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egtv #489 - 1.000 Milliarden für KI: Warum die Zinsen nicht sinken | Q4-Ausblick mit Dr. Andreas Rees
Dienstag, 20. Oktober 2026 · 50 min
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Shownotes
Rund 1.000 Milliarden Dollar wollen die Hyperscaler im kommenden Jahr investieren, vieles davon finanziert über den Kapitalmarkt. Dort konkurrieren sie mit Staaten, deren Schulden ebenfalls steigen. UniCredit-Chefvolkswirt Dr. Andreas Rees erklärt.
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() Der Disclaimer
() Weltwirtschaft 2027: Wachstum und Risiken
() KI-Boom: Historischer Investitionszyklus und Risiken für die Aktienmärkte
() Staatsausgaben und KI-Investitionen: Folgen für die Anleihezinsen
() US-Zwischenwahlen: Was ändert sich an Trumps Fiskalpolitik?
() Deutsche Konjunktur: Aufschwung oder nur Bodenbildung?
() Deutsche Verteidigungsindustrie: Auftragsboom und Kapazitätsengpässe
() Ölmarkt: USA-Iran-Konflikt und anhaltende Angebotsengpässe
() Deutsche Gasspeicher: Risiken für den Winter
() Inflation: US-Zölle, Importpreise und steigende Produzentenpreise
() Lohnentwicklung in den USA und der Eurozone: Neue Inflationsrisiken?
() Fed und EZB: Weitere Zinserhöhungen bis 2027?
() Europa 2027: Wahlen in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern
Im zweiten Teil der Veranstaltung geht Nikolaus Barth von der UniCredit der Frage nach, ob Gold, Silber und Bitcoin als Inflationsschutz taugen. Den Mitschnitt findet Ihr hier (dzb-meinportfolio.de/news/q4-update-unicredit-…).
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Einen Investitionsboom wie den aktuellen bei künstlicher Intelligenz hat es selbst zu Zeiten der Dot-Com-Blasung, der Elektrifizierung oder des Eisenbahnbooms nicht gegeben. Das zeigt ein Vergleich der Bank für internationalen Zahlungsausgleich – Der Boom stützt die Weltwirtschaft. aber damit sich diese Summen rechnen müssten die Umsätze nach Schätzungen in den nächsten Jahren um mindestens achtzig Prozent wachsen.
Achtzig Prozent pro Jahr! Das ist die erste von drei Thesen von Dr. Andreas Rees, dem Chefvolktsloh der Uni gerade in Deutschland. Die zweite? Die Zinsen am langen Ende dürften hoch bleiben oder sogar weiter steigen Denn wachsende Staatsschulden und der enorme Kapitalbedarf der Hyperscaler konkurrieren um dieselben Anleger.
Daran ändern auch die US-Zischenwahlen am dritten November wenig. Dritte These – die Notenbanken sind noch nicht fertig. Rees erwartet in Dezember je eine weitere Zinserhöhung von FET und EZB, und hält weitere Schritte im kommenden Jahr für möglich. Außerdem erfahrt ihr warum er in der deutschen Industrie bis ja nur bei der Elektrotechnik von einem echten Aufschwung spricht?
Und warum niedrige Garspeicher einer maharten Winter zum Problem werden können! Diese Aufzeichnung vom neunundzwanzigsten September ist die zweite von drei DZB-Mediaquartals Updates zum vierten Quartal die ich euch auch hier auf echtget.tv zeige. Den technischen Ausblick mit HSBC gab es vergangene Woche, kommende Woche folgt der fundamentale Blick auf die Aktienabde.
Die Folgen zum volkswirtschaftlichen Update heute findet ihr zum Download in der EchtgetTV-Lounge. Das lohnt sich besonders wenn ihr zuhört denn Rees bezieht sich immer wieder auf seine Grafiken. Damit ihr keinen Termin verpasst abonniert den Newsitter fünf nach sechs unter fünffnachsechs.de. Er bringt Euch montags bis freitags um achtzehn Uhr fünf die fünf wichtigsten Wirtschaftsnachrichten des Tages und kündigt rechtzeitig alle DCP Media Veranstaltungen an.
Und jetzt viel Spaß mit Dr. Andreas Rees! Herzlich willkommen bei EchtGill TV, produziert mit Unterstützung unseres Depot-Partners Scalable. Ein kurzer Risiko-Hinweis. Bitte beachtet, dass wir keine Anlagebratung erbringen und auch keinerlei Aufforderungen zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren geben!
Wir unterhalten uns über Geldanlage und mögliche Investments und ihr macht daraus bitte was ihr für richtig haltet. Denn jede Entscheidung die ihr trefft ist allein euer Risiko und wir übernehmen für die Inhalte und Unterlagen in der Sendung und auf der Website keinerlei Haftung. Zum Nachlesen gibt es diesen Disclaimer.
Das ist eigentlich eine sehr klassische Präsentation, die ich heute Nachmittag machen möchte. Aber wir haben ja einige Überraschungen über erlebt und genau! Und die Frage ist einfach wie es weitergeht? Wir versuchen natürlich auch schon mal im Blick in das nächste Jahr hineinzuwerfen, auch wenn's noch ein bisschen früh ist... Also der Versuch neben dem Basis-Szenario auch über Unsicherheiten riesigen zu reden, positive negative Überraschungen.
Ich fange gleich mal an mit dem Konjunkturbild und weltwirtschaftlich weil wir haben ja eine positive Überraschnung erlebt bis ins Frühjahr hinein bis in den Sommer. die Weltwirtschaft hat sich bislang wirklich gut gehalten und ich wollte einfach nochmal die Gründe etwas näher beleuchten und wie stabil oder wie wenig stabil die Welt Wirtschaft ist.
Ich fange mal mit einem ganz wichtigen Wachstumstrauber an. Das ist die KI, die künstliche Intelligenz und das ist ein Wachsumstreiber der eine wichtige Rolle spielt für die USA aber auch für einige wichtige asiatische Länder die dazu liefern. denken sie an Südkorea Japan oder auch China. und bevor ich so ein bisschen näher drauf eingehe erstmal die historische Einordnung.
Den finde ich sehr schön, den haben wir uns geklaut von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich und ergänzt mit der aktuellen Entwicklung. Und was die BITS da gemacht hat ist dass sie die Investitionszyklen verglichen hat aktuell durch KI – mit historisch starken Investitionscykeln um einfach mal zu sehen wie gewöhnlich oder wie ungewöhnlich der aktuelle Investitionszyklus eigentlich ist.
Und wenn man sich die Zahlen anschaut und wie gesagt, wir haben es dann fortgeschrieben mit den Drognosen insbesondere auch mit den Investitionsplänen Der Hyperscaler für das nächste Jahr aber auch wenn man im Jahr twenty-seven weglassen würde. Der Investitionszyklus aktuell, der ist schon außergewöhnlich.
also wir haben bislang in etwa eine Verfünffachung der Investitionen und wenn die Investitionspläne nächstes Jahr zutreffen, da sind wir fast schon bei einer Versexfachung. Und wenn man den aktuellen Zyklus vergleicht mit dem was wir in der Vergangenheit erlebt haben zum Beispiel während der Dotcom-Place in der Neunzehnteinundneinzigerjahren das ist die orange Linie.
Da sehen Sie, naja es war etwa eine Verdoppelung der Investion in diesem Bereich. Oder wenn man etwas weiter zurückgeht in die Vergangenheit, vor etwa hundert Jahren der Elektrifizierung-Boom. Auch das hat einen relativ starken Investitionszyklus hervorgerufen. Da hatten wir eine Verzweiflung bis zur Dreifachung der Investition und dann sind wir noch mal ein bisschen weiter.
oder die BITS ist noch ein bisschen wieder zurückgegangen in die vergangenheit Wenn man sich den Boom, den Eisenbahn boomt im neunzehnten Jahrhundert anschaut und auch das war verplast vor dem Hintergrund, was jetzt aktuell passiert. Also ohne dass ich natürlich etwas ganz Handfestes aus einem Chart ableiten kann man kann nicht sagen es ist eine Blase KI technologisch sicherlich sowieso keine Blase.
der technologische Fortschritt wird weitergehen außer wenn wir wirklich eine Regulierungswelle kriegen würden. Aber so sieht es im Moment zumindest in den USA nicht aus. Also die Technologie wird vermutlich weitergehen, auch wenn wir im Moment nicht sagen können wie rasant der Fortschritt sein wird. aber die Investitionen sind schon außergewöhnlich stark woraus ich jetzt unter einer volkswirtschaftlichen Perspektive ableiten würde das zum einen und auf einmal dem Schlenker macht zu den Aktienmärkten dass da ein gewaltiges Umsatz wachstum generiert werden muss, um die Investitionen zu rechtfertigen und damit die Investionen auch rentabel sind.
Das ist jetzt nicht ganz mein Berit aber ich habe gelesen das in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum von mindestens achtzig Prozent pro Jahr notwendig ist um die investition zurechtfertigen. Ich glaube was man auch sagen kann es unter dem technologischen Aspekt. Es könnte ja auch sein dass die Technologie so rasch Fortschritte macht, das zum Beispiel einige Investitionen sich vielleicht gar nicht mehr rechnen.
Also Stichwort Rechenzentren. brauchen wir wirklich eine so hohe Kapazität oder hat sich das vielleicht in ein zwei oder drei Jahren dann schon überholt? und die Frage ist natürlich immer auch was machen die Aktienmärkte draus? Es wäre ja jetzt nicht das erste Mal wenn Märkte aus neuen technologischen Entwicklungen, eine spekulative Übertreibung machen.
Es muss ja nicht unbedingt ne gigantische Blase sein aber so ein bisschen zu viel Spekulation und zu viele Einpreisen das wäre durchaus möglich ohne dass du das jetzt im Augenblick wirklich mit Gewissheit sagen können. also stand heute wenn die Investitionspläne wenn es wirklich umgesetzt werden wird Dann ist es schon ein ganz, ganz wichtiger Wachstumstreiber.
Was ich vorhin schon gesagt habe nicht nur für die USA sondern eben auch für wichtige Länder in Asien und für die Lieferketten, für die Halbleiterindustrie, für Elektrotechnik. Es führt zu positiven Vermögenseffekten. Denken Sie an die Aktienkurse steigende Aktienkursen in den USA. Die Leute fühlen sich reicher geben dadurch mehr Geld aus sind relativ großzügig mit ihren Konsumausgaben.
Also da hängt wirklich schon ganz, ganz fehl dran für die Weltwirtschaft. das hat bislang funktioniert. unser Basis-Szenario ist einfach weil wir es auch nicht besser wissen dass es im nächsten Jahr weitergehen wird. aber natürlich wenn man sich die Grafik anschaut Die Riesigen sind auf jeden Fall da.
also insofern würde ich sagen ja es geht weiter Aber Es gibt hier doch gewisse abwärts riesigen, ohne dass man das wirklich genau prognostizieren kann. Was uns auf jeden Fall erhalten bleibt nicht nur im nächsten Jahr sondern in den nächsten Jahren Das ist der starke fiskalische Impuls und das sehen Sie nochmal einfach in Grafikform.
In rechts sehen sie das. ich habe mal den Fiskalischen Impuls versucht zu berechnen in Prozentpunkten Und Ich hab mir da auch ein bisschen einen längeren Zeitraum herausgegriffen zwischen zwei tausend vierund zwanzig und zweitausend sechsundzwanzig. Ich habe da auch auf verschiedene Studien zurückgegriffen und hab das also nicht ganz alleine gemacht, aber was an der Stelle, was ich einfach noch mal sagen wollte ist es gar keine Frage dass das die nächsten Jahre weitergehen wird.
Die Staatsverschuldung wird steigen. Das ist glaube ich nochmal ein ganz ganz wichtiger Punkt vor dem Hintergrund des Zinsausblicks. Aber die staatlichen Ausgaben werden sicherlich weiter steigen vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannung, Stichwort Verteidigungsausgaben dann die Ausgaben für die Energiewende.
Das wird auf jeden Fall weiter anhalten und das dürfte auch in den nächsten Jahren für einen kräftigen Impuls durch den Staat führen. was ich an dieser Stelle einfach nur mal sagen wollte wenn sie so eine Grafik sehen wie jetzt hier rechts von mir oder von anderen Häusern Wenn man Berechnung sieht, auch von der EZB oder von der Bundesbank jetzt gerade vor dem Hintergrund.
Der Fiskal ist schon Bazuka da wird ja immer wieder auf die Meinung vertreten das führt kurzfristig zu einem Impuls vielleicht noch nächstes Jahr aber dann lässt es schon wieder nach. und es stimmt rein rechnerisch aufm Blatt Papier schon. Aber was man an dieser Stelle eben nicht vergessen darf diese Fiskalpakete umzusetzen Das braucht Zeit Und deshalb wird, auch wenn vielleicht auf dem Papier dann der fiskalische Impuls ... ... im Jahr- und Zwanzig dann schon nachlassen wird.
Aber wenn man sich das mal so ein bisschen näher anschaut und überlegt durch die Umsetzung, durch die zeitlichen Verzögerung bei der Umsetzung – so wie wir es im Augenblick auch bei der Fiskalischen Bazuka erleben kann man glaube ich schon davon ausgehen dass es eben nicht nur nächstes Jahr anhalten wird, sondern auch im Jahr ist es auch in den nächsten Jahren.
Das gilt auf jeden Fall auch vor dem Hintergrund der steigenden Verteidigungsausgaben. also insofern glaube ich das ist etwas was erst mal weiter durchziehen wird vielleicht darf ich das an dieser Stelle noch sagen weil das habe ich gerade vergessen zu sagen bei den Hyper Scalern Vor dem Hintergrund, das war ja auch ein Zinsausblickversuch und die Staatsverschuldung angesprochen.
Die wird weiter steigen insbesondere in den USA aber auch in vielen anderen Ländern. Aber der Finanzierungsbedarf der Hyperscaler wird auch steigen. angeblich oder dem Plänen zufolge soll ja draußen Milliarden US Dollar im nächsten Jahr durch die Hyperscala investiert werden. Ein Großteil muss am Kapitalmarkt aufgenommen werden unter anderem auch am Rentenmarkt und dadurch treten eben die Hyperscaler in direkter Konkurrenz mit den Staaten, die ihre Gelder über den Bondmarkt holen.
Diese Kombination steigende Staatsverschuldung und der große Finanzierungsbedarf, der Hyper Scaler. Das ist etwas da kommt dann am Ende meiner Präsentation noch drauf zu sprechen. das ist glaube ich schon ganz wichtiger Grund warum man eben nicht von wiederfallenden Zinsen am langen Ende ausgehen sollte sondern eben von hohen oder vielleicht sogar von weiter steigenden Zinzen.
aber dazu gleich noch mehr. jetzt wollte ich so ein bisschen überleiten auf eine ganz spannende Frage weil wir haben ja in gut einem Monat Die Zwischenwahlen in den USA am dritten November und das wollte ich Ihnen mal in der nächsten Folie zeigen, ob sich denn durch die Zwischen-Wahlen etwas ändern könnte bei der Fiskalpolitik.
Wir haben natürlich ganz viele Fragestellungen. also ändert sich möglicherweise etwas bei KI, bei der Physikalpolitik, bei den Verteidigungsausgaben. aber ich wollte es vor allen Dingen ja auch verteidigen, auf den Fiskalimpuls eingehen, weil der halt sehr wichtig ist für die Konjunktur und auch entsprechend für den Zinsausblick.
Aber ich fange nochmal von ganz von vorne an wie gehen die Wahlen aus? Wir wissen es nicht. aber Ich glaube wir können schon eine ganz gute Vermutung haben. Ich habe ihn in der linken Grafik mal mitgebracht. das ist von Polymarkets also von der Wettbörse. die Wahrscheinlichkeit wie die Teilnehmer an dieser Wettbörse das im Augenblick einschätzen, ob die Demokraten eine Mehrheit kriegen im Kongress und erteilt nach den beiden Kammern.
Einmal des Repräsentantenhauses, die rote Linie und der amerikanische Sonat Das ist schwarz. bei dem Repräzentantenhaus ist es ja eigentlich fast schon. ich muss vorsichtig sein. Die Umfragen können natürlich auch immer ein bisschen täuschen Und wir haben natürlich auch Eine gewisse Unsicherheit noch da.
aber Aller voraussicht nach, wenn die Umfragen nur einigermaßen stimmen dann gibt es wirklich eine hohe Wahrscheinlichkeit dass die Demokraten eine Mehrheit kriegen werden im Repräsentantenhaus. Beim Senat ist es jetzt wieder spannend geworden weil da war es lange Zeit so das die umfragen signalisiert haben dass die Demokraten das nicht schaffen werden.
Im Augenblick ist es ja so im amerikanischen Szenar, die Republikaner haben einen vier Stimmvorsprung, siebenundfünfzig zu einundvierzig... Entschuldigung! Ne, einundfünftig zu siebenunvierzzig, ein und fünfzig zu siebundviertzig Das ist die richtige Zahl Und J.D. Vance als Vizepräsident darf auch noch im Szenat abstimmen.
Dadurch hätten Sie sogar fünf Stimmen vorsprungen. Jetzt ist es aber so, dass wir Sie sehen auch in der Grafik. Wir liegen jetzt bei den Wettbörsen mittlerweile bei einer Wahrscheinlichkeit von rund sechzig Prozent. Das hat sich also deutlich gedreht und das hängt mit den Umfragen zusammen weil es mittlerweile in einigen amerikanischen Bundesstaaten danach aussieht als ob die Demokraten hier dann doch gewinnen könnten und diesen Vorsprung der Republikaner einholen können.
Wenn man sich mal die Umfragen genauer anschaut, das ist sehr interessant finde ich. Weil auch eigentlich in wirklich rein republikanischen Bundesstaaten wie zum Beispiel Alaska oder Texas da scheint es so zu sein dass vielleicht die Demokraten diese Bundesstaatens sogar gewinnen werden. wenn man sich dann aber im Detail die umfragen anschaut Es ist wirklich sehr sehr eng.
also wir reden teilweise je nach Bundesstaat von zwei oder drei Prozentpunkten und das ist dann halt typischerweise auch die Unsicherheitsmarsche bei diesen Umfragen. Aber es wäre eine Möglichkeit! Jetzt fangen wir mal an, gehen wir mal davon aus. Basiszenario von uns ist dass die Demokraten nur des Repräsentantenhauses gewinnen.
Das hat schon einmal eine ganz wichtige Folge für die amerikanische Fiskalpolitik weil das Repräzentantenhaus kann ganz wesentlich über den US Haushalt der Bundesregierung entscheiden. Und wenn man sich mal die rechte Grafik anschaut, das sind die Vorschläge von Trump was er die nächsten Jahre machen möchte und Wenig überraschend, er möchte deutlich mehr ins Militär in die Verteidigung investieren zwischen dem Jahr und dem Jahr.
In den vergangenen Jahren möchte er hier die Ausgaben steigern auf insgesamt mehr als tausend Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig möchte aber die ausgaben im nicht militärischen Bereich deutlich reduzieren. Wenn er den Plan umsetzen könnte hätten wir Netto immer noch ein, denke ich, saftigen fiskalpolitischen Impuls.
Wenn wir jetzt aber davon ausgehen dass die Demokraten die Mehrheit gewinnen sich die Mehrheiten holen von den Republikanern im repräsentanten Haus dann ändert sich natürlich so ein bisschen die Gleichung weil die Demokraten typischerweise im Problem haben gerade Ausgaben ohne Verteidigung der Redner.
dann schnell über Ausgabe im sozialen Bereich Und da sind die Demokraten vermutlich oder könnten nicht bereit sein, das eben mitzutragen. Zumal wir ja auch so ein bisschen eine linkspopulistische Strömung haben. bei den Demokraten heißt es jetzt aber im Umkehrschluss dass der amerikanische Fiskalpolitik so ein bischen die Luft ausgeht in den nächsten ein zwei Jahren oder vielleicht auch länger Und dass dadurch eine wichtige Wachstumensunterstützung fehlt.
Gleichzeitig wäre es natürlich auch eine Chance für die Zinsen, dass sie am langen Ende in den USA runterkommen. und das wäre auch für uns eine gewisse Entlastung weil wir haben ja eine relativ enge Korrelation zwischen den Kapitalmarkt-Zinzen Am langen Ende In Deutschland mit dem was in den USA passiert.
und da würde ich sagen Nein! Das kann man daraus nicht ableiten würde jetzt einfach mal vermuten, ja die Demokraten werden bei den Verteidigungsausgaben auf die Bremse treten. Das ist sicherlich richtig aber gleichzeitig sind sie halt auch nicht bereit bei den Ausgaben ohne die Verteidingung zu kürzen.
und ich glaube oder meine Vermutung wäre am Ende wird man sich vielleicht sogar auf einen Kompromiss einigen wo dann letzten Endes höhere Staatsausgaben dabei rauskommen, also in Kuhhandel als das was man hier in der Grafik im Planen von Trump sehen wird. Also insgesamt ja bei der Zusammensetzung der Staats Ausgaben da denke ich, da wird sich etwas tun aber nicht beim fiskalischen Impuls.
Ich sage jetzt nicht dass es unbedingt gut ist, also man kann sich jetzt über Sozialausgabe streiten und so weiter Aber insgesamt glaube ich nicht, dass wir hier mit deutlich dämpfenden Wirkungen sehen werden bei der staatlichen Verschuldung aber auch beim Fiskalimpuls. Genau! Jetzt würde ich ganz gerne hier so ein klein Break machen und vielleicht bevor wir dann zu Energie kommen, Inflationen und zum Zinsausblick, das sich noch ganz kurz einen Schlenker mache zur deutschen Konjunktur in der nächsten Folie weil die deutsche Konjunktor hat positiv überrascht.
Sie hat manche mehr überrasacht als andere, also uns hat sie wenn ich jetzt unbescheiden bin nicht ganz so überrasch glaube ich. wir hatten auch vor der Sommerpause schon Wachstum von knapp einem Prozent. Jetzt sind wir ein bisschen hoch gegangen auf einen Viertel prozent. Andere Häuser haben ein bisschen stärker revidieren müssen aber ist auch glaube ich ein bisschen Glück Dabei, wir waren uns nicht immer sicher ob das wirklich eintreten wird.
Wir waren vielleicht ein bisschen sturer und haben an unserer Prognose festgehalten. für nächstes Jahr erwarten wir etwa anderthalb Prozent also ein bisschen besser aber auch nicht wahnsinnig viel mehr. und an der stelle muss ich auch, auch wenn man glaube ich hier immer so ein bisschen konstruktiveres bild haben für deutschland.
Da muss ich ein bisschen auf die bremse treten weil jetzt auch schon die ersten stimmen kommen. ja das ist ja erholung. manchmal höre ich dann auch schon aufschwungen und ich glaube da muss man sehr vorsichtig sein also gerade wenn es um die deutsche industrie geht und das möchte ich Ihnen einfach mal kurz zeigen anhand der linken grafik.
Was Sie da sehen, das sind die Auftragseingänge real und wir haben es abgetragen als Index zum Jahresende. Zum Jahrzehntel. Wir haben uns vier wichtige deutsche Industrie-Sektoren herausgegriffen also einmal Automobil, Chemiebranche der Maschinenbau und die Elektrotechnik. vielleicht noch als Erklärung aber das wissen sie natürlich.
Ende Das ist, glaube ich ein ganz wichtiges Datum bevor die Pandemie angefangen hat. Und dann ist der Russland-Ukraine Krieg gekommen und die ganzen geopolitischen Verschiebungen. also ich glaub das macht einfach wirklich Sinn dass man es als Referenzmarschstab nimmt. und wenn man sich jetzt mal die Auftragseingänge so ein bisschen anschaut und auseinander tröselt, dann sieht man in der Tat dass es sehr große Unterschiede nach den deutschen Sektoren gibt.
Wir haben einmal auf der positiven Seite die Elektrotechnik, die wirklich davon eilt. und bei der Industrie würde ich wirklich sagen das ist ein Ausschwung auf jeden Fall und da ist auch die Chance, dass es weitergehen wird sehr hoch zumindest so lange wie der KI-Boom weitergeht, weil die Elektrotechnik profitiert sehr stark.
Zum Beispiel von Rechenzentren aber auch von der Energiewende vom Trend zur Elektrifizierung. also wenn es da kein Unfall passiert das wird auf jeden Fall weitergehen. und ganz klar Erholungszeichen Anzeichen und ja das ist ein Aussprung bei den anderen Sektoren Da ist nach meiner Einschätzung keine richtige Erholung sondern ich würde auf eher von der Bodenbildung sprechen und von einer leichten Erholung.
Und auch hier nochmal ganz stark defensieren wollen, wenn man sich mal die Orangenlinie anschaut was auch noch ganz verheißungsvoll sich anschauen lässt das ist der Maschinenbau. da sind wir auch wenn es traurig ist vom Niveau her. Wir sind immer noch nicht ganz auf dem Niveaux wie Ende zwei tausend neunzehn aber immerhin.
wir hatten jetzt bei den Auftrags eingengen. Es gibt einen gewissen Aufwärtstrend. Aber wenn man mal sich so ein bisschen die Nachrichtenlage in dem Sektor anschaut, was das schon auffällt ist. Dass der Großaufträge aus den USA, aus Indien, aus dem Mittleren Osten auch, also Großaufträge spielen eine ganz, ganz wichtige Rolle und es handelt sich eben nicht um einen breit angelegten Aussprung im Maschinenbau, der jetzt durch eine starke Investitionsneigung weltweit ausgelöst wird.
Also ja klar, KI-Investitionen auf jeden Fall oder eben Großaufträge. aber es ist jetzt nicht so angesichts des Umfeldes USA Iran hohe Energiekosten, hohe Inflationsraten dass es die Unternehmen weltweit sagen das ist jetzt wir müssen unser CapEx deutlich steigern und von dem würde dann natürlich auch der deutsche Maschinenbau profitieren.
Aber das ist eben zumindest im Augenblick noch nicht der Fall. also Es sind größtenteils Großaufträge. Dann bei Automobil, da sehen Sie schon das ist eigentlich... ich habe jetzt mal mit viel Fantasie die hellgraue Linie einen leichten Pfeil nach oben eingezeichnet aber eigentlich ist es eher eine Seitwärtsbewegung und wir liegen immer noch etwa zehn Prozent unter dem Niveau wie Ende zwei tausend neunzehn.
Und bei der Chemiebranche, da ist es ganz leicht nach oben gegangen. Vom Niveau her ist es immer noch sehr, sehr niedrig fast immer noch etwa zwanzig Prozent unter zwei Tausend Neunzehn. und paradoxerweise hatten wir hier eine ganz leichte Aufwärtsbewegung. im Paradoxerweise eben durch den US-Iran Konflikt weil eben viele Unternehmen gesagt hatten oder sich überlegt hatten, durch den Krieg oder durch den Konflikt dass sie ihre Vorratshaltung an chemischen Vorprodukten aufstocken müssen.
Also aus Sicherheitsgründen um nicht böse erwischt zu werden. und von dieser Vorratsaufstockungen hat dann die chemische Industrie in Deutschland profitiert. Sie hat auch davon profitiert, dass zum Beispiel die chemische Industrie in Asien stärker unter Druck geraten ist. Weil die Asiaten noch stärker... von der Sperrung, von der Strasse, von Hamus negativ betroffen waren.
Also paradoxerweise Deutschland etwas weniger stark betroffen. und dann hat die deutsche Chemieindustrie davon sogar ein bisschen relativ gesehen profitiert. und an dieser Argumentation sehen Sie auch das ist natürlich jetzt nicht ein breit angelegter Aussprung. Und die ganzen Argumente, die wir auch immer wieder ausgetauscht haben.
Hohe Energiekosten usw., strukturelle Nachteile sind natürlich nach wie vor da. Also da Bodenbildung ja, leichte Erholungstendenzen ja wenn man sich es über der gesamte Industrie anschaut aber ist eben nicht mehr. Es gibt natürlich einen Sektor Da schaut das ganz anders aus. Das ist der Verteidigungssektor in Deutschland.
In anderen Ländern natürlich genauso. Da ist nur das Problem, Sie sind es auch in der Grafik rechts. Wir haben einen starken Produktionsanstieg aber die Auftragseingänge sind noch viel viel stärker angestiegen. Das heißt also die deutsche Verteidigungsindustrie sitzt auf einem riesigen Berg an Aufträgen.
Natürlich werden Kapazitäten weiter ausgebaut Aber das geht jetzt nicht von heute auf morgen Und dadurch ist aufgrund des starken Eingangs der Aufträge und der immer noch begrenzten Kapazitäten, es eben ein Berg an Auftragspolstern entstanden. Wenn man jetzt die Kapazität heute nehmen würde und die Aufträge heute dann würde das etwa fünf bis sechs Jahre dauern, bis man die gesamte Aufträge abgearbeitet hätte.
Also wie gesagt ich will das nicht kleinreden aber man darf eben nicht vergessen es sind Kapazitätsengpässe Und die Industrie ist auch relativ klein. Also wenn man sich mal die Jahresumsätze anschaut, da reden wir so von etwa, ich glaube, sechzig Milliarden Euro pro Jahr und auch wenn da eine starke Dynamik ist aber sechzehn Milliarden das sind also wenn ich es mal jetzt kann man eigentlich darf man eigentlich nicht umsetzen und BIP Aber ich mache es jetzt trotzdem mal.
Das sind so etwa ein anderthalb Prozentpunkte vom BIP. Ja, also an der Größenordnung merken sie schon. Das gibt natürlich auch positives Bill-Over-Effekte in anderen Bereichen, Automobil oder dass man da nicht genutzte Kapazitäten rüberziehen kann Chemieprongische Maschinenbau ich will das nicht kleinreden aber der ganz große Boom wird es dadurch eben auch nicht kommen.
Also schaut insgesamt jetzt nicht schlecht aus. Aber ich will an dieser Stelle einfach nochmal so ein bisschen zur So vorsichtbaren. Es wird tendenziell besser, weil es kann immer mehr von der Besucher umgesetzt werden auch gerade wenn es um steigende Infrastrukturausgaben geht. wir machen langsam Fortschritte aber ich denke nächstes Jahr wird der Impuls dann noch mal ein bisschen stärker werden und dann auch auf zwei tausend achtundzwanzig Dann wird das noch stärker entsprechend ziehen.
Genau jetzt wollte Ich überleiten euch habe schon relativ lange geredet zu Inflation und ich würde ganz gerne in der nächsten Folie einfach mal anfangen, mit dem Energieausblick. Das kann ich jetzt glaube ich auch ein bisschen kürzer machen weil ich kann die eh nicht verraten wo die Energiekosten die nächsten Wochen Monate wo die sein werden weil es natürlich ganz erheblich davon abhängt was Trump machen wird und wie der USA Iran konflikt wie das weitergehen wird.
Ich kann ihn nur also aus einer Person Persönlichem Perspektive oder wir würde es auch als von der Hausperspektive her sehen sagen Es ist eigentlich klassisch. also so schaut's zumindest im Moment aus Klassisch Neudeutsch Frozen Konflikt Also, es geht weh da vorwärts noch rückwärz. Das geht eigentlich gar nix.
es gibt immer wieder Schermützel und Also realistischerweise kann man eigentlich nicht davon ausgehen dass jetzt die Straße von der muß Dass sie wirklich wieder vollständig frei werden wird. aber An der Stelle einfach nochmal die fundamentale Einschätzung, wie fehlen Millionen Barrel an Rohöl? fehlen?
Sie sehen das noch mal in der Grafik. Das ist die Ölförderung im mittleren Osten. Typischerweise vor Beginn des Krieges lagen wir es so bei... Dann sind wir runtergekracht, haben zehn Millionen etwa gefehlt. Jetzt haben wir wieder über Pipelines auch wenn die jetzt zuletzt dann ausgefallen sind in Saudi Arabien aber sie können ja zum Glück repariert werden ist natürlich alles fragil.
Aber also lange Rede kurzer Sinn es fehlen noch fünf Millionen Barrel Rohöl. Und wenn man sich mal die Rohölförderung anschaut von anderen Ländern, in Russland ist es ja auch zurückgegangen wegen des Krieges mit der Ukraine. Die Rohöl Förderung in den USA ist zumindest bislang ein kleines bisschen angestiegen aber nicht so dass man sagen kann das hier wesentlich mehr reingeruht werden kann.
Also insofern muss man einfach mal abwarten wie das weitergeht. Aber so richtig großes Potenzial dass der Ölpreis stark sinken könnte. Also wirklich richtig stark, dass wir auf die Niveaus wieder zurückkommen wie wir das Formkrieg erlebt haben. Das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich. und natürlich ist es so, dass gerade wenn's um affinierte Produkte gilt also Diesel usw., da sind ja die Lagerbestände noch viel oder Flugzeugbenzin.
Da sind hier die Bestände und auch die Produktionsmöglichkeiten nur noch viel stärker unter Druckeraden. Also so wie ich das sehe zu Beginn des Krieges waren halt die Ölvorräte oder auch die Dieselvorrähte, die Vorrädern Flugbenzin waren wesentlich größer als sie jetzt sind. viel haben auf Vorräte zugreifen müssen und insofern wird einfach auch die Luft wesentlich dünner.
Beim Gaspreis ist die Luft schon länger dünn. Ich wollte Ihnen das einfach nochmal ganz kurz zeigen. Sie haben das sicherlich gelesen, aber es ist mir noch mal ganz wichtig an der Stelle weil ich habe jetzt zu Beginn gesagt wir wollen ja über mögliche Überraschungen reden nicht nur über das Basis-Szenario und also ich hoffe dass ich mich hier nicht richtig liege.
Aber hier ist wirklich das Potenzial für negative Überraschungen, wenn wir ein sehr harten Winter kriegen in Deutschland. Denn wir liegen deutlich unter den historischen Garspeicherständen. Sie sehen dass ich habe jetzt mal hier den Zyklus genommen einen Durchschnitt zwischen zwei tausend siebzehn und zweitausend einundzwanzig Vorbeginn des Russland-Ukraine-Krieges.
Sie können es aber auch danach machen. Also letzten Endes macht keinen großen Unterschied Stand. heute ist es so, dass wir etwa dreißig Prozentpunkte aktuell unter dem Niveau liegen wie das normalerweise üblich der Fall ist. Das heißt Es ist eine enorme Lücke und diese Lücke kommt durch zwei Faktoren zustande.
Normalerweise wird immer argumentiert, oder so habe ich es jedenfalls gelesen. Ja also die Energielieferanten wollen nicht so richtig einspeichern weil die Gaspreise so stark gestiegen sind auf den Spotmärkten. Also das stimmt natürlich. aber Es ist ja so dass ein Zum Glück ein großer Teil der Gasversorgung in Deutschland Dass er durch langfristige Verträge gesichert ist.
Und das führt eben zum zweiten Problem, was man glaube ich in der Grafik schön sehen kann. Wir sind halt von unglaublich niedrigen Niveaus aus dem vergangenen Winter ins Frühjahr hineingestartet. Als der USA-Irankrieg angefangen hat Ende Februar da lagen wir bei historischen Tiefständen also jedenfalls im deutschen historischen Maßstab bei etwa zwanzig Prozent Gasspeicherstand Und dieses niedrige Niveau schleppen wir jetzt halt immer noch mit uns rum, weil wir eben damals schon so niedrig gefallen sind.
Ja also insofern ist es glaube ich ein großes Risiko und was man auch nicht vergessen darf wenn jetzt vielleicht was für uns ja alle wünschen Wenn es doch noch etwas stärkere Nachfrage kommen würde in der deutschen Industrie Und da läuft ja auch viel, viele Industrieanlagen laufen über Gas. Dann würde auch da die Gasnachfrage steigen.
also diese Kombination sehr, sehr harter Winter und vielleicht dann doch noch eine etwas lebhaftere industrielle Gasnahfrage. Also da könnten wir echt ein richtiges Problem laufen und dann würden auch die Gaspreise nochmal deutlich, deutlich steigen. Genau! Das führt mich jetzt zum nächsten Thema. Ich schau nochmal auf die Uhr.
ich versuche mich so zu beeilen Zum nächsten Thema auf der nächsten Folie, dass ich nochmal ihn bevor wir dann auf den Zinsausblick aus übergehen. Dass ich ihm noch mal zwei Folien zeige wo wir denn bei der Inflation stehen. und Ich glaube wenn wir über riesigen Reden ist nicht unbedingt über im Basis der Lage aber über die riesigen da glaube ich schon das die zweitrunden Effekte durch die gestiegenen Energiekosten.
Die Zweidrundeneffekte oder das Risiko von zweitrundenen Effekten ist auf jeden Fall da und ich versuche es mal aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Einmal, und das hat jetzt mit den Energiekosten erstmal gar nichts zu tun in der linken Grafik Das sind die amerikanischen Importpreise Und sie ahnen es natürlich schon.
Wir haben natürlich nicht nur höhere Energiekasten- oder Benzinpreise Dieselpreise Sondern die Zölle sind ja auch nicht verschwunden in den USA. Und da kann man, glaube ich an der Grafik auch schön beobachten, dass eben die USA sich über die Zöhle auch ganz schön ordentlich weiter importierte Inflationen reinholen.
um die Grafik vielleicht nochmal kurz zu erklären das sind die US Importpreise nach unterschiedlichen Ländern und Regionen. so eine Zahl oder solche Zeitreihen haben wir leider für Europa nicht aber in den USA und das ist wirklich sehr interessant zu beobachten. Wenn man sich jetzt mal anschaut, die Preise für importierte Güte aus Kanada sind sehr stark gestiegen.
Das ist natürlich vor allen Dingen eine Energiekostengeschichte wobei es jetzt natürlich auch stärker anfangen kann zu laufen über die höheren Zölle die Trump auf kanadische Produkte am aktuellen Rand erhoben hat. Aber was an der Stelle wirklich nochmal noch interessanter ist, wenn Sie sich mal die schwarze Linie anschauen und die hellgrüne Linie.
Also Schwarz das sind die Importe aus der Europäischen Union und die sind ganz ordentlich angestiegen. also der Vergleich ist jetzt seit Beginn zweitausend fünfundzwanzig. Also Trump beginnt der Amtszeit von Trump und dann die Zölle. Und wenn die Importpreise vielleicht noch zur Erklärung Wenn die anfangen zu steigen, da ist natürlich eine Vielzahl von Faktoren dabei.
Da können auch Wechselkurseffekte in der Rolle spielen und Konjunktur usw.. Aber was an dieser Stelle einfach sehr wichtig ist dass die Importpreise so wie sie statistisch erfasst werden das wird immer ohne Zoll gemacht. Also wenn die Importpreise dann trotzdem ansteigend, ist es eben so dass der ausländische Exporteur z.B.
aus der Europäischen Union anfängt die Preise anzuheben und das sind genau diese Preisüberwälzung die wir auch schon von einigen Studien her kennen. also hier ist ein ganz ordentlicher Druck da in der Pipeline. man kann das mittlerweile beobachten für Importe aus China. Die waren lange Zeit deutlich rückläufig, aber fangen jetzt wieder an entsprechend zu steigen.
Wenn man jetzt mal einen Schritt weitergeht und das mal auch versucht so ein bisschen breiter zu fassen was passiert nicht nur in den USA sondern auch bei uns in Europa wenn man sich mal die Produzentenpreise anschaut und dass es jetzt ohne Energie das heißt also wie viel von dem Kostpusch Schock, den wir jetzt gesehen haben durch USA Iran Bei Energie, aber auch bei Vorprodukten.
Wie viel wird denn da überwälzt? Und auch auf der einen Seite positiv was man sagen kann ist – wir sind bei Weitem noch nicht – bei dem Preisanstieg, das wir in den Jahren und Jahrzehnte im Beginn des Russland-Ukrainekrieges gesehen haben. Aber es fängt eben an schon ganz ordentlich zu steigen. Also in den USA ist es eher so, würde ich jetzt mal sagen schleichend.
In Europa ist es so, dass wir jetzt zuletzt doch einen deutlichen Anstieg haben. Das heißt also die Preisüberwälzung Spielräume der Unternehmen sind ganz offensichtlich da. Das ist eine positive Nachricht für die Aktie-Märkte, ist aber eine schlechte Nachricht for die Konsumenten und ist auch ne schlechte, glaube ich, ne schlechten Nachricht... ...für die Zinsen und auch für die Notenbanken.".
Genau, jetzt wollte ich noch mal einen Schritt weitergehen. Noch einmal eine zwei Inflationsgrafiken ihnen zeigen und zwar wenn man nochmal einen Schritt in der Inflation Pipeline weitergeht. also wir hatten jetzt Importpreise, Produzentenpreise und in der nächsten Folie da wollte ich Ihnen nochmal die Lohnentwicklung zeigen weil das auch noch ein ganz wichtiger Multiplikator ist.
Also wo stehen wir da? Und vielleicht kann man auch versuchen hier einen kleinen Ausblick zu geben. Ich fange mal an links mit den USA. Was positiv ist, wir haben zumindest bislang keine richtige Trendumkehr – zumindest auf den ersten Blick bei den Löhnen! Also was es passiert? Wir hatten Zeit verzögert nach Beginn des Energiekostenschocks auch in den USA dass die Löhne gestiegen sind und so wie es halt typischerweise immer der Fall ist den Job wechseln, die kriegen natürlich einen stärkeren Aufschlag bei ihrem Lohn weil sie eben bereit sind zu wechselnd als derjenige der in seinem Job bleibt.
Und das ist eine ganz interessante Grafik und eine interessante Statistik weil typischerweise bei Phasen in der sich wirklich was tut bei den Löhnen also Erst Inflation und dann Zeitverzögert bei den Löhnen. Dann spreit sich auch typischerweise eben die Lohnentwicklung, bei denenjenigen die Wechseln im Vergleich zu denjenigen, die im Beruf verbleiben.
Was ich schon gesagt habe am aktuellen Rand es hat sich nur nicht richtig gedreht. aber wenn sie sich mal die schwarze Linie anschauen und Mal Die rote linie Es hat so das finde ich ganz interessant die Spreizung hat wieder angefangen werden Über einen längeren Zeitraum das eben schwarz und rot ist deutlich runtergegangen hat sich angenähert.
jetzt scheint es wieder so ein bisschen zu spreizen. Und das ist etwas ohne dass man nicht sagen kann, das wird jetzt deutlich nach oben gehen. aber ich glaube das ist was wir wirklich beobachten muss und es könnte schon sein, dass da einfach mehr Lohnkosten druck dann im nächsten Jahr entsteht. oder könnte etwas sein was auch die fett dann entsprechend eigentlich auf Trab halten könnte.
Bei der ECB ist es so, wenn man sich das anschaut, einmal die Tariflöhne und einmal den sogenannten Wage Tracker durch die ECB. Also Tariflühne, die Sparzelinie – das ist jetzt verfügbar bis einschließlich zweites Quartal, Die Zeitreihe ruckelt ein bisschen, das muss ich jetzt nicht stören. Das sind auch Sonderzahlungen.
Man muss immer so ein bisschen auf den Trend schauen. Tendenziell ist der Trend immer noch bis einschließlich in den Sommer hinein rückläufig gewesen. aber was jetzt schon ganz interessant ist dieser Wage Tracker der ECB? der weiß zumindest Motorrad nach oben. es ist kein zumindest bislang natürlich keinen Vergleich zu dem was wir vor ein paar Jahren erlebt haben.
Aber das ist schon ganz interessant. Vielleicht nur mal zur Erklärung, was ist dieser Wage Tracker? Die ECB guckt sich die Tarifverträge an in der Eurozone und da kann man ja dann auch Informationen ableiten für die Zukunft, weil typischerweise werden die Tarift Verträge nicht nur für ein paar Monate abgeschlossen sondern mindestens für einen Jahr oder für ein oder zwei Jahre manchmal sogar ein bisschen länger.
und daraus kann man eben so eine Art Wenn die ECB das natürlich nicht tut, aber man kann versuchen so ein bisschen eine Prognose zu machen. Und wenn man sich mal die Historie anschaut, die Prognos war nicht schlecht. Man kriegt da nicht jede Schleife mit bei der aktuell oder tatsächlichen Tariflohnentwicklung.
Aber der Trend hat eigentlich immer gut gepasst und insofern die ECP beobachtet es natürlich auch also insofer ein bisschen Druck in der Pipeline ist da. So, jetzt noch ganz kurz angesichts der vorangeschrittenen Zeit. Ganz kurz noch der Zinsausblick und nochmal ein bisschen das Risikoprofil in der nächsten Folie.
Sie haben es natürlich mitverfolgt die Zinserwartung an den Märkten und an dieser Stelle muss ich einfach nur mal ganz kurz sagen was ist unser Basis-Szenario? Was sind die Risiken? Also unser Basisenario mindestens im Moment immer noch, dass wir nicht in einen neuen Zinserhöhungszyklus in den USA und in der Eurozone eintreten werden.
Das heißt – ich betone im Moment – das ist für uns noch immer ein Nachjustieren der Geldpolitik. D. h., wir haben jetzt Zinsersöhungen gesehen von der ECB II, Und wir denken, dass im Dezember noch mal jeweils eine bei der FET und bei der EZB jeweils um die Vierundzwanzig Basispunkte nachkommen wird. So das ist das Basistenal.
Ich muss aber ganz ehrlich sagen so Sie haben das sicherlich auch ein bisschen rauslesen können wie ich in den Folien auch präsentiert habe. Wir sehen es auch mittlerweile wir diskutieren sehr stark darüber. Wir seh schon erhebliche Risiken dass es eben nicht nur bei dem Nachjustieren bleiben wird und das wir im nächsten Jahr dann weitere Zinserhöhungen sehen könnten.
Und wenn man sich jetzt mal die Zins-Erwartung anschaut, ja alles schon der Märkte. Das ist schon aggressiv. Wir haben mittlerweile, wenn man mal bis in den Sommer, zwei Tausend, siebenundzwanzig reinblickt, wir haben also hier stand heute, das ist jetzt von heute Morgen fast schon neunzig Also ich bin jetzt mal großzügig, fast schon hundert Basispunkte an zusätzlicher Straffung eingepreist bei beiden Notenbanken.
Was dann heißen würde das neben den Zinserhöhungen im Dezember noch einmal jeweils drei weitere Nachkommen würden wenn man jetzt mal einfach Trippelschritte und fünfundzwanzig Basispunkt unterstellt? Das ist schon aggressiv! Ich finde es aber nicht komplett unsinnig. ja also Wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, wenn ich Ihnen so ein bisschen meine persönliche Meinung an der Stelle sagen kann.
Also für hundert Basispunkte da fehlt mir zum Moment immer noch die Evidenz. aber was ich mir schon vorstellen könnte ist dass eine amerikanische Notenbank und auch eine ECB zumindest im ersten Quartal einfach nochmal nachlegen wird weil einfach die riesigen für die Inflation da sind weil ich einfach nicht sehe das wir hier eine Konfliktlösung sehen oder Kriegen werden zwischen den USA und Iran.
Und insofern, auch wenn man mal eben das spiegelt bei der Bundkurve also ich sehe jetzt nicht dass die Renditen wirklich deutlich nach unten gehen auf Sicht der nächsten Monate eher hoch bleiben möglicherweise sogar vielleicht weiter an steigen genau Natürlich, vielleicht um das dann abzuschließen. Natürlich kann es sein wenn es jetzt doch überraschen zu einer Konfliktlösung kommt zwischen USA Iran oder wenn der KI Boom aus welchem Gründnach immer plötzlich einbrechen würde Dann nachfragen bedingt würde dann der Ölpreis nachgeben dann haben wir niedrige Inflationsraten.
Aber das kann glaube ich im Moment kein Kein Basis-Szenario sein und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das ein Thema sein wird was uns in den nächsten Monaten beschäftigen wird. Und mit der letzten Folie und dann kann wirklich da Nikolaus übernehmen. Wir hatten ja auch thematisch In der Einleitung gesagt oder in den Einladungstext reingeschrieben, kriegen wir nächstes Jahr nicht noch mehr überharscheln.
Ich bin mal ziemlich sicher die Geopolitik gibt es wahrscheinlich her. aber was ich an der Stelle einfach nochmal sagen wollte wenn man in das nächste Jahr hineinblickt was sich für ganz ganz wichtig halte ist. Nächstes Jahr wird in Europa gewählt Und wir haben wirklich sehr viele und sehr wichtige Wahlen.
Und an der Stelle wollte ich einfach mal den April, Mitte April und Anfang Mai herausheben. Wir haben denke ich nach den Wahlergebnissen in Deutschland zuletzt im September eine ganz wichtige Wahlrunde im Saarland, in Schlesig-Holstein und dann am fünfundzwanzigsten April auch in NRW. Und wie das halt so ist im Leben am achtzehnten April, also wenn wir die Landtagswahlen haben.
Im Saarland und in Schlesig-Holstein da haben wir auch die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen. Das ist auch glaube ich ein ganz ganz wichtiges Datum zusammen dann mit der zweiten runde Am zweiten Mai. Also da die zwei in den zwei wichtigsten Ländern in Europa finden glaube Ich kann man mit Fug und Recht sagen, ganz entscheidende Wahlen statt.
Und das wird sicherlich sehr, sehr spannend sein. Und neben dem hinaus – wir haben auch noch Wahlen in Spanien, in Italien und im Polen. Auch das könnte, denke ich, sehr spannend werden.". Hier endet der Vortrag von Dr. Andreas Rees und Ich übernehme wieder. Im zweiten Teil der Veranstaltung ging Nikolaus Barth von der Uni Kredder die Frage nach ob Gold, Silber und Bitcoin als Inflationsschutz taugen.
Zwar für langfristige Anleger genauso wie für alle die eher kurzfristig handeln. Den Mitschnitt findet ihr über den Link in der Beschreibung. Und falls ihr noch nicht abgestimmt habt, die Publikumswahl zu den Certificate Awards läuft unter www.certificate-award.de. Ich freue mich auf euer Mitmachen! Außerdem interessiert mich welche der drei Thesen ihr für die wichtigste haltet?
Den KI-Investitionsboom, die hohen Zinsen am langen Ende oder weitere Zinserhöhungen der Notenbacken. Schreibt es mir in die Kommentare bei YouTube. Ansonsten bleibt gesund und investiert! Und seit nächste Woche wieder mit dabei, dann schließen wir die Reihe der Quartalsupdate ab – mit dem fundamentalen Blick auf die Aktienmärkte.
Und dazwischen gibt's auch noch ein spannendes Update zu ETFs.