
Food Crimes - Was schmeckt dahinter?
GP9: Absurde historische Gerichte, vergiftete Hipp-Gläser & wieder Wilke-News
Samstag, 8. August 2026 · 41 min
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Shownotes
Diese Platte wird maximal durchgemischt: Lilly erzählt von ihren wunderbaren Begegnungen mit euch auf dem Appletree Garden Festival, bevor es wieder einmal um die Wurst geht. Der Wilke-Prozess hält Neuigkeiten bereit und wird uns – so wie es aussieht – auch noch eine ganze Weile begleiten.
Nach diesem kurzen Exkurs widmet sich Flo einem Herzensthema: Die Geschichte des Restaurants. Im Onlinearchiv der New Yorker Bibliothek ist er auf einen Schatz gestoßen, den er unbedingt mit euch teilen muss. Was würde 1852 (!) in einem amerikanischen Hotel gegessen? Er hat die Antwort. Ob Lilly das dann auch essen würde, steht auf einem anderen Blatt.
Zum Abschluss gibt es wieder eine Anschuldigung… äääh Food Crime aus der Community und einen Einblick in den Fall der vergifteten HIPP-Gläser, der Anfang des Jahres durch die Medien ging.
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Flo, was liegt denn heute auf der gemischten Platte? Ein neuer Schwung an Updates im Fall des Wilke-Prozesses, eine bunte Auswahl historischer Restaurantgerichte und der Fall der vergifteten Hip-Gläser. Historische Restaurantgerichte? Das finde ich toll. Das erinnert mich direkt an unsere Titanic-Folge.
Ja, die Richtung geht so ein bisschen. Cool. Du musst das Intro noch machen. Ach so, Entschuldigung. Das ist die gemischte Platte. Was schmeckt dahinter? Mit Lili Temmel und Florian Reza. Damit das hier alles seine Richtigkeit hat. Ja, es tut mir leid. Das war jetzt hier ein Gewurschtel. I'm sorry. Aber heute ist auch alles anders, weil mein Internet funktioniert nicht.
Das heißt, wir sehen uns, glaube ich, wirklich zum allerersten Mal nicht bei einer Aufnahme. Ja, das ist ganz ungewohnt. Wir nehmen ja nicht immer im gleichen Raum auf, aber wir treffen uns immer online in einem. Videogespräch auf einer Plattform, auf der man Podcasts aufnimmt und das kann heute nicht stattfinden, deswegen spreche ich mit einem WhatsApp-Profilbild.
Was so aussieht wie Florian Reza. Das passt doch. Es ist sowieso, also wir sind wieder an unseren altbekannten Plätzen. Du bist zu Hause, ich bin zu Hause. Es regnet raus. Es ist wirklich ein bisschen Weltuntergangsstimmung. Es ist dunkel, es regnet kein Internet. Es ist eigentlich so ein Tag, wo man sich am liebsten zu Hause einkuscheln möchte und nichts machen möchte.
Du solltest dir einen Tee machen. Du solltest diesen heißen Tee mit beiden Händen fest umschließen, dich in eine Decke murmeln, auf das Fensterbrett setzen und melancholisch in die Ferne blicken. Oder einen gemütlichen Film gucken. Zum Beispiel Notting Hill, aus dem ich das letzte Mal hier zitiert habe.
Das Film Zitat hast du ja nicht verstanden, aber ich habe ein paar Nachrichten bekommen, die mir geschrieben haben, dass sie den Film natürlich verstanden haben beziehungsweise die Referenz auf den Film. Und ich muss es ganz kurz sagen, ich war ja vergangenes Wochenende auf dem Apple Tree Garden Festival.
So, das wäre jetzt nämlich meine Frage gewesen. Und auch da kam, also da muss ich wirklich einmal aus vollstem Herzen sagen Hallo an alle süßen Menschen, die auf mich zugekommen sind und. Sich als Foodcrimes-Hörerinnen und Hörer ausgegeben haben. Und eine oder zwei sogar haben sogar gesagt, dass sie die Notting Hill-Referenz verstanden haben. Wow.
Die sind zu dir an den Bierstand gekommen, um das noch einmal in Persona zu sagen. Ja, das war wirklich zuckersüß. Also ich habe mich sehr gefreut, dass ihr Hallo gesagt habt und freue mich sehr, dass wir uns kurz gesehen haben und kurz kennengelernt haben und ihr hier hoffentlich auch gerade wieder zuhört.
Wie schön, oder? Wie warst du? Was war denn dein Highlight? Also abgesehen von den vielen Leuten, die zu dir gekommen sind. Also musikalisch, und das muss ich ganz kurz sagen, dieses Festival, Apple Tree Garden Festival, ist kein riesiges Festival, vielleicht so 7000 Leute. Ach, wenig, krass, okay. Ja, relativ klein, also glaube ich jedenfalls, dass das ungefähr so die Besucheranzahl ist.
Und man kann sich sicher sein, dass wenn man beim Line-Up nicht denkt, wow, so mein Lieblingskünstler, meine Lieblingskünstlerin kommt, dass man irgendwen neu entdecken wird. Weil die wirklich ein super Booking haben und so war es auch dieses Jahr. Und zwar habe ich das Konzert der Band Prismala, ich weiß gerade nicht so richtig, wie man sie ausspricht, gehört und gesehen.
Eine Band wohl aus Berlin, die mich irgendwie voll umgehauen haben und die auch einfach super cute waren, so von ihrer Art. Dann haben wir so in der Runde, ich war ja mit vielen Friends da, haben wir so in der Runde gesagt, dass sie irgendwie…, Unser Highlights sind musikalisch und dann kamen wir ins Zelt zurück und dann lag auf unserer Luftmatratze die Platte dieser Band, signiert mit einer kleinen Widmung, weil jemand, aus unserer Freundesgruppe, Markus, ich kann ihn ja auch einfach mal nennen, hey Markus, das war so eine süße Überraschung, da haben wir uns mega drüber gefreut.
Jetzt habe ich diese Platte mit einer Widmung. Letztes Jahr bin ich ja auch mit einer Platte, mit einer Widmung nach Hause gekommen. Und zwar von Shoutout Louds. Dieses Jahr von Prismala. Und ich werde safe auf ein Konzert hier in Berlin gehen, weil die wirklich richtig cool waren. Und die haben sich dann auch noch die Tage danach auf dem Festival rumgetrieben.
Das heißt, ich habe sie noch mal sehen können und ihnen auch noch mal persönlich sagen können, wie toll ihre Musik war. Also das war mein musikalisches Highlight. Noch nie gehört. Nee, ich schicke dir mal was. Die sind auch noch gar nicht so groß und bekannt. Packen wir auf die Website. Packen wir auf die Website. So eine Hörempfehlung.
Und dann so zwischenmenschlich einfach war es so total cool, dass so viele Freundinnen und Freunde von mir da waren und wir halt diese Bierbar, diese eine, es gab mehrere, aber wir haben halt eine Bierbar zusammengeschmissen. Bier eins, nur Bier. Das war wirklich schön, auch ultra anstrengend, weil man dann halt doch da jeden Tag irgendwie fünf, sechs Stunden an dieser Theke arbeitet.
Aber das war total toll. Und dann durfte ich auf so einen, ja wie heißen diese Geräte? Wie so einen Kran. Ich habe gerade den Fachbegriff dafür nicht parat. Ich durfte wie auf so einen Kran und durfte über das ganze Festivalgelände drüber blicken. Das war auch ganz schön. Das hat mir wiederum meine gute Freundin Georgia, die ich an dieser Stelle auch erwähnen möchte, möglich gemacht.
Also ich hatte viele Highlights. Es war wirklich toll. Und dafür, dass ich wirklich wenig geschlafen habe und... Das ein oder andere Bier zu viel getrunken habe, geht es mir heute erstaunlich gut. Es ist ein Tag nach Festival und es geht mir erstaunlich gut. Ist das nicht toll? Vielleicht bist du noch so gehypt und es bricht morgen ein möglicherweise?
Könnte sein. Es könnte auch sein, dass mich die Rückfahrt gestern schon so gebrochen hat bei der Hitze, dass ich fertig bin. Aber wir haben dann auf dem Rückweg kurz vor Berlin nochmal Halt gemacht und sind nackt in einen See gesprungen. Das hat alle meine Lebensgeister wieder erweckt. Und ja, so, ich bin beseelt und mir geht es gut. Wie geht es dir denn?
Mir geht es eigentlich auch ganz gut. Ich bin wieder zu Hause, zurück aus Deutschland. Die Rückreise war überraschend okay. Frankie und ich haben es überlebt. Und jetzt geht es am Mittwoch nochmal für fünf Tage auf die Reise nach Virginia und nach Missouri. Du weißt, glaube ich, was da für mich passiert. Ich weiß es noch nicht.
Das ist jetzt mal wieder so eine Situation im Berufsleben von Flo und mir, in dem ich für den Inhalt zuständig bin, den Flo dann drehen muss. Flo ist dann vor der Kamera. Gut zu wissen, an wen ich mich da beschweren kann. Ja, kannst du dich unter anderem bei mir dann drüber beschweren. Und da haben wir uns zwei Challenges für ihn überlegt, die in den USA stattfinden.
Und die muss er diese Woche meistern. Für das große ZDF-Besseresser-Format Lege vs. Reza. Richtig. Wo, ich schaue auf den Kalender, am Dienstag die erste Folge lief, die ihr euch im ZDF-Streaming-Portal sicher anschauen könnt. Ansonsten, ja, ich freue mich, weil ich war noch nie in Virginia. Ich war noch nie in Missouri und das ist Springfield, Missouri.
Das ist ja wirklich im Nichts. Ich bin so gespannt, was da passiert. Ich freue mich auf die Reise, auch wenn es anstrengend wird, glaube ich, weil nach Springfield kommt man nur mit immer umsteigen. Also das wird eine lange, anstrengende Reise, aber trotzdem, ich freue mich. Und dann kehrt ihr erst mal ein bisschen Ruhe ein und dann...
Ja, ihr bekommt das ja eh alles hier mit. Oh, was auch noch neu ist. Ihr merkt, heute ist ein bisschen, wir haben viel zu bereden, weil wir haben uns beide lange nicht gehört. Und die gemischte Platte ist auch dafür da, dass wir hier so ein bisschen buntes Potpourri auffahren. Wir haben ja vor ein paar Wochen über die Odyssey gesprochen.
Und Lilly, ich habe jetzt den Trigger gepullt. Am 21. August haben wir Tickets für die Aufführung, von der ich dir erzählt habe, in King of Prussia, wo es diesen IMAX 70mm Film zu sehen gibt. Und du wirst endlich die Stadt King of Prussia kennenlernen. Stand ja auch schon lange auf deiner Bucketlist.
Richtig. Wo ich jetzt erfahren habe, da ist die größte Mall der Ostküste. Irgendwie sowas. Dann passt es aber doch komplett zum Kino. Also zu der Line 70mm. Das passt doch perfekt. Richtig. Also da werde ich in ein paar Wochen dann auch drüber berichten, ob das irgendwie besonders und special war. Auf jeden Fall haben wir da jetzt erstmal Karten und ich freue mich.
Das waren jetzt mal unsere persönlichen Sachen. Dann möchte ich zu einer Mail kommen und zwar zu einer Klugscheißer-Mail von Regina. Sie sagt selber Klugscheißer-Mail, weil wir ja darüber gesprochen haben, dass wir Klugscheißer mögen und sie hat sich ein Herz genommen und gesagt, da muss sie jetzt mal wirklich Klugscheißen.
Und zwar geht es darum, dass wir beide, ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist, wir sagen beide sehr oft anscheinend und scheinbar. Mir ist das selber aufgefallen, weil ich beim Schneiden oft denke, jetzt sage ich schon wieder scheinbar und mich nervt das so ein bisschen, weil das ist für mich so ein Füllwort wie am oft.
Ich weiß nicht, ob dir das schon mal aufgefallen ist. Nee, weil wenn du das mal rausschneidest, oder schneidest du das gar nicht raus? Naja, oft geht's nicht, weil das irgendwie so durchfließt. So ein M ist ja oft abgesetzter. Sonst hätte sie uns ja gar nicht geschrieben. Ah nee, ist mir noch nicht aufgefallen, aber dann werde ich mal darauf achten.
Aber jetzt bin ich gespannt, wohin die Reise jetzt geht. Ja, also die Reise geht dahin, dass sie das, ich will jetzt nicht sagen, nervt, aber schon so ein bisschen irritierend findet, weil scheinbar und anscheinend unterschiedliche Bedeutungen haben. Und das wusste ich wirklich auch nicht. Also danke, Regina, für den Hinweis.
Anscheinend bedeutet, es wirkt so und es ist vermutlich auch so. Und scheinbar bedeutet, es wirkt so, aber der Eindruck täuscht. Und das ist natürlich im Rahmen eines True Crime Podcasts eine relativ wichtige Anmerkung. Wenn man sagt, es wirkt so und ist aber falsch und es wirkt so. Es ist wahrscheinlich so. Das macht natürlich einen großen Unterschied.
Das heißt, ich werde mir das hier groß irgendwo antackern, weil das ist so wie mit das Gleiche und dasselbe. Ich habe da wirklich eine Schwierigkeit, das auseinanderzuhalten. Jetzt kannst du neben deinen Wandtattoos Cappuccino und Capodium kannst du das jetzt kleben. Richtig und home. Ja. Deswegen ist das was, was mir einfach so rausrutscht und ich muss mir das wirklich ein bisschen drauf schaffen, weil das wusste ich nicht. Ich auch nicht.
Da gibt es scheinbar einen Unterschied. Also danke Regina. Da gibt es anscheinend einen Unterschied, wäre richtig. Da gibt es anscheinend einen Unterschied. Ja. ich werde drauf achten. Da hat Regina scheinbar recht. Also es ist wirklich ... Eine kleine Besonderheit der deutschen Sprache, der wunderbaren, deutschen, vielfältigen Sprache. Danke, Regina. Den ich mir jetzt irgendwie versuche, drauf zu schaffen.
So, wir kommen gleich zum Inhaltlichen. Es ist schon hier. Es wird heute eine lange Folge. Ich hoffe, es regnet jetzt bei euch auch am Wochenende, dass ihr euch die Zeit nehmen könnt. Nee, tatsächlich ist das Wetter ganz gut gerade. Naja, schade. Na gut, dann möchte ich noch einen letzten Hinweis loslassen.
Und zwar einmal, dass natürlich alle Fotos heute wieder auf unserer Webseite zu sehen sind. Ihr könnt dort auch ein Abo abschließen für unseren Steady-Account, wo ihr die Folgen werbefrei hören könnt und ihr bekommt einmal im Monat eine Bonus-Folge und so Richtung Herbst eine Live-Online-Folge. Und mir ist das nochmal wichtig hier zu sagen, dass wir uns natürlich sehr freuen, wenn ihr uns dort unterstützt. Das geht bei 3,50 Euro im Monat los.
Wir wissen aber auch, dass sich das viele Leute nicht leisten können und wir wollen hier niemand ausschließen. Das heißt, wenn ihr irgendwie gerade finanziell sagt, das ist irgendwie nicht drin bei mir, schreibt uns eine kurze Mail, wir finden da eine Lösung. Da gibt es Möglichkeiten für uns. Und jetzt kommen wir mal zum Inhaltlichen. Lili, du hast es ja schon gehört, es geht mal wieder um Wilke.
It's a never ending story. Es ist wirklich eine Never-Ending-Story, weil der Prozess ist ja am Laufen. Und ich habe gesagt, da gibt es vielleicht so Richtung Mitte, Ende August einen Abschluss und danach sieht es so gar nicht aus. Aber mal von vorne. Wir haben eine Mail bekommen von einer Person, die aus der Gegend kommt.
Und die hat uns so ein paar Hintergründe gegeben zu Wilke, die ich noch teilen möchte mit euch, weil das wirklich, spannend ist und nochmal so einen neuen Einblick in den Fall gibt. Die Person möchte lieber anonym bleiben, das kann ich verstehen. Und zwar berichtet die Person, dass sie in den 90ern Familienangehörige hatte, die einen Ferienjob bei Wilke hatten.
Wahrscheinlich so einen Sommerjob. Und selbst damals waren die hygienischen Bedingungen schon so unterirdisch, dass in der Familie klar war, Wilke Produkte kommen hier nicht ins Haus. In der Region wussten viele Menschen schon, was da eigentlich los war, dass Wilke es nicht immer mit der Hygiene hatte, möchte ich sagen.
Das fand ich schon mal spannend. Dann hat sie noch ein paar Hintergründe gegeben zu den Personen, die da gerade auf der Anklagebank sitzen. Die stellvertretende Geschäftsführerin ist mittlerweile Assistenz der Geschäftsführung einer Willinger Hotelkette, schreibt sie. Wie gesagt, ich gebe das hier noch weiter. Das ist alles unter dem Vorbehalt, dass das Informationen sind, die wir nicht verifizieren können.
Warum ich die Informationen hier aber mitgebracht habe, ist, dass ich jetzt vor kurzem auch erst in Willingen in einem Hotel war. Auch wieder für die Outdoor-Challenge für Lege vs. Rätsel. Und ich mir dann so dachte, war ich möglicherweise in diesem Hotel? Weil so viele große Hotels gibt es ja in der Gegend nicht.
Ansonsten hat sie noch, ja weiß ich nicht, also sie hat die Kette nicht genannt. Ach so. Sie hat die Kette nicht genannt. Aber ich dachte mir so, ich war dann relativ nah dran. Das waren so zwei Informationen, die ich hier gerne einmal mitbringen wollte. Kommen wir nochmal zum Prozess. Da hat nämlich gerade letzte, vorletzte Woche, nee, ist schon ein bisschen länger, der Leiter des Veterinäramts Waldeck Frankenberg ausgesagt. Also der Behörde, die für die Überprüfung von Wilke zuständig war.
Und er hat die Entscheidung verteidigt, den Betrieb nicht zu schließen, weil er gesagt hat, ja, es gab immer wieder bauliche und hygienische Mängel. Generell sei das Gebäude in seiner Grundform ja aber alt gewesen. Ja, das stammt ja aus den 1930er Jahren. Und da hätten sich heutige Anforderungen nicht überall vollständig umsetzen lassen.
Fand ich einen spannenden Punkt, muss ich ganz ehrlich sagen. Ja, also ich persönlich und du auch, wir können das ja nicht wirklich einschätzen und verifizieren. Ja, aber wenn das so gewesen ist, dann muss ich sagen, finde ich das irgendwie ein bisschen schwierig, weil mich das Ganze auch so ein bisschen an den Fall erinnert hat, den ich selber miterlebt habe.
Und zwar habe ich, das kann ich glaube ich wirklich erzählen, weil es, die Kette nicht mehr gibt, in Dresden bei einem Pizzalieferservice gearbeitet, wo es auch einmal Probleme gab, weil die Küche einen offenen Durchgang zur Toilette hatte. Also die Küche hatte so einen offenen Durchgang wie so einen Torbogen und dann kam dahinter die Toilette.
Also die Toilette hatte natürlich eine Tür und die Toilette war zu, aber es war ein Problem, dass dieser saubere und unreine Bereich nicht getrennt war. Und das war ja auch ein Problem bei Wilke. Wir erinnern uns an diese Werkstatt, die da war und so weiter. Und da sagt der Leiter des Veterinärams auch, das war jetzt auch kein Grund für eine Schließung.
Und bei diesem Pizzalieferservice war das ein Problem und die haben tatsächlich, weil die keine Tür eingebaut wurden, wurde dieser Laden geschlossen nach einem Jahr. Und dann dachte ich mir, naja, bei so einem kleinen Betrieb, da wird wahrscheinlich ein bisschen härter drauf geschaut, als bei so einem großen Betrieb.
Der für die Region wichtig ist. Und hier wird es nämlich spannend, weil auf die Frage des Gerichts, ob mögliche Folgen einer Schließung für die rund 200 Beschäftigten eine Rolle gespielt hätten, sagt der frühere Behördenleiter, es ist meines Wissens darüber gesprochen worden, aber ich weiß nicht mehr mit wem oder wann.
Und das hat schon ein Geschmäckle. Ja, hundertprozentig. Ja. Und er sagt auch, dass aufgrund von Personalmangel nicht immer alle Kontrollen ordnungsgemäß hätten durchgeführt werden können. Auch das ist a story as old as time. Die Unterbesetzung der prüfenden Behörden. Und so langsam wird klar in diesem Prozess, es wird wirklich länger dauern, weil vor allem die Kausalketten der Todesfälle nachzuzeichnen wirklich dauert.
Also das stellt sich gerade heraus und das Gericht geht davon aus, dass der Prozess eher bis Weihnachten, vielleicht sogar bis Ostern im nächsten Jahr gehen soll. Also, da können wir noch einige gemischte Platten dazu machen. Irgendwann wird das jetzt so ein Running-Gag. Jedes Mal, wenn du eine gemischte Platte aufnimmst oder vorbereitest, hast du News zum Wilke Wurst-Skandal mit dabei.
Ja, also ich würde sagen, wir melden uns jetzt nicht zu jedem Pups-Poops. Sondern schaut einfach, was passiert und was es zu melden gibt und bringen euch dann die Information. Aber das ist gerade der aktuelle Stand, dass ihr das gehört habt und euch nicht denkt, warte mal, da sollte doch jetzt im August was kommen. Nee, noch lange nicht.
Bevor ich zu meinem Fall komme in dieser Woche, der es nicht geschafft hat, die Hip Gläser, habe ich am Anfang schon angedeutet, möchte ich noch ein anderes Thema mit euch besprechen, was mir schon länger irgendwie auf dem Herzen liegt. Und zwar sind das alte Menükarten. Und der Hintergrund ist der, dass ich vor einigen Wochen über eine Website gestolpert bin, die wirklich eine ganz, ganz schöne, absurde Welt aufgemacht hat.
Und zwar habe ich für den Secret Player Tetra Pack, also für einen Clip, den ich für ZDF Besseresser produziert habe, könnt ihr euch auch anschauen, ist ein kleines Herzensprojekt, schaut da doch gerne mal rein. Und da habe ich ein Bild von New York aus den 1930er Jahren gesucht. Und damit das irgendwie rechtefrei ist und irgendwie alles ordentlich ist, habe ich dann bei der New York Public Library gesucht, habe dort auch was gefunden und dann bin ich aber irgendwie über zwei, drei Ecken auf eine Seite gekommen, wo, halte ich fest, Lilly, seit 1843 insgesamt 19.231 Menükarten digitalisiert sind.
Aus dem ganzen Land. Wow, wer macht das? Hast du das auch rausfinden können? Ich denke, das ist eine Bibliotheksarbeit. Ich weiß nicht, ob das alles von der New York Public Library ist oder ob das aus dem ganzen Land zusammengetragen wurde. Aber das ist ja für so kleine Geschichts-Nerds wie mich ein Eldorado.
Und ich dachte mir, ich bringe mal so zwei, drei Gerichte mit, über die wir heute sprechen können. Also das ist auch, wenn euch das interessiert, wenn ihr das spannend findet hier. Das ist eine Serie, die können wir wirklich noch Jahrzehnte weitermachen. Am Ende ist die gemischte Platte nur alte Menükarten und Wilke-Abdämpfe.
Weil ich finde, das ist wirklich, das ist so spannend. Also so allgemein, ich habe durch einige durchgeklickt, es wird sehr viel mit Soßen gearbeitet, französischen Soßen. Das ist eine sehr französisch geprückte Küche, damals so noch 1850 bis 1900. Darauf habe ich mich gerade mal so ein bisschen konzentriert.
Es wird unfassbar viel Schaf verarbeitet, was mich überrascht hat, weil das wird ja heutzutage eigentlich nicht mehr gegessen. Und ebenfalls so ein Klassiker auf den meisten Karten ist Madeira-Wein. Das ist so ein süßlicher, so ein Likörwein mit gut 20 Prozent. Auch das ist was, was wir heutzutage nicht mehr wirklich trinken.
Ja, so Portwein kenne ich nur, ne, als Süßwein. Ja. So wird das ein bisschen sein, nehme ich an. Aber stimmt, es ist irgendwie was, was veraltet ist. Zumindest bei uns, sage ich jetzt mal, ne. Als erstes schicke ich dir einmal die Karte vom West Point Hotel. Das ist ein Hotel, das in Upstate New York, also so ein bisschen nördlich von New York City liegt, am Hudson River.
Ja, schau gerne mal auf die Karte und beschreib mal so ein bisschen, was du siehst und fühlst. Okay, also ich lese... Du merkst, ich bin ganz aufgeregt. Ich finde das so schön, das mit dir zu teilen hier. Ja, das ist auch, also das ist fast 200 Jahre her, ne? Irre. Also ich sehe, das Dokument ist von September 1852.
Also ich sehe, Bill of Fair Breakfast at 8, Dinner at 3... Das klingt so, wie man heutzutage auch wieder Speisekarten schreiben würde eigentlich, ne? Also ganz kurz und knackig, ein Punkt dahinter, das verleiht dem Ganzen irgendwie nochmal so mehr Tiefe und Nachdruck. Dann Boiled Ham, Tang, Chicken Parsley Sauce, Lack of Lamp, Caper Sauce, Lobsters, Corned Beef und Cabbage.
Entree. Also doch, es hat irgendwie ein bisschen was Französisches. Ist alles auf Französisch geschrieben, ne? Also die ganzen Entrees. Taube, Pigeons, ist ja auch französische Spezialität. Habe ich übrigens einmal gegessen und fand es überhaupt nicht lecker. Ich würde es gerne nochmal probieren, aber damals hat das so intensiv fleischig geschmeckt.
Also das war nichts für mich. Also überhaupt nicht so, wie ich erwartet hatte, weil ich dachte, bei so einem Fliegetier würde es vielleicht ein bisschen wie Huhn oder so schmecken, aber das hat wirklich überhaupt nicht so geschmeckt. Ja, aber da sind ganz leckere Sachen drauf. Ja, ich würde gleich auf zwei Sachen, eingehen. Einmal die Macaroni en Timbal und unten bei Puddings and Pastry Blanc Amange. Auf die möchte ich gleich nochmal im Detail eingehen.
Habe ich auch Bilder dabei. Einmal ganz kurz, weil du oben schon gesagt hast, Breakfast at 8, Dinner at 3, Tea at 7. Ich habe mich nämlich gefragt, warum stehen da keine Preise auf der Karte? Ja, hinten sind die Getränke drauf, da gibt es dann Preise. Aber beim Essen ist es nämlich so, und das war mir auch neu, ungefähr bis um die Jahrhundertwende, also 1900, hat man in den USA eigentlich immer gemeinsam gegessen in Hotels.
Also man hat für das Zimmer gezahlt und dann hat man Vollpension gehabt. Das nennt man heute tatsächlich noch American Plan. Und wenn man das Essen à la carte bestellt und das Zimmer separat zahlt, dann hieß das damals und auch heute noch in der Hotelsprache European Plan. Das heißt, man hat das Zimmer einfach bezahlt, man hat dann sich zusammengesetzt und dann gab es das Essen Family Style. Also all das, was du dann siehst, wurde einfach auf den Tisch gestellt und man konnte sich nehmen, was man wollte.
Finde ich eigentlich irgendwie ganz schön. Ja, finde ich auch. Aber ich kann schon verstehen, warum sich das heute oder warum sich das vielleicht langfristig nicht durchgesetzt hat, weil die Individualisierung des Menschen vorangeschritten ist. Naja, egal. Aber dann sag mal, warum du auf diese beiden Gerichte zu sprechen kommen wolltest, weil bei Mac Macaroni ist übrigens ein Tippfehler, aber das verzeih ich, weil da warst du schon so weit fortgeschritten mit der Schreibmaschine, dass du wahrscheinlich keinen Bock hattest, das nochmal von vorne zu machen.
Richtig. Weil ich weiß nicht, was Tim Ball, Tim Bell ist. Ja. Und den Pudding, den du meintest, den habe ich gerade noch gar nicht gefunden. Der ist unten rechts, der ist bei den Puddings & Pastry. Blanc, Blanc Amanche? Blanc Amanche, richtig. Und dann fangen wir damit mal an. Ich habe dir nämlich gerade ein Bild geschickt.
Ah ja, der sieht unecht aus. Sieht aus wie ein, also es wäre da so, is it food or is it art oder wie diese Reihe im Internet heißt. Also das ist ein sehr glänzender, weißer Pudding, in dem man sich förmlich spiegeln kann. Das stimmt. Das ist, also auf Deutsch heißt das Gericht Mandelsulz. Und das ist eine Mischung aus Mandeln, Zucker und Gelatine. Also quasi so eine Art Mandelwackelpudding.
Ja, das würde ich dann überspringen, das Gericht. Ja, wirklich? Ja, 100 Prozent. Ich finde ja Pudding nicht gut. Ich mag ja keinen Pudding. Und Mandel, also das ist alles. Wie Konsistenz. Ja, Konsistenz. Und ich bin ja auch nicht so eine süße Esserin, deswegen. Das ist mal gut. Für Leute, die gerne süß essen, den lasse ich immer alles vom Dessert übrig.
Ich wecke dann halt den ganzen Käse weg. Weil du gefragt hast, warum ich diese Gerichte ausgewählt habe. Beim Mandelsolz ist es tatsächlich so, das ist ein sehr, sehr, sehr altes Gericht. Das stand schon in dem ältesten deutschsprachigen Kochbuch von 1350, dem Buach von Guar Taspise. Das hört sich Portugiesisch an. Ja, stimmt.
Da können wir vielleicht auch noch mal drüber sprechen irgendwann. Das ist im Grunde das älteste kulinarisch überlieferte Buch. Und selbst in dem, ich sag's gerne nochmal, Buch von Guota Spiese, ist ein Rezept für den Mandelsulz schon aufgeschrieben. Das fand ich irgendwie ganz spannend, dass das... So alt ist und sich irgendwie bis heute nicht so richtig durchgesetzt hat.
Und genau, du hast es schon gesagt, es kommt das nächste Gericht. Das Macaroni en Timbal. Und dass da Macaroni drin sind, keine große Überraschung, aber beschreib gerne mal, was du da siehst. Ich sehe einen Macaroni-Nudelauflauf, der aussieht, als wäre der mit Hack, bisschen Tomate, Käse wahrscheinlich, oder was das da noch ist.
Und obendrauf ist eine Schicht, die so ein bisschen aussieht wie... Das ist ein Bechamel, oder? Ja, so was. Ja, lecker sieht das aus. Und das zweite Bild, da siehst du das Ganze nochmal gebacken. Ah, das ist überraschend. Und wie du siehst, ist das Ganze rund und sieht so ein bisschen aus wie eine Pauke.
Denn Timbal leitet sich vom französischen Wort für Pauke ab. Also Timbal, Timbala geschrieben. Und daher kommt auch der Name. Und das ist eine Art Macaroni-Nudelauflauf, den man entweder mit Pilzen, mit Shrimp, mit Kalb gemacht hat. Also einfach bunt, worauf man Lust hatte. Ich fand das irgendwie ganz spannend, weil das so eine spezielle Form hatte.
Wahrscheinlich einfach früher, könnte ich mir vorstellen, so ein Reste-Essen war, was man in einfach einer runden Form gebacken hat, die gerade da war. Unten hat man ein bisschen Teig reingemacht, damit das irgendwie schön ausbackt. Und dann hat man das umgestürzt und wie so einen Kuchen gegessen. Ja, das Bild von dem ausgeschnittenen Stück ist wahrscheinlich nicht, also das ist nicht in so einer Form gemacht, weil das hat mich jetzt kurz irritiert, dass das aus dieser halben Kugel da rauskam, aber genau, dann wird das, wie du wahrscheinlich gesagt hast, so erst Teig, dann Füllung und dann wird es gestürzt.
Richtig. Das sind die zwei Gerichte, die ich im West Point Hotel, achso, ich habe noch gar nicht gesagt, von wann die Karte ist. Doch, habe ich doch gesagt, habe ich doch gesagt, habe ich doch vorgelesen. September 1852. Richtig, richtig. Und wenn ihr auch, wie ich, an der Geschichte des Restaurants interessiert seid, dann möchte ich euch noch zwei, drei Hinweise mitgeben. Zum einen den Film à la carte.
Freiheit geht durch den Magen. Ich weiß nicht, ob du den kennst, der kam vor ein paar Jahren raus. Da geht es um im Grunde die Erfindung des Restaurants in Zeiten der französischen Revolution. Ist ein ganz netter, schöner Film. Ich glaube, ich habe den irgendwann mal im Flugzeug gesehen. Und ich habe jetzt gesehen, dass man den auf YouTube schauen kann.
Es gibt irgendwie so eine kostenlose YouTube-Filmbibliothek, also von YouTube direkt. Auf französisch mit englischen Untertiteln verlinke ich euch gerne. Keine Werbung, könnt ihr euch dort anschauen umsonst. Und ansonsten möchte ich noch zwei Folgen von meinem Lieblingspodcast und schon Gästen in diesem Podcast Geschichten aus der Geschichte vorschlagen.
Einmal die Folge 60, wie das Essengehen erfunden wurde und die Folge 385 über Delmonico, der erste Star-Koch der USA, verlinke ich euch auch. All das sehr spannend in diesem Kontext. Cool. So. Danke für diesen kleinen Ausflug. Ja, gerne. Also wir sind jetzt hier bei einer guten halben Stunde. Ich merke, wir müssen, obwohl eigentlich haben wir ja gar keinen Zeitdruck.
Wir haben gar keinen Zeitdruck. Nee, ich würde sagen, wir atmen jetzt einmal ganz kurz durch. Und dann geht's zu den Hip-Gläzern. Okay. So, Lilly. Worum geht's beim Thema Hip? Du hast es, wann haben wir darüber schon mal gesprochen? Letztens, oder? Ging es einmal um die Hipgläser und du meintest, da müssten wir auch mal was drüber machen und dann habe ich mir gedacht, machen wir doch mal was drüber und es ist aber eher ein Fall, der es nicht geschafft hat, weil er ist dann doch relativ kurz erzählt.
Also ist er schon abgeschlossen? Kommen wir gleich dazu. Ja, okay, da bin ich ganz gespannt, weil das war ja so ein typisches Ding, ich habe tausend Kacheln im Internet gesehen und dann ist es wieder vergessen. Richtig. Also worum geht es oder was ist passiert im März 2026? genauer gesagt am 27. März, versendet der Täter eine Erpresser-E-Mail an die Firma HIP, also die, die die Babynahrung herstellt. Die kennen wir, glaube ich, alle.
Der genaue Wortlaut der Mail ist nicht bekannt bis heute. Aber was wichtiger in dem Kontext ist, ist, dass der Täter diese Mail an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt hat. Und da dieses Postfach nicht regelmäßig gecheckt wird, ist die Firma HIP erst nach zwei, drei Wochen darauf gekommen.
Info at HIP.de oder so, ne? Obwohl, selbst da könnte ich mir vorstellen, weil das ist ja eine Mail, da schickt jeder was hin. Da sollte man eigentlich schon schauen, was da irgendwie reinkommt, was da passiert. Aber Tatsache ist, am 16. April, also gut zweieinhalb, drei Wochen später, entdeckt ein Mitarbeiter von HIP diese Mail.
Und an diesem Punkt schaltet die Firmenleitung sofort die Polizei ein und es wird ein Krisenstab gebildet. Denn, wie gesagt, wir wissen nicht, was in der Mail stand, aber wir wissen ja, was dann passiert ist. Der Täter hatte nämlich gezielt verschiedene Gläschen der Sorte Karotten mit Kartoffeln mit Rattengift präpariert und diese in den Handel eingeschleust.
In Österreich, in Tschechien und der Slowakei. Insgesamt waren es sechs Gläser. Fünf wurden relativ schnell gefunden, weil man gemerkt hat, die hatten irgendwie einen beschädigten Deckel. Die sind nicht mehr unter Vakuum und dann kann man ja oben auf den Deckel drücken und dann ploppt der so. Und die Gläser hatten auch einen markanten Aufkleber am Boden, ein weißer Ring mit rotem Rand.
Es kann sein, dass das in der Mail stand, also dass der Täter schon darauf hingewiesen hat, dass man die so findet. Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall wurden diese Gläser relativ schnell entdeckt. Und die ersten fünf Gläser, die sichergestellt wurden, wurden schnell aus dem Handel wieder entfernt. Und damit war auch relativ wenig Gefahr in Verzug.
Also das heißt wahrscheinlich im April, als wir diese Kacheln gesehen haben und das mitbekommen haben, war das ein großer Aufschrei. Die Gefahr war aber relativ gering zu diesem Zeitpunkt. Es gab nur noch ein sechstes Glas, was nicht gefunden wurde und was so ein bisschen eine Panik ausgelöst hat. Weil das war noch im Umlauf und ich meine, bei Kindern, ja, da reicht eine wirklich winzige Menge, dass das natürlich zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen kann.
So entwickelte sich halt schnell eine Panik, auch eine grenzüberschreitende Panik, weil niemand wusste, ist das jetzt so noch in Österreich, ist das schon in Deutschland, wo ist dieses Glas? HIP betonte immer wieder, dass es sich dabei nicht um den Qualitätsmangel handelt, sondern um eine gezielte Sabotage von außen, was man natürlich durch diese Mail auch belegen konnte.
Und diese Erpresse-Mail ist im Grunde jetzt auch das zentrale Beweisstück. Das Problem ist nur, dass die Soko-Glas, die sich um diesen Fall kümmert, die dafür eingesetzt wurde, ich finde immer diese Soko-Namen immer so witzig, weil it is what it is. Soko-Glas. Die hat Schwierigkeiten, die IP-Adresse oder andere Informationen aus dieser Mail zu ziehen.
Aber nach ein, zwei Wochen finden sie dann doch was. Und Anfang Mai 2026 wird ein 39-jähriger Mann in Salzburg festgenommen. Die Polizei geht zu diesem Zeitpunkt von einem Einzeltäter aus. Und was jetzt auch klar wird oder öffentlich gemacht wird, ist, was der Mann wollte von HIP. Und zwar zwei Millionen Euro in Kryptowährungen. Ein bescheidener Täter.
Ein bescheidener Täter. Und wenige Tage später, am 4. Mai, wird auch öffentlich, wer dieser Mann ist. Denn der Anwalt des Mannes selber geht an die Öffentlichkeit und bestätigt, dass es ein ehemaliger Mitarbeiter von HIP ist, der im Werk in Gemunden, also in Österreich, gearbeitet hat. Und im Februar 2026 im Zuge einer Kündigungswelle seinen Job verloren hat.
Jetzt könnte man natürlich denken, das ist eine Racheaktion an seinem Konzern. Aber der Anwalt sagt, nein, nein, nein, der Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst und das Herz seines Mandanten hing nicht an dem Job. Also war keine Racheaktion. Und er sagt auch, dass die Smartwatch seines Mandanten belegen könnte, dass er unschuldig sei.
Das finde ich ja eh spannend, dass so Smartwatches, also so Fitnesswatches, Applewatches auch immer mehr Einzug finden in so Beweisführung oder in Unschuldsbelegung. Inwieweit das stimmt und inwieweit man das nachweisen kann, ist jetzt die Frage. Man könnte natürlich möglicherweise zeigen, er war nie in den Märkten, wo die Gläser gefunden wurden.
Ich komme gleich noch dazu, was wir heute wissen, was heute der Stand ist. Nicht, dass ihr euch denkt, ich lasse euch jetzt hier so hängen. Ebenfalls wenige Tage später, am 7. Mai wird klar, in mindestens einem Glas waren 15 Mikrogramm Rattengift. Es war nicht nur eine leere Warnung, sondern er hat die Gläser wirklich präpariert.
Allerdings ist die Menge so gering, dass es zwar gesundheitliche Auswirkungen gehabt hätte, also dass es bei Kindern zu einer Verminderung der Blutgerinnungsfähigkeit gekommen wäre. Die Dosis wäre aber nicht tödlich gewesen. Und da könnte man jetzt sagen, das ist aus Sicht des Angeklagten wahrscheinlich ein Lichtblick, wenn es jetzt darum geht, ob er Schuld hat und wenn ja, was es dafür für eine Strafe gibt.
Stand jetzt ist es so, dass der Mann, der Angeklagte, immer noch in U-Haft sitzt. Mindestens bis Mitte September. Denn im Zuge der Ermittlungen kam raus, dass es noch weitere Tatverdachte gegen ihn gibt. Unter anderem wegen Urkundenfälschung. Er soll nämlich einen Gehaltszettel gefälscht haben, um einen Kredit zu bekommen.
Das heißt, die Sache mit den Gläsern und dem Rattengift ist gerade die eine Sache, wo jetzt noch die Schuldfrage geklärt werden muss. Und dann kommen aber noch andere Sachen dazu. In seiner Wohnung stellt die Polizei Rattengift sicher. Da muss aber auch noch herausgefunden werden, ob es sich um das Gleiche handelt wie im Babybrei.
Also, man kann zusammenfassen, es gibt einen Verdächtigen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Und in den nächsten Monaten wird sich herausstellen, was da dran ist, ob der Mann schuldig ist. Und wenn ja, was es dafür für ein Urteil gibt. Und deswegen dachte ich mir, es ist eher ein Fall, der es nicht geschafft hat, weil damit ist die Geschichte erzählt. Ja, 100 Prozent. Aber vielen Dank trotzdem.
Ich habe einiges über den Fall erfahren, was ich vorher nicht wusste. In my honest und unseriösem Opinion würde ich sagen, war er das auf jeden Fall. Also ich meine, er hatte irgendwie ein Motiv, Kündigung, Jobverlust, auch wenn er vielleicht einvernehmlich war. Vielleicht war da doch trotzdem noch ein bisschen Argwohn dem ehemaligen Arbeitgeber gegenüber. Und wenn man ihn als Tatverdächtigen gerade in U-Haft sitzen hat, muss es ja irgendeinen Verdacht geben. Und das klingt schon nach, die haben die Mail doch zurückverfolgen können.
Und warum sollte jemand so eine Mail geschrieben haben, wenn er dann... Und dann gibt es zufällig auch diese Gläschen, die man findet, die dann aber nicht von ihm sein sollen. Also das klingt alles ein bisschen... Das Rattengift meinst du, das bei ihm in der Wohnung gefunden wird? Nee, nee. Ich kann mir vorstellen, dass er hinter der Mail steckt, also dass er deswegen verhaftet wurde.
Und wer würde so eine Mail schreiben und dann aber zeitgleich wären solche Gläser im Umlauf? Also das muss ja zusammenhängen. Also deswegen ich... Und ich finde auch den Punkt, dass die Polizei Rattengift bei ihm in der Wohnung sicherstellt, natürlich auch sehr belastend. Aber wie gesagt, wir werden das beobachten und sobald es ein Ergebnis gibt, ein Urteil gibt. Und Gott sei Dank ist niemandem was passiert.
Richtig, das ist das Wichtigste. Eieiei, ja. Das war der Fall, der es nicht geschafft hat für diese Woche. Der es aber doch geschafft hat, wie immer. Der es aber doch geschafft hat. Und wir kommen zu einem weiteren Foodcrame und zwar einem Foodcrame aus der Community. Der kommt in dieser Woche von Frederik und da wir das Thema Gewürzketchup letztens hatten, dachte ich mir, wir bleiben nochmal beim Thema Ketchup und ich möchte dir dazu ein Bild schicken.
Lilly, brace yourself. Okay. Was siehst du? Okay, ich sehe einen Teller mit Sushi und in der Mitte ein kleines Gläschen mit Ketchup. Ja. Ja, das habe ich noch nie gegessen und auch noch nie gesehen. Was macht das mit dir? Ja, erst mal, mein erster Instinkt war natürlich so, das ist falsch. Das ist ein Crime. Ich habe mir gerade versucht vorzustellen, wie das wohl schmeckt.
Und Sojasauce ist ja auch ein bisschen süß, ein bisschen salzig. Ja. So wie Ketchup auch ist. Gar keine Frage, also das geht eigentlich nicht Irgendwie auf eine Art, Aber geschmacklich stelle ich mir vor Dass es dann doch eigentlich ganz okay ist Wenn man auch Ketchup mag Ich bin eh nicht so ein großer Fan von Ketchup In generale Deswegen wäre das nicht, was ich machen würde, Ich mag auch bei Pommes Nur Mayo Ich wüsste gar nicht, woran ich Ketchup esse Ehrlich gesagt.
Ich mache Ketchup gerne immer mal in die Tomatensauce, weil es einfach diese Süße, die die Tomate so ein bisschen aufbricht und ein bisschen gefälliger macht. Meine Mutter isst ja manchmal ganz gerne, obwohl meine Mutter ja wirklich die beste Privatköchin ist, die ich kenne und auch einen exklusiven Geschmack hat meiner Meinung nach.
Aber wenn die so einen Tag hat von wegen so, ich scheiße heute auf alles und ich sündige heute kulinarisch, dann isst sie Spaghetti Carbonara mit Ketchup. Oh ja. Macht die die Carbonara dann selber und packt dann noch Ketchup drauf. Das heißt, die Basis ist ja wahrscheinlich sehr, sehr lecker. Ja. Und daran erinnert mich das gerade so ein bisschen, weißt du?
Also, ja. Unten Hui, oben Pfui. Aber spannend. Ja, Frederik schreibt tatsächlich, dass seine Freundin das gerne so isst und sie keine Sojasauce mag, deswegen nimmt sie gerne Ketchup. Ich möchte an diesem Punkt einmal darauf hinweisen, dass, nachdem wir jetzt, vorletzte Woche jemand hatten, der seinen Freund hier bloß gestellt hat und Frederik jetzt hier seine Freundin an den Prang gestellt.
Das soll jetzt keine Plattform werden, damit ihr Leute denunziert. Doch, doch. Gerne. Aber Herr Frederik meinte, das ist für ihn okay und für sie auch, dass wir das hier besprechen. Aber ich finde es ganz witzig. Ja, weil ich meine, Reis mit Ketchup, okay. Bei dem Lachs, da hört es so ein bisschen die Freundschaft vor, muss ich sagen. Also die Kombi.
Ja, so ein Nigeria mit Ketchup finde ich auch noch ein bisschen. Also das ist irgendwie too much. Mich stört auch, dass da der Kreis nicht vollständig gemacht wurde. Also ihr werdet das Bild ja sehen, wenn ihr euch jetzt auf der Website rumtreibt. Aber wie kann man, also das stört meinen Monk, meinen inneren Monk, dass da einfach so eine Lücke ist im Kreis, der um das Ketchupglas gelegt wurde.
Das geht nicht. Da muss noch was hin. Ja, ich kann es ja gerne irgendwie noch mit der KI vervollständigen, damit irgendwie dein Mann friedigt wird. Also das war der Foodball für diese Woche, das Sushi mit Ketchup. Ja, was sagen wir denn dazu? Wird die verurteilt oder kommst du mit einem blauen Auge davon?
Ja, ich würde mal sagen Bewährung. Mindestens drei Jahre. Da muss man jetzt mal durchgreifen. Vielen Dank Frederik und vielen Dank Frederiks Freundin, dass ihr den Spaß mitgemacht hat. Und, wenn ihr jetzt in der Sekunde denkt, ihr habt auch noch einen Foodcrime, den ihr mit uns teilen möchtet, dann schickt ihr uns gerne als Sprachnachricht über die Website, als Sprachnachricht bei Instagram, als Privatnachricht bei Instagram oder E-Mail, findet ihr alles auch auf der Website.
Wir freuen uns immer tierisch über eure Nachrichten und wenn ihr persönliche Foodcrimes habt, die ihr mit uns teilen wollt oder, wie jetzt im Falle von Friedrich, Crimes, die eure engsten Menschen begehen, dann schickt uns doch was und dann findet das vielleicht hier Platz. Genau, oder geht bei Lili zu Hause vorbei, die Adresse ist Berlin 10.
Ja, fahre vor, Berlin 10, ja. Bin ich jetzt nicht gespannt, wie gut du mich kennst. Bin ich jetzt nicht mal gespannt. Nicht gut, weil ich hau ja immer die Postleitzahl durcheinander. Das ist leider im beruflichen Kontext gar nicht so gut. Nee, das ist gar nicht so gut. Aber Berlin ist auch eine Scheißstadt für sowas, weil es hier jeden Straßennamen mindestens dreimal gibt.
Ja, ja, ja. Also. Ja, Hölle, zieh weg. Zieh weg. Ja, wohin denn, ist die Frage, ne? Wohin soll ich denn? Das ist ein Fall für wann anders. Die Frage nach meinem Wohnort. Die müssen wir jetzt hier nicht besprechen. Aber wir hören uns am Dienstag wieder, zu einer wieder klassischen Folge Food Crimes. Ja, die wir jetzt hier im Anschluss aufnehmen und auf die ich mich schon sehr freue. Na dann bin ich auch ganz gespannt.
Wir bleiben ein bisschen historisch. Ich habe irgendwie meine historischen Wochen. Das heißt für alle, die keine historischen Fälle mögen, kommt trotzdem vorbei. Es gibt viele Bilder. Super. Und die Leute lieben ja Bilder. Ich liebe auch Bilder. Große Buchstaben, viele Bilder. Das ist die nächste Frage. Ja, cool.
Dann sage ich mal bis gleich. Und euch sage ich bis in drei Tagen. Tschüss. Liebe Grüße. Schönes Wochenende.