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Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

GP11: Brunos Geliebte, ein Rückblick auf Martha Marek und vergiftete Erdnüsse

Samstag, 5. September 2026 · 41 min

MP3

Shownotes

Wir werfen einen Blick zurück auf unseren vorletzten Fall und besprechen ein paar offene Themen auf den Fall “Toast Hawaii”: Welchen Golf gibt es als Cabrio, was passierte mit Brunos Geliebten und was hielt sein kandidierte er für den Gemeinderat?
Und auch der Fall Martha Marek lässt einige offene Themen zurück:
Der Fall, der es in dieser Woche nicht geschafft hat ist die Verurteilung von Stewart Parnell, dem CEO der Peanut Coorporation of America. Er ist für unzählige Salmonellen-Vergiftungen und nachweislich neun Todesfälle verantwortlich.
Zum versöhnlichen Abschluss reisen wir nach Brandenburg und Brooklyn, wo Lilly und Flo, jeweils ein tolles kulinarisches Wochenende verbracht haben.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Flo, was liegt denn heute auf der gemischten Platte? Was passierte mit Bruno nach seiner Entlassung? War Martha Marek wirklich die letzte Hinrichtung in Österreich? Und wie verseucht man Milliarden von Erdnüssen? Das ist die gemischte Platte. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temme und Florian Reza. Grüß Gott. Es ist Samstagmorgen. Buongiorno. Der Kaffee blubbert.

Die Brötchen backen gerade frisch auf. Oder sie liegen frisch auf dem Tisch. Oh, Lilly, das vermisse ich ja so ein bisschen. So das gute Samstag-Bäckerbrötchen. Das kann ich sowas von nachvollziehen. Ja? Ich liebe die deutsche Frühstückskultur ja auch. Und am Wochenende kann man die ja in Gänze ausleben.

So eine Körnerbombe oder so ein Knusperröhrchen. Ich liebe ja Seelen, so eine richtig gute Seele mit Kümmel und Salz. Lecker, gutes Brot, leckere Brötchen, lecker, lecker, lecker. Und ich muss sagen, in letzter Zeit trinke ich nicht mehr nur Kaffee, sondern das ein oder andere Mal auch einen guten Tee.

Auch mal einen kleinen Sekt, auch mal Tee. Ich trinke wieder English Breakfast Tea mit Milch und irgendwas zum süßen Honig, Zucker, was auch immer. Finde ich fantastisch. Schön. Ja, ich hoffe, dass wir euch jetzt schon die richtige Stimmung gemacht haben für diesen Samstagmorgen, an dem diese gemischte Platte lauwarm serviert wird.

Ja, die ist lauwarm. Die ist richtig lauwarm. Das macht auch richtig Bock auf die Folge, wenn ich sage, die wird lauwarm serviert. Erste Frage, die ich habe. Du hast in deinem Intro ja die Hinrichtung in Österreich angesprochen. Hattest du das jetzt vorbereitet? Weil ich habe auch was vorbereitet. Nee, du. Also ich dachte, du hast es vorbereitet.

Wäre jetzt auch unangenehm gewesen, wenn du das ankündigst und ich nichts dazu gemacht habe. Aber genau, hatten wir ja auch so abgesprochen gehabt. Alles klar, hatten wir auch angekündigt gehabt in der letzten Folge am Dienstag. Da werde ich natürlich gleich noch ein paar Sachen zu sagen. Okay, dann kommen wir erst mal auf das Feedback zurück, was wir bekommen von euch zur Folge Toast Hawaii. Was passiert in Kersatz?

Zum einen müssen wir einmal Abbitte leisten. Wir haben über. Den Golf, über den alten Golf von Bruno gesprochen und uns als große Fans geoutet. Gleichzeitig haben wir scheinbar gar keine Ahnung, denn uns hat eine Nachricht erreicht von Luise. Und sie schreibt, erst mal, ja, eine absolute Bereicherung ist unser Podcast für sie. Das freut uns sehr. Aber ein kleiner Fehler, der mir allerdings die Zehennägel aufrollen ließ, passierte in der letzten Folge.

Ich bin Oldtimer-liebende Kfz-Lerin und spezialisiert auf alte VWs und muss euch sagen, es gab kein Zweier-Golf-Cabrio. Der Einer-Golf wurde länger gebaut, bis 93. Einser. Was habe ich gesagt? Einer. Ah, der Einer-Golf. Der Einser-Golf. Flo kennt sich auch mit dem Einer nicht aus, mit dem Einser. Wurde länger gebaut bis 93. So ein Fett, Luise auch. Und es gab dann erst den Dreier wieder als Cabrio.

Also, das tut schwer zu wissen, dass wir gar keine Ahnung haben, aber ich sage mal so, wir lieben sie alle. Wir lieben den Einer, wir lieben den Zweier und wir lieben den Dreier. Wenn es den Zweier als Cabrio geben würde, würden wir den auch gut finden. Da bin ich mir sicher. Und ehrlich gesagt, ich mag den auch als Nicht-Cabrio, einfach als klassischeres Auto. Ja.

Von daher, danke für das Feedback, Luise. Wir leisten Abbitte und wir. Ich muss ganz ehrlich sein, die Recherche zum Thema Golf hat jetzt nicht den größten Teil meiner Recherche eingenommen, weil ich mir dachte, Das ist eine kleine Nebenstrecke. Überraschend. Aber das rächt sich jetzt halt. Naja, es war ja einfach dahergeplappert.

Ja, ja, genau. Und mein gefährliches Halbwissen kam mir dann auch noch dazu. Und ich hatte ja 0,0 dazu recherchiert. Was mich jetzt aber zu der Frage bringt, es wird ja immer mehr mit so Mikroinfluencern gearbeitet. VW, wenn ihr hier gerade zuhört und denkt ... Die Lilly, die könnte doch mal eine Saison, gern auch länger, so ein Einser oder Dreier Golf-Cabrio für uns nochmal fahren.

Und damit mal nochmal ein bisschen durch die Straßen cruisen, ich fahre auch gern für euch durch die Toskana oder so mal, das Auto mal wieder ein bisschen mehr zeigen, dass das wieder ein bisschen mehr Präsenz bekommt. Ich würde ja sagen. Aber hast du mal in die Zeitung geschaut, Lilly? VW wirft gerade 800 Milliarden Mitarbeitende raus. Also da werden die ja jetzt nicht irgendwie Geld rumliegen haben, um so eine, da muss man wirklich ehrlich sein, eine sehr Mikro-Influencerin wie dich zu beauftragen.

Ich würde dafür ja gar kein Geld wollen. Ich will ja nur die Karre. Und da wird ja wohl noch die ein oder andere rumstehen im Berg, oder? Und die Zugfahrt nach Wolfsburg würdest du auch noch selber bezahlen, ne? Ja, tramp ich. Zum Abholen. Da trampst du. Schön an der A100 Finger raus und dann geht's los.

Oh Mann. Ja, also Volkswagen, meldet euch gerne. Wir sind große Autos. Wir lieben alle Autos. Außer ich mag keine Franzosen. Also Autos. Ich hasse Renault und Citroën. Ich bin ja nicht im Besitz eines Autos. Ich bin aber bis jetzt in meinem Leben im Besitz gewesen schon mal von, zwei sogar, weil ich das eine leider komplett zu Schrott gefahren habe.

Es waren zweimal Peugeots. Mochte ich. Das Einzige, was ich komisch fand, war, dass die Temperatur, die Temperatur, das Einzige, was ich komisch fand, dass die Geschwindigkeitsangabe, in anderen Schritten war als in Deutschland. Das fand ich nervig. Also hier ist ja 10, 30 Julien. Boom. Naja, ja. Also ich bin ja auch nicht französischer Autos.

Ich bin ja überzeugter Volkswagenfahrer. Ich fahre hier in den USA einen Volkswagen. Macht euch mal einen Begriff. Da wird ja jetzt wohl nochmal so on top so ein kleiner Dreier-Cabrio, Golf-Cabrio noch drin sein, oder? Aber zum nächsten Thema. wir bleiben bei der folge und zwar gab es noch ein anderes thema was ich hier gerne noch mal anbringen wollte und zwar hat bei spotify nick kommentiert und hat geschrieben dass, bruno seine geliebte geheiratet hat nachdem er wieder aus dem gefängnis kam und ich habe diese, ich habe das weggelassen oder ich habe ja gesagt sozusagen dass da ist da ist nicht so viel bekannt weil es gibt nur bei wikipedia einen satz dazu bei wikipedia steht er hat seine geliebte geheiratet und,

Ich habe aber keine Quellen dazu gefunden. Deswegen habe ich das weggelassen. Deswegen würde ich das auch noch mal im Raum stehen lassen. Was ich aber gefunden habe, und das widerspricht so ein bisschen der Heirat, ist ein Beitrag aus dem Jahr 1998 vom SRF, also vom Schweizer Grundfunk-Fersehen. Ich werde es verlinken auf der Website. Es ist wirklich.

Ein, es ist super faszinierend. Es ist ein Beitrag aus so einer Magazinsendung, Nachrichtensendung. Und zwar darüber, dass Bruno sich bei der Gemeinderatswahl in seinem neuen Wohnort Gordascht im Kanton Freiburg, also das ist im Südwesten, also Richtung französische Schweiz, hat er sich zur Wahl aufstellen lassen.

Und die sind dann in das Dorf gefahren und haben da so ein bisschen rumgefragt, wie ist das denn jetzt da für die Anwohnerin, dass er sich da aufstellen lässt und mit seiner Vergangenheit. Und der Tenor ist so ein bisschen, wie wir es auch schon in der Folge besprochen haben, dass das für die Leute kein Thema ist und dass sie jetzt Bruno nicht als, den Mörder ansehen, sondern einfach sagen, ja, da soll ich ein neues Leben anfangen und das ist okay und wir stehen da auch dahinter.

Der Gemeinderatpräsident, der sagt sogar ein bisschen zynisch, ja, die Aufmerksamkeit bringt ja auch ein bisschen was, also ihm. Ja. Und darüber ist der ganze Beitrag. Und in diesem Beitrag wird am Anfang erwähnt, dass er dort mit seiner neuen Freundin zusammenwohnt und seinen zwei Kindern. Und da war aber so ein bisschen unklar, ob das jetzt seine Kinder sind, ob das ihre Kinder sind, was da der Zusammenhang ist.

Was sie halt nicht sagen, ist, dass er dort mit seiner Frau wohnt, sondern sie sagen Freundin. Also das zum Hintergrund, ist es die Geliebte? Hat er sie geheiratet? Ich weiß immer noch nicht mehr, außer das. Aber ich würde zumindest zur Debatte stellen, dass er sie geheiratet hat. Weil da gibt es, wie gesagt, nur diesen einen Satz auf Wikipedia und das reicht mir nicht.

Am Ende hat Bruno tatsächlich seine Kandidatur wieder zurückgezogen. Also er blieb wählbar, aber er ist dann nicht in den Gemeinderat eingezogen. Das nochmal zum Hintergrund. Wie gesagt, ich verlinke das mal. Es ist ein schönes Stück Fernsehgeschichte, dieser Beitrag. Falls ihr das Ganze nicht aufrufen könnt, weil es eine Schweizer Website ist, dann hört mal in unsere nächste Werbung rein, vielleicht gibt es da was für euch.

Well played. Ja, oder? Liebe Grüße an NordVPN. Und ich würde sagen, dass wir jetzt einen Sprung machen, zur letzten Folge und Martha Marek, weil da haben wir uns ja gefragt, ob Martha möglicherweise die letzte zivile Todesstrafe war. Und ich überlasse dir hier mal das Feld, Lilly. Ja, also ich kann euch insofern updaten, als dass Martha nicht die letzte Österreicherin war, die mit der Todesstrafe bestraft wurde, denn das war am 9.

Januar 1945 eine Frau namens Maria G., die in Wien wegen des Verbrechens der gewerbsmäßigen Abtreibung der Leibesfrucht die Todesstrafe erhalten hat und die dann auch vollstreckt wurde. Die allerletzte Hinrichtung in Österreich erfolgte am 24. März 1950. Und zwar traf die den Raubmörder Johann Trinker, TRNKA geschrieben.

Der brach in die Wohnungen von Frauen ein, beraubte sie und ermordete zwei von ihnen. Und der hat die letzte Todesstrafe erhalten. Ich war dann ehrlich gesagt ziemlich überrascht davon, dass das 1950 war, also nicht so lange her. Und dann habe ich gedacht, wie war das denn in Deutschland? Und da sieht es auch nicht viel besser aus.

Denn erst mit Gründung der Bundesrepublik und dem Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 wurde die Todesstrafe in Deutschland abgeschafft. Die letzte Hinrichtung in Westdeutschland fand am 18. Februar 1949 in Tübingen statt. Die letzte Hinrichtung in der DDR soll mutmaßlich am 26. Juni 1981 in Leipzig stattgefunden haben.

Ja, das ist wirklich so ein Stück deutsche Geschichte, die mich immer wieder so ein bisschen aufwühlt, dass es bis in die 80er in der DDR, dass die Todesstrafe vollstreckt wurde, das sind 40 Jahre. Das ist keine Zeit. Ja, und für Leute wie uns, die in der Welt danach aufgewachsen sind und in einer Welt, in der das nicht stattfand und auch einfach verboten ist, gestrichen, es gibt auch keinen Weg mehr zurück.

Also es wurde sogar verboten, dass die Todesstrafe wieder eingeführt werden kann. Ist das dann immer doppelt schockierend und auch fast unverstellbar, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass das noch stattgefunden hat. Auch bis Februar 49 meintest du in Deutschland? War die letzte? Bis, ja, genau, ja. Ja, das auch, wenn du das so überlegst, das ist drei Monate, bevor das Grundgesetz dann verabschiedet wurde.

Das ist heftig. Okay, aber dann lagen wir da tatsächlich ein bisschen falsch, weil das war ja wirklich dann noch gute 10, 15 Jahre. Genau, also Marta Marek war die erste nach 1900, bei der das wieder vorgekommen ist. Danach in der NS-Zeit gab es natürlich sehr viele und auch viel, viel, viel, viel, viel zu viele Hinrichtungen.

Und als die NS-Zeit oder der Krieg vor allen Dingen dann auch vorbei war, gab es aber eben auch nochmal Zivilprozesse, in denen sie verhängt wurde. So, und dann haben uns HörerInnen darauf aufmerksam gemacht, dass ich an einer Stelle in der Martha Marek-Folge von einer, in Anführungszeichen, sexuellen Beziehung zwischen einem 62-jährigen Mann und einem zwölfjährigen Mädchen gesprochen habe.

Und ich finde diesen Hinweis absolut berechtigt. Denn der Begriff Beziehung suggeriert, dass das freiwillig war und vielleicht ein Verhältnis auf Augenhöhe. Und das kann es in dieser Konstellation absolut nicht geben. Das wollte ich mit meiner Formulierung auch gar nicht ausdrücken, aber ich glaube, das zeigt ganz gut, wie wichtig es ist, auf eine richtige Sprache zu achten.

Denn Sprache kann gerade bei solchen Fällen ungewollt den Blick auf das Opfer verschieben oder die Verantwortung des Täters verwischen und das war natürlich überhaupt nicht meine Absicht. Es handelt sich hier nicht um eine sexuelle Beziehung zwischen zwei gleichberechtigten Menschen, sondern um ein Abhängigkeitsverhältnis und sexuellen Missbrauch eines Kindes.

Ich möchte das an dieser Stelle ausdrücklich korrigieren und mich bei denjenigen bedanken, die uns darauf aufmerksam gemacht haben. Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, wir können einfach festhalten, das war eine schreckliche Tat, die dieser Mann da begangen hat. Und danke, dass ihr uns darauf nochmal hingewiesen habt.

Und jetzt kommen wir zu unserem Fall, der es nicht geschafft hat in dieser Woche. Der Hintergrund ist so ein bisschen, der Fall liegt auch schon ein bisschen länger bei mir. Und ich dachte mir, ich beschäftige mich jetzt mal damit, weil in den USA gerade aktuell wieder ein. Ja, Lebensmittelskandal eigentlich gerade stattfindet. Es geht vor allem um vorgewaschenen Salat.

Also es gibt ja so diese Salat, die abgepackt sind und wo dann kein Dreck, nichts mehr dran ist. Und die werden ja gewaschen. Und da gab es in den letzten Monaten einen großen Aufruhr, weil dieser Salat und auch manche Kräuter, also Blaubeeren, also alles, was so ein bisschen gewaschen wird, was sauber gemacht wird, belastet war mit einem Bakterium.

Und der Fall, den ich mit dir heute durchgehen möchte, war tatsächlich auch ein Vorschlag von Dr. Corals. Das ist ein Instagram-Handle. Ich weiß nicht, wie die Person richtig heißt. Er oder sie hat den Fall im Disgusting Food Museum in Malmö gesehen. Wo ich mir dachte, wenn ich mal wieder in der Gegend bin, da muss ich unbedingt hin. Also es klingt fantastisch. Es gibt ja auch eins hier, in Berlin.

Wie heißt das? Ja, ich glaube, das heißt genauso. Ach, Disgusting Food Museum. Ach, wusste ich gar nicht. Das haben mir schon ein paar Leute geschrieben, dass wir da mal hingehen sollen. Aber ja, das gibt es hier. Warte, ich habe es kurz gegoogelt. Ach, witzig. Okay, dann packen wir das mal in Berlin auf die Liste.

Auf jeden Fall, in Malmö ist dieser Fall ausgestellt und sie hat mir das Ganze geschickt. Es geht um den Salmonellen-Skandal der Peanut Corporation of America. Der im Jahr 2008 stattgefunden hat. Das Unternehmen wurde geleitet von Stuart Parnell. Der Fall gilt als einer der schwerwiegendsten Verbrechen im Lebensmittelsektor.

Insgesamt erkranken hunderte Menschen und neun Menschen starben nachweislich. Und diesen Fall wollen wir heute mal durchgehen. Wir springen erstmal zurück in den Februar 2009 in den prunkvollen Saal des US-Repräsentantenhauses in Washington DC. Die Kameras blitzen, das Scheinwerferlicht ist auf eine Person gerichtet, und zwar auf Stuart Parnell, erst 54 zu diesem Zeitpunkt, und der Eigentümer und Präsident der Peanut Corporation of America.

Dass er an diesem Tag nach Washington gekommen ist, das hat er nicht freiwillig gemacht, sondern er wurde mit einem sogenannten Sabina herbeizitiert. Also Sabinas hat man vielleicht schon mal gehört in den Nachrichten, das sind im Grunde rechtlich bindende Einladungen. Also wenn man denen nicht nachkommt, dann macht man sich strafbar.

Wenn man da nicht kann? Geht nicht. Es gibt keinen Grund, da nicht zu können. Sondern wenn du da nicht kannst, dann ... Ich hoffe, da wird man mit viel Vorlauf eingeladen. Also das ist ja jetzt nichts, wo man irgendwie so gefragt wird, ja, könntest du mir drei Sachen irgendwie sagen? Sondern wenn du ein Sabina bekommst, dann gibt es da schwerwiegende Gründe, dass die dich anhören wollen. Also dass du vom Repräsentantenhaus verhört wirst.

Da muss schon einiges passieren, dass du so eine Einladung bekommst. Ich meine auch als zum Beispiel Mark Zuckerberg oder so. Wenn solche Leute, also da geht es ja darum, die rechtlichen Möglichkeiten haben, sich möglicherweise solchen Verhören zu entziehen und dem kannst du dich nicht mehr entziehen.

Da geht es dann darum, du kommst jetzt und antwortest mal auf unsere Fragen. Keine Ausreden. Ist notiert. Und vor ihm liegen hunderte Seiten von internen E-Mails, die beweisen sollen, was er eigentlich über die letzten Jahre in seiner Fabrik gemacht hat. Und nachdem er vereidigt ist und die Abgeordneten anfangen ihn zu verhören, schweigt er.

Er beruft sich eigentlich bei jeder Frage auf den fünften Zusatzartikel der Verfassung. Das ist das Auskunftsverweigerungsrecht zur Vermeidung von Selbstbelastung. Das ist, hat man vielleicht auch schon mal in den Nachrichten gehört, wenn Leute sagen, I plead the fifth. Damit kannst du dich diesem Sabina dann am Ende wieder entziehen.

Also du musst schon auftauchen, du kannst aber immer wieder sagen, I plead the fifth, I plead the fifth. Das nimmt teilweise wirklich absurde Züge an, dass Leute, die dann da verhört werden, über zwei Stunden immer wieder sagen, I plead the fifth. Das hat am Ende sogar fast eine gewisse Komik, wenn es nicht so traurig wäre.

Aber Stuart Pernell schweigt. Und wenn wir jetzt herausfinden, was er in seiner Fabrik da verbrochen hat, ist das auch nicht ganz überraschend. Denn, ich habe es ja schon angedeutet, neun Menschen sind nachweislich gestorben in diesem Skandal. Und eine dieser Personen ist Shirley Armour. Ihr Sohn Jeff Armour sitzt auch an diesem Tag im Repräsentantenhaus im Publikum und hört Stuart Palmer zu, wie er immer wieder sagt, I bleed the fifth.

Der Tod seiner Mutter hat ihn lange mitgenommen. Er sagt selber aus, dass seine Mutter qualvoll an Salmonellen gestorben ist. Die Angst in ihrem Gesicht bei ihrem Tod wird ihn ein Leben lang verfolgen. Es wird also klar, dass dieser Fall, dieser Salmonellen-Skandal nichts Abstraktes war, sondern Menschen wirklich unter schlimmsten Umständen gestorben sind.

Springen wir mal zurück. Ein gutes halbes Jahr in den Sommer 2008. Damals erkranken im ganzen Land Menschen an heftigen Magen-Darm-Symptomen. Wirklich von Babys, Senioren, völlig gesunde Erwachsene war alles dabei. Und die CDC, das Center for Disease Control and Prevention, fängt an mit den lokalen Behörden herauszufinden, was da eigentlich passiert ist.

Die Arbeit erstreckt sich über 46 Bundesstaaten hinweg und dauert fast ein halbes Jahr. Zusammen mit lokalen Behörden versuchen sie herauszufinden, wo die Ursache für diese Erkrankungen liegt. Und sie schauen als erstes, was die Menschen verbinden, die erkrankt sind. Und sie finden heraus, dass sie alle unterschiedliche Kekse, Eiscremes und Snacks gegessen haben, die Erdnusspaste enthalten haben.

Von da ausgehend finden sie dann den Verursacher des Ganzen. Und das ist die Peanut Corporation of America, die diese Erdnusspaste an hunderte von Lebensmittelherstellern geliefert hat. So nach gut einem halben Jahr Recherche laufen dann Anfang 2009 alle Fäden zusammen an einem Ort in Blakely, Georgia.

Denn hier, an der Grenze zu Alabama, sitzt die Peanut Corporation of America. Und Blakely, Georgia wird auch als Peanut Capital of the World bezeichnet. Ich habe überlegt, ob ich dir ein Foto von der Gegend zeige. Aber die Gegend ist so langweilig. Es sind wirklich, also die Fotos sind alles Felder. Bisschen Wald dazwischen Feldern. Also wenn ich dir das jetzt gezeigt hätte und gesagt hätte, beschreibt das mal, jetzt so gesagt, ja, das ist ein Feld und eigentlich ist ein Wald.

Deswegen habe ich das jetzt nicht mitgebracht, das Bild. Ich hätte das vielleicht schon ein bisschen blumiger beschrieben. Nee, das sind so ungefähr deine Beschreibungen. So auf dem Niveau bewegt wir uns da oft. Es ist eine sehr ländliche Gegend. Man könnte sagen idyllisch, weiß ich nicht. Ich finde es relativ unspektakulär. Aber es ist eben viel Raum für den Anbau von Erdnüssen.

Und in dieser Gegend steht die Fabrik der Peanut Corporation of America. Und was natürlich die CDC zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, was sie aber bald herausfinden werden, ist, dass in dieser Fabrik nicht nur ein unerträglicher Druck herrschte. Also die billigen Arbeitskräfte müssen an veralteten Maschinen arbeiten, schnell arbeiten.

Es gibt ein Verbot von Produktionspausen. Also es wird durchgerattert unter den härtesten Arbeitsbedingungen. Und diese Fabrik hat noch ein Problem. Sie ist undicht. Bei Regen tropft Regenwasser auf die Erdnussproduktionslinien. Überall gibt es Kutspuren von Ratten, also in der Nähe der Röstanlagen und der Kühlanlagen.

Diese ganze Fabrik ist quasi ein perfekter Nährboden für Bakterien. Genau hier werden täglich Tonnen von Erdnusspaste gemahlen. Aber wie konnte das jahrelang niemand auffallen? Und der Hintergrund sind hier sogenannte Certificates of Analysis, COAs, also es sind quasi Reinheitszertifikate, die Großabnehmer wie Kellogg's verlangen vor jeder Lieferung, die quasi bestätigen, dass das Lebensmittel, was da verkauft wird, sauber ist und keine Belastung in jegliche Richtungen hat.

Also diese Dokumente belegen quasi, dass die Charge, die man kauft, negativ auf Salmonellen und andere Erreger getestet wurde. Ohne COA gibt es keine Abnahme, kaufen die Firmen das Lebensmittel nicht. Nur, um Laborkosten zu sparen und auch Wartezeiten, wurden diese COAs bei der Peanut Corporation of America frei erfunden.

Es wurden Briefköpfe gefälscht, fiktive Daten eingetragen, saubere Ware vorgetäuscht. Und wenn man dann mal da Bohrtests durchgeführt hat und die positiv auf Salmonellen angeschlagen haben, dann wurde die Ware trotzdem verpackt. Die positiven Befunde wurden gezielt vernichtet oder einfach ignoriert. Teilweise wurde auch so lange nachgetestet, bis man irgendwann ein negatives Zertifikat auf dem Papier stehen hatte.

Ich habe es ja schon angedeutet, es gab in dieser Fabrik keine Produktionspausen. Es war am Ende einfach pure wirtschaftliche Gier. Stuart Parnell weigerte sich, finanzielle Verluste hinzunehmen, sowohl durch stillstehende Bänder, durch vernichtete Ware, aber auch durch Reparaturen, und diese Fabrik irgendwie wieder auf Vordermann und Vorderfrau zu bringen.

Stuart Parnell wird immer wieder so ein bisschen als eiskalter Herrscher beschrieben über das Familienunternehmen. Also er hat das Unternehmen von seinem Vater geerbt. Und für ihn war Lebensmittelsicherheit ehrlich gesagt kein Thema, sondern das war ein teures Hindernis im Produktionsfluss. Aber er war nicht allein in dieser Firma. Er hat das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Michael Parnell geführt.

Michael war dabei eher für die Logistik zuständig, also er agierte als eine Art Broker. Er war das logistische Bindeglied zwischen der Fabrik, zwischen den Kunden und hat den Transport der wissenschaftlich falsch dergelerierten Ware über Bundesstaatgrenzen hinweg organisiert. Neben den beiden Brüdern gibt es dann in der Firma auch noch Mary Wilkinson, die in dem Werk für die Qualitätskontrolle zuständig war und den beiden Brüdern quasi blind gefolgt ist.

Aber da sind ja auch noch ein paar andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewesen, die... Richtig. Und die werden tatsächlich jetzt im Laufe der Ermittlungen relevant. Denn Anfang 2009 stürmen FDA-Inspektoren und FBI-Agenten das Werk in Blakely. Mary Wilkinson und Stuart Parnell versuchen noch, die Beamten mit falschen Angaben in die Irre zu führen und die Missstände irgendwie zu vertuschen.

Aber die Bundesbehörden bauen in den nächsten Tagen so einen massiven Druck auf, dass das nicht mehr funktioniert. Und du hast es gerade schon angesprochen, im Werk gab es natürlich noch viele andere. Die Betriebsleiter Samuel Leitze und Daniel Kilgore erkennen ihre ausweglose Lage an in diesem Fall und geben nach.

Die beiden werden zu den Kronzeugen im Fall gegen die Peanut Corporation of America. Sie brechen ihr Schweigen, bekennen sich schuldig und liefern den Ermittlern die wichtigsten internen Dokumente und E-Mails. Also das ist das, was Stuart Parnell dann bei der Anhörung auch vorliegt, auf das er bezugnehmen soll oder antworten soll.

Viele Jahre passiert darauf hingehend erstmal nichts, also die Fabrik wird natürlich geschlossen, das wird nicht weiter produziert. Und im Sommer 2014, also gut fünf Jahre nach diesen Ermittlungen, kommt es dann in Albany in Georgia zu einem Mammutprozess. Insgesamt 34 Verhandlungstage gibt es über sieben Wochen hinweg.

Es werden 45 Zeugen befragt, es gibt über 1000 Beweisdokumente und die zeigen eigentlich das ganze Ausmaß. des Betrugs. Die Verteidigung versucht zwar noch alles als tragischen Unfall darzustellen, als bedauerliches Versehen in der Lieferkette, und auch Stuarts Tochter Grey Parnell tritt als Zeugin auf und sie versucht zu beteuern, dass die ganze Familie die Erdnussbutter gegessen hat und niemand ist krank geworden und niemand hat irgendwie gedacht, dass es da eine Gefahr gibt.

Aber die Dokumente, die vorliegen, sind so belastend, dass es da keinen Ausweg mehr gibt. Also all das, was ich vorhin beschrieben habe, diese Missstände in der Fabrik und vor allem das wissentliche Vertuschen der Salmonellenfälle, das ist das, was Stuart Parnell und seinen Mitangeklagten am Ende zum Verhängnis wird.

Weil das lässt sich in diesen Unterlagen belegen. Sie wussten, dass die Paste mit Salmonellen belastet war. Und sie haben es trotzdem rausgeschickt. Wissentlich. Ja, und Dokumente noch gefälscht und gesagt, dass die Sachen sauber sind. Das ist ja wirklich, da ist nicht nur ein Scheißen auf Qualitätskontrollen, da ist Betrug, da ist irgendwie arbeitsrechtlich auch einiges, was schiefläuft in der Firma.

Also das ist ja wirklich auf allen Ebenen da kriminell. Richtig, richtig. Und das sieht die Jury dann auch so an. Und am 19. September 2014 kommt es zu einem Urteil. Stuart Parnell wird in fast allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Also für die Verschwörung, für den Betrug und für den Vertrieb verfälschter Lebensmittel.

Auch Michael Parnell und Mary Wilkinson teilen sein Schicksal und werden ebenfalls verurteilt. Und die Urteile, die hier ausgesprochen werden, sind wirklich enorm. Also zu Stuart Parnell kommen wir gleich, aber sein Bruder Michael Parnell erhält 20 Jahre Haft plus 3 Jahre Bewertung plus 3 Jahre Bewährung.

Mary Wilkinson bekommt 5 Jahre Haft und 2 Jahre Bewährung. Und die beiden Betriebsleiter, die als Kronzeugen dienten, bekommen auch eine Haftstrafe. Also Daniel Kilgore erhält sechs Jahre Haft und sein Kollege Samuel Leitze etwas weniger als drei Jahre. Das finde ich ehrlich gesagt dafür, dass die Kronzeugen waren, auch echt viel.

Sechs Jahre und drei Jahre. Ja, nur im Vergleich dann zu den 20 Jahren auch wieder nicht. Und wenn man überlegt, dass neun Menschen gestorben sind und sie auch alles wussten und mitgetragen haben. Also ich weiß nicht, wir sind ja immer in so einer Situation hier, dass wir uns überlegen, ist das jetzt viel, ist das jetzt wenig?

In dem Fall dafür, wie viele Menschen gestorben sind und wie viel kriminelle Energie da jahrelang existiert hat, finde ich das ehrlich gesagt. Auch wenn sie Kronzeugen waren, nicht so viel. Stuart Pennell, der Chef des Ganzen, wird zu 28 Jahren Haft verurteilt. Das ist die härteste Strafe, die in den USA jemals wegen einer Lebensmittelverunreinigung verhängt wurde.

Und er stellt zwar nach meinem Antrag auf vorzeitige Entlassung, die wird aber abgelehnt. Und damit ist klar, Stuart Pennell wird quasi sein gesamtes Leben in Haft verbringen. Er wird irgendwann in seinen späten 80ern dann aus dem Gefängnis entlassen werden, aber... Er wird quasi sein restliches Leben hinter Gittern verbringen.

Was in dem ganzen Fall, finde ich, auch noch relativ bewegend ist, ist, dass es für die Opfer keine Entschädigung gibt. Da das Unternehmen komplett pleite ist und vollständig liquidiert, gibt es niemand oder nichts, das Entschädigung zahlen könnte. Das heißt, die Opfer müssen sich damit zufriedengeben, dass der Mann, der all das zu verantworten hat, quasi lebenslang hintergetan ist.

Ich denke mir gerade, wenn die so große Kunden wie Kellogg's beliefert haben, kann man fast vielleicht von Glück sprechen, dass nicht noch mehr Leute gestorben sind, oder? Also das muss ja viele, viele Küchen Amerikas erreicht haben, das Produkt in unterschiedlich verarbeiteten Lebensmitteln dann. Da kann man vielleicht von Glück sprechen, dass nicht noch mehr passiert ist.

Es wird wahrscheinlich nicht jede Charge verunreinigt gewesen sein. Nee, natürlich nicht. Aber es gab genügend, bei denen die Dokumente gefälscht wurden und die wissentlich auf den Markt gebracht wurden. Dieser Fall erschüttert die amerikanische Bevölkerung und sorgt am Ende auch dafür, dass die Lebensmittelüberwachung in den USA überarbeitet wird.

Barack Obama unterzeichnet am 4. Januar 2011 den Food Safety Modernization Act, und reformiert damit die Lebensmittelsicherheit der FDA grundlegend. Das war der Fall, der Peanut Corporation of America, der für mich ein Fall war, der es nicht geschafft hat, weil ich fand, in der Aufarbeitung hat sich das Ganze nicht für eine ganze Folge, gelohnt. Tatsächlich war ich eher in der Vorbereitung auf die Folge.

Ich habe so in zwei Folgen oder in zwei Themen so ein bisschen reinrecherchiert, weil ich hier auf meinem Zettel hatte und mir dachte, das wäre mal ein Fall, der es nicht geschafft hat. Da habe ich so ein bisschen reingearbeitet und dann gemerkt. Hä, das ist ja eine ganze Folge. Das heißt, auf dem Weg hierhin habe ich eigentlich meine nächsten zwei Folgen schon jetzt all vorbereitet, weil ich gemerkt habe, nee, nee, nee, die sind ja viel größer, da passiert ja viel mehr, da müssen wir richtig reingehen.

Also, Lili, du kannst dich freuen, da kommt was und möglicherweise mal wieder ein Lebensmittelskandal. Habe ich nochmal einen. Einen sehr süßen Lebensmittelskandal. Ich habe auch noch eine komplett mit weirdes Side-Info, falls sie dich interessiert, und zwar über Michael Purnell, über den Bruder von Stuart.

Der sitzt mittlerweile in Fort Dix, im Bundesgefängnis in Fort Dix, New Jersey, ein, wo auch P. Diddy sitzt. Siehste mal. Ach, guck. Ja, gucke mal an. Dann werden die sich wahrscheinlich kennen. Höchstwahrscheinlich, ja. Also, ob das für ihn jetzt zum Vorteil ist oder nicht, lassen wir mal dahingestellt.

Das war mein Fall, der es für diese Woche nicht geschafft hat. Und damit wäre die gemischte Platte für mich tatsächlich auch durch für diese Woche, Lilly. Oder gibt es noch was, was du ansprechen möchtest? Vielleicht kann ich von meinem herrlichen Erlebnis berichten, was ich letztes Wochenende hatte.

Ich habe eine kleine Tour nach Brandenburg gemacht. Und allgemein will ich nochmal sagen, es ist einfach schön, mal aufs Land zu fahren. Ich mache das viel zu selten. Und erstens habe ich einen Ort entdeckt, der so ähnlich heißt wie ich. Und zwar Temmen, also wie mein Nachnamen mit N. Wirklich? Da habe ich auch schöne Fotos am Ortsschild gemacht. Es gab süße Hofläden und Cafés und viele Seen.

Also es gibt ja wirklich einfach auch so viele schöne Seen um Berlin. Das war herrlich. Und dann waren wir in einem Restaurant. Das hatten wir einer Freundin zum Geburtstag geschenkt. Das heißt Park. Park mit G geschrieben. Das ist von zwei Berliner Gastronomen eröffnet worden. ein sogenanntes, nicht Farm-to-Table, weil es keine Farm gibt, aber Garden-to-Table.

Es gibt einen riesigen Gemüsegarten. Und diese beiden, die hier in Berlin ein sehr erfolgreiches Restaurant geführt haben oder immer noch führen, ich glaube, es soll schließen. Sie werden sicherlich irgendwas anderes aufmachen, haben da eben in den Sommermonaten übers Wochenende immer ein Fine-Dining-Restaurant im Grünen.

Aufgemacht und das Essen war so lecker, Leute. Es gibt fantastische Weine, wenn ihr gerne Weine trinkt, auch Naturweine, aber auch unalkoholische leckere Getränke. Es gibt einen hauseigenen Hund namens Pino, einen Golden Retriever, der natürlich direkt alle verzaubert hat. Es ist einfach wunderschön. Das kann ich wärmstens empfehlen.

Ich glaube, die Saison ist jetzt irgendwann auch vorbei. Die müsste jetzt irgendwann vorbei sein, aber das kann man sich für nächstes ist ja merken, man muss eh früh sein mit den Reservierungen, weil man sonst keinen Platz mehr bekommt. Und dann kann man ja gleich ein ganzes Wochenende, Ausflügchen vielleicht in Brandenburg gestalten, weil der Weg schon so eine Stunde 20, eine Stunde 30 ungefähr dauert.

Aber das war wirklich wunderschön und das möchte ich allen empfehlen, die sich mal im Raum Brandenburg aufhalten, im Norden von Berlin. Das kann ich noch berichten. Das war ein schöner Bericht. Schöner Wochenendsbericht. Ich muss gerade bei Temmen daran denken, dass ich in Schweden mal in einem Dorf Floh war.

Ich sage sowas ist doch immer, ah, da freut man sich immer wie so ein kleines Kind, oder? Da habe ich auch viele Bilder am Ortseingangsschild gemacht. Vor allem ist Flo wirklich, besteht aus so zwei Straßen, die sich kreuzen und vier Häusern. Mehr ist das nicht. Mehr ist es nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich hätte am liebsten vor allen Schildern, die dann meinen Namen beinhaltet haben, angehalten. Also vor dem Café, vor dem Hofladen, vor, ich weiß nicht, auf einmal hieß alles Temmen, Temmen, Temmen, Temmen. Aber ich wollte die anderen nicht nerven. Und außerdem war ich noch auf einer Motto-Party und da möchte ich noch mal den Tipp mitgeben, schmeißt mehr Motto-Partys.

Es muss ja nichts Aufwendiges und Aufregendes sein, aber ich finde das immer witzig. Ich war auch schon mal auf einer Motto-Party, da war das Motto Mittelscheitel und erst dachte ich, was soll das denn für ein Motto sein? Vor allen Dingen für mich, ich trage ja Mittelscheitel, war das jetzt nicht so besonders, aber Leute, die keinen Mittelscheitel tragen und dann auf einmal einen tragen müssen.

Das könnt ihr euch ja vorstellen, wie das dann vielleicht ausgesehen hat. Und das war fantastisch. Und jetzt am Wochenende war das Motto ein bisschen aufwendiger. Aber allein schon die Tatsache, dass sich dann alle ... Was war denn das Motto? A bigger splash, war das Motto. Also so ein bisschen ... Ich habe es jetzt so interpretiert, so 70er-Jahre, 80er-Pool-Party in Hollywood.

Also so echt Gas geben, was die Outfits angeht. Viel Glitzer, viel Waller-Waller-Sachen. Die Männer sahen alle aus ein bisschen wie so Dandys, würde ich jetzt sagen. Das ist cool. Also ich finde das einfach, ich finde das irgendwie witzig. Das verbindet einen auch direkt. Da kommt man auch einfach mit unbekannten Leuten schnell ins Gespräch. Ja, ja.

Motto-Partys, ja okay, dann macht man wieder Motto-Partys. Macht man wieder Motto-Partys. Macht Motto-Partys. Dann würde ich sagen, berichte ich auch noch von meinem Wochenende, oder? Weil wenn wir jetzt hier schon gemütlich zusammensitzen. Ja, wir waren gestern, also für euch jetzt letztes Wochenende, das ist so ein bisschen antizyklisch, aber wir waren in Brooklyn.

Wir waren erst bei einem Spiel der Brooklyn Liberties bei der WNBA-Mannschaft, von New York, was sehr cool war. Der WNBA-Mannschaft, was heißt das? Also Frauenbasketball. Ah, okay. Lange Rede, kurzer Sinn, wir waren bei dem Spiel, es war sehr cool. Danach waren wir noch was essen mit Freunden. Und es war wirklich gefühlt der letzte Tag des Sommers. Die Leute sind ausgerastet dort. Wir waren in einer Ecke, wir waren dann auf einmal in so einem Park, wo es eine große Michael-Jackson-Party gab.

War das denn Todestag oder Geburtstag? Irgendwas war dann jetzt vor x Jahren. Und da waren 100.000, nicht 100.000, aber wirklich eine unfassbare Menge an Menschen, die man dachte so, feiern wir Michael Jackson noch im Jahr 2026? Scheinbar, organisiert von Spike Lee und Spike Lee sehe ich ja eh gefühlt öfters als meine Eltern, weil der immer irgendwo ständig rumspringt und dann wollten wir zu so einer Weinbar gehen, da wollten wir uns treffen. Lee, das habe ich noch nie gesehen.

Das war in so einer Ecke, da waren ungelogen bestimmt 500 Menschen davor, die alle dort irgendwie sich so Wein geholt haben und mit ihren Flaschen auf der Straße standen. Es war Wahnsinn. Ein sogenannter Hypespot? Ja, der dann aber auch noch mal so durch diese nahegelegene Michael-Jackson-Party noch mal irgendwie so hochgejazzt wurde.

Oh Gott. Da zum Beispiel würde ich sagen, war das dann auch eine Motto-Party? Die Michael-Jackson-Party? Ja, aber die war nicht verkleidet. Also da war jetzt niemand irgendwie so mit weißen Heimschuhen oder so als Michael-Jackson verkleidet, sondern da lief halt irgendwie Michael-Jackson-Musik die ganze Zeit.

Und dann waren wir aber in einem sehr leckeren lateinamerikanischen Restaurant, essen. Colonia Verde hieß das. Kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen Und es war ein wunderschöner Abend Falls ihr mal in Brooklyn seid, Leute Also einfach auch. Irgendjemand ist schon immer mal da, Ja. Du warst auch schon mal da. Das stimmt. Und dann hättest du dich gefreut.

Das stimmt. Das stimmt. 100 Prozent. Also, das war mein Wochenende. Und danach war der Sonntag so richtig oll, muss ich sagen. Der Sonntag war richtig oll. Aber die Tage gibt es auch immer. Oll im Sinne von, da wurde rumgelungert oder der war doof? Ja, so beides. Rumgelungert, aber auch so weg, so durch. Es war so, nichts war irgendwie so richtig geil. Einfach so, so ein bisschen meh.

Mäh. Okay. Ja. Einen Tag zum Vergessen. Einen Tag zum Vergessen. Ja, aber jetzt sind wir ja wieder hier und die neue Woche startet bald für euch, für uns heute. Das ist ganz cool, wir müssen irgendwie einen Weg finden, wie wir mit dieser Zeitdifferenz umgehen. Dass, wenn ihr das hört, ja ein anderer Tag ist, als wenn wir aufnehmen.

Naja, wir gehen doch offen damit um. Sehr offen. Sollen wir immer so tun, als sollen wir immer von heute sprechen und, nee. Heute ist Montag, bei mir 12.17 Uhr und bei Lilly 18.17 Uhr. Bei mir 18.17 Uhr, ja. Ja, das heißt, Lilly geht jetzt in den Moment. Deswegen mache ich jetzt gleich einen schönen Feierabend und ich werde heute Kartoffelpüree mit Sauerkraut. Sauerkraut essen.

Oh, ich habe auch noch gepackt Sauerkraut. Unten im Kühlschrankfach. Aber es ist doch zu warm für eben genau das Gericht. Ja, hier herbstet es. Ja, ich freue mich schon. Es ist zwar noch ein bisschen warm, aber irgendwie ist der Herbst hier schon eingekehrt. Dem werde ich aber entgegenwirken, denn ich werde ja nochmal nach Marseille fahren.

Jetzt die Tage, wenn ihr diese Folge hört, da werde ich nochmal schön Südfrankreich mitnehmen und dann mal ein bisschen Sommerurlaub machen und dann ... Dann bin ich bereit für den Tag. Dann werden die Fensterlehnen runtergelassen und dann ist Winter. Richtig. Dann wird Gimmergirls geguckt, Tee getrunken, Bademantel angezogen und dann wird richtig einer abgekuschelt.

Damit entlassen wir euch ins kuschelige Wochenende und ich möchte noch mal betonen, schickt uns eure Foodcrimes gerne per Sprachnachricht. Da laufen wir gerade ein bisschen auf dem Trocknen. Schickt gerne eure Foodcrimes per Sprachnachricht auf der Website oder bei Instagram. Ist das möglich? Also eure persönlichen Foodcrimes, nicht Fälle. Die Fälle könnt ihr Aber es geht jetzt darum, dass wir eure Stimmen hören, eure lieblichen Stimmen und ihr uns erzählt, was für euch foodtechnisch wirklich gar nicht geht. Richtig.

Salut, ça va, à bientôt. Ça va bien, à bientôt und liebe Grüße. Das Food Safety Modernization. Den Food Safety Model, den Food Safety Model, den Food Safety Model, oh Alter. Den Food Safety Modernization Act und reformiert damit die Lebensmittelsicherheit der FDA grundlegend.

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