
Im Krisenmodus· Folge 128
Schwarmkrieg: Ein Pilot steuert viele Drohnen – Realität vs. KI
Mittwoch, 31. Dezember 2025 · 35 min
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Shownotes
FUNKE‑Kriegsreporter Jan Jessen (nrz.de/autoren/jan-jessen) ist für „Im Krisenmodus“ nahe Kiew bei „Swarmer“. Ein Pilot koordiniert viele Drohnen – was klappt im Test, was scheitert an der Front? KI, Bandbreite, Handkontrolle, Peilsender‑Navigation – und die Frage: Wie weit trägt der Schwarmkrieg wirklich?
Gäste:
„Nick“ – Techniker und Pilot bei „Swarmer“ (Deckname): Missionsarten, „690‑irgendwas“ als Kanal‑Limit (theoretisch), Handkontrolle, Peilsender‑Navigation
Dr. Gustav Gressel – Techniker und Pilot bei „Swarmer“ (Deckname): Missionsarten, „690‑irgendwas“ als Kanal‑Limit (theoretisch), Handkontrolle, Peilsender‑Navigation
Jan Jessen – Politikchef NRZ und Kriegs‑ und Krisenreporter der FUNKE Mediengruppe
🧭 Kapitelübersicht
1 | Ein Pilot für viele Drohnen – warum das wichtig ist
Jan ist bei „Swarmer“ nahe Kiew. Idee: Ein Mensch steuert mehrere Drohnen. Was könnte das an der Front ändern?
2 | So läuft eine einfache Mission
Wenn das Ziel feststeht, planen die Teams den Einsatz – die Drohnen starten und greifen automatisch an.
3 | Wenn sich Ziele bewegen – Menschen steuern
Bei beweglichen Zielen bleibt der Pilot am Hebel. Grund: Genau treffen, Material sparen, Verantwortung behalten.
4 | Aufbauen, starten, weg – unter Beschuss
Kleiner Aufbau, kurze Zeiten: Laptop, Funk, Drohnen und drei kleine Funksender. Schnell starten, bevor der Gegner dich findet.
5 | Realitätscheck an der Front – Militärexperte Gustav Gressel
Im Training klappt vieles, an der Front bremst die Wirklichkeit: knapper Funk, Störung, begrenzte Reichweiten.
6 | Was bleibt? – Nicks Blick und Jans Fazit
Weite Flüge brauchen die richtige Technik und stabile Verbindung. KI hilft nur dort, wo sie zuverlässig ist – der Rest ist Hype.
🎧 Hör-Empfehlungen
Putins Drohnen über Europa? Wie groß ist die Gefahr? (morgenpost.de/podcast/article410148412/putins-…)
Ziel erfasst - die Drohnenfront in der Ukraine (nrz.de/podcast/article409271168/ziel-erfasst-d…)
Die Drohnenpioniere der Ukraine (morgenpost.de/podcast/article409271168/ziel-er…)
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Hier ist so ein Drohnenschwarm. Die Idee ist, du kannst viele Drohnen gleichzeitig in der Luft haben, um Ziele zu treffen, gesteuert von einer Person. Du brauchst also nur einen Piloten, um das Ziel zu treffen. Trotz aller Friedensbemühungen geht der Krieg in der Ukraine einfach weiter. Wir erleben jetzt den vierten Kriegswinter und die Technik macht massive Fortschritte, insbesondere was die Drohnentechnologie angeht.
Jetzt werden Drohenschwärme ausprobiert, also ganze Schwärme von Drohnen, die von einem einzigen Piloten gesteuert werden können. Kann das funktionieren und was würde das an der Front wirklich ändern? Im Krisenmodus, der Podcast aus Krisen- und Kriegsgebieten aller Welt mit Journalist Jan Jessen. Willkommen zu Im Krisenmodus. Ich bin Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter der Funke Mediengruppe.
Meine Reportagen lest ihr in der NRZ, der WAZ, dem Harzkurier, der Braunschweiger Zeitung, der Berliner Morgenpost und online auf allen unseren Podcasts. Ich stehe auf einem Feld bei Kiew, der ukrainischen Hauptstadt. Es ist Spätsommer, also die Aufnahmen, die ihr hier hört, sind schon vor ein bisschen längerer Zeit gemacht worden und ich besuche ein Unternehmen namens Swarma, ein Startup-Unternehmen, beziehungsweise besuche ich Nick und einen Freund von ihm, die für Swarma arbeiten.
Die haben ihren Pick-up im Schatten einer Baumreihe geparkt. Zwei Drohnen piepsen, auf der Ladefläche liegt ein Laptop. Swarma, das ist ein ukrainisches Start-up, wie es so viele gibt, die jetzt im Laufe dieses Krieges aus dem Boden gewachsen sind. Unternehmen, die für die Rüstungstechnologie arbeiten.
Und Swarma testet Drohnenschwärme, gesteuert von nur einer Person und unterstützt von künstlicher Intelligenz. Das Unternehmen hat im September 15 Millionen Dollar eingesammelt. Das ist eine Rekordsumme für ein ukrainisches Rüstungs-Startup seit dem Beginn der Invasion. Und Nick, das ist ein Deckname, der ist einmal Soldat oder war Soldat und ist jetzt Techniker und Pilot.
Er erklärt die Missionstüten. They're fully automatic mission where you need pilot only for mission planning. So basically what you do is that you plan your mission, you select the target of interest or you select the area of interest or if that's a bomber, you select the drop points. Eine Mission ist vollautomatisch.
Du planst, weist Abwurfpunkte zu und die Drohnen starten und treffen statische Ziele. Wenn die Aufklärung Koordinaten liefert, ordnest du die Punkte zu. Die Drohnen starten automatisch und greifen an. Das ist eine einfache Mission. Du steuerst nicht aktiv, das Ziel ist fest, du baust die Drohne auf, sie startet und trifft das Ziel.
Also eine spannende Geschichte und klingt erstmal alles natürlich irgendwie recht schlüssig. Also in der Praxis würde das so aussiehen, vorne fliegt eine Aufklärungsdrohne. Und in ihrem Schlepptau hat sie dann Angriffsdrohnen und diese Aufklärungsdrohne fliegt in ein Zielgebiet hinein, sucht da feindliche Ziele, identifiziert diese feindlichen Ziele und dann greifen eben diese Angriffsdrohnen ab.
Einmal, das hat er ja gerade erklärt, gibt es die Mission, dass man gegen statische Ziele vorgeht. Also man programmiert sozusagen diese Aufklärungsdrohne und diese Angriffsdrohne, programmiert man fest. Also wenn man beispielsweise gegen Munitionsdepot operieren will oder gegen Fahrzeuge, die auf dem Boden stehen und nicht fahren.
Wenn man das also alles vorher weiß, dann kann man Zielkoordinaten eingeben und dann fliegt die Aufklärungsdrohne und dem Schleppter dann eben die Angriffsdrohne alleine. Sucht sich alleine die Ziele und greift an. Oder, und das ist die zweite Variante, der Pilot, also wenn es beispielsweise gegen Infanterie geht oder gegen mobile Fahrzeuge, die gerade unterwegs sind, dann kann ein Pilot, der erstmal sieht, was die Aufklärungsdrohne sieht, die einzelnen Angriffsdrohnen anschalten und sozusagen mit diesen Angriffsdrohnen dann diese Ziele am Boden attackieren.
Und das klingt natürlich erstmal sehr futuristisch. Das ist ja im Grunde genommen so was wie ein Raketenwerfer in der Luft, wo man die Raketen auch noch punktgenau ins Ziel steuern kann. Es ist aber halt auch eine Antwort auf den Personalmangel. In der ukrainischen Armee und vor allem auch die ständige Bedrohung der Piloten an der Front.
Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass die Ukraine ein massives Rekrutierungsproblem hat. Die ganzen erfahrenen Leute oder viele der erfahrenen Leute, die seit Jahren an der Front kämpfen, sind tot oder verletzt. Und auf der anderen Seite fällt die Rekrutierung neuer Soldaten relativ schwierig, weil eben nicht allzu viele Leute Lust haben, an der Front zu sterben bzw.
Zu kämpfen und Angst davor haben zu sterben. Und ja, es gibt also, wie gesagt, einen eklatanten Personalmangel. Führt auch dazu, dass die Russen in diesem Jahr relativ erfolgreich waren. Nicht ganz so erfolgreich, wie sie sich das eigentlich gedacht hatten, als das Jahr 2025 begonnen hat. Aber sie haben trotzdem stetige Geländegewinne gemacht. Und das hängt eben auch damit zusammen, dass es eben besagten Personalmangel gibt.
Und auf der anderen Seite werden eben die Drohnenpiloten an der Front, sind High-Value-Targets. Ziele, die also immer angesteuert werden. Beispielsweise, wenn man in eine Offensive geht, dann wird immer erst versucht herauszufinden, wo sind denn die Drohnenpiloten der anderen Seite und die werden dann eben attackiert.
Und insofern ist das, was Swarmer da jetzt macht, eine Möglichkeit, vielleicht diesem Personalmangel entgegenzuwirken. Klingt nach je mehr desto besser, aber das Problem ist, dass der Funk endlich ist. Also die meisten FPV-Drohnen werden ja, oder die FPV-Drohnen werden für gewöhnlich, diese kleinen Angriffsdrohnen oder auch diese Aufklärungsdrohnen, die werden über Funk gesteuert und da gibt es eine gewisse technische Obergrenze, also man kann nicht tausende oder zehntausende, das wäre natürlich ganz praktisch, steuern, sondern es gibt eben die technische Obergrenze, die die Kanäle sind, über die die Drohnen gesteuert werden.
Ist, dass wir einen Bereich der Interesse haben, wo wir die Drones deployen können. Und man kann sie wie viele von ihnen deployen, Wir legen ein Einsatzgebiet fest und schicken die Drohnen hinein. Du kannst viele einsetzen, aber es gibt eine theoretische Grenze, 690 irgendwas, wegen der Funkkanäle, also der Zahl der Kanäle, die du pro Drohne zuweisen kannst.
Ob das jemand nutzt, ist nicht klar, aber die Grenze bleibt. Praktisch heißt das, Drohnen starten, gehen ins Einsatzgebiet und warten dort auf den Auftrag. Ja, das klingt auch relativ schlüssig. Also ist es klar, es gibt eine bestimmte Begrenzung im Funkraum und man kann nicht unendlich viele Verbindungen gleichzeitig stabil halten.
Also maximal 690, aber auch das finde ich natürlich bemerkenswert, muss ich sagen. Insgesamt muss man sagen, diese ganze Drohntechnologie hat sich ja eine Art und Weise entwickelt, die wirklich wahnsinnig ist. Also ich weiß, als wir anfangs in der Ukraine unterwegs waren als Journalisten, da war es dann eben so, dass da mal eine Aufklärungsdrohne in der Luft war Und dann war schon große Aufregung, weil beim Busseil danach kommt dann eben, wenn die ein Ziel spottet, kommt dann eben die Artillerie und feuert dann.
Aber jetzt, vier Jahre nach Kriegsausbruch oder nahezu vier Jahre nach Kriegsausbruch, sind Drohnen eben einfach schlicht und ergreifend allgegenwärtig. Die Todeszone an der Front ist mittlerweile locker 20, 30 Kilometer breit. Das sind die Bereiche, wenn man irgendwie nah an die Front kommt, wo man damit rechnen muss, dass Drohnen angeflogen kommen.
Ob das eben diese Funkdrohnen sind, diese FPV-Angriffsdrohnen. Oder eben auch Glasfaser, Drohnen, die mit Glasfaserkabeln gesteuert werden. Da haben wir schon mal in einer der vorherigen Folgen darüber berichtet, über diese Entwicklung. Packen wir euch in die Shownotes rein. Also sie sind mittlerweile allgegenwärtig.
Und die meisten Soldaten sterben wirklich mittlerweile durch Eingriffe von feindlichen Drohnen. Und das ist, wie gesagt, eine Entwicklung, die einfach so rasant vonstatten gegangen ist, dass man da schon so ein bisschen atemlos macht. Und jetzt kommt eben, wie gesagt, diese Idee der Drohnenschwärme. Und das Ganze, das wird das Ganze dann natürlich an der Front noch wesentlich gefährlicher machen.
Nicht nur für die Soldaten, sondern auch für Zivilisten an der Front, die in frontnahen Dörfern leben oder eben auch für uns als Journalistinnen und Journalisten. Allerdings ist auch klar, dass viele der Einheiten die Kontrolle behalten wollen. Und zwar vor allem deshalb, um Treffer zu bestätigen und Material zu sparen.
Und irgendwie trauen sie noch nicht so wirklich der künstlichen Intelligenz. Die, wie gesagt, theoretisch die Drohnen auch ins Ziel steuern kann. Wir haben versucht das, aber die, insbesondere die unienste, die wir mit arbeiten, und die die, die an dieser Zeit sind, haben sie. Hand-control, manual-control, weil der Wir haben das versucht, aber die Einheiten, mit denen wir arbeiten, wollen Handkontrolle wegen der Präzision.
Selbst die besten Systeme für automatische Ausrichtung und automatische Zielen haben Verzögerungen. Ich habe einige gesehen, manche besser, manche schlechter. Und es hängt auch von der Sprengladung ab. Wenn die groß genug ist, kann es okay sein. Aber die Einheiten, mit denen wir operieren, bitten ausdrücklich um manuelle Steuerung, den bestätigten Treffer haben und manuell ins Ziel fliegen.
So, wenn man sagen, wenn man ein Payloads großartig ist, um die area zu verändern, ist es wahrscheinlich okay. Aber die Operation, die wir jetzt mit uns haben, haben uns die Frage, um die Manual-Control zu haben, um die Konfirmative zu haben, um die Konfirmative zu haben, um die Konfirmative zu fly in die Target-Manual. Aber ich habe mich natürlich auch gefragt, wie groß denn der größte Schwarm war, den er und seine Leute bislang eingesetzt haben.
Der größte Schwarm, den ich selbst gesehen habe, waren so sechs bis zehn Drohnen, sieben Kamikaze und eine Aufklärungsdrohne. Es waren sieben Kamikaze und ein Recon-Drohnen. Das habe ich persönlich gearbeitet. Acht Drohnen, also sieben Kamikaze Drohnen, eine Aufklärungsdrohne, also Kamikaze Drohne deswegen.
Weil diese Kamikaze Drohnen ins Ziel gesteuert werden mit einem Sprengsatz drunter, explodieren und damit dann natürlich kaputt sind. Das sind Drohnen, die relativ kostengünstig sind, diese kleinen handelsüblichen FPV Drohnen, die man auch bei Amazon oder sonst wo bestellen kann oder hier bei uns in den Elektromärkten für ein paar.
Paar hundert Euro und da klemmen die dann entsprechend Sprengsätze darunter, die sie selber zusammengeln und diese FPV-Drohnen stürzen sich dann auf das jeweilige Ziel, explodieren, sind kaputt und deswegen eben Kamikaze-Drohne. Aber Nick macht da eben auch ganz klar, wo die Praxis bislang heute steht und ja, die Frage ist natürlich, wie es weitergeht.
Zwarmer will auf jeden Fall flexibel bleiben, haben sie gesagt. Die Aufklärungsdrohne, das können diese kleinen FPV-Drohnen sein, von denen ich schon gesprochen habe, also wo eine kleine Kamera dran ist. Das kann ein sogenannter Bomber sein, das sind größere Drohnen mit, meistens aus dem landwirtschaftlichen Kontext, wo schwerere Lasten drunter gehängt werden können oder es gibt auch von der deutschen Firma eine große Plattform, die hat eine Superkamera an Bord.
Die Dinger dürfen natürlich nicht kaputt gehen, die dürfen auch nicht abgeschossen werden oder sollten möglichst nicht abgeschossen werden. Stürzen sich natürlich auch nicht in die Ziele rein, denn allein die Kamera an dieser großen Plattform der deutschen Firma, die kostet irgendwie 40.000 Euro, also insofern auf die Sachen muss man schon gut aufpassen.
Und das Ganze funktioniert eben, wenn man das am Boden aufbaut, mit so drei Funkstationen, Funksendern. Mit denen kann man also genau berechnen, wo die Drohnen sind. Das sind also so Stäbe, die aufgebaut werden in der Landschaft. Und dann können die Position der Drohnen bzw. Der Ziel eben genau berechnet werden. Wichtig ist dabei, der Aufbau muss möglichst einfach sein an der Front.
Denn an der Front muss es natürlich schneller gehen. Die Programmierung der Drohnen muss am besten schon vorher gemacht worden sein. Und ansonsten Zeug auspacken, Dinger aufbauen und dann eben die Drohnen starten, denn an der Front darf man eben keine Zeit verlieren. So, yeah, these pillars are our navigation system.
We have, like, currently what we are testing and working with is beacon navigation. So you have, like, basically three beacons in order to triangulate your current position and understand where your drones are. So that's what are these. Diese Masten sind unser Navigationssystem. Wir testen Peilsender, drei Funksender, mit denen wir per Dreiecksmessung die Position bestimmen und sehen, wo die Drohnen sind. Die Herausforderung ist der Aufbau.
Im Test prüfst du viel, zum Beispiel die Verbindung. Dafür brauchst du mehr Geräte. Vor Demos oder vor dem Einsatz reduzieren wir auf das Nötigste. Bodenstation, Laptop, Funksteuerung, Drohnen. Das macht den Start schneller. Es ist Kriegszeit, also ein militärisches Produkt. Der Aufbau bleibt also so klein wie möglich und die Vorbereitung so kurz wie möglich.
Zu starten, so schnell wie möglich. Und du musst so effektiv sein, wie möglich. Also ja, dein Setup sollte so klein sein, wie möglich. Und dein Zeitpunkt, von dem du gerade erreichst, und sozusagen die Vorbereitung, sollte so kurz sein, wie möglich. Wie gesagt, Drohnenpiloten sind an der Front. High-Value-Targets werden sofort attackiert, wenn man ihren Standort findet.
Und deswegen, wenn jetzt jemand beispielsweise in der Lage ist, trainiert ist, so einen Drohnenschwarm zu steuern, der eine große Gefahr für die feindliche Infanterie ist oder auch für feindliche Panzer oder anderes, dann würde der natürlich sofort attackiert werden. Und insofern muss man da relativ schnell sein dann in dem Aufbau, zumal auch diese Drohnenpiloten relativ nah an der Front sind, also jetzt nicht direkt vorne, aber maximal 15, 20 Kilometer entfernt von der Front meistens.
Und damit auch in Reichweite eben nicht nur von feindlichen Drohnen, sondern auch von feindlicher Artillerie oder sogar Mörsern. Und insofern muss man eben schnell sein und so ein System ganz schnell aufbauen können. Und auch daran arbeiten die Leute von Swarmer. Swarmer-Leute haben mir auch erzählt, dass die Idee eigentlich noch weiterführend ist.
Also wie gesagt, es gibt jetzt zurzeit diese zwei Missionstypen. Einmal gegen starre Ziele, wo der Drohnenschwarm losfliegt, vorher programmiert wird und sich dann sozusagen selbstständig auf das jeweilige Ziel oder die Ziele stürzt, Oder dass das System, wo der Pilot dann eben bei beweglichen Zielen sieht, was die Aufklärungsdrohne sieht, dann die einzelnen Drohnen ansteuert, die Angriffsdrohnen und die dann ins Ziel reinsteuert.
Und als drittes wollen sie jetzt oder arbeiten sie jetzt daran, dass auch dieser zweite Missionstyp gegen bewegliche Ziele von künstlicher Intelligenz gesteuert wird. Das wäre natürlich so der nächste Schritt. In meinen Augen schon ein bisschen gruselig, die Vorstellung, dass dann eben auch künstliche Intelligenz gegen bewegliche Ziele operiert, gegen den Infanteriesoldaten, der am Boden unterwegs ist, da rennt und die Drohne eben selbstständig entscheidet, ob sie diesen Menschen tötet oder nicht.
Und das wäre aber der dritte Schritt in den Einheiten, überwiegt vorerst noch die Skepsis. Also das ist so ein bisschen wie die Skepsis von Autofahrern bei Autopiloten in so einem Elektroauto. Also... Die haben schon den Eindruck, sagt also Nick auch, dass die Piloten und die Soldaten in den Drohneneinheiten noch die Kontrolle haben wollen, um sicherzugehen, dass sie eben auch die Ziele entsprechend treffen, so wie sie das wollen und das nicht aus der Hand geben oder der künstlichen Intelligenz überlassen.
Und es experimentieren aber natürlich nicht nur die Ukrainer mit diesen Drohnen-Schwärmen, sondern auch die Russen setzen diese Technik mittlerweile ein und arbeiten daran, dass die verbessert wird. Das gilt nicht nur für die kleinen FPV- und Angriffsdrohnen, sondern es gilt auch für diese Schahit-Langstrecken-Drohnen.
Die kennt ihr, das sind diese knapp 2 Meter, 2,5 Meter hohen, dreieckigen Drohnen, mit denen quasi jede Nacht die Ukraine angegriffen wird. Jetzt gerade kurz vor der Aufnahme unseres Podcasts, das war ein Tag vor den Friedensgesprächen zwischen Trump und Zelensky in Florida. Da gab es nochmal einen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew.
Das passiert in der Ukraine ständig. Also jede Nacht sind diese Schalldrohnen unterwegs. Und jetzt, wie gesagt, probieren die Russen auch aus, ob man da eben auch ganze Drohnenschwärme in die Luft schicken kann. Well, the first, like, first feedback when we were just, like, trying, talking to them, like, trying to explain and pitch, you know, everything to them, they were skeptical about it, obviously, because, like, you know...
Also das erste Feedback war skeptisch. Wenn du gewohnt bist, manuell zu fliegen, ist das auf einmal wie, hey, soll Autos ohne Fahrer gehen? Als Tesla zum Beispiel die automatischen Trucks vorgestellt hat, da gab es Fragen wie zum Beispiel, verlieren wir jetzt unsere Jobs? Eben weil sich was ändert. Et cetera, et cetera, et cetera, because you know, you something is changing.
Natürlich ist Nick und seine Leute von Swarma, die sind natürlich ganz begeistert von dem, was die da gerade machen. Ist ja auch nachvollziehbar, es ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, was damit auch Geld verdienen will, Swarmer. Und deswegen finde ich es ganz wichtig, dass wir uns das mal einordnen lassen, was die hier vorhaben, was die machen.
Und das macht Dr. Gustav Gressel. Er ist Politikwissenschaftler und Militärexperte an der Landesverteidigungsakademie in Wien. Ihr kennt ihn vielleicht aus unserer Folge zu Drohnenalarm in Europa. Packen wir euch in die Shownotes rein. Und er analysiert seit Jahren Russlands Drohnenstrategie und den Einsatz in der Ukraine. Also zu den Swarmer Drohnen.
Ich bin bei den meisten KI-Drohnen mittlerweile ein bisschen skeptisch geworden. Da gibt es natürlich viele Startups, da gibt es viele Firmen auch aus dem Westen, wenn man Helsing denkt, die Drohnen anbieten oder KI-Lösungen für Drohnen anbieten und das dann testen. Und das funktioniert dann alles am Übungsplatz und sozusagen unter klinischen Bedingungen und.
Dann im Frontbetrieb hakt es und die Drohnen finden ihre Ziele nicht oder nur ungenügend und sozusagen die Möglichkeiten der Russen, ihre Geräte zu tarnen oder das Aussehen zu verändern, verwirrt die Dinger dann, beziehungsweise unter Gefechtsbedingungen, ist halt dann meistens auch Nebel und Feuer und whatever.
Und im Endeffekt war dann sozusagen die Lösung eher die kabelgebundene Drohne, weil das einfacher ist und funktioniert, weil sich die im Gefechtsbetrieb dann als nicht wirklich brauchbar herausstellen. Das kommt eben auch noch dazu. Also es ist nicht nur so, dass die Zahl der Drohnen, die in so einem Drohnenschwarm unterwegs sein kann, dass die begrenzt ist, wie wir das ja gerade schon gesagt haben, sondern du musst natürlich auch im Feld, musst du viele Funkkanäle haben, die offen sind, damit die Truppen untereinander reden können und kommunizieren können.
Und wenn dann jetzt zusätzlich eben noch die Schwärme unterwegs wären in wirklich großer Zahl, dann würde das möglicherweise Probleme geben. Deswegen setzen übrigens auch viele Einheiten Drohnen nacheinander ein und nicht parallel zueinander. Was ich auch von Drohnenbauern im April gehört habe, dass sozusagen ein großes Problem ist bei Drohnenschwärmen, dass sie eben sehr viel Kommunikationsleistung wegnehmen, sehr viel Bandbreite verbrauchen.
Dass deshalb die Ukraine auch auf Drohnen konsekutiv einsetzen und nicht parallel, weil sie dann sozusagen das freie Frequenzspektrum, das eben nicht gestört wird, eben nur mit wenigen Drohnen bespielen können und dann schießen sie halt die Drohnen hintereinander. Anstatt sie parallel fliegen zu lassen und größere Drohnenschwärme nehmen, nehmen ziemlich viel Funkbandbreite weg, die man so im Gefechtsfeld halt kaum hat, weil sozusagen immer ein Teil vom Spektrum durch Störer oder durch anderen Funk blockiert ist.
Theoretisch könnte man natürlich das Problem beheben, indem man diese Drohnen ohne Funkverbindung fliegen lässt. Das wäre dann wieder das Thema KI, also dass die sozusagen ein eigenes Gehirn haben, diese Drohnen, eben keine Funkverbindung mehr brauchen. Das hätte auch den Vorteil, dass diese Drohnen nicht mehr mit elektronischer Kriegsführung vom Himmel geholt werden könnten, also mit Störsendern, die mittlerweile übrigens an der Front fast auf jedem Auto drauf sind, um zumindest diese Funkdrohnen zu stoppen.
Man könnte tatsächlich eben hingehen und diese Drohnen, wie gesagt, mit eigenen Gehirnen versehen. Also das wäre dann wieder das Thema künstliche Intelligenz, dass diese Drohnen sozusagen eigene kleine Rechner an Bord haben und dann eben selber wissen, wohin sie fliegen müssen und auch selber entscheiden, ob sie angreifen.
Das ist dann allerdings auch eine Frage, wie schwer würden solche Rechner sein und wie viel Strom würden sie verbrauchen? Aus demselben Grund funktionieren Cloud-basierte KI-Systeme nicht wirklich gut, weil das Hin- und Zurückfunken zu anfällig ist für Unterbrechungen. Was funktioniert, sind Steuerungen, die auf autonome Datenträger zurückgreifen, wo die Drohne selber den Rechner drin hat, um zu rechnen und sich was zu denken.
Also aufgrund der Rechenleistung der Batterie, die man dafür braucht, sind dann meistens größere Drohnen. Also die Festflügel-Aufklärungsdrohnen, die haben so Navigationsprogramme drin, die können selber Terrain und Landschaft vergleichen, können zumindest so navigieren. Das funktioniert, weil die Dinger einfach größer sind, mehr Rechenleistung mitschleppen können, mehr Speicher und mehr Akku.
Bei kleinen FPV-Drohnen ist es eine Gewichtsfrage. Ja, da werden natürlich auch Fortschritte erzielt, Aber sozusagen das Problem ist halt, es gab in der Vergangenheit schon viele Firmen, die gesagt haben, sie haben den Durchbruch und dann hat es doch nicht funktioniert. Also mal schauen, was rauskommt.
Zu den anderen Dingen, also diese Carrier-Drohnen. Ja, das ist sozusagen, das verbreitet sich sowohl auf der russischen als auch auf der ukrainischen Seite. Also man versucht, den Drohnenkampf in die Tiefe zu tragen. Desto länger man Zeit hat oder desto früher man eine feindliche Bewegung erkennt, desto länger hat man natürlich Zeit, sich an denen abzuarbeiten.
Das Problem ist natürlich, nachdem die Drohnenteams sind so in etwa zehn Kilometer hinter den vordersten eigenen Linien, wenn man sie weiter nach vorne schickt, werden sie zunehmend verwundbarer und detektiert und dann auch angegriffen. Wenn man sie weiter zurücknimmt, dann nimmt man der Drohne viel Reichweite weg, weil die meisten Drohnen eben mit direkter Funkverbindung, also Richtfunkverbindung arbeiten und da braucht man quasi eine Sichtlinie.
Wenn ich größere Entfernungen zurücklege, dann muss ich die Drohne höher fliegen lassen, damit ich die direkte Sichtverbindung noch habe, die direkte Funkverbindung, wäre immer anfälliger auf die Funkstörung etc. Das heißt, es gibt sozusagen mit den normalen FPV-Drohnen so in etwa eine Reichweite von 20 Kilometern, die praktikabel ist.
Alles darüber hinaus geht nicht, nachdem die Drohnenstellung 10 Kilometer hinter den vorderen eigenen ist, habe ich so 10 Kilometer Killzone über meine eigenen vorderen eigenen Stellungen hinweg, an denen ich gegnerische Angriffe sozusagen behaken kann. Ja, also diese erste Mission, also vorprogrammierte Drohnen, von der Nick vorhin auch gesprochen hat, Diese Idee, also dass man sozusagen vor dem Abflug dieses Drohnenschwarms schon mal die Ziele einprogrammiert und die Drohnen dann fliegen lässt und die dann einfach in diese programmierten Koordinaten rein, sich reinstürzen und dann eben möglicherweise ein Ziel treffen, die sind oft ungenau, die haben aber trotzdem Nutzen, sie zwingen die Gegenseite
Störer und Radare anzuschalten, die man dann wiederum selbst zum Ziel nehmen kann. Diese vorprogrammierten Drohnen, die von ukrainischer Seite, habe ich jetzt oft gehört, dass diese Dinger relativ unzuverlässig sind, dass die Trefferwahrscheinlichkeit ziemlich gering ist, dass eben, wie auch schon vorher gesagt, also die meisten sozusagen vorprogrammierten Drohnen ihre Ziele eigentlich gar nicht finden.
Aber dass, weil diese Drohnen schon etwas größer sind, größere Gefechtslast transportieren, der größte Wert dieser Drohnen ist, dass wenn man viele schießt und so eine Übersättigung der gegenwischen Fliegerabwehr erreicht, dass eben diese Drohnen die Russen oft dazu zwingen, ihre elektronischen Störer einzuschalten, ihre Radargeräte einzuschalten, mit der Fliegerabwehr auf sie zu schießen.
Und diese elektromagnetischen Signaturen der Radargeräte, der Störer, der Feuerleitradare für die Fliegerabwehrraketen, die messen die Ukrainer dann und greifen dann mit anderen Mitteln an, mit zuverlässigeren Waffen an, beziehungsweise setzen die ein, um die Russen zum Verschießen ihre Fliegerabwehrraketen zu zwingen.
Und dann fliegen sie mit konventionellen Drohnen rein, die dann eben nicht mehr abgeschossen werden und versuchen, die Ziele zu finden und auszuschalten. Und sozusagen in dem Sinn haben die Dinger schon einen Wert, aber sozusagen eher im Prozieren von Gegenreaktionen, die man dann wieder ausnutzt, um...
Um eigene Missionen schnell durchzuführen gegen hochwertige Ziele wie eben Störer, Fliegerabwehrsysteme etc. Ja, wenn auch so auf der einen Seite an den Schwarmdrohnen gearbeitet wird, ich meine, das ist ja im Prinzip was, was sich im Frontbereich abspielt. Also wir haben eine Reichweite von vielleicht 20 Kilometern, vielleicht nochmal 25 Kilometer.
Mehr ist das nicht. Also da arbeitet man dann sozusagen gegen die feindliche Infanterie. Man arbeitet gegen die feindliche Artillerie, gegen vielleicht auch Munitionsdepots, kleinere Munitionsdepots, die in der Nähe der Front aufgebaut worden sind und eingerichtet worden sind oder gegen feindliche Panzer oder sowas.
Das ist aber wie gesagt das eine. Und das andere ist, dass sich natürlich auch das Thema Langstricken-Drohnen massiv entwickelt hat in der Ukraine. Das ist etwas, womit Nick und seine Leute von Sparma jetzt nichts zu tun haben. Sondern was andere Start-ups machen, die die Drohnen in der Ukraine immer effizienter machen.
Aber leider muss man auch sagen, die Drohnen der Russen, die immer effizienter werden, also die ukrainischen langen Strecken drohen, treppen mittlerweile die russische Energieinfrastruktur tief im Hinterland. Das ist relativ wichtig. Es geht also den Ukrainern anders als den Russen nicht darum, die Zivilbevölkerung zu demoralisieren, sondern, das habt ihr ja sicherlich miterlebt, jetzt in den vergangenen Wochen und Monaten war es auch wieder so, dass russische Angriffe geflogen worden sind gegen Umspannwerke und andere Energieinfrastruktur in der Ukraine.
Mit der Folge, dass dann eben in Städten der Strom ausgefallen ist. Da geht es tatsächlich darum, die Zivilbevölkerung zu demoralisieren und dann möglicherweise die Regierung auch dazu zu zwingen, zu kapitulieren oder so einem Diktatfrieden zuzustimmen. Bei den ukrainischen Angriffen geht es vor allem darum, die russische Ölproduktion und Gasproduktion zu treffen. Warum?
Weil Öl und Gas quasi das Schmiermittel sind für diesen russischen Angriffskrieg, also, Dadurch, dass Russland Öl und Gas immer noch in einem großen Stil verkaufen kann, beispielsweise an Länder wie Indien oder China, dadurch können sie eben weiter aufrüsten und dadurch können sie eben auch den Krieg in der Ukraine weiterführen, der unglaublich kostenintensiv ist für die Russen.
Also sie bezahlen ja alleine für die vielen, vielen Soldaten, die sie rekrutieren, immense Summen Geld. Das würden sie nicht aufrechterhalten können, wenn sie keine Öl- und Gaseinnahmen mehr hätten. Und insofern sind diese Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur der Russen durch die Ukraine auch ein Versuch, eben die russische Exportmaschinerie zu treffen und damit dann eben möglicherweise die Russen auch in der Perspektive zum Aufgeben zu zwingen.
Wir haben dann das, wie erfolgreich die Ukrainer da mittlerweile sind, das hat man in den vergangenen Wochen und Monaten gesehen. Es gibt zig Videos, die Brände in Raffinerien und Depots zeigen. Beispielsweise wurde eine Rosneft-Raffinerie in Rassian mehrfach angegriffen. Es gab zeitweise Abschaltungen von diesen Anlagen.
Es gab, sagt jedenfalls die Agentur Blumenberg, zwischen Juni und Oktober 2025 einen Rückgang der russischen Benzinproduktion um fast 10 Prozent, im Jahresvergleich minus 5 Prozent. Das hat übrigens auch dazu geführt, dass die Benzinpreise in Russland angestiegen sind. Auch das ist natürlich etwas, was möglicherweise einen Einfluss haben könnte auf die russische Kriegsfirma.
Also wenn die Bevölkerung sagt, Leute, was macht ihr denn da eigentlich? Das ist nicht mein Krieg und ich habe eigentlich keine Lust, für diesen Krieg zu bezahlen. ist eher unwahrscheinlich, aber möglicherweise, wie gesagt, ist das auch beabsichtigt seitens der ukrainischen Seite. Und auf der anderen Seite hat die Ukraine auch andere, jenseits von Langstrecken drohen, andere Waffen entwickelt, selbst entwickelt, weil sie eben nicht das bekommt, was sie eigentlich bekommen müsste, um diesen Krieg nicht zu gewinnen, aber zumindest den russischen Vormarsch aufzuhalten und die Russen möglicherweise zu zielführenden Verhandlungen für einen gerechten Frieden zu zwingen.
Also beispielsweise den Taurus-Marschal-Körper, den haben sie immer noch nicht bekommen, ob sie sich mal darum gebeten haben. Taifun-Marschal-Körper aus den USA oder andere Sachen, die sie bräuchten. Jetzt haben sie also selber einen Marschal-Körper entwickelt, Flamingo, der wohl sehr, sehr gut arbeiten soll und sehr präzise und zielgenau sein soll.
Also auch auf der Flanke entwickelt sich eben einiges. Und ja, jetzt gehen die Friedensverhandlungen einfach weiter, ohne dass 2025 zu irgendwas geführt hätte, was eben dieses Thema Frieden angeht. Das ist gruselig, das ist nicht schön und widerspricht natürlich vor allem dem, was der jetzige US-Präsident Donald Trump gesagt hat, der gesagt hat, er werde noch vor Amtsantritt innerhalb von 24 Stunden für Frieden in der Ukraine sorgen.
Das ist ganz offensichtlich nicht so und so geht es halt jetzt auch jede Nacht weiter mit beiden seitigen Drohnenangriffen, mit den Kämpfen an der Front und das ist natürlich bitter. Deswegen arbeiten Leute wie Nick einfach weiter an ihrer Drohn-Technologie und auch Nick hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Schwarm-Technologie für Langstrecken Drohnen einsetzen kann.
Ja, die Sache ist, dass in order to have long-range swarm, you need to have a drone that is capable of long-range operations. 9.7? Probe, schon. So, ja, obviously, you have to split swarming into two parts. Ja, obviously, the first part is a technical thing. It's the algorithm, it's the logic of the operation. Ja, es ist leichter zu verstehen, weil du verstehst, dass du ein bisschen logicierst, behind, wie es diese Menge von Drones gibt, es diese Menge von TAR, Für einen Langstrecken-Schwarm brauchst du Drohnen, die weit fliegen.
Mein Teil, das sind zwei Teile. Erstens die Technik, der Algorithmus, also die Logik der Operation. Dahinter steckt die klare Logik, dass es eine Zahl von Drohnen gibt und eine Zahl von Zielen und einen Weg zwischen beiden. Unser Algorithmus berücksichtigt elektronische Störung und Sperrgebiete und passt dann die Planung an.
Als zweites kommt die Hardware. Damit das funktioniert, brauchst du Drohnen mit stabiler Verbindung, damit Pilot und System Flugdaten bekommen und am Ende noch steuern können. Und es geht um Reichweite. Schafft die Drohne 10 Kilometer, fliegt sie keine 20-Kilometer-Mission. Am Ende entscheidet hier die Hardware.
Eine gute Netzwerke-Konnectivität für Piloten und für unsere Systeme zu bekommen, etc., etc., etc., und in order to kontrollieren den Drone am Ende der Operation. Das ist das eine Sache. Und das zweite Sache ist, dass sie einfach die langen Rang. Du musst verstehen, dass wenn dein Drone nur 10 Kilometer fliehen kann, dann ist es natürlich nicht möglich, dass du 20 Kilometer Missions fliehen oder so.
Also ja, es geht um die Hardware. Ja, ein Pilot, viele Drohnen, das ist kein Science-Fiction mehr. Im Test funktioniert es, es gab schon die ersten Einsätze an der Front von dieser Sparmtechnologie. Ich, wie gesagt, finde das sehr, sehr gruselig, denn, wie gesagt, der nächste Schritt wird sein, dass diese Drohnen dann von künstlicher Intelligenz gesteuert werden und in ihre Ziele reinstürzen.
Wohin diese Reise geht und was das auch für zukünftige Kriege bedeutet, kann man noch nicht sagen. Aber es ist eben eine Kriegsführung, die den Krieg noch weiter entmenschlicht, als er das sowieso ist. Und ich finde es, wie gesagt, sehr, sehr gruselig. Aber am Ende, es ist halt jetzt ein gegenseitiges Wettrüsten, Aufrüsten auf beiden Seiten, der ukrainischen und der russischen Seite, wo eben Ingenieure beider Seiten versuchen, das möglichst Beste zu schaffen, damit die feindliche Seite dann großmöglichen Schaden erleidet.
Es ist schwierig und das Beste wäre natürlich, wenn endlich die Friedensbehandlungen zu einem zielführenden Ergebnis kommen würden. Da bin ich allerdings leider noch skeptisch, denn wie gesagt, es spricht zurzeit nichts dafür, dass dieser Frieden schnell kommen würde. Die Russen bestehen immer noch auf ihren Maximalforderungen, also beispielsweise der kampflosen Übergabe der noch nicht von ihnen kontrollierten Teile von Donetsk und Luansk.
Das werden die Ukrainer nicht machen können. Tja, und insofern ist es einfach fraglich, wie es jetzt weitergeht. Ich hoffe für die Ukraine, dass Nick und all die anderen Leute, die jetzt gerade an neuen Waffentechnologien arbeiten, dass die eben nicht noch weitere Waffensysteme entwickeln müssen, dass also dieser Krieg bald vorbei ist und die Zivilbevölkerung insbesondere in der Ukraine bald Ruhe hat.
Es ist aber auf jeden Fall eine Entwicklung, die zumindest aus technologischer Sicht, wie gesagt, spannend ist, gruselig zugleich ist und in so eine Zukunft weist, wo ich immer denke, naja, werden wir irgendwie das Terminator-Szenario erleben, ist Terminator vielleicht dann doch ein Dokumentarfilm gewesen und nicht nur Science Fiction.
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