beispiel, wenn es oppositionelle Gruppen gab, einfach einzelne daraus Paar 1hundert Kilometer weiter einen neuen Arbeitsplatz gegeben haben und äh schon war so eine Gruppe wieder geschwächt oder zerschlagen, Und es gibt so viel Möglichkeiten, Druck aus Menschen auszuüben, subtil und auch sehr klar, das, das wollte ich auch immer gerne so erzählen. Das war meine Hoffnung, dass es eben nicht nur historisch begriffen wird, sondern als Parabel oder als ein, ein Fallbeispiel auch für Gegenwart und Zukunft, dastehen kann und wir befinden uns einer Welt, in der Demokratien weniger werden, in der autokratische Systeme und im äh Diktaturen zunehmen.
Und deshalb hoffe ich, dass Nachschuss das auch leistet. Du hast zehn Jahre an dem Film gearbeitet, Wann war dir bewusst, dass du dich mit dieser Figur auseinandersetzen möchtest oder mit der Emotion, mit dem Gefühl, dass sie ausstrahlt? Der Ursprung war ein Zeitungsartikel, da stand am Rande drin, dass es die Todesstrafen in der DDR gegeben hat, einsatzmännig.
Das hat mich ziemlich erschüttert, weil ich mir dessen nicht bewusst war dann später erfahren habe, ist es auch tatsächlich so, dass es innerhalb der DDR eine strenge Geheimhaltung gab, dass es auch bis heute so für mein Gefühl erst, langsam sich durchdrückt ins kollektive Bewusstsein, das ist die Todesstrafe gegeben hat, dass es 166 Menschen gab, die hingerichtet worden sind in der DDR und entsprechende Gerichtsurteile auch gab.
Dass es anfangs mit der Guillotine geschehen ist, später dann mit dem sogenannten unerwarteten Nachschuss ins Hinterhaupt, der in einer Leipziger Hausmeisterwohnung Leerstand des Gefängnisses dort vollzogen worden ist von einem Henker, der die letzten 20 Jahre das getan hat mit einer sehr eingeschworenen Gruppe, also unter strenger Geheimhaltung, wie gesagt. Das waren dann in den 70er bis eben Anfang achtziger Jahre vornehmlich politisch inhaftierte.
Und das hat mich sehr erschüttert. Mein Vater ist Geschichtslehrer so. Von daher, ich maße mir nicht an ein allumfassendes Wissen zu haben, aber doch so das ein oder andere von ihm und mit auf den Weg bekommen zu haben, aber wenig bekannt. Ich fing an im Internet, zu versuchen etwas dazu zu finden, fand auch etwas, fand ein Foto deshalb da gab's auch wieder eine Brücke zur Fotografie von dem Doktor Werner Teske, der der letzte Mensch muss, muss immer sagen, nach heutigem Wissen, weil man nicht weiß, sind Akten vernichtet worden, also es gibt ja so viele Akten, es sind nicht alle, Er forscht, bevor nach heutigem Wissen äh der Letzte hingerichtete in der DDR und, Ich habe dieses Foto von ihm gefunden.
Und sah das und das zeigt ihn, neununddreißigjährig. Ich war damals auch 39 und ist ein Schwarz-Weiß-Bild und er hat so ein ganz sensiblen für mein Gefühl, ein ganz, sensiblen Blick, der so schwebt zwischen Angst, aber auch. Hat auch was Kraftvolles, also ich war ganz angezogen von dieser Fotografie und das hat mich nicht losgelassen und in dem Zusammenhang, dass ich wusste, ist der Mensch, der, zum Tode verurteilt wurde, hingerichtet wurde 19hunderteinachtzigund, da war ich schon auf diesem Planeten und habe nicht weit entfernt gelebt, habe ich mich gefragt, was ist diesen Menschen passiert? Und diese Kernfrage, die ist auch für immer geblieben so. Das habe ich auch versucht gleich zu beginnen in dem Film diese Frage auch wieder zurückzugeben an,
Die Zuschauerinnen, den Franz sieht man frontal. Es ist auch wieder wie ein Porträtfoto im Grunde wie er in die Kamera, schaut und er sitzt in einem dunklen Wagen. Man hört ein bisschen Fahrgeräusche. Man ahnt ein Gitter davor, dass es einen Gefangenentransport in der DDR mit dem wurden. Gefangene Gefahren, oft übrigens auch rein zur psychischen Zersetzung nannte man das, als Zersetzungsmethode, wenn sie inhaftiert waren, wurden sie in den Keller geführt, dort in den Wagen gesetzt, ohne Fenster, ganz enge Zelle mit einer Heizung unterm Sitz, der Raum, diese kleine Zelle in dem Wagen wurde künstlich aufgeheizt, weil das noch mehr Panikattacken und Ängste befördert, wenn man in so einem stickigen Raum sitzt,
ohne Fenster, sie wurden gefahren irgendwohin, niemand wusste, wo er hingefahren wird, was passieren sollte. Oftmals wurden gefangene nur, durch Berlin gefahren oder durch die Gegend gefahren und dann wieder zurück ins Gefängnis gefahren, nur um diese Angst zu schüren und auch dieses Gefühl der absoluten.
Ausgeliefert sein, in dieses System zu schüren und man sieht also am Anfang von Nachschuss, wie der Franz in die Kamera schaut, in diesem Wagen ist in dieser Enge, in dieser Dunkelheit und wie er atmet und wir ganz langsam immer stärker atmet und stärker und diese Panik überkommt und es ist aber eigentlich, Wie eine Porträtfotografie. Man kann sehr lange hinschauen, sehr lange dieser Frage nachgehen, was ist diesen Menschen widerfahren und in welchem Zustand befindet er sich und dann fängt der Film an und es entblättert sich dann hoffentlich Stück für Stück und, Dieser Beginn setzt auch schon die Elemente des Films, die Atmung, die wir hören. Ich habe mich in diesem Film äh sehr bewusst gegen Filmmusik entschieden, wobei ich Musik sehr liebe in meinem Leben
Und auch in Filmen sehr schätze, aber für diesen Film wollte ich, dass man sich mit ihm durch, durch diesen Film atmen kann. Manchmal ist unterbewusst, dass man's kaum hört, diese Atmung ist einem gar nicht bewusst, dass man im Kino sitzt oder ihn jetzt im Streaming schaut den Film. Manchmal ist einem sehr bewusst, dass man auch dieses Atmen hört und mit ihm fast so so und also ich finde Atem ein so, Faszinierendes Element.
Man sucht im Film mal sehr nach Elementen, die etwas über eine Figur über einen Menschen aussagen, ohne dass man das so erzählen muss so. Und da habe ich gedacht, Atmung, also Atmung erzählt so viel bei uns, der Atem stockt uns manchmal, Wir atmen oberflächlich, wir atmen manchmal ganz tief und seufzen, wir atmen in Angst ganz anders und das ist eigentlich eine echte, Ausdrucksform unseres inneren Zustandes und deshalb diese Entscheidung keine Filmmusik, ich möchte den Atem von ihm hören, mit ihm mitatmen und auch am Anfang eben Ganz stark, es ist ein Mensch, es geht in diesem Film um diesen einen Menschen und es gibt gar keine großen totalen, wir haben gar nicht Riesenbilder, von dem Leben in der Stasi. Wir haben nicht Riesenbilder der Stadt Berlin. Wir haben nicht Riesenräume,
Man ist einfach immer bei diesen Menschen, bei seiner Atmung, bei ihm und hoffentlich erlebt man darüber, trotzdem die Größe und die Wucht dieses Systems. Ich habe das Gefühl, es ist auch wieder hier das Sichtbarmachen des Unsichtbaren. Mhm. Das empfinde ich auch sehr stark in der Fotografie, dass es das unsichtbare Sichtbar macht.
Fotografie ist zwar Abbild und Sehen, aber es ist zugleich eben und das ist dieser Resonanzraum, der dann passiert. Man steht vor dem Bild und da überträgt sich etwas Unsichtbares. Das kennen wir auch in der Musik. Kennen wir in der Kunst. Das rührt plötzlich etwas in uns an und das ist das Unsichtbare und das ist die eigentliche Kraft. Das ist das und dass es eigentlich geht. Darf ich dich dazu mal was Lustiges fragen?
Ja, du fotografierst ja Scheiben. Ja. Du war Arzt wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus möchte. Scheiben sind nicht immer ganz sauber. Hast du einen dabei? Ich habe also ich habe weder eine tragbare Scheibe dabei, mit der ich mir selber Spiegelung an tollen Orten inszeniere. Noch habe ich Glasreiniger dabei. Ich äh ich mag den Schmutz aufscheiben Also ich mag, wenn die verdreckt sind, weil ich habe eine Spiegelung mal fotografiert, nahe einer Küste und da war ganz viel Sand auf den Scheiben. Ich habe schon staubige, verdreckte Scheiben in Bildern gehabt, die eigentlich eine hohe ästhetische Aufladung hatten und nur deshalb für mich zum Bild wurden, weil's eben auch die Zerstörung oder das Imperfekte im Perfekten wieder zeigt und auch die Brüche, die das alles auch haben
unbedingt haben muss, also weil das ist das Leben Erscheint, als er entweder die Fotografie oder vielleicht auch der Film jeweils der Ausgleich des anderen im Film gehst du mit einem vielleicht strengen Regieplan vor mit dem Wissen, man kann eine Szene wiederholen Während du ja bei der Fotografie auf den Moment des Zufalls hoffen musst, den nicht wiederholbaren Moment.
Es ist zum einen so, dass der Prozess des Fotografierens ein ganz anderes. Ich bin allein unterwegs wie ich, sagte mit der Kamera, ich entscheide selber, in dem Moment des Fotografierens. Ich entscheide auch, welche dieser Fotowerke dann in die Serie aufgenommen werden und der, Prozess des Miteinanders beginnt dann mit den, Kurator innen mit den Galeristinnen in dem Moment, wo man dann die Werke auf dem Tisch hat. So und dann, Beginnt es gemeinsam gestalten auch der Ausstellungssituation, der Hängung, auch der Auswahl der Werke, also da sind dann durchaus auch andere Menschen natürlich involviert und das freut mich auch, weil ich finde es dann wieder ein ganz, ein wirklich auch wichtiger Blick, der dazu kommt von außen, aber es ist eben nicht während das Werk entsteht und dass es beim Filmen
Diametral anders, also schon mit dem Drehbuch schreiben beginnt es, dass man mit der Filmproduktion, aber auch mit Co, mit teilweise Fernsehsender, die eben auch schon früh Mittel mit reingeben, Kinoverleih Weltvertrieb, dass auch da schon eine Zusammenarbeit beginnt Also und auch dabei Inhalte gesprochen wird und deshalb ist das schon von Anfang an ein Prozess, den man gemeinschaftlich geht und sicherlich auch in nicht immer gleicher Richtung geht. Also es gibt da auch, Viele intensive Auseinandersetzungen dann über Inhalte, an denen man sich auch reibt, aber dieses frühe.
Mit hinein nehmen, das ist schon der Beginn eines fortwährenden Miteinanders beim Film. Die Arbeit mit den einzelnen Departments, die drei, vier Monate vor Drehbeginn passiert, Das Ganze zusammenführen, dieses Orchestrale, was dann am Set passiert, aber im Vorfeld natürlich jede einzelne Stimme, die es gibt, so wie an einem Orchester auch, jedes Instrument hat seine Berechtigung, seine Richtigkeit, damit das große Klangbild irgendwann auch, in all der Vielfalt dasteht, aber auch in dem großen Ganzen. Das ist ein echter Prozess, viel Dialoge, viel, hoffentlich immer auch inhaltsgetriebene Auseinandersetzungen und deshalb steht es sehr dem fotografischen Schaffensprozess, also ist ein ganz anderer Prozess, ja
Spürst du eigentlich einen Unterschied in der Beobachtung? Wenn du auf deinen Reisen bist, du bist alleine, Du bist eine stille Beobachterin, die Person, die du abbildest, bekomme gar nicht mit, dass du von ihnen beobachtet wirst, während beim Film müssen sich ja die Darsteller Das ganze Team, deinen Beobachtungen aussetzen. Ist das für dich ein Unterschied, wie du beobachtest? Ich habe lustigerweise festgestellt beim letzten Dreh, dass ich eine ganz ähnliche Position auch gehe, wie beim Fotografieren und mich einfach sehr konzentriere und weil es geht wirklich um dieses, erspüren des Momentes wann.
In der Fotografie, wenn diese Dichte auftaucht, dieses es ist bei den Spiegelungen, dass wirklich alles ineinander fließt vor mir auf dem Glas und Ich löse nur einmal aus, also ich könnte auch Motor unter meine Kamera machen und 100 Mal auslösen lassen, die Kamera und dann zu Hause sitzen am Rechner und überlegen oder sehen beurteilen, welches Bild ist denn, Am faszinierendsten, das interessiert mich aber überhaupt nicht. Also ich möchte, dass das Bild am Ort entsteht und deshalb diese ganz hohe Konzentration dann, dieses mich-selbst-vergessen dabei Und ganz in dieses Bild reingehen und das ist beim Film ganz ähnlich. Also mich ganz ganz stark konzentrieren, um für die anderen hoffentlich eine gute Partnerin zu sein, die ihnen spiegeln kann.
Jetzt glaube ich ist das passiert. Jetzt waren wir alle da. Jetzt war die Kamerabewegung da. Jetzt war das Licht. Kostümmaske. Jetzt war der schauspielende war da. Also die Schauspielerin war jetzt dort in diesem Moment an diesem Punkt mit allen zusammen, Dort, wo wir alle sein möchten und deshalb ist fast eine ähnliche Körperhaltung.
Ich fühle mich dann auch ganz ähnlich, also deshalb ist es gar nicht so ein großer Unterschied. Also es ist letztlich natürlich im Nachgang spiegele ich dann allen Apartments und auch den SchauspielerInnen, was mein Eindruck war, und wir sprechen darüber und was ihr Eindruck war und sobald die Klappe dann eben gefallen ist, aber das passiert natürlich nicht, wenn ich fotografiere, dann gehe ich weiter, aber es ist letztlich, der Prozess ist ein ganz ähnlicher Und du wirst auch direkt gespiegelt Team. Ja. Genau.
Ja, das finde ich aber gut, also ich finde das gut, wenn das in alle Richtungen Offenheit hat und man da ganz direkt miteinander agiert. Miteinander agieren ist doch das perfekte Stichwort, um nun auch Andrea von Götz Die Initiatorin der Sommerfrische Kunst hier in das Gespräch Ihnen einzuholen. Ich hab's ja in der Einleitung schon angekündigt.
Liebe Andrea, wie schön, dass du dir noch ein paar Minuten deiner wertvollen Zeit abzwacken kannst. Uns noch ein paar deiner Gedanken zur Sommerfrische Kunst mitzugeben. Wir feiern ja eigentlich hier in Bad Gastein zwei Jubiläen, 15 Jahre Co-Xist und 15 Jahre Sommerfrische Kunst. Wach. Das wusste ich auch nicht. Andrea, machst du 15 Jahre ja.
15 Jahre. Wahnsinn. Wie bist du damals zur Sommerfrische Kunst gekommen? Ja ich bin ja erstmal zu dem Ort gekommen und der Ort ist zu mir gekommen sozusagen und wir haben ja ganz klein gestartet mit einem Artist in Residence Programm. Der Ort brauchte neue Inhalte und Kunst und Kultur sind ja schon lange ein Thema hier gewesen. Wer alles schon an Dichtern und Denkern in Bad Gastein, vor uns da war, ist ja eine Riesenmesslatte an großen Namen und, Mir war's eigentlich wichtig, dass wir organisch wachsen sozusagen, also was wir heute nach 15 Jahren sehen, war vielleicht das, was ich mir vor 15 Jahren dann mal ausgemalt hat, was in weiter Zukunft entstehen soll und da ist.
Und ja, ich wollte eigentlich eher sowohl für den Ort natürlich was auch tun, aber ich bin ja auch sehr auf der Seite der Künstler und Künstlerinnen. Und wollte eigentlich für die Künstler eine Auszeit schaffen aus ihrem Alltag, der ja oft doch mit viel Stress verbunden ist, weil nicht nur das Kunstschaffen, sondern auch, für seine Existenz sorgen, immer wieder eine Relevanz hat und hier waren sie einfach mal fernab der hektischen Großstadt nahe der Natur, der Berg fällt und konnten sich nur aufs Arbeiten konzentrieren, weil das andere, wie wohnt man, wie ist man, haben wir ihn abgenommen?
Als die Sommerfrische Kunst ihr 5-jähriges gefeiert hat, habt ihr das erste Mal hier zusammengearbeitet. Blickst du auf diese Zeit zurück. Das ist eine Zeit, die ich als sehr, berührend empfunden habe, hier zu sein und ich war kein Residence, ich war das erste Mal hier, mit einer kleinen äh Schau an Arbeiten aus Koexist, und habe im Zuge dessen auch einen Workshop hier gegeben an der Sommerfrische Kunstakademie und hab's gar nicht glauben können, dass ich in Bad Gastein, als ich hier durchgegangen bin, war normalerweise fotografiere ich in urbanen Räumen plötzlich eine Spiegelung hier entdeckte und nicht nur eine, Ich entdecke dann in den Folgetagen noch eine und noch eine und noch eine und so entstand tatsächlich sechs Spiegelungen,
sechs Werke hier und Andrea hat mich dann eingeladen, ein paar Jahre später die Werke hier auch zu zeigen im Rahmen der Sommerfrische Kunst in einer sehr schönen Ausstellung am Kraftwerk unten. Und die Sommerfrische Kunst ist einzigartig. Das hängt zusammen mit dem, was ihr hier auf die Beine stellt an wirklich hochspannenden Ausstellungen, Künstlerinnen und Künstlern, die hier gewirkt haben und auch jetzt in diesem 15er Jubiläum wieder dabei sind und diesem Ort Der diese ganz hohe Aufladung hat an Tradition, aber auch Gegenwart, aber auch diese Zukunftsbewegung, das Visionäre, was hier überall, schlummert. Was verbindest du mit Co-Xist und diesem Ort?
Na ja, eine große Koexistenz herrscht natürlich hier schon mal von äh Künstlerinnen und Künstlern, die hier anreisen, so ein bisschen aus einer anderen Welt sich in diesen Ort integrieren und auch mit heimischen Leuten und Menschen, die hier schon immer leben, aufeinander treffen und miteinander arbeiten im besten Falle.
Haben wir öfter mal gehabt mit Werkstätten, mit Tischlern, mit Metallbauern, aber eigentlich ist ja, Der ganze Ort, eine Koexistenz des gesamten sozusagen, weil einfach es gibt halt hier ganz viel, es gibt das. Hütten essen, es gibt klassische Konzerte, es gibt Kurkonzerte, die eher so einen Hinweis auf die Tradition sind und das, was gewesen ist und wir mit der zeitgenössischen Kunst ja doch sehr zukunftsorientiert hier immer handeln und anfänglich dachte ich immer, es muss alles hier, wenn wir grade über die Kunst sprechen, perfekt sein, auch grad im Ausstellungssinn, aber es ist wirklich eine, Spannende Koexistenz des Ganzen geworden. Also wenn wir von Erwin Wurm.
Vier Fahnen auf die Wasserfallbrücke stellen oder installieren lassen. Dann sind daneben einfach Blumentöpfe mit ganz vielen Geranien, wo du dir denken würdest, wäre vielleicht auch schön, wenn sie nicht da wären. Aber das ist hier einfach wirklich, Das ist die Koexistenz des Ortes, dass man einfach Biden ein Gewicht gibt und eine Wichtigkeit weil ja auch nicht jeder ähm so fokussiert ist und so eine Relevanz in der Kunst sieht und ähm ich glaube in den 15 Jahren oder bis zum heutigen Tag hat das ganz gut geklappt, dass wir uns mehr und mehr miteinander anfreunden und gemeinsam versuchen, diesen Ort nach vorne zu treiben. War das anfangs eine Herausforderung?
Das ist tatsächlich immer noch eine Herausforderung. Ich glaube auch mittlerweile, dass gewählte Produkt, also für so ein Festival zeitgenössische Kunst und wir waren am Anfang ja sehr spitz und wollten auch sehr streng sein in der ganzen, das sind wir auch bis zum heutigen Tag, aber es ist ja einfach das Interesse ist ja doch eine kleinere Zielgruppe und hätte ich mit einem Musikfestival angefangen, sage ich immer Wäre das um einiges leichter gewesen, weil der Zugang einfach einfacher ist und ein Zugang für Kunst zu schaffen und Hemmschwellen abzubauen ist halt immer eine große Herausforderung.
Welche Menschen haben dich in den 15 Jahren besonders begleitet und gestärkt, daran zu glauben? Ich meine, es sind ja immer Höhen und Tiefen auch wie in so einer Berglandschaft eben auch Also bestärkt hat mich eigentlich im Endeffekt, viel von außen, weil oft nehmen ja Leute von außen Dinge anders wahr als Leute, die den ganzen Tag damit konfrontiert sind.
Am meisten bestärkt habe ich eigentlich meine Künstler, die wirklich diesen Ort aufgesogen haben und in die Welt hinausgetragen haben und es hat gestern auch für das, was es jetzt ist mit der Sommerfrische Kunst bekannt gemacht haben und immer wieder gekommen sind und Besonders bestärken tut mich natürlich jetzt einfach, dass irgendwie so viele sich Leute sich auf den Weg machen nach Bad Gastein für das Jubiläum.
Und wir haben bisher auch extra die Jubiläumsausstellung Welcome Comeback genannt, weil wir ja ganz am Anfang wirklich eher so wie so eine kleine Klassenausflug waren und es war sehr familiär und ich habe zu Hause auch noch mal gekocht für alle und so. Das ist natürlich im Zuge des, immer größer werden und es immer professioneller werden des Festivals verloren gegangen und so ist für mich diese welcome back Ausstellung einfach so schön, weil viele einfach zurückkommen an diesen Ort, wo sie vielleicht auch schon vor 15 oder 13 Jahren Kunst geschaffen haben. Wie ist das für dich? Also für mich, ich kann für mich sprechen. Es hat eine magnetische Anziehungskraft sowohl dieser Ort für Arbeit, der natürlich geprägt ist auch durch die Menschen, die hier wirken. Also das sind einige der,
Hoteliers hier, das sind einige der Menschen, die hier leben, die eben tatsächlich. Visionär denken und handeln und das ist diese sommerfrische Kunst, die so einzigartig ist. Und es entschlüsselt sich hier nie alles. Es ist eben dieses Spannungsfeld, was Andrea gerade auch beschrieben hat, die Geranie neben dem Erwin Wurm und es ist die Mystik, diese Magie dieses Ortes, das sind Geschichten, die hier rumgeistern, die äh man aber nie ganz greifen kann, ob man sie in die Kiste der Realität packt oder in die Kiste des magischen und hier gibt es viel, was einen nicht in Ruhe lässt, was einen zurückkommen lässt und wo man immer wieder sehr gerne Teil sein möchte.
In diesem Jahr, Wirst du und natürlich auch im Kraftwerk ausstellen und es wird auch eine besondere Zusammenarbeit geben. Du wirst Workshops anbieten. Wie kam es zu der Idee, dass du Menschen aus dem Urlaub heraus, aus der Umgebung heraus begleiten wirst, diesen Ort zu erkennen? Die Sommerfrische Kunstakademie hat schon über die ganzen Jahre hinweg immer wieder Workshops auch angeboten. In diesem Jahr ist der Schwerpunkt Fotografie drei verschiedene Workshops zu dem Thema Porträtfotografie mit.
Gibt es KI-Fotografie mit Alexandra Lier und ich werde Street for Talgofie anbieten, also hier in Bad Gastein, auf den Straßen Bad Gastein zu arbeiten mit interessierten. Das richtet sich an Profis, aber eben auch an Menschen, die noch wenig bis keine Berührung mit Fotografie hatten. Und hier in dieser Kulisse wird das sicherlich ein ganz besonderes Erleben sein.
Warum war's dir wichtig, die Fotografie in diesem Jubiläumsjahr hierher zu holen? Wo wir gerade über Zugang gesprochen haben, also wir haben ja schon ein bisschen Erfahrung auch mit der Akademie und ich glaube einfach, dass die Hemmschwellen auch, ein Workshop für Fotografie zu machen, nicht so groß sind aus unserer Erfahrung raus, wie zum Beispiel für Malerei, weil die Leute immer denken, da müssen sie ganz großartige Dinge können, bevor sie dahin gehen und da ja heute auch jeder mit dem Handy fotografiert und, bisschen selber ein Gefühl entwickelt hat, wie das mit dem Licht oder Position ist, ist es einfach wirklich auch ein bisschen einfacher das anzubieten und auch ein bisschen erfolgreicher
Und da ja grade sich in der Fotografie auch so viel tut, also wir haben ja auch Alexandra Lier als KI-Spezialistin mit dabei. Wollte ich einfach so eine Bandbreite möglich machen an Fotografen, die unterschiedliche Ansätze für den Workshop haben. Und das Schöne ist eigentlich, dass sie alle dreißig, wir haben uns ja abgesprochen in Zoom-Meetings, noch nicht persönlich kennen oder nicht alle zumindest und dann am Ende dieses Workshops, der irgendwie, 24 Stunden dauert, also die Leute müssen sehr engagiert sein und durchhalten, aber dann gibt es halt so ein Zusammentreffen aller dieser Gruppen. Wir haben früher immer die Akademie hintereinander abgehalten.
Also erst kam der eine Dozent, dann der nächste und der andere in der nächsten Woche. Ich fand es jetzt irgendwie ganz charmant, dass dann alle irgendwie zusammentreffen, die Leute, die kommen. Also das ist irgendwie dann, sechs Leute oder zehn sind, sondern vielleicht am Ende 30 und die sich dann austauschen können über das, was sie hier erfahren durften Du bist hier in der großen Jubiläumsausstellung mit fünf Werken vertreten. Welches Werk hat den größten Bezug zu Badgastein?
Es gibt eine Arbeit, die habe ich 2015 hier fotografiert im alten Casino Leurop, Das ist ein großes, mächtiges Gebäude, was hier an dem Steilhang klebt, kann man fast sagen. Mhm. Ähm das hat West Anderson angeblich auch als Vorbild genommen für sein Grand Budapest Hotel. Und wenn man das Leurop Betritt unten, dann eröffnet sich einem sofort ein großer Raum, von dem schaut man über das ganze Tal ein mächtiger Kronleuchter, ganze imposante Vergangenheit dieses Gebäudes liegt dann vor einem gleichzeitig dieser dieses Gefühl von Verlassenheit, von einem halben Lost Place Teile dieses Gebäudes sind bewohnt, aber Teile wirken auch noch immer wie Wie eingefroren, unter anderem dieser Eingangsraum. Und dort habe ich da vor zehn Jahren in einer Seitentür in ein einer Glastür.
Eine Spiegelung gefunden, die aber so besonders war, weil da auch ein Mann stand, Der mich nicht bemerkt, ist für mich immer sehr wichtig, dass die Menschen mich nicht bemerken, wenn ich fotografiere, damit sie ganz in ihrem Gefühl, in ihrer Haltung bleiben können und niemals nie auf mich reagieren müssen, Deshalb bin ich übrigens auch nie in einer Spielung zu sehen, außer ein kleines Selbstporträt gibt es mal als kleine Signatur mal für diese Serie, aber es hat sich auch zufällig ergeben, weil es soll nie um mich gehen, also man soll nie danach suchen, wo ich in diesen Bildern bin, Da stand also dieser Mann, da stand dieser Mann, der schaut über das ganze Tal, Da standen drei Stühle, die unbesetzt waren, die spiegelten sich hinein in ein sehr imposantes Treppenhaus im Seitentrakt und auf dieser Glastür.
Und es war eine große Ruhe in diesem Raum und da habe ich diese Spiegelung gemacht und es ist ganz selten, dass eine Arbeit wieder zurück an ihren Ursprungsort kommt, weil, Ich stelle in Galerien und Museen aus, in unterschiedlichen Ländern und es hat sich noch nie ergeben, außer in Bad Gastein, Und auch jetzt hier in dieser Jubiläumsausstellung, dass dass das Werk zum Ort zurückkehrt und dass man sogar.
Eine andere, weil dieser Mann wird nicht mehr seit zehn Jahren dort stehen, die Stühle stehen dort auch nicht mehr. Trotzdem existiert noch einiges so, dass man bloß im Auge diese Spiegelung auch wiederfinden könnte. Und deshalb ist für mich irgendwie sehr berührend, dass diese Arbeit hier wieder zurückkehrt. Ich auch. So ist ein kleiner Kreis, der sich dann schließt. Und diese Ausstellung ist sehr feinstofflich, kuratiert von, Andrea von Götz und Sylvie Eigner, im Vorfeld da eng zusammengearbeitet und überlegt, was kann dieser Raum im Kraftwerk, das sind Räume, die keine Clean-Räume sind, wie man sie aus, kennt mit weißen Wänden Sondern es sind Räume, die deutlich gelebt haben, da es noch alte Tapete, das ist porös, das erzählt was und was wollen wir dort aus meiner Serie hineingehen lassen? Und ist zum Beispiel auch eine Arbeit geworden,
Die ich in Serbien fotografiert habe vor mehreren Jahren, die zeigt eine sehr reduzierte Spiegelung, ein Mauerwerk, auf das sich Licht hineinspiegelt, draufspiegelt und ein Riss quer durchzieht und, Für mich war das auch immer ein Rückblick in die Vergangenheit, Serbiens auch, aber eben auch ein übergeordnetes Sehen darin, die dieses Lichtschatten spielst, diese so riss in dieser weißen Wand, der da durchzieht und auch diese Risse Bad Gasteins, die so unergründlich scheinen, die mit sehr viel Magie und Mystik umgeben sind Die Geschichten aus der Vergangenheit hier, wo man gar nicht weiß.
Das daran hat den Wahrheitsgehalt, was es im Laufe der Jahre dazugekommen, aber auch diese Fienerist in den Gebäuden hier, Die Umbrüche diesen Ortes und deshalb haben wir uns entschieden, dieses diese Arbeit hier auch herzuholen, aber auch ein Mann, den man auch kaum greifen kann auf einer Spiegelung, der in einem fast dunklen Raum, so scheint es, auf mutigen Glas gespiegelt auf dunklem Braunglas, äh schmutzig war's das Glas, der da vorbeihuscht, so dass so das Hauptelement in dieser Spiegelung spiegeln sich nur zahlreiche andere, Aspekte, Formen und und Farben und Pflanzen, alles Mögliche hinein, aber das Wesentliche erscheint einem zunächst mal dieser Mann. Und das habe ich fotografiert in New York, unten im Rockefeller Center.
Und das scheint auch für dieses so, meine auch immer fortwährende Suche in Bad Gastein. Ich kehre immer mal wieder in diesen Ort zurück, weil der mich nicht in Ruhe lässt. Also der hat so viel Geschichte, aber auch Geschichten und der hat so viel seltsame Gebäude und es gibt Menschen, die auch abgestoßen sind, die das ganz schnell als auch.
Diese diese leerstehenden Gebäude, die es ja zum Teil auch gibt, diese auch unsanierten Gebäude, die es hier gibt, dem gegenüberstehen, die sehr ästhetischen Gebäude saniert, neu aufgebaut. So und es gibt Menschen, die die empfinden das so als diese, Lost Places als als fast eine Zumutung und scheuen das und empfinde es als hässlich oder es bedrückt sie, aber diese Kontraste, also die ziehen mich immer wieder her, dann dieser tosende Wasserfall, der einmal durch die Ortsmitte geht, Und auch das eine so interessante Beobachtung. Ich kam hier an und dachte, oh Gott, hier kann man gar nicht schlafen. Das ist ja so laut.
Mit offenem Fenster, man hört es tosen und gleichzeitig, da wurde mir schon gesagt, ach warte mal ab, so und das war so ein Bad Gasteiner, ne? Warten wir ab. Dann nach zwei Tagen habe ich den Wasserfall nicht mehr gehört. Und deshalb, Ich ziehe auch immer in die Fremde mit meiner Kamera, in die Ferne, wo ich noch nicht war, an Orte, weil es ist anders, Wenn man ganz neu an einen Ort kommt, man schaut mit ganz frischem Blick, man sieht mehr, man gewöhnt sich so schnell. Wenn du auf 15 Jahre sommerfrische Kunst zurückblickst Was ist dir dann besonders in Erinnerung geblieben und was möchtest du den Gästen der Zukunft noch mitgeben?
Also erst mal bin ich total stolz und glücklich, dass wir's soweit bis hierher geschafft haben, dass alle Leute noch an meiner Seite sind und es immer mehr werden und ja, dass all das, was ich mir vor 15 Jahren überlegt habe, was für diesen Ort Schön ist mit Residencis, mit großen Ausstellungen, mit tollen künstlerischen Positionen, auch im öffentlichen Raum mit einer kleinen, feinen Kunstmesse. Das ist ja alles wahr geworden und jetzt geht es darum.
Dass so eine Etage höher zu heben und einfach das noch mal ein bisschen anders aufzustellen, noch professioneller aufzustellen und Das geht, wie man das in diesem Jahr sieht, wunderbar mit Kooperationspartnern, also anfänglich waren wir einfach nur die kleine, sommerfrische Kunst, jetzt sind wir die große, sommerfrische Kunst Und ich sehe uns so ein bisschen jetzt als Dach oder als Schirm. Also ich möchte mehr und mehr Kooperationspartner mit ins Boot nehmen, weil natürlich auch dadurch mehr Leute kommen, die wieder andere Gäste, einladen können, wie wir das jetzt mit dieser Position Art Fair aus Berlin haben, was großartig ist. Die Kooperation mit dem Streitmuseum in Amsterdam macht große, große Freude. Dann haben wir in diesem Jahr schon im Mai das erste Mal einen Artist in Residence gehabt
Culture Die kommen aus Berlin, die machen in ganz Berlin vielfache, große Artist an Residence Programme, die waren im Kraftwerk. Also die Idee ist einfach, große Partner an die Seite zu nehmen, um noch stärker zu werden und zu wachsen und Ich würde mich gerne so von meinem Herz her nächstes Jahr dem Ortszentrum ein bisschen nähern, weil ich glaube, ohne dass wir das Herz des Ortes bespielen mit künstlerischen Positionen.
Ich glaube einfach, das wäre so der nächste Schritt Die Gäste, die spontan sich entscheiden, hier vorbeizukommen, was erwartet sie? Worauf können sie sich freuen? Also sie werden äh im Kraftwerk die Jubiläumsausstellung sehen von 20 sehr spannenden künstlichen Positionen, die halt innerhalb der letzten 15 Jahre hier waren, international und Kunst im öffentlichen Raum. Es gibt glaube ich 12 Installationen, die immer noch zu sehen sind. Das kann man auf der Webseite auch alles erfahren und eigentlich ist es am spannendsten, dass man Kunst da entdeckt, wo man sie nicht erwartet. Das ist ja immer so auch mein Anliegen gewesen, so ein bisschen als Irritation zu denken, hm was ist das jetzt? So wie wir das heute zum Beispiel auf dem Graukogel gesehen haben und dass man sich dann durch dieses,
entdecken oder irritieren, sich mit dem Thema auseinandersetzt. Und das macht eigentlich glaube ich am meisten Spaß, wenn einfach Fragen aufgeworfen werden, auch vielleicht nach dem Sinn des Ganzen Liebe Andrea, wir zeichnen am Tag der Eröffnung auf. Ich weiß, du musst weiterlesen. Ich bedanke mich schon mal ganz herzlich, dass du uns hier fünf Minütchen deiner kostbaren Zeit geschenkt und verabschiede dich jetzt. Wir sehen uns gleich. Wir sehen uns gleich, danke. Tschau.
Franziska, eine meiner liebsten Abschlussfragen ist ja immer ganz gerne was verbindest du mit Leichtigkeit, mit Leichtigkeit, Leichtigkeit ist auf jeden Fall eine ganz wichtige Gegenbewegung zur Schwere, die es braucht. Wir können uns nur einer Wirklichkeit annähern, wenn man, Die auch auslotet, das heißt also auch, Lichtschatten, schwere Leichtigkeit betrachten kann, Leichtigkeit.
In Bezug auf die Fotografie bei mir, das hat so was ganz Schwebendes, diese Glasscheiben, das, was darauf passiert, so dass das wird von Licht durch Drogen oftmals, dass, scheinen fast schwebende Bewegungen auch zu sein und deshalb hat das ein verführerische Leichtigkeit auf den ersten Blick, aber es walten darin durchaus antagonistische Kräfte. Da treten Formen plötzlich miteinander durchbrechen sich Farben, die aufeinander treffen. Menschen, die einander sich auch, Den Raum nehmen, indem sie sich berühren, deshalb nur manchmal so als Fragmente noch erscheinen in den Spiegelungen und fast zerhäckselt auch manchmal wirkt Aber das alles, also selbst die zerstörerische Element, was dann Spiegelungen auch manchmal in sich tragen, das zerstört, zerrupfte, zerrissene und auch das Antagonistische, so, es hat eine so große Faszination, weil es wieder ein ganz neues gesamtes Bild ergibt,
Und deshalb kommt es zunächst mal leichter her, bei genauem Betrachten hat's aber durchaus auch seine. Schmerzhaften und dekonstruierten Momente, diese Fotografie in der Spiegelung Und fängt dann aber wieder an, finde ich im Großen und Ganzen, wenn man dann wieder zurücktritt, mal nah rangeht, sieht man diese ganzen einzelnen Elemente. Meine Bilder sind sehr großformatig in Ausstellung und wenn man dann wieder zurücktritt, dann Das große Ganze irgendwie wieder an zu schweben und hat auch wieder was sehr was wieder so zurück in eine Harmonie findet und deshalb auch immer irgendwie so ein Stück weit Symbol, dass all die antagonistischen Kräfte doch auch wieder ein Großes Ganzes mitunter ein sinnvolles, großes Ganzes ergeben. Ich freue mich so sehr, dass ich ein bisschen in deine Wahrnehmung eintauchen durfte.
Über deine Geschichten, über deine Wege mit dir zusammen ein bisschen gehen durfte, wir dieses besondere Gespräch geführt haben. Bin hier wirklich sehr, sehr dankbar, Franziska. Ich freue mich so sehr, dich hier in Podcast einzutreffen. Nein, ich freue mich auch sehr über das Gespräch an diesem. Music.
Dann hinterlasse doch gerne fünf Sternchen sowie eine wohlgesonnene Bewertung. Ich freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich auch weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartnerinnen. Music.