Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast· Folge 173

Konschthal Esch | Christian Mosar | Kunstpodcast

Freitag, 10. April 2026 · 50 min

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Shownotes

Konschthal Esch und Christian Mosar – Wie Kunst eine Stadt verändert

Stellt euch vor, ihr lauft durch eine Stadt, die man zu kennen glaubt. Die Wege sind klar, die Atmosphäre ist bekannt… und doch entsteht das Gefühl, dass hier etwas in Bewegung ist.

Die Konschthal Esch liegt in einer Stadt, die lange von Stahl geprägt war – und heute neue Räume öffnet. Zwischen ehemaligen Industriehallen entsteht ein Ort, an dem internationale Künstlerinnen und Künstler arbeiten, ausstellen und miteinander ins Gespräch kommen.

Christian Mosar – vom Radio zur Kunsthalle

Im Austausch mit Christian Mosar rückt eine Frage in den Mittelpunkt: Welche Rolle kann eine Kunsthalle in einer Region spielen, die sich verändert?

Christian Mosar hat die Kulturszene Luxemburgs über viele Jahre begleitet – zunächst als Journalist im Radio, später als Kurator und heute als Direktor der Konschthal Esch. Sein Weg führt also nicht aus dem klassischen Museum heraus zur Institution, sondern aus dem Gespräch, aus dem Zuhören, aus der Beobachtung kultureller Bewegungen.

Gerade das macht diese Folge so spannend. Es geht nicht allein um eine Institution, sondern auch um die Frage, wie Kunstorte entstehen, wie sie Haltung entwickeln und wie sie sich mit einem gesellschaftlichen Umfeld verbinden.

Die Konschthal Esch als junge Kunstinstitution in Luxemburg

Die Konschthal Esch gehört zu den jüngeren Kunstinstitutionen Europas. In kurzer Zeit hat sich hier ein Ort entwickelt, an dem internationale Positionen gezeigt, neue Arbeiten ermöglicht und Gespräche über Kunst und Gesellschaft geführt werden.

Das Besondere an der Konschthal liegt in dieser Bewegung: Sie wirkt nicht wie ein abgeschlossenes System, sondern wie ein Ort, der im Austausch entsteht. Zwischen Stadt und Region, zwischen lokaler Szene und internationalem Kontext, zwischen institutioneller Struktur und offener Entwicklung.

Luxemburg ist klein und gleichzeitig erstaunlich international. Mehrere Sprachen prägen den Alltag, Grenzen verlaufen durchlässig, kulturelle Projekte entstehen häufig im Austausch mit der Großregion. Genau in diesem Umfeld arbeitet die Konschthal Esch – als Kunsthalle, die ihre Rolle in einem größeren Zusammenhang denkt.

Kunst, Gesellschaft und internationale Perspektiven

Im Gespräch geht es um kuratorische Entscheidungen, die viel über eine Institution erzählen. Wie entsteht Vertrauen in eine junge Kunsthalle? Wie werden lokale Künstlerinnen und Künstler in internationale Kontexte eingebunden? Welche Verantwortung trägt eine Institution, wenn sie gesellschaftliche Themen sichtbar macht?

Die Folge verbindet Fragen nach Sichtbarkeit, Verantwortung und kultureller Vernetzung. Sie zeigt, wie zeitgenössische Kunst gesellschaftspolitische Themen aufgreifen kann, ohne sie zu vereinfachen, und wie eine Kunsthalle in einem sich wandelnden Umfeld zu einem Ort für Begegnung und neue Perspektiven wird.

Gregor Schneider und der Blick auf die Art Düsseldorf

Ein Teil dieser Arbeit wird auch außerhalb des Hauses sichtbar: auf der Art Düsseldorf. Dort ist die Konschthal Esch 2026 präsent und bringt ihre institutionelle Haltung in einen Messekontext ein.

Der Blick auf die Messe gehört deshalb bewusst in diese Folge. Gezeigt werden dort auch Arbeiten von Gregor Schneider, dessen Werk sich intensiv mit Raum, Wahrnehmung und Verschiebung beschäftigt. Damit öffnet sich noch einmal eine weitere Ebene: Wie übersetzt eine Kunsthalle ihre kuratorische Sprache in einen Ort, der auf Sichtbarkeit, Begegnung und internationale Aufmerksamkeit ausgerichtet ist?

Die Art Düsseldorf erscheint hier nicht als bloßer Außenauftritt, sondern als Erweiterung dessen, was die Konschthal Esch ausmacht: ein beweglicher Ort zwischen Ausstellung, Austausch und kulturellem Netzwerk.

Die Schwerpunkte des Gesprächs

• Christian Mosar und sein Weg vom Radio zur Kunsthalle

• Die Konschthal Esch als junge Institution in einer Region im Wandel

• Luxemburg als mehrsprachiger und internationaler Kunststandort

• Kunst und Gesellschaft zwischen Verantwortung, Sichtbarkeit und Kontext

• Art Düsseldorf und Gregor Schneider als Teil einer erweiterten institutionellen Praxis

Nach dem Hören

Nach dem Hören dieser Folge entsteht ein feines Gefühl dafür, wie Orte sich verändern können. Und dass Kunst Teil dieser Bewegung ist.

Links & Informationen

Museum / Institution: Konschthal Esch
Website: konschthal.lu

Messe / Projekt: Art Düsseldorf
Website: art-dus.de

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Hinter den Kulissen

Diese Episode entstand als persönliches Gespräch vor Ort in der Konschthal Esch im März 2026.

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Und herzlich willkommen zu die Leichtigkeit der Kunst. Ich bin Claudia Linzel und heute begrüße ich euch aus Luxemburg, genauer gesagt aus Ashür Alzett. Stellt euch einmal vor, wir betreten eine junge Kunsthalle in einer Stadt, die lange von Stahlwerken geprägt war. Der Süden Luxemburgs war über Jahrzehnte eine Industrieregion, Hochöfen, Bergbau und Arbeiterstädte bestimmten das Bild Orte wie erzählen bis heute von dieser Geschichte von Arbeit, Migration und einem Europa, das hier über eine lange Zeit gewachsen ist, Wer heute durch die Region geht, entdeckt jedoch eine andere Landschaft, Zwischen ehemaligen Industriehallen entstehen Kulturorte und neue öffentliche Räume. Gebäude, die früher der Produktion gehörten, werden zu Orten für Begegnung, Kunst und Diskussion.

In dieser Umgebung ist auch die Konstell Esch entstanden. Eine junge Kunsthalle mitten in einer Stadt, die sich neu erfindet. Luxemburg ist klein und gleichzeitig erstaunlich international. Mehrere Sprachen prägen den Alltag, Grenzen verlaufen hier weniger trennend als verbindend und kulturelle Projekte entstehen häufig im Austausch mit der gesamten Region.

Vielleicht erklärt genau das, warum die Kunstszene hier so international denkt, Wenn eine neue Kunstinstitution entsteht, stellt sich deshalb eine grundlegende Frage. Wie entsteht eigentlich eine neue Kunsthalle und was braucht es, damit Kunst einen Ort verändern kann? Die Kunststrahl-Asch gehört zu den jüngeren Institutionen der europäischen Kunstlandschaft. In wenigen Jahren hat sie sich zu einem Ort entwickelt, an dem internationale KünstlerInnen ausstellen.

Neue Arbeiten entstehen und Gespräche über Kunst und Gesellschaft geführt werden. Direktor dieser Institution ist Christian Moser. Sein Weg zur Kunst begann nicht im Museum, sondern im Radio. Über viele Jahre führte er Gespräche, stellte Fragen und beobachtete kulturelle Entwicklungen, Heute entstehen diese Gespräche in anderen Räumen, in Ausstellungen, Institutionen und internationalen Netzwerken.

In dieser Folge sprechen wir über diesen Weg von Radio zur Kunsthalle, über Luxemburg als Kunstort, über die Frage, wie eine junge Institution entsteht und welche Rolle sie in einer Region spielen kann, die sich im Wandel befindet. Wir sprechen darüber, wie Kunstinstitutionen arbeiten, wenn sie gesellschaftliche Themen aufgreifen, wie lokale Künstlerinnen in internationale Kontexte eingebunden werden und welche Rolle ein Land wie Luxemburg klein, mehrsprachig und mitten in Europa für die zeitgenössische Kunst spielen kann.

Und wir werfen auch einen Blick auf die Art Düsseldorf, auf der die Konschtal-Esch vertreten ist, mit Arbeiten von Gregor Schneider und einem Programm, das Gespräche und Begegnungen ermöglichen soll. Also freut euch auf ein Gespräch über Wege, Orte und Netzwerke und über die Frage, welche Rolle Kunst spielen kann zwischen Stadt, Region und Euro, Darüber spreche ich mit Christian Moser. Vielen Dank für die Einladung, lieber Christian, ich freue mich so sehr.

Diesen Ort kennenzulernen. Erzähl mir deine Verbindung zu diesem Ort. Vielen Dank für die Einladung. Es ist so, dass die Kunsthalle. Ich würde sagen, fast Ex-Nilo entstanden ist. Es kommt daher, dass, gab's ein großes Möbelhaus, die Stadt Esch hat dieses Möbelhaus gekauft. Ich selbst war in dem Moment 220 künstlerischer Programmleiter der Kulturhauptstadt Esch 2022 der europäischen Kulturhauptstadt.

Ich hatte diese Arbeit teilweise abgeschlossen und die Stadt hat mich sozusagen abgeheuert, um aus dem Möbelhaus und auch einem zweiten Gebäude, dem Britter Haus jeweils eine Kunsthalle und im Brittahaus Künstlerresidenzen zu schaffen. Beide wurden relativ schnell auf die Beine gestellt und, Die Idee war es, dass wir gleich von Anfang an ausstellen und nicht darauf warten, dass Baumaßnahmen abgeschlossen werden, sonst, glaube ich wären wir bis jetzt noch nicht offen, sodass sodass wir ganz schnell eigentlich von einer ganz besonderen Situation.

Profit genommen haben. Das war, dass in Luxemburg früher, als in anderen Länder, am 2. Oktober 2tausendeinundzwanzig, trotz Covid-Maßnahmen die Museen wieder eröffnet werden durften. Und da haben wir eine große Ausstellung, sehr große Ausstellung mit Gregor Schneider gemacht. Eco-Tunnel hieß die, in der wir 20 Räume von Gregor Schneider, neu aufgebaut und ausgestellt haben. Das war ein erster sehr großer Schritt, bei dem wir eigentlich vieles getestet haben, was es vorher überhaupt nicht gab an diesem Ort und von da aus hat sich alles entwickelt, Jetzt hast du schon ganz viel hier zu der Konnenstall erzählt. Ich bin gespannt, wer über dich und deinen Bezug zu Ash zu erfahren Also biografisch gesehen bin ich in Esch geboren. Das ist mal das Erste. Ich bin gleichaltrig wie Michael Margeros. Mhm. Und das war eine Zeit für

Die Kunst hier in Luxemburg, es gab nur ein Museum im Land Luxemburg. Ein Landesmuseum, das überhaupt Kunst behandelt hat. Auch so, dass es gab an dem Gymnasium Einen neuen Lehrgang über Kunst, der war gerade in dem Moment entstanden, Michael Morgerous auf seiner Seite in Esch und ich in Luxemburg-Stadt mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen gingen auf diesen Kunstlehrgang, das war ganz neu.

Sodass wir auch ein Kunst, Abitur machen konnten. Das war ein erster Schritt, der vieles verändert hat für mich, Aber später kam noch hinzu, dass 1994 Luxemburg das erste Mal die Stadt Luxemburg europäische Kulturhauptstadt wurde. 2tausend7 ein zweites Mal und dann 2022 die Stadt Esch. Das sind auch drei so Fixpunkte, die meine Arbeitsbiografie etwas, terminieren und das andere war, ich fahre vor dieser Arbeit hier in, immer freischaffend und habe sehr viele verschiedene Sachen in Luxemburg gemacht. Das ging.

Von sehr vielen Museumsführungen in den Museen und in Ausstellungen hier über die Arbeit am Radio. Ich habe aber auch 20 Jahre lang als Fotograf gearbeitet. Und äh dann auch gleichzeitig angefangen, Texte über Kunst zu schreiben, Ausstellungstexte. Da ich gleichzeitig fotografiere, habe ich mir auch gleichzeitig die Fotos dafür gemacht. Das scheint im Ausland etwas sonderbar, aber in einem ganz kleinen Land mit damals 500.000 Einwohnern muss man sich das vorstellen, ne, dass das nicht so ungewöhnlich war.

So und dann äh das eine kam aus dem anderen. Äh ich habe dann auch Ausstellungen kuratiert. Ich habe zum Beispiel äh den Luxemburgischen Pavillon in der Bienenhalle von Venedig, schon mal kuratiert. Ich habe den Luxemburgischen Pavillon der Weltausstellung, In Shanghai kuratiert, so dass ich auch etwas Internationale Erfahrungen gewinnen konnte und das alles hat sich dann zugespitzt auf diese Arbeit.

Jetzt hier sind. Mit welchen Themen hast du dich damals auseinandergesetzt? Oh, das war sehr breit gefächert. Es ging vor allem darum, erst mal, Noch einmal zu zeigen, dass hier überhaupt eine Kunstszene entsteht, weil Luxemburg so wie jedes Land mit Klischees behaftet ist und, Diese Klischee ist natürlich was die Kultur angeht, nicht stimmen. Es ging wirklich darum auch zu zeigen, dass wir in Luxemburg sich etwas aufbaut, Entsteht das auch für ausländische Künstlerinnen und Künstler sehr spannend sein kann und das ist genau das, was wir auch jetzt hier machen möchten. Welches Tereotypen sind das denn?

Banken Mhm. Hätte ich jetzt auch gesagt, wäre du nicht. Danke. Gut. Und nun ja, das ist äh teilweise aus dem historischen Kontext entstanden, aber äh Luxemburg ist viel mehr als das und besonders Ash. Das macht echt so was anders. Das ist ein äh wirklich diesmal ein Schmelztiegel der Kulturen und auf dem in dem kleinen Viertel, wo wir uns hier befinden, sind über hundert120 Nationen.

Die hier leben und es ist ganz klein hier. Man kann diese Stadt nicht mit einer unbedingt deutschen Stadt oder französischen, mittleren Stadt vergleichen. Hier leben an die 38.000 Einwohner. Ist schon ungewöhnlich, dass die Stadt dann auch die Maßnahme getroffen hat, eine, echte Kunsthalle hier entstehen zu lassen. Welche Kulturorte gibt es hier? Es gibt ein Widerstandsmuseum, sehr wichtig ist. Es gibt einen Ascher Theater, das eigentlich die Pionierarbeit für die Kultur in Esch und auch für Luxemburg geleistet hat. Seit den 60er Jahren. Es war ein sehr wichtiger Ort. Gibt aber auch, seit den 80er Jahren äh die Kulturfabrik Die anfangs ein völlig unabhängiges Kulturzentrum war und auch abgerissen werden sollte und hat sich jetzt natürlich bestätigt als,

zentraler Punkt für freie Kultur- und Subkulturen in Luxemburg. Es gibt, auch andere Orte zum Beispiel in Ash, du hast das angesprochen, war eine Industriehauptstadt. Und es gibt die sind auch Belval ist eigentlich ein Viertel von nicht nur aber fast und dort stand die, Eisenindustrie. Das sind ist heute das Universitätsgelände. Die Uni in Luxemburg hat auch eine sehr kurze und dezente Geschichte bis jetzt, ne? So dass als diese.

Eisenindustrie aufhörte in den 90er Jahren, überlegt wurde, was machen wir da? Und die Uni kam dorthin, so dass doch teilweise die Universitätskultur natürlich dort ansässig ist, aber auch, eine Erinnerungskultur sozusagen mit den Monumenten der Hochöfen. Was kann man hier studieren? Studieren, leider nur keine Kunst. Fotografie, nein. Nein, leider und das ist natürlich äh etwas, was ich bedaure. Ja. Weißt du was?

Als ich dich gegoogelt habe, wurde mir als erstes angezeigt oder ich würde mal sagen, unter den ersten 1 Begriffen Fotograf. Erzähl mir doch mal mehr zu dieser Laufbahn. Das ist auch so entstanden durch die Entwicklung der Kulturszene in Luxemburg in den zweite Hälfte der 80er Jahre wurde ein Ort gegründet, der heißt eigentlich das Film und Fotoarchiv des Landes und das wurde hier nebenan in Dudelounge.

Einer Stadt gleich neben Esch gegründet. Das war damals eine Pionierarbeit, Weil es gab keine solchen Archive. Das nationale Literaturarchiv und dieses Film- und Fotoarchiv wurde damals gegründet sind heute natürlich sehr wichtige Institutionen, aber das ist spät für ein Land, dass sowas erst dann entsteht, Damals gab es an diesem tranational eine richtige.

Entdeckungskultur. Ich hatte glaube ich 16, siebzehn und 18 Jahre, da habe ich mehrere Sommer da verbracht und da habe ich äh gelernt, Zu fotografieren, Fotos zu entwickeln und alles, was dazugehört, aber vor allem hatte dieser Ort einen großen Vorteil. Es kamen sehr. Fotografinnen und Fotografinnen dorthin, um Workshops abzuhauten. Workshops, in denen wir manchmal zu fünf oder zu 8 nur waren, Und das hat sich dann über ein, zwei Wochen jeweils gezogen, sodass ich, ohne es wirklich am Anfang zu wissen, die Gelegenheit hatte, mit sehr, talentierten Menschen da zu tun zu haben und das war der eine Ausgangspunkt. Dann habe ich angefangen äh Kunst zu studieren und ich musste aber auch Geld verdienen.

Und habe dann die paar technischen Tricks, die ich gelernt habe, angewandt, um äh Werbefotografie zu machen, ob ich Werbefotografie in Luxemburg gemacht parallel zu, um diesen Kunstsachen. Also du hast Kunstgeschichte studiert Ich habe fürs Lehramt in der Kunst studiert. Und weil ich auf dieser Kunst Sektion war, wollte ich aber nie nochmals zurück ins Gymnasium. Das war nicht mein Ziel. Aber irgendwie bin ich da in dieses Lehramtsdings nochmal reingerutscht und, aber dann auch wieder schnell raus. Und bist Kulturjournalist geworden bei RTL. Und das? Nein, auf keinen Fall bei RTL. Oh, wie ich das Luxemburg. Genau, das ist das andere Klischee. Äh ich hatte das Glück, dass fällt mir viel gedreht. Nein, nein, das finde ich ganz gut, weil,

1994 eben wurde ein 2tes Radio ein staatliches Radio diesmal in Luxemburg gegründet, Radio hundert Komma sieben, Damals noch der Kulturradio und da habe ich angefangen und ich würde übrigens aus einer Führung, die ich gemacht habe, rausgeheuert, um da im Radio zu arbeiten. Ich hatte natürlich überhaupt keine Ahnung wie und was Radio ist. Und das ist manchmal in einem kleinen Land wie Luxemburg viel leichter, man sich das vorstellen kann. Also ich könnte mir vorstellen, dass du viele Gespräche auch mit bekannten KünstlerInnen geführt hast.

Du wirst kunstgeschichtliches Wissen mitgebracht haben. Was war dir in deinen Gesprächen wichtig? Also man muss sich die Zeit nehmen, die anderen sprechen zu lassen. Also es scheint, Ganz klar ist aber nicht evident. Äh funktioniert aber nicht immer. Man muss sich dementsprechend natürlich vorbereiten, aber man muss auch, genügend Platz für die Überraschungen übrig lassen. Ja, ich hatte das wirklich gemerkt habe und das möchte ich auch jedes Mal bei dieser Arbeit hier in der Kunsthalle, sehr bekannte Künstlerinnen und Künstler, sehr liebenswerte und nette Menschen sind. Das ist etwas, was ich immer sehr geschätzt habe und was mir auch jedes Mal als schnell auffällt, sehr schnell auffällt.

Kann es fast so sein, dass manchmal je bekannter es ist, desto umgänglicher sind sie. Es klingt jetzt etwas klischeehaft, aber. Äh ich erlebe es halt so. Hast du denn das Gefühl, dass die Erfahrung, die du aus den Gesprächen mitgenommen hast, hier in deiner Ausstellung einfließen lassen kannst, dass du einen anderen Blick hast oder mal ein anderes Ohr? Also man soll sich nie selbst beurteilen, aber ich Denke schon, dass vor allem die Arbeit mit den Führungen, mit dem Publikum, mich geschult haben, nicht die Uni oder irgendwas anderes, In einer Kunstführung hat man wirklich einen Dialogpartner, das Publikum, die alles in Frage stellen. Und man muss auch irgendwie versuchen, auf diese Fragen zu antworten,

Und das beinhaltet einerseits, dass man sich wirklich sehr konkret mit der Kunst beschäftigen muss, mit den Inhalten, mit den Dokumenten, mit den Texten, mit den Künstlerinnen und Künstlern und gleichzeitig muss man eine Spontaneität entwickeln. Auf sehr ungewöhnliche Fragen manchmal schnell zu antworten. Ich könnte mir vorstellen, wenn du so viel mit und so eng mit dem Publikum zusammenarbeitest, dass du auch ein ganz feines Gespür entwickelst, was grade die großen Fragen in der Gesellschaft sind, Nimmst du das mit, um heute deine Ausstellungen zu planen? Also ich finde es, essentiell, grundlegend, dass man die gesellschaftlichen Entwicklungen als Thema nimmt.

Darf kunstpolitisch sein, sollte es nicht sein, dass ist nicht die Frage. Man darf, nur nichts ignorieren, bewusst ignorieren. Ich glaube, das wäre ein ein großer Fehler. Wir haben hier Ausstellungen gemacht. Eine hieß Displayst, wo es darum ging, was passiert eigentlich mit einem als Künstlerin oder Künstler, wenn man sein Zuhause verliert?

Gezwungenermaßen freiwilligermaßen. Natürlich haben die Entwicklungen seit dem Migrationskrise seit dem 7. Oktober, seit Palästina darin eine Rolle gespielt. Und hier zeigt dich noch etwas anderes für Luxemburg. Ich weiß, dass diese Themen, in äh anderen Ländern und besonders auch in Deutschland sehr konfliktuell behandelt werden. Es äh entsteht meiner Meinung nach, Aus der Situation, dass wir in einer sehr aggressiven Zeit äh durch Kriege und durch das Leid der Menschen leben.

Es ist anders bei uns. Diese Themen werden hier aufgenommen. Sicher werden Sie diskutiert. Sicher werden Sie in Frage gestellt, aber irgendwie und ich kann es nicht genau erklären, gibt es hier in Luxemburg eine andere Kultur, wahrscheinlich durch die mehrsprachigkeit, Wahrscheinlich durch die vielen Nationen, die hier E leben und gelebt haben. Also Luxemburg ist an der Schwelle von 50 Prozent von Einwohnern, die keine Luxemburger sind. Ich sage bewusst nicht Ausländer, weil Luxemburg ist so klein.

Nach 15 Minuten Autobahn sowieso im Ausland sind. Also für uns ist der Begriff Ausländer, nicht unbedingt die richtige Definition für Menschen, die bei uns leben und arbeiten und uns besuchen. Und dieses Bewusstsein, glaube ich, ist hier sehr stark in diesem Land und auch in der Stadt verankert, als etwas sehr positives. Vielleicht ist es eine Erklärung. Gut, andere vielleicht zynerische Erklärung wäre, es ist der Wohlstand. Es geht uns besser als in anderen Ländern. Macht reich tolerant, Ich glaube, im Moment sieht man, dass es nichts und das sind alles äh Elemente von einer Sache, die man nicht so einfach erklären kann. Ich kann nur sagen, dass wir hier, Ein Forum, eine Plattform sind.

Die sehr interessiert ist an dem, was im Moment passiert und es auch behandelt. Luxemburg war ja eine Zeit lang nicht mehr ganz so vermögend spreche von der Stahlkrise in den siebziger Jahren, Welche Chance hat sich denn daraus ergeben und hat es sich erfüllt? 1974 die Erdölkrise. Sehr sehr spannend noch mal darauf zurückzublicken. Leere Autobahnen, Leute, die mit dem Fahrrad auf der Autobahn gefahren sind.

Gut, damals gab es in Luxemburg eine Autobahn, aber es hat trotzdem funktioniert. Sonntage bei Kerzenlicht. Ich übertreibe jetzt. Und dann gleichzeitig in Luxemburg dazu sehr dramatisch die Stahlkrise. Der Luxemburger Staat, Die Verantwortlichen der oder die Besitzer der Stahlkonzerne und auch die Gewerkschaften haben sich damals zusammengesetzt und eine sogenannte auf französisch Tripatit, gegründet, also die drei Parteien gingen an einen Tisch, haben angefangen nach Lösungen zu dieser Krise zu suchen, damit man die Massenarbeitslosigkeit vermeiden kann.

Das wurde sehr schnell mit einem Begriff erklärt, das heißt, das Luxemburger Modell. Gut, das Luxemburger Modell kann an Luxemburger im Ausland kennt es niemand. Das ist auch typisch für Luxemburg Und es hat irgendwie funktioniert, Es hat nicht ideal funktioniert, aber es hat irgendwie funktioniert, so dass die Massenarbeitslosigkeit wurde verminen. Aber vielen Arbeitern und Arbeiterinnen ging es umso nicht unbedingt gleich besser. Das absurde war, dass diese, Stahlarbeiter, eigentlich ihre Eigenfabriken abgerissen haben. Mhm. Also ihre Arbeit bestand darin, das zu zerstören, was sie aufgebaut haben. Und das muss ein ganz schlimmes, Gefühl gewesen sein, dass man sich nur vorstellen kann, wenn man's nicht erlebt hat

auch eine Form von Displays. Genau, eine Form von Displays und das ist auch glaube ich eine unsere Position, dass wir die Stahlindustrie und ihre Vergangenheit nicht als eine Idylle, oder ein Monument oder eine Verpflichtung sehen, sondern als eine. Ja ein gesellschaftsschaffendes Moment, dass aber auch gesellschaftszerstörend hätte sein können. Das ist diese Zeit ist es für die Kunsthalle besonders und die Kunsthalle ist ein Labyrinth, sie besteht aus drei, Fast vier Gebäuden und eins davon wurde eben in dieser Zeit noch neunzehnhundertneunundsiebzig. Diese Stahlkrise hat sich bis in die 80er Jahre gezogen. Neunzehnhundertneunundsiebzig, gebaut und die Stahlträger, Aus denen das Gebäude besteht, sind recycelt. Damals hat niemand dieses Wort benutzt und woher weiß ich das? Nur die haben alle verschiedene Größen. Sie sind alle,

verschieden und doch zusammengebaut und diese Stahlträger kommen gleich hier von nebenan, von dem Stahlwerk gleich nebenan und Das ist schon, glaube ich, auch ein Zeichen. In meinem Intro habe ich's ja auch angesprochen. Luxemburg ist ein sehr sehr kleines Land. Du hast gerade von dem Luxemburger Modell gesprochen. Glaubst du, dass Europa, wir befinden uns ja mehr oder weniger auch in der ein oder anderen Krise.

Etwas von diesem kleinen Land lernen können, wie es mit einer solch existentiell bedrohenden Krise umgeht, wie man umgehen kann. Da ich keinen Politiker und kein Ökonom bin, kann ich das nur vielleicht aus dieser künstlerischen Perspektive sagen, man muss die Transformation als etwas Positives annehmen, wenn man es sich leisten kann.

Nun ist es aber so, dass die meisten großen Transformationen, das gilt ja auch für das Rheinland, für das Ruhrgebiet et cetera äh sehr schwierig sind und, meistens die erste Konsequenz ist, dass darunter Menschen sehr oft ökonomisch leiden. Das ist ja, das ist aus meiner Perspektive sehe ich das. Nun für Ökonomen und wäre es eine Pflicht, etwas zu machen. Es ist äh sehr, sehr schwierig. Ich kann nur sagen, dass irgendwo hier, Vielleicht wegen der Größe. Ich weiß nicht, ob das eine Erklärung ist, ist vielleicht zu naiv, aber trotzdem während der Größe, die Wege sind kürzer in Luxemburg. Vielleicht entsteht dadurch, eine bessere Dialogkultur. Das kann sein, ich kann's aber nicht wirklich ganz klar sagen. Apropos kürzere Wege.

Wie bist du denn vom Kulturjournalisten zum künstlerischen Leiter von Europa Kulturhauptstadt zweitausendzweiundzwanzig geworden? War ja schon 2018 soweit. Ich wurde darauf hingewiesen, dass die Stelle vorausgeschrieben und ich habe mich ganz einfach beworben und ich kam da in eine engere Auswahl und dann musste ich Tests machen und irgendwie habe ich diese Tests bestanden, aber dann kam natürlich noch an, zwei Einstellungsgespräche und vielleicht war's dadurch, dass ich, Durch die Radioarbeit, aber auch vor allem durch die Führungen und den andauernden Kontakt zum Publikum, dass man ein bisschen wusste, wer ich bin oder wie ich mich benehme und was ich tue, sodass das vielleicht geholfen hat. Die Qualifikation ist ja so das eine, aber,

die Motivation der Anspruch ist das andere. Ja, ich fahre in einen Moment von meinem Leben. Ich glaube. Kurz vor, also eigentlich fünfzig. Ich habe zwei Kinder und ich hatte mich irgendwie schon auf dieser Seite festgelegt, ohne jetzt aber äh das ganz stark zu sehen. Wo sich auch beruflich noch einmal einen Schritt weitergehen und es ist sehr schwierig, wenn man Freelance ist, große Projekte selbst zu tragen. Jeder Freelancer, der hier das hört, kennt das. Natürlich hat man Ideen, natürlich hat man Wünsche und natürlich hat man auch die Fake etwas zu machen, aber wenn man keinen institutionellen Partner hat oder keinen tragenden Partner wie zum Beispiel eine Stadt, ist es sehr, sehr schwierig. Und meine Motivierung war es wirklich, mich zu bewerben,

zur Verfügung zu stellen für Projekte. Und ich muss sagen, das ist hier für mich ein absoluter Glücksfall ist äh dass ich hier arbeiten kann. Und man kann sicherlich auch noch weiter agieren in Bezug auf die Sichtbarkeit innerhalb Europas. Ja. Also der Möglichkeitsspielraum ist ein anderer Ich glaube auch die Verpflichtung ist eine andere, unsere Ausstellungsphilosophie, weil man so sagen kann, ich vermeide das Wort Strategie, weil ich mag solche Wörter nicht Philosophie, gefällt mir besser und wir, Einerseits eine unser systematischen Vorgehensweisen ist, dass wir immer Künstler in, aus oder von Luxemburg im Dialog oder zeitgleich mit internationalen Künstlern in der Kunsthalle zeigen, immer wieder,

Das haben wir von Anfang an gemacht und das, glaube ich, funktioniert ziemlich gut, dass wir dadurch auch die Rolle spielen. Wir arbeiten ja mit öffentlichen Geldern. Also dafür bin ich sehr dankbar. Gibt einem auch eine gewisse Verantwortung und ich glaube schon, dass man Kunst in und aus Luxemburg fördern muss, Du hast vorhin das Beispiel von Michael Marsheros genannt. Michael Margeros wollte natürlich, Aber musste auch gezwungenerweise ins Ausland, das war ganz klar, aber gut, es ist jetzt ein Beispiel. Michel Majerros ist für mich mehr ein Berliner, Künstler, als es seinen Luxemburger Künstler ist. Es gab eben hier und es gibt keine Kunsthochschule, Künstler, die den, Entscheidung treffen zurück nach Luxemburg zu kommen nach ihren Studien oder zurück. Jetzt kommen in Mitkorea zum Beispiel glaube ich schon muss man unterstützen. Das machen wir auch.

Die, wir hören so ein bisschen im Hintergrund, befindet sich gerade im Ausstellungsaufbau für die kommende Ausstellung, Wenn du's aussprichst, klingt's viel schöner. Etabui sowie Etabrit auf Französisch. Nur mit Bri, also, Krach. Passt ja, dass wir hier ein wenig die Bohrer hören, den Hammer. Es rumst ein wenig. Worum geht es bei Ether Ruy? Etabui ist die erste Ausstellung, bei der es, nur um Sound geht und zwar diese Art von Sound, die viele Leute eventuell Apriorie aber irrtümlicherweise als Krach, oder hören eher und wir haben hier eine ganze Reihe von Künstlerinnen und Künstler, die damit umgehen.

Es geht nicht nur um Koch, es geht um diese Geräusche und Töne, auch komponiert und fabriziert sein können, die wir oft nur als Peripherie wahrnehmen. Das geht manchmal um Sirenengeräusche, Es geht aber zum Beispiel auch um die äh Künstler David und Stefanie Roller. Die übrigens dieses Jahr in Frankreich für den Prix Marcel Dujon nominiert sind. Die haben bei uns jetzt oder stellen bei uns jetzt zwei Jukeboxes hin.

Benutzen kann, zwei historische Jukeboxes. Oh, das ist doch kein Krach. Das stimmt? Ich möchte auch jetzt noch mal von diesem Begriff Krach zurückkommen, weil wir Brui genommen haben, aber es geht um diese periphere Geräusche, die man oft nicht als Mittelpunkt wahrnimmt, So wie wir Musik hören oder andere Sachen oder die Sprache und die beiden in der Jukebox können Sie sich natürlich einen Song auswenden, es sind keine Songs, es sind die Schweigeminuten, Aus den letzten Jahren, also die historischen Schweigeminuten der letzten zehn und auf anderen Jukeboxes aus dem zwanzigsten Jahrhundert, Die Schweigeminute zum Begräbnis von Martin Luther King zum Beispiel und so weiter und so fort. Ah das sind historische Aufnahmen,

bei denen man ja eigentlich nichts hören könnte, aber Sie wissen, jede Schweigeminute, hat eine Geräuschkulisse und das ist zum Beispiel etwas, was in dieser Ausstellung, dargestellt wird. Sehr besonders. Ich habe auch während des Rundgangs hier im Ausstellungsaufbau auch eine Arbeit gesehen sägen auf Stahl Ich habe natürlich sofort wieder einen Stall statt gedacht. Es ist die äh luxemburgische Künstlerin Nica Schmidt, die in Deutschland lebt und arbeitet. Eine Jahr arbeiten hier in der Ausstellung besteht darin, dass auf gespannten, vertreten.

Eine Metallsäge ganz langsam den Kupferdraht zersägt wie der Bogen einer Violine. Nur maschinell und mit einer Säge, Und das Geräusch, was dadurch entsteht, ist die Geräuschkulisse in der Installation. Also eine Herz-Selbstzerstörung, Aber der Sound klingt nicht wie eine Selbstzerstörung, ist aber auch keine Musik, es ist eine maschinell hergestellte, aber trotzdem auch, glaube ich, manchmal dem Zufall unterworfene, Geräuschkulisse oder eine Geräuschkultur, ein Geräuschgegenstamm, wenn man das so nennen kann. Ich weiß nicht, ob es das als Wort gibt. Und das Experimentelle dieser Ausstellung, Bei allen Künstlerinnen und Künstlern spielt hier eine große Rolle. Ich habe so ein bisschen im Internet geguckt, welche Ausstellungen hier schon gezeigt worden sind und du gehst ja sehr gesellschaftspolitisch vor.

Was ist die Aussage hinter dieser Ausstellung? Ein Beispiel ist die Sirenengeräusche der Stadt. Wir haben mehrere davon. Je mehr man diese Sirenen hört, also die warmen Tiere hinten bei Kriegsfall, bei Bombardierungen oder beim Ausfall eines Atomkraftwerkes. Hier auf einen Steinwurf entfernt steht Kartenom eines der größten AKWs in Europa. Bremstein. Rammstein als Militärflughafen jetzt mit äh dem Irankrieg. Alles das sind Elemente, deren sich man bewusst sein muss.

Und wenn man Sirenen hört, entsteht psychologisch ein Ermüdungseffekt. Die Erschreckung oder die Angst, vor dem Sirenengeräusch nimmt ab. Man wird gleichgültiger, Gegenüber diesen Geräuschen. Solche Phänomene, solche Elemente gehören zu den Krisen unserer Zeit und ich glaube schon, dass die künstlerisch behandelt werden können.

Ist der Direktor des Hauses. Ich könnte mir vorstellen, dass ein großes Team oder ein kleines Team an Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen dir zur Seite stehen. Wir sind nur zu neunt. Mhm. Und zwar zu neunt für die Kunsthalle und die Künstlerresidenzen des Brederhaus. Ich leite auch beide, das heißt, es ist ein sehr angeschworenes Team. Es sind äh alles Teammitglieder, die teilweise schon eine sehr große Berufserfahrung mitgebracht haben. Und nur deshalb wegen der großen Qualität dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir so durchstarten.

Wir haben hier nur Leute gehabt, die eigentlich äh für sich auch das Risiko genommen haben, etwas Neues zu produzieren. Und ich glaube, das erklärt, einigermaßen die Dynamik, die wir haben. Man merkt's auch, also äh neun Leute für 2500 Quadratmeter, plus noch einmal 2.500 Quadratmeter Künstlerresidenzen. Das ist sehr, sehr wenig.

Aber wir machen hier eine sehr, ich sage mal, transfersale Arbeit. Es gibt die Hierarchien, spielen hier keine äh dermaßen große Rolle. Es geht eher darum. Dass man diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Freiheit geben muss und soll, vorher nicht bekommen haben. Und daraus habe ich festgestellt, in den letzten 5 Jahren, als ein Glücksfall hat das eine sehr starke interne Dynamik entsteht.

Wir sind fast alle irgendwie Kurator oder äh Programmleiter von dem, was wir hier machen. Weißt du, was ich auch interessant finde? Du hast mir in einem Nebensatz eben erzählt, Bei uns muss man nie Eintritt zahlen. Wie ist das denn möglich? Wie finanziert ihr euch, wenn keine Eintrittsgelder generiert werden? Ich glaube, das ist die Großzügigkeit Der Stadt Esch und dadurch auch natürlich der Steuerzahler. Ich hatte das am Anfang gefragt und zu meiner Zufriedenheit wurde das sofort bejaht, weil ich habe das auch begründet. Ich habe ja Dermaßen lange diese Führung gemacht und früher war das Hauptmuseum Luxemburg war auch umsonst. Es war auch gratis. Und ähm viele sprechen von der schwallen Angst in die Museen zu gehen. Ich glaube, es ist nicht nur die Schwalbenangst, also vielleicht sogar weniger als man denkt

sondern es ist schon eine finanzielle Frage. Also Familien und Menschen, die weniger verdienen, können es sich nicht leisten, immer wieder ins Museum zu gehen, Wir hatten hier eine Ausstellung von David Klärbaut, dem belgischen Künstler und dessen Filme sind völlig auf die lange Dauer ausgebaut. Man kann seine Film aber nicht in einem Zuge anschauen. Und wir hatten hier Besucher, Manche Besucher kamen in während der eine Ausstellungsdauer sechsmal zurück.

Um sich die Filme komplett an verschiedenen Momenten anzuschauen, immer wieder. Das ist etwas, was natürlich für mich das Beste ist. Also das ist auch das, was wir erreichen möchten. Und es geht eben darum, Wirklich jedem freien Eintritt zu verschaffen und äh das funktioniert auch ziemlich gut bei uns Es ist keine weil Luxemburg etwas, vielleicht etwas voständiger in der Kulturwelt auch ist, nicht unbedingt eine ein Problem gewesen. Aber trotzdem, es ist auch eine politische Entscheidung der Stadtverantwortlichen gewesen.

Und sie bleibt es. Jetzt ist ein freier Eintritt. Der eine Punkt der Magnetwirkung hat. Ein gutes Programm. Ist der zweite Punkt. Der dritte Punkt ist eine gute Vermittlung, Genau, das ist auch bei uns, glaube ich, zentral. Wir haben zwei Personen, die die Kommunikation machen. Kommunikation ist essenziell und bei uns.

Auch, Ich würde sagen, ein Ausstellungsaufbau, Programmierung, Ausstellungsaufbau, Kuratoriat, Ausstellungsaufbau zählig zusammen. Da haben wir die Kommunikation und dann das dritte ist natürlich die, Vermittlung, von der du jetzt sprichst. Da habe ich, glaube ich, trotzdem ein bisschen einen Vorteil. Ich habe das 30 Jahre lang gemacht, Und der zweite Vorteil, ich konnte auch da 2 Mitarbeiterinnen gewinnen, die eine sehr, sehr groß, nicht eine sehr große Erfahrung, sondern eine auch sehr große ähm Kreativität, in diesem Bereich beweisen und zwar andauernd. Das heißt, so wie die Kommunikation ein bisschen mitkoratiert, den Look der Ausstattung, das Aussehen der Ausstellung, auch die ja die Darstellung der Ausstellung zum Beispiel haben sehr schöne Filme, die gemacht werden mit Interviews von unseren Künstlern und über uns ausstellen. So wird auch,

Publikumsarbeit oder die Vermittlung kuratiert von diesem Team. Und da mische ich mich eigentlich nicht ein, Ich werde netterweise gefragt, aber ich äh habe als Prinzip ein bisschen, dass ich da äh wirklich diesen Mitarbeiterinnen auch. Freiheit lassen muss, Damit ist die Dynamik entwickelt, die es nur haben kann, wenn Leute das machen, die davon fest überzeugt sind und den Glücksfall haben wir hier. Wir haben über die, Aktuelle Ausstellung gesprochen, die erste Ausstellung hast du eben schon mal kurz angesprochen, Gregor Schneider warum war's dir so wichtig, Gregor Schneider zur ersten Ausstellung hier her einzuladen?

Ich kannte Gregor Schneider von früher durch meine journalistische Arbeit. Er kam auch oft das luxemburgische Pavillon in Venedig besuchen, von Daun, kennen wir uns auch eher persönlich. Jetzt stand ich hier mit diesem Möbelhaus, was entkernt war und völlig leer und ich habe an ihn gedacht. Einem Satz, den er mir einmal gesagt hat, ich glaube, das war als die Skulpturprojekte in Münster waren vielleicht 2tausendsiebzehn, wo er eine wichtige Installation hatte.

Im Museum im klassischen Museum heute gibt es so viele Regulierungen, Feuerschutzbrandschutz, Alarmanlagen, Feuerlöscher, äh Notbeleuchtung et cetera, die Arbeit von Gregor Schneider, der ja authentische Räume aus diesen verschwindenden und sterbenden Dörfern, wie zum Beispiel wieder aufbaut, sehr schwierig machen. Man kann nicht einfach in einen Raum von Gregor Schneider einen Feuerlöscher hinhängen, weil es zur Sicherheit gehört. Das geht nicht und wir hatten hier einen fast einen Rohbau in dem Moment, mit auch einigen gewissen Freiheiten, muss ich sagen. Und als Gregor Schneider das sah, sah er die Gelegenheit, mit mir das wir hier was machen könnten, was es sonst nicht mehr unbedingt in dem Maße gibt,

Ja, wir haben tolle Sachen gemacht in Münster von ich hatte von der erzählt, hatte er diese Wohnung an Schmidt gebaut. Das war eine Zwillingswohnung. Man ging durch einen Gang, je nachdem, welche Tür man Weltkammern in die Wohnung eins oder zwei, ich nenne mir sie mal so, sie waren nicht so genannt. Sie waren nicht identifiziert Man machte die Tour durch die leere Wohnung, so Raufaser, Teppichboden, alles so würde ich mal sagen äh Ende siebziger, Mitte 80er Jahre Rollläden, Gardinen hingen noch da, keine Möbel mehr. Das Wasser lief in der Badewanne et cetera. Jemand hat das Wasser nicht abgestellt und ging da durch und merkte, hier ist eine Art verlassener Ort.

Und ging dann weiter und kam plötzlich in genau die gleiche Wohnung gegenüber. Aber haargenau, das heißt, wenn ein Zigaretten-Braunfleck Auf dem Teppichboden war in der Wohnung eins befand sich in der Wohnung zwei der Zigarettenbrandfleck, auf dem genau gleichen Ort. Die Rautfasertapete in beiden Wohnungen war so geklebt, dass sie identisch geklebt war, In beiden Wohnungen. Das war in Münster auf einem Stockwerk. Und das haben wir hier mit Gregor Schneider in der Kunsthalle Esch, Auf zwei gemacht mit einem Fahrstuhl. Das heißt, man ist in einen Fahrstuhl reingeleitet worden durch die Kunst, Begleiterinnen und Begleiter Hat einen Knopf gedrückt und kam dann in solche Wohnungen. Dann wurde bekam man durch den Rundgang wieder raus in den Fahrstuhl und kam weiter,

Und in die zweite, die absolut identisch war, Sehr viele haben sogar gedacht, wir hätten gemogelt und äh der Fahrstuhl würde überhaupt nicht fahren, sondern nur rütteln und man kennt zweimal in dem gleichen raus, ne, Und diese diese Verwechslungsarbeit, die falschen Zwillinge, diese ganze Stimmung eines Verschwindendorfes und noch sehr viele andere Aspekte von Gregor Schneider sind für uns auch sehr.

Zu einer Identifikation geworden, weil wir uns seitdem, ob offensichtlich oder unterschwellig, immer wieder mit Architektur beschäftigen. Welche Fragen und welche Themen haben sich bei den Besuchenden eröffnet? Außer Verwirrung. Manchmal existenzielle Angst. Mhm. Auch oft also überhaupt das Bewusstsein, was Kunst sein kann.

Also ich zitiere die Süddeutsche Zeitung Gregor Schneider wurde als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegskünstler betitelt. Er hat sehr viel Mut äh künstlerischen Mut. Er er hat einen Sterberaum gemacht, Äh und das hat ja in Deutschland besonders in der Covid-Zeit auch für Schlagzeilen gesorgt. Also es gibt nicht so viele Künstlerinnen und Künstler, die diesen Schritt fahren, diese Tabuse im Haus Lange Esters. In Krefeld hat er diese Wohnungen, die von einer äh Migrantenfamilie bewohnt war, leerstehend ausgestellt, et cetera, et cetera zahlen Katalog, Diese Ausstellung sieht aus wie der Koraben, ist hergestellt wie der Koran. Alles das, glaube ich, sind sehr mutige Handlungen, die, eben auch grundlegende Fragen an unser Benehmen und unsere Wahrnehmung der Welt stellen. Haus UR,

Das Haus UR ist für uns auch zu einem äh wichtigen Symbol geworden. Wir haben hier das Brüderhaus, die Künstlerresidenzen. Oft werden Programm von Konschtal und Brittahaus gekoppelt, Und ich hatte den Kurato Kunstkritiker und Schriftsteller Uri Dessau eingeladen ins Bretterhaus, für eine mehrwöchige Kuratoren und Schriftstellerresidenz und er hat sich entschieden, ein Buch über 40 Jahre des Hauses UR zu schreiben.

Das Haus UR ist ich vermeide den Begriff Lebenswerk oder äh ja Lebenskunstwerk, sondern ist ein durchgehendes Thema. In der Künstlerkarriere von Gregor Schneider. Es befindet sich in Rheydt, das Haus U R ist nicht Ur, sondern unter reitender Straße und die Abkürzung der Straße und so kann man die Kunst oder die Arbeit von Gregor Schneider sehr oft sehr objektiv entschlüsseln, aber hinter dieser, Lokalisierung hinter diesen Orten, hinter diesen Zimmern, hinter Görtzfeld, hinter einem Haus, das von ihm von seinem Vater zur Verfügung gestellt wurde, damit der Vater auch ein bisschen sieht, was sein Sohn mit 16 Jahren als Kunst macht. Dahinter verstecken sich offensichtlich noch viel universellere Ängste und auch Beschäftigungen unserer Zeit

Ich habe anfangs immer gedacht, es geht um die direkte Ansprache. Das ist das andere, was finde ich ziemlich toll bei bei Gregor. Genauso wie du, versteht jeder etwas darunter und er wird dich nicht verbessern und wird dir auch nicht erklären, wo die Lösung liegt. Jetzt seid ihr ja auf der diesjährigen Art Düsseldorf vertreten, mitwirken von Gregor Schneider.

Wir haben eben darüber gesprochen, dass es dir sehr wichtig ist, auch Luxemburgerische Künstlerinnen zu präsentieren. Warum hast du dich entschieden, auf dieser deutschen Messe Einen deutschen Künstler als Luxemburgisches Haus zu präsentieren. Genau das ist ein Zeichen, dass wir, auch Synergien und Zusammenarbeiten möchten. Ich sehe Gregor Schneider nicht als deutschen Künstler, sondern als europäischen Künstler, Ich sehe Düsseldorf und das Rheinland nicht als Ausland, sondern als sehr verwandte Gegend. In Luxemburg gibt es diesen Begriff der Großregion, Eigentlich gehören Düsseldorf nicht mehr zur Großregion, aber das Saarland gehört zum Beispiel dazu, Völklingen et cetera mit den tollen Ausstellungen von Ralf Beil, sodass ich da erstmal eine sehr große Verwandtschaft spüre,

Du hast mich viel nach persönlichen Sachen gefragt. Ich habe in einem Haus. Wie in Garzweiler meine Kindheit verbracht mit dem gleichen Raufaser, mit dem gleichen Teppichboden, mit den gleichen Rollläden, Deutscher Marken, nur so nah sind. Ich habe einen sehr starken Bezug dazu. Deshalb, wieso zahlen wir Gregor Schneider in Düsseldorf? Gregor Schneider ist Professor an der Akademie. Er lehrt in den Räumen von Joseph Beuys. Er ist aus Mönchengladbach, aus Rheydt. Er beschäftigt sich mit, einer sehr europäischen Thematik und einer fast globalen, da wird ein Riesenloch gegraben in Garzweiler. Dieses Loch kann man vom Mond aussehen, so groß ist es. Dieses Garzweiler-Loch Das Verschwinden einer Zeit, die Transformation, auf die ich vorhin angesprochen habe, ist das etwas, was wir auch als allgemeine, grundlegende Thematik hier vertreten und ganz klar,

fördern möchten. Düsseldorf ist für mich persönlich auch eine Stadt. Ich bin eher von meiner Jugend her und äh von meinen Lebenserfahrungen, Herr Köllner. Ist ganz einfach. Vielleicht näher liegt, ne? Das Ludwig-Museum, die Fastnacht, alles das gehört auch ein bisschen zu Luxemburg. Jetzt habe ich aber auch durch die Arbeit von Gregor Düsseldorf vielen Dank auch durch andere Freunde und Freundschaften, die ich in in Düsseldorf aufbauen konnte, Das ist aber für uns nur ein Start. Wir werden jetzt zum Beispiel auch mit Anfärben, mit mit ne, aber auch wieder mit Frankreich neue Kontakte aufnehmen. Wir haben eine Perspektive von zweitausendachtundzwanzig, wo wir mit einer, Kleinstadt, ich sage noch nicht vorher, in der ganz nahen Grenzregion in Frankreich zusammenarbeiten möchten. Anstatt unbedingt jetzt, Düsseldorf ist es für uns eher das europäische.

Es ist natürlich auch ganz ehrlich gesagt, wir sind eine kleine Institution für uns, dass wir jetzt Kunstwerke aus Norwegen bringen oder aus Sizilien ist schwieriger als diese, glücklicherweise zentrale Lage von Ash, wir können überall hin, in zwei, drei Stunden, Und wir können überall uns Sachen anschauen gehen, Leute treffen, Menschen treffen, aber auch von der Logistik her legen wir absolut zentral, Das darf noch ein paar einer Kunsthalle oder einer kulturellen Institution die Ausstellung noch nicht unterschätzen, den wir so zentral, dass wir zum Glück mit Frankreich, Belgien, Deutschland, Holland sehr gut und sehr leicht zusammenarbeiten können und dahinter liegt noch ein anderer Gedanke, der mir sehr am Herzen liegt. Es gab ja dieses berühmte Benelux, Belgien, Niederlande, Luxemburg, ein,

Gründungsformat der Europäischen Union. Diese Kunsthalle hier ist sehr europäisch und vertritt auch den europäischen Gedanken, da ja bei unserer Gründung zum Beispiel 2021 sehr stark kritisiert wurde. Jetzt plötzlich, wo wir sehen, dass wir nicht nur Freunde auf dem Erdball haben, kommt dieses, dieses europäische, leider durch eine weniger weltoffene, wieder zurück. Also du denkst gar nicht so sehr in regionalen Grenzen, sondern du denkst großflächig, welche Regionen.

Sich wie unterstützen können. Absolut und ich gebe ein Beispiel. Also als ich studiert habe, hatte ich äh in Frankreich, Freunde aus Belgien, die in Frankreich studiert haben, denen natürlich jeweils immer wieder aus Straßburg, zurück nach Brüssel gefahren sind und wir sollten uns ein paar Mal in Luxemburg treffen und jedes Mal sind sie durchgefahren. Das dauerte für sie 20 Minuten. Das heißt, sie waren so schnell durch Luxemburg durch, umkehren mussten, um uns wieder zu treffen. Dieses Bewusstsein, dass man plötzlich, In 20 Minuten ohne Staus damals durch ein Land kommt, ist für die meisten, Leute, die sich auf ihre Nationalität berufen, sehr unvorstellbar, Ja, ich frage mich gerade auch, was macht das denn mit der Identität eines Luxemburgers, einer Luxemburgerin in einem Land zu leben, durch das man so schnell durchgefahren ist? Wie schafft es, eine Kulturinstitution wie die

Kunsthalle Esch eine Identität aufzubauen in so einem Durchgangsverkehr. Dadurch, dass wir die Leute, dazu anringen, hier stehen zu bleiben. Es ist so, wir sind hier physisch ungefähr 200 Meter von Frankreich entfernt. Ich wenn ich. Ein Stein werfen könnte so weit, ich weiß nicht, ob ich das schaffe, könnte ich von hier aus von einem Schreibtisch jetzt einen Stein nach Frankreich werfen, äh oder vielleicht eher einen Ball und äh dieses Bewusstsein ähm ist sehr stark die Eisenindustrie hier in Ash, zum Beispiel gleich gegenüber war eine große Industrieanlage, die heißt Terrouge, Rote Erde, Die wurde vom Deutschen gegründet, Befand sich gleichzeitig in Luxemburg und in Frankreich, weil sie völlig auf der Grenze lag. In diesem Industriebetrieb ging die Arbeiter ja von links nach rechts,

Oder umgekehrt, da gab's keine Grenze. Die waren in einem Betrieb, nicht in einem Land. Ich verstehe, es geht also auch um eine Form von Anpassen. Gezwungenermaßen würde ich sagen. Ja ja, Luxemburg hat eine doch schon beträchtliche, aber trotzdem sehr junge Geschichte. Es ist ein Land, das auch, Durch politischen Willen entstanden ist und es hat aber auch glaube ich eine sehr luxemburgische Kultur. Ich bin da immer sehr vorsichtig, Es ist heute sehr riskant, darüber zu sprechen, ist es auch wahrscheinlich falsch. Noch einmal, ich fühle mich sehr wohl in Deutschland, Frankreich und Belgien, auch in anderen Ländern, Und äh ich spüre einfach, dass das ähm etwas ist.

Was man nutzen sollte anstatt des zu vermeiden. Und wie sieht das ganz konkret bei der Art Düsseldorf auch? Bei der Art Düsseldorf ist es so, dass ich habe meinem kleinen und tollen Team, das noch ein bisschen aufgedrückt, weil ich bin ganz ehrlich, wir haben ein Angebot bekommen, da mitzumachen und das noch ein ein Teil unserer Arbeit ich, Bin verliebt in Bücher. Ich mag Bücher, ich sammle selbst Bücher und ich habe auch gleich angefangen, als wir kein Thema hatten und später dann mit meinem Team Bücher zu machen. Das sind keine Ausstellungskataloge, sondern es sind Textbücher zu den jeweiligen Künstlern, Künstler oder Ausstellen Und es fing eben an mit Gregor Schneider. Wir haben dann mit David Klarboard welche gemacht. Wir haben mit welche gemacht und immer wieder mit Autoren oder Autorinnen, die dazu schreiben, die also auch,

Ich mache das nicht. Ich kann das nicht. Äh das ist zum Beispiel etwas Witziges. Man stellt sich manchmal aufs Luxemburger vor, man könnte. Französisch, Englisch, Luxemburgisch und Deutsch, aber wenn man schreibt, muss man eine gewisse Bescheidenheit entwickeln und sich sagen, dass man doch besser. Äh als Schuster bei seinen Leisten bleibt und ähm so haben wir diese Publikationstätigkeit und jetzt sind wir bei Düsseldorf, Da gab's diesen Glücksfall. Man hat mir einen Stand, wie man dann sagt, vorgeschlagen, sehr schön, den hatten wir, haben wir auch gleich genommen, weil wir sind gleich neben der Buchhandlung Walter König und dem Verlag von Walter und Franz König und mit denen arbeite ich schon etwas länger zusammen und da gibt es zum Beispiel auch eine Art Understatement,

der, glaube ich, Rheinisch-Luxemburgisch ist. Ich kenne auch Berlin, ich kenne da auch andere Teile Deutschlands, aber es gibt tatsächlich ein, ein verstehst du mich auf, ein Understatement zwischen diesem rheinländischen. Da sein und dem Luxemburgischen. Da habe ich mich mit Walter König, Mit sehr wenigen Worten sehr gut verstanden. Wir arbeiten zusammen und jetzt sind wir Nachbarn. Und wir werden für diese Art Fair in Düsseldorf eine, Sonderedition des Buches über das Haus UR von Gregor Schneider publizieren. Wer sind eine Verwaltung der Stadt? Es geht uns nicht darum, Geld zu verdienen oder den Verlagen Konkurrenz zu machen.

Ist genau das Gegenteil. Das wird über Walter König geregelt. Künstler, die bei uns ausstellen, können auch verkaufen. Wir nehmen keine, Centsätze davon. Das ist nicht unser Ziel. Es geht eher genau um das Gegenteil, die Sache zu fördern, sodass wir da stehen mit diesen Büchern und die vermitteln. Es gibt noch einen anderen Zufall, was Düsseldorf angeht und unsere Präsenz in Düsseldorf.

Ich hatte zuerst an der Laxemburg Art Week einen Stand gemacht von dieser gleichen Größe und das hat supergut funktioniert, In Luxemburg an der Artweg im November sind so um die 14.000 Besucher. Ich glaube, die Art Fair in Düsseldorf hat zwanzig, fünf2undtausend. Das ist ein sehr gutes Publikum, ist ein Publikum, Das auch sehr kunstaffin ist, wichtig für uns, die Art Fair in Düsseldorf hat einen künstlerischen Leiter, ein Programmleiter der heißt Jills, der ist nicht nur Luxemburger, sondern auch aus Esch.

Und den kenne ich natürlich, so wie viele Luxemburgerinnen und Luxemburger sich untereinander kennen und er war so freundlich mich darauf aufmerksam zu machen und, Ja, da haben wir uns sehr gut verstanden und wir werden das jetzt in Düsseldorf zeigen. Und ich freue mich so sehr, dich dann in Düsseldorf wiederzusehen, mir den Stand anzuschauen und ich freue mich natürlich auch dann hier diese Ausstellung Etat Bruy, zu sehen, wenn sie fertig und eröffnet, lieber Christian oder Christian, herzlichen Dank für deine Zeit und für dieses schöne Gespräch hier in Ash, in der Konstanz, Vielen Dank.

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